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Der Westbote. [volume] (Columbus, Ohio) 1843-1871, April 21, 1870, Image 3

Image and text provided by Ohio Historical Society, Columbus, OH

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ÄS»
ßt
Ein heilloser Sliwdal
fcnüt&t fich tn Me Ent^ecknnq titieS großen Unter
Ntbleif# d«rch den Stabtktjaftmtiütr van St, AouiS,
E. S«stskH Der^eli»e (am ecrv eitver
Ike,be
Jahren von Buffalo dorthin ttnb fanb emc Anstell
iuttg ol8 ftJcdl'Ärtutttiirteib« „'WeAichen Post".
Seme Spttialttât rnettn Musik firitifen, in betten
tt bis 8« einem fletmflen Grabe exceMrte. Später
wurde er zum ©taMft&ofcmeiflet ienrä^It ttnb nach
Ablauf feine« ersten Termins wiedergewählt. Hr.
Hrätorius von ber „SBeft'.. Post" ift einst seiner Bür
gen. Alle Wett hielt Sufish für einen ehrlichen
Man», tinb er hat auch eon *m untenchlagencn
Geld«, wie 6 scheint, keinen Cent bet Seite gebracht.
Aber nett geht es von otkn Seiten über ihn her
mit Recht ttnb auch mit Unrecht titer ben „herge
laufenen böhmischen Geige?" man finbet auf ein
mal, bat CT av-Zschweiseob acleM und im Geheim««
kostspieligen P^st-snen ^efrshnt hab«. Das ist
Stanbat Nummer eins.
Nummero zwei Semart «mch twch der frühere Stadt
schatzincister Krö^r an die Reihe. 6r soll Susisky
tn'8 Elend gestürzt und die Stâ burch Diebstahl
und Fèlschsng ti« eKLche zwanziatausenb Dollar»
gebracht i)abt«.e PittSb. Bksbl.)
Die ofsicieik Untersuchung stellt den Betrag be8
UnterschleifS aus 5158 919 feft. Die Bürgschaft be
trägt blos $60,000. Kröger scheint Sustsky treulich
^(Helfen" h«ben ttnb Kröger soll ihm $68,000
.schuldig" sei«. .Seit* liefen sich auf Spekulationen
ein, die eine h«lbe Miüion umfassen. Die deutschen
Radikalen haben mit ihren Repräsentanten im Amte
offenbar Pech erst Sheriff Fischer vsn Chicago, der
ber Jttit großen Summen in Begleitung einer Dirne
und mit Hinterlaffsng seiner Familie durchbrannte,
und nun Stadtschatzmeistec Sustsky in St. Louis.
Der Anzeiger d«S Westend vom 17ten schreibt:
„Der Bericht der Untersuchungs-Committee schil
dert Suflsky als einen ebenso gewissenlosen wie stu
piden Mensche«, der in den Hänben Krögers willen
tos in da« Verderben hineinrannte, zu dem er(Sus.)
die ersten Schritte bereits selbst gethan hatte.
Wa« aber Herrn Kröger anbelangt, so erscheint er
in dem Lichte dieses Berichts schwärzer, als wie wir
jemals auch nur zu denken, geschweige denn zu glau
ben oder zu sagen gewagt hätten. Wenn uns irgend
«in Mensch ein Räthsel ist, so ist es dieser, in welchem
sich die wahnwitzige, gewissenlose, verbrecherische
Speculationswuth mit literarischem Talente und
Ehrgeize paart. Ein Kenner und Bewunderer ber
deutschen Philosophie, ber Uebersetzer Fichte's in's
Englische in diesem Lichte! Davor steht ber gesun
de Menschenverstanb still! Ein solches Räthsel ber
Menschennatur, ein solches Prodult verstehe
einAnberer!"
IM Iatereffa«te Notizen.
Am 6. April bewaffnete sich in New Orkan« der
Friedensrichter McCarthy, bem, wie es scheint, die
Berechtigung zu seinem Amte bestritten wo»den war,
nachdem er im Bezirksgerichte ein zu seinen Gunsten
Islutenbes Urtheil erhalten hatte, mit einer Büchse unb
einem Revolver, erbrach bie Thür oes Gerichtslokals
und nahm seinen Sitz ein. Er legte Büchse und Pi
stole vor sich hin und erklärte sich bann bereit, jetzt
seine Geschäfte als Frieb ensrichter wiederauf
zunehmen.
New Pork, 17. April. Ein alter Mann, Na
mens Avey. wurde gestern in Whitehall, Ills,durch
ein Jndividum ermordet, welches nachher in das er
ste Hotel ging und seinen Namen folgendermaßen
regiftrirtc:
.W. I. Davis, Christian County, Ills früher in
Logan Co., Ohio, hat Rache genommen, wischt
dies nicht aus, bis es publicirt ist." Der Mattn,
welcher ohne Zweifel wahnsinnig ist, wurde in die
Jail gebracht, nachdem verschiedene Versuche gemacht
waren, ihn zu lynchen.
An Aüentoron, Pa., wettete ein Mann, er könne
4 Quart Whiskey hititeretnanber trinken er gewann
die Wette unb ein Leichenbestatter bekam einen „Job,"
da der Unsinnige in feinem trunkenen Taumel starb.
Reading, Pa., 17. April. John Soft, ein
Detetscher, schoß gestern nach seiner Frau und einem
andern, bei ihm beschäftigten Deutschen, Namen«
Spayd, unb verwundete die Erstere leicht unb ben
Letzteren gefährlich. Lutz lieferte sich selbst den Be«
Hörden aus, indem er als Grund der That unerlaub
te Familiarität zwischen Beiden angab.
In Rhode Island sind naturalisirte Börger.
Weiße, welche nicht wenigstens für S135 Grundbesitz
haben, nicht stimmfähig dieselben verlangen aber
in Gemäßheit des 15. Amendments jetzt bas Stimm
recht. Die Sache wird vor die Legislatur gebracht
werbest.
In einem kleinen Städtchen Wisconsin's wurde
kürzlich von einem Farmer ein Ehescheidungsgesuch
aus den Grund hin eingereicht, daß seine Frau nicht
halb so viel Holz zu spalten im Stande sei, als sie
sich vor der Hochzeit gerühmt hatte.
7316 Einwanderer landeten letzte Woche in
New York.
New $ptf, 14. April. —.Der Löwenbändiger
Pierce, der mik seinen rotfben Bestien im Hyppodrome
(.Skating Rink") Vorstellungen gibt,entging gestern
mit knapper Noth einem schrecklichen Tode. Als er
sich gestern in einen Käfig begab, der zwei afrikanische
Löwen enthielt, sprang plötzlich das größere und stär
kere ber Thiere, das eine Züchtigung erhalten hatte,
auf Pierce los, versetzte ihm mit ber Tatze einen ge
waltigen Schlag, ber das Schulterblatt des Genann
ten brach und ihn gräßlich zerfleischte. Einige Män
ner eilten mit eisernen Stangen herbei und schlugen
damit auf das wüthende Thier so lange los, bis eS
bewußtlos zusammenstürzte. Mittlerweile halte Herr
Pierce Zeit gefunden, den Käfig zu verlassen. Die
Aufregung unter den Zuschauern war sehr groß und
einige Damen fielen in Ohnmacht.
Die „freie Liebe" ist fein Traum mehr. In
Grand Rapids, Mich., bot sich eine Gesellschaft ge
bildet, um in einem der südlichen Counties von Mi
chigan eine Colonie der „freien Liebe" zu gründen.
Eine nicht unbedeutende Strecke Landes soll bereit«
zu dem Zwecke angekauft sein, wie der „Grand Ra
pids Demokrat" berichtet, und soll nächstens ein klei
ner Musterst'iat in's Leben gerufen werben, in dem
man Alles kennt, nur feine Ehe und keine Treue. Ob
man vielleicht auch bie Abamilentracht einführen wird,
ist noch unentschieden.
Traurig In der Nacht vom 7. .dieses brannte
da« Wohnhau« von Jos. Montgomery in Bertton
Township, Mercer County, Pa., mit Allem, was e«
enthielt, bis auf den Grund nieder. Das Traurigste
dabei ist. daß auch die beiden Söhne des Herrn Mont
gomery. im Alter von 14 und 6 Jahren, die im obe
ren Theil des Hauses schliefen, in den Flammen ih
ren Tod funden. Ihre verkohlten Ueberreste taitb
matt am andern Morgen unter den Ruinen.
Religions-Wahnsinn. Der siebzehnjähri
ge Jakob Harnisch in Lancaster County, Pa., war
durch das Bibellcsen aus dem Häuschen gekommen.
Die Bibelstelle: „So aber deine Hand ober dein Fuß
dich ärgert, so haue ihn ab', und wirf ihn von dir.
Es ist bester, daß du zum Leben lahm ober ein Krüp
pel eingehest, denn daß du zwei Hände ober zwei Fü
ße habest, unb werbest in bas ewtge Feuer geworfen,"
brachte ihn so weil, baß er sein linkes Bein aus bert
Block legte und mit drei kräftigen Axthieben abtrenn
te. Er warf bettn den abgehauenen Fuß weit weg,
setzte sich hin und beschaute sein verstümmeltes Bein.
