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Der westbote. [volume] (Columbus, Ohio) 1872-1918, January 24, 1884, Image 3

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wmWAd^Mkber baommit und in der
DmMhert entkam.
Damp fkessel'Explosion.—Vier
oder fünf Menschen getödtet und
»testete verletzt.—Mchester, N. H.,
18. Jan.—In der Schuhfabrik und Ger
berei der H. H. E. G.
&
eiDâ sich kü^ nach 1 Uhr heute Nach
mttiee ernt Dâpfiéffel-Explosion, durch
welche vier Menschen getödtet und med
rere verletzt Die Getödteten
find: Maschinist. Johi Grimes, Heizer
Angelo Hoitt, William Cleveland und
Louis Depre. Dieselben waren sammt
lich verheirathet und hinterlassen Fami
lien. Patrick Barry, 99 Jahre alt, wird
vermißt, und man fürchtet, daß er als
Leiche unter den Trümmern liegt. Ver
wundet wurden: Joseph Garnier (wahr
scheinlich tödtlich), Jos. Davidson, Arm
bruch, Frank Hurd, Armbruch, William
Grimes, Thos Hasty und Owen Hanra
thy^Der durch die Explosion entstan
dene pekuniäre Perlust beträgt etwa
$6000. Die Opfer waren bekannte und
geachtete Männer. Es vsrlautet, daß
der Dampfkessel schon vor einiger Zeit
als gefährlich condemnirt wurde.
George Buehler, ein 17jähriger
Aufwärter in Carsten's Hotel in Eliza
beth, N. I., wurde von dem Gast Gott
fried Eichenberger, dem er ein Licht nach
seinem Zimmer brachte, ohne die geringste
Veranlaffung erschossen. Der Mörder
kam vor vier Monaten aus Deutschland
nach Elizabeth und fand in der Singer
'schen Fabrik Beschäftigung. Ein Augen
zeuge sagt über den Mord Folgendes aus:
„Ich war bei Eichenberger in desienZimmer
und rief dem Kellner Bühlsr zu, mir ein
Licht zu bringen. Er brachte dasselbe und
wollte sich wieder entfernen, als Eichen
berger ihn mit der Bemerkung zurückrief,
er wolle ihm Etwas zeigen. Eichender
get stellte sich vor den jungen Mann, zog
einen Revolver und ließ den Hahn drei
Mal schnappen. Bei'm dritten Male er
folgte ein Knall, und Bühler sank todt
zusammen. Die Kugel hatte ihm das
Herz durchbohrt." Auf den Schuß eilten
sofort dieJnsassen des Hotels herbei, nah
men Eichenberger in Gewahrsam und
ließen sogleich Dr. Schleimer rufen, der
jedoch nur mehr eine Leiche vorfand^
Polizeicavitän Retler verhaftete Eichen
berger, der bitterlich weinte und betheuer
te, der Schuß sei von Ungefähr losge
gangen. Richter Dobb schickte ihn vor
läufig in Haft, um das Resultat der Coro
ners-Untèlchung abzuwarten. Bühler
war eine Waise und aus Würtemberg ge
bürtig. Sein einziger Verwandter, ein
Bruder, ist in Beurmann's Bäckerei, Eli
zabethport, beschäftigt.
Doppeltes Lynchaericht.Den
ver, Col., 19. Jan. Bor etwa 3 Wo
chen âdoptirten Mike Cuddihie und Frau
die 10jährige Rosa Matthews, ein gutes,
braves 'Kind," ^welches sich im katholi
schen Waisenhaus in Denver befand. Sie
nahmen das Mädchen mit nach ihrem
Ranch, 10 Meilen von Ouray. Letzten
Samstag starb die kleine Rosa plötzlich
und wurde von Cuddihie begraben. Die
Nachbarn erzählten, das Kind sei von
Anfang an schlecht behandelt worden.
Der plötzliche Tod und das schnelle Be
gräbniß riefen allgemeinen Verdacht
wach, so daß der Coroner von Oüray be
nachrichtigt wurde. Er kam und grub
die kleine Leiche aus. Das arme Wesen
war mit Schnittwunden bedeckt, ein Bein
gebrochen, der Schädel zerschlagen und
die Gliedmaßen erfroren. Sie war ohne
Zweifel in die Winterkälte hinaus getrie
ben worden, um den Tod zu finden.
Cuddihie und Frau wurden verhaftet und
auch Gleich prozessirt sie wurden des
Moides s huldig befunden. Um 1 Uhr
Morgens kamen vermummte Männer,
nahmen die Beiden der Sheriff's Wache
ab und hängten die Scheusale auf. Der
Coroner schnitt später die beiden Leichen
ab und ließ sie dort, wo sie gefunden wur
den, dicht neben der Straße beerdigen. Es
ist dies der erste Fall, daß eine Frau durch
Lynchjustiz in's Jenseits befördert wor
den ist.
Richter Lynch mischt sich jetzt
auch ins Eheschließen.
meldet jetzt der „Anz. d. Westens": Der
Sohn des 2 Mellen von Platte City im
Platte Co. in Missouri ansässigen Far
Itters
Montgomery, Namens George, hat
te mit der Pflegetochter eines benachbar
ten Farmers, Alice Cooper, ein Verhält
niß unterhalten, das nicht ohne Folgen
blieb. Alice gestand ihren Fehltritt ein,
und man glaubte, daß in einigen Wochen
das Paar für das Leben vereint werden
würde. Doch George Montgomery be
sann sich eines Andern und weigerte sich
entschieden, dem Mädchen, das er verführt
hatte, feine Hand zu reichen, und Frau
lein Cooper schlug den hierzulande nicht
mehr ungewöhnlichen Weg der Klage ein
ihr Geliebter wurde verhaftet, jedoch auf
Bürgschaft
wieder bis zum Prozeß auf frei
en Fuß gesetzt. Inzwischen war aber die
Erbitterung der Bevölkerung gegen den
ungetreuen George derart gestiegen, daß
man beschloß, ihn ohne Weiteres zum
Heirathen zu zwingen. Zu dem Zwecke
verschaffte sich der Pflegevater des Mäd
chens eine Heirathslicenz, und am 12.
Januar kam eine Schaar von 50 Män
nern, die Alice bei sich hatten, vor das
Haus des Montgomery angeritten und
verlangten den „Bräutigam" zu sehen.
Als sie ermittelten, daß er sich zu einem
Nachbar begeben habe, zogen die Leute zu
dem Letzteren und nahmen George fest
sie ließen ihm die Wahl, entweder Alice
zu seinem Weibe zu machen oder auf der
Stelle niedergeschossen zu werden. Der
erschrockene Bräutigam hielt das Erstere
für rathsamer, worauf unverzüglich von
dem eigens dazu mitgebrachten Friedens
richtet die Trauung vollzogen wurde.
Montgomery schickte sich bald in sein
A
Loos
und kutschirte mit seiner Frau zu seinen
Angehörigen, um ihnen sein junges Weib
vorzustellen.
"Woman, and her Diseases"
(„Das weibliche Geschlecht und seine
Krankheiten") ist der Titel einer großen
Austritten Abhandlung von Dr. R. V.
Pierce, Buffalo, N. Y., die gegen drei
Briefmarken an irgend eine Adresse ge
schickt wird. Sie lehrt erfolgreiche Selbst
^Handlung.
a s o n e z u a o e e i
a s Vegas, welches, wie kürzlich tele
graphisch berichtet, am Donnerstag durch
Feuer zerstört wurde, war eines der größ
ten Hotels des Westens. Es lag mitten
unter den Heilquellen von Las Vegas,
Neu Mexiko, etwa 6 Meilen von dieser
Stadt und gehörte der Atcheson, Topeka
und Santa-Fe Eisenbahn Kompagnie.
Das Feuer wurde um die Mittagszeit von
einem der Hoteldiener, welcher in den
Parlors des oberen Stockwerkes ausräum
te, entdeckt. Es mußte jedoch schon lange
Mvor gebrannt haben, weil es gleich da
ttuts an mehreren Stellen mit seiner gan
«n Wuth herausbrach und alle Zimmer
5nb Gänge mit dichtem Rauch erfüllte.
Es waren zur Zeit nur etwa 65 Gäste im
Hotel, und die Verwirrung war groß
beim Beginn des Feuers, da jeder Gast
fem Eigenthum zu retten versuchte. Nach
und nach legte sich aber die Panik und e5
gelang jedem Einzelnen, aus dem Berei
che des immer stärker wüthenden Feuers
2i kommen, obwohl es sich schließlich her
Susstellte, daß die Gäste an Perfonal-Cs
fekten etwa $30,000 einbüßten. Leider
sonnte zur Rettung des schönen Hotels und
der dazu gehörigen Baulichkeiten, wie des
Kesselraumes und des Badhauses nur we
'«ist geschehen. DieFeuerlöfchvorrichtun
ien, welche im Innern des Hotels selbst
angebracht waren, kamen in Aolgederra
fchen Ausbreitung des Brandes gar nicht
{n Benützung. Die Lokal-Feuerwehr des-
Badeortes konnte auch nur wenig Hülse
leisten. Nock weniger aber die aus Las
Vegas in 9 Minuten herbeigeeilten Spri-
tie
en, und zwar deshalb, weil ihre Schlau
an die dortigen Wasserhähnen nicht
geschraubt werden konnten. Das Bad
haus wurde nur zum Theil gerettet und
das Keffelgebâude nur dadurch, daß des
sen Verbindung mit dem nun in Trüm
mern liegenden Hotel theils gesprengt,
theils niedergerissen wurde. Das Mon
tezuma Hotel wurde am 7. April 1882
eröffnet und galt für ein Hotel ersten
Ranges. Es war ein dreistöckiges, von
solidem Fachwerk erbautes Haus mit ei
nem Manfardstock, welches zusammen 250
Gastzimmer enthielt, welche von Luxus
strotzten und 300 Gäste beherbergen konn
te. Die Parlors, Billiardzimmer, Spei
sesäle, Kegelbahn und Trinklokale waren
ebenso geräumig wie elegant. Das Da
men-Billard befand sich in der Kuppel,
worin man die prächtigste Aussicht genoß.
Alles ging gar rasch in Flammen auf und
mag der Verlust auf $250,000 berechnet
werden, welcher nur fur etwa $100,000
versichert ist.
Damen sollten sich erinnern, daß der Ge
brauch von „Acker's Blutelixir" eine schöne
Hautfarbe verleiht. Verkaust von F. W. Herbst
zu $1.00.
Furchtbare Katastrophe zm See.
