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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, January 05, 1838, Image 2

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Bericht
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1^.4
de6
StaatS-Auditors.
(Beschluß)
Nachdem der Staats-Anditor, wie in un
seren, letzten Blatte angegeben, den Zustand
der Finanzen klar und deutlich aid blühend
dargestellt, stiebt er die im letzten Jahr ge
machten Snbscriptionen seitens des Staats
unterschiedlichen Companien, nebst den
daranf bezahlten und fälligen Summen fol
gendcrrnaßen an:
May 11. Zur Pennsylv. und Ohio Canal-
Company, 8450,000, wovon 8145,000
fällig sind. Am Bisten July wurde» dem
Schahmeister besagter Company, ans Be
fehl der Fnnd Commißioners $-24,000
ausbezahlt.
Jnny 22. Cincinnatti, Colurnbns UndWoo
ster Tnrnpeik Company $79,300 bezahlt
§75,830.
Jnny 22. Hamilton, Roßville, Sommer
ville, Newcomb nnd Eaton TnriipeikCom,
pany, 853,654 bezahlt 825,083.
July 17. Milford und Chillicothe Tnrnpeif
Company, $60,c00 bezahlt 30,149 79.
Sept. 5. Cincinnatti it. Harrison Turnpeik
do. $88,050, welche Summe bezahlt ist.
Sept. 5. 5144,200, nnd Nov. 24, 811,850
zur Cincinnati, Lebanon nnd Springfield
Tnrnpeik dp. wovon 92,241 bezahlt sind.
Nov. 24. Cincinnatti nnd Hamilton Turn
peik do. 830,000 bezahlt $7,500.
Alsdann schätzt 'er die Einnahmen nnd
Ausgaben für das Jahr 1838, nnd kommt
zn dem Schluß, daß am Ende des fiskalischen
Jahrs eine Bilanz von S264,588-i in der
Schatzkammer seyn würde.
Er vergleicht alsdann die Ausgaben ande
rer Staaten mit den unfern, woraus folgen
des hervorgeht:
In Nen-Aork betrugen die Regierung^
Ausgaben im letzten Jahr, für Gehalt der
Staats und Gerichts beam ten $i 1,654 77
Für Glieder der Gesetzgebung 117,064 13
Für Gefängniß, Indiek Agen
ten, Drucken,Miliz zc. Zwecke 233,066 35
Daztt kommen noch gewiße gewiße Canal
Ausgaben nnd dergleichen, die die ganze
Summe der Ausgaben Nen-Aorks im letzten
Iabr zu $539,038 erhöhen.
Im Staat Pennsylvanien betrugen
die Negierungs-Ansgaben für den nämlichen
Zeitraum 8387,305 36.
Die Ausgaben des Staats Ohio, für
die nämlichen Zwecke betrugen nur $190,*
936 62-£, uud davon ist noch ein ziemlicher
Theil fur öffentliche Anstalten, geologische
Untersuchung zc. bezahlt worden, so daß
man die eigentlichen Regierungs-Atlsgaoen
nur zu 8130,000 annehmen kann.
In Nen-Aork belief sich in 1836 das Ge
halt der Staats-Beamten und Bezahlung
des Gerichtswesens, zn 861,634 77.
In Pennsylvanien kostet das Gerichtswe
sen allein 883,387 17, uud mit Einschluß
des Iahrgelds der Staatsbeamten, Antts
ansgahen n. öffentlichen Drucksachen, zahlte
man in 18SG in Pennsylvanien 8115,863
Die Bezahlung der Staats-Beamten und
Zufälligkeiten allein betrug über 835,000
jährlich.
Dies zeigt deutlich, daß Pennsylvanien
jährlich doppelt so viel für Negierungszwecke
als Neu-Aork, und dreimal so viel als Ohio
ausgiebt.
Virginiens Negierungs-Ausgaben über
steigen die von Ohio bedeutend/ obwohl es
weder so reich noch so bevölkert ist als unser
Staat. Auch Keutucky, obwohl es nur halb
fo bevölkert ist, hat in 1834 über $60,000
für Negierungszwecke mehr ausgegeben als
Ohio, welche Ausgaben seitdem wahrschein
lich verhaltnißmäßig zugenommen haben,
obgleich amtliche Angaben darüber fehlen.
Viele der südlichen u. südwestlichen Staa
ten stellen ein noch ungleicheres Verhältniß
in den Ausgaben dar. Dies macht derprak
tischenSparsamkeit Ohio's ein großes Com
pliment.
