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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, December 15, 1837, Image 1

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Iter Jahrgang.^
WeÄlnLUNgen.
1 e V a e a n s e u n
Ii lib Geist der Zeit" erscheint regel
mäßig jeden Freytag Morgen.
2. Der Subscriptions Preis ist E i n
I) a e und 50 Cents, in Vorausbe
zahlung, oder 2 Thaler, falls die Zei
tung nicht innerhalb dem Jahre bezahlt wird.
3. Die Versendung geschieht auf Kosten
derUnterschreiber, und Briefe an die Heraus
geber müßen postfrey eingesandt werden.
4. Anzeigen werden dreymal das Viereck
für Einen Thaler eingerückt müßen
aber sogleich baar bezahlt werden, wo man
nicht auf sonstige Art in Rechnung stehk
Weurs BitimtUcr,
Blech- und Kupferschmtdt
in der Stadt Canton,
3eigt
hiermit dem Publikum achtungsvoll
an, daß er im Marktviereck erfaßter
Stadt, die 2te Thür südlich vonV. N. Kim
ball Ui Co'6. Stohr, das früher von Valen
tin BuckiuS betriebene Geschäft nun aus ei
gene Rechnung übernommen hat, und jetzt
Alle Arten Blecharbelten
in Kupfer- oder Ainn-Blech theils beständig
auf Hand halt, lheilS dieselben nich jeder
Bestellung in kürzester Zeit ans schöne, dau
erhafte und wohlfeile Weise verfertigt.
Gkenroyr und ©tieu
von Rohrblech werden von jeder Gattung,
so wie man sie verlangt, verfertigt, und
i k A e i
an jedem Artikel, der irgend in sein Fach
einschlagen mag, wird sauber und wohlfeil
verrichtet.
Überhaupt wird es sich der Unterschriebe
ne angelegen seyn laßen, durch strenge Auf
merksamkeit aufsein Geschäft, wie durch bil
lige Preise die Kundschaft deö Publikums zn
verdienen und erhalten, und bittet mit dieser
Versicherung nm einLn Theil der öffentlichen
Gewogenheit.
e i n i K i z i e
N. B.^-MeS Kupfer, Zinn und Meßing
werden im Austausch fur Waaren angenom
men, oderjes wird der hochsteVaargelo-Pieiß
dafür bezahlt.
Modischer Kleider-Stohr
I n a n o n
ten
Der Unterschriebene wünscht dem Publi
Tum ergebenst anzuzeigen, daß er an dem
t-muui
al­
Standplatze, 8 Thüren südlich von Hrn.
John C.^Buckm's Schuhstvhr, immer noch
fortfährt, in seinem
U e u S o u
alle Arten Kleidungsstücke, Röcke, Mäntel,
Beinkleider, Westen u. f. w. theils fertig
nach der neuesten Mode gemacht auf Hatto
zu halten, theils nach jederBesteUnng prompt
und zn liberalen Preisen anzufertigen. Per
sonen die Artikel dieser Art brauchen, werden
ersucht anzurufen, und für sich selbst zu tu
e i e n i a e W e i s e
von der Stadt Pittsburg,
»hat sich tit der Stadt Warren, in
»Trnmbnll Cauuty, Ohio, niederge
igen, uud bietet dem Publikum sei
v Dienste an. Seine Offis ist in
cm Zimmer, worin sich kürzlich das
Postamt befand.
Warren, Trumbull Co. Nov. 24. 3M.
U)oc. Georg Breysacher,
new
Stattet hiermit fernen Freunden und ei,
zehrten Publikum überhaupt, seinen
verbindlichsten
Dank ab, für das geneigt»
Zutrauen,
welches ihm seit seiner 18jährigen
medicinischen Praxis in Canton geschenkt
wurde.
Er ist ferNer zu jederzeit bereit, allen An
sprächen in der
Medicin, Wund-Arzney,Kunst und
als Geburtshelfer
Genüge zn leisten.
©etite Office ist in der TeutschenApotheke,
nordöstlichen Ecke der TuscarawaS und
Markt-Straßen. Canton, Nov. 17. 1887.
SingnotenHMicher, enthaltend drey- und
vierstimmigev^elodien mit tauschen und
englischem Tert, zum Gebranch für öffent
liche uud Privat Smgschulen, von H. C.
