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Der westbote. [volume] (Columbus, Ohio) 1872-1918, January 10, 1884, Image 3

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5n ^er Südseite des Gebäudes
*&&i.gefunden. Sie muß aus einem
her an dieser Seite des Gebäudes ge
sew. Zur selben Zeit wurden 2
Dom Balkon des zweiten Stockes
gerettet.
,: -5^ ™Y 8t°ficn Aufregung konnte man
nicht wissen, wie Viele umgekommen wa
ren, aber als man zu zählen beqanrt ver
mine man am Morgen 27 Personen.
âAht Nachmittags waren 11 Leichen
""â^Mben. Es liegen jedoch noch
hen unter den Trümmern des
et«. Der Schaden am Eigenthum
öÄ^âgt $75,000, Die Versicherung $25,--
Die Superiorm der Anwalt hat mit
ihre» PstegdesoKlenen den Tod in den
Mammen gefunden. Sie hätte sich aus
Wem Schkafsaale, aus welchem Alle entka
men, ebenfalls retten können, blieb aber
zurück, um zu versuchen, die sämmtlichen
ihrer Obhut anvertrauten Kinder in Sich
erheit zu bringen, und starb umgeben von
einer ganzen Schaar derselbe^ welchen
der Ausgang abgeschnitten war.
Bis Montag Abend waren 16 Leichen
Unter den Trümmern gefanden worden.
Eine Anzahl Knochen find ausgegraben
wyrden, doch war es unmöglich zu ernnt
tela, wessen Leiche sie angehörten. Es
ist nicht bekannt, wie viele noch fehlen,
ab« die Durchsuchung d«r Trümmer wird
sortgesetzt.
Wie Regierungsland erworben wird.
Wenn die Jahresberichte des Landam
tes in Washington veröffentlicht werden,
pflegen sich die Zeitungen in freudigen
Betrachtungen über die schnelle Besied
lung des Landes und in Berechnungen
über die Zahl fleißiger Menschen, die sich
wieder auf eigenen Heimstätten niederge
lassen hätten, zu eraehen. Aber schon die
Klagen der Bundesbeamten selber, und
besonders oes General-Landcommis
särs, über die Mißbräuche, die mit den
Landgesetzen getrieben werden, haben da
rauf hingewiesen, daß auch in dieser Be
ziehung lange nicht alles Gold ist, was
glänzt.
Ein offenbar sachkundiger Correspon
dent eines New Dorker Blattes aus Da
kota gibt nun in einer New Yorker Zei
tung einige Ausschlüsse über die Art und
Weise, wie die zum Besten der Ansiedler
erlassenen Gesetze von den „Landhainen"
mißbraucht werden. In Folge dieser
Mißbräuche, befindet sich der wirkliche,
ehrliche Ansiedler den Schlauköpfen ge
genüber, welche dem Gesetze nur zum
Scheine Genüge thun, im entschiedensten
Nachtheile.
Läßt sich da beispielsweise ein Mann
von geringen Mitteln mit seiner kleinen
Familie auf einer Viertels-Section Lan
des mitten in der wilden Prärie nieder.
Er bemüht sich, den Bedingungen des
Gesetzes, welche ein „fortwährendes Ve
wohnen des Landes vorschreiben, gewis
jenhaft nachzukommen, und ist natürlich
in der menschenleeren Oede großen Ent
behrungen ausgesetzt. Eines schönen Ta
ges entdeckt er, daß irgendwo in der Um
gegend eine kleine Bretietchüiic errichtet
worden ist, und freut sich darauf, einen
Nachbarn bekommen zu haben. Aber
wettn er nicht gerade den Bau beobachtet
hat, kriegt er von dem Nachbar selber vor
läusig nichts wieder zu sehen. Nur in
Zwischen Räun:en von etwa einem Mo
not erscheint dieser wieder, zündet Feuer
in der Hütte an, daß Rauch aus der Ofen
röhre steigt, die durch das Dach ragt, und
spaziert mit den Händen in den Waschen
in der Nähe der Hütte umher. Nicht
lange, und der wirkliche Ansiedler er
fährt, sein Nachbar habe den Nachweis
geliefert, daß er die vorgeschriebenen fünf
Jahre auf dem Lande gewohnt. Es ist
vielleicht ein Schnapswirth, ein Krämer,
ein Doctor, ein Advokat oder vielleicht
ein Geistlicher aus einer mehr oder weni
ger entfernten Ortschaft gewesen, der sich
eine „Heimstätte" erworben hat. Nach'
her verfällt die Hütte wieder vollständig,
und es läßt sich nicht eher wieder Jemann
auf dem Lande blicken, bis der „Heim
stättler" einen Käufer gefunden hat. Na
türlich ist ein derartiger Erwerb nur durch
Betrug und verschiedene kleine Meineide
möglich.
T% Regierungsbeamten in den Land
(Untern stellen es gar nicht in Abrede,
daß derartige Mißbrauche im ausgedehn
testen Maßstabe betrieben werden sie be
haupten aber, daß es ihnen platterdings
unmöglich sei, sie zu verhindern. Sie
müßten die Beweise, wie sie ihnen vorge
legt würden, wenn sie nur in der Form
richtig seien, annehmen. An Ort und
Stelle Untersuchungen anzustellen, fehl
ten ihnen sowohl die Zeit als die Mittel.
Die geringe Zahl von Agenten, welche
die Regierung zur Aufspürung von Be
trügereien anstelle, könnten nur in ver
emzelten Fällen den Betrug aufdecken.
Etwas mag schon an diesen Entschuldi
gungensein, aber es ist kaum zweifelhaft,
daß die Beamten nicht selten selber die
Hand zu den Betrügereien bieten.
Als eine Entschuldigung für die laxe
Praxis bei der Ausführung des Gesetzes
wird ferner die Rücksicht auf solche ehr
liche Ansiedler angeführt, deren Aimuth
es ihnen unmöglich mache, der Bedingung
des „beständigen Bewohnens" der Heim
stätte wörtlich nachzukommen. Bielen
gehen die Mittel aus, ehe sie eine Ernte
machen können. Sie gehen dann bei
näheren oder ferneren Nachbarn in Dienst
oder suchen Arbeit an einer Eisenbahnsta
tion. Es wäre freilich hart, solche Leute
mit den Landschwindlern in einen Topf
*u werfen. Aber bei gutem Willen der
Beamten würde es, dünkt uns, wohl mög
lich sein, die Grenze zu ziehen.
Daß mit dem Vorkaufsgesetze arge
Mißbräuche getrieben werden, steht außer
Zweifel.
'Aber schlimmer noch ist es mit dem
Waldanpflanzungsgesetze. Die Art, wie
dieses am gewöhnlichsten mißbraucht wird,
ist etwa die folgende: Jemand, der viel
leicht nie an Ort und Stelle war, nimmt
eine Viertelfection unter diesem Gesetze
in Anspruch. Das Gesetz verlangt, daß
er im ersten Jahre fünf Acker umbricht.
Er thut dies oder läßt es durch einen An
dern thun. Im zweiten Jahre muß ex
fünf weitere Acker umbrechen. Er thut
dies wieder. Im dritten Jahre soll er
die ersten fünf Acker mit Bäumen bepflan
zen. Statt dies zu thun, gibt er das
Land auf, dem Namen nach an die Re
gierung, der Wirklichkeit nach aber an ei
nen Andern, der schon bereit steht, an sei-
Stelle zu treten.
Dieser vertritt eben einfach seinen Vor
dermann, oder er zahlt demselben einige
hundert Dollars dafür, daß er ihm die
Gelegenheit gibt, an seineStelle zu treten.
Run fängt die Geschichte von vorne an.
No. 2 pflügt im ersten Jahre wieder die
Men fünf Acker um, im zweiten Jahr
i»e zweiten fünf Acker. Im dritten Iah
rè tritt wieder ein Stellvertreter ein und
so weiter, bis das Land $4, $8, $12 der
Acker werth geworden ist, worauf es dann
an einen wirklichen Ansiedler verkauft
wird. Nicht ein einziger Baum ist unter
deß auf dem „Wald-Claim" gepflanzt
worden. Ein Sprichwort in Dakota sagt,
«$ sei eben so selten, einen Baum auf ei
nen „Wald-Claim" zu finden, wie einen
Ansiedler auf einer Heimstätte!
Derartige Aufklärungen, wie diese,
«nd gerade jetzt sehr zeitgemäß. Hoffent
6h werden sie von den Gesetzgebern im
Kongreß benutzt, um die Gesetze so zu än
dern, daß diese wirklich dem Zwecke ent
sprechen, für den sie entworfen worden
«nd, was gegenwärtig keineswegs der
Kall zu sein scheint. (An d. Wsts.)
-L- Ueble Laune entsteht oft aus jenen
^'schmerzhaften Störungen, denen das weil
"liche Geschlecht unterworfen ist. Bei
Leiblichen Leiden bewirkt Dr. Pierce's
•Favorite Prescription" eine sichere Hei
Smg. Bei Apothekern.
6 cfiftmorb. Steubenvlllc, 5. Jan.
treibn (trier, ein unverheicatheter 23jahriger
Minenarbeiter, beging heute Selbitmord.
Mkim timtreten in die Wohnung sagte er:
Mattet, ich werde
mich umbringen," setzte
sine Piswle auf hie Brust, feuerte und starb
fast augenblüklH.
^Dr. Eduard LaskDe.
Plötzlicher Tod des berühmten Staats
mannes in New 9)orf.
Sine Depesche der „Assoc. Presse" mel
bete am Samstag Mittag die erschüttern
de Kunde von dem in der Nacht vom
Freitag auf den Samstag erfolgten plötz
lichen Tod des Dr. Eduard Lasker. Es
hieß, er fei plötzlich in einer Kutsche, in
der er van einem ihm zu Ehren veranstal
teten Mahle nach seinem Hotel zuruck
kehrte, am Herzschlage gestorben. Dieses
berichten auch die meisten New-Dorker
Blätter. Weiteren Nachrichten zufolge
verhalt es sich jedoch mit näheren Umstäu
den, unter denen der Staatsmann starb,
folgendermaßen: Dr. Lasker war am
Freitag Abend der Ehrengast des bekann
ten Bankiers Jesse Seligmann, Nr. 2,
Ost 42. Str., und den ganzen Abend aus
nehmend munter. Nach 11 Uhr verab
schiedete sich Hr. Lasker von seinem Wir
the und verließ in Begleitung des Hrn.