Die öffentlichen Drucksachen letztes Jahr
in Neu-Aork kosteten über 835,000, in Penn
sylvanien über 24,000 und in Ohio nur zwi
schen 17 und 18,000.
Die Glieder und Beamten der letzten Ge
setzgebung von Neu-Avrk erhielten, 9117,064
do. von Pennsylvanien 134,000
do. von Ohio 40,888
Dnrch diese Klugheit und Sparsamkeit in
den öffentlichen Ansgaben hat unser Staat
sich überall einen vorzüglichen Credit erwor
ben, und daher 'erhielten auch unsere Fnnd
Commißioners, trotz der geldraren Zeiten,
im letzten Jabr eine vorteilhafte Anleihe
von einer halben Million Thaler, zu einein
Pränuum von $12.57 für jedes Hundert.
Man hat schon öfters vorgeschlagen, unser
System der Stqats-Bnchführung zu andern.
Der Auditor hält jedoch eine plötzliche Aen
derung nicht für schicklich.
Unsere Canal-Zölle bilden jetzt ebenfalls
eine reichliche Quelle des Einkommens.—
Auf den Ohio und Miami Canälen ist in
1837 bis zum IstenNovember ^99,770k mehr
ZoS emgenommen worden wie im Jahr
zuvor.
Die Zölle auf Bank- Brücken- und Ver
Mernngs-Gesellschasten-Dividende betrugen
in 1637 $54,931
h. In 1836 betrilgen sie
beinahe $10,000 mehr. Diese Verringerung
ist der plötzlichen baaren Zahlimgö-Eiustel
toitg u. daraus folgenden Geschäftsbeschrän
knng der Banken zuzuschreiben. Lieber das
schändliche Betragen der Banken spricht der
Auditor ernst und mißbilligend, und fragt,
seiner Pflicht gemäß, ob die öffentlichenGel
der des Staats der Unsicherheit, die ihnen
durch die Banken droht, ausgesetzt bleiben
sollten. Dem Bericht ist eine Tabelle bey
gefügt, welche statistische Angaben über die
verschiedenen Cannties des Staates enthält
und aus der wir im nächsten Blatt einen
Auszug mittheilen werden.
Wer 8te Danuar,
Jahrestag der Schlacht von Neu-Orleans
Ihr Herr'n uud Damen dieser Stadt,
Ein Liedchen will ich singen—
Hört auf, wer Zeit zum Hören hat,
In's Herz soll es Euch dringen.
Schätzt glücklich die Gelegenheit,
Schaut mtf von Euren Sitze»
Nicht oft seht Ihr was jetzt sich beut:
Kentnckier Büchsen-Schützen.
O Kentucky! die Jäger von Kentucky,
Wir sind ein herzhaft Volk, nnd frei
Das fremde Macht nicbt achtet—
Im Krieg wie Jagd als Narrethey
Gefahren nur betrachtet.
Es eint sich in uns, glaubt es mir,
Die größte Kraft der Erde—
Kentuckies Söhne der Natur
Sind Alligätor-Pferde.
Ich hoff' Ihr laset in dem Druck
Wie Packingham es machte.
Wie Mckörg Jackson's Siegessiug
Um seine Plan' tint brachte.
Damals war unser treues Rohr
Uns großer Nuhrn Erleger,
Früh um die Front stand unser Corps
Kentuckier freye Jäger.
Meu-Orleans, das kennt Ihr ja
N o v o n S ö n e i u n e u e
Von jeder Färb' sind Mädchen da,
Schwarz—bis znm Schnees-Kleide.
Und Packingbam der dacht' vorweg:
Den Sieg willst Du dir nehmen,
Die Weiber auch und Baumwollsäck,
Keutucky soll sich schämen.
Doch Jackson achtete nicht viel
Auf solch eiu seicht Gekeife.
Er wußte, nie verfehl'n ihr Ziel
Keutuckier Büchsenläufe.
Auf schwamgen Grund stand unsre Macht,
Der Boden um uns wallte—
o s a n o i n u i n a n z n a
Hier S«cKS0N, nnser Alte.
Wir verschanzten uns bis an die Brust
Nicht Furcht war dies Bemühen,
Zn ruhen hatten wir nur Lust,
Doch Keiuer dacht' an's Fliehen.
Da standen wir mit Büchs' und Schwerdt—
Ein kleines Häuflein Freier—
Doch jeder Mann war halb ein Pferd
Und halb ein Ungeheuer.
