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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, April 01, 1842, Image 1

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iBtr a e n s u n v n etft e $ e t"
6rf4)cittt rc»eliitaijiß jc'ocu Freitag.
2. Der Subscriplions»Prcig ist E i n al 11 u. 50 S it 16,
tn 'Sorau3l'c$ai)limi, oder 2 h, le r, falls die Zeitung nicht in
lcrhcild 6er iftcn Hälfte des Zahrs bezahlt wird.
3. Die ig tani« nur dam» aufgeben werden, wenn alle
9t»it|t4:xdc bezahlt sind.
4.) W:n, vor dem D:rlaufdes I threS die Zeitung nicht
«ufgeküiidizt w
rd,
so tctr.vt)t:t unit folchcS
Art in Rechnung steht.
F.
als
dieselbe für ein anderes Zahr ju behalten.
5.) K.in U.it:cf^:cib:r wird für einen türjern Zeitraum als
Monaten angenommen.
6. Die Versendung geschieht auf Kosten der Unterschrelber.
und Briefe an die Herausgeber müg'en poirfrey cin^-sandtwertcn.
KG^Ieder Postmeister Hat das Recht, einen Brief
in welche,« fiij Zeitungsgeld befindet, o ft fr i an den
Drucker zu übersenden.
Wenn ivU it ufere entfernten Leser also Geld senden
wollen, so brauch:« sie nur zu ihrem Postmeister zu ge
den, und in seiner Gegenwart das Geld in einen Brief
an uns zu legen. Er schreibt sodann die Aodreße darauf
und frauftrr den Brief, wodurch den Snbscribenten wie
dem Drucker das Postgeld erspart wird.
Englischen der Gräfin »cn Bles,ingtcn, von Gustav
rtro.)
Es war an einem lieblichen Abend in der ersten Hälft
tc Angsts, 1827, u. die Sonue sank, Alles ringsum mit
ihren Strahlen vergoldend, a n Horizonte nieder, als
man einen Reisenujen, mit vier Pferden bespannt, auf
der durch den Norden Englands führenden Heerstraße,
von einer Anhohe herabrollen sah. Indem Wagen saß,
tiur Kissen zurückgelehnt, ein junger Mann, dessen hoher
Stirn UND edlem Antlitze die Krankheit tore Siegel mit
furchtbaren Zagen aufgeprägt hatte, obtvot) inch die n.i
titrlichv Schönheit des Dulders die Verheerungen tdr
^erlichen Leidens siegeno überstrahl e. Sein sehr mattes
Haupt ruhte auf den Schultern eines jungen, schonen
XUiaDchcttö und seine hell aufgeschlagenen Augnl waren
mit einem Ausdruck «n «ussprechlicher Liebe auf die ih
rigen gerichtet. Die letzten Strahlen der untergehenden
ites Iuuerii darauf berühr, Gretua-Green aufs Aller
schleunigste zu erreichen jeder Augenblick ist ko tbar u.
die Angst die an mir nagt, meinem Korper verderbli-
auf Sainville richtete, seine Ha no auf den Arm des er
schrockrneu Dieners legte und sagte "Bedenke, Sain
ville, daß mein Leben, ja mehr als mein Leben, davon
abhängt, daß wir Gcetua-Green in ein paar Stunden
erreichen* Gieb den Postillonen Gold, versprich ihnen
Alles, Alles, wenn sie mit der größten Schnelligkeit
fahren."
