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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, June 05, 1840, Image 2

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e# «-r ewst -in-Zkit inRem, ml 1^-rrschftchtigc, ä»
tergierige u. geldhimgrige jener Patrizier altenRepnblik
das Bot! durch Bewirtdung u. Schauspiele zu bestechen
wußten, dadurch die 2tufmcrffam?eit des Belkes von den
öffentlichen Angelegenheiten ablenkten und so ihre un
ehrlichen, gefährlichen Pläne ungestört und ungehindert
in Ausführung brachten. Durch diese Mittel gelang es
den damaligen Aristokraten, ihre Macht mehr und mehr
zu erweitern und um sich in dieser Macht zu befestigen,
dedienten sie sich derselben Mittel, so oft Zeit und Um
stände es räthlich machten. Sie ließen das Volk Hun
ger und Roth fühlen, und wenn der Druck den höchsten
Grad erreicht hatte, öffneten sie mit geheuchelter Miene
des Mitleids die Hand der Freigebigkeit und gaben dem
erniedrigten Volke "Spiele und Brod." "Spiele und
Brod" war Jahrhunderte lang der Nothruf des römi
schen Volkes an seine Unterdrücker, und so lange diesel
den "Spiele und Brod" gaben und geben konnten,
dürften sie des Besitzes ihrer Gewalt gewiß seyn, dnrf
ten sie sich weitere Umgriffe erlauben und das bethörte
Volk ging in der Bewunderung seiner Unterdrücker so
gar so weit, daß es dieselben alsWohlthaterderMensch,
heit, und nach der damaligen Ausdrucksweise, alsHalb
götter erklärte. Aber diese schlauen Halbgötter zogen die
erwürgende Schnur immer fester an, die Republik fiel,
auf deren Trümmern erhob sich ein mächtiges Kaiser
reich, und Tyrannei und Despotie lasteten mit schwerer
Hand Centennien hindurch auf dem römischen Volke.
Betrachten wir die Handlungsweise unserer heutigen
Aristokraten, ihre Anstrengungen, ihr Verfolgungssvs
fem auf der einen und ihre anscheinende Großmnth auf
der andern Seite, so springt die Ähnlichkeit der alten
'Aristokraten Roms und unserer heutigen Whigs unver
kennbar in die A»gen. ''Spiele und Brod" scheint auch
ziehen.
An Paraden, Schauspielen und Schaugepränge lie
ßen es die Whigs nicht fehlen. Sie eröffneten ihren po
litischen Feldzug für Harrison mit öffentlichen Schau
spielen, haben ihre Manövers seitdem in demselben To
ne fortgesetzt und scheinen auch damit ihr Glück bis zur
nächsten Wahl versuchen zu wollen. Kaum läßt sich ein
Whigblatt aufnehmen, in dem nicht von dem Errichte»
von Log Cabins, von dem Herumziehen von Canoes
auf trockenem Lnnde, von Aart- Ceider Parteien und
ähnlichen dummen, lächerlichen Zeuge Erwähnung ge,
s i e U n w o z u i e s e K o ö i e n a i s o n -K o
ö i e n w i e w i s i e i e Z u k u n n e n n e n w o e n
Zu welchem andern Zwecke, als das Volk, das sie unfä
hig zur Selbstregierung halten, zu täuschen, deßen Auf
merksamkeit von dem cigenMchcn Jntereße des Landes
abzulenken und deßen Deitu-n zu verhindern, wie sie
durch Aufstellung einer Denlcominittee selbst mit ihrem
-eigenen Candidate» für die Präsiventenstelle verfuh
e n
Noch auffallender und schmachvoller ist das Verfahren
der Whigs zur Hervorrufung harter Zeiten, zur Unter
drückung der arbeitenden Klaßen, zur Erzeugung von
Roth und Elend. Es ist ein alter Grundsatz der Aristo
kraten, "durch Hunger und Noth wird das Volk zahm
und verkauft seine Freiheit um ein Linsenmns." Als
die Whigs unter allerlei Namen und Masken alles ver
sucht Hatten, zur Gewalt zu gelangen, entschloßen sie
sich, zur Ausführung jenes Grundsatzes zu schreiten.
Man vergeße nie was Nikolaus Biddle vor zweiJahren
öffentlich erklärte "Du 3* it de U e e e
u n e e k e e i s n u n v o e n i
u V e n u n n e s o n e n u
Leiden muß das Volk zur Errichtung ei
n e N a i o n a a n k e z w u n e n w e e u
Und in der That, wie ein elektrischer Funke wirkten die
se Worte durch die Whigparthei. Keine Minute wurde
versäumt, die Empfehlungen jenes mächtigen Whig
Häuptlings, Nikolaus Biddle, zur Wahrheit zu machen,
.und seit jener Zeit fühlen wir Erschlaffung und Stock
ung in dem Geschaftsieben die Leiden, die Nikolaus
Biddle über das Volk zu verhängen suchte, sind zum
Theil in Erfüllung gegangen, und die Whigs erwarten
nun die ElNdte. Sie glauben das Volk ermüdet, und
wünschen den Nolbruf: "Brod, Brod" zn vernehmen,
um mit mächtig gnädiger Hand die Hungernden zu füt
•tern und als Zugthiere an ihren Wagen zu spannen.
Spiele,—Hart-Cider und Log-Cabin Aufzüge—sind
dem Volke gewährt, und Fütterung oder Brod ist dem
selben von den Whigs angeboten, wenn es sich unter
deren Willen beugen will! Wie diese Parthei im Gro
ßen handelt, so handelt sie auch in beschränkteren Zir
fein» Es ist unter den Anhängern derWhigparthei her
kömmlich, nur denen Beschäftigung zu geben, die sich
verpflichten zur Whigpartlei zu halten. Wohl finden
sich Ausnahmsfälle, aber sie sind selten. Viele Geschäfts
Herren, die sich zur Whigfarbe bekennen, gehen sogar so
weit, ihren Arbeitern zu verbieten, demokratische Jour
nale zu lesen. Brod soll ihnen gegönnt seyn, nur nicht
.Denkfreiheit, nur nicht das, frei zu prüfe» und frei für
sich zu wählen. Warum? Sie scheuen das Licht, sie
scheuen die WaHrHeit-und ihre Sache kann weder
noch Wahrheit vertragen.
So ist die Whigpolitik beschaffe«, und vergleichen wir
die Whigs, die Aristokraten unserer Zeit mit den stolzen
Patriziern, den Aristokraten des alten Roms, so finden
wir gerade genug Ähnlichkeit, um hieraus warnende
Lehren zn ziehen, und uns u. un/ern Nachkommen den
Nothrnf "Spiele und Brod" und den endlichen Ver
toß Mfiem Freiheit zu sparen. (Vvlköblatt.
Schändlicher Betrug.
Eine der niederträchtigsten Handlungen haben sich
kürzlich acht im Solde der Bank stehende Congreßgtte
der schuldig gewacht. Sie ließen nämlich eine Schrift
drucken, und verbreiteten 100,000 Abdrücke davon in
Vir.jltiien, kurz vor der eben daselbst stattgefundenen
Wahl. Um aber den in dieser Schrift enthaltenen Uu
Wahrheiten um so mehr Glauben zu verschaffen, ließen
sie es in der nämlichen Form drucken, wie gewöhnlich
die Document? des Congreßes gedruckt werden, und un
terschrieben sich als eine "ErecutiveCommittee"—iu der
Art, als wenn sie vom Congreß angestellt wären. In
dieser Schrift machten sie nun angeblich einen Vergleich
zwischen den Regierungs Ausgabe« unter Adams, Jack
son und Van Büren. Um nun die Ausgaben unterJack
son und Van Buren möglichst hoch anzuschwellen, rech
r.cii sie alle außerordentlichen Ausgaben mit, die wäh
xenb ihrer Verwaltung nothwendig wurden. So z. B.
-»ch«« sie alle Ausgaben mit, welche durch die beiden
Kriege mit den dnt'is und Seminolen erwachsen sind
jtt r«ch«5 »Se Geld« wit, welche Uegiergvg für
das Losungswort der Freunde Harrisons Spiele, uin'^^en und bisher der Administration entgegen Handel
zu täuscheii, Brod, um ihre Mitbürger, die sie durch jteit/ s,„d entschieden zu Gunsten der Wieder-ErwäHlnng
Druck und Roth zu ermüden suchen, auf ihre Seite zu
VOn
Licht,
Die
die Fortschaffung der Indianer nach dem Westen und
für den Ankauf ihrer Ländereien zn bezahlen vom Con
greß ermächtigt wurde, welches eine Summe von über
50 Millionen seit den letzten 8 Jahren macbt sie rech
nen ferner die Kosten des Post-Departements mit, die
sich jährlich auf 5 Millionen Thaler belaufen, durch die
Einnahme des Departements aber völlig gedeckt wer
den, welche einem später erlaßenen Gesetze znfolZe, jetzt
durch die Schatzkammer gehen, was zu Adams Zeiten
nicht der Fall war, indem die Post damals für sich be
stand und endlich rechnen sie sogar die vielen Millio
nen Entschädigungsgelder dazu, welche wir durch die
Bemühung,Jackson's, von Dänemark, Spanien, Frank
reich undSardinien erhalten haben, und sodann unfern
Kaufleuten aus der Schatzkammer ausbezahlt wurden,
und geben dieser Sache das Ansehen, als ob dieseSum
men Kostenausgaben der Regierung gewesen wären!
Auf diese betrügerische Weise brachten sie die Regie
rungsausgaben auf eine ungeheureSumme, und haben
damit wahrscheinlich manchen Stimmenden bei der letz
ten Wahl in Virginicn irre geführt—und dennoch konn
ten sie ihren Zweck nicht gan erreichen. (St. d. Volks.
Harter Ceider."
Der Herausgeber des Richmond Enquirer" bietet
e i n e W e e v o n n u n z w a n z i a u s e n
Thaler an, daß der Staat Virginicn seine Erwähler
stimme für a'r ttit Van Buren geben wird.
Bei der am 5teit May in der Stadt Sherburne, im
Staat Nen-Aork gehaltenen CHarter-WaHl, wurde das
ganze demokratische Ticket mit 81 Mehrheit erwählt.—
Letztes Spätjahr war die Federal Mehrheit daselbst
120! Zeigt einen Wechsel von 201 Stimmen.
Alle Mitglieder des Congreßes vom Staat Georgien,
die als sogenannte Freunde der "Staatsrechte" erwählt
Martin Van Buren heraus gekommen. Ur
sacke—General Harrison's Abolitions-Grundsätze. Der
Staat Georgien gicng bei der letzten Präsidentenwahl
gegen Van Buren. Jetzt ist nur eine Parthei dort—
die Van Buren Parthei.
Auch in Süd-Carolina, welcher Staat vor 4 Jahren
gegen Van Buren stimmte, wurde neulich eine zahlreiche
'Staats-Convention gehalten, wobei die ausgezeichnet
sten Männer beider früheren Partheien zugegen waren.
Ein Erwähler-Zettel wurde gebildet und eine Addreße
u n e s u z u u n s e n v o n a i n V a n u
ren angenommen. In diesem Staat besteht die Har
rison Parthei aus kaum einem Bäcker Dutzend. Geor
gien und Süd-Carolina zusammen haben 20 Erwähler
Stimmen—ein reiner Gewinn von v i e z i für Van
Buren. So geht die gute Sache voran. (Alt Berks.
o e s
Wie wir vernehmen wird die hiesige Dampfboot-Ver
bindnng alle Militärpersonen, die zur Whig Celebra
tion nach Fort Meigs gehen wollen, unentgeldlich mit
nehmen. Diese Federal- Humbug- Celebration soll am
Ilten Juny stattfinden. Anch die Canadier machen Vor
bereitnngen zur Feier dieses Festes. Sind die Födera
listen dieser Seite mit den Tories der andern über die
sen Gegenstand in Verbindnug getreten, oder sind sie
der Meinung, daßelbe mitsammen zu feiern, wie dies
die brittischen Whigs und die brittischen Schiffein Nen
2)orf gethan haben Wie sich doch die Föderalisten seit
1813,14 und 15 geändert haben damals wollten sie
einen wirklichen Sieg nicht einmal zu Hanse feiern
nun wollen sie 300 Meilen weit gehen, um über einUn
glück zu frohlocken, das die amerikanischen Waffen traf.
Welche amerikanische Siege dieWhias feiern, mag man
ans Hall's Geschichte der Ver. Staaten ersehen, wovon
wir anfolgend einen Auszug geben
"Die Schlacht und Niedermetzelnng zu Frenschtaun
kleidete Kentucky und Ohio in Trauer. Andere Frei
willige, erbittert über die Verrätherei und Grausamkeit
ihrer Feinde, eilten zur Unterstützung Harrison's her
bei. Er marschirte nach den Fußschwellen desManmee,
woselbst er ein Fort errichtete, welches er zu Ehren des
Gauvernörs von Ohio Fort Meigs nannte. Am ersten
May wurde dieses Fort vvn einer großen Anzahl Jndi
aner ititd einer Partie britischer Truppen von Malden
unter General Proktor umzingelt.
Fünf Tage später machteGeneral Clay an der Spit
ze von 1200 Kentnckiern einen Versuch, die Belagerung
aufzuheben. Er theilte seine Leute in mehrere Haufen,
machte einen heftigen Angriff auf dieselben und trieb
den Feind aus seiner Stellung. Seine Leute, glaubend
der Sieg sey vollständig, und den Befehl ihres Com
Mandanten unbeachtet laßend, zestreuten sich in den
Waldungen. Der Feind hielt in seiner Flucht ein, und
erfocht einen leichten Sieg. Von den Ame
rikanern retteten sich 3 oder 400 in dasFort, etwa 300
wurden getödtet u. gefangen genommen, der Ueberrest
floh nach den nächsten Niederlaßungen. Der Feind er
litt bedeutenden Verlust.
"Das Fort wurde mit Muth und Geschicklichkeit ver
teidigt. Die Indianer ungewohnt zu Belagerungen,
wurden müde und unzufrieden. Am 8ten May verlie
ßen sie ihre Alliirten ungeachtet der Bitten ihresHäupt
linas Tecumseb. Da derFeind seineBemühungen ohne
Erfolg sah, machte er am 9ten May einen schnellen
Rückzug. General Harrison übergab das Commando
dem General Clay, und ging nach Ohio um Verstär
kuugen zu holen. Allein in diesem Theile des Landes
wurden keine aktivenOperationen mehr vorgenommen,
bis ein Geschwader auf der Eriesee erbaut war."
Wie oben bemerkt, ist dies einAuszug aus Hall's Ge
schichte der Ver. Staaten, und aus diesem mögen
sere Leser ersehen, welche Siege unsere brittische Whigs
feiern. Diese Partei hat während des letzten Krieges
immer über das Unglück der amerikanischen Waffen ge
frohlockt und war dem Feinde anfalle mögliche Weise
behülflich. Heute thitt sie daßelbe, indem sie gemein
schaftlich mit den Britten eine Niederlage der Amerika
ner feiert. Werden Teutsche hier sein, die sich einer sol
chen schimpflichen Bewegung anschließen?
Dienstzeit
*4
NN-
der folgenden Senatoren läuft mlt dem
Congreß der Vereinigren Staaten.
i e n s a e n Igten May. Als Herr Johann
Quincv Adams gestern Abend durch die Halle gieng,
verwickelte er sich in den Fußteppich, und stürzte, wo«
durch er das Schlüßelbein verrenkte. Man brachte ihn
zu Hause, wo sogleich ärztliche Hülfe angewandt wurde,
und obgleich man allgemein glaubte, daß Hr. Adams
während dieser Sitzung nicht mehr erscheinen würde, so
war er doch heute Morgen wieder in seinem Sitz, allein
seinen rechten Arm kann er für jetzt nicht gebrauchen.
Das Haus bildete sich in eine Committee des Ganzen
über den Zustand der Union, in Betreff des ftüher von
der Committee über auswärtige Angelegenheiten einbe
richteten Bills, betittelt Ein Bill, um eine zwischen den
Vereinigten Staaten und der Republik Mexiko abge,
schloßene Convention in Kraft zn setzen." Daßelbe
wurde erwogen, und paßirte eine dritte Verlesung. Herr
A e o n machte hierauf einen Versuch das Unter
schatzkammer- Bill aufzubringen, indeßeu mißlang der
s e e e S e e e n s i e a n e s i
über die Sicherstelle der Wahlen gegen den Einfluß
der erecutiveu Gewalt den Vorzug Habe, worauf daßel
be aufgenommen, und Hr. Gentry, von Tenneßee, sich
in einer witzigen Rede über den Gegenstand Hören ließ.
Im S e n a berieth man sich über allerlei Sachen. Die
uu .Hause diesen Morgen vaßirten Bills wurden gele
sen, und den geeigneten Committee« übergeben.
i w o e n 2 0 s e n a y E i n i v o n e
Senat, welches Ansiedlern auf öffentlichen Ländereien
Vorkaufsrechte zugesteht, wurde durch Hrn. a y,
von der Committee der öffentlichen Ländereien, einbe
richtet, mit der Weisung daßelbe nicht zu paßiren. Eine
Debatte erfolgte, indeßen wurde nichts entschieden. Das
Bill zur Sicherstellung der Wahlen gegen den Einfluß
der erecutiveu Gewalt wurde nun aufgenommen, und
die Frage war: Soll das Bill verworfen werden? Nach
einiger Berathnng wurde das Bill mit 108 gegen 53
Stimmen verworfen. Sodann kam das Unterschatz
lammer-Bill zur Sprache. Daßelbe wurde verlesen, it.
Hr. Cnschmg stand im Begriff eine Rede deshalb zuhal
ten, verschob dies aber wegen Späte der Zeit anfmor
gen. Im Senat redete Hr. Norval, von Michigan, ge
gen das Project des Hrn. Clayton für ein Bankerott
Bill.
o n n e s a e n 2 1 s e n a y a s V o k a u s
recht-Bill wurde tu Erwägung genommen, und sodann
das Unterschatzkammer-Bill, worüber Hr. Cuschiug eine
lange Rede hielt. Im Senat wurden Memorials ein
gehändigt, und Bills einberichtet.
e'i a g, den 22sten Mai.—Herr Atherton trug
auf eine Suspension der Regeln an, damit das Hans
heute um 12lThrdas Unterschatzkammer-Bill aufnehme,
und so jeden Tag um dieselbe Stunde, bis darüber ver
fügt worden sei, allein sein Gesuch wurde nicht gestattet,
indem 88 dafür, und 96 dagegen stimmten. Man berieth
sich sodann über das Vorkaussrecht-Bill, und der Nach
mittag wurde der Erwägung von Privatbills gewidmet.
-Mm die Unterschatzkammer Bill werde im
Congreß dennoch durchgehen, so sehr die Auti-Admini
strations-Parthei sie haßt. Die U. St. Gazette meint,
dtcß werde der letzte Triumph sein, deßen sich Herr Van
Buren erfreuen werde wir indeßen hegen eine beßere
Hoffnung, und glauben durchaus nicht, daß dieses Blatt
einen richtigen prophetischen Geist und Blick besitze.
E i n Z e i e n i n A e k s Ein Brief
dattrt Reading, Mai 22, enthält die Nachricht, daß bei
der jährlichen Miliz-Mnstcrung gehalten einige Tage
zuvor, in Elsaß Taunschip, die Glieder von Ccipt. I. G.
Webe r's Companie für Präsident stimmten, da sich
folgendes Resultat erwies
Für Martin Van Buren 153
W. H. Harrison 7
So steht es in Alt' Berks Hört ihr es Buben
In den Caunties, Cumberland und Perry, wurde am
17ten Mai eine Wahl für einen Brigade- General ge
halten und von den Federatisten eine Partheifrage da
raus gemacht. Obgleich die Demokraten sich selbst un
ter einander getrennt und zwei Candidate» im Felde
hatten, so gelang es ihnen dennoch, einen derselben mit
einer großen Mehrheit zu erwählen. Folgendes ist der
Stimmenstand:—
W. H.
Stadt Philadelphia.
794
314
Woodburn, (Federalist)
Demokratische Mehrheit 480
Wäre es allgemein bekannt gewesen, daß die Fede
ralisten eine Partheifra^e daraus machten, so würde die
Demokratische Mehrheit 1000 Stimmen uberstiegen
haben. Setzt Mutter Cumberland und ihre Tochter
Perry zu 1800 Mehrheit für Van Buren und Johnson
nieder! (Harrisb. Staatsz.
Unsere Leser haben schon von der großen demokrati
schen Versammlung gehört, welche in hiesiger Stadt am
25sten May im Independence Square stattfand und sich
ungefähr um 4 Nachmittags organisirte, nachdem sich
außer den unterzeichneten 6 bis 7000 Mitgliedern noch
mehre tausend eingefunden hatten.—Nachdem Heer W.
Blackburn die einleitenden Geschäfte besorgt Hatte,
wurde Herr M. Dallas zum Vorsitzer berufen, welchem
65 andere Herren als Vicepräsidenten und 15 als Se
cretäre beigegeben wurden.
Der hochachtbare Präsident sprach, wie es von ihm
zu erwarten war, mit der ihm eigenen gewaltigen und
eingreifenden Beredsamkeit, worauf die in solchen Fäl
len gewöhnlichen Resolutionen gefaßt wurden.
General Garrison genehmigte als Gouvernir des
nordwestlichen Territoriums ein Gesetz, nach welchem
das Stimmrecht blos anfLand-Eigenthümer beschränkt
wurde. John Tyler stimmte gegen die Ausdehnung des
Stimmrechts aufs ganze Volk. Mau sieht daher, daß
die beiden Whig-Cattdidaten wenigstens eine Meinung
in gemein haben. (Weltbürger.
Gen. Atkinson ist cm 25stett AM Mt seinen Trup
pen zu
Präne-Chien
angekommen, und wird augeublick
lich mit dem Wegzug der Winnebago-Jndianer beginen.
Das in der letzten Gesetzgebung von Ohio^am 23fter
März 1840 erlaßene Gesetz, die Verbreitung von gesetz
widrigem Bankpapier zu verhüten, ist am Isten Juni
1840 in Wirksamkeit getreten. Wir haben zwar jchofl
früher dieses Gesetz ganzer Länge mitgetheilt, die
Wichtigkeit deßelben aber und die Diffiknltäten, wel
che mit deßern Vollzuge verbunden sein werden, machen
es räthlich, nochmals auf daßelbe hinzuweisen. Wir
haben, um die Bestimmungen allgemeiner verständlich
z u a e n a e e o s n a s e i n e w e s e n i e n
Inhalte mitgetheilt. Wir empfehlen unseren Lesern,
vorzüglich anf die beiden Abschnitte 3 ititd 4 ihr beson
deres Augenmerk zu richten. Die wesentlichen Bestim
mungen des fraglichen Gesetzes sind
Abschnitt 1. Korporirte Bänke sollen keine Noten
unter $5 ausgeben oder als Zahlungsmittel verwenden,
sondern dieselben einlösen. Das von korporirten Bän
ken ausgegebene Papiergeld soll an keinem andern Orte
als im Bankhause, wo es ausgegeben wurde, und in kei
nem andern Gelbe, als Gold und Silber zahlbar ge
macht werden, das Ausstellen von Postnoten (die erst
nach einiger Zeit zahlbar sind) ist verboten. Wäre aber
doch gegen diese Bestimmungen gehandelt worden, so
sind die "Bänke gleichwohl verbunden, ihre Noten, seien
dieselben nun Postnoten, oder in Bankpapier oder an
einem entfernten Platze zahlbar gemacht, unverzüglich
in Metallgeld einzulösen.
Abschnitt 2. Korporirte Bänke, die sich gegen den
ersten Abschnitt verfehlen, haben ihren Freibrief ver
wirkt, und jeder Beamte einer Bank, der hierbei fehlig
ist, unterliegt einer Strafe von $100.
Abschnitt 3.—Den Geldwechslern (Brokers)
ist es bei einer Strafe von $100 verboten, nach e
e st e n
I
u it i 1840 irgend eine Art Papier unter $5,
das als Geld zirknliren soll, auszugeben, anzunehmen,
oder einzuwechseln eben so istes ihnen bei gleicherStrafe
untersagt, Papier das in etwas andern als Gold und
Silber oder an einem andern Platze, als im Bankhause,
wo es ausgefertigt wurde, zahlbar ist, auszugeben, an
zunehmen oder einzuwechseln.
Abschnitt 4 verbietet Jederman, bei einer
Strafe von $10, nach dem ersten Jun i 1840 ir
gend eine Art Papierscheine unter $5, die als Geld zir
k n i e n s o e n a u s z u e e n o e e i n z u n e e n w e n n
s i e n i v o n k o o i e n n k e n i e s e s
S a a e s a n s i e n e n u n i n e i n e e
k o o i e n n k e i e s e s S a a e s z a l
bar gemacht sind —überhaupt ist es Jedermann
bei gleicher Strafe von $10 untersagt, irgend eine Art
Papier, das als Geld zirknliren soll, anzunehmen oder
auszugeben, wenn solches Papiergeld an einem andern
Platze) als in dem Baitkhaitse, veil wo es ansgieng,
zahlbar gemacht ist, oder wenn es in etwas andern be
zahlt werden soll als in Metallgeld oder Noten korpo
rirter Bänke dieses Staates, oder wenn solches Papier
geld an einem spätem Termin zahlbar ist.
Abschnitt 5—schreibt vor, daß die Einnehmer von öf
fentlichen Geldern keine Noten unter $5, keine Postno
ten, keine Noten von Bänken, die keinen Charter vom
Staate haben, und überhaupt keine Noten annehmen
sollen, die in etwas anderem als Metallgeld, oder an
einem andern Platze, als in dem Bankhause, von wo sie
ausgiengen, zahlbar gemacht sind.
Abschnitt 6 bestimmt, daß die öffentlichen Zablbe
amten keine solche Noten (wie die vorbeschriebenen) an
die Arbeiter, Kontraktoren, und Gläubiger deS Staats
auszahlen sollen.
Abschnitt 7—setzt fest, daß die Beamten, welche sich
gegen die Abschnitte 5 und 6 verfehlen, einer Strafe
von $100 unterliegen und nach Umständen auch abge
setzt werden sollen.
Die übrigen Abschnitte beziehen sich auf die Abände
rung bereits früher in dieser 5insicht bestehenderGesetze.
(Volksblatt.
V a n u e n o n v e n i o n i n N e n I e s e y
—Dieser Körper versammelte sich am 20sten May in
Trenton, und ernannte einmitthig Martin Van Buren
als Präsident, und Richard M. Johnson als Vice-Prä
sident bei der bevorstehenden Wahl.
JT 0 5 a.
Mehr Mordthaten durch die Indianer—drey
Familien.
Mit dem Dampfboot Hyperion, Capitain Churchills
welches gestern Abend ankam, haben wir die traurige
Nachricht erhalten, daß, ohne die in der gestrigenZeituua
angezeigte Ermordung des Herrn McLane, seitdem noch
drey Familien von den Indianern ermordet worden
sind. Wir haben jedoch nur den Namen von ein^r Fa
Milte
erhalten. Es ist die des Herrn Lamb, ungefähr 8
Meilen von Blouutsville, und innerhalb weniger Mei
len eines militärischen Postens. Die Indianer machten I
am Freitag Abend einen Angriff auf seine Wohnung,
und schoßen ihn nieder in dem Versuch zu entfliehen.'
Mehrere andere Personen waren noch im Hause, wovon
zwey schwer verwundet wurden. Die Gebäude wurden
geplündert, und hierauf in Brand gesteckt. Die andern
Familien wohnten unweit davon, und auch von diesen
wurden mehrere Personen getödtet. Die Indianer wel» I
che dieseGränlthaten verübten, sollen ungefähr 50 oder
60 au der Zahl seyn, und sich in denHammocks zwischen
dem Alpalacfncofa Fluß und Tallahaßee versteckt Hal
ten, von wo ans sie eine günstige Gelegenheit zur Ver
übung ähnlicher Mordthaten abwarten. Dies sind be
reits vier Familien, welche seit dem 23sten April in je
ner Gegend ermordet worden sind, und es wäre hohe i
Zeit, daß Anstalten getroffen würden solche Schreckens
thaten in Zukunft zu verhüten. (H. Gaz.
o i a v o a i 1840 (erster oder letzter ist
nicht
bekannt).—Brigade
General Archistead hat das
Commando der südlichen Armee. Dem Obersten Twiggs
übergab er die Operationen in Ostflorida, Oberst-Llen
tenant Green commandirt die Truppen westlich vvn der
Snwanne. Bei Fort King sind beinahe 1000 reguläre
U. St. Truppen stationirt, die in Detachements open
riren sollen. (Alte und Welt.

(Aus dem Buffalo Weltbürger, vom soften May).
e a e a n s e u n u n e i s e Z e i
4teu März 1841 ab, nämlich von
Maine, John Ruggles, Conservative? Nen-Hamp
shire, 5enry Hnbbard,—Neu-Jersey, Garrett D. Wall,
—Virginien, Wm. H. Roane,—Nord Carolina, Bed
ford Brown, Süd Carolina, John C. Calhoun,—
Georgien, William Lumkins, —Alabama, William R.
Klnq'_Mißißlppi, RoberI. Walker,—Louisiana, Rob.
C. Nicholas,—Tenneßee, Aler. Anderson, Illinois,
I. M. Robinson,—Michigan, John Norvell, Arkan
sas, Wm. S. Fulton, Massachusetts, I,
Davis,—Rhode-Jsland, N. R. Knight, Delaware,
Th. Clayton,—Kentucky, I. ). Crittenden, Whigs.
V e n n s Z v a n k e n
(Hanover Gazette.
Für D. B. Armer, (Demokrat) 665
W. B. Anderson, (do.) 129
Folgende Herren wurden als Electors ernannt:—*•
Johann Depne, von Süßer Stephan Fairchild, von
Morris Johann Caßedy, von Bergen Moses Bige- $
low, von Eßer Staats Van Denrsen, von Middleser
Wilhelm 5). Sloan, von Hunterdon Joseph K. Hnlme,
von Burlington Jeremias Stull, von Cumberland.
o u a e i e o n i k e s o n v o n a s
saic Phineas B. Kennedy, von Warren Peter D.
Vroom, von Somerset Daniel Ryall, von Monmouth
Wilhelm R. Cooper, von Gloucester Joseph Kille, von
SÄem» w.
Druckercy der Axalachicola Gazette, den 10ten May.

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