Untergang eines Dampfer»
lOOUetfone*.
mit
'Boftön, 18. Januar. —TMer ein
schreckliches Unglück, das den Dampfet
„City of Columbus", von der Savannah
Linie betroffen, werden folgende Einzel
heiten mitgetheilt:
Der Dampfer, der am Donnerstag, den
17. ds., Nachmittags um 3 Uhr mit 80
Paffagieren und 45 Matrosen an Bord
von Boston abgefahren war, kam am 18.,
Morgens um 3.45 Uhr, in Sicht des
Leuchtthurms von Gay Head. Das Schiff
fuhr in südöstlicher Richtung und der
Wird trieb hohe Wellen aus Südwesten
heran. Der Capitän, der bis dahin be
ständig auf Deck sich aufgehalten hatte,
begab sich in die Kajüte, um sich zu wär
men. Bald hörte er den 2. Steuermann
von der Commandobrücke rufen: „Ruder
an Backbord!" Er eilte an Deck, in bet
Meinung, man habe ein anderes Schiff
übersegelt, und sah im Mondschein die
bei der Devil's Bridge angebrachte Boje.
Er rief: „Ruder ganz aus Backbord!"
Doch kaum hatte er das Commando ge
geben, als das Schiff auf den Felsen auf
fuhr und stoppte. Ein Versuch, die Ma
schine rückwärts arbeiten zu lassen, miß
lang das Fahrzeug füllte sich rasch mit
Wasser und legte sich auf die Seite. Un
ter den Passagieren herrschte die größte
Verwirrung halbbekleidet und in wilder
Unordnung stürzten dieselben auf's Deck,
während eine heftige Kälte herrschte und
die See sehr hoch ging. Viele Passagiere
wurden über Bord geschwemmt, während
andere die Wanten hinaufkletterten und
sich an den Raaen und in der Takelage
festklammerten. Der Capitän versuchte
die Leute zu beruhigen und befahl, daß
die Rettungsboote ausgesetzt werden soll
ten, von denen das eine sich sofort mit
Waff?r füllte und unterging. Das Schiff
legte sich inzwischen immer mehr auf die
Seite, und so war Jedermann genöthigt,
sich auf die Masten zu flüchten. Am
Morgen gingen der Kutter „Samuel De
reter", das Boot der Lebensrettungssta
tion und das Boot der „Humane Society",
welche mit Bürgern von Gay Head be
mannt waren, nach der Stelle, wo das
Schiss aufgefahren war, ab, und es wur
den nahezu sämmtliche Leute, die sich in
der Takelage geborgen hatten, gerettet.
Die Rettungsarbeiten waren ungemein
schwierig, da die See hoch ging und die
Boote nur bis auf etwa 15 Schritte an
die „City of Columbus" heranfahren
konnten, ohne Gefahr zu laufen, unterzu
gehen. Die Leute mutzten von den Raaen
in die Finthen springen und aus diesen
aufgefischt werden. Glücklicherweise wa
ren die meisten der Schiffbrüchigen mit
Schwimmgürteln versehen.
Aus einem von dem Kutter abgesand
ten Boote, das Lieutenant Rhodes befeh
ligte, wurden sieben Personen gerettet.
Capitän Wright, der die „City os Colum
bus" connnandirt hatte, blieb auf seinem
Schiffe, bis alle Paffagiere und Matrosen
dasselbe verlassen hatten. Wright sprang
schließlich gleichfalls in die See und wurde
vum Lieutenant Kennedy gerettet. Lieu
tenant Rhodes bemerkte zufällig noch 2
Leute, welche halberfroren in den Wan
ten hingen. Er ließ sich ein Seil um
den Leib schlingen und sprang in die See,
um die Leute zu retten. Als er bis auf
15 Fuß herangeschwommen war, wurde,
er von einer Planke, die von den Wellen
herumgeschleudert wurde, am Bein ge
troffen und sank unter. Die Matrosen
zogen ihn sofort am Seil in ihr Boot,
und nachdem er sich etwas erholt, sprang
er wieder in's Wasser und schwamm auf
das Schiff zu. Als er dasselbe erblickt
hatte und nicht mehr weit von dem einen
halberfrorenen Manne war, der mit dem
Kops nach unten in den Wanten hing,
ließ dieser sich mit den Worten: „Fassen
Sie mich um Gotteswillen nicht an," in
die See stürzen und verschwand. Der
Andere, Namens Richards, wurde in das
Boot gebracht, starb jedoch, noch ehe man
das Land erreichte. Von den Erster
Massen-Passagiere
sind umgekommen, 54
von den Zwischendeckspassagieren, 15
von der Bemannung, 33 Matrosen und
8 Offiziere.
Die „City of Columbus" war 1878
von John Roach & Co. für die „Ocean
Dampfergesellschaft" von New Aork ge
baut und im September 1882 von der
Savannah Dampsergesellschaft angekauft
worden. Das Schiff repräsentirte einen
Werth von $300,000 die Versicherung
betrug $250,000. Die „City os Colum
bus" war ein eisernes Schiff, faßte 2,200
Tonnen und war in allen Theilen auf's
Beste und Feinste gebaut. Sie machte
ihre erste Fahrt im September 1882 von
Boston nach Savannah.
F. W. Fairbanks aus Gotham, Maff.,
erzählte seine Erlebnisse, wie folgt: „Ich
schlief in meiner Hängematte im Zwi
schendeck und wurde durch einen heftigen
Ruck aufgeweckt. Ich bemerkte drei hef
tige Stöße und glaubte es seien Eisschol
len, die von den Wellen gegen das Schiff
geschleudert würden. Als das Wasser in
den Raum'des Zwischendecks drang, ret
tete er sich auf's Deck, und als das Schiff
sich zur Seite legte, kletterte man in die
Takelage, an welcher er sich während
mehrerer Stunden anklammerte. Seine
Finger waren erfroren, aber sein Körper
durch den wasserdichten Rock geschützt.
Als es endlich einem Rettungsboot ge
lang, sich dem Schiffe zu nähern, sprang
er in's Wasser, und wurde von den Wel
len dem Boote zugespült, und in dasselbe
gezogen. Während
Ix
in der Takelage
war, sagte ihm der Lootse, er habe dem
Schiff die gehörige Richtung gegeben,
dann das Steuer festgebunden und, da
es sehr kalt war, sich an den Schlot bege
ben, um sich zu wärmen. Als er nach
zwanzig Minuten nach seinem Posten zu
rückkehrte, fand er, daß das Schiff sich ge
wendet hatte. Nachdem er sich überzeugt
hatte, daß das Schiff zwischen die Klip
pen gerathen war, und daß die Rettung
desselben nicht wahrscheinlich war, steu
erte er nach dem Ufer, um es so weit als
möglich an den Strand zu bringen. Eine
Depesche des Eapt. S. E. Wright bench
tet: „Die „Äty of Columbus" liegt 1£
Meilen vom Strande entfernt. Das
Vordertheil des Schiffes ragt aus dem
Wasser hervor, während der Hintere Theil
desselben 4 Jaden tief unter dem Wasser
spiegel liegt. Wenn das Wetter günstig
ist, dürfte es gelingen, einen Theil des
Schiffes zu retten.
Boston, 20. Jan. Die Zahl der
vom Wrack der „City of Columbus" ge
retteten Paff agiere beläuft sich auf 29,
mit Einschluß Derer, die in Gay Heads
gefunden wurden und des Captain S.
Vance von North Truro, N. S. Als
der Dampfer Speedwell am Freitag nach
Leichen suchte, kam er an einem mit Was
er angefüllten Boote vorbei, das fast an
en Wasserspiel eingesunken «ar. In
dem Boote fanden sie die anscheinend leb
lose Gestalt des Capt. Vance. Nachdem
man ihn an Bord des Dampfers genom
men hatte, fand man, daß sein Leben noch
nicht erloschen war. Wiederbelebungs
versuche wurden angestellt, die soweit er
folgmch waren, daß er bei der Landung
in Vine Aatd Haven mit Unterstützung
gehen konnte. Es ist gute Hoffnung auf
seine Genesung vorhanden.
Unter den Opfern der Katastrophe war
auch der Pastor L. A. Rand, von der
Trinity Kirche zu Haverhill, Mass., und
mit ihm verloren seine Frau, sein Sohn,
sein Vater und seine Mutter das Leben
bei der Katastrophe. Die ganze Familie
war auf dem Wege nach dem Süden, um
Gesundheitshalber den Rest des Winters
daselbst zuzubringen.
Den genauesten Ermittelungen zufolge
befanden sich auf dem Dampfer 81 Pas
sagiere. Die Schiffsmannschaft bestand
aus 45 Personen. Umgekommen sind 97
Personen. Viele Leichen sind an den
Strand geschwemmt und geborgen wor
den. Die Strandbewohner ließen keine
derselben entfernen, ehe sie nicht für das
Herausschaffen derselben aus dem Waffer
bezahlt worden waren.
Capt. Wright muß einen Irrthum be
gangem haben und zu früh von seinem
üblichen Kurs abgewichen fein, was ihn
innerhalb der Bojen, daher mitten zwi
schen die Klippen brachte. Es ist keine
einzige Frau und kein Kind von allen, die
sich an Bord befanden, gerettet worden.
In Erwiderung auf Fairbanks' Anga
be sagt Capt. Wright, daß das Steuer
zur Zeit der Katastrophe unter der Obhut
des 2ten Offiziers stand, daß das Piloten
haus mit Dampf geheizt ist und daß keine
Veranlaffung vorhanden war, es zu ver
laffen. Er "ist der Ansicht, daß der 2te
Offizier den Cours gegen die Ordre geän
dert haben müsse.
