OCR Interpretation


Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, July 19, 1844, Image 2

Image and text provided by Ohio History Connection, Columbus, OH

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn85025661/1844-07-19/ed-1/seq-2/

What is OCR?


Thumbnail for

10*
V o n
meinen
»*.
MakerlÄttdsfrmtti»
und Geist der Zelt.
K s i e n
Ismes N. yoie
(von I n t.)
s i e n
etorfle i« Natt»«.
von Pcnnsylvanien-
DüVid Tod.
Wo Freiheit «ohnt, da Hi mein Vaterland.
Canton, Freitag den 19ten Juli 1844.
Erwähler Zettel.
Genatorial: Joseph H. Larwill, von Wayne.
Dawty Utter, von Clermont.
o n .j e ß.
1. Dtstritt Tlayton Webb, von Hamilton,
i a e i a 1 3 u i I A e
ist zwar scheinbar die Ruhe wieder hergestellt
allein der Funke des Aufruhrs glimmt noch fort. In
dem eigentlichen Stadtbereich ist zwar Ruhe allein
anders ist es in Southwark es ist daselvst der Nati
vismus noch in Gahrung. Die Ratios hatten tumul
tarische Versa mlungen und rühmen sich der verübten
Schandtaten mit Verachtung der Gesetze und deren
Bollstrecker. Sie sind bereit, mit den Waffen in der
Hand, jeder Macht zu widerstehen. Kein Fremder darf
sich, ohne den schrecklichsten Mißhandlungen ausgesetzt
zu sein, auf den Straßen blicken lassen. Die Katholiken
müssen ohne alle Widerrede ihre Häuser nach Waffen
durchsuchen lassen. Reden werden gehalten, in welchen
die Männer als Feinde bezeichnet werden, welche ihr
Leben für die Wiederherstellung der Ordnung opferten.
Möge 0er Leu gefesselt werden
Nachschrift.
E n e u e u n e s A u u s i n
i a e i a
Wir kalten die Presse ein, um anzuzeigen, daß die Na
tivS das Moyamensing Gefängniß gestürmt haben, um
einige der dann gefangen gehaltenen Nativs zu befrei
en. Truppen wurden sogleich vom Hauptquartier dort
hin gesandt. Wir hoffen, daß die Soldaten diesmal
flch nicht wieder so sentimental betragen, sondern diesem
Pöbel allen Ernst zeigen, und zwar mittelst Pulver und
Blei.
.Hr. Gymes, Demok ., ist statt Hrn.Blache, Whig,
fur die Senatorial-Convention und von 10 Canditaten
für die Legislatur 5 Demokraten erwählt worden. Hr.
Slidell, ein demokratischer Candidat für den Congreß
auS dem 1. Distrikt, fand keine Opposition, während
im S. Hr ThibotauS, Whig, eine Mehrheit von 200
Stimmen erhielt. Hr. Labranche, Demo., erhielt in
Jefferson Parish eine Mehrheit von 14. Der Achtbare
Gilb. Leonard, Dem., wurde für die Senatorial-Con
vemion in St. Bernhard Parish erwählt. Hr. A. Le
gender, Wdiq, fand keine Opposition. Hr. M. White
Demokrat, wurde im Staats- Senat erwählt Herr
Garrick, Whig, wurde mit 124 Mehrheit in das^Re«
tpräsentanten-Haus erwählt.—
WM'Diese, obgleich noch höchst unvollkomenen Nach
richten, reichen jedoch zu. um zu zeigen, daß Whigs die
ser Stadt etwas zu vorlaut waren, und werden wahr
scheinlich nun wegen ihres geträumten Sieges in Loni
siana mit langen Gesichtern ihre Flagge streichen mus
sen--
Z Es freut uns berichten zu können, daß unser geschätz
ter Landsmann, Dr. a e u n e von KÜtztown,