A. Wassermann das Haus. Beide gin
gen nach der Richtung der Fifth Avenue
und wandten sich dann nach der unteren
Stadt, in eifriger Unterhaltung begrif
sen. Als sie in die Nähe der 34. Straße
kamen, hatte Hr. Lasker einen starken
Hustenanfall, den er zu unterdrücken such
te. Hr. Wassermann sch.ug vor, einen
Arzt zu consultiren, doch Hr. Lasker lehn
te dieses ab, obgleich er kaum sprechen
konnte, und sc schritten sie weiter. An
der 28. Straße legte Hr. Lasker plötzlich
die Hand auf's Herz und begann zu wan
ken. 5pr. Wassermann fing ihn in den
Armen auf und rief einige vorübergehen
de Bürger um Hülfe an. Mehrere Her
ren eilten herbet und trugen den sterben
den Mann nach einem nahen Stalle, wo
rasch ein Lager von Büffel-Roben und
Decken improvisirt wurde. Ein Arzt
wurde gerufen, aber es war Alles nutz
los, der Puls wurde immer schwächer und
bald darauf stand er für immer still.
Die Leiche wurde nach der Wohnung ei
nes Betters des Verstorbenen, Hrn. H.
Richter, Nr. 102, Lexington-Aoenue, ge
bracht, wo Hr. Lasker während seines
New Aorker Aufenthaltes wohnte. Die
Nachricht von dem plötzlichen Tode des
berühmten deutschen Staatsmannes ver
breitete sich sehr rasch, und viele Vereh
rer und Freunde des Verstorbenen eilten
noch in derselben Nacht herbei unter den
Ersten war Hr. Karl Schurz.
Hr. Lasker traf am 22. Juni mit sei
nem in Texas ansässigen Bruder Moritz,
welcher in Deutschland gewesen war, auf
dem Dampfer „Werra" in New Aork ein
und hielt sich längere Zeit dort, in den
Catskills und anderen Sommerorten auf,
ohne viel in die Öffentlichkeit zu treten.
Er machte verschiedene Ausflüge nach
westlichen Städten, und obgleich er sich
zurückgezogen hielt, konnte er es doch nicht
vermeiden, daß er überall von den Deut
sehen enthusiastisch empfangen wurde.
Anfangs September schloß er sich der
Villard'schen Erpedition an und reifte
über Californien nach Texas, wo er län
ger? Zeit in Galveston bei seinem Bruder
verweilte. Ende November reiste er über
St. Louis und Cincinnati nach Washing
ton, wo er der Eröffnung des Congresses
beiwohnte und der deutsche Verein ihm
zu Ehren vor vier Wochen in Abner's
Halle ein glänzendes Binkett veranstal
tete. Am 13. Dezember traf er in Bal
timore ein und war zwei Tage lang der
Gast des Hrn. G. W, Gail, worauf et
am 15. Dezember nach Nero Aork weiter
reiste. Dort wollte er sich noch bis Mitte
Januar aufhalten, um dann bei der Er
Öffnung des deutschen Reichstages wieder
auf seinem Posten zu sein. Kaum in
New Aork angekommen, erkrankte er, doch
scheint er sich rasch wieder erholt zu ha
ben aber das Gefühl eines plötzlichen
Todes trug er schon seit längerer Zeit mit
sich herum. Er konnte sich einer gewis
sen Todesahnung nicht erwehren, sprach
öfters von seinem bevorstehenden Ende
und wollte sich die Todesgedanken nicht
ausreden lassen. Seine Ahnung sollte
ihn nicht täuschen. Vor etwa zwei Wo
chen wurde et bedenklich krank er klagte
damals über Nierenleiden und wurde von
dem ihm befreundeten Arzte Dr. Jakobi
behandelt. Vor acht Tagen war Dr.
Lasker so weit wieder hergestellt, daß er
der Jahresversammlung des „Mount
Sinai-Hvspitalvereins" beiwohnen und
eine kurze Ansprache halten konnte. Fer
ner gab er das Versprechen, bei der aus
letzten Montag arrangirten musikalischen
und literarischen Abend-Unterhaltung der
„Akiba-Loge Nr. 173, J.O. B. 33.," eine
Vorlesung zu halten. Wie viel er auch
an einen plötzlichen Tod denken mochte,
ein so rasches Ende hat er sicherlich nicht
geahnt. Der Bruder des Verstorbenen,
Hr. Moritz Lasker von Galveston, ist nach
'New Aork unterwegs, und die Leiche, die
soeben einbalsamirt wird, wird am 26.
Januar nach Deutschland geschickt wer
den.—Die Autopsie der Leiche constatirte
einen breigeschwulstartigen Zustand der
Blutgefäße, Erweichung des Gehirns an
zwei Stellen, Herzerweiterung, verbunden
mit fettiger Entartung des HerzmuSkelge
webes, und ein Lungenleiden. Das Re
sultat deutet an, daß der verstorbene
Staatsmann einem Herzübel zum Opfer
fiel.
Lasker wurde am 14. Oktober 1829 in
Jaroczin, einem kleinen Städtchen Po
fens, geboren, besuchte das Gymnasium
in Breslau und wollte Arzt werden,
wandte sich aber schließlich dem Studium
der Mathematik und Astronomie zu. Im
Jahre 1848 kam er nach Wien, focht in
der Studentenlegion unter Robert Blum,
entkam indeß glücklich in die Heimath
und widmete sich dem Studium der Rechts
Wissenschaft, betrat 1857 die preußische
Beamtenlaufbahn, ging 1863 nach Eng
land, um das dortige Recht zu studiren
und wanderte hierauf wieder als unbe
soldeter Hülfsbeamter von einem preußi
schen Gericht zum anderen. Ueberall
ward seine außergewöhnliche Fähigkeit,
Arbeitskraft und Pflichttreue erkannt.
Seit 1858 Assessor beim Berliner Stadt
gericht, schied er 1870 aus dieser Stel
lung aus und wurde Rechtsanwalt. In
die Politik wurde er durch die „Deutschen
Jahrbücher" eingeführt, in welchen er be
deutende Arbeiten über Verfassung und
Verwaltung veröffentlichte, welche die
Aufmerksamkeit der liberalen Partei und
der wissenschaftlichen Welt auf ihn lenk
ten. Vom 4. Berliner Wahloezirk im
März 1865 und im Juli 1866 zum Ab
geordneten für den Landtag gewählt,
wurde er Berichterstatter in mehreren Com
missionen, trat 1866 aus der Fortschritts
partei aus und wurde einer der Mitbe
gründer und Führer der nationalliberalen
Partei. 1868 wurde er der Vertreter
Magdeburgs im Landtag und nahm 1873
dasselbe Mandat von Frankfurt a. M, an.
Im norddeutschen Reichstag vertrat er
den ersten Berliner Wahlkreis in den
deutschen Reichstag ließ er sich vom zwei
ten Wahlkreis des Herzogthums Meinin
gen wählen und entwickelte in allen
Reichssitzungen e:ne außerordentliche
Wirksamkeit, namentlich als schlagfertiger
Redner. Großes Aufsehen rief Lasker im
Jahre 1873 durch sein Auftreten im Land
tag gegen fürstliche und gräfliche Eisen
bahngauner hervor. Auf literarischem
Gebiete that sich Lasker im Jahre 1873
hervor durch seine Schrift: „Zur Ge
schichte der parlamentarischen Entwicke
lung Preußens."
Der „Baltimore Correspondent" wid
met dem Abgeschiedenen die folgenden
Bemerkungen:
In Dr. Eduard Lasker verliert der
deutsche Parlamentarismus seinen bedeu
tendsten Mann, und die liberale Partei
ihren glänzendsten Namen. Lasker hat
seit 1865 an dem stolzen Baue des neuen
Reiches mitgearbeitet er war Freund
und Gegner der Regierung, je nachdem
es die Verhältnisse mit sich brachten, aber
immer der Freund des Volkes, der Vor
kämpfer seiner besten Interessen. Daß
er als solcher Mißgriffe begangen, daß
seine Partei gewissermaßen Bankerott ge
macht hat »tnd von üm sßMjßoen Re­
gierung „an die Wand gedrückt wurde,
daß sie quietschte," (wie sich Bismarck so
drastisch ausdrückte) darf man ihm nicht
allein zur Last legen. Die allgemeine
Achtung, deren er sich erfreute, zeigt, daß
man das viele Gute, was er gewirkt, zu
würdigen wußte. Es ist übrigens ein
merkwürdiges Zusammentreffen, daß der
selbe Draht, welcher uns am Samstag
den Tod dieses Mannes meldete, uns auch
aus Deutschland die Kunde brachte, daß
die Maigesetze in Preußen aufgehoben
werden sollen.
Hr. Lasker befand sich aus einer Echo
lungs- und Studienreise, und mit Recht
hofften die Deutsch-Amerikaner, daß er in
I
Deutschland künftig ein freundlicher Ver
I
mittler zwischen der alternden Mutter
Germania und ihren ausgewanderten
Kindern sein werde. Dr. Laster hat sich
die Deutsch-Amerikaner genau angesehen,
in allen Theilen des Landes hat er sie be
obachtet, bei ihrer Arbeit, bei ihren Festen
urd in ihren industriellen und commer
gießen Schöpfungen, und er hat ihnen
überall freudig das das Zeugniß gegeben,
daß sie der deutschen Nation würdig sind.
Es sollte ihm nicht mehr vergönnt sein,
Das, was er in Amerika erlebt und ge
sehen, in Deutschland zu berichten und die
hier gemachten politischen Erfahrungen
zum Besten des deutschen Volkes zu ver
werthen aber dieselben werden nicht ganz
verloren sein. Seit Hr. Lasker es er
kannt und ausgesprochen hat, daß weder
England, noch Frankreich die hohe Schule
für Politik und Leben sind, sondern daß
es die amerikanische Union ist, werden
Andere seinem Beispiele folgen, trotzdem
dieser erste Besuch eines deutschen Staats
mannes in Amerika ein so tragisches Ende
genommen hat.
An Schmerzen und Herzklopfen lei
dend, that Per una Wunder für mich.
John Dono hue, Sharpsburgh, Pa.
us sank
Deutschland. Trauer um Las
ker. Berlin, 6. Januar. Lasker's
Tod hat allgemeines Bedauern hervor
gerufen. Die liberalen Zeitungen wei
sen auf die großen Dienste hin, die er
dem deutschen Reiche durch seine Mithülfe
bei Ausarbeitung der Justiz- und Han
delsgesetze, und durch seine Enthüllung
des Gründungsschwindels geleistet hat.
Es werden große Vorbereitungen für ein
imposantes Begräbniß des tobten Staats
mannes getroffen.
0 a o n e S Z u s a n
Hannover, 6. Januar. Col. Rath
bone's Aerzte meinen, daß der Patient
körperlich von seinen Wunden genesen
wird, glauben aber, daß es nöthig sein
wich, ihn nach einem Jrrenasyl zu schicken.
In Berlin ist Paul Tctalioni, der
Ballet Komponist und Ballet-Meister an
der Kgl. Oper, im Atter von 76 Jahren
gestorben. Er war ein Bruder der be
rühmten Tänzerin Maria Tazlioni.
Oestreich. Blutiger Streit.
Pesch, 6. Januar. Während eines
Streites zwischen Bauern und Pächtern
in Jzbeck, Ungarn, wurde einem Gens
darm, der sich einmischen wollte, mit ei
nem Beil der Schädel gespalten. Ein
anderer Gensdarm erschoß darauf zwei der
Ruhestörer.
400,000 Gulden gestohlen.—
Pesth, 7. Jan.—Aus dem hiesigen Post
amt sind 400,000 Gulden gestohlen wor
den. Vier Postbeamte sind auf Verdacht
hin verhaftet worden.
Frankreich.—Abbitte.!« Berlin.
Paris, 5. Januar. Die französische
Regierung hat in Berlin Abbitte dafür
gethan, daß ein französisches Kriegsschiff,
welches dem Geschwader mit dem Krön
prinzen an Bord zwischen Spanien und
Italien begegnete, es unterließ, den üb
lichen Salut zu feuern. Der Capitän ist
summarisch seines Postens enthoben wor
den.
Großbritannien. Arbeiter ver
unglückt.— Liverpool, 6. Januar.—
Während eine Anzahl Arbeiter heute auf
einem Theil der London und North Wes
tern Eisenbahn-Brücke über den Douglaß
River beschäftigt waren, fiel ein Theil
des Bau's in Trümmern. Sieben der
Arbeiter wurden getödtet und eine gleiche
Zahl, oder mehr, so schlimm verletzt, daß
sie wahrscheinlich sterben werden.
Egypten. Ministerkrisis.
Cairo, 7. Jan. Das egypüsche Mini
sterium reichte Abends um acht Uhr seine
Resignation ein. Der Premier Cherif
Pascha begleitete die Resignationen mit
einem Schreiben an den Khediven, worin
er die Gründe darlegt. Der Khedive hat
die Resignation der Minister angenom
men und sie ersucht, im Amte zu bleiben,
bis ihre Nachfolger ernannt sind. Riaz
Pascha und Nubar Pascha weigern
sich entschieden, die Bildung eines neuen
Ministeriums zu übernehmen.
Rußland. St. Petersburg, 4.
Jan.—Ueber dreißig Personen sind we
gen angeblicher Theilnahme an der Er
mordung Sudeikin's verhaftet worden.
Es unterliegt keinem Zweifel, dafe^Ni
hilisteii sich erholt und organisirt haben
und entschlossen sind, Schrcckrnsthaten
gleich denen im Jahre 1881 zu verüben.
Die Familie des Czaren ist von einer Pa
nik ergriffen. Die Dinge stehen schlim
mer, als die Polizei bekannt werden läßt.
Man ist überzeugt, daß die Ermordung
des Gendaâierie-Oberstlieutenants nur
der Anfang einer Reihe nihilistischer
Mordthaten ist. Zwei der Nihilisten, die
bei dem Attentat auf den Polizei-Oberst
lieutenant Sudeikin von diesem verwun
det wurden, sind ihren Verletzungen er
legen.
Madagascar. Frankreich er
folgreich. London, 5 Jan. Aus
Durban wird berichtet, daß die Madagas
sen beschlossen haben, das französische
Ultimatum anzunehmen und den nördli
chen Theil der Insel von Cap St. Andre
bis Cap Bellone an Frankreich abzutre
ten. Die Bestimmung der Garantien
wird der Regierung der Hovas überlassen
man rechnet bestimmt auf eine lieberem
fünft, weil die Madagassen um jeden
Preis, der nicht das französische Protek
torat anerkennt, die Franzosen los sein
wollen.
Meuchelmord an einem Polizei-Be
amten.
Unter diesem Titel berichtet die „W.
Fr. Pr." vom 16. v. M. den schon vom
Kabel gemeldeten, auf Rechnung der so
cialistischen Agitation zu schreibenden trau
rtgen Fall wie folgt: Die Nachricht von
einem Meuchelmorde, welcher gestern
Nachts in Floridsdorf an dem Polizei
Koncipisten Franz Hlubek verübt wurde,
hat in allen Schichten der Bevölkerung
ungeheures Aufsehen hervorgerufen. Zur
Entrüstung über die feige, in dunkler
Nacht an einem schütze und wehrlosen
Manne verübte Mordthat gesellt sich noch
die Besorgniß, daß der unglückliche Po
lizei-Beamte das Opfer eines excentrischen
Fanatikers geworden sein dürfte, der je
ner kleinen, aber gefährlichen Fraktion
Socialisten angehört, welche den Umsturz
der socialen Ordnung auf ihre Fahnen
geschrieben hat. Der Umstand, daß Hr.
Hlubek ein ruhiger, friedliebender Beam
ter war, der sich allgemeiner Sympathien
erfreute, schließt es nach amtlichen Er
Hebungen fast gänzlich aus, daß der Mord
auf einen Akt persönlicher Rache zurück
geführt werden könne. Dagegen ist es
bekannt, daß viele der Fabrikarbeiter von
Floisdorf und Jedlersdorf der extrem
sten Socialisten-Partei angehören,, und
daß diese anläßlich von Arbeiter-Ver
sammlungen dem als Regierungsvertre
ter sungirenden Polizei-Koncipisten Hlu
bek öfter Anlaß gaben, energisch seines
Amtes zu walten. Herr Hlubek erhielt
daher auch in den letzten Monaten wie
derholt anonyme Zuschriften, in denen
ihm mit betn Tode gedroht tpurde und
erst kürzlich wurde ihm von unbekannter
Seite ein aus Holz geschnitzter Galgen
en mmi:iture geschickt. Er legte gleich
seiner Umgebung diesen Sendungen keine
besondere Bedeutung bei. Alle diese An
Haltspunkte mögen die Behörden auch zur
Annahme bestimmen, daß der Mörder zu
nächst in den radikalen Socialistenkreisen
zu suchen sei. Wir geben in Nachstehen
I dem eine genaue Darstellung des sensa
tionellen Falles: Die Aibeiter Johann
Till und Slloié Siegel hatten für Sams
tag Abend, 8' Ubr, dem Gasthause
des Franz Ascbenbrenner in Jedlersdorf,
in welchem sich auch das Arb-iter-Lese
zimmer befindet, eine Versammlung ein
berufen. Zu der Versammlung hatten
sich ungefähr 50 Personen eingefunden,
unter denen auch mehrere Frauensperso
nen bemerkt wurden Als Regierungs
Vertreter in der Versammlung fungirte
der Konapist des Polizei Kommissariates
Floridsdorf, Herr Hlubek. Derselbe war
in'Uniform, aber ohne Dcgen erschienen.
Die Versammlung nahm einen ganz ruhi
gen Verlauf und der Reglerungsvertreter
hatte keinerlei Ar aß, einzuschreiten. Um
9 Uhr Abends wurde die Versammlung
geschlossen. Die Arbeiter zerstreuten sich
nach Schluß der Vorlesinng, und auch
Herr Hlubek verliefe das Lokal, um sich
in seine Wohnung in Floridsdorf, Haupt
straße 46, zu begeben. Das Aschenbren
ner'jche Gasthaus ist ain unteren Ende
der Jedlersdorfer Hauptstraße gelegen.
Unweit davon befinden sich eine sicher
heitsivachstube und der Jedlersdorfer
Friedhof bann gewahrt man auf dem
Wege gegen Floridsdorf auf der einen
Seite der Straße einen freien Platz und
eine Wiese, hinter welcher sich die Manch
ner'fche Fabrik erhebt. Auf der anderen
Seite der Straße befindet sich eine Reihe
kleiner Baulichkeiten, eine Jutespinnerei
und ein Grabsteinlager. In der Nähe
dieses Grabsteinlagers nun, dem Eigen
churn des Herrn W. Wachek, wurde die
That verübt. Vom Aschenbrenner'schen
Lokale bio zu dieser Stelle ist eme Distanz
von kaum 300 Schritten, die man bequem
in drei bis vier Minuten zurücklegen
kann.
Das Wachek'sche Grabsteinlager ist gegen
die Straße mit einem Gittnlattenwerk
abgesperrt und trägt die Orientirungs
nummer 59 der Jedlersdorfer Hauptstraße.
Es war kurz nach 9 Uhr, als ein Einwoh
ner von Jedlersdorf, Namens Robert
Hanke, und ein Taglöhner, Namens Jo
seph Fleischhacker, einen Schuß fallen hör
ten. Die Beiden eilten auf die Stelle zu,
von woher sie die Detonation vernommen
hatten. Bei der herrschenden Finsterniß
konnten sie nur wahrnehmen, daß ein
Mann mit zur Erde gekehrtem Gesichte
regungslos auf dem Boden liege. Die
beiden Männer, die glaubten, daß hier
ein Selbstmord vorliege, begaben sich in
die Polizei-Wachtswve und theilten dort
ihre Wahrnehmung dem Kommandanten
mit. Dieser begab sich sofort an Ort und
Stelle, ließ die Leiche des unbekannten
Mannes in die gegenüberliegende Tod
tenkammer bringen, und da erst erkannte
er zu seir em Entsetzen, daß er die Leiche
des ihm wohlbekannten Koncipisten Hin
bek vor sich habe. Ein flüchtiger Blick
aus den Leichnam zeigte, daß Hlubek einen
Schuß in den Hals erhalten hatte, der
ihn sehr rasch getödtet haben mußte.
Im Lause der Nacht wurden sieben
Verhaftungen vorgenommen. Unter den
Jnhaftirten befinden sich die beiden Ein
berufet der Versammlung, Johann Till
und Alois Siegel, und der Redner des
Abends, der Vrodausträger Ferdinand
Schofftzauser. Zwei der Verhafteten wur
den bald wieder auf freien Fuß gesetzt,
da sich ihre Schuldlosigkeit herausstellte.
Gegen Schaffhauser, der nach 11 Uhr
Nachts im Gast ha use des. R. Beranek,
Jedlersdorferstraße 58, verhaftet wurde,
liegen einige schwerwiegende Verdachts
Momente vor. Es ist zunächst erwiesen,
daß Hlubek. als er das Lokal verließ, von
Schaffhauser begleitet wurde. Dieser ge
steht auch, mit dem Koncipisten zusam
men das Lokal verlassen zu haben er be
hauptet aber, in der Nähe der Nordbahn
häuser sich dem Polizeibeamten em
pfohlen zu haben und dann zurückgegan
gen zu sein. Ein gravirendes Moment
ist es ferner, daß Schaffhaufer's Röhren
ftiefel ganz genau in die Fußspuren pas
sen, welche in der Nähe des Thatortes be
merkt wurden. Schaffhauser leugnet je
doch entschieden, das ihm zur Last gelegte
Verbrechen begangen zu haben. Im
Laufe der Nacht wurden in den Wohn
ungen der Verhafteten Revisionen vorge
nommen, und man fand bei einigen so
cialistische Flugschriften Hochverrätheri
schen Inhaltes. Die Waffe, mit der die
Mordthat verübt wurde, konnte bisher
nicht aufgefunden werden.