Jetzt harrten wir geduldig drauf
Bis wir sie nah' erblickten—
Wir sparten unser Feuer auf
Und nicht vom Platz wir rückten.
Jetzt sah'n wir jeden Unterscheid—
Da war es Zeit zum Knallen—
Uud ich denk' es hätt' Ench was gefreut
Wie wir sie machten fallen.
Sie batten jetzt was sie gesucht.
Verließen ihre Beute,
Vergaßen auf der schnellen Flucht,
Baumwoll' nnd Frauensleute.
—Und wenn Gefahr auf's Neue droht,
Schickt zu Kentuckies Söhnen—
In unsern Büchsen sitzt der Tob—
Wir schützen Euch, Ihr Schönen!
In der Versammlung der Repräsentan
ten des Staates Arkansas in Little Rock
kam neulich der Sprecher mit.einem der
Mitglieder in Wortwechsel, sprang von
seinem Präsidenten Stuhl undwürbe mit
seinem Gegner handgemein dieser zog
ein Meßer und verwundete den Sprecher,
wurde aber von demselben sogleich nieder
geschoßen. Der Mörder wurde sogleich
vor das Gericht des Hauses gestellt, von
diesem ausgestoßen ünd den ordentlichen
Gerichten übergeben.
a i y e a n n a i n s e i n e
kürtzlich erschienenen Reise nach Haity faßt
sein Urtheil über dieses Negerreich in folg
ende Worte zusammen: "Das Land ist
eines der schönsten und fruchtbarsten unter
der Sonne das Volk steht, in Folge einer
Menge unglücklicher Umstände, auf einer
niedrigen Stufe der Gesittung, ist aber
wohlgesinnt, ruhig, sehr mild und sehr
gastfrei und zur Erlangung aller sittlich
en und geistigen Vollkommenheiten eben
so geeignet, wie ich nur irgend eines ken
nen gelernt habe."
Florida. Ein Correspondent des
Baltimore American" sagt in einemBriefe
vom alten Dec. daß derSecretär desKriegs
ÄZeftns Nachricht vni der unbedingten Ue
bergabe der Semineten bafee. Dieser Krieg
ist demnach beendigt. Wie wir mit Merifo
stehen ist noch ungewiß. Auf jeden Fall
hält sich unsere Seemacht schlagfertig.,
Hrr &
irr S «sm s ti? HI
it A WMN Wozsi a»jr.$t-
Vattrlandöfreund.
Unser Vaterland und die Union Sie sol
len und mutzen erhalten werden!"
Canton, Freitag, den 5ten Jan. 1838.
Somme r.—Seit letztem Sonntag lächelt
eine wahre Frühlingssonne über unsere Ge
gend, und die warme Lnft gebietet mit dem
Feuern in den Oefen einzuhalten—ja, zwingt,
Thüren und Fenster zu öffnen. Die entlaub
ten Bänme allein erinnern, daß wir uns
noch mitten im Winter befinden.
Die Regierungs-Verwaltnng dieses Staa
tes besteht aus folgenden Beamten:
Joseph Vance, v. Champaign Caun
ty, ist Gouvernör.
John A.
e
Bryan,Mon Franklin, ist
Staats-Anditor.
C. B. Harlan, von Clinton, Staats
Secretair, und'
I. Whitehill, von Warren, Staats
Schatzmeister.
O i o e s e z e u n
e S e n a e s e a u s 3 6 i e e n
welche, wenn sie zu Hanse sind, folgende Be
schäftiguugen treiben: Bauerey 17, Nechts
gelehrsamkeit 11, Handelschaft 3, Druckerey
1, Handwerke 2, Eisen-Mannfaktur 1 und
Arzeneyknnde 1.
Von de» 36 Senatoren wurden nur 3 in
Ohio geboren. Die übrigen sind 6 von Vir
gilen, 1 von Neu York, 2 von Neu Jersey,
12 von Pennsylvanien, 4 von Connecticut,
1
von Vermont, 1 von Maryland, 1
vonMa
ßachusetts, 1 von Jrrland und 1 v. Deutsch?
land.
G. I. Smith, von Warren Caunty, ein
Lawyer, ist Sprecher des Senats I. R.