Pa. sich während seines Aufenthalts, hier und in der
Umgegend, einen Ruf als ausgezeichneter Augenarzt er
.worden hat. Er hat bei mehreren krtttischen Auqenepe-
rationen glücklichen Erfolg gehabt, und seine Geschick
lichkeit in diesem Fache verdient in den Fällen von Ja
fob Zerbrück von Columbiana County, Maria Neuman
»0« daselbst und Johann Biery von Massillon eine be
sondere Erwähnung. Dr. Henne richtet schielende Aiv
gen gerade, welche Operation er noch nie ohne guten
Erfolg vorgenommen haben soll. Unser Hr. College
vom .«Geist der Zeit" würde vielleicht durch Aufnahme
dieser Notize Hrn. Heune'6 daheimgelassenen Familie
einen Gefallen erzeigen, und unS pt Gegendiensten ver
pflichten^
Ddieses Blatt ist völlig der Tummelplatz der Gemein
yeit und Anstandslosigkeit geworden. Es ist die unrei*
Pfütze, in welcher sich alle zweideutige Charaktere
dieftr Stadt und Umgegend wälzen. So enthält die
letzte Nummer wieder eine Anzahl Artikel, in welchen
-die Schreiber zu wetteifern scheinen, die größten Ge
meinheiten an den Tag zu fördern. Ein gewisser Scri
blefar, der sich ein ..wahrer Freund der Deutschen"
unterschreibt, hat dieses Mal auch gegen uns seinen
schmutzigen Geifer ausgelassen-,Armer Na(o)thnagel"
ist der Titel seines Artikels. Nun, das wäre ja eben so
Hchlimm sticht. Wir sind ja in unserem Leben weder
Baakpräsident, Bank- Stockhalter, noch Bankdirektor
gewesen wir Haben in solcher Eigenschaft das arme
Volk nie um Taufende betrogen und befchwindelt-wir
Haben das, was wir besitzen, als ehrlicher u. redlicher
Mann erworben—wir haben bei der Gesetzgebung noch
me um besondere Privilegien oder Vorrechte nachge
^cht—mud konnten natürlicher Weise nicht so schnell
reich werden, wie obenbezeichnete Charaktere. Jedoch
so viel ist gewiß, daß wir nie die Wohlthat des Banke
rottgesetzes in Anspruch nahmen, welches ein Whig
Eongreß passirte, u° auch nicht als bankerottirter Kauf
mann Jurisprudenz studiren.—Der Schreiber meint,
wir sängen jetzt blos eine Note ..Whigs u. Nativs"
allein wir müssen ihm berichten, daß die Note jetzt
noch ein Doppclklang ist, ter ungefähr wie
tlftd
steht it. sich erst nach der Präsidentenwahl in eins ver
schmelzen wird.-^Cs ist rin häßlicher Zweiklang, das ist
wahr, u. mag selbst das a n e Ohr des Schreibers
in der Pfütze beleidigen allen, wir können nicht helfen.
Der Pfütze mann wird sich wohl gedulden müssen, bis
die Whigpartei mit Mann und Maus—die Ehrliche»
ab^erechnet-zur Nanv-Partei übergegangen sein wird.
Alsdann läßt sich erst Oer volle Akkord anschlagen.—
Er sagt serner, daß es jetzt bewiesen sei, daß Nativis-
samen Durchlesen dieses Artikels, ihre gewünschte Wir
kuiig nicht verfehlen
Unser Hr. College vom Westboten hat uns der Mühe
enthoben, nachfolgenden Artikel im „Deutschen Repu
blikaner'' von Cincinnati zu beantworten. Gerade, als
wir int Begriff standen, auf das einfältige Geschmier
des deutschen Whigblattes zu erwiedern, kam uns der
Westbote zu Gesicht. Wir fanden darin die gegen Hrn.
