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Der westbote. [volume] (Columbus, Ohio) 1872-1918, May 14, 1885, Image 3

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15s,
w®Hie.
Derselbe war mit zwei
VchkHen geladen. Er legte denselben
«äs Ismen ZHch vor sein Bett und legte
W «NM Riebet. In der Nacht kam ein
Gewitter, und Clmkson wachte auf an
eme« heftige» Donnerschlage und zugleich
an einem stechenden Schmerz an der
Hand und dem Beine. Er erhob sich und
fttnd Set Lichte, daß er durch die Hand ge
föoffctt war und eine Streifwllv.de am
Beim: hatte. Der Revolver war nur
noch mit einem Schuß geladen. Clark
so» i'ft der Ansicht, daß der Schuß durch
(SUchncität abgefeuert worden ist.
Der Krieg der Engländer im Sou
ban Hat auch aus elektrischem Gebiet seine
kleine» Ereignisse. 9!icht nur, daß Tele
phon und Telegraphen zur Verbindung
der vl-rschiedenen Expeditionen dienen
so wurde ein Kabel durch den Nil gelegt,
obetfytlb des Kataracts von Asiuan—das
elektrische Licht macht sich den Eingebore
»en besonders unangenehm bemerklich.
In Suakin wurden nächtliche Ueberfälle
wiederholt durch elektrisches Licht verei
telt, dm» die halbbarbarischen Angreifer
«achten sich auf's äußerste erschreckt von
dannei», sobald sie vom elektrischen Licht
fegel getroffen wmden, der für sie etwas
Uebematürliche« war. Die Eisenbahn
arbeitm konnten bei Nacht fortgesetzt^und
somit beschleunigt werden. Der ^uez
Canal soll demnächst durch elektrische Be
lenchtung auch bei Nacht passirbar ge
macht werden.
Das Unglück schreitet schnell.—
Pittsbara, Pa., 10. Mai.—Gegen 9 Uhr
gestern Abend kamen vier Schweden und
eine Frau mit ihrem Säugling auf dem
Arme, die sich von hier auf dem Heim
roege nach ihrer Heimach bei HayZ' Sta
tion am Monongahela-Flufse befanden,
zu dem FährbootSmann Thompson Sny
der to Hazlewood und baten ihn, sie über
den Fluß zu setzen, da sie das regelmäßige
Fährboot vermißt hätten. Als das Boot
erst eine Èutze Strecke vom Ufer entfernt
war, fuhr ein Dampfer vorbei, dessen
starker Wellenschlag dasselbe zum Ken
tern brachte. Snyder versuchte, die Frau
mit ihrem Kinde zu retten, aber alle drei,
sowie einer der Schweden, Namens Rose,
fanden ihren Tod in den Fluthen, wäh
rend e0 dem Gatten der verunglückten
Frau und seinen beiden anderen Gefähr«
ten gelang das Ufer zu erreichen.
Der berühmte Schwimmbold
Paul Boyton hat bei New Jork einen
guten Witz ausgeführt. Er ließ sich von
einem Boote, welchem sich mehrere
Reporte* befanden, in die Nähe des bri
tischen Kriegsschiffes „Garnet" rudern,
sprang dann, in seinen Anzug gehüllt,
m'S Waffer, schwamm unter das Kriegs
schiff und befestigte einen Gutta-Percha
Sack, der wie ein Torpedo aussah, an
der Schraube, und als er wieder aus der
Schußweite war, blies er lustig in sein
Horn. Die Engländer machten eine Pi
nasse flott und nachtuen die ganze Gesell
schaft gefangen. Boyton sagte ihnen nun,
et habe nur demonstriren wollen, wie
leicht eS einem entschlossenen Menschen
sei, ein Kriegsschiff unschädlich zu machen.
Wenn der Sack, den er an der Schraube
Ëgewesen.
macht, ein Dynamit-Torpedo gerne
are, dann wäre das Kriegsschiff ver-
DaS Nachzahlen des Bun
deèschatzcs in Washington hat man
ches Kuriosum ergeben, von welchen das
nachfolgende zu den interessantesten ge
hören dürste: Einem uralterthümlichen
Gebrauch gemäß wurde bei jedem Besuch
eines Brautpaares in der Schatzkammer
Onkel Sam's die Braut auf einige Mi
nuten lang mit dem sogenannten „Braut
Packetchen" beglückt. Dieses ist ein 15
Pfund schweres Packet, welches der Tra
dition gemäß $5,000,000 enthalten sollt?,
und tausende von Bräuten find im Laufe
der Jahre auf einige Minuten lang die
glücklichen Besitzer desselben gewesen.
Beim Nachzählen des Schatzes hat sich
nun ergeben, daß dieses 15 Pfund schwere
Pâtchen nichts weiter enthält, als altes
Papier, welches der Trödler mit 2 Cents
MS Pfund bezahlen würde. Das Packet
chen I
Mann
wurde auf Befehl von Minister
ing wieder sorgfältig zusammenge
macht, um auch in Zukunft leichtgläubige
Bräute zu beglücken.
Milwaukee, Wi 7. Mai.
DaS Wohnhaus des Millionärs Chas.
Ray, gilt für das eleganteste in ganz
Milwaukee und außerdem noch für feuer
fest und diebessicher. Vergangene Nacht
««schaffte sich ein maskirter Einbrecher,
nachdem er alle Telegraph-, Telephon
ed Einbrecherdrähte durchschnitten, durch
die Hinterthür Eingang in's Haus.
Nachdem derselbe den ganzen untern
Theil des Hauses durchsucht, ohne etwas
en zu haben, da die ganzen Silber
achen der Familie sich im Gewölbe be
emben, drang er bis zum obersten Stock
werke vor, wo die Dienstmädchen schlie
sen, weckte dieselben auf und befahl ihnen
mit vorgehaltenem Revolver, die Frau
des Hauses unter dem Vorgeben, krank
zu sein, aufzuwecken. Die Mädchen folg
ten nothgedrungen dieser Aufforderung,
und als Frau Ray ihre Thüre öffnete,
hielt der verlarvte Einbrecher ihr die
Mindung seiner Pistole entgegen und
befahl ihr, ihren Gatten herbeizurufen.
Ray erschien und wurde gezwungen, Geld
und Juwelen im Werthe von etwa $2000
herauszugeben und dann den Herrn Ein
brechet noch bis zur Hausthür zu beglei
ten. Derselbe ist seitdem spurlos vsr
fchrounben.
Wichtig für Gartenfreunde.
Der Württembergische Gartenbauverein
bringt in seinen „Mittheilungen an die
Bereinsmitglieder" folgende Warnung
vor Anwendung des Petroleums der
Gärtnerei: „Das Erdöl wird nicht selten
oft probates Mittel zur Vertilgung aller
Insekten, besonders auch der Blattläuse,
empfohlen. Jeder Tropfen Erdöl, der
auf einen jugendlichen Stamm oder Ast
eines Baumes fällt, wird von der Rinde
ausgesogen, wie Tinte vom Fließpapier.
Wenn man daher diise Theile mit Erdöl
bestreicht, so dringt es in die verschiedenen
Gewebsschichten, verhindert öfters das
Aufsteigen des Saftes und bewirkt haust
»es Abwerfen der Blüthen und Früchte.
Arautartige Triebe, damit bestrichen,
sterben fast augenblicklich an den Spitzen
ab und häufig tritt der Saft aus ihnen
sogar zurück! Zwei Johannisbeersträu-
ACT, mit einer Gießkanne voll 2Lafter
Vergossen, in welches ein Viertelschov
pen Erdöl geschüttet ward, ließen sammt
liche Früchte fallen und viele Blätter da
ran verdorrten ganz oder theilweise. Am
Stärksten zeigten sich die schädlichen Wir
kungen an Aepfel- und Pflaumenbäumen.
Härter scheinen Kirschen und Birnen zu
sein- aber selbst ein krautar^iger Trieb
des Hollunders, obwohl nur am Wul
Krina mit Petroleum bestrichen, verdorrte
«ach und nach.
Untergang de» Dampfers
e V e i a. Der zur White Croß
:inie gehörende belgische Dampfer Hel
vetia, Capitän Schoonhaven, ging am 23.
April von Antwerpen nach Montreal ab,
ttaf vor einer Woche im Golf von St.
Lawrence ein und hatte das Unglück in
Eisfelder zu gerathen, mit denen er sie
hen bis acht Tage zu kämpfen hatte, wo
hei der Bug des Schiffes eingeschlagen
und dasselbe stark beschädigt wurde. Am
Kreitag ging Capt. Schoonhaven von Cap
Ray nach Sidney ab und hatte die größte
Mühe, sich über Wasser zu halten. Da
am wlqenden Tag eine heftige See ent-
6er
and, wurde der Dampfer Akadian von
Allan Linie, welcher auf der Fahrt
«»Halifax nach Sidney begriffen war.
angerufen. Derselbe nahm die Helvetia
in's Schlepptau und steuerte auf Louis
Hura zu, aber es dauerte nicht lange, so
«na die Helvetia an zu sinken. Boote
wurden herabgelassen und Passagiere
«nd Mannschaften stiegen hrnem. Kaum
bkk
das letzte Boot abgestoßen, als der
Dampfer in den Wellen verschwand. Die
Acadian kehrte nach
Strait
Canso um
»nd landete die Ueberlebenden Port
^awkeSbmy.
Die Helvetia hatte einen Clothing Co.
Gehalt von 1,116 Tonnen und eine 8a*
dung von $400,000. ES ist der 4. Dam«
pfer der Linie, der in ebenso vielen Iah
ten unterging, und Capt. Schoonhaven
ist derselbe, der dm vor 13 Monaten un
tergegangenen Dampfer Steinmann be
fehligte.
