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Der westbote. [volume] (Columbus, Ohio) 1843-1871, October 01, 1863, Image 2

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Der Westbote.
C»lumtas, den 1. Oktober 1868.
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Demokratisches StaatS-Ticket.
Für Gouvenibr,
^Glement t. Vallandigham,
ten Montgomery Count?.
Bire-Gouverneur,
Staats Audit»?.
Supreme-Richter,
8:
Demokratisches Diftrtkt-Tick^.
Für Senator:
6 e e L. on »es
ft,
von Franklin Counts.
Franklin Connty demokratisches Ticket«
Demokratische Versammlungen.
Die demokratische Staats Central Comite hat die
folgenden Versammlungen im Staate anberaumt
Die Local Comite's wollen darauf sehen, daß diese
Versammlungen gehörig angezeigt werden:
«m Samstag, 3 Oct., in Umonville, Union Tountp
Sprecher—Achtb I. ftrankMc^mncy,Gen S-W. Andrews.
Am Dienstag, 6. October, in Sircleville, Pickaw^? Tountp?
Sprecher 0. F. McDowell, Hohn L. Green, 6 B. CIM,
S. S. ox.
Am Dienstag, 6. October,« Londonville, Ashland Tonnt?
Sprecher Achtb. T. W. Bartlep, LouiS Schäfer, W. äö
McCartv, L. R. ntchfield
Am Mittwoch, 7. October, i» Medina, Medina Tonnt?
Sprecher D. W. Stambaugh, M. Stuart nnd (9. Lliß
Am Donnerstag, 8 October, in Akron, Summit Count?
Sprecher D. SP. Stambaugh, Bliß und M. Stuart
Am Freitag, 9 Ortober, in Orrville, Wavne T».: Spre
«kr E. W. Stambaugh, George Bliß, M. Stuart und
LouiS Schäfer.
E. y»gl),
E.
Am Mütwoch. 7. October, in Newcomerstown: Sprecher
--Achtb. Th. P. Akcrs,(5ol.A. S.Ramscy,F. R. Hanna.
Am Donnerstag, 8. October, in Greenfield, Highland To.:
Die Sprecher werven später bekannt gemacht werden.
Jobn G. Thompson, Borsiper.
Geo L. Eonverse, Secretär,
Samuel Mrdary.
Amos Layman,
Allcn Tdurman,
Demokratische Staats-Sentral-Comit».
De«tsche demokratische Versammlungen.
Herr Otto Dresel wird deutsche demokratische
Versammlungen in den folgenden Plätzen anreden:
Samstag, den 3. Okt. tu Mansfield, Richlaud
Covnty.
Dienstag, 6. Okt., zu Circleville.
Sonnabend, 10. Okt., zu Columbus.
Die resp. Loeal»Committees werden ersucht, die
jceitmn Bekanntmachungen zu erlassen und die nö
âgen Arrangements zu lassen.
Im Namen der dem. Staats-Central»Comite.
Jno. G. Thompson, Präsident,
jiifii Geo. L. Converse, Secretär.
^^Dolumbus, O.. 24. Aug., 1863.
Je näher die Wahl heranrückt, desto eifriger
llÜciten die gezogenen und ungezogenen „Dreckbatte
titn" der Abolitionisten-Presse. Die amerikanischen
Parteikämpfe werden überhaupt nicht mit Rosenwas
serund seidenen Handschuhen geführt, aber so lange
die Republik steht, hat.fehl noch nie eine Partei ihre
Gegner mit solch einer Gemeinheit verfolgt, als dies
die gegenwärtig herrschende Regierungspartei thut.
Beschimpfung'n,Verleumdungen, Vcrketzerungen sind
die Argumente dieser selbstgerechte» „Patrioten.* Kei»
ne Verleumdung ist ihnen zu ungereimt. Pressen, die
mit Regierungsbrei gefüttert werden verbreiten be»
gierig jede neue Erfindung aus der großen $ erlernn»
dungèfabrik, selbst der Telegraph steht ihnen zu Ge»
bote und Heer der Contraktoren und Beamten
bis zum geringsten Abschreibeclerk singt cisrig das
Lied der Partei „deren Brod es ißt/ Diese Patrio»
ten fühlen, daß der Sieg der Demokraten in den
kommenden Herbstwahlen ein wichtiger Schritt fein
würde, um ihre theuren Dienste unentbehrlich und ih
«er verderblichen Wirthschaft zum Heile des Volkes
ein Ende zu machen. Auch schwebt ihnen die Ge'ahr
einer demokratischen Gesetzgebung vor,die keinen
Anstand nehmen würde, das „Häflein* dieser „Pa«
trioten" aufzudecken und dem ehrlichen Volte einen
tiefen Einblick in ibr Treiben zu gewähren I
Das muß um jeden Preis vermieden werden, deß
balb schleudern sie mit einer wahren Tollwuth ihre
schmutzigen Geschosse gegen Jeden, der nicht an ih
rem Strange zieht. Werste angreift, der greif
die Regierung anund wird als Copperhead und
Verräther abgemuckst. Die plumpsten Erdichtungen
»erden zu diesem Zwecke auf's Tapet gebracht und
besonders der demokratische Gouverneurs.Caudidat
Vallandigham als ein wahrer Butzemann, als eine
Vogelscheuche, ja als der wahrhaftige Gottseibeiuns
al« Abschreckendes Beispiel' herausgeputzt, damit ja
kein Schaaf der großen Heerde über die Fenz springt.
Wir glauben unsern Raum besser anwenden zu
fBniitn, als wenn wir eS versuchen wollten, alle die
zahllosen Verdrehungen, Entstellungen und Angriffe
der Abolitionistknpresse zu widerlegen. Ohnehin trägt
sie in ihrem Eifer meistens die Farbe so dick auf, daß
Jeder die Luge und Uebertreibung mit Händen grei
frn kann. Die Abolitionistknpresse hat in dieser schmu
tzigen Arbeit sehr viel geleistet. aber die Hauptsache
wird erst noch in den letzten Tagen vor der Wahl fonv
men. SS sollte uns gar nicht wundern, wenn Aboli
tionisteiiblätter noch in den letzten Tagen die Nach
richt brächten Hr. Vallandigham habe mit Jeff.
DaviS einen Vertrag abgeschlossen, um Ohio mit
Mann und MauS an die RebeUen-Regietung abzu.
treten. Der verständige Mann läßt sich durch solche
plumpen Leimrutben nicht verblüfft».
.— Herr Peter Kausinann hält sich darüber aus
daß wir nicht jedenWablrnnner kennen, den die Füh
rer der Abolitionisten»Partei in Obio hernmschicken,
und meint, daß wir durch solche Bekanntschaften noch
Manches lernen konnten, was wir noch nicht ge»
wußt. Wir haben geglaubt, eS genüge zur Bcleh
rung von jener Seite, wenn man Hrn. Kaufmann,
den berühmten Verfasser des „Tempel der Wahr»
heit" und sein Blatt kennt. Wir haben auch in der
That Etwas daraus gelernt, nemlich die Bestätigung
deS Satzes .Al er schützt vor Thorheit nicht."
y~jr* Große demotrallichc Versammlungen mit
Meilenlangen Proeessionen fanden Statt, am Mitt»
«voch in t. Verne n und am Donnerstag in
i n a. Die Aussichten in den dortigen Gegenden
werden als sehr glänzend geschildert. Viele gemä
ßigte Republikaner werden im Oktober mit uns ge
hen.
JQT* Schon nächsten Dienstag über acht $«»
[f,
am
tüten Oktober,
findet unsere Wahl statt.
e Hauptsache ist, daß jeder Demokrat zum Stimm
kästen geht. Wer einen saumseligen Nachbar hat,
der treibe ihn an, seine Burger-P flicht zu erfüllen,
damit sein Bürger»Recht behauptet werde!
0Cr Siehe aus der vierten Seite „die Kriegs»
Demokraten," Einsendung von Port ClintonI
jnd verschiedene andere interessante Artikel.
