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Der Vaterlandsfreund und Geist der Zeit. [volume] (Canton, Stark County, Ohio) 1837-1845, December 20, 1844, Image 1

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liebte
te
e a n o i
I6tf Jahrgang.)
Bit Witvrn
schon längst
pen
so lange jn
ich,
So
S a k
Der unheimliche Gast.
(Fortsetzung und Schluß.)
Erst,»neu erfuhr ich nun, daß
wie seinen Gefangenen gehalten. Keiner, weder ich
noch
Bogislav, konnten irgend ein Motiv dieser J^aitd
lungsweise ahnen, aber jeder fühlte dunkel, daß hier et
was
Unlauteres im Spiel sein müsse. Der Chevalier
war von Stund' an nicht mehr derselbe, bis zur Unart
mürrisch, langweilte er uns mit Eigensinn und Kleinig
keitskrämerei, ja, als ich im reinsten Gefühl der Dank
barkeit mit Entbustaömns da^ou sprach, wie er mir das
Leben gerettet, lächelte er recht hämisch dazwischen und
geberdete-sich, wie ein launischer Grillenfänger.
Nach acht und vierzigstündigei Rast brach Bogislav
«uf, ich schloß mich ihm an. Wir waren froh, als wir
die altvaterische Bnrg, die mir nun vorkam, wie ein
düstres unheimliches Gefängniß, im Rücken hatten.
Aber nun fahre Du fort, Dagobert, denn recht eigentlich
ist nun an Dir die Reihe, die seltsamen Ereignisse, die
«us betroffen, forizuspinnen.
Wie mag, beganu Dagobert, wie mag man doch nur
"das wunderbare Ahnungsvermögen bezweifeln, das tief
in
vermenschlichen Natur liegt. Nie habe ich an meines
Freundes Tod geglaubt. Der Geist, der in Träumen
verständlich aus dem Innern zu uns spricht, faßte
es
mir, daß Moritz lebe, und daß die geheimnißvöllüen
Bande ihn irgendwo umstrickt hielte«. Angelikas Ver
bindung
mit dem Grafen zerschnitt mir das Herz --Ais
ich vor
ei ur Zeit herkam, als ich Angelika in einer
Stimmung fand, die mir, ich gestehe es, ein inneres
Entsetzen erregte, weil ich, wie in tim magischen Spie
gel,
ein fürchterliches Geheimniß zu erblicken glaubte,
-Ha
da
scheut
reifte in mir der Entschluß, das ftemde Knud
dnrchpilgern, bis ich mcineu Moritz gefnn-
den.—Kein Wort von der Seligkeit, von dem Entzücken,
als ich
ui
meinen
Alle Furien
A. auf deutschem Grund und Boden
Moritz wieder fand, und mit ihm den General
von
S—en.
der
Hölle
erwachten in meines
Brust, als er Angelikas Verbindung mit dem Grafen!
vernahm. Aber alle Verwünschungen, alle herzzerschnei-!
denden
Klagen, daß Angelika ihm untren geworden,'
schwiegen, als ich ihm gewisse Vermuthungen mittheilte,
alles
Unwesen auf einmal z« zerstören. Der Gedanke
S—en bebte zusammen, als ich deu Namen des Grafen
nannte,
und als ich auf sein Geheiß, sein Antlitz, feine
Figur beschrieben, rief er aus, ja, kein Zweifel mehr,
er ist es, er
ist es
selbst
Vernehmen Sie, unterbrach
Redner,
hier
a u i y
der Friede
geschlossen und der größte Tbeil der Trup­
in vollem Rückmarsch begriffen. Alles das hatte
mir der Chevalier verschwiegi-n und mich aufdemSchlos
fe
1
Freuudes.
vernehmen Sie mit Erstaunen, daß Graf S—i
mir vor
mehreren Jahren in Neapel eine theure
raubte, durch satanische K lnste, die ihm zu Gebo
lc stände». Ja, in dem Augenblick, als ich ihm den De
gen
durch den Leib stieß, erfaßte Sie und mich ein Höl
lenblendwerk,
Die wohlthätige Kugel hatte das Bild der Ungetreu
en, das er noch immer auf der Brust trug, in tausend
Stücken zersplittert. Leicht war die Conttisiou geheilt,
und seit der zeit hat mein Bogislav niemals etwas ver
spürt, das verstörend in sein Leben getreten sein sollte.
ist es, sprach der Gett'ral, und selbst das Anden
ten an die verlorne Geliebte erfüllt mich nur mit dem
milden Schmerz, der dem inneren Geist so wohl thut.
