OCR Interpretation


Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, October 11, 1844, Image 1

Image and text provided by Ohio History Connection, Columbus, OH

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn85025661/1844-10-11/ed-1/seq-1/

What is OCR?


Thumbnail for

1
S a n
I6te Jahrgang.)
Stmt
und
i a i n a
Unter der Schaar Helden, mit denen Napoleon sich
umgeben hatte, giebt es keinen, dessen Ruhm fleckenlo
ser gewesen wäre, als der, welcher denNamen Eugene
Beanharnias umschwebte. Man sage nicht, daß' der
Glanz seiner Mutter, welche so richtig der Schntzgeist
des Kaisers genannt wurde, auf ihn seine Strahlen
zurückgeworfen habe Eugene wußte auch so Bewun
derung und Liebe für sich einzuflößen. Zwei große Na
tionen, die Italiener und Franzosen, wetteiferten in
ihrer Hingebung und ihrem Enthusiasmus für ihn. ?u
Paris, wie in Mailand, braucht mau auch jetzt nur sei
nen Na^en zu nennen, um lebhafte Theilnahme für
ihn zu erwecken. In unserer gährenden Bett, wo Po
pularität eben so s^.nell verschwindet alsBewundernng,
wo der folgende Tag stets den vorhergehenden absor
birt wo das Idol, dem man Weihranch streut, seines
Sturzes immer gewärtig sein mnß, ist es erquicklich zu
sehen, wie alle Parteien mit der unendlichen Verschie
denheit ihrer Meinungen sich vereinigen, um auf dem
Grabesbügel eines läugst Entschlafenen den gemeinsa
men Tribut der Achtung und Wehmuth niederzulegen.
Napoleon hatte den Prinzen, der in so hohem (gra
be würdig war, von ihm adoptiit zu werden, richtig be
urtbeilt. Als eine Art von Schwind-, l, but man mit
dem Namo^"Staatsgrund" schmückte, die Idee in
ihm aufkeimen ließ, Josephine zu verstoßen, war cs
Eugeue, der es ubernahm, seine Mutter auf diesen
harten Schlag vorzubereiten. Auch später, als das
Opfer gebracht war, die schöne und junge Erzherzogin
von bestreich auf dem Throne saß nnd der König von
Rom zwischen Eugene und Napoleon getreten war,
verlängerte sich der EdelmutH des Prinzen nicht. Der
selbe war ihm so natürlich und entsprang so sehr ans
deu Regungen seines Herzens, daß selbst in stillen
Stunden ihm Ute eine Klage entschlüpfte, man hätte
von ihm sagen können, laßer insuiiktmäßigdiesesOp
fer gebracht, wie lei den andern es ans Pflichtgefühl
geschieht aber zur Zeit als die schöne föiValciiui im
Herzen Eugene's eine unbeschränkte Herrschast ausüb
te, Hätte das schärfste Auge diese int Schooße der Zu
kunft liegenden Prüfungen nicht voraussehen können.
Gin Jahr war verschwunden seit dem Tage, wo Na
poleon seinen Adoptivsohn znm Vicekönig von Italien
gemacht hatte. Mailand kam damals an Belebtheit
einer mächtigen Hauptstadt gleich, und war glücklich,
von einem Fürsten beherrscht zn werden, den man in
jeder Hinsicht ausgezeichnet nennen mußte. So war
Eugene im fünf und zwanzigsten Jahre, und um ihn
leidenschaftlich zu lieben, bedürfte es kaum des italic
nischen Charakters Giraldiuens. In ihren Augen ver
schwand vor dem Menschen der Feldherr, der Vicekö
nig, der Adoptivsohn des altmächtigen Kaisers. Treu
herzig und naiv that sie manchmal die Frage an sich:
"Warmu bin ich nicht seine Gemahlin?
