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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, April 14, 1843, Image 3

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türdige
(AuS dcr Neu-Porker StaatS-Zcitung.)
a n k u 1 0 e r- i e k z i e a s
seue fvinitätdamth'che Verordnung, die Bescbueiduug
israelitischerKinder betreffend, enthält eineBeftimmung,
die, wie man nachträglich erfährt, den Orthodoren gro
ßen Anstoß gegeben und gegen die auch bei der höchsten
Staatsbehörde, unter deren Auspicieu die Verordnung
erschien, von einer gewissen Seite her mancherlei Be
denken erhoben worden sein sollen. An dcr bercgten
Stelle nämlich heißt es Israelitische Burger uudEiu
wohuer, in sofern sie ihre Kinder beschneiden lassen
wollen dürfen s i ch dabei k. Hiernach nun wäre
die Beschneidunqs-Ccrcmonie, wenn schon von Moses
geboten, von Staatswegen um so gewisser als a u l
a i v anerkannt, als sich durch die dieselbe, unsern
politischen Einrichtungen zu Folge, keineswegs die Er
werbuug bürgerlicher Rechte bedingt, sondern es bei d.
israelitischen Bürgern Frankfurts nur der Anzeige der
Eltern bei dem sogenannten Kastenamte bedarf, um
mittelst des unter her Obhut dieser Behörde stehende»
Hauptbuches denCivilbestand des Neugebornen in vor
kommenden Fällen außer Zweifel zu setzen.
a u u s ch w e i g, 24. Febr- DieVerhaudlungen
unserer Ständeversammlnug nehmen einen raschen
Fortgang» Die für die Eisenbahnen nach XNnutovcr u.
Harzburg geforderten Summen sind bereits genehmigt
auch das Budget naht sich seinem Ende, öbschon der
allerdings enorm hohe Militär-Etat zu vielen Debatten
Veranlassung gegeben. Die Parforce- Jagd, jenes mit.
telalterliche Institut, ist abgeschafft.
5 it i ch, 23- Febr. Die Verweisung .tzerweqbs aus
Zürich wird, wer weiß es iit der Zukunft vielleicht
für eiu bedeuteuderes Ereignis: gehalten werden, als es
gegenwärtig deu dabei Betheiligten zu fem scheint. Je
denfalls freuen wir uns, die nachfolgende Petition mit
theileu zu können, als die Stimme eines durch Wisse«'
schaft und Charakter gleich ehrwürdigen Mannes, die
selbst anf Gegner Herwecchs im Großrathssaale ihren
i e e n E i n u k n i v e e a
e i i o n e s n o O k e n
a n e n o e n a k i n e A n e
legenheit Herweghs- Tit. Die Verweisung
des Dichters Herwegb ist ein so ungewöhnlicher und
daher unerwarteter Vorgaug, daß er nicht anders alv
die wichtigsten Folgen nach sich ziehen muß, sowohl für
den Betroffenen, als für Kunst und Wissenschaft, und
selbst für uusere Universität. Es hat sich bei d.Bekannt
Werbung desselben ein unheimlicher Schrecken meiner
bemächtigt, und ich fühle mich, augetrieben durch das
Wohl der wiffeuschaftlichenCnltur, verpflichtet, mit der
Bitte vor den hohen Gr. Rath zu treten, die Folgen
diesesVorgangs wenn nicht aufzuheben, doch zn mildern
Das Recht eines solchen Verfahrens kann natürlich
nicht Abrede gestellt werden, da man einmal fast in
der ganzen Welt der Fremde rechtlos ist uud von der
Polizei nach Belieben weggewiesen werden kann. Auch
handelt es sich hier keineswegs um das Recht, welches
immerhin Menschenprodukt und mithin willkührlich ist
sondern um höhere Betrachtungen, nämlich um die
manchen begünstigte» Talenten von Gott verliehenen
höheren geistiqen^rafte, welche nicht blos Achtung, son
dern auch Pflege u. Schonung verlangen dürfen, wenn
sie sich etwa einmal gegen die Gesellschaft verstoßen,
was bekanntlich bei ungewöhnlichen Talenten nichts
Ungewöhnliches ist. Es ist keineswegs zu laugnen, daß
das durch die Zeitungen bekannt gewordene Benehmen
