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New Ulm Post. [volume] (New-Ulm, Brown County, Minn.) 1864-1933, December 25, 1914, Image 7

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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Dm Rlm Dost
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(JnS Ausland. 12.50 mit Beilage, $3)
New Ulm, Brown Co., Minnesota
Herausgeber: New Ulm Publlshing Co.
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New Dim, Minnesota, ander act of
25. Dez., tm
„England wird von jetzt an Deutsch
land wie einen tollen Hund behandeln".
Von der Ratte auf den Hund!
Aegypten ist zum britischen Pro
tektorat erklärt worden. Wenn es sich
nun aber nicht „protegieren" lassen will!
Ironie der Weltgeschichte. Laut einer
Petersburger Meldung ist Japan jetzt
der Haupt-Wassenlieserant Rußlands.
Sämmtliche sozialistische und ra
dikale Mitglieder der Dunna sind ver
hastet worden. Blutige Schatten er
Hebensich!
Frankreich fürchtet, England wird
sls einziger Gewinner aus dem Kriege
hervorgehen. Immer sachte mit de'
junge Pferde!
Tie russische Regierung hat die
Typographia in Moskau aufgelöst.
Nächstens werden keine Zeitungen mehr
erscheinen dürfen.
Alle gesunden Männer von 18 bis
52 Jahren sind in Frankreich zu den
Waffen gerufen worden. Um Eng
land die Weltherrschaft zu sichern!
Ob wohl ein Zola sich finden wird,
den russischen Zusammenbruch zu schil
dern? Schon mehr ein „Ueber-Zu
mmmenbruch!"
Hindenburg und Dankl teilen sich
in die Ehren des Sieges. Aber nie
mals dürfen wir dabei ihre tapfern
Truppen vergessen!
Zur Entchuldigung der fortgesetzten
Niederlagen geben die Russen an, sie
wollten den Feind in ihr eigenes Land
locken. Woher so plötzlich?
„Die Verbündeten sind ertäuscht, daß
die Russen noch immer nicht ihre Sieges
versprechungen einlösen. Wenn die
armen Kerle aber doch nicht lönnen!
„Deutschland beabsichtigt, die Schweiz
zu annektieren", behauptet eine Pariser
Zeitung. Wenn nichts anderes mehr
hilft, wird gehetzt.
Wenn man Kitcheners Wort, Deutsch
land werde in drei Jahren niederzu
kämpfen sein, ins Gemeinverständliche
übersetzt, so heißt das: Es ist einfach
nicht zu machen.
Aber fetzt! 5000 Ugandaneger aus
dem dunkelsten Afrika haben sich Eng
land als Freiwillige angeboten. Die
englische Heeresgesellschaft wird immer
gemischter.
Nachträglich wird gemeldet, daß bei
dem Bombardement auf die englische
Küste-außer sämmtlichen Kirchen in den
drei Städtcu auch ein Lazareth schwer
beschädigt wurde. Wie konnte man
das vergessen!
Ein Soldat kann nie wissen, wohin
er verschlagen wird. So wurden z. B.
Mannschaften aus Kanada, Australien
und Neuseeland gegen die Türken nach
Aegypten geschickt.
Das Volk ist garnicht so sehr in
seinen Illusionen versunken, daß es
keinen Sinn hätte für die wirlkichen
Dinge in der Welt. Das Volk ist nur
eingeschüchtert. Es fürchtet, der Wahr
heit einen Platz an seinem Herde ein
zuräumen und ihr mutig ins Gesicht
zu sehen. Und durch systematische Er
ziehung läßt sich diese Furcht überwinden.
Nach einem soeben veröffentlichten
Berichte des Wohlfahrtskomitees für
Schulkinder besuchen zurzeit 37,776
Kinder die öffentlichen Schulen der
Stadt New York, welche nach ärztlicher
Seststellung, an Unterernährung leiden.
Mayor Mitchel wird wahrscheinlich da
ranfhin eine neue Untersuchung ein
leiten, um—inzwischen—die Kinder wei
ier hungern zu lassen und die Steuer
groschen der Reichen zu schonen.
