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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, January 31, 1894, Image 6

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XX-
I Von E »eig«r»b«rg.
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£i¥,
A Schnadahüpfel v"
Is on vffao Briefes
nd da stcht's deutli b'ritt,
Wier's dir is im ©mit.
it*
Z:: J?:.
K o e I
Wer die wundervolle Alpenwelt
Mit ihren stolzen Felsen, den üppigen
Weiden und Wiesen, steinalten Wäl
bern, würzigen Blumen und Sträu
«Hern, reißenden Gießbächen und ge
Heimnißvoll murmelnden krystallenen
Chrellen und herrlichen, bei jedem
schritte wechselnden Fernsichten aus
•eigener Erfahrung kennt und sich nicht
für „zu gut" gedünkt hat, sich unter
ttoS da oben wohnende, etwas urwüch
Ige, dabei aber kernige und tüchtige
Volk zu mischen und seine Lebensge
tvohnheiten mitzumachen, für den ist
die obige Erklärung des Schnada
hüpsls von Kobell genügend.
Wer jedoch die Alpenlander nur im
Eisenbahnzug durchflogen und durch
das Fernrohr angesehen hat, der weiß
«benso viel davon, wie ein Hochzeits
«isepaar. und für ihn wollen wir da
Her eine Beschreibung des „'Hiipfls*
folgen lassen.
Die Schnadahüpfln sind eine eigene
Mrt von kleinen viexzeiligen Gedichten,
Irie von den Bewohnern der Alpen
im Allgemeinen, aber ganz besonders
von denen an der bayerisch-tyroler
Grenze mit oder ohne Zither- (nur
selten mit Guitarre-) Begleitung ge
fungen werden.
Diese, wie man sie nennen könnte,
Tiederepigramme bestehen in der Regelt
nur aus einer, zuweilen aber auch aus
.mehreren Strophen. Der Gegenstand
der meisten derselben ist die Liebe, das
Suchen und Finden, das Tändeln und
Umarmen, das Trotzen und Versöh
ttftt der „Buam" und ihrer „Dierndln"
Die Verse namentlich die improvi
sirten, die man nur in „intimen Krei
sen" hört, zeichnen sich durch bald
aartfmmgen, bald derbwitzigen und
dabei immer leidenschaftlich verliebten
Inhalt aus, wie sich dies bei einem
-wohlgenährten, körperlich gefunden
•sind glücklicher Weise von der Kultur
noch nicht allzu sehr beleckten Volte
*on selbst versteht.
Doch gibt es auch Schnadahüpfln,
taelche sich mit den ernsteren Seiten des
Lebens beschäftigen und von ebenso
'vielem gesunden Menschenverstände
als scharfer Beobachtungsgabe zeugen
citnb fast immer den Nagel auf den
Jkopf treffen.
Die meisten „Hüpfln" werden tn
etwas getragenen Melodien mit man
-cherlei Variationen gesungen und en
den gewöhnlich mit einem kürzeren oder
längeren Jodler, der des Sängers
Glück macht.
Die Weisen des Ländlers, des aus
rtem Altösterreichischen stammenden
und von da über die bayerischen, etc.
Alpen verbreiteten Bauerntanzes (wef
cher nur deshalb hierher gehört, weil
danach auch einige Schnadahüpfln ge
sungen werben), sind im drei Viertel
oder drei Achtel-Takt, in zwei bis drei
Wiederholungen von fröhlichem Cha
rakter. Getanzt wird der Ländler
paarweise, nach Art des Walzers, nur
in langsamerem Tempo.
Sehr oft find zwei Sänger da, wel
-che sich vor ihrer gemeinschaftlich An
Zebeteten gegenseitig an Witz und
Süßholzraspeln zu überbieten suchen,
oder bei größeren Gesellschaften thei
len sich die Anwesenden in zwei Par
teien. Der Vorsinger der Einen stngt
dann die Andere mit einer ober ein
Paar improvisirten Strophen an, wo
rauf ein Mitglied der Gegenpartei in
•möglichst witziger und natürlich eben
Jills improvisirter Weise antwortet.