Trotz ärztlicher Hilfe starb er an Verblutung. Bis
zum letzten Augenblicke blieb er dabei, daß er recht
gethan habe.
Die Noth der schweren Zeit. —Chica
go, Illinois, 17. April. In allen Zweigen dt«
Sandels
und Gewerbes hetrscht ein furchtbarer Druck,
owohl der Eisenbahn- als ber Canal Verkehr ha
be» seit letztem Jahre sehr bebeutend abgenommen.
Die Zahl ber Frachtzüge auf ber Illinois Central«
bahn ist seit ben letzten paar Wochen erheblich rebu«
cirt unb eine große Anzahl von Gehülfen und Ar
beitern in allen Geschäfts-Branchen sind entlassen
worden.
sÄ "r*cf kine« Jndianer-MâdchenA s
"Unsere* Staatswesen in Washington. 6 ft sich fitir
die Regttlirung der Indianer-Angelegenheiten die
Köpfe zerbrechen, haben soeben von einem India
ner-Mädchen einige Lehren erhalten, von denen
man nur wünschen muß. daß sie bei ben Herren nicht
verloren gehen, sondern von ihnen werden beherzigt
werden. Das Mädchen ist die Tochter eines hochbe
jahrten Häuptlings ber „Pah Utes" in Nevada. Ver
anlassung zu ihrem in einer deutlichen und schönen
Handschrift abgefaßten Schreiben gab der Umstand,
düeBsie erfahren holte, min beabsichtige, ihren Stamm
Ott«
„Humanitätsrücksichten" nach einer Reservation
yt senden. Hiergegen proteflirt die „Tochter der
Natur" ihr Name ist Sarah Winnemucca in
einfachen aber nachdrücklichen Worten. Wer möch*
ie es ihr verübeln Ist sie doch mit ihrem Vater
und andern ihres Stammes nahe daran gewesen, aus
einer solchen „Reservation" Hungers zu sterben!!
„ES ist. sagt sie, für mich unnöthig, umständlich zu
beschreiben, wie wir auf der Reservation behanbelt
warben. Es genügt zu bemerken, baß wir aus bie
Reserve eingeschränkt waren unb von den Fischen le
ten mußten, die wir im Flusse fangen mochten.
Wenn bics die Art Civilisation ist, die unser auf der
Reserve harrt, so gebe Gott daß wir nie gezwungen
werden mögen, auf eine zu gehen, da es weit vorzu
ziehen ist. im Gebirge zu leben, unb unseren Unter
halt auf unsere einheimische Weise mühsam zu erwer
hM." Was für verworfene Individuen mögen wohl
du Agenten gewesen sein, welche diese armen Leute
von
^^itrn das ihriae beschwindelten, und wie bringend
Ifjrt nicht diese und so viele andern Klagen, bei her
Anstellung bitter Beamten sorgsam zu verfahren!
Doch kehren wir zu bem interessanten Schreiben zu
rück, es schliffet wie folgt:
„Soweit es bett Lebensunterhalt betrifft, bekom
men bie Indianer auf allen Militärposten genug zu
essen unb viele abgetragene Kleidungsstücke. aber wie
iaNtte soll das fortdauern Was ist ha# Ziel ber Re
e inBezug auf bieJnbianer? Jst-S hirr ichend,
bak wtr^nv ^rieben leben Entfernt bieJnbianer
von allèVMilitärpofkn unb bringt sie räch Reser
vationen, unb es wirb eine größere ringsum aufge
stellte militärische Streitkraft erheischen, sie innerhalb
b#r Grenzen zu halten, als jetzt erforderlich ist, sie in
Unterwerfung zu erhalten. Andererseits, wenn bie
Jnbianer irgend eine Garantie dafür Haben, daß sie
eine dauerhafte Heimath auf ihrem eigenen Grund
und Boden erlangen können, und daß unsere weissen
Nachbarn abgehalten werben lönnen, sie ihrer Rechte
zu beeinträchtigen, nachdem man uns einen ange
messenen Theil bes Landes als unser Eigenthum an
gewiesen und uns die nöthigen Bortheile, uns aus
gubilben :c, gegeben haben wird, so verbürge ich mich
dafür, bofe ber Wilde, wie er hier genannt wird, in
15—20 Jahren ein gesetzachtendes Mitglieb des Ge
meinwesens fein wird. Die Ihrige, achtungsvoll.
Sarah Winnemucca."
Die in diesem Schreiben empfohlene Löiung des
schwierigen Indianer Problems scheint jedenfalls
Beachtung zu verdienen oder wird man diese Stim
me aus der Bilbnifi ungchört verhallen lassen
N. Y. Jaur.
(ftofortifitT Plan zur vesiedelung iwn. Unter:
Kalifornien. i
sAu»
der Philadelphia Freien
Presse.)
Südlich von dem seit 1848 zu den Ber. Staaten
gehörenden Staate Kalifornien erstreckt sich eine
tatbinfel
sechshundert Meilen weit hinaus in ben
tillen Ocean, durchzogen von den Ausläufen der
Sierra Nevada und getrennt von dem Fcstlande von
Mtrifo burch ben Gotfvon Kalifornien. Aus die
ser Halbinsel, bie feit langer Zeit nur nominell zu
Mexiko gehört und vermuthlich in nicht ferner Zeit
ganz an bie Ver. Staaten fallen wirb, bat eine Ge
sellschcst angesehener unb reicher New Aerfer Ge
schäftsleute eine Lanbstrecke von mehr als 46 Tau
fend Cuabrattttetlen angekauft und von der mexika
nischen Regierung einen giltigen Besitztitel dafür
ausstellen lassen, worauf im Mat 1866 die Uebergabe
dieses Landes durch bie mexikanische Gesandtschaft
in Waschington in aller Form Rechtens und unter
Genehmigung der"Regierung der Ver. Staaten er
folate.
Die Absicht der Gesellschaft ist nun, das angekaufte
Lanb in Unter-Kalifornien so bald als möglich zu
besiedeln. Zu diesem Behuf wird gegenwärtig eine
große Expedition ausgerüstet, die zwei Provinzen
des Landes orgamftrett und am Ufer bes Pacific'*
schen Ocean eine Stadt anlegen soll. Schon jetzt
hat ber Reichthum ber Gebirge an eblen Metallen,
namentlich Golb unb Silber, bie ergiebige Perlen
unb Perlmutter Fischereien an ben Küsten unb bie
Fruchtbarkeit bes Bobens, wo eine Bewässerung sich
herstellen läßt, zahlreiche Emigranten nach Unter
Kalifornien gelockt, unb bies macht es um so mehr
zur Pflicht der Gesellschaft, ihre leitende Hand aus
zustrecken, und diese irreguläre Bevölkerung unter
bürgerlichen Gesetzen zu reguliren. Die Compag
nie besitzt zu biefem Zwecke ausgebehntePrivilegien,
die denen der Ostindtichen Compagnie gleichkommen,
die in Hinbostan ein großes Reich gründeten. Das
Congreßmitglieb John A. Logan ist zum Supenn
tenbenten und Gouverneur der neuen Colonie er
nannt und wird, nach Beendigung der Kongreß
Sitzungen, mit einer auserlesenen Gesellschaft dem
Goldlande während dieses Sommers einen Besuch
abstatten.
In ber neuen Colonie sollen alle Einwanderer,
welcher Menschenrace sie angehören ober welches ihre
Hautfarbe fei. vollstänbig gleich behonbelt werben
unb bas Lanb unter gleichen Bedingungen überlas
sen erhalten.
Allen an ber westlichen Küste Nordamerika's gele
genen Länbern steht eine große Zukunft bevor. In
ben asiatischen Staaten, deren Küsten von den Wel
len des Pacific bespült werden, wohnen 700 Millio
nen von 1000 Millionen Bewohner ber ganten Erde,
Der Verkehr mit diesen großen volkreichen Nationen
der eben erst begonnen, wird mit ber Zeit großartige
Dimensionen annehmen u.bannnirb keinKüstenstaat
für die Ver. Staaten von größerer Wichtigkeit sein,
als gerade Unter-Kalifornien. Es wird zehnmal
mehr werth fein als Alaska und alle englischen Be
sitzungen am stillen Ocean zusammen genommen,
denn es gibt uns ben sichern Besitz jeber Hanbelsver
kehrsstraße, die über ben Isthmus von Marien nach
Jnbien führt, ober von unsern westlichen Eisenbah
nen sich abzweigt, nach ©übamerita ober nach Au
stralien.
Der uns vorliegende Prospekt ber „Lower Cali
sernia Colonisation Company" sagt baher wohl nichi
zu viel, wenn er mit folgender Behauptung schließt:
Unser Zeitalter ist eines bes Fortschrittes, aber un
ter ben Unternehmungen ber jiemeit ist keines, bas
einen großartigeren Stempel an sich trägt, als bas
Projekt der Colonisation von Unter Californie».
—Dem jüngsten Heft von Silliman'S American
Journal entnehmen wir die erfreuliche Nachricht,
daß die kostbare Bibliothek, die Alexander von
Humboldt hinterließ, nicht, wie man feiner Zeit
vielfach befürchtet hat, zerstreut wurde, sondern in
würdiger Weife vereinigt gehalten wird. Dieselbe
ist in dein Besitze des Herrn Stevens au« Vermont,
in London wohnhaft, welcher sie kurze Zeit nach
Humboldt's Tode erwarb und, wie et in der genann
ten Zeitschrift meldet, »durch ihr Sind.um zu man
chen interessanten Schlüssen in Bezug auf den be
rühmten Naturforscher" gelangt ist. Differ Herr
beginnt in Silliman's Journal die Veröffentli
chung einer Reihe von Artikeln er Humboldt und
seine Bücher, welche indeß bis jetzt «reitet nicht?
Neues bringen, als daß ein Drittheil bet 17,000
Bände starken Bibliothek selbst im britischen Muse
um nicht vorhanden ist und daß derselben ein viel
größerer Werth innewohnt, als man nach den cize
neu Aeußerungen Humboldts geschlossen Wurde
doch der Umstand, daß dieser Forscher fast ganz oh
tie Bücher sei, in Amerika früher nicht selten als
(Stund gegen die Errichtung von Bibliotheken
ai\*
e -e r- t-
W n v
Ei n ch tge 8 Mä dch e n. Von einet itn
gen Dame im Westen, welche im Jahre 1SG2 die
Normal»Universität des Staates Illinois besuchte,
wird folgendes erzählt:
„Sie roar ein gutherzige«, stilles Mädchen und
eine leidlich gute Schülerin, ausgenommen im Auf
satzschreibcn, w^rin sie so schwach war, daß sie zum
Examen nicht zugelassen werden keimte. Sic
studirte trotzdem fünf Jahre fort, als ihr Bater, der
in Bloomington wohnte, starb und ihr ein kleines
Möbelgeschäft, eine kranke Mutter und drei kleine
Geschwister hinterließ, für die sie nun zn sorgen hat
tt. Anstatt nun allen Vorrath im Geschäft auf ein
mal auszuverkaufen und von dem erlangten Gelde
so lange zu lebe», bis sich etwas für sie finden wür
de, ging sie nun selbst in'ö Geschäft, verkaufte die
Möbel im Kleinhandel, und als der Vorrath znr
Neige ging, überraschte sie plö^lich ihre Freunde
mit dem mnthigen Unternehmen, daß sie selbst nach
New Nor? reiste und dort bessere und tttebr Möbel
kaufte, als je zuvor in einem Möbelgeschäft des
Ortes verkauft worden waren.— Aber »vaö noch
rcehr ist, sie verkaufte auch tüchtig. Seit sieben
Jahren hat sie das Geschäft nun fortgeführt und hat
heute einen Votrath an Hand der 818,000 werth
ist. Zudem hat sie Grundeigenthuin im Werthe
von $80,000 erworben und noch $20,000 in Ak
tien. Wahrlich a smart girl, ivemi gleich sie im
Aufsatzschrtiben auch so schwach war.-
l?i n tragikomischer Vor fass trtif rfttWt
Lloyddampfer wird wahrscheinlich Anlaß zn einem
93revtTc geben. Ans einem von Nordenham nach
England fahrenden Dampfer war auf dem Verdeck
etite Heerde Schafe mit einem Bock untergebracht.
Ein Passagier, der auf dem Verdeck saß, war nun
eingenickt als aber der Bock ihn so „baukoppen"
sah, hielt er das für eine Äriegserklârnng und par
danz lag der unsanft aus seinem Schlummer er
weckte Passagier ans dem Boden. Dieser schleu
derte in feinet Wuth den Schafbock in's Meer ehe
man es verhindern konnte war ritt $
heil der Heerde
ihm gefolgt. Es wird sich jetzt ein Prozeß darüber
entspinnen, ob der Passagier Entschädignng leisten
soll und ob für den Bock allein oder für alle auf
diese Weise verunglückten Schafe.j
f* '1 t*
Plebiscit oder PlebiscttuA'-^Dieses
Wort kommt in der letzten Zeit häufig in versKabel
depeschen von Paris vor, und die eigentliche Bedeu
tung desselben mag einigen Lesern nicht bekannt fein
Dieses Wort ist ber lateinischen Sprache entnom
men, nämlich
Plebs,
Volk, unb bicere sprechen, sagen
Man könnte es deshalb mit Volksspruch übersetzen
Das Wort wurde burch Napoleon ben 1. in Frank
reich zuerst zu seiner jetzigen Bedeutung „Abstim
mung bes ganzen Volks" gebraucht. SeineHerrschaft
stützte sich auf ein plevikcltum und ebenso die Herr
schaft bes jetzigen Kaisers. In beiden Fällen wurde
bie Abstimmung unter betn Druck ber Bajonette vor
genommen. Bei bet Abstimmung über
das
Plebté
cit, wovon nun die Red? ist. soll nach dem Verbre
chen von Seiten der Minister teil» Druck durch die
Regierung ausgeübt werben. (Buss. Dem.)
StM Columbu».
John M. Finkborn, ein no6minderjähriger
Jüngling. ließ sich am Montag in dem hiesigen Re
krutirunaibureaii für bie Ver. St Armee anwerben.
Am Mittwoch wirkte ber Vater bes Jungen tinn Pro«
batrichter Puqh einen Habeas Corpus Befehl aus,
mit welchem sich Sheriff Thompson in bas Werbe
Bureau begab unb die Auslieferung des Rekruten
verlangte. Das Verlangen des Sheriffs wurde von
betn Werbeosfizicr, Capt Brent.abgeschlagen unb ber
Erstere sah sich genöthigt, auf Befehl des Richters,
den jungen Mann mit Gewalt zu ergreifen unb vor
das zuständige Gericht zu führen. Die Einwendun
gen des Capttains gegen das Verfahren würben al«
nicht stichhaltig zurückgewiesen unb ber junge Fink
ftorn sobann in Freiheit gesetzt, nadjbem er schon zwei
Tage bett blauen Rock des Onkel Sam getragen
hatte.
Die Angelegenheit des minderjährigen Rekru
ten John Finkbone (nicht Finkborn), welcher, wie be
reits gemelbet, auf has Betreiben seines Vaters ver
mittelst eines Habeas Corpus Befehls ben Werbe
officteren entrissen und in Freiheit gesetzt wurde, hat
plötzlich eine anbere Wendung genommen. Der
junge Mann, welcher froh war, so leichten Kaufes
entkommen zu sein, reiste sofort mit seinem Vater
nach Kirfersbiöe, Licking Co.. ihrer Heimatb ab, aber
inzwischen hatte Cap it a in Brent ben Fall nach Wa
shington telcgraphirt unb von bem Kriegsminister
bie Weisung erhalten, sich bes Freigelassenen aber
mals zu bemächtigen unb betreiben in sicherem Ge
wahrsam zu halten. Diesem Befehl gemäß begab
er sich in Begleitung von 4 Mann Soldaten in ber
Donnerstags Nacht nach Kirkersville holte ben jun
gen Finkbone aus dem Bette unb brachte ihn ant
Freitag Morgen na* Columbus zurück. Der Vater
bes jungen Mannes war aber mit der Wiederverhaf
tung seines Sohnes keineswegs zufrieden kaum
waren die Soldaten mit bcmielben verschwunben,
als er ein Pferd sattelte unb in gestrecktem Gallopp
nachColuntbus ritt, sich von Richter Clbs einen neuei
Habeas Corpus Befehl ausstellen liefe und denselben
bem Sheriff Thompson einhändigte. Von ber rich
tigen Ansicht ausgehend, daß bie Soldaten mit dem
Morgen zu ge hier eintreffen werden, begab sich ber
Sheriff mit einer Bürgerwache nach bem Bahnhof,
um sich des jungen Mannes sofort bei Ankunft be4
Zuges zu bemächtigen. Allein Capilain Brent hatte
dies vorausgesehen er ließ deshalb ben Zug beim
Ver. St. Arsenal halten, wo et seinen Arrestanten
in Sicherheit brachte, unb als ber Zug im Bahnhof
ankam, hatte ber Sheriff mit feinem Aufgebot das
'Hachsehen. Ein späterer Versuch, ben Capt. Brent
zur Auslieferung bes jungen Finkbone zu veranlas
sen, schlug fehl, ein gewaltsamer Befreiungsversuch
aber war, ben blitzenden Bajonetten unb geladenen
Musketen ber Arsenalwache gegenüber, nicht rath
sam. Der Sheriff muhte daher unverrichteter Dinge
abziehen und ben leichtsinnigen Jüngling seinem
Schicksal überlassen, welches damit wohl besiegelt
sein dürfte, da in Bezug auf solche Fälle zwischen
den Gesetzen unseres Staates unb der Ver. Staaten
eine wesentliche Verschiedenheit zu herrschen scheint.
N a s i A S a s a o e n e s i e n e n
Capitain Brenk mit seinem Anwalt Wilcox unb Fink
bone mit Hrn. Converse, der Vorlabung gemäß, vor
dem Common Pleas Gericht. Converse erklärte nun
im Namen seines Clienten, baß Derselbe mit Capitain
Brent bahirt übereingekommen fei, baß bie Sache
dem Kriegsdepartement vorgelegt und von diesem
bie Entlassung bes Jünglings ausgewirkt werben
solle er müsse deshalb um Einstellung bes Pro Lesses
bitten! Diesem Verlangen entsprechend wurde ber
Prozeß niedergeschlagen.
W i e E n e n e n n a e n e u e n a
gefetz von jetzt bis zum ersten September nicht mehr
geschossen werden. Die Jägdler wollen sich darnach
richten.
U n k u K o e n ö o z a e W a r
nungen durch bie öffentliche Presse kommen tagtäglich
Unglücksfalle burch den unvorsichtigen Gebrauch bes
Petroleums vor. Wie wir hören, hat sich erst am
Donnerstag wieber eine Frau, welche in ber sechsten
Ward wohnt, beren Namen wir jedoch nicht erfahren
konnten, ziemlich schlimm verbrannt, als sie bie oft
probirie Methode des Feueranmachens mit ber Hülfe
von Kohlenöl versuchte. Der wahrscheinliche Ver
lust eines Auges wird eine schwere Strafe für ihre
Unvorsichtigkeit fein.
A u e i e s i e n a n o w u e a e z e n
Mittwoch bei ber Ankunft des Zuges von Zanesville
ein 16jähriges Mädchen, Namens Mag Morrison,
unter ber Anklage verhaftet, einem hervorragenben
Bürger von Zanesville $180 gestohlen zu haben.
DaS Mädchen, welches trotz seiner Jugend schon ganz
verdorben zu fein scheint, wollte Anfangs leugnen,
gestand aber zuletzt, als man einen Theil bes Geldes
in ihren Kleidern eingenäht fand, den Diebstahl zu
unb will benfelben bei Gelegenheit eines verliebten
Stellbichein, mit bem Bestohlenen begangen haben.
Die Gefangene wirb einstweilen bis zur Ankunft des
Klägers in Gewahrsam gehalten.
Am Mittwoch Morgen gelang es den Polizisten
Kile unb Naddy, eine aus fünf Männern unb einem
Knaben bestehende Lanbstreicherbanbe zu verhaften,
welche sich seit einiger Zeit in ber Viähe ber Stabt
herumtrieb und den Küchen.R^uchhäusern und Hüh
nerställen in und außerhalb ber Stabt nächtliche Be
uche abzustatten pflegte. Der Mayor dictirte jebem
berjelben eine kleine Geldstrafe und 30 Tage Arrest
im County Jail zu.
V e e u n e I e n a n s a A S a
'tag, in den letzten Stunben der Sitzung, ist es ber
Gesetzgebung noch eingefallen, bie Bill für bie Ver
legung ber hiesigen Irrenanstalt von dem alten Platze
zu Yassiren. Ursprunglich verfügte bie Bill den An
lauf ber Sullivant Farm in bet Nähe von Franklin*
ton |ür $100.000. Diese Verfügung wurde jedoch
am '»amstag gestrichen unb die Bill, wie sie schließ
lich passirte, schreibt im Wesentlichen nur Folgen
ttS vor:
Der Gouverneur, Staatsschatzmeister und General
Anwalt sind ermächtigt, einen Strich Landes von
•200 bis 300 2ltfer für die Anstalt zu kaufen, das nicht
w e i e a s 4 e i e n v o n o u u s e e e n s e i n a
mit der Bedingung jedoch, daß zuerst der alte Irren
hauplatz für wenigstens $2uu,u0u verkauft werben
muß. Ist bis zum20. Mit kein Verkauf abgeschlos
sen, bann sollen bie Trustees mit bem Bau des neuen
Gebäudes auf bemalten Platze fortfahren.
Wir erfahren, daß schon am Samstag, gleich nach
ber Paffirung ber Bill, bem Gouverneur von den
Senatoren Emmitt unb I. L. Winter unb Hrn. I.
B. Jamison von hier die Summe von £200,000
baatetn Gelbe für ben alten Platz geboten wurde.
&5 ist somit ausgemacht, baß die Verlegung der Cen
tral Irrenanstalt nach einem andern Platze in ber
jiähc bet Stadt stattfinden wird, und daß in weni
gen Jahren das alte Grundstück a ber Broabsttctße
mit stattlichen Privatwohnungen bebeckt sein wirb.
i e n e u e e ö e e o u n y o
i s s e. welche jetzt aus ben Herrer. I. O'B. Re
it ick, Francis Collins unb Wm. Coover besteht, ist
bereits in voller Thätigkeit. Es ist sehr zu wünschen,
daß biese Herren stets bas wahre Interesse des Coun
ty's im Auge behalten unb daß es ihnen gelingen
möge, mit Erfolg zu wirken und ben Wünschen unb
Erwartungen bes Publikums zu entsprechen. Das
Amt eines County Commissars ist ein höchst verant
wortliches unb unoantbares um so mehr verdient
es Anerkennung, wenn sich hervorragende unb unei
gennützige Männer den Pflichten bifielben unter
ziehen.
Wir haben bereits gemelbet, daß der Prozeß ge
gen bie früheren County Comntissare niebeigefchla
e n w o e n i s W i e w i ö e n i s i e s N i s o
wohl auf ihren eigenen Wunsch, als vielmehr aus
picuniären Rücksichten, tm Interesse bes County's,
geichehen. Die Hirte» behaupten, daß sie tm Stan
de gewesen sein würben, ihre Unsajulb an bett gegen
sie erhobenen Beschuldigungen zu beweisen unter
wichen Umstnnbett ist es zu vebauern, daß ihnen die
e e e n e i
i e s e n e w e i s z u e e n u u n e e
nontmen ist, uimohl bie Niederschlagung des Pro
mises selbst als inoirccter Beweis zu ihren Gunsten
betrachtet werten bütfte.
W e i e e e o u v e n e u e
Staatsschatzmeister und der General Anwalt ver
sammelten sich am Montag unb beschlossen, bas
Grundstück der alten Irrenanstalt burch öffentliche
Anzeige zum Verkaufe auszubieten. Alle Gebote
müssen bis Mittwoch, ben 2. Mai, eingereicht fein.
Kein Gebot unter 200,000 Dollars wirb angenom
men $25.000 sinb baar zu bezahlen ber Rest ist in
neun jährlichen Zahlungen mit 6 Procent Zinsen zu
entrichten. Das Grundstück enthält ungefähr 70,!,
Acker und würbe betnnach 210 gewöhnliche Stadl
lots liefern. Wer ben Platz fur 6200,00u einhan
belt, ber kann noch ein hübsches Profitchen machen
jebenfaüë bringt derselbe aber mehr
S i o n e e e o i z i s s o e i n e
arme, dem Wahnsinn verfallene Frau, bie jetzt im
County Armenhaus untergebracht ist, unb feme vier
kleinen Kinder im Stiche gelassen haben unb am letz
ten Mittwoch nach Calisornien abgereist fein. Die
Californier können sich freuen!
Wie wir hören, sinb vor einigen Tagen zwei
Paare ber vielbesprochenen beutschen »Perlinge hier
hergebracht roorben, welchen in unserm schönen City
Park ihre künftige Heimath angewiesen werben wirb.
N o z u s v e u E i n u n e a n n N a
mens Birch, wurde am Donnerstag unter bet schwe
ren Anklage verhaftet, einen verbrecherischen Angriff
auf eine Frau A. B. Christ gemacht zu hu.ben. p»
Die Untersuchung hat roch nicht stattgefunden«
Ausland»
a i s 18. April. Der Kaiser besuchte
heute bas
Wettrennen in Long Champs. Es heißt, baß am
nächsten Montag eine Reihe von öffentlichen Ver
samtnlungen beginnen werben, in welchen bas Ple»
biscitum bebattirt unb bas Volk bezüglich ber beab
sichtigten conftitutioneöen Veränderungen unterrich
tet werden soll.
W i e n 1 5 A i a s n e u e i n s e i u v s a
ein politisches Manifest erlassen, in welchem es sei
nen guten Willen kund gibt, bie Schwierigkeiten zu
heben unb eine Vereinbarung herbeizuführen, ohne
jeboch den constitutionellen Weg zu verlassen, ober
bie kaiserlichen Rechte zu verletzen.
Die Regierung will sich mit der Bewegung natio
naler Entwickelung auf bet Basis der Bürgerrechte
unb Freiheit ibentifictren.
s s e 18. April. Der Dampfkessel einer
großen Leinwanb-Fabrik in ber Nähe von Brüssel
explobirte heute. Zwanzig Männer unb Frauen
kamen ums Leben ober würben aus fürchterliche Wei
fe verbrüht. Die Fabrik brannte bis auf ben Grund
nieder.
A u s W i e n w i e e e a e E z e u e e s
berühmten Sckwechater Biers. Herr Anton Drehet,
Brauhausbesitzer von Klein-Schechat, Steinbuch und
Trieft, dieser Tage mündig gesprochen worden ist
unb aus ben Hänben seines Vormunbes, Bürger
meisters Dr. Felber, bas väterliche Vermögen in ber
von ber vormunbschaftlichen Abministration erzielten
Multiplication übernommen hat. Das ursprüng
liche Vermögen ist von der Vormunbschaft von einem
halben Dutzenb Millionen auf 13 Millionen ©ulben
heraufgearbeitet worden.
A u s w a n e e V o e s e n k a v o n U n a
rifch-Harbisch eine 14 Köpfe zählende Familie in
Prag an, um nach Amerika auszuwanbern. Zu ber»
selben gehörte auch ein 86jähriger Greis, ben bie Lie
be zu feinen Angehörigen zwingt, bie anstrengenbe
Reise ebenfalls mitzumachen. An demselben Aben
be sind 6 Personen aus der Gegend von Leitmeritz
nach Rußland ausgewandert.
A u s o e n z v o 2 5 z w i e N a i o
nalzeitung berichtet „Gestern schlossen bie Assisen
verhanblnngen bes ersten Quartals mit einem trau
rigen Beitrage zur Sittengeschichte unserer Tage, in
dem zwei evangelische Diakonen einer Ansialt zu,
Boppard wegen Unzucht an 14 ihnen anvertrauten
Zöglingen, ber eine zu vier, ber andere zu zwei Jah
ren Zuchthausstrafe verurtheilt würben."
Aus Leipzig wird der „Magd. Zta." geschrie
ben .Die überaus betrübenden und häufigen Selbst
morbe in unserem Armeecorps scheinen es enblich doch
bahin gebracht zu haben, baß das Kriegsministerium
gegen die gewöhnliche Ursache dieser Catamität,
schlechte Behandlung der Soldaten seitens ihrer nach»
sten Vorgesetzten, energisch einschreitet. Bei bem in
ber Stadt Zwickau garnisonirenben Infanterie Re
giment hatte sich ber Fall ereignet, daß zwei Unter
officiere eine Anzahl Mannschaften bazu nöthigten,
eine Zeit lang utn einen stark geheizten Ofen herum
zu knieett. Der Vorgang kam zur Anzeige, unb es
sinb barauf die beiden Uebelthäter burch kriegsge
richtliches Erkenntniß zur Einstellung in bie Straf
compagnie auf 13 resp 10 Monate verurtheilt Wor
ten. Hoffentlich wirb gleich strenge Justiz in ber An
gelegenheit bes Solbaten Roche in Oelsnitz geübt,
der sich nach dem unmittelbar vor seinem Enbe an
seine Eltern ahgesanbtcn Briese wegen ber brutalen
Behanblung seitens eines Sergeanten erschoß."
E i n e e n e i s e a i n V o z w e i a e n
wurde in Frankfurt ein junges Paar, bie Frau war
eine Auslänbcrin, der Mann ein Frankfurter, ge
traut. Da es demselben nicht zum Besten ging, sie
delte es nach Berlin über, wo es sein Auskommen
fand. Der Mann machte Geschäftsreisen unb begab
sich zu Weihnachten nach ber Schweiz. Anfänglich
schrieb er noch seiner Frau, zuletzt aber immer selte
ner. Inzwischen hatte ber Ehegatte sich in Wiesba
den aufgeholten uud dort ein junges 22jähriges
Mädchen eines von der bekannten Sorte ken
nen gelernt, mit welchem er sich, nachdem er die be
treffenden Papiere auf irgenb eine betrügerische Wei
fe erhalten ober angefertigt, abermals verheiratete.
Vor kurzer Zeit traf nun bie rechtmäßige Frau, wel
che ob bes Ausbleibens ihres Mannes beängstigt mar,
in Frankfurt ein unb erfuhr, baß ihr Gatte sich ba
unb in Wiesbaden mit einem Frauenzimmer herum
getrieben und nun in einem Dorfe bei St. Goars
hausen mit demselben lebe. Sofort machte sich bas
unglückliche Weib auf ben Weg. engagirte sich zwei
handfeste Männer und begab sich nach Berlin. Es
war 9 Uhr Abends, und ber feit 14 Tagen verheira
tete Mann pflegte bereits ber Ruhe, als derselbe sei
ne Frau, bie von dem neuen Schwiegervater geleuch
tet bekam, in bas Zimmer eintreten sah. Er zog
sofort bie Decke über ben Kops boch es hals nichts,
sie wurde ihm entrissen, woraus er sammt bem jun
gen Weibe eine furchtbare Tracht Prügel bekam und
hierauf von bem rechtmäßigem Weib gepackt, gekne
bett und auf's Amt transportirt würbe, das ihn zur
Abuitheilung nach Wiesbaden fenbete. Der Ehe
gatte ließ sich zum zweiten Male katholisch trauen
bie erste Ehe war eine Civilehe. unb nun behauptet
er, daß diese vom kirchlichen Stanbpnnkte aus un
gültig fei.
i e V o n e i n a n k e i E i n e n e u e
Verfassung soll dem französischen Volke vorgelegt
werben, unb biefes soll selbst in den Tagen vom 9.
April bis 9 Mai seine Stimme für ober wider biefe
neue Verfassung abgeben. Das ist eine eigenthüm
liche, nur ber mcbernen französischen Staatsord
nung ungehörige Einrichtung, bie bie Masse des Vol
kes theilnehmen läßt an legislativen Geschäften.
Das Publikum ist eine mächtige Waffe in den Hän
den bes Kaisers, und wir haben schon früher ange
deutet. baß biefe Forderung bes Kaisers einen hefti
gen Sturm im Cabinet heraufbeschworen hat. Er
wähnt haben wir es auch schon, baß bie Cabinets
krisis noch nicht beendigt, baß vielmehr bis zur Ent
scheidung des Plebiscites nur eine Art Waffenstill
«landsziistanb eingetreten ist.
Die Verfassung, wie sie bem Volke vorgelegt wird,
ist allerdings so auffallend liberal gefärbt, baß bie
Pariser ungläubig ben Kopf darüber schütteln. Der
Kaiser entschlägt sich ganz seiner absoluten Macht
unb will vollstänbig Constilutionalismus haben.
Olivier schließt ein geistreiches Expose über die neue
Verfassung mit bett stolzen Worten:
„Plutarch hat gesagt, baß bas Größte, was ein
Mann vollbringen kann, barn besteht, bie Freiheit
ieinem Vaterlanbe zu geben, wenn er bie absolute
Gewalt besitzt. Der Kaiser hat biesen Ruhm. Wir
wissen nicht, wer in ber Geschichte denselben mit ihm
theilen wird."
Wie bie Abstimmung ausfallen wirb, brauchen wir
nicht hinzuzufügen. Bezeichnenb sinb in dieser Hin
sicht bie gestern eingetroffenen Pariser Depeschen.
Der Kaiser hat selbst einen Brief über bas PlebiZci
tum geschrieben, um das Volk persönlich aufzuklären.
Dieser Brief soll in 8 Millionen Exemplaren gedruckt
und an alle Stimmgeber vertheilt werden.
Die Frage, wie sie bem Volke Beigelegt werden
soll, soll in folgenber Form abgefaßt roorben fein
„Verlangt das Volk canftitutionelle Reformen in
1870, welche in her Weise bie Freiheit garantiren,
daß bifselbe unter bie Garantie des Kaiserreichs unb
bet Dynastie gestellt wirb?"
o e s e a a e Freiherr
Heinrich ti. Heß. der bebeiitenbfle Feldherr, welchen
Oestreich nach Rabetzky besaß, der Sieger von Vi
cenza unb Custozza. ist in Wien gestorben. Er hat
te von ber Pike auf gedient unb erreichte ein Atter
von 82 Jahren. An ben Felbzügen feit 1851 hat er
«ich nicht mehr aktive betheiligt. Heß war ein Sol
bat aus ber alten Schule. Als Mensch war er cha
rakterfest, vorurteilsfrei unb gerecht.
Die Berliner „Kreuzzeitung" schreibt: „Wir
freuen uns, enblich im Stande zu sein, bie wahren
Ursachen bet großen Feindschaft aufzuklären, welche
bie bslieriichen Particulariften gegen Preußen hegen.
Der „Regensburger Anzeiger" vom 31. März bringt
nämlich folgende Corresponbenz:
n e n 2 8 z i a n e k e n n e n s w e
them Muthe unb seltener Ausbauet strömen trotz
grimmiger Kälte unb Schneegestöber täglich Tau
senbe dem Salvatorkeller zu, dessen 2000 Eimer spen
dende Quelle bereits zur Hälfte geleert ist Schon
bem „Salvator" zu Liebe, wenn auch anbere Moliue
nicht ziehen, möge bie „liberale" Hauptstadt von ih
ren Licbäugelcien mit Preußen abstehen bettn wenn
einmal bie Preußen Herrn im Lande sinb, heißt es
Dünnbier und Pumpernickel consumiren. was gewiß
jebett echten Münchener in gerechte Entrüstung ver
setzen würbe."
„Man sieht, selbst das Henneburger Lagerbier, als
die werthen Bavarier im Juni 1866 unter dem be
rühmten Liebe: „Ach, wenn das die Preußen wüßten,
daß sie morgen sterben müßten!" bies tranken, ist
nicht im Staube gewesen, ihnen eine bessere Meinung
von unserm Geschmack beizubringen."
i e e n a n A e n 1 3 A i K o e
berüchtigte Räuberhauptmann, hat in der Nähe von
Marathon einen Sohn bes Herzogs von Manchester,
sowie den englischen und italienischen Gesandtschafts-
Sekretär gefangen genommen. Schweres Lösegelb
wirb für beren Freilassung geforbert.
Zur Situation in Dcutschlant wird aus Ber
tin geichritben:
Bismarck steht ziemlich einsam und verlassen: am
Hofe als Gewalthaber mit Neib unb Mißtrauen be
»dachtet, im Parlament von den rteubalen bekämpft,
von bcnLiberalett immerhin mit zweideutigen Blicken
angesehen. Dabei wirb innerhalb beä noröbeutschen
Bundes dessen Organisation von ben Mitte!- unb
Kleinstaaten verwünscht, wahrenb jenseits seiner
Grenzen ber Süden ihm jed^S Hinbetntß tn ben Weg
legen möchte. Zerfallener unb zetfahrener waren
niemals bu Zustande in Deutschland, als nach bem
Kriege von i860, von welchem man die Einigung er­
hoffen zi? können verneinte. Fast scheint es,
matt die Hoffnung ouVäeoen mutzte, bte Einigung
DeutschlanbS nm Innen heraus zu erleben, baß bie
se vielmehr nur einem entcu'en Anstoß toon Außen,
einer erneuten TiMigkeit von Mut und Eisen" zu
danken fein sollte.
Brüssel, 13. Ap^. De Beriot, der berühmte
belgische Violinist, ist gestorben.
Lopez todt. London, 13. April. Eine sehr
wichtige Nachricht traf hi«r von $to Janeiro vta
Lissabon ein.
Präsident Lopez von Paragswtyi™ todt derselbe
war eingeschlossen unb weigerte zu ergeben, wo
rauf er von einem brasilianischen bo Iba ten getöbtet
würbe. Die Mutter, Schwester und Kinber, sowie
auch Mabatne Lynch, würben gefangen genommen.
Der Commandant der brasilianischen Iruppen
welcher mit diesem Schlage demKrieg einEnde mach
te, hat vom Kaiser den Titel eines Biscount Pela
tas erhalten.
a i s 14 April. Das „JournalOfficiel" wird
morgen die Resignationsschreiben von Daru und
Buffet veröffentlichen. Ollivier wird provisorisch
das auswärtige und Segri« das Finanz-Ministe
riiim übernehmen.
W i e n 13 April. Graf Potocki hat ein neues
Cabinet mit folgenbett Mitgliebern gebilbet:
Präsibent des Ministerrathes unb Minister de«
Ackerbaues Gras Potocki Minister bes Innern
unb bes Krieges Gras E. v. Taafe Minister bet
Justiz unb bes öffentlichen Unterrichts Tfchabufch
nigg Finanzminister Dißler Handels-minister,—,
Depretis.
e o z e e e n o n e n s i e Ma
drid, 13. April. Der Prozeß gegen den Herzog v.
Montpensier wegen Ermordung bes Prinzen Hein
rich würbe gestern Abenb geschlossen. Das prompte
Eingestänbniß bes Herzogs und sein Bedauern übet
bie That würben als milbernbe ©rünbe angenom
men. Das Urtheil lautete auf 1
Unseren werthen Abonnenten von Loudon
viue, Ashland Co., Ohio, zeigen wir hiermit an, daß
Hr. Simon Bolly in Loubonbille so gefällig
war, bie Agentur bes Westboten für erwähnten Platz
unb Umgegenb zu übernehmen. Herr Bolly wirb
alle Rückstände für ben Westboten erheben, sowie
stellungen auf bas Blatt entgegen nehmen.
April 21. 2»w
Dr. Sage's Catarrh Heilmittel ist in starker Nach
frage. Decatur, (III Magnet.
Habt Ihr einen Freund, welcher allwöchent
lich an Kopfweh leibet? Beranlaßt ihn, eine Flasche
von „Whittlesey's Dsispepsta Heilmittel zu probt«
rett. Er wird Euch für Euren Rath dankbar fein.
Zu haben bei
baß
A e i e e e 5
Wir haben leiber schon mehrmals hören müssen,
daß verschiedene der werthen Lefcr des Westboten,
welche ihre Zeitungen statt durch bie Postoffice von
einem Agenten beziehen, ber sich bie Mühe nimmt,
dieselben im Originalpacket von ber Postoffice abzu
holen unb an bie umwohnenden Abonnenten auszu
theilen, mit der Rückzahlung des Porto's, welches
der Agent an ihrer Stelle vierteljährlich im Boraus
entrichten muß, mitunter sehr saumselig sind. Dies
ist ganz und gar unrecht von den Betreffenden, wel
che bem Agenten für feine Gefälligkeit bankbar fein
unb benfelben nicht noch in Schaben bringen sollten.
Das Porto beträgt blos zwanzig Cents per Jahr für
jeben Abonnenten wenn aber blos fünf bem Agen
ten feine Auslage nicht wiebet ersetzen, so macht bies
schon einen Dollar, sinb es aber zehn solcher faum-=
seligen Zähler, so verliert ber Agent zwei Dollars,
für bie er auf keine Weife wieber entfchäbigt wirb.
Der Subscriptionspreis für unser Blatt beträgt 2
Dollars per Iaht, unb biefen Preis lassen wir uns
bezahlen, ob bas Gelb burch ben Agenten ober von
jedem Einzelnen besonbers burch bie Post eingesanbt
wirb. Für bie Bezahlung bes Postgelbes hat jeber
Leser, ber ausbrückltchen Bedingung gemäß, selbst zu
sorgen.
Ist Deine Zunge schwer belept. hast Du ei'
nen e n e s a k i u n e u n s e e n A
vetit, suhlst du dich träge, schlecht gelaunt, schläfrig
ober fchminbelig, verrichtet Deine Leber ihre Func
tionen nicht ordentlich, so wirb Dir nichts so schnell
Linberung verschaffen unb eine Heilung zu Werke
bringen, als Dr. Pierce's Alt. Ext. ober ®olben Me
bical Discovery. Dieses Mittel reizt alle Abfonbe
rungs-Organe zur Thätigkeit an, weckt ben Appetit
wieber unb öffnet den Unterleib. Als Blutreini
gungsmittel hat es nicht Seinesgleichen. Keine Fa
milie sollte es entbehren. Zu haben in den Apothe
ken.
â'olb
o s e a
(Sineinnatter Marktbericht.
'"Ts* *1
*tlC~-v'®ttberftint« $4,40—4,50 Extra $4,75—4,90
Familienmehl $=,00-5,25 Besonders beliebte Sorten $5,50
6,(0. Srmmermetunmebl nicht im Markt.
In Fclac schwacher Nachftaqe und offenbarer Neigung der
Inhaber ihre Lorräthe loszuwerden, ist »tt Martt schwach »nd
die Preise lind etwas itteSriqcr.
o a e n S 4 o 4 ö 0
SB eu ett. Ro. 1 neuer rother Winterveizen $1,12 9to.
2 Kl.« 9—1,10.
Der Markt ist ruhigl
ttt
Berste. No. 1 Wintergerste $,00 No. 2 95-97 fftS.
No. 1 Sommergerste bu-6i Cts. fur Stale und #90-^5 CtS.
für Canada.
1
de» Preisen ist feine Verände­
rung eingetreten.
e 11' it. Gutes gemischte» jtolbenkorn P8-89
CtS. weißes oder gelbes bringt nicht mehr als gemischtes und
geichältes nicht mehr als ftolbcuforn.
a s e 5 5 -5 8 S e n a O u a i $ a e s e
weißen.
o e 9 5 S N o 1
a z I n a u e N a a e z u $ 1 2 j- 3 5 u e
bis prima Fall, und $i,
10-1,25 fur Spring.
Obst. Arpfel, auserlesene $4,00—4,50, gute $3,00
—3,25 und orbinäre *2,50 per ®rl.
e s e A a o n 3 0 i 6 1 6 e u s e e i S i n
kunft und 40—45 vom Siore. Zwiebeln. $2,75—3,00
e e n 1 0 0 1 5 0 e S k a
toffeln. $4,00
-4,50 per Sri.
e ö e s O s ö s e 7 7 S e
beste, t-6 CtS. fur ordinäre, Pfirsiche 7-7X ffentS für Viertel
und 8-8,4 CtS. für halbe, 9 fftS. fur auserlesene halbe.
o n e n 6 2 ,00—2,10 fur beste weiße, beste Rav?
$2,25-2,30 ordinäre weiße ^l,bu per Auschet.
Heu. $19,00—20,00 per Tonne für tose gepreßte» bei
Ankunft unb $2—3 «ehr a»S de« Store, Lose» vom Wage»
S a e s e K e e e n e e e a 1 6 e n s
Coul.trv 15%. CtS.
a o u e u e S 1 1 E S S u e n 1 5 Z s
klare Rippenseiten, unb to— lü\4 für klare Seiten.
i6
CtS.
S a e n o s s a e n $1,80-1 85. Hanfsamen 1)4—0
CiS., per Pfb. Red Top75fft-?l,lover Büschel, ftleei'amen
It }i 1614 Cts. per Pfv. Timothy $5,'5- 5,25 per Bmchel,
B^ugraSsaMlN $1,20—1,40, OdstqaitengraSsamen $3,oo—
Steckzwiebeln $vj,50—3,00 per Pu'chel.
Groceries.- Rio Äaffee ii)CtS Java Kaffee 27
—30 Cents, L'aguflyra 23-23^ Cent? Mocha CtS.
Zucker N.-Orleans 10-13^4 CtS., Porto Rico 12^-13 CtS-,
^uba 12—CtS Demaraia 13—13)^ Havanna
CtS Crushed 13%—14 CtS Pcwbcrcd 1 14 CkS.
Kaffeezucker 125^-13^ Gelber 11-12. Molasseszucker 10)^-11
CtS.
o a S. Sorgdu« 45 -55 fftS. New Orleans 70
fiO CtS. S?rup 48—6() CtS Goldin Syrup 60-90. Der
selbe in Kegs $1,00—$1,15.
el. Leinöl 89-90 Cts. Lardil 1,25-1,28, für bestes,
ftohlenbl 21-^6 ClS., Spermol $2,50—2,75. Olivenöl $1,60
—2,50, NeatS Foot 1,35-1,40. Ciaine 75—*8 CtS. 2Bc(|
Birg. Petroleum (Schmieröl) 5Mioi*-tS. für No. 1 und 30-45
CIS. für No 2. Talgöl 9—9)4 per Pfd. geschmolzener Talg
1,02-1,05 per Gall.
Talg. Country 8% fft«. Clty 9 Tt» für geschmolze
nen.
W i s k e y 9 8 s $ 1 0 0 w i v e s e u e e n e a
lon» verlangt.
a u w o e i i n 2 2 e
Wolle. Ti»bwashed 50—5-2 fft«. per Pfd. flfleeee»
washid (Manufacturing)45—18 CtS ^leeccwafhed (flamm
trolle) 45—50 CtS. Ungewaschen Manufaeturing 31-32 CtS.
Ungewaschene (Kammwolle) CtS. Pullcd 35-36 Ctâ.
o s e n e s e ö s i e 2 0 -2 5 S e e i e
18-20 CtS. per Pfd., Wisconsin 1&-22 CtS. -*Ue» fr-10
CentS.
W ach 30 TtS. für beste» gelbe».
0 e e i n e e s e O a k 6 0 0 1 7
e e n 7 0 7 5 K e
Häute. Wcstflint 19—oo fft». per Pfd. grtve
7^—8.^2 CIS., trocken gefallene 15-16 CtS.: na6 gefallene 9M0
CtS. PeUe, prune 1.03-1.50 trvtfrn gefallene 25—80 fftS.
fftS Kalbfelle, grün gesalzene, 1J-14 tt». per 9fb., treten
gesalzene Rintevaute 22-2^(£t».
i e n a e o a o u u y o 1 e o n n e $ 4 1 0 3
43,00 «Ro. 2 *3^,00-42,00 Charcoal SPtill #38,00-40.00 Stone
Coal Foundry f35,Oo-l2,iii Stone 1£q»1 DiiIl *3:,00-38,00.
Coib Blast Xenn. 00 Hot Blast Mo. $4» 50,00 ffold Blast
Raramee $53,00 Told Blast ffar Wheel $55,00 00,00
Btoem'é oo Gid^»l,00 ter (Emhter Scrap (Ä«ß) 51,25-.
1,60 ptr tlenincr, oera» Schmied) K1,75—S^y per Ekntntk,
Stangentiscn 3%-5^ 6t6. per Plv. Eisenblech (amtrtfa»
jiifchr«) 5)5-8)5 dtt. Imitation 22-23 lIii. »uffifche#
26-29 Cts. Hufeisen 6^—6% dt#, per Pfv. Rckgeldraht
stanzt» &X-9 £t».
e S a e 4 8 4 3 E W 3 6 E
Geschirr,ever $-42 ff«. Sklrtiog
Sommergerste^..
Beste 8*tiurrfltr|tt
Monat Verban­
nung von Madrid und eine Geldbuße von $6000,
zahlbar an die Familie des Prinzen.
Um dem Mangel an Schulmeistern in Preußen
abzuhelfen, hat die Regierung ein vollständiges
Werbesystem eingerichtet. Sie zahlt jebem Lehret,
ber einen jungen Mann berebet, in das Seminar
einzutreten, eine Prämie. Aus Noth hatten sich auch
Lehrer zu diesem Geschäft, andere unglücklich zuma
chen. hergegeben. Die öffentliche Meinung hat bie
ses System jeboch so gebranbmarkt, baß es sich nicht
mehr lohnt. Die Regierung hat daher ihr Auge
aus die Waisenkinder geworfen und unter Anderem
der Stadt Elberfelb ben Vorschlag gemacht, die
Waisenhäuser „zur Förbentng ber Präparanben
bilbung nutzbar.zu machen." Die Stabt Elberfeld
ist auf diesen Vorschlag eingegangen.
18 Host, Janas ^$^1
19 Jabn, Elisabeth »x...
20 Kock. Fraüi -V'
21 Kold, Heinrich -=3
22 Klawfolh, FritdrM'.',
23 Klllcr, rtiflitj Z:
24 Kil,cr. Flora
25 Koblödorf, Franz
26 Krhr, Heinrich
27 Änenjtel, Jobn Ad«« .'
28 Kloklein, John
Be­
April *1.
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£anun 33-36 8rn?» JtaSMeber fl,2V-far
Asches und *1.60-2.10
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Preise ber RegiernngS-BondS «. in New fforf MI
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$48.00—60.00 »tr Dueinb. Aivlöute 7oCtL -Ot ver Pfd.
fär nnlcimifcht und «iM-t.sv per Pfd. f*r frtfniöftfche.
Setmimr $50—60 tcr Itufrtib.
Ä* ftrtteertn. Fleisch Fässer $1.30—1,40 SReftU
faffrr 40-45 Cr», i 0el-Fiffcr$!,7«M.t» zKhs«k,fâsser Ol.
50-1,55 f»t gt»»6tihdie ant SI.V5-2M ftr rW*«flurtbenZ
Schmal, Zimt» $!,&•—gart jt?g* 65—70 ffi». igia(l
•£og»beiMSl,75-1,8», Mchtr bo. #4,£-4,50 Fffwtnbidit«
W-2,10: ®larf «alM«rrfU$3,0CHfs3(50 per £ttfeesft ö&m
Zierte» "5-80 «?».. Sets Tlrne» $'Xoo-2.lo.
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Rvage« §1.00
Hafer 40—45
WdiSky $1.50-3,00
19.
5 1 8 7
40 ffMk
Oer 1—21
©dHirtMi. .*iy 18—80 Z
Schultet»». 14—16
Salz p«r Klß... $z.2S
Schmirk» 8O-00
He» #l»-l*
e e o 9 v
4
Mâraareth
56 Zahn, Philipp.
2. M. 6emlett.
Cowmdu». 16, AptL 1ZH» v.Piftmtister,
Aufforderung»
Tt
"W
.. a
vede? den gegenwärtigen Aufenthalt meiner Sâ^rH^r Cä
cilia Klump möchte ich Auskunft erlangen. Geboren ist tic
selbe im Do,fe Lauf, Mittel-RheintreiS, Gronher^glbum
Baden, im Jahre 1842 unb wanderte mit ihrer Mutter und
drei Brüdern nach Amerika aus, kam in Nem Orleans t«
Jahre 1852 an, wo ihre Mutter und ,wei Brüder dem «elbee
Fieber unterlegen sind. Nach itreiiabrigem Aufenthalt in
New Orleans reiste sie mit einem Manne Namens t. 91 be
mann, welcher fit an .ffinbfSftatt angenommen, nach ffalii'w«
nien. Seitdem hat Unterzeichneter'feine Nachricht mehr
ihr bekommen und ersucht depdalb alle Menschenfreunde, wel
che deren B»dn»la wisse«, ihm gefällige Nachricht darüber
zugehen zu lassen. Adresse,
lrnt w
Nhterstelle vacant.
^Eiu Lehrer, welcher fähig ist, in ber deutschen und evalischM
Sprache Schulunterricht zu ertheilen, Prüfung darin-btfl^
hen kann und guie Zeugnisse hefijjt, wird für die deutsche
Freiichule in Bellevue, Huron Co., OV'O, verlangt. Der Ge
halt lu-trägt $1500 oo. Zahl der Kinder, welche die Schule
besuchen, 40 di» 50.
&Q00 We f« ff» lKFthffr Stattn
ie
V c/vfvf jedem County der Bereinigten Staate»,
u a s u s e e i s e n e e s e u n e n a u e e K a e e
und Gewürze zu sammeln. Geeigneten Pertonen wer
den wir außer reit Reise- und sonstigen Auslage« ei» Sali*
von $9.0—1000 und eine angemessene Provifion an den Be
stellungen erlauben.
Dem Geschäft gewachsene und darauf refleetirenbe Perso
nen sollten sich sofort an uns wenden. Referenzen auS«e
tauscht. Mau »tube sich sofort brieflich oder persönlich a»
.Continental Mill»,'
8t»il 21."1« u38t B-wery, N.M.
Heilung ber Epilepsie oder Fal»
sucht.
DaS berübmtt Heilmittel des Hrn. Dr. Plandhrtte aa»
Berlin im K»nigrei» Preußen, Deutschland, ist noch im«er
bei mir zu baben. ES ist kein amerikanischer Humbug, vie
folaenbeS Zeugniß deweist.
Preis per Flasche ein halbes Pint haltenb $3 00.
Näheres ertheilt, gegen Einsenbung eine» Poststempel»
G«liou»O,,Upril 21.—4mw Alleiniger Eigenthümer»
Zeugniß:
Die von Hrn. Dr. Plandheue in Berlin, Königreich Prei
ßen, Deuifchlanb, vielseitig angewandte Methode zur Heil»»»
der Epilepsie hat sich in vielen hartnäckigen Fällen als be
währt erprobt und besteht in einem in 'edèr Hinficht der Ge
sundheit unschädlichen Verfahren. Die Zahl der vo» Hr».
Plandhette dadurch enteilen glücklichen Kuren, betten ich die
von mir beobachteten Fälle onhibe, it, wie ich mich durch die
betreffenden Zeugnisse überzeugt bate, sehr bedeutend, und
kann ich nicht umhin, jener Heilmethode aus bester Ueberzeu
gung eine weitere Verbreitung zu wünschen.
Valiou, Ohio, im März 1870.
Dr. Hartma»«.
Sapeten! Tapeten)
$• Uhlman«,
it?
'i
I». 238 SüdsHschstraß«^
empfiehlt feine große Auswahl
e u e a e e n
I Fenster Shades und Bilder 1
für die 1mm*U ZahreSjeit.
30. ntirz.
Preise bili|.
i«t w u h»
Offerte.
Der Unterzeichnete, ein Porjellan-Maler. »im"cht sich mit
irgend einer Person oder Firma, am liebsten mit de» #eU$er
einer Steingut- unb Porzellan-Handlung, »eaen der N.ün
dung einer Porzellan- Malerei, in'S Eii?verneh«e»
zu setzen, da er vollständig befahiu und bereit ist. einem sol
chen Geschäfte »orz»ftttze». MKectiikXde wollen sobald M«
möglich schreiben a»
Ad.
31. «i»».-« Psffbor 4t!3, Z«üeS«iS,sM^
Neuer Kleiderstore
in Upper SanduSky, Oht».
®er Unter,eichnete macht biermit seinen deutschen PttflN«
leuten von Nah und Fern die ergebene Anz ige, daß tr et*
großes Kleider-Geschäft errichtet hat.
Die schönste Auswahl von Kleiderstoffen, Halstüchern, Ho
senträgern u. f. to., ist bei ihm zu finder., ffr fautt Nine
fertigen Kleider auS gronen Stödten, sondern UeS »ird
schön und dauerdast in seinem Skop angesjr^gk. Aufhat
er einen der besten Zuschneider angestellt, i'o dati er im Stan
de ist, seine werthen Kunden au^'S Be!e eu befriedigen. In
Hiuficht der Preise ist er über,engt, Nb nirzendS bt8li$et
verfault werden kann als bei ibas.'
Kommt unb iiberzeugt (£ud, ehe Ihr sonstwo hinye^.
Der Store ist neben Christian Engtl'S GroceriestMt,
Zaeob Gn»»dtisch,
•nil 14.—2ntl W^per TanduSk?, Wyandot Co.â^
für einen Gerber.
Ein (Berber, der das Geschäft gut versteh» und ttngcWl
$80'i in Geld zur Verfügung hat, sann sogleich bie Hülste de»
Gerberei dcS Unterzeichneten in «er» (£ruj, SBtu» CS
diana, übernehmen.
Der
Play
ist
(£ii"tnbahii, und die Bevölkerung
Au«»nft unkt «a»
neun«
«6iU7.
In­
ein geeignete? für ein» Gerberei, Häute *»b
Rinde sind leicht u bekommen, ist dloS sechs MeiUn
von
Schmied »erlangt.
Ein tichttga Schmied, welcher sein Geschäft gut
de»
ist
beinahe gan^ deutsch.
tu Arbeit genug für zwei vorhanden ist nnb raS Geschäft
vergrößert werden sollte, wünscht er sich einen Partner.
Für weiten
sich an ben Unterzeuch-
©oUieb Sauret.
4mm
»ersteh»,
findet gegen guten Lodn dauernde 33efch5ftUun^ und tau»
qlei» eintreten. Eine« »erhesratheten Rann wird ein WM»
hau» angewiesen.
«Dresse:
Vnil Hertmann,
Wastziugt»» HafNir T»«iiv, Odi»»
S3. »Srz. hw uw

Volks-Apotheke, No. 280, Süd-Hochstraße,
lmXB Columbus, Ohio.
ff i n et tt n a i, de» 13 «tri! 1870.
W e k o n e $ 2 0 0 3 2 5 V
*22,00—23,00.
tüZ e o f. $28,25 per Sri., für City, und $28,00
für Country.
S i n k e n e z u k e e 1 $ -1 S u n e u e e w ö n i
che
u e e n a O i o 3 0 3 2 W e s e n S i e e n
32-35 CtS. ...
K äse.— Wester« Reserve 14—15 CtS, Factory Sts»
15^-16 CtS.
E i e 1 7 -1 8 S e n z n i s e
SB fe n so n.-- Grünes, neues, in Lallen, Ver Tonne,
$ jv0-280 rothes in Salle« per Tonne »160—200 loses
$120— lfO.
St 6 §. (9U bnt eabnb&fen. »«Tel Reif,
ttanstn $20,u0-23^x HszSVea» IieWaagt» #60100-70,00
«er ZawftBb. Dauber, (zKKtnchtek) ftk thiml* âMOO-Mär
fm Hogsheads tzIZ,00—35M) per Taust»».
18. April 1870.
1881er (KprvzentHt)
8&nfitnaa}ifttt 8c#M von 1861.....
...
1864...
1 »bei. Michael
2 Amrhcin. CBilbelB#."
3 Bauer, Wilhelm
4 Born, Iobann
5 Bauer, Leonardt
6 Derrer, Andreas
7 Drefher, Matd'i»
8 Aerhard, Christovh
9 Gramlinqcr, Franz Carl
29 Kauffmann, &i'I|ri»
30 Lindner, SRutcfrUU'
31 M»oSm«pcr, I W
32 Merl», M»rtin 4«
3Z Miller, Franz
Z4 Olrp. John
35 Odenthal, (»«riss5
36 Netttrlt, Ottilie
37 Reinsdorf, Arnol»
10 Äüntber,Heinrich Traugott 18 Retonbuf-?, Coil^Henry
11 Neiqele, Jacob
12 Grubler, Jodn
13 Göd, Magdalena
14 Hieneman, Katie,.
1 5 i n a n n
16 Hbvfner, Henry
17 Horch, Heinrich
39 Röhr, Conrad
40 Rodr. Katie Nif
41 Raab. Mathilda
42 Schmolte, Anna 4«??
43 Sauer, Adam
44 Schwarx, Fried fle
45 SikelS, Joseph
46 Schindler, FriedAH
47 Seifert, John
48 Strödter, Willis»
49 Tânkee, Charles
50 Trautner, (Sjeera'?9
51 AH 2 MZ
52 ©teigmann, AiitlM»
53 Wagner, Caih
54 Wucherer, ©cor*
55 Wittenweier,
N« eint« bfutscht« Brief zu erhalt»» braucht MM
bl»s die Rummer de?Lifte u»d die Rummer de» Brie»
fe» anzugebetu 55
Iosiah Karl Klump.
Pari», Champaign ff»., Ohio,
April 21. J« v
.... .... I
Packer u. Co.,
Dr. D. E Worden.
n s i e e e n e i

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