OCR Interpretation


Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, December 25, 1840, Image 3

Image and text provided by Ohio History Connection, Columbus, OH

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn85025661/1840-12-25/ed-1/seq-3/

What is OCR?


Thumbnail for

2äMllionen
1837. Dabei wurden
lung
betragen, zwischen?-3Millionen weniger
als im vorigen Zahre und 9—10 treniger
als
gewiße
der Verbindlichkeiten einiger Banken das Schatz
kammerdepartement diezn in den Stand gesetzt war,
ohne andere Obliegenheiten bei Seite zu
Hoffnung v.rhanden,
de gebracht, so daß.
Grenzstreitcn, unsere
müß«n.
(Beschluß folgt.)
Congreß.
Am 9tcn siel, anßer derVorlesung der Bothschaft
deö Präsidenten, nichts von Bedeutung vor.
e S e n a e w u e e i n e s u e s a u s e s
vorgelegt, daß zwei Seelsorger von verschiedenen
Secten als Caplane des Congreßes anzustellen seien,
welchem der Senat beitrat. Die Herren Congreß
leute können deßhalb, wenn sie am Sonntage Lange
weile haben, bei ihren eignen Predigern zur Kirche
gehen und haben nicht nöthig mit dem gemeinenVol
ke ihren Gottesdienst zu verrichten. Auch wurde, da
mit die Senatoren sich anWerktagen zu Hause nicht
etwa langweilen möchten, beschloßen, daß jeder der
selben auf öffentliche Kosten mit drei täglich erschei
nenden Zeitungen versehen werde.
Im Hause wurden ähnliche Beschluß? gefaßt.
Hiernach schlug der unermüdliche Abolitionist I. Q.
Adams vor, ben 21. Paragraph der (Mchäfttford
nung aufzuheben, welcher lautet: "Keine Bittschrift
Memorial, Beschluß oder sonstiges Document, w
rin die Aufhebung der Sclaverei im Districts GL
lumbia, oder einem andern Staate oder Territorium
der Wer. Staaten, oder die Aufhebung des Scla
venhandels zwischen den Staaten oder Territorien,
in wtlchen dieselben eristiren, anempfohlen wird, soll
von diesem Hause weder in Empfang genommen oder
auf sonstige Weise unterstützt werden.'' Ein defini
tiver Beschluß ist zwar hierüber noch nicht gefaßt,
doch läßt sich fast mit Gewißheit vorauöjagen, wel
ches Schicksal dieser Vorschlag haben werde. Einst
weilen ist er auf den Tisch gelegt.—Bis zum 14ttn
wurden wenig intereßante Sachen verhandelt, da der
Congreß den Tod einiger seiner Mitglieder zu betrau
ern hatte und deßhalb vor Kummer keine Arbeitslust
bezeigte.
Am I4ten endlich wurden einige Gesetze vorge
schlagen, deren Schicksal viele unserer Leser intereßi
ren möchte. Senator Henry Clay vonKentucky schlug
vor, das Gesetz, wodurch die Schatzkammer in's Le
ben gerufen ist (die vielbesprochene Subtreasury
Bill) aufzuheben. Die Discußion über diesen Vor^
schlag wurde big zum 16. D. aufgeschoben.
Derselbe schlug gleichfalls die Annahme einesBe
schlußeS vor, nach welchem der Secretär der Schatz
kammer beauftragt werden soll, dem Senate einen
Bericht vorzulegen, in welchem nachgewiesen wird,
wie viel öffentliches Land seit dem 30sten Juni 1828
nft ist und zu welchen Preisen, und wie viel
in jedem Distrikte noch nicht verkauft ist. Auch
der diesen Vorschlag hat noch keineDlscußion statt
esunden.