Eyer, zweyte und verbeßert«Mluflage,'sind
beym Einzelnen oder b?pm Dutz.'nd zu ha
ben, bey a e S E. e r,
Buchhändler in Wooster, Ol,io
Nov. 21. 4m.
i
Gut, beßer!! am besten!!!
Unterzeichnete macht den
Herren Gastwirthen, Großery
hallern imb dem Publikum über
Haupt hiermit bekannt, daß et so
eben von den Städten Neuyorknnd
Philadelphia erhalten hat eine
vorzügliche Auswahl von Getränken, als:
Holländischer Gin, 4ler PrnfB'ändy.
Einheimischer do. Gewöhnlicher de.
Rum, MhiSkey.
Malaga, Vcdeira.
P^rt, Lisbon
und anders Weine, die er beym Bä rel und
bey der Gallon verkauft. Auch hat er wie
der seine^bekannle Größere» mit allen Ar
tikeln die in sein Fach einschlagen, besonders
mit einem vorzüglichen Artikel von Kaffee,
Zucker, ic. angefüllt.
Da er alle diese Artikel sehr billigt cinge
kauft hat, und, wie allgemein bekannt, mit
einem geringen Profit vorlud nimmt, so
wird er auch diese Sachen seinen Gönnern
wohlfeile»' verkaufen, als sie dieselben^in an
dern Stohren bekommen können. Darum,
meine Freunde, rufet an, urthei'.t für Euch
selbst, und seyd^verstchert, daß Euch auf's
Beste bedienen wird, Euer Freund
u i u s S e i e e A e n
in der Stadt Warren, Trumvnll Co.
Decnnb. 8 21—3,
Neuer Musik und Fancy-
s o
^er Unterzeichnete beehrt sich hiermit, dem
43 Teutjchen Publikum seinen nen-eröff
neten Musik und Fancy-Stohr zu empfehlen
und verspricht, da er in sirtwahrender Ver
bindnng mit deutschen Fabrikanten steht,
reelle und billige Bedienung. Sein gegen
rrärtiges Aßorteinent besteht in
Musikalischen Instrumenten, als:
Violinen, Flöten, Clarionette,
ViolincelloS, Pfeifen, Flageolette,
Guittarren, Trommeln, Waldhörner,
Trompeten, PostHorner, Bugles,
,Vittttl do. Signalhörner, Baßhörner,
Posaunen, Triangle, Accordions,
Violinbögen und jeder andere Artikel ver
bunden M't dem Musikgeschäft Musikali
en, Schulen für alle Instrumente, Jtaliäni
sche Violin- Guitar- und Violincel!o-Sai
ten,.Violinbögen, Colophonium, Clarionett
Blätter, Stege, Saitenhalter, it. s. w.
DLI^Jnstrnmente werden ausgebeßert,
Haare in Bögen eingesetzt und Musik nied
lich eingebunden. Ferner:
Po.rfümerien, feine Seifen
und andere Eoömeticks von den besten
lischen und französischen Fabriken
U'u,
eng-
Deutsche Spielsachen,
Haar und Kleiderbürsten, Zahn und Nagel
bürsten, Hutbürsten, Toileckasten in großer
Auswahl, Kämme, Rasirpinsel und Erreich
riernnt, Rasirdosen, Brieftaschen, Dominos
Schachspiele, Damenbretter, Puppen, Teut
sche Pfeifen, Tabacksdosen, Glasperlen,
Komvaße, Farbekastcheu, und viele Kinder
spielsachen, dem herannahenden Weihnachts
feste angemeßen.
N.B.—Alle Instrumente werden guaran
ttrt, und werden zurückgenommen, wenn
unvollkommen gefunden. MiiitarischeBan
den und musikalische Gesellschaften könne
vollständig versehen werden, und Aufträge
vom Lande werden mit Sorgfalt it. Pünkt
lichkeit besorgt. Um gütigen Zuspruch bittet
A. S e y w e t, Agent,
A n z e s e.