Kapitän W. L. Bowman, der seit 27
Jahren Sund-und andere Küstenfahrten
gemacht hat, gibt folgendes Urtheil über
die Katastrophe ab: „Der Kapitän des
unglücklichen Dampfers ist sicherlich nur
insofern zu tadeln, daß er die Führung
des Schiffes inkompetenten Händen über
ließ. Der Dampfer verließ Boston Nach
mittags 3 Uhr. Während 12 Stunden
fuhr er durch gefährliches Wasser. Ter
Kapitän blieb vermuthlich auf dem Ver
deck bis um drei Uhr am nächsten Mot
gen. Wäre von dem Zeitpunkt an der
richtige Kurs eingeschlagen worden, so
müßte das Boot Meilen von Devil's
Bridge entfernt in aller Sicherheit vor
beigefahren fein. Der Mann, welcher
um eine so große 'Distanz von seinem
Kurs abweicht, kann unter keinen Um
ständen entschuldigt werden. Es ist
durchaus nicht anzunehmen, d"ß ein
Schiff, welches so schnell fährt, wie die
„City of Columbus", durch den Sturm
so weit aus seinem Kurs getrieben wer
den kann. Wenn man nun einwendet,
daß möglicherweise der Compaß nicht in
Ordnung gewesen und so eine Abweichung
vom regelmäßigen Kurs verursacht wor
den sei, so ist daraus zu erwidern, daß
gerade diese Küste in jener Gegend dem
kundigen Steuermann Anhaltspunkte ge
nug bietet, um das Schiff ohne Gefahr
er Leuchtthurm vonOay Head erhebt
sich auf einem Felsen übet 100 Fuß hoch
und kann in einer Distanz von mehr als
20 Meilen gesehen werden. Der Leucht
thurm von Tarpaulin Cove wurde vom
Dampfet aus gesehen, als derselbe bei
Martha's Vineyard vorübersuhr. An
statt aber dieses Licht in Sicht zu behal
ten, mußte man es vermeiden, wenn man
anders den richtigen Kurs einschlagen
wollte. Die Nähe und Lage dieser Leucht
thürme mußten dem kundigen Steuer
mann zeigen, daß er nicht mehr im richti
gen Fahrwasser war. Aber die ganze
Angelegenheit ist so offenbar ein Fall ver
brecherischer Nachlässigkeit, daß mit bei
der näheren Betrachtung derselben die
Geduld ausgeht.
„In diesem Zusammenhang möchte ich
die Aufmerksamkeit nur noch auf einen
Punkt lenken. Unerfahrene Leute sagen
voraus, daß eine helle Mondscheinnacht
des Seemanns Wonne sei. Dies ist je
doch nicht der Fall. Ich habe es nie ge
fährlicher gefunden, ein Schiff an's Ufer
zu bringen, als in hellen Mondscheinnäch
ten. Die Erfahrung hat mich gelehrt,
daß in solchen Nächten das Land nur halb
so weit entfernt ist, als es scheint, In
dunklen Nächten ist die Gefahr bei Wei
tem nicht so groß,'weil die wirkliche Ent
fernung des Ufers stets größer ist, als
die scheinbare. So wäre es denn gebo
ten gewesen, während der verhängnißvol
len Mondscheinnacht vom Donnerstag die
Wachsamkeit zu verdoppeln. Man hat
sich offenbar mit Bezug auf Distanzen
täuschen lassen. Nut so ist es zu erklä
ren, daß der Capitän plötzlich die Boje
von Devil's Bridge sah und daS Schiff
eben so plötzlich auffuhr."
.Meine Damen, seufzen Sie nicht
mehr!"
denn Dr. Pierce's -Favorite Prescrip
tion" ist ein sicheres Mittel gegen die Ih
rem Geschlecht eigenthümlichen Leiden.—
Bei allen Apothekern.
Der Doppelmord z« BrookviLe.
Die. lveriiber Verbrechen» ermittelt.
Edmund Tappan's Geständniß. Wie
Frau Maybee und ihre Tochter
««gebracht wurde».
Hunter's Point, L. I., 18. Jan.
Edmund Tappan, welcher auf den Ver
dacht hin verhaftet wurde, an dem Raub
mordanfalle auf Herrn und Frau Town
send zu Oystet-Bay betheiligt gewesen zu
fein, hat eingestanden, daß sein Bruder
John B. Tappan die Frau Lydia May
bee und ihre Tochter zu Brookville er
mordete. Er macht im Wesentlichen fol
gende Angaben über das Verbrechen:
John B. Tappan befand sich am Abend
des 17. November in der Maybee'schen
Scheuer und fütterte die Schweine. Ev
mund Tappan stand vor der Thüre und
sah den ganzen Hergang. Als Frau
Maybee in die Scheuer kam, warf
sie John zu Boden und würgte sie zu
Tode, was etwa 10 bis 15 Minuten
dauerte. Er trug dann die Leiche in den
Hintergrund des Stalles und bedeckte sie
mit Blättern. John sagte hierauf zu
seinem Bruder: „Ich werde jetzt auf An
nie Maybee warten und sie ebenfalls er
würgen. Sobald sie tobt ist, wird Nie
mand etwas von der Geschichte wiffen,
und ich kann dann nach dem Hause gehen
und das Geld nehmen." Als Annie
bald nachher die Thüre öffnete und in die
Scheuet trat, faßte sie John, warf sie zu
Boden, hielt ihre rechte Hand mit seiner
linken fest, während er auf ihrem linken
Arme kniete und ihr mit der rechten Hand
die Kehle zuschnürte. Edmund stand nur
drei Fuß weit entfernt. Annie wehrte
sich nach Leibeskräften und es gelang ihr,
einen Augenblick lang die eine Hand frei
zu machen, mit welcher sie dann dem An
greifer in's Gesicht fuhr. Ihre Finger
krallten sich Über John's Mund und Nase
zusammen. Sie sagte: „Laß mich ge
hen!" John riß jedoch die Hand fort,
hielt sie fest und würgte die Unglückliche,
bis sie todt war. Dieser Kampf dauerte
ebenfalls 10 bis 15 Minuten. John trug
die Leiche hinten in den Stall, legte sie
neben diejenige ihrer Mutter und bedeckte
sie ebenfalls mit Blättern. Beide Brü
der gingen dann in das Haus und traten
durch die Küchenthüre ein. Als Herr
Maybee fragte, wer da sei, erwiderte
John barsch: „Ich bin's!" John begab
sich nach oben in Frau Maybee's Zim
mer, während Edmund unten an der
Thüre stehen blieb. Maybee klopfte un
terdessen wiederholt mit feinem Stocke
aus den Boden. Als John wieder her
abkam, tastete er an Maybee's Brust her
um und sagte: „Ich will die goldene
Uhr, die Du vor zwei Jahren hattest!"
Maybee erwiderte: „Ich habe sie nicht
hei mir. Ich bm hlind und kann sie nicht
olen." „Das weiß ich," entgegnete
$ohn, „und ich werde Dich deshalb töd
ten müssen." Er entriß ihm darauf sei
nen Stock und versetzte ihm zwei wuchtige
Schläge auf den Kopf. John ging hier
auf abermals nach oben und sagte bei sei
net Rückkehr, er habe jetzt Alles, was er
wolle. Die Brüder begaben sich dann
nach Hause und John gab Edmund etwa
$10 in Noten. Außerdem zeigte er ihm
eine Vorstecknadel und eine Uhr, welche
er aus dem Hause geraubt, sagte jedoch
nicht, wie viel Geld er erlangt habe.
Edmund sah seit jenem Tage seinen Bru
der nicht wieder unter vier Augen, und
sah ihn überhaupt seitdem nur einmal,
nämlich gelegentlich der Versteigerung in
dem Maybee'schen Hause während der
letzten Woche. Edmund's Frau wußte
Nichts von dem Verbrechen. Tappan
legte obiges Geständniß unter Eid ab.
Einer späteren Nachricht zufolge hat Ed
mund Tappan ein weiteres (Geständniß
abgelegt des Inhalts, daß er selbst und
nicht sein Bruder John die Morde be
cmgen habe. Er hat außerdem den
ilsttz angegeben, wo er die geraubten Sa
chm versteckt hat.
Rath für SchNntldfnDkM.
Beim Erscheinen der ersten Anzeichen—
allgemeine Schwäche, Appetitverlust, blei
ches Aussehen, fröstelndes Gefühl mit
nachfolgendem nächtlichen Schweiß und
Husten—sollten sofort Abhülfsmaßregeln
ergriffen werden. Schwindsucht ist eine
strophes
Irophelkcankheit der Lunge daher ge
brauche man das mächtige Anti-Skro
phel- oder Blutreinigungs- und Kraft
wiederherstellungsmittel, Dr. Pierce's
Golden Medical Discovery" (goldene
medizinische Entdeckung). Als ein Nähr
mittel dem Leberthran überlegen und als
ein Brust mittel unübertroffen. Gegen
Lungenschwäche, Blutspeien und ver
wandte Leiden hat es nicht seines Glei
chen. Bei Apothekern zu haben. Zur
Erlangung von Dr. Pierce's AbHand
lung über Schwindsucht sende man zwei
Briefmarken World's
DispensaryMed-
ical Association, Buffalo, N. Y.
Amerikanische Brauer.
Nach einer uns eben zugekommenen
interessanten Statistik gibt es gegenwär
tig 2378 Brauereien in den Ver. Staa
ten.
Die meisten davon, nämlich 331, be
sitzt der Staat Pennsylvanien. Dann
kommt mit 315 New Aork. Wisconsin
nimmt mit 206 den dritten Rang em.
Mit 202 Calisornien den vierten.
Gar keine Brauereien haben Alabama,
Arkansas, Florida, Maine, Mississippi
und Vermont.
Die übrigen Staaten und Territorien
stehen so: Arizona erfreut sich der hüb
schen Zahl von zwanzig Bierbrauereien.
Colorado hat 30. Connecticut 32, Da
kota 21, Delaware 4, Georgia 2, Idaho
27, Illinois 121, Indiana 58, Iowa,
trotz Allem was vorgegangen, noch 117,
Kansas 9, Kentucky 37, Louisiana 5, Ma
ryland 58, Massachusetts 30, Michigan
114, Minnesota 119, Missouri 74, Mon
tana 23, Nebraska 39, Nevada 32, New
Hampshire 8, New Jetsey 51, New Me
xiko 4, Nord. Carolina eine, Ohio 158,
Oregon 43, Rhode Island 4, Süd Ecu
rolina 2, Tennessee eine, Texas 15,
Utah 16, Virginia 2, Washington Ter
ritory 34, West Virginia 7 und Wyom
ing 6.
Auffallend ist hierbei, daß die neube
siedelten Territorien verhältnißmäßig so
reich an Verfertigern des „deutschen Ge
tränkeS" sind, während manche der alten,
namentlich der südlich gelegenen Staaten,
von denselben anscheinend Nichts wiffen
wollen.
Gebraut sind in diesen 2,378 ame
titanischen Brauereien 17,349,424 Faß
Bier, während im Iahte 1882 in 2,371
Brauereien 16,616,364 hergestellt wur
den.
Unter unseren Großstädten hat New
Aork City während des verflossenen Jah
res das meiste (nämlich 3,239,908 Bar
rel) Biet verkauft. Ihm zunächst stand
mit 1,023,514 Faß Philadelphia. Den
dritten Platz nahm mit 986,388 Milwau
kee *ünd den vierten mit 943,360 St
Louis.ein.