Armes Mädchen Sie vergaß, daß, wenn auch die
Prinzen ein fühlendes Herz haben, wie andere Men
scheu, politische Convenienzen doch über ihre Hand ver
fugen. Napoleon hatte für Eugene schon eine Lebens
gefäbrtin aus königlichem Geblüte gewählt dieser aber
beeilte sich nicht sehr, Folge zu leisten, weil er die Illu
sionen Giraldincns theilte.
Unter andern offiziellen Beziehungen, die zwischen
Paris und Mailand bestanden, gab es eine geheime
Correspondenz, die von Seiten der kaiserlichen Polizei
geführt wurde, und Napoleon die Souveräne und die
Unterchatten in den Maschen des ungeheuren Netzes
enthüllte. Der Kaiser erfuhr bald den Grund des jö#
gerns von Seiten des Prinzen. Was war zu thitii
Sollte er den Liebesknoten mit Gewalt zerhauen? Ihn
durch einen coup d'eut beendigen Dies war ein ge
hässiges Mittel- Napoleon nahm lieber seine Zuflucht
zu einer Theaterlist, und «wartete ruhig die Enlwicke
ilung.
I
Ein Bataillonschef eines in Corsika in Garnison lie
Agenden Regiments reiste mit geheimen Auftragen nach
Mailand. Er war einer der schönsten Männer im
Heere. Mit allen Gaben der Natur vereinigte er die
Ritter hohen Geburt und eines gebildeten Geistes. Er
hatte lange Zeit in Italien gelebt, und kannte vollkom
men die Sitten und Sprache des Landes. Als er in
Mailand ankam, gab er sich für ein Opfer Napoleons
aus. Eugene, der auch gerade mit dem Kaiser nicht zu
frieden war, empfing den Offizier ft rundlich, dessen La#
ge eine Analogie mit der seinigen darbot und ver
sprach ihm seine Vermittlung beim Kaiser mittlerwei
le stellte er ihn in seinem Heere an.
Dies war das Ziel des schönen Kapitäns. Der Wolf
war jetzt in die Hürde eingelassen worden. Er wandte
Alles bei Giraldina an, welche zuerst seiueHuldig
jtngen scherzhaft aufnahm, aber allmählich sich an die
selben gewöhnte. Der Kavitän verdoppelte nun seine
kmühnngen und Aufmerksamkeiten.' Er ließ sie mer
m, daß sie früher ober später ein Opfer des kaiserli
tn Willens sein würde, er stellte ihr beredt den Reij
Ritter auf Gleichheit des Standes begründeten Verei
igung vor, und brachte es endlich so weit, ihr Herz zu
»hm?. Sie gab es zu, daß er sie entführte, und die
Vorbereitungen dazu wurden ganz geheim betrieben.
Eines
Morgens überbrachte man dem Vicekönig die
Nachricht, daß Giraldina mit dem Kapitän entflohen
i,
die Flüchtlinge sich auf dem Wege nachNeapel
-fände«.
Der Prinz wollte zuerst nicht an den dop
lmi Benrath glauben, aber die Sache lag am Tage,
mußte die Wahrheit derselben einsehen. Da nun,
,ig dem Gefühle der Liebe und des Zornes nachge
ib, verfolgte er sie in eigner Person. Auf jeder Sta
ube stärkten ihn
die
Postberichte in seinem Glauben:
:mer war soeben eine Postkutsche mit einer jungen
'alicnertn
und einem Franzosen abgefahren.
—"Sie sind es!"—rief der Prinz er gab dem Po
stillon Gold mit vollen Händen, die Pferde flohen mit
dem Wagen dahin.
Eugene kam zu Neapel an, die Postchaise war stets
vorangefahren, aber er hatte sie nicht eingeholt. End
lich bemerkte er sie beim Ein biegen in eine Straße
sein Herz sagte es ihm deutlicher, als seine Augen.