Herweghs das Gepräge der Jugend uud mithin berlln«
erfahrenl)fit zeigt. Er ist aber dafür so unmittelbar u
hart bestraft woxden, daß an einen Rückfall wohl kaum
zu denken ist. Wenn endlich überhaupt eiu Wissenschaft
licher Mann etwas leisten soll, so mnß er im Besitze
eines ruhigen und ungestörten Lebens sein. Hätten wir
wohl die erhabenen Tragödien von Schiller bekommen,
wenn man ihn, nachdem er vonStnttgart geflohen war,
zu Manheim, Rudolstadt uud Jena fortgejagt hätte
Wer hatte wohl den M-'th oder die Kraft, ein ruhi
ges Gewissen zu behalten, wenn er sich sage» mußte, er
•habe b. Welt die Feindlichen Brüder^,deu ,Walle»stem
und den Wilhelm Tell' geraubt Mau nng vou Herr
weghs Gedichten deuten, was man will die Erschei
nunq. welche einzig dasteht, daß sie in so kurzer Zeir 5
Auflagen erlebt haben' und in vielen Tausend Erem
plaren in Deutschland verbreitet und mit Euthusias
mus gelesen werden, ist ein Beweis, daß sie in hohem
Grade die Eigenschaft von Gedichten besitzen, nämlich
ein ganzesVolk zu erfreuen und zu bereiten. In solche
Wirkungen Hemmend einzugreifen, kann ohne Gefahr
nicht geschehen. Was Herwegh noch leisten wird, liegt
freilich in der Zukunft verborgen nach einem solchen
Anfang aber darf man Tüchtiges erwarten» Setzt sich
aber die Verfolgung fort, so kamt es nicht fehlen, daß
sich Bitterkeit in das Gemüth setzt und den ganzen Ent
wickelungsgang des Dichters stbrt- Er darf auch nicht
isolirt leben, sondern muß Anregung v. der Gesellschaft
erhalten er muß an einem Orte leben, welcher ihm
die literarischen Hilfsmittel der mannigfaltigsten Art
gewährt. Es gereicht Zürich nicht zu geringem Ruhm,
daß es mehre Bibliotheken, wissenschaftlicheEiurichtuu
geu uud eilte Lehranstalt besitzt, wie sie selten anderswo
vorkommen dürfte- Wie sollte ein Gelehrter ohne sol
lchen Apparat vorwärts kommen Auch gereicht dcr
Aufenthalt von Dichtern deu Universitäten zn gro^-x
Belebung, uud mau hat es von jeher sich Ehre ge
rechnet, wenn sich solche einer Universität sammeln
^ena stand in seiner höchsten Blüthe des Ruhms, als
slch die Dichter Schiller, die Brüder Schlegel und No-.
Valis freiwillig daselbst niedergelassen hatten Endlich
kann die Behandlung,irgend cinesGelehrten nicht ohne
Wirkung aus die Professoren bleiben. FremdeGelehrte,
welche nur irgend eine erträgliche Stellung Haben,
werden den Ruf ablehnen, und dieAnweseuden werden,
mit Mißmuth erfüllt, nicht mit der Freude für das Ge
sammte arbeiten, welche besonders bei kleinen Univer
jftäten zu dem Emporblirhen derselben unumgänglich
»öthig ist- Was Herwegh bisher gethan, verdieutWar
nung und vielleicht Drohuug, weil Besserung immer
das letzte Ziel fremder Einwirkung sein muß In
Deutschland hat man es nicht für udthig erachtet, seine
Gedichte zu unterdrücken, ohne Zweifel aus Achtung
or dem Talent. Enthält seine Zeitschrift ahuduugs.
Aufsätze, so steht es ja immer in der Macht der
Polizei, dieselbe zu unterdrücken aber ihn des Landes
zu verweisen, Heißt ein' vielversprechendes und bereits
anerkanntes Talent zerstören.
e n i e e i e E e i n i s s e v o 1 3 n n 1 4 e e n
fortwährend unter allen Zeitungen diejenigen vonGenf
s e s a w e n i s e n i S e s i e u e e E r
scheinung ist noch fragmentarisch Courier nnd Federal
1
K ö n 2 0 e i e e i i o n e A k i o n e e
Rheinischen Zeituugs-Gesellschaft au des Königs Ma
jestät ist endlich abgegangen. Die Herrn Oppenheimer
und Dr. Stucke sind gestern Abend nach Berlin gereist,
um dort die Aufhebung des Verbots noch vor dem 1.
