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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, May 20, 1842, Image 1

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Hl
1
De
Ätütjtailde bezahlt sind.
4.) Wenn vor
7
O S a k a u n
I3ter Jahrgang.)
Vedingunsen.
1. Oer Qi and 6 frennd u nb (Aejst er A i t"
Erscheint rraelinAßsg jedci»
S. Der Subscriplions-Prtls istEinThale il.
»Iii Vorausbezahlung, oder Z Tl, a ler, fall» die Zeitung nicht in
Hit* l)a(b der I sten Hälfte dcS Zahrs bezahlt wird.
3 Die Zeitung tann nur d.mn aufgegeben werden^, «eft» all
dem VerlanfdeS
Aufgekündigt wird,
so
I N O i i e N a o e o n s
(Geschichtliche Novelle.)
Bebfug.)
3.
Wm ?^!rgen nach jener Scene schritt ein alter, in den
Sechszigeu stöhender M-imt eilfertig durch die zum kai
ferttchcii Ptllast führende Straße. Unter dem weiten,
thit nmhüglenden Mantel, erblickte man eine alte Uni
form. Sein Degen, dessen Alter ehrenvolle Dienste be
wies, wurde an seinem Körper durch eine so nachlässig
umgeschlagene Kuppel festgehalten, daß man hatte zwei
fein können, ob er je wirklich Soldat gewesen, wenn die
Taktm ifii ,keit seines Gangs nicht unzweideutige Bewei
se dtfitr geliefert bätten. Er ging in das zur Wohnung
des französischen Generalstabes bestimmte Gebau.de bin
cut, durchschritt den ersten uub fpagtc ciiiej^iiwiJC',
wctche: ,•
„Hauptmann Friedrich de Savigny?" K
„Im ersten 5?ofe rechts, die dritte Thnre kiMk/"
Der Greis benutzte diese Angabe. Ms er vor Frie
drich's Zimmer angekommen war, mußte er sich an der
Wand kalten, denn seine Füße wankten unter ihm.-—
Doch, als ob er dieser Schwache sich schärfte, ermannte
er sich und öffnete kräftig die Thüre.
„Sind Sie der Hauptmann Friedrick de Savigny
fragte er einen jungen Mann, der, eben in einem großen
Lehnsessel vor einem großen Fenster sitzend» das köstliche
GeiNälde betrachtetes d.ts Bayonne u. seine Umgebung
darbietet.
^,,Ia, mein Herr antwortete der Befragte und bot
iiptt einen Stnhl an.
Der Greis schien sich cjtofje Mibe zu geben, eine ihn
übermannende Auwallung zu bekämpfen.
„Gut," fuhr er mit einer Stimme fort ,die so gleich
gültig als möglich erscheinen sollte. „Ich bin ausdrück
lich von Lissabon hierher gekommen, um Sie aufznsuch
en"
„Sprej^en Sie, mein 5?err Wäs wünschen Sie?"
Der Fremde schwieg einen Augenblick.
»Erinnern Sie sich," begann er endlich, „mich am
gestrigen Tage bei der Deputation gesehen jzü häben
,.Nein, mein Herr," antwortete befremdend Frie
brich.
,-,Ihr Gedächtniß ist nicht gnt, junger Herr fuhr
der Fremde mit dumpfer Stimme fort." „Ich begleite
te den portngiesischen Officier, mit dem Sie so zärtli
che Älicke tauschten. S'.e sehen hieraus/' setzte er bit
ter lächelnd fort, „daß ich Ihre Geheimnisse kenne. Je
ner angebliche Officier ist Niemand anders als ein jun
ges Mädchen, nnd dies Mädchen ist Ihre Geliebte
Friedrick stand auf.
„Sie sind entweder betrunken oder ein Narr, alter
Mann Welches Recht haben Sie, um so mit mir zn
reden?"
Der alte Portugiese faßte Friedrichs Arm „Mehr
als Sie denken, mein Herr Sie sollen mein Recht da'
zu gleich erfahren. Sägen Sie mir zuerst, kennen Sie
diesen Brief?"
Furchtbar erbleichte Friedrich.
„Dieser Brief ist von Ihnen," fuhr der Greis fort—
„ich bin der Vater Catharina's
„O, m.'in .Herr entgegnete Friedrich und ergriff
kräftig des Portugiesen Hand.