Einen Augenblick nachher fuhr der Wagen in den
Hof eines Hotels ein, der Prinz eilte dorthin, hob den
Schleier, welcher die Züge der Treulosen verdeckte, und
wich erstaunt zurück.... es war weder Giraldina
noch der Kapitän.
Die junge Dame brachte ihren Hanrputz wieder in
Ordnunq und fragte den Reisen den, welcher sich ihr so
kühn genähert hatte: "SindSie nicht der Vicekönia von
Italien
Und ehe noch der Prinz dtcFrage beantwortet hatte,
übergav sie ihm einen Brief. Eugeue erbrach das Sie
gel, und warf einen Blick auf die Handschrift, es war
die des Kapitäns er las nun folgende Zeilen
"Gnädiger Herr!
"Ich baue darauf, daß Eure Hoheit mir verzeihen
werden ich chabe in Ihrem Interesse gehandelt in
dem ich Sie aufklärte über die Treue einer Fran, die
Ihrer Liebe nicht Werth war, übergebe ich zugleich den
Adoptivsohn des Kaisers der erlauchtenPrinzin, die für
ihn bestimmt ist."
Die Enttäuschung und daneben die ErmÜdnng von
der Reise reichten hin, in dem Prinzen das Gefühl sei
ner Würde wieder zu erwecken. In der That kehrte er
nach einigen Stunden Schlummers nach Mailand zu
rück und zwei Monate später war er der glückliche
Gatte der Prinzessin Amalia, Tochter des Königs von
Baiern.
Während dessen hielten sich der Capitän nnd seine
Geliebte in der Umgebung von Mailand verborgen,
um den ersten Nachsuchungen zn entgehen eine Kam
merzofe Gualdinens hatte die Rolle ihrer Gebieterin
in der Postchaise gespielt, die nach Neapel fuhr. In ih
rer Verborgenheit erfuhren die Liebenden bald, daß der
Prinz ihnen verziehen habe, sie begaben sich daraus nach
Florenz. Hier traten sie als Gatten ans, aber es schien
vom Schicksal bestimmt zu sein, daß Giraldina keine
legetime Verbinduug eingehen solle. In einer schönen
Cainevalsnacht ging der Kapitän zur Armee ab, und
verließ seine Ariadne inmitten eines Balls. Hier er
fuhr Giraldina von einer Maske, welche sich ihr be
merklich gemacht hatte, den ganzen Zusammenhang der
Sache. Aufänglich glaubte sie, daß es nur Scherz sei,
denn am Ende des Saales erkannte sie das Kostüm
desjenigen, welcher sie dorthin geführt hatte, aber es
war ein Freund des Kapitäns, welcher bis zu Ende
des Festes die Rolle desselben zu spielen übernommen
hatte
Nachdem ihr Alles klar geworden, ergab sie sich in
ihr Schicksal, sammelte mit Sorgfalt die Kostbarkeiten,
welche sie der Freigebigkeit Eugene's verdankte, und
ging nach Livorno, wo sie eine Modehandlung anlegte,
um das nicht anzugreifen, was sie als ein heiliges an?
vertrautes Gut in. ihren Händen betrachtete und als
die Tage des Unglückj für den Vicekönig von Italien
anbrachen, die ihm Schritt für Schritt tue anvertrau
ten Länder täubten, empfing er von unbekannter Hand
eine beträchtliche Summe, mit die Bedürfnisse seines
Heeres damit zu befriedigen. Es war Giraldina, wel
che ihm die Geschenke, die sie einst von ihm empfangen,
jetzt wiedergab.
Am Tage nack der Schlacht besuchte Eugene die
Krankenwagen. Unter den tödtlich verwundeten Krie
gern befand sich ein jnngerChassenr, welcher Heldenmü
thig gekämpft hatte. Beim unerwarteten Anblicke des
Prinzen machte der Verwnubete, ungeachtet seiner
Schwache, eine Bewegung, mit sich auf die andere Sei
te zu wende» aber ein Senfter entquoll seiner Brnst,
uud dieser Seufzer klang im Herzen des Viceköuigs
wieder schnell trat er an den jungen Soldaten her
an, faßte eine weiße, zartgeformte Hand, mit welcher
jener sein Antlitz bedecken wollte, und sagte dann mit
bewegter Stimme: "Giraldina!"