Die Postilloue trieben ihre Pferde an und der Wagen
fuhr nun mit furchtbarer Raschheit dahin, während der
Kranke mit fieberhaftem Druck die kleine zitternde Hand
umfaßte, die in der feint-tcn ruhte.
einen Wunsch
Wer war dies junge, interssintt Paar, dessen Trau»
me von Liebe und Glui ver dürre Feind Tod zu hohn
lächeln schien, während er seilt todtendes Geschoß auf
eS gerichtet hielt ?-lt:u ju sagen, wer diese jungen Leu
e w a e n s s e n w i z u e o e a w i i n
Devonshire, zurückkehren, wo Frau Lester, die Witt
we eines Feldoffiziers, wohnte, der in der Schlacht bei
Waterloo gefallen war, u. feinem noch jungen u. scho
nen Weibe und kleinen Tbchtercheit ein spärliches Ein
kommen und sonst wenig hinterließ, als den ausgezeich
netsten Ruf, den seine wohlbekannte Tapferkeit ihm iu
einem Leben, das dem Dienste seines Vaterlandes ge
widmet gewesen, erworben um den er mit seinem Blut
besiegelt harte. Des Obersten Lester El).' w ir ei i Werk
der Neigung gewesen, aber unähnlich den meiste« fM
cher Verbindungen, war die Liebe mit den Jahren, die
sie vereinigt hatte, gestiegen und sie fehlten sich fo gluck
Itch, daß sie beinahe oergasseit, wie die Banoe, die sie. ge
knüpft, sie der Neigung und Unterstützung ihrer gegen.
seitigenVerwaudten beraubt Hatten, weiche allen m\gli
chen Umgang mir zwei armen und starrköpfigen Leuten
ablehnten, die, wider den Rath all' ihrer Freunde, sich
ans bloßer Liebe geheiratet hatten. Erst, all der Tod
ihr den Gatten von der Seile gerissen, empfand Frau
Lester die Folgen ihrer unbesonnenen Verbindung. Al
lein it. ohne Schützer mit einem iun.icit Tochrerchen ge
blieben—wie sehr wünschte sie jetzt, für ihr Kind jenen
Schutz iHrerFamilie in Anspruch zu nehmen, den für sich
zu erbitten, sie sich zu stolz fühlte. Nicht ohne inneren
Kampf mit ihrem Selbstgefühle wandte sie sich an die
Sonne glichen, als sie auf des jungen Mannes Stirne! bannten, die auf ihn, als zu einem frühzeitigen Grabe
fielen, einer rotheu Wolke, die über Schnee dahinfliegt,jvcrurftyeilr, mit schmerzlicher Theilnahme niederbtickle.
und bildeten mit ihrer Marmorblässe einen traurigen Es ist gewiß eines der liebenswürdigsten Merkmale ei
-Gegenschein. "es zartes Frauen Herzens, daß Krankheit u. Kummer
"Marie, meine Liebe," sagte^der Kranke,^ 'lasse das aus seine theilnahme nnd Neigung eine anziehendere
er anrrei
Wagenfeuiter nieder und sage Saniville, daß
be die 'vostillone, noch schneller zu fahren."
"Sei ruhig, theurer Heinrich," antwortete die junge
Lady "sichit Du nicht, daß die Schnelligkeit, mit der
sage, daß iauim
Marie ließ die
zu halten und statio
welchen die letzte
hervorgebracht, u —,,
er, ihn vor semen Augen verscheiden zu sehen, als eer-|feu C^r jimgeit Uitte und bestätigte die Besorgnisse von
selbe, nach Arbeut iduiappeut), seine funkelnden Augen ^lrl) M^rdauut s Arzt, während er allein seiner Ge-
-v v
Theiluahine der Ihrigen. Diese Berufung blieb uiibc
antwortet an die sie sich gewendet, fanden es jetzt noch
weit klüger, den Umgang mit einer so schlecht versorgten
Wittwe zu meiden, als frnherhin, tbtt mir dem glnckli
chen Wei^'e eines verdienstvollen Offiziers zu erneuern,
der leicht in seinem Stande zu hohem Range hätte stei
gen können Frau Lester zog sich hierauf von der lär
menden Welt gänzlich zurück und ließ sich in Dawlish in
einem kleinen, netten Gänschen nieder, mit dem festen
Entschlüsse, ihr ganzes Loben ausschließlich der Eizie
!ung ihrer Tochter zu widmen. Dieser Ort war ihr be*
sonders theuer geworden, weil sie hier bald nach ihrer
Lerheieathnng, einige der glücklichsten Tage ihres Le
bens mit dem Obersten Lester zugebracht u. sie fand eu-
.. ... ne traurige Wonne darin, an den Stellen zu weilen, die
7. Aulnzen werden für die üblichen Preise e»„Druckt mugen t?,» friihrr mit ihm K«r..4./ „..er.: ... aV
Vr sogleich b.t tr vt^thlt werden, wo man nicht auf fonicigc flicht, ils, aitfliiuen Artn gelehllt
unv von seiner Liebe unterstützt, die Zukunft ihr so liebli
che Aussichten eröffnete. All' die Liebe, welche sie für
ihren Gatten empfunden, war jetzt auf ihr Kiud gewen
vet und unter der zärtlichen Pflege einer pichen Erzie
herin ward die jugendliche Marie Alles, was die liebe
volle Mutter wünschen konnte—lieblich in Gestalt und
reinen GeinütHs.