Doch mag unser Freund Dagobert nur erzählen, wie es
V fjd) weiter mit uns begab.
i Wir eilten, nahm Dagobert das Wort, wir eilten fort
von A.
Heute in der frühesten Morgendämmerung tra
fen wir ein in dem kleinen Städtchen P., das sechs Mec
je« von hier entfernt ist. Wir gedachten einige Stun
den
Ztt rasten, und dann weiter zu reisen gera'desweges
Wher. Wie ward uns, meinem Moritz und mir, als ans
einem Zimmer des Gasthofes uns Marguerite entgegen
stürzte, den Wahnsinn im bleichen Antlitz! Sie fiel dem
Rittermeister zu Füßen, umschlang heulend seine Kniee,
Könnte sich die schwärzeste Verbrechen«, die hundertmal
den
Tod verdient,
flehte ihn an,
(ge­
das uns auf ewig tremite !—Laugst wuß­
daß die Wuude, die ihm beigebracht, nicht einmal
gefährlich gewesen, daß er sich um meiner Geliebten
Hand beworben, ach !—daß sie an demselben Tage, als
(fc$ getraut werden sollte, vom Ncrvenschlag getroffen,
niedersank!
Gerechter Gott, rief die Obristin, drohte denn nicht
wohl
gleiches Schicksal, meinem Herzenskinde?—Doch
wie komme ich denn daranf, dieß zn ahnen
Es ist, sprach Dagobert, es ist die Stimme des ah
nenden Geistes, Frau Obristin, die wahrhaft zu Ihnen
spricht.
Und die gräßliche Erscheinnng, fuhr die Obristin fort,
von der uns Moritz erzählte an jenem Abende, als der
Graf so unheimlich bei uns eintrat
Es fiel, nahm Moritz das Wort, es fiel, so erzählte
ich damals, ein entseßlicher Schlag, ein eiskalter Todes
hauch wehte mich an, und es war als ransche eine blei
che Gestalt in zitternden, kaum kenntlichen Umrissen
durch das 3 miner. Mit aller Kraft des Geistes bezwang
ick) mein Entsetzen. Ich behielt die Besinnung, mein Bo
gislav war erstarrt bts zum Tode. Als er nach vielem
Mühen zu sich selbst gebracht wurde vom herbeigerufe
nen Arzt, reichte er mir wehmüthig die Hand und sprach:
Bald—morgen schon enden meine Leiden !—Es geschah,
wie er vorausgesagt, aber wie die ewige Macht desHim
mels es beschlossen, auf ganz andere Weise, als er es
wohl gemeint. Im dicksten wüthendsten Gefecht am an
dern Morgen traf ihn eine matte Kartätschenkugel auf
die Brust, und warf ihn vom Pferde.
sie (utf der Stelle zu
.aSÄ"ir/:"nC" ®riff,,CrWr' schlug ih« auscl
ciFliehen Sie Marguerite !—Alles ist verloren!
Cr naht der verhaßte. Alle meine Wissenschaft reicht
Nicht hm gegen das dunkle Verhängniß, das mich erfaßt
am höchsten Ziel Meines Seins—Marguerite! ich ha
rv ^UVni^t,|,eU1lniF flngeweiht, die das gewöhnliche
lwib, das darnach strebte, vernichtet haben wurden.-
bitten ansgernstet, waren Sie eine würdige Schülerin
des tuf erfahrnen Meisters. Sie haben mir beigestau
de« Durch Sie herrschte ich über Anqelika's Gemüth
über v,r ganzes inneres Wesen Dafür wollt' ich Jh
nen das Glnck bereiten, wie
es
Als Dagobert den Brief gelesen, fühlten sich Alle von
iniierm Schauer dnrchbebt.