Heute (16.) Morgens um acht Uhr
fand sich, nachdem die polizeilichen Er
hebungen unausgesetzt fortgesetzt worden
waren, die gerichtliche Kommission aus
Kornenburg ein. Diese, bestehend aus
dem Staatsanwalts Scheitz und dem Un
tersuchungsrichter Dr. Dobrzanski, nahm
gleichfalls den Thatbestand auf und ließ
insbesondere die Entfernungen zwischen
dem Aschenbrenner'schen Gasthause und
dem Thatorte ausmessen. Die Jnhaf
tirten, fünf an der Zahl, werden dem
Preisgerichte Kornenburg zur Verwah
rungshaft eingeliefert werden. Die fort
gesetzten Nachforschungen haben gegen
Schaffhauser eine solche Fülle von Bewei
sen zu Tage gebracht, daß an feiner Schuld
kaum mehr zu zweifeln ist.
Wenn Du Dich matt, schläfrig, ent
frästet fühlst, bleiche Hautfarbe oder im
Gesicht und am Körper gelblich-braune
Flecke haft wenn Du oft an Kopsireh
oder Schwindel, an Uebelgefchmack im
Munde, an innerlicher Hitze oder Frösteln
abwechselnd mit heißen Wallungen leidest,
wenn Du niedergeschlagen bist, düsteren
Ahnungen, unregelmäßigen Appetit und
eine belegte Zunge hast, so leidest Du an
starrer Leber oder Galligkeit. In vielen
Fallen von Leberleiden hat man nur ei
nen Theil dieser Symptome. Als ein
Mittel gegen alle solche Fälle findet Dr.
Pierce's „Croldcn Medical Discovery"
(goldene medizinische Entdeckung) nicht
ihres Gleichen, da sie vollkommene und
gründliche Heilung bewirkt.
Aachrichten aus Kyio.
In Belleville, nahe Mansfield, hat sich
der Holz- und Kohlenhändler Geo. W. Little
erschossen.
In Portsmouth ist em deutscher Mann,
Namens Gillsdorf, auf der Straße plötzlich
todt umgefallen.
7n Ce lina wurde Jacob Wabbeler's 10
Jahre alter Sohn, während er am Fenster
stand, von unbekannten Neujahrs-Schießern
erschossen.
In Akron ist die Aetna Mühle von Mc
Neil u. Baldwin abgebrannt. Der Schaden
wird auf $75,030 veranschlagt, während die
Versicherung lange nicht diese Summe er
reicht. Tie Mühle war zuletzt Eigenthum der
z oeiten Nationalbank von Akron.
Wie aus Cleveland gemeldet
wird, hat der dortige populäre Bankier S.
T, Ev-rett, der wegen Aktien-Spekulation ge
zwungen war, seine Stelle als Präsident der
dortigen Ersten Nationalbank niederzulegen,
über 8400,000 in Nord-Pacific-Aktien verlo
ren. „Krumme" Transaktionen können Hrn.
Everett nicht nachgewiesen werden.
DasStädichcn Marysville istv»ll
Besorgniß um das 12 Jahre alte Töchterchen
von Fred. Weis, welches am Montag sich auf
den Weg zu seiner drei Meilen entfernt woh
»enden Großmutter machte, um sein „Christ
kindchen" in Empfang zu nehmen. Das Kind
kam aber nicht bei der Großmutter an und ist
jetzt spurlos verschwunden.
In Cincinnati haben die Bauvereine
im Laufe des Jahres 1883 $2,500,000 an ihre
Mitglieder ausgeliehen, und sind 36 neue Ver
eine entstanden.
In Miamisburg wurde die Frau von
Adam Kronauer wegen Mißhandlung in Ay
I lagestand versetzt.
Der Negsr Charles Lewis in Cir
cinnati, ein übelberüchtigter Charakter, wurde
am Samstag von seinem Ztjährigen Schwa
ger, dem färb igen Deckarbeiter Charles Russell,
im Streite erschossen.
I
n S e u e n v i e ist der 9jährige Sohn
des Musiklehrers Henry Schäfer am Starr
scamps gestorben. Der Knabe hatte vor zwei
Wochen eine unbedeutende Wunde am Kopse
durch einen Steinwurf erhalten.
Aus bisher noch nicht ermittel
ten Ursachen hat sich in Smith ville
der.vermögliche Juweleahändler John Pausch
mittelst Gift aus der Welt geschafft.
Louis Walter, ein 26jähriger Rarbier
aus Akron, schlug am Donnerstag letzter
Woche ein Loch in die Eisdecke des Ohio Canal
und sprang in selbstmörderischer Absicht hin
ein. Er wurde, nachdem er 10 Minuten in
dem eiskalten Wasser zugebracht hatte, heraus
gez«gen, kann aber nicht am Leben erhalten
werden.
Schreckliches Brandunglück.—Am
4. Januar gerieth das Haus
Milton Highland's
drei Meilen westlich von Salineville, durch ei
nen schadhaften Kamin in Feuer und brannte
vollständig nieder. Zwei Kinder, Mädchen
im Alter von 8 und 14 Jahren, die im oberen
Stockwerke schliefen, konnten nicht entfliehen
und kamen in den Flammen um. Frau High
land, die mit ihren beiden jüngsten Kindern
unten schlief, erwachte gerade noch rechtzeitig,
um sich retten zu können und hinter sich das
Haus zusammen stürzen zu sehen. Herr High
land befindet sich auf einer Geschäftsreise in
Indiana.
Aus Greenville wird berichtet, daß sich
in der Nähe des Ortes Beamsvitl? 24
Jahre alte deutsche Farmer Henry Krickenber
ger in seiner Scheuer aus unbekannten Grün
den erschossen habe.
JnCincinnati brach am
Montag in der
Seifenfabrik von Proctor u. Gamble an der
Central Avenue ein Feuer aus, das bis Abends
wüthete u«d einen Schaden von $200,000 bis
$250,000 verursachte, der indessen durch Ver
sichsrung gedeckt ist. Die Fabrik umfaßte in
einer Reihe von Gebäuben eine Lardölfabrik,
eine Kiftenfabrik, einen Lagerraum für Holz,
die 5stöckige Seifenfabrik, ein altes Waaren
haus, eine Lichterfabrik und ein neues Lager
haus. Ein großer Theil dieser Gebäude ist
gänzlich ausgebrannt.
In Cincinnati ist am 30. Dezember
Joseph Long worth, einer der verdien
testen Bürger der Stadt, im Alter von siebzig
Jahren gestorben. Von seinem ererbten Reich
thum sein Vater Nicholas Longworth hatte
sich in der noch jungen Stadt Cincinnati ein
sehr großes Vermögen erworben machte er
einen edlen Gebrauch darüber theilte das
„Cincinnati Volksblatt" bereits am Vorabend
des Todes des Herrn Joseph Longworth Fol
gendes mit:
„Joseph Longworth ist einer derjenigen ver
mögenden Bürger Cincinnati's, die ihren Ge
meinsinn bei jeder Gelegenheit, wo es gilt, der
Stadt zur Zierde gereichende Institutionen zu
fchasfen, bekunden, und der auch Ehrenämter,
durch welche das allgemeine Beste gefördert
wird, stets annahm und mit strenger Gewis
senhaftigkeit und Pflichttreue verwaltete. Sei
ner Generosität verdankt Cincinnati z. B. die
jetzt in so hoher Blüthe stehende und so nutz
bringend wirkende Zeichnenschule, die mit der
Cincinnatier Universität verbunden ist, und
das gleichfalls mit dieser Anstalt verbundene
Observatorium wurde von ihm reich bedacht.
Bei den Zeichnungen für die Bcusikhalle be
theiligte er sich in sehr hervorragender Weise
und das Kunst-Museum fand in ihm einen der
eifrigsten Förderer, indem er nicht nur $10,=
000 für den Baufond beitrug, sondern auch
durch seine reichen Schenkungen von werth
vollen Sammlungen in der That den Grund
für die Kunstschätze des Museums legte. So
schenkte er die werthvollen Skizzen Lessing's,
einige Gemälde desselben Meisters, West's gro
ßes Hamlet-Gemälde und werthvolle Samm
lungen von Radirungen und Aquarellen. Am
öffentlichen Leben betheiligte er sich insofern,
als er Ehrenämter annahm, in welchen tüch
tige Geschäftsleute nothwendig sind. So war
er Mitglied der früheren Park-Commission,
und seit deren Einsetzung Präsident der Til
gungs-Commissäre. In allen diejen Stellun
gen wirkte er voll Pflichteifer und Uneigen
nützigkeit zum Besten der Stadt."
Ausgespielt.— Putnam, 1. Januar.
Lewis Johnson, ein wohlbekannter hiesiger
Bürger, machte feinem Leben ein Ende, indem
er eine enorme Dosis Strychnin zu sich nahm.
Verlust beim Spiel, dem er mit Leidenschaft
fröhnte, hatte den einst wohlhabenden Mann
zu dem verzweifelten Schritt getrieben. Er
hinterläßt Fzmilie.
In die Ewigkeit.—New Philadelphia,
1. Jan. Samuel Fogely lud heute Morgen
einen alten, ausgehöhlten Baumstamm, um
einen Neujahrsschuß abzufeuern. Als die
Lunte, welche er angelegt hatte, nicht recht
brennen wollte, fetzte er sich auf den Baum
stamm, um die Sache zu untersuchen. Plötz
lich ein Krach und Fogely flog mit ausgerissen
ner Brust hoch in die Luft und dann in den
Canal, wo ihn seine Gattin in sterbendem Zu
stande fand.
Schreckliches Unglück bei Rapo
leon.—Zwei Männer im Schlitten
von einem Bahnzuge überholt
und getödtet, einer schlimm ver
[*e tz t.—Toledo, den 2. Jan.—Von Napoleon,
Henry County, wird heute berichtet: Unser
Städtchen ist voll Entsetzen über ein gräßliches
Unglück. Letzte Nacht fand in Peter Bastel
mann's Saale in der deutschen Ansiedlung,
circa 7 Meilen von hier, ein großer Neujahrs
ball statt. Gegen halb 11 Uhr fuhren Frank
Lang, Wirt. Rohrs, Henry Arps und Geo.
Egers in einem Doppelschlitten dahin ab. Als
sie an die Eisenbahnkreuzung kamen, sahen sie
an jeder Seite derselben einen Frachtzug auf
dem Nebengeleife stehen, konnten aber wegen
dieser Züge das Hauptgeleise nicht übe-blicken
und fuhren weiter in der Meinung, daß es frei
sei. Aber sobald sie daraus waren, bemerkte
ver Treiber, Frank Lang, zu seiner Linken und
nicht 20 Fuß entfernt den Blitz-Erpreßzug, No.
4, heranstürmend, und da er nicht mehr zu
rück konnte, peitschte er die erde, um noch
schnell hinüber zu komme». Während Wm.
Arpe und Geo. Egers sogleich aus dem Schlit
ten sprangen und unverletzt blieben, traf die
Locomotive den Schlitten und die Pferde, zsr
schmetterte den ersteren, schleuderte sie und die
zwei Insassen des Schlittens bei Seite und
rannte weiter. Frank Lang war todt und
schrecklich verstümmelt, Wm. Rohrs lag be
wußtlos, aber noch athmend in seiner Nähe
und starb nach 20 Minuten, und Henry Arps
war so schlimm verletzt, daß er sich nicht be
wegen konnte, aber die herbeigerufenen Aerzte
Dr. Harrison und Dr. Powell fanden, daß er
keine Knochen gebrochen hatte, jedoch furchtbar
erschüttert und gequetscht war. Lang und
Rohrs waren angesehene junge Deutsche, bezw.
24 und 27 Jahre alt und verheirathet. Rohrs
war ein Partner des Spczereihändlers Fritz
Rohrs und Lang ihr Ladendiener.
Wer ist es? Zanesville, 2. Januar.—
Heute Morgen fand man unweit Concord
Place auf dem Geleise der B. u. O. Bahn die
entsetzlich zugerichtete Leiche eines unbekannten
Mannes. Beide Beine waren abgefahren und
der Kopf eingedrückt. Man fano Nichts in
feinem Besitze, was eine Jdentisicirung er
möglicht hätte. Er schien ungefähr 40 Jahr
alt zu fein.
Eine entsetzliche That.- Salem, %.
Januar.—LouisGrifsith, ein angesehener Far
mer, hatte Streit mit-jeinem 17jährigen Sohne
und folgte ihm in ein nahe dem Hause besind
liches Gehölz, wo der alte Griffith erschossen
wurde. Der Sohn gilt für den Thäter. Das
Pferd, das der Sohn sich von einem Nachbarn
geliehen hatte, kam allein zurück. Der Sohn
ist nirgends zu finden. Vater und Sohn hat
ten gestern Streit wegen Farmarbeit. De*
Vater verlangte, daß der Sohn, der einen
schlechten Ruf hat, ihm beistehe. Der junge
Mann verließ das Haus im Zorn und nahm
eine Pistole mit. Bald darauf hörten die
Nachbarn einen Schuß fallen, glaubten aber,
daß ein Jäger geschossen habe. Etwas später
kam der Sohn, Stanley mit Namen, zu einem
Nachbarn und sagte, fein Vater habe sich ge
schössen und er bat sich das Pferd des Nach
bars aus, um einen Arzt zu holen. Die Leiche
des alten Griffith wurde im Walde gefunden,
mit einer Schußwunde in der linken Brust.
Die Spuren weisen auf einen verzweifelten
Kampf hin und der blutbefleckte Schnee läßt
es erscheinen, daß Stanley sich die .vuinbe vom
Blute zu reinigen suchte, nachdem er die Leiche
umgewandt hatte. Stanley kam zum Arzt
und sagte ihm, daß sein Bater sich das Leben
genommen habe. In der durch die Aufregung
entstandenen Verwirrung entkam er. Es
heißt, daß Stanley schon früher einmal auf
feinen Vater geschossen hat. Ein weiterer
Beweis eines überlegten Mordes ist der Um
stand, daß der ältere Griffith, als er das.Haus
verließ, $20 bei sich hatte, die man an der Lei
che nicht jand, so daß der Sohn seinen Vater
nicht blosz ermordet, sondern auch beraubt zu
haben scheint.
Der Coroner hielt einen Inquest und gab
ein Verdikt ab, in welchem er den entflohenen
©ohn des Verstorbenen als den Mörder bs
zeichnet. —Den spätesten Nachrichten zufolge ist
Stanley Griffith eingefangen worden und hat
ben Mord gestanden.
Der Vatermörder. Sein Ge
ständnis. Ueber die Unthat in Colum-
diana County wird-aus Salem weiter Fol
gendes mitgetheilt:
Ungeheure Aufregung herrschte heute Nach
mittag, als Sheriff Gailetl, mit dem Burschen
Stanley Griffith, dem Mörder seines BaterS,
im Town erschien. Halbtodt vor Hunger und
tbendhatte
röst, der jugendliche Mordbube gestern
gegen sieben Uhr sich in das Town und
in das Haus einer Familie Namens Taylor
geschlichen, iro man ihm etwas zu essen qab.
Als er sich gesättigt halte, nahm ihn Herr Tay
lor mit zu den Anwälten Boone und Jones,
welche ihn nach kurzer Consultation wieder
gehen ließen, da noch kein Verhaftsbefehl aus
gestellt war. Der Bursche verbrachte die Nacht
litt Hause des Herrn Taylor. Am andern
Morgen führte man ihn nach dem Elternhause.
wo kalt und blutig noch die Leiche seines Va
ters lag. Das Wiedersehen zwischen Mutter
und Sohn war erschütternd. Nur einen Blick
warf der Mordbube auf die Leiche seines
Opfers, dann wandte er sich zu feiner Mutter
und sprach mit ihr, bis der Sheriff kam, um
ihn zu verhaften. Er legte folgendes Gestand
niß ab:
„Dienstag Morgen arbeitete ich im Stalle,
als Vater hereintrot und zu schelten begann,
weil ich das Fullen noch nicht gereinigt Hobe.
Er ergriff eine Schaufel und versetzte mir mit
dem Stiel zwei Schläge, woraus er eine Mist
gabel nach mir warf" Dann befahl et mir,
ttt's .Haus zu gehen und zu frühstücken, indem
er hinzusetzte, er werde später kommen und mir
die Jacke ausklopfen. Ich trat in's Haus und
sagte zur Mutter, ich wolle fortgehen, weil Na
ter mich mißhandelt habe. Mutter verschloß
die Thür und schob den Riegel vor. Ich er
griff dann meinen Revolver, den ich gerade
auf dem Büchergestell liegen sah, und drohte,
wenn sie die Thür nicht öffnete, so würde ich
Vater niederschießen, sobald er in's Zimmer
trete. Tarauf öffnete sie und tch verließ das
Haus, um in den Wald hinein zu fliehen. Ich
sah, wie Vater mir nachlief, um mir den Weg
abzuschneiden. Ich hatte Angst vor ihm und
als er mir bereits ziemlich nahe war, zog ich
meinen Revolver und rief ihm zu, ich wurde
ihn niederschießen, wenn er näher käme. Ich
hatte den Revolver gespannt, hielt die Mün
dung aber abwärts gerichtet. Vater sah wü
thend aus, er sprang auf mich los und schlug
mich hier (auf eine Contusion am linken Hand
geleit! weifend), durch den Schlag ging der Re
volver los. Ich habe den Drücker nicht be
rührt. Als ich meinen Vater regungslos auf
dem Erdboden liegen sah, beugte ich mich über
ihn, um zu untersuchen, ob das Herz noch
schlage. Ich fürchtete, er sei tobt, und lief zu
Mutter und sagte ihr, ich hätte den Vater er
schossen und würde rasch in das Town reiten,
um Dr. Fawcett zu holen. Nachdem ich dem
Doktor alles Nöthige gesagt hatte, ritt ich im
Galopp wieder fort, erst in nördlicher Rich
tung, dann westlich, woraus ich-vom Pferde
stieg und das Thier laufen ließ. Kurz vor
Anbruch der Dunkelheit schlich ich mich in das
Schulhaus von Vernal Grove, in welchem ich
die Nacht zubrachte. Am nächsten Morgen,
bevor die Kinder zur Schule kamen, kletterte
ich in den Bodenraum und vo» dort aus hörte
ich, wie die Kinder sich einander erzählten, ich
hätte meinen Vater erschossen. Damals er
fuhr ich erst, daß letzterer todt war. Als die
Schulst*'.ni)en zu Ende waren und cs zu dunkeln
begann, schlich ich mich in das Town."
Man glaubt nicht recht daran, daß ein Zu
fall das Losgehen des Revolvers herbeigeführt
haben soll. Stanley Griffith hat bereits eine
schlechte Vergangenheit hinter sich. Während
er auf den Zug wartete, der ihn nach dem
County-Gefängniß bringen sollte, faß er ruhig
da und rauchte eine Cigarre. Das Begräbniß
seines Vaters fand ant Samstag statt.
Der ältere Bruder. Chardon, 1.
Jan.—Zu Thompson, in diesem County gele
gen, herrscht ungeheure Aufregung über fol
genden Vorfall: Ein junger Schullehrer Na
mens Hiß glaubte einem Knaben, Griffin m:t
Namen, eine körperliche Züchtigung angedei
hen lassen zu müssen. Ter Bestrafte lief nach
Hause und erzählte feinem älteren Bruder, was
vorgefallen war. Dieser eilte nach dem^chul
hause, fiel über Hiß her und richtete ihn mit
Fußtritten und Schlägen derartig zu, daß er
das Bett hüten muß. Der Angreifer sollte
verhaftet werden, hat sich aber bereits aus
dem Staube gemacht.
Mord oder Unfall? Dayton, 30.
Dez. Frank Seltzer, Soldat von Comp. B,
ti4. Illinois Freiwilligen-Regiments, und In
faffe des „Soldiers Home," wurde letzte Nacht
von einem gräßlichen Tode ereilt. Seine
furchtbar verstümmelte Leiche fand man auf
dem Geleise der T., C. u. St. L. Bahn. Ein
Arm war gänzlich vom Körper getrennt, der
andere hing nur noch an den Sehnen. Man
che glauben, daß er von Straßenräubern
überfallen wurde, die, nachdem sie ihn ermor
det hatten, seine Leiche auf das Geleise legten,
um sie durch einen Zug überfahren und ent
stellen zu lassen.
Mord oder Selbstmord? Toledo,
30. Dez.—In dem Wassercloset des hinter der
Wirthschaft von John R. Powers gelegenen
Hauses fand man heute Abend die Leiche des
40jährigen Deutschen Wilhelm Wildermann
mit einer tiefen Wunde im Nacken. Ob ein
Mord oder ein Selbstmord vorliegt, ist schwer
zu entscheiden. Er befand sich am Spätnach
Mittage
in der Wirthschaft. Powers erzählt,
ungefähr eine Stunde später habe er einen
Mann, dessen Namen er nicht kenne, hinaus
geschickt, einen Behälter mit Asche zu leeren.