„Keine Betheuerung 1 Keine Bitten unterbrach
ihn dieser und entzog ihm seilten Arm. „Siefollen mei
ite Ehre nicht mit Thräneu bezahlen, und wollten Sie
Ihr ganzes Leben lang weinen. Antworten Sie meinen
Fragen. Sie wußten, mein Herr, daß das Mädchen,
bevor sie in Ihre Arme sank, so reut war wie die Mut
ter Gottes, Sie wußten, daß sie einer ehrbaren Fami
lie angehörte, daß sie der Abgott, die Wonne eines al
ten Vaters war.—Dies Alles wußten Sie, als Sie bae
Verbrechen begingen, und ohne Zweifel hatten Sie bi
Absicht und die Mittel, es wieder gut zn machen
Friedrich werf einen verzweiflungsvollen Blick au*
den Greis.
—„Diese Mittel besitze ich nicht," antwortete er darau
mit tonloser, kaum verständlicher Stimme„ich tarn
Katharina niemals Heirarhen
„Sie können sie nicht heirathen, Herr wiederholt,
fchiverathmend der alte Mann.
e
„Nein denn ich bin nicht mehr fret!—tch btn schon
y,
verheirathet
S0 CentS,
Z^hreS die Zeitung nicht
betrachtet itvut
solch.S
als einen Wunsch
Dieselbe für ein anderes Jahr ju behalten.
5.) K.in itüterfchrcikt wird für einen türprn Zeitraum als
B.Monatcn angenommen.
6. Die Versendung geschieht auf Kosten der Unterschreibet,
uufc Briefe an Pit Herausgeber mü^en postfrey eing-sandt werden.
Anzeigen werden für die-übl»^n Preise eindruckt «tilgen
sogleich
Ivvir
luf.ujlt wrddö
in Nccdnung steht.
wo man nicht auf
UM^Ieder Postmeister hit das Recht, einen Brief
in welchen, sich Zeitungsgeld befindet, o st fr e
i an den
Drucker zu Übersenden
Wenn uns uuftre eittr«titelt Leser also Geld senden
wollen, so brauchen sie mir zu ihrem Postmeister zu he
den, und tu seiner Gegenwart das Geld in einen Brief
ün uns zu legen. Er schreibt sodann die Addreße darauf
ithb friiiftrt den Brief, wodurch den Subscribenten wie
ddm Drucker das Postgeld erspart wird.
sonstige
alerl
Wie ein Tiger sprang der Alte zurück.—„Verheirath
et! niederträchtig schändlich Gieb mir die Ehre der
Tochter wieder, elendester Verführer gieb mir zurück
mein Gluck, meine Freude ,die Zierde des Alters
Glaube nicht, daß Du mir so davon kommst. Für das
Leben, das Dit besudelt hast "für das von Dir zerstör
te Glück mußt Du Genugthuung geben. Einer von uns
muß sterben Komm
Friedrich erhob nun fest und entschlossen seine Stirn.
„Thun Sie was Ihnen beliebt, mein Herr mit Ihnen
aber schlage ich mich nicht."
„Du schlägst Dich nicht mit mir, Elender Ein keu
sches, sanftes, schönes Mädchen konntest Du entehren,
wenn aber der Vater vor Dich tritt, it. Dich, Erbärm
licher zur Rede stellt, dem er die Ehre anthun will, ihn
bis zu sich zu erheben, dann glaubst Du, werde Deine
Niederträchtigkeit vollkommen frei ausgehen, wenn Du
Dich weigerst, ihm Rede zn stehe» Ueberlege es aber
wohl schrie der Alte, ergriff Friedrichs an der Wand
anfgehängten Degen und schlug ihm mit demselben tit's
Gesicht, „d.inn empehle nur Deine Seele Gott! So
wahr wie Du der niederträchtigste aller Menschen bist,
so wahr stoße ich Dich hier ohne die mindeste Barmher
zigkeit nieder
„Ich schlage mich nicht!" wiederholte Friedrich, „u.
dcch bin ich keiue Memme," fuhr er stolz fort und riß
seine Brust auf, „—fünf Wunden, das Ehrenkreuz, auf
dem Schlachtfelde verdiente Epaulettes.—Dieses möge
Ihnen beweisen, daß ich keine Memme bin. Sie aber
sind der Vater Catharina's, und nichts wird mich ver
Mögen können, die Hand gegen Sie zu erheben."