Sie Hatte erst ihr sechszehntes Jahr wicht, als dar
a u u n S o e 1 8 3 7 e u n e o a n n n a
Dawlisch kam, um die wohltätige Wirkung der Luft
veränderung bei einer Beschwerde zu versuchen, die in
Auszehrung überzugehen drohte. Er bezog das 5äns
chen neben dem der Frau Lester, und als der Arzt sich
au diese Lady wandte, um über den Charakter eines
engagi, enden Dienstmädchens Erkundigung einznziehn,
ward bald eine Bekanntschaft gemacht, die in einer Ein
führung bei dem Patienten leitete, dem seinerseits die
Gesellschaft von Mutter und Tochter so wohl gefiel, daß
kein Tag verging, an dem er nicht das nachbarl-che kl.
Hauschen besucht. Ganze Stunden verweilte er dann
au Märiens Reißbrett oder Arbeitstisch, besserte ihre
Zeichnungen ans, las ihr vor, oder schilderte die verschie
denen Länder, die er gesehen hatte.
Lord Mordannt war ein durch Gestalt u. Sitten so
anziehender ntngcr Mann, daß auch ein stolzeres Ge
mitth, als das von Marie Lester, sich von seinen Auf
merk,amkeiten hatte gefesselt fühlen müssen, und seine
zarten Gesundheitsumstände trugen noch mehr dam bei
du inniges Mitgefühl für ihn zu erwecken, während sie
jede Besuch selbst aus der Brust der klug?:: Mutter
Kraft ausüben, wie sie Gesundheit ». Munterkeit her
vorzubringen nicht vermögen. Auch in Marie Lester s
Benehmen zeigte sich die Wirkung dieser Kraft denn
wenn bei ihren täglichen Spaziergängen, auf welche»
tc, dann füllten (Ich die Mariens
A .il fr.iNf ltwhrmiiAr o-.V
'K
fahr unbewußt erfchtett. Seine Leidenschaft schien ihn
durch neue Baude att's Leben zu knüpfen wenn der
Schmerz und dieMattigfeit ihn erinnerten, daß er krank
sei, fl blickte er auf Marien's blumige Wangen u. strah#
leude Auge, und er fragte sich, ob der, welcher für sie die
Liebe fühle, welche die Schläge seines klopfenden $er*
zens beschleunigte, wirklich dem kalten, trostlosen Grabe
zueilen könne, und mit erneuerter Hoffnung klammerte
er sich an's Leben au, das ihm nun so werthvoll gewor
den war.