—"Dank,"—flüsterte sie—"Dank! O mein Gott!
von ihm beweint zu werden! das ist zu Hei Glück für
mich."
Die Whigs sind übel dran. Alle männliche Kraft,
aller Muth scheint sie verlassen zu haben. In ihrer Noch
rufen sie Weiber und Mädchen zur Hülfe. Kommt La
dies, kommt zu unfern Versammlungen— Sitze für die
guten Ladies sind besonders vorbereitet kommt her
Freitag, den Ilten Oktober 10414.
bei Ladies—kommt helft uns oder wir sinken Dies ist se Weife verschenkt habe. Herr Clay widersetzte sich
der Schlachtruf der Whigs, der auf allen Einlcidungs
zetteln zu Whigversammlungen in großen Buchstaben
zu lesen ist. Die Folge davon wirb feilt, daß Whigver
sammUmgcn künftig zum größten Theile ans W i g
ladies bestehen werden die Whigweiber werben
sich über die politischen Angelegenheiten berathen, wäh
rend die armen Whig-Ehemänner daheim bleiben müs
sen, um die Kinder zu wiegen, die Betten zu machen,
die Schüsseln und Teller auszuwaschen. Daß dies so
kommen wird ist klar bei der letzten Massenversamm
lung der Whigs in Columbus waren bei wertem mehr
Weibsleute und Kinder zugegeu als ftintfähige Whigs.
Schade, daß die guten Whigladies nicht stimmen dür
fen 1
Wir bedauern in der $bat die Ä5higehet»qyuer, diese
weibischen Politiker, die sich an dem Rockzipfel ihrer
Weiber vom politischen Untergange zu retten suchen.— u» «viuci n-pn.» iw «»i"« -wt uu«
der Wiege der kleinen Whigs sitzen, wie sie bald ein
Wiegenlied singen, bald mit dem Rührlöffel in die Kü
che springen, damit die Suppe nicht anbrennt, bald dem
schreienden Whigkindlein znrufen ..Schlafe, Kind
Inn schlafe, Deine Mutter macht im Clayclubhanse ei
nen Speech Schlaf over Jimy Polk Holt dich.
Es fehlt nur noch, daß die zarten politischen Ladies
Hosen anziehen, Spazierstöcke vom Eschen holz tragen,
nnd sich stattliche Schnnrbärte wachsen lassen, um' für
uns armen Locofocos ein recht barbarifches Aussehen
zu bekommen. Ihre Schwestern, die Whicinativladies
von Philadelphia sind wirklich wahre Kobolde sie sol
leu gar wacker in den Nativversammlungen mitjubliren
und gar schonungslos über die armen Einwanderer her
fallen. Welche bescheidene Hausfrauen und gefühlvolle
Mütter diese Nativladies von Philadelphia machen müs
sen, läßt sich denken.—Wir erwarten, daß nächstens ei
nige Whigladies als Candidate,» für Weimer aufgestellt
werde». Das wäre nicht übel, wenn sie für die Whig
lache kämpfen, so sollten sie auch den Lohn und die Eh
re davon tragen
Das ist noch das schlimmste, daß manche Whigladies
anfangen, in die politische Zeitungsfchreiberei hinein zu
fnfchen. Im Cleveland Herald, einem WhigWatte, ist
bereits eine Lady mit einem Aufsätze für Henry Clap
gegen die Demokraten herausgekommen. Sie sagt un
ter andern
..Laßt Polk seine grnndsatzlosen Streiter in drohen
dem Anzüge auf den Kampfplatz bringen, fei ihre Zahl
auch immer so groß, so laßt uns doch deu Much nicht
verlieren I a y ist der gute Engel!!! der bei
uns stehen und uns zum Handeln antreiben, und unse
re Herzen zum Siege begeistern wird mit ihm für un
seren Anführer und den Gott der Schlachten zu uuse
wenn sie die Mächte der Fwistemiß zu ihrer Hülfe auf
forderen
Wir wetten darauf, daß die gute Lady, die das Obige
geschrieben, einen Anstel trägt, irgend eine aufgeputzte,
zarte Whiglady wahrscheinlich!