April I- zu erwirken. Man ist sehr gespannt auf den
Erfolg, welchen ihre Schritte haben weide».
K a s u e 2 0 e o e O s i s e i n e
Commission niedergesetzt worden, welche begutachten
soll, ob die Einführung der Oeffentlichkeit und Münd
lichkeit und die Trennung der Gerechtigkeitspflege von
der Verwaltung nicht etwa thnnlich seien. Was man
von der Zusammensetzung dieser Commission, die aus
entschieden tüchtigen Männer« besteht, vernimmt, läßt
gar nicht zweifeln, daß ihr Gutachten im Sinne des
öffentlichen Bedürfnisses, im Interesse der Staatsbür
ger und der lebendigen Wissenschaft ausfallen werde.
Daß l'eide Kammer» die Oeffentlichkeit und Mündlich
feit der Gerechtigkeitspflege ainiehme», kau» gar nicht
in Zweifel gezogen werden, und der nächste Landtag
wird daher dem Lande eine Institution bringen, die je
dcr herbeiwünscht, d. nicht in politischen oder juristischen
Vornrtheilen steckt, und dem daran liegt, daß der Bür
ger auch daS größtmöglichste Vertrauen in die Justiz
setze.
V o n e o i i s e än ze, 15. Febr.
Ma» erfährt aus dem Innern Rußlands, daß die Be
hördett jenes Landes von Tt. Petersburg angewiesen
sind, mit der grbßtcn Vorsicht in Religioussacheu zu
verfahren und jedeGewaltsmaasregel sorgfältig zuver
meiden.
Die Pariser stenographische Correspoudenz berichtet,
daß alle Privatbriefe aus Deutschland darin übereiu
kämen, daß der Herzog vonBordeaur einen Plan gegen
die französische Regierung schmiede. Man erzählt, daß
zwischen der Herzogin von Angouleme und dem Herzoge
von Bordeanr eine Spannung eingetreten sei, weil der
Letztere, dem Wunsche seiner Familie zuwider, sogleich
zur Ansfnhrnnq seines Planes schreiten nnd den Tod
des Königs Louis Philipp nicht erst dazu abwarten
wolle. Der kleine erilirte Hof soll sich stündlich bereit
halte», und Heinrich vou Frankreich, wie die Legitinu
sten de» Herzog nennen, soll eine Reise nach Italien in
der Absicht antreten, um in Venedig die Mittel zu über
legen, unter deren Anwendung er und seine Familie
bei der ersten passenden Gelegenheit in Frankreich wie
der zu erscheine« und den Thron zu stürzen vermögen.
A i e r, 30. Jan. Die europäische Bevölkerung
Algiers ist durch ein neues Unglück wieder in Schrecken
gesetzt worden. AchtziqMann sollen von dem mächtigen
Stamme der Bcni-Menajser in der Nähe von Eher che
geköpft worden fei». Daß etwas Wahres an derSache
ist, beweist der Aufbruch des Geueralgouveruörs, der
sich sogleich nach der Aukiiiift dieser Nachricht mit 2Ba
tailleueu »ach Cbercl ell einschiffte.
z e ». Die Ics»ite»parihei scheint den gegen
wärtigeu Zeitvuukt zurEntwickeliing einer außerordent'
lichen Thätigkeit ausersehen zu haben. Seitdem der
Regierungsrath sich gegen die Einführung dcr Jesuiten
ausgesprochen, ist er publizistisch gleichsam entwaffnet
die Sraatszeuuug der katholischen Schweiz wurde aus
schließlich zu jesuitischen Zwecken gewonnen, und von
ihr die Regierung des RegicrungöiatHes als eine er«
freute bezeichnet. Wie weit eine Regierung im entschei
dend n Augenblicke kommt, wenn sie, wie gcqrmyärng
d. Regiernngsrath vonLnzern, in ihrem eigenen Schöße
von Gegnern betrachtet werden kann. Hat man in Lu
zeru auch schon erfahren. Nun werden auf einmal die
Gebetvereind wieder in Bewegung gesetzt. Die katholv
fche Kirchenzeituuq uud die katholische Staats, eitung
machen die Gebetvereine besonders auf die Wichtigkeit
der Aufgabe aufmerksam, die der katholische Vorort für
die Eidgenossenschaft zn lösen habe.