In dieser Zeit fesselte ein verrenkter Fuß Frau Lester
au ihre Wohnung, und sie vertraute Marie täglich der
£b|orge des Doktor Erskine und seines Patienten, um
die gewohnten Spaziergange fortzusetzen. Der Doktor
war geschickt in der Botanik und Geologie, tt. die Nach
barschaft von Dawlish bot in beiden Wissenschaften vie
le Gegenstände dar, die seine Aufmerksamkeit auf sich zu
ziehen fähig waren daher blieben die beiden Liebenden
«itf ihren Streifereien häufig allein, während er für sei
nen ivi tus siccus, ober sein Cabinet Schätze sammelte,
und die Unterhaltung, die unter den Augen der wiirdi
gen Matrone over des ernsten Doktors stets auf allge
meine Gegenstände beschränkt gewesen war, ward nun
rein persönlich Wenn junge Leute von sich selbst zu re
Den beginnen, so trägt die Unterhaltung bald die Farbe
ihrer Empfindung v. empfindsamer Unterhaltung bald
ur Liebe—wie schnell ist da der Uebergang !—Als Lord
jJiorDaunt zum Erstenmal seine Leidenschaft bekannte,
erwiederre die reine und kunstlose Marie freudig "£,
vie glücklich wird die liebe Mutter fein Aber eine
Äolke, die über ihres Geliebten Braunen hinzog, zeig
te,, daß e nicht die nämliche Wirkung bei Fran Lester
erwartete.
"Unterrichte, Theuerste, Deine Mutter nicht von un
serer Neigung, wenn Die mein Frieden lieb ist," sagte
r. "Meine Familie würde sich so stark widersetzen, daß
le selbst ihre Genehmigung verweigern, ja, ich bin ra
jou überzeugt, es für ihre Pflicht halten würde, unser
Zusammentreffen zn untersagen. Eine Trennung von
Dir würde ich nicht ertragen, u. nur ein Weg ist offen,
sie abzuwenden. Fliehe mit mir, meine geliebte Marie,
-V-
«WM m-
Cktssi VevAest.
v
Was that Dir, Thor Dei» Saterland?—Daß Dir bey seines Namens Schall—Das Herz nicht höher schlägt?'
bei vcd,c»
zka
$1 61
iiach^chottkänd ist meine Verdindung einmal mit Dir
gefchlossen, fo muß meine Familie sich mit ihr aussöh
ieu, miudestens kann sie uns nicht trennen, und Deine
Nutter wird der Tadel erspart, sie befördert zu haben."
Tag il. Nacht versuchte der leidenschaftliche Liebhaber
mit die nämlichen Gründe, denen mit immer weniger
löiderwillen das anzuvertrauende Mädchen ihr Öhr
lieh it. als sie ans seinem Munde die zärtlichen Vor
vih'fe vernahm und die wiederholte Betheurung seiner
zunehmenden Krankheit, die, wie er behauptete, nur le
diglich durch die Angst verschlimmert werde, die wegen
ihrer Weigerung an seinem Innern nage, und als sie
fein Antlitz blasser und blässer werden sah, verschwan.
oeii ihre Bedenklichkeiten und Besorgnisse, und in einer
bösen Stunde verließ sie die so gluckliche Heimath ihrer
Kindheit und die arglose Mutter, die sie vergötterte.—
Tausend Qualen banger Ahndung durchstnrmten das
Herz dieser unschuldigen und bisher so pflichtgetreuen
tochter, als sie das friedliche Dach verlassen sollte, das
ihre Iitgeitb hatte. Sie weilte aii der Zimmer#
thttre ihrer schlafenden Mutter, rief taufend e egen auf
oas geliebte Haupt hernieder n. ward iu dem Entschlüs
se, ihren Geliebten zu begleiten, nur festgehalten durch
vie Erinnerung, daß sie ihm Glück, ja Leben geben it
daß nach wenigen Tagen sie als Lord Mordannts glück
liches Weib zu ihrer Mutter zurackkehreu werde
Das Glixk, txtd sie geben, und nicht das, welches sie
tu empfangen glanben, bestimmet die Entschluss.- dc»
Frauen, uitb manche ist als Opfer etiler edelrnnrhigen
Neigung gefallen, welche den Lockungen ter Selbstfiichi
widerstanden haben wurde. Als Marie ibie Wohnung
verließ, dachte sie einzig an Andere Ihr Ge.liebter, ihre
Mutter beschäftigten all' ihre Gedanken, und vielleicht
liebte sie ihre Mutter niemals treuer und inniger, als
in dem Augenblicke, wo sie durch diesen Schritt unbe
wußt einen Deich ihr in's Herz stieß. Mhgc nie das
junge und arglose Gemüth sich verleiten lassen, Uebleö
zu tbun, der guten Fruchte wegen, die daraus erwach
sen könnten Marie wußte, daß sie im Begr.sse sei,
neu Schritt derer nicht ahndeten, die ihrem Herzen so
theuer waren. (Schluß folgt.)
bcr
dieser furchtbaren Vorläufer d-5 slfolge der Madame Diebitfch, kam mit ihr nach Wur- gleich er ihr eine reichliche Borfe zurück gelassen hatte.