Eine „konstitutionelle" Krank
heit des Wein stock 8. In der letz
ten Sitzung der Pariser Akademie der
Wissenschaften las A. de Corvo eine Ab
Handlung über eine Krankheit des Wein
stockes, die er eine „konstitutionelle"
nennt, da ste sowohl durch Stecklinge wie
Samenpflanzen und selbst durch Boden
Infektion weiter verbreitet werde. ES
ist dies ein Knotenschwamm (Tubercu
losa), dessen Elemente in Form,
Menge, Farbe und Bestand mit der Ent
Wickelung be§ Uebels wechselnd ge
wöhnlich in den centralen, inneren Thei
len des Stockes, der Reben oder der Wur
zeln erscheinen, den Fall ausgenommen,
wo die Infektion vom Boden herrührt:
die Schwammbildung schreite dann von
Außen gegen das Innere vor. Die
Knötchen wachsen und pflanzen sich also
am öftesten vom Markkanal zur Rinden
schuht fort, indem sie die Kanälchen und
das Gewebe erst verändern und dann zer
stören. Lange bevot man von der Phyl
loxera auch nur den Namen kannte, hat
ten die Weingärten in Europa, insbe
sondere jene in Frankreich, Spanien und
Italien von dieser konstitutionellen Krank
heit schwer zu leiden gehabt jedenfalls
sei der Knotenschwamm den ältesten be
kannten Krankheiten des Weinstockes zu
zuzählen. Nun aber ist hervorzuheben,
daß nach Herrn de Corvo, die Phylloxera
nur dort sich einniste, wo der Knoten
schwamm schon vorher sein verheerendes
Wirken begonnen. Bestätigen die That
fachen diese Angabe, ja, würde überhaupt
erwiesen, daß eme bestimmte konstitutiv
nelle Krankheit des Weinstockss allein die
Ausbreitung der Phylloxera möglich
macht, dann wäre bald der Anhaltspunkt
gesunden, wie dem verderbenbringenden
Insekt, das hiernach zwar in die zweite
Linie rücken würde, entgegengetreten wer
den müßte. Vor Allem hätte man daran
zu denken, wie die Krankheit, welche ihre
Ursache in dem hohen Alter und der ge
ringen Widerstandsfähigkeit der Wein
stocke habe und durch den inficirtenBoden
unterhalten werde, zu heilen sei. Det
Boden müßte gereinigt, die Pflanzen
müßten verjüngt werden und die Reb
laus verschwände vielleicht von selbst.
Daß junge kräftige Schößlinge von der
Reblaus nicht befallen werden, ist wie
derholt betont worden auch wurde be
reits oft ausgesprochen, daß irgend eine
Krankheit des Weinstocks das Fortkommen
der Phylloxera besonders begünstigen
möge, doch fehlten für diese Ansicht bis
her maßgebende Bestätigungen.
Mehrere Jahre an heftigen Magen
beschwerden leidend, von denen mich ver
schiedene Aerzte nicht befreien konnten,
wandte ich schließlich Dr. August König's
Hamburger Tropfen an, welche
mich in kurzer Zeit wieder vollständig
herstellten.—Christine Waibel, Reading,
Penn.
Ei« deutscher TiSza-Eßlar-Fall.
Am 22. Januar 1884 wurden unter
einer Brücke in nächster Nähe des Dorfes
Skurz im Kreise Preußisch-Stargard zwei
nackte menschliche Unterschenkel bemerkt,
welche vom übrigen Körper abgetrennt
waren und aus dem Waffer heroorrag
ten. Man fand dann in der Nähe bis
aus die beiden Oberschenkel, welche noch
bis heute fehlen, auch die übrigen Theile
des vollständig nackten Leichnams, wel
eher als der des 14jährigen Arbeitsbur
sehen Quophrius Cybula aus Skurz,
Sohnes eines dortigen Schneiders, er
kannt wurde. Der Hals war durch
schnitten, auf dem Kopfe befanden sich 7
Einschnitte. Die Oberschenkel waren mit
großer Sachkenntniß und Geschicklichkeit,
wie sie das Ergebniß anatomischer Kennt
nisse oder praktischer Erfahrung zu sein
pflegt, aus den Beckenpfannen und Knie
gelenken losgelöst worden. Obgleich der
Ermordete sehr kräftig und vollblütig ge
wesen war, so zeigte sich an dem todten
Körper doch völlige Blutleere.
Alsbald entstand in der dortigen Be
völkerung das namentlich auch durch den
Schlächter Behrent zu Skurz genährte
Gerücht, die Juden hätten den Knaben
zu rituellen Zwecken ermordet, und
das Blut abgezapft. Als Grund
diese Annahme wurde namentlich auf die
sieben Kopfschnitte und daraus hingewie
sen, daß die Zahl „Sieben" in der jüdi
schen Symbolik eine ^große Rolle spiele.
Als nun noch ein junger Arbeiter, Man
kowski, bekundete, daß er in den Früh
stunden des fraglichen Tages den früheren
jüdischen Pserdeschlächter, jetzigen Han
Deismann Josephsohn aus Skurz, mit
einem Sack auf dem Rücken in der Nähe
des Thatottes gesehen habe, verfügte der
Untersuchungsrichter die Verhaftung des
Josephsohn und ferner auch die der bei
den Kaufleute Boos, Vater und Sohn,
zu Skurz, welche von mehreren Zeugen
zu dem Morde in Beziehung gebracht
wurden, und zwar namentlich wegen des
Umstandes, weil in ihrem Keller ein Topf
mit Blut gefunden war. Das Blut wurde
nach Berlin zur chemischen Untersuchung
gesandt, erwies sich aber als Ochsenblut.
Da nun alle drei Verhaftete glaubhaft
ijr Alibi nachzuweisen vermochten, wur
dm sie wieder in Freiheit gesetzt und die
Untersuchung gegen sie eingestellt.
Trotzdem wurde gegen sie wie gegen
die Juden der dortigen Gegend weiter ge
hetzt und die Verdächtigungen gewannen
immer weiteren Umfang. Die Umstän
de, wie die sich immer dringender gestal
tende Frage: „Wer ist der Mörder?"
veranlaßten den Minister des Innern,
den Criminalcommissarius Höst aus
Berlin nach dem Thatorte zu entsenden
Dieser beobachtete zunächst den Schläch
ter Behrent, dessen Uebereifer in der Be
schuldigung und Verfolgung des Juden
ihm verdächtig geworden war. Er er
mittelte, daß Behrent in der Nacht, wo
der Mord geschehen, trotz gegentheiliger
Behauptungen, nicht zu Hause gewesen
war und daß er mehreren Zeugen Geld
geboten hatte, damit sie gegen Josephsohn
aussagen möchten. Auch der Zeuge
Mankowèki wurde nun nochmals einge
hend vernommen. Er verwickelte sich
hierbei in Widersprüche und gab schließ
lich an, daß die Person, welche er am
fraglichen Morgen in der Nähe des That
orts gesehen, nicht Josephsohn, sondern
Behrent gewesen sei. Da nun auch an
dere Anzeichen hinzutraten, so wurde
Behrent in Untersuchungshaft genom
men, während welcher er bis jetzt jede
Schuld leugnete. Zu den Verhandlun
gen, welche am 22. April vor dem Schwur
gericht zur Verhandlung kamen, sind nicht
weniger als 77 Zeugen und 4 Sachver
ständige geladen. Den Vorsitz des Ge
richtshofs führt Landgerichtsrath Arndt,
derselbe, welcher in der zweiten Verhand
lung des Neustettiner Synagogenbrand
Processes zu Könitz den Vorsitz geführt
hatte. Die Anklage vertritt Assessor
Dr. Preuß. Einer Kabeldepesche zufolge
hat der Prozeß mit der Freisprechung des
Angeklagten geendet.
„Oh, es war zum Erbarmen!"
Ja natürlich! Er probirte ein Heilmit
tel nach dem andern, gab endlich das Pro
biren auf und starb, während fein Leben
hätte gerettet werden können durch Ein
nehmen von Dr. Pierce's ,,Golden Med
ical Discovery "(goldene medizinische
Ent­
deckung), dem mächtigen Schwindsuchts
Heilmittel, welches bei schleuniger An
Wendung
bald alle drohenden Symptome,
z. B. Husten, Keuchen, Nachtschweiß
Blutspeien usw. mildert, die schwindende
Stärke und Hoffnung wiederherstellt und
den direkt zum Grabe führenden raschen
Fortschritt des armen Schwindsüchtigen
wirksam hemmt. Ist das nicht versu
chenswerth V— Bei Apothekern.
-Knaben.Anzüge zu $2,16 in der London
Ausland.
Deutschland.
Bismarck's Geschenke. Ber
lin, 3. Mai. Die verschiedenen Ge
schenke, die Bismarck zu seinem 70. Ge
burtstag erhalten hat, sind öffentlich aus
gestellt worden, und erregen allgemeine
Aufmerksamkeit.
Ferdinand Hiller. Köln
11. Mai. Ferdinand Hiller, der berührn
te deutsche Komponist und Piano- Virtu
ose, ist heute früh hier gestorben.
General v. Gottberg. Kö
nigsberg, 11. Mai. General v. Gott
berg, Kommandeur des Ersten deutschen
Armeekorps, ist gestorben.
Des Kaisers Gesundheit.
Der Kaiser erfreut sich bester Gesundheit,
indessen ängstigen gerade diese ersten
Maiwochen seine Umgebung, da während
dieser die Truppenbesichügungen statt
finden und der Kaiser dabei oft drei oder
vier Stunden im Sattel bleiben muß.
Als man den Kaiser neulich auf das Bei
spiel des großen Friedrich hinwies, der
mehrmals die Revue im Wagen abnahm,
sagte der Kaiser: Aber dies« ist auch im
nämlichen Jahre gestorben.
Fürst Bismarck über Sonn
tagsarbeit.-"Berlin, 10. Mai.
Während der am Samstag im Reichstag
stattgefundenen Debatte überSonntagsar
bett sagte Fürst Bismarck, daß seiner An
ficht nach die Frage der regulären Arbeits
tage bedeutend wichtiger sei. Persönlich
sei er nicht zu Gunsten eines Gesetzes, das
Sonntagsarbeit verbietet, aber wenn die
Arbeiter ein solches Gesetz wirklich wünsch
ten, werde er es befürworten. In Erwi
betung auf die Bemerkung eines Abge
ordneten, daß englische und amerikanische
Fabriken den deutschen weit voraus seien,
antwortete Bismarck, daß England um
mehrere Jahrhunderte Deutschland in der
Kultur voraus sei, worüber in
land natürlich großes Geschrei
werden wird.
Deutsch
erhoben
Ausweisungen. Berlin 10.
Mai. Die Ausweisung aus den osipreu
zischen Provinzen von Polen und Russen,
die es versäumt haben, sich naturalisiren
zu lassen, dauert, trotz der Ableugnung
desMmistersPuttkammer,immer noch fort.
Man weiß jetzt, daß ihm vom Reichskanz
ler der peremptorische Befehl gegeben ist,
das Ausweisungsdecret ohne Rücksichts
nähme irgend welcher Art durchzuführen.
Nicht wenige Ansiedler, die ein Men
'chen? iter in jenen Gegenden gewohnt,
werden davon betroffen. Die meiste»
der Ausgewesenen werden durch diese
Gewaltmaßregel an den Bettelstab ge
bracht.