Senator Benton brachte sodann ein Gesetz in
Borschlag wodurch alle Diejenigen, welche sich auf
oft itlicljem Lande niederlaßen, darauf wohnen, das
bebauen und ein Blockhaus darauf errichten,
tig ein Vorkaufsrecht auf daßelbe haben sollen,
iff den Vorschlag einleitenden Re^e sagte der
elbe
U.A.: die bisher über diesen Gegenstnnd er
aßenen Gesetze hätten stets nur eine rückwirkende
gehabt. Alle künftigen Ansiedler dieser Art
n nie den Schutz der Gesetze in Anspruch neh-
I können, es sey aber sowohl recht als billig, auch
künftigen Ansiedlern dieselben Rechte zu sichern
und ein für alle Zeiten gültiges System des Vor
kaufsrechts aufzustellen. Dieß, sagte Herr Benton,
ist jederzeit die Ansicht der Freunde eines Vorkaufs
gesetzes gewesen und sie haben die bisher erlaßenen
besetz? stets nur als Stege betrachtet, um zumZwecke
-gelangen oder als erste Keile, um tiefer in die
Marerie einzudringen. Dieses ist oft angedeutet und
ersucht aber der glückliche Augenblick, in welchem
jese Maßregel durchgesetzt werden kann, scheint erst
?tzt
gekommen zu sein. Alle Parteien sind jetzt der
inführung eines feststehenden Vorkaufs-Systems
günstig. Der Sommer von 1840 und die darin
stattgefundenen Vorbereitungen zu denWahlen, ha
den eine allgemeine Einigkeit über diesen Punkt her
vorgerufen und entwickelt. Der gegenwärtige Prä.
sident (Herr Van Buren) hat lange die Zweckmä
ßigkeit dieser Maßregel gebilligt und dieselbe in meh
ren Bothschaftcn anempfohlen. Bon dem erwählten
Präsidenten (Ten. Harrison) wird gleichfalls be
hauptet, daß er dieser Maßregel günstig sei und er
hat die Früchte dieser Behauptung in der Wahl ge
noßen. Die Demokraten sind als Verfechter desVor,
kaufsrechts bekannt und haben daßelbe in manchem
heißen Treffen zum Siege und zu einer großenPopu
laiitat erhoben. Die Föderalisten, die lange Zeit
demselben feindlich waren, haben endlich ihren Irr­
die von
Klaßen öffentliche-. Wer-
ke nicht hinangesrtzt, over wenn einige dieser auch mo
mentan suSpendirt
wurden, so ist ihr Fortgang
wieser eingetreten seitdem durch begonnene Rückzah-
doch
setzen.
daß die
Es ist
Lasten, welche der Krieg
in Florida derRegie^ung aufbürdet, bald aufhören wer
dttt die Entfernung derIndianer ist beinahe beendigt,
e Pensionen! ste vermindert sich immer mehr und dee
wichtigsten öffentlichen Gebäude sind
nunmehr
besonders
Ausgaben
zuStau-
bei dem Anshden der
immer geringer werden
thum eingesehen und sind nun die eifrigsten Anhän
ger einer Politik geworden, der sie entgegen strebten.
Der unbemittelte Mann und die Blockhütte sind
die ergreifenden Gegenstände ihrer Liebe und Bered
samkeit geworden.-Er sagte ferner die Freunde des
Vorkaufsrechts wären nicht zu entschuldigen, wenn
sie diese günstige Uebereinstimmung in den Parteien
nicht benutzten, um das Jntercße der wirklichenEin
wohner der Blockhütten, jener Grenzleute derStaa
ten und Territorien, zu befördern, deren Fleiß die
Wildniß entwildert, deren Muth die jungen Ansied'
lungen beschützt und deren Arbeit das Land der Na
tion im Preise erhöht. Diese Leute bedürfen des
Schutzes der Gesetze sie bauen Hütten, nicht in den
großen Städten, sondern in den Wäldern nicht bei
Musik und Gelagen, sondern einsam und allein und
unter Entbehrungen aller Art. Er baut auf Hoff
nung—auf die Hoffnung, daß die rohe Wohnung
die er errichtet, das einsame Fleckchen, welches er
ausgewählt hat, sein Eigenthum werden möge, daß
kein herzloser Spekulant sich finden möge, der ihm
beides raubt! Mit einem Worte: er hofft, daß ein
Vorkaufsgesetz durchgehen möge—und während in
unsern großen Städten die Zeugniße der föteralifti
schen Liebe für Blockhütten noch existiren und wäh
rend die Baumeister dieser städtischen Blockhütten
noch in diesem Hause gegenwärtig sind, so laßenSie
uns unsere Vorsorge auf den Bewohner der Hütte
im Walde erstrecken, laßen Sie uns den sehnlichsten
Wunsch seines Herzens befriedigen und ihn vor den
Spekulanten sicher stellen in demHause, das er selbst
erbaut, in dem Felde, das er der Wildniß entrissen
und auf dem Boden, den er bebaut hat. (A.u.n.W.
