OCR Interpretation


Der westbote. [volume] (Columbus, Ohio) 1872-1918, February 15, 1872, Image 3

Image and text provided by Ohio History Connection, Columbus, OH

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn85025948/1872-02-15/ed-1/seq-3/

What is OCR?


Thumbnail for

jsaagC'
vi-
3i
.WS"-. §tt ether Depesche an den N. D. Herald, dattrt,
on, 11. Febr., heißt es:
^Die Regierung ist ängstlich bemüht, jedes Mtß
Verständniß
mit dem Präsidenten
und
von Washington:, mit Bezug auf den Vertrag von
Washington und die Alabamafrage
zu
rcrmeiben.
"Die Minister Ihrer Majestät sehen nicht gerne eme
Lockerung des Vertrages von Washington, sind aber
entschlossen, den Amerikanern in einem Punkte nicht
nachzugeben, welchen die öffentliche Meinung füt
eine Verletzung der nationalen Ehre hält,
Gesandter Schenk hat der englischen Regierung
eine amerikanische Note eingesandt über die Worte,
welche Premier Gladstone gebrauchte, und ivelche er
für Mißtrauen gegen das Rechtsgefühl der Ver.
ten erklärt. Man hält die Rote für eine richtige
Wahrung der Würde der Regierung von Washing
ton. Der britische Sekretär des Auswärtigen wird
diese Rote wahrscheinlich in äußerst freundschaftlichem
Sinne beantworten, er wird eine diplomatyche -o e=
Nutzung von Worten, welche in der Hitze ber
mentarischen Debatte gesprochen wurden, höflichst
zurückweisen." I
Unterm 12. Febr. wird aus London gemeldet:
Die heutigen N!orgenblätter sind in ihrer Hak
tung betreffs der Alabamafrage weit gemäßigter.
Fast alle rathen der Regierung, mit Mäßigung und
Vorsicht der amerikanischen Regierung gegenüber vor
zugehen."
Von Washington aus telegraphirt em Corrcspon
belt des R. Y. Herald unterm U.:
„Gestern sagte der Präsident, er freue sich sehr
über den gemäßigten Ton, welchen die Presse der
Ver. Staaten mit Bezug auf die aufgeregten Kom
mentare bed englischen Ministeriums über unsere
Vorlage vor dem Genfer Schiedsgerichte tnne ge
halten. Er bemerkte ferner, unsere Pflicht set klar
vorae eichnet: Wenn die englische Regierung sich
," zurückzieht, können die Ver. Staaten sich mcht mit
Ghren auf Verhandlungen einlassen. ^"s^wetter
I zn geschehen bat. bangt größtentheils von Umstunden
^SDcr Präsident bemerkte dann aufetne desfallsige
Sfraae, nvar sei ein Krieg nicht wahrscheinlich, würde
a&tviwtn zur Pflicht geworden, eben '-unvermeidlich
fein Grant wünschte nicht, die freundschaftlichen
Begehungen, die der Vertrag zwischen Amerika und
England
i
âr gleichzeitig, Amerika, müsse ferne Ehre wahren
dürfe sich nicht als Werkzeugeines fremden Mi
nisteriumS gebrauchen Wen, um dieses gegen Un
annehmlichkeiten, welche aus lokal-polit^chen Grun^
•'••"•Ä entstehen, zu schützen."
ISer Brief, in welchem Hr. Bancroft dem Präst
litten von Harvard-College feine Absicht anzeigt,'
dieser Anstalt ein Geschenk von 810,000 zu machen,
aus dessen Erträgnissen jedes Jahr ein armer, aber
fleißiger und begabter amerikanischer Student aus
eine europäische Universität geschickt werden soll, ist
ein schönes Denkmal der hochherzigen Gesinnung ei
neS Ä)l'annes, „der niemals eine Erbschaft gemacht
u,nd niemals ein gewinnbringendes Geschäft betrie
ben".
Herr Bancroft erzählt in diesem Briefe, rote er
Mbst in Harvard College zur Zeit als I. T. Kirk
land Präsident der Anstalt war, studirte, und ttn
Jahre 1818, nachdem er dort feine Studien vollen
bet hatte, ein e tipendium zu einem mehrjährigen
Aufenthalte auf deutschen Universitäten erhielt. Es
ist bekannt, daß Hr. Bancroft 2 Jahre in Göttmgen
studirte, daß er dort den Doctortitel erhielt, dann
auch Heidelberg und Berlin besuchte, wo er mit den
größten deutschen Gelehrten verkehrte, und daß er
Mmdlich vertraut mit deutschem Wesen und Wissen
die Union zurückkehrte. Bei seiner Ankunft inj
Harvard war, so fährt Hr. Bancroft fort, keine Stel
le für ihn offen, und er bestrebte sich von da an meh
irare Jahre lang durch Schrift und Wort einen Theil
deutschen ètudiensystems hier einzuführen, nach
welchem die Vorbereitungs-Studien (auf den Gym
nasien) von den höheren, eigentlich wissenschaftlichen
Studien (auf Universitäten) getrennt sind. Allein
er sand es sehr schwer, und es ist wie die Erfahrung
nach mehr als 50 Jahren gelehrt, geradezu unmög
iftl), eine Organisation abzuändern, die ihre Wur
geJn so tief in die Geschichte und die Gewohnheiten
eyi:s Landes geschlagen hat.
Hr. Bancroft versuchte dann durch persönliche
Thätigkeit ein anderes äußerst wichtiges Element von
deutschem Universitätsleben hier einzuführen. Er
«bot sich ohne Gehalt (als Privatdocent) im Har
old-College Vorlesungen über Geschichte zu halten,
«as ihm, wie er sagt, weder in Güttingen noch in
Berlin untersagt worden wäre. Allein dieselbe
Hochschule, auf der er feine Studien begonnen^ und
Mit
deren Hülfe er sie in Deutschland fortsetzte,
Alug ihm diese Bitte ab, so daß eS ihm unmöglich
roar, auf direkte und wissenschaftliche Weise seine
Dankbarkeit für die genossene Unterstützung zu be
weisen.
Endlich ist es dem dankbaren Manne gelungen,
eine ihm stets heilige Pflicht zu erfüllen, und außer
den unschätzbaren Diensten, die er als Gelehrter und
Diplomat seinem Lande im Großen und Allgemei
nen erwiesen, auch noch der Schule das Gute, das sie
ihm persönlich erwiesen, durch einen besonderen,
gleichartigen Dienst zu erwiedern.
Der indirekte Vorwurf und der ausgesprochene
Zweck der Stiftung, welcher der bescheidene Staats
mann nicht seisin eigenen Namen, sondern den sei
neS wissenschaftlichen Pathen und Wohlthäters, Prä
sident Kirkland gegeben hat, sollte den ^Vorstehern
hiesiger gelehrten Anstalten die Augen öffnen. Hier
ist der bedeutendste von allen amerikanischen Ge
schichtsschreibern und Gelehrten, der den Grund seiner
Gelehrsamkeit und späteren Ruhmes auf einer deut
schen Universität gelegt hatte. Im Alter von^ 72
Jahren empfindet dieser Mann dasselbe Bedürfniß
gründlichen Wissens noch mit derselben Stärke als
seiner Jugend, und jetzt wie damals ist in seinem
Vaterlande 'diesem Bedürfnisse noch immer nicht
durch eine Aenderung des Lehrsystems abgeholfen,
sondern es ist heute noch wie vor 53 Jahren Sache
rein individueller, persönlicher Thätigkeit, dem Ei
nett oder dem Andern durch Stipendien die Mög
lichkeit zu verschaffen, auf auswärtigen Universitäten
jene gründliche Bildung zu erwerben, die er sich hier
selbst aus den besten Universitäten nicht vollständig
erwerben kann. Ein einziger Professor wie Herr
Bancroft auf einer hiesigen Hochschule hätte seit je
ner Zeit Tausenden von jungen Amerikanern den
Weg zu gründlicher Gelehrsamkeit zeigen können
statt dessen werden noch immer einige Studenten
nach europäischen Universitäten geschickt, deren Wirk
samkeit in ähnlichem Sinne bei ihrer Rückkehr meist
in praktischen Berufen untergeht. (A. d. West.)
Frau Senator Schurz.
„Fräul. Grundy" giebt folgende interessante Be
schreibung von der Gattin und der Familie des deut
schen Senators:
„Als wir letzthin einen Besuch bei Frau Senator
Schurz
machten,
beglückwünschte eine der Damen sie
wegen der glänzenden Rede, .die Hr. Schurz am
Dienstag gehalten habe, und fügte hinzu: „Gewiß,
Tie müssen stolz sein aus ihn." Das ausdrucksvol
le und intelligente Gesicht der Frau Schurz hellte
sich auf, da sie suhlte, daß diese Worte mehr enthiel
ten, als ein gewöhnliches Compliment, und sie er
wieherte: „Gewiß, das können Sie sich denken.
Mein Mann sagt mir stets, ich sei sein strengster
Kritiker, aber Dienstag war ich in der That mit ihm
zufrieden. Er war gerade in der Stimmung zum
Sprechen und sein Organ und Alles war vortrefflich. I
Und vor 18 Jahren, als wir nach Amerika kanten,
sprach mein Mann kein Wort Englisch. Wir wohn
ten in Philadelphia, aber mein Mann fühlte das
größfte Verlangen, Washington zu besuchen. Er
that vies Jemand nahm ihn mit zu einer Senats-
Sitztma, und er schrieb mir: „Meine Liebe, ich ha
be die Ehre gehabt, das Senats-Zimmer zu betreten,
und ich fühlè, daß ich eines TageS dort stehen und
rtne Rede halten werde, und Du wirft auf der Gal
icrie sitzen und mir zuhören." Ich schrieb ihm da
raus zurück: „O, Carl, wie kannst Du nur daran
denken, jemals im Senate zu sprechen, da Du doch
nicht ein Wort Englisch sprechen kannst." „Aber
jetzt," setzte sie hinzu, „ist Alles wahr geworden, und
Sie können sieb denken, wie glücklich ich mich fühle,
wenn ich aus der Gallcrie sitze und ihm zuhöre."
Frau Schurz, welche das Englische mit entern
leichten fremdländischen Accent spricht, erzählte diese
kleine Episode in einfacher und schlichter Weise, und
Alle, die ihr zuhörten, wurden unwillkürlich von der
echten Weiblichkeit und Hingebung, die einjedes
Wort, das sie sprach, athmete, bezaubert. Sie ist
eine Frau von ungewöhnlicher Geistesschärfe, und
ihre Intelligenz und Klarheit wird dem Besucher
schon nach einer kurzen Unterhaltung auffallen, i
firau Schurz ist nicht, wie irrthümlich behauptet wird,
bie Stiefmutter der Tochter bed Hrn. Schurz, f«t«
18 Iahte alt und Hat ein schön geschnittenes, wtel
ligentes Gesicht das zweite Mädchen ist
C%Ä.
faw
.èimMe betreten hat.'
Staa-
lmmuggem uie
1
"hervorgerufen, gestört zu fehen, erklarte
ft-g.
Herrn Bancroft's Stiftsng
eines Stipendiums für einen Studirenden der Har
vard-Universitöt in Cambridge (Mass.,) hat ein ganz
besonderes Interesse für die Deutscheu. Sic! ist of
fenbar dem Gedanken entsprungen, deutsche Wissen
schaftlichkeit in der Union zu verbreiten, ein Gedan
öe, der von einem der bedeutendste amerikanischen
Gelehrten ausgesprochen und nach seinen pecuniären.
Kräften thätlich unterstützt, feinen Eindruck auf die
hiesige Gelehrtenwelt nicht verfehlen sollte.
will
Jagd-Abenteuer.
Die Wälder im nördlichen Theile des Staates
Michigan liefern den Jägern.und Fallenstellern noch
Jagens. Die genannten Nimrods wollen demnächst
ihr'JcigdUtgeAon Gladwin County nach Clara Co.,
wo Massen sagbares Wild sein soll, verlegen, und
jedenfalls vor Ende Winter nicht zurückkehren. Sie
meinen, noch mindestens ebensoviel zu erbeuten, wie
sie bis jetzt erbeutet haben."
In
-v ^lt?ste Mädcken. sollen später noch 8109,000 dem unterseeischen «§fc
Isä rÄÄ u w'° v.« w Pâ
1'L)?7re
Slt' Jlit! ^fl/^UtSmtc d? aber "ihr unO^ihresGat' I W00 dem kühlen Grabe entrisse» haben
Je näher die Stunde der Execution heranrückte,
desto unruhiger wurde Johanna, sie stürzte häusig
schluchzend zusammen und heulte und schrie laut auf
uut Gnade und Erbarmen.
Morgens um Ii erschien der Scheriff, aber inih
rer Todesangst eilte sie in den Hintergrund der Zel
le zurück und klammerte sich hier fest. Dem Prie
der Monate alt, aber ,yr .itu Ans Umständen glaubt man zu schließen daß der
1
@d„mWlei dmch Nâ. ëd,^
Dte Jettgenüiiouwn vor dem SuiatßauMuy, i
-lcher die Angelegenheiten
des
)cew
i hauseS untersucht, find theitweife sehr pifont. So
die folgende des früheren Zoll-Inspektors James.Y.
Joung, welche zugleich sehr lehrreich für ^chmugge
I lerinnen und solche, die es werden wollen, ist„^ie
können sich gar keinen Begriff bqaifti machet^ WK
I gern und wie viel die Damen hier zu âande schm»g-i
I geln. Und sie verstehen sich detrauf, das muß ich
I facen. Feines Linnen, Diamanten und Perlen
die Damen am liebsten, ^hr Papa oder
UM AT/- T-TT
Herr Gemahl geht mit' ihnen zü Äem ^Beamten,«
bor das Gepäck zu untersuchen hat: Der Herr rückt
mit einem Trinkgeld heraus und die Damen sehen
•dem Zöllner mit einem so bittenden und lammfrom
men Blicke ins Auge, daß dieser errathend und mit
zartfühlender'Hand unter die Siebenfachen int Kof
fer fährt, damit ja nichts in Unordnung gerath.
Dann heißt es
„all right
Der Koffer wird wie­
der geschlossen, mit einem amtlichen Hieroglyphen
versehen und die Sache ist abgemacht. Jcoch ein
anderes Beispiel von der Leichtigkeit des «schmtig
gelgefchäfts. Ein nach Europa reifender Herr Nimmt
verschiedenen Damen feiner Bekanntschaft das Maß
für Garderobegegenstände. Wenn er mit densel
ben zurückkehrt, kommen dieMmen, für welche er
die machen besorgt hat, an das Dock, sobald der
Dampfer in den Hafen einläuft. Dann erklärt der
Herr, daß die lO^oder 12 Koffer, welche er cut's
Land bringen läßt, die Garderobe der Damen ent
hält, welche dem Zollbeamten natürlich als „Reise
geführten" vorgestellt werden. Wenn Sie nun fra
gen, weßhalb die Inspektoren nicht schärfer mit dem
Schmuggler in's Gericht gehen, so antworte ich Ih
nen, daß bei Confiscationen unter den obwaltenden
Verhältnissen für den Inspektor nur Püffe und Rip
penstöße abfallen. Macht man Ernst, zeigt man
die Zähne, so wird die Sache im Zollhause gütlich
beigelegt durch einen
Compromise,
und der In­
spektor hat das Nachsehen. Ich hin aber davon
überzeugt, daß eine einzige strenge Bestrafung mehr
Gutes wirken würde, als 10 Compromise. Aber
ich
Ihnen noch einen komischen Fall erzählen,
der sich einmal ans dem Dock der Cunar^-Tampfer
ereignete. Auf dem Dampfer ward ein Sarg nebst
einer Leiche ans Land gebracht, und auf dem Dock
stand der Leichenwagen bereit. Die Leute, welche
den Sarg hineinschieben wollten, schüttelten densel
ben ein Bischen, und da klingelte es im Kasten ganz
verdächtig. Man öffnete den Sarg und da stellte es
sich heraus, daß derselbe, anstatt mit einem Leich
Itam mit französischen Penbuten vollgepackt war.
doch angegriffen über den jammervollen Zustand des
schönen ^,'ädchenS und teilnahmsvoll flüsterte er:
„Arme JohannaAber sie schaute nicht mehr auf
zu ihm, sie stand jetzt ruhig da, den Kopf auf dte
Brust gesenit, der Thrünenquekl war versiegt und i
nur von Zeit zu Zeit kündete ein convulsivischeS Zu
cken des Körpers den entsetzlichen Seelenznstand der
schönen Verbrccherin an. Auf der Plattform knieten
beide hin und beteten noch ein paar Minuten mit
großer Inbrunst, dann wurden ihnen die schwarzen
Kappen über da* Gesicht gezogen und wenige Sc
künden darauf schlug die FaUthiir zurück und Beide
schwebten zwischen Himmel uub Crede der Gerech
tigkeit war Genüge geleistet.
Unter der Bevölkerung hatte sich eine große
Theilnahme für das junge,' schöne Mädchen kund
gegeben und allgemein hoffte man, daß der Gou
vemur Gnade für Recht ergehen lassen werde. I
Hebung versunkener Schätze.
Zur Zeit, als noch die Spanier ihre reichen i
Besitzungen an der amerikanischen Küste des stillen
Oceans hatten, sandten sie ihre Gallionen dahin, die
Schisssladungen von Silber und Gold dem üppigen
spanischen Hose zuführten.
Im Jahre 1802 kehrte eine spanische Fregatte, die
„Locadia", von der calisornischen Küste mit den
Steuern dcm sogenannten „Fünfter,"- im Wer
the von 4 bis 5,000,000 Tollars nach Svanien zu
rück, erlitt aber in der Nähe von Point ^anta Ele
na, an der Küste von Ecuador Schiffbruch und vcr
sank mit seinen Millionen. Das Wrack soll noch
heute daselbst etiva 000 Fuß von der Küste und 2h
Faden unter Wasser liegen. Wie die Sage weiter
berichtet, gelanq es dcm spanischen Gouvernement,
8600,000'dcs Schatzcs zu h:bcn, mußte jedoch durch
das Eintreten s urmischer W tterung seine weitere»
Arbeiten einstellen. Die Eingeborenen der Küste
reichliche Beute. So meldet jetzt die „Abendpost" beigerufenen Aerzte, Alexander und Neat, es zu ret
et i rtvf+irÉ+ct tv* fimf'
in Detroit: „Int vorigen Herbste unternahmen es 3
junge Männer aus der Stadt, den Winter tief in
den Wäldern im Norden von Michigan als Jäger
und Fallensteller zuzubringen. Ätit Jagdzeug und
Werkzeug wohl ausgerüstet, rückten.sie nach Glad
win County, zimmerten sich eine Blockhütte und la
gen der Jagd ob. Einer von ihnen ist jetzt hier, um
die erbeuteten Felle zu verkaufen und mit neueN
Vorräthen an Schießbedarf nach Gladwin County
zurückzukehren. Die Waidgesellen haben in 3 Mo*
müeiVerlegt: 75 Wolfe, 4 Bären, über 200 Hirsche,
Waschbären, Mofchusratten und Wiesel. Die Wol
fe sind fast alle auf dem Anstand geschossen.^ Zu
erst verschafften die Jäger sich ein altes Pferd, das sie
tödteten und in nicht großer Entfernung von ihrer
Blockhütte als Köder plaeirten, und als die wilden
Bestien den Cadaver verzehrt hatten, da wurden
Hirfcheadaver zu demselben Zwecke verwendet. Auch
in alten Fallen, in deren Nähe ein lebendes altes
Pferd angebunden wurde, sind Wölfe gefangen, in
dessen ist'diese Methode so grausam, daß sie nicht
verdient nachgeahmt zu werden. Mit mehreren sol
chen alten Pferden haben die 3" Jäger es versucht,
und nur in einem Falle fanden sie am nächsten Mor
gen das arme Thier zerrissen. In allen anderen
Fällen waren die Pferde nur furchtbar zerfleischt
aber nicht todt. Eines hatte mit 8 Wölfen zugleich
zu kämpfen und unbeschreibliche Marter auszustehen,
bis ein Jäaer ihm eine Barmherzigkeitskugel durch
den Kopf schoß.' Das ist unter allen Umständen ei
ne höchst unrühmliche und unromantische Art des
(Sitte Toppel-Hinrichwl^
5t. Johns, New Foundland, fand am 2. Fe
bruar eine doppelte Hinrichtung statt. Einem län
geren Berichte der „New 2)ort World" entnehmen
wir folgende interessante Daten:
Patrick Gehau, ein Fischer, ermordete im vorigen
Herbste seinen Schwager und dessen Frau. Erste
ren erschlug er mit einer Hacke und letztere erwürgte
er unter einem Federbett. In Gehan's Hanse
wohnte ein auffallend hübsches junges Mädchen,
Namens Johanna Hamilton, und diese war ^Gehan
behülflich, die Leichen fortzuschaffen und alle Spuren
der Mordthat zu verwischen. Hm Dezember wur
den beide verhaftet und am Dezember begann
der Prozeß.
Johanna machte trotz des Abrathens ihres Ver
theidigers gleich im Anfang ein umfassendes Be
femttniß, am 6. Jan. waren die Verhandlungen zu
Ende, die Geschworenen sprachen nach kurzer Be
rathung das „Schuldig des Mordes im erst'en Gra
de über beide Angeklagten aus, und der Gouver
neur verurtheilte sie zum Tode am Galgen, mit der
Weisung, das Urtheil am Freitag den 2. Februar
auszuführen.
Patrick Gehau, ein roher Gefell, verbrachte dte
Nacht vom Donnerstag auf Freitag verhältnißmäßig
sehr ruhig, er rauchte gemüthlich feilte Pfeife und
unterhielt sich sorglos mit feinen Wächtern und dem
Priester. Die schöne Johanna aber war in einer
entsetzlichen Aufregung. Die langen schwarzen Haa
re hingen ihr wirr um Schulter und Brust, sie barg
ihr Gesicht in ihr Taschentuch und unaufhörlich klang
das Jammern und Wehklagen des unglücklichen
Opfers. Als der Priester eintrat, stürzte sie auf ihn
los und Alles, was sie hervorbringen konnte, waren
die Worte: „O Vater, bei der Liebe unseres guten
Jesus, rettet mich, reitet mich!"
1
tze enKèamMen Haben, wis dcm Capitatn Parker,
im Jahre 1871 diese Küste besuchte, berichtet wurde.
Im Jahre 18(51 soll ein gewisser Herr Segnet noch
$800, und die Firma Jose Monrot & Bro. ebenfalls
Em bcr der das Haus des Senators Schurz Schatz noch heute der verlunwi^i Gâione aus etwas lang ist und doch wohl nicht zu
i «.s-Mn gewußt, ein Jahr hindurch an der Hebung
des Schatzes zu arbeiten, wofür dem Staate Ecuador
(5omniipv
Büchertisch.
Homo /.il Health. Von dieser sehr lehrreichen
Zeitschrift liegt uns das Februarheft vor. Adresse:
W. W. £t Puij & Brother, 805 Broadway, New
York. 814 per Jahrgai^
s
Jllustrirte Welt. Von dieser beliebten Zeit
schrift erhielten wir durch Theobald in Cincinnati
das 7. Heft, sowie die neuesten Nummern des Ber
liner Bazar.
Amerikanische Schulzeitung. —^Das Fe
bruarheft dieser anregenden Zeitschrift liegt ^oor
dasselbe empfiehlt sich durch feinen Inhalt allen ^kch
männern und allen Freunden der Jugéndbildung.
Daheim. Durch die Hauptagentur, Sienton
& Brother in Fort Wayne, Indiana, erhielten wir
das 8. Heft des vortrefflichen Leipziger „Daheim".
Von°Briggs Brother in Rochester, N. Y.,
erhielten wir einen wahrhaft prachtvollen, mit colo^
rirteit Abbildungen von Blumen verzierten Blumen
und Pflanzen-Catalog für 1872. Die Herren be
sitzen nicht blos in Rochester, sondern auch tn ande
ren Gegenden des Landes großartige Gartenanlagen
und schicken ihre Sämereien über die ganzen Ver.
Staaten. Der Catalog enthält viele nützliche Winke
für Blumenfreunde und wir können solchen nur ra
then, sich ein Eremplar kommen zu lassen. Der
Preis beträgt blos 25 Cents, wofür man nicht ein
mal ein einziges der vielen schönen colorirteit Bilder
kaufen könnte. Wer für einen Dollar Samen kom
men läßt, erhält ein Exemplar frei. Man adreffirè:
Briggs & Bro., Rochester, N. 9).
Die Gartenlaube mit dem Schlüsse des Mart
litt'scheu „.Naideprinzeßchen" erhielten wir dmch die
Theobald'sche Buchhandlung in Cincinnati.
An dem Zollanitsgebäude zu Nero Orleans wird
bereits 25 Jahre lang gebaut und doch ist es noch
nicht fertig.
Sonderbarer Tod. %r Louisville „An
zeiger" vom Donnerstag berichtet: „Lizzie, das un
gefähr fünf Jahre alte Töchterchen des Herrn ^o
seph Renn, an der Statestraße, hinter Oak, kam
gestern Morgen gegen 9 Uhr auf schreckliche Weise,
nämlich in Folge von Erstickung, um's Leben. Es
scheint daß das'Kind ein Schrotkorn in den Mund
genommen hatte und dasselbe in die Luftröhre ge
rathen war. Alle Anstregungen beschleunigst her-
ten, waren vergeblich. Das Kind erstickte in fünf
zehn Minuten nachdem es das wchrottorn verschluckt
hatte und konnte den Eltern unr noch den obigen
höchst traurigen Thatbestand mittheilen."
v
1
ster aelana es endlich, sie soweit zu beruhigen, daß, ...
sie, auf seinen Arm gestützt, langsam die Zelle ver- ^ncuinat, ekelte un,er Landsmann, der be
ließ und sich Mr Hinrichtung ankleiden ließ. Beide i rühmte Tenorist Bachtel, mit jetner beuttchen Cpern
Angeklagte standen jetzt zusammen. GeHan war Gesellschaft, an drei Abenden der vergangenenibod e tue
fe^ri^elier
c-"™
und mit Maschinen versehen, um den versunkenen
Schatz an's Tageslicht zu fördern. Die Leitung der
A»beiten ttt'dF«i Caxitain Parker übertragen.
sollen.
t6
soll die Arbeiten überwachen,
M/
Hlachrichten lius Hliioj
Nach dem Census von 1870 gab es in Ohio 593,950
Stimmgeber davon stimmten bei der letzten Octoberwahl
460,462 und 133,488 blieben folglich zu Hause. Die größte
Stimmenzahl wurde bei der Novemberwahl von 1868 ab
gegeben, nemlich 518,829.
Im Jahre 1800 betrug die Bevölkerung von Ohio 45,365
Seelen nach dem Census von 1870 belauft sie sich auf 2,
665,260 Seelen davon wurden geboren in Ohio 1.842»
313 in andemStaatcn der Union 450,454 im Auslande
372,493. Die Zahl der in Ohio Geborenen, deren Eltern
von einem fremden Lande einwanderten, wird auf 358.852
angegeben. Die 'Anzahl der Farbigen beträgt 63,213.
24,627 Verheirathungen fanden im Jahre 1871
in Ohio statt. 823 Ehescheidungen wurden auf Verlangen
der (Shemcinnerimb 754 auf Verlangen der Ehefrauen be
willigt.
Aus Delaware meldet ein dortiges englisches Blatt:
„Am Montag wohnte ein nettes junges Herrchen der Tem
peremversammlung in Williams' O^ernhause bei, und un
terzeichnete. in der temporären Aufregung, fünf Dollars zu
dem Fond, der erhoben wird, um die Schenkivirthe gericht
lich zu verfolgen. Am nächsten Aiorgen trat das junge
.Herrchen in die Nestauration von Leopold .Hiß an Winter
strafte, um sein übliches Bitters zu trinken. Leopold hatte
von seinem Auftreten in der Temperenzversammlung gehört,
und als er das Herrchen eintreten sah, empörte sich sein
preußisches Blut und er „ging für den chinesischen Heiden."
Das junge Herrchen räumte ohne Compliments das Feld
und entfloh in Thompsons Leihstall, stieg auf den Heubo
den und verkroch sich unter das Heu, bis das Feld rein war
u?d er ohn» Furcht vor feinem Verfolger nach Hause schlei
cheii konnte."
Leiche aufgefunden. Cleveland, «.Feb. In ei
ner der Bottiche in den „Eagle Oil Wons" wurde heute die
Leiche eines jungen Mamies, Namens O. Engel, aufgefun
den. Engel, der in der Fabrik beschäftigt war, ist aller
Wahrscheinlichkeit nach bei dem Reinigen des Bottichs durch
das Gas erstickt worden.
Fritz Betz und Fritz .Hattendorf, zwei Knaben von
etwa 6 Jahren, ertranken am 1. Februar im Canale am
Fuße der Walnutstraf e in Lancaster. Sie hatten am User
und auf dem Eise gespielt und sich zu weit vorgewagt. Der
Jammer der Frau Betz, als sie die kleinen Leichen vom User
aus entdeckte, läßt sich nicht erfassen und nicht beschreiben.
Schwindlern das Handwerk gelé&t^—Xenia,
8. Febr. E. S. Clark und Georg Keßler aus Tiffin, O
haben seit längerer Zeit in diesem Eountu Schwindeleien
verübt, iiibcnVfie vorgaben, eine Patent-Mühle als Agen
ten zu verlausen. Sie erlangten auf diese Weise Roten von
Andrews und Wm. Xfinkhart zu je $1250 und versuch
ten, dieselben in der Bank disconiirt zu erhalten. John
Andrews hatte jedoch die Angelegenheit bereits dem Sheriff
übergeben und die Spekulation schlug fehl. Clark und Keß
ler sollen notorische Schwindler sein, welche bereits an an
deren Plätzen in ähnlicher Weise operirteit
Eol. Era ig, früher von Marietta, Ohio, i[t jetzt ein
Bewohner von Colorado, wo er 127,000 Acker Land besitzt,
die er mit großem Erfolge bebaut. Er beschäftigt eine gro
ße Anzahl von Arbeitern. Diese „kleine" Farm übertrifft
noch die berühmte Riesenfarm in Illinois.
I In JoungstowIi wurde die „Diamond Dampfmüh
I le" am Freitag Morgen durch Feuer zerstört. Verlust $45,-
000 Versicherung S25,000, meistens in Pittsburger Com
pagnien.
In icititt starb der Bierbrauer yoücncamp ant 12. b.
dort nie zuvor erreichte Einnahme von 10,X)0 Tollars, oder
beinahe ebensoviel, a 16 die Nilsson mit ihrer italienischen
Gesellschaft an Abenden erzielte. Es wird dieser Erfolg
mit^cht ein .^Triumph der deutschen Kunst" genannt.
Ucht weit von Galion fand man fik,lich einen
Farmer, Namens Friedrich Nindfich, in der Scheune auf
einer Heugabel aufgespießt, die ganz durch den itörpee ge
drungen war. Aaii glaubt, da» er aus dieselbe vom Heu
boden herabfiel. (itfr. G.)
Tie prächtige Schlittenbahn der letzten Woche ist ein
wahrer Segen für Lttawa County gewesen. Tausende von
Sägdlöcken konnten viele Meilen weit auf den, unter ge
wölmtichen Umständen unwegsamen, ^aldpsaden nach der
Sägmühle gebracht werden und Fastdauben und Eisenbahn
schwellen in unzähliger Menge werden am User des Porlage
nnd der Eisenbahn entlang aufgestapelt, um mit Anbruch
des Frühjahrs weiter verschifft zu werden. Tie reichlichste
Ernte würde nicht halb soviel Werth für Ottawa County
haben, als die herrliche Schlittenbahn. (Fr. Cour.)
Tr. Wm. SC alt ner schreibt un! von Cleveland aus
einen langen Brief, in welchem er sich über eine Notiz im
„Westboten" beklagt, die wir auf Verlangen eines Lesers
in Sandusky auszugsweise einer Einsendung im Sandusky
Register entnahmen. Ter Doctor versichert uns, das ihm
besagte Notiz „Thränen entlockt habe." Er bezeichnet die
Angaben in Betreff seiner Aufführung in Prout's Station
als Berleumduiigen und erklärt, daß ein Mann von seiner
Herkunft und Bildung, der auf verschiedenen Universitäten
als Arzt studirte, nie ein Aigner, nie ein Landstreicher wer
den sonne. „Hunderte von Armen (heißt es weiter in dem
Briefe) gedenken meiner segnend, und manche Tausende
bezeugen, daß ich aufopfernd als Arzt und pflichtschuldigst
als Lehrer und Pfarrer war. Tas ist mein Triumph." Zu
seiner Nechtsertigung verweist er auf die Bewohner von Ox
ford, Monroeville und Normals, die alle, mit blos zwei
Ausnahmen, feinen „sittenreinen Lebenswandel" bestätigen
werden. Welches alles wir hier, zum Besten des nach sei
ner Meinung sehr schwer verleumdeten Tr. Wm. Wallner,
der uns durchaus fremd ist, hier einrücken.
In Urbana beging vor einigen Tagen ein junger
Mann Namens Rai) Selbstmord durch Vergiftung. Er war
Apotheker und soll vor dem Brande eine eigene Apotheke in
Chicago gehabt, seither aber vergebens versucht haben, ein
anständiges Unterkommen für sich und seine Familie, die i des nächsten sommers zu legen.
sich augenblicklich in Toledo aufhält, zu finden. Das Haüs von Jacob Neeb Shadesville wurde
/TW s, ,«ruy i «S-LotzSeck'«
LM- „Der Kesselflicker." Eine sehr interessante,
trefflich geschriebene „Geschichte" von dem bekannten 9iev
Möllhausen, beginnen wir der heutigen
unfctc5
Senator BöselM»yescht« uns gütigst eine «arte.deâ
Staates Chio, welche die Counties in bloßen Umrissen, aber
ihre Bevölkerung nach dem neuesten Census genau angiebt.
Diese Karte wird für die Mitglieder der Gesetzgebung bei
nützlich sein. Die stärkste Bevölkerung besitzt Hamilton
County: 260,370, dann kommt Cuyahoga (mit Cleveland)
132,010, dann Montgomery (mit Dayton) 64,006, dann
gtanflin (mit (Schimons) 63,019, dann Lucas (mit Toledo)
41,722, dann Muskingum (mit Zanesville) 44.386, u. s. w.
Das am schwächsten bevölkerte County ist Ottawa, mit
13,364 Seelen. CarrvÄ hat 6to8 *14,491, Geauga 14,ISO,
Henry 14,028.
Ein Reisender, der gesterp zum ersten Male unsere
Stadt sah, versicherte uns, das Columbus die schönste „In
land Stadt" sei, die er auf seiner weiten Wanderung in
Amerika gesehen habe. Diese Bemerkung hörten wir schon
oft sie ist nicht neu, aber wahr.
Zur National-Convention der Arbeiter-Reform
Union, die am 21. Februar hier stattfindet, werden 300
Delegaten erwartet.' Der hiesige Arbeiterverein trifft die
nothigen Vorbereitungen, wie wir hören.
Frank Miller, der neulich inGaver's Sargniederlage
einbrach, ist zur Court überantwortet worden und sitzt alö
Kostgänger des County's in der Jail, weil er die verlangte
Bürgschaft von $500 nicht leisten kann. Die Idee, in eilte
Sargniederlage einzubrechen, ist jedenfalls neu.
Eintritt frei. Die Gesetzgebungshallen in unserem
Staatshause sind gute Plätze für Leute, die nicht wissen, wie
sie ihre Zeit todtschlagen sollen. Sie finden dort, wenn sie
ein wenig bekannt sind, weiche Sitze und können in aller
Bequemlichkeit und Geinüthsruhe den sehr Achtbaren Red
nern zuhören, die dort ihr Licht leuchten lassen. Werden
die Reden etwas langweilig und ist die Wärme in der Halle
groß, dann kann man allenfalls auch ein bischen einnippen
und braucht nicht zu fürchten, daß man aus dem Schläfchen
mit rauher .Hand geweckt wird.
Für die „Ladies" haben Senat und Haus noch besondere
Anziehungspunkte. Man empfängt sie sehr artig und stellt
ihnen die weichen Sophas zur Verfügung. Fremde verfeh
sen natürlich nie, die Gesetzgebung zn besuchen, denn in Co
lumbus gewesen zu sein, ohne eine Sitzung besucht zu ha
ben, würde ungefähr so viel heißen, als in Asien gewesen
zu sein, ohne den Elephanten gesehen zu haben.
Wachtet, der berühmte deutsche Tenor, hat mit seiner
deutschen Operntruppe in Cincinnati selbst noch größeren
Erfolg als Nilnott. Seine Einnahmen betrugen an einem
Abend um $2000 mehr (im Ganzen über $7000) als die der
italienischen Operntruppe. Wachtel scheint die Cincinna
tier förmlich zu begeistern. Er kommt auch nach (Solum
bus, wie wir hören.
(Aus dem Ohio State Journal vom Donnerstag Morgen.)
Reinhard & Co.'s neues Gewölbe.
Reinhard u. Co., Bankhalter in dieser Stadt, haben so
eben ihre Einrichtungen vollendet, die eine vollkommen
undurchdringliche" Sicherheit gegen Feuer und Diebe ge
währen und hier von nichts sehnlichem übertrafen wer
den. Das Gewölbe ist 5 Fuß hoch, 5 Fuß breit und 6 Fuß
tief. Seine Wände haben eine Ticke von 24 Zoll, und be
stehen aus hart gebrannten Backsteinen, die mit Dampf
.kesseleisen gerattert und einem drei Zoll breiten Luftzuge
jpeyehen sind. Die innere Thür ist doppelt diebessest, in
ternste mit einem von Sergeant's $250 magnetischen Com
i'linationoschloiie versehen, das einhundert Millionen Male
versetzt werden kann. Die äußere Thür ist zugleich Feuer
und Tiebesfest und durch eins von Sergeant's Combina
tionsschlösscrn versichert, das 125,000 Male versetzt werden
Noch immer nicht zufrieden mit diesem durchaus unantast
baren Schutze, haben die Hrn. Reinhard u. Co. noch ein
Tiebeslestes Sase gekauft, das in das Gewölbe gestellt wor
den ist. Dies ist 48 Zoll hoch, 30 Zoll weit und 24 Zoll
tief. Tie Wände haben eine Dicke von vier Zoll, sind ans
-dem besten „iron^centre" Stahl gemacht und durch konische
Bolzen
zusammengefügt. Die Safe ist so gearbeitet, daß
fein Meli -wischen die Thür getrieben, kein Nitto-Glymne
zur Sprengung hineingegossen werden kann. Die Thür ist
durch eins von Sergeant's $30!» automatischen Combina
tionsschlössern versehen, das einhundert Millionen Versetz
ungen zuläßt. Tie Safe selbst wiegt 4000 Pfund. Faßt
man die Vorfichts-Maßregeln zusammen, die diese Firma
gegen die schlimmsten Feinde der Geldbesitzer Feuer und
Einbrecher getroffen haben, so kann sicher behaupt«.
werden, daß dieses Bankhaus eines der besten und sicherste»,
Tepositorien in der Stadt bildet.
Die Thüren des Gewölbes, die Schlösser und das Safe
find von der Firma Mösle:', Bahinan u. Co., Fabrikanten
von feuer- und diebssesten Safes in Cincinnati, geliefert
worden. Hr. Möfer, ein Mitglied der Firma, leitete und
überwachte selbst die ganze Einrichtung. Diese Firma hat
schon über hundert „Safes" an hiesige
i5?tnht (SA 111111
him ^6 August I. Schüller. Apotheker, Columbus. Ohls.
Xe/tllUt VJvlU»"vUy* 4 i^lionisck,« Over.— Alle, dte am Donnerstag
Blattes. Tieselbe hat vielleicht den einzi-
«èd°n*«m»in°.n° W*.
lang fur diejenigen, die sich gerne in eine „spannende Ge
schichte" vertiefen.
K,_
Geschäfts-Firmen
abgefetzt und haben dieselben ohne Ausnahme allgemein
befriedigt.
Es wird regnen! Am22.Februar versammelt sich
die National-Temperenz-Convention in unserer Stadt. Es
sind dies die „Radikalen", die allen Verkauf geistiger Ge«
tränke durchaus verboten haben wollen. Ende März soll
hier die Staats-Convention des Staats-Temperenzbundes
stattfinden.
Am Samstag entschied Richter Olh?. daß die fälligen
städtischen Stenern von den Bewohnern des neu angeschlos
senen Gebiets nicht gesetzlich collectirt werden können, da
die Anschluß-Ordinanz noch nicht vollzogen war, als jenes
Eigenthum auf die städtische Steuerliste geseht wurde. Die
jenigen, welche die städtischen Steuern bezahlt haben, sind
berechtigt, ihr Geld zurückzuverlangen. Der Schulrath, in
dessen Kasse ohnehin augenblicklich eine große Ebbe vorhan
den ist, verliert dadurch $8000 da er für die Reparatur
und den Unterhalt der Schulen in dem neu angeschlossenen
Gebiet schon eine bedeutende Summe verausgabt hat, so
werden die früheren Township-Boards angehalten werden,
ihr Quota beizusteuern, wenn die betreffenden Schulen nicht
geschlossen werden sollen.
Unsere Jail. Die Grand Jury hat unsere Jail un
tersucht und darüber Bericht erstattet. Sie sand die An»
stalt in der besten Ordnung die Kost ist vortrefflich, viel
besser als die vieler ehrlichen Bürger des County's und die
Grand Jury betrachtet es als ein Unrecht gegen die Steu
erbezahler. daß faule Tagediebe dort gefüttert werden, ohne
daß sie etwas anderes zu thun haben, als aufzustehen, zu
essen und zu trinken und sich zu Bett zu legen. Sie ist ent»
schieden der Ansicht, daß diese kleinen Verbrecher, worunter
sich auch Knaben befinden, mit nützlicher Arbeit beschäftigt
werden sollten. Die Reinlichkeit wird nur durch die Tabaks
brühe beeinträchtigt, womit die Gefangenen den Boden be
spucken, und durch den Tabaksqualm, mit welchem sie die
Zimmer füllen. Die Grand Jury empfiehlt daher, daß der
Gebrauch des Tabals in der Jail nicht erlaubt werden sollte.
Zu lesen bekommen die Gefangenen in Fülle und Sonntags
Morgens findet unter der Leitung der „Joung Mens Chri
stiait Association" Gottesdienst statt. Kurz, die County
Jail ist, Alles in Allein, ein sehr comfortabler Platz für
Scheune, es ist blos zu Beilagen, daß viel zu viele Äostgän
ger dort sind.
5 Millionen Backsteine werden zum
U
ganz pio^uch. £ieb ergriff ein Pferd und ritt nach Columbus, ließ das
In Dayton starb am Samstag eine junge Dame an
den Folgen der Impfung, nach fünfwöchentlicher Krankheit.
Ban des neuen
Armenhauses nöthig sein 1} Millionen hofft man im Laufe
V der Sonntaas Nackt von CH. E. Lee erbrochen und nm Klet-
v u
."
'.
dungsstücke, eine Pistole und etwas Geld befohlen. £er
Thier in der Nähe der Stadt aber laufen. Ter Schelm
heißt eigentlich Harvey Smith, und unter diesem Namen
verübte er schon vor einem Jahre einen Diebstahl in der
Nähe der Stadt. Man behandelte ihn damals sehr gnädig,
und er schien sich zn beffern. Aber die Katze läßt einmal
das Mausen nicht. Jetzt sitzt der Schelm in der Jail, um
fein Berhör vor der nächsten Court abzuwarten. Also noch
ein Kostgänger mehr, den das County zu füttern hat.
Hr. R. G. Hanford von der Columbus Pflanzschule
übersandte uns seinenFrühjahrs-Catalog von neuen Pflan
zen und Blumen, den sich alle
Blumenfreunde, Gärtner und
Obstzüchter verschaffen sollten. Durch feine Energie
Promptheit und Neellität hat Hr. 5^anford feiner „Colum
bus Nursery" im ganzen Staate einen hohen Nuf erworben,
Schöner Trost! Nach der Ansicht der Eingeweihten
werden wir unsere Gesetzgebung vor dem 1. Mai saunt los
werden. Tie Herren haben noch so viel zn thun und in
Columbus ist's so schön, so schön. Nur die Geschäftsleute
und die Farmer unter den Volksvertreten möchten gern so
bald wie möglich nach Hause, die anderen eilen durchaus
nicht.
Fremde, die nach Columbus kommen, sollten nicht
versäumen, die hiesige Blindenanstalt zu besuchen. Man
gelangt mit der Freundstrapen-Eisenbahn bis zum Garten
thore des Instituts und wenn man um 3 Uhr Nachmittags
hinausfährt, erhält man die beste Gelegenheit, sich von den
musikalischen Fähigkeiten der Zöglinge zu überzeugen. Un
tec ihrem beliebten und unermüdlich thätigen Lehrer, Pro
feffor Nothnagel, leisten die Blinden im Chor- und auch im
Sologesang Vorzügliches, und das eine, 20 Mitglieder zäh
lende, Orchester spielt schwierige Ouvertüren mit großer
Fertigkeit. Ter Unterricht müsste für den Lehrer sehr er
müdend feilt, wenn die Zöglinge nicht die dantbarsten
Schüler von der Welt wären
Leidenschaft und
Eine Miß Radebsugh von der 9. Ward unserer
Stadt, ließ sich am Montag Abend von dein „Künstler" ent
führen, der in Van Amburgh's Circus das Kunststück mit
Kanonenkugeln ausführt. Ter „Künstler" wohnte früher
in Lancaster, Ohio. Wenn bei der jungen Tame die Reue
nur nicht zu spät kommt!
Schnupftaback
ächt
Als
ßu
haben Set
Die italienische Oper.— Alle, die am Donnerstag
Abend der echen Vorstellung der italienischen Operntruppe
beiwohnten, müssen Hrn. Strakosch für den hohen, hier zu
Lande so seltenen, Genuß Dank wissen, den er ihnen berei
tete. Alles war cornplett, Orchester und Chöre ausgezeich
net, nichts fehlte, und nur selten wird man selbst in Europa
einer vollständigeren und gelungeneren Ausführung der
Oper „Lucia di Lammermoor" beigewohnt haben. Die
Hauptfigur in der künstlerischen Gruppe bildete natürlich
Fräulein Nilsfon als Lucia. Diejenigen, welche die ge
fejerte Künstlern früher hier in einem Concert gehört hat
ten, kannten sie kaum wieder dort war sie die berühmte
Sängerin, hier war es die von
zwei
Welttheilen bewunderte
Künstlerin, die gleichzeitig durch ihre wundervolle stimme
und ihr vollendetes Spiel das Publikum förmlich begeisterte.
Der Enthusiasmus, der sich des Publikums gleich bei dem
ersten Auftreten der großen Künstlerin unwillkürlich be
machtigte, steigerte sich mit jeder Scene und spottete schließ
lich aller hergebrachten Schranken. Nach jedem Acte wur
de Fräulein Nilsson gerufen, es regnete Blumensträuße auf
die Gefeierte herab und ein enthusiastischer Bewunderer
warf einen von Blumen geflochtenen Korb auf die Bühne.
Obwohl die Preise hoch waren, so wird doch Niemand die
Auslage bereuen zu bedauern sind blos Diejenigen, die
nicht dort waren.
Außer Fräulein Nilsson muß wohl noch Hr. Brignoli ge
nannt werden. Seine Stimme, obwohl in manchen Lagen
noch von eigenthümlichem Liebreiz, hat doch sehr gelitten
und der Gefeierte wird nachgerade etwas zu belebt für den
jugendlichen Liebhaber. Die besten Kräfte (außer Nilsson)
sind für heute (Freitag) Abend ausgespart und wir freuen
uns ganz besonders auf „Fra Tiavaio mit Capoul, Cary
und Duvall.
Das Ehescheidungsgefuch HannahSheMd,
gegen ihren Mann Thomas G. Shepard, wurde gestern von
unserer Court bewilligt. Gleichfalls wurde Maggie Del
linger von ihrem Mann, Win. Dellinger, geschieden.
Das Geheimniß der Conservirung.
Griechische Schönheitsformen, ein schöner Nacken und runde
volle Arme sind ohne Zweifel sehr angenehm zu besitzen und
die Glücklichen, die sich solcher Gaben erfreuen, sollten der
Mutter Natur sehr dankbar sein trotz alledem ist indeß
die Conservirung einer frischen,^ reinen Haut die schönste
Wierde einer Frau. Diese hübsche.Haut ist leicht durch
die Anwendung von Hag an's Magno
list Ball
am
zu erlangen, es ist dies das beste Mittel der Jetztzeit. Von
allen anderen derartigen Mitteln unterscheidet es sich durch
drei Punkte es enthalt keine schädlichen Ingredienzien,
reibt die y»aut nicht auf wie „Puder". „Blüthen" 2c„ son
dern es erfrischt und stärkt die Haut, macht sie ferner, so
weich wie Sammt und so weiß wie Porzellan. formen
können nicht geändert werden, wohl aber die Hautfarbe
und es ist gewiß, daß eine Dame, welche eine frische ^vetße
Haut besitzt, mehr Aufmerksamkeit erregt, als eine ~antc
mit einem klassischen Gesicht und gelbem Temt.
Im hw uw
Korrespondenz des Westboten.)
Shanesville, Ohio, den 8. 1878.
Herrn Reinhard u. Fieser!
Vor ungefähr 9 Monaten kam ich von Indiana hierher
nach ShanesuiUe, und kaufte ein Haus und Lot, auf wel
cher. wie mir die Leute sagten, ein guter Brunnen war, wel
cher aber vor ungefähr 35 bis 40 Jahren unter verdächtigen
Umständen verschüttet oder aufgefüllt wurde. Es hieß nem
lich. daß vor ungefähr 35 oder 40 Jahren hier in Shanes
ville ein Viehhändler heimlich er Weife um's Leben kam, und
in diesem Brunnen begraben wurde. Viele Leute glaubten
es und wollten sich genau erinnern, wann diese Mordthat
begangen wurde, andere, aber nur sehr wenige, glaubten es
nicht, aber Niemand wollte etwas thun, um dieses heimliche
Verbrechen an's Tages Licht zu fördern. So ließ ich am
24. Januar den Brunnen durch zwei Mann Namens Hein
rich Scheu und Jackson Callaham ausräumen. Diese und
einige Andere wollten sich nun einen Spaß machen und ei
ne Aufregung hervorrufen, (denn diese Männer glaubten
so wenig wie ich, daß jemals etwas anderes als Wasser un
Brunnen war) und holten sich ein paar Knochen, welche
früher einem jungen Arzt gehörten, und, als er von hier fort
ging, bei einem feiner Freunde, William Miller, zurück ge
lassen wurden.
sie beinahe fertig waren mit Ausräu­
men, nahmen sie die Knochen, rollten dieselben im schwar
zen Grund, und als dieselben zum Vorschein kamen, da war
denn der Teufel los und jeder Mann hatte etwas zu fagen
und wußte von dem heimlich verschwundenen Viehhändler.
Ich selbst glaubte nicht, daß es einen so großen Spektakel
machen und daß einige unserer Zeitungsschreiber gleich al
les aufnehmen würden, ehe sie den rechten Sachverhalt ge
nau kennen.
Ich hoffe, daß Sie dieses in Ihrem weit und breit gele
senen „Westbote" publiciren, damit die Leute genau ausstn
den. wo die Knochen herkommen, und daß, als wir den
Brunnen aussuchten, nichts Verdächtiges herauskam, das
auch nur den geringsten Verdacht in
Bezug
verübten Mors hervorrufen köniM.
r..
auf
einen früher
n
i Korrespondenz des Westböten.)
Mansfield, O., den 8. Febr. 1872.
Frennd Westbote!
Es scheint, daß die Temperenzler wieder anfangen, den
Leuten vorzuschreiben, maä man essen und trinken soll. Es
aiebt eine Klasse Männer, die sowie ihre Ehehälften zu
Temperen Pereinen gehören. Stelle man sich einen dür
ren, langen, sroschartigen Mann vor, mit hirschlederarti
qer Gesichtsfarbe, welcher mit dem dreißigsten Jahre schon
das Symbol iiier Laster und Ausschweifungen im Gesichte
trägt seine wässerigen Augen gleichen denen einer Natter,
lauernd und jeden Augenblick zum Sprunge bereit, wenn
er Greenbacks wittert, Haar und Schnurrbart gewissenhaft
besorgt seine Beine sind drahtähnlich, und seine Arme wie
getrocknete Birnenäste. Seine Garderobe ist: Stiefel ziem
lich glänzend, vielleicht das sechste Paar auf Rechnung.
Schadet nichts. Mit solchen Kleinigkeiten giebt er sich nicht
ab Ter größte Theil von dem was man ihm anvertraut
ist verloren, wie ein Ring im Ccean :c. Er trinkt bet Vel
de nichts als Wasser. Er hat ja geschworen, nichts Getsti
qes zu trinken, und jeden (besonders einen Teutschen) der
dieses Gebot nicht hält, zu verfolgen, und er würde vielleicht
auch bei Gelegenheit ihn betrügen. Wird einer dieser Vo
gel krank, so geht er in eine Apotheke, trinkt vom besten al
ten Noggen-Lchnaps, ein probates Mittel, des Tages 5—10
^Wenn man obenangeführte Leute recht betrachtet, so wird
man sehen, daß sie weder gute Führer noch Lehrer machen.
Sie sind Extremisten und thun immer zu viel oder zu we
niq, und natürlicherweise wird aus diese Art immer Unheil
angestiftet. Ein liberaler Mann ist immer mäßig im Esjen
und Trinken, so wie auch im Gesetze machen und verwalten
und läßt andere in Ruhe in ihren Geschäften und in ihrer
Person, iüicht aber so der puritanische Temperenzler.
Redaktion des Westboten.
Sie würden gewiß manchem Leser des Westboten nü
tzen wenn Sie die Beschreibung des unten bezeichneten
Schwindlers in Ihr werthes Blatt aufnehmen würden.
(Sin anständig gekleideter Deutscher, welcher sich „Wohl
geboren" nennt, und in Upper Sandusky zu wohnen vor
gab hielt sich hier mehrere Tage auf. um Piano zu stim
men und repariren. Er verschaffte sich durch Piano,ptelen
Eingang in Familien und Gesellschaften, bis er sich endlich
als ganz gemeiner Bummler und Schwindler entpuppte,
und. nachdem er einem N. N. 5 Dollar entwendete, heim
lief) uctfcbiüunb. 2(i bicfcv professionelle ^cfynjinblet ipctijV'
scheinlich an jedem Crte seinen 'Rainen wechselt, so will ich
dessen Signalement beifügen—Ist 30 Jahre alt eine leich
te Mittelstatur, hat schwarze Augen, Haare, Backen- und
Schnurrbart, ohne Minnbart schmales länglichrundes
Gesicht trägt beständig Augengläser (Brillen), einen ho
hen Sut [stovepipe I ist schwarz gekleidet spricht den
Breslauer oder preußischen Dialect sucht Piano-âsitzer
besonders durch die Angabe zu ängstigen, daß Motten
sich in deren Pianos befinden, welche das Instrument ruv
luven. Macht sich Hotelbesitzern unvergeßlich, indem er im
Schlafzimmer Sachen versteckt, die wegen der Ausdünstung,
die sich verbreitet, zum Verdruß des Dienstpersonals gewöhn
lich zu spät aufgefunden werden.
E. W o ls.
Das schönste 8«fc*
Ich ging nach Haus' von der Soiree,
Im Ohr hat's mir noch geklungen,
Ta hat eine Frau, wie die leibhafte Fee,
Die „Loreley gesungen.
Sie fang so stark, sie fang so lind,
Sie könnte die Welt bethören,
Im dunklen Zimmer ihr einsam Kind,
Das konnte davon nichts hören.
„Cs liegt allein und weinet bang',"
So denk' ich im wachen Traum,
Ta hemmt meinen Gang ein leiser Gesang,
AUS einem Kellerraume
Gar einfach ist die Melodie,
Ich kenne sie so lange
Ich oenke, und vergess' sie nie
Klar wird mir's beim schmucklosen Sange:
Tas schönste Lied, das dem Weibe gelingt.
Das jede Kunst muß besiegen,
Ist was die liebende Mutter fingt
Ihrem Kindlein in der Wiegen.
In einer Kirche zu Philadelphia unterhielten
sich zwei Frauen sehr lebhaft, während gerade die
Orgel mit vollen Registern gespielt wurde. Plötz
lich schwieg die Orgel, und man hörte die eine der
Frauen zu ihrer -Nachbarin sagen: „Wir backen un
sere in Butter."
Aussän
b.
In einem seiner letzten Vorträge for
derte Professor Kletzinsky in Wien seine Hörer auf,
sie mögen seinem Beispiele folgen und in der jetzt
epidenneenschwcmgeren Zeit Behufs Desinficirung
der Zimmerluft in ihren Wohnungen ein ^tück trocke
nes Jod aufstellen um zufälligen Vergiftungen,
z. V. der Kinder, vorzubeugen, felbstverstandlich an
einer nicht leicht zugänglichen stelle. Ein Stück
Jod im Gewichte von einem Loth reiche aus sür
itnn oie yugu.utv mu vw v. einen ganzen Monat. Auch forderte er die Hörer
Welt wären. Sie betreiben die Mufti mit auf, sie möchten diese Desipfeclions-Methode in ty
ihre Auffassungsgabe ist bewundernswert^
re
n Kreisen bekannt machen.
Lieutenant Lulu. König „Gottlieb" von
Spanien hatte der Donna Ex-Eugenia zu Neujahr
ein Lieutenants-Patent für ihren Sohn „Lulu" znr
Verfügung gestellt, welches die hohe Dame anzuneh
men geruhte. So hat denn der Ex-Kaiser mm
doch einen „Character."
Verlin, 10. Jan. Ein Strike-Comite der Ta
pezieter-Äefellen hielt am 8. Januar eine Verfamm
lung im Hoppold'schen Local. Dabei kam folgender
eingegangener Brief zur Verlesung: „An die Com
mission der Strike! Ihr Brüder wollt bloß auf
unsere Taschen reißen, damit ihr düchtig kümmel
sausen könnt ihr seid ganz oberfaule juugenS ihr
wollt uns man bloß bet Geld aus die Tasche mau
[en, aber ihr kriegt noch eklije Hiebe, arbeitet man
jo wie wir, denn werdet ihr och wat haben, euch
wollen wir aber nicht eruchren, lest diesen Brief nur
den versammelten Faulenzern und Kümmelbrüdern
vor. Müller, Tapezierergehülfe." Ortographie hat
der Schreiber ersichtlich nicht aber an gesundem
Menschenverstände scheint es ihm nicht zu fehlen.
München, 13. Jan. Heute wird hier ein Mann
zu Grabe getragen, dessen Namen in der Reactions
zeit viel genannt wurde und der zusammen mit dem
auch schon verstorbenen General-Staatsprocurator
Schmitt am pfälzische» Appellhofe eine Zeit lang fein
Bestes gethan hat, um die pfälzischen Sympathien
für die baierifche Herrschest unter den Gefrierpunkt
zu bringen. In feinen letzten Lebensjahren bis
zur Penfionirung war Hr. von Hohe, der ehemalige
gefürchteteRegierungö-PräfidentderPfalz, in gleicher
Stellung in Niederbaiern thätig, wo er der Staats
regierunng, seitdem sie in liberalen Händen liegt,
treu zur Seite.stand. Auch in der Pfalz hatte ttn
Laufe der Dinge fein Regiment zuletzt feine Haupt
fchärfe verloren, wie denn allgemein der verstorbene
General-Prokurator als das schlimmere Element be
zeichnet wurde.
aS Siegesdenkmal in Berlin. Auf dem
Königsplatze, wo das Denkmal errichtet werden soll,
sind Ateliers für die Bildhauer Moritz Schulz, Ca
landrille und Keil hergerichtet. Die theils in Ton,
theils in Stuck ausgeführten Modelle zu den 42 Fuß
langen Reliefs stellen die bedeutendsten Momente
der Kämpfe aus den Jahren 1864,1866 und 1870
dar und werden in Bronze gegossen an den Seiten
des viereckigen Unterbaues des Denkmals angebracht.
In der hergerichteten Steimnetzhütte werden durch
circa 60 Steinmetze und Schleifer die großen Gra
nitblöcke zu dem Unterbaue und der Gemäldehalle
bearbeitet, geschliffen und polirt. Die Bearbeitung
des so schönen, dunkel rothbranuen Granits von der
schwedischen Küste verlangt die größten Anstrengun
gen so sind täglich tausend Meißel und Hämmer
vom besten Gußstahl neu zu Härten und zu repariren.
Es sind diese großartigen Arbeiten von den ersten
Steinmetzmeistern, Kessel und Röhl, Zeidler, Huth
und.Wimmel übernommen worden.
Luther's Trauring. DerVerlöbnißring Dr.
Martin Luther's soll überaus schön und kunstvoll
von Albrecht Dürer'S Meisterhand angefertigt wor
den fein. Ein Diamant und ein Rubin ist darauf
befindlich und jeder dieser Steine ist schön in Gold
gefaßt. Die absonderliche Schönheit des Ringes
aber besteht darin, daß er sich zwischen der Fassung
der Steine voneinanderschieben läßt, so daß zwn
vollständige Ringe entstehen, welche jedoch znsam
menhängen. Das historisch und künstlerisch gleich
berühmte Werk wird in der Bibliothek zu Helmstädt
aufbewahrt.
Ein bedeutender Münzenfund, besteh
end in 2001 ganzen und 287 halben Münzen, wur
de kürzlich im Dorfe Buchholz bei Fürstenberg in
Meklenburg Strelitz unter einem weggeräumten
Pflaumenbaum gemacht. Die meisten derselben
tragen den Stempel der Markgrafen Otto III. und
Johann I. von Brandenburg, deren jener im Jahr
1267 starb. Bald darauf brach zwischen Mellen
bürg und Brandenburg um den Besitz der Herrschaft
Ltargard ein Krieg aus, der in der Geschichte unter
dem Namen „der Markgrafenkrieg" bekannt ist. Die
entscheidende Schlacht ward im Jahr 1311 geschlagen
und vom Herzog Heinrich von Meklenburg gewon
nen. Die Sieger machten große Beute an den
Brandenburgern und theilten sie in Buchholz aus,
wie uns die alte Neimchronik ausdrücklich erzahlt.
Da hat nun einer der Sieger einen Theil der Beu
te, den er nicht sofort mit sich nehmen konnte, im
Schafergarten zu Buchholz vergraben, wo jetzt nach
sechstehalb Jahrhunderten der vergessene Schatz ge
hoben wurde, der namentlich den Hausern Miellen
bürg und Brandenburg höchst interessant sein dürste,
da schwerlich wieder eine Schlacht zwischen beiden
geschlagen wird und wenn etwa doch einmal, dann
,-ohne Zweifel mit dem entgegengesetzten Ausgange.
In Norwegen soll aus großen Granit
Blöcken ein Denkmal aufgethürmt werden zn Ehren
des nunmehr tausendjährigen Bestandes des norwegi
schen Reichs, das König Harald Haafager 871 ^e
gründet.
Mord in.London, 12. Febr. Go
eben eingetroffene Berichte melden, daß Earl Mayo,
Generalgouverneur von Indien, ermordet wurde.
Die Blutthat geschah am 8. Februar, als Carl
Mayo Fort Blair aus den Andaman Inseln in der
Bai von Bengalen inspizirte. Ein Zuchthäusler,
Muselmann, drängte sich durch das Gefolge des
Generalgouverneurs und die Wache und stach den
(varl zwei Mal in den Rucken derselbe starb fast
augenblicklich. Der ermordete Staatsmann war
vor seiner Ernennung zum Gouverneur von Indien
Mitglied des britischen Cabinets. Der Mörder
wurde sofort verhaftet und in Eisen gelegt. Der
Prozeß gegen den Verbrecher wird sofort vorgenom
men und an dessen Beurtheilung ist nicht zu zwei
feln. Die Nachricht von dem Morde erregte gro
ße Consternation im Unterhause. Auch in der Stadt
wurde die Unthat bald bekannt und allcrwärts
hörte man den Ausdruck herzlichster Sympathie fur
den Ermordeten. Mit indischen Angelegenheiten
in Verbindung stehende Sicherheiten sind in Folge
der Nachrichten bedeutend gefallen.
Nicht allein in Berlin, sondern auch in Frank
fnrt a. M. und andern der großen Städte Deutsch
land's soll die Wohnungsnoth ganz bedeutend sein.
In Frankfurt sixd die Miethpreise tit zwei Jahren
um 30—50 Prozent gestiegen.
Ein berühmter Doktor empfiehlt reine Luft im
Freien und kaltes Wasser als das beste Schönheits
mittel der Frauen.
Die Notiz verschiedener Blätter, daß der berühm
te Orientalist Max Müller ei' Ruf nach Straß
bürg annehmen dürfte, erwe' jtch als irrthümlich.
General Sherman. Rom, 12. Feb. Ge
neral Sherman und Lieutenant Grant trafen heute
hier ein. Sie werden etwa 10 Tage hier verblei
ben.
Geheime Consultation. Paris, 12. Feb.
Caleb Cnshing, I. Bancroft, David William Vi.
Evarts und M. R. Waite sind in Paris angekom
men, um in geheimer Sitzung die dem „Genfer
Board of Arbitration" vorliegenden Geschäfte zu be
sprechen.
Innsbruck, 6. Jan. Einen Akt colossaler
Rohheit und
Dummheit zugleich meldet man aus dem
Ober-Pusterthale. Junge Bursche machten sich da
selbst in einer Schänke den „G'spaß", den Kopf
ihres am Tische eingeschläferten Kameraden mit
Schnaps einzutreiben und dann anzuzünden, und
als es nicht brennen wollte, tränkten sie die Haare
des Schlafenden mit Petroleum, welches dann wohl
Feuer fing, aber auch wie man beifügt dem
Armen an's Leben ging. Zu dieser Sorte ver
brecherischer Rohheit gehört auch der zum Glück
i mißlungene Versuch mehrerer Bursche, einen Eisen
bahn-Train aus dem Geleise zu werfen. Die bos-
Haftsummen Buben belegten nämlich diesseits und
jenseits der hohen Brücke bei Percha, oberhalb Bru
neck, die Bahnschinen mit Hölzern (Muselstämmen)
und Steinen der Bahnwärter bemerkte dies aber
noch rechtzeitig genug, um den heranbrausenden Zug
durch seine Warnungssignale zum Stehen zu bringen.
E i n
blutiges Massacre. In Jundil in der
argentinischen 'Republik (Süd Amerika) fand jüngst
ein furchtbares Fremdenmassacre statt. Die Jan
chos, aufgehetzt durch einen ihrer Führer, stürzten
sich aus Verabredung auf die dort wohnenden Frem
den, zogen dieselben aus ihren Häusern heraus und
ermordeten jeden, den sie trafen. Die Fremden
waren durchaus nicht aus den Anariff vorbereitet
und leisteten nur schwache Gegenwehr. Schließlich
eilten die Truppen den Bedrängten zu Hülse und
zerstreuten die IanchoS. Bei dem Massacre wurden
sechs und dreißig Fremde ermordet. Die Truppen
nahmen 24 der Janchos gefangen. Es wird ver
sichert, daß die Schuldigen zur Verantwortlichkeit
und Strafe gezogen werden sollen.
Agenten-Quittungen.
Empfangen bis zum 13. Februar 1872.
Hrn. E. Greeshamer, Elyria, O., $ 9.00 empfangen.
PH. Einich, Tisfin, D.t 47.48
H. Kraut, ^oganoport, Ind.,
H. Gottron, yremont, O.,
I. L. Walter, Findlay, D.,i
.. Mich. Doll, Bon Accord,
11
Husten und Erkältungen werden oft vernachlâs»
I stgt. Laßt man sie eine Zeitlang anstehen, so verursachen
sie Lungengereiztheit oder ein chronisches Halsleiden.
„Brown's Bronchial Troches" ft*| tin urirffaml Husten-
Heilmittel. 'S
KricMfteYs.^'.
Emick. jefcn
12 Eivper. Ausstich
13 Ebner, Tiinâ
11 FucbS. Miß
15 Fink, F. L.
16 Fren, David
17 Fraaß, Fcroi»«»..''
18 Farischon, Franziska
19 Fiscker, Ludwig
20 ®öM, Georg
21 Hin mann, 'K
22 Hinter, Tbeè
2". Held, Otto
21 Iscrmann, AllblM
25 Karn. Peter Adam
26 Keller, Christ
27 Kiclbert, Cbarè.
28 Alüpfel, Konrad
29 Kemmerle, CharleS
30 Kummcrle, Fred.
31 Koisdorf, Franz
32 Kauffeld. He«r?
33 Kühnle, Jacob
i
3.50
26.00
Ksnanz, Iak»5
S5 âarret, „tobn
Febr. 14. hw biapril
oder
Fred.
.,36
Künzel,
John
Adam
Mosi'er, brist.
40
Mullet, David
Crb, Wllbel«
4
Ostermann,
Cbrist
'45
:40
Pirsia. i'udreiij
Cecillia
Rittinaer,
Kett»
Real, Henry
O.
53
Regetl,
54 Stiitz,
Wilbelm
55 Starke. Louis
56 Schneider, Joseph
57
Schuhmacher,
Hc
62
Wich. Cbarlt«
63 Wtibtl, Heer*
64
Warncke,
J»h» H.
65
Wetzel.
ßSf Um einen deutschen Brief zu erhalten braucht «an dlo»
bit Rummer der Liste und die Rummer des Briefes anzugeben.
5,28. Comly,
TolmniuS, 10. Febr. 18fl. Postmeister.
Gerberei feil.
Eine Gerberei, mit 29 Gruben, alle uuterdrainirt und ein Wob«»
hauS dabei, ist zu verkaufen. Weiß-Eicken Rinde und Häufc.
kann man im Ueberfluß bekommen. Wegen Räb??em schrei»
man an,
tu
Febr.!.'».
r-'V
F. Abae, j»
Europäische»
um rriUQ'stopM
Wank- und Wechsel» Acschâst,
Südwest-Ecke der Mai» und 3. Strs^
eine Treppe doch, Cineinnati, Ohio.'
«»»feiet sät be*

SonfttUt fit h: •?:«$
Bayer«, Würtemderg, Bade» und Hesie«,
6ut
der Salbe ist Dollar. 30 CentS Porto per Bottel.
Diese Salbe wirdâi^verfmigt von
Consul.
General- Agentur
für d»
printer und Hamburgers
Post-Dampffd)ifffcchrts Mke,
wöchentliche Verbindung mit Teutfchl^
Packetbeförderung nach Deutschland^?-
Wegen Passage von «ld nach Emopa wende man sich zrWigst a»
C. F. Adae,
Grneral-Agcnt, 6intiaa«ti, O.
I. Hoffmann, Columbus, Ohio,
nnd
I. I. Smith, Springfield, O.,
April 8. 'SS.
E. F. Adae.
Zu verkaufen ober zu tiemnte«.
Vorgerückten AltnS halber sind wir gesonnen, unsere Häuser mtb
Geschäft unter qünsiizrn Bedingungen zu verkaufen oder zu »er
rotten und zwar im Einzelnen oder im Ganzen, je nach Wunsch.
Die Häuser liegen an der Sten Sttaße. unweit South Public La»«,
in einem der belebtesten Stadttbeilc. ES ist die» eine sehr günstige
Gelegenheit, besonders für Geschäftsleute.
Ran spreche vor wegen näher» Auskunft bei
Sal. Weil,
I. H. Heitmann,
deutscher Advokat und öffentl. Not«.
Office im neuen Westboten Gebäude, an der Süd«
Hochstraße,
Eolumb«», Ohio.
Fehr. 14. ifc»'
Pr. Oeorg Aenner's y-
ist ein Heilmittel, welche» gewünscht tu* gesucht worden ist, s«
lanqe cils cS Aerzte und Aprtkekcn vib,
Es (tibi keine Wunden oder (Méreiirr, noch HautauSschl«g,
Entzündungen, bis niefet mit dieser Salbe gebellt werden, tttira
nur der Leidende nech im Bereich menschlicher Hülse ist, oder
Salbe in Zeiten gebraucht wird. Eine 20 Iadre lange Erfahrima
bat genügend Zeugniß qeqebrn. Ueber 20,000 Personen finb
mit dieser Salbe gebellt werden, mebrenibeils Solche, deren Lei
dm 9tut andern Äerztcn für unteilbar erklärt wurden, als meißr
Geschwulst, Knochenfraß. Uebenvachsung der Gelenke, Schwächt
und Entstellung des Rückarateö, S»wcn?. üâbmung der Glieder,
RbrumaliSmuö, Neuralaia, EriNvelaS, Scharlach, Äruvbasten.
Skrofeln. Rin,wurm. Talzslup, offene Beine oder Fever Sore,
Fin-ierwurm, Hühneraugen an Füpen, Erbgrind, für Entzündung
der Leber, der Üumu, der Nieren, der Augen, der Ohre«, bei Hart
Hörigkeit wo die Citren auslauft».
grisebe Wunden werden in unqlaublich kurzer Zeit gehst», Näm
lich Solche, die durch Hauen, ètcchen oder Schiepen verursacht
sind: Beinbrüche. Verquctschung, Verrenknng, erfrorene Glieder
und Brandwunden. Diese alle könne» gebeilt werden, ebe té an
fangt u eitern. Sie beilen auch dann nock bald, wenn der Brand
oder Mortification schon angefanqen hätte. Ebe Jemand den
furchtbaren Vorschlag eingebt, ein 'Glied abnehmen tu lassen, pro
hire man diese Salbe, und man wird in kurzer Zeit sehen, daß fl«
heilt, waS ohne fit nicht geheilt werden kann. Wenn ein Bein
brück nock lebendige Verbindung mit dem Körper bat, durch tit
Slterii und Nerven, so muß tr auch heilen, wenn auch der Änocten
auf die schlimmste Art zermalmt ist. DieS ist hinlänglich bewlt
ftn, ich habe viele solche Fälle leicht geheilt, in sehr kurzer Zeit.
Seil zwei Jahren habe ich die Salbe angewandt für Auszehrung
und Wassersucht wie auch für Brücke und Leibschaden mit btm
testen Erfolg. Sorgfältige Familien sollten die Salbe nitmelS
fehlen lassen in ihrem Hause.
Für nähere Auskunft beschreibe die Krankheit sq ttätlich wie
möglich und schicke ein Poststanw für eine Antwort.
bit
Xtt frtii
Dr. G. Benner,
Dee. 21.—3mt» '. Tiffin. Dffe.
und Master Commissioner's Verkauf.
Wtjvlt|| V Brooks und Houston gegen Watkin Arthur,
^obn W. MiLigan und Andere. Common Pleat Court ro»
Franklin Lounli, Ohio. In Folge eine» VerkaufSbefeblS. »ri
cher in obengenanntem Fall von der Common PleaS Court v»
Franklin Count? an mich gerichtet wurde, werde ich am
Samstag, 24. Februar 1872, um 2 Uhr Nachm.,
«er der CourtbauS Thür in der Stadt Columbu» da» nachfolget*
beschriebene, in Misflin Township, Franklin Countt, Staat Lh-e,
aelcqcne Grundeigcntbum auf öffentliche? Auction zum Bcrksuf
auSbietcn: Das'Interesse, Recht und Anspruch deS Berklaglen.
John W. Milliaan, nemlich: Die ungeteilten Drei Fünftel, und
daS lebenslängliche NuhnießungSrecht deS gedachten John W.
Milligan an den andern zwei Fünfteln der in der Pettticn de
schrickenen Länder und Besitzungen, nemlich: DaS folgende
Grundciqcnlbum, mit Ausnahme früher an Godfte? Bverlv »er
kaufler sierra Acker, beginnend bei einem Pfosten, Zu6n- und
Buchcn^Bäumen. die westliche Grenzlinie deS zweiten Viertel«,
ersten Townships, 17. Ranae deS Ver. Staaten Militär-Diftrikt«,
welches daS nordwestliche Fintel von Joseph Burwell'S 100 Aâe?
Stuck ist von da nördlich laufend der Town, hip Grenzlinie ent
lanq'136 Ruthen 19 Gelenke zu einem Dogwood, Zucker und Ei
senöolzhaum auf qedachter Linie: von da östlich 116 Ruthen bis
zu drei ^uckerholzhaumen von da südlich 137 Ruthen 19 Gelenke,
zu einer' qabclfcrmigen Wasserbuche und Ulme, ncrböülicte Ecke
»tn 'Mröb Burwell'S 100 Acker Stück: von da trnih*. der Li
nie gedachten Stückes entlang, 117 Ruthen zum Anfangspunkte.
100 Acker mehr oder weniger enthaltend. Die Lnantitât, wtlche
davon durch diesen Verkauf übertragen werden soll, beträgt stchziz
9(cfcr.
Abgeschätzt wie folgt: Die ungetbeilten drei Fünftel zv *5,340
und da» lebenslänglich« «utznitßungSrecht an den übrtgm
Fünfteln, zu $60.
Kauuscheidtismu^
oder: Me eMhematische
N. R. Da« einlache und Leichte dkr Anwendung dieser Heil
mittel macht t» Jedem möglich, dieselben seiner Familie mtl
Erfolg zu gebrauchen.,
Preise in Cleveland:
Rur ti» Instrument, den LebenSwccker. mit vergolde««! Nadel»,
ein Flacon Oleum Baunsckeidti, und ein Lehrbuch tttifl Sn»
bang, da» Auge, seine Krankheiten und deren Heilung durch de»
BaünschkidtiSmuS
N^iS für tin einzelnes Flacon Lleuat, portofrei.
Geldsendungen wolle man in Post-Lfsice Money-OrderS» oder
in rc^iftrirtcn Briefen machen, und fctt Pesttüungtn btt nachpt
Post- und Erpreß-Office angehen.
Man hüte sich bor Nachsalschimge».
John Linden,
Mrofttfchrr Baunscheidtist. Cleve!«». Dfto.
I
pm
P. B. Case, Anwalt für Volney Swaw.
Jan. 26. w bi
1
7*
l'etter Ir-iirer 9ic. 361.
...

dem Cabinet
sorter ^ou- Wrecking Association" in San Franci
«e. V®leämiSCt°lK™ SSÄÄISI d--°°u-n Sn,h°llung in ISon6re6»iftriit= sehr
bataur »md°o -ch.n Taylor g* «â B°°-lI-°un-i Mi« Hamilton
(Correspondent des Westboten.)
Sidney, den 5. Febr. 1872
1 Anr. von Ioseyh
2 Achenbach. Eduard (M)
3 Bogncr, Tbereft
4 Bauer, Petcr
5 Bauer» AuguW
6 Block, Carl
7 Lübl. Heinrich
8 Sorna, Zobh
9 Delbert. Ma»"
10 jDrtfftr. Sep
31.15
22.50
5.00
2.00
9.90
6.45
29.70
14.40
19.25
22.00
9.90
6.90
St. Schäfer, Jronton, O.,
Wm. iUiitfl, Gallipolw, C.,
L. H. Heusch, 2t. Marys, Dp»
£i. Schröder, B.'oodvilie, D.r
S. 33. Huben, Springfield. ID.,
Jac. Törler, Cincinnati, O.
Frank Kapps. Tayton, O.,
ü. Zugschwert, iietiton, C.,
H. Mölis, Muscatine, Iowa,
Haudmanii. Arnheiin, O.,
Carl G. Groß, Newark, O.
PH. Stürhof, Canton, O.,
4,00
4.00
57 Leer. Carl
274Leitsch, Maria
MuLteiscn, Alexander
39
41 Messerscbmidt, Heinrich
42 Raup, 3pbannt»
43
Peicr. Heinrich
47 9itnr.fr, Johann Ad»«
48 Renner,
49 Rade?k?, August
50
51 Röbr. Conrad
52
Magdalena
Strodmcier, Henr?
58
Sckaduz. Adam
59
60 Wiedemann, Tvbia
61 Witteler. Anton
Friedrich Richard,
Kouroeville, Huron Cij, O.
El"—
u e
Adolph Seinecke, Consul.
find authoristrt. Aufträge füt CokumbuS und Umgegend ffcr mich
amunehmen.
e i e n e S s i e
Samuel Thompson,
Sheriff und Master Commit
Office- Rordseite von Public Svuare. .Eckt EvUrt»
®trage- Wohnung 414 Prospect Stravt.

xml | txt