So muß ich, begann endlich die Obristin leise, so muß
ich an Dinge glauben, gegen die sich mein innerstes Ge
mtiib
sträubt. Aber gewiß ist es, daß es mir unbegreif
lich blieb, wie Angelika sobald ihren Moritz vergessen
und sich ganz dem Grafen zuwenden konnte. Nicht
entgangen ist mir indessen, daß sie sich fast beständig in
Längst war Angelika des Rittmeisters glückliche®at
fm. Da geschah es, daß an einem stürmischen Novem
berabend die Familie mit Dagobert in demselben Saal
am lodernden Kaminfener faß wie damals, als Graf
S—i so gespenstisch durch die Thüre hiueinschritt. Wie
damals heulten und pfiffen wnnderlicheStimmen durch
einander, die der Sturmwind in den Ranchfängen aus
dem Schlafe aufgestört. Wißt Ihr wohl noch, fragte
ägni that Dir,Thor Tc.n Baterl-»d?—Dag Dir bey seine« Namens Schall-Das Jjetj nichthSher schlägt?
Freitag, dm 580feit Dezember
mi, trm
'^l.Mschlu von
3?.' A Rittermeister dem Freunde ins Wort, ja,
als ich Marguerite zu meinen Füßen erblickte, kamen al
£4?'^ ""schlichen Znstandes, den ich im
Schlosse des Chevaliers erlitten, über mich und ent
?imtetni1 eine nie gekannte Wuth iu mir. Ich war im
Legriff Marguertteu deu Degen durch die Brust zu sto-m
pen, als ich mich mit Gewalt bezähmend, davon rannte.
fo", ich heb Margueriten
von der Eide cur, ich trug sie iu das Zimmer, es gelana
mir, sie zu beruhigen und in abgerissenen Reden von ihr
zu erfahren, was ich geahnet. Sie gab mir einen Briif
cv°n-aCm ®rnfc" Astern nm Mitternacht erhal
ten. Hier ist er
Listiger Kraft, mit festem starkem
in Ihrer Seele laa und
begann die geheimnißvollsten gefährlichsten Kreise be
gann Operationen, vor denen ich oft mich selbst entsetz
te. Umsonst !—fliehen (Ete, sonst ist ihr Untergang ge
wlß. Bis zum höchsten Moment trete ich kühn der
M.idlichen Macht entgegen. Aber ich fühl' es, dieser
Moment gibt mir den jähen Tod .'—Ich werde einsam
sterben. So wie der Augenblick gekommen, wandre ich
$u jenem wunderbaren Baum, unter dessen Schatten
jtch ift von den wunderbaren Geheimnissen tit Ihnen
Isprach, tie mir zu Gebote stehen. Marguerite '—entsa
gen k ie fir immer diesen Geheimnissen. Die Natur
vorwitzigen Spähern, die mit kecker Hand an ihrem
Schleier znpfen, ein glänzendes Spielzeug hin, das sie
verlockt und seine verderbliche Kraft qegen sie selbst rich
tet—Ich erschlug einst ein Weib, in dem Augenblick, als
ich wähnte, es in der höchsten Inbrunst aller Liebe zn
umfangen. Das lähmte meine Kraft, und doch hoffte ich
wahnsinniger Thor, noch anf irdisthes Glnck vcbeu
Sie wohl. Marguerite .'—Gehen Sie in Ihr Vaterland
4u.rucV.~' Gehen Sie nach S. Der Chevalier von T.
wird für Ihr Glück sorgen leben Sie wohl
erinnere
r. Zuerst
äußerte auf besondere Weile. Sie vertraute mir näm
lich, wie sie beinahe in jeder Nacht von dem Grafen
sehr lebhaft und angenehm träume.