Die Farmers-Union (American So
ftety of Equity) verhandetl zurzeit mit
ben „United Mine Workers of America",
um in vielen Bergwerksdistrikten Ver
kaufsstellen zu errichten, die die Pro
dufte der Farmer ohne jeden Zwischen
Händler in die Hände der Konsumenten
bringen sollen. Diese Art genossen
fchaftlicher Zusammenarbeit dürfte in
diesem Lande die besten Aussichten
bieten, da hier die Konkurrenz des Groß
Handels nicht in Frage kommt.
Ein New Uorker City Clerk hat
jedem Paar, das sich seit dem 1.
Dezember verheiraten wollte, in falscher
Auslegung des neuen Gesetzes eine
Kriegssteuer von zehn Cents auferlegt.
Wie jetzt aus Washington^ gemeldet
wird, ist die Steuer ungesetzlich. Eine
Kriegssteuer auf den Eheschluß wäre
wohl auch etwas gar zu ominös, ganz
abgesehen davon, daß mancher Bräuti
gam am Ende Anstoß daran nehmen
würde, daß er für seine Braut auch noch
Steuern zahlen soll, sodaß diese Steuer
ein Ehehindernis sein würde.
Keine det im Felde stehenden HKem
bedient sich mehr der
dies in Amerika noch SitA ist. Die
Liebe zur Musik- findet bei Isen Soldaten
im Liede Ausdruck.
ein mertwÄrviges IeitungS
i:i verbot.
Wie dänische Zeitungen berichten, wurde
„Heimdal", das in Apenrade erscheinende
Organ des im ersten schleswig-holsteini
schen Wahlkreis gewählten Reichstags
abgeordneten Haussen (Däne), auf acht
Tage verboten, weil es zum Geburtstag
der Kaiserin keinen Festartikel ver
öffentlicht hatte.
Hammond geehrt.
Letzten Samstagabendchatte der „Uni
versity Club" in Washington eine kleine
Feier zu Ehren des neuerwählten Gou
verneurs von Minnesota, Hammond,
organisiert. Obwohl es eine regel
mäßige Zusammenkunft des Clubs war,
wurde doch der Tatsache daß Repräsen
taut Hammond in nächster Zeit die
Stadt verlassen wird, besonders ge
dacht. Der neuerwählte Gouverneur
und mehrere seiner Kollegen nahmen
Teil an der Unterhaltung für die An
tiefenden. Repräsentant Hammond
wohnte während seines Aufenthaltes in
Washington fast die ganze Zeit im
University Club.
Bis in den Tod.
„Wanderer, kommst du nach Spar
ta, verkündige borten, du habest uns
Hier liegen gesehn, wie das Gesetz es
befahl". Diese Inschrift schmückte das
Grab der 300 Spartaner des Leonidas.
Die 3000 deutschenMatrosen, welche bei
den Falklandinseln mit ihren Schissen
tapfer kämpfend untergingen, werden
keine solche Inschrift haben. Denn
ihnen ist das weite Weltmeer Grab.
Aber wie das Gesetz es befahl, fielen
auch sie. Das Gesetz des Vaterlandes,
das Gesetz der eisernen Notwendigkeit.
Ihr Geschick Hat sich erfüllt. Ob
das Heute geschah oder morgen, ob im
stillen Meer, im indischen Ozean oder
in der Atlantic—sie waren Totgeweihte
vom Tage der Kriegserklärung an,
gerade wie die Mannschaften der „Em
den" oder wie Kiautfchau's tapferes
Kriegsvolk.
Schiffe ohne Hafen! Schiffe, die
ihre Munition, die ihre Kohlen nicht'
ergänzen konnten, Schiffe, deren Ma
schinen monatelang Tag und Nacht im
Gang gewesen, deren Böden von dem
angesetzten Seekalk seit Jahren nicht
gereinigt waren—solche Schiffe sind in
der Seeschlacht feine furchtbaren Gegner
mehr.