Osborn, von Lucas, Schreiber und A. De
lorac, von Butler, ein geborner Virginier,
Sergeant at arms.
a s 5 a u s e e s e n a n e n
besteht aus 72 Gliedern davon sind 34
Bauern, 16 Lawyer, 8 Aerzte, 2 Kaufleute,
2 Müller, 1 Landmeßer, 1 Engenier, zwey
Schreiner, sBlechschmiede, 1 Kupferschmidt
1 Pflasterer, 1 Drucker, 1 Büchsenmacher.
Geboren wurden: in Ohio 15, Virginien
II, Neu Jersey 3, Vermont 6, Connecticut
11, Pennsylvanien 15, Jrrland 1, Neu?)ork
5, Maßachusetts 2, Delaware 1, Kentucky
2, Georgien 1, Hampfchire 1, Schottland 1.
Sprecher des Hauses ist der Lawyer E.
Anthony, von Clark, ein geborner Virginier.
S. E. Wright, ein Drucker von F»anklin
Caunty, ist Schreiber, und I. Cook, v. Clark
Caunty, ein Handwerker und geborner Eng
länder, ist Sergeant at arms.
Der älteste Senator ist 66 und der jüng
ste 31 Jahre alt.
Der älteste Repräsentant im Uvterhause
68 und der jüngste 27 Jahre.
Namen und Cannties der verschiedenen
Aßembly-Manner haben wir schon in einer
früheren Nummer angegeben.
Ein kleines vorwitziges Benny-Hündchen
macht sich in einer ycutichen Nummer des
Lucifer-Staatsmannes gar gewaltig mausig,
und blafft nebenbey auch gegen dieses Blatt
und hauptsächlich gegen einen der Herausge
ber. Wir waren gesonnen, diesem Möpschen
ein Derbes über das lärmende Schnäntzchen
zn ziehen, da fiel uns aber das gediegene
Sprüchworr bey: "Quäle nie ein Thier zum
Scherz." So mag denn das Hündchen fort
lärmen, bis wir einst zufällig au jenes
Sprüchwort zu denken vergeßen.
Daß der große Staatsmann Wiestling sol
chen hündischen Unverstand in sein Bank
Blatt aufnimmt, wuuderte uus. Doch viel
leicht ist es die Art derer, welche auf Befehl
des kalten Waßermannes, Col. Allen von
Teras, das Geister- Beschwören unterneh
men, ihre Mysterien mit Hundegebell anzu
fangen. Well, Jeder nach seinem Geschmack,
wie die alteFran sagte, als sie ihre Knh küßte.
S n l- i s i k N o 1 W i e s e
hen aus dem Demokrat," daß am letzten
Mittwoch im östlichen Zimmer der Akademie,
eine Distrikt Schnle, für den Isten Distrikt
von Canton Tannschip, eröffnet worden ist.
U V 0 33 »,
a n k e i i e s e s a n s e i n
jetzt gänzlich ruhig zu seyn, und sich mit
der Regierung des Bürger, Königs aus
gesehnt zu haben. Louis Philipp sorgt
denn auch wirklich mit kräftigem Monar
chensmn für das Wohl des Landes die
Versuche gegen sein Leben sind im letzten
Jahr seltner geworden und sein Thron
scheint fest zu stehen. Die Afrikanische
Celonie, tu der kürzlich nochBonstantine
nach hartnäckigem Widerstand eingenom
meä wurde, ist eine Art Safety, Valve
für Frankreichs Regierung.
S a n i e n o s e e n o n a
los und die noch minderjährige Königin
Isabella einander immer noch feindselig
gegenüber. Bürgerblut fließt täglich,
Mord und Raub sind an der Tagesord
nung, und nur der Himmel weis, wann
dieser Stand der Dinge steh ändern wird.
o u a e e e w e n e s v e
stoßenen Jahres ebenfalls eine Revolution,
die aber unterdrückt wurde. Dieses Land
ist jetzt ebenfalls ruhig, nur sind die Fi
nanz-Umstände daselbst sehr zerrüttet.
I a li en, das blühende Italien, steht
am Anfange des Jahrs 1838 als sehr
elend da. Es ist zerstückt, wie Teutsch
land, ohne jedoch die guten Gegenseiten
deßelben aufstellen zu können. Es giebt
daselbst, wie die alte und neue Welt sagt,
kaiserliche Bayonette, Könige, Vize-Kö,
nige, Großherzöge, Herzöge, einen heili
gen Vater, und sogar auch eine Republik
—San Marino. In Neapel und Sizi
lien fanden im letzten Jahr schändliche
Auftritte der Empörung statt, wovon wir
seiner Zeit Kunde gaben der heilige Va
ter und sein Land ist mit Schulden über
laden auch vermehrte die herrschendeCho
lera noch das Unglück der Jtaliäner.