Bei solchen Gelegenheiten kommt es
übrigens nicht selten vom Ansingen
zum Uzen anzügliche Strophen
werden mit noch gröberen Hiider
schnapfln beantwortet, und ehe man
slch umsieht, ist die schönste Keilerei im
'Gange. Kommt die Geschichte dann
das Landgericht, dann „woaß ka
iter nix". „Mar hob'ns uns holt a
Bißl laut unterholt'n", ist gewöhnlich
die einzige Antwort, die aus den Leu
ten herauszubekommen ist, wenn die
Im Laufe der „Unterhaltung" ausge
theilten Hiebe von nur unbedeutenden
Folgen begleitet und keiner jener Gift
nickel dabei war, die leider auch auf
dem Lande zu finden sind und aus
Mackisucht oder sonstigen verächtlichen
Beweggründen die Denunzianten
machten.
Doch nun zum Beweise dessen, was
toir oben über den theils lustigen,
theils tiefen gemüthvollen Inhalt der
Schnadabüpfln gesagt haben.
Das Reinste, Schönste und Poesie
reichste, was je geschrieben wurde, sind
topM die Worte, die Goethe seiner
Iphigenie in den Mund legt, nachdem
fte die glückliche Botschaft vernommen,
daß ihre Geschwister Orest und Elek
ira noch am Leben sind
Goldene Sonne, leihe mir
Die schönsten Strahlen lege sie zum
Dank
4Bor Jovis Thron I Denn ich bin arm
und stumm."
Die ganze Welt, so reich wie sie ist,
•und so viel Gold und Edelgestein sie
birgt, genügt ihr nicht: die Sonne
bittet sie um ihre Strahlen, um ihrem
Gvtte einen ihrer Freude ebenbürtigen
"Dan! zu sagen
Das war Goethe Und doch haben
'wir hier ein zwar einfaches, dabei aber
*f)od)poetifche§ Schnadahüpfl, das in
'Bezug auf edle Sprache den großen
Olympier natürlich nicht erreicht, aber
durch seinen Inhalt doch an ihn erin
«CTL Es ist die Beschreibung des
Wiedersehens zweier Liebenden:
„Sie druckt ihn an's Herzerl,
.S^rrooaß si' nit mehr.
'Liab's Herrgott! im Himmel,
Ttz lHavg«'mal her!" Jhfj
Auch diesem „Dierndl", ebenso wie
der Iphigenie, ist die Welt, ja selbst die
Sonne nicht mehr groß genug: so
ruft sie Gott selbst an, er möge Zeuge
des Glückes sein, das er den zwei Leut
chen geschenkt hat!
An praktischer Lebensweisheit fin
den wir folgendes, gerade jetzt zur Zeit
der zwar gut gemeinten, dabei aber oft
recht unpraktischen, theilweise sogar
total unausführbaren Neujahrs-Vor
sätze und -Versprechungen höchst be
herzigenstverthes Schnadahüpfl:,
„Vafprich da, was d' willst,
Nur besprich da nöt z'viel
Denn denk da, daß von All'n
Muaß 's a Maß geb'n, a Ziel.'
Zahllos, wie oben bemerkt, und
theilweise von unendlich'tiefem Gefühle
zeugend, theilweise herzig in ihrer Nai
vität und ihrem köstlichen Humor sind
die der Liebe gewidmeten Schnada
hüpsln, von denen wir hier eine kleine
Auswahl geben:
„Und 's Dierndl hat Zahnetin,
Da lacht's wohl damit
Und sie kunnt oan' a' beiß'n.
Dees thuat f' aba nit."
Der „Bua", der dies gesungen hat«
besitzt wohl schon einige Erfahrung in
Bezug aus die „Zahnerln".
Was das Küssen betrifft, so schei
nen die Buam da droben überhaupt
mindestens ebenso viel, wo nicht mehr
davon zu wissen, als die jungen Leute
im Thal. Denn da kommt wieder
Einer, der feinen Schatz gleich direkt
ansingt:
„Drei Buss'ln hast ma geb'n,
Ho' di' gar so sch'ö' bitt'
Geh', gieb ma des viert' aa,
Du brauchst es ja nit."
Tausend gegen Eins, daß er ihr
noch ein paar Dutzend mehr abbettelt,
weil „sie's ja do' nit braucht."