„O, bei meiner Tochter Ehre wiederholte der alte
Portugiese, und schlug ein Helles, wildes Gelächter auf,
„ich treibe kein Kinderspiel, junger Mann es ist keine
leere Drohung Du sollst mir uicht entwitschen," sag
te er mit einer Donnerstimme, und packte Friedrich an
dem Arme, der, einem nnwillkührlichen Triebe der Er
Haltung seines Selbst' s nachgebend,der Thüre sich ge
nähert Hatte, "Du wirst mir nicht entwitschen Noch
einmal—erspare mir ein Verbrechen, nimm deu Degen
nnd schlage Dich!—Nein—Du willst uicht—Nun recht
a s o
er trot tie, gran' tti ung'ückttch-ii iln^» mattet
mit solcher Kraft, dÄß der Degen Hinten wieder Heraus
führ. Friedrich sauk nieder. Einen Angenblick stand der
Greis nnbeweqlick, dann'nahm er feinen Mantel ab,
warf ihn auf den Tobten, nnd die Arme über die Brust
gekreuzt^ sprach er entschlossen „Gottes Barmherzig
feit empfehle ich ihn.,,
4.
Obwohl Catharina nicht wußte, daß ihr V«t«r«uen
von Friedricks Briefen, der von ihr unkluger Weise
nicht vernichtet worden war, gefunden hatte, war sie
doch sehr verwundert über seilte tiefe Betrübtniß und ü
ber dte ungewöhnlich bittere Schärfe seiner Worte, n.
nichts war von ihr während der Reise nach Bayonne
unversncht geblieben^ um die Ursachen hiervon zu er
forschen. Später hatte sie allen seinen Bewegungen
nachgespürt, angstvoll alle seine Schritte belauscht, und
von Unruhe bebend war sie, von furchtbarer Ahuung ge
trieben, auf dem Schauplatze angelangt, als die "eben
von uns beschriebene blutige Scene zu Ende gieng. Es
giebt eine Verzweiflung, die nicht geschildert werden
darf, wenn sie ihre ganze Stärke behalten soll. Todt
bleich, das Haar ausgelöst, eiue Haud gegen den Vater
ausgestreckt, als wollte sie ihm fluchen, die andere ge
gen den Leichnam ihres Geliebten gewendet, sprachlos
nnd thränenlos stand sie da, so daß man hatte glauben
können, plötzlicher Tod habe sie i« dieser Stellung ge
troffen»
Gleich allen Ereignissen, die auf irgend eine Art mit
Politik in Verbindung gebracht werden konnten, ver
breitet sich das Gerücht dieser furchtbare»! That schnell
durch Bayonne. Napolen wurde gleich davon unter
richtet, und weil ihn diese Begebenheit aussei seiner be
sonder« Zuneigung zu Friedrich, noch wsgen der von
ihm uuterstellten Ursache doppelt in Anspruch nahm, so
begab er sich uumittelbar selbst an Ort und Stelle, wo
fcpr alte, ohne Widerstand verhaftete Portugiese von ei
uem Generalstabs-Offiziren bewacht wurde.
Beim Eintritte in das Gemach entblößte Napoleon
vorderLeiche dasHaupt, tt» dem Alte» näher tretend, der,
um nicht Zeuge 'des stummen und herzzerreißenden
Schmerzes feiner Tochter sein zu müssen, sein Gesicht
in beide Hände verbarg, fragte ihn der Kaiser. „Wie ist
Dein Name?"
Hastig wischte der Greis die Thränen ab, die über
seine Wangen rollten.— „Antonio de Vega," antwor
tete er ,, ein Name, der durch sechs Geschlechtsfol
gen fleckenlos sich erhielt."
„Dein Stand?"
„Soldat. .. vormalS Hauptmatt» im Gardcregi
mein."
„Was vermochte Dich, diesen Mann hier zu ermcr
den?"
„Warum soll ich es bekennen?" entgegnete der alte
Portugiese, den Kopf schüttelnd. „Warum soll ich ein
nttedrtes Leben zu vertheidigen suchen ... Ich h.ibe
ziesen Mann getödtet... man schieße mich nur todt
Ich werde mich nicht über Ungerechtigkeit beklagen/'
Napoleon stampfte mit dem Fuße.— „Warum hast
öu dieß Verbrechen begangen wiederholte der Kai
ser streng
„Warum?f/ rief der Alte bitter lachend. „Muß icl
'lso meine Schande laut bekennen ?. .. Warum
•Run .». Weil dieser Mensch meine Tochter entehr
hatte-
Und nun auf Cathariia hinstürzend, Jerett wttii
Kraft und aller Muth in diesen ewiglangen angstvoller
Minuten gänzlich erschöpft, und die ohnmächtig nieder­
usiW 6Srist Utf Erff«.