u a n a s i i e z e n a
bemüht, Fortschritte in der Civilisation zu
machen.—Sein gegenwärtigerBeherrscher
wird theilweis als Tyrann, theilweis als
ein leutseliger Reformator geschildert, und
wenn man die Umstände bey jeder seiner
Handlung in Erwägung zieht, mögen sich
die Widersprüche wohl vereinen laßen. Die
kaukasischen wilden Völker haben sich in
der letzteren Zeit unruhig gezeigt doch ist
Rußlands starke, wohldisciplinirte Armee
mehr als zureichend, die Ruhe im Reiche
herzustellen.
e u sch la n hat während des letz
ten Jahres keine bedeutende politische Ver
änderung erlitten, den Machtschritt aus
genommen, mit der neue König von
Hanover die Constitution jenes Reiches
ungültig erklärt hat. Diese Sache ist je
doch noch nicht im Reinen, und könnte
leicht noch zu ernsten Auftritten Anlaß
geben. Uebrigens suchen die teutschen
Herrscher jeden unruhigen Kopf imZaume
zu halten zu gleicher Zeit aber legen sie
u V e v o k o n u n e s
Erziehungswesens und wißen
schaftlicher Anstalten einen Grund, auf
dem sich in nicht gar langer Zeit der Frei
heit schönster Tempel erbauen wird.
E n a n e e u e s i e i n e s u
den Tod König Wilhelms bewirktenWech
sels der Souveräne. Königin Victoria
scheint ein seelenvolles, kräftiges Mädchen
zu seyn, freysinnig und zur Abschaffung
aller Mißbräuche geneigt.
Die Türkeyhat ebenfalls im letzten
Jahr Fortschritte in der Civilisation ge
macht. Der jetzige Sultan, Mahmud, re
format mit einem löblichen Eifer darauf
los, und vielleicht ist die Zeit nicht mehr
fern, wo die Türken sich aus der Rächt
zum Licht heben werden.
Wir geben unfern Lesern die Versiche
rung, daß alle Vorfälle irgend politi
scher Wichtigkeit, die sich in diesem Jahr
in Europa ereignen mögen, in unserm
Blatte mitgctheilt werden sollen. Nie
mand aber kann uns zumuthen, daß wir
unsere Spalten mit langen unbedeutenden,
nichtssagendenEuropäijchen Bericht- n fül
len sollen, blos um wöchentlich viel von
Europa mittheilen zu können, und Dadurch
wichtige einheimische Berichte und Ange
legenheiten zu vernachläßigen.
S a u e a W i v e n e e n
daß vorige Woche in einem Hause unweit
Springfield, in diesem Staat, eine Mord
that begangen worden ist. Wir wißen den
Namen der Person, welche in dem Hause
wohnt, halten es aber nicht für unfrn
Pflicht denselben zu offenbaren, bis die
That fachen gesetzlich ausgemittelt worden.
Die Umstände sind wie folgt: Eine armr
Frau war mit zwei Kindern aufihrer Reift
nach Springfield, und da eS giade Abend
wu»de,^ls sie das obige Haus erreichte,
bat sie umHerberge bis zum nächsten Mor
gen, welche ihr gewährt wurde. Kurz dar
nach kam ein Herr zu Pferde, welcher auck
Nachtquartier wünschte. Nach dem A bend
eß.'n wurde der Frau ihr Zimmer angewie
sen, und da sie ermüdet war, schlief sie ball
ein. In der Nacht eewachte sie und es
kam ihr vor als ob ein Mann elw u rg
würde, auch vermeinte sie Blut auf dem
Boden strömen zu hören. Ihr Schrecken
war groß, wurde aber noch verdoppelt als
sie jemand in einem anstoßenden Zimmer
fragen hörte: Was sollen wir mit Veral
ten Frau thun?" Ermorden, versteht
sich,'' antwortete eine zweite Stimme. "A
ber die Kinder?'' frug der erste Sprecher
wieder, es würde doch hart seyn diese zu
tödten.'' Nun dann,'' sagte der zweite,
wir wollen erst sehen ob sie schläft, und
wenn dies der Fall ist, so mag sieMorgen
gehen, schläft sie aber nicht so muß sie ster
ben." Sie begaben sich dann auf ihr
Zimmer, indeßen hatte die arme Frau
Geistesgegenwart genug sich schlafend zu
stellen. Morgens erhielt die Frau noch ihr
Frühstück, nnd setzte dann ihre Reift jvit.