Todjjenmchte unwahre Behauptung, derselbe habe sich
im staats-iVenat von 1839 gegen die Deutsche» unge
bührlich betragen, auf angemessene Weise widerlegt.
o o u n e s o e n a n n e
e u s e e u i k a n e
frei paisiren ju lassen, uiiC ipm bid jur Wahl nnqeftörl
das Grablied der großen Nalivpartei fortsingen zu las
sen allem wenn jenes Blatt, daS keine Gelegenheit
vorübergehen läßt, die Nativs zu entschuldigen, u zu
gleicher Zeit die demokratische Partei zu verdächtigen,
wenn jenes Aristokratenblatt eS »agt, einen Mann zu
verdächtigen, den wir hochachten, u. der sich als Mann
und als ausgezeichneter Bürger der Hochachtung der
großen überwiegenden Mehrheit des Volkes von
Ohio erfreut—dann halten wir eS für unsere Pflicht,
ven hingeworfenen Handschuh aufzuheben, und den
i e v o e u s e n W i a e z u e w e i s e
seiner Behauptungen herauszufordern.
DaS deutsche Whigblatt sagt nämlich in einem Arti
kel gegen uusern Nachbar vom ..VaterlandSfreund,"
in feiner letzten Nummer
..Wir haben niemals eine besondere Meinung von
Öerrn David Tod gehabt daß er eS aber versuchen
würde, die Deutschen mit solchen miserabeln Schmeiche
leien zu hintergehen, hätten wir doch nicht geglaubt.—
Es giebt indessen noch Leute, die sich seines ÄetragenS
im Jahre 1839, im Staats Senate, erinnern. Dieser
lelbe Tod, der die Deutschen damals verhöhnte und
Witze über sie machte, der vom Sprecher deshalb zur
Ordnung verwiese« werden mußte, derselbe Tod sucht
jetzt den guten Deutschen einen blauen Dunst vorzu
machen und der Geist derzeit nenm eö rüh
rend O saucta simplicity."
Wir .erklären die obige Behauptung für eine U ti
ro a i t, die entweder ans Jrrthun, oder Bos
heit beruht, kein Unterschied wen, der Republikaner
nachgeplappert hat. Es ist bekannt genug, und wir ha
ben daS Tagebuch der Gesetzgebung von 1839 zum Be
weise voc unö liegen, daß Col. Tod bei jeder Gelegen
heit, z. B. bei den Anträgen für das Oruckeu von Do
kumenten in deutscher Sprache ic. nicht allein zu Gun
lie it der Rechte der Deutschen stimmte, sondern
auch in der Debatte ihr kräftiger Vertheidiger war.—
Daß Col. Tod seine Würde so weit vergessen konnte,
sich in den Gesetzgebnngshallen in schlechten Witzen zu
gefalle», kann schon Niemand glauben, der ihn persön
lich kennt, u. weiß, welchen männlichen Ernst er selbst
im Privatleben beobachtet. Könnte ver vornehme Herr
von, Republikaner einmal mit dem schlichten, republi
kanischen Herrn Tod zusammenkommen, so würde er
sicher selbst nicht glaube»», wa6 er obeu behauptet.