Mt Ii er. mtt Thraueu. ^nd trat daselbst als ^adet in eine Militär- Die Ursache, warum sie so spät in der Nacht auf der
lä° dlich'SpÄler erhielt eia Diplom vom Köm., von Sttassc gcf.mden wmdr. war, daß sie gehört hat»,
i i ^^lassi.u, und wniu er ih- ^t!,',v^,,,!«.»/, ,,^1-s» wnßfmith liiriirf inth prhiplfl Ortrhfrttiift' i nffhirii tu Kiugslaun, wohin sie 0t*
aber vergeblich. Als sie
einer Anzahl Mädchen all
zu vertheidigen gendthiAt
sich eilten Paß über den Vulkan
ZU
tische Streitmacht b« stand aus 250,000 Mann und die
Vertheidignngswerke vouSchumla bestand in 9Redou
ten, die meist durch Mienen umgangen wurden. Zu
diesem Zweck ward ein unterirdischer Gang 3 Meilen
lang unter dem Berge ausgegraben, und in dessrn An
legung beschäftigte Diebitsch 5000 Mieneurs mehrere
Monate lang. Der Verlust der Russen in der lieber#
Windung von Schurnla betrug an 50,000 Mann. Lieu
tenant Geiser gehörte zur Avantgarde, welche voraus-
geschoben ward, dieAufmerkfamkeit der Türken auf sich
zu lenken, während die angreifende Parthet durch den
Turntet hervordrang und ward verwundet. Er wurde
ins Spital von Sawfaski gesandt und blieb, da ^Wo
chen. Nach seiner Genesung erhielt er Erlaubnis* nach
Moskau zu gehen, verließ aber beim Ausbruch der Cho
lera seitteiiPosten und gelangte nach Wiirtemberg. Um
dies zu bewerkstelligen, fälschte er eilte« Paß ans zwei
en, die er früher erhalten hatte dies war im Jahr 1828.
In Wiirtemberg erhielt er vom König eine Anstellung,
mußte sich aber wegen üblen Betragens flüchten unf
nteng nach Holland, wo er sich als Soldat anwerben
ließ. Er wurde dem Marinecorps beigesellt und bald
zum Rang eines Sergeanten befördert Als er zum
erstemal auf den Markt geschickt wurde, um Lebensmit
tel für die Compagnie einzukaufen, machte er feine bei
den Begleiter trunken und dessertirte mit der Casse auf
einem Dampfboot nach London. An Bord des Dampf
boots verschaffte ihm ein Jude einen Eivilanzug ir sei
ne Uniform. Nach seiner Ankunft in England blieb er
ungefähr 3 Wochen in London, ließ sich ins 32. Regi
ment werben und ward mit demfelben nach Canada ge
sandt. Im Jahre 1831 dessertirte er und kam nachBuf
ilo, nachdem er ungefähr 18 Monaten in brittifcheii
Diensten gestanden. Von Buffalo gieng er nach Njero
Dork, lernte ein Handwerk, verheiratete sich und fing
ein Geschäft für sich an. In 1835 brannte sein Haue
mit Allein, was er besaß, ab. Er verließ die Stadt und
tieng nach dem Westen. Im Frühling 1836 befand er
Ich zu Louisville Ky., woselbst er sich einer Freiwilligen
iontpagnie anschloß, die nach Texas abgehen sollte. In
Ter as diente er in dex f. g. Louisville Eavallerie und
wurde bei einem Angriff auf einen mexikanischen Po-
rtiibQivciinb
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.. w Z HU'Hit ?iuriH«r» luiuiicu, wuu vi|imju |it, n« u
Unrecht zu thuu aber sie war durch tbren 'uebh.uer privatim zu verehelichen. Anfänglich weigerte
uberzeugt, daß eS der einzige Weg sei, ihrer Aller kuus-I^ -,..