Ganz recht, nahm Dagobert das Wort, Marguerite
gestand mir ein, daß sie auf des Grafen Geheiß Näch
te über, bei Angelika zugebracht und leise, leise, mit lieb
licher Stimme ihr des Grafen Namen ins Ohr ge
haucht. Ja, der Graf selbst sei manchmal um Mitter
nacht in die Thnre getreten, habe Minuten lang den
starren Blick auf die schl.ifende Angelika gerichtet^ und
sich dann wieder entfernt.—Doch bedarf es jetzt, da ich
des Grafen bedeutungsvollen Brief vorgelesen, wohl
noch eines Commentary?—Gewiß ist es,'daß er darauf
ausging, durch allerlei geheime Künste ans das innere
Gemüth piychisch zu wirken, 1111b daß ihm dieß, vermö
ge besonderer Naturkraft, gelaug Er stand mit dem
Ehavalier von T. tu Verbindung, und gehörte zu jener
unsichtbaren Schule, die in Frankreich und Italien ein
teilte Glieder zählt, und ans der alten P—scheu Schule
entstanden sein soll.-Anf seinen Anlast hielt der Ckeva
1 1 «i* |v im ii Ultlft ml Ii VIT ViUUu- er c. w l. 4
her den Rittmeister fest in seinem Schlosse, und übte findet einen Anhalt und unsere Herzen, ruhen in
an ihm allerlei bösen Liebeszanber. Ich konnte weiter friedlichen Wohnungen. Unser Credit ist im Innern
eingehen in die geheimnißvollen Mittel, vermöae deren ,u,,!b
der Graf wußte, sich detf fremden psychischen Prinzips '0 ^'^^eu und die ganze Bevölkerung folgt freudig
zu bemeisteru, wie sie Marmierite mir entdeckte, ich Weg der Prosperität, Erziehung und Tugend. Iu
v e i k i i i i w o e o i e
föiiiitc Manches erklären aus einer Wissenschaft, die
mil nicht unbekannt, deren Namen ich aber nicht nen
nen mag, ans Furcht mißverstanden zu werden doch
man erlasse mir dies wenigstens für heute.—O für im
mer rief die Obristin mit Begeisterung, nichts mehr
von dem fttistern unbekannten Reich, wo das Granen
wohnt und das Entsetzen !—Dank der ewigen Macht
des Himmels, die mein liebes Herzenskind gerettet, die
uns befreit hat von dem unheimlichen Gast^ der so ver
störrend in unser Haus trat.—Man beschloß andern
Tages nach der Stadt zurückzukehren. Nur der Obrist
ulid Dagobert blieben, um die Beerdigung des Grafen
zn besorgen.
W I
Nur keine (Gespenstergeschichten! rief derObrist, aber
Angelika und Moritz sprachen davon, was sie an jenem
Abende empfunden, und wie sie schon damals sich über
alle Maßen geliebt, und konnten nicht aufhören, des
kleinsten Umstandes zu erwähnen, der sich damals be
geben, wie in Allem nur der reine Strahl ihrer Liebe
abgespiegelt, und wie selbst die süßen Schauer des
geben, wie in Allem nur der reine Strahl ihrer Liebe
Nch abgespiegelt, und wie jelbst die süsteu Schauer des
Graueus, sich nur aus liebender sehnsüchtiger Brust er
Hoben, und wie nur der unheimliche Gast, von den ge
spenstischen Unkenstimmen verkündigr, alles Entsetzen
nber sie gebracht.
Ist es, sprach Angelika, ist es, mein Herzens Moritz,
denn nicht so, als wenn die seltsamen Tone des Sturm
windes, die sich eben jetzt hören lassen, gar tri Midlich
ju uns von unserer Liebe sprächen
Ganz recht, nahm Dagobert das Wort, ganz recht,
und selbst das Pfeifen und Zirpen und Zischen der Tee
maschine, klingt gar nicht im Mindesten mehr graulich,
sondern, wie mich dünkt, ungefähr so, als besänne sich
das darin verschlossene artige Hausgeistlein auf ein
hübsches Wiegenlied.