Hochzeitsglocken. Die verwitt
wete Tochter des Prinzen Friedrich Karl,
des rothen Prinzen, hat sich am Samstag
mit dem Prinzen Albert von Altenburg
vermählt. Die jetzt dreißigjährige Braut
war fünf Monate mit dem um 35 Jahre
älteren Prinzen Heinrich der Niederlande
verheirathet, der 1879 starb. Er hinter
ließ über hundert Millionen Gulden, die
einem Bruder, dem König von Holland,
zufielen, während seine junge Wittwe,
welche er aus Liebe geheirathet, nur ein
Wittwengeld von 60,000 Gulden erhielt.
Man sprach damals mit großer Bestimmt
heit davon, daß ein zweites Testament
des Prinzen, der ein großherziger und
edler Mann war, künstlich verschwunden
iei. Die Sache wurde nie aufgeklärt.
Die Braut ist gleich ihrer Mutter schwer
hörig, aber gleich dieser eine leidenschsft
liche Musikfreundin.
Graf Wilhelm Bismarck, der zweite
Sohn des Reichskanzlers, wird am 29.
Juni seine Cousine, Tochter des Herrn
von Arnim Kröcheldorf, heirathen.
Deutsch lands Bevölke rung.—
Berlin, 9. Mai. Die Regierung hat
bestimmt, daß der Census in ganz Deutsch
land am 1. December aufgenommen wer
den soll. Der Bericht des statistischen Bu
reaus für im Auslande wohnende Deut
sche schätzt die in Amerika wohnenden,
in Deutschland geborenen Personen auf
1,966,742.
Augsburg. Hier ist der Reichs
rath Kron-Oberstmarschall Fürst Leopold
v. Fugger-Babenhausen gestorben. Er
war ein„stiller"Herr,der es vortrefflich ver
stand, den durch die tolle Verschwendung
seiner unmittelbaren Vorfahren erschüt
terten Wohlstand des alten Weber- und
Fürstenhauses wieder in die Höhe zu
bringen.
Von München wird unter'm 22.
April berichtet „Der Sergeant Falken
stein des ersten Jägerbataillons mißhan
delte mehrere Soldaten feiner Compag
nie in der brutalsten Weise. Er versetzte
nämlich dem Jäger Hartmann, weil die
ser ein Buch nicht an den vom Sergean'
ten bestimmten Ort gelegt, einige Ohrfei
gen, so daß das Gesicht des Mißhandel
ten anschwoll. Dem Jäger Meißler gab
er, weil derselbe seinen Mantel nicht schnell
genug rollte, mehrere Schläge in's Genick
und einen solchen Schlag in'sGesicht, daß
dem wehrlosen Soldaten sofort das Blut
aus Mund und Nase a ioll. Jäger Meiß
ler war so verständig, sich zu beschweren,
worauf eine Untersuchung eingeleitet
wurde. Der Sergeant büßt seine Bru
talität mit ganzen vierzehnTagen Mittel
arrest! In einem darauf folgenden
Falle wurde ein Soldat, der sich in total
betrunkenem Zustande der Arretirung wi
dersetzte, zu 6â-Monaten Gefängniß ver
urtheilt. Dieser neue Fall von Soldo
tenschinderei beweist, daß dem neuen
Herrn Kriegsminister aller Anlaß zu en
ergischen Einschreiten gegeben ist, und das
Volk vertraut auch seiner Energie, daß er
die Söhne des Volkes vor einer Behänd
lung schützt, welche die Ehre des Waffen
tragens sehr eigenthümlich illustrirt!"
Oberhausen, 20. April. Vorge
stern Abend wurde, der „Rh. u. R.-Ztg."
zufolge, um 7 Uhr unweit der Straße
nach Sterkrade zwischen der Unterführung
der Rheinischen Bahn und dem Schloß
Oberhausen ein Reisender überfallen,
des Musterkastens und des Portemon
naies mit 12 M. beraubt und dabei, als
er sich mit dem Revolver zur Wehre setz
te, tödtlich verwundet. Zwei der 18- bis
20jährigen Räuber griffen den 18jährigen
Reisenden von vorn an, und als dieser
seinen Revolver hervorholte und zu seiner
Vertheidigung auf die beiden anschlug,
kam von hinten der dritte hinzu, schlug
ihm den Revolver aus der Hand, griff
ihn dann auf, stellte sich vor den Reisen
den hin und schoß ihn in die Brust. Die
drei Raubmörder flohen der Verwundete
wurde von einem Vorübergehenden ge
funden und dann in das Hospital beför
bett. Er hat die Verbrechet noch genau
stgnalisiten können er ist indeß in ei
item Zustande, der auf Rettung wenig
Hoffnung gibt, die Kugel ist im Rückgrat
sitzen geblieben.
Die Kabelnachricht «m dem
an deutschen Matrosen verübten K a n n i
a i s u s erweist sich leider als wahr.
Vom Kanonenboote „Hyäne" liegt aus
der Südsee ein vom 30. Januar batitter
Bericht vor, worin angegeben wirb, baß
die angestellte Untersuchung die volle
Wahrheit der Nachricht ergeben hat, daß
die Hermits-Jnsulaner einen Zwei- und
einen Dreimast-Schooner überfallen, ge
plündert und verbrannt, die Mannschaft
aber getödtet und bei einem „Festmahle"
verzehrt haben. Unter den Gegenstän
den der beiden verbrannten Schiffe,
welche die Kannibalen zurückbehal
ten hatten, befand sich auch ein Frau
enhemd, gezeichnet: A. P. ferner wur
de festgestellt, daß auf dem Treimast
Schooner in der That eine weiße Frau
gewesen ist mit Namen Annie Pageis
Ob und in welcher Weise die Besatzung
der „Hyäne" die Eingeborenen zur Re
chenschaft gezogen oder bestraft hat, darü
ber wird nichts berichtet.
Am 15. April erschoß sich im Stan
desamtSzimmer der anhaltischen Stadt
Lecp?ldshall bei Staßfurt der dortige
Bürgermeister Hoppe. Der Grund des
Selbstmordes wird darin gesucht, daß der
Gemeinderath von Leopolhshall in der
Tags zuvor abgehaltenen Sitzung te
schlossen hatte, von der Wiederwahl des
Hrn. Hoppe Abstand zu nehmen. Der
Votfall hat Aussehen und vielfaches Ve
dauern erregt, da sich der Verstorbene
bei der Mehrzahl der Bürgerschaft gro
ßer Beliebtheit erfreute.
Schweiz.
Bern, 24. April. Die Ortschaft
Müßigen bei Baden, Canton Argau, etwa
400 Einwohner zählend, ist fast gänzlich
abgebrannt.
Ein gewiß noch nie vorge«
kommenes Auslieferungsbegehren ist
gegenwärtig in Bern vorgekommen. Das
selbe wurde von einem in contumaciam
zu 2 Iahten Zuchthaus verurtheilten Ber
net veranlaßt,
welcher
in Algier in die
Fremdenlegion eingetreten und jetzt nach
Tonkin abgeschoben werden soll, das Ber
ner Zuchthaus aber einer solchen Lustreise
vorzieht. Der Fall wird aber noch inte
ressanter durch den Umstand, daß noch
zwei Kameraden deS Gesuchstellets, zwei
Deutsche, sich für seine Helfershelfer er
klären, und flehentlich bitten, die Regie
rung möge sie in das Auslieserungsbe
gehren mit einschließen.
Frankreich.
AuSPariS wird geschrieben:
„Hiesige Blätter berichten über ein küh
nes, bereits in allen Einzelheiten ausge
arbeitetes Projekt des Ingenieurs Ber
lier, London und Paris durch eine Rohr
post zu verbinden, welche die Versendung
von Briefen und Zeitungen aus einer
Weltstadt in die andere binnen einer
Stunde ermöglichen soll. So gut wie
das Telephon den Telegraphen kann
sicher auch die Rohrpost den Eisenbah
neu Concurrrenz machen und so über die
lokale Verwendungsart hinauswachsen,
was aber die Ausführung des Verlier'
schen Projekts betrifft, so muß vor Allmi
auf den Ruf Berlier's als eines Inge
nieurs hingewiesen werden, der es ver
steht, einfache Ausgaben zu verwickeln und
auf komplizirten Umwegen zum Ziel zu
kommen. Seine Grundidee verwirklicht
also wohl ein Anderer auf noch bessere
Weise."
Ein Geschenk amerikanischer
Bürger. Paris, 11. Mai. Mr.
Morton wird am Mittwoch dem Ptäsi
denten des Stadtraths am Platz des
Etats Unis formell dte Statue überrei
chen, welche amerikanische Bürger der
Stadt geschenkt haben.
Belgien.
Stanley all Gouverneur.—
Wien, 11. Mai. Eine Brüsseler De
pesche an die „Politische Correspondenz"
sagt: Henry Stanley ist zum Gouverneur
des Congo Staates ernannt worden.
Eilwade, Konsul in Bombay, wird Han
delsminister werde» und Neuß Finanz
minister.
Sroßbritanien.
Krawall. Eine AmahlDespera
does, die in der Samstag Nacht aus dem
European Club Local in London ausge
wiesen worden, griffen dasselbe, von ei
nem Pöbelhaufen unterstützt, an und
folgte ein Krawall, der nur mit Mühe
von der Polizei unterdrückt wurde.
Viele der Angrei senden wurden verletz!
und 50 v zrhaftet, von diesen aber nur 6
zurückbehalten.
BeschwerlicheOzeanfahrten.
Quebec.
10.
Mai. Es sind hier unge-
fähr zwei Dutzend Dampfer fällig ei
nige derselben sind schon überfällig. Al
len Berichten zufolge ist das Eis unge
wohnlich stark und blockirt es buchstäblich
die übliche Golf-Route nach diesem Ha
sen.
Die egyptische Frage. —Lon
don,
11,
nen theilte Lord Hartington mit, daß die
Regierung die Expedition nach Khartum
aufgegeben und beschlossen habe, Wady
Haifa, als den vorgeschobensten Posten in
der Vertheidigung Egyptens zu besesti
gen. Die britischen Truppen würden
zurückgezogen werden, sobald der Nil
steigt. Es würden Anstrengungen ge
macht werden, eine Administration in der
Proöim Dongola herzustellen und die
Nilbahn als Handels- Unternehmen zu
vollenden.