Dcr
beschw.ndelt worden se. Dieser aber konnte sich
S e n a
'Laterlandösreund
und
ggeCst der Ztil
Wo Freiheit wohnt, da ist mein
Baterland!
U»»er I'.Ucciand und vie Union! Sie
halten werden!
CaittOU,
sollen u..v uusBui et.
Freitag den 25sten December,
a n k- u n e t- a W i a e n e z e W o e n i
Raum gcititfl, anzuführen, dap Gouvernör Shannon (als er noch
im Amte war) den 22sten December durchProklamation zu einem
Dank« uiil Bettag bestimmt hatte.
e i i ö s e A u u u S e i K u z e e s n i
serer Stadt eine ungewöhnliche religiöse Aufregung. Ein Vre*
byterianer Prediger, Namens Avery, bekehrt die Leute j» Dut
zenden macht sie ihre Sünden öffentlich bekennen, und verspricht
den Reuigen alle Vortheile dcr göttlichen Gnade. Da kommen
mitunter schöne Sachen an'ö Tageslicht. Es ist uns gesagt
worden, daß gewiße Handelsleute Betrügereien offenbart hat
ten, die sie schon längere Zeit zuvor getrieben. Einem Bürger
dieser Stadt wurden 53 Thaler in einem Briefe ohne Namens
Unterschrift jngesanU, ^Rückerstattung "nerSumme woraus er
1&KK
ten
met*
je um eine solcheSumme betrogen worden zu seyn, und wendete das
ihm geschickte Geld dazu an, Mehl zu taufen, und daßelbe unter den
armen Wittwen in der Stadt zu vertheilen.
Man glaube nicht, daß die von diesem Avery Bekehrten bloß
Leute aus den unbelchrteren Klaßen dcr Gesellschaft sind. Nein—
cs sind vorzugsweise solche, als aufden höhern Rangu. die Mode
Welt de» hiesigcnRegion Anspruch machen—ein um so mehr bcmcr
kengwerther Umstand, da der BekehrungS-Prediger, Herr Ave^
ry, durchaus kein Mann von bedeutender Rednergabe, sondern
nur ein sehr schwacher Zögling des Terroristen Finney, welcher
weiland so großen Sxektakl in et ichen östlichen Gegenden anrieh»
tetc, zu seyn scheint. Rathsclhaft erscheint es auch, daß dieser Ave
ry meistens nur Whigs bekehrt. Sb die Demokraten mehr ge
sunden Menschenverstand besitzen als die Whigs, oder die Whigs
größere Sünder sind als die Demokraten, und deshalb der Bekeh
rung mehr bedürfen—wagen wir nicht zu entscheiden. Bora» in
Ohio Gesetzgebung.
Ueber die vorläufige Srganisirung beider Häuser ic. am 7ten
Diese«, haben wir schon in unserer vorletzten Rummer Bericht
abgestattet.
t.—3tn
der Liste der Bekehrten steht unser Freund und Nachbar Saxton— ten des Auditors und Staatssch.^tzmcisters in deutscher Sprache
deßen Bekehrung die gute Folge zu haben scheint, daß schon zwei
Wochen her alle Berläumdnng und Beschimpfung seiner demokra
tischen Mitbürger und aller Blackguardism überhaupt aus feinem
Blatte verbannt ist. Das ist schön fahre so fort, »nein Sohn,
und man wird Freude an dir erleben. Nach diesem kommt ein
ganzer Haufe Stohrkieper dann Lawyer und so weiter Auch
haben wir vernominen kennen aber nicht behaupten daß es
wahr sei—Avery erhalte von den Meisten, etliche sagen von jedem
der Bekehrten die Summe von 15 Thalern oder habe dies wenig»
stens in Maßillon erhalten. Wenn dem also ist, so möchte es
Icheinen, alt ob er sich Gottes Wort ziemlich theuer bezahlen ließe.