^XV/ ^l)or ^em Vaterland?—Daß Dir bey seines Namens Schall—Das Herz nicht höher schlägt?
den 20tcn Mai
1842.
gesunken war, vermochte er uür noch die Worte zu staut#
mern —„Catharina E.itharina komm zu Dir ..
Sprich mein Engel! meine Catharina
Der Stoicismns des Mannes vermochte nickt zu be
stehen vor der mächtigen Stimme der Natur. Tbränen
entfielen seinen Augen, nnd das bleiche Haupt des Mäd
chen zwischen seine Hände nehmend, sprach er :—„Amt»
es. uuschuldiges, ohne Deinen Willen in die Schlingen
des Bösen gefallenes Lamm !.. Vor Deinem vollen
Aufblühen schon verwelkte Blume ... So jung, so
schön, so sanft und schon entblättert... schon verloren
„Nicht wahr Catharina, theneres Kind," fuhr er fort n.
betrachtete sie zärtlich, „noch liebst dn deinen alten Va
ter Als Du die Mutter verlorst, die Deine zarte
Kindheit pflegte, wer lehrte Dich Dem Vaterland und
Gott lieben? OTochter, Tochter fluche mir nicht.
Ich muß sterben!"
,,Dieser Scene muß ein Ende gemacht werden," sprach
Napoleon mit starker aber gerührter Stimme— „man
führe deit Alten ab und erschieße ihn
Bei diesen Worten schlug Catharina die Augen auf
sie fühlte die Arme ihres Vaters, der zärtlich ihr Haupt
umfaßt hielt,sie gedachte seiner Liebe zu ihr, seiner lang
en Sorge für sie, aller der ruhtgen und friedlicken Ta
ge, die sie zusammen verlebt hatten —sie sah, sie em
vfand nichts, als die Gefahr in der er schwebte und
auf den Kuieeu vor Napoleon hinstürzend, rief sie mit
gebrockener Stimme:—„Gnade, Sire, Gnade! Sie
haben eine Mutter, ^eine Gattin entreißen Sie mir
nicht den Vater, meine einzige Stütze, meine einzige
Hoffnung *. Gute.Tchaten, Sire, gelten im Himmel
als große Siege.. und die Tode^stnnde schlägt für
Könige wie für andere Menschen O Barmherzigkeit
mein Gott! Gnade für meinen Vater, Gnade für
mich!"
„Ich habe nicht dieses Recht Madame entgegne
te der Kaiser sanft, nnd ^ob. das unglückliche Mädcken
auf, die kliiend, mit aufgelöstem Haar, gefaltenen Hän
den, ein Eitgel des Gebetes und des Schmerzes zu, sein
schien „Das Blut eines französischen Offiziers ift
kostbar. Die Gerechtigkeit, Madame, muß ihrett frei
enLanf haben!"
„Es ist ein seh? trauriger Fall fügte Napoleon kei
fe zu Dtiroc/j7i'er mrtjarim in Veit Armen hielt, hinzu,
und wischte verstohlen sich eine Thräne ab „hier aber
würde Gnade zu sehr als Straflosigkeit erscheinen."
5.
Der Portugiese starb mit dem Mnthe eines Soldaten
nnd mit der Ergebung eines Christen. Chatharina
nahm, nachdem sie in allen Kirchen der Stadt Tobten
messen für die ewige Nithe ihres Vaters und ihres Ge
liebten angeordnet hatte, den Sckleier im Kloster der
heiligen Cäcilia. Halb getröstet durch jene milde Reli
gion, die alle Wnnden heilt, nnd ihr Leben der Ansüb
nng von frommen Werken der Barmherzigkeit weihend,
ist sie der Schutzengel der heil. Schwesterschaft gewor
den. Lissabons Einwohner reden nie von einem from
men, Gott ergebenen Weibe, ohne Catharina's Namen
vor allen andern hierbei zu nennen.
Es wird gesagt, daß Lord Ashburton dem Gonver
ntent der Ver. Staaten 2 Mill, Doll, für das streitige
Gebiet im Staate Maine geboten habe.
Nantes Ansichten von England.
