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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, August 19, 1842, Image 1

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v
-er Jahrgang.)
tiröhTsungm.
». Der Bate rland »freund und Geist der
erscheint regtlmaßig jtottt Srcit.ig.
z.Jött
7. Anzeigen werden für die üblichen Preise eindrückt müg'en
nbcr sogleich baar bezahlt werden, wo man nicht auf sonstige
Art in Akchnung steht.
Jeder Postmeister hat das Recht, einen Brief
in welchem sich Zeitungsgeld befindet, o st fr e i an den
Drucker zu übersenden.
Wenn uns unsere eitrftlitten Leser also Geld senden
wollen, so brauchen sie nur zu ihrem Postmeister zu ge
hen, und in seiner Gegenwart das Geld fit einen Brief
an nns zu legen. Er schreibt sodann die Avdreße darauf
uud fraukirt den Brief, wodurch den Subscribeuteu wie
dem Drncker das Postgeld erspart wird.
Die Gerechttgkeits Pflege.
Dem aufmersamen Beobachter der Zeit kann es nicht
entgangen sein, daß fast nur der Geld- und Freundlo
se tue Strenge der Gesetze fühlen muß—vielleicht ein al
ter Neger, oder ein eben sv wenig angesehener weißer
Mensch—der feine« Einfluß, keine Freunde hat, die sich
für ihn verwenden, itttD für ihn die Gnaoe dej Gouver
neurs anflehen. Solche werden gehängt. Da die Gna
de des höchsten Beamten nicht angerufen wird, so leistet
der Galgen seine Dienste. In andern Fallen, wenn der
Verbrecher Freunde hat, bewirken bereit iHitstrongitiijen
Diese Ultterscheidnngslinien widerstreiten jedem Ge
rechtigkeitsgefuhl —sie rufen Abschen gegen Gefetze her
vor, die so ungleich angewendet werden,' und fordern die
Verbrechen eher, als sie dieselben hindern. Der Gegen
stand läßt sich also trin zusammenfassen, daß ent.veder
alle oder gar keine gehängt werden sollten. Laßt nicht
den Einen ungestraft gehen, während ein Anderer, der
nicht mehr verbrochen hat, die Strenge der Gesetze fnh
leit muß, seither»,', laßt dem Verbrechen unabänderlich
die Strafe folgen.
Es will nichts sagen, daß Einer Jemanden hat, wel
cher für ihn spricht seine Schuld wird dadurch nicht ge^
ringer, und es sollte keinen Unterschied in der BeHand
lung zur Folge haben. Und wie die S tchen jetzt stehen,
so hat der ärgste Mörder mehr Hoffnung auf Begna
digung, als cm weit geringerer Verbrecher. Er entgehl
häufig aller Strafe, während der Dieb in's Zuchthaus
gesteckt wird- Wa.l müssen Verbrecher von der mensch
lichen Gerechtigkeit denken, wenn derjenige der vielleicht
einen Rock stahl, um seine Nacktheit zn bedecken, oder ei
nen Laid Brod, um seinen Hunger zu stillen, durch die
die eisernen Gitter seines Gefängnisses sieht, n. bemer
ket, wie der vorsätzliche Mörder und Todtschläger, mit
einer Begnadigung in der Tasche, freudig der Freiheit
entgegeneilt? Muß nicht Haß und A scheu seine Brust
erfüllen gegen ein Menschen Geschlecht, welches solche
Ungerechtigkeit begehl An Besserung ist bei ihm nicht
zudenken, und
nach Ablauf
Z e i
r,
falls die Zeitung nicht in
ner halb der i frett Hälfte des Zahrs bezahlt wird.
^itung kann nur dann aufgegeben werden, wenn alle
Iluckslande bezahlt sind.
4.) Wenn vor dem Verlauf des Jahres die Zeitung nicht
aufgerundlgt wird, so betrachtet man solches als einen Wunsch
dieselbe für ein anderes Jahr
4
»riefe
u behalten.