Senat wurde Gouvernör
Shannons B»thlchaft
empfangen, und über den Antrag des Hrn. Thomas, das Drucken
derselben für jetzt zu unterlaßen, disputirt, bis dcr Senat vertag
tc. Am Bormittag wurde ein Memorial des John C. Wright
vorgelegt, welcher die Wahl des Hrn. Holmes, eines der Senate
ren vcn Hamilton Caunty, bestreitet.
a u s E i n e i s i v o n a n e u u u E e s e i u n
wurde eingereicht. Ferner baten Bürger vou Roß Caunty umAb
schaffling des Gesetzes von letzter Sitzung, welches Caunty-Schatz.
meistern verbietet, Noten unter 5 Thaler anzunehmen. HerrWor
thington, ein Whig-Mitglied von jenem Caunty, bot auch, in sei
nein Eifer für Reform, sogleich eine Bill für diesen Zweck an, wel
che zum ersten Male gelesen wurde. Er wollte auch, daß man sie
sogleich zum 2tenmal verlese da aber mehrere Glieder meinten,
man brauche sich nicht so sehr zu übereilen, indem das Bolt diests
Jahr seine Taxen ja schon meist bezahlt habe, so stimmten nur 23
für die fogleiche Berlejung und 48 dagegen. Nachmittags wurde
Gouv. Shannons Bothschaft empfangen. Hr. Reynolds trug an,
daß 3000 Exemplare davon in Englisch und 600 in Deutsch ge
druckt werden. Herr Bell wollte 2000 statt 600 gesetzt sehen. Hr.
Bliß wollte den Antrag aufden Tisch gelegt haben. Darüber wur
de nun gestritten bis das Haus vertagte.
S e n a e Sprecher ernannte die üblichen stehenden Com»
mitteen. Bittschriften—Alex. Beatty um Ehescheidung, Bürger
von Summit Caunty um Erweiterung deSGcsctzeS zur Auslegung
von Wegen, Anna MeArthur um Ehescheidung, eine für Ber
anderung des Freibriefs der Miami Riegelbahn-Gefellfchaft, u.
Der Sprecher legte dann den Bericht des StaatS-AuditorS
vor, über das Drucken welches wieder disputirt wurde, bis der grö
ßere Theil des Vormittags verstoßen war. Herr Taylor bot Be
schließe an, welche von unsern Congreßgliedern verlangen, sich zu
bemühen, daß ein Gesetz paßirt werde, welches die Wahl dcr Er
wahler für Präsident durch die ganze Union aufden namlicheaTag
bestimmen würde. Dies ist ein guter Beschluß und wird auch »et
muthlich paßiren. Nachmittags kamen Beschlüße eines Hrn. Tho
mas zur Sprache, welcher in seiner Weisheit wollte, daß der Ge*
brauch, die Bills für Incorporation«» von Städten, Scheidungen
ic. zu drucken, aufgehoben werde, so daß also die meisten Glieder
bei derPaßirung einerBill nie recht wißen könnten wofür sie stimm»
ten. Räch lauge» Disputat wurden tndeß die Beschlüße auf «n*
bestimmte (das heißt tn legislativ»? Sprache so viel al "unendlt»
che") Zeit verschoben.
Herr Holmes wollte dann 6000 Englische und 8000 Deutscht
Exemplare von Gouv. Shannons Bothschaft gedruckt haben Hr.
Taylor verlangte noch 1500 in der Wallisersprache und Hr. Tho»
mas 2000 in Französisch—welcher letztere Antrag aber sogleich
verloren gieng. Herr Taylor zog auch, auf Ersuchen, seinenWal»
lifer Antrag zurück, und nun paßirte nach einigen Debatten der
ursprüngliche Antrag des Hrn. Holines mit 20 gegen 14 Stim
men. Herr Taylor bot dann einen Beschluß um 1500 Walliser
Exemplare besonders an, der auf den Tisch gelegt wurde.
a u S i s i e n v o n i o i S u E e s e i u n
um Veränderung der Schulgesetze, und etliche von keinem beson»
deren Jntreße. Hrn. Worthingrons Bill zum Widerruf deSGe»
setzes, welches Schatzmeistern verbietet, Noten unter 5 Thaler an
zunehmen, erhielt die 2tt Verlesung. Der Sprecher legte den
Bericht der Colerain, Oxford und Brookville Turnpeikgesellschaft
vor ferner die Berichte des Staatsauditors und Staatsschatzmei»
tiers über das Drucken welcher ein großer Theil des Tages weg
disputirt wurde.