Daß man auf den Bergen den Mäd
chen auch kleine Komplimente, oder
vielmehr Wahrheiten, zu sagen ver
steht, das öeweist nachstehendes Schna
dahüpsl:
„Met Dierndl hat Aeugerln,
So klar wiar a See
Aus an'm guckt an Engerl,
Aus dem andern a Fee."
Hier kommt jedoch Einer, an dessen
Herzen der böse Zweifel nagt dem»
er singt:
„D' Liab is a Vögerl,
Do' was 's für vans is
Is 's a Gimp'l od'r a Nachtigall,
Woaß i nöt g'wiß."
Möge ihm die gewünschte Erleuch-
tung über seinem Zweifel bald wer
den! Ueber die Möglichkeit irgend
einer Erleuchtung hinaus scheint der
Sänger des Folgenden zu sein
„I wer' ganz dumm, dumm, dumm
D' Liab bringt mi' um, um, um
Und wann i stiab, stiab, stiab,
G'schicht's all weg'n der Liab. Liab,
Liab."
Nachstehende Strophe hat sicherlich
„a Dierndl" zur Verfasserin
„A' Liab, die recht stark is,
Die plobert net gern
Wie d' a Wasser, dös tief is,
Net rauschen wirst her'rt."
Das alte Sprüchwort: „Unglück
im Spiel, Glück in der Liebe" lautet
in der Schnadahüpfl-Sprache:
„A Schütz, der valiebt is,
No, der trifft fcho' was
Der schlafet auf an'rt Gaßbock
Und moant, 's waar 'a Has."
So ein „verliebter Thor", wie Faust,
der zum Zeitvertreib des Liebchens
Sonne, Mond und alle Sterne ver
jufft, ist der reine Waisenzwilling im
Vergleiche zu dem Sänger der folgen
den Strophe:
„Du flachshaarig's Dierndl,
I
hon die so gearn,
Und i könnt' weg'n betn Flachshaar
Glei' a Spinnrabl roeafn."
Leinwand wird das Dierndl dabei
wohl nicht spinnen höchstens Stroh
matten, wenn das Glück gut ist. Ein
noch größerer und dabei frommer
Schwärmer ist jeboch ber, bet da fingt:
„Du bist mer viel liaba,
Als b' Engeln all z'famm,
Und i mag erst in Himmel,
Wann's di' drinna Hamm l"
A Dierndl, die sicherlich feine Geld
Ijeitflth macht, singt:
Er hat wohl fa' Haus,
Und er hat aa' fa' Geld,
Aber i' geb'n do nit her,
Nit um die Welt."
Hoffentlich ist der Aua einer solchen
Liebe auch werth!
Ein recht bescheidener junger Mann,
tote es deren übrigens noch mehrere
eben soll, ist der Sänger der folgen
den Strophen:
„Schau, Dierndl. bö Liab
Macht mi' frei zun an DiH
Und i' wir aa ganz schlecht
No' z'weg'n dir—is 's da recht 9*
Dir alloan fallt's zur Last,
Was d'am G'wiss'n ob'tt hast
Gaab'st ma' frei d' Busserln her,
Stehlat' i' da' loan's mehr.
SD'rum sei nit so hart
Und loß di' nöt so bid'n:
I' bi' ja mit fünf- a sechs
Hundert schor: z'fried'n."
Doch fein Dierndl ist nicht aus das
M— Pardon, das Mündchen gefallen,
sondern antwortet frischweg:
„Hiatzt laß ma bald an Ruah
Du bussast ttnma zua,
Bussast mi sruah und spaj^/,
Bist frei a' Nimmasatt."
Ob sie ihm wirklich kein „Büßerl"
mehr gegeben hat
Ein anderes Mädchen neckt ihren
Scha^. mit folgender Strophe:
ft
I"
„Die Buhln machst Flecken,-^'"
Met Muatta hat's g'sagt
SD'rurn nimm V mi' gewaM^.?
Verm'm Büßerin in Acht.":
Worauf ihr Bua prompt zmÜck
singt:
»Daß's Bußerln an' schadet macht.
Dös is erbtcht't
Denn fünft hätt'n die Dierndln
All' a' schäcketes G'sicht."
Daß die leidige Kochfrage auch in
den Bergen herumfpukt, das beweist
folgendes Verschen:
„3Net Schatz is et' Köchin,
Kommt her von Tyrol:
Just koch'n kaa f' nöt,
Aba fre'n kann f' toll."