Die Regierung, fuhr Marquis Hat
tingen fort, werde Suakim nicht räumen,
bis ein Arrangement getroffen werden
könrf-, daß England oder fönst eme zivili
firte Macht die Stadt vor den feindlichen
Arabern sicher stellt.
Die afghanische Streitfra
e.— London,
10.
gen Sitzung des Hauses der Gemeinen
sagte Granville in Erwiderung aus eine
Interpellation, daß er eine Konferenz mit
dem Earl von Kimberly. Sekretär für
Indien, und Baron de Staal, dem russi
chen Gesandten, betreffs der afghanischen
Grenzfrage gehalten, und dieselbe habe
ein vollkommen befriedigendes Ergebniß
'ür England, Rußland und den Earl von
Dufferin gehabt.
Angriff auf die Regierung.
London,
11.
Mai. Gelegentlich der
Debatte über die Crcditverwilligung von
$55,000,000 beantragte Lord Hamilton
heute im Unterhause, Sir Northcote'
Amendement, welches ein Tadelsvotum
ür die Regierung in sich schließt, in Er
wägung zu ziehen, und sagte u. A.:
„Der Hochachtb. Kriegs-Sekretär Mar
quis von Hartington hat soeben die au
zerordentlichste Ankündigung gemacht,
die je seitens eines Ministers in diesem
Hause erfolgt ist. Nach Ankündigung
der Absicht, Khartum zu nehmen, kun
digt die Regierung das Preisgeben des
Soudan an, nachdem sechs bis 10,000
Mann ermordet worden sind. Trotzdem
erwartet die Regierung, daß das Haus
stillschweigend dieser Politik zustimmen
wird. Die größte Gefahr für das Land
liegt in der Unfähigkeit der Männer im
Amte. (Hochrufe der Konservativen.)
Die Regierung hat in jeder Frage zwi
sehen ihr und Rußland nachgegeben
Der Premier hat gänzlich die Stellung
aufgegeben, durch welche er den Kredit
erlangte. Der große Einwand, den ich
gegen die Politik des Premiers erhebe,
ist, daß er vom Tage seines Amtsantrit
tes an bis jetzt eine große Bereitwillig
feit gezeigt hat, Jedermann und Alles zu
opfern, nur um sich im Dienst zu erhol
ten. (Rufe: Hört! Hört!)"
Lord Hamilton's Antrag wurde mit
290 gegen 260 stimmen verworfen. Die
Majorität bestand gänzlich aus Liberalen
Die Parnelliten stimmten mit der Mino
rität.
Eine Ohrfeige für John Bull
London, 8. Mai. In politischen Krei
sen ist man abermals ungemein ausge
bracht ob der Unverfrorenheit, die von
der russischen Regierung in Sachen der
afghanischen Grenzfrage entwickelt wird
Das russische Ministerium hat sich näm
lich peremptorisch geweigert, sich auf ir
genv ein Abkommen einzulassen, durch
welches ihm der Votmatsch aus Herat
und die Besetzung dieser Stadt verwehrt
werden könnte. Diese neueste Nachricht
hat heute Abend in der gar zeit Stadt
das größte Aussehen erregt, und aller
wärts gewinnt die kriegerische Stimmung
wieder die Oberhand. Die Tories sind
entrüstet und sagen, dies sii eine neue
Ohrfeige, die Rußland den Engländern
applicitt habe. Niemand zweifelt noch
daran, daß man in St. Petersburg Zeit
gewinnen will, zur selben Zeit aber auch
fest entschlossen ist, Herat, koste es, was
es wolle, zu nehmen.
Rußland.
De Giers' muth mafilich er
Nach so lg er. St. Petersburg,
den, um der russischen Regierung feinen
Rath betreffs der afghanischen Grerzsrage
zu ertheilen und es ist bekannt, daß et
entschieden England feindliche Gestnnun
gen hegt.
Rußland.
Shine und Rußlan
d.—London,
3. Mai. Nachrichten aus Kashaar zu
folge haben die mohamedanischen Insur
genten die Hülfe Rußlands angerufen,
um die Chinesen zu vertreiben, und Ruß
land versprochen, daß es dafür die Ober
Herrschaft über Kashgar haben solle. Ruß
land zögert aber, diesen Schritt zu thun,
da dies eine offme Kriegserklärung gegen
China fein würde.
London,
11.
von Afghanistan hat eingewilligt, daß ein
britisch Agent in Herat residire.
In den jetzigen Unterhandlungen mit
Rußland besteht der Earl Granville auf
dem Rechte Englands, in ausschließlichen
Beziehungen zum Emir zu stehen, der mit
den fremden Mächten durch die indische
Regierung verkehren wird.
Eine Depesche aus Simla meldet, daß
der Emir unmittelbar nach der Rückkehr
nach Cabul Befehl ertheilt hat, ben briti
schen Offizieren bie Inspektion ber Fest
ungswerke in Herat zu gestatten. Der
Em hat von der indischen Negierung de
taillirte Pläne für neue Befestigungs
Werke in Herat erhalten.
Afrika.
Französische Annexionen.—
Paris,
11.
Frankreich neue Annexionen an der süd
westlichen Küste des Rothen Meeres, süd
lich von der jetzigen französischen Besitz
ung in Obak gemacht hat. Die neuen
Erwerbungen schließen den Hafen von
Domigarata ein Und umfassen ein riesiges
Gebiet, das von zwei mächtigen Stäm
men bewohnt wird.
Italien.^
Rücktritt e^ines Ministers.—
Rom,
10
auswärtigen Angelegenheiten, hat seinen
Abschied genommen. Depretis, Präsi
bent des Ministeriums und Minister des
Innern, wird provisorisch auch die Ge
chäste des Aeußern übernehmen.
Aufruhr in der Lagunen
itadt. Venedig,
10.
Mai. Ein
Aufruhr, der bereits große Dimensionen
angenommen hat, ist jetzt hier im Gange.
Die Ursache des Streites ist in der That
jache zu suchen, baß neuerbings bie Hotel
Wirthe angefangen haben, für ihre Gäste
einige Gonbeln zu halten. Die regulä
yen Gondoliers fühlten sich dadurch in
ihremGeschäft beeinträchtigt, organisirten
emen Mob und griffen die Hotels an.
Die meisten der Hotel-Gondeln wurden
versenkt. Mehrere Personen sind während
des Angriffs verletzt und eine größere
Anza^ v«Haftet worden.
Panama.
Panama, 11. Mat. 500 Maim
kamen gestern aus Buenaventura hier an
und weitere 300 Mann sind auf dem We
ge hierher. Die columbianische Garde,
die in Colon gegen. Preston kämpfte, ist
ebenfalls hier angekommen mit ungefähr
100
Gefangenen, von denen es fälschlich
hieß, daß sie ertränkt worden seien. Pres
ton belagert Carthagena und wurde im
Rebellenlager, welches ihm zu Ehren illu
minirt war, mit Begeisterung begrüßt.
Die Rebellenführer Portazal und
Cocobalo, welche bei der Inbrandsetzung
der Stadt Colon hervorragend mrtwirk
ten, wurden von General Reyss dem co
lombianischen Oberfehlshaber übergeben,
der sie nach Abhaltung eines kurzen
Kriegsgerichts am Mittwoch in den
Trümmern der Stadt, an der Stelle, wo
der Brans begonnen, aufknüpfen ließ.
Diese prompte Justiz soll unter den übn
gen Rebellen einen heilsamen Schrecken
hervorgerufen haben. 400 Ver. Staaten
Truppen haben bereits die Rückreise an
getreten. Die anderen werden bald fol
gen.
Türkei.
10.
Mai.—Es verlautet, daß Fürst Lobanoff
Rastowski, ber russische Gesandte
Oestreich, der Nachfolger de Giers',
als Minister desAeußernwerden
wird. Fürst Lobanoff wurde ver
flossenen März aus Wien hierherbeschie-
eine türkische Okupaiion.
Konstantinopel, 10. Mai—Fehmi Pa
cha, dem türkischen Spezial Gesandten
nach England, ist es nicht gelungen, ein
Arrangement mit England betreffs tütki
'cher Okupation des Soudan zu treffen,
da er auf dem Recht der Türkei bestand,
Cairo mit türkischen Truppen zu besetzen.
Eine Lawine. Constantinopol,
Mai. Eine Lawine aus den Bergen
nahe dem Van-See in Armenien verschüt
tete eine Karawane von
68
Eingeborenen
und tödtete dieselben.
China.
Damp ser-Collision.—73 Men
schen ertrunken.—San Francisco, 7.
Mai. Der heute aus Hongkong hier
eingetroffene Dampfer „Cüy of Rio Ja
neiro" bringt die Nachricht, baß am
28.
März auf dem Huantupa-River der chi
nesifche Dampfer „Lin Dun," welcher den
Verkehr zwischen Woo Sung und Shang
Hai »ermittelte, mit dem der Ocean Steam
ship Co. gehörenden Dampfer „Orestes"
zusammenstieß. Die „Lin $un," auf
welcher sich etwa
100
Paffagiere und
schen waren bei Abgang des Schiffes ob
dach los. Der große Verlust an Men
schenleben ward namentlich dadurch her
beigeführt, daß der z. Z. des Unglücks
wüthende «vturm und das fast undurch
dringliche Schneegestöber ein Bemerken
der heranntthenbenLirotne und rechtzeitige
Flucht verhinderten.
12
Matrosen befanden, wurde von dem
„Otestes" mitten durch geschnitten, und
68
Passagiere sowie 5 Watrosen er
tränkn.
Ostindie«.
London,
8.
Mai. Eine Kabel-De-
pesche aus Kalkutta an die „Times" mel
det „Die Nachricht von den Friedens
Arrangements hat hier Bestürzung her
vorgerufen. Der auf diese Weise erlang
te Frieden wird für gefährlich und ernte
dtigend gehalten. Die Nachrichten, die
aus den nordwestlichen Provinzen und Af
ghanistan eingetroffen sind, stimmen alle
darin überein, daß der Wankelmuth des
Ministeriums dem britischen Machtanse
hen t'v'tberblich ist.
Australien.
Die Annexionen im Stillen
O z e a n.—London, 8. Mai.—Die eng
lifch-deutsche internationale Kommission,
welche ernannt worden war, um die
Streitfragen zu schlichten, die in Folge
der Annexion gewisser Inselgruppen im
pacifischen Ozean seitens Deutschlands er
wachsen sind, hat seine Arbeiten beendet.