S e n a i s i e n e n Levi will seinen Namen
geändert haben die Leute in Wadsworrh it. in Medina Caunty
bitten^»n einen nenen Schuldistrikt Bürger von ticking teun»
scheu religiöse Gesellschaften noch mehr beschützt zu sehen, ic.
Etliche Bills wurden zum istenmal verlesen, lieber einen Be»
schlug' des Hrn. Faran, in Bezug auf die bestrittene Wahl des
Hrn. Holmes wurde bis Mittags disputirt. Nachmittags erwähl«
te dcr Senat seine regelmäßigen Beamten, und die schon am 7ten
Dieses pro. tem. ernannten Herren wurden nun regelmäßig er»
wählt, nämlich: der Achtb. Wm. A. McLaughlin erhielt als
Sprecher 35 Stimmen—mehr wurden nicht eingegeben L. J.
McNulty 30 Stimmen «ls Schreiber, und Sam. Burwell 34
Stimmen als Sergeantat-arms.
Herr Taylor brachte dann wieder seinen Beschluß vor, 1500 Ex.
cmplare von des Gouvernörs Bothschaft in der Wallisersprache zu
drucken. Er sprach lange zu Gunsten dafür, als aber dafür ge
stimmt wurde, fand es sich, daß nur eine Stimme zu Gunsten des
Malliser Drucks und 35 dagegen waren.
a u s.—Bis 11 Uhr wurde über Hrn. Worthingtons schon
öfters erwähnte Bill disputirt dann erwählte das Haus feine am
7tcn pio. tem. ernannte Beamten für beständig .nämlich, Seabu
ry Ford zum Sprecher John M. Gallagher zum Schreiber» und
CH. Chapman zum Sergeant-at-armS. Für jedes dieser Aemter
waren 3 bis 4 Kandidaten da. Nachmittags wurde wieder über
Herrn Worthingtons Bill disputirt.
Senat.—Bittschriften Bürger von Start in Bezug auf
Schul-La..dereien Israel Truxton um Ehescheidung Bürger von
Wayne für bcßern Schutz religiöser Gesellschaften—von dieserArt
kamen noch etliche aus andern Gegenden ein. Nachmittags kam
der Beschluß des Senats zum Druck derGouvernörsbothschaft vom
Hause zurück, mit der Abänderung, daß uur 2000 Englische und
iooo Deutsche Exemplare unter Anweisung der Sprecher beider
Häuser gedruckt werde» sollten, wozu sich der Senat jedoch nicht
verstehen wollte.
a u 6 i s i e n kamen genug ein, waren aber alle örtli
cher Natur. Eine lange Debatte über das Drucken der G-nver
nörskothschaft fand statt, welche in den Abänderungen refultirte,
die wie oben gemeldet, dem Senat zugeschickt wurden. Nachmit
tags kamen beide Häuser zusammen und zählten die Stimmen für
Gouvernör. Es zeigte sich daß die Stimme stand wie fölgt:
Thomas Corwin hatte 145,441 Stimmen, und
Wilson Shannon 129,312 do. und 8 «Stimmen
waren zerstreute. Der Sprecher des Senats erklärte sodann the
was Corwin als den gehörig erwählten Gouvernör von Ohio für
2 Jahre, worauf sich der Senat zurückzog.
.Herr Worthington rief dann wieder seine Dill (Ulfs da et aber
schon spat war, vertagte sich das Haus.
Samstag, Dee. 12.
S e n a e e e e i e v o n Turnpeik-Gefellschaftenwur
den verlesen und aufden Tisch gelegt. Die Bill, die Verordnun
gen des Gesetzes zur Eröffnung von Straßen ie. anf Summit
Caunty auszudehnen, paßirte im Senat die 3te Verlesung. Dcr
Senat nahm heut den Beschluß vor, daß kein Glied der Gefetzge
bung zu einem Amte, welches sie zu vergeben habe, erwählt wer
Schon hatte man diesen Beschluß angenommen, als
^Antrag des Hrn. Glover die St.mme nochmals überlegt wur-
de. Alsdann erhob sich eine lange Debatte, und endlich wurde der
Befthluß aufd n Tisch gelegt.
a u s i s i e n i n e z u a u i e Z n e o o a o n e i
cher religiöserGeseUschaften und aufSchul-Ländereien kamen vor.