Ein würdiges Seitenstück
phantasiereichsten aller Liebeserklärun
gen:
„Eine Riefenmuschel ist die WM
Die als einzige Perle sich enthaft,"
ist das ebenso hochfliegende Schnada
-hüpf!
zu der
Mei Schatz is a' Vild'l,
Das i' anbet'n bua,
Und die Welt is zum Bild'l
Nur 's Nahmerl bazua."
Kleine Liebesstreitigkeiten kommen
auf den Bergen ebenso oft vor, wie im
Thal, und haben art beiden Platzen
gleichviel oder gleichwenig, d. h. in den
meisten Fallen Nichts zu bedeuten.
Hier ein Beispiel davon
„Frag' f' nur, z'weg'n was f'
ham,
Woaß koans nöt, z'weg'n we
Sö fan halt valiebt
Und da waß ma's ja eh."
Daß die Dierndln übrigens, ob mit
Recht oder Unrecht, nicht Alles glau
ben, was ihnen die Buab'n vorerzäh
len, davon zeugt folgende Strophe ei
nes Dierndls:
„Und glaub' mir's," fag'n d' Buab'n
„Und glaub' mir's nur g'wiß
Und wie mehr, daß man's glaub'n
sollt'.
Wie mehr verlog'n 's is."
Doch fehlt es ihnen auch nicht an
hochherziger Resignation, wenn die
Verhältnisse eine Heirath unmöglich
machen. So zeugen wenige Worte in
der Welt von einem innigeren Gefühle
und einer zarter ausgedrückten Selbst
verleugnung, als die folgenden:
„B'hiiat di' Gott, liaba Bua,
„Haft mi' bracht um rnei' Ruch,
Daß d' met All's bist gewest,
Sag' i' hiaz earft, weilst gehst."
Gemüthvoll ist auch nachstehende
Strophe:
„A' Mensch, der a Herz Hot,
Nöt kalt und nöt warm.
Und wie reich, als er waar,
Is er dengerscht bluatarm."
Zum Schluß: Wer denkt nicht an
Anastasius Grüns herrliches Lied
„Der letzte Dichter", wenn er das
warmherzige Schnadahüpfl liest
„Und die Liab hat a Sprach',
Die mar überall kennt,
Und wo die ntmma g'red't werd,
Da hat d' Welt an End."
Pflichten der Mädchen.
Welches sind die Pflichten eines jun
gen Mädchenc? Sie gliedern sich in
Pflichten gegen sich selbst: Das junge
Möschen soll angesichts der Pflichten,
die es in der Familie und der Gesell
schaft erwarten, vor allem fein Urtheil
und seinen Willen festigen, dabei aber
be.sch-iven in Kleidung, Haltung und
Sprache bleiben in Familienpflichten,
die ihm im Hause eine ebenso diskrete
wie wirksame Rolle zuweisen das
junge Mädchen soll an den häuslichen
Sorgen nicht nur ohne Widerstreben,
sondern aus innerem Bedürfniß her
aus theilnehmen, soll mütterliche
Pflichten üben, wenn es ältere Schwe
ster ist in sociale Pflichten: Aufgabe
der Frau ist es, durch Güte, Geduld,
beständige gute Laune der Eintracht
und Verträglichkeit zum Siege über
den Zustand des Kampfes um's Da
sein zu verhelfen sie soll nicht viele
Worte machen, nicht auf Beschuldi
gungen Gcgenbeschuldigungen hervor
bringen, sondern allein durch ihre
Handlungen es empfinden lassen, was
Ueberzeugung, versöhnlicher Geist,
Friedensliebe und gegenseitige Achtung
vermögen in bürgerliche Pflichten als
Tochter, Schwester. Gattin, Mutter
bot* Bürgern hat die Frau zu allen
Zeiten einen mehr ober minder großen
Einfluß auf unsere Sitten ausgeübt
sie kann heutzutage auf Grtinb ihrer
gründlicheren unb tieferen Unterwei
sung mehr bettn je unser Thun beein
flussen, festigen, verebeln. Mitleib und
Liebe sind ihre natürlichen Gaben, und
,fo ist es nur natürlich, daß sie uns
dauernd, im Frieden, wie im Kriege,
zur Achtung der Gesetze und zur Va
terlandsliebe anhält. Die Lehrerin der
jungen Mädchen hat unaufhörlich da
rauf zu denken, durch Lektüre, Erzäh
hingen und Unterredungen den theore
tischen Moralkursus zu beleben.
