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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1856-187?, July 07, 1860, Image 2

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

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my. ?N y.s
Ilenmnnn MKsbKtt.
' Herausgeber ,: I. Graf.
- ; Kedacteur : , ,E r st St a x cj an.
Samstag dm 7. Jnli 1860..
Republikanische Nominativ.
ffür Präsident der Ver. Staaten:
Abraham Lincoln,
von kllknols.
Für Lieepräsident:
Wmubnl WmUst
yon Makne.
CandiiTatcn-Colunme,
Nur bei Vorausbezahlung von $2.50. eifolg
Aufnahme einer Candiraten-Änzeige.
T .'
jiiauic tue uunussion oi any narne in
this column it must be aecompained by $2. 50
, Pner Legislatur:
Wir sind bevollmächtigt, Herrn
-..:: I. O. Sitton
als republikanischen Candidaten zur Wie
derwahl für die Repräsentanten-Stelle von Gaö
ronade-Count? (Wahl im August) anzuzeigen. '
Wir sind authorisirt, Herrn
:: : Charles D. Eiben
als Kandidaten für die Reprafentanten-Stelle von
wasconade-Couuty in der Missouri - Leaislatur.
ry .t.r i .. ? . .. " . '
yav.n Angu,t, anzukündigen.
Fuer. CpuQty-Richter :
SO- Wir sind ersucht, Herrn
' Ro'berf I. HeatJ
l? Kandidaten sur daSÄmt eines Richters von
.aSconade-Eounty, Wahl im nächsten August, zu
lezetchnen. '
X Auf den Wunfch vieler Wähler tritt Herr
Joseph Keßler
alZ Kandat für das Amt eines Eounty Richters
von ascynadk Eount?, Wahl im näckstm August,
au.
Tu? Sheriff:
BS- Wir sind ermächtigt, Herrn
Preston H' Collier
als Candidaten für das Sherisss-Amt von Gsö-roqzke-County,
bei kommender Äugust-Wahl, an
ZUzelLen. $F Wir sind beauftragt, Herrn
Carsten Buschmann
als Candidaten für die Stelle des Sheriff von
Vaöconade-Countv, Wahl im nächsten August, an-
ZUkWlSkN. ' '
Für Assessor:
M&- Wir sind authorisirt, Herrn
Heinrich Cendner
als Caidsikn für das AssessorS-Amt von Wasco-
nade-CountY, an der nächsten Äugust-Wabl, zu be-
zeichnen.
.upcflui-v,onunissair:
ci. . .
"Uk wiecerooikes riucuen tieUr Mnrrl
nr..r
. I I - - - -. I.
lritn krin -t...i
.
otaacG. Mattbewa
Als Eandkii. ...
m --i- .tm1" ?ulcommi,,inerö
on GaSconade-Count? auf und empfiehlt sich hier-
uH ii A.vt.i .1.- rt . jtn ii i . ' , '
. . ev"llöljl orrulljirigung.
. -'JÖ Wir sind beauftragt, Herrn
v : .3, 53. Mich
. oi Candidaten für das Amt des SchulcommissairS
si . rr . I"
vv.. ....unky, Wahl im nächsten Auzust
H. limAml 0 '
-4 4'4jlililViU
- iST- Wir sind ersucht, Herrn
, E. I. Sorrell
5ls Candidaten für die Stelle des 'Schulcommifsio
. ner von WaScaki7nnt ?rcfcf j. rL
. -w Mi ußui( an
'aMi
2ncr Constabel :
$& Wir sind beauftragt, Herm
' . August Neuenhahn
als Candidaten für die' Stelle des' ConstableSvon
I7ftf i ' t
tvu vivuivif im naaMl! August, anzu
ulgrn. V-
.T.
Wir sind erfucht. Herm . ..
John Fleisch ' ..
als Candidaten für da Amt eines Constable von
oatt zownjh.p, Wahl im August, anzuzeigen.
Herr John Kesselrkng; .sein Zart?