Interessant ist auch eine Zusammen
stellung der Bierquantitäten, die wäh
rend des letzten Jahres in den einzelnen
Staaten per Kops konsumirt wurden.
An der Spitze Aller steht selbstverständ
lich Baiern mit 62 Gallonen. Dann
folgt mit 58 Gallonen Württemberg.
Hierauf Belgien mit 41. Dann mit 36
Großbritannien. Deutschland ohne Bai
ern mit 24. Die Ver. Staaten mit 11.
Oesterreich-Ungarn mit 10. Ebensoviel
werden in der Schweiz durchschnittlich ge
trunken. In Frankreich dagegen nur 5,
in Rußland 5, in Schweden 4, in Cana
da 2 und in Italien noch nicht einmal
eine einzige Gallone. (Amerika.)
spezifisches Mittel für Lebens
wechsel.
Wir sind im Besitze eines Briefes von Hrn.
I. T. tzamby, von Floral, Ark., worin derselbe
sagt: „Samaritan Nerv ine heilt weib
liche Schwäche und dasselbe ist während des
LebenSwechsels ein spezifisches Mittel."
Die internationale Ausstel
lung von Nadelarbeiten, welche
im Juli 1884 im Krystallpalast in Sy
denham eröffnet werden soll, wird unter
anderen Curiosttäten zwei Artikel umsas
sen, die nicht die kleinste Attraktion der
Ausstellung bilden dürften. Einet ist die
berühmte Nähnadel, welche dem deut
schen Kaiser im vorigen Jahre unter Um
ständen verehrt wurde, die Erwähnung i
verdienen. Der greise Monarch besuchte
die große Nabelfabrik in Kreuznach, um
sich zu überzeugen, was Maschinen, ge
paart mit der menschlichen Hand, erzeu
gen können. Es wurde ihm eine Anzahl
superfeiner Nabeln gezeigt, von benen
tausenbe zusammen feine halbe Unze wo
gen, unb er wunberte sich, wie solch nieb
liche Gegenständ mit einem Oeht durch
bohrt werden konnten. Aber er sollte se
hen, daß in dieser Hinsicht selbst etwas
Feineres und Vollkommeneres geschaffen
werden konnte. Der Bohrer, d. h. der
Arbeiter, dessen Beschäftigung es ist, das
Oehr in diese Nadeln zu bohren, erbat
sich ein Haar von dem Haupte des Kai
sets. Nachdem et das Gewünschte em
pfangen, bohrte et mit der größten Sorg
fält in das Haar ein Oeht, zog einen Fa
den durch dasselbe und überreichte die ei
genthümliche Nabel dem erstaunten Mo
narchen. Die zweite kuriose Nadel ist
Eigenthum der Königin Viktoria. Diese
Nadel wurde in der berühmten Nadelfa
brik in Redditch verfertigt und stellt die
Trajanssäule
dar. Auf
dieser kleinen Nadel sind Scenen aus
dem Leben der Königin in erhabener Ar
beit dargestellt, welche aber so fein gesto
cheit und
so
klein sind, daß es u ihrer
Besichtigung eines Vergrößerungsglases
bedarf. Die Viktoria-Nadel kann über
dies geöffnet werden. Si? enthält eine
Anzahl kleinerer Nadeln, die ebenfalls
mit Scenen in erhabener Arbeit ge
schmückt sind.
Büchertisch.
Amerika in Wort und Bild.
Von diesem wiederholt empfohlenen Pracht
werke liegen uns bereits die Lieferungen 13
und 14 vor. Zu beziehen durch die rühmlich
bekannte Buchhandlung von Ph. K. e o
a d, No. 391 Mainstraße, Cincinnati, die
alle Bestellungen prompt besorgen wird.
Gebrauche „Acker's englisches Heilmittel"
egen Schwindsucht. Verkauft von F. W,
erbst.
ji tt'5 (t tt & 5
Deutschland. —Ktönungsta g.—
Berlin, 18. Januar. Der Krönungs
tag und der 183. Jahrestag der preußi
schen Monarchie wurden heute mit allge
meinen Freudensbezeugungen gefeiert.
Die ganze Stadt hatte geflaggt. Kaiser
Wilhelm verlieh beute in Anwesenheit
bet Großen des Reiches dem Prinzen
Friedrich Leopold den schwarzen Adlet
orden.
Berlin,Al. Januar. Die „Nord
deutsche Allgemeine Zeitung" macht heute
in einem Artikel übet die Lage in Spa
nien einen bitteren Angriff auf Senor
Emilio Castelar und sagt, die republika
nischen Fuhrer gaben ganz allein einer
Republik ben Vorzug, weil sie sich ein
bildeten, eine solcheRegietungsform würde
ihnen die Gelegenheit zur persönlichen
Bereicherung geben.
Gouverneur Manteuffel weist
alle Elsâyer, die die französische Natio
nal-Angehorigkeit behalten und in Elsaß
geblieben, aus, sobald sie ihre deutsch
feindlichen Gesinnungen öffentlich kund
geben.
In Eutingen bei Pforzheim hat
der Kronenwirth Ellenberger seiner schö
nen jungen Frau den Hals abgeschnitten
und sich dann selbst lebensgefährlich ver
wundet. Die That scheint in einem
Schwerrnuthsansalle geschehen zu sein.
Dem Berliner Verein der Samm
ter von Cigarrenabschnitten war es
letzte Weihnachten möglich,'75 Waisen
mit warmen Kleidungsstücken zu ver
sehen außerdem konnten noch fünfund
zwanzig Knabetr Geldbeträge von bis 10
Mark bewilligt werden.
Kurz vor Jahresschluß hat in Leip
tg der Tob einen in ben weitesten Krei^
en bekannten Mann, den verpflichteten
Schtiften-Vergleicher Adolf Henze, uner
wartet abgerufen.
Am 31. Dezember wurde der In
fpeftor des Frankfurter Palmen
gar ten 8, Ferdinand Xaver Heiß, zur
ewigen Ruhe bestattet. Der Verstorbene
nahm eine hervorragende Stellung in der
deutschen Kunstgärtnerei ein. Et war in
Wallerstein in Bayern im Iahte 1822
geboren.
Ein munterer „Bietgläser
Ktieg" ist im vergangenen Jahre in
Leipzig. Dresden unb anbeten Stäbten
Sachsen's gefuhrt wotben. Das Resul
tat ist, baß bie Wirthe jetzt Bier in Glä
sern zu feroiren haben, bie einen halben
Liter halten, was übrigens vom 1. Ja
nuar 1884 an in ganz Deutschland Ge
setz ist.
JnÄerlinerGesellschaftskrei
sen spricht man übet den Bericht, daß
die Nachtposten des königlichen Schlosses
um bie Mitternachtsstunbe am Dienstag
die „Weiße Dame" in ben Corriboren
des Schlosses gesehen haben wollen. (Die
Bolkssage bringt bekanntlich mit bieser
Sage den Tod eines Hohenzolletn in
Verbindung.)
Unglück beim Schlittschuh
fahre n.—Berlin, 3. Jan. Aus dem
nahen Rummelsburg wird der „Germa
nia" gemeldet: „Ein schreckliches Un
glück hat sich gestern Nachmittag zwischen
3 und4 Uhr auf dem Rummelsburger
See zugetragen, dessen leichte Eisdecke
von zahlreichen Schlittschuhläufern be
nutzt wurde, obgleich eine Eisbahn dort
noch nicht eröffnet war. Sieben Perso
nen, darunter drei Kinder des Generals
der Infanterie z. D. v. B., wie erzählt
wird, sind eingebrochen und ertrunken.
Der Sohn des Herrn v. B. brach zuerst
ein die Schwester, sich lang aus das
Eis legend, suchte ihn herauszuziehen
und mußte ben kühnen Versuch mit dem
Leben büßen auch die zweite in der
Nähe stehende Schwester brach ein und
versank. Die Leichen dieser Geschwister
sind bereits gesunden, die Leichen der
übrigen zur Zeit noch nicht näher ermit
telten Personen sind wenigstens bis gestern
Abend noch nicht aufgefunden worden."
Nach einer Meldung eines hiesigen Re
porters sind nur 4 Personen eingebro
chen, 2 Damen und 2 Knaben, und von
diesen sind eine Dame und ein Knabe
ertrunken.
Oestreich. Wien, 19. Januar.
Das Obergericht hat die Todesurtheile
von Sponga und Pitely, welche Herrn
von Mailath ermordeten, bestätigt.
Der Wiener Mädchen-Mörder.
Wim, 21. Januar. Hugo Sche.it, der
kürzlich auf Verdacht hm verhaftet wurde,
vier Mädchen ermordet zu haben, hat ein
gestanden, daß er in der letzten Woche 5
Mordthaten zu begehen beckbsichtigte, durch
welche er in den Besitz von 30,000 Gul
den zu gelangen hoffte. Et habe damit
beabsichtigt, nach Amerika zu fliehen.
Hundert Dukaten für den
schönsten Frauenkopf.—Die Re
daction der „Neuen Jllufttirten Zeiiu ig"
in Wien schreibt in ihrer Neuja^rsnum
mer eine Konkurrenz aus, rctlaje sowohl
in den Kreisen der Künstler wie in denen
des großen Publikums lebhaftem Inte
resse begegnen dürfte. In der Preis
ausschreibung werden nämlich die Maler
und Zeichner Oestreich Ungarns und
Deutschlands aufgefordert, zur Verviel
fältigung durch Holzschnitt geeignete Zeich
nungen eines schönen Frauenkopfes einzu
senden. Der erste Preis beträgt 100
Dukaten, der zweite 50, der dritte 25
Dukaten außerdem behält sich die Re
daktion vor, auch nicht prämiirte, lobend
erwähnte Zeichnungen aus der Konkut
tenz auf dem Wege
privater Vereinbarung
zu erwerben.
Spanien.--Neues Ministerium
in Spanien. Madrid, 18. Januar.
Der König hat die Resignation des Mi
nisteriums angenommen und in Folge
der Unmöglichkeit, zu einer Verständig
ung mit den Liberalen zu gelangen, hat
't den Konservativen Canovas del Castillo
nit der Bildung eines Kabmets beaus
tragt. Derselbe hat nun folgendes Mi
nisterium gebildet: Minister-Präsident,
Canovas del Castillo Auswärtiges, De
Elduagen Finanzen, Cos Gayon In
neres, Romer yRobledo Justiz, Silvela
anbei unb Ackerbau, Pidal y Mon
tieg, DeMiravalles Marine, Admiral
Anleguera Colonieen, Tajada Valdosera.
Der neue Premier-Minister
Canovas del Castillo erklärt,baß
bas Programm bet Regierung ein libe
rales sein wirb unb frei von internatio
naler Politik. Die „Corresponbencia"
schreibt, daß die Liberalen ihrer Macht
durch Selbstmord enthoben wurden. Der
König, welcher einsah, daß, wenn er die
Gunst der einen Partei gewinne, die
Kluft gegenüber der anderen Partei nur
größer werden würde, hat den Zeitpunkt
für gekommen erachtet, die Conservativen
an's Ruder zu bringen. Die genannte
Zeitung zollt dem König für sein patrio
tisches Vorgehen Achtung und erklärt
Alphonso für den liberalsten Monarchen
Europas.
Großbritannien.—Der Dynamit
wütherich 28oIf freigelassen.
London, 19. Januar. In dem Falle
von Wm. Wolf, welcher der Verschwörung
angeklagt war, die deutsche Gesandtschaft
in die Luft zu sprengen, konnte sich die
Jury über kein Urtheil einigen und der
Angeklagte wurde entlassen.
Frankreich und China.—London,
21. Januar. Es verlautet, daß Wad
dington, der französische Gesandte, dem
Earl Granville, Minister des Auswärti
gen, erklärt hat, Frankreich werde nicht
eher in Unterhandlungen mit China tre
ten, als bis es alle feine Zwecke in Ton
quin erreicht hat. Waddington benach
richtigte die französische Regierung, daß
Granville Frankreichs Verhalten gutheiße.
China. Keine Vetspetrung
des Canton-Flusses. Hongkong,
18. Januar. In Folge des Protestes
der britischen Regierung ist die Bersper-
rung des Canton-Fluffes durch die Chine
sen eingestellt worden.
Egypten. El Mahdi's Grau
samkeit. Alexandrien, 18. Januar.
Acht egyptische Beamte, darunter der Gou
verneur der Stadt, wurden in El Obeid
gehängt und ihre Kopfe auf Stangen vor
El Mahdi's Palast gesteckt. Eine oftv
zteile Depesche sagt, daß sich die ganze Be
völkerimg in der Umhegend von Khar
thum gegen die egyptische Regierung em
pört habe. Die Truppen und Europäer
befinden sich in Khartum in einer miß
lichen Lage Der Rückzug ist abgestimmt
ten. Die Araber sind aus beiden Usern
des Nils. Berber ist eingeschlossen. Die
Aufruhrer nahmen dicht bei Sirakim den
Scheik Mouffa gefangen, der erst kürzlich
mit der Hälfte seines Stammes sich den
(Ägyptern anschloß, während die andere
Halste den Rebellen überging. Seine
Stammgenoffen zogen zu seiner Befreiung
aus, unterstützt von einem Theile der Be
satzung. Osma Dagna, Anführer der
Rebellen, weigert sich, mit den Egyptern
zu unterhandeln. Er hält eine Stellung
an der Sinkalstraße, 27 Meilen von
Suakim.
Die Abyssinier verlangen die Abtretung
des BodaslandeS und des Hafens Maffo
wa unter Drohung der Kriegserklärung.
Egypten wird Bodas und den Hasen Zou
illa abtreten, wenn Abysfinien gegen El
Mahdi vorgehen will.
Ayer's !dair-Vigor macht das Haar schö
ner und befördert sein Wachsthum. Es gibt
dem persönlichen Aeußern etwas Anziehendes
und hat einen lieblichen und dauernden Wohl
qeruch. Es reizt die Wurzeln, .-einigt die
Kopfhaut, gibt dem Haare Schönheit und Uep
pigkeit, und alle diese Wirkungen halten an
so erweist es sich als das Beste und Billigste
für die Toilette.
Gläubiger: „Ich frage Sie jetzt
zum letzten Male: Wollen Sie mich be
zahlen oder nichts" Student: „Na,
Gott sei Dank, da ist doch Aussicht, daß
dieses ewige Fragen einmal ein Ende
nimmt."
Neuer Platz. Bauer (den An
schlagzettel einer Menagerie lesend) „1.
Platz 2 Mark, 2. Platz 1 Mark, 3. Platz
50 Pig., Katalog 2o Psg. Du, Alte,
da geh'n ma auf'n Katalog."
Zuvorkommend. Herr Haupt
mann, ich gratulire zur Beförderung zum
Major, und benutze mit Vergnügen diese
Gelegenheit, Sie, Ihrem nunmehrigen
Rang entsprechend, um 200 Marl zu
steigern."
Nachrichten aus Mo.
Die Bevölkerungszahl vonCle
veland ist, einem soeben von der Polizei
aufgenommenen Census zufolge, 200,429.
Nahe Newark brannte die Frau des
Farmers David Clayton, deren Kleider am
offenen Kamine Feuer gefangen hatten, zu
Tode.
In Norwalk hat sich der schreckliche Fall
ereignet, daß der deutsche Farmer Anton Nö
mer beim Holzfällen seinem Sohne Joseph die
rechte Hand abhackte.
In Springfield starb John Dinkel,
der 27 Jahre alte Sohn des dortigen Bier
brauereibesitzers gleichen Namens, an den Fol
gen einer Lungenentzündung. Der Verstor
bene war Mitglied des dortigen Schulrathes
und hinterläßt eine Frau und zwei Kinder.
Der Antrag auf einen neuen
o z e für Wm. McHugh, zum dritten Ma!
überführt, seine Frau ermordet zu haben, wur
de am Samstag xon Richter Avert) in Cin
cinnati abgewiesen. Der Angeklagte wur
de zum Tode durch den Strang verurtheilt
und die Hinrichtung aus dm »Sten Mai anbe
räumt.
Hackte sich die Hand ab. Der40
jährige Küfer Christian Schweitzer in Cleve
land, Wittwer und Vater von sechs Kindern,
hackte sich am Freitag in seiner Werkstätte,
durch Noth zur Verzweiflung und zum Wahn
sinn getrieben, mit einem haarscharf geschlif
senen Beil die linke Hand ab. Man ließ dem
Unglücklichen jede mögliche Hilfe angedeihen
und es ist Hoffnung, ihn am Leben zu erhal
ten.
e a o n o s e n v o n o s e n
stein in Cleveland, der kürzlich eine
Wohlthätigkeitsgesellschast um Kohlen u. s. w.
bat, ist ein uraltes Mannchen in einem dürs
tigen Zimmer und erzählte einem Reporter
des „Wachter am Erie" über seine Vergangen
heit Folgendes:
„Ich war in meinen jüngeren Jahren schwe
discher Artilleriehauptmann, bm Stockholm
geboren und erhielt auch dort in der „Carl
berg MilUär-Akademie" meine militärische
Ausbildung. Mein voller Name ist Gustav
Eduard Rosen von Rosenstein. Der Name
Rosen ist der einer alten schwedischen Adels
familie, deren letzter Sprößling ich bin. Meine
Mutter war eine Deutsche, eine Freiin von
Rosenstein in Schlesien. Im Jahre 1817
machte ich mein Examen und trat als Lieute
nant in die Armee ein. Die Wogen der Po
litik gingen zu jener Zeit in Schweden sehr
hoch und in den Köpfen der schwedischen Ju
gend gührte es. Wir konnten die glänzende
Geschichte unseres Königshauses nicht verges
sen und ich wurde in eine Verschwörung ver
wickelt, deren Aufgabe war, den französischen
Eindringling Bernadette vom Thron zu stür
zen und das Haus Waja wieder einzusetzen.
Unser Anschlag mißglückte, und da ich Offizier
war, mußte ich mein Vaterland verlassen. Im
Jahre 1833 kam ich nach New
s.')ork.
Meine
Ausbildung konnte ich hier nicht verwerthen,
damals noch weniger, als dies heute der Fall
ist. Die Mittel, die ich aus dem Schiffbruch
gerettet hatte, waren bald verzehrt, Ersatz kam
keiner, weil die schwedische Regierung Alles,
worauf ich Anspruch hatte, coiifiöcirte, unb so
sah ich mich genöthigt, mich nach Arbeit um
zusehen. Ich wurde Anstreicher. Nach einem
Aufenthalte von ti Jahren verließ ich New
Aork und kam nach Cleveland, wo ich, mit kur
zen Unterbrechungen, seit 1839 wohne. Ich
war verheirathet, allein nach einer 25jährigen,
glücklichen, aber kinderlosen Ehe, ist meine
Frau, eine New Yorkerin, im Jahre 1873 ge
storben. Seit jener Zeit stehe ich vereinsamt
da und bin alt geworden ich stamme noch
aus dem vorigen Jahrhundert. Das Leben,
das ich führe, ist zuweilen etwas unbequem
und doch möcht' ich'S nicht mit dem Aufent
halt in irgend einer Anstalt vertauschen. Ich
kann natürlich nicht mehr angestrengt arbeiten
und folglich kann ich auch nicht viel verdie
nen.'' Aus einem zweiten Artikel des „Wach
ter am Erie" ersehen wir, daß Rosen bereits
88 Jahre alt ist und daß ihn, der sich stets
redlich ernähit hat, aber jetzt nicht mehr ganz
#2 in der Woche verdient, die erwähnte Wohl
thatigkeits-Gesellschast vor Noth beschützen
wird.
S e k i e U n k s a
Stewart, 18. Januar.—Am letzten Donnerstag
Abend um 8 Uhr waren Jacob Paus und sein
Geschäftstheilhaber Ferdinand Mohlenpaugh
aus dem Heimwege aus des Stadt. Gerade
hatten sie die eiserne Brücke am Südende der
zweiten Straße paffirt, als sie einen Schlitten
(sogenannten .Jumper) vom Berge herabkom
men sahen. Mohlenpaugh rief seinem Freun
de zu: Gib Acht! Aber im selben Moment
wurde 2)aus vom Schlitten^getroffen, und 8
bis 10 Fuß weit auf die Seite geschleudert,
und in bewußtlosem Zustande aufgefunden.
Man brachte ihn nach Vogelmeier's Wohnung,
wo er, ohne wieder zum Bewußtsein zu getan
gen, Morgens um halb fünf Uhr starb. Die
herbeigerufenen Aerzte fanden, daß ihm das
rechte Bein an zwei Stellen gebrochen, und
daß er zudem noch innerliche Verletzungen da
von getrageirhat. Auf dem Schlitten befan
den sich 8 bis 10 junge Leute, darunter einige
Kinder. Wie bekannt, rasen solche Schlitten
mit ungeheurer Schnelligkeit einen Abhang
hinunter, was die Leitung derselben schwierig,
ja manchmal unmöglich macht. Wahrschein
lich wurde das Unglück dadurch herbeigeführt,
daß beide Parteien einander ausweichen woll
ten, und es unglücklicherweise auf derselben
Seite versuchten. Herr ?)aus war ein sehr
fleißiger Mann, 38 Jahre alt, hinterläßt eine
Frau und ein Kind, welchen die Theilnahme
aller Einwohner unserer Stadt den so plötz
lich weggerafften Gatten freilich nicht wieder
ersetzen, ja kaum den Schmerz lindern kann.
Er war in Upfingen, Oberamt Urach, Würt
temberg, geboren und kam im Jahr 1869 nach
Amerika.
Auch die, welche an dem Unglück die Schuld
tragen, sind zu bedauern, denn obgleich die
That unvorsätzlich und nur durch einen un
glücklichen 'Zufall herbeigeführt wurde, wird
sie ihnen zeitlebens Schmerz bereiten.
(Newark Expreß.)
Explosion, Brand und Panik in
einer Fabrik—Cincinnati, 19.Januar.—
Ein Gebäude an der Ecke von Culvertftreße
und Eqglei'ton Avenue, in dem sich mehrere
Fabriken befinden, ist heute in Folge einer
HHel-xploswn ausgebrannt. D«?
wird auf 6100,000 geschätzt. Fünfzehn Ar
beiterinnen im zweiten Stockwerk wurden von
einem Panik ergriffen und nur mit Muhe ge
rettet. Mehrere sprangen aus den Fenstern.
Zwei wurden auf der Treppe ohnmächtig und
von jungen Männern, welche in einer der Fa
briken als Arbeiter beschäftigt sind, in's Freie
getragen. In dein Gebäude befanden sich
außerdem die Geschäftslokale der „Cincinna
tier Wire-Nail-Comp." und der Bindfaden
Fabrikanten Georg H. Baute u.Co. Niemand
wurde verletzt. Der Verlust beziffert sich auf
beiläufig $60,000.
e e u e o o e o 1 9 a n
Ungefähr ein Viertel des Geschäststheils der
Stadt Leipsic wurde vergangene Nacht durch
Feuer verstört. Die am Schwersten Betroffenen
sind: Eaton u. Davis, General Merchandise,
A. I. Aoung, Drugstore, James McCl.sh,
Billardhalle, I. D.' Haverman und Joseph
Beedelman, Aduotatenfirqio, Sol. jjouitg,
Bucherladen, Fockler Bros., Barbierladen.
Gefammtfchaden, 535,000.
In der Betrunkenheit erfroren.
Houngstown, 20. Jan. Mary Sheehan, von
Niles, in diesem County, wurde gestern von
ihrem Manne nach einem Laden im Dorfe ge
schickt und betrank sich dort. Auf dem Ruits
wege fiel sie in den Schnee, konnte nicht wieder
ausstehen und erfror.
I n V e z w e i u n a e a e A r
beit er. Alliance, 20. Jan.—Wwüthende
Italiener kamen vergatigeneNacht vonMinerva,
bewaffnet mit Messern, und nahmen Besitz von
der Office des Superintendenten und Zahlmei
sters der Cleveland, ^oungetown und Pitts
burg Eisenbahn, wc sie verlangten, daß man
ihnen ihre Lohne bezahle. Große Verwirrung
Herrschte. Der Mayor verlas die Aufruhr
Arte und eine bewaffnete Schaar von 1(X) Bur
gern befreite die Beamten ouo den Handendes
Hausens. Jeder Italiener erhielt 2 Dollars
mit dem Versprechen auf mehr fur morgen, wo
neue Trubel befürchtet werden. Es sollen
Brücken umgerissen, Trestlewerke demolirt und
sonstiges Eigenthum der Kompagnie zerstört
worden sein.
e s n n i s n a e i z e n a
ren.— Clevelanv, 21. Jan. Dell Ashcroft,
ungefähr 2!) Jahre alt, legte heute das Ge
ständniß ab. daß er riebst Jra Bidlake und Frau
vor 13 Jahren die Mr6. Robinson, eine 80?al
rige Frau, in ihrem »ause zu Chardon nieder
geschlagen und beraubt habe. Die Frau Ro
binson erlag ihren Verletzungen sehr bald, aber
erst heute hat mein erfahren, wer ihre Mörder
gewesen. Ashcroft befindet sich in Haft. Die
Polizei fahndet auf Bidlake und seine Frau,
die der ermordeten Frau gegenüber gewohnt
hatten.
Ay r's Sars,iparilla ist das wirksamste
Blutreinigungsmittel, und eine Quelle der Ge
sundheit und Starke. Sei weise zur rechten
Zeit. Alle verderblichen Ansteckungen werden
durch dieses unvergleichliche Mittel rasch ver
trieben."
Stadt Columbus.
Die Columbus und Eastern Bahn ist nun
bis zu den Kohlenfeldern in Perrtj County
vollendet. Der erste Ercursionszug ging von
hier am Mittwoch Morgen ab und wir bebau
ein, daß wir abgehalten wurden, die freund
liche Einladung anzunehmen und die Fahrt
mitzumachen. Etwa hundert der unterneh
mendsten Bürger der Stadt bestiegen die bei
den neuen eleganten Passagierkarren, die ex
preß für die Bahn gebaut wurden und legten
von hier die Strecke nach tzadley Junction
(29 Meilen) in kurzer Zeit zurück. Von dort
beginnt die eigentliche Eastern Bahn, die bis
zum gegenwärtigen Endpunkte mit Stahlschie
nen belegt und wie wir schon bei einer frühe
ren Gelegenheit wahrnahmen, durchaus solide
gebaut ist. Die letzte Strecke nach den Bu
ckeye Äohlenfeldern ist, trotz Schnee und Kälte,
während den letzten 30 Tagen vollendet wor
den. Der jetzige Endpunkt trägt den Namen
des Präsidenten des
Unternehmens „Radfield,"
der schon einen recht hübschen Ansatz zu einem
Städtchen gemacht hat und wo das Round
Haus errichtet werden soll. Die bereits ge
öffneten Kohlenminen wurden von den Excur
sionisten, unter welchen sich viele Sachverstän
dige befinden, genau untersucht und über die
vorzügliche Güte der Kohle herrscht nur eine
Stimme. Sie ist fest und vollkommen frei
von Schiefer und anderem Gestein, enthält
keinen Schwefel und brennt wie Hickoryholz zu
einer weißen Asche. Eine bessere Kohle für
Brand in offenen Kaminen im Zimmer kann
wohl nicht gesunden werden und dieselbe wird
ohne Zweifel in Columbus rasch allgemein
beliebt werden. Die Mächtigkeit der Lager
beträgt etwa 4£ Fuß und ein alter Kohlen
gräber, der dort arbeitete, versicherte den Ex
cursionisten, daß er mit derselben Mühe dort
mehr reine Kohlen zu Tage fördern könne, als
in irgend einer andern Mine des Staates und
er habe schon in allen gearbeitet. Auch die
mächtigen Steinlager wurden untersucht, wel
che das Material für die solide Brücke liefer
ten. Die Sachverständigen unter den Ex^ur
ftoniften (darunter Herr I. Bleile von hier)
erklärten diesen dunkelgrauen Kalkstein für
den besten, den sie je sahen. Das schöne
Courthaus in Zanesville ist aus diesen trefs
lichen Steinen gebaut, die sich in der Luft im
mer mehr verhärten. Dabei ist nicht zu ver
gefsen, daß die Bähn durch eine der reichsten
Ackerbaugegenden des Staate» läuft.
In Radfield wurde das Dinner eingenom
men, dem verschiedene Reden folgten, die alle
die höchste Befriedigung über das Gesehene
aussprachen. Sicherlich darf sich Columbus
Glück wünschen, denn diese Bahn öffnet unse
rer Stadt wieder eine ganz neue Verkehrsader,
die bis dahin so zu sagen brach gelegen hat.
Die Bewohner jener reichen Gegend, die sie
durchschneidet, kannten Columbus bisher kaum
dem Namen nach jetzt werden sie unsere Nach
barn und Kunden. Die Bahn wurde, ohne
alles Geräusch, in kaum 100 Tagen gebaut
und diejenigen, die da glaubten, daß es sich
nur um eines der vielen Projekte aus dem Pa
pier handele, finden sich angenehm getäuscht
Die Bahn soll später von Hadley Junction nach
Columbus fortgesetzt werden, vorlaufig wird
jedoch der Central-Bu^nzweig von hier nach
Hadley benutzt. Unterhandlungen für die
Fortsetzung der Bahn vom jetzigen Endpunkte
bis nach McConnellsville sind ebenfalls im
Gange. Alles Glück und Heil der Columbus
und Eastern Bahn, und unsern neuen Nachbarn
von Perry County.
Verbrannt!—Die 14jährigeTochter von
John Finnagan, der in der Nähe der Piqua
Shops wohnt, wo er mit der Ausbesserung
von Eisenbahnkarren beschäftigt ist, kam am
Mittwoch auf schreckliche Weise um ihr Leben,
Sie hatte eben zwei kleine Kinder für die
Schule gewaschen und angezogen, als eines
derselben einen Griffel verlangte, der auf der
Mantelbekleidung lag. Im Begriff, denselben
von dort herunterzureichen, fingen die Kleider
der Unglücklichen Feuer und sie war im Nu
von Flammen umringt. Aus ihr Jammerge
schrei wars man eine wollene Decke über sie
zu spät! die Beklagenswerthe starb nach un
säglichen Leiden am Donnerstag Morgen um
7 Uhr.
Die Gefangenen im Wachthause der
hiesigen Bundes-Garnison machten in der
Dienstag Nacht einen verzweifelten Fluchtver
such, der "»ber noch zeitig entdeckt wurde,
Schon hatten sie mehrere eiserne Stäbe des
Fensters durchsägt, zu welchem Zwecke ihnen
wahrscheinlich die Sägen von draußen gelte
fert worden waren. Der Soldat Allen, ein
Deserteur vom 12. Regiment, entwischte am
Mittwoch Morgen aus dem Erdgeschosse des
Hauptgebäudes dem Wachtposten und scheint
über alle Berge entkommen zu sein.
Im St. Francis Hospitale wurden
im Laufe des verflossenen Jahres 797 Kranke
verpflegt, 92 mehr, als im Vorjahre. Am 1
dieses Monats befanden sich 105 Personen in
der Anstalt, nämlich 17 hülflose Kinder und
88 Patienten. Unter, der großen Masse von
Kranken starben im Lause des Jahres blos 25,
Bei der Ausnahme wird nicht nach dem reli
giösen Bekenntniß gefragt. Jedem Unglück
lichen, der der Pflege bedarf, welcher Richtung,
oder welchem Stande er auch immer angehört,
werden die Thüren geöffnet. Alle die dort
waren, sind des Lobes voll über die vortresf
liche, liebevolle Verpflegung der unermüdlichen
Schwestern, die sich diesem schönen Berufe
widmen. Es ist mit einem Worte ein nobles
Institut, das jede Aufmunterung verdient und
man wüßte gar nicht, was Columbus^das keine
sonstige derartige Anstalt besitzt, ohne das St.
Francis Hospital ansangen sollte.
I v i e S a e o n v e n i o n e n i s
entschieden Columbus ant Mittwoch tagten
hier nicht weniger als zehn', nämlich: Die
Conventionen der Wollzüchter, Bienenzüchter,
Schweinezuchter, Jersey- und Shorthorn-Rind
Viehzüchter und Wollverkaufer. Ferner die
Conventionen der County -Commiffäre, Pro
batrichter und Stuhlfabrikanten. In allen
diesen Conventionen wurden die gegenseitigen
Meinungen der Mitglieder ausgetauscht, die
verschiedenen Interessen, Ausgaben und neue
Verbesserungsvorschläge besprochen und die
Beamten für das laufende Jahr erwählt. Es
würde ein Buch, so dick wie die Biebel, ersor
dem, um alles zu berichten, was auf allen die
sen Conventionen geschwatzt wurde, manches
Zeitgemäße, aber auch viel Ueberflussiges, sin
temal sich manche Leute gern sprechen hören.
Der Sheriff von Union County lieferte
am Donnerstag Abend Georg N. Argo in der
Penitentiary ab, der seine Schwägerin im
März 1883 ermordete, um sich in Besitz ihres
Vermögens zu setzen. Die Jury fand ihn nur
des Menschenmordes (statt Mordes im ersten
Grade) schuldig und verurteilte ihn auf 20
Jahre. Damit war das Publikum nicht zu
frieden. Ein Mob von 200 Personen rottete
sich am Dienstag Abend in Marysville zusam
men, um ihn zu lynchen- Darauf eilte der
Sheriff mit ihm nach ColumbuS, um ihn in
Sicherheit zu bringen.
Komm Fix, er stichelt! Unser College
vom „Cincinnati Volksfreund" wird witzig
er schreibt:
Die Boardinghauswirthe in Columbus
inv, rote es heißt, schon jetzt äußerst zufrieden
mit der tiß. Legislatur, weil so viele Mitglie
der derselben ihre „Board-Bill" sogleich im
Voraus bezahlt haben. Hoffentlich wird sich
bet der erfreuliche« Kunde luemutid etwas Bö
es denken."
Die Prohibitionistenwollen am2L.
Februar in Columbus wieder einmal eine
Convention halten, um etwas Dampf abzulas
en, damit die Maschine nicht explodirt.
Col. Rathbone, der in Hannover,
Deutschland, seine Frau (eine Schwester der
Frau Ewing Miller von hier) tödtete, ist von
den Aerzten in Hannover für gefahrlich ver
rückt erklärt und nach einer Irrenanstalt ge
schickt worden. Der Bruder und die Schwe
ter der Frau sind mit den Kindern nach Ame
rika unterwegs.
Gut für Columbus. Die Buckye
Eisenbahnwagen-Fabrik, in der norböstV^en
Umgebung der Stadt, am Bclnmore und Ohio
Bahngeleise gelegen, ist au die Baltimore und
Ohio Bahn verkaust worden, die nicht blos
die Fabrik selbst betreiben, sondern auch eine all
gemeine Reparatur-Werkstätte damit verbin
den will, wie eine solche jetzt von der Pan
Handle Bahn gebaut wird. Wie es heißt, be
trägt der Kaufvreis $80,(XX). 3bte Bahn hat
gleichzeitig auch noch 9 Acker Lanv, gleich oft
lich von dem Fabrikgebäude, von Hrn. Theo
dor Leonhard, dem Präsidenten der Buckeye
Fabrik, wie es heißt, für $1000 per Acker, ge
kauft. Die Buckeye Compagnie wird die Fa
brik vorläufig noch betreiben, da sie noch viele
Bestellungen für Frachtwägen auszuführen
hat. Die B. u. O. Bahn wird viele Arbeiter
in der Fabrik beschäftigen, was für Colum
bus nur vorthnlhast sein kann.
Der erste regelmäßigeZugauf
der neuen Columbus und Eastern Bahn traf
am Montag Morgen hier ein. Es sollen täg
lich zwei Züge hin und her die Bahn befahren.
Für den Frachtverkehr hat die Bahn die besten
Aussichten. Ihre Kohlen, Steine und ihr
Erz können nicht übertreffen werden, und an
Passagieren wird es mit der Zeit auch nicht
ehlen.
Bon Klatsch und Sensationsgeschichten
ist das Land eben so wenig frei, wie die Stadt.
In Prairie Township bestand schon seit langer
Zeit ein alter Groll zwischen den beiden wohl
habenden Farmern V. B. Carson und Lorenzo
Allegre. Allegre ist schon mehreremale wegen
Verleumdung angeklagt worden, zuletzt, in
1881, durch eine junge Schulmeisterin, eine
Tochter Carson's. Allegre scheint aber seine
Zunge nicht hüten zukönnen. Neulich nannte
er Carson, .den Vater des Mädchens, einen
Hühnerdieb. Noch nicht zufrieden damit, ließ
er Zettel im Township aufheften, in welchen
er Carson als einen „lausigen Hühnerdieb"
bezeichnete und ihm ähnliche ehrenrührige Titel
anhängte. Carson wurde klagbar und ver
langte £10,000 Schadenersatz. Nach langer
Verhandlung vor der Court sprach die Jury
dem Kläger einen Schadenersatz von $683 zu.
Em theures Vergnügen, weitn man die Ge
richtskosten und Adsokatengebühren hinzu
rechnet.
In Hilliard beschloß bekanntlich eine
Mehrheit des wohlweisen Stadtraths, das
Schließen aller Saloons unter der McCon
nellsville Ordinanz des Scottgesetzes. Dar
auf wirkten die Wirthe Hoffmann und Bauser
bei der hiesigen Court einen temporären Ein
haltsbefehl aus, welcher dem Stadtrats verbie
tet, die Ordinanz in Kraft zu setzen. Ein
Antrag, diesen Einhaltsbesehl auszuheben, wür
be am Montag von Richter Wylie abgewiesen.
Hoffmann und Bauser haben ihre Bundesli
zens und die Steuer unter dem Scottgesetze
bezahlt und dies ist alles von den betreffenden
Behörden angenommen worden. Und nun
kommen drei Kaffern vom Stadtrath und wol
len ihr Geschäft ruiniren. Sie werden, trotz
Scott und der McConnellsviller Ordinary, ihre
Wirthschaften offen halten.
Unfehlbar.
Dr. Aug. König's Hamburger
u st e e ist unfehlbar gegen alle Hals
krankheiten.
ColumbuS Hand- und Sulkh-Pflüge.
Herr Morris Thomas, Allen County, Ohio,
schreibt wie folgt:
Nachdem ich 4 verschiedene Sorten von Sul
ky-Pflügen, welche alle den Namen hatten,
gute Pflüge zu fem, probirte, hatte ich schon
aufgegeben einen solchen zu kaufen, da mir
kein einziger gefiel, bis ich den Sulkypfiug von
Smith, Amann u. Co. in Columbus, O., bei
W. R. Hughes in West Cairo sah. Ich pro
birte und behielt ihn, und kaufe keine andere
Sorte mehr. Jeder Farmer wünscht sich den
besten Pflug, er kennt ihn aber nicht, au
ßer er hat den „Columbus Pflug." Der Co
lumbus Handpflug ist ebenfalls der beste
Handpf lug, der gemacht wird. Fragt Eure
Händler dafür, und wenn diese sie nicht hal
ten, schreibt deutsch oder énglifch an die
Baker, der Photograph, erhielt vier
erste Prämien von sieben, die ausgesetzt waren
und um die sich vier Konkurrenten bewarben.
Seine Photographieen sind die schönsten, wel
che in Ohio gemacht werden.
Kmrâmatier Marktbericht.
Getreide. Weizen.—»1.00-1.01 fite
besten rothen.
Markt ziemlich flau.
Gerfte.—60—65 Cents fur extra No. 3
Herbstgèrste 57 Cts. für Frühjahrsgerste
Welschkorn. Weißes und gemischtes
No. 2 50£—51 Cts Bestes neues Kolbenkorn
50— Cts.
Hafer.—WeißerN0. 2 37j—38 Cents per
Buchet Gemischter 35 Cts. per Bushel.,
Roggen.—61j—62 Cents per Bushet für
No. 2.
Der Markt war flau und der Umsatz gering.
Roggenmehl.—$3.25—3.60per Barrel.
Baumwolle.-Middling 10] Cts per
Psund.
u e r—Extra Creamery 42 Cents
gute 38—40 Cents Fancy Dairy 24—26
Cents gute 18—22 Cts mittlere Qualität
13H6 geringere 10—12 Cents per Pfund.
E i e r.-35—36 Cts. per Dutzend für frische.
Federn. 52-53 Cts. per Pfd. für beste
Federn von lebenden Gänsen.
Geflügel.—Hühner junge $2.00—2.50
ausgewachsene $3,00—3.50 ausgewählte alte
4.00 per Dutzend Cnten $3.00—4.50
per Dutzend Gänse »4.00—7.00 per Dutzend
lebende Turkeys 10^—11 Cts. per Pfd.
Groceries.-Kaffee.—Rio, ordinärer bis
guter 10^-15Cts. gelber 15—151 Cts. Santos
12—15 Cts. per Pfd. Laguayra 12—16 Cts.
Mokka 26—28 Cents.
Zucker. Stuckzucker 8g—8| Cts. gra
nuUrter 8j—8| Kaffeyucker 7j—7Z gelber
6j-6l Cents.
Molasses.—Bester New Orleans 55
Cents per Gallone, geringerer 43—52 Centri
fugal 30—40.
Heu.—Bestes Timothy bei Ankunft $11.00
11.50 per Tonne gemischtes $8.00—9.00
Stroh $7.00—9.00 per Tonne.
Rindvieh.—Auserlesenes $5.50—5.65
Schlachtvieh 44,50—5.40 gutes und medium
$3.50—4.25 common zu H6.25—3.25 Bullen
3:3.50—4.40 Milchkühe *18.00—65.00 per
Stuck je nach Qualuat Kalber $5.00-8.50
Centner, je nach Qualität.
Schafe $3.U0—5.00 Lämmer
5.25.
per Pfund.
e a k a s
per Pfund.
ib
Süßkartoffeln.
Bohnen
Aepsel
Kornmehl
Zwiebeln
Cranberries
Pickels .....
Huhner, lebend...
HUynet, geputzt..
per
S w e i n e.—Ordinäre Schweine $4.50—
5.20, gute $5.25—5.80 auserlesene $5.90—
6.20 per Centner.
Schweinefleisch. Meßport $15.86
15.50 per Faß.
a o n 8 Cts. für klare
Seite»
Schultern gepackt 7—7j Cents.
Gezuckerte ©chutken.— lOj-lli Cts.
per Psund, je nach Qualität.
Gezuckerte Schulter n.—6j-
7 CtS.
Baco«. —»z—10^ Mft
Schweineschmalz.-8.66— 3.75 Cts. per
Pfund.
a g.City 7j— Cts Country?j— Cts.
per Pfund.
Cts. choice Tudwafhed 34—36 Cts.
durchschnittlich 32— 33 Cts. Coarse 28—90
Cents Pulled-Lamb's 25—26 Cts.
Pittsburger Biehmartt.
Pittsburg, 21. Januar 1884.
Rindvieh.— Prima Beef 7—7j
Cents
Geringere Quatitai oj—6| Cents.
©chafe.—4z—Cents Lämmer 5—6j
Cents per Pfund.
Schweine.—$5.50—6.50per CeytNA.sm
Großen. v
Chitttgs Markt.
Montag, 21 Januar 1884
Wetschkorn.—51z—52 Cts. $Suf$eL
Hafer.—32£—Cts. per Bu]cheL
Stogae n.—57 CtS. per Bichel. v
©erste.—59 CtS per Buchet.
a ch s s a e n.—$1.52 per Büschel.
a* e o f.—#14.70—14.75 sur altes MS
Brl.
Schweineschmal j.—$8.62
Centner bei baar.
Whisky.—P1.16 per Gallone.
Shndoteh.—tb.ou 6.75 für Export
$6*40—5.60 für Schlachtvieh 34.75—5.36
für gutes und geringeres Wieh.
Schwein e.—$5.25—6.30 per
Ctr. für ga»
te bis beste.
a e.—$4.75—5.50 per Etr. für 6*§**-
New Borker Geldmarkt.
Preise der Regierungs-Bonds te. in New
Dort am 21. Januar 1884.
BierundemhalbprozeNxtge 114|
Dreiprozentige 1UQ
Aierprozenttge 123i
Wöchentlich corrigirt dort I. H. Barcus u. ($».,
171 Süd Hochstraße.
âholesale Preise.
Kaffee (Java)».^....
(Mo)-
Zucker
Butter
Kase (New Jork)
jia)e(West. Reserve)...
Schinken
Sajultein
Schweineschmalz,Steam
15—
9
I
—8$
Kittle lOj-11
Eier,
5H».
Retail Preise.
22—30 CtS. per Pst.
.12è-16
7—10
Kaffee (Java)
(*io)
Zucker
Butter
Reis
Schinken
Schuttern 10£
Breakfast Bacon 12*
Schweineschmalz 12è
Eier 40- Cts per Dutzend
Kartoffeln v .»50-60 Cts per
3 Pfund sSrSSW.
16 Cents per Pfund.
Büschel.
$1.60
&3.25
I,
Pes.
... 25—30
25 it a
... 15 Cts. ver Ort.
...6-10 Cts. per Dutzend.
... 25—30Cts. per Stück.
... 30—35
Columbus, O., 22. Jan. 18Sß»
Wöchentlich Berichtet von M. McAlister
Sons, Händler Getreide, Sämereien u.s.w.
Mehl, Patent
Weizen
Welschkorn
Hafer
Joggen »...
Kleefamen
Timothy Samen
Gepreßtes Heu
Loses Heu......
Stroh
Kleie
Shorts .....
Middlings
w
è
Land zu verkaufen
40,000 Acker Land in West-Virstmtè«.
Dieses Land ist in den Counties Putnam und Ja«tson
in der Nähe des Great Kanawba Flusses gelegen. Es ist
gutes, hochgelegenes sum gvößten Theil gut bewaldetes
und bewässertes Land, mit ausgezeichnetem Boden, und
würde vorzügliche Farmen machen.
Die Gegend ist gut amicm'belt und Mühlen und Schu
len befinden sieh in der jlatjc. Eine Anzahl deutscher Fa
milien haben unlängst i'ftrib von mit getauft. Der Prets
ist id bis $8 per Acker, ein Drittel baar zu bezahlen
und der ifieft in einem oder zwei Jahren mit Internsten
auf die Termilaahtungcn. Roheres bu
James L. McLean,
jan 24 Zmtw
Winiield,
Putnam County, SSfÄi,
Norddeutscher
Regelmäßige Passagier- Beorderung
zwischen
Abfahrtvm Oremen jeden Mittwoch.'
Abfahrt von Baltimore jeden Donnerstag.
Einwanderern nach dem Westen «st die billige Reise
über Baltimore besonders anzurathen, da sie —vor
jeder Uebervortheiluna geschützt bei Antunjt in Bai
timore direct vom Dampfer bereitstehende Eisen
bahnwagen steigen.
Die Norddeutschen Llovd-Dampser brachten mehr alt
Passagiere
glücklich übenden iUlaitttWn rn''
Wegen weiterer Auskunft wende man sich an.
Seneral-A
samt,
«Ct 14'S» 131
10.,
Remhard & Co.
»o, 180 Süd
Di« beste« Heimath««
für
10 Millionen yinn^vn und
MORTHE^ PACSnC
bie
iJ
sten
s e i
qion Amerikas.
SV Millionen «ck«r ENenvahnlanv von $2.60 61«
$4 pr, Äcicr angeboten, auf fiinf Jahre Zeit, wenn ze
""sftÄtillionen Acker Regerung--land sur Kolon»-
zu haben. ...
761,000 «ftr fiirt) 1883 an wirkliche Farnie:
verkauft worden. Zahlreiche deutsche Ansiedler besi»
ven sieb unter ihnen. In New Salem und Rlchardlon.
Tak.. haben übte deunche Familien Viesen ^ahr
gute Heimalt! gefunden, s&eiien Information tioet
diese Kolonien ioc*be man fitb an tue Postmeister.
Für Karten, Pamphlete etc. schreibe man, unter Hrv
''Ȁ
B. IAXBOK*.
0.1
Land Commissi cm
er N. B. R. R, Sr. Paul, Miiin.
Um die obengenannten Ländereien oder irgend Hw»
Pank! an der Nortbern Pacific zu erreichen, samt £u
ere Billette von Chicago nach «t. Paul nber die Ey»
caao & Rortii-Westel» !R'h. Tie'â a,i'l «.i-l
dem 91. Pacific Bahnhus «t. Paul uild »st
die man nehmen kann. Kaust keine Billette ohne sah
tie auf die Chicago & North-Western R'v lauten.
jCtt 21 ernt
Mi

WWWand zu leisten, und lie
W jMn Glück nm $10 enthal
jMwrie den SchWelbund aus,
E. Wallace et»
Chicago verkaufte 676,553 Faß. Al
bany 332,794, Baltimore 305,684, Bo
ston 756,140, Brooklyn 836,379, Buf
falo 297,477, Cincinnati 772,392, Cle
veland, Ohio, 241,584, Detroit, Mich.,
171,883, Newark 550,883, Pittsburg
199,297, Rochester 272,287, San Fran
cisco 315,728, Toledo 173,796, Troy
189,700.
eil miniature
COLUMBUS PLOW WOKKS,
Columbus, O.
Cincinnati 21. Januar 1884.
Meh
l.—Weizenmehl.—Ordinäres $2.25—
2.50 superfeines ^.90—3.15 Extra H3.40—
3.80 Winter Familien $4.50-4.80 Fancy
$5.00—5.30 Patent $6.25—6.85 Spring
Family $4.80—5.15 per Barret für bestes.
Kartoffel
n.—Beste Carly Rose 35—40
per Bushel Burbank 40—4,5 Cents perBushsl
K s e Ohio ll-*-12 Cents per Pfimd.
New 3jork Cheddar 13J-—14 ^ts.
Küferwaaren. PorUaffer 90 96
Lard- Tierces *0.95—1.00 Ham Tierces
50-55 Cts. i 85—90 Cts. für halbe Hogs
head $1.10—1.25 fur Slats.
O e I.—Leinöl 65—56 Cts. per Gall. Lard
01 7 2—74 Cts. Petroleum -9-9^ Cents
für Qhio.
W i s k y.—$1.14 per Gallone.
Woll
e.—Feine Merino 18—80 6enU
Medium Combmg 22—24 Cents Medium
Delaine und Clothing 24—25 Cts. coarse
combing 16—18 Cts. j-blood Clothing 21
—23 Cents Gewaschene feme Menno Fleecee
31—33 Cts Medium Clothing 33—35 Cts.
Combing 32—34 Cts. Common coarse 20-
SPN t.—Ruhig und unverändert.
Weizen.—Regulärer No. 3 89 Chicago
Spring 89—99 tzis. per Büschel.
Columbus Grocery- und Pr»
dukten-Markt.
Columbus, O., 22. Jan. 1884.
18—26jCts.?erPfd.
10H4* ..
6^-94
18—25
11H3 V
... 50 CtS. per
ColumbuS Getreide-Markk
Wholesale- Preise.
$6.25—6.00 per Brl.
SO—1.00 per Bush«!.
45— 50
87— 40
60 .X
$5.00-5.25 ""T*
1.50 -2.00
$11.(0—12.00 per Ts».
8.0C—10.00
5.0!)—6.00 I,
$15.00—16.00 .. V
16.00—17.00
18.00—20.00
Brems» und Baltimore.
A. Schumacher
«s. 5 Süd Gay «träte, Baltimore. Stl*
Minnesota, Nord-Dakota, MontMIft«
Washington u»e Oregon,
,-ntlaiiii Der S„'liste 6«

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