Und wo findet sich dieser Katechismus
der Mädchenmoral? Die französische
Republik Hat ihn in ihr neues Unter
richtsprograrnm aufgenommen. In
den Knabenschulen war idie Moral als
Lehrfach bereits seit längerer Zeit ein
geführt. Nach dem vorstehenden Pro
gramm wird sie nun auch in des Mäd
chenschulen gelehrt werden.
Tuff: „Angelina ist in argemTrouble."
Miß Muff: „Was ist denn mit ihr
los?" Miß Tuff: „Sie ist mit dem
Mann mit 'den zwei Köpftirda drüben
im Museum verlobt, und ihr Vater hat
ihr geschworen, öajj weitn sie denselben
hei rathet, er sie wegen Bigamie tietqaf*
lassen wird."
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'ldk
«I
-'&Sf U iA
&
vU:
Berühmte Ladeildicbinnen.
Auf keinem anbeten Gebiet gemeiner
Verbrechen ist bte Weiblichkeit so stark
vertreten, wie auf demjenigen des La
dend iebstahls, und obwohl alle Kultur
lander ihre Meister-Ladendiebinnen
aufzuweisen Haien, hat unser großes
Land die „Ehre", die größte Anzahl
derselben zu besitzen oder hervorge
bracht zu haben (wie es andererseits
auch viele der besten Geheimpolizisten
aufzuweisen, hat).
Aus der langen Reihe hervorragen
der Ladendiebinnen von Berus, welche
unsere großstädtischen Verbrechergalle
rien zieren, seien hier nur einige der
interessantesten namhaft gemacht.

vi
rufet
e o n a
Lizzie
Sonst kann man gerade nicht sagen,
daß unter unseren Ladendiebinnen er-Inahbares
sten Ranges besondere Schönheiten
wären. Erwähnenswerth ist in dieser
Hinsicht indeß noch Lizzie Leonard,
alias „kurzhaarige Lizzie", die sich in
threr Burschentracht „gar nicht übel"
ausnimmt.
Entschieden die geschicktesten Laden
diebinnen und „Pennyweighters" (Ju
welmdiebinnen) unseres Landes sind
Annie Herrman und Maria Surfe,
welche stets
treiben. Si
em Compagniegeschäft
o U e o
Vor Kurzem ist die hochberüchtigte
Mollie Holbrook durch einen Begnadi
gungs-Akt wieder auf die Menschheit
losgelassen worden, und man mag sich
daher in den großstädtischen Palast
laden vorsehen. Mollie kann mit
Leichtigkeit $100 den Tag „verdienen",
und obwohl sie sich nicht leicht e.rwi
si5 MMh-?lt in Chi--
1 n
-dß-
MM
S o i e e v y
Da ist die schöne Sophia LetH, die} rechnungsfähigkett verbundenenWahn-
Gattin des würdigen „Neb" Lyons.
Selbige hat auch in Europa dieses Ge-Iwohl
werbe erfolgreich betrieben. Damals
war sie Geschäftstheilhaberin des be­I
rüchtigten Einbreèrs Jim Brady.
In Paris pfuschte sie auch in den Ta
schendiebstahl hinein,
verhaftet wurde sie
janer Zeit Madame de Varney und
spielte ihre Rolle als Lady der Polizei
gegenüber so vorzüglich, daß sie mit
New Aork verhaftet
t-

/ir\
DaS sind, wie gesagt, einige der
„leüchtendsten" Beispiele einer ziemlich
großen Menschenklasse, die aber noch
weit größer und mannigfaltiger
w e w e n n a n i e e e e n
Heits-Ladendiebinnen ein
begreifen wollte. Und unter diesen
sind die der ärmeren Volksschichten an
gehörigen noch die harmlosesten. Die
eifrigen Leser der Tagespresse und
ihrer Stadtneuigkeiten wissen,wie häu
fig die zarten Langfinger in Schnitt
Waaren-, Putz- und Juwelenläden un
serer Städte Gattinnen wohlsituirter
Geschäftsleute. Anwälte, Prediger u. s.