Dcr Sprecher ernannte dann die üblichen stehenden Committeen
des Hauses. Dann kam die Nachricht/ daß der Senat die Ab
andcrungen des Hauses wegen dem Druck der Gouvernörsboth«
schaft nicht angenommen hade. Das Haus bestand indeß auf feine
Abänderungen. Herr Worthington rief dann wieder seine Bill
auf» trnufret disputirt wurde bis der Senat vertagte.
Sonntag, den I3ten, keine Sitzung.
Montag, den !4ten December.
unter Anweisung dcr Sprecher drucken zu laßen, welches derCom
mittet über Drucksachen übergeben wurde.
Herr Bell bot Beschlüße zur Berbeßerung der Wahlgesetze an,
welche einstweilen aufden Tisch gelegt wurden.
Am Abend war Hru. Wortbingtons Bill zum Widerruf des
Gesetzes, welches Schatzmeistern verbietet, Noten unter 5 Thaler
zu nehmen, wieder vor dem Hause. Herr Jenkins, von Colum
biana, trug auf folgende Berbeßrung an: "daß, da vieles httzu»
vor eingenommene Bankpapier im Staateschatzamt wie in vielen
der Caunty-Schatzkammern, zum großen Verlust des Publikums,
werthlos geworden, die Stockhalter solcher Banken, deren Noten
in Folge dieses Gesetzes für Tax angenommen werden, mit ihrem
persönlichen Eigenthum für die Einlösung aller solcher Noten in
Gold und Silber, ohne Aufschub oder Aögerung, verbindlich seyn
sollen." Da nun die Whigs Herrn Jenkins nicht bewegen konn
ten, diese feine Berbeßerung zurückzunehmen, so wurde dieselbe
durch eine Partheistimme niedergeknebelt. 60 (Whigs) stimmten
gegen diese Berbeßerung, und 20 (Demokraten) dafür. Alsdann
drehte sich die Frage um die endliche Paßage der Bill, vnt sie pa
ßirte mit 50 gegen 21.
Herr Riblet trug dann an, den Titel der Bill wie folgt zu »er«
andern "Reform Bill No. 1, um zur Ausgabe von Schinpla
stern aufzumuntern." Dieser Antrag gieng natürlich verloren,
und die Bill behielt ihren ersten Namen.
An diesem Tage fiel außer einigen Debatten, in welchen beson
ders Herr Jenkins von Columbiana dem Hrn. Nye, einemGliede
dcr Gesetzgebung und Bankhalter nebenbei, etliche scharfe Pillen
zu schlucken gab, nichts besonderes vor.
S e n a Heut endlich kamen beide Zweige der Gesetzgebung
überein, des Gouvernörs Bothschaft drucken zu laßen, nämlich
4000 Exemplare in Englisch und 2000 in Deutsch. Die Zeit,
welche im Debattiren über diesen Gegenstand verschwendet worden
ist, kostet dem Staat ungefähr 6000 Thaler.
Herr Hazeltine bot einen Beschluß an, um von der Board der
Bank-CommißionerS einen Bericht zu verlangen, die Ramen der
Banken angebend, welche Baarzahlung eingestellt haben, und ob
sie jetzt Baargeld zahlen, und ob sie die Verordnungen der Gesetze
übertreten haben. Herr Root meinte, es gäbe keine solche Board
2 Personen, die sich Bank-CommißionerS nannten, hatten bei dcr
Snpreme-Court gegen eine Bankanstalt Klage eingebracht, die
Richter hatten sie aber nicht anerkannt er glaube es sei in Erie
Caunty gewesen. Herr Faran sagte, eS sty Richter Grimke ge
wesen, dcr sie nicht anerkannt habe, dieser aber sey nicht die Court
allein es sey seine Meinung, es bestünde eine gesetzliche Board,
und der 8te Abschnitt deö Gesetzes mache jeden der Commißioners,
welcher sich weigre nach den Verordnungen des Gesetzes zu han
deln strafbar, Nack noch mehreren Hin und Her reden ward der
Beschluß auf den Tisch gelegt —Dies ist eine erbärmliche Wort
schwan zerei seitens der Whigs das Gesetz ernennt 3 Commißio
ners da nun nur S thatig gehandelt haben, so wollen die Whigs
dies zum Vorwand nehmen,und behaupten nun, wie die Senato»
ren Root und Green, es bestände feint solche Board.