(Tyr Unterzeichnete nimmt sich hiermit
die Freiheit, alle Diejenigen, welche
an ihn schuldig sind, hiermit zu ermahnen,
anzurufen und mit ihm zn setteln und ihn
zu bezahlen. Seinen Die Im Freunden und
Gönnern dankt er für ihre viele und gutige
Unterstützung, und ladet sie hiermit ein, ihn
noch ferner mit ihrem Zuspruch zu beehren,
indem er sich, wie früher, verpflichte*, fein
Arbeit so gut und so wsdlseil zu machen als
i gend Jemand sonst. Siin Wohnort ist
der alte. Daher ruft an nnd prüft für Euch
selbst, bey
a i e S e e S n e i e i
Austintaun, Trumdnll Co. O.
Decemv. 8. 21—4.
jfrtacöe Unstern
bey der Kanne ttt einzeln
Cammer noch vorräthig in der Groceev,
•O des Unterschriebenen in der Stadt War-
und Geist der Zeit.
jfficuMljat Dir, Thor, Dein Vaterland?—Daß Dir bey seines Namens Schall—Das Herz nicht höher schlägt?"
A n z e i e
C7xr Endesbenamte bekundet hiermit ach
tnngsvoll das gesammte Tentsche Pub
liknm, daß er jederzeit in seiner Ofsis, No.
16, Supeuor Straße, in Cleveland, anzn
treffen, und bereitwillig ist, alle ihm in fol
genden Punkten übertragene Geschäfte zu
übernehmen nämlich: Ausfertigung von
Vollmachten in Teutfcher, Englischer und
französischer Sprache Verträge, Kauf
briefe, !c. gerichtlichen Rathnnd Beistand
in allen vorkommenden Rechtsfällen, Ue
bersetzung gerichtlicher und anderer Doku
mente in obigen Sprachen, so wie Kollek
tirung und Eintreibung ihm anvertrautet
Bills und Rechnungen.
Seine unmittelbare Verbindung mit den
fähigsten der hiesigen Rechtsgelehrten, wie
die Grundsätze von Billigkeit und Treue,
die er in seier Geschäftsführung tue ans,
den Augen verlieren wird, laßen ihn hoffen,
daß das Publikum ihn miteinem Theil sei
ner Gunst fortdauernd unterstützen und be
ehren werde» h» U st 11 e r,
Cleveland, Dcc. ?. 6—31.
N. B. Schriftliche Aufträge aus der
Ferne werden prompt und getreu besorgt
werden: doch bittet man, dieselben postfrey
rinzusenden. T.U.
m?
& zz'. nmys I
Schnittwaren und Spezerey
ManvlunL, 1
Vier Thüren östlich der (5cmcrc: Bank,^
e
W
mmmmmi
A e e i
In
New-Aork kam vorige Woche cm
Bord hatte.
Die Umgegend von St. Thomas in Ober
kanada war schon am 29. Oktober mit neun
Zoll tiefem Schnee bedeckt. AnfdemDampf
boote Neptun, welches vorletzte Woche in
Karnwall ankam, lag der Schnee auf dem
Verdecke fast zwei Zoll dick.
Die Konvention von Pennsylvanien,
welche die Verfassung revidiren sollte,
brachte in ihrem Entwnrfe in Vorschlag, daß
allen, welche sich in einem Zweikampfe thätig
zeigen, das Stimmrecht entzogen werden
soll.
Ueber hundert Familien sollen von Mon
treal nach denVer Staaten gezogen seyn, um
nicht in die Gefahren der bevorstehenden
Revolution verwickelt zu werden.
Der am 22 November in Buffalo und der
Umgegend wütheude Sturmwind richtete
große Verheerungen an. Das Wasser des
'^ee's stieg zu einer bisher unbekannten
Höhe. Die Werften und Wohnhäuser an
dem Ufer wurden ^beschädigt, und mehrere
niedergerissen. Die Schiffe tut Hafen litten
sämmtlich. Von den Bewohnern der nieder
gerissenen Häuser werden gegen 20 Personen
vermißt. Fünf Todte hat man im Wasser
nnd unter den Ruinen der eingestürzten
Gebäude gefunden.
In Whitewater Townfchip, in Indiana,
wurde Herr Timotheus Green mit Julia
Jakobs verheirathet. .Hr. Green etwa 30
Jahr alt, fand an Julia seine dritte Fran
und Julia an ihm ihren— achten Mann,
die alle ausser Einem noch am Leben sind.