Schreiben des Aerrn Vallandigham an
das Volk von Ohio.
Der folgende Brief des Herrn Vallandigham an
die neuliche demokratische Massen-Versammlung in
Dayton, wird mit Interesse und Aufmerksamkeit ge»
lesen werden namentlich der Schluß, der Brough's
Drohung gebührend beantwortet und den maßlo
sen Verlänmdungen der Abolitionisten Presse einen
Däwttftt ni'jkflV
$ Windsor, Canada West,
15. Sept. 1863. 5
An den Präsidenten der demokratischen
Massenversammlung in Dayton, O.:
Mein Herr: —Auf den Wunsch vieler meiner
demokratischen Freunde in der Stadt und dem Coun
ty, wo ich so viele Jahre gewohnt habe, rich.e ich
durch Sie folgende kurze Adresse an dieselben.
Es bedarf keiner weiteren
Warnung
oder Borstel-
lung von meiner Seite, lim dem Volke die Beden»
tung der ihm zur Entscheidung vorliegenden großen
Tagesfrage vor Augen zu führen und dasselbe auf die
Gefahr, welche auf allen Seiten seine Freiheiten be
droht, aufmerksam zuZmachen. Die großen Volks»
Demonstrationen, wie sie jeden Tag in allen Theilen
des Staates vorkommen, liefern den Beweis von dem
Eifer und der Anhänglichkeit des Volkes an die Sa
che der Freiheit und Union und von seinem festen
Vorsatz, daß diese beiden in der That unzertrennlich
bestehen sollen. Allein eben dieses hängt in bedeuten
dem Grade von dem Ausgang des Ohio Wahlkam
pfes ab. Falls die Parthei erfolgreich sein sollte,
welche einerseits die gewaltthätigen Handlungen
Abraham Lincoln's und seiner Untergebenen billigt
Und den von ihm, in feinen kürzlich an die Albany
»md Columbus Committee» gerichteten Schreiben
gemachten abscheulichen Anspruch auf absolute Ge
walt über die Person und das Eigenthum, (wenn
nicht das Leben selbst) aufrecht erhält und anderer
seits die gesammte radikale Politik des Congresses
und deS Exeeutiv-Beamten, welche bei der Führung
des Krieges in Anwendung grbracht wird, alS ihre
eigene Politik annimmt, so haben beide (Freiheit und
Union) ein Ende. Im Norden nnd Westen sieht je
der Freund konstitutioneller Freiheit begierig den
kommenden Wahlen entgegen. Im Süden sind die
Augen von Hundcrttansenden, welche immer noch in
ihren Herzen die Union lieben, wie sie war, die
alte Union, welche ihre und unsere Väter gemacht ha
ben, und dieselbe gerne im Frieden und mit Si»
cherheit für Alle wiederhergestellt sehen würden mit
dem sehnlichen Wunsche ans' uns gerichtet, daß die
demokratische Parthei den Sieg davon tragen möge,
indem sie darin ihre einzige Hoffnung auf die Wie
derherstelluug dieser Union erblicken. Und eben die
Erfolge der Bundes Armeen machen einen solchen
Sieg um so bedeutungsvoller denn während diese
Erfolge wie Hr. Lincoln sagt die Stärke oder
den Muth der Rebellen nicht gebrochen haben, so ha«
ben sie doch viel dazu beigetragen, um dem Volke der
Staaten, welche immer noch der Union anhängen,
begreiflich zu machen, daß diePolitikder Versöhnung
der Politik deS Zwanges wenigstens folgen muß
weit besser wäre es gewesen daß sie befolgt worden
wäre, ehe ein Krieg ausbrach. Ueberdieß ist es
durch die neuesten außerordentlichen Ereignisse in
Mexico noch von größerer Wichtigkeit nnd Bedeutung
geworden, daß die Parthei, in deren Händen die
Rechte und Interessen aller Staaten und Scctionen
gesichert sein werden die Gewalt in die Hände be
komme. Anerkennung durch Mexiko und Frankreich
und eine derselben folgende Allianz zwischen diesen
Mächten und den Conföderirten Staaten sind drohen
de Gefahren, die jede Stunde näher rücken. Napv
leon und Joseph vsn O'sti nch, den jener jetzt für sich
gewonnen hat, wissen wohl, daß, wenn eine vereinig
te Regierung irgend welcher Art in diesem Lande ber«
gestellt wird, sei es nun, „die Union wie sie war" der
Demokraten, oder „die Union wie sie sein sollte" der
Abolitionisten ein vereinigter Despotismus kein
Kaiserreich, wenigstens kein europäisches Kaiserreich,
in Mcxiko gestattet würde, deßhalb wird er, und alle
anderen, welche er dazu überreden oder zwingen kann,
die Conföderirten Staaten in kurzer Zeit anerkennen,
unter der Bedingung, daß ihm der Fortbestand deS
mexikanischen Kaiserreichs gacantirt wird, und zwar
durch ein Schntz- und Trutz-Bündniß, wie Ludwig
XVI. in 1778 gethan hat. Auf diese Weise werden
!die Führer des südlichen Aufstandes in den Stand
üesctzt, den Mnlh des gesammtcn südlichen Volkes
durch den Beistand der Armee, der Flotte und des
Credits von Frankreich, aufrecht zu erhalten. Die
Sendung des Hrn. Stephens nach Paris läßt deut
lich auf ein solches Resultat schließen. Nachdem er
einfältiger und mnlhwilliger Weise von dem Wash
ingtoner Hof zurückgewiesen wurde, wohin er, nach
südlichen Angaben, mit der Vollmacht kam, „um über
Frieden und Vereinbarung zu unterhandeln," geht er
In einer speziellen Sendung '.'ach dem Hefe von Ver
failles. Die unheilvolle Wirkung welche der Er
folg einer solchen Sendung, entweder dnrch seine oder
die Vermittlung des bereits dort befindlichen Herrn
Slidcll, auf die Interessen und den künftigen Frie
den des Nordwestens ausüben muß, kann kein Mensch
berechnen. Dann würde in der That, abgesehen von
bleibender Trennung der Union und andern zahllosen
Kalamitäten, der Mississippi uns gänzlich verschlos
sen werden, außer unter denjenigen Bedingungen,
welche ausländische Nationen uns zu stellen belieben
würden und jede Stadt und Ortschaft an jenem
großen Flusse und seinen Nebenflüssen wurde nach
und nach in Verfall kommen. Erfolge auf dem
Schlachtfeld werden durchaus nicht im Stande sein,
dieses Bündniß mit seinen verheerenden Resultaten
hinauszuschieben oder zu verhindern. Eben deßhalb
ist jetzt, ehe der Schlag geführt wird, die geeignete
An! für das Volk des Nordens und Westens, um die
Politik der Radikalen und Landes-Verderber, welche
die öffentlichen Angelegenheiten eontrolliren, zu ver
werfen und dem Volke des Südens zu beweisen, daß
es zu seiner Treue gegen die Constitution nnd solglich
in die Union zurückkehren kann, „ohne daß die Wür
de, Gleichheit und die Rechte seiner verschiedenen
Staaten beeinträchtigt werden." Ich wiederhole es,
daß der Erfolg der demokratischen Parthei in Ohio
und den andern Staaten, mehr zur Erzielung dieses
Resultates beitrage» wird, als irgend ein anderes Er
eigniß, das sidj innerhalb der nächsten 12 Monate
zutragen kann. Soll man den goldenen Augenblick,
in welchem man mächtig zu der Wiederherstellung der
Union wie sie war, beitragen kann, unbenutzt vorüber
gehen lassen?
Erlauben Sie mir, nunmehr ein Wort über einen
andern Gegenstand zu sagen, nicht freiwillig, sondern
herausgefordert und gezwungen, durch Diejenigen,
welche mich angreifen.