ItO
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tizes Glück zn sichern-—und sie untcilug der Versuch
ung.
Lord Mordaunt'6 Kammerdiener, den fein Herr in
das Vertrauen gezogen, traf alle die Anstalten für die
Eutweichung, und d.e beiden Liebenden verließen sodann
das Dorf Dawlish, während die arglose ttter n. Dr.
Erskilie in sanftem schlafe ruhten und den unbcfoniie-jj^^i^pj. an, und passirte als Page Seiner Lordschaft
Merkwürdige Abentheuer eines Russen.
a o e i s e w u e i a e 1 8 0 8 i n S
Petersburg zu Rußland geboren. Sein Vater war von
Geburt ein Deutscher und stand in dem Dienste des
Kaisers als Obrist des 64. Regiments leichter Drago
ner. Seine Mutter war eine Russin. Im Alter von 14ilin, wo er sie bald darauf verließ
erzwingen. Die
tür-
0
Romantisch.— Folgender Polizeybericht wird as#
Dublin, in Irland, gemeldet:
Ein junges M'ädchcn immer von großer Schönheit»
und hdchst elegant gekl.idet dessen Name auf der EoO»
stabelliste als Ellen Rosalind Holm»s an»
gegeben war, wurde vpr den Richter Ut Hei#
ry Strasse geführt, imd folgende Aussage gegen fle
vorgebrachtder Eoustabel befand sich um eine seh»
späten Stunde in der vorhergehenden Nacht auf seine«
Posten in der Sackville Strasse, hörte einen Lärm ttt
Elephant Lane, und gieng darauf zu, um die Ursache |ts
erfahrt «. Er sah 4 oder 5 Mädchen die Gefangene um
liehen sie schimpften einander aus, und machten viel
Spectakel. Als di- Mädchen ihn bemerkten, liefen fle
sammttich, mit Ausnahme der Gefangenen, davon
letztere weigerte sich wegzugehen, und sagte ihm, daß sie
elne Lädy sey, was er jedoch nicht zu glauben geneigt
war. Er nahm sie also mit sich nach dem Wachtbause,
und beschuldigt sie, sich ruhestörerisch auf der Strasse be«
tragen zu haben. Tie Gefangene antwortete hie auf
daß sie zu Nenyork geboren sey, wo ihre Verwandte«,
die sehr angesehen seyn sollen, noch wohnen. Ungefähr
vor 2 Jahren wurde ein betitelter englischer Gctttclmait
(seinen Namen weigerte sie sich zu nennen) in ihrer
Familie eingeführt. Er erwies ihr eine Zeitlang die
größte Aufmerksamkeit, und ersuchte sie, sich mir ihm
e sie sich
dessen, und sagte ihm, daß ihr Vater ihr eine reiche
0
Ausstattung geben würde und daß sie mit Zustimm
ung ihrer Eltern seine Gattin werden wolle. Den auf
gieng er nicht ein, war aber in seinen Licbcsbethnier#
ungett so glühend, dag sie fch in einem schwachen Au
genblicke bewegen ließ, mit ihm heimlich zu entfliehe».