Da barg Angelika das in bellen Rosenslammen auf
glühende Antlitz, im Busen des überglücklichen Moritz.
Der schlang aber den Arm 11111 die holde Gattin und
lispelte leise Gibt es denn noch eine höhere Celiakeit
als diese?
Botschaft des Gouvcrnors von Ohio, Herrn
Moidecai Bartley.
Meine Herrn vom 5cn«t und Hause der Repräsentante«!
Die gegenwärtige ist eine Stunde ernsten Nachden
kens und ernster Empfindungen für mich. Indem ich
das Amt annehme, zu welchem der Staat mich berufen
at, kann ich mich nicht enthalten die Dankbarkeit
auszudrücken, welche ich für das in mich gesetzte Vcr
vvi,rmiiin|cii. 4jte yftitur krauen fühle und das ich mich immer bemühen werde,
die abhold geworden den entarteten Kindern, wirft den 'üemals zu täuschen. Nächst derFügung Gottes, preise
vorwitzigen Spähern, die mit kecker y^iid an ihrem Vertrauen meiner Mitbürger.
Ich bedaure, daß ich für die hohen mir auferlegten
Pflichten nicht bessere Fähigkeiten und weisere Erfah
rung mitbringen kann. Ich weiß, daß die vortreffliche
Constitution von Ohio der höchsten Magistratsperson
nicht die Macht und Gewalt verleiht, mit welchen un
sere republikanische Regierung im Allgemeinen das
höchste erekutive Amt bekleidet, dennoch ist einleuchtend
das Amt des Gonverndrs von Ohiowon großer Ver
antworlichkeit. Die Arche, in der die Interessen und
der Charakter von 2 Millionen Freimännern ruhen,
ist riitc, au welche kein Mann von Gewissen eine tobe
Hand anlegen wird. Mein Veraittwertlichkeitsgefuhl
wird übrigens durch die hohe Achtung, welche ich zn der
Weisheit der Gesetzgebung hege, sehr erleichtert.
Sie werden mir verzeihen, wenn ich in diesem Aug
eublick einem Gefühl patriotiichen Stolzes Raum gebe.
Ohio ist meine Heimath den größer» Theil eines lang
en Lebens hindurch gewesen, das jetzt sich feinem Ende
i
Nile igt. Ich habe das Vorrecht die wildeuBlütheu wie
Rosen, die Einsamkeit der Wildnisse, mit einer fröhli
chen, indnstriösen und civilisirten Bevölkerung sich an
füllen zu sehen. Andere Staaten haben ihre Vorthei
le, aber in jedem derselben fühle ich mich fremd inner
halb unser er herrlichen Gränzen liegt das Land meiner
Wahl, das ich für keinen Staat des Festlandes noch
Eiland der See vertauschen möchte. Mit einemBoden,
der dem Pflanzer eine reiche Erndte gewährt einem
Clima, das wohl geeignet ist, im Menschen die höchsten
natürlichen und Verstandeskräfte hervorzurufen einer
weisen und tugendhaften Bevölkerung einer aufgerecht
te Begriffe von Menschenrechten begründeten Constitu
tion, so wie des Handels Interessen und politischen von
besonderer Wichtigkeit und mit noch unvergleichlichen
Messen unentwickelter Quellen, ist Ohio unter dem
Segen der Vorsehung bestimmt, keinen Staat in dieser
großen Conföderation über sich zu sehen.
Zu keiner Zeit in unserer Geschichte waren wir dem
Allmächtigen mehr zu danken verpflichtet, als znr jetzi
gen. Unsere Vorratskammern und Läden strotzen von
Früchten. Unsere Hände sind mit Kraft gestärkt, unser
nudlv5rfä
N o n a e
pachtet politijche Rauhheitcn sind ge
dem ich anerkenne, woher all unser Segen
glaube ich nur in Übereinstimmung mit' den Herzen
meiner Laubsleute zu sprechen. Die große Frage ist
daher nur, wie wir unsere reiche Erbschaft erhalten
können.