Col. Tod ist zu sehr a u u, um über seine deut
schen Mitbürger schlechte Witze zu reißen dazu braucht
mein solche Gesellen wie Sam White, den ..Kick.ipoo
Hauptmann," Coombb und andere WhigdanvieS, die
letzten Winter in unfern Gesetzgebungshallen in ihrem
dummen Uebermnthe, ihren bittern Spott u ihren Haß
gegen die Deutschen ausließen. Schon vor einiger Zeit
machte das deutsche Whigblatt eine ähnliche Beschuldi
gung gleich darauf hatten dann wir Gelegenheit den
Colonel zu sprechen, und er hat uns beauftragt zu sa
ge«,, daß die ganze Beschuldigung entweder auf grobem
u e u e n s s e o e e u i e u u u n
ch a o s e Verläumdung fei!"—Sat
Sag deutsche Whigblatt noch mehr zu sagen (Westb
jUiß wir nach dem Aufruhr in Kensington vorher fa
«!n/01LrUcn' b« der geringsten Veranlassung ein
neuer blutiger Aufstand stattfinden werde, geschah auS
dem Grunde, weil wir mit der Stimmung der Mehr
heit der hiesigen Bevölkrung vertraut wareu, daher zu
veruchtlich wußten, daß die Grand -Jury kein Urtheil
tcr
zu g"
mus auf der Loco.Lette des Hauses stehe.—Wo fra-der Einzelne, der sich gegen einen Riub oder Mord
gen wir. Hat e es vielleicht bewiesen ?—Nein. Wir Angriff bewaffnet, von den, er sich bedrohet sieht, ein
wünschen Belehrung und Beweise Ruhestörer und gefährlicher Mensch. Vörden Ken-
Wenn der Schreiber in der Pfütze eingesteht, daß wir,'singtoner Unruhen wurden die Irländer gereizt, anf ei
als wir Musikuuterricht gaben, ein anständiger junger ine Weise, welche selbst Nicht Irländer erbittern muß
Mann waren, und uns jetzt, in der Eigenschaft als Esi-.te. Nachdem dort die Ruhe wieder hergestellt uitd die
tor, eines zweideutigen Cyarakterö beschuldigt, so mus-! Verfolgten sich keine Gelegenheit bieten wollten, ein
fei, wir ihn berichten, daß wir, trotz dieser Beschuldig neues Blntvergießeu rechtfertigen zu können, mnßte ei
guug, wegen unserer Auffuhrung im öffentlichen oder ne geschaffen werden. Da.» diente, daß die Katholiken
Privat i'eben noch nie vein Galgen verfallen waren Waffen in ihre Kirche gebracht und solche gegen Zerstö
auch nie nöthig hatten, obrigkeitlicher Verfolgungen Hal- rung zu schütze» entschlossen waren. Wer erinnert sich
ber, Schutz in fremdem Lande zu suchen. Würde er nicht aus seiner Jugend des Lammes in der Fabel, das
doch bedenken, wie entehrend es ist, in der Pfütze zu ste- dem Wolf das Wasser getrübt Schon s i ch ch z
cken und eher für sich selbst wünschen, daß eine gutge-jz e n wollen gegen Laue, denen nichts heilig zu sein
sinnte Person ihm einen guten Rath ertheilen möge, als scheint, war ein Verbrechen allein wenn die Nativs
einen solchen Wunsch auf uns auszudehnen—Vielleich auf offener Straße am 4. Jili sich gegenseitig auffor
würde auch eine Priese „Sottish Sauft"", »ach aufmerk- jderte», bewaffnet der Feier beizuwohnoit, damit man
wie diese Herren sich ausdrückten, .^rnit einem Schla»
ge die ganze Pest der Einwanderer vernichten koune,"
da6 ist von keiner Erheblichkeit-^bedentet nichts
Gkschmicr fortan.«ll«^'«
6,r
Nativs fällen werde, obgleich wir die
entsetzliche Einseitigkeit desselben nicht hofften. Durch
dieses Erkenutniß und dadurch, daß Richter Jones sich,
bei Eröffnung der Court in seiner gehaltenen Rede so
deutlich fur Nativismus aussprach, wurde der Geist ge
setzloser Banden, statt unterdrückt zu werden, genährt
und verstärkt.
4. Juli ging ruhig vorüber die Drohungen
per Nativs gegen die Irländer und ihre Kirchen wur-
mrtrm ml? I"0
worm man ganz Hauptsächlich die in Southwark ae
legene Kirche St. Philip de Neri zu zerstoren drohte.
Zuletzt
ö
ctlt
verleitete die Jr länder zu unüberlegten Schritten und e«.