Einem Bericht zufolge, hat der Candidat der Ad»
ministrations-Parthei kürzlich an eine öffentliche Ver
sammlung in Columbus im Wesentlichen folgende
Worte gerichtet:
„Wae wird die Wirkung der Erwählung des Hrn.
Vallandigham zum Gouverneur von Ohio sein? Ich
will es Euch sage». Sie wird Bürgerkrieg in Eu
rem Staate erzeugen. Sie wird Bürgerkrieg in Eu
re eigene Heimath, auf deu Boden Eures eigenen
Staates bringen. Denn ich sage Euch, es giebt eine
mächtige Parthei von Männern in diesem Staate,
deren Nerven stark sind wie Stadl und welche nie
malâ erlauben werden, daß eine solche Schande über
ihren Geburtsstaat gebracht werde. Ferner würde es
eine Einladung an die bewaffneten Rebellen sein, her
einzukommen und von unserm Staate Besitz zu er
greifen.*
Nun sind über mich selbst schon so oft falsche Be
richte und Vcrlättmdnngen ausgestreut worden, daß
ich den Hrn. Brongh weder für die, im Obigen ans
gedrückt Gesinnung, noch für die dummdreiste Be
hauptung, als würde die Erwählung seines Gegners
durch das Volk „Schande über den Staat bringen,"
verantwortlich halten will. Allein ich weiß, daß viele
seiner Freunde bereits beginnnen, den Vorschlag als
eine Drohung gegen die freien Männer Ohio's zu
machen, und ich beabsichtige deßhalb, mich direkt da«
raus einzulassen.
Erstens. Die „Einladung an die bewaffneten
Rebellen," von welcher meinè Erwählung ein Zeichen
sein wird, wird dahin lauten, daß sie ihre Waffen
niederlegen, in die alte Union und zum Gehorsam
gegen die Constitution, Gesetze und Flagge und
somit unter den Schutz derselben zurückkehren sollen,
unbeeinträchtigt durch Einmischung und Agitation
von Seiten der Abolitionisten, wie vor dem Krieg und
frei von Conscription, Confièeation, Execution, Eman
cipation, Negergleichheit und allen Anstrengungen
willkührlicher und despotischer Gewalt, wie sie seit
'dem Ausbruche des Krieges vorgekommen sind.
Zweitens. Es wird in Ohio kein Bürgerkrieg
ausbrechen, falls ich zum Gouverneur erwählt werde,
John Brough nnd seine Parthei müßten ihn denn
beginnen, und in einem solchen Falle werden wir tit
Rebellion in einem viel kürzeren Zeitraume unterdru»
Itn, als sie brauchten,
wm
lion zu unterdrücken. Wenn er jedoch damit sagen
will, daß sie durch freiwillige Verbannung nach Ca
nada oder irgendwo anders hin von dem Staat „se
eediren" wollen, so wird in einem solchen Falle kein
Zwang (coercion) angewendet werden. Allein wenn
die Drohung zum Zwecke der Einschüchterung ge
macht ist, so ist dieselbe so unmächtig, als der Wind
,st sie aber ernstlich gemeint, so ist es Zeit, daß das
Volk damit bekannt gemacht werden sollte, damit es
liefen neuen Verschwörern gegen den Stimmkasten
Jos Kainszeichen auf die Stirn drücken kann. In
jedem Falle wird Derjenige, welcben eine Mehr*
heit der „qualifieirten Wahlmänner" von Ohio zu
ihrem Gouverneur erwählt, i
n augurirt werden,
und die große Masse des Volkes ohne Unterschied
der Parthei, wird nötigenfalls ihren Beistand lei
sten, um den Frieden des Staates zu erhalten, und
dem Fundamental Prinzip volkstümlicher Regierun
gen, daß „die Mehrheit regieren soll," Geltung zu
verschaffen. Drnm laßt Hrn. Brongh und alle an
deren, welche dem Willen des Volkes entgegentreten
möchten, bedenken, „daß eS eine mächtige Masse von
Männern in Ohio gibt, deren Nerven stark sind wie
Stahl, und welche entschlossen sind, daß der Mann,
welcher die Wabl des Volkes von Oh« ist, der Gou
verneur des Volkes sein soll." Sollte diese Wahl
auf mich fallen, so sollen alle Pflichten des Amtes
getreulich und furchtlos verwaltet werden. Ich wür
de selbst der Constitution nnd den Gesetzen gehorsam
sein, und darauf sehen, daß auch alle Andern inner
halb den Grenzen und der Gerichtsbarkeit des Staa
tes denselben gehorchen. Die Gerichtshöfe sollten ein
mal wieder geöffnet und zu ihrer rechtmäßigen Gel
tung gebracht werden, Gerechtigkeit sollte ohne An«
stand oder Aufschub gehandhabt werden und die Mi
litär-Gewalt sollte der Civil- Gewalt untergeordnet
sein. Die Habeas Corpus Acte sollte respeetirt und
kein Bürger arretirt werden, außer auf dem gesetzmä
ßigen Wege, oder gefangen gehalten werden, außer
zur Untersuchung durch die Civil Gerichte nnd Nie»
rnond sollte aus dem Staat geschleppt wcrden.
Allein, während die Rechte des Staates und die
Freiheiten seiner Bürger strenge behauptet würden, so
würde auch den konstitutionellen und gesetzlichen Ge
walten und Rechten der Bundcs-Rcgierung gleich
viel, wer an der Spitze derselben steht Gehorsam
geleistet nnd dieselben mit serupelhafter Pflichttreue
respeetirt werden. Was immer die Administration
aus Grnnd der Constitution und der Gesetze von dem
Staats-Ereeutivbeamten verlangen oder erwarten
kann, würde pünktlich und genau gewährt werden.
Kurz, ich würde die beiden Maxime, welche Hr. Jes»
ferson in seiner Jnaugurations-Adresse in 1801
über
diesen Gegenstand niedergelegt hat, annehmen und
ihrer ganzen Ausdehnung nach befolgen.
Erstens. „Die Unterstützung der Staats-Regie
rungen, in allen ihren Rechten, als den ange
messensten Weg, unsere einheimischen Angelegenheiten
zu verwalte» und die sichersten Bollwerke gegen anti«
republikanische Tendenzen."
Zweitens. „Die Erhaltung der General-Regie
rung in ihrer ganzen konstitutionellen
Kraft, als den Hauptanker unseres Friedens im
Inneren, und unserer Sicherheit, dem Ausland ge«
geuüber."
I zufrieden
1—
tot Sttatzlnhnlttt'Rcbcl-
Aus diese Weise würde ich versuchen, durch die
und durch freudige und pünktliche Willfährigkeit, wo,
ich solches schuldig wäre, den Frieden, die fcen
Wohlstand, die gute Ordnung und Harmonie wie«
derherznstelltn, wodnrch sich in früheren Jahren die
Staaten in ihren Beziehungen zu ihren eigenen Bür
gern sowohl als zu der Bundcs-Regiernng ausge
zeichnet haben, und wodurch in besseren Zeiten, die
Union sicher und das Volk gedeihlich, glücklich und
schnelle und entscheidende Ausübung des Willensund i so lange MüNer noch Kinder ge»
der Autborität, wo solches nöthig und pasjend ware,^.^
war. Dieses ist es, nicht „Bürgerkrieg,"
denn mein „Verbrechen" besteht dann,
daß
gen Bürgerkrieg bin was meine Envählung in
Ohio zur Folge haben würde. Und nun Männer
meines Geburts-Staates, sind nicht gerade dieses die
Segnungen, nach welchen Ihr, Eure Frauen und
Kinder das sehnlichste Verlangen haben? Nun, dann
'vertheidigt den Stimmkasten und haltet fest an
jdemselben unter allen Umständen ich bitte Euch, ar»
um dieser Segnungen durch
jenen
Männer, theilhaftig zu werden.
C. L. Vallandigham.
Der vierte Friedensweg.
