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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, March 30, 1838, Image 1

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Jahrgang.
Vedlngungen:
1. Der "V a ter land s freund und Geist
der Zeit" erscheint regelmäßig jeden Freitag.
2. Der Subscriptions-Prcis ist Ein Thaler
»nd 50 e n s, in Vorausbezahlung, oder 2 Z Ha»
l« r, falle die Zeitung nicht innerhalb der ersten Half
des Jahrs bezahlt wird.
3. Die Versendung geschieht auf Kosten der Un
terschreibe?, und Briefe an die Herausgeber müßen
postfrey eingesandt werden.
4. Anzeigen werden dreimal da* Viereck fur E j
tot" Thaler eingerückt müxcn aber sogleich baar
bezahlt werden, wo man nicht auf sonstige Art in
Rechnung steht.
astntcn
für den Vaterlandsfreuud und Geist der Zeit.
S a k a u n y
E
I i n o i s
Arbeiten in Elsen und Stahl.
SE K a s & clt s s e r,
Schloßer in der Stadt Canton, Ohio.
3eigt
hiermit den Bewohnern von Stark
Caunty und dem Publikum ergebenst an, daß er
an seinem alten Standplatze, am Canal gegenüber
Herrn BuckiuS, in Canton, immer noch fortfahrt
Alle Arten Eisenarbeit
zu verrichten, wie Pumpen-Bohrer, Räder-Bohrer,
wie auch jede andere Art Bohrer, ferner jede Art
Schneide Handwerkszeug für Schreiner, Zimmer
leute ic. Schloßer-Arbeit, wie jede andere Art Eisen
oder Stahl-Arbeit für Maschinerie oder Handwerks
wesen. Er dankt ergebenst für die bereits geuoßene
Unterstützung, und wird |ich bemühen durch Pünkt
lichkeit, gute Arbeit und wohlfeile Preise die Fort
dauer der öffentlichen Gewogenheit auch ferner zu
verdienen.
N. B. Auch reparirt er alle Art Arbeit die in sein
Fach schlägt, auf das Beste und zu wohlfeilen Preisen
affee muhten werden immer auf Hand
gehalten, und werden als gut warranttrt.—Alte Kaf
•emuhten «erden neu geschnitten.
Canton, März 9. 8Mt.
Oeffentliche Vendue.
/rver Unterschriebene wird am Dienstag den 3ten
nächsten April, Vormittags um 10 Uhr, an
den» Wohnhause an James Hazlett's Gerberey, in
dt* Stadt Canton, folgende Artikel zum öffentlichen
Verkauf anbieten, nämlich
eine Kub, zwey Tische,
ein halb Dutzend Stühle, 3 Bcttla
den, zwey zehnplättige Oefen, eine
-M^^Z^Wand-Uhr, einen Kleiderschrank, eine
Wiege, einen Keßel, Grundbirnen bey der Büschel,
tt«d sonst Küchengeräthschaften, zu weitläufig zu mel
den. Die Bedingungen werden am Tage und Ort der
Btndue bekannt gemacht, von
e e a u a n n
Canto«, März *8. nq,
S e i s k u
ta$
am 14fett nächsten April
nachbeschriebcne liegende Eigentluim zum Ver
tauf anbieten, nämlich Thcil tcs südöstlichen Vier
tels der Section 9, Taunschip 10 (Perry) Reihe 9
daßelbe ist 20 Geviert Ruthen in der nordwestlichen
Ecke ersagter Viertel-Section, und enthalt 7 und ei
nen halben Acker. Eingezogen als Eigenthum von
Joseph Kendall auf Anklage von George S. Breed
Verkauf fängt um Ii Uhr Vormittags an—Bedin
gungen Käsch.
Freytag, den
Daniel affe n
sv
e
e r,
Schcriffs-Amt, Canton, Scheriff.
März 16, 1838. 5m.
Straft verschiedener Writs ofvendi exponas,
Samstag, den 14ten nächsten April,
nachbeschriebenes liegende Eigenthum zum Verkauf
anbieten, nämlich Theil des nordwestlichen Viertels
von «section 11, Taunschip 19, Reihe 17, begränzt
wie folgt: fängt an de» nordöstlichen Ecke besagten
Viertels an läuft dann 28 1-2 Pertches westlich nach
der Pariser Straße von dort südlich bey 33 Grad
östlich ersagter Straße entlang 45 1-2 Perches von
dort nordlich 35 1-2 Ruthen nach dem Anfangsplatze
—enthaltend 2 Acker, 2 Ruthen und 6 Pcrchcö—
mehr oder weniger. Verkauft als Eigenthum von
David Weaver aufKlage von Mathias Wallitt. Ver
tauf fangt um 10 Uhr Vormittags an Bedingun
gen Kasch. an. a ffe n sp e e r, Sheriff.
Schcriffs-Amt, Danton, Marz 16. sm.
^raft eines Writs of fi. fa. ic. erlaßen durch
Samstag, den Uten nächsten April
das nachbeschriebene liegende Eigenthum zum Verkauf
anbieten, nämlich Theil des südwestlichen Viertels
der Section 4, Taunschip 20, Reihe 7, begränzt wie
folgt: anfangend an der nordwestlichen Ecke des Lan
de* von John Wetstone, von dort nördlich 8 Ketten
54 Glieder nach einem Pfosten von dort östlich 42
Ketten 88 Glieder nach einem Pfosten in der Straße
von dort südlich 8 Ketten 83 Glieder ersagter Straße
entlang nach einem Pfosten von dort westlich 42 Ket
ten und 99 Links nach dem Anfangsplatz, enthaltend
37 und 22-i00theil Aker, mehr oder weniger.
südöstlichen
Viertels
ersagter Section^ Taunschip und Reihe, begränzt wie
folgtfängt an einem Pfosten an der nordöstlichen
Ecke ersagter Landstraße an, welche die nordöstliche
Ecke eines Strichs von 40 Acker ist, die Levi Haines
dem William Hatcher übertragen, von dort südlich an
der Leine besagter 40 Ackerlotte 40 Ketten 88 Links
nach dem südwestlichen Eckpfosten ersagter 40 Acker
lotte von dort westlich 26 Ketten 11 Links nach der
Mitte der Randolpher Straße von dort nördlich,
der Mitte ersagter Straße entlang nach der Nordlci
ne besagter Viertel-Section von dort östlich an der
Ost und Westleine 26 Ketten und 40 Links nach dem
Anfangsplatze—enthaltend 106 und 12=100thcil Acker
—mehr oder weniger.
Eingezogen als Eigenthum von William Haines
und Anderer, aufKlage von John Lyman. Verkauf
fangt um 1 Uhr Nachmittags an. Bedingungen
klingende Münze.
a n i e a e n s e e S e i
Scheriffs-Amt, Canton,
firfsnt ttlttJ —Juuiatta ge-
rolltes und gehämmertes Eisen jeder Art schwe
disches und rußisches do. Guß-St^hl Spring-Stahl,
Teutscher do. Cowly's do. englisch und amerikanischer
do. Wird beständig auf Hand gehalten, in der
Mainstraße von Maßillon, bey
e 2 9 v e n n i s u n K e y
schmiede Blasebälge, beste Scheffielder
Amböße, Schraubstöcke und Hämmer, zu ver
kaufen in Maßillon, bey
e 2 9 v e n n i s u n K e y
e n n s y v a n i a a n a .- e a
risburg Telegraph sagt, daß die Hauptliuie
des Canals durchausreparirt wäre, so daß
das Waßer eingelaßen werden kann, und
daß nach einigen Tagen derselbe für die
Schiffahrt geöffnet werde.
Der Newark Advertiser sagt, daß der ver
storbene Herr Samuel Emlen von Burling
ton $15,000 für die Erziehung "schwarzer
Kinder" durch ein Legat bestimmt habe.
Eine Frau von 41 Jahren in Wocester,
Maß., verbrannte sich den 3. d. als sie be
trunken zu Bette gehen wollte und ihre Klei
der in zu nahe Berührung mit dem Lichte
brachte. Sie starb den folgenden Tag an den
Folgen ihres Brandes.
Man beabsichtigt in Washington ein weit
läusiges und paßendes Gebäude zu einer
Gemälde Gallerie einzurichten. Die Ehre
der Nation verlangt ein solches Institut nur
wird man sich zwar vorläufig ans die Arbeiten
ausländischer Künstler beschränken müßen.
Ans der Insel Guernsey haben die Juden
eine Gesellschaft zur Bekehrung der Christen
zum Judenthum gebildet und laßen sich das
Bekehrungsgeschaft eifrig angelegen feilt.
Der an der Spitze stehende Rabbiner erbte
tet sich, es mit allen christlichen Theologen
aufzunehmen. (ib.
und Geist der Zeit
äßas that Dir, Thor, Dein Vaterland?—Oaß Dir bei) seines Namens Schall—Das Herz nicht höher schlägt
3©ftcn
März,
Ernst ist bad I'eben—bcitcr die Kunst."
(Für den Vaterlandsfreund und Geist der Zeit.")
Merkt auf, Teutsche!
Horst du eS, werther teutscher Mann,
Kannst du es ruhig sehen an,
Wenn man mit bösen, feilen Tücken
Dich um die Rechte will berücken?
Du wohnest hier im freyen Land
Als Bürger stehst du im Verband,
Mit Allen gleich in Pflicht und Rechten—
Wer soll dich drücken, wer dich achten!
Sich, welch ein schändliches Gezücht,
Das gegen freye Rechte spricht,
Gesetze will bekräftigt wißen,
Die dem Gemeingut dich entrißen.
Du bist ja Bürger—nun denn gut,
Bezahlst den Tax, wie Jeder thut,
Hilfst jede andre Lasten tragen—
Und man will dir Genuß versagen.
Wie zitterte dir deine Hand,
Als du dem schönen teutschen Land
Und all den Lieben dich entzogen,
Und gabst dich Preis den Meereswogen.
So vieles hast du ja gewagt,
So viel erduldet, unverzagt,
Um dir in diesen wilden Gauen,
Der Freiheit Hütte zu erbauen.
Wo wär' dies große Paradies,
Wenn |tch der Teutsche nicht befliß
Die Wildniß mächtig durchzuhauen,
Zu pflügen, pflanzen und zu bauen?
Was [tft und webt auf Fluß und See
Was treibt den Dampf in blaue Höh'
Was schwebt daher auf Waßergleisen
Und rollt auf wohlgefügtem Eisen?
Dies bringet der Gewerbe Flor
Und Freiheit, Wohlstand, ja hervor—
Und du auch hast dein Gut und Leben,
Ja, Alles, dafür hingegeben.
Siehst du für Fleiß und Treu' den Lohn:
Man sucht Verachtung dir und Hohn
Bor allen Andern zu bereiten,
Drum seht dich noch um beizeiten.
Es drängt ein heillos freches Chor
Mit frefiem Herzen sich hervor,
Das freie Recht der biedern Teutschen
Mit schnöder Kränkung durchzupeitschen.
Ist'S darum, weil du hältst an Pflicht Z
Ist'S, weil die Zunge teutsch noch spricht?
Ist'S, weil du stets willst ehrlich bleiben,
Dich nicht an Lumpen magst verschreiben?
Genug—gekommen ist die Zeit,
Da Jeder ist zum Kampf bereit.
Der Teutsche steht für freye Rechte,
Für Herren nicht und nicht für Knechte!
a n s E i
Columbiana Co. Ohio, Marz 1838.
Sinken und Sturz der City Dog,
ttiUN.
Dogstädtel ist ein angenehmes Oertchen im
Innern des Staats. Es liegt Land genug
und genug in der Umgegend, so daß dem
Städtchen nichts hindert sich in jeder Rich
tuug auszudehnen, und solchergestalt eine
große City zu werden. In Fäkt, Dogstädtel
besitzt bereits eine einstöckigte Kirche, ein an
gefangenes Schulhaus und einen eleganten
Pond.
Dogstädtel liegt angenehm und vortheil
Haft. Es ist an der Aal-Criek gebaut—ein
Strom, der sich in einen and.rn Strom er
gießt, welcher in einen dritten Strom läuft,
welcher dritte Strom sich in den Connecticut
Fluß mundet, welcher sich in den Long-Ey
land Sund leert und so das Atlantische Meer
erreicht. Wer kann daher nicht einsehen,
daß Dogstädtel ein großer Seehasen werden
kann Das Land um Dogstädtel herum ist
besonders srnchtbar-ansgenommen der Theil
welcher mit Felsstücken bedeckt ist, die Salz
wiese, die Peinbnsche, die Lehmgruben und
die Schwämme. Es kann daher nicht be
zweifelt werden, daß diese Gegend, wenn sie
recht geklärt, abgetrocknet, bevölkert und cnl
tivirt wird, einen vollkommnenGarten geben
muß, der mit den reichsten Erzeugniße'u der
Natur überfüllt und eine wahre Goldgrube
für das Land wäre. Hinsichtlich der Com
munications Leichtigkeiten mit den großen
Atlantischen Cities und Handelsmärkten—
sind dieselben vortrefflich. Dogstädtel hat
Boston auf der einen, nnd Nen-Aork anf der
andern Sette. Montreal und Qnebeck liegen
nördlich, während im Osten der reiche und
aufkeimende Staat Maine liegt, mit Bangor
und Eulenkopf in den Bärgen. Es können
Riegelstraßen gemacht werden, um Dogstädtel
mit diesen Plätzen zu verbinden, und werden
auf jeden Fall solche Commnnicationen be,
werkstelligen, sobalv sie gebaut sind. Ich
will hoffen, daß Niemand länguen werde,
daß dieses Städtchen, sobald dies geschehen,
ein großer Fokus der 5)andelswelt werden
wird. Die Nachbarschaft von Dogtaun hat
jeden Vortheil, die man in einer neuen Land«
schaff wünschen kann. Es werden innerhalb
30 Meilen im Umkreise so viel kleinere Stadt
eben entstehen, als die Leute erbaueu werden.
Die Bevölkerung kann nicht anders als schnell
zunehmen, denn man kann für 75 Cents
(Taunschreibers Gebühren emgeschloßen,)
verheirathet werden. Die Dogstädtler sind
außerordentlich betriebsame Leute denn sie
machen ihr Leben, obschon sie beständig über
harte Zeiten manleu. Auch sind sie fititstgc
l'cbicfr, denn sie verfertigen Artbmtdcl, Holz
schiißeln, Birken be sen und weißeichne Käse
auch erfinden sie Mäusefallen nndWaschnta
schinen. Am Ende aller Enden sind die Ein
wobner von Dogtauu auch gebildet und lite
rarisch denn sie schwätzen ziemlich vom
march of improvement
und der Pfarrer lind
Lawyer halten eine Zeitung in Partnerschip.
Alle diese Attraktionen zusammen bilden
eine wahrhaft wundervolle Combination.
Aber dieLeser werden erstaunen, wenn ich ih
nen sage, daß die Einwohner dieser begünstig
ten Lage eine große Zahl von Jahren ohne
die geringste Ahnung deßen was ich so eben
beschrieb, lebten. Wenig dachten sie von sich
selbst oder von der Stadt in der sie lebten,
und vegetirten von Jahr zu Jahr ohne sich
einzubilden, daß sie beßer ab seyen als andere
Leute. Ja, die Welr würde vielleicht bis ans
den beutiqeu Tag noch nicht gewnßt haben,
daß Dogstädtel ein so wundervoller Platz scy,
wenn nicht ein Zufall die Sachen anders ge
staltet hätte Zufall nenne ich es, denn'da
die Dogstädtler fo viele Jahre gelebt ohne
ihre Augen zn öffnen, fo kann die Thatsache,
daß sie sie plötzlich, an einem getvißen Tage
im Jahre unseres Herrn 1834, öffneten, mir
als rein zufällig betrachtet werden. Etliche
Leute schrieben es der Annäherung des Co
nieten zu, welcher einen gewaltigen Einflnß
hatte, deu Leuten die Angen zu öffnen—sei
ner Wirkung, sie ganz rasend zu machen, gar
nicht zu gedenken. Doch das ist weder hier
noch dort. Die Leute in Dogstädtel öffneten
ihre Augen, und sahen: das war genug—sie
sahen urplötzlich ihre ungeheuren Vortbeile,
und waren erstaunt, daß sie dieselben nie
zuvor eingesehen. Sie sahen ihre Vortheile,
sage ich, und waren entschloßen, dieselben
gut anzuwenden. Geradewegs wurde ganz
Dogstädtel lebendig Jederman war über
zengt, Dogstädtel 'mnße ein großer Platz
werden, und da Jedermau dies Jederman
erzählte, so wurde die Sache gar nicht be
zweifelt. Jederman, der dafür bezahlen
konnte fieng an Land zu kaufen, und die,
welche nicht dafür bezahlen konnten, kauften
auf Credit, gewiß, daß sie es innerhalb Iah
resftist zebnfältig höher als Kostpreis wieder
verkaufe» könnten. Von nichts als den un
geheuren Vortbeilen des Platzes wurde ge
sprechen. Die Reich
thinner Dogstädtels wa
ren wirklich ungeheuer, und wie sie so lang
hatten übersehen werden können, war ein
Geheimniß, welches Niemand begreifen konn
te. Das Land innerhalb den Gränzen der
Stadt war zu 72 Millionen Geviertfuß be
rechnet, welches, zu nur einem Ceut den
Sqnärfnß und das ist wohlfeil genug, wahr
haftigj 7,200,000 Thaler macht. Was
eine öuntme! Das aber war noch nicht
Alles. Die Hälfte dieses Landes war mit
Bäumen bedeckt, nach dem Maaßstabe von
einem Banm zu jede 5 Fnß Sqnär oder dem
Viereck von ~5 Fnß. Dies macht 10,400,000
Bäume und da jeder Fnß im Durchschnitt
75 Kubikfnß Timber enthielt, wertH nach der
niedrigsten Kalkulation 5 Cents der Fuß, so
beträgt dies eine Summe vou 39 Millionen
Thaler. Dies zu dem obigeu Werth des Lau
des gezählt, machte eine große Total-Summe
von 46 Millionen 200,000 Tbaler!
Die Erwähnung dieser ^nmmen machte die
guten Dogstädtler beinahe närrisch vor Fren«
de sie konnten kaum ihren Augen oder Ob
ren träum—aber da stand's schwarz auf
weiß—Zahlen können nicht lügen Sie wa
ren erstaunt über ihre eigne Dummheit und
über ihrer Voreltern, daß man 46 Millionen
200,000 Thalcr so ganz unnütz und unpro
duktiv da liegen gelaßen aber sie waren
entschloßen, ihren Reichthnm nicht länger zn
vernachläßigen. Ein großer Verbeßer'nngs
und Spekulations- Plan wurde geleit, und
Alle giengen5)als über Kopf in denselben ein.
Jederman in Dogstädtel war nun reich, oder
was das nämliche Ding war, lebte in der
Ueberzengung, daß er es bald seyn wurde.
Große Striche wurden in Baulotten ausge
legt, und Speknlatoren flockten von allen
Ecken herbey von Katzenstädtel und Wie
seltann, und Gänsefeld und Krähwinkel, mit
Ober Wauzenbury uud Ost Pnmkinton, und
^chwarzschwamm u. vom bodenlosen Sumpf,
solche geschäftige Zeiten wie aber die Dog
städtler hatten Von nichts wurde gespro
chen als vom Landkausen,
Handballen,
Stra­
ßen legen, Wege, Squärs, Avenues, Riegel
bahnen, Canäle, :c. ic. Die Leute ließen
Pflügen und Spaden seyn denn der Acker
bau war eine zu langsame Art und Weise
Geld zn machen. Wer wollte auch daran
denken Rübe» zum Verkauf zu ziehen, zu 20
Ceuts das Büschel, wann er hundert mal
so viel mit Landspekulation machen könnte?'
Zum ersten aller Ersten wurde mm
e s i o s e s o e e i n e i y
den. Der Mangel an Bevölkerung war frei-'
lich ein ernstes Hinderuiß denn die Consti
tution des Staats erheischt 10 oder 13,00o
Einwohner für eine City und da Dogstadte^
N n e 3 i
mir Einschluß der Vorstädte PupvyvlUe lu.v
Skunks-Miftry mir 631 Seelen Bovölkernna
enthielt, so dachte man, es möchte ein wenig
schwierig seyn, vor demAnSgana des mWim
Census einen Incorporations-Brief zn erbal
ten. EineCity mußte es indeß, entweder jetzt
oder später, geben, darin stimmten Alle über
ein, und so beschloßt» sie denn, es immerhin
eine City, die City Dogtaun, zn nennen. Es
ist rrstaunlich, mit welch einem Unterneh
mnngs-Geist diese Aussichten die Leute von
Dogstätel begeisterten. Die Schnlhans-Thür
wurde grün angestrichen, Onkel Io Stibbens
beßerte den Rand seines Schornsteins ans,
nnd man stimmte i» einer St -dl^Versamm«
lung für 3 neue Schubkarren für den öf
fentlichen Gebranch Alles in Folge dieser
vorgesci?lagenen Verbeßrnngen.—Ja, so w it
dehnten sich ihre Ansichten über Geschäfte
ans, daß Aminadab Figgins, der Großery»
halter, das Kleinhandeln anfzngel en beschloß,
nnd erklärt?, er wolle keine Krakers mehr
splikten et er Lichte abschneiden.
Solches war die gedeihliche Lage der City
Dogtann, als ich dieselbe im Spatjahr jenes
Jahres verließ. Ich hörte kurz danach im
mer noch von dem Städtchen durch den
Dogtaun täglichen Anzeiger—eine Zeitung,
tie ein nnternebmen^er Drucker von Eonnek
ttait beym Aufdämmern der commerziellen
Blüthe der City dort heranszngeben begann.
Es fchien reißend vorwärts zn schreiten. Die
Zeitung sprach von der Börse, der Stadthal
le, der Bank, der neuen Post-Offis, der Nie«
gelbahn, dem Canal, ic. In der Wasching
ton Square, Merchants Reihe, Staatsstra
ße, Marktstraße, ic. wurden Hanslotten zum
Verkauf angeboten. Kontrakte für den Bau
von Kirchen, Manufakturen, ic. wu?deu vor
geschlagen. Dies war Dogstädtel in all sei
tier Glorie!
Im letzten August entschloß ich mich, diesen
berühmten Platz zu besuche«, um meine An
gen an dem Glanz einer Etty zu laben, die
so zu sagen, hervorgezai bc'rt worden. Als
ich amFuß des Vlanbeeren-Hügels anlangte,
welcher den ganzen Platz überschaut, stieg tcb
eifrig zum Gipfel lnnanf, um mit einem diu
zigen Ueberblick die City in ihrer ganzen
Pracht zu schauen. Zu meinem äußersten
Erstaunen sähe ich, statt Thürme uud Haus
gipfel, nichts als Deafen Stumpy's altes
Backstein haus, mit fünf andern zerlumpt u.
verschmokt »aussehenden Gebäuden, die just
auf dem nämlichen Fleck standen, wo ich sie
immer zuvor gesehen. Ich trat durch die
Staatsstraße in die City, rrt'cecfrc jedoch
nichts neues, ausgenommen ein kleinesHaus
ohne Schornstein. Nichts Lebendes ließ sich
int Waschiugton Sqnär blicken, ausgenom
men drey Gänse die uachläßig eilt Maul voll
Gras aus den Mistpfntzeu heraus pickten.
Ich fragte nach der Börsetthalle, nnd fand,
daß der Deakon den Platz als eine Kuh-Pen
brauchte. Mit der neuen Kirche war mau je
doch, wie mir erzählt wurdi-,dis urAnfste llun
i
des Holzwerks vorangeschrirten dieselbe
wnrde jedoch späterhin öffentlich verkauft, um
für das Ansgraben des Kellers zu bezahlen.
Ich besaß einen Check auf die Dogtaun
Bank für 3 Thaler, und da ich das Geld zu
ziehen wünschte, wieß man mich nach No. 19,
Tremont Straße. Dies wies sich als eben
daßelbe Haus aus, welches früher der alte
Kit Kobbel, der Schuhmacher, bewohnt hat
te. Es waren zwar Vankstnnden aber die
Bank war geschloßen nnd keine Seele ließ
sich blicken. Inst als ich wieder fortgehen
wollte, bemerkte ich ein blechern Blasehorn
nahe der Thür, mit einem Papier darüber,
woraus geschrieben stand,
44
Personen, die
Geschäfte in der Bank abzumachen haben,
belieben dieses Horn zu blasen." Ich hielt
das Horn an meine Lippen nnd bließ einen
langen und lauten Stoß. Nachdem ich noch
10 'Minuten länger gewartet, bemerkte ich
daß Isaak Thumper langsam die Straße hi#
mutter kam. Es zeigte sich, daß er der Ka
ßirer der Dogtanner Bank war, uud nach
etlicher Schwierigkeit überzeugte ich ihn, daß
er meinen Check mit Sicherheit ausbezahlen
könne.
Ich fragte Isaak, was für ein Gebrauch
von den 46 Millionen 200,000 Thaler ge
macht worden sey. Er benachrichtigte mich,
daß das meiste noch in Noten auf Hand in
vestirt liege. Geld wäre knapps, und würde
vermutlich so bleiben bis die Awrebel- Erudte
in den Markt gebracht werden könnte. ($£
war leicht einzusehen, daß Dogtaun auf eine
betrübte Weise von der Höhe des Glanzes
gefallen fey. Wirklich, Dogstädtel hatte ei
nen "complieten Daunfall" erlebt den»
Niemand nennt es jetzt mehr eine City. Sie
haben fo viel Land als je zuvor, nnd so lange
sie es zu ihrem eigenen Preis schätzten, wäret»
sie so reich wie die Juden unglücklicherweise
fiel es jedoch in Werth sobald sie erwarteten,
daß die Käufer sie dafür bezahlen sollten.