Daß man dem Geist des Aufruhrs bei den Kensing
ton Unruhen nicht kräftig entgenwirkte, lag in dem Na
tivlsmus der Behörden unö der Population unserer
Stadt, welche, durch politische uud religiose stänke ih
rer Führer verleitet, schou längst die jetrett unter A
dams zurückwünschten, und hier is Ersehnte
Zwar hatten wir ,3 uns °org.n-mm-n, «a« "«,» °"me»r,e lSrMhrtu.1,] jluäia,.D« W etfccn Mt man im Begriffe, chn an tem bor
Whigblatt mit seinen,einfäin.,-»
$« "»end e»»m ISmaliiMiriite
und als keiner erfolgte, so war eine getroffene Vorkeh
rung gegen einen Ileberfall hinlängliche Ursache, den
Sturm toszulasseu. Blut wurde vergossen—daS Blnt
von Burgern !-Die Politiker berechnen nun kühl, wel
che Vortheile eS ihnen bringen, welche Höhe sie erjkltut
men werden, ohne d. gefürchtete Einsprache der frem
den befu-chten zn muss"». Der Mob hgt gesteht, ihm
wurden die Rechte der Bürger fremder Äbstam i ung
geopfert uud ihm daS Recht elugeränmt, jeden Unfug,
unter welchem Vorwaude eS immer geschehe, begehen
und zwar unbestraft beheben zu dürfe». Eine Partei,
der es nie um die Erhaltung unserer Constitution, oder
um unsere Uuabhänqü,keit zu ihuu war, hat eS mit Er
folg gewagt, an den Grnnbsätzeu der Union zu rütteln,
daß das Gebäude, welches unö einstens schlitzte, erbeb
te. Der Anfang ist gemacht man hat festen Fuß ge
nommen und wird seine Eroberungen auSdehueu, bis
das einst prachtvolle Gebäude, vou Freisinn und
Vaterlandsliebe errichtet, zusammenstürzen und in sei
n e e e i n a e i k a n i s e A e
sich heil e n wir d. (Minerva.
0
o s e z u n e i a e i a
U n u e n
Der Bericht über die Unruhen in Soutbwark reicht
bis 2 Uhr in der Nacht vom 8-, von wo an keine weite
re mörderische Auftritte stattfanden.
Das deutsche Batallion, worunter zwei Compagnien
Amerikaner, zogen schweigend und in fester Haltung auf
den Kampfplatz. Leise nur wagte man Verwünschungen
gegen dasselbe auszusprechen und der Vermehrung der
Streitkräfte durch diese Schaar, wird die fernere Ruhe
der Nacht zugeschrieben die Deutschen kamen nicht
mehr zn Schuß. DaS Militär blieb den Rest der Nacht
aus den Posten.
e e n 9 Uhr. Es sersammeln sich große Volks'
hänfen, welche entrüstet sich über das Militär auslas
sen, wie es habe wagen können, aufeiugeborne Bürger
zu feuern. Mau droht alle Soldaten zu ermorden uud
trifft neue Vorkehrungen zu einem verzweifelten Kamp
fe. Vlele Neugierige besuchen den Ort der Zerstörung
und des Mordes überall stößt man auf beladeue Wa
geu, welche die Habseligkeiten der bedrohten Bewohner
des Southwark Distriktes in Sicherheit bringen. Ein
Irländer, wrlcher sich vor der Commissioner palle et
was derb über die Auftritte aussprach, wurde angegrif
fen und aaf schreckliche Weise mißhandelt einem an
dern die Kinnladean zwei Stellen entzweigeschlagen,
und sonst die grausamsten Mißhandlungen an ihm ver
übt.
E w a S s e i e A u e u n i s a u i e u t
barste Hehr gestiegen die Nativs balcn die Vertilgung
des Militärs beschlossen und über 3000 Bewaffnete, mit
8 Kanonen versehen, sind entschlossen, denVernichtungS
kämpf zu beginnen.