Drei Wege hat Herr Lineoln in seinem Spring
fielder Briese znr Wiedererlangung des Friedens de»
zeichnet: das Ausgeben der Union, ein Compromiß
oder Unterwerfung durch das Schwert. Diezweier»
sten Wege hat Herr Lincoln verworfen und der Welt
erklärt, daß kein anderer Weg mehr übrig bleibt, als
der dritte, der über Blut und Leichen fuhrt I
„Es giebt aber noch eine» vierten Weg," ruft
der ehrwürdige Washington National Jntelligeneer,
das ehemalige Hanptorzan der Whigparthei, mit
Nachdruck aus ein Weg, der nicht blos vorziigli»
chtr ist, sonder» der einzig und allein zum Frieden
führen kann. Auf diesem vierten Wege geht das
Schwert mit einer weisen Politik der Versöhnung
Hand in Hand. Was dutch das Schwert gewonnen
ist, muß durch die Worte der Vernunft befestigt und
vereinigt werden. Die Bürger des Südens, die sich
bereitwillig zeigen in die alte Union zurückzu
kehren, müssen nicht zurückgestoßen, sondern aufge
muntert werden, und es muß ihnen gesagt werden,
daß die Pforten der Union für die Rückkehr ihrer
Staaten mit allen ihren Rechten weit offen stehen.
Das ist der vierte nnd jetzt noch einzig mögliche Weg,
um die Union wieder herzustellen.
Daß die Union durch die Abolitionisten Politik
und durch das Schwert allein wieder hergestellt
werden kann, daS glauben wir so wenig als wir glau»
ten, daß eine Rose blühen kann, wenn man ihr die
KnoSpen abschlägt und sie dem Lichte und der Son,
ne enzieht. Sehr richtig bemerkt der Intelligence!:
„Die rachsüchtige Theorie, welche nichts im Ange hat,
als Gewaltanwendung und mit gemischter Pfahlerei
und Ohnmacht der „Ausrottung beS südlichen Volkes
und der Vernichtung der Sklaverei" entgegensieht,
und das nicht als Zwischenfälle oder Folgen, sondern
die Beweggründe und den Zweck des Krieges, ist
nicht nur eine Theorie, welche den Insurgenten schär
sere Waffen in die Hände gibt, sondern sie in den
selben läßt. WaS sollen Die im Süden durch eine
friedliche Unterwerfung gewinnen, während sie bei
fortgesetztem Widerstande wenigstens die Genugthu»
ung haben gegenüber einer rachsüchtigen Theorie den
Anspruch des südlichen Volkes aus Muth und Tapser
feit zit retten?"
Es ist ein namenloses Unglück für das Land, daß
Herr Lincoln, geblendet durch den schwarzen Schat
ten des Abolitionismus, diesen Hillen vierten Frie
densweg, aus welchem er sich den Segen der Mensch»
heit erwerben könnte, nicht finden kann oder nicht fin
den will, und hartnäckig auf dem Wege deS lverder
bens fortwandert.
DaS ConscripttonSgesetz eine Fehlge
burt.
Berichten von Washington zufolge, ist mau dort
zu der Einsicht gekommen, daß das Conseript'vns
gesetz ein totaler Mißgriff war. Man hat mehr Geld
als Lnite bekommen, und es wird Klage geführt, daß
ein großer Theil dec Stellvertreter nutzlose Subjekte
sind, die in keiner Weise mit den Freiwilligen ver
glichen werden können. Ferner haben die Behörden
eingesehen, daß die enormen Kosten, welche mit der
Ziehung verbunden sind, durch das geringe Ergebniß
in feinet Weise gerechtfertigt werde. (Nach dem Al
bany Argus kostet jeder Conseribirter die Regierung
nicht »veniger als $5000 bis $ 10,000.) Es sollen
sogar zahlreiche Briese von Senatoren und Repräsen
tauten in Washington einlaufen welche für das
Conscriplionsgesetz stimmten, die aber nun die Ope
ration des Gesetzes als verfehlt betrachten. Die Re
gierung soll daher mit dem Plane umgehen, die Con
scription ganz fallen zu lassen und wiever zu dem
Freiwilligensystem zu greifen.
Da hätten also die Demokraten doch Recht gehabt,
und wenn man, statt sie deshalb zu verleumden und
zu verketzern, ihrem Rath Gehör geschenkt hätte, se
würde dem Lande viel Aergerniß, Unheil, Trübsal
und enorme Kosten gespart sein. Aber Demokraten
haben ja kein Recht, der Regierung einen Rath zu ge»
den, wie wohlgemeint derselbe auch sein mag. Alles
was von ihnen ausgeht, ist Verrath. Selbst Gouoer.
Seymour's Vorschläge wurden verhöhnt und verkez»
,ert. Freilich, einer Klaffe vonLenten hat dieConscrip
lion viel genützt, und das sind die Prosoßmarschälle,
und die zahllosen Ziehungo-Beamten und Unterbe«
arnttn die alle für den Krieg begeistert sind, aber
sich wohl hüten, selbst in's Feuer zu gehen.
Chicamauga, der Name deS Flusses, an
welchem die letzte blutige Schlacht in Georgia statt»
fand, ist indianischen Ursprungs und bedeutet „To d
ttn llujj". Ein vtthüttgmßvvllcr Namc!
ich ge-
beitet Tag und Nacht, um die,er Segnungen vurcy ^n'deS als mit der Gewalt des Schwertes zu beglei
die gesetzmäßige und machtige Wasse freier
Rede des Achlb. Voorhees.
DaS Schwert «ad die Hand de» Bersöh
nnng.
t.,._
Der vortrefflichen Rede, welche der Uchkb.Voorhees
von Indiana vorige Woche vor der Massenversamm»
lung in ColumbuS hielt, baben wir die folgenden
Ansenge entnommen. Es sind Worte, die sich an den
Verstand und an daS Her des serS wenden. Der
Demagog und der Fanatiker brandmarkt kiirvoeg
Jeden als einen „Vertälher," der nicht daran glaubt,
daß der Abolitionismus mit seinen Zerstörnngspla
nen im Stande ist, dem Lande den Frieden wieder
zii geben. Der wahre Vaterlandsfreund aber der
denken kann, und denken will, ljBrt bereitwillig je
de Stimme, die gestützt auf Vernunft und Ehre, uns
den Weg bezeichnet, ans welchem das zerrissene und
ans tausend Wunden blutende Land den Frieden wie
der gewinnen kann prüft Alles
imb bj,
ffjj ffl6rm
mc„f(fctic^en
cv* t,arf,
und
bebält das Beste.
Herr Voorhees weis't nach, daß mit Waffengewalt
die Union nicht wieder hergestellt werden kann und
fährt dann fort:
„Nehmt zum Beispiel Tennessee. Setzt den Fall,
daß Lineoln, nachdem unsere Armee Besitz ergriffen
batte, zu dem Volke des Staates gesagt hätte: „Jetzt
habe ich eine Gelegenheit vi euch zu reden. Ihr habt
unrecht qehandelt, aber ihr seid durch schlimme Lei'
ter verführt worden. Kommt zurück zur alten Union
und ihr sollt sie unverändert zurückerhalten dasselbe
HauS.das eure Väter bauten, steht für
eure
Rückkehr
offen." Wäre daS geschehen, meine Mitbürger, so
würden sie zurückgekommen sein. Das dortige Volk
wünscht den Krieg nicht mehr als ihr es thut allein
es wurde durch 9)anery, Jeff. Davis und die bösen
Disnnionisten des Südens zu dem Glanben verleitet
daß daS nördliche Volk seine Institutionen abschaffen
wolle, nm ihm sein Eigenthum zu rauben, und gerade
dies, wofür ibnen bangte, ist geschehen. Wären ihm
statt dessen alle Rechte gesickert worden, welche ih
nen die Proklamation des Präsidenten entreißt, so
würde Staat nach Staat in die Union zurückgekom«
men sein nnd ihre Plätze als Sterne auf der Natio»
nalfiagge eingenommen haben, und sie würden ihre
Plätze permanent eingenommen haben, mit derGeneh»
mignng des Volkes zum Bleiben und ohne daß sie ste
hende Armeen festhielten. Wir würden unblutige,
glorreiche und permanente Siege des Geistes gewon»
nen haben. Unterwerft ein Volk durch Gewalt und
Gewalt allein, und sobald die Gewalt zurückgezogen
ist, wird es sich wieder erheben aber unterwerft es
durch den Verstand, dnrch überzeugende Gründe und
durch Güte und ihr habt eine der besten und stärksten
Regierungen die gedacht werden können, denn sie stützt
sich auf die Zustimmung der Regierten gerade, toü
sie eure Vorfahren machten.