Madam ihre Milch focht über Heben Sie qefäUiast
den Deckel ab. Ihr Kleiner schreit!
Hurrah für die demokratischen Ladies
(Westbote.
^Ehrlichkeit der Whigs. Herrn Clay's
Nationalbank.
Es wird vielen unserer Leser noch erinnerlich sein,
daß im Jahr 1840 in mehreren Theilen der Union, na
mentlich im Süden, es von den Whigs in Abrede ge
stellt wurde, daß sie beabsichtigen, eine Rationalbänk
zu gründen. In der That konnte man kaum schließen,
daß sie dazu geneigt seien, wenn man die von ihren da
maligen Candidate« früher geäußerten Ansichten über
eine Bank berücksichtigte. General Harrifon hatte im
Jahr 1824 sich entschieden gegen ein solches Institut er
klärt. Herr Tyler war ein abgesagter Gegner dessel
ben, wie er denn auch durch seine spätere Veto's hinrei
chend erwiesen hat. Kaum ober war die Whigpartei im
März 1841 ans Ruber gelangt, als eine außerordentli
che Sitzung des Congresses berufen wurde, und Clay
und Consorten öffentlich erklärten, daß eine National
batik ins Leben gerufen werden müsse, indem das Volk
in der Wahl sich unzweideutig dahin ausgesprochen ha
be.
Man wirb sich,ferner erinnern, daß die Whigs, wo
sie sich zu Gunsten der Bank im Wahlkampfe von 1840
aussprachen, zugleich erklärten, die neue Bank reformi
ren, Uebelstände, die in der alten bestanden, und die sie
selbst nicht leugneten, abstellen und sie überhaupt volks
thi'tmlichcr machen zn wollen. Man hat der Biddies
Bank hauptsächlich vorgeworfen, daß sie eine politische
Macht gewesen sei, sich in die Wahlen gemischt, Con
greßglieder bestochen, und mit unerhörter Parteilichkeit
in der Verkeilung ihrer Darlehen gehandelt habe. Der
neue Freibrief, so sagten die Whigs, soll gegen diese
Mißbränche Vorkehrungen treffen. Verlaßt Euch auf
uns, und wir wollen uns schon Eures Vertrauens wür
dig zeigen. Und das gntunnhige Volk verließ sich auf
s i e u n w u e s i e u s
Der Freibrief für die neue Bank war von Herrn
Clay entworfen. Der frühere beschränkte das Capital
auf 30 Millionen, der neue (volkstümlicher erlaub
te der Bank ein Capital von 50 Millionen. Das war
ein guter Anfang.
Herr Woodbury, Demokrat, schlug Vörden Direkte*
ren die Macht zu nehmen, Geschenke in Geld nnd an
dern Kostbarkeiten an Personen zu machen, die sich um
die Bank Verdienste erworben hatten, und wieß nach,
daß die frühere Bank oft Tausende von Dollars auf die
diesem Vorschlag, und er wurde verworfen. Selbst eine
Modtsicirung, daß nämlich die Actien der Ver. "Staa
ten in der Bank nicht mit solchen Geschenken belastet
werden stllten, wurde durch die Whigmajorität verwor
fen.
ß- W GeM «ut «, Da? sagte ganz «a«, die Kireßtore« mü^n statt eines Prahme ^n Teras se/
A. 3.. Vothnssel unvSomp.
entlehnen!