Während deS stattgehabten Kampfes schlugen meh
rer? Kugeln durch die Uniform Gen CadwaladerS, oh
ne diesem tückt'gen Manne den mindesten Schaden zu
zufuqen. Es ist ein wahres Wunder, wie er unverletzt
entkomme» konnte, stand er doch, jeder Gefahr preis- e
geben, an den meistbedrokten Plätzen. Auf ihn scheint
die HauptwtttH gerichtet zn sein. Im Warten Markt
hat man eine« Galgen errichtet, an dem ihn die NativS
hängen wollen, weun sie seiner habhaft werde».
U 1 0 U E i n e n e e u e V e s a u n e
Aufruhrer wird am Warton-Markt gehalten. 5-6000
Personen haben sich versammelt. Be|chlüsse werden ge
faßt, wonach die Militärs den Distrikt verlassen sollen.
Die Aldermänner und Commissioners des Distrikts
unterhandle» mit dem ocheriff, welcher ihre Versiche
rung, daß die Ruhe durch eine Friedenspolizei, au der
Stelle der Truppen, gehandhavt werden wurde. Gehör
schenkt. Deputationen von Nativs ersuchen Gen. Pat
tenon den Befehl zu ertheilen, daß das Militär die Kir
iche und den Distrikt Southwark räumen sollen, daß sie
Brief, für die fernere Ruhe uuo Ordnung stehen und den Mob
zerstreuen würdeu. Gen. Patterson gab zur Antwort:
daß er de.» Rebellen bis 4 Uhr Zeit lasse, sich ju zerstreu-
bog
zwar zu solchen, wie man sie wünschte. Blind müßte^thig hätten^ sich zu bemühen Er erwarte Verstärkungen
man fern, wenn man die Falle nicht wahrnehmen soll
te, die den Irländern geste'lt wurde. Man wußte, daß
die gemachten Drohungen nicht ohne Erfolg bleiben
konnten, eben so gut, als man von dem irländischen
Charakter eher eine Uebereilung als u i e von den
Gesetzen mehr begünstigte Handlungen erwarten durf
te. Ohne sich einer Übertretung der Gesetze schuldig
gemacht zu haben, befolgten die Irländer mehr den
Rath ihrer Herzen als der Vernunft. Letzterer nachge
bend, würden sie den Mayor von ihren gegründeten
Besorgnissen unterrichtet und von ihm Schutz für ihr
Eigenthum verlangt haben. Statt dessen zogen sie es
vor, die Kirche bewaffnet nt besetzen und ruhig einen
Angriff
avznroarten. Wenn die Irländer dadurch die
Gesetze verletzt und Unruhen erzeugten, dann wird je-
mit ei­
nem einzigen Streich zu erreichen hoffte». Aber nicht
alles war gewönne» die Partei fühlte sich noch nicht« mantown, Sekretär der dortigen Nativgefellschaft, kam,
stark genug, wollte aber schnell zu der Kraft gelangen, jv0u^er Begierde getrieben, die Helden des Tags in vol
wie üe not'hig ist, um die Eonstiturion einer ähnlichen Ier Operation zu sehen. Hierher, und plötzlich wurde er
Ruiue zu machen, wie Die katholischen Kirche» !in Southw.n-k ergriffen und nach den Warton Markt
also erjeugt v..o..i dazu io«t- d,- Äu,rejng!»» -r»-e'eu Galgen aufjnknuvftn, als man sich nb».
ciaieii,
t-"
aber nack Ablauf dieser Frist sie nicht mehr n5-
auu allen Theilen des Staates und werde den Frieden
um jeden Preis erzwingen, wenn sich die Rebellen nicht
zerstreuen sollten.
Eine Unterredung fand zwischen dem Scheriff, Silber
man. Palmer und Sanders, den Richtern King und Jo
nes statt, welche zum Resultat hatte, daß der Scheriff
den Truppen den Befehl gab, sich nach ihren Quartie
ren zurückzuziehen.