„Allein wenn ihr den ganzen Süden dnrch eure
Armeen unterwerft, so werdet ihr eine stehende Ar
mee von 500,000 Mann brauchen, und ihr werdet zu
arbeiten haben, um diese Armee zu unterhalten. Zu
erwarten, daß daraus eine permanente Union entste
hen könne, und daß sich der Süden nicht wieder er
heben werde, sobald ihr eure Armeen zurückziehen
würdet, wäre eben so thöricht, als zu erwarten, daß
euer Stock, den ihr in's Wasser stoßt, ein Loch zurück
lassen wird, wenn ihr ihn zurückzieht. Gegen diePoli
tik der Abolitionisten wird das sudl. Volk kämpfen, ob
Binder werden sich erheben und Was»
diese Regierung, denn es liegt in der
daß es so sein sollte. Wo ist in
der ganzen Weltgeschichte ein Volk zu finden, das sich
der bloßen Gewalt unterworfen bat, ein Volk, das
ein so großes Land wie der Süden bewohnt, ein
Land, bevölkert von einer so mutbigen Rage, wie daS
südliche Volk, Blut von eurem Blute und Knochen
von euren Knochen, dnrch die Bande des Bliites ver
wandt, dieselbe Sprache sprechend und denselben Gott
anbetend Sie sind dasselbe Volk und sie werden ge
rade so handeln, wie ihr unter ähnlichen Umständen
handeln würdet.
„Ich erkläre, daß ich beute, bis zur letzten Stun
de meines Lebens der Wiederherstellung dieser ge«
liebten Union zugethan bin aber mein Planest nicht
der Plan der Abolitionisten. Mein Plan würde der
sein, die Armeen sowohl mit der Gewalt des Ver
m,,tbiaer
Gcumncrsraiiti.
ten. Ich hörte, wie euer mnthiger Gonvernörèeandi
dat in den Hallen des Congresses den Antrag stellte,
euren Armeen fünf Commissaire beizugeben, um Vor»
schlage zu machen, oder Vorschläge von solchen Staa»
ten entgegenzunehmen, die zurückzukommen wünschen,
mit allen ihren Rechten unter der Constitution. Die
Abolitionisten stimmten den Antrag nieder, denn sie
wünschten damals die Wiederberstellung der Union
wie sie eureVotfahren machten nicht und sie wünschen sie
beute noch nicht wie sie eure Väter machten. Brough
sagt so in eben so vielen Worten. Er giebt vor, ein
unbedingter Unionmann zu sein. Er ist aber ein
Unionmann mit Bedingungen. Ihr und ich wir
hängen keine Bedingungen an unsere Unionliebe, ans»
genommen die Constitution. Brongh macht eine Be»
dingnng außerhalb der Constitution, nemlich die AS
schaffung der Sklaverei. Die Regierung thut basset
be, denn es sind noch nicht viele Wochen vergangen,
seit Lonisian^ den Vorschlag machte unter seiner
Staats.Convention in die Union zurückzukommen,
aber Lincoln schlug ihm die Thüre vor der Nase zu
und erklärte dem Staate, zu bleiben wo er fei, bis er
seine Staats-Constitlition in Betreff der Sklaverei
verändert habe, und so warf er sich znm Diktator der
Staaten auf und wollte ihnen nicht erlauben in die
Union zurückzukehren.
„Wo soll dies aufholen? Wann soll dieser Krieg
unter diesem Plane enden Laßt mich an die Solda«
ten appelliren, die an diesem Kampfe betheiligt sind.
Es ist euer Interesse, daß dieser Krieg bald aufhören,
unter ehrenhaften Bedingungen, auf Grundlage der
alten Constitution und der alten Union aufhören soll
te. Warum ist es euer Interesse? Schon ans persön
lichen Rücksichten allein ist es euer Interesse. Mit
dreizehn Dollars per Monat, seine Familie darbend
nnd er selbst im Hospital, kann der Soldat keinen
Wunsch haben den Krieg zu verlängern, blos damit
die Sklaverei abgeschafft oder irgend ein anderer Zweck
als die bloßcWiederberstelliing der Union erzielt werde.
Die Pferde-, Maulesel- und Rindfleisch-Contracto»
reit, die Simon Camerons und jener Hansen Patrio»
ten, deren Namen man einfach in der Sylbe
Dieb
zusammenfaßt, sie wünschen daß der Krieg
ewig dauert. Ich meine nicht, daß alle Leute, die
Pferde und Maulesel kaufen, unehrlich sind, aber ich
meine daß viele es sind und daß viele Contrakioren,
von Cameron herunter, das Geld des Volkes
gestohlen haben. Diese stehen in feiner® efahr. Sie
haben Hänser a us eurem Blute und euren
Knochen gebaut und dieselben mit den Thränen
eurer Weiber und den Seufzern eurer Kinder znsam»
mengefittet. Hätte ich die Macht, ich würde einen
Waffenstillstand erklären ich würde eine Einstellung
der Feindseligkeiten erklären ich würde thun was
der verrückte Konig Gcor^ von England that, als er
in den Schlachten der Revolution gegen uns kämpf
te und waâ wir im mexikanischen Kriege thaten: ich
würde Commissaire abschicken, um zu erfahren, unter
welchen Bedingungen diese blutigen Greuel znm
Schlüsse gebracht werden können. (Großer Beifall).
„Ihr sagt, ihr könnt mit Rebellen in Waffen nichts
zu schaffen haben. Ein König Georg, als Lord North
Minister war, sandte Jahr ans Jahr eine Conunis»
st on an Rebellen in Waffen. Wir sandten eine an
d»e arme, untergeordnete mexikanische Rage. Euer
(Sott selbst sandte eine Commission com Himmel
eine Art Compromiß mit den Rebellen dieser Welt
gegen das Königreich Jehova's und dadurch
wurdet ihr zur Streue zurückgeführt. Er war all
mächtig und hätte euch mit den Blitzen des Himmels
niederschmettern können, aber Er fand es für gut, an»
dere Mittel zu eurer Wiederversöhnung anzuwenden
und ich erkläre euch heute, daß keine Nation in der
Weltgeschichte jemals Krieg gegen ihr eigenes Volk
führte, für eine solche Länge der Zeit, wie es unsere
Regierung gethan hat, ohne ein Wort oder einen
Versuch, das Volk zur Treue zurückzuführen außer
durch Abschlachten und Blutvergießen. Allein man
che Abolitionisten würden schrecklich entsetzt fein über
den Gedanken, daß in den nächsten sechs Monate»
Niemand getödtet werden sollte. Chandler sagte, die
Union sei ohne ein wenig Blutvergießen keinen Knopf
werth. Diese Leine würden sehr getäuscht sein, wenn
während der nächsten sechs Monate kein weiteres Ge
metzel stattfinden sollte wenn keine Kinder um die
Rückkehr ihrer Väter weinen, keine Mütter kinderlos
bleiben sollten wenn keine Mutter ihre Kleinen auf
den Schooß ziehen und ihnen in der Betrübniß ihres
gebrochenen Herzens sagen sollte: „Euer Vater kehrt
niemals mehr zurück. Wir gehen zu ihm, aber et
kommt nicht mehr zu uns." Solche sechs Monate
wurden ein trauriges Bild für die Abolitionisten bil
den, aber es würde ein heileres Bild für euch, sur alle
Freunde der Menschheit sein ein Bild, worüber sich
(Seit und die Engel im Hiiuftiel freuen würde», wenn
Frieden auf citeu und gegenseitiges Wohlwollen uu»
ler den Menschen zurückgebracht wären und Schritt
iir Schritt diese alte Union wieder hergestellt würde
us der Grundlage, ans welcher sie errichtet wurde—
er Zustimmung der Regierten.