Er selbst habe ihn begleitet und aus dem Clo
set ein röchelndes Athmen vernommen. Er
habe die Thür ausgerissen und zu seinem
Schrecken Wildermann in den letzten Todes
zuckungen gefunden. In der Röhre fand man
ein blutiges Messer. Powers rout de unter der
Anklage des Mordes verhaftet. Der unbe
kannte Mann ist spurlos verschwunden. Einer
von Powers' Rockärmeln war mit Blut besudelt
und in feinen Taschen fand man LIM.
0 st 0 i a, 2. Jan.—Das plötzliche Erschei
nen eines unbekannten, entsetzlich aussehenden
Thieres, welches die Kirchhofe heimsucht, die
Gräber ausscharrt und die Leichen anfrißt, hat
die Bewohner von Perry Township, Wood
County, in unbeschreibliche Aufregung versetzt.
Hunde wagen sich nicht an die Bestie heran und
weichen mit eingeklemmtem Schwanz zurück,
sobald man sie auf die Spur bringt. Abends
zieht sich das Thier in eine Felsschlucht zurück,
wo es vermuthlich sein Lager hat. Alle Ver
suche, das letztere aufzufinden, waren frucht
los. 50 bis 60 Leichen hat das Ungeheuer
ausgescharrt und Knochen bedecken in weitem
Umkreise den Boden. Merkwürdig ist die Ge
schicklichkeit und Geschwindigkeit, mit welcher
die Bestie gräbt. Neue Gräber bleiben ver
schont, weil das noch feste Holz der Särge den
Zähnen des Thieres Trotz bietet. Wie die Ge
schichte endigen soll und wann, ist noch nicht
abzusehen, da Niemand es wagt, dem Ünthier
zu Leibe zu gehen.—Sollte das Thier vielleicht
zur Gattung der Seeschlangen gehören
Ein großer Brand. Das Union
Park Theater in Cleveland einge
äschert.—Cleveland, 5. Jan. Heute Morgen
erplobirte im Union Park Theater, einem neuen
prachtvollen Gebäude auf der Nordseite des
Publc Square, welches erst im letzten Herbste
eingeweiht wurde, eine Gasröhre. Der Brand
griff mit großer Schnelligkeit unt sich, und die
herrfcheitbe Kälte verhinderte die Feuerwehr iu
einer erfolgreichen Thätigkeit. In wenige«
Stunden war das Theater eingeäschert Ver
lust $200,000.
Schreckliche Kessel Explosion.
Chillicothe, ti Jan. Eine schreckliche Kessel
Explosion wird von Bourneville, einem kleinen
Dorfe im westlichen Theile dieses County, be
richtet. Wut. McLee, der Eigenthümer der
Sägemühle, wo die Explosion erfolgte, wurde
in Atome zerrissen, so daß man niir wenige
Stücke von ihm sammeln konnte. Zwei an
dere Arbeiter Namens Brown und Henderson
starben heute Nacht an ihre« Verletzungen.
Die Mühte zersplitterte und die Stücke flogen
eine halbe Meile weit. Niedriges Wasser im
Kessel war die Ursache.
In
Cleveland stürzte der 58 Jahre alte
Maschinist Karl Bleßmann todt auf der Straße
nieder. Am Sonntag Mittag hatte der Ver
storbene ein kleines Stück von einem Suppen
knocheit, etwa von der Größe einer Wallnvß,
verschluckt. Das Stück hatte sich im Halse
festgesetzt und wollte nicht weichen, Hrn. Bleß
mann große Schmerzen bereitend. Drei Aerzte
hatten bis Mitternacht zu arbeiten, ehe ihnen
die Beseitigung d^s Hindern des gelang. .Hurz,
nachdem Bleßmann die Substanz verschluckt
hatte, begannen seine Brust und sein Nacken
anzuschwellen und blieben roth und ange
schwollen, auch nachdem der Knochen entfernt
war. B. war nicht im Stande, Speise zu ge
nießett, sondern rief beständig nach Wasser.
Montag über hielt das Leiben an, und Mon
tag Nacht tief er, von Schmerzen geplagt, be
ständig auf und ab. Am Vormittag war er
sehr ruhelos, und um 1 Uhr sagte er zu seiner
Frau, er gedenke einen kleinen Spaziergang zu
machen. Als er die Courtlandistraße entlang
ging, fans er plötzlich auf betn Seitenwege zu
sammen und starb auf der Stelle. (Wbl.)
In
Vertheidigung feiner Fi" a u.—
Cleveland, 7. Jan. Aus North Bloomsield
wird gemeldet: James Johnson zankte am
Samstag mit Alfred Gray und dessen Frau
um Lohn. Er griff Frau Gray mit einer Axt
an, worauf Gray ihn niederschoß und ihm
mit einem Knüppel den Schädel einschlug, so
daß er fast auf der Stelle starb. Gray hat
sih den Behörden überliefert.
Von Müttern im ganzen Lande steigt
der Klageruf zum Himmel empor „Unsere Töch
ter sind so schwächlich und niedergeschlagen,
ohne Kraft, athems- und lebenslos bei der ge
ringsten Anstrengung. Was können wir für
sie thun?" Die Antwort lautet einfach und
hoffnungsvoll. Laßt sie während einer bis
»ier Wochen lang Hopfen-Bittern gebrauchen,
und sie werden gesund, rosig, munter und ver
gnügt werden.
In Columbus sind wahrend des »eis
flössen en Jahres 1,072 neue Gebäude aufgc»
führt worden, deren Werth sich vielleicht auf
Mi Millionen Dollars belaufen mag.
Das Werk des Lebens!
Entweder eine Quelle des Schmerzes oder
des GliickS.
Welch' große Sache es ist zu leben, um An
dem Gutes zu thun! Wie Wenige gibt es,
welche diese glücklichen Gelegenheiten zu wür
digen wissen und dieselben gehörig ausbeuten.
Das Leben bedeutet ernste und active Arbeit.
Jeder sollte feine Arbeit lieben und auf intel
ligente Weise mit einem guten Zweck im Auge
schaffen. Jeder Tag sollte der Zeuge einet
guten Handlung sein und jeder Abend den
Wandernden einen Tag näher feiner .Heimath
zufuhren. Er sollte dem Wettrennen mit fröh
lichem Herzen beitreten und seinen Mnth bis
zum Ende erhalten. Und dennoch, wie Viele
gibt »s noch in dieser Welt, welche entweder
durch Faulheit, Unachtsamkeit ober Krankheit
Mißerfolge ernten Ein unwohler Mensch
kann das Leben oder feine Arbeit nicht heben.
Im Herjen körnte» sie nicht so viel zu Stande
bringen als Derjenige, welcher eilte muthige
Seele und einen gesunden Körper besitzt und
feine Arbeit liebt. Dies war wahr bei Herrn
I. W. Reynolds, von New Lisbon, Colum
biana Co., O. Durch schwere, unermüdliche
Arbeit und fortwährende Aufmerksamkeit auf
fein Geschäft, wurde feine Gesundheit total
zerrüttet. Er wurde kränklich und die gänz
liche Machtlosigkeit seines Systems war schre
ckeiterregend. Er tonnte nicht gut schlafen
noch tonnte er arbeiten Ein Freund empfahl
ihm, e it n a zu gebrauchen. Zuerst war
keine große Aenderung bemerkbar, aber er be
harrte bei dem Gebrauche der Medizin. Er
nahm acht Flaschen die Folge war, daß er
gänzlich zu seiner früheren .(traft und Gesund
heit hergestellt wurde. Er sagt, daß er sich
jetzt wie ein neuer Mensch fühlt und kann
täglich in den Straßen der Stadt gesehen wer
den. Er erfreut sich der besten Gesundheit
und schreibt sein Glück e u n a zu. Er liebt
seine Arbeit und findet feinen Stolz in dersel
ben und lobt das große Heilmittel, welchem
er Alles zu verdanken hat.
Büchertisch»
Ame ifa in Wort und Bild.—Bâ diesem
Prachtwerke sind uns durch Theobald's
wohlbekannte Buchhandlung in Cincinnati
bereits die Lieferungen 8,9,10,11 und 12
zugegangen. Jedes neue Heft bestätigt es,
daß es ein Prachtwerk im besten Sinne des
Wortes ist. Den herrlichen Abbildungen
reiht sich der anziehend beschreibende Text von
Friedrich von Hellwald in der würdigsten Weise
an. Wer die Naturfchönheiten Amerikas,
feine merkwürdigsten Plätze kennen lernen
will, der schiffe sich unbedingt dies Werk an.
Das Land ist zu groß, um alle seine Sehens
würdigkeiten bereifen und mit eigenen Augen
beobachten zu können. „AmeiVa in Wort und
Bild" veranschaulicht uns diese Merkwürdig
ketten und liefert uns einen Schatz von Be
lehrung, die uns keine flüchtige Durchreisung
der Plätze gewähren kann. Die 9te Lieferung
enthält als Gratisbeigabe eine große, schön
ausgeführte Kartk der Ver. Staaten. Die
Buchhandlung von P. K. e 0 a 391
Mainstraße, Cincinnati, besorgt alle Bestel
lungen auf dies Werk auf das Pünktlichste.
Was wird meine nächtlichen Hustenan
fälle aufhören machen? Wir garantiren, sie
hören beim Gebrauch von „Acker's englischem
Heilmittel" auf. Verkauft von F. W. Herbst.
Stadt (Solumbim,
Ein jung es Mädchen, das Mutter ist,
ohne Gattin zu sein, ersuchte ant Neujahrs
morgen Frau
Richter, die an der Ecke der Hoch-
t'traße und Reinhard Alley wohnt, ihren Säug
ling ein paar Stunden zu hüten, da sie einen
Besuch zn machen habe. Frau Richter, die das
Mädchen kannte, erklärte sich bereit, ihr diesen
Gefallen zu thun. Die Mutter kehrte aber
nicht zurück, sie hatte offenbar das Kleine im
Stiche gelassen, denn Frau Richter fand auf
ihrer Thürtreppe einen Bündel mit Kleidern
für das Knäbchen, das nun in der Kinderhei
mat untergebracht worden ist. Ida Gray, so
heißt das Mädchen, ist von New Albany und
die Tochter eines Müllers. Ihr Verführer
entfloh nach Texas das Mädchen, um feine
Schande zu verdecken, kam nach Columbus und
verdingte sich hier bei mitleidigen Leuten, die
sich ihrer erbarmten. Seit ihrer Niederkunft
diente sie an der Scioto Straße. Sie ist erst
18 Jahre alt.
250 Sträflinge wurden am Montag
von den Direktoren der Penitentiary an ver
schiedene Contraktoren, manche für drei Jahre,
verpachtet. Die Preise für Ausgewachsene
rangiren von 75 bis 81 Cents, sät Minder
jährige 60 Cents.