Ja, es ist denkbar, daß ihr Granaten
Vorrat überhaupt ausgegengen war,
was am besten den verhältnismäßig
leichten Sieg der Briten erklären würde.
London jubelt. Die Stadt an der
Themse gebraucht ihr zähneklapperndes
Mundwerk ausnahmweise einmal zum
Hurrahschreien. Ein billiger Triumph!
Daß die paar abgehetzten, längst dem
Tod geweihten Kreuzer der Uebermacht
von neun Linienschiffen, darunter zwei
„Fürchtenichtfe", zur leichten Beute fielen,
ist gewiß für das alte Vaterland tief zu
bedauern—daß aber England vor Sie
gestrunkenheit außer Rand und Band
gerät, das beweist nur, wie bescheiden
dieser Krieg das stolze Albion gemacht
hat.
Der Weltkrieg wird nicht aus den
Wogen sondern aus dem Lande ent
schieden.—Aber auch aus dem Meer ste
hen den Briten Überraschungen bevor,
welche ihnen die Augen über die deutsche
Marine öffnen werden.
Die Mannschaften der Scharnhorst,
Gneifenau, Nürnberg und Leipzig sind
nicht die einzigen, die es verstehen, ge
treu zu sein bis in den Tod, wie das
Gesetz es befiehlt.—Dodge County Ban
ner.
Persönliche Freiheit.
In seinem dreiundzwanzigsten Artikel
über „Persönliche Freiheit" beleuchtet
Herr Louis N. Hammerling die Not
wendigkeit gründlicher Kenntnis. Er
spricht von dem Verlangen gewisser Hy
gieniker, selbst durch despotische Mittel
das durchzusetzen, was ihrer Ansicht im
Interesse der öffentlichen Gesundheit
liegt. Die persönliche Freiheit, welche
durch ihr Eingreifen in das Privatleben
und in die individuellen Rechte des Ein
zelnen in empfindlicher Weise gestört
würde, fällt für sie nicht ins Gewicht.
Herr Hammerling erklärt, daß eine ge
wisse Verschwommenheit der Ideen in
Bezug aus persönliche Freiheit und die
Prinzipien, welche für die menschliche
Gesellschaft maßgebend sein sollten, bei
uns allgemein wäre. Die Hygieniker
hätten in den letzten fünfzig Jahren un
endlich viel geleistet, aber es könne nicht
in Abrede gestellt werden, daß sie ghäufig
die Opfer von Uebereifer und jener Un
duldfamkeit wären, welche für En
thusiasten und Reformatoren so charakte
ristisch wäre. Auch die Hygiene müsse
sich gebunden erachten an die schuldige
Berücksichtigung der anderen Interessen
der- menschlichen Gesellschaft.
Zwei Prinzipien sollten stets vor Au
gen gehalten werden, nämlich die Hoch
Haltung der persönlichen Freiheit, wann
immer ein Zweifel vorhanden wäre,
und Unterstützung von Maßnahmen,
welche die persönliche Freiheit beschränken,
nur dann, wenn man von ihrer Wirksam
keit und Angebrachtheit wenigstens mo
ralisch überzeugt ist.
Bei geplanten öffentlichen Verbesse
rungen seien zwei Dinge die Haupt
fache: volles Verständnis für das große
Prinzip der Freiheit und schuldige Ehr
furcht vor positivem Wissen. „Einer
Mangel an Achtung vor
Wh
vm^1
ber größten Fehler im modemen Am
den
ErrUWen^
schasten von Männern, welche MMhen'
wissenschaftlicher Forschung geweW ha
ben und zu einer Ansicht infolge gründ
licher Kenntnis aller einfchlägigenMat
sachen qualifiziert sind." Herr Ham
merling geißelt die Neigung des amen
kanischen Volkes den Ansichten aller
möglichen Charlatans ebenso, viel Ge
wicht beizulegen, wie denen von gründlich
gebildeten und gewissenhaften Gelehrten.