Die erste und wichtigste aller politischen Maßregeln
einer republikanischen Regierung, ist den jugendlichen
öffentlichen Verstand zu starken und zu bilden. Wo die
Wahlfreiheit beinahe allgemein ist, ist es unumgäng
lich nöthig, daß die Masse des Volkes in moralischer
und politischer Beziehung unterrichtet sei. Es ist uuuö
thig hierüber Beweise zii liefern, nachdem es allgemein
zugegeben ist, daß das Bestehen unserer politischen In
stitutionen nebst Gctt von der Ausbreitung gesunder
Erziehung abhängt. Ein ungebildetes Volk selbst mit
der besten Constitution ist nnstät wie die See und unfä
hig eine gesunde und abgeschlossene Politik zu befolgen,
sondern wird immer der Spielball oes Gewissenlosen
und Böswilligen sein und nach fruchtlosen Versuchen
zur Selbstregiernng, seine Freiheiten überliefern müs
sen.
Die weisen Gründer unserer vortrefflichen Coustitu
heut waren nwMedgcht^ diesem Instrument die Bails
u n S o
(Nmnmcc 22.
des Systems der öffentlichen BclcHrtm,! zu unterlegen
»nd seit der Organisation der Staatsregierung hat
die
Gesetzgebung jederzeit mehr oder minder diesemGegen
stand Aufmerksamkeit geschenkt.
Obgleich ich keine radikale Veränderung im jetzigen
Schulgesetz vorschlagen will, so habe ich doch bemerkt,
daß die Erfahrung es als der Verbesserung fähig hat
erscheinen lassen und ich stelle es daher der Erw^Mng
der Gesetzgebung anheim, ob es zu jetziger Zeit einer
Rivision unterzogen werden soll, ob nicht Aenderuugen
gefordert werden, nm °oen Charakter der Schullehrer
höher zu stellen: eine solche Gleichheit in den Schulbü
chern festzustellen, die mit den Fortschritten der Verbes
serung der Unterrichtsweise vereinbar ist, um dieSphä
re des öffentlichen Schulunterrichts zu erweitern, so
daß er nicht nur die Ele.nente der Kenntnisse umfassen
sen mag, welche für den gewöhnlichen Umgang und die
Geschäfte des untersten bürgerlichen Lebens nothwen
dig sind, sondern ebenso die ersten Grundlehren mora
lischer und praktischer Wissenschaft, und endlich Verfü
gungen wegen strengerer Verantwortlichkeit der Direk
toren, und aller andern Beamten unter dem Gesetz stc#
hend, zu treffen, sowie gegen Aufteilung eines allge
meinen Snpericntendenten des Unterrichts.
Die Collegien Erziehung hat einen wichtigen Einfluß
auf den öffeiulicheu Schulunterricht. Vom Collegium
erwarten wir den fähigen Lehrer, den geeigneten Era
minator, den sich fur die Sache iitteressirendenDirektor
und den belebenden Geist, welcher Bildung der öffent
lichen Geisteskräfte fordert.
Von diesen Ansichten geleitet, drang Gen. Washing
ton oft beim Congreß auf Errichtung einer Naticttal
Umversität, nnd dieser Körper machte oft silän ende
Bewilligungen für Staats-Universitäten. Die Colle
gien in Athens und Oxford unter unserer mittelbaren
Coutrolle verdienen ihre Berücksichtigung. Obgleich sie
von unschätzbaren Verdiensten für die Collegien Erzie
hung in itnsmn Staate gewesen sind und uns viele
wohlerzogene Bürger geliefert haben, so ist es doch zu
fürchten, daß sie gleich andern Staats-Jnsiitutionen
der Art, nicht die gerechte Erwartung des Publikums
erfüllt haben. Es ist wünschenswerth, daß die Mängel
auf ihre Ursache zurückgeführt nnd solche Mittel als in
der Gewalt der Gesetzgebung liegen ergriffen werden,
um ihnen wirksame Hülfe zur Verbesserung zu gewäh
ren.