Am Nachmittag verfügte üch der Senat in das Zimmer der
Repräsentanten, wo dcr neuicrwäylte Gouvernör, ^Thomas Cor»
win, begleitet von den Committeen, welche beide Häuser dazu be»
stimmt hatten, wtü andern Staatsbeamten, zu.
gegen iear, den Sprecherstuht einnahm, und sich
vtm
Oberlichter
Lane den üblichen Eid abnehmen lie«. Alsdann Ugt ®e«wr«i
Corwin seine. Antrittsrede vor, »eicht wir nächste Woche
oder im Ausplg uiittheiltn werden.
S e n a i e Berichte des General QuarttermetsterS,
Direktsr.cn des Asyls für Wahnsinnige, de» Schatzmeister
den Contingentfund, wurden vorgelegt.
Ein gewiß« Prestman erhielt Erlaubniß eint von ihm et
bene Bittschrift um Ehescheidung zurückziehen zu dürfen.
Ueber die bestrittene Wahl von Hamilton Caunty wurd
der disputirt, indemEtllche eine Committee, und Andere
ßioners haben wollten, um die Sache zu untersuchen.
vertagte^ich, ehe etwas deswegen entschieden wurde.
a u s e v n O o w a i e n i s Kally
an Erie C»unty anschließen zu dürfen Bürger von Butts.»
die Roßville und Hamilton Hydraulische Gesellschaft zu in-*rtt
riren ferner zur Acndcrung des Brücken-Gesellschaft Gest.
jenem Caunty.
Mit den Ehescheidungsgesuchen des Jacob Bowser und der Mt*
lissa Burnett will die Gerichtscommittee nichts zu thun haben,
und da» Haus stimmte ihr bei.
Die Gerichtscommittee berichtete eine Bill ein, von denCaunttz»
Schatzmeistern fordernd, die Taxen die ste inGold und Silber ein*
genommen, in derselben Geldart an den StaatSschatzmetster
bezahlen.
Derschtcdene Bills wurden jttm erstenmal verlesen.
«-"W
'$
Neueste
Nachrichten von
Ein Mulatte von 19 Jahren Namens Bu n gy,sagt
die Delaware Gazette, wurde am vorletzten Dienstag
wegen Gewaltthat an einem jungen Mädchen von 14
Jahren, in Appoqmnimick Hundred verurtheilt, eine
Stunde am Pranger zu stehen, dann 60 Hiebe auf den
bloßen Rücken zu empfangen, eineStrafe von 4vv Tha
lern zu zahlen, dann 2 Jahre im Cauntygefängnist zu
sitzen und nach dieser Zeit auf 14 Iabre an den bdchft
Bietenden als Sclave verkauft zn werden. (ib.
C)U 11 tut 0 ir über während der letzten Woche dm
^-4 gelaufene# vititjaif-ttctiegtlfc.
John Kempf, Weinsberg, bi« No. 9, Jahrgang 13.
Ulrich Siegrist, do. 3, 13.
Andreas Miller, Hartsville,
84, lt.
Christian Follmer, Greentaun, 40, 1*
John Heinley, Bucyrus, 27, 18.
Friedrich Wln^cnricd,jPvwhattan Point, bis No. S3, Jahrg. ls
ArTTTTT
Waizen
Roggen ........
Welschtor»
Hafer
Flauer W«ipn
Gerste
Flachssaamem .».
Thimothysaamen ...
Gruudbirnen
Steinkohlen ......
Bohnen, tleine wttf*
Gyps
Trockne Pfirsichen ..
Salz
Whiskey
Mäpel Zucker
Schinken
Schweinefleisch ....
Rindfleisch
Unschlitt
Butter ..
Hickoryholz.......
Eichenholz
..tut
Der
fit
Europa.
Am 22. D. kam das Paketschiff Columbuk
Liverpool in Neu Uork an und brachte Nachrichten,
die drei Tage weiter reichen, als die zuletzt mitge»
(heilten. .*
Zn Frankreich ist eS beiEröffnung derKammern oh
ne bedeutende Ereigniße zugegangen. Auch im übri
gen Europa ist es ruhig. In Syrien dagegen schla
gen die Engländer und Oesterreicher mit ihren Bun
destruppen, den Türken, die Egypter noch immer
nach allen Regelnder Kunst todt. Sidon, der wich
tige Seeplatz, mit allen seinen Borräthen anMund
und Schießbedarf, ist nach einem harten Gefechte
den Verbündeten in die Hände gefallen. Ein preu
ßischer Obrist, Namens Laun, der bei dieser Gele
genheit einenTrupp Türken anführte, hat sich wäh
rend des Sturmes sehr brav gezeigt. Der Anführer
der Egypter, Haßan Bei, ist bei der Bertheidigung
deö Platzes geblieben.—Die Rußen haben mit Khi
wa wiederum freundschaftliche Verbindungen ange
knüpft.—Die Engländer stehen im Begriff von der
Insel Candia Besitz zu nehmen' (A.u.n.W.
von
at
do. 14
u
Strrl.
9
60 00
d». 40
4*
6
do. 60
ee
do. 76
IS
SO
8
do. 3
4
do.
Jeder Postmeister hat das Recht, eine» Brief
in welchem sich Zeitungsgeld befindet, o st fr e i an de»
Drucker zu übersenden.
Wenn uns unsere entfernten Leser also Geld sende»
wollen, so brauchen sie nur zu ihrem Postmeister zu ae
hen, und in seiner Gegenwart das Geld in einen Brief
an uns zu legen. Er schreibt sodann die Addreße darauf
und frankirt den Brief, wodurch den Subscribente« wie
dem Drucker das Postgeld erspart wird.
Schtvarze Liste.
S a u e o n o n i s v o n e e n s u S a k
Caunty nach Illinois oder sonstwo nach dem Westen
gezogen, odne sein Zeitungsgeld zu bezahlen. Er schul
det uns 6 Thaler und 40 Cents Sobald er uns das
Geld schickt, wollen wir es anzeigen, und erkläre«, daß
e? ein ehrlicherMann sey.
No. 2. George Manntz zog, wie uns der
Postmeister berichtet, von NortK-Georgetaun, Colum
biana Caunty, hinweg, ohne daß wir erfahren können,
wo er seine Hütte aufgeschlagen hat. Sollte Hrn. Geo.
Mauntz dies zu Gesicht kommen, so ersuchen wir ihn,
uns die neun Thaler zu schicken, die er uns für die
letzten 4 Jahr und 6 Monate schuldig ist. Wenn er ein
ehrlicher Mann ist, wird er es thun—ist er aber ein
Spiybnb—wohl, dann mag er zum Galgen laufen auch
ohne uns zu bezahlen!
(Fortsetzung folgt
Philip O. May, jetzt vcrmutyUch in Tuscarawas Co., ist be
y* nachrichtigt, daß bei G. A. Sage in XUentaua, »ichttM
Nachrichten für ihn liegen. Dec.
18.
SKtffW «""alte und schwätzt Kupferstiche, allcrkey Per so
nttt und Gegenstände vorstellend, Abbildungen »er.
Präsidenten der Der. Staaten, Lafayettcs, Napoleons, der Li»
utgin Victoria, W4ifhii( GeOMsiäadt» Schlachte»,
1
do.
Klaft. 1 60
1 V»
do.
I
85 1 8*
K
taichntndttzfw 6?«*eregL
zn nv

e V a e a n 6 e u n u n e i s e 3 e i
Dienstag, den 8ten December.
Mittwoch, December 9.
Donnerstag, December 10.
Freitugs, den Ilten December
en a t.—Herr Sill gab Nachricht, daß er tint 961H eintritt«
gen werde, um das Gesetz zur Incorporation von Summit Taun.
ry zu verändern.
Haus.—Herr Wood bot an, IY00Exemplare von den Berich
Dienstag, löten December.
Mittwoch, den löten December.
Donnerstag, den 17ten December.
A a k v e i s e
p-r Can. Ma«.
Busch. 66 80
do. 31 SI
d». 85
d». •7 •V
do. 1 86 1
do. 18
do.
do. 1 00 1»
do. 8 86 8 90
Gall. 86
Psd. 10 10
do. V
d,. 3

xml | txt