Nicht die Leute, welche wirklich etwas
von einer Sache verstünden, würden beim
Entwurf und bei der Abfassung von Or
dinanzen gefragt, sondern' diejenigen,
welche davon nichts wüßten.
„Ehrfurcht vor höheren Errungen
schaften steht nicht im Konflikt mit Frei
heit. JmGegenteil ist die bewußte und
freiwillige Anerkennung höheren Wis
sens, die Ehrfurcht vor dem Manne, der
weiß, eine der höchsten Darbietungen
und Privilegien der Freiheit. Aber es
müssen unparteiische „Männer, die wis
sen" sein und nicht unduldsame Resor
mer, und solche Männer werden keine
unverhältnismäßige Freiheitsopfer für
ungewisse, unbedeutende und ephemere
Gewinne verlangen. Der Ruf nach wohl
wollendem Despotismus ist der Schrei
der Verzweiflung und Unwissenheit.
Mäßigkeit bedeutet nicht Zerstörung der
Freiheit. Im Gegenteil kann sie gerade
unter freiheitlichen Bedingungen am Be
sten gefördert werden. Der englische
Bischof sagte: „Besser England frei als
England nüchtern." Er wollte damit
sagen, daß, gleichviel wie große Segnun
gen wir einzuführen wünschten, wir nie
mals vergessen sollten, daß persönliche
Freiheit unser wertvollster Besitz ist und
wir außerordentlich geizig sein sollen,
irgend einen Teil davon aufzugeben, und
dann nur, wenn wir fest überzeugt von
dem Werte des „Bargain" wären.
Sollten die Hygieniker etwas zu bieten
haben, was einer Preisgabe der per
sönlichen Freiheit wert ist, sollten sie auch
imstande sein, das Volk und seine Ver
treter von dem Werte des „Bargain"
zu überzeugen. Wenn sie sie nicht zu
überzeugen vermögen, sondern zu despo
tischen Gewaltmitteln zur Erzwingung
ihrer Ideen sich verstehen müssen, so ist
das Beweis dafür, daß ihre Waren des
Preises nicht wert sind."
Convention der Charities und Cor
rections für New Ulm sicher.
Obwohl die Conserenz der „Charities
und Corrections" welche letzten Sep
tember in Bemidji tagte, durch Be
schluß New Ulm als die nächste Con
ventionsstadt auserkor, so war dies
doch nicht positiv abgemachte Sache.
Erst am Montag nachdem sich OM H.
Davis von Minneapolis, Sekretär ge-..
nannten Verbands sich persönlich über
zeugt hatte, daß New Ulm in der Lage
ist genannte Convention zu beherbergen
können die New Ulmer mit Sicherheit
darauf rechnen, daß die Convention
hierher kommt.
Herr Davis hatte Montag eine Zu
sammenkunft mit dem betreffenden
Komitee wo ihm die Versicherung ge
geben wurde, daß es keine Schwierig
feiten fosten wird, die nötigen Gelder,
ungefähr $500 für diesen Zweck auf
aufzutreiben. Die Hotel Affomodatio
nen sind auch genügend die Delegaten,
annähernd 175, zu beherbergen.
Nachdem Herr Davis die Turnhalle
und Waffenhalle in Augenschein genom
men hatte, so war er überzeugt, daß
wir genügend Hallenraum besitzen für
die verschiedenen Versammlungen und
auch sitr die Exhibits die bei dieser Ge
legenheit ausgestellt werden sollen. Die
Exhibits benötigen einen Flächenraum
ungefähr so groß wie der Tnrnfaal in
der Turnhalle. Diese Exhibits be
stehen ans Arbeiten welche von den In
saßen der staatlichen Institutionen an
gefertigt werden.
Es wird geplant, die Convention
Ende September abzuhalten und sind
die Tage Freitag, Samstag, Sonntag
und Montag dafür festgesetzt worden.
Am Sonntag sollen Redner in den ver
schiedenen Kirchen Ansprachen halten.