In der Nacht vom Mittwoch, schliefen
647 Personen im Astor Hotel zu Neuyork,
ohne daß das Hmis überfüllt war. Hunderte
von sogenannten Städtchen im Lande, haben
kaum die Hälfte so viel Einwohner, als tnc:
ses einzige Hans oft an einem Tage beher
bergt.
o e Z e s e n e i V o
einigen Tagen wusch sich in einem hiesigen
Gasthause des Morgens einer der Fremden,
trocknete sich mit einer Zeitung^ das Gesicht
ab, setzte sich dann hin, nahm das Handtuch,
mit zn lesen, nnd wurde seinen Jrrthum
nicht eher gewahr, als bis er ein Stück
abreißen wollte, nm sich eine Cigarre anzn
stecken. (Freisinnige.)
John Evans gegen die Westchester Eisen
bahn-Gesellschaft, erhielt eine Entschädig
ung von $3,500 für die, durch die Nach«
läßigkeit eines Wagenführers auf jener Bahn
erlittenen Verletzungen.
Der Gemeiuderath der Stadt New Aork
hat eine Summe von 1000 Doll, bestimmt,
oem Kapitän Gedney von der Flotte der
V. St. ein passendes Ehrengeschenk für die
ion ihm gemachte Entdeckung einer neuen
Durchfahrt von dem dortigen Hafen nach
j«n Meere, zukommen zn laßen.
Schics aus Tampico an, welches $88,000 ai? privativen Psiu^en beßer von unsern Bür-
Vaterlandsfreund.
Unser Saterland und die Union Sie sol
len und müßen erhalten werden
Canton, Freitag, den 15tcn Dec. 1837,
Es thut uns wahrhaft leid bemerken zu
müßen, daß unter den vielen öffentlichen
Dokumenten, die uns von so mancherlei) Art
und über so vielerley Gegenstände schon zu
Gesicht gekommen, wir noch keins gesehen
was so erbärmlich, als Amts-Doknment be
trachtet, so aristokratisch in seinem ganzen
Geiste, so schlangenartig und oftmals falsch
in seinen Raisonnements gewesen wäre, als
Gouv. Dances diesjährige Bothschaft, welche
er am 5ten instehenden December der Ge
setzgebnng dieses Staats »verschickte.—Das
a n z e W e s e n e s e e n i s a n k a n k
Bank!!! Bank!!!! Zeit und Raum
gestattet uns nicht diesem Lnciser-Dokument
in jeder Einzelnheit folgen und die Nichtig
keit der angeführten Scheingründe darstel
len zu können unser jetziger Zweck ist nur,
die einzelnen Angaben der Bothschaft ihrer
Reihe nach den Lesern in kurzem und ver
ständlichen Auszuge darzustellen. Eine nä
here Beleuchtung dieser einzelnen Angaben
soll jedoch in spätem Nummern folgen.
1. e E i n a n g.
Der Gonvernör wünscht der Aßembly Glück
über die im Staat genoßene Gesundheit,
Wohlfahrt und Glückseligkeit, und sagt, daß
nie die öffentlichen, gesellschaftlichen und
gern erfüllt v: vi den wären als tin letzten
Jahr. Ges. sicher Schutz und moralische
Belehrung styen in jedem Städtchen des
Staats gefühlt und ausgebreitet worden, nnd
aller dieser Wohlthaten wegen seyen wir dem
großen Schöpfer unseres Daseyns erneue
reu Dank nnd Preis schuldig.
2 E z i e u n
Sitten, Lage und künftige Aussichten de
Jugend des Staates sollten die Aufmerksam
keit der Staatsmänner in Anspruch nehmen.
Laßen wir die Jugend in Unthätigkeit und
Unwißenheit ctufivac! feit,' sy können wir auf
Elend und Nieder^utdignng unserer Nach
kömmlinge zählet# halten wir sie zur Arbeit
und Sittlichkeit an und veredlen wir ihren
Geist, so mögen wir die ewige Dauer unse
rer Verfaßung und den Genuß der Freiheit,
Unabhängigkeit und des Gedeihens unserer
Nachkömmlinge hoffen.