Auf einer Wasserfahrt von Pottsdam nack Nedlitz
will der Berliner Nenigkeitsbote folgendes Gespräch
wischen Nante, seinem FreundeK ip e n st a p
und seiner Freundin Aspasia Blaubart belauscht Ha
ben:
Nante. Halten Sie sich fest, Aspassiussen allewei
le legt das Dampfboot los.
K i e n st a e l. Wo so entsteht denn eijent»
lich der Dampf?
Nante. (sich eine Pfeiffe stopfend.) Jewöhnlich ent
wickelt er sich ans Aktien
K i e n st a e l. Hm! Wozu sei« denn aber 2
Schornsteine?
N a tt e. Des will ich Ihnen erklären Aus der
iroßett fliegt das Kapital un aus den kleenen den Ain
sen.
K i n stt Haben sie des Dampfboot hier ent
deckt
N a tt e. Entdeckt haben sie seiner in England, al*
feette aber hier haben sie ihn vervollkomment, indem se
ihm mit Oelfarbe angestrichen haben.
Krippen st. Mir sein doch noch sehr wert zurück gegen
die Engländer.
Nante. Des sein wir allerdings, indeß wir haben
titscht zn versäumen un können noch en Bisken oerwei
sen.
Krippeust. Sein doch Sckwernötber, die Engländer.
Nante. Ja des sind se. Sie entdecken Allens, vas
Unter will. Eene Erfindung jagt de andere Dampf
boote, Iasbeleichtnng, oriental'sche Frage, Schwäbel
!)ölzkens, Nationalftbuld.
Krippeust. Wo liegt denn EnglandmK^
Nante. Das liegt sehr verschieden
ica, theils in Asien, theils in 5innover, mehrentheils
iberin Europa. Ed ist ganz mit Weltmeer umgeben was
nan Kanal nennt, un was ihn Bonavarte sc hr verdacht
w, der nf die Engländer, eene Pike hatte und ihnen
«ich verknusen konnte. Die .Hauptstadt heeßt Loiidon n
iegt an der Trense. Sie besitzteen Erziehungenstitnt
)or junge Nachtwächter, woxin diese die Anfangsarün
de des Tutens erlernen. Aegenwa.rtig beftnben sich a
So.
(Nummer 45.
junge egyptische Hofnithssöhne drin, die der Pasch»
Nebmet Ali als wirkliche geheime Nachtwächter ausbil»
den läßt sie sollen sehr bedeutende Fortschritte jemacht
un bei den letzten öffentlichen Eramen schon zwei Stun»
den hintereinander jeschimrchf haben. Was besonders
bei diejenige Hauptstadt von London merkwürdig is, is,
des ihr de Sonne nicht beschetnt. Die Naturforscher
verrnnthen, weil se ihr tttch leiden kann Andere 6e»
haupten, deß des von den dicken Nebel herkommt, der
ihr bedeckt.
Aspasie. 5?aben se denn keene Ias.Zompagnie nicht
Nante. Die brauchen se nich des Volk ist zwar de»
nebelt, davor sein aber de Minister iluntinirt.
Krippen st. Ich möchte mal einen Engländer sehe«.
Aspasia. Ick habe eenen jesehen vor 2 Jrojcheu, t«l
Adelschen Saal. Er jang nackendig. Hatte Fedettt tu die
Haare und fraß lebendige Lercken.
Nante. In ihre Bemerkung is ecu Druckfehler Aspa»
siusseu. Dieses war feett Engländer nich, der jehörtt
eine andere wilde Nation an.—Der Engländer is dar
in zu erkennen des er immer die Hände in de Hosen»
taschen hat den Hut in die Stube nfbehält und schiefe
Iesichter macht, was man Spleen nennt. So lange tt
fleit is, heeßt er Engländer, wenn er ausgewachsen ls»
nennt man ihn Iroß-Britanier. Uebrigens rassirt tt
sich selber, erzeugt nach der Naturgeschichte lebendige
Junge und is sehr liberal.
Krippen st. Was is des, liberal.
Nante. Des is—wenn man de Spenerfthe liest.
Ein schauderhafter Mord wurde kürzlich von eiuent
Schneidergesellen Namens Burk an feiner Frau zu Al
bany verübt. Er versetzte ihr drei der Streiche mit def
Art auf den Kopf, von dann jeder tödtlich wat. ($f
wurde augenblicklich verhaftet. Er soll ritt lasterhafter»
versoffener Kerl fein.