Mitglieder
Die Demokraten wiesen nach, daß unter dem frühe
ren Freibrief die Direktoren der Bank oft das ganze
Capital ihrer respective!! Zweigbanken unter sich ausge
liehen, daß namentlich zn einer gewissen Zeit das Di
rektorium zu Baltimore 1$ Millionen mehr als das Ca
pital der dortigen Zweigbank entliehen hatte, daß das
Haus Biddle zu Philadelphia auf einmal fast drei Mit
Hotten von der Bank vorgeschossen hatte, und Hr. Wal
ker, Demokrat, schlug vor, daß nach dem neuen Frei
brief kein Direktor mehr als $10,000 ans einmal gelie
hen bekommen sollte. Henry Clay und fast alle Whigs s —/r
im Senate widersetzten sich diesem Vorschlag, und Herr Lf» ?^'äu^-unmcr
fixate »attinot», die Duceiitvre» mitifen ftatt eku* ".^
hohen Salairs die Freiheit haben, große Summen tu
Jedermann muß einsehen, daß eine so ungleiche Ver
keilung der Darlehen einigen Wenigen den nngehen
ersten Vortheil einräumt, und daß eine freie Cencürrenz
zwischen Geschäftsleuten bei einem solchen Stand der
Dinge gar nicht mehr zn denken ist. Uno doch geben die
Whigs Herrn Clay für einen Apostel der Freiheit und
Gleichheit ans.—
Die Demokraten zeigten durch glaubwürdige Docn
meilte, daß die Bank unter der Leitung von Clay uud
Frelinghuysen, als sie die Demokraten unter Jackson
bekriegte, im Jahr 1832 allein $478,003 an Congreß-
ausgeliehen hatte
Herr Clay von Alabama, Demokrat, schlug vor, daß
künftighin kein Congreßmitglied von der Bank ein Dar
lehen erhalten solle. Henry Clay und 21 andere Whigs
stimmten dagegen, währenddem Alle Demokra
ten im Senat dafür stimmten.
Alles dies begab sich am »ten Juli 1S4I, und wir
sind bereit den dent sehen Whig- Zcirungsschgeibern aus
den gedruckten Verhandlungen des Congresses jedes
Wbrtchen zu beweisen, das wir gesagt haben.
Es ist interessant, auf das Geschehene von Seit zu Zeit
zurückzugehen, um das Zukünftige bewtheilcn zn kön
nen. Wir unterziehen uns gerne diesem Geschäft, nnd
thnn es nach miscrm besten Wissen, immer mit Gewis
senhaftigkeit. Alles was uns Deutschen zu wissen not
wendig ist, sind Tbatsachen. Schlüsse können die mei
sten von uns selbst ziehen, und daß die Deutschen darin
selten fehlschießen, gestehen ihnen selbst ihre Feinde zu.
(III. Beob..
(Aus freut Baltimore Demokrat
w n- w Von einem sehr bewährten glaubwürdigen Anaens'
d.rßn. teSrihJU
Procession am 12. September in hiesiger Stadt folgen»
des Gespräch zwischen eiuent Demokraten, seiner Frau
und einem Whig, säntmtlich naheBlntsverwandte, und
"im obern Theile der Stadt wohnend" vernommen.
Whiq. (znm Demcrraten) Haben Sie gestern den
Umzug Ihrer Partei gesehen
Demokrat. O'. gewiß, es war ein außerordentlich,
schöner nnd patriotischer Zug, und giebt einen neuen
Beweis, wie unsere Partei ein tiefes Interesse iu der
allgemeinen hochherzigen Sache der Republik nimmt.
W. Ich habe die Personen des Zugeö wohl soudirt
und glaube fest, daß noch ehe Weihnachten Heran naht'
die Hälfte der Theilnehmer im Armenhaus fein wer
den, und die andcreHälfte wer weiß w e und wo v o»
leben müssen.
