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Der Westbote. [volume] (Columbus, Ohio) 1843-1871, December 20, 1866, Image 3

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Gorrefpondenz des Westboten
Wein lttbcr W.sic-ote. Der Winter hat ft dB {c
fecmal früh eingestellt, uuiii vächlei,, ist scho, so
Park flUftoten, ts'q meine 93uben eben E^IitnchiiH
3?rai/'r" ^1iscn' cbgleich es draußen stürmt und
/•schneit, und das alte Ecbeuertbor in feinen Sinaclit
â"arrt, als wäre der jüngste Tag imAnv-ge. Weil
»nne Knochen zu alt sind, mit mick bei solchem
1
U^tn
?en.
"®^nc ^iotlj hernm^utnmmeln, so
»ta ich lieber noch einen HickorpNctz auf's tfeuet le-
en, und n'.ich hins.tzen und dir ein Briefchen schrei
eigentlich
sollte ich ein Klagelied ^eremiS
stimmen, denn es geht dieses Jahr mit dem Bau.
MngkschäN hier herum spstischlecht. Weizen Hat'S
Aicht gegeben und viele meiner Nackbarn, die keinen
«te I mehr haben, müssen ibr Mehl sausen, wenn fie
mcht dreimal deS Tage« Kornbrcd essen trollen.
Die Kartoffeln find mehr tilg zur Halste versault,
«oin hatS genug gegeben, aber der Preis ist med
-Ltg, wenn man den Werth des Papiergeldes be
tkachtet. Der Preiâ von E^weinesscisch ist auch
so merkwürdig gefallen, daß sich mancher Aarmer
Mrgert, wenn er seine Brunzer ansieht, die doch
nicht« dafür können, daß die Me- schen so veikchrt
tviithschaften. Das Klagen feilst übrigens nichts.
W'r n'erdcn im6 schon turchs-blagen, bis e? eine
neue Erndte giebt. Es kann nicht immer schönes
Wetter sein, zuweilen muß eti auch hageln und stur
men, damit der Mensch den Unterschied kennen lernt
und nicht gar zu hcchmülhig wird, wie viele eurer
Shoddies, bei deren itch dcffcntuch das Spricknvort
erfüllen umb, daß Hochmuth vor dein Falle kommt.
V Du ^ast neulich den Columbnö Marktpreis von
1846 publicirt. Wie spitzten meine Jungen und
^adel die Chren 1 Wir illlten erinnern uns „seller
Zeiten" noch gut genug, denn wir haben manches
Büschel Korn zu jenen Preisen verkauft. Damals
'hatte aber auch ein Dollar 100 Cents und man
konnte viel dafür kaufen, wenn man in den Store
kam. Jetzt geht ein Fünf Dollar Greenback nicht
weit. Ich sage oft zu meiner Alten: Das waren
doch bessere Zeiten, die Menschen waren gemüthli
cher, nachbarlicher, gastfreier uud nicht so begierig
«nd so durchtrieben „smart" wie heut zu Tage, wo
jeder spekulirt und zusammeuscharrt, als wenn et
noch tausend Jahre leben wollte, oder wollt's mit
nehmen, wenn sie ihn eines schönen Tages hinaus»
fahren auf den stillen Äcker, den wir so terffend Fried«
Hof nennen. Ich mag mich irren vielleicht waren
die Menschen vor 20 Jahren um kein Haar besser
wie heute, vielleicht gab es damals schon eben so
»itle Gauner und Spitzbuben, aber sicher nicht so
Hroße, denn damals gad's in diesem glücklichen Lan
de noch nicht so viel zu stehlen wie heute. Erin
nerst du Dich noch des Umcrschleifs unter dem
Staatèschatziueistern Breölin und Gibson, wodurch
Ohio nicitt ganz eine halbe Million verlor Welch'
«in Halloh gab's damals im ganzen Lande. Und
doch betrug der Schwindel nicht einmal eine halbe
Million Gar nichts Wer im letzten Kriege nicht
wehr als eine halbe Million stahl, der wurde ntcht
«inmal als ein rcfpcctablcr Dieb betrachtet.
Damals hatten wir freilich noch keine Greenbacks,
feine 1300 Nationalbanken, keine Nationalschuld
?on 30U0 Millionen, keine direkten Ver. St. Steu
ern und wer uns dam.ils gesagt hätte, daß wir einst
Stempelsteuern bezahlen müßten, den hätte man
als einen unverbesserlichen Narren ausgelacht und
in manchen „neuen Landschaften^ gar auf einen
Henzriegel gesetzt und zum Township hinaußge
trommelt. Man erlebt viel in einem Menschcnal
ter und die Welt schreitet vorwärts, freilich manche
mal auf großen Umwegen. Manchmal kommen
mir die Grl-bnisse seit dem Jahre 1860 wie ein
schwerer, wüster Traum vor und ich fühle Lust, den
ganzen Schwindel wegzuwischen, wie die Magd im
Wirihshause die Zahlen der Kartenspieler abmischt,
die sie am Abend auf dem Tische zurückgelassen. Ja
könnten wir die ganze Bcscheerung des letzte» Krie,
ges wegwischen und von neuem anfangen, w'lch*
ein glückliches Land würden die y er. Staaten dann
fei" Aber wir haben die ungeheure Schuld an den
Beinen und sie zieht uns nieder und hemmt uns Bei
jedem Schritte. Die Masse von Steuerbeamten,
die dadurch nöthig geworden sind, kann ich nur mit
einem Schwärm von Heuschrecken vergleichen, die
sich aus unseren Besitzungen niedergelassen haben
und von unserem Marke zehren. Wir werden da
ran zu kauen haben, so lange wir leben, ja es wird
längst Gras über unsere Gräber gewachsen sein, ehe
die ungeheure Schuld bezahlt ist und unsere Kinder
werden noch daran zu schleppen haben.
Freilich müßten die Millionen von Steuern, die
jährlich dem Lande abgepreßt werden, die Schul
denlast rasch vermindern, wenn in Washington stren
ge Sparsamkeit eingeführt und die Beamte., zu
strenger Rechtlichkeit angehalten würden. Aber da
liegt der Hund begraben. Der Kongreß wirst das
Geld mit vollen Händen zum Fenster binaus, ge-
stöhlen wird auch ein gutes Theil, und nachdem die
enormen Zinsen bezahlt sind, bleibt am Ende nicht
viel übrig. Als schlimmeres Uebel als die Natio
nalschuld betrachte ich noch den Papiergeldschwin
del und den Schutzzollbetrug, den uns der Krieg als
Erbtheil hinterlassen hat. Eine solche Masse von
Lumpen, statt Geld, hat seit der Erschau ig der
Welt noch kein Land besessen, und es macht mich Ist»
chen, wenn ich höre^ daß das Geld dennoch raar ist.
Freilich ists raar, denn es geht soviel auf den Bu
schel. Gegen den Schutzzollschivindel sollten unfe«
re Blätter, die es mit dem Volke halten, vor allen
Dingen losschlagen, denn dieser Schwindel setzt die
östlichen Fabrikanten in den Stand, dem Volk des
Westens das Fell über die Ohren zu ziehen. Die
großen östlichen Fabrikanten und die Besitzer der
Nationalbanken bilden zwei durchs Gesetz beschuhte
Privilegien Adclöklassen,.die dem Volke rasch über
den Kopf wachsen. Will daS Volk nicht zwischen
die,en beiden Mühlsteinen zerrieben werden und
schließlich nicht ganz verarmen und seine Freiheit
gänzlich verlieren, so muß es seine Kraft aufraffen
und dem Uebel steuern, ehe es zu spät ist. Laßt den
Neger einmal fahren,-denkt an euch selbst und wehrt
euch gegen den Feind, der euch zu überwältigen
droht. Kehrt zurück zu fce-m alten demokratischen
Grund?tz: Gleiche Rechte, gleiche pflichte», keine
Privilegien, keine Monopole, die Massachusetts lc
reichern und Ohio bis auf's Hemd ausziehen! Da«
ist die Politik des
Lateinischen Farmers.