Nachmittags und abends gibt es in der
Conventionshalle allgemeine Ver
sammlungen. Es wird erwartet, daß
nicht nur die Bürger New Ulms,
sondern auch die Steuerzahler des
Countys im allgemeinen sich an diesen
Beratungen beteiligen.
Nicht nur werden namhafte Redner
vom Staat Ansprachen halten, sondern
sollen auch eine Anzahl Berühmtheiten
von außerhalb des Staates für diese
Zusammenkunft gewonnen werden.
Nachdem Herr Davis diese Angelegen
heit eingehend mit dem Komitee be
sprechen hatte, äußerte er sich dahin,
daß er fest überzeugt ist, daß die Con
vention in New Ulm ebenso gut wenn
nicht noch besser'ausfallen wird, wie die
in Bimidji, welche allgemein als eine
der besten anerkannt wird.
Der Ausschuß welcher für die nötigen
Arrangements für diese Convention zu
sorgen hat setzt sich wie folgt zusammen:
F. W. Johnson, Vorsitzer Henry N.
Somsen, Ferd. Crone, Willibald Eib
ner, F. H. Retzlaff und Auditor Vogel
und Vorsitzer Herman Polkow ex officio
Mitglieder des Ausschusses.
Wie machen Regierungen Geld flüssig?
Wir lesen jetzt, daß Nationen unge
heure Summen für den Krieg „flüssig"
machen. England machte fürs Jahr
1915 2,225 Millionen
Deutschland hat zum zweiten Mal 5000
WWW ••v
Ha fragt mancher: :Wid Annen My
Legierungen so -schnell, Geld. .MM
machen?, Tatsache^st, ste, machen -das
meiste nicht „flüssig",, sondern schreiben
es aufs Papier.. -Sie geben immer
wieder neue Regierungsbonds aus.
Diese Mgierungsbonds sind die Skia
venfetten, die man für ungeborene
Generationen schmiedet. Die jetzige
Generation Franfreichs zahlt jetzt noch
Zinsen für die Milliarden von 1870.
Regierungsbonds sind schnell gedruckt
und fosten nicht viel, selbst bei Union
lohnen—Aber es sind Sflavenketten.
Uebrigens schmieden für uns nicht
nur Nationalregierungen, Staatsre
gierungen, Countyregierungen, Stadt
regieruugen und andere wohltätige In
stitutionen „zum Glückch der- Menschen"
solche Sklavenketten, sondern auch In
dividueu. Wenn wir, zum Beispiel,
lesen, daß der junge Vincent Astor, der
in seinem Leben noch keine nützliche
Arbeit vollbrachte, ein jährliches Ein
kommen von 7 Millionen Dollars hat,
so meint das nicht, daß sein Vater ihm
einen Spartopf hinterlassen hat, aus dem
er jedes Jahr 7 Millionen herausholt,
sondern es meint, daß er Papiere in
Händen hat, nach denen kraft der heutigen
unnatürlichen Ordnung die Arbeiter
dieses Landes ihm von dem Produkt
ihrer Arbeit 7 Millionen Dollars ab
geben müssen.—Sein Vater hat die
Kongreßleute bestochen, daß sie ihm zum
Bau von Eisenbahnen Regierungsgeld
und Regierungsländereien schenkten.
Mit dem Ertrag des erschwindelten
Geldes manipulierte er die Einrichtungen
die seinem Sohne jetzt vom Produkte der
Arbeit, dieweil er feinem Vergnügen
nachgeht, 7 Millionen jährlich sichern.
Carnegie spekulierte mit den Kupfer
schätzen, die noch tief in der Erde ruhen,
und verkaufte den Ertrag der Arbeit
zukünftiger Generationen in der Gestalt
von an sich wertlosen Papi-ren. Er
wälzt sich im Wohlleben— künstige
Generationen müssen dafür arbeiten.
Gegen hundert Einzelpersonen gibt
es in den Vereinigten Staaten, die fort
während die allen Menschen gehörenden
Naturschätze, die in der Erde verborgen
sind, oder die Arbeit ihrer Mitmenschen
in Münze umschlagen, indem sie den von
der seilen Presse und den Priestern in
Dummheit gehaltenen Mitmenschen
Sklavenketten schmieden.
Wie lange kann das so weiter gehen?
Wie wird es enden?
Frau Otto Meyer, welche sich vor
einigen Monaten eine schlimme Fußver
renkung zugezogen hatte infolge deren sie
während dieser ganzen Zeit her leidend
war, befindet sich auf dem Wege der
Besserung.
~u mm
WkVMchMMchM SWMWMeM
1
nach California tfiä Chrcagoze.^
Northwestern Mseilbahn.
5
Durchgehende "Puttmmt Touristen
Schlafwagen stehen- jetzt. zweimal die
Woche zwischen den Zwiklingsstädten
und Los Angeles, sowie andern Punkten
im südlichen California in Dienst. Die
selben verlassen Minneapolis-St. Paul
jeden Mittwoch und Samstag.
Auswahl der szenischen Linien via
Omaha und Salt Lake City, oder Kansas
City und dem Südwesten.
Süd Minnejota Straße.
Mge VM StatioMi in Minnesota,
South Dakota, ünv pestttchem Iowa,
machen mit Msen Durchzügen in Man
feto, MmiL MtonmwHioi^ -Ciiy,
Iowa, BÄbindung. Ein ausgezeichne
ter schneller Dürchdienst nach dem südli-.
chen Kalifornien.
Nähere Einzelheiten durch Nachfrage
bei den Ticket Agenten der Chicago :c.
Northwestern Bahn oder -V
Weinachten kommt nur einmal mv Jahre, und natürlicherweise
macht ein jeder Geschäftsmann mehr oder weniger umfangreiche Vor
bereitungen, um seinen Kunden Gegenstände, die sich als Weihnachtsgc
schenfe eignen, feilbieten zu fönnen, sowie auch ein großes Lager von
notwendigen Sachen einzufauseu. Anstatt nun ein großes Lager von
Luxusartifeln anzuschaffen, wie manche es tun, habe ich einfacheine große
Anzahl von Artifeln für den täglichen Gebrauch eingefauft, welche jahre
lang gute Dienste tun werden. Ich werde Ihnen eine echte Wilton
Fußmatte, 9 bei 12 Fuß groß, die gewöhnlich für $60.00 öerfauft wird,
für nur $30.00 verkaufen eine Zederholz-Kiste, gewöhnlicher Preis $25
für nur $18100 Bibliothek-Tische, die sonst für $20.00 verkauft werden,
für nur $13.50. Große französische Spiegelglas-Spiegel zu Preisen,
die Sie erstaunen werden. Eine vollständige Auswahl von Betten
und Matratzen zu bedeutend ermäßigten Preisen, sowie ein vollständiges
Lager von Möbeln, die absolut neu sind, wie auch alle Betten, die ich feil
biete.
Ich habe eine vollständige Auswahl von Oefen, die ich unter dem
Kostenpreise verkaufen werde, um damit aufzuräumen. Ich garantiere
einen jeden derselben. Way Sagless Bed Springs für nur $5.00.
Noy L.
Kleanall Suitatorium
Wenn Ihr Ausschau haltet nach nützlichen
Weihnachtsgeschenken, sprecht in unserem Laden
vor nni besichtigt unsere vollständige Auswahl von
Silberwaren Manicure Sets
Fancy Schneider Scheren Scheren
„Dry Cleaning," Steam Preßing,"
Reparatnrarbeit.
Telephon 676. Arbeit wird abgeholt und abgeliefert.
Weihnachten Nahe
Messer Rasirmesser
Skis Schlittschuhe
Schlitten
und hundert andere Artikel' zu zahlreich um
sie anzuführen.
Ehe Ihr kauft, kommt und seht was wir haben.
S a
Tel. 66. New Ulm, Minn
M-''V Adv. 50-51
Berg
Telephon 230

Bnterea as second-class matter at the post
slice
Congress. March 3,1879.

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