' . -if c
gesUvt, ?xenr Msreuuoe z uno u?e
lich seine Eandidawr fgr das
Amt eines EounchMichtexs. -: j !.-
Soeben geht uns folgendes Schreiben zu:'
Denjenigen meiner Freunde, welche durch meine
Erklärung in der letzten Nummer des LolksblatteS
nicht Mrtel,engejtkllt wurpen, thklle. ich att, daß ich
kte Avssorrerung er geokeikr.,qen gorm wegen, ln
Dieselbe ' jltte"? t iSwulSini
nur von Herrn Kargau aus, der die Stimmen der
11 .... L ..A A 1l Ä ..'..e. T. l. ... Txi
uiuiciiviui 4 iwiv"buu bCluw"lC jvu, i
v : A h. 2rt.l f ... r I
. 1, Tr" w
. . v ' ' - ' r 1 '
der Absicht dkS Herrn Kargau, und bedaure. wenn w
ich Erstere lurch meine Weigerung gekränkt hätte, zu bedauern, von der Ehre, zu Ihren Freunden"
Meine Protestation galt, ich versichere es nochmals, zu zahlen, uSgeschlosfenzu sein. Wir er.
"ur der Aufforderung des Herrn Sargau, dem en uns überliefen Schmerz mit mannlichem Gleich-
ich durchaus kemen Emstuß aus, mich zugestehen ...kz. rL.Jcr .
muty hmwegzuetzen wissen, ud bis zum Tage der
, Schließlich erkläre ich, daß ich auf Zureden mei- Wahl All es in unfern Kräften Stehende aufbie
ner Freude den Entschluß gefaßt habe' öffentlich' als ten, den Deutschen Hermanns Hie Beschämung
Bewerber um das Amt eines County-Richters'auf- zu erfvaren, einen Menschen, wie Sie, Herr Kessel.
Johu Kesselring.' ringsum obersten Beamt .n inCountyg
wählt zu sehen. -
11 inrrp -21 nTinnrr
, T ,
cm . . cm.. , .i- .-. c ... l
ter Barkeeper oder BoattinghauS
,rr g? ,
wirrv ein, unv rocy einen icviecy
ten Countvrichter abgeben.
Die Impertinenz. mit welcher Hr. Kessel ri na
m Obigen den 18 Fragstellern zu verstehen giebt,
daß sie nur als blinde Werkzeuge in ter Hand ei-
neS Einzelnen" sich hätten' brauchen lassen, ist eben-
bürtig jener List, mit welcher dieser Herr , uunmehr
eine vorher begangene Unklugheit , wieder gut zu
macken sucht. v
Die Unterzeichner jener Anfrage srie nachgrade
eine weltgeschichtliche Bedeutung . erhält gehören
wahrlich nicht zu Denen, die sich von Anderen am
Gangelbande leiten lassen, mithin haben sie
auch gewiß jenes Schriftstück nicht ohne ihren
eigenen Willen unterzeichnet!
Allerdings hat ter Redacteur d. Bl. 10 von je-
nen Unterschriften procurirt, aber erst,
nachrem 4 der Unterzeichner ihn dringend dazu
aufgefordert, und Keiner von ihnen Zeit ge
habt, es selbst thun zu könneff.
Die übrigen Herren kamen nach unjerer Ofsice
um ihre Namen anzufügen.
In welcher Absicht Hr. Kesselring aus seinem
bisherigen Schweigen aufgerüttelt wurde, ist dem
größeren Theil unserer Mitbürger bekannt, wir hal
es aber für unsere Schuldigkeit, sie auch Hrn. Kes
':lring mitzutheilen. Bekanntlich nimmt der Jäger,
wenn er zur Jagd geht, die Meute, d. i. seine Hun,
de, mit, um das Wild aus dem Dickicht aufzuscheu-
chen nd in die Schußlinie zu bringen; bei der
Fuchs- 'und Dachsjagd bedient er jich noch mehr
mechanischer Mittel, um sie aus dem Bau zu locken:
man räuchert sie aus ihren Löchern heraus., dgl.