Kaum war sie eine kurze Strecke gegan
gen als ihr ein Fußgänger begegnete, der
sie anhielt, und die Frage stellte, wo sie die
letzte Nacht gewesen fty? Sie antwortete:
im nächsten Hause.'' Was für Leute
wohnen dort frug der Mann. "Sie wa
ren sehr gut und liebreich zu mir," versetz
te die Frau. Der Mann gieng seinen
Weg fort, und sie war noch nicht weit ent
fernt als ein zweyter Mann sie anredete:
wo sie über Nacht gewesen wäre Jetzt
fing die Frau an Verdacht zu schöpfen,
gab diesem aber die nemliche Antwort wie
dem erstne. Er gieng weiter, und nun be
begegnete ihr der dritte, welcher die nem
liche Fragen stellte, und dieselben Ant
worten erhielt. Endlich langte, sie in
Springfield an, und verlor keine Zeit die
gehörigen Authoritäten von allem zu un
terrichten. Es wurden sogleich Leute ab
geschickt, welche die Mörder überfielen,
und in VerHaft nahmen. Das Haus wur
de durchsucht, und man fand den Leichnam
eines gemordeten Mannes im Keller, auch
eine Geldsumme von $13,000, die wahr
scheinlich das Eigenthum des erschlagenen
Schlachtsopfers gewesen war. Nächste
Woche werden wir wohl mehreres Hieru
ber sagen, und den Namen des unglücklich
en Mannes angeben können. Spr.Zg.
Seit einiger Zeit Hatte man wahrge
nommen daß auf der Expreßpost zwischen
N. Orleans und Nashville, Tenneßee, häu^
fig Briefe vermißt wurden. JnCincinnati
ist man der Sache jetzt auf die Spur ge
kommen. Zwei Bursche, welche zum Fort
bringen des Felleisens gebraucht wurden,
find verhaftet, und bei ihnen vn Bankno
ten und verschiedenen Papieren ein Werth
von mehr als 70,000 Dollars vorgefun
den worden. Andere betheiligte Personen
sollen gleichfalls verhaftet seyn.
St. Louis, Mißouri, December 24.
Der Winter ist jetzt mit gewöhnlicher
Strenge eingetreten. Der Mißißippi ist
mit Eis bedeckt und die Verbindung mit
dem gegenseitigen Ufer wird nur mittelst
kleiner Boote unterhalten, welche sich mühe
und gefahrvoll ihren Weg zwischen den
Eisschollen hin erzwingen. Der Posten
lauf ist unterbrochen und unsicher der
Markt schlecht besucht und die Preise der
gewöhnlichen Lebensbedürfniße sehr hoch.
Scherffs Verkauf.
Klanßa Pe-kins, durch Arad u. Anthony, ih
ren Vorn und, gegen Thomas Wood.
In Partition.
eines Befehls der Court von Com
Jv won Pleas von Stark tzannty, Ohio, in
obigem Prozeße, an mich gerichtet, werde ich
am Samstag, den 8ten Februar 1888 an
der Thür dks Courthauses zu Canton, fol
gend beschriebenen, in Etark Cannty gelege
nen Stach Land zum Verkauf anbieten,
nämlich: Den mittleren Theil des nordöst
lichen Viertels der Section 15, in L,rington
Tannschip, anfangeud an der W stlinie be
sagter Lotte, weit genug nördlich, um 80
ildtx aus der Südseite besagter Lotte, wenn
eine Para'.ell Linie durch dieselbe gezoa?"
"ird, liegen zn laßen vcn dott nördlich^
Ruthen dann östlich 103 und §wfvDrittl)nl f.
Ruthen dann nördlich 15 SRoiht« dann
östlich bis zur Osilinie besagter Lotte dann
i
südlich 50 Ruthen dann westlich nach dem
Anfangsolatze nnd begränzt westlich an der
Lottenlinie, südlich an Land zu DamariS
^-chalton gediedet, tstlich von der Lot ten
li
uie, nördlich an Land jctzt oder früherAmas«^
PerkinS gehörend enthaltend 40 Acker,
mehr oder weniger. Der Verkauf fängt um
12 Uhr Mittags an. Bedingungen werden A
am VerkanfStage bekannt ger» acht, von 1
a n i e a e n e e S e n s s
durch Geo. 9t. Webd, Ö.puty. V
Zcherisss-AM, CantvH,)
(.30. 1837.

8178,698 90
8411,765 25
O Kentucky die Jäger von Kentucky!

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