50 Kein Unterschreiber wi,d für einen türzern Zeitraum als
6 Monaten angenommen.
Die Berfenduirg geschieht auf Kosten der Unterschreiber,
und
an d»e Herausgeber mußen postfrey
eingesandt
werden.
v 1 ,ndr
ftitd ei.Uat.htettD ein Verbrecher geht frei herum,
nicht, »eil er weniger schuldig war, als Derjenige, den
man zu Tode wür zte, sondern wegen zufälliger Neben
umstünde, wahrend ein anderer, der nicht unter solchen
ähnlichen Umständen lebt, sein Leben am Galgen ver
lieren muß
seiner Strafzeit wird viel-
leicht der Dieb aus Hunger ein Mörder aus Vorsatz.
Ader hierin ist an kein Besserwerden zu denken, bis
das Volk selbst besser wird. Nur wenn der Herr u. Mei
ster (das Volk) Gerechtigkeit übt. werden auch die Die
ner desselben gerecht sein und was vorstehend über die
Erthetlung von Strafen gesagt worden ist, das lißt sich
umgekehrt auch auf die Erthetlung von Belohnungen in
Anwendung bringen. In der Erthetlung von Beloh
mlnqen ist das Volk oft höchst ungerecht. Es überseht
die Verdienste des Frenndlosen u. giebt demjenigen den
Lohn, der viele Fürsprecher hat. Und wie derjenige oft
die härteste Strafe erleiden muß, welcher sie am wenig
sten verdient, so ertbeilt das Volk häufig demjenigen d.
Ochsten Lohn,'der ihn am wenigsten verdient. Wenn
darum das Volk ein Besserwerden will, so muß es erst
fich selbst bessern—erst der Meister, dann der Knecht.
6
ÄÄ
ttinriae
& e «er fc«rte
(St. des Volks.
Tod des Herzogs von Orleans.
Das Dampfschiff Great West^ welches am vori
des
aenSamstag Morgen New Aork von Bristol
kam
bringt
die Nachricht von dem schnellen Tode
Henogs von Orleans, ältesten Sohnes von Ludwig
Milivv und wahrscheinlichen Erbens des franzosischen
5^rones- Als er in seinem Cabriolet einer Straße
von Paris fuhr, wurde sein Pferd unbändig n- lief da
litt u als der 5)erzog aus semem Wagen sprang fiel
Äiett «»Pf, erbiet, eine so starke Ver etzunq am
mtbl„
f.6 et in wenige» Stunde» darauf verschied.
ber
KdniMe»
Ereiqniß
wird
'm lie über d.eftS
beschriebe«
sehr
al« »0» der
KAften und bemerreiiScndfter Slrt. Der »erstorbene
Är,oa war in seinem S2sten L-denSjahre, und fein 41.
Kfter Selm, b- nunmehrige Thronerbe nach dem Tode
tutrcig Philip», ist nur vier Jahre all.
schmerz.
SSSBSi
Gouverneur Runnels, von Missinppi, soll
gen, sich der teranischen Armee anzuschließen. Dem muß
es zu wohl sein.—Aber wann dem Esel zu wohl ist, geht
er auf's Glatteis und bricht's Bein.
Eine alte Jungfer wurde neulich gefragt, ob sie nicht
für eine Zeitung unterschreiben wolle? „Ach nein," sag
te sie, ,.ich mache meine Zeitnngen selbst.—Magst wohl
Recht haben, alte Schachtel es giebt viele Deines Ge
schechts, verheiratet und unverheiratet, die durch inre ei
gene Zeitungen oft Land n. Leute in die Wolle bringe».
0—
i s u n a e e i A n 2 7 u i A
üends um 6 Uhr, regnete es Fische in Newhaven. und zu
gleicher Zeit herrsch:e ein starker Hagelstnrm die Fische
'vllen ettte Art Blaufische und ein bis sechs Zoll lang ge
wesen sein. Eine ziemlich große Iahl derselben fiel in der
Aorkstraße. Montag zuvor soll es gleichfalls während cv
nein Hagelsturm Slams in Albany geregnet haben.
Wenn dieses so fort geht, wird es uns bald gebratene
Fische u s. w. in den Mund regnen, u. Niemand sich iv
ber harte Zeiten mehr zu beklagen haben. (Weltb.
(Für den Demokrat eingesandt.)
er. «lnton, Stark Caunty. Ohio, gedruckt und herausgegeben von W. A o tv nasel u
n» S
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mmmamnm.rnu
Freitag, den löten August, RKM2.
Die deutsche Temperenz Gesellschaft.
Wenn der Menschenfreund die Umtriebe der Tentpe
renz^ach.', die man täglich Gelegenheit hat zn sehen,
betrachtet, so muß er unwillknhrlich seinen vollen Unwil
len dagegen laut werden lassen, da man anstatt zn dem
wahren Mittel zu greifen, wodurch sowohl das Laster
oer Trunkenheit als auch manche andere Laster ausgerot
tet werden könnten, zn einem Mittel die Zuflucht nahm,
welches aller Vernunft widerspricht, den Menschen in sei
iter Würde als vernünftiges Wesen seines freien WiL
lens beraubt, entwürdigt und gar dem Ttnere gleichge
stellt.—Nur durch vernünftige u freie Maßregeln kann
eilt Velk auf die Stufe sittlicher», geistiger Bildung er
hoben werden, ohne diese wird es immer wieder iit Rück
fall gerathen oder der Sclaverei entgegen qehen. Uustrei-^. ,-~
tig hat es aber immer verdorbeit? Leute gegeben, welchv"^11^
allen wohlthätigen Verbesserungen frech
ten und durch ScheiiUmligkeit Über die schwächern und
kurzsichtigen Menschen zn erlangen suchten, um sie zu ih
ren Werkzeugen zn machen c6 war n i e ihre Absicht,
wohlthätig auf die Menschheit einzuwirken, sondern sie zu
rückjiiiühre i in das Reich der Finsterniß,
tiU^
ou?
.. .. lUi4 i\ir
mit
gestörter ihre schivarzen Pläne ausführen zn können.—
Und ans dieser letzteren telle sind auch unsere henki
n Teinpren Gesellschtften entsprungen. Sie tragen
deutlich genug den Stempel der Aristokratie an der Stir
ite, welcher sie früher oder später als Mittel zur Aasfuh
rung ihrer schwarzen Absichten dienen werden. Anstatt
die Jugend durch vernünftige Lehrer zur Tugend heran-
führt nmii fie fdiaamtroEifc in teil ©traßeii einher
KS
Natitr zur Erqnickuug darbietet.—Dies ist iit der That
eine traurige Erscheinuitg im Lande der Freiheit, dessen
Institution das Volk berechtiget, sich selbst zn regieren.
Die Deutschen haben sich utdessen stets v. solchen H)
cus Poeii8 fern gehalten sie haben in manchen Dingen
ihren Mitbürgern anderer Zungen als Master vernnuf
tiger und ruhiger Besonnenheit gedient am allerwenig
sten haben sie sich unter die Vormundschaft it
Ohne zu widerlegen, daß eine Mäßigkeits Gesellschaft
für solche unverbesserliche Säufer von Nutzen sei, bleibt
die Hauptsache jedoch immer verächtlich, weil dadurch an
der? hineingezogen und in ihrem freien Willen beschränkt
werden.—Wahrscheinlich
liegt aber diesem Unternehmen
ein anderer Plan zum Grunde, nämlich der der Spekula^
tion dieses dürfte jedoch ein großer Mißgriff sei», weil
man die Vögel gewöhnlich an den Federn erkennt und sie
durch dergleichen Ränke it. Schwänke keinen Anklang fin
den werden—Der vernünftige Deutsche wird seinen Na
men gewiß nicht auf die Liste der Säufer setzen, und sich
auf diese Weise das Siegel der Trunkenkeit selbst auf
drücken er wird nach wie vor so viel essen und trin
ken, als seine Casse erlaubt und seiner Gesundheit an
gemessen ist. Ebenso wird sich's Jeder angelegen sein
desto un­
znbiloen, anstatt kurzsichtige Menschen zur Erfeiuttiiiß .. V"'
Mt it. Vfilfivhp III !llU'[
111 v
ihm »ihre» «-stimm.,».,... Würde zu fiilimi, wsdurch!"er vo^l-S Zattam« geuejfe«.
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oh'h m'rV'n fiv.J solche bittere Ersai'.fNi'.g.'N
toiuttcit
Cf"'®ir
und Zucht ei­
ner Gefellshaft gebeugt, die zum Zwecke hat, den Men
fcheit seines freien Willens zu berauben.
Nur einige musterhafte Trinker, welche hinlängliche
Beweise ihrer Laster gegeben, kamen kürzlich aufdeu Ein
all, sich als Muster der Solidität ihren deutschen Mit
bürgern gegenüber zu stellen, uud das Werk der Refor
mation zu beginnen. Zu diesem Zweck hielten sie am ver
gangenen Samstag in einer hiesigen Temperenz Halle
eine Versammlung, wo ein 5?err, welcher, wie es heißt,
wegen seiner berühmten Rednergabe und son stiren ans'
gezeichneten Talente überall zuvor das vrästdinm führte,
auch hier als Präsident siiurtrtc -nebst einem V ceprä
sidenten und Sekretär, agirte ein anderer Trunkenbold
als Polizei- Diener und Tkürsteher. Die Versammlung
war, wie sich voraussehen ließ, klein, ein Beweis, daß die
Anzahl der deutschen Trunkenbolde hier nicht groß ist.—
Nachdem der Präsident eine abscheulich schöne Rede ge
halten und erklärt hatte, daß Niemand gegen den Zweck
der Sache reden dürfe, war natürlich alles abgemacht
nur fünf oder sechs der Anwesenden sollen sich erklärt ha
ben, außer Porter, Ale, etwas Bier, ic., nichts mehr zu
trinken als Wasser, Kaffee und Thee.—Gegen unser va
terländisches Getränk, den W e i n haben sie ihr nnwi
derrnfliches Verdammnngsnrtheil ausgesprochen. Es mag
sein, daß dieser edle Rebensaft unsere Reformatoren oft
schon in die Gossen geworfen hat allein daran ist sicher-Charakter
itch nur Unfähigkeit, sich selbst zu beherrschen, Schuld ge
wesen, und nicht das edle Naß.
i|J»^|illli| —I ».'Pk II Ml I' I .II.LHW
warnen.
Daß die deutschen Trunkenbolde ihren Landsleuten
noch feilte Ehre gemacht haben, kann nicht widerstrit
ten werden es wäre deshalb am zweckmäßigsten, und
den Deutschen von großem Nutzen, wenn unsere vor
Leblich reformirten Säufer Alles aufbieten wurden, al
le ihre deutschen Sanfcollegen mit sich zu versammeln,
und samntt und sonders nach dem Salzflusse zu »an*
dem, welcher Ort gewöhnlich den unverbesserlichen A
ristokraten angewiesen wird, um dort ihr Werk nnge
stört auszuführen, man darf versichert sein, daß selbst
die deutschen Wirthe ihnen Gluck auf den Weg wün
schen werde».
M%xa «c.neru °°ergriper»«.r,a.»ml.u.gen freundschaftlich
den Tauuship-Veriammluugen durch eiumüthiges Wir
ken dahin zu streben suchten, unsere Wünsche anznfnh
reit.
Durch ein solches Verfahren würden wir wenigstens
soviel sichern, daß die demokratische Partei zum min
de steil so viele Kandidaten unserer Vorliebe aufstellten,
als uns im Veroältniß zu unserer Stimmenzahl zu
fviunt. Und bei der Aufstellung der übrigen Eandida
teu w.ro man darauf bedacht sein, uns wenigstens keine
uns verhaßte Männer aufvurdcu zu wollen. Erst
dann, wenn wir dieses errungen, können wir den voi
leit vernünftigen Genuß unserer Bürgerfreiheit haben.
Das andere ist blos ein gutmüthiges Fürliebnehmen
mit dem, was man uns gnädiglich offerirt, was wir
allenfalls auch unter einem Könige oder Kaiser thittt
konnten, wo wir es gewiß nicht Freiheit nennen würden.
Nack) diesen einleitenden Bemerkungen, die ich jedem
meiner deutschen Mitbürger zur eruitlicheu Ueberleg
ung anempseylen möchte, will ich i.n nächsten Blatte
kurz darzulhuu suchen, was wir schon jetzt in Bezieh
ung auf oie nächste Präsidenten Wahl thuit sollten, um
viele uns wichtige Vortheile zu sichern, deren Verlust
wir zu spät bereuen möchten.
beabsichti^lasien^weniger Unterrichtete vor einem solchen Netz zn Hand und betrachtet die Karte von jener Gegend,"^
Mehrere deutsche Freunde der Mäßigkeit.
(Ans dem Demokrat.)
Auch
ein Wort
über die nächste Präsidenten-W «hl möchte für unsere
zahlreiche ititD immer zahlreicher werdende deutsche Be
völkerung nicht unzeitig sein.
Wir sind bereits so mächtig geworden, daß wir die
politische Wagschaale entschieden nach derjenigen Sei
te senken können, auf weiche wir unser Gewicht legen,
vorausgesetzt, daß wir so einmuthig bleiben, wie wir
bisher fast ohne Ausnahme auf ver demokratischen
Seite zu unserer Ehre und des Landes ^egeu stets ge
funden worden sind. Aber unser demokratisches Wir
ten bestand bisher fast lediglich darin, die von nnsern
eingeborite.! demokratischen Freunden und Mitbürgern
anempfohlenen Kandidaten nach Kräften zu unterilüz
zen. Darm liegt aber noch lange nicht der volle Ge
nuß der Freiheit, die uns zusteht. Wie oft haben wir
nicht fnr Männer unsere kostvareu stimmen eingelegt,
Vie für uns tetne andere Empfehlung hatten, als oaß sie
von der eine» oder der anderen demokratischen Dele
gateu-Ccuvention zu Candivaten aufgestellt waren.—
#ast niemals, oder doch nur selten und in unbeoeuteit
oeu Fallen, traten wir zeitig genug mit nnserm Ein-
tint tte Auf|teUneven Kandidaten zu sichern,
uii)tini Geichittacte imdmt)mi Wuu|chcit jagten.
mir rtto iMivrh mnovii (Vnt^n^ Uo.
ÜSie oft l)xtbeii wir oagegen die ourch unfern Einfluß be
w i i k e A a y v o n e a e n e e u e n s s e n i e w i
niemals zu Eaudidateu ernannt haben wnroen, und die
oteueichr nur ourch Bestechung Der Delegaten
[—das
leichteste und daher ublichite Mittel, sich ans den Wahl
zettei zu stec leu- zu einer Erucunnug gelangen konn
cen. jJtnjU'ich wir zn solchen Suojekten vielleicht nicht
oas geringste Vertrauen hegten, mußten wir doch fur
ott'ieiuen jtimmen, um wenigstens die Gegenpartei als
ein größeres Hebel soviel als abzuhalten, während wir
vielleicht ut unserer eigenen Mitte, oder unter unser»
englisch redeuoeu Bekannte», Maimer besaßen, die in
jeder Hinsicht viel fähiger waren, und wegen ihrer Ehr-
wir Vermel-
""r ijen.y und imter.'inauCer
Der alte Freimund.
e e n z a e
Da oer Vertrag, den unsere Regierung mit dem
englischen Bevollmächtigten, Lord Ashburton, abge
schlossen hat, bald dem Senate zur Genehmigung wird
vorgelegt werden, und da die Schlichtung der norddst..
lichett Grenzftreitigkeit der wichtigste Punkt dieses Ver.
träges ist, so erwähnen wir mit kurzen Worten den
dieses Grenzstreites.