„Männer von der demokratischen Partei Sie und
ich können auf unserVersahren in Betreff dieser Fra
ge mit Stolz zurückblicken. Wir verlangten ein Com»
prcmiß, als noch Ccmpromiß möglich war, ehe der
erste Schlag fiel. Crittenden brachte es vor, Donglas
unterstützte es und wir sagten Ja. Jene Leute aber
verlangten Blnt.und Blut ist aiif.ihren Händen und
an ihrenRockschößen. Der Kr,eg kam und während des
Krieges haben wir bei unserer Regierung und bei im
streu Armeen im Felde gestanden. Wir haben unsere
ganze Pflicht gethan nnd wir verlangen dagegen, daß
man uns die Rechte amerikanischer Bürger gewährt
und ich erkläre hier im Angesichte der Gefahr, des
Todes und aller Folgen die uns erwarten mögen, daß
wir die alten Rechte freigeborner Bürger zu behaup
ten beabsichtigen. (Beifall). Geht voran, steht Schul
ter an Schulter, erwählt Vallandigham. (Beifall.)
Wenn er enre Wahl ist, wer kann Nein sagen?
Wenn ihr ihn für Gouverneur verlangt, braucht ihr
dann erst Lincoln zu fragen ob er ihn euch haben
lassen will// (Laute Rufe: Nein, nie!)"
Einige Fragen.
Wenn wir auch keine andere Grunde hätten, so
würde das wahrhaft empörende und niederträchtige
Betragen der herrschenden Parteisgegen alle, die nicht
in ihr Horn stoßen, allein schon hinreichen, uns an
zutreiben gegen eine neue Befestigung ihrer Macht
anzukämpfen. Diese Partei gebietet über den Geld
beutet des Landes, über ein zahlloses Heer von Be
amten das sie fast täglich dnrch Anstellung ihrer
Günstlinge vermehrt, gebietet über eine ungeheuere
Armee, oder wenigstens über die Offiziere, die ihre
Beförderungen von ihr empfangen, und maßt sich un
erhörte, despotische Gewalten an, von denen die Con
stitntion nichts weiß. Die herrschende Partei hält,
mit einem Worte, das ganze Land in ihrer Usernen
Faust und ihr steht säst jedes Piittel zu Gebote, um
ihre Allgewalt zu befestigen.
Dennoch findet sich diese Partei durch ihren Ueber
muth veranlaßt, die Demokraten, die völlig machtlos
sind, und sich nur auf die Stärke ihrer Argumente
und das eingeschüchterte Vols
verlassen müssen, auf ei
ne wahrhaft niederträchtige Weise zu bekämpfen. Daß
ein Demokrat ans innigster Ueberzeugung die ver-
Werblichen Lehren der herrschenden Partei für ge
fährlich hält, und in der wohlmeinendsten Absiebt
diese Partei und ihre verderblichen Lehren bekämpft,
das wird für keinen Augenblick eingeräumt und er
wird einfach als „Landesverräther" abgethan. Nicht
mit Gründen bekämpft man uns, sondern mit den
Waffen der Gemeinheit, der Beschimpfung und Ver
länmdung und unter den Soldaten sowohl wie unter
dem Volke sucht man einen Haß heraufzubeschwören,
der die schlimmsten Folgen befürchten läßt. Man
braucht blos .so ein rechtes R«giernngS»Parteiblatt
in die Hand zu nehmen um sich zu überzeugen daß
wir durchaus nicht übertreiben. Schaut da nicht aus
jeder Zeile die gemeinste Verfolzungssucht und Nie
der tracht heraus Wird nicht jede Schandthat ge
gen die Demokraten vertuscht, ja entschuldigt und so
gar als ein wohlgefälliges Werk gepriesen? Werden
nicht oft gerade zu die Leser solcher Blätter und na
mentlich Soldaten, zu Gewaltthaten gegen demokra»
tische Bürger aufgefordert
Was sind die natürlichen Folgen? O, der Saame
Faustrechts, geht üppig auf! Wir öffnen fast kein
mokratisches Blatt, ohne darin Berichte über derarti
ge Gewaltthaten zn finden. Demokratische Versamm
lirngeii werden angegriffen Prozessionen mit Stei
nen und Pistolenschüssen räuberisch angefallen, Ver
zu athmen, der nicht das Glück hat, der herrschenden
Auch ein ..Union Mann."
99. F. Wade, unser berüchtigter aboluionistische
Ver. Staaten Senator, hat jetzt auch den Stumpen
in Ohio bestiegen, um der sogenannten Union Par
thei u. ter die Arme zu greifen. Dieser Wade ist
natürlich auch ein gewaltiger „Unionsfreund" vom
reinsten Wasser und es wird, für die Regierung^*
Contractoren, die ans nene Jobs warten, eine wahre
Lust sein, wie er die Demokraten als „Vertälher" und
Seeessionisten verdonnert, denn das Schimpfen ver»
steht er aus dem Grunde.
Wie bei allen radikalen Abolitionisten, ist übrigens
die Unionsliebe deS B. F. Wade noch sehr u n g.
Vor wenigen Jahren war er noch ein so großer Se»
cessio nist als Jess. Davis selbst! Der
Leser braucht nicht den Kops zu schütteln. Wir wis
sen, was wir sagen und können'S beweisen B. F.
Wade, republikanischer Ver. Staaten Senator von
Ohio, der jetzt als großer „Union Patriot" die Re»
bellen, wie Simson die Philister, mit den Kinnba»
efen, zu Tausenden erschlägt dieser selbige Wade
erklärte im Congresse, „daß der Süden ein vollkom»
treues Recht habe, aus der Union zu treten sobald
er glaube, daß seine Rechte in der Union nicht mehr
gesichert seien." Damals ermunterte der Abolitionist
Wade den Austritt deS Südens er wollte Scan»
dal jetzt, nachdem durch seine und feiner Genes»
sen Hetzereien das Feuer, das sie angeschürt, in hel
len Flammen lodert, steckt et sich, wie der Fuchs von
ehedem, in den frommen Schafpelz und predigt fur
die Union (das heißt für die Union des AbolitioniS»
mus).
Znm Beweise des Gesagten, frischen wir hier ein
paar Auszüge aus einer Rede wieder auf, die B. F.
Wade in der zweiten Sitzung des vorletzten Congres»
ses hielt. Man lese und statine:
„Wenn das Volk des SüdenS in der Ausrecht»
«Haltung der Union kein Interesse fühlt,— wenn
die Union wirklich feine Rechte verkürzt und seine
I
dieses literarischen^ Rvwdythnms, dieser Ritter des Gelegenh.it eine empfindliche Niederlage beibringen
an*"
"a
2"de
Institutionen in einem solchen Grade gefährdet,
daß es sich unter denselben nicht sicher fühlt trenn
seine Interessen durch die Union heftig bedroht sind
dann bin ich Keiner von Denen, welche erirat*
ten, daß es in der Union bleiben würde. Ich bin
Keiner von Denen, die von ihm verlangen würden,
daß es in solch' einet Union bleiben sollte. Das wür
de die Platform der Partei verletzen,
welcher ich angehöre. (Nemlich die Platform der
republikanischen Partei.)