E i n e n e u e D. uck e e s s e V o i e v v
Kurzem don Joel G. Northrop in Cortland, Ä. *$). er
funden, woonrch in einer Minute 19 Bogen Papier auf
beiden Seiten gedruckt werden können. Dieselbe fog
tudst m€h\r kosten, als eine gewöhnliche Handpresse.
Der Westminister berichtet, daß eine kürzlich in
em Cannty gestorbene Dame, eine kurze Zeit vor ibrtiH
Tobe, einen etwa 2 Zoll langen Krebs ans ihrem Ma
gen herunfbrach, der angen.chemlich ven der Art war-,
wie sie gewöhnlich in frischen Gewässern gefünden wer
den Man verninthet, daß sie denselben beim Trtnfott
als er noch klein war, hinunter geschluckt Haben muß, «k
dieses ihren Tod verursachte.
a s E e e n V o einigen Jährbunde«^
ten propbezeihte ein Mönch, daß London am 16. März
1842 untergehen würde. In einer Bevölkerung ton
beinahe zwei Millionen sind natürlich auch manche Ä
berglänbige es begab sich daher vor benanntem Tage
eine große Menge derselben in die anliegenden Ort
schatte«, um dem Tode zu entgehen, nnd am MorgeA
des 16. waren alle umliegenden Anhöhen mit Men
schen angefüllt, um den Untergang des nenen Babylons
mit anzusehen. Das Erdbeben kam nicht, die Stadt
blieb stehen, ohne Zweifel zum großen Aergerniß derj^
nigen, welche gern ein solches Schauspiel bei! ferne te»
trachtet Hätten. *.
Richter NoaH in einer Rede in der Court of Sessions
in New Uork, machte auf die Convention der Abolition»
sten daselbst und aus den Gegenstand ihrer VerhaUd
lungeu- die Trennung der Union—aufmerksam. Er
hält dieselben für ungesetzlich und spricht sich folgender*
maßen darüber aus
„Es ist schwierig zu glauben, daß Fanatismus, Mft
auf seiner höchsten Stufe, die Kühnheit haben könnte
Ideen von so höchst verderblichem Charakter in.der Ä!it
te einer Bevölkerung zu äußern, welche der bestehende»
Vereinigung dieser Staaten aufrichtig zugethan ist. D.äs
Volk hat ein unzweifelhaftes Recht sich zu versammeln^
um Gegenstände zu besprechen, welche znr Aufrecht#
haltung seiner Rechte beitraaen oder zur Beschützn.vA
der freien Institutionen dieses Landes dienen allein
es ist unvernünftig voranszusetzen, daß bei irgend ei
nem Versuch die Absichten dieser Versammlung auszÜ»
führen, wie menschenfreundlich dieselben anch sein mo
gen, es derselben erlaubt werden wird, ein Projekt
zuschlagen oder zu debattireu, welches die TreUnWg
dieser Ver. Staaten beabsichtigt. Sollte dies aber
dennoch gescheht it, welches augenscheinlich geeignet wä
re, die öffentliche Ruhe zu stören, so wird i?6 Ihre
Pflicht sein, die Urheber so wie alle andern tbätige«
Teilnehmer vor dies Gericht zn bringen, welches
durch eine strikte Anwendung der Gesetze diese Conven
tion zu überzeugen suchen wird welche diese Stadt zum
Schauplatze ihrer Berathscklagung macht« wird, daß
ihre Handlungen und Absichten gesetzt^ vfttnitiftg
und rechtmäßig sein müssen.
v
Der oberste Gerichtshof für den Staat New-Aork be
gann seine Sitzung wieder in dieser Woche. Ueber den
Antrag Colt's, auf ein nettes Verhör wtrd ztun vielkeichd
bald eine Entscheidung erfolgen.
A n e n s ch e i n ch e W i e fp ck.—
3« Bezug, ans Rhode-)?k^,td, dessen Bewohner auf der
Welt nichts anderes wollen, als eine freie Verfassung
und ein Stimmrecht, wie es in andern Staaten sckon 'v
lange besteht, sagt die hiesige Gazette „Wir hoffen
der Gouvernenr von hode Island wird seine Pflicht
erfüllen, nnd jene Ruhestörer ihre Pflichten lehren."
In Rücksicht auf Ter as aber sagt sie, den Terauer»
'J


O i o e u k u n e a u s e e n v o n e e K A U k K N N N N y
14,500 Doll, von der Buffalo Commercial Bank sind
am 9ten d. zu NeM Nork für 84 per DyAar ver
steigert worden. Ü'r

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