In dem Friedensvertrage, welcher 1783 mit Eng
land abgeschlossen wurde, und mit dem der Revoluti
onskrieg endete, weil England die Freiheit und Uuab
hängigkeit der Vereinigten Staaten förmlich anerkann
te, "wurde die Grenze zwischen dem Staate Maine,
(welcher damals noch zu Massachusetts gehörte,) und
Canada folgender Maßen bestimmt: „Von dem twrd
westlichen Winkel von Neuschottland, nämlich demje
nigen Winkel, welcher durch eine von der Quelle des
St. Croir Flusses grade nordwärts nach den Hochlan
den gezogene Linie gebildet wird, dann entlang dieser
genannten Hochlande, weiche die Wasserscheide bilden
zwischen denjenigen Flüssen, die sich in den St- Lorenz
ström ergießen, und denjenigen, die in den Atlandi
schen Ozean fallen, bis zu der nordwestlichen Quelle
s Connecticut Flusses, ?c ic."
Nimmt man nun irgend einen genaue» Atlas zur
(Nummer 6
wird man mit Leichtigkeit die Grenzlinie bestimme»
können. Aieht man nämlich nach den Worten des Ver
träges von der Quelle des St. Croir eine Linie gerade
nordwärts, so kommt man zwar über einige Anhöhen
diesseits des St. John Flusses, aber zu eiiier.Kette v»
Anhöhen, einer Bergkette, welche eine Wasserscheide
zwischen den in den St. Lorenz und den in den Atlan
tischen Ozean fließenden Flüssen bildet, kommt man
erst weit jenseirs des St. John Flusses, unter dem.49»
Breitengrade. Von dort kann man dann ununterbro
che» dieser Bergkette folgen bis zn der nordwestlichen
Quelle des Connecticut Fluffes, und diese Bergkette,
keine andere, bildet die erwähnte Wasserscheide. Matt
sollte kaum denken, daß eine so klare und bestimmte
Beschreibung noch einen Grenzstreit zulassen könnte.
In der Tbaf wurde auch immer diese angegebene Linie
als die richtige Grenzlinie angenommen, ohne daß
England ein Wort einwendete. Erst vor einigen Iah
reit fiel es der englischen Regierung ein, eine ganz am»
dcre Grenzlinie zn fordern. Man fand nämlich, daß
das Flußgebiet des St. Joint von außerordentlicher
Wichtigkeit für die englischen Besitzungen sein würdt,
besonders in militärischer Beziehung. Man machte also
mir nichts dir nichts Anspruch«' an dasselbe, und zog
die Grenzlinie für den Staat Maine so weit südlich v.
dem St. Johns, daß das ganze Gebiet dieses FlusseS
auf die Seite Canada's fiel. Einige Anhöhen, die sich
zufällig dort fanden, wurden als die im Vertrage ge
nannten Hochlande angenommen,—aber wie man die»
se zur „Wasserscheide zwischen den Flüssen, die sich trf
den St. Lorenzstrom ergießen, und denjenigen, die in
den Atlandischen Ozean fließen^—zu welchen letzern
der St. John selbst gehört-machen konnte ist nicht flat
geworden.
„Mit dein Schwert tewcißt dcr Scythe
Und dcr Pcrftr wird zum Knecht."
Die V. Staaten schienen aber sich zum Gegenbeweis
se bereit zu halten. Durch den Vertrag zu Ghent wiir*
de dann die Sache dadin abgemacht, daß dcr König yi
Holland der Schiedsrichter in dieser Streit-Sache fem
sollte. Dieser aber, anstatt die Sache für die eine oder
die andere Partei zn entscheiden, bestimmte eine neue,
Grenzlinie, die mit den Worten des „ursprünglichen"
Vertrages auf keinerlei Art und Weise übereinstimmt».