Ein gleiches Verfahren mußte auch bei Ihnen, Herr
Kesselring, in Anwendung gebracht wetten : man
mußte Sie ans dem mysteriösen Dunkel herauszie-
h.-n, aus dem freiwillig herauszutreten Sie
nicht geneigt schienen!
Und das Mittel bewährte sich vortrefflich. Zuerst
kamen Sie zwar nur mit einer ebenso nicktSsaccn.
den, wie anmaaßenden Antwort heraus, aber
sie genügte doch, um wie Sie sich oben aueduN
ken rie Sache vom Stapel lassen zu können
Die Sache w är e vom Stapel gelassen vwf
k. h. das Volksblatt hätte auch ohne daß (
... cvr..v. rx . fr .f. i r . ... .....
S
ii rg n:t rlsriiiiiuzlkil reHrlrien-"ur
pflichtgemäßer Weise einen Canlik
dessen Erwählung zum Cot:nty-Sk
NacvtheiN
mt Vt Ns rr ...... 4. ...
I " v.wh.i vivuuiy AUJ? .
Nicht, wie es oben in dem vö un
terzeichneten Schreiben heißt.yerr Ksrgau
will, daß Sie ihm einen Einflsß auf Sie zuge-
stehen wllen" Hr. Kargau" existirt Ihnen ge-
gknüber in dieser Angelegsnheit ebenso
wenig, als emer von den Japanern, die gegenwär.
tia im Osten umherreifen: die
öffentliche Meinung
, zieht gegen Sie zn Felde, der gute, der h e s-
Httt Sinn l bieskaea Bürger. Itttn
ii--' - '
-Sle&tHihteltt&efAht.
" - . . -
axi tir iiem tr,tnt Mm in r... AU
. V. V wt.. Mftfc. u.nH ....... .. . ... IHHIlt urnuu
' . . . "
N-tt', ftnhtt .nr,kl,n lir HnYn tf...
l liuü v v y ix. . . yv
...a ki. (n..;r. . . i.cS-
""u "" v, ""
irr Counwbewobner. i m Volksblatt!
Doch warum sollte sich auch Herr Kesselrjng 'garl
' ' . r rtv . stA Ä -fT-1..l
noch um die öffentliche Meinung kümmern?
Anstatt auch nur mit einer einzigen Sylbe auf
len Inhalt unseres' vorigen Artikels einzugehen.
wobei wir die effectiven Nachtheil beleuchteten, .die
durch Ihre Erwählung unfehlbar dem Countv drohe,
ver,chanzen Sie sich hinter Jhrartefübl
fnn... 1.1.1 . T . - . . .. A.
vumwisH vsic jcjji mii rrr CN!azuixtgunz acygk-
ymkt, die Anfrage ,ct in zu gebieterischer Form ab
gesaßt gewe,en : O. Ihr Zartgefühl muß außer-
ordentlich groß sein Werten Sie, falls uns
das Unglück träfe, daß Sie gewählt würden, werden
(sie als Countv.Richter auch so zartfühlend
sein k ' " ..' ' - - .. .
Damit wir aber noch einen bessern Probirstein für
dieses Ihr reges Zartgefühl hab en, wollen wir Jh
nen nöch Etwas sagen, was wir in voriger Woche
aus übergroßer Schonung für Sie zu
erwähnen unterließen. '
Cs ist Pflicht der Presse, unpartheiifch, nur . den
guten Zweck vor Augen habend, ohntz ffch 4n irgend
Nebenrückflcht zu kehren, zu verföZln; darum mag
tS l)eute Platz sitden.. . . ' " .'7 .'',' -r
daß M großer Theilhiesiger Burgep tt Vy
fentUcheine Schmach und Schände för-das
hiesige Deutfchthum" genannt hat, wenn.