Die professionelle Erziehung hat nur wenig Auf
merksamkeit von der Staatsregteruug erfahren.
Das
medizinische Collegium von Ohio mag indessen immer
a s S a a s i u s i u e e n u u v i s e s s e n s o e
würdig.—Es hat allerdings seit neuerer Seit keine
Geldzuschüsse empfangen und ist dennoch so blühend,
daß es feine Gebäude ausgedehnt hat.
Die verlässigen Trustees, denen seine Interessen
vertraut sind, werden znr gehörigen Zeit ihre Ansprü
che einreichen, welche ich Ihrer günstigen Berücksichtig
ung anempfehle, um so mehr, als dieselben sehr wahr
scheinlich mit dem Auktiousfoud der Stadt, in bereit
Grenzen das Collegium liegt, getilgt werden können.
Die Gefnndheit und das Leben des Publikums sind'
eben sowohl geeignete Gegenstände des gesetzgebenden
Schutzes als Schweinefleisch und Mehl Das bestehen
de Gesetz, welches Strafe« und Verpflichtungen solchen
Praktikanten der Heilkunst auferlegt, die keine genü
genden Beweise der dazu nöthigen Kenntnisse abgeben
können, erweist sich ungenügend und würde vom Pub
likum als uurepublikauisch und verhaßt hetrachtet. In
dem medizinische Schulen respektable gemacht
werden und die medizinische Wissenschaft zugänglich,
erfüllen wir deuGegenstand wirksam und auf vorwurfs
freie Weise. Wenn die öffentliche Meinung die Maßre
gel rechtfertige» würde, so würde ich mich freuen, die
Thore unserer medizinischen Schulen selbst den ärmsten
Jünglingen im Lande (durch eine beständige Besoldung
der Professoren) geöffnet zu sehen.
Es e.iebt gewisse Wissenschaften, welche nicht durch
'vrivatkosten befördert werden können und deshalb im
mer mehr oder weniger Schutz in civilisirten Ländern
durch die Gefetzgcbungcn empfangen haben hierunter
gehören Geographie und Astronomie. Die Nation läßt
die entfernten Küsten vermessen sollten wir dasselbe
nicht mit Hügeln und Thälcrn thint Eiue gründliche
re Untersuchung uttfei er eigenen Naturgeschichte und
Geologie würde werthrolle wissenschaftliche Beiträge
ergeben und durch die dadurch erzielte Entdeckung iin
bekannter Quellen, würdeu sich die Ausgaben dafür
tausendmal decken. Eine kleine Bewillignug hierfür ist
Alles, was ich für jetzt unterstelle.
Mit Stolz erwähne ich, daß im letzten Jahr
rer Kenig in Stadt das Observatorium errichtet
de, das wahrscheinlich das beste Leuchthaus unter
Gestirnen dieser Hemisphäre werden wird. Mögen
ne forschenden Augen Wahrheiten entdecken, die etm
gennassen die werthvollen Kenntnisse vergelten,
welche
wir im letzten halben Jahrhundert von Europa erhal
ten haben. Ich weiß nicht,^daß es einer Unterstützung
vom Staate bedarf, doch wollt
ich
V
an-
in unse­
wur­
den
sei­
dieses
nicht ohne Erwähnung lassen.
Unter den verschiedenen Gegenständen, auf die
Aufmerksamkeit.gerichtet werden wird, ist vielleicht
jetzigen Zeit keiner von tieferem Interesse für ihre
llitueute«, als die Frage wegen Banken und dem Geld
umlauf. Unsere Banken sind bis auf acht rednzirt und
einige von diesen schicken siel) an, ihre Geschäfte zu schlie
ßen. Daß Bänke unsere Prosperität befördern, steht
nicht länger mehr in Frage. Sie vermehren die
pro
duktive Industrie des Landes, gewähren den Handels
operationen Erleichterungen und einen Geldumlauf
der
schnell gezählt ntid'leicht und sicher transportirt
unter
nach de«
Ihre
zur
Con-

der General den
O i o e u k u n e a u s e e e n v o n
Monument

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