Er nahm nämlich von der, nördlich vom Croir gezoge»
neu Linie an, die Mitte des St. John Flusses bis z
M'lndung des St. Franzis, und dann die Mitte di
Flusses bis zu seiner nordwestlichen Quelle je. zu
Grenze an.—
Durch diese Entscheidung hätten die Engländer rnt*
gefähr zwei Millionen Acker Land vom Staate Mail«
erhalten, während sie selbst gegen sieben Millionen Äp»
ker, oder Eindrittheil des ganzen Staates, forderte^
Die V. Staaten weigerten sich aber, die Entscheidung
des Königs v. Holland anzunehmen, weil es nicht sei»
ne Pflicht war, eine neue Grenzlinie anszulegey,
dent blos zu entscheiden, ob die von England odfr
von den Ver. Staaten geforderte Grenze die in dem
Friedensvertrage von 1783 gemeint sei- ,.
So blieb die Frage unentschieden, und veranläßt^,'
wie bekannt ist, unter den Bewohnern von Maine uttb
Neu Brannschweig seit einigen Jahren mehrere njcbt.
unbedeutende Fechtereien, indem beide Theile auf dl4
Jurisdiktion u- Benutzung der vielen reichen HblzunK
en in dem bestrittenen Territorium Anspruch machte
England schien diese Streitigkeiten zu nähern, tu an
denselben nöthigen Falls einen Krieg mit den Vereis
Staaten entspinnen zu können. Dieses würde gewH
auch das Resultat gewesen sein, hätte nicht unsere ,3$^,
gienmg unter Herrn Van Buren bei der strengsten
Häuptling unseres Rechtes die größte Mäßigung in dep
Verhandlungen beobachtet, obgleich die Britten'fast inz.
titer mit ihrer gewohnten Arroganz aufträten. Da cnw
(ich England wegen vieler Verluste in feinen ostindiscA
eit Besitzungen und wegen seiner gedrückten Lage seilte
Kriegslust zu Hause abgekühlt hatte, sandte es cin$.
außerordentlichen Gesandten, Lord Ashburton, um die
Greuzstreiiigkeit und einige andere, weniger wichtige
Streitigkeiten friedlich zu schlichten..
Die Unterhandlungen darüber haben nun mehmlf
Monate gewährt, und haben zu dem EingangserwalL
tteten Vertrage geführt. Ueber diesen werden wir upM
nächstens umständlicher aussprechen. CPH. DentV
In 1840 erklärten sich die Whigs für einen WechM
beider Aemterverleihnng n stellten daher den Grun^
satz auf, daß ein Beamter nur einen Termin dienchl
sollte. Ebenso erklärten sich die Whigs in 1840 gegen
die Einmischung von Beamten in Wahlen. Wie aber
halten sie Wort? haben sie nicht Herren Corwin,, de«
Wagenbuben, zum zweitenmal zum Gouvernörs-tzyB'
didaten aufgestellt, und durchstreift dieser nicht den gan».'
zen Staat um Stimmen zu werben? Wo ist demnM'
die Wahrheitsliebe und Cousequenz der Whigs gebl^e
ben? Uns scheint es wahrscheinlich, daß sie ihr Gs-.'
dächtttiß im Hardciderfasse liessen, oder daß ifie Copy'
zum Raubthter- und Fnchsgeschlechte gehörew nnö w
Füchse jährlich ihren Balg und Ansichten wechseln.
Die Whigs wollen statt der BkoÄhütte^ 'nW
Dreck oder Lehmhütten erbauen- /.
Dieß ist ganz ihrer Natur gemtrs^—Maulwtzrße^
Dächse, Bentelrazen, Stinktbiere u. s. w. sind gewöhM^
unter der Erde zu leben. Oder wölken die Whigs hei
Volke damit andeuten, daß sein Wohlstand noch mej
heruntergebracht werden solle, daß eine Blockhütte e^t
Vi aute Wohnung für das niedrig geborne Volk sei,
dasselbe mit einer Lehmhütte recht wohl für lieh ne
men könne? Wrr wird und Auskunst geben Mm

Sul'scriptions-Prcis i5 E i al e u. 50 E e n tS,
Vorausbezahlung, oder a e
Mifhebung der Strafe. Die Folgen'da-
asgg that Dir, Thor Dem Vaterland?—Daß Dlr bey seines Ramens Schall—Das £erj nicht höher schlägt?'
in den Wea tm--

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