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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1856-187?, June 02, 1866, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

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(Fortseßung.)
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Sin schwitzender Barou.
In im elkgakitrstkn 6fc iej restaurirten
Tde il i,s Scdlosse? Hrbrnrorst stand im strah
lenken Glänze ker Wachskerzk ein kleiner Herr
m,t emem runden Bavctlein. einem krummen
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Zllor tym uaue n etwa, geduckter Stellung trnUaraur an. . 5ch babe den Mann .,n,fi,l.,.. ..
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vu .e.lgkorsr. .ann wankte er Nch zu
rem t,chk kn manne vor ,hm.
Sie. stehen nun schon seit beinahe einem
?a,cu zabre in meinen Diensten, und ich
babe S,e nur als einen treuen m,d redlichen
Diener kennen gelernt. , So waren Sie mir auch
empfehlen; fahren Sie s, fort, und ich erde
Ihn,,, immer, ein gnädiger Herr sein. Sie sin.
doch auch mit mir zufrieren ?"
Vewiß. guldiger Herr." erwikertk !dkr ent
mklstrr.
Drb tat Qttflit tt eHi,'a'" " jug jic?
txnt leise Nöihe leichten Derkrnsse.
WaS heißt geiß ?" sprach er rasch, in einen,
plötzlich ganz andern Tone. Ziier dann fuhr er
würdtoll wie orher folt: Ich pflege meine
Leute auchzum Danke zu Verpflichten, und so hofft,
ich, daß auch Sie, mein lieber Herr Nentmeistcr,
m!rocd vit und lange Gelegenheit glben w.r?
ten, mir Ihren Dank zu erwerben."
Ich bin Ihnen jetzt schon vielen Dank schuldig,!
gnäliKer Herr," sagte der Nentmeiper.
Zii.' ! Sehen Sie, das freut mich."
Besonders." ,'uhr der Llentmeister fort, für das
mannigfache Gute, das Sie schon in der kurzen
Zeit, seil der Ihnen dieses Gut gehört, dessen Ein-
saßen erwie,en haben. Die früheren Besitzer. w
sie durch ihre Unordnung und Verschwendung sich
selbst zu Grunde gerichtet holten, gingen nur nocd
darauf aus. ihre Unterthanen in jeder Weife auöt-
zu sangen und ebenfalls zu ruiniren. Das Her
hat mir .oft geblutet. Aber Sie. Herr Varon.
bel'kn den armen Leute in jeder Weise wiekkx
au?, ul.d in wenige Jahren wer:en Sie nur
wohlhabende und glückliche Leute um sich sehen."
Ja, ja," rieb sich der Baron vergnügt die
Häi.r,, Sie sind ein scharmanter Mensch, lieber
Siei'tmeiiier."
. . ffi . . M . r m. tr
unr rurq in?, err soaron, ipracy cer ten:
meiser weiter, haben Sie sich einen ganz ieson-
deren GotkeSlohn erworben."
He. so? U?k das wäce?" .
Daß Sie der armen und braven Frau von
Horst das hübsche Kapital geschenkt haben."
Durch rat Gesicht des BarouS zog wleder ene
ichtt Nöthe, aber diesmal nicht, des Unwillen,.
dutern einer innerlichen Genugthuung.
Ss Um Ut Frau von GotteS- und Rechte Z.-ve
.. . rt .
gen zu, pgle rer varon.
Von GotttSVtgen wohl, aber nicht von Rechts
,n " entaeanete der Rentmeiiter. Si, hat.k
"o-" " - ' ' .
n.rilnaS das Nkkbk. mit. ihrer Tochter hier au'
ni tut, xu obnen: aber c war nicht in
........ ---- m- i.
c Hvpothekenbuch eingetragen, ihr leichtsinnige,
Schwager halte es bei d,m Bertsme des me
nickt erwähnt. . so hatte sie an den Ankäufer te?
Gutes keinen Anipruch darauf und det Herr ro
Ehrenthal Verweigerte ,S ihr in der That. St
haben S jetzt freiwillig itter anerkannt und kau
frn S ihr mit einer. Summe ad, von deren Ziu
sen die edle grau bei ihren einstachen Amprücheu
oraenlo leben kann. . Das verdient Vottesloh.
bm 'S, lieber Rentmeiiter." iaate der Va
. . n i . ii .c:
ION. -N klvkN 011 I ravki niqi ncww.
"
XUt man muß auf seine Tbr halten, besonder
nenn man etn iklmann und Ihnen rann t0
il sagen, fetti !, M braver und i erschwik,
" ". ovi, nmn iiccir rn NkNlmei- deuncher Baron Uud nak gelackt .und hat gk
ster. Sie habe vollkommen meine Intentionen sagt, ,S sei gk,strkich.'Ja'ga. ntp lieber RenV
getrvffen; ich bin überkaupt ganz zufrieden mit meister. darum habe icd' aucH' Allen Glaubiae'rn
v 4 V Mfj CCiH.M . 1 rv . I
Jhne.
Hermann, Mo. 2. Jnni
. . i . .... . i
gener Mann und weun man eia Juve.ist at
)itr. Immer ,ie Ehre im Äuae. das ist mein
Sprichwort. Darum zah,l ich auch alle die an-
tern Glaub iger de Gute ,Z auS, ' obgleich sie
nach den (St setzen und nach meinen Kauftedin-
gungea nur die Hälfte ihres Forderungen ton m'r
zu erkalten hätten. Ich kann eö ja, ich bin, reich
und 'es dringt mir Ehre." -
. 6' ist las GerechtigleitSgefühl in Ihnen. Herr
Baron, das Sie so handeln läßt.
Was? Was heißt erechtiakeltsaefübl in der
Welt?"
Sie wollen sich selbst schleSt machen '
.Will ich ? Da war ich ein Sonderlina. I.
ja. Alexander von Humboldt Sie wissen'doch.
daß er zu mir Wckt einen berühmten Gelehrten
'
den Professor , htlt tr to4? e ich
doch den Namen e,aessen. . Aber es kommt nkcir
l.t ) mt..- v i. v.
' ' ' ' o-"
vuiiii hui yiuic kii, unv sa n?erre icu
Ebre rinlraen mit ihm. fülsn As,?,,n, K,,.
bollt ,'aate o?t ,u mir: Baron Sie (Int ,,n
V ' F 9 vvvv w W9
. . - - . .
derUna l Und ich habe ibm erwidertt reell,,
warum solle nur !, ,t.-.rf.H
' r- 1,
I w tiiHii Hfhii tiurvii
' . i
Lord, haben das Vr!eaium: ,u sein Sonder.
liuie 7 Warum soll t&it T,in a& in r
v I -l X"TT -
. T . .
des Guts zur Bedingung .gemacht, wenn sie iix
vellfS Sei wollen haben,d aß sie. persöglkch Zom
men heute rend, um es ms rgen n umx?aA
nehmen. Gebe ich mein guk k weg, so kann
ich dafür sein ein S-krsiKK.. i
Der Barkht Mfl. . . rer brqde.Rentmkl
er schüttelte leise den Kops, über den 'lachenden
-! Baron, der ebenfalls m rravet wannjuiü
I xich.enn au ch kein Soadttlin, doch einÄari
' . . t-
war. ivian nno ei ntma iici loiac vcarrea. . . .
Der Rentmeist er wollte sich entfernen.
Haben der gnädige Her, mir noch etwas auf-
zutragen?"
Der Baron nahm wieder seine würdige,- -fei er-
liche Haltung auf. j
Ich danke Ihnen, Herr fientme ister. ich bitte
nur noch, daß Sie dieses Ha,ZeS würdig für meine
Gäste sorgen. LasstirSie e? nicht an Zurorkom
menheit gegen sie fehlen; Mein Kammerdiener
! Jean ist zwar gewandt, als er kann den Empor.
ksmmling nicht ergessen. lu,d Sie wissen, um
neun Uhr wird in diesem Talon der Thee bet
mir eingenommen und ich rrarte auch Sie da
zu. Aus Wiedersehen!"
Der Nentmeister war mit einem gnätigen Kopf-
neigen entlassen.
Ich bin fcoch ein reicher Mn, ein glücklicher
Mann!" sagte der Baron zufrieen, als er allem
war. U, 3ur wteine lnder lind e5 nur
noch halt und meine Enkel gar nicht mehr.
Sein Kammerdiener Jean trat ein, auck dem
Herrn gegenüber mit vornehmt? Nach'stgktit.'
Ein Fremder ist. da und will fprechew ken
Herrn."
Ist das eine Anmeldung! fuhr der Baron
ihn ärgerUch aa. - Hast Du nicht grfragt nach
seinem. Namen? Kannst Da nicht sage-: gnäci-
ge ' jperr i- . -
..Hat er koch auch nicht gesagt: gnädiger Herr I
Uud wie r heißt? Er hat gesagt, er sek der Poli,
zeirath aus der. Stadt und habe den Herrn von
Ritlerhelm in Geschäften zu! sprechen."
Le. Herr von Ritterhelm Putzte.
Dcr Polizeirath? Was U von mir der Po-
iizitrath?" .
Erat es mir nicht gesajt.".
.Laß ihn hereinkommen."
s. Hierher, wo soll emxfa,g?n werden die Thee
aeskllschaft? wo w.rren knctetnen die vrau
I " . . r .R... ..j..:..
madlin und die exprep ausrer ....z
beae Tochter?"
. ,t L I- .I.i II
ühre den Pouzelral? mr.n
Der Diener ging
..Bin ich nicht ein große, Narr," schahwter
ttm her der Baron sich tl .daß ,on dem
Grobian mich lasse tprannsiren. Abu will es
doch meine Frau und r knnt die Manieren vor-
edmer Häuser."
Er verließ den Saal nd'begab sich in fein au,
d rändern Seite des iorridors gleichfalls sehr
tleaant aeleaeneS Sabiiet. Nach wenigen Au
I ..lllj.,. mnM frftäbidt fßoil firslli ist
i genenm
l . . etn .1. ... ifcu
Ufatt gewohnttch ungezwungenen ueiic zu
i in.
,Htn von itinhel ?
.:
r ... - ... . ,j , - - .
' Ich bin der' Baron von Ritterhelm..
'Wen
h'ich-7 Ä
Wir sind doch allein ?" i - : .'
z- ;W le Sie' seZkN,' 'mein -Herr ' '? ''"'
Der Baron war noch in setner feierlichen, wür
dkvvllen Haltung ' . ' ' " " '
i Die Polizei. sagte der Polizeirath' versteht
unter Alleinsein, wenn man auch .'nicht 'belauscht
werden kann.'
- Wir sönnen hi tr'auch nicht belauscht Wirten!
Was steht zu' Ihren Diensten, mein Herr ?"
Sie haben vor einiger Z.'it dieses Cut. ge-
kauft ? ' i ; -
Vor einem halben Jahre." , - '
Und wollen morgen die daräuf im Hypotheken
buche eingetragenen Gläubiger suSzahken?" . .'
..So istkS." C'--.vy
Die Auszahlung soll hier geschehen V ' . ... ;
Die Gläubiger sind -hierher fingelad efl und die
meisten sind s chon'eingftr ffen' ! Darf ich fragen,
waö die Polizei? ' 'V
Sie haben das Geld,bäar7hieregen t-u . ;;
pBaar in Gold und inguten Banknoten. Ich
liebe Baargeld und gute Banknoten.'' '
Als von Veldund Banknoten die Rrde war,
vergaß der gute Baron sich schon jalb.'
'er Poitzetcalh fuhr fort?
Z:
Sie, habwas eld ref Einschluß der
Banknotkn. in Ihrem Schlafzimltt verwert
vmder größeren Sicherheit j willen-."" ' 1.7
""Ihr Schlafzimmer kesindet sich .parterre?"
iVuldtk Köckse ite des Schloss ' Äber'.Zarf
,cyirag.n den Herrn Polizeirath, aS soll". . ..
- " IOllta '. ft1 " . n. ' - ä. . rf . r- ."t '
viuwvcr. uenurr zyrep cyiaszmmir
sind mit festen eisernen Traillen Ur&fnr-!
; Mit sehr (Vit-w?-"! . -, I -i
--3u der Tbur kann man nur.lurch eken er.
ÄarrNchlolstnen Gang gelangen?"' - .
Der Gang ist immer erschrossen.- '
So auch die Thüre des Schlafzimmers selbst?
Nur ich oder mein Kammerdiener Jean trägt
den Schlüssel ies sich. . ' . '
We, in diesem Augenblick 1"
Ich. - : ' :
Hätten Siedle Güte, mich hinzuführen ?"
Der Baron sah den Polizeirath ' vl'ötzlich miß
trauisch an; er sollte ihn zu seinem Gelde führen!
Für einen Polizeirath konnte sich Jeder auSZkken;
er kannte ihn nicht. ;
Wie heißt hinführen ?".rief er ängstlich, ud in
der Angst alle seine Würde vergessend. '
Sie trauen mir nicht," lächelte ker feine
Polizeirath.- 4 1
.Soll Gott mich behüten," wollte der Baron
ableurZen. i
tasten Sie eö so. gut sein, Herr Baron ; Sie
haben 'Recht. Jch komme zwar Ihnen D'
zukündig,.'' '
Gott der Gerecht,, Diebe t"
Aber Sie kennen mich nicht, und da können
Sie mich leicht selbst für den Dieb halten."
Soll Gott mich behüittn.'
Indessen kennen Sie kenn Baron Horst V
Der Herr von Rüterhelm erbleichte.
Der Baron von. Horst! Soll jGott in Gna
" . ' . .
ltnr
T il iluiinriiit von vv wiuciuiniuii.
. Desto schlimmer" -Nnd
er wird mich bet Ihnen Iai'in.''
Fr ist also hier ?" - ' , ' "
Ich erwarte ihn jeden Augenblick, er hat mich
auf" dem Wege hierher aus kurze ' Zeit v""ss.".
glaube, er rroMe eiuen Be.uch tn Plarre na
cheu.an der wir vorbeikamen. . . ,
Der Baron Ritterhelm rrichtvck-a und sah
den Pollzeiratb miM"".
T brinat -Prmene un ym4n u ,
v 0 f.: iij. . (.s,-. ,t,
Achiung !" ar iur -
Sie. hab- deute Abend Gesellschaft bei sich."
" cvmein Herr." sagte' der'Baron. wieder
iner gemessenen Haltuug. '
tu
in
drem Salon ?"
Ich pflege meine Gesellschaft in meinen SalonS
zu empfangen."
(eonsktzang koigi.;
; -0-- '-' ; '
i HttmoristischeS.
, .
Kochrezept. Dame: Sage einmal.
Cristel Du hast doch früher viel in Restaura tlonen
.kackt: wie habt ihr kenn Eapaune zureretttt ?
mein Man möchte gern einmal welchen Essen
öchtn, Nu, wir habe eine alte Henne ge.
n,mea und Haien sie in Fett gebraten.
,7?
No. 2S.
' JU
t.
j;;u nüi.1
Ein Mittel gegek 'die Sholera.
'.MS'.Arz.
.-.V.C . -.'i ?Mi 'I
Vkselbe'kat!st anjg ehrochen " '
'SnZStt-u$jlm,ndA.ihn Wochen;
Dalk'schmerz alleMöqchr.sehr,
Denn'ÄSnenwürds. .plötz'li ch leer.
:i Noch jetzt hat 'mancjex Wtemberger
.... .VAiVISt
- Vewerosmann emen groLen Aexger,
Daß er nlchtonnte..sei.Al Gast
1 Zu München tä dem Glaspalast.
.1''-' -s':'Zi::A
XU Rucksicht auf die Flau und Kinder,
'Die eig'ne Angst .ch.auchlcht minder;
Der Gattin . tbränenvollU :Lllck.
' Hielt Viele y?m Besuch ptröck
e
t " .
Loch.hab' ich Ihnen zu ermellen?
A uch.untkxFraukn giebt eö Helden z
-Und keine "Angst' bekommen hat
Die V'farrerin von Wittelstakt.
;Vi V.
-r Sie h atti iangst sich . fest entschlossen.
Zu reifen mit des Dampfes Rossen;'
! ' Und km auch aus der Vijnbahn
,; Zu Mm mit'dk m Henn.Pfer an.
Ä Dort 'auf Äß Vahnhofs breiten Stufe
Hörl Sie von fern' die Leute, rufen:
Zurück l was' machen Sie denn da ?
'I München , ist die E holna!
;yy- ' " l.riZ-' "" '
'" Dem VarÄcht oU Muihe,
neir wollt' er. ändern sein, Route,
unv sprach zu seiner. grau t O eh 1
Wir wollen an den.Vpdensee. i
lleia d ie fra daröter sch moNe,
Well sie einmal nach München wtlltcz
Sie sprach:' Jetzt sind, wir einmal da.
Was will ich vo der Eholera ?
Der gute Mann mußt? sich d'reln gebe.
Und reiste hi n auf Tod und Leben.
So sauer eSihm auch gescljaj,'...
Im Angesicht der Cholera. ' - x '
In München bei de Mittagsmahl,,
Bei Oier-Bollinger im Saal,,
Da ?ommen allerhand Wemüs',
Verschiedene Speisen sauer unlüß.
Der Pfarrer spra ch zu seiner Frau
Halt ein 1 da ist i-'zu kaue;
Sjeb-' UN" pah. pah! .
-253'aS geht. mich an die Cholera 1
So must er's lassen denn geschehe?,
Und als sie Alles dort besehen,
So reisten sie in guter RuhV
Dem Lchwabtnlande wieder zu.
' ;. . , . ' '
In Augsburg wollt' er. g nicht speisen.
:-:'u"aZZ
f Wo die Confesslon geschaht (Frau:)
Und mit dem Bahnzug wöter reisen,
Was will ich von der Cholera, :
fluch dies ward also mitgenommen. ' '
Und glücklich sind sie heimgekommen
ack Wittes rav ste '
1 verschont hat kie die .Cholera. ,
c-5.. .
Zwei Herrn zugleich nach Schwaben reisten
Mit denen sie in Ulm noch speisten.
An denen man ganz deutlich' sah
Di, Aengst or der Cholera.. '
. , !..' ! -i'--'''
ES trügte nicht daS Mme Zeichen.
Den andern Morgen maren'S' Leicht ;
In Ludwigsburg und tn Stuttgart,
Hat mane' Beiden eingescharrte
,
' Soll Leser (Suds) rntin Liedche frommen,
Dürft Ihr nur keine Anst bxkonunen:
Sprecht wie die Pfarrerin: n. pah !
Jch'will Nichts von de, Cholera.
0
Ein Uhr. ein junge, hübsche Weih, und ein
altes HauS bedürfen, unausgesetzte Fürsorge.
0
Es ' ist eine merZwürdige Erscheinung, daß
Mensche. welche abgebrannt sind, eine unwiier
siehliche Tri:b haben, i pumpen und i 1

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