w. sind, Frauen, aus die der
Anblick von Putz einen unwiderstehli
chen Reiz auszuüben scheint, sich ihn
auch anzueignen. Ob und wieweit
matt da „Kleptomanie" im Sinne
wirklichen, mit zeitweiser Unzu
sinns geltend machen kann, bas wird
noch lange eine offene Frage biet
I bcn. Unsere Geheimpolizisten haben
/für diese ganze Theorie sehr wenig
I
I
wobei sie aber
I
nannte sich zu
I
demüthiqen Entschuldigungen freiere-1 oder Stehlsucht als eine krankhafte Be
lassen wurde. Erst später erfuhr die ^gehrlichkeitssorm zwar unzweifelhaft
Pariser Polizei, mit was für einem existirt, aber allemal unschwer zu er­
Vogel sie es zu thun gehabt hatte.
I kennen ist denn bei ihr spielt der ge
Hierzulande ist Sophie schon auf der ffchäftliche Werth der betreffenden Ge
o s u e v o n S i n S i n s o w i e i I e s n e n u e i n e n e e n s
^'aatëgefängniß von Michigan gewe-1 li ch e, oft gar keine Rolle Wo aber
sen. Neuerdings wurde sie zusammen! stets nach dem allgemeinen Werth der
mit „Billy" Surfe wegen Beraubung Gegenstände gelangfingert wird, da ist
einer Bank in Sterling, Ky.. um eine |„Kleptomanie" doch jedenfalls fauler
s e e e u e n e S u e v e a e Z a u e a u e s o w e i e i e e
Gegenwärtig ist die schöne Sophie un-1 Diebstahls-Akt die Sucht zum Steh
gefähr 40 Jahre alt und stellt mit 'lett vorhanden ist.
ihren lebhaft blitzenden grauen Augen
und ihrem brausen Haar noch immer
viel vor.
übrig, zumal sie nur zu gut wissen.
wie sehr damit Mißbrauch undSchind-
luder getrieben wird, und gewöhnlich
jede Spitzbübin nach erfolgter Erwi
schung daraus Vortheil zu ziehen sucht.
Auch wird nicht mit Unrecht darauf
hingewiesen, daß wahre Kleptomanie
Annie Heymetnn.
Die Ladendiebinnen von Beruf sind
mehr als alle ihre männlichen Kolle
aen das Entsetzen der Polizei und der
y Detectivs, sowohl was ihre unheimliche
I Geschicklichkeit in der Ausübung ihrer
5 Profession, als auch, was ihr so schwer
Verhalten nach einer Ent
deefung anbelangt. Einige der ge
i
wandtesten Laderfdiebttmeit liegen nicht
ausschließlich diesem Beruf ob, son
I dern führen gleichzeitig zwei ganz ver
schiedene Existenzen. Erst kürzlich
wurde ein derartiger Fall in der Presse
besprochen, in welchem die Betreffende
sich in ihrer anständigen Existenzform
mit einem sehr ehrenwerthen Bürger
einem
verheiratete, und ihr Gatte lange Zeit
jj
sind schon in New York,
Brooklyn und Cincinnati verurtheilt Hin und wieder hängt auch einmal
worden. Mit ihrem Aeußeren hat es 5 eme dieser Harpyen der Waarenpaläste
die Natur nichts weniger, als gut ge- 9 diese Profession auf längere Zeit ganz
meint. j':»n den Nagel, wie z. B. die jetzige
Eine Geschäftstheilhaberin der er- nordwestliche „Theaterbesitzerin" Ber
toähnten Sophie war eine Zeit lang Heyman.
Kate Leary. In ^euerer Zeit aber hat"
ie auf eigene Hand so ziemlich alle eu
ropäischen Länder „abgearbeitet", und
unlängst ist sie nach ihrem geliebten
Amerika zurückgekehrt, um einstweilen
von ihrem Geld zu leben. Wohl nicht
mit Unrecht aber erwartet die ameri
kanische Polizei, daß ihr Kate bald ge
nug wieder Arbeit geben werde.
hindurch keine Ahnung von dem wah-
TeP
Charakter feiner Ehehälfte hatte.
e a e y a
i
W
ikii-
Meist sind unsere großsiädUschen'
Palastläden gegenwärtig geradezu wie
Staaten für sich organtsirt, mit einer
vollkommenen männlichen und Weib
lichen Wehrkraft gegen Ladendiebin
nen. und es werden bedeutende Sum
men an dieses System gewendet. Um
so bemerkenslverther ist es. wie trotz
alledem der Weizen der Ladendiebin
Tnett noch immer blüht, und viele Ge
schäfte alljährlich sehr große Verluste
Don ihnen erleiden.
Postclerf: „Dieser Brie? ist zu schwer,
tnern Fräulein, Sie müssen noch einen
Zwe i--Cent-Stamp darauf kleben."
Fraulein: „Wird et dadurch nicht noch
"x: j- v. 5.
i.4
De glcser« DahlerS»?
Dat weer denn nit n' ganz bloat#
fchett Deuster, de olle Htnnerk Knaak.
Nix. als dumm' Tüg un Kneep harr'
he itt'tt Kopp, un wenn he mal eenen
so recht geheuti anführt hart', denn
wull he sick bot lachen. Awer he weer
borüm boch hell beleeft in be Stabt,
be Lüb müchett all' geerrt wat mit em
o bohrt hemm', un siett Kroog feet
ütnrner pruppenvull.
Na, eenes Morgens, als he grab
mal vor de Dohr steiht un in't Weder
kiekt, söhrt bor fo'n Torföuern vörbi.
„Goodn Morgen, Krischan Smitt!"
„Goodn Morgen, Hinnerk!"
«Wo wullt du denn Herrn?" „Oh,
ick will man blots mienetf Torf na
Koopmann Meyer föhrert, prrrr
Voß! Wullt.mi nich n' lütten rut
Halen?" „Ja, gewiß, awer wullt
du nich Ieeber n' beeten rinkommen?
Dien Voß töwt wull so lang, ick legg
em n' Wullen Deck öwer, bat he sick
nich verküuhlt si so nu kuinirt
man Heras."
Sia,
denn man to," feggt Krischan,
sticht bun' Wagen un geiht mit den
ett Hinnerk Herrn, üm binnen n'
füttert to nehmen. Und als he bor
nu sitt un gemüthlich sien Piep smökt,
frägt Hinnerk em: „Du, wat gift
Meyer bt eenlt vor ben Torf?"
,.12 Mark." „Heft he bi cm all be
fahlt?" „Ne, noch nich, awer hüt
is grab be Dag, wo he den Torf vun't
ganze Jahr befahlt." „Hm," feggt
Hinnerk un geiht
n*
Gtuö up im dahl mit n' ganz ernst
bast Gesicht itn 'denkt doran. bat he
erst güstern Meyer n' lütte Schulb in
luter Dahler toriig betahlt hett un
bat Krischan wahrschienli mit bisse
Dahler betaklt ward, „hm. bat is ne
dumme Geschicht." „Wat is n'
dumme Geschicht?" frÖgt natürli Kri
"chatt. „Oh, nixs. ick meen man
o." „Ach wot. sech doch Mtnsch!
Ick verteil bat ja boch nich gltef wal
ler!" „Krochen! Krischan! is bat
of ganz gewiß?" „Ja, doropp
kannst bu di seeker verlöten kumm
matt mit ran un schenk bt eenen in
o. prost! un nu man rut mit be
Sprak." „Na, Krischan," feggt
butttt de olle Sünder, „wil bu bat
büst. will ick bi bat mal verteilen, bu
nfußt awer so un jo boröwer fwie
gen." Dorbi sett he sick fast 6t em
dahl un feggt ganz lies, mit fo'n ehr
lich Gesicht, als he man maken kann:
„Paß man opp. bat Meyer di nich
in Dahler betahlt, he hett güstern
Nacht erst Waller welk makt."
„Wat?" fährt Krifchan ganz verbast
opp. „Sch't. man ganz sacht, bat
uns Nürnms hört, awer bat is ganz
gewiß wahr, wenn he keen Gelb mehr
hett, makt he iimmer gläsern Dahlers.
De seht akrat so ut, als sülwem un
hebