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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, March 08, 1839, Image 2

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1
vaU
1
i.i
*f' Die Cantoner Bank.
2Btt theilten letzte Woche den Bericht
ckGjkr Unterfuchuags-Committee im Aus
tzvge mit, und copiren heur noch etliche
der Tabellen, die besagten Bericht be,
gleiten.
4t Direktoren der Farmers Bank von Catv
W* ton, für das Jahr 1839
N. D. Dtc mit einemSlern C)iind tingeschworen
John Harris/ John Sarton,* IameS
Hazlett,* William Henry V R. Äim«
Hall,* Almen Sortwell, George Dewalt,*
obn Schorb,* John Myers,* William
ogle, Martin
Lohr,*
Madison Reynolds,
acob Myers.
Direktoren
für daS Jahr 1838 waren die
nämlichen,
ausgenommen Madison Rey
nolds, der
im Play von Lewis Fogle er,
Wählt worden.
Liste der Stockhalter der Cantoner Bask
am Listen Januar 1889.
Anthcile. Belauf.
100,000
Surplus Dividende, die zum Capitalstock
verwandt wurden.
Rov.e, 1832, May 7, 1834, Zuny 3, 1885—
jedesmal $lO,UOO u. Februar 22, 1837, $20,000.
Liste der Schulden, welche der Bank ZU,
kommen, und in gerichtliche Hände
z u E i n o e n e e e n s i n
Neu-'Yort
Wetinore und Penfield ,3,283 49
E W Wright, Kilbcurn, und Hut
chinson, Ringham und Co. 8,443 00
Erastus Bennison, Georg Jones,
O Brown, N Brown, E Munroe
Mtow und Wetmore, W und S
W't!»ore u. Henry Newberry
William Wetmore, Henry Wetmore
und S Wetmore
Walter Oatinan, Triffich, Pea«
u.Co. und S Bloß, accepttrt b«y
Harris
Die Bank
H.
bat
4,640
26
1,715 OJ
810 00
922 00
1,668 30
1,866 OG
506 00
Fogle und W Fogle, jr. 23,000 00
Momas Hartford, Metcalf, und A
Sortwell
KD Westen, Dwtght Zarvlsupd
6,483 00
927 00
6,000 00
Bostwict, Johnjon, Rehs«»»
Case, et al 3,000 00
Nenjamin Rathbnn und Co. 34,500 00
Mee Welsch und Co. Robert Dawfon
Co. 3ohn Routsong, Mt
Cully, acceptirt bcyGclston u.Evan« Ä,T7S 16
& Wclich. Dawson, IDC Teller,
A TuftS
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Kit
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.,^4
Pancoast, accepttrt bep ©elften u.
Evans 430 21
Oftt Welch und Andere 6 73
Wlliam Kslger und Andere 64 33
Beschworen, Zanuar 16, i83'.
Namen der Personen, welche der Bank
schuldig sind,u. derenContos nicht gericht'
iichenHänden überleben sind, nebst Au
gäbe des Zahltermins.
1 Mon.Falls Man.Co No». 88,'39, $7,389 09
2GB Cummings, April 13, 1837, 2,075 00
3 William Henry, Nov. 27, do. 4,118 00
4 ZP Coulter, Set. 1, 1834, 1,177 Oü
6 GA goiter, July 2ß, 1840, 3,638 25
6 John Laird, M. 10, 1837, 161 33
7 John Schorb, Feb. 12, do 8,000 O.i
8 Sam. Fahnestoct, Dec. 20, d» 75 00
9 Lewis Vail, May 27, do 100 00
10 George Dcwalt, April 20, do 600 00
11 TS Bonfteld, M. 10, d» 71 oO
12 Daniel Dcwalt, No». 5, d» BOO 00
13 Almon Sortwell, Feb. 13, do $85 oO
14 Jacob Sala, Arril 13, 1838, 620 oO
15 Mad. Reynolds, M. 24,1837, 2,965 00
25 William Rhodes, May 12, 1837,
26 W Siiliman, Sept. 5, '36,
27 3chn Whitacre, 3«ny 4, '37,
28 Robert Lattimer, May 9, '36,
29 3ames Duncan, April 13, '37,
30 Harrig, May 25, to
31 Alex. McCully, April 13, '38,
32 3 Teller, Sept. 5, '37,
33 Butler Ian. 19, '28,
34 Wellman, April 6, do
3o Derselbe April 13, 'o7,
36 Arvine WateS, April 20, '87,
37 3 Biineler, M. 15, S6,
38 Derselbe April 14, '37,
39 ?ltherton, Dec. 9, '31,
40 M.Kingman u.Co. M. 27, V'9,
41 M.Kingman u.Co. Oct. 27, '89,
10,172 Einthaler Noten
840 Zirevthaler d»
5,576 Drtithala
13,422 F«nftlmler d»
882 Zchnthalcr d»
674 Zwanzigthl. do
66 ^ünfzigthl. d»
7 Ein yundcrtthalcr Noten
S,S$3 44
M. Kingman, 3«ny 1, do
Derselbe 3»ny 1, '40,
M.Kinsman u.Co. M. 27, do
M. Kingman, 3»np 1, '41,
Derselbe do '42,
Derselbe do '43,
Am 27sten November befanden sich folgen
de Noten der Bank im Umlanf.
anandere
Banken jtu fordern:
3,374 85
3,385 46
Nun folgen noch einige Eramina
tionen, aus denen wir folgendes
ausheben:
e w i o e E s a i e
war ein Direktor, zur Zeit, als er $16,
258 von besagter Bank lieh. Vom
Lßsten letzten März an fielen die Noten
im Werth er bezahlte jedoch immer,
wenn Funds in derBank da waren oder
er hatte, den vollen Wetth. Die $3000
welche der Wooster Bank gegeben wur
den, waren keine Schuldabzahlung,
sondern wurden derselben zu 2i Prozent
Prämium für guteOhioNotenverkauft,
und mit diesen gewiße Deposits anLeute
zurückbezahlt, welche Geld in der Bank
hatten, als diese ihre Thüre schloß O.
T. Browning, welcher Kj
OOOBaargeld
für OhioNoten erhielt, ist ein Schwa
ger des Caßirers, doch wurde für den
Austausch kein Wortheil oder Prosit er
langt noch erwartet.
a n i e e w a hat viel
Cantoner Noten gekauft und dieselben
geschävt so hart er konnte. Schävte 2
oder 3000 Thaler zu 15 bis 20 Pro
zent. Ist nie ersucht worden Cantoner
Noten aufzukaufen. Simon Jennings
verlangte den Ankauf ersagter Noten,
und wollte Geld dazu herschießen, hat
es aber nicht gethan. Mit den so ge
kauftenNoten kaufte erPrivatnoten von
tockhaltern der Bank ic. ohne Abzug
erleiden zu brauchen. Im letzten Ja
nuar erhielt er zwischen 12 und 150(S
Thaler Baargeld au6 der Bank für
andere Noten,'und verkaufte das Gelt
zu von 5 bis 7 Prozent Prämium. Zui
Zeit als er das Geld aus der Bank
hielt war er derselben $300 schuldig.
..
v
Jetzt ist ihm die Bank $2, 00 schuldig,
welche Summe er am 3ten April 1838
deponirte er war nie ein Stockhalter.
W i ll i a o e, jr.—ist weder
Direktor noch Stockhalter. War vom
Spätjahr 1831 bis Januar 18 8 Ca
ßirer. Bis 1837 war er auch Stock
Halter, verkaufte dann aber seinenStock
seinem Bruder Lewis. Direkter wai
er nie. War nie mit dem An»auf der
Noten nnter par beschäftigt.
Achtb. William Henry-- ist
einer der Direktoren, unterschrieb am
sten März letzten Jahres, mit 10 oder
1 1 a n e n i e k o e n e i n o n
$200,00, zahlbar an G. Swan, Esq.
zu Columbus, welcher dieCantoner No
ten zu Columbus einlösen, und dann ein
Jahr mit der Bank Geduld haben soll
te. Ferner sollte er im letzten August
100,000 Thalcr für die Bank in Phv
ladelahia leihen, was ihm jedoch nicht
gelang.
o n S u e w a u n i s e i n
Stockhalter, eignet 10 Antheile, zusam
men $250. Hat zwischen ]Ü00 und
1500 Thaler Noten zu 12 bis 15 Pro
zent aufgekauft, und damit rheils Pri,
vatnoten an sich gebracht, theils Jntre
ßen tragende Anleihen gemacht. Hat
etliche MaleGeld von derBank geborgt,
war derselben aber seit dem Spätjahr
j8Z6
Die Bank ist andern Banken schuldig:
6,846 23
nichts mehr schuldig. War gegen
die Erneuerung der Bank in 1 u.
weigerte sich nachher als Direktor zu
dienen.
Die von der Committee verhörten
Personen stimmen darin überein, daß
ihnen nicht bewußt fey, daß die Beam
ten der Bank Antheil am ?lnkauf der
CantonerNoten nnter par gehabt hatten.
an den altern Herausqeber
Adlers, (Pa.)
desNeadinger
datirt:
i e e e n n
Ich böre so selten von meinen Frennden
in Amerika, daß ich beynabe das
wek bekommen habe Es ware sonderbar
qenug wenn der?!merikaner im Auslände
nicht davon befallen wurde. Man siebt
frcylich Manches zn bewundern, Manches
zn loben und Manches das nachalnnnnqs
würdig ist, aber im Ganzen genommen,
ist der Ausschlag in Hinsicht des Glucks
im gemeinen Leben, des moralischen Zu
standes und der politischen Verbältniße so
sebr zum Vertheil untres eignen Landes,
daß man wobl darauf stolz seyn darf, ein
Amerikaner zu feyn. Es ist schlechterdings
unmöglich für den gebornen Amerikaner,
Enrepa zn bereisen, obne mit erneuerter
Vaterlandsliebe zurück zu kehren und iyett
zu danken, daß er Amerikanischer Burqe»
ist und daß er und seine Kinder da woh
nen dürfen. Doch ich mag ervon jetzt
nicht viel reden. Wenn Gott mir das Le
ben schont und ich den vaterländischen Bo
den wiederum betreten und küßen darf,
werde ich Ihnen ausführlichere Lchilde»
rungen machen.
Nach einer nichtsehr angenebmenFahrt,
auf der wir beynade jeden Tag Regen u.
conträren Wind hatten, landeten wir am
2ttsten Tag nach unserer Abfahrt von Nen
VJcrk, in Havre, in Frankreich. Mit mei
nein Gepäck hatte ich nicht viele Schmie
rigkeiten, aber die übrigen Paßagiere nicht
wenige, indem man selbst die Handkvrbe
und Reticules der Damen beym Her
absteigen vom Schiffe, durchsuchte, und
alle Koffer gleich auf das Zoll Amt nahm,
und durchwühlte, in der Absicht verbotene
Artikel zn finden, die auch gleich eonfiscirt
und die Eiqner noch mitGeldstrafen belegt
wurden. Nach Tabak, Seidenstoffe und
Tüchern jeder Art, die noch nicht in Klei
dungsstücke verwandelt worden, forschte
man besonders scharf, und es gab manche
komische Austritte, die in der Zukunft zur
Zwergfells Erschütterung Veranlaßung
geben mögen.
In 5)avre erstaunten wir uns nicht we
nig Uber die Trachten »nd das gan^e Ans,
sehen, besonders der Landlente. Sic sehen
unfern rauhen GebirgsiBewohnern sehr
ähnlich. Die Weiber tragen alle Rauben,
manche anderthalbFuß hoch und viele ge
spitzt wie ein Zucker hut. Von £avre fiih
ren wir auf einem kleinen Danipfboot die
S e i n e bis nach Ronen, der Hauptstadt
der Ne rmandie, hinauf, wo wir einen Tag
verweilten um die Domkirche, eine der
ältesten und prachtvollsten, nicht allein in
Frankreich, sondern in Enrepa, nebst an
der» Sehenswürdigkeiten zu betrachten.
Die Ufer der Seine von 5^avrc bis nach
Ronen, sind sehr schön. Man findet viele
prächtigePalläste und schön gelegene Dör
fer, doch sind die Hütten der Landleute
sehr armselig, niedrig und fast alle mit
Stroh bedeckt, nicht viel bester als die
Schweinställe unsrer wohlhabenden SBaih
ern. Sie sehen romantisch genug, mang
eln
aber jederBequemlichkeit. Wenn man
die Bucht, die der Slrohm an seiner
Mündung bildet, verlaßen, ist er ziemlich
so wie die Schuylkill, nur etwas tiefer, bis
nach Ronen, dann ist er bis nach Paris
&
nicht so breit und auch so seicht, daß er nur
mit Mühe für kleinere Böte fahrbar ist.
Wir verließen also den Strom und fulv
ren über Land in einem gepachteten Lu*
waM nach "Paris.
Das ist eine ungeheure Stadt, mit et
wa 900,000 Eiuwöhuern. £ie Häuser sind
sehr hoch, die Straßen sehr eng nnd an
ßerst schmntziq, ohne Nebenwege sPave
ments) für Fußgänger. Alles wimmelt
mit Menschen, so daß man sich kaum
durchdrängen kann, nnd Koth, Gedräng,
Gestank, macht das man sich ängstlich nach
Gottes freyer Luft sehnt. Wie Menschen
sich freiwillig eine solche Stadt zur Weh
nnng wählen können, ist mir unbegreiflich.
Nur die herrlichen öffentlichenGärten, die
man dort findet,», sie sind in de^That sehr
schön, können den Ort einiger Maßen er
träglich machen. Einen Menatkannmaii
wohl da zubringen, denn die Mlläste, die
Blldet'Galleri-n, dte Ausstellnnqen aller
erdenklichen Knustwerke, die öffentlichen
Bibliotheken u. s w. sind wunderschön
und haben viel Anziehendes. Der König
und die ganze königliche Familie, (und ich
hatte die Ehre bey ihnen eingeführt zu
werden,') sind sehr freundlich und leutselig.
Der König sprach viel mit mir von Ame
rika, und erinnerte sich noch an manche
imilien, die er in Philadelphia gekannt
hatte. Er scheint nicht die allerbeste Ge
snndheitzu genießen, u. nachfeinemHin
scheiden möchten wohl wieder Unruhen in
Frankreich entstehen, das in moralischer
Hinsicht äußerst verdorben ist und weder
zu einer republikanischen noch einer mo
narchischen Regieruugsform geschickt
scheint.
In Paris kaufte ich einen Reisewagen
nnd reiste mit Postpferden über Meanr,
Thierrn, Epernay, (?halons,5'erdnn, Metz
und Pfalobnrg nach Straßburg, eine
Strecke von beynahe 500Meilen. Verdun,
Metz und Pfaiobnrg, sowohl als Straß
burg, sind starke Festungen nnd haben
zahlreiche Besatznngeir Zwischen Meanr
nnd Thierry werden ungeheure Maßen
von Französischen Burr MüI^lsteinen ans
gegraben. Vey Epernay nnd Chalons,
wächst der edle Champagner Wein, «nd
wir ließen ihn uns schmecken Der Boden
ist arm und kreideartig. Die Reben, so
wie/ uberall in Frankreich und Tentsch^
•land werden niedrig gehalten, und die
Weingarten sehen nnsern Welschkorn Fei
der», wenn sie dieHälste des Wuchses er
halten, sehr ähnl il, ohne jedoch das schöne
lebendige Grün dieser Felder zu besitzen.
Von Paris bis nach Metz ist das Land we
der schön noch vorznglicherGüte, wird aber
mit vielem Fleiß gebaut und jeder Fuß
benutzt. Dörfer giebr es die Menge. Sie
haben aber selten etwas Anziehendes—
sind im Gegentheil sehr unreinlich. Der
Misthaufen ist fast immer gerade vor der
Hauethür, selten mehr als einige Schritte
davon entfernt, und gar oft wohnen Men
schen Pferde, Ochsen, Schweine, Hühner,
11. s w. unter einem Dach. Zu oft ist die
ses auch in Teutschland der Fall, und die
Folge ist, dast man sich vor Flöhen »nd
Ungeziefer kaum zn sichern weiß. Die
vorzüglichsten Gasthäuser sind davon an
gefüllt und selbst in den Pallästen der Kö
»ige soll man davon liict sicker seyn. Bey
e tz kommt man in d.iö Mos elvi Thal
und diese Gegend ist wirklich ansgezeich
net schön. Eme Tagreise kommt man bey
St. Avold an die Voigts Gebirge, die mit
unfern Blauen Bergen viel ÄeHnliches
haben. Auf der Höhe findet man Pfals
burg nnd am andern Fuß Saverna, wo
man vortrefflicheForellen, ganz den uns
rigen gleich, in Menge erhält. Von Metz
nach Straßburg, der Grenzstadt Frank
reiche? amRhein, wird viel tausch gesproch
en. In Strafiburg ist der Münster Thurm
nnd die damit verbundene Kirche sehr se.
henswerth. Der Thurm soll der höchste
in der Welt seyn und ist ganz von Steinen
erbaut. Auch ist das Zeughaus, wo man
für 300,000 Mann Gewehre hat, merk
würdig.
Bey
Straßburg gienqen wir ans einer
Bcoten-Briicke über den Rhein nach Kehl,
imGroßherzogtlmm Baden, und besuchten
Baden- Baden, Rastadt und Karlsruhe,
die Residenzstadt. Baden-Baden ist ein
eiße Schwefel Quellen die Lag? in den
Gebirgen ist sehr schön, ziemlich unserm
Rosenthal ähnlich, mir etwas weitläufiger
und mit den herrlichsten Anlagen ge
schmückt. Unter dem sogenannten alten
Schloß findet man Richte-saal nnd Me
fängniße der alten berühmten Vehme Rit
ter. Ganz auf dem Berge ist eine alte
zerfallene Burg von den Zeiten des grau
en Alterthums übrig geblieben, die'man
mit Bewunderung betrachten muß. Carls
ruhe ist eine neue nnd deswegen schöne
Stadt, vielleicht eine der schönsten in En
ropa, und ist mit schönen Anlagen umge
ben. Baden ist überhaupt ein sehr schönes
und herrliches Land, im höchsten Stande
der Lnltur,
11.
Ton Karlsruhe gieng ich über Wilfer
dingen, Pforzheim, Illingen, Vaihingen,
und Schieberding nach Stuttgart, wo ich
beynahe eine ganze Woche verweilte und
die ganze umliegende Gegend in Augen«
schein nahm. Roseustein, Eanstadt, Lud
wigsburg, das Bären Schlößle nnd den
vamit verbundenen Park, wo ich zuerst
Wildschweine sah, die Solitude, die könig«
lichenStliterenen bey Weil, woman Ära«
bische und Englische Pserde zieht, die Land
wirtschaftlichen Institute beyHohenheim,
wo ich die Schweizer Kühe besonders schön
fand. Witrft'mberß hat 1,700,0 0 Ein
wohner, Stuttgart 23,000. Es ist ein
schönes sehr fruchtbares Land und wird
mit äußerstemFleiß gebaut-ist aber viel zn
klein für die Anzahl der Einwohner und
deswegen nähren sich manche auch sehr
kümmerlich. Das Land ist sehr gebrochen,
ist nnscrm Waschington Cauntyähnlich,.u.
selbst die 5)Ugel nnd Berge sind fruchtbar.
Dort findet man die schöiistenWeingärten,
die aber mit vie'er Mühe gebaut werden.
Einige Sorten von Rheinwein ausgenom
men/sind aber fast alle Tcntschen Weine,
für den Amerikanischen Geschmack viel zu
säuerlich.
berühmter Platz für Bäder und hat sehr geschehen. Auch hatte ich die Ehre an
verschiedenen Tagen der Kaiserin, der
Kaiserin Mutter, terErzhei zogin Sophia,
scheint die Mühe des Land-
arbeiters reichlich 311 lohnen. Ich glaube
mehr Reinlichkeit da gefunden zu haben
als in andernThei'en von Teutschland. Die
Wohnungen der Landleute schienen sehr
niedlich und ihre Bewohner zufrieden.
Das Großherzogthum ist nicht breit, hat
aber eine große Länge am Rhein Ufer. Es
Hat 2,232,000 Einwohner, davon sind et
wa *0,000 in derResidenzstadt Carlsruhe.
Am Vater Rhein fand ich mich getäuscht
Bey Kehl ist er nicht viel breiter als die
Schuylkill bey Readiug,W^st?^ äwni
schneller und tiefet.
Von Stuttgart gieng es über Eßlingen,
Plochingen, Göppingen, Geißliugeu, Luitz«
ha 11
seil nach Ulm nnd dann in das Bayer»
Land nach der ehemaligen freienReichsstadt
Augsburg, wo manches Sehenswürdige
mich einige Tage aufhielt. Eine kleine
Tagsreise von Augsburg liegt München,
die Hauptstadt Bayerns, mit einer Bevöl
kerung von 97,700 Seelen. Augsburg
hat 30,000 und Bayern überhaupt 4,300,»
000 Der Thcil des Landes den ich durch
reiste, gleicht weder an Gute noch an Bau
art dem Wurtembürgischen oder dem Ba*
dischen. München liegt in einer großen
Ebene, wo der Fleiß für den Menschen
mehr gethan als die Natur. Der Konig
hat und thut noch immer sehr viel zur
Verschönerung der Residenzstadt. Die
Sammlung vonGemälden nndBildhauer
Arbeiten, sowohl aus der altern als neu«
ern Zeit, sind sehr stark. Die königliche
Schatzkammer, in die man uns einführte,
ist sehr reich an Edelsteinen sowohl als
Gold und Silberzeug, und hat Manches
das sehr schön und bewundernswürdig ist.
Bayern hat wenig Weine, aber deßenBier
ist überall berühmt. Es ist wirklich das
schmackhafteste daß ich in Europa gekostet,
scheint mir aber das von 5errn Laiier se n
Brauer in Reading,) nicht übertreffen.
Von München Hatten wir zwei Tagrei
sen nach Salzburg, das schon Oestreich
angehört. Die letzte Hälfte des Weas ist
sehr schön, indem man die Tyroler Alpen
ineistentheils im Gesichte hat und
ma:cl5
Thalcr und Anhöhen bereist. Salzburg
lell'st ist mit hoheiiGebirgen umgeben, die
prachtvolle Aussichten liefern und hat viele
sehenswürdige Alterthumer. Von Salz«
bürg hatten wir noch zweyTagereise,, nach
Linz, auf der Donau. Auch in diesem
Strom fand ich mich getäuscht. Er ist
ange nicht so breit als ich erwartet hatte
ihn zu finden. Selbst bey Wien, oder
vielmehr bey Nußdorf, einige Stunden
oberhalb Wien, wo der ganze Strom ver,
blinden, nnd nicht fo wie bey Wien durch
Inseln in viele Arme getheilt wird, bat
er lange nicht die halste der Breite ix es
Delawares bey Philatelvhia. Salzburg
hat 14,000 Einwohner tiinz 21,000. Von
Linz Hatten wir abermals zwey starke
Tagsreisen überMölk, das an der Donau
sehr schön liegt, nach Wien, wo wir am
Ende des July Monats anlangten. Ich
werde Ihnen von dieser Stadt in der Zu-
fünft eine kurze Schilderung geben.
Der Minister der Auswärtigen Ange«
legenheiten, Fürst Metternich, kam erst
einige Tage nach meiner Ankunft zu, uck..
Er Hatte einige Monate in den Bädern,,
wie mir bekannt war, zugebracht, weßwe
gen es mit meiner eigenen Reise keineEilc
Hatte. Er empfieng mich sehr frenndschaft
lich da aber der Kaiser gerade am Punk
te stand zur Krönung nach Mayland abr
zureisen, so mußte die Vorstellung und die
Uebcrreichnng meines Beglanbignngs
schreibens bis nach seiner Zurncrkunft ans
geschoben werden. Am "Anfang dieses
Monats ist dieses auf eine fönnlicheWeise
Gemahlin des mnthmaßlichen THronfol
gers, sowohl als ihrem Gemahl, deinErz»
herzog Franz, dem Bruder des Kaisers,
dem Erzherzog Karl, dem Erzherzog Lud
wig, 11 s. w., Brüder seines verstorbenen
Vaters, vorgestellt zu werden Alle em
pfiengen mich sehr freundschaftlich und mit
vieler Achtung, und ich habe so weit mit
meiner Aufnahme alle Ursache
wohl
zu-
frieden zu seyn.
Das Resultat der Wahl in Pennsylva«
nien habe ich erst vor einigen Tagen
rrJ
fahren Ich habe mich hoch darüber ge#i
freut und danke Gott daß er der demofra.f
tischen Parthey einen glorreichen Sieg?
verliehen. Nun ist hoffentlich die gute
Sache des Volks auf einige Jahre wieder
sicher. Doch muß man unaufhörlich auf
der Hut seyn, wenn die Freiheit sicher blei
ben soll, indem man nicht nur offenbares
sondern auch verborgene Feinde findet.—
Besonders freute mich der Ausgang der
Wahl in dem guten alten Berks, das sei
nen demokratischen Grundsätze» immer
treu bleibt, und besonders zur Zeit der
Roth nie wankend gefunden wird. GnV
ßen Sie von mir recht freundschaftlich alle
alte Freunde und Nachbarn,
die sich
mei-

Z. 90t. Mmeler, Avar, 200 #5,000
William LhrlStma» u. Co. Canton 360
löccrg Dewalt 210
Kamcs Duncan, Ma Men, vs
Gilbertyorp Earl, Maßillon 10
leroi» ^ogle, Canton 120
Adam Koglc, Osnaburg 10
William Kegle, Canton 830
James Gass, Zr. rerst. Canton 16
Thomas Hartford, Pittsburg 240
John Harris, Canton 460
ZamcS Hezlett, Canton 160
LLilliam Henry, Z'rooctfield 200
j^tnjamin Zones, Wooster 10
$3. R. Kimball, Danton 68
93. R. Kimball u Co. Canton *7
Whccler Lewis, rerst. lrumbnUCo. 85
Martin Lohr, Canton 10
Robert Latimer, Fenaburg 10
Jacob Myers, Canton 20
John Myers, Canton 60
M. Reynolds U. 160
jchtt Schlußer 10
Aohn Shorb 523
)ohn Saxton 70
Zacob Sala 4
A. Serdvell 50
Arvine Wales, Kendall 90
9,000
5,250
2,450
250
3,000
25
23,750
400
6,000
12,90
3,750
Norman C. Baldwin, et al $35 00
William Thompson, et al 13 00
Zehn C. Singlcterry, Zehn Single
terry und William King vSO OD
John Patton, Daniel Dewalt, wit
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Lee. Ebenezer Johnson
Matthews. Kimball und Haddock,
Gocdrich und StcbbittS S,OCO 00
Mbert Dawson und Co. AyreS^
'^aeceptirt. Gelfon und Evans -i?ß 00
OWelch, ©a»f#n,
142,312 56
ewis Fogle, Caßirer.
John Myers, Mayor.
16 James Hazlett,
17 Wnt. Chrisman,
18 John Schorb
19 Lewis ffogcl,
20 V Kimball,
21-John Hart#,
22 John Saxton,
23 Zohn Myers,
24 23 Brainaird,
Feb. 20, do 9,421 00
Ztlly 15, do 3,312 00
Feb. 13, do 6,700 00
Nov. 27, 1838, 16,258 67
July 29, 1835, 4,500 00
M. 17, '37,
Feb. 16, '38,
M. 10, '37,
May 7, do.
5,000
250
l,45.j
1,175
6C0
250
250
500
1,500
3,75
250
13,075
1,000
100
ßOj
2,250
5. Chatfield.D. Clark, U. S. Bristol,
acccptirt bey I. und Z. Graham 2,160 00
Btrdfty Booth, Stow und Wetmore,
und William Wetinore, 2,773 76
Sherman Beck, Ogden '^pctmore, Hen»
ry Wetmore, C. W. Wetinore,
4,900 00
1,000 00
2,750 00
352 CO
132 00
240 10
50 00
125 00
2,000 00
125
1,718
60
147
197
2,722
1,200
312
3,166
9
4,310
4,810
6,006
6,000
4,310
6,060
6,000
6,000
Columbiana 53a«t
Maßißon do
Belmont do
Stark Co. Srphans 3nstitut
Commercial Bant von Buffalo
$3 CO
2 36
4 00
1 25
e a e a n 6 e n u n e i s e Z e i
510,272
1,682
16,728
67,110
8,820
11, 80
3,30b
700
Der Farmers ic. von St.ubenviile $3 00
Commercial Bant vcnCincinnati 51 (o
Bant von Michigan 281 5'J
Merchants u !^ant von Pittsburg 2,617 21
Eychange do ron Cincinnati «32 00
Bant ron Wooster 4,611 52
Urtaua Bant 729 00
Brief von Europa,
Wien, den 30sttn Noveinter, 1838.

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