Um jede Entdeckung zu hindern, legte sie männliche
Er brachte sie nach Europa, und besuchte die "ewige
Stadt'' (Rom), wo sie einige Monate verweilten, und
v6N wo sie durch Deutschland, Spanien, und alle ?an#
der des Continents reißten. Endlich kamen sie nach de«
großen englischen "Babylon" (Loudon), wo sie ihre Pa
genkieider ablegte, und in die ersten Cirkel der höher»
blasse eingeführt wurde, und als die Braut chrers Ver
führers g.ilt. Vor einigen Wochen giengen sie nach Dub-
)'m,9c Geiser St. Petersburg hnGe-jhiit er gegangen sey, und ftti lte sich sehr bekümmert, ob-
ihr als gesetzwidrig ausleqe. Richter Duffy sagte,
ihre Erzählung, wenn sie wahr wäre, sehr sonderbM
sey, und legte ihr auf, fur sich selbst Bürgschaft zu^idr
len, in Zukunft die Ruhe nicht zu stören. Txei «schätz,
und die schöne aber unglückliche Tochter des
der Freiheit" wurde entlassen. (Mutzet?
AIS am Montag Abend, den Wsten Feb mar
Versammlung der catf. Relief- Gesellschaft, welche A
derMontgomery Halle gehalten wurde, im Begriff war
sich zu vertagen, brach der Boden und ungefähr 20»
Personen stürtzten b«$ ins zweite Stockwerk herunter,
wo der Fußboden ebenfalls wich und die ganze Man«
schaft iu das innerste Stockwerk, wo Herr Niddle eine«
Auctions-Slokr
i,
aa
sten am Colorado verwundet und für weitern Milfär*
dienst unbrauchbar. Nach wenigen Wochen ward fr
nach Nenorleans gesandt, blieb im basigen Spital bis
zu seiner Genesung, und bettelte sich dann bei? Fhif
hinauf bis nach Buffalo, von wo er sich nach Le Roh
in Genessee Co. Nenyork begab. Er kam da an mit lee
ren Taschen, aber rüstigen Händen. Man gab ihm Be»
schäftigung er schrieb seinerFrau, die in Neuyork zurück!»
geblieben war, wurde Burger des^tädtchens u. hat sich
jetzt bereits ein Vermögen von 2 bis 3000 Thalern er
spart. Er ist erst im Anfang der Dreißiger, hat aber
gewiß eine sonderbare Carriere durchgemacht. (P.FHf»
I
Sie wußte nicht, ws«
Sie erklärte sich bereit, jetz»
Betragen zu zahlen, welches mam
hält, herab stürtzte. Merkwürdig bei
diesem Unfall ist der Umstand, daß auch nicht einer das
Leben einbüßte, und nur etwa 6 Personen bedeutende
Verletzungen erhielten. Ein Herr Burns, von Süd«Bp
jlwt, zerbrach beide Beine. Ungefähr noch SCO Persy
nen, welche auf einem Theil des Fußbodens stände«
und nicht wich, sahen den Sturz vor sich und trornr#»
feit jeden Augenblick das Schicksal ihrer Gefährte« thei
kit zu müssen allein glücklicherweise kamen sie mit bei*
blossen Schrecken davon.
Whig- Sparsamkeit.
Aus den Verhandlungen des Congresses ersieht «a«,
daß Herr Clay, einen sonderbaren Weg einschlägt,
die Ausgaben der Regierung zu beschranken. Er will,
daß ein Tarifftar von 30 Prozent auf Thee, ($affee u»
dergleichen gelegt werde, u. verlangt, daß der Einfuhr
tax' auf sonstige ausländische Waareu von 20 bis iV
Procent erhöhet werde, damit die Einkünfte der «L«
meinen Regierung ans dieser Quelle wenigstens fecht
und zwanzig Millionen Thaler betragen solle«.
Vor der Wahl suchten die Whigs die Leute« gfattftcir
zu machen, daß sie die Regierung mit dreizehn
nett Thaler antreiben könnten. Hr. Sprigs, ft*
von Kentncktt, sprach daher kürzlich auch se «?«T
über die WHig-Adininistratiou aus. Er sagte, sie bättwi
sich über die Verschwendung der früheren VerwalwOI
beschwert, und wären selbst weiter geganße« fie HW
n

Ml a i e IL a r.
S a S a u n 9 O i o e u k u n a K n v o n
I3frr Jahrgang.) Freitag» den I ten April RL-GZ. (Nummer 38.
ZZrSingnngen.

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