Ein Erpresser wurde früh an diesem Morgen nach
Wajchington geschickt, um den Präsident zu ersuchen,
daß denVer. Staaten-Truppen der Befehl ertheilt wer»
de, hierher zu eilen und die Behörden zu unterstützen.
e s N a i a s i e u e n s i n v o
Kampfplatze abgegangen. Der Pöbel jauchzt. Gouver
neur Porter ist hier angekommen und hat eine ernste
Proklamation erlassen. Gen. Patterson erhielt die ge
messensten Befehle vom Gouverneur, jeden neuen Aus»
bruch von Unruhe» mit Gewalt der Waffen zu unter
drücken.
Kurz nach Einbrnch der Nacht näherten sich zwei Hal
fen junger Leute der St. Paulskirche, an der loten if»
Ekristianstrasse, in der Absicht, dieselbe zu zerstören,
wurden aber in kurzer Entfernung davon abgehalten
lind zu friedlicherer Gesiuuuug überredet.
Am 9 te blieb alles ruhig, jedoch verursachte bfr
Nachricht, daß die Truppen Befehl erhalten hätten, d«l
Distrikt Sonthivark zu besetzen, einige Gährung.
Die hier angekommenen Truppen bestehen aus fol
genden Erste uud zweite Montgomery Troop Union
Gray Artillerie Union Rifles Montgomery Guards
Lafayette Blues Rorborough Volnntairs und Was»
hington Grays von Montgomery County. Sämmlliche
Eompaginen gehören zur ersten Division. Ferner sind
eingeruckt: Bucfd County Troop von der 2ten Divist
on 800 Mann Ver. Staaten Soldaten von Fort Miff
lin und McHeury, nebst 100 Mann reitender Ler. St.
Artillerie.
W e a e 6 s e i n i e i a e i a a z e t
te fagt, daß der Anführer der Nativs im' letzten Auf
stände ein Staatsbeamter sei.
man ntdjt Den Ge». EaXwalader, sondern
o e S nt e s ch o ss e n. DaS blutige Schaa
spiel, das schon längst in Illinois vorauszusehen war,
hat begonnen. Joe Smith, der Mormanenprophet, ist
nicht mehr. Wir theilen den Bericht über dieses Ereig
niß mit, wie ihn der Duuuy Herald vom ^7tm Juqi
gibt:
..Gestern verließ Gouv. Ford Carthage mit ungefähr
120 Mann, um die ..Nauvoo Legion'' zu desarmireu.
Sie kamen Nachmittags in Nauvoo au, uud der Gou
verueur schrieb alsogleich eine Versammlung der Legion
aus. Gegen 200 nin stellten sich, die der Gouverneur
unter das Kommando von ©brist S ngletown stellte.
Da sich keine Zeichen von Aufregung zu erkennet, gaben,
so verließ Gouv. Ford um 5 Uhr Abends die Stadt mitj,
einer Compagnie von 60 Mann, um 7 Meilen weit von
der Stadt zu campiren. Zur fast gleichen Zeit, als der
Gouverneur Nauvoo verließ, wurde Joe Schith und
sein Bruder Hiram unter folgenden Umständen wrtbb
tet:
Joe Smith und Hiram waren beide in dem Zimmer
für Schuldner in Carthage eingesperrt. Das Gefängs
»iß wurde auf Befehl des Gouverneurs von einer star
ken Militär uud Anti-Mormonen Abtheilttng bewacht.
Ein Mormone suchte sich durch die Schildwache einen
Weg zum Gefäugniß zu bahueu uud feuerte eiue Pistole
auf eine der Wachen ab, die ihm den Weg versperren
wollte, dieselbe zugleich verwundend. Dies war daS
Signal zu einem allgemeinen Auflauf um das Gefäyg
niß.
Es scheint, daß Joe uud die mit ihm gefangenfn Mor
monen mit Pistolen versehen waren uud hierauf auf die
Wachen zu feueru anfingen. Joe suchte da,m totrch bai
e n s e z u e n s i n e n e a e v o n v i e e i u n
dert Kugeln Durchbohrt, leblos zur Erde nieder.