3,062 Kaufbriefe, 2,317 Mortgages
auf Grund- und 676 Mortgages auf beweg
liches Eigenthum, wurden im Jahre 1883 vom
County Recorder ©enter eingetragen. 1750
Mortgages auf Grundeigenthum wurden ge
löscht. Das Resultat ist, daß im verflossenen
Jahre 278 mehr Mortgages eingetragen und
175 weniger gelöscht wurden als in 1882.
Diese Zahlen sprechen für sich selbst.
Mit Begnadigungen ist Gouverneur
Foster während den letzten Wochen seht frei
gebig gewesen. Am Donnerstag begnadigte
er Robert Stewart von Steubenville, der wc
gen Mordes in 1879 auf Lebenszeit verurtheilt
wurde. Stewart verlangte Schnapps in ei
nem Saloon, den ihm der Wirth, McCann,
verweigerte. McCann soll ihn zugleich ohne
weitere Veranlassung zu Boden geschlagen ha
ben. Eine Stunde später kehrte Stewart mit
einer Flinte zurück «id tob tute den unter seiner
Thüre stehenden Saloonwirth mit einem wohl
gezielten Schuße. Es wird geltend gemacht,
daß Stewart zur Zeit in F.'lge Säuferwahn
simts nicht bei Verstand war.
Recht unglücklich ist der Neujahrstag
für den 13jährigen Fred. Machold, den mun
tern und fleißigen Zeitungsträger, ausgefal
len. Er ist der Sohn des Hrn. Fred. Ma
chold, der schon im Jahre 1843 als Setzer am
Westboten arbeitete und seit Jahren in un
serer Druckerei beschäftigt ist. Der kleine
Fred wohnt bei seiner Mutter, 259 Ost Main
straßä. Als er ant Neujahrstage seine Zwittri
gen ausgetragen hatte, fuhr er auf e nem
Straßenkarten nach Haufe. Auf der Fahrt
ließ er einen Revolver fallen, den er vom
Haufe mitgenommen hatte, wahrscheinlich um
das Neujahr anzuschießen. Beim Fallen zer
brach die Waffe und eine Patrone klemmte
sich im Laufe fest. Zu Hause versuchte Fred
die Patrone mit seinen Fingern herauszuho
len und als dies nicht ging, nahm er eine Beiß
zange, hielt aber dabei unglücklicher Weise den
Lauf gegen seinen Leib. Die Patrone explo
dirte und die Kugel drang demJinaden in den
Unterleib und verursachte eine gefährliche
Wunde.
Die Kugel wurde am Mittwoch in den Klei
dern gefunden. Die dicke Kleidung hatte ihre
Kraft abgeschwächt und sie war von selbst
durch die Haut zurückgedrungen. Die Wunde
wird nicht mehr als gefährlich betrachtet.
Zum Festessen, das am Neujahrstage
den Zeitungsjungen der Stadt von Hrn. Bri
ckell von der „Dispatch" gegeben wurde, hat
ten sich 150 der kleinen „Verbreiter der Intel
ligenz" eingefunden und sie ließen sich die
köstlichen Speisen und Delikatessen gar tress
lich schmecken. Gouverneur Foster und Ex
Mayor Peters hielten Reden und der kleine
Birdy Brown deklamirte recht hübsch. Das
Ganze fiel gelungen aus und Hr. Brickell, der
selbst noch keine Ehestands-und Vaterfreuden
genießt, wird in den Herzen der Kleinen in
gutem Andenken bleiben.
1884 ist ein Schaltjahr.—Dies soll
ten sich heirathslustige Mädchen merken. Sie
haben in diesem Jahre das Recht, Heirathsan
trage zu stellen.
Danken! Aus Hosier's berühmte
Brau
etei wurde dem Redakteur ein willkommenes
Neujahrsgeschenk, in der Form eines Vorraths
prächtigen Flaschenbieres, zugeschickt. Eine
beigefügte Karte enthielt die Worte: "Com
pliments of P. T. Bsitzcll." Hr. Batzell ist
der erste Suchführer und Chef der eleganten
Gefchäfts-Ofsice. Unsern verbindlichsten
Dank!
i e Medizin ist immer willkommen.
Starb: Am Donnerstag, den 3. Januar
1884, Morgens um 6 Uhr, in der Wohnung
seines Sohnes, des Ehrw. F. X. Specht von
der St. Marienkirche in Columbus,
Mathias Conrad Specht,
im Alter von 74 Jahren. Der Verstorbene
wurde in Gesmold, Hannover, geboren und
lebte seit 1874 bei seinem Sohne in Columbus.
mm
Aufgepaßt
Noch drei Zuchthaus st räflinge
hat Gouverneur Foster am Montag begnadigt
und zwar zwei auf Lebenszeit Verurtheilte: A.
L. Neeley von Allen County, der über 7 Jahre
sah und sich gut betrug, und A. M. Clemens,
der etwa 1 Jahr gesessen hat. Der dritte Be
gnadigte ist P. D. Cole von Henry County,
der auf 15 Jahre verurtheilt worden roar und
erst ein paar Jahre faß. Der Mann, den er
erschlug, hatte feine Frau verführt und sich
noch obendrein dieses Frevels so offen ge
rühmt, daß Cole feinen Zorn nicht mehr un
terdrücken konnte und blutige Rache an dem
Beleidiger seiner Ehre nahm.
Ex-Gouv. Müller und Hr.
Buchmann
von Cleveland statteten uns am Sonntag ih
ren freundlichen Besuch ab. Die beiden Her
ren unterstützen ihren Mitbürger Payne für
Bundes-Senator.
Einem Deutschen, John Gall, der zwei
Meilen östlich von der Stadt an der Winche
ster Pike für Joseph White arbeitete, erfroren
am Samstag Morgen beim Melken beide Hän
de sehr bösartig.
Bitterkalt hat das neue Jahr begonnen.
15 Grad unter Null, die der Thermometer am
Samstag Morgen hier zeii^-, ,i»v v».vus gar
Seltenes in Columbus. Aber es liegt ein
Trost darin, daß es noch viel kältere Plätze
gibt: Dubuque, Iowa, 32 Grad, Bismarck,
Dakota, 33 Grad, Jamestown, Nord Dakota,
gar 48 Grad! Was solch eine sibirische Kälte
bedeutet, davon kann man sich einen Begriff
machen, wenn man erfahren hat, daß es hier
in Columbus schon bei 15 Grad Kälte äußetst
schwierig war, die Häuser nur einigermaßen
warm zu halten. Nicht Wenige müssen Nachts
in ihren Betten gefroren haben. Früh am
Sonntag Morgen zeigte der Thermometer in
Columbus vollauf 20 Grade.
e 6 0 s i e a n o k e i
Steinbruche arbeitete, wurde am Nachmittag
des Neujahrstages auf der Little Miami Bahn,
in der Nahe der Irrenanstalt, von einer Lo
comotive überfahren und getödtet. Er ging
auf dem Geleise und alle Warnungezejchen
konnten ihn nicht veranlassen, dem Zuge aus
zuweichen. Er soll sich kurz vorher in Frank
tinton einen Rausch angetrunken haben.
Gerettet Eine verheiratete Frau
von Lancaster suchte hier ant Neujahretage
ihre 15jährige Schwester, die nach Columbus
gekommen war, um sich als Dienstmagd zu
verdingen, aber aus Abwege gerieth. Die Po
tizei fand das Mädchen in Hat Rawley's be
rüchtigtem Hause. Ihr Vater, der unterdes
sen eingetroffen war, nahm sie nach Lancaster
zurück. Hat und zwei ihrer Dirnen wurden
verhaftet. Die Schändliche soll schon mehrere
junge Mädchen verlockt haben.
Cwcmnatier Marktbericht.
Jailbrand. Um6 Uhr am Montag
Morgen entdeckte Sheriff Heinmiller dichten
Rauch, der aus den Fenstern und Ritzen des
Jailgebäudes drang selbst die Dachkammer
seiner Wohnung war mit dichtem Rauch an
gefüllt. Man fand, daß die Dachsparren der
Jail durch einen fehlerhaften Rauchfang in
Brand gesetzt worden waren und man mußte
ein Loch durch das Schieferdach schlagen, um
demselben beizukommen. Das Dach war ohne
hin nicht mehr zu retten. Die Decke besteht
aus Eisenblech und man fürchtete, daß dieselbe
einstürzen würde. Die 45 Gefangenen, wo
runter drei Irrsinnige, mußten nach dem
Stadtgefängnisse transports werden«. Einer
der Irrsinnigen hatte blos die Hosen an und
weigerte sich standhaft, sich ankleiden zu las
sen. Der Transport wurde ohne den Verlust
eines einzigen Gefangenen vollzogen. Die
Wafserstuthen, mit welchen die Sherifss-Woh
nung von der Löschmannschaft überschwemmt
wurde, drangen durch die Zimmer, verdarben
Möbeln und Teppiche und die Familie mutzte
rasch das Gebäude verlassen. Und so erleidet
der Sheriff den größten Verlust, denn seine
Sachen waren nicht versichert. Das Jailge
bäude ist dagegen in der Franklin Compagnie
vollkommen versichert und der Schaden wird
von dieser auf $1140 veranschlagt. Am Sam
stag hatte eine verrückte Negerin an der Back-'
steinmauer unter der Recorders Office mit ei
nem alten Soffer und mehreren Stühlen ein
Feuer angezündet, das das ganze Courthaus
in Asche gelegt haben würde, wenn dasselbe
nicht noch zeitig entdeckt worden wäre. Die
alte Jail, in welcher dies geschah, war bereits
mit dichtem Rauch angefüllt. Columbus
braucht übrigens ein neues Courthaus so sehr,
wie das tägliche Brod.
Unsere Feuerwehr wurde Nachmit
tags und in der bitterkalten Nacht vorn Sam
stag vier Mal durch die Alarmglocke heraus
gerufen. In drei Fällen war der Schaden
unbedeutend. Die schwerste Heimsuchung er
litt die Buckeye Car Compagnie in der nord-1
östlichen Stadtumgebung. Die großartige
Fabrik besteht aus 12 einzelnen Gebäuden,
glücklicherweise beschränkte sich das Feuer auf I
die große Schmiedewerkstätte, deren Dach und
Holzwerk abbrannte. Die Mauern werden
wohl wieder gebraucht werden können. Meh
rere große Triebhammer wurden durch die
Flammen beschädigt. Herr Leonhard, der
Haupt-Stockhalter, schlägt die Beschädigung
auf $2000 an. Die Fabrik beschäftigt,!
125 Leute, von welchen einige 20 in der
Schmiedewerkstätte arbeiteten. Das Schlimm
fte ist, daß die Fabrik eben große Bestellungen
für Fracht-Eisenbahnkarren auszuführen hat,
von welchen sie täglich zehn Stück lieferte, au
ßerdem war sie mit der Reparatur von Sells'
Circus-Wagen beschäftigt. Die eigentliche
Arbeit beläuft sich etwa auf $5000. Sobald
es das Wetter zuläßt, wird das beschädigte
Gebäude hergestellt werden Bei der grimmi
gen Kälte läßt sich wenig ober nichts thun.
Getreide. Weizen.—Hl.04 für
besten rothen.
Markt ziemlich flau.
& e st e.—«2—«6 Cents für extra No. 3
Herbftgerfte 55—58 Cts. für Frühjahrsgerfte
W e 1 ch k o n. Weißes und gemischtes
No. 2 sehr rar nominell 50—51 Cents
Bestes neues Kolbenkorn 45—48 Cts.
Meh
l—Weizenmehl.—Ordinäres $2.25—
2.60 superfeines 52.^0—3.15 Extra $3.40—
3.80 Winter Familien $4.50-5/X) Fancy
$5.10—5.40 Patent $0.25—6.85 Spring
Family $5.00—5.30 per Barrel für bestes.
Der Markt war stau und der Umsatz gering.
Roggenmehl.—$3.25—3.50per Barrel.
Baum» oll e.-Middling 10j Cts per
Pfund.
1**®
Gewöhnliche
Schickt für
Friede der Asche des Verewigten, der die all
gemeine Achtung mit in s Grab nimmt.
Staats-Auditor Kiesewetter hat
die folgenden Unterbeamten ernannt: B. E.
McKinney, Ex-Connty Auditor v. Washington
Co., Hauptclerk H. I. Garen von Columbus,
bisher Clerk in der hiesigen County Auditors
Office und A. P. Bancroft, Reporter der
„Times," Gehülssclerks.
*&rf
v
L»»dle«tel
sc w
Catal««.
„Farm und fttrtftoe wraii-ucwt sagt: De»Ver» 1
stich wurde an einem zähe» Stück Fleisch gemacht, und da» yMsP
Ergebniß rear daß jeoer HerauSizebcr sofort eine .enterprise'
Maschine für feine Familie bestellte, und alle stimmten darin überein, daß
sie lieber den geforderten Preis deuM-zn. a!-3 i.-:|cno eine «:rcr vti 5 fSes.tsoaf 'X
annchmcii luoUten." 4to-ium sSerfiiu? (tri allen Fifritluaarcü- ViinSlcnt.
Cents gute 18—22 Cts mittlere Qualität
13—16 geringere 10—12 Cents per Pfund.
Eier.-26—27 Cts. per Dutzend für frische.
Federn. 52-53 Cts. per Pfd. für beste
Feoern von lebenden Gänsen.
Geflügel.—Hühner junge $2.00—2.50
ausgewacyjme $3.00—3.50 ausgewählte alte
$3.uo—4.00 per Dutzend Enten $3.50—4.60
per Dutzend Ganse »5.00—7.00 per Dutzend
tevende Turkeys \zh—13 Cts. per Pfd.
Grocerxes.-jtâffee.—Rio, ordinärer bis
guteri
1—15Cts. gelber 15-16j Cts. Santos
12—15 Cts. per Pfd. X'nguayra 12 16 Cts.
Mokka 26—28 Cents.
Zucker. Stuazucker 8]—8§ Cts. gra
nuurter 8—8.1 Kaffeezucker 7£—7£ gelber
6j-tij Cents.
QI a 11 e s.—Bester Nero Orleans 53—86
Cents per Gallone, geringerer 43—52 Centn»
Tugai 30—40.
Heu.—Bestes Timothy bei Ankunft $10.00
iO.ou per Tonne Weizen- und Roggenstrich
$6.00—8.00.
Kartoffeln.—Beste EarlyRosv 30—36
per Bushel Burbant 40—15 ti-ento perBushel
andere Sorten fcl.4u—1.50 per Käß, und
Veite $1.50 per Faß.
Rinovieh.—Auserlesenes $5.00—6.60
schiacytvley »5.75—b.öO, gute» und medwm
#3.öo—4.5o common zu $2. 45—3.^5 Buken
*3.00—4.^5 üUia)tuhe $17,00—65,00 per
5tuet je nach Qualität Käiver *5.0u-9„00per
Zentner, je nach uualttat.
ëchafe $3.uu—ö.öü Lämmer $4.26—
5.00.
Schweine.—Ordinäre Schweine $4.75—
5.15, gute »o.du—5.85 ousertejene O6.W—
b.5u per täenmer,
Schweinefleisch.—. MeA»ork P16M
per Faß.
Bacon—8ß Cts. für klare Seite«
«Schultern gepackt 61— &entS.
Gezuckerte Schinken.—ISj—IS ®tS.
per Pfund, je nach Qualität.
Gezuckerte Schüttern.— 7i—f|€tS.
per Pfund.
Breakfast Bacon. —9 10 Cents
per Pfund.
Schweinesch
malz.-8.77z^.90EtS. per
Pfund.
a g.City 7j-7| Cts Country7j-?z Et»,
per Pfund.
PittSbnrger Biehmartt.
Pittsburg, 7. Januar 1884.
Rindvieh.— Prima Beef 7—7jCents
Geringere Duatität 5—5 A Cents.
Schaf e.—4—5£ Cents Lämmer 5—
Cents per Pfund.
Schwein e.—$6.00—6.76 per Centyer i*i
Chicago Markt.
Montag, 7. Januar
1884.
Mehl.—Ruhig und unverändert.
Wetzen.—Regulärer UlMWj Chicago
Spring 94]—95 tits, per Büschel.
Schweines chm alz.—18.87
Centner bei baar.
W i s y.—O1.15 per Gallone.
1
Rindvieh.—»6.10 6.7u für Export
$5.50—6.00 für Schlachtvieh 54.00—5.35
für gutes und geringeres Sieh.
Schwein e.—455.10—5 65 per Ctr. für gu»
te bis beste.
Schaf e.—14.50—5.25 per Ctr. für beste.
New Borker Geldmarkt.
Preise der Regierungs-Bonds ic.
New
Uork am 7. Januar 1884,
Bierundeinhalbprozentige 114
Dreiprozentige „100
Vierprozentige 123J
Kaffee (Java) 18—265 Cts. per Pfd.
(Rio) lOè-14*
Zucker 6i~9i
Butter 18-25
Käse (Rem 2)or!) 11 £-13
Käse (West. Reserve)... 7—11£
Schinken 15
Schultern 9
Schweineschmalz,Steani —8£
Kittle 10H1
Eier 27 Tßd.
Retail Preise.
Kaffee (Java)
(Rio)..
Zucker
Butter
Reis
Schinken.............
Schultern
Breakfast Bacon....
Schweineschmalz...
Eier
Kartoffeln
Süßkartoffeln
Bohnen.
Aepfel ...^
Kornmehl............
Zwiebeln
Cranberries
Pickels
Hühner, lebend
Hühner, geputzt....
0
..... 3 Pfund für 25 Cts.
16 Cents per Pfund.
...* ioi ..
,?*
j.%2 ft
30 Cents per Dutzend.
50-60 Cts per Büschel.
fl-60 ..
,. $3.25
40—50 Cts. per Beck.
.... 85—30
20—25
12-15 Cts. per Drt.
6-1(1 Cts. per Dutzend.
.... 25—30 Cts. per Stück.
.. 80—36
Columbus Getreide-Markt.
Wöchentlich berichtet von M. McAlister &
Sons, Händler in Getreide, Sämereien u.s.w.
Wholesale- Preise.
Mehl, Patent $6.25—6.00 per Brl.
Weizen 90—1.02 per Busbel.
Welschkorn............ 4fr- 46
Hafer 38— 36
Roggen 60
Kleesamen $6.00—
Timothy Samen 1.50—2.00
Gepreßtes Heu $10.00—12.00 per TvN.
Loses Heu,........... 8.00—10.00
Stroh 6.00—6.00
Kleie .w ,$14.00—15.00
Shorts ,*• 16.00—16.00
Middlings...: 18.00—20.00
IPOTJIüDlt.Y,

ryiet'pnse Manufacturing Ca,
9rm 886 Dmiphiu Str.. ffc
Cincinnati 7. Januar 1884.
Hase t.Weißer No.
2
37-38 Cts.
per Bushel
Gemischter —35 Cts. per Bushel.
o e n. 64 Cents per Bushel für
No. 2.
Butte r.—Extra Creamery 40—42 Cents
Extra Ohio nominell Fancy Dairy 24—26
K a 1 e.—Ohio ii—12 Cents per Pfund.
New $orf Cyeooar 13j—14 ti-ts.
Kuferivaaren. Portsaffer 90 86
Lard- Tierces #1.05—l.iu Harn- Sieteei
60-55 Cts. 85—1*0 Cts. für halve Hogs
head $1.10—1.25 für Slack.
O e l.—tietnöl 55—56 Cts. per Gall. Lard
ot 7 2—74 Cts. Petroleum —10 Cents
für Ohio.
WhiSk y.—$1.14 per Gallone.
Wolle.—Feine iliermo 18—20 Cents
Medwm Comving —24 Cents Medwm
Deiatne und Clothing 24—25 lits. coarse
ti-ombmg 16—18 Cts. j-diood tzlotymg 21
—23 Qents Gewaschene feine Menno ftteecee
31—33 (itâ Medium Ctotymg 33—öd ti-tS.
Combing 32—34 Cts. Common coarse 20
25 Cts. choice Tudwafhev 34—36 Ctifc.
durchschnittlich 32—33 tits. Coarse 28—80
Cents Pulled-Lamb's 25—26 Cts.
Weif cht or n.—5?|-55£ Cts. per Büschel.
Hafe r.—33è—33 Cts. per Büschel.
Äogge n.—58£ Cts. per Büschel.
©erst e.—62 Cts per Bushel.
FI a ch s s a e n.—$1.38 per Büschel.
Hit e fl o k.—$14.40—14.50 für altes see
Brl.
Columbns Grocery- mü sste
dukten-Markt.
Columbus, O., L. Jan. 1884.
Wöchentlich corrimrt don I. H. Barcus u. Eo.,
171 öüd Hochstraße.
Wholesale Preise.
22—30 Cts. per Pfd.
M-16
7-10
25 30
Columbus, O., 8. Jan. 1884.
FRANKLIN
168 Vine Straße, Eincinnati, iv.
ALLI80N & SMITH.
Di« Schrift, von weich«? fcitfe Zeitung gedruckt
«4 obig« gounbnj.—S
tb. »t ft bote, 1

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