„Wir haben als Fundament unserer politischen
Bewegung die Unabhängigkeits-Eiklärung ange»
nommen, welche erklärt, daß ein Volk, wenn seine
Regierung aufhört, seine Rechte zu schützen, wenn
sie sich von ihre» wahren Zwecken so sehr entfernt,
daß sie diese Rechte unterdrückt, daß dann ein sei»
ches Volk das Recht bat, zu den Fundamental
Grundsätzen zurückzukehren und, wenn nöthig, die
Regierung zu zerstören, unter welcher es
lebt und auf deren Ruinen eine andere zu errich
ten, die feiner Wohlfahrt besser entspricht. Ich be»
Haupte, daß sie dies Recht haben. Und ich
weide fei» Volk anklagen, das dies Recht ausübt,
wenn 6 glaubt, die Nothwendigkeit sei ge
kommen. Ganz gewiß werde ich der Fürsprecher
dieses Rechtes sein, wenn immer ich finde, daß die
Grundsätze dieser Regierung für den Landestheil,
welchem ich angehöre, so drückend geworden sind,
daß ein freies Volk den Druck nicht länger ertra
gen sollte. Jht werdet finden, daß ich dann nicht
zurückstehen werde, der Fürsprecher der Dis»
union zu sein."
An einer andern Stelle seiner Rede sagt Wade
ausdrücklich:
„Ihr könnt nicht gewaltsamer Weise Leute in
der Union halten denn der Versuch, dies zu thun,
würde, wie mir scheint, den ersten Grund
satz der Regierung umkehren, unter
welcher wir leben."
Und das ist eines der Lichter und Redner der so»
genannten „Union Parthei" von Ohio
Gold stand am Dienstag in New Nork wieder auf
43 Proccnt.
wundimgen und selbst Morde kommen in Masse vor. ganze Divisionen unserer Truppen und einzelne CorpS«
Und der Bürger, der nicht von Parteis'anaiismus Commandanten
aQe
Partei anzugehören Roseerans seine Verstärkungen erhalten hat und dann
Uebcrtreibeii wir? Gewiß nicht? Und sollten wir s^bst
einer Partei, die in so rowdymäßiger, jedes Gerech» '($rilllfo unserer Niederlage gibt Roseerans an, daß
tigkeitsgesühl verhöhnenden Weife die Rechte und ^en. McCook seine Befehle nicht befolgt, eine ihm an«
Meinungen aller Andersdenkenden in den Staub tritt, gewiesene wichtige Position nicht eingenommen und
zu weiterer Macht in Ohio verhelfen Und welche feine Linie zu weit ausgedehnt habe, wodurch es dem
„Gnade" haben wir von einer Partei zu erwarten, feinde gelang, dieselbe zu durchdringen und unsere
wenn ihr Uebermuth durch einen neuen Sieg noch! Armee in der Flanke anzugreifen.
mehr in die Höhe geschraubt würde? Welches Heil
könnte dem Lande und dem Staate aus dem aberma
ligen Siege einer Partei erblühen, die ihre Macht
schon jetzt auf eine so unerhörte und gemeine Weise
mißbraucht?
Der Krieg
I
Von der Cumberland Armee. —Ge».
Bragg hat es nach den neuesten Nachrichten, die bD
Sonntag den 27. Sept. reichen, bis jetzt nicht gewag^
die Cumberland Armee in ihrer sicheren Position bis
Chattanooga anzugreifen, um sie daraus zu tertrel#
ben, und seinem Siege durch die Einnahme von jener
Stadt die Krone auszusetzen. Wenn es idm nicht
gelingt, Chattanooga zurückzuerobern, und RoseeranD
ans Oft-Tennessee zu vertreiben und er hat je|t
nicht die geringste Aussicht dazu so ist sein Sieg
eiit werthloser, so ist die Schlacht umsonst geschlagn»
worden und er hat sür die Tausende seiner gefallen#»
Soldaten nichts aufzuweisen, als einige Meilen Te»»
rain, die er, sobald RoseeranS die ihm zugesandt«
Verstärkungen erhalten haben wird, freiwillig odâ
gezwungen wieder aufgeben muß. Er hat freilich auch
vielleicht 5000 Gefangene gemacht und ungefähr 50
Kanonen von uns erbeutet, allein dieser Verlust ist
von unserer Seite leicht wiei er zu ersetzen. AlleS daè
sehen die Rebellen ebensowohl ein, wie wir, und deß»
halb fordern sie den Gen. Bragg auf, sich nicht mil
seinem Siege zu brüsten, oder auf seinen Lorbeer«»
auszuruhen, bis et ihnen durch die Einnahme Chat»
tanooga's den Beweis geliefert habe, daß er roirfli*
einen Sieg errungen, welcher fern ungeheuren Vertust
an Menschenleben und Gliedmaßen einigermaßen auf»
wiege. So sagt z. B. der Richmond Whig, in sei»
ner Ausgabe vom 27. Sept.: „Bei dem Gedanke»
an das, was noch geschehen mnh, und an die Mög*
lichkeit, daß Alles, was gewonnen ist, verloren gehm
kann, wenn wir versäume» das angefangene Werkz»
vollenden, wollen wir uns vorderhand alles Jubels
enthalten. Bei der gegenwärtigen Stellnng des Gm.
Rosecrans ist ein Sieg, in Folge dessen nicht seine
ganze Armee gefangen
oder
Wenn ihm gestattet wird, Chattanooga zu halten, s»
hat unser Sieg keinen Nutzen für uns. Wir können
uns blos der Trauer hingeben, daß so viele tapfere
Männer umsonst gestorben sind, besonders daß de»
noble Hood seine Treue mit seinem Blute besiegelt
hat. Rosenaus muß nicht nur in der Schlacht $t*
schlagen, sondern aufgerieben und aus Ost-Tennessee
vertrieben werden, sonst möchte die Schlacht ebenso»
wohl unterblieben sein. Wenn dieser feste Platz ihm
jetzt nicht entrissen wird, so kann dies schwerlich spâ»
ter geschehen. Wenn et ihn behauptet, so hat er ei»
nen Punkt in Besitz, von welchem aus er jeden Au»
genblick einen Hauptschlag gegen das Herz der Con»
federation ausfuhren kann. Es ist eine Gegend, in
welcher die größte Unzufriedenheit herrscht, die bloß
der Anwesenheit einer §)ankee Armee bedarf, um in
öffentlich ausgesprochenen Verrath auszuarten. GS
ist die Gegend, welche unsere Armee mit Weizen, n»»
sere Pulvrtmühlen mit Salpeter und unsere Fabriken
mit Kohlen und Eisen versehen muß. Der Besitz je»
ner Gegend ist unentbehrlich sür uns. Es ist der
Preis, um welchen Bragg im Kampf begriffen ist«
So lange er ihn nicht errungen hat, können wir uns
blos mit Furcht und Zittern über das freuen, waS er
Sollte er aber desselben theil
haftig werden, so würde er die größte Errungenschaft
des Krieges sein." Bragg hat den Preis nicht er»
rurgen und jetzt dürfte es zu spät sein, et müßte denn
dnrch eine großartige Flankenbewegung Roseerans
zur Räumung von Chattanooga zwingen, in welchem
Falle jedoch die Armee des letzteren an Stärke oder
Energie durchaus nichts verlöre und ihm, verstärkt
dnrch Burnsidc'S und andere Truppen bei der ersten
fris vollbrachte.
könnte. Die Rebellen haben daher durchaus keinen
Grnnd, über ihren Sieg zu jubeln. Aber nichtsde»
stoweniger war es eine Niederlage für uns nnd hätte»
die Nebellenanführer es verstanden, die Gelegenheit
auszubeuten und ihren Sieg weiter zu verfolgen, als
ohne
verblendet ist muß sich fragen wie soll das alles senden) am Sonntag Abend nach Chattanooga flüch
enden? Selbst die dringende» Aufforderungen der jteten, so hätten wir gegenwärtig mehr Grund zur
demokratischen Presse zur Behauptung der Gesetze und Niedergeschlagenheit und die Rebellen den besten
der Ordnung, zur Mäßigung werden von den Füh-1 (Stund zu ausgelassener Freude. Allein zu unserem
tent der herrschenden Partei verhöhnt und verspottet. «Glück haben sie einmal wieder die goldene Gelegen«
Oft müssen wir uns fragen ob Überhaupt noch Je»! vorübergehen lassen und jetzt stehen sie da und
mand das Recht hat, in diesem Lande zu leben und wisse» nicht, sollen sie
4
zersprengt wird, werthlot.
einen
Angriff machen, während
Chancen gegen sie sind, oder sollen sie warten, bis
wieder
die Offensive ergreife» wird. Als den
In Washington wird die Schuld auf Gen. Sum»
side geworfen, welcher trotz den dringendsten Befeh
len sich nicht beeilt habe, zu Gen. Roseerans zu sto
ßen. Es ist ihm auch bis jetzt nicht gelungen, sich
mit dem letzteren zu vereinigen, er soll sich mit seiner
Armee 40 Meilen östlich von Kncxville befinden und
„in Sicherheit" fein. Dem N. 9). Herald zufolge
wäre jetzt seine Resignation angenommen und Ge».