Die Dogstädtler sind jetzt arm genug aber
sie sind nicht die ersten und werden auch nicht
die letzten seyn, die sich dadurch rmiit'rt ha«
ben, daß sie eine City auf Spektklatiön fratiü
en wolMU.

Herr Alexander M'Cully, P. M. Maßillon.
W. Philips, P. M. Paris.
John N. Bauer, P. M. Uniotttaun.
Charles W. Gatlwitz, SchaneSville.
u u a u n y
Ehrw. ). P. M.ü)nenfchmidt, General Agent.
J^trr Moses Strack, Esq. Cornersburg.
Peter Baily, Esq. Canfield.
Julius Seiferheld, General Agent in Warren.
M'Combö, Esq. Poland.
Robert Turnbull, Esq. Jackson.
Peter Riel, W-atherSfield.
Andreas Trew, P. M. do.
2. 3. Tsd, Esq. Milton.
George Mahnenschmidt, Berlin.
Cornelius Tomson, Esq. Austintaun.
Jacob Pfister, Newton.
Peter Mußer, Esq. P. M. Amity.
o u i a n a a u n y
Herr Friedrich Spät, Esq. P. M. Petersburg.
Friederich Schwarz, Columbiana.
Ferdinand F. Beck, Neu Lisbon.
John Peter, Neu-Springfield.
D. Weikert, Esq. Greenvillage.
John G. Leslie, North-Lima.
Doctor Dellenbach, North-Georgetaun.
James Graham, Esq. New-Garden.
o a e a u n y
Herr George Helfert, Edenburg.
Daniel Pounter, Schclersvtlle.
W a y n e a u n y
Herr Charles E. Grater, Wooster.
I. M. Cooper, P. M. do.
Ehrw. G. H. Weygandt, Chipaway. i
i a n a u n y
Herr H. M'Fall, Esq. Mansfield.
Doctoren G. und C. Sesterlin, Afchfattb.
Cleveland.—Herr Thomas Umbstätter, Esq.
Delaware Co.—Herr Friederich Anthony.
a n a st e r.—Doctor G. Mieße.
i i o e.—G. Cron.
Neu-Rochester, Wood Co.—Col. T. Etsenhauer.
Newark, Licking Co.—Herr Eugen Koos.
i u a, Miami Co.—Joseph Willman.
N e u»P i a e i a.—W. C. Black, Esq.
Hamilton, Butler Co.—Conrad Schmidtman.
Benton, Holmes Caunty.—Herr Anderson, Esq.
MtllerSburg, do.—Herr I. A. Bauers.
Marion, Marion Co—Herr August Groll und
John G. Mayer.
W e st'.L i e y, Logan Co.—I. M. White, Esq.
Pendleton, Putnam Co.—John Amstutz.
S a a e n n s y v a n i e n
K utz a u it.—Herr Joseph Heist, Esq. P. M.
e a i n g.—Herr Samuel Ritter, Esq. do.
Beave r.—Herr Christian Gleim.
i S u g.—Herr Edw. Fehndcrtch.
i ll e S a u n.—Dr. A. Gerasch.
West'Greenrille—Herr R. Kremm.
E a o.—Herr Francis Keßler.
W a a s o e a o S e i e
a e v ll e Co.—Herr Joseph Gtngertch.
V i i n i e n.
WH ltit g.—Ehrw. Herr Schwartz.
a n ch e st e r.—Herr Ludwig Schaal.
ß\r«ft emes Writs von fi. fa. ic. erlaßen durch die
Court von Common Pleas von L»tark Caunty,
0hio, werde ich an der Thür des Courthauses ersaa
ten Caunties
Ferne r:—Theil des
erlaßen durch die Court von Common Pleas von
Stark Caunty, Ohio, werde ich an der Thür des
Courthaufts ersagten Caunties, am
die Court von Common Pleas von Stark Caun
ty, Dhio, werde ich an der Thür des Courthauses er
sagten Caunties, am
März 16, 1838. 5 sm.
S a n o S a k a u n y O i o e u k u n e a u s e e e n v o n e e 3 8 1 a I 0
S e z u n N n s

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