Es ist vereinbart worden, daß die engli
schen Unterthanen gleiche Rechte wie die
Deutschen in dem von Deutschland annex
irten Territorium genießen sollen, und
daß gleichfalls die Deutschen gleiche Rech
te wie die Engländer in Neu Guinea ge
nießen sollen. Differential-Zölle dürfen
nicht erhoben werden die Einfuhr von
Waffen, Schießpulver und Alkohol in den
beiderseitigen Besitzungen ist nicht gestat
tet und die Solomon-, Freundschafts
und Schiffer-Jnfeln sowie die Neu-Hebri
den verbleiben offenes Territorium. Die
Frage bezüglich Samoa's bleibt uner
ledigt.
Island.
Lawinensturz. DaS von der
Nordostküste Islands zurückgekehrte nor
wegische Dampfschiff „Bärentzen" bringt
die Nachricht von einem entsetzlichen Un
glückssalle, welcher die Ansiedlung in dem
innern „Seydissjord" vielleicht die
schönste Bucht der isländischen Ostküste
betroffen hat. Diese seit einigen Jahren
stark ausblühende Anstellung dicht am
Meeresufer, am Fuße eines mächtigen,
sehr steil sich erhebenden Berges, ist am
18. Februar 9 Uhr Vormittags fast voll
ständig vernichtet worden. Eine ungeheu
ere Lawine rollte mit blitzähnlicher
Schnelligkeit denBerg hinunter, fegte, wo
sie hinkam, Alles vzn der Erde weg und
wälzte sich mit ihrer Beute in'S Meer.
24 Menschen kamen urn'8 Leben 14
Wohnhäuser, 2 große Speicher, das Ho
tel, eine Unmasse von Schuppen, Fischer
booten u. s. w. waren spurlos vetschwun
den. Zwei Familienväter verloren ihre
Frauen und ihre sämmtlichen Kinder.
Von den Bewohnern des Hotels sind nur
der Besitzer und Frau, sowie ein Bäcker
geselle am Leben geblieben.
60
Canada.
Der Arie int Nordwesten.—
Zwischen Middlewn's Truppen und
Riel's Rebellen fand am Samstag bei
Bartouches, Manitoba, ein Gefecht statt,
aus welchem die Regierungstruppen mit
einem Verlust von 6 Mann (einer wurde
geiöDtet und 5 wurden verletzt) als Sie
get hervorgingen. Schließlich gelang es
den Rebellen, in einer Schlucht eine feste
Stellung zu fassen, aus welcher die Ttup
pen sie zu vertreiben suchen. Mr. Bryce,
der kürzlich in Riel's Gefangenschaft ge
rieth, wurde von den canadischen Trup
pen befreit und berichtete, daß Riel im
Ganzen 400 Mann hat und daß Kugeln
und Pulver seht knapp in feinem Lager
s«d.
Tugend i» der Familie.
Men­
Es gibt alle Sorten und Grade von Tu
gend, ur-d man sagt manchmal, daßTugend
seine eigene Belohnung ist. Herr A. F.
Evans von Burt's Ferry, La., sagt, von
Brown's Iron Bitters schreibend: „Ich
habe bedeutende Erfahrung von seiner
Tugend in meiner Familie gemacht. Die
ses große Eisen-Stätkungsmittel ist be
sonders vorzüglich als eine zuverlässige
Familien-Medizin. Ihre Macht ist völ
lig probirt, und ihre Tugend ist reichlich
geprüft. Beinahe eine Million Flaschen
werden jährlich von den Apothekern die
ses Landes verkauft.
Nachrichten aus Hhw.
Crane, Jackson u. Crane, Buch- und
Schreibmaterialienhändler in Dayton, haben
ein Assignment gemacht.
Familientragödie.—John Neneigh
bor, ein junger Mann, der als Former in den
Lagonda Werkstätten zu Springfield ar
bettete, nerheirathete sich vor etwa zwei Iah
ten, lebte aber nicht glücklich mit seiner Frau,
die während der letzten 4 Monate bei ihren
Eltern, 4 Meilen von Springfield entfernt,
wohnte. Am Dienstag begab er sich zu der
Wohnung ihrer Eltern und lauerte seiner
Frau auf. Er traf sie eine halbe Meile von
dem Hause entfernt, als sie die Kühe heim
trieb. Hinter einem Baume hervortretend,
fragte er sie, ob sie wieder mit ihm leben
wolle, und als sie dies verneinte, zog er einen
Revolver und schoß sie in den Kopf. Dann
richtete er die Waffe gegen sich selbst und fiel
gleich darauf tödtlich getroffen auf feine am
Boden liegende Frau. Diese, obgleich schwer
verwundet, raffte sich wieder auf und ging
nach dem Hause. Neneighbor wurde bald
in's Haus geholt, wo er nach einer Stunde
verschied. Seine Eltern wohnen in Dayton.
Die junge Frau wird wahrscheinlich mit dem
Leben davon kommen.
In Zanesville gerieth der Dardmei
ster, Fred. Pickerel, von der B. und O. Bahn,
mit dem Fuße zwischen das Eisenbahngeleise
und vermochte sich nicht mehr loszureißen.
In dieser schrecklichen Stellung wurde er von
einem Zuge erfaßt und zermalmt.
D. Martin u. Co.,Inhaber des ältesten
Commis sionsgesch äftes in Cleveland, machten
am Montag Bankerott.
Die Ernteaussichte».—Spätere Be
richte, welche bei Sekretär Chamberlain ein»
liefen, bestätigen, daß der am Weizen ange
richtete Schaden keineswegs überschätzt wurde,
Bei dem günstigsten Wetter wird die Ernte in
den 14 Staaten, in denen Winterweizen ge
zogen wird, nur 164,174,347 Busheis betra
gen, gegen 319,214,800 Busheis im Vorjahre,
In den fünf Staaten, in denen Frühjahrs
weizen gezogen wird, werden etwa 18,000,000
Bushels weniger eingeerntet werden, als im
letzten Jahre. In den 19 Staaten zusammen
wird also die Ernte um 170,000,000 Bushels
geringer sein, als im Vorjahre.
Zu Duüitlle bei Pataèkala in Licking
County hat Wm. Legg durch Verschlucken von
Rattengift Selbstmord begangen. Trubel in
der Familie scheint ihn zu der That getrieben
zu haben. Er lebte von feiner Frau getrennt.
Bahnunfall.— Der Bremser Joseph
Freischer von Newark stürzte am Samstag bei
Kirkersville von seinem Frachtzuge und gerieth
mit einem Beine unter die Räder, wobei er
Verletzungen erlitt, die eine Amputation nöthig
machten.
Lei chen fund. Nahe Stony Ridge, 10
Meilen von Toledo, wurde am Sonntag die
Leiche eines etwa 23jährigen Mannes in einem
Felde gefunden. Der Schädel war eingefchla
gen. Die Wäsche war mit „G. I. Loomis"
matkirt.
Gelegentlich einer Keilerei in ei
ner Wirthschaft zu Toronto, Jefferson County,
wurde am Samstag Abend John Eagan von
Wm. McGovern geschossen und lebensgefähr
lich verletzt.
Ein Feuer in Grube No.4zu Jackson»
Dille bei Corning zerstörte am Freitag die Ma
schinerie und richtete einen Schaden von I50C0
an.
Ausgeflogen.— Ealvin Hohens und
Wm. Frazer, der Eine angeblich ein Einbrecher,
der Andere ein Fälscher, sind aus der Jail zu
Bucyrus entkommen.
Der deutsche Farmarbeiter Louis
Sebastian wurde am Mittwoch während des
Gewitters beim Pflügen auf einem Felde un
weit e n
i a vom Blitz getroffen. Die äußer
lich wahrnehmbaren Verletzungen scheinen un
bedeutend, doch hält der Arzt den Fall für be
denkäch, da der Leidende, seitdem er zum Be
wußtsein zurückgekehrt, beständig über heftige
Kopfschmerzen klagt.
Wilson W. Forney wurde zum Post
meister in Leetonia ernannt.
Der Bristol Tunnel ist wieder für
den Verkehr geöffnet. Die Züge passtren den
selben regelmäßig. $50,000 kosteten die Re
paraturen.
Ein Feuer in
dem Dache des „Soldaten
Memorial Gebäudes" zu Toledo, eines noch
nicht ganz fertig gestellten Bauwerks, verur
sachte am Freitag einen Schaden zum Betrag
von $10,000. Versicherung $5000.
Muß an denGalge
n.—Zu Cincinnati
wurde am Donnerstag das Gesuch um eine#
neuen Prozeß für den bereits einmal desMor
des im 1. Grade schuldig befundenen Gatten
mörder Hartnett abgewiesen und die Voll
streckung des Todesurtheils auf dm 4. Sep
tember anberaumt.
Durch Dynamit- Patronen.—Der
38 Iahte alte Adam Rogers, ein wohlhaben
der Farmer, der 6 Meilen südlich von Green
ville wohnt, rodete am Donnerstag Baumwur
zeln mittelst Dynamits aus. Er hatte 15 Dy
namit-Patronen in seinen Hosentaschen. Beim
Herausreißen von Wurzeln rieb er an den
Zündern, die Patronen explodirten und brach
ten ihm furchtbare Verwundungen bei. Um
2 Uhr am nächsten Morgen starb er.
In Cincinnati beging am Donnerstag
der 50jährige heimaths- und arbeitslose Au
gust Fischer Selbstmord, indem er sich die
Kehle durchschnitt.
Ein weißes Frauenzimmer aus i s o n
ist kürzlich mit einem Neger davongelaufen,
der rothes Haar hat. Eme ganz merkwürdige
Farbenmischung.
Schlechte Ernte-Aussich ten.—Sec
retär Chamberlain's Bericht für April zeigt,
daß am 1. Mai der mit Weizen im Staate be
pflanzte Flächenraum 93 Procent war, der
Stand der Frucht wird mit 53 angegeben und
die Zahl der wahrscheinlich einzuerntenden
Busheis, bei gutem Wetter bis zur Ernte, au:
22,831.50, im Vergleich zu einem Durchschnitt
von 41,005,244 Bushels während der letzten 5
Jahre. Roggen, Stand 65 Gerste, 40 Wie
sen, 82 Weideland, 79. Die Weinernte
im Lande wird 150,000,000 Bushels Weizen
unter dem Durchschnittsertrage der letzten 5
Jahre und um 200,000,000 Bushels geringer
als die letztjährige Ernte sein. Der Bericht
schließt mit den Worten: „Es scheint jetzt, daß
die Meizenernte die schlechteste seit 10 Jahren
sein wird.