Hoofer an seine Stelle beordert worden. Einer Wash
ingtoner Depesche vom 28. d. M. ist Hooker mit sei»
nein Staabsches Gen. Bnttetfield bereits zur Ueber»
nähme seines neuen Commandos abgereist.
Von der PotomacArmee. DiefoprlO»
lerisch durch den Telegraphen angekündigte Vor
wärtsbewegung scheint entweder sehr langsam oder
auf einem anderen als dem direkten Wege oder gar
nicht vor sich zu gehen. Das Geheimniß, welche«
übet der Potomac Armee schwebt, ist immernoch nicht
aufgeklärt, und wir müssen weitere Nachrichten
er
warten, ehe wir überhaupt davon überzeugt werden
können, daß die Potomac Armee wirklich im Begriffe
steht, etwas auszuführen. Unsere Cavallcrie ist im
mer noch mit Rccognoèfiren beschäftigt und zwar
wie
es jetzt sich herausstellt, nicht auf der südlichen, son
dern der nördlichen Seite des Rapidaii Flusses.
eine Schwadron wurde von Gen. Kilpattick übet den
Fluß geschickt, um die Stellung des FcindeS anSzu»
finden. Das Resultat ihrer Recognoscirung werden
sie bringen, wenn sie als Kriegsgefangene zur AnS»
wechslung von Richmond nach Washington gelangt
sein ivcrden.
MoSby's Guerillas find immer noch thätig.
der Nacht vom 25. auf den 20. d. Mts. rissen
eine Strecke der Orange und Alexandria Eisenbahn
auf, brannten eine Brücke ab und durchschnitten
den
Telegraphendraht.
Bon New Orleans
Von Arkansas lauten die Nachrichten äußerst
ermuthigeud. Cel. Cloud griff zwischen PcrryetfU
nnd Fort Smith, im Indianer Territorium, mit
500 Mann vom 2. Kansas Cav. Regt, und einet
Batterie, 2000 Rebellen unter Gen. Cabell an und
schlug sie in die Flucht. Am 9. d. Mts. griff et bei
Dardannclle 1000 Rebellen unter Oberst Stirman
an, schlug sie und erbeutete ihr ganzes Lager nebst
einem bedeutenden Verrath Commissariatsgüter. Ue
ber 2000 berittene Unionisten schloffen sich Clond'S
Commando au um ihre Hei math zu vertheidigen.
Arfausas ist beinahe ganz in unserem Besitz. i
Von Charleston nichts Neues. Die StürM
hatten die Operationen theiln eise unterbrochen.
Ein Nebellenblatt von Mobile vom 16. Sept.
sagt, der Kriegsschauplatz sei jetzt
Nur
In
fie
fommt die Nachricht, daß
die Truppen, welche bei der verunglückten Sabine
Paß Expedition betheiligt waren, nunmehr sich der
Ueberland Expedition nach Texas angeschlossen ha
ben, und sich bereits auf dem Wege nach Brash««
City und Berwick Bay befinden. ,,
Von Memphis wird unter'm 22. d. MtS. ge
schrieben, daß eine imposante Expedition gegen Mo
bile ausgerüstet wird. Die Eisengepanzerten Mif
sifsippi-Boote sollen dabei mit einer bedeutende»
Landmacht covperiren.
Der mit Regiernngs-Vorräthen beladene Dä«»
pser Chauteau, gerieth 5 Meilen unterhalb Colum
bus, Ky., in Brand und ist wahrscheinlich total v«t»
loten. Man glaubt, daß Braudstiftuug zu Gru«de
liege.
von
Virginien nach
Tennessee und dem nördlichen Georgia verlegt und
deutet an, daß große Theile von Meade's und Gram'S
Armee zu RoseeranS Verstärfung unter.»egs seien.
Eine Lady, die von Atlanta, Georgia, in Memphis
angekommen ist, meldet, daß General Lee vor zehn
Tagen durch Atlanta gekommen sei, um sich nach
Chattanooga zu begeben. Wenige Tage vorher wa
ren 15,000 Mann Miliz von Georgia allein n«ch
Btaggs Armee abgegangen.
Die Vorhut von Burnside'S Armeeist nachten
spätesten Berichten in Knrxoille angekommen. Der
Tod des Gen. Lytic bestätigt sich. Et wurde durch
den Kops geschossen, während tx
seine Brigade in «f
Hitze des Kampfes führte.
Cine Depesche von Washington versichert, daß
in Ohio kerne Ziehung stattfinden wird, indem
der Staat blos 8000 Mann im Rückstand« sei,
man durch Werbungen aufzubringen hohe.
Mt

Georg« S. Pugh von Hamilto».
William Hubbard von Logan.
StaatS-Gchatzmeister,
HWr«ee S. Knapp von Ashland.
D. Ban Trump von Fairfield.
_v-:' Behörde der öffentliche« Werke,
^Hohn H. Heaton, von Belmont.
Repräsentanten: Otto Dresel.
Jobn G. Edward?.
P^obat-Richter: John M. Pugh.
Eheriff: William Domigan.
Schatzmeister: Ioseph Falkenbaih.
Auditor: Matthias Martin.
Commissioner: Dennis S3. Strâlt»
Eoroner: Elias Gaver.
Annenhaus-Direktor: Newton Givbons.
Am Mittwoch, 7. October, in Logan. Hocking Tonnt?
Sprecher I. F. McDowell, E. OldS, W. Find
Am Freitaq, 9. October, in Zanesville, Muekingnm io.
Sprecher Wm Allen. I. F. McDowell, Thm. P. AkerS^
Illinois, und Eol A. S. Ramsey.
Am Freitag, 9 Octrber, in Maiyèvè Union Count?
Sp'echer S- S. 6er, W. Variicy, Jason B. Brown
Am Samstag, 10. October, in Dayton. Montgomery Lo.
Sprecver R. T. Merrick. I. F. McDowell, George
Pendleton, George E. Pugh.
Am Donnerstag, 8. Ortober in Sidne?, Shelb? County
Sprecher A. Ä. Tdurman, Lol. I. Groom, I.
McKinney, Jason B. Zvrown, T. SP. Bartley
Am Montag, 5. October, in Washington, Fayette Count?:
I. F. McDowell, I. Green.
Am Mittwoch, 7. October, in Mariettai Sprecher-Geo.
Sohn L- Green, SP.
Find und I. R. Morris.
Am Samstag, 3. October, in Manèfielr. Richland To.:
Sprecher Achtb. D. W Vorhees, Achtb. Tb. P. Akers.
Am Dienstag, 6. October, in Dresden, Muskingum To.:
Spreche» Achtb. Th. P« Akers von Illinois, Tot. A. S
Ramsey, Fin R. Hanna.
Mittwoch, 7. Okt., zu Logan.
.Donnerstag, 8. Okt., zu Sidney.
».-Kreitag, 9. Okt., zu Zanesville.
Commando (MeCook und Crit-

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