Um diesen Stand der Dinge herbeyzufüh
reit, wird die Vervollkommnung des Volks
schul- Systems auempfohleu. Gonvernör
Vance behauptet, daß die aus dem Verkauf
der öffentlichen Ländereyen entspringenden
Summen gerechterweise diesem Zwecke gewid
met werden sollten, welche Meynnng er schon
am letzten 14ten December in seiner Antritts
Rede ausgedrückt habe. Als Gründe giebt
er an, daß die öffentlichen Ländereyen durch
Uebertragnng seitens einzelner Staaten den
Ver. Staaten zugefallen wären, wie auch
durch den Ankauf von Louisiana und Florida.
Da mit dem Kauf letzterer Landstriche der
Landfund belastet worden, so sey zwischen den
bcyderley Arten vonStaaten kein Unterschied.
Die wichtigste dieser Übertragungen sey 1.778
von Virginien gemacht worden, in welcher
bedungen wurde, daß die abgetretenen Län
dereyen als ein Fnnd, an den alle Staaten
Antheil hätten, betrachtet werden soll. Da
raus zieht iiiiii Herr Vauce den Schluß, daß
das von den öffentlichen Ländereyen gelöste
Kaufgeld unter die verschiedenen Staaten
vertheilt werden müße. Ferner stützt er sich
auf eine Ordinanz vom 20sten May 1785 die
in Hinsicht auf den Verkanfwestlicher Lände
reyen gemacht worden, und hauptsächlich auf
die am 4ten August 1790 paßirte Congreß
Akte, in derem 22sten Abschnitt die Gelder
aus dem Land-Verkauf zur Tilgung der Na
tional-Schnld bestimmt werden. Dieferbalb
meynt der Gouveruör, sey das Geld welches
vom Verkauf der Ländereyen herrührt, ein
eigentdümlicher Fund, der nicht zum gewöhn
lichen Einkommen der Ver. Staaten Schatz
kammer gehöre, nnd jetzt, da die National
Schuld bezahlt sey, wieder an die einzelnen
Staaten zurückfallen solle.
Ueber den Zustand der Volksschulen würde
der Superintendent derselben während der
Sitzung einen umständlichen Bericht vorle
gen, und daher wolle der Gonvernör sich jetzt
nicht in Einzelheiten über diesen wichtigen
Gegenstand einlaßen.
3 n k e n
Das kün^tiqe Gedeiben des Staats bernbt
znm großen !Theil auf einen gefunden nnd
W ZÄ Ml
»:.l
einförmigen Geld-Umlauf. Wer folgende
Angabe liest, würde nicht zweifeln, daß die
Banken dieses Staats fäbig seycn, Baargeld
zn zahlen, so bald die Banken unserer großen
Handelsstädte zn dieser Maßregel scln'itten.
Er habe sich Mühe gegeben, amtliche Bc
richte von dem Zustand unserer St.iats-Ban
ken zu bekommen. Die Banken von Cleves
land und Canton bätten keine Berichte ein«'
geschickt die 30 übrigen Banken liefertet
folgendes Resultat: Der einbezahlle Capital
Stock war $8,947,018 50. Am 1 ten letzten
May war die Bank-Zirkulation S8,033,361
58. Ain 6ten November betrng sie $5,786,
073 38, ist also in weniger als 6 Monatett
um 82,297,287 70 verringert worden. Am
Ilten May waren $2,380/221 90 Baargeld
in den Banken, und am Ctcit November wa
ren $2,605,220 17 in Gold und Silber da.
Das Baargeld der Banken hatte sich alsö
während der letzten 6 Monate um $278,993
2l vermehrt. Am Ilten May betrugen die
den Banken zukommenden Schulden $17,
011,774 34 und am titen November $13
192,257 63—diese Schulden waren also irt
diesen 6 Monaten nm 83,849,506 70 redu
cirt worden. Dieser Bericht zeigt, daß im#
sere Banken für jeden Thaler Baargeld
ihrem Besitz $2 17} Cts. Noten im Umlauf
haben. Vom 11'ntMay bis 6ten November
verkauften die Banken für 84,283,437 59
östliche Funds und Privat-Personen verkauf
ten während der nämlichen Zeit für 82,443,
000 östliche Funds.
Der Gonvernör macht dann ans den Un
terschied zwischen den Zahlungs- Einstellnn
gen von 1813 nnd jetzt aufmerksam. Jene
Einstellung, in der Mitte eines Kriegs an
gefangen, babe 3 Jahre gewährt dann
seyen durch das ganze Land neue Banken
errichtet worden. In Ohio allein wurden
1816 ztt den 7 alten 15 nene Banken er
richtet, deren Noten- Ausgaben sehr bedeu
tend waren. Gemäß der Angabe des fcamai
ligen Schatzkainmer-Secretärs, Hrn. Craw
ford, habe die Noten Circulation in denVer.