Aus Michigan hingegen wird berichtet, daß
in den südlichen Counties der Ernteertrag an
Weizen 102 Prozent des vorigen Jahres sein
wird. Aepfel versprechen 68 Prozent einer
Durschnittsernte.
Offizielle Berichte aus den Staaten Ken
tucky, Missouri, Pennsylvania, Michigan, Ma
ryland, California, Wisconsin, Iowa, West
Virginia, Dakota, Alabama, Georgia, New
Aork, Indiana, Illinois, Kansas, Virginia,
Nebraska, Minnesota und Tennessee an den
Erntestatistik--r S. W. Tallmadge in Milwau
tee besagen, daß die Weizenernte sehr wenig
versprechend ist. Die kürzlichen Regen und
das wärmere Wetter haben den Pflanzen ein
besseres Aussehen verliehen, doch sei über keine
Aufbesserung zu berichten. Der an den Pflan
zen durch die Winterkälte angerichtete Schaden
zeige sich jetzt erst recht in allen Winterweizen
iaateii, mit alleiniger Ausnahme von Michi
gan. Der an Winterweizen angerichtete Scha
den ist der bedeutendste von dem man je ge
hört. In Wisconsin, Iowa, Minnesota, Ne
braska und Dakota wird der mit Frühjahrs
weizen bepflanzte Flächenraum voraussichtlich
etwas geringer sein, als im Vorjahre. Die
Saison ist zurück, und wenn wir nicht einen
[ehr günstigen Sommer haben, wird der Er
trag von Frühjahrsweizen weit hinter dem
letztjährigen zurückstehen.
Alexander I. Greek wurde zum Post
meister von Wyandot ernannt.
Der Farmer Chris. F. Rohrer zu Tre
rnont City, Clarke Co., hat ein Assignment ge
macht. Aktiva $12,500 Verbindlichkeiten et
wa desgleichen.
erdufte t.—Schatzmeister C. Käser von
Jefferson Township, Coshocton Co., ist, nach
dem er bei verschiedenen Farmern einen Pump
angelegt hatte, mit seiner Frau verschwunden.
Er soll $1400 unterschlagen haben.
In Cincinnati hat ein gewiffer Fried
rich Kuchenbeißer die gesetzlichen Schritte ge
than, feinen Namen in Meyer umzuändern.
Ein unehrlicher Postmeister.—
Urbana, 9. Mai. S. B. Price, unser frühe
rer Postmeister, ist unter der Anklage verhaftet
worden, $1,400 unterschlagen zu haben. Er
stellte Bürgschaft und wurde auf freien Fuß
gesetzt. Price galt allgemein als Ehrenmann.
Unheil im,,SkatingRink."—Tiffin,
8. Mai. Die östliche Mauer von Gebrüder
Bloom's Nollschuhbahn. 20 Fuß hoch und 180
Fuß lang, stürzte um 9 Uhr heute Vormittag
ein. Frank Bloom und H. E. Holler wurden
unter den Trümmern begraben, kamen aber
Beide mit gebrochenem Fußgelenke davon, da
ein Haufen Holz sie schützte.
Ein lebensmüderArz t.—New Rich
mond, 8. Mai. Dr. H. I. Barber, ein pro
minenter hiesiger Arzt, wurde um 7 Uhr heute
Morgen todt in seinem Bette gefunden. Er
hatte sich mit einem Federmesser eine Arterie
geöffnet.
Folgende wurden am Samstag zu Post
meistern in unserm Staate ernannt:
Charles E. Kelsey, Alexanderville, Montgo
mery Co. Catharine B. Fauley, Fultonham,
Muskingum Co. Albert D. Patten, Liberty,
Montgomery Co. I. C. Fetler, Owensville,
Clermont Co. Geo. P. WUcvr. Ozark, Mon
roe Co. Raneiord R. Whitehurst, Royalton,
Fairfield Co. Linnaeus P. Leitnaker, Thürs
ton Alexander Robinson, Tyner, Guernsey
Co.
Bedeutender Bankerott.— Cleve
land, 8. Mai. Aus Antrag von Horace Wil
kins wurde heute ein Massenverwalter für die
bedeutende Firma John H. (Saufe u. Co., Ei
genthümer ver „Lake Shore" Kaffee- und Ge
würze-Mühlen und der „Lake Shore Prefer»
ing Works," ernannt.
Des Mordes beschuldigt. Akron,
9. Mai. Der kürzlich in Bellevue in Hast ge
nommene Geo. S. Barber ist heute unter der
Anklage, am 28. März *1872 zu Akron den
Michael McGarry ermordet zu haben, hierher
gefänglich eingebracht worden. Barber war
damals schon verhaftet, aber wegen Mangels
an Bewerfen wieder freigelassen worden. Er
verschwand sofort, da ein Freund des Ermor
beten ihn mit dem Tode bedrohte, und seither
hatte man nichts mehr von ihm gehört. Kurz
nach seiner Flucht wurde weiteres Beweisma
terial beigebracht, so daß er schließlich von der
Grand Jury wegen Mordes Anklagestand
versetzt wurde. Erst vor Kurzem gelang
den Freunden des Ermordeten, die Spur des
Mörders zu finden, der sich in Bellevlie verhei
rathe: hatte. Beide beteiligten Parteien zähl
ten zu den angesehensten Familien unserer
Stadt.
Abenteuer eines Altoners
Mexiko. In St. Louisist dieser Tage
ein Amerikaner als Flüchtling aus Mexiko an
gekommen, nämlich Allen Wade von Akron.
Den umfassenden Berichten des „Anz. d. W."
über Wade's Angaben entnehmen wir folgen
de Hauptpunkte:
n
Am 12. Januar 1884 tödtete ein Zug der
mexikanischen National-Bahn, auf dem sich
Wade als Condukteur und McFarland von
St. Louis als Lokomotivführer befanden, an
einem Steinbruche nahe Tierra Blanco im
Staate Chihuahua einen Mexikaner, der so
weit gesunken war, daß er seinen Namen nicht
mehr wußte, und den seine frivolen Genossen
„Jesus Christ" nannten. Dieser Mann lag
mit einer Anzahl Anderer träge auf dem Ge
leise, als der Zug herannahte. Der Lokomo
tivführer ließ die Dampfpfeife ertönen, und
Alle bequemten sich schließlich, das Geleise zu
verlassen, nur dieser Eine blieb liegen. Mc
Farland sah, daß der Mensch den Zug bemerkt
hatte und dachte natürlich, daß er sich in Si
cherheit bringen würde, hemmte deshalb die
mäßige Eile des Zuges nicht. Der Kuhfänger
faßte den Mann und warf ihn etwa 20 Fuß
wert durch die Luft er war auf der Stelle
tcdt. McFarland und Wade wurden verhaf
tet. Sie hätten leicht flüchten können, waren
sich aber keiner Schuld bewußt. Zwei mexi
latus che Advokaten wurden ihnen als Anwälte
zugetheilt, und die Mexikaner, welche sich in
Gesellschaft des Getödteten zur Zeit des Un
falls befunden hatten, sagten als Zeugen ge
gen sie aus. Der Prozeß endete mit der Ver
urteilung der beiden Angeklagten zu längerer
Zuchthausstrafe. Beide wurden nach dem
Zuchthause zu Cortez im Staate Sonora ad
geführt.
Wade mußte in der Küche arbeiten und
wußte die Freundschaft einer Köchin zu erwer
ben die verschaffte ihm den Schlüssel zu einer
Pforte, doch schöpften die Aufseher Verdacht,
die Köchin wurde entlassen und Wade nach
den Silberbergwerken bei Santiago gebracht.
Dort mußte er in einem Schachte arbeiten, der
so niedrig war, daß er bei der Arbeit knieen
mußte. Von früh Morgens bis spät Abends
mußte er den schweren Hammer schwingen.
Hinter ihm und seinen Leidensgenossen, Ver
brechern und Schuldnern, standen Wächter mit
geladenen Büchsen und trieben ihn unerbitt
lich zur Arbeit an, wenn er glaubte, vor Er
schöpfung sterben zu müssen. Manchmal kam
ihm ferne Kenntniß von Maschinen zu Hülfe.
Wenn der Maschinenführer der Bergwerke Bei
stand an seinen Maschinen nöthig hatte, wurde
Wade ihm zugetheilt. Seine Fertigkeit erwarb
ihm die Achtung des Maschinenführers, und
dieser gab ihm einen Plan zum Entkommen
an. Er sagte ihm, daß er einen Augenblick
wahrnehmen solle, wo die Wächter den Ma
fchinenraum verlassen hätten, dann solle er
sich eilends aus dem Staube machen, doch
lause er Gefahr, erschossen zu werden. Wade
benutzte die nächste Gelegenheit und ergriff die
Flucht. Nahe dem Mafchinenhause stand ein
Pferd angebunden dessen bemächtigte er sich
und ritt davon. Er wurde verfolgt, hatte aber
einen zu großen Vorsprung, als daß seine Ver
folget ihn einholen konnten. Das war am
12. Februar. Er ritt fünf Tage lang auf ei
ner Viehtrift der Grenze zu, ohne irgend welche
Nahrung zu sich zu nehmen. Endlich traf er
im nördlichen Sonora, nahe der Grenze von
Arizona, einen Hirten, dem er mittheilte, daß
er fast todt vor Hunger sei. Dieser gab ihm
zu essen, und neu gestärkt ritt Wade weiter
nach Arizona hinein. Von da erreichte er auf
der Eisenbahn St. Louis. Er will beim Prä
sidenten Cleveland auf Schritte behufs Be
freiung McFarland's hinwirken. Gen. Grant
war der einzige, der sich schon bei der vorigen
Regierung für die beiden Unglücklichen ver
wendete. Es scheint aber nichts Amtliches für
sie geschehen zu fein.
leg*Herr Albert HasebrookinLora»
mies, Shelby Co., D., hatte die Gefälligkeit, die
Agentur des Westboten für den dortigen Platz
und Umgegend an Stelle des Herrn Henry
Menke zu übernehmen, und ermächtigen
wir Hrn. Hasebrook hiermit, Gelder für den
Westboten in Empfang zu nehmen und darü
ber zu quittiren, sowie auch Bestellungen auf
das Blatt entgegenzunehmen.
Horsford's Acid Phosphate.
Eins der besten Stärkungsmittel.
Dr. A. Atkinson, Professor der Arzneikunde
und Dermatologie am College of Physicians
und Surgeons, Baltimore, Md., sagt: „Es
icht einen angenehmen Trank, und ist eins
unserer besten «Stärkungsmittel in der Gestalt
y)n Phosphaten in auflösbarer Form."