In der ,Rheinischen Zeitung' wird der Verein, der
sich zur Unterstützung der sieben Göttinger gebildet Hat
te, aufgefordert, sich Jordan's anzunehmen, tev jetzt
schon im vierten Jahre ai,ß?r aller literarischen und a
kademischeit Thätigkeit sich befindet uud ungeachtet der
langen Unfälle einer mehrjährigen strengen Haft im
Staatsgefängui',',e uud der dadurch veraulaßteu Unter
grabung seiner Gesundheit mir eine sehr geringe Besol
dung l'czieht, und auf diese Weise sich durch eine neue
'länzende That die Herzen des deutschen Volks zu er
werben, da Jordan ja eben wie sie ein entschiedener
Kämpfer für die Freiheit, das Recht und dieVerfassuttg
ist- Zugleich wird ein Artikel vom vorigen Jahre, der
von Jordans Schicksal handelte, dahin berichtigt, daß
die Akten von dem Marburger Obergerichte nie an die
jetzt aufgelöste Uittersuchungscommisstou zu Mainz be
Hufs eines Urtels gelangt sind, sondern daß die Ent
scheidung noch bis auf deu heutigen Tag von diesem
Obergericht, wo seither der ganze Prozeß verhandelt
wurde, zu erwarten. Eine Langsamkeit und Zögeriiug
in einer solchen Sache, die noch mit dem Wohl und
Weh einer ganzen Familie verwachsen, ist in der That
unbegreiflich. Wenn auch der Umfang der Streitfrage
noch so compendiös und verwickelt sein mag, so habe«
doch 4 Jahre 48 Monate, und man sollte hoffen dürfen,
daß man innerhalb dieser Zeit wohl Gelegenheit fände,
diesem Manne sein schuldiges Recht zu sprechen. Jordan
wird noch immer in seinem Hause aufs Strengste be
wacht, beim Ausgehen v. einem Gendarmen mitscharf
geladenem Gewehre begleitet und hefft wohl so lange
aufseht Urtel, bis der Gram seine zerütteie Gesundheit
völlig unterwühlt hat. In seinem Prozesse, der mit der
größten Heimlichkeit betrieben wird, erwartet man nun
freilich bald vom hiesigen Obergericht das Urtel, aber
das Bild hat sich schon so oft wieder hinausgeschoben.
Ebenfalls in der ,Rheinischen Zeitung' wird inVersen
dem Leipziger Vereine empfohlen, des Professor Hoff-
sind sett jenen Tagen noch nie in ihren gewöhnlichen ntau in Breslau zu gedenken, der ohue Peusion abae
Umfang ausgegeben worden, uud weder dcr Inhalt setzt worden uud auf'die deutsche Theiluahme das groß
die,er Zeitungen, noch derjenige dcr beiden andern de. te Anrecht hat: ,der Mann, des kühnes Hoffen gleich
friedigt den nach Aufschlüssen begierigen Leser- Halte» Lanzen vorgedruugeu, der, Augen frei und offen, fein
wir uns dagegen an die Korrespondenz Nachrichten iniLied dabei gesungen, der nach dem Vaterland als den
andern Blattcnt, namentlich in dem Lourier Luisse, so Polarster» blickt' 2c.
erscheint es immer wahrscheinlicher, daß der ganzeVor-1 Mi 6 haudluug e i.u es Vaters durch
fall, der Genfs politisches Lebeu unstreitig "für lauge
zerstört hat, auf einem vorbedachten Plane der Parthci
beruht, welche ihren Hauptsitz in St. Gervais hat
e i n, 19. Febr. Der Finanzminister von Bo
delschwingh soll dieserTage bewiesen haben, daß er dem
allgemeinen Wohle den Vorzug vor dem finanziellen d.
Ministeriums wohl einzuräumen vermag Das Gene
ral-Postantt nämlich sott selbst darauf angetragen ha
ben, dte Briefportos und Passagierbriefe endlich herab
zusetzen- In deu Berathunten darüber soll das Finanz
ministerium seine Einwilligung gegeben haben, so daß
also das bedeutendste .vtndcrmß einer längst nothwen
digei Reform des Postwesens beseitigt ist,
s e i n e ö e u e i i 1 e E i n e
schreckliche Mißhandlung, die—die Feder sträubt sich,es
niederzuschreiben—vou 2 Töchter» au ihrem alten Va
ter begangen wurde, ist so eben entdeckt worden. Die
Behörde hatte vernommen, daß in Dalheim schon seit
langer Zeit ein Mann vermißt werde und das Gerücht
umgehe, er werde gewaltsam verborgen gehalten. Gc
richtslcamtc begaben sich nach dem bezeichneten Hanse,
wo sie von den beiden Töchtern des Vermißten, den
einzigen Bewohnern des Dauses, empfangen wurden.
Man stellte sogleich eine sorgfältige Untersuchung an,
nnd als man eine niedrige Thür in eiuemWiukel offne
te, drang aus dem dunklen Loche eine menschliche Stim
me. Mail brachte Licht herbei und erblickte in einer
Art Verließ, welches 6 Fuß ius Gevierte maß, eitteu
alten Mann, dcr auf bloßem Stroh hingestreckt lag und
nichts als ein Hemd und eine baumwollene Westean
hatte. Sein nacktes Bein war an eine senkrecht titdcit
Boden geschmiedete Kette befestigt, so daß es dem Kör
per nur wie ein Zapfen dienen konnte, um den er sich
bei aufrechter Stellung bewegte. Ein Hattfett faules
«streb nnd ein altes Kopfkissen auf einem ebenfalls
halbfetten hölzernen Boden war das Lager desGreises
und das ganze Geräth des Verließes. Der die Lust
verpestende Zustand des Ortes bewies, daß man schon
seit längerer Zeit nicht einmal daran gedacht hatte, die
natürliche» Abgänge der Speisen, die'man dem Gefait
genen gereicht hatte, wegzuräumen. Und die Gfangen«
Haltung dauerte schon 15 Monate 15 Monate lang
schmachtete hier ein greiser Vater ohne Licht und ohne
Bewegung durch seine eigene Töchter Ein sofort Her
beigeholter Schmied befreite ihn von seiner Fessel und
mit aller Pflege uudSorgfalt, die sein Zustand erheisch
te, behandelt, wurde er dann hierher ins Spital ge
bracht. Wohl mochten d. Leiden ihm weniger schmerzlich
sei», da er in einen Zustand der Geistesabwesenheit gc,
ratheit, der mir vo» wenige» lichten Augenblicke» unter
brechen wird. Der Untersuchungsrichter hat eüteiiVer
haftsbefehl gegen die Töchter erlassen, die sich damit zu
entschuldige» suche», daß sie dieAnsbrüchc der Tollwuth
bei ihrem Vater befürchtet und die Strafe, welche das
Gesetz über die Scqucstiruug ciues Menschen verhängt,
nicht gekannt hätten. Bekanntlich lautet nach dem
Strafgesetzbuch diese Strafe, wenn die Seqnestrirititg
über 10 Tage dauert, aliflebeuSlänglicheZwangsarbeit,
uud wenn sie mit körperlicher Mißhandlung verbunden
gewesen, auf Hinrichtung. Wie es hier hat kommen
können, daß die Sache so lang unbekannt blieb, wird
die eingeleitete Untersuchung ohne Zweifel ergeben.
In New-Hampshire ist Gouv- Hubbard mit verstärk
ter Majorität wieder erwählt worden.
0 a t—Eine englische Zeitung meint, daß die
beste Methode, die Füße vor dem Kalt' und Naßwerden
zn bewahren, namentlich bei Thauwetter, offenbar das
Beste sei, auf den Hättdeu zu gehen, so daß die Souuen
strahlen die Sohlen der Stiefel frefchei'nen.—Wa6 sa
gen die Herren Schuhmacher dazu
e u z u a n
w
e k— Ein Mann, Na­
mens Vigelow, der wegen Falschmünzeret im Missouri
Zuchthause saß, goß selbst in dem Znchthause noch einige
Stücke falsches Geld und gab sie einem Mitgefaugeuen,
desseuStrafzeit abgelauf«: war. um feine Ausgaben da
mit zu bestreiten, bis er Beschäftigung bekäme.
Quittungen.
über während der letzten Woche eingezahltes Zeitung
Honorar.
Gottfried Strobel, Bethlehem bis
e o e e i a
Arzr, Wundarzt und Geburtshelfer.
Tanten.
(Ohio) Wallnußstrasjt, Hrn. Heinrich Tascher'S Fr.»»,,
haus ,m zweiten Stock.
ic promteste Ausin.rksamkeit wird a.'cu ihm anvertrauten
Patienten gtwicdmct werden zu billigt« Tedinqunaui.
April 14. 1843. 40. fr. v.
Tuch-Mamlfactur.
Der Unterzeichnete macht seinen Freunden und dem
Publikum achtungsvoll bekannt, daß er hat angefangen
Tuch, Satliictt und Flannch
nach Bestellungen, für das Land zu verfertige». Die
jettigcn, welche darin interessirt sind, wollen belieben bei
ihmaiizurufeu.
Woll-Carte» uud Tuchscheeren wird wie frü
her forgesetzt weroen.
e o e a e
40.6Mt.
Versicherungs- oder Assecuranz Nachricht.
Nachricht wird hiermit gegeben, daß die Direktoren
von der Stark Couuty Assecuranz Gesellschaft, am Iteit
dieses Monats April, eine Steuer oder Schätzung von
ein und e i n viertel Prozent auf die Depostt
Noten in der Schatzkammer am ikten des letzten Fe
bruars, beordert Haben, um deu Verlust des Hrn. John
Chapman zu bezahlen, der sich ereignete a/besagtem.
Tage ferner, eine Steuer oder Schätzung von e n
und e i v i e tel Prozent auf die Depostt Noten
in der Schatzkammer am 6ten des letzten Märzes, um
die Verluste der £rtt- F. Haughey, A Smith und
Jas. Cain zu bezahlen, welche sich ereigneten an be
s a e 1 1 a e e a e n i a n z e n e i
Prozent, welche Steuer oder Schätzung bezahlt werden
mnß au dut Schatzmeister der Gesellschaft oder an die
verschiedenen Agenten derselben, innerhalb 30 Tagen
vom Datum.
i a y e s
Betrag ausgeliehen zu 6 Prozent
Betrag ausgeliehen zu 7 Prozent
Ausgeliehener Totalbetrag
Nicht ausgeliehener Betrag
Besagte Summe v. $ 47,218
wurde ausgeliehen wie folgt
A11 Corporationcn
Summe
Durch andere Versicherungen ge
deckter Theil
Angemessen versicherte Tatalsmnmc
Der an iede» Township geliehene
Vetrag ist wie folgt
N». l. Paris Tswnschip,
2. Wischington
3. Lexington
4. Marlborough
5. Rimischillen
An Stark bounty geliehener Be«
traz
14
15
16
Totalbetrag der
Ernst M- Krakau,
Mlvrmseher,
(7Vcr Unterzeichnete zeigt hiermit dem ver»
-v_/cbrttn Publikum ergebenft an, daß t*
seine bisherige Wohnung verlassen, und nun»
mehr feine» j, die Mamjtraße, zwei Thüren nördlich von
st
Ö
Eisensrohr, in das Gebäude in welchem früher
d»e Apotheke des Hrn D«ktor a ll w i |tch befand, verlegt
hat, woselbst er fein bisheriges Geschäft in allen seinen verschiede»
nen Xhcilcit fortsetzen wird. Er reparirt alle Arten von Stand,
uhrcn, Maiiteluhren, Taschenuhren if. zu den billigsttn Preisen'
UN' garantirt für Feinheit, Accuratejsc und Güte seiner Arbeit'
Mit dieser Anzeige «achter zugleich das geehrte Publikum auch'
d«ra«t aufmerklain, daß er beständig eine ansehnliche Quanti
Juwelen von verschiedenen Gattungen vorrathig hat.—
Kommt, Freunde, Bekannt und Unbekannte, prüfet dte Güte
seiner Arbeit und seiner Waaren, mit Ihr »erdet finden, daß
Dauerhaftigkeit und Aechtycit sich selbst recommandiren.
e i
fiber
den Zustand der Ueberschnß Einkünfte, welche Stark
County betreffen, für das mit dem 31. December 1842
sich endigende Jahr, gemäß des Aktes, betitelt „Ein
2ut für die VertHeiluug uud Verwendung der Ueber»
schuß Einkünfte dieses Staats," passing Marz 1887
Vakanz in den Händen der Fond.
«Commissaire von Stark County,
Januar 1842 48,028, 31
47,348, 00
780 81
74g
oo
Ali Stark County 1,000 00
A11 einzelne Personen 45,502 00
Angelichcuer Total-Betrag
Dmch Mortgage oder Grundei»
gcnthnm gesicherter Theil besagt.
47,348, 00
1,400 00
47,$48 00
1,000 00
Ausgeliehener Ietal.S8ttr*s
Betrag, gegenwärtig unter ge»
richtticher Eintreibung
Betrag, gerichtlich collektirt
Der Betrag des jährlichen Einkom«
mens von besagtem Fond für da#
Jahr 1842 ist, wie folgt
Petrag, empfangen von Gtark Co.
Betrag, empfangen von Corpcrationen 62 22 «0
Betrag, empfangen von Individuen 3,129 30 7
Total-Einnahme von besagtem
Fond für 1842
'Don weicher Einnahme für Sehu»
leu bestimmt wurde ?,401 41 8
Don welcher Einnahme für Start
bestimmt wurde 840 39 9
Total.Einnahme von besagte« Fcnd
für 1842
Ausgaben, in der Verwaltung besagten
Fond» während dem vergangenen
Jahre:
W. Dunbar, empfangen und aus»
gezahlt aus besagtem Fond
Zohn Vretz, Lommissair-Gchalt
Zacob Schlott
Vetet Stimme!
Arnold Lynch, Recorder
Daniel GotschaU, Druckerarbtit
Peter Kaufmann
Ausgaben
für das
3ahr1843 176
bescheinigt
Schatzmeister.
Wir, die unterschriebenen Fond.Comniiss«ire bescheinigen hier«
mit, daß »erstehender Bericht eine richtige und treue Darstellung
ist ron der Verwaltung und dem Austande des Theils der Ueber»
schuß.Einkünfte, welcher Stark County betrifft, für damtt de«
3t. December 1842 sich endigende Jahr.
47,24« «0
60 83 7
*,94» 39 4
iioissi luiJLS,
MK iOSK
JOB WORK,

E u o i sch e.N a ch i ch e n.
e V a e 6 S i i u 7 i i e 3
Joseph Tiedler, do
Peter Gräter, Clinton
No. 46 Ig
28
33
Canton den 14. April, 1843.
E a n o n e n 1 3 A i 1 8 4 3
H. Osnalmrz
7. Sandy
8. Pike
9. iant»n
10. Pliin
11. Ute
12. )acts»n
13. Perry
14. Bethlehem
15. Zucker £rfrf
16. Tusc«rai»a
17. Lawrence
3«hit Gaston
D. Gctschall, Schreiher»Gohalt
in Eanton, Stark County, Ohio.
Eanton. Apr. 14. 1843. 40-4m Ernst M. Krack au.
48,028 31
1,000 00
46,248 00
45,648 00
5,800 00
1,050 00
1,550 00
900 00
200 00
2,475 00
1,150 00
900 00
7,612 00
1,850 00
2,050 00
5,646 00
6,95.1 00
3,150 00
1,200 00
700 00
3,100 00
Daniel Gotschall, Schr^ib^p.
5. Januar, 1843.
662 00
138 00
3,843 35 4
60 00
8 00
18 00
12 00
3 75
11 50
7 50
4 50
50 00
Peter Stimmel,
John Bretz,
Jacob Schlott.
Fond-«!emmi^?
Really mid expeditiously...
printed at this office.
Of all kinds, in letter press»
wal.lv si aid expeditiously
printed at this off lee,
on
moderate terms-*

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