Staaten in 1813 an 60 Millionen Thaler
betragen, nnd in 1815 an 110 Millionen
damals babe sich also in 2 Jahren der Bank
noten Umlauf beynahe mit' das doppelte ver^
mehrt. Jetzt aber hätte« die Banken, von
dem Augenblick ihrer Zahlnngs-Einstellung
an, auch ihren Notenumlauf innerhalb o
Monaten mit 31 Prozent verringert.
Statt nach der Zahluugseiustellung von
1813 vier Jahre unpolitische und unvorsich
tigc Vergrößerung der Noten Ausgabe statt
fand, folgte der von 1837 eiue Einschränkung
der Noten- Ausgabe die 62iVo,$au jährlich
ausmachen würde. Diese Ansicht des Ge
genstandes zeige daß unsere Banken in einem
höchst gedeihlichen Zustand seyeu, und müße
selbst den Zweifelhaftesten von ihrer Fähig
keit, ihren Verbindlichkeiten nachkommen zu
können, Werzengen.
4 e e U a u
Die Störung des Geld-Umlanfs hat das
Bank» und Credit- System, dem Baargeld
Umlauf entgegen gestellt, dem ganzen Volke
deutlich vor Ang en gebracht, und die Sache
ruht jetzt in den Händen des Cougreßes.
Der Gouveruör glaubt nicht, daß das i^olf
bereit sey, das Credit- System einer Baar
geld-Regiernng aufzuopfern. Solche Umwäl
zung ttt den Geschäften des Landes würdet
für alle Klaßen zn drückend seyn. Hierauf
folgen tum eine Anzahl scheingründe nnd
Trngschlüße, die sich wohl für einen Lnciser
Winkel Adookaten aber nicht für einen Gou
vernör des Staats Ohio ziemen, nnd deren
ganzes Wesen sich in folgenden Paar Zeilen,
welche dem falschen Raisonnement folgen,'
znsammenpreßen .nämlich:
gZh" 2lllc müßen darin überein
stimmen, daß sowohl unser Handel
als unser Ackerbau einen (3e 10-Um
lauf verlangt/ der heute ausgedehnt
und morgen wiedcr eingeschränkt
werden kann
Wie int» Alle mit dieser Lncifer Lehre
übereinstimmen müßen, kernten mir nicht
einsehen.
5 U n e r- S a z k a tit in e r-S yst e in.
Dann wird die vorgeschlagene demokra-.
tische Maaßregel des 'Unter-Schatzkammer
Systems angegriffen, und imt die Sache ztt
erläutern, 3 Perioden der Cjeinlauf5 Un
ordnung seit Entstehung unserer Geschicht^
.ingeführt—eine von Ende der Revolution
bis Annahme der Constitution in 1789 die.
andere zwischen 1812 und '18, nnd die Orb/'
te jetzt. Da wird denn
6 i e o e a n k
gehörig herausgestricheu, wie es einem'guten
Lucifer zukömmt. Gouveruör Vance sagt:
Zu den Zeiten wo unser. Geldumlauf aijr.
meisten außer Ordnuug war, eristiite feiir*"
Ver. St. Bank, nm als Agent der Regtet
rung zur Einsammlung und Äuszablnug \i$
öffentlichen Einkommens zu bandeln. Jtf
den 40 Jahren der Agentschaft dieser

Canton. Nov. 24. 1887* 19 v.
Canton, Dec. 1«' b. v.
Dr. James Sinclair,
Union .Choral Harmonie
Phönir-Gebäude, dem Ftanklinhattse ge
genüber, in Cleve land, Ohio.
De emb. 8. 21—52.
Trumbull Co. Q.)\o,
Ccccmb. & 21-6.
0 S a k a u n y O i o e u k u n e a u s e e e n v o n e e K U K N N N N V S
fei
No. 63, Superior Straße.
I.
Cleveland.
Freytag, den IfSten December, 1837. sNlimmer
Bothschaft des Gonvernörö
V0N Ohio.

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