Jetzt ijfr Hie Zeit um die Gärten zu schmücken!
Sämmtliche 14 tottectlonm für tt Dollar«, «a» adresstre,
4m
Büchertisch.
Folgende Notiz über
eine
Willie, ich rufe Dich! Kräuselnd um
fängt mich ber Dampf meiner Pfeife. Sift
ein Kanaster, auf den ich mich steife. Willie,
ich rufe Dich! Hol' mir ein Packchen von
@atl& 8$.
Es wird Ihnen wohl nicht ganz munteres
fant sein, etwas über das Wirken und Schassen
unseres diesjährigen sogenannten „Verschärf
ten Prohibitions-Gesetzes" zu hören. Z. B. in
Manhattan, ungefähr 40 Metten westlich von
hier, von jeher ein Temperenzplatz com me il
saut, hat ein Mann in einer Woche 17 mal
für 17 verschiedene Krankheiten, die er angab
zu haben, in der Apotheke Whisky gekauft.
Schließlich hat sich ein Comite gebildet und
dem guten Manne den Rath gegeben, doch in's
Hospital zu gehen, wohin em Mann mit 17
Krankheiten ja am Ende wohl auch gehört.
Es dürfte vielleicht nicht allen ihren werthen
Lesern bekannt sein, daß hier Jedermann,
ausgenommen notorische Trunkenbolde,
Schnaps für Krankheiten, die angegeben wer
den müssen und durch Zèamensunterschrift vom
Käufer beglaubigt, in den dazu berechtigten
Apotheken laufen kann. Und eine der meist
vorkommenden Krankheiten, ja mehr als die
Halste von allen andern, ist „die kranke Frau'
sick wise at home). „Verächtliches Chor.'
Loch wenigstens ist es sehr erfreulich, daß
man sehr wenige deutsche 9tamen in den Apo
theken-Registern finden kann. Daß aber noch
nicht aller Gerechtigkeitssinn in der republika
nischen Partei ausgestorben ist, mag Ihnen
Folgendes beweisen: Brauet Wallruf in Law
rence reifte voriges Jahr in der Wahlzeit im
Staate herum und wühlte gegen unsern frei
sinnigen Gouverneur (Stick, -erklärte den Leu
ten, daß der republikanische Candidat, I. A.
Martin, perfectly satisfactory sei, (Slick
wurde hauptsächlich auch deswegen so sehr ge
schlaqen, weil er solche Leute wie Wallruf zu
sehr in Schutz nahm. Dieser Mann Wallruf
hat nun im letzten Monat zwei Mal Applika
tion gemacht sür den gesetzlichen „Permit,"
das Bier für die Lawrence Apotheken brauen
zu dürfen." Aber es wurde jedesmal prompt
abgeschlagen. ?!un sage noch einer, republi
kanische Beamte sind nicht gerecht. Doch für
freute genug. Ihr ganz ergebenster,
Der Unterzeichnete offerirt die folgenden Collection«» von vorzüfllichen PflaiHtM»
ein« Collection für #i, sechs CoUmtonen fur S3, portofrei nach irgend einem TheM
der Ler. Staaten zu schicken:
Ro. 1—14 schöne gefüllte Geranien, versâi e&cner Farben..
K—Ii
8-20
4—tO
6—14
6— 8
7—14
8—12
9— 7
10-li
11—18
18—14
IS—18
literarische
Arbeit, mit welcher unser Mitbürger, Herr
A. E. See, gegenwärtig beschäftigt ist. finden
wir in der „Westl. Post:
(Aus der St. Louis „Westlichen Vest" vom 6. Nat.)
Oberst Alfred E. Lee, seiner Zeit Pri
vat-Secretär von Gouverneur R. B. tzayes
und später General-Consul in Frankfurt a.jVi.,
befaßt sich augenblicklich mit der Knegsge
schichte des II. (Sigel'schen), später20. Armee
Corps. Bekanntlich war das 1l. Corpâ der
Potomac-Armee ein fast auÄschli^tzl'.ch deut
sches, und waren sämmtliche Natimsten-Gene
räle und Zeitungen bemüht, die Schlappe von
Chancellorsville auf dasselbe zu walzen. Us
ist nun eine der Hauptaufgaben des Werkes
von Col. Lee, obgleich selbst Amerikaner, den
deutschen Truppen Gerechtigkeit widerfahren
zu lassen, und die Schuld der Niederlage bei
Chancellorsville dahin zu legen, wo sie hinge
hört. Das Buch wird nächstens im Hruck
erscheinen und jedenfalls von allen alten Sol
baten, speziell den deutschen, mit großem ^n«
tet esse gelesen werden. Des 82. Illinois Ne
giments, von Oberst Friedrich Decker, ivird
darin mit besonderer Auszeichnung gedacht.
Ed. Buchner.
Stadt Columbus.
Die Gouverneurs»0hnung.—Es
ist einigermaßen aufgefallen, daß der Vor
schlag, den Erlös aus dem im letzten Jahre
verkauften Staatseigenthum an der Broad«
straße und dem gegenwärtig zum Verlauf aus
gebotenen Grundstück Hinter, der Blindenan
stalt eine Wohnung für den Gouverneur zu
kaufen, in die Brüche gegangen ist, indent der
Vorschlag gar nicht zur schließlichen Abstim
mung gebracht wurde. Die „Sunday Morn
ing News" hat jetzt das Geheimniß aufgeklärt.
Das Projekt scheiterte, wie die „News" mit
theilt, an der Gier einer Spekulantenclique,
welche beabsichtigte, das von dem Banquier
B.E.Smith erbaute Wohnhaus an der Broad
straße, welches aus dem Executionswege zum
Berkauf ausgeboten war, zum Preise von $50,
000 zu erstehen und dasselbe dann dem Staate
für $80,000 anzuhängen, also einen kleinen
Schnitt von $30,000 daran zu machen. Um
sicher zu gehen, sollen sie sich von der Wittwe
Smith das Ankaussrecht auf bestimmte Zeit
gesichert haben. DaS betreffende Gesetzge
bungscomite erfuhr jedoch zeitig genug von
der Sache, um den schön eingefädelten Plan
zu durchkreuzen. Ohne diesen Versuch, auf
Kosten der Steuerzahler von Ohio $30,000
zu ergattern, wäre der Vorschlag zum Ankauf
einer Gouverneurswohnung ohne Zweifel er
folgreich gewesen. Das Comite verdient für
die Wahrung der Interessen des Staates in
diesem Falle volle Anerkennung. Wenn hie
sige Blätter das vereitelte Geschäftchen zu
rechtfertigen suchen und den Fehlschlag dessel
ben bedauern, so ist dies sehr verdächtig und
läßt stark vermuthen, daß die „News" auch
bezüglich der Namen der daran Betheiligten
ziemlich genau insonnirt war.
Gouverneur Hoadly soll sich überhaupt ge
gen Ankauf einer so kostspieligen Wohnung
ausgesprochen haben, da das Salär des Gou
verneurs von Ohio nicht hinreiche, um einen
der Wohnung entsprechenden Aufwand zu ma
chen.
Auf Ehrenwort. Ex-Mayor Peters
wurde bei der letzten Sitzung der Penitentiary
Verwalter, deren Mitglied er ist, als Einer
Comite ernannt, um Regeln für die Durch
führung des neuen Gesetzes, das die Entlas
sung von Gefangenen auf Ehrenwort gestat
tet, zu entwerfen. Dieselben sollen in der
nächsten, Anfangs Juni stattfindenden Sitz
ung eingereicht werden. Unter Denen, die
vom Warden für die Begnadigung empfohlen
werden, soll sich auch Fred. W. Newburgh be
finden.
A 01 e!« 9 I« 8
e n.—42 Personen
legten am Montag vor dem Staats-Pharma
cie-Rath im Repräsentantenzimmer im Capitol
ihre Prüfung als Apotheker und lti die als
Gehülfen ab. Das Resultat wird in etwa ei
ner Woche bekannt gemacht.
Herr Friederich Weber, Vater von
Professor Weber von der Staats-Universität,
einer der ältesten und geachtetsten deutschen
Bewohner unseres Countys, ist ant Sonntag
Nachmittag in seiner Wohnung, in Nord Co
lumbus, im Alter von 79 Jahren gestorben.
Er war in Rheindaiern geboren und kam als
junger Mann nach Amerika und Columbus.
Sein Geschäft war das eines Farmers, als
welcher er sehr erfolgreich war. Außer feiner
Wittwe betrauern eine Arzahl erwachsener
Kinder und ein zahlreicher Freundeskreis sein
Dahinscheiden.
W i
e er Bra ndstiftung.—Heute Mit
tag wurde in einem Schlafzimmer der Mäd
chenabtheilung im 3. Stockwerk der Blinden
anstalt Feuer entdeckt, welches rechtzeitig un
terdrückt wurde. Demselben liegt unstreitig
Brandstiftung zu Grunde.
Schrecklicher Selbstmordversuch.
Der farbige Sträfling David Wilson ver
suchte heute (Mittwoch) in Patton's Gießerei
in der Penitentiary Selbstmord zu begehen,
indem er seinen Kops in einen Kesiel flüssi
gen Eisens steckte. Die That wurde bemerkt und
der Unglückliche weggerissen. Er ist schreck
lich, aber wahrscheinlich nicht tödtlich ver
brannt.
Der erste Sch ritt zur Abhaltung des
nächsten Sängerfestes deS Central Ohio Sän
gerbezirkes wurde am letzten Sonntag durch
die Erwählung der aus Mitgliedern der Ver
eine Mannet ch or und Liederkranz bestehender
Centraibehörde gethan. Erwählt wurden: Für
Präsident, Joseph
Dauben, für Vice-Präsident,
14
(einfache Geranien, verschiedener Karben,
schie
Berbenen, verschiedener Farben.
Pansics (Stiefmütterchen), emchtet-enet Farben^,.«
Thee- und Monatsrofc'n, uerid#ietivm'r Farben.
Ausdauernde Landros^n, oendncti'ncr Farben,
bunte Coleu», verschiedener Fartn.
»erschu bene Heliotropen, verschiedener Farben.
Geranien nd 7 Rosen, verschie en«r Farben,
verschiedene A!onctts-Neken, verschiedener garbeit,
ge Üllte Tuberosen.
verschiedene Fuchsien.
verschiedene Santa e».
14—Sine Pflanze von Jeder der obige* SeflectiostlL
Gustav Drobisch,
Plötzlicher To d.—Herr Henry B. Steti*
let stürzte am Samstag Abend an der Brücke
über das Eisenbahngeleise an Parkstraße in*
folge eines Anfalls von Herzschlag zu Bode»,
raffte sich aber bald wieder aus und schleppte
sich noch bis zum Goodale Park, von wo
Jahre alt und hatte als Mitglied des 58. Oht«
Infanterie-Regiments den Krieg mitgemacht.
Während der Hayes'fchen Administration war
er Wächter in der Rotunda des KapitolA.
Vor mehreren Jahren büßte er infolge der
vorzeitigen Entladung einer Kanone in Mia»
Misburg einen Arm ein. Er hinterläßt eW
Wittwe und einen erwachsenen Sohn.
Wir wünschen die Aufmerksamkeit utt«
serer Leser auf die Anzeige von G. Drobisch
zu lenken. Wie wir aus eigener Erfahrung
versichern können, ist et im Stande seine
MLiipflanzcn in vollkommen frischem und an*
Versehrtem Zustande nach irgend einem Platze
der Ver. Staaten zu senden, und können wir
ihn Blumenfreunden auf's Beste empfehlen.
Am 5. Mai starb nach langet Kmnkhâ
Herr Maximilian Forsch, in Millsts
bürg, Ohio. Derselbe war ein langjähriger
geachteter Bürger und für eine Reihe von Iah
ren der Lokal-Agent des „Westbots" für
Millersburg und Umgegend. Das Begräb
niß fand am 8. Mai unter zahlreicher Theil»
nähme seiner Freunden und Bekannte« stWK
Friede seiner Asche!
Cincmnatier Marktbericht
Cincinnati, 11. Tiai 188?%
Getreib e.—Frühjahrs weize« Rs. «*&§
Wintsrweizm No. 2 $1.08.
5j3tcif6 feft.
Getste.-No. 3 FrühjahtSgerste65-69SÄ
Gute Nachfrage.
Welschkotn-Weißes No.2 55-65) «A.
Weißes gemischtes 53|—54 Cts.
Mäßige Nachfrage.
Hafer.—Lester weißer Ro. 2
Cts Gemischter 39 i— ÄS.:
Preise fest.
Roggenmehl.—$3.90—4.10per Barrel.
Preise ruhig.
a u w 0 e.-MiddlinglO^ Stil
Pfund.
E i e r.—12 Cts. per Dutzend für frische.
Preise stetig.
Geflügel. Hühner ausgesuchte grme
$4.00 gewöhnliche $3.50 3,76
Extra $4.00 Gänse getupft $3,50—5.60
per Dtzd lebende Turkeys 10 Ii Cts. per
Pfd. Enten $2.50—3.50.
Laguayra 12—14 Cts Mokka 22—24)
Java 19—24 Cents per Pfd.
Zucker. Stüchucker 6j—7 6t*. gra»
nulirtet 6) Kasseszucker 6|— gelber
5i-5f Cents per Pfd.
0 a s s e 8.—uteuer New Orleans 52—66
Cents per Gallone, geringerer 45—50 Centri»
fugale25—40.
tz e u.—Bestes Timothy bei Ankunft $16.60
17.U0 per Tonne gemischtes 13.00—15.00
Stroh $7.00—8.00.
Kartoffel
n.—$1.50—2.00 pes Faß fi»
gute bis beste beim Ladenverkauf.
Oel.—Leinöl48-50 Cents per Gallo«:
Extra Lardot 55—60 Cents Petroleum 8—
für Ohio, Kentucky und Jndiana-Probe.
Rindvieh. Auserlesenes $5,30—6.40
Schlachtvieh $4.50—5.25 gutes und medium
3.50-4.25 gewöhnliches zu 2.25-3.25 Bullen
$2.75—4.25 Milchkühe $17.00—tiU.OO per
Stück je nach Dual:tat Kälber 4.00—7.00 per
Zentner, ie nach Qualität.
Schaf «.-Ungeschorene $3.50—4.50 Früh«
jahrs-Lämmer S6.00—7.50.
Schwein
e.—Ordinäre Schweine $3.50—
4.00, gute $4.00—4.40 auserlesene $4.40—
4.60 per Centner.
Schweinefleisch. Stedorf $lL1fr
per Faß für extra.
Bacon —62 Cts. für klare Seite«:
Schultern gepackt 5J— Cents.
Gezuckerte Schinken.— 9^—10$ 6ti.
per Pfund, je nach Qualität.
Gezuckerte Schulter«.—6 6t Cts.
per Pfund.
Breakfast Bacon. 8J 8J Cnttt
per Pfund.
Schweineschmalz. 6.70 per
Cetn. für bestes.
a g.—City 5i|— 648 Country 6|—••••
Cts. per Pfunv.
Chicago Markt.
A
28
man
ihn in einem Wagen nach seiner Wohnung,
W Hunterstratze, brachte. Dort verlor er bald
das Bewußtsein und verblieb in diesem Zu«
stände, bis am Sonntag Morgen kurz nach
1
4
Uhr der Tod eintrat. Der Verstorbene war
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perBtßhck.
Mäßiger Umsatz.
St 0 gge
n,—No. 2 zu 72— Cts.
Preise unbeständig.
Metz l.—Weizenmehl ordinäres! 3.25——
3.60 superfeines $3,65—3.85 Extra$3.90—
4.15 Spring Familien $4.50-5.00 FÄHtz
14.65—5.25 Winter Familien $4.25—4.76.
-ti
'S
.£3
't
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1
I
"lthiskqfässer,
head $1.00—1.10 fur Slack
mit eisernen Reifen $1.85—1.40 abgeliefert.
Mäßiger Umsatz.
Küferhol
z.—Reue Reife für dichte Fässer
$9.00—10.00, für Hogsheads $15.00——
20.00, neue für Mehlsässer $5.00—6.00 per
1000 Faßdauben $19.00—21.00, eben solche
für Hogsheads $20.00—22.00 per 1000 fite
beste.
Mehl.—Unverändert.
Weizen.—Rother No. 2 $1.00-1.01.
Welschkorn.—47^-48 Cts. per Buchet.
Hafer.—34è—24^ Cts. per Büschel.
Roggen.—72H— Cts. per Büschel
©erst «.—Nominell.
Flachssamen.—$1.37-137* pet Bushel.
Meßpor I.—$11.20—11.25 per Brl.
Schweineschmalz. $6.85—per
Centner bei boar.
Whisk y.—$1.15 per Gallone.
Rindvie H.-G3.75-5.80 je nach Qualität.
Schwein e.—$4,10—4 55 per Ctr. sür gu*
te bis beste.
Schafe.—$3.75 -4.80 per Str. für gute
ungeschorene einheimische.
Buffalo Biehmarkt.
Buffalo, 11. Mai 1886.
©chla
,75 je
Rindvieh, r- Gemischtes
$3.25—4.75 Stiere $4.50—
Qualität.
chtvieh
nach
Sch ase.— Ungeschorene $4.50—5.60
nach Qualität, Lämmer $6.00—6.60.
Schweine.—Gute bis beste $4.65-4..76
ie
Pittsbmger Biehmarkt.
Rindvieh. Prima Beef $6.00—6^6
Kälber $4.00—5.00.
Schaf e.—Geschorene $3.75—4.85 Läm
mer 7—91 Cents per Pfund.
Schwein e.—$4.50—5.00 per Centner im
Große«.
New Herker Geldmarkt.
Preise der Regiemngs-Bonds tc. in Re»
York am 11. Mai 1885.
Bierundeinhalbprozentige........... 112§
Dreiprozentige „.....,.1021
Vierprozentige..... lAj
St. Sernard Krauter-Pille«.
Als lediglich ans PstanzenftLffeR
stehend yarannrt. Tas beü-
fiebert Leber- unfc GaÜen'cc'chwerden,
rftepfifrcit, Aer'weh, ne*
''7'crd5uunas!eidtn. Als ©ttttreinJa** itoS
x'fbtvanKnti unübertroffen, Dtfct
feilte S t. Bernard jt 5 u 5 i l£ tu
frovtatbig halten. PreiS 55 Cttii#, b?i
'tirotbefem
oder per Post. Droben uiusst#
geltUch |U bekommen, adresfir» me*
N» 0tcu tacdUt t» .83 vittkrr Cts.» Hl» t«t»
13 W

Mat. Int Hause der Gemei
Mai. In der heuti
Afghanistan.
Mai. Der Emir
Mai. Es et lautet, daß
Mai. Mancim, Minister der
In Cleveland starb am Montag Mar
gen Ex-Mayor Payne, Sohn des Bundessena
tors.
(Correspondenz des Westbote».)
North Topeka, Kan., 8.Mai 188S.
Werther Herr Redakteur!
Georg I. Brand für Schatzmeister, John
Farmer sür Finanz-Secretär, Alfred Zapp.
Cottage Rose Garde«, SolumbuS,
für Prot. Secretär. C. F. Gerhold Com.
©ecretör, Thos. Koch.
Riley Brown, welcher im Capitol Bl
den Clarence Shaffer erschoß, wurde heute
Ohne Bürgschaft der Common Pleal CoW'
überantwortet.
Butte r.—Ohio Creamery 26 CentS
gute bis beste Dairy 16—25 Cents geringere
16—18 Cents, ordinäre 10— Cts. per Pfmch»
Gr 0 cerie s.-Kassee.—Rio, ordinärer MS
auter 8J— DJCts. bester 104-101 Cts. gelber
2—12i Cts. Santos 11—13 Cts. per JSfd.
St s e.—Bester neuer Ohio 6—9
York Cheddar 10-11 Cents per Pfd.
Äiifertoaaren. Porkfässet 70—76—
Lard- Tierces 90 95 Ham- Tieree»
40-45 Cts. 60—65 Cts. für halbe Hogs,
W i s y.—$1.13 per Gallone.
Woll
e.—Feine Merino 16—17 Cents
Medium Combing 19—20 Cents Medium
Delaine und Clothing 18—20 Cts. coarse
Combing 14—15 Cts. fr-fclood Clothing 17
—18 Cents Gewaschene feine Merino Fließe
27 Cts Medium Clothing 27—28 Cts.
Combing 27—28 Cts. Common coarse 20
23 Cts. choice Tubwashed 27 Cts.
durchschnittlich 26—27 Cts. Coarse 23--84
Cents Pulled-Lambs 20—21 Cts.
0 n a 8,11. Mai 1886t
Pittsburg, 11. Mai 1886.

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