D- Woraus leiten Sie eine fo niedrige Ansicht
W. Woraus weil ich überzeugt zu fem glaube, dass
i e e i n e e a i n w a n e s i n w e e n i s
zum Leben haben, und die andere Hälfte ans armen
Leuten verschiedenen Standes besteht.
D. Also glauben Sie, wenn s ich e nur
arme Leute wären, sie darum keine wahrhaften patrio
tischen Gefühle fur wahre Volksfteiheit und Recht ha
ben könnten
W. H'm!—wie kann einArmcr sich nur unterstehen,
unserer wohlhabenden und reichen Partei entgegen i«
treten und wohl gar Gesetze vorschreiben zu wollen
D. Bedenken Sie daß der Reiche nur durch die Ar
beit des Armen leben kann„daß er stineBequemlichkeir
sein Wohlhaben mir dem Schweiße der Arm tut) dank/
daß der Reichthum nur eine Zufälligkeit ist, indem wir
alle nackt und arm auf die Welt kamen.
W. Das ist mir gleich, wie und wodurch ich alles
was ich habe meinem Stande gemäß gebrauche er
lange der Zweck heiligt jedes Mittel»
D. Aber, aber, wie können Sie solchen Ideen und
Grundsätzen auch nur einen Augenblick in Ihrer Brust
Raum geben haben Sie denn gar kein Gefühl für
Freiheit und Recht, obgleich Sie mir ein eingeborner
Republikaner sind bunter
W. Bah das ist alles nichts Haben und Herr
schen, das sind meine Bedingnisse zum Leben.
Die Frau des Demokraten, ausgebracht über solcke
Unverschämtheit ihres Verwandten, sagte
-.Es wäre nicht mehr als Recht und billig, wenn so
wohl Sie wie alle Whigs, welche Ihnen gleich sind, eht
und zwanzig Jahre unter die Kmite von Rußland qe
bracht würden, damit Sie und Ihre politischen Glau
bensbrnder Zeit genug hätten, sich über die Bedütanisse
des Lebens zu besinnen."'
Z e i ch e n e Z e i t. Das unglückliche Resultat
für die W a e i in den neulich stattgefnndenen
Staatswahlen, hat Heury Clay uud feme Anhänger
wahrhaft desparat gemacht. Hr. Clay schreibt Briefe
nach allen Theilen des Landes, in denen er theiltf fab
selbst widerspricht, theils seinen Anhängern geradezu die
Lüge gibt. In seinem ersten Briefe über die Terasfra»
ge erklärte er sich geradem gegen Teras, indem er be
hauptete, unsere Republik fei bereits zu groß uud es fei
besser, Teras uud Canada, sollte es sich einst von Eua
land befreien, als unabhängige Republiken bestehen
lassen. In seinem letzten Briefe sagt er dagegen, er ha
be persönlich keinen Einwand gegen die Aufnahme von
Teras. ja es wurde ihn freue n, Teras in die Uni
on aufgenommen zu sehen. Diese sich widersprechende
Angaben des Götzen derWHigpartei, werden von seinen
Verehrern je nachdem sie in ihren Kram passen, mit
hundischer Unterwürfigkeit ausgenommen. So
tet das hiesige Kuhnorgan, der Comm. Advertiser daß
Elay für immer gegen die Aufnahme von Teras fei.-
Die New Orleans Bee, ClaysHanvtorgan im Süden
sagt dagegen „Dieser Brief (der letzte Brief Clav'6
k
n'
12.
(Nllnimec
...I. .-.it --:j»
1
behaup­
Llay jetzt und fur immer gegen die
«»El« wie der Wind geht."
(Pittsb. Cour,

Ca u n ty, Oh to, e u k
Ein Capitel für die Ladies.
„Du «einst Amalie
e a u s e e e n
"Was that Dir, Thor Dein Vaterland?—Daß Dir bey seines N-menS Schall—Das 5)erz nicht höher schlägt?'

xml | txt