Sie jemals auf die County-Nichter PanZ
... K. 9..M; vaS r.M v;...tu r
g l'fVt IMUtlUj M( tV.VV I
. rxit ; rx:i' 1
ujistirni vtannkk et slir ane unfttju;
? yeit und Frechheir" Ihrerseits erklären,
l, Candidat'für ' ein Amt aufzutreten, !
Inhaber unbestritten doch zum WeniFen sich
y (Iii4iaii.m4 V. 0f4tMA Smm 4l)Sfüw I
r.es Zvemauens, der Acdtung jetner MUdur,
ßer zu rrfrenen vaoe iouk : " '
- . i v O. "i .i .. I
Was ,agt denndazuJhr Zartgefühl k
Was die .vielen Freunde" betrifft, die Sie unter
e 18 Herm zu erblicken behaupten, so vernehmen
nit gern, daß sie unter den hiesigen Bewohnern über-
l.uui s....ss I. C -sij e r. r r .
uuxz vu, ffouc gu vrjlßm o gluanq jmo 7 i
- . . - . ' . ' I
Aus wrund reffen, was im Otte hier über Sie
gch'ch.h.tt...r ,.-.,. ..
ma Ti.M Oli. (vs. . 5
.v ov -lagr r für waor, vvnr i
iv i n. (.n..i..m.',i. m
unuimnnero cic ptuaungc viotn ruc üreun
re - res Perrn e einng. wie für diejeniaen. lie
. , . , . . Ir
dieser Ehre nicht theilhaftiggnd, daß das Original! hat sich natürlich nicht ganj vom Einfluß dieser He
der oben abgedruckten Mittheilung . I misphäre unangetastet entfalten können, es verbin-
mit der nachttaqltchen Correctur eines An-
dern versehen, (und ganz und gar aus der
Feder eines bei Weitem qebildeteren. befä-
higteren Mannes geflossen, als der Unter-
Zeichner es sein kann,) in unserer Ofsice ! Wmndlage beruhenden, mit deutle Handwerks
zu Jedermann'S Einsicht und Bewurideruug zeug und deutschem Aushau . gezimmerten Festtag
offen lieqt; wir werden uns ein Verqnüqen
daraus machen, es jedem Besucher vorzule-
gen.
Ven der vorigen No. unseres Blattes, worin wir
es versuchten, Herrn Kesselring'S Befähigung für das
Amt ein wenig näher zu beleuchten, als ihm vjel
leicht lieb war, haben wir eine Extra-Auflage ver
anstaltet, die wir Allen, die das Volksblatt" nicht re-
gelmäßig halten, gratis zukommen lassen wplfen.
! Schließlich machen wir Herrn Kesselring auf die
Monatelang in unserem Blatte enthaltene Notiz aus.
merksam, daß Mittheilung n bis Mittwoch
Mittag in nnsern Händen sein müssen, nicht gber
erst am Freitag Mitag nn zukommen sollten.
Anzeigen nehmen wir bis zu dieser letztge.
nannten Zeit an, würden Sie aber um gefällige
Vorausbezahlung bitten müssen, Sie wer-
ren wohl vermuthen können, warum?
Attslnnd
Telegraphische Depeschen.
Garlbaldk soll gegen Messina vorrücken und ganz
Sicilien einznehmen beabsichtigen.'
' Es heißt, der König von Neapel habe die von
seinem Staatsrath vorgeschlagene Constitution auf
einer liberalen Basis angenommen, ebenso eine Al
"ance mit lemont (5) unter gewissen Bedmgun
kn.
Die Organisation, von Land nnd Seetruppen
m Palermo nimmt ihren Fortgang.
Die Conserenz in Baden hatte zwischen Oestreich
und Preußen ein Einverständniß in Betreff der Re-
rganisirung ves BunreScontingentS und der Con-
ititution des Bundes liurolae.
Napoleon wird die Anneration von Sicilien,
otcana und der Siomagna an Pierqont nicht qner-
NNNkN,
ota 1 es.
Der s. Juli.