Nachrichten aus Mexico.
Ueber Havana sind noch einige weitere Nachrich
ten aus Mexico hier eingetroffen sie find jedoch
nicht neueren Datums, alS die bereit« vorgestern
mitgetheilten.
Gen Sherman und der Gesandte der Ver. Staa
ten, Herr Lampbell, si am 29. November auf der
Ver. Staaten Suèquehanna vor Vera Cruz ange.
kommen« Die Suequehanna hatte jedoch nicht im
Hafen, sondern an einem drei Meilen von der Stadt
entfernten Punkt Anker geworfen und weder Gene
ral Sherman, noch Herr Campbell, noch irgend ein
Mitglied der Expedition landete oder hatte irgend
welchen Verkehr mit dem Ufer, außer durch die
Vermittelung des amerikanischen Consuls, Herrn
Lane. Die frainösischen Behörden benahmen sich
mit der größten Höflichkeit und erbeten fich, Gen.
Sherman und dessen Begleitung eine ESeorte zur
Verfügung zu stellen, um sie sicher nach der Haup!
stadt Mexieo zu begleiten, wo Marschall Bazar»«
und Gen. Casielnau sich jetzt b.fi--.den. Dies mute
indessen wie alle anderen Anerbieten abgelehnt und
in der Nacht vom 3. December lichtete die Sutq.ie
hanna wieder die tinker und begab fich nach Bra
zos, wo fie am 7. Dee. eintraf.
Die ganze Expedition war auf die Annahme ba»
firt gewesen, daß, bevor noch die Sueqiehanna
M-xiko erreicht habe, Maximilian und die Fran
zvsen abgezogen sein würden uud daß somit eine di
teste Verbindung mit der Siegiftur von Juarez
eröffnet werden könnte. Da diese Vermuthung sich
als grundlos erwie«, so wollte die Suiquebanna
einen anderen Hasen aufsuchen, wo der republika,
nischc Präsident zu finden sein möchte oder sie wollte
auch nach New Ctleans zurüâkehren, damit dort
neueJnstrueiionen eittzegengenommen werden sonn»
tc«. (Seitdem ist die Nachricht von der Rückkehr
de« Gen. Sherman nach tfuu Orleans hier einge
troffen.)
An demselben Tage, an dem die Sukquehanna
vor Vera Cruz ankam, war dort, angeblich von der
Oberpräseetur des politischen Bureaus, die solzende
Proklamation erlassen worden: lebe das Kai
serreich Ts lebe der Kaiser!
Vera Cruzaiier! Es hat sich eine« der größten
Ereigniss, für die guten Mexikaner begeben, um der
Nation erneuertes Leben zu verleihen. Seine Ma
jesiäl der Kaiser, der so viele Opfer fur das Wohl
und daS Gluck unseres theuren Vaterlandes gebracht
hat, hat ten höchsten Beweis leinet BedaHtnahme
«^u Wohlfahrt gegeben, d:c MjtzB
i
"t-! ü* JSL
•effhle der Natur seine Brust bewegten. In Fol
ge i^itseun Lüdens, u-eicheo seine et Halene und
edle Gattin, unsere litblUe Kaiserin, betroffen bat,
hatte man für einen ^uaenblick gezlaub', daß er
zeitweilig das ^and verlos :it würde, um seine ganze
Zeit der Pflege zu widme», die der zarte Gesund,
beitszustaiid seiner würdigen Gattin nothwendig
macht. Der Kaiser bat Alle« für uns geopfert, bat
seine Pflichten als Mensch hinter tie,' rceldbr fein
Haus als Herrscher betnff-n, zurücktreten lassen,
«nd in der creigiiißvcllen Crisis, welche jetzt das
Geschick des Landes bedroht, erklärt er feierlich, daß
er in der Fronte verharren wolle, und scllie er selbst
den letzten Tropfen feines Blutes in der Vertheidi
gung der Nation vergießen. Bürger der Stadt
Vera Cruz, wir wünschen Euch Glück. Laßt uns
der Vorsehung danken, daß sie die Integrität un
seres Landes gerettet hat und aus unseres Herzens
tiefstem Grunde laßt uns den Tag der Auferstehung
unserer Nationalität, die nahe daran war, Vernich
tet zu werden, begrüße«."
Dieses Manifest hat allgemeine Verwunderung
erregt, da es fetneUntetftuft trägt und man nichts
Näheres über seinen ll.iprung vernommen hat.
Gleichwohl ist von offizieller Seite nichts geschehen,
um seine Aechihk't in Abrede \u stellen und in den
am besten unterrichteten Kreisen ward aid znver»
läßlich behauptet, daß der Kaiser Maximilian am
7. December Orizaba verluden würde, um die Ztl»
gil der Regierung wieder zu ergreifen. Er soll sich
völlig der Leitung der Gmeräle Miramon und
Maeq tenz wie der ganzen eleriealen Partei hinge
geben haben. Sie hat ihm versprochen, zebn Mil
lionen zum Zwecke der Fortführung der Negiernug
unter sich aufbringen zu wollen. Ob sie ihn benu»
tzen will oder er sie, muß erst die Zukunfr lehren.
In der Absenkung des Gepäcks deS Kaisers nach
Vera Cruz ist noch keine Unterbrechung eingetreten
allein die belgischen und österreichischen Truppen,
die sich nach Vera Cruz hatten begeben sollen, um
sich dort einzuschiffen, haben Gegenorvre erhalten.
In Vera Cruz erwartet ein Jeder den baldigen
Ausbruch eines Krieges mit den Ver. Staaten.
Der Geschäftsverkehr war fceéhalb dort in vollstän
digen Stillstand gerathen«
S e e N a i e n e e n a s i a
fest entschlossen hat, nicht abzudanken. Die oben
mitgetheilte Proclamation ist ächt. Die Blatter
von Vera Cruz sprechen dte Ueberzeugung aus, daß
i e y i i i i n e s e s a n e n a e u n e s e
neral Sherman viel duiu beigetragen babe, Maxi
M'lian zu dem Entschlüsse zu bestimmen, zu bleiben
und die Mexikaner aufviforderii, das Kaiserreich u
unterstützen, um die Absorbirnng ihres Vaterlandes
durch die Ver. Staaten zu verhindern. Ein Cor
re,po»dent von Vera Cruz schreibt unterm 2. d.
M.:
Das Kaiserreich hat soeben eine Krisis überstan»
den. Max hat sich als ein sehr geschickter Gcldsu
cher erwiesen. Er bat Geld von den Bischösen nnd
dem Glaus des Landes erlangt. Vor einigen Ta«
gen haben sie dem Kaiser 25 Millionen Pesos zum
unmittelbaren Gebrauch zur Verfügung gestellt, um
ihn in den Stand zu setzen, seine Armee auf den
Beinen zu Balten.
Die Kaufleute von Mexico verpflichteten fich zur
elben Zeit, ihm jährlich einen Zuschuß von zehn
Millionen harten Piastern zukommen zu lasse« und
Maximilian hat sich auf solche Bedingungen ent
schloffen, seinen Thron zu behaupten und stinen letz
ten Blutstropfen zur Vertheitizuug der Nation
daran zu setzen.
Die Verhaftung des John H. Smratt.
Die Verhaftung dieses an dem Complott zur
Ermordung des Präsidenten Lincoln betheiligten
Individuums ist einem Canadier, der früher in der
ameiikanischen Armee gedient, darin aber beiden
päpstlichen Zouven Dienste genommen hatte, zu
verdanken. Derselbe hatte Surratt während seines
Aufenthaltes im Süden kennen gelernt und erkannte
ihn in einem Mitglied seines Regimentes in Jta
lien sofort wieder. Er begab sich zu dem amerika
nilchtn Gesandten i-, Rom uud theilte demselben
feine Entdeckung sofort mit. Dieser schrieb nach
Washington und erbat sich Verhaltuugsbefehle, in
dem er die eidlich bekräftigten Aussagen des Ca na
diets beilegte. Letzterer wurde dann beauftragt,
mit dem Surratt in Verkehr zu treten und densel
ben auszuforschen. Er that es und hörte aus Sur»
ratt's eigenem Munde, daß die Ermordung des
Herrn Lincoln zu Nichmond geplant worden sei.
Er gab das mit Surratt gepflogene Gespräch zu
Protokoll, das nach Washington geschickt wurde.
So viel man weiß, befindet fich der Zouave jetzt aus
dem Weg nach Amerika.
Ein anderes Bekenntniß soll Surratt auf der Ue
berfahrt von Amerika nach England abgelegt ha
fceii. Nach demselben hat er im Dienst der eonfö»
beritten Regierung gestanden, um den Zwischenträ
ger zwischen Washington und Richmond zu ma
cheu. Er und Booth hätten den Plan gefaßi, den
Präsidenten Lmeolii zn entführen. Während eines
Aufenthaltes in Canada sei ihm ein Brief zugegau
gen, in welchem et benachrichtigt wurde, daß eine
Aenderung ihres Planes nothwendig geworden sei,
und daß er sofort nach Washington kommen solle
Durch einen Eisenbahnunfall aufgehalten, sei er
nicht nach Washington gekommen, und habe unter
wegs die Nachricht von der Ermordung Lincoln's
gehört.
Am 30. September 1S65 wurde die amerikani
sche Gesandtschaft in England von der Ankunft
Surratt's auf englischem Boden in Kenntniß ge
'etzt, schlug es jedoch au«, Schritte zu seiner Ver
Haftung tu thun.
Am 26. April 1866 wurde die amerikanische Re»
gterung durch ihren Gesandten in Rom von der
Thatsache unterrichtet, daß Surratt in päpstliche
Dienste getreten sei und ein Geständniß seiner Mit
'chuld am Präsidentenmorde abgelegt habe. Un
ter dem 2b. Mai schlug SeicarD vor, einen Speci
alagenten nach Italien zu schicken, da zwischen den
Ver. Staaten und der päpstlichen Regierung kein
Auslieferungsvertrag bestehe. Nach langer Cor
spondenz schickte Seward am 16. October eiue
Photographie des Sur ait an den Gesandten in
Rom, um sich über die Identität des Verdächtigen
zu vergewissern. Am 24. October schreibt Herr
King, daß die päpstliche Regierung gewillt sei, den
Surratt auszuliefern, wenn die Regierung der Ver.
Staaten sich für ähnliche Fälle zu Gegendiensten
bereit erklären würde.— November 10. Cardiual
Attionelli theilt dem amerikanischen Gesandten mit,
daß Surratt auf seinen Befehl veihaftet, auf dem
Transport nach Rom aber entkommen sei. —Nov.
17. Admiral Gold^borough wird angewiesen, ei»
Ver. Staaten Schiff sofort nach Civita Vcechia zu
chicken. Darauf erfuhr man, daß Surratt nach
Al.xaudria, Aegypten, entkommen sei, und wie«
den dortigen Con-ul telegraphisch an, sofort bei
Ankunft desselben die Verhaftung vorzunehmen.
Am 2. Deeembet traf die Nachricht von der Voll
ziehung dieses Befehls ein. Durch eine Depesche
vom 2. Dee. weist Seward den amerikanischen
Consul in Aegypten au, den Verbrecher dem Ad.
miral Golddborough zum Traneport nach Amerika
zu übergeben.
E i n e n e u e u e k e N a u s ö n e i
Bei Blankenburg am Harz gewahrte ein Arbeiter
eine Oiffnung, utlche tuich VibliceMn des Gesteiné
sich eiicmtttt und eine geivaliige Höhle zugänglich
werde» ließ. Als man j:ch zur näheren Untcrsu»
chnng aufmachte, entdeckte man eine wahrhaft seen
artige Riesen-C.ystallisation im Innern des Ber
ges, aus den prächtigsten Tropfsteingestalten gebil
det. Die Wirkung dieses schönen Wunders war
um so er.'.reifenLer, als noch keine menschliche Ein
Mischung, kein Fackelrauch die Reinheit dieser Na»
turerscheinuttg gttrübt hatte. Leider hat schon jetzt
roher Vandalisms begierig eine Menge der Herr
lichsten Stein-Formen abgeschlagen, so daß die Bc.
Hörden die Höhle in Schutz nehmen mußten,
tiiche Mannigfaltigkeit an Versteinerungen selbst
die berühmte BaumannS- und Bielshöhle übetttes
sen soll.
Trauriger Unfall. Ein Stenn Na
mens Paiterion von Covington, Miami County
war vor einigen Tagen im Begösse übet die Col
umbus, Pi
qua u:,d Jiitii:-» iSisenbahi.brücke über
de» S'ill'vatet Fluß zu gehen, als von det andern
«ei her ein Eijenbabnzug angedonnert kam. Man
denke fich die schreckliche Lage. Kein Ausweg.
#r that da« titnige, was ibiti übrig blieb, er wollte
sich an eine der über den Fluß führenden Schwellen
hängen. Der Schrecken hatte seine Kraft jedoch be
reits so gelähmt, daß er sich nicht lange halten könn»
te und, noch ehe der Zug über ihn hinweg gebraust
trar, den Halt verlor und in die Tiefe stürzte. Et
jut tief auf et**# stufen Steie mmè
«.
deren
zerschmetterte seinen Kö^er so, daß für sein Auf.
komme» wenig oder keine Hoffnung besteht.
Scherz und Crust.
Während eines Geoirgsmarsches im siebenjâhri
jZen Kriege ging Friedlich der Große einmal, un
aeduldig über fcad Verrücke» des Geschützes, durch
den Zngweg zu i,«ße bergan mit ihm der Gene,
rati autnent Graf Schmetiau. Während dicfcS
verdrießlichen Ganzes wandelte den König, um sich
die Langen'eile zu vertreiben, die Lust an, den Gra
ten, einen sehr religiösen Mann, ein wenig zu nek»
sen. Er nk'tnitgie sich nach dessen Beichtvater in
Berlin, ob fich derselbe noch wohl befinde, und ließ
einem Strom von Scherzreden undSpöttereien freien
Lauf.
„Ew. Majestät find viel witziger, als ich, und
auch sehr viel gelehrter," erwiderte Schmettau, als
er endlich einmal zu Worte kommen konnte. „Ue#
berdies," fügte er hinzu, „sind Sie auch mein Kö
nig 1 Der geistige Kampf ist also zwischen Ihnen
und mir in jeder Rück^cht ungleich. Dennoch kön
nen Sic mir meinen Glauben nicht nehmen. Und
gelänge es Ihnen auch nun! so hätten Sie mir
^war unermeßlich geschadet, aber zugleich doch auch
|tch selber nicht unbedeutend mit."
König blieb stehen uud machte Front gegen
schmeitau, das Blitzen deS Unwillens in den mach
tigen Augen. „Wau soll das heißen, Monsieur
Schmettau?" sagteer. „Ich sollte mir schaden, wenn
ich Ihm seinen Glauben nähme? Wie meint Cr
das?"
Mit unterschütterlicher Ruhe entgegnete der Ge
neral: „Ew. Majestät glauben jetzt einen guten
Offizier an mir zu haben, und ich hoffe, Sie irren
nicht. Könnten Sie mir aber meinen Glauben
nehmen, da hätten Sie ein erbärmlich Ding an mir
ein Rohr im Winde, aus daö nicht der mindeste
Verlaß wäre, weder bei Beratschlagungen, „och in
der Schlacht."
Der König schwieg und ging eine Zeitlang im
stille» Nachdenken weiter. Daun fragte er mit
freundlicher S-iinme: „Sage Fr mir doch,Schmet
tau, was ist eigentlich Sein Glaube?"
„Ich glaube," sagte Schmettau freudig, „an eine
göttliche Vorsehung, die jedes Haupt aus meinem
Haupt zädlt an die göttliche Erlösung von allen
meinen Sünden, und an ein ewig selige« Leben
nach dem Tode."
»Das glaubt Ihr wirklich?" sagte der König,
»das glaubt Er so recht mit voller Zuversicht?"
„Ja, wahrbnfiig, Ew. Maj-stät."
Der König faßte beivegt Schmettan's Hand, drück
te sie ihm stark und sagte: „Er ist ein »ehr glückli
cher Menich Z" Dann ging er nachdenkend weiter,
und. Hie, seit jener Stunde, hat et Schmettau's re
ligiöse Ansichten verspotter.
JFtait GâAhW
i e i s a S a e U n e i e s e i
tel hat Hr. S. K. Br obst, Herausgeber des Ju
gendfreuiideS in Allentcwn, Pa., eine kleine Samm
limg von „Schönen Weihnachtsgesängek, für die lie
be denische Jugend" herausgegeben. Da die Me
lobten leicht und die Gelänge für 4 Stimmen ein
gerichtet sind, so eignen sich dieselben besonders für
Schulen. Das öeft von 16 Seiten kostet blos 10
Cent«?, das Dutzend Kl. Man bestelle brieflich bei
dem Hrn. Herausgeber.
a s A e n a u s i e e v ö k e u n u n
seres Armenhauses hat sich, in Folge des kalten
Wetters, während der letzten drei Wochen bedeutend
vermehrt und es bcsi.iden sich nun über 180 Perso
nen in der Anstalt. Zwei Geburten fanden inner
halb der letzten z vei Wochen statt. Die Dirceto«
ren haben sc it dem Eintritt der steengen Kälte täg
lich 12 bis 15 Wagen voll Holz an die Armen det
Stadt vertheilt.
S o a e n -H e i a I n e S a a s
Soldatenheimath, die drei Meilen von Colum
bus gelegen ist, werden gegenwärtig 180 arbeits
unfähige Soldaten unterhalten.
E i n v e s e u i a W e n n i n
diesem glücklichen Lande ^iner feinen „Mtiid auf
gemacht" hat, in den heiligen Stand der Ehe zu
treten, so hat er nicht nöthig, sich allen den umständ
lichen Hudeleien zu unterwerfen, die drüben in En
ropa durch die hohe Obrigkeit von einem Heiralhs»
Kandidaten gefordert werden. Hat er Eine gef.ni«
den, die ihn will, so bleibt ihm blos noch übrig, sich
die Licenz zu holen, und einmal mit diesem Jnstrn«
SEEBSEa
ein schüchterner junger Mann, deßhalb habe sie eS
vorgezogen, selbst zu kommen, um soinehr, da sie als
Wiitive das Ting verstehe. Da sie nach ihrer Er
klärung 36 Jahre alt ist, folglich das gesetzliche
Alter von 18 Jahren längst überschritten hat und
auch den sonstigen Erfordernissen Genüge leistete, so
hatte die Sache keinen weiteren Anstand, die Licenz
ivurde ausgefertigt und die Lady verließ in stolzem
Triumphe den Gerichtssaal, um den verschämten
jungen Mann zu heirathen und ihn unter das sanfte
Joch des Pantoffels zu stellen. Wir wollen hos
sen, daß Beide „ein Herz und eine Seele" sein wer
den.
W e s e e e s i a e n i a e
war spät am Samstag Abend und am Sonntag
Vormittag hier die große Lebensregel, die jedes In
dividuum sorgfältig befolgte aber trotzdem sind
doch sehr Vicle ^fallen, ^pit am Samstag fing
es nämlich plötzlich zu glatteisen an, und binnen
einet Stunde waten die Straßen und die Seiten
gänge mit einem glatten Eisspiegel bedeckt. Vie
le Leute, welche die Operiihanötreppe herunter ka
men, und nichts Böses ahnten, kamen plötzlich zum
Falle. Dort lagen die Gentlemen und Ladies im
bunten Haufe» dnicheiiiander aber sie kamen bald
wieder auf die Beine, denn es waren keine Atme
oder Beine gebrochen, was vielleicht theilweife den
schützenden Reifröcken zuzuschreiben ist. Dienach
folgen den Theaterfreunde waren natürlich durch das
Schicksal der Gefallenen geivarnt, und machten die
obige Regel zu ihrem leitenden Princip, laoirtcn
über das Seitcnpflastet hinweg, und nahmen die
Mitte der Straße zum Fußpfad, und dort noch gin
gen sie sehr vorsichtig, um sich ausrecht zu erhalten.
An anderen Satiunelplätzen fanden natürlich ahn»
liche Scenen statt. Am Sonntag waren die Sita
zen fast noch ebenso glatt, und die meisten Pfarrer
haben wohl vor kleinen Versammlungen gepredigt,
denn es war wirklich ein Wagstück, sich bei solchem
Wetter auf die Straße zu begeben, und ein Fall der
Art ist keineswegs den Sonntagskleider» zuträg
lich.
I S a a a o n a e e e S a
Ingenieur seine Berechnung vor. Demnach wür
den sich die Kosten für das Nichelson Pavement an
der Hochstraße, 34 066 Quardrat ^aris. ans $78,*
351 tiO belaufen und das Abgraben auf -$7,097,
Grübe man abet nichts ab und legte das Pavement
ans die Straße trie sie ist, so würden die Gesammt
kosten $83 063 80 betragen. Die Kosten de« Ab
graben« würden deßhalb so niedrig sein, weil man
das Material zur Verbesserung anderer Straßen
brauchen kennte. Hr. Donaldson legte eine Ordi
t.anzvorfnt die Errichtung eines Hare Waisenhause«
wozu die Einnahmen aus dem Eigenthum verwandt
werden sollen, die ter verstorbene Hart der Stadt
vererbte. Dankbcschlüsse passirten für die verschie
denen Eisenbahn »Gr illlschaften, die den Stadtrath
nach Cleveland und Pittsburg und zurückbeförder«
ten, sowie für die Meyore uud Siadttäthe von
Cleveland und PittSburg, die unseren Stadttath so
gastfreundlich ausnahmen.
i e o i z e i s o e e e n a s z u s n e e A a
ten und Reiten kräftig einschreiten, da« auch durch
eine Stadt-Ordinanz verboten ist. Wie leicht kann
dadurch ein Unglück geschehen, besonder« wenn es
um dir Ecken von einer Straße in die andere geht.
J.tzt kommt die Zeit sür die Schlittenfahrten, uuv
wir hoffen, unsere Sich.erheitSwachtet werden ihre
Augen offen haben, und nicht durch die Kingè, se
hen.
FW Herr Peter Weitich ist ersucht auf unserer
Ol five vorzusprechen, um einen Brief in Empfang
zu nehmen.
ment bewaffnet, findet er leicht einen Schmied, der fort und es soll behufs schärferen Einschreitens das
die Ehebande nach der hergebrachten Foun des Ge- -preußische Strafgesetz eingeführt worden.
setzes in wenigen Minuten zusammenfügt. Ja, e Antipalhieen gegen Preußen sind in Sachsen
ein Fall, der vor einigen Tagen hier pasjirte, hat !noch nicht gesch-vunden. In Bautzen hat man ei
sogar bewiesen, daß es nicht einmal nöthig ist, daß nem Schneidermeister, der bei der letzten Jlluininati
der Bräutigam sich die Licenz selbst holt, sondern er »n die Figuren Göthe's und Schiller's mit Lichtern
kann, wenn er es vorzieht, ebenso gut die Braut umstellte, die Fenster eingeworfen, weil maq die
schicken. Es erschien iiemlich neulich Morgens auf -'beiden Gipèfiguten für König Wilhelm hielt.
Ausland.
(Dur4 ien §|l«ntifch e»t TelegraPhen.)
o n o n 1 7 e
Die »Times, hat diesen Morgen eine Devesche
von Berlin, icofhvtS h?ißt, daß der Vapst effimll
eingeladen worden ist, die Wer. Staaten zu besu
chen.
a n e s y 1 0 e e s e n u n e u e a n
den noch mehrere Explosionen in der Oakö Kohlen
mine statt, so daß das Feuer noch in derselben
brennt allein eS ging w.iter kein Menschenleben
dabei verloren. In der Nähe der Mine, wie in
der Stadt, finden in jeder Stunde her^erreißende
Scenen des Kummet« und der Verzweiflung statt
Ueber achtzig Leichen sind begraben worden. Dies
schreckliche Unglü« hat 100 Frauen zu Wittwen,
und 330 Kinder zu Waisen gemacht, und das Weh.
klagen in den Straßen nimmt kein Ende vom
Morgen 6i« in die Nacht.
a n y S a o s i e 1 6 e 6 5 v o n
ncn, die am Morgen der Explosion in Talkothe Hill
Mine gingen, sind sicher todt, und aus die Rettung
der Leute, die sich noch darin befinden, hat man kei
ne Hcjfilung. Das Leichenbegangniß der heraus
gebrachten Todten fand heute zu Talkothe Hill statt,
und war eine höchst ergreifende nnd rührende Scene.
V a e a a a 1 7 e E i n e V e S
Krieg.schaluppe ist hier angekommen, die nach Ale.'
x^'dria geht, um den Surratt nach Amerika iu
bringen. -4K
A u Pari#. Der Prozeß, der von derpreu.
ßu^en Gesandtschaft gegen daS Memorial Diplo
matique erhoben ivorde» ist, weil jene« Blatt be
hanptft hatte, der König von Preußen habe Prag
verlassen, ohne daß seine Hotelrechnung vorher be
zahlt worden, ist am 30. November zur Verhand.
lung gl-kommen. Ztrei von den Redacteuren sind
,$u einer Geldbuße von 100 Fres. und einmonatli»
chent Gefängniß verurtheilt worden. Der Drucker
des Blattes ward, obwohl die Gesandtschaft die
Klage gegen ihn hatte fallen lassen, auch zu einer
Geldbuße von 100 Fres. verurtheilt.
a i s e i a 1 4 e Die Regierung der
Ver. Staaten hat einen Prozeß im ersten Tribunale
der Seine anhängig gemacht, um den Betrag von
2l/4 Millionen Fran es zurückzuerhalten, der den
I Herren M. M. Armand Fils abschläglich von Agen
I ten der consöderirten Regierung sür die Erbauung
von 5 eisengepanzerten Schiffen, die angeblich sür
^den Kaiser von China gebaut worden sein sollten
I
thai,ächlich aber für die Marine der Rebellen be
stimmt waren, aber niemals abgeliefert wurden, be
zahlt worden waren.
a i s 1 4 e e N a e n e u e n O a n i s a i o n
wird die französische Armee, einschließlich der Re
serren, 1,250,000 Mann betragen. Man ist der
Ansicht, daß eine solche starke Arm.ee in Frieden«^
Zeiten keine günstige Wirkung hervorbringen rrttd
Unter den Einsichtsvollen hat diese» Projekt keinen
guten Gindruck hervorgebracht.
o i n 1 4 e i e U n u e n w e e a n
nach dem Abmarsch der französischen Trnpp?n be
fürchtete, sind nicht eingetreten. Die Stadt ist tu
htg. Die Ansicht, daß der Papst die Absicht hegt
Rom zu verlassen, ist allgemein aufg-geben worden
Em zweites Kriegsschiff der Ver. Staaten ist in Ci
vlta Vechia angekommen.
Der König von Italien eröffnete am Sam
stag das Parlament.
In seiner Eröffnungsrede wünschte er Italien
Glück zu der Freiheit, welche es errungen habe. Er
sagt^. Frankreich habe seinem Versprechen gemäß
die Truppen von Rom zurückgezogen und es existi
re das beste Einvernehmen zwischen Napoleon und
Italien. Er erklärte, er werde daS Gebiet der päpst,
lichen Staaten rci'pektiren und hoffe, daß die Mäßi
gung des italienischen Volkes und die Weisheit des
Papjtes, so.vie ein versöhnlicher Geist aus beiden
«?eiten alle Differenzen schlichten möge. Zugleich
sprach er die Hoffnung aus, daß der Pabst «»ab
Hâugig in Rom verbleiben möge. Schließlich er
trähnte er der großen uud glorreichen Zukunft, wel
cher Italien entgegengehe und sprach es als seine
Ansicht aus, daß es unter allen Umständen seine
(Rtjourem entwickeln müsse, um die Stellung einer
#Großmacht erringen zu können.
I In a n k u i e e n i e e s e sehr dar
^nieder. Kürzlich kam daselbst der bis dahin uner
hörte Fall vor, daß bei der Zwangsversteigerung
eines Hauses auch nicht ein einziges Angebot erfolg
... te. Die antipreußischen Demonstrationen dauern
um ihn zur Auslieferung des nach London ge fläch
teten Staatsvermögens zu zwingen. In Hanno
ver scheint man sich allmälig bei der vollendeten
Thatsache der Einverleibung in Preußen zu beruh»
g»n.
953ar sch a it. Ein enlsetzsicheS Verbrechen ist
am 10. Oct. gegen Mittag im Dorfe Zabienka ver
übt worden. Gin Mensch, Namens Rzcsak, Sohn
eines Eigenthümer« im Dorse Choinow (KreiS
Warschau), kam in das Hau« des Waldhüters
Myszkowèko, und die Abwesenheit der beiden El
tern benutzend, lockte er den 17jährigen Sohn Joses
in den Wald, erdrosselte ihn und njatf ihn in einen
Morast, wo man den Leichnam auch am folgenden
Tage fai d. In Myszkowki'S Haus zurückgekehrt,
traf der Mütter im Corridor die 14jähUge Tochter
desselben, Kaihanna und fragte sie, wo der Vater
das Geld verberge als er hierauf keine genügende
Aiitirort erhielt, schlug et so lange auf das Kind
los, bis es kein Leben mehr von sich gab und ver»
stopfte ihm den Mund mit Sand. Dann ergriff er
den jährigen Sohn und die 4jährige Tochter ^^yZz
kowski's und warf beide in den Bimmen. Mitt
lerweile hatten sich z-vei Kinder, der 10jährige Mat-
thau« und die 9jährige Anna Sclltvsiak, letztere
mit einem 6mcnatlicheii Kinde auf dem Arme, durch
die Flucht zu retten gesucht. R,esak lies ihnen nach
und a!s das erschrockene Mädchen das Kind fallen
ließ, nahm et eö auf rznd überschüttete es mit Sand.
Da man diele« Kind bald daraus fand, wurde e«
noch am Leben erhalten. Im Hause deS Wald
Hüters sand man den Kasten erbrochen nndveeschie«
dene Gegenstände umhergestreut. Der Mörder
wurde noch am Abend desselben Tage« ergriffen.
I n e i n i s e z e i n W a i s i s v o n 5 5
Fuß Länge aufgestellt, weiter am 29. October ei«
ne Meile von Gothenburg (in Schweden) strandete.
Zwei muthige Bauern machten sich am anderen Ta
ge darüber her und tödteten ihn. Am folgenden
Tage war Herr Malin, Intendant deS zoologischen
Museums zu Gothenburg, bereits zur Sielle, kaufte
den Mmnesen und beschloß ihn $it präpariren, um
damit ein möglichst vollständiges (5xemplat für die
Wissenschaft und Schaulust herzustellen. Mit gro
ßer Mühe und viel?» Arbeitskräften wurde dies aus
geführt. Die Haut lieferte allein 73 Centner Speck.
Dutch verschiedene Mittel gelang es endlich, sie zu
präpariren, damit sie aus ein Hol modell ge'pannt
werden konnte, wozu allein 30,000 Messing«
schrauben nnd Siste nothwendig gewesen sind, um
das Gerippe zusammenzustellen. Die Arbeit hat
den ganzen Winter in Anspruch genommen. Jtgt
ist der mächtige Meetbewohner in ganzer Gestalt
auf großen eisernen Stücken neben ftinem Gerippe
ausgestellt, die obere Kinnlade ist sogar durch eine
mechanische Vorrichtung ausgesperrt, und während
im lebenden Zustande seine Speiseröhre nur einen
Durchmesset von 5 Zoll hat, kann jetzt eine Gesell
schaft von 20 Personen bequem durch sie hindurch
in das Innere spazieren und da auf Polsterbänken
einer gemüthlichen Unterhaltung pflegen.
I n e u s e n a n n ö n u n e a e n
fich die Kirchgänger vor Beginn des Gottesdienstes
gewöhnlich von den Dingen, die ihnen zunächst am
Herzen liegen, von ihrem Viehstand und ihren
Dunghäufen, wie der Dinkel und der Rap« steht,
und so weiter. In der „sashionablen" Kirche, wel
cher Pastor Brechet von Brooklyn vorsieht, scheint
e« ebenso zu sein, wenn wir der Darstellung eine«
Correspondenien, welcher di.selbe als Beobachter be
suchte, glauben dürfen. Et sagt, der puritanisch
aussehende Mann, welcher ihm in seinem Stuhl
Platz machte, unterhielt sich mit einem Bekannten
darüber, daß et 5000 Dollars in einer Branntwein
btcKMCtti ii Iowa »»gelegt und sei» Agent, de?
Mehl
Weije»
Kor»
«ogae»
©erst*
Hafer
& fails*

twrlamm'e Schuft, ihn betrogen habe, und ähnliche
Unterhaltungen seien in der ganzen Kirche im G-ng
gewesen, bis die Orgel dem Gesumm ein Ende
machte. Paftor Brecher gab in seil et Predigt Att
ings eine Auslegung deS Bibeltextes, dann aber
ging et zur „angewandten Theologie" über, erzähl«
te Anekdoten wie ein politischer Stumprednet und
brachte die andächtigen Zubcrcr zum Lachen, daß
ihnen die Thränen über die Backen liefen.
Einer der ersten Gesetzentwürfe, die im setzt
gen Cangresse eingebracht wurden, betrifft den Au««
schluß der südlichen Staaten von der Präsidenten
wähl. Es_ soll durch ein Congreßgesetz bestimmt
werden, daß nut die Staaten, welche Vertretet im
Kongresse haben, berechtigt sind, an det Präsiden
tentoahl theilznnebmen.
Dies ist des Pudels Kern. Die südlichen Staa
ten mögen thu« was sie wollen, sie mögen das neue
Amendment annehmen, sie mögen das Negerstimm
recht einführen, sie mögen Neger zu Aemtern wäh
len, sie mögen jedem Neger eine Farm bestellten—
e w e s i e A e s n i s e e n e e s e Z w e k
der radikalen Reeonstruetions-Politik ist, die südli-.
che» Staaten von der Präsidentenwahl anszuschlie»
ßen, um wenigstens bis 1873 das Ruder in lit
Hand zu behalten.
Ueb-igens ist ein Congreßgesetz. welche« da« Volk
eines Staates von der Präsidentenwahl ausschließt,
das Papier nicht werth, auf das es geschrieben ist.
Ein solches Geietz ist ein Geivaltstreich und wenn
einmal ein Gewaltstreich beschlossen ist, so bedarf
man keine« Gesetze«. Der Congreß, welcher die
Wahlmännerstimmen zählt, braucht, wenn et ent
schlossen ist, sie auszuwerfen, keine Gesetzes-Para
graphen. Ein Gcseß zu einem solchen Zwecke ist
nichts weiter
alt
ein Hohn auf die Bundesverfas­
Surratt. Der Prozeß gegen Surratt dürf
te Wi wichtige BeweiSsühtungS-Doknmente zur
Oeffentlichkeit bringen, die im Prozeß gegen die
Präsidentenmötder von Einfluß gewesen sind. Da«
eine ist ein Journal de« John Wilkes Booth, in
welche« er den letzten Eintrag einige Stunden vor
seinem Tode gemacht hatte, welches Tagebuch man
au« seiner Tasche genommen, und dessen Inhalt
man seitdem geheim gehalten hat. DaS zweite ist
ein Bekenntniß Paynes, das tr einem General der
Volontär-Armee einige Stunden vor seiner Hin«
richtung abgelegt hatte. In demselben erklärt er,
daß das Complott blos die Entführung des Präsi«
den ten Lincoln beabsichtigte, und daß erst einige
stunden vor dem Mord John Wilkes Booth die
Verschworenen zur Blutthat beorderte, weil ihm
mehrmalige Versuche zur Einfühlung U*
ten jedesmal gescheitert waten.
E i n w a n s i n n i e i n I n I n i a
napolis existi e i n e e e n z a v o n a i k a e
publikanischet Richtung, das den folgenden Blöd
sinn losläßt:
„Die protestantische Christenheit de« Lande« trinkt
weder, noch dnlket sie Betrunkenheit in ihren Ge
meinden. Katholiken, und nur diese allein von
Allen, welche de» Namen Christen führen, trifft dieser
Tadel ein Volk, da« ohne zn ettöthen unsere
Hurenhäuser und gemeinen Trinkhäuser unterstützt,
unsere Armenhäuser uud Salons anfüllt, schreit
Häresie" über Alles, außer der Mutterkirche, die
in der That die.Mutter Lâstttâ/ die Kirche
von Rom ist."
S a V
3nflFantonam4ten3)erember, Amalia Gtiirhvf, Toch
ter »on Philipp «nd Katharina Stürhof. in einem
«ter toe 21 1 Monat und 2 Tage».
N a u
av
A a i a S o
Schon in der Eeben'blütijt,
Voll Hoffnung. Treue, Güte,
Bricht rich t,i5 Schicksat ab'
Stürzt dich ans schn'Ile Weise,
Nach kurzer Pilgerreise
Hinab in fiibic G,ab.
Dich selbst in's Grab? nein? nimmttl
Du bist, wo nicht blas Schimmer
Als Wadrheitilicht erscheint!
Dein Geist scka'il ihre Son».
Trink! ihres Urbomé Wonch^
Wo &U,) nicht Thräne weint,
ÄYn, der allhier dich ieugtc,
Die dich gebar und saugte,
Hat schwer dein Tod qfbeu.it
Daß deine Treu' tte kannte«,
Volt Viebe für dich brannte«,
Ähr tiefes Trauern zriqt.
Doch warum hier noch klagen
Da blos nach kurzen Tagen.
Du an dein Herz sie drückst:
Nachleni fle au-gelitten.
Wie du -den Sieg erstritte»
Mit Wieders-li'n beglückst?
Denn Du wirst nun in Fliehe»,
3" fruchten was hieineden,
Saal in deiner Vrust
Erkeinit von früher Jugend,
Als i'itb' ju Wahiheit Tuge»d
Zn ew'ger HiinnteUlufl.
Drch ist auch er noch Saa«H.
Den unbefleckt dein »iamt,
Dein Beispiel au?geftreut
Auch er wire Früchte bringen,
Äeschwifter, ^rennde dringen
Zu nützen ihre Zeit.
Dah sie. wie du, vtrftänfci»,
'&titi.
denkend und beihinCtj,
Krüiijahl»
Nachstreben jeter Pflicht,
Nar dies wehrt Cent Perderbe»,
Hält aufrecht, wann im Sterbe»,
Ter Tod da? Auge bricht.
Dein still tr:)tb'ii£t Dulden,
Dein Veidtn übn' l'crfchtilbe»
Wird nun dir ftreud und
Dein Nam' bleibt ohne
Auf ewige Zelt und Weite,
Zn aller Lieben Brust. .H.
Stncinnatier Marktbericht.
Mehl. F.st«r Superfeine«
$1—l,iü.
$9—10}£
Kamilienmehl $12% -13.
Roggenmehl j?-?^. Vuchweizenmehl
& ch e i
it c. Der Preis steht heute auf
gro'', uiic 47—72 nett, je nach der Schwere.
Meß Pork. $eO, jedoch ohne ^rope Nachfrage.
€*ntal|. 11^—12 8t«.
Schinken. frische
9}£
hat f»~
je nach Süte.
$i}£—5 pet
Hunden Pfund.
tii e i e n Fest unv höher. StotHer $2,70—2,90, je
nach Güte. Bester FrühjahrSwei.en steht auf 2,15—$2,40.
.* V n. Mies in Kolben 75 6t». Neue« steht a*fS5
Ets.
Hafer. Stieg auf 53—58 6tl.
Rogge». »eftauf ju $1,lo-Sl,20, je nach Süte.
'Werste. Beste He.bft steht auf $1,55— 1,58: beste
—10 5t«.
Eeitenfpeck IZ—Schulten» 1Z Cent».
Wro rette». Niedtiger. jKto «affee 24—38
Suiset 11—14 6t«. für rohen atoffinirtet harter 15^
8e»t«, yitro Lrlean« Molaffe« 75 Et«.
e u
$ei—22.
Eier. 32—3J 6t». per Dutzend.
W hi »ky. So
flau, daß sich
». 30-33 Li».
kein Prei» angeben läßt.
Eame». Kia^iaamea Kleesaame»
Timothy $3,00.
Leinöl. $1,34, fl«.
Wach
VolumbuS Ntarktbericht.
Karioßel» $1,00 ftl.
$13-15
Ute»
Salj per ?«ß
Echmali
He»
9
35 -40
et«.
$2 15-2 »0
WeihnachtS-Gescheiike.
Fravz Holzmiller in Delaware, Ohio,
macht hiermit seinen werthen Kunden von Delaware und Um
gegend die Anieige. dab er für die kommenden Festtage eine
große Autwahl von Waaren erhalten hat, welche sich vorzüg»
lich u Weihnachtsgeschenken eignen, at« Sine große Aus
wahl von allen Lorten Spielwaaien. FancyNotiou« und Fan
cy Äood«, sowie auch Eondikorsach-n u. s. w. Da er diesel»
ben ja den billigsten Vuifeit aeefauft, so ladet er ju recht jahl
reichem Ves»che höflichst ein.
Dee 23
Franz Holzmiller,
Holjmiller Block, Ost Delaware, O.
Zur Nachricht.
wird hiermit bekannt gemacht, daß der ttnterjeichnete
heute, den 26|ttn November, aiS Administrator für die Hin»
terlassenjchap de« »erstorbene» Adam Fleck ernannt vor»
den ist
T«l»»ba», Dee. I. '6$.
Srdmann 01«fi
Weihnachtsgeschenke
ill iet
Deutschen Viich-Handlung
von
F. UhlmannD
Ciqatten.Stuis, Atbeitskästchen,
Portefolios, PocketbookS,
Zeichnenhefte, Reißzeuge,
ee
ftot. 14. '66.
Dec.
e
2W whuw
Wlntergi'lter und Kleider
I U. Rickcnbacher
feinem eleganten und geräumigen
91^. 2». 1866. äß*
Wo ist
Geschâft»l»k«^
Nordwestliche Ecke der Hoch- und Gaysttaß»,
S o u u s O i o
«f» vollständige», reichhaltige» und gut assort-rke« Lager »o»
Herbst- und Winter-Gütern,
bestehend au« den besten
Tuchen, Eassimiten, Doeskins, Bibetiuchen, SM«
neis, Seidenstoffen
und überhaupt allen Waaren und Artikeln, bfe i»
einem
•Sorgfalt int Ollen ausgesucht worden, so daß er für deren Au,
te einitehen kann. (Sr versichert seinen freunden nnd dem
Ehrten deutschen Publikum, daß er seine Preise billig al«
möglich gestellt hat. und durch prompte und i teile 'Bedienung
und gute, sorgfältige Arbeit sich die Gewogenheit seiner alten
^und-u u erhallen, und manch.- neue Gönner iu erwerbe»
suchen wird.
Auch macht er auf feinen großen Vorrath von
Neue Waaren? Neue Mode!
9lo, 181B7
i». Dee.
von Gräfenhausen. Oderamt Neuenbürg. Königreich WS»»
temberg. drrsUbe ging im Jahr 1849 nach Amerika. Di«
Unterieichnete wünscht seinen jetzigen Aufenthaltsort zu ersah»
reu, indem sie wichtige Nachrichten. Familien Angeiegenheite»
betreffend, für ihn hat. Irgend Jemand, der über Leben oder
Tod desselben Auskunft geben kann, wird dringend ersucht, sol
che baldmöglichst an mich gelangen ju lassen.
Dee. 6. »66.
fcma

arfâttf
fertigen Kleidungsstücken
aufmerksam, zu denen er blo» gute Zeuge genommen, snDWss
gut gemacht sind, so daß er für dieselben einstehen kann.
Auf Bestellung werden jeder Zeit neue Kleidungsstück«
angefertigt, und in allen Fällen gute Arbeit zugesichert.
Kommt Alle und überzeugt Euch mit eigenen Aa
gtn, ob ich Urft Wahrheit gesagt Habe. 1
I U i k e n a e
6mt hw zw w
Süd-HochstraHe.
Der Unterzeichnete macht Hiermit dem geehrten Publik««
die ergebene Anzeige, daß er soeben ei»e große und schöne A»»
wähl von
Herbst- nnd Wint-r.Maare»
von den besten Fabriken und ten neuesten Muttern erhalle»
hat, bestehend an» deutschen, französischen und amerikanische»
Tuchen und Casiiiniren. vom feinsten Styl bis jtint roobjfeit
sten Jean», und tfasineite für Herrenanzüge und Nrbeilsklei
der. welche ich auf Bestellung in sehr kurzer Zeit anfertige,
oder auch die Stoffe bei der Dard
zu sehr billigen Preisen verkaufe.
Auch habe ich eine grüße Nu«wabl von fertiggemachten Klei»
dern. wel e ich zu sehr billigen Preisen verkaufe, und da ich
bloß gutgemachte Kleider halle, so würdet Ihr wohl thu»,
meine Waaren einzusehen, ehe Ihr sonstwo einkauft. §ér
da« mir geschenkte Wohlwollen dankend, bitte ich meine Stets*
de auch ferner um geneigten Zuspruch.
Ott. (5. 88. kmt hw
Aufforderung.
Jfrtff
^jnrMhfe«
Rheinpreus.cn. Im Jahr 18U kam er nach Amerika und soll
sich bei Pittsburg, Pa aufgehalten haben. Sein Freund
Wilhelm Naumann wünscht von ihm zn hören. Sollte diese«
ihm oder irgend Jemand zu Gesicht kommen, der feinen A,f
enthaitkort weiß, so ist er gebeten, seinem Freund unter frf»
gender Akdresse Antwort zu schreiben
Wm. Naumann,
Clinton, Summit County,
lZ. 3in»
in
An das Publikum.
Am 7. d. M, starb un» ein Pferd, welche» in der Natio
nal Insurance «nd Investment Compagnie versichert war. A»
10. sprachen wir auf der Osstee vor. brachten die trfordtrlle
chett Beweise unsere» Verlustes bei. und einengen $iOO
der Compagnie, al? den vollen Betrag der Versicherung. Wir
machen das Publikum mit tiefer Thatsache bekannt, damit
Diejenigen, die n ich nicht versichert sind, erkennen, daß diese
Compagnie bei der Betreibung iare» Geschäfte» einen gute»
Willen gegen ihre Kunden zeigt und bereit ist, alle Verlust»
prompt äteuttj» kings» bezahlen.
Obio»
et»
Link u. Korn.
Zinhw ittf
Wo ist
Maria Vtiiß. gebore« inR'tghe, Kanton Aarau in der Schwe
Dieselbe verließ ihre Heimarh im Jabre 185«, und laude!
in Rew H.rk. Der Unterzeichnete, ihr Bruder, hat sie fei.
jener Zeit nicht mehr gesehen, tcti'i nicht wo sie ist und bittii
dkßdalb alle Menschenfreunde, welche die benannte Mar^»
^lüü kesnen. oder ihren Aufenthalttort wissen, ihm IHM
Adreff« f» lassen.
I
Wilhelm Plüß,
WarrenSoille, Cuvahoga.
9#.. O.
Regina Kern,
Waterville, Lara« Count», Ohio.
ewhet,
Dee. 6.
6m w
Weihnachts uNeujahrsgeschenke.
LouiS Traub in Sandusky Eity
erBfcIt soeben eine große und sehr reiche Auswahl von Bilder»
büchern, GeschiKesbüchern mit tiilfcetn, tr Kinder jede» SU
ter«, verjierte« Schreibpapier für Wünsche. Ferner
Kalender für das Jahr 1867t
Lahrer hinkender Bote. StraKburaer hinkender Bote, EinfleH
ler Kalender, leipziger Ameisenkalender. Illustrirter Familk»
en-ssalender, Nienburger Marien Kalender. Trowitsch»»
Volk«.Ka ender, Nieritz'« Volks-Kalender, Steffen'S Volk«
Kalender. Stadt- und Land Kalender, Lntherifche, Reeept
und Illustiirte Kalender.
i e 9 k a i n e n
Eiue große ViiZwatl Gold- und Nofen&olvLeisten stets a»
Hand und Bilder aller große teerte» «uf Bestellung einge
rahmt, tat
«. Traub.
Dec. blja»W
Aufforderung.
Robert Fleischer, welcher »on seinem HeimathSplatze i»
Crotenlaide bei Merane, im Königreich Sachsen, in den Ver
einigten Staaten angekommen ist, ersucht seine beiden Brüder
Friedrich nnd gronj Fleischer, da ihm deren «usenihaltSort
unbekannt ist, unter folgender Adresse an ihn zu schreiben.
Robert Fleischer,
tare of Westbote Office, Solumbu«, O.
2m w
Farm zu verkaufen!
ÄÜUnterjitijinfte wünscht feine in Hamilton Townstt»,
zwei Meilen südlich von der «korporationSlinie. an der Chilli
rothe Pike aelegene Farm zu verkaufen. Dieselbe umfußt in»
Ganzen 120 Acker, wovon 70 Äcker geklärt sind, der Rest ist
Holzland. &« ist ein ,weistvckigeS BrickwohnhauS,. eine gro
ße tuim-fcheuer, ein Obstgarten enthaltend verschiedene èor*
t.n Obstbäume, sowie hinreichende» Wass-r auf erwähnien»
fand. Wenn die Farm nicht zusammen verkauft wird, s»
wird sie in Parzellen verkauft werden Wegen der Bedin
qnngen fraae man bei dem unterzeichneten Eigenthümer nach,
welcher auf der
imt
Zu verkaufen.
a e n n e e i e n 4 e i e n v o n e K o o a i
on» Grenze der Stadt Soiumbus, an der Shillieothe Pike, i»
Lots von 2 bi« 8 oder 10 Acker jede, wie die Käufer sie wün«
schen. Preise niedrig und Bedingungen leicht. Einschö«
net ^stückige« Backiteinhatts, ein guter Stall »lld Obstg«»
ten befinden sich auf einer Lot von Acker.
EPr«cht vhae Aufschub vor bei
Kerr u. Early,
Zimmer Nr. 3, Johnson Gebäude, 5obtm6n#*
Wf». 8 '66. »h.
gethan,
Martin Krumm,
246 Süd Vierte Straße, Columbus, O»,
Maschinist «nd Fabrikant vo»
eisernen Fencen, Geländern, Gittern,
Fticdhoss-Einsriedignnqen,
BeravdahS, eisernen Thüren, Liidcn, Tchlössm», ic.
Reparaturen aller Art,
besonders an Maschinen, Geldkisten und Geldkisten»
schlossern, :c., werden sorgsam gemacht.
Vüt Arbeiten weiten prompt und zu herabgesetzten
und
ich stehe dafür ein, fc*|
Preise»
ß»
die
jbmw» befriedig»».

sung. A. d. W.
6ine(«»fltt, den 17. Dee. 186*.
Butter.- 28-30 Cent«, für best» «eatralOhio. «e.
ringere Svrttn 1b—20 (5t«.
Käse. li}-2—15 »ii., flau.
Kohlenöl. 50-52 @tt.
Severn. -70-72 SlS.
Talg com sauce 11)}£ Et«.
Eisen. »50—$42, Hot blast.
«eirockneie Aepfel.- 7-9, ^strflche 13—148t«. p«
Pfund, für Viertel.
®icr
Cutter
Schi
$2 50-$2 7-j
40-51) *t«.
$1,25
9u—$ 1
N o 2 3 1 S -H o s a
®rcfe Answabl von Büchern für I
Albums für Photographien,
Farbenkasten, Luxuspapiere,
Goldfedern, Spielwaaren,
Rahmen, u. f. w., u. s. w.
*en Geschäft aehören. «Ue seine Güter find mit
Johann Jakob Kern?
Christian Hertenstein,
227 Süd Hochstraße.
V Wilhelm Vlar.k von Dutweiler,
30-35
30—35
15-20
*2 85
12-15
$12-14
Caleb Rockey.
Sept. 29. Mt h»

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