Ei» gleiches Schicksal traf seinen Bruder Hiram. Ri
chards, enter der Hauptausührer der Mormonen wurde
schwer verwundet. Soweit reichen unsere letzten Nach
te», was seither weiter stattgefunden hat, mag Gott
wissen Nach den, Tode des Propheten eilten fögleich
Mormonen nach Nauvoo, denselben anzuzeigen. ES
wird gefürchtet, daß die Mormonen dadurch so aufge
regt werdeu, daß sie den Gouverueu? und seine kleine
Macht aufreiben. Boreas brachte fast alle Frauen und
Kinder von Warsaw hieher. Vielleicht liegt diese Stadt
jetzt schon in Asche
9
Unsere Bürgea wurden diesen Morgen unter Wajfta
gerufeu der Boreas wird die Miliz hinunterfahren.-^.
Es ist nicht abzusehen, wie das enden wird. Man hegt
große Befürchtsingen für die Sicherheit unserer Stadt«
weil so viele Wa sawer Familien sich hierher geftuchtet
haben—Boten sind nach Hannibal und den benachbar
ten Städten geschickt worden, um die Missourier Hülfe
zu rufen. Die Aufregung in unferee Stadt ist groß und
die lebhafteste» Befürchtungen werden für GouverNtM
Ford uud seine Mannschaft unterhalten.
0
o o n e n N a e n n e u e s e n N a i e n v o n
Warsaw und Carthage war zwar keine neue Gewalt
thätigfeit dort vorgefallen, die Aufregung indessen noch
außerordentlich. Man hatte sich au diesen beiden Orte«
in Vertheidiquugszustand gesetzt uud Weiber und Kin
der über den Fluß geschickt.—Die Leichname Joe's und
seines Bruders Hiram wurden in Nauvoo mit militäri
schen Ehren begraben. Gouverneur Ford Hat eine Pro?»
lamatton erlassen, worin er bestimmt erklärt, die Ruhe
mit aller Kraft aufrecht erhalten zu wollen.-Niemand
weiß übrigens, wo es noch enden wird und das War
saw Signal meint, eS scheine, daS einzige Mittel Frie
den herzustellen schien, daß entweder die alten Bürget
oder die Mormonen die Gegend verließen.
—0
N a i o n a s a s s e i e i w e e e e
nat zu passireu im Begriffe steht, verwilligt $100,000
für den Bau auf dieser Strasse in Ohio, $150,600 in
Indiana und $150,000 in Illinois. Die Breite der
Strasse soll 16 Fuß nicht überschreiten !—waS unaefätz»
die Breite eines Deutschen VicinalwegS ist.
ifei
•!«-.
v&Ä I

S.
S.
4,
».
«.
7.
8.
».
11.
lt.
IS.
14.
Ii.
W.
17.
1«.
15.
50.
51.
A o u v e n u v o n O i o
IameS M. Dorfty. von Darte,
R. D. Forsinan, vou Green,
I. 3. Taylor, von Champaign,
Dav. Higgins, von Lucas,
Gilbert Beach, von Wood,
3ph» D. White, von Brown,
Thomas Megredy, von Xoß,
Valentin Keffer, von Pitaway,
James Porter, von Licking,
@ren»iüe P. Cherry, vo» Mario»,
George Crrwine, von Scioto,
Cautius (i. i ovey, von Morgan,
Zsaak M. Launing, von Guernsey,
Walter Iamieson, von Harrison,
Sebasiian Brainard. von Tuscarawas,
ZamcS Farves fr. von Carroll,
LÄttil McCoy von Wayne,
M«lo Srone, von Summit,
Benjamin Adams, von Lake,
Stephan N. Sar tut, von Medina.
W a e n i n o u i s s a n a
Das Ohio Repository
E i n e V e w e s u n e o n v o n e r-

xml | txt