Wer von unsern Lesern, die ibre Kindbeit und
Jugend in Deutschland verlebt, erinnert sich nicht
mit dankbarer Freude jener Festtaqe.die in der al-
ten Heimatb in so volkötlzümlicher Weise abgehalten
werden, jener, kirchlichen, wie z. B. der Ostern und
Pfingstsonntagk, wie die re m alten Herkommen ge- Gegen 12 zogen sie auf den Hügel oberhalb . der !
mäß in ren einzelnen Ländern noch besonders ge- katholischen Kirche, wo Capt. Klinge unter Kano
stierten Ta. wie des ..KöniaS-Sckießen" der ..Kir nendonner in einer kurzen Ansprache seine Zufrieden,
meö" (Airchweib). der ..Ernte"- unv ..Rosenfekie ic.
rüben.'wo das Gemüth noch nicht im Strudel
deö Hantels und Wanlels untergegangen, bilden
riefe Taae et-Abschnitt in der itrecknnna.
sie stählen zü erneuten Mühen und Arbeike'n.
sind die Lichtpunkte im Leben des Dorfbewohners,
dessen letzte Magd ebenso vollberechtigt an ken Freu
- v .
ren des Festes Antheil hat, wie der Sohn des adli
gen Grundherrn; sie reissenden Starter aus dkx
Eintönigkeit, die lie größern, wie die kleineren Orte
Deutschlands so gleichförmig zu eigen hahen. - Und
(F'müth' haben sie, ihre Feste gemüthlich zu ma-
.' : ...V .V.'.ir.'X
5" ' ingt aus glücklicher Kindheit her der
Tonde FeptagSlauten. das einem schone Brau-
chi huldigene, an ken Vorabenden aller Feiertage in
Deutschland eingcführt ist, in der Erinnerung; wie
diese GlockenMge tamaZS un. förmlich von aller
n -i L ...
und jeder an ern wertem Tha 'gkeit a h ellen, uns
,, färmikf tnmtWnhiSt.st.1trirf rtsiii.
ümM. i'.
doppelte Rührigkeit an denl.'tzten Tagen vorher un,
willkübrlich daraufindeutet. .'.'ck ..'ci.uer-
te Zimmerboden (hier und da mit kn.r cheude wel.
und da mit knirscheud. wel.
fien Sand bestreut wi, YU Xtt
bei Gelegenheit des .Fensterwäschen l)krabttau
n : z. 1 v mibu vvwwH
fenden Wasserbäche.und die blendend weiße Gar
h ien in unverkennbarer Weise an den envarteten
Feiertag mahnten!
n r ? krlk, a an tu. 1
tU u VVUk vn 1 vvtMi iiuttr
Mixi. .(. . 1 m.t..i I
Gadt erschien"! FeitttagSschmuSe- Märst und
f.llM .. . fu...uf!X. AM . f ... . I
Strafen ln uns freundlicher n, zu Le-
roo?nttqerZt, - AUe? spiegelte' reure - i
! .in . i , , .. . , . . I
SK ist es in Deutschland 'anders ist eS Hler.
D Triefoc (Muma,,. ft , .ü wrtanfen.
haj ein ewige- Jagen, ewiges Arbeiten und Ansiren.
gen uns hierzulandk selbst den Feiertag in anderem
oiXi' ' .. ... , , ,
c rnijcincn, von jp fijuaj ver cyttvenkM
. .
Standpunkte aus betrachten laßt, als drüben.
C 4 (JirtM 4i ifti.l V m kT ( . i4 W. Vm.
ov? . pr, yw vf(
rikaner selbst im Widerspruch mit seiner sprich-
wörtlichen Frömmelei, die meisten übrigen
Kirchknfejertage, gleichjam als zwecklose Ueber
siüssigkeieu mehr und mehr in den Hintergrund
gedrängt und nr z w e i e n T a g e n im Jährt
läßt er die Ehre der Berücksichtigung widerfah-
ren; es sind dies; der Neujahrstag und der
Vierte Juli, denn selbst Washingtons GeburtS-
raai zz. erruar, wlro ntccr uverau rurcv-
gängig celebriri
.Hexmann, deutsch inmittey deS Sl.merikanerthumS,
der den deut,chen Ee,chmaa für BolrSkche mit
dem des Amerikankr für das ,.sko politisches
Capitalnachen,
Somit hatten rgir hier einen auf amerikanischer
und wir wollen als getreuer Berichterstatter nach
Möglichkeit ein annäherndes Bilp pon dim Gebotenen
wiederzugeben veriucheg.,
Der Tag und Ahenp vorher.
Wenn die dritte Straße auch sonst Nicht zu den
weniger belebten gehört, so zeigte sie gn, Pienstag ein
besonders reges Treiben.
Die Mitglieder der Feuer Compagnie l)ajjen noch
so Viel im Markthause zu thun, ihre Maschine hatte
Tags zusor erst einen neuen Anstrich exHalten,
da und dort waren auch wohl noch Bestimmungen
für die Parade zu treffen, so daß wjr alle Au
genblicke Einen oder den Andern vonz tzorpS jn flie-I
gender Eile an unserer Office vorübergehen sehe.
ßie kleine Abtheilung hatte sich während des Ta
geg Ue Mühe nicht verdrießen lassen behufs Herstel
lung einer schattigen Laube im Nippstein'schen War-,
ten, zweimal nach grünen Zweigen und Sträuchern
zu fahren, und noch am späten Abend konnte man
sie sowohl, als auch Mitglieder des Männerchor"
in rastloser Thätigkeit sehen, letztere, um die nöthigen
Vorbereitungen für ein Freudenfeuer zu treffen, das
vor Tagesanbruch g:sf dem Courthguöberge angezün
det wurde. Hit nud da konnte man auch einen re.
paraturbelürftigen Jäger-Czakg vgrbeitragen sehen.
. Der. Morgty deö Vierten.
Zwischen 4 und 5 erschienen auf der Höhe lcS
Courthauses die Sänger des Männerchores hißten
rie Trikolore der Bei. St. auf und sangen die
Marseillaise und zwei Andr-e Lieder, um ken Iah
reötag der Unabhängigkeitserklärung, in. der, ken
Zwecken ihres Vereins am Meisten entsprechenden
Weise zu begrüßen, nachdem die Jäger Compagnie
schon des Morgens yor 3 U.hr ihre K.anon.en.salsen
gegeben haste.
Der P oxm ittag, .
Von 7 phr Morgens ab bot der Platz inderNä.
h, des MackthauseS einen bunsen, lebendige Au
blick lar.
Um 8 Uhr trat die Jagerkompagnie in Reih'
Glied; wir zählten S0 Jäger und 1 Artilleristen
und freuten uns, Capt. K l t q g e, von feinem
Augenleiden wieder herg?stelZt, an der Spitze des
Parademarsches fungiren zu sehen. .
Die Riek'sche Pand erecutirte ihre, Märsche mit
gewohnter Vortrefflichkeit. Nach einem Umzug durch
die Straßen pystirten sich die Jäger qp.s ksM Court-
aueverge; ,ik, wie vle, Attillerts ,eperte . em.ge
s - m m .
Male, während die Feuer-Compagnie zu derselben
Zeit am Fuße des Berges vorbeikesilirten. . Von
kort zogen die Jäger ln den Lessel'schcn Warten, um
sich in Wenig zu restaurirea.
it mit der Haltung der Compagnie ausdrückte und
Vtint Lude darüber zu erkennen gab, haß sie voll-
hliger. als bei der jüngsten Parade erschienen sei
nd somit jenem gewissen Witzling die Unrichtigkeit.
f!e leiner Behauptung in einem St. Louiser . Blatt.
.''1.. fc . 1 r . M ...
K"p mpagnir im onevmen vegnffen vor
- ütn Seführt habe. (Der gewisse Witzling"
I (..1 nx : .fr.: cnn. v rc . ,
iiiu iu vitunuji jnpji raruvrr, wenn ri,e eonlpag
nie sich wieder hebt!)
Hiermit schloß die officielle Betbeiliguna Seitens
des Militärs.
Die Jeuer.Co. No 1.
trat nach Abmarsch der Jägef. am Marktbaujean,
und durchzog, di. 4 Mann zählende Gensert'sche
Braßband vorauf, die Stadt. ' "
"ßü'','jk . , ' ' ' . , -
W folgten Zutritt
von 6 neuen Mitgliedern auf 2S Mann anaewach,
Unter Command, 0 Capt. G P f a . f ch
' . .- x. , ,
r "MUm"' fa"-'w:
Ki ' ' v- " ; ' : i; :
freundlichen AMick gewahrte die lange
? V- uy Mädchea, die innren
"n7' " ' " " .s
"n, muer ANsurung rer
Kilia und Miche.dem Umzag der. Feuermänner
argeschlosse r.Utiaü:; Einen Bericht aus nderer
Feder über das Kinderfest sinde nnfere Lefer welter
unten. Um 12 Uhr gingen die Feuermännkr
aus Reih und Glied.
-i : t T)rfilAA)tfIltdj14 w
tw
..
I j .qr j T i '
--L.'-i. ,1 . . rr' " V ' -V'O
g,Aa zu verbringend ' Sach Vottrag tlniSerOt-
. T. , .... ' .. " . m
ßngeias Schreiber Mejelda an efem'Knlaß
hon" ttm-verfaw. hier wieder artet
j. ... k , , , .
zfitgt
stgemcut
ti&f&77Hfi
jyj
Heitern TageS Festgesängt ' - z - - :
Schallen ble.ut aus diefer. Laube:
Deutsche Meisen, rMscbe Klänge tlS
Daß die Fremde sie nicht raube, ' "
; - Haben wir zum sernk Westen ...7.
Ueber' Ocean getragen;
' Uns Lieder,, uus're besten . . V
Sind'ö ja, die den ; Festgelageu 1 1 r j i; c
' Erst die rechte Weide geben,.. ...
Ihnen Kehlen Istnz erleih'n--v'.
Menn die Töne aufwärts schweben, '
Zieht in'ö Herz der Jubel ein! " - :
Jg, dxr Freude hehre Stunde - :i .'r.; .
Hat uns heute hier vereinet; - , iw-,;
. Bli'cf ich ,zm mich in die Runde, '
Wiiv die Frag? nicht verneinet: . ' ""'
Wo der Deutsche von x Stätte
Seiner Wege hkiigezogen- -"
' Ski's an res Miisourr.Pettk, '
Sei es nah des Hüdson W?geu,- ,
Hat er nicht denn Sinn, den srvhkN,
Ueberall sich treu erhalten, .
Trotzt er nichtdem Niedern, Nohen,
Nicht.der Leidenschaft Gewalten f . '.:.'
i:
Ul-i.
' iij ."il
"V
i
'. -
Mag die Fremde ünS umfangen :'
Neu tt Heimath, die wir fanden, ' . .
Anden alten Sitten hangen,
' Festgeknüpft mit ehr'nen Banden,
' Wir das Herz uns höher schlagen,' '
Helle'r uns das 'Ange leuchten,- -
Wenn wie ernst in früher' Tagen,
Litter uns kie'vorgett scheuchten
. Deutscher Sang zum Himmel dringet, ,
Um die Freihelt hoch zu preisen, .
. Teutsches Lied der Deutsche singet
Nach dkr Heimäth'trautn 'Wisen. f
D'rum, wenn heute NM au eben.. ; ,
Auf dem Boren, den errungen,' l '1 '
Kühner Geister zagloS '(ptnben ; " :
Unsre Lie?er hier erklungen '
Mögen sie ein stilles Mahnen '
An die alte Erde sein. . . .
Mögen wir, ttoß Oceanen, '
' Deutschland'S treue Söhne sein !
Mögen Sprache, Brauch und Sitte
Deutsch verbleiben, wie vor Jahren,
Als wix aus Europa's Mine . ,
Zogen fort in pjchten Schaaren t" '
Freiheit, edle Himmelsblume.
Die ein Washington errungen.
Dir zum Lobe, ihm zum Ruhme, ,
Sei es laut von uns gesungen:
Wenn im neuen Hatexlanke . . -
Jnn're Stizrmx uns bedrohen,
Wenn im Vrgxrkriegs-Gewande
Flgmknen jjch - rie jichtttjohen. . . , ,
Zwischen Nord unp S ü p kntiVNlen.
Unv rer Geisteskampf entbrennt,
Mög um uns ein Band sich wjnden, v
Seien w i r dann nicht getrennt !
Wie vor fünfundachtzig Jahrxn
I e f f e r f? n mit kijhuen Wrten,
An der Spitze erler Schaaxen ,
Uns erschloß der Freiheit Psorten,
Wie m.it jene,,, Fererzuge,
Die sein Heldengeist voUfüyn ,: ! ;. ')
Erker jreulvkn Hcr.schait Truge . -
Gad den Lohn, kfr jhc grhührt,
So last uns mit ksfistem hagen ' "
Eine zweite Fessel lhsen'
Die noch jetzt, in y.isern Zagen, -Uebt
den Druck, den schweren, dösen !
. .Freiheit ist w Land d Träume,"
Sagt ker deutschen Dichter größter;
Sah er je reS Susen? Paume,
Je rie Schaaren Unkrlös'ter ? - - i v - y
Sah er jene Menschenleben ..?
Hingepflanzt zu e w'gex läge.
Ohne Muty, den W zu heben, .
Sclaven heißen sie ;,bei Tage" ;'-i.-" V
Wenn des Südens heiße Sonne "
Dunkler, ihre Strahlen, färbt, . ',.
Ist's der rohen Peiniger Wonne, " "
Wenn lie Brüt sich weiter erbt! '
..Züchter- mögen'?irsi? heßeV l Vv
Halten gleich sie ke.i.ne Zucht ; '
u Rechnen ztii; sich zu den WeißkUl ' .
' Schwarz ihr tturn ihr Sinn verrucht! r) ' '
Wo lie Pettschch uvgehiultttc .
Um der Armen Lenn schlagen, .
Wenn kein Flehen die Strafe mindert, ,
, Sie den Angstschrei kaum mehr, wagen, .
' Soll. das Herz nlcht, abscheuhegend, t r
Esotcvem Treiben sd Kck kebrea. ; .. i
Sollen, Hans in Schooß wir legend.- '
Solchem Greuel wir nicht wehren 1 ' "
aMi-
- Frei der Boden, den wi.r treten, ' -Frei
d.ie Presse, frttdqs Egort,'
Jeder, wie er will, kann ketea, '
Republik tönt'S fott und fort j
.'
;'
M '
iltl
n! r.'
.
-Doch lie Ketten hör' ich klirren
Sclaven-ettsn gnd'S. fürwahr, f"
Durch fite Lrt die Geissel schffirre
Ueber eine M.e.nfche.nschaar,
reideit in deut Land' der Ztlaüt;
-
t i n
Sangest. Schiller Du zur Zeit;
Daß der Säcken sich nicht biue,
Ist der Peitsche Wucht ttrütUi ,."-
,i u-; i.y. ty.'-
MuS das deutsch Her, Icht blute.'
j.
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- Wen der Knechtschaft straffe Bande
An des MiMppi Fluthe
Herrschen in der Freiheit Lande?
Laßt unS d'rum mit ln'gem Strebe
Ohne Rasten, ohne Wanke . sJlV.) JTs
Solcher Knechtschaft Schande-Leken
.; Ziehen mächt'ge, kräft'ge Schranke; :'; hu-.. In
.Laute mögen die Parole, ....
. .Fort mit ihr. de x S e l a e r e. -'
Zu der Menschheit Glück und Woile ' " "
' Sei der.St aas MissßMr iwiiw
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Aber auch in unser' Kreise
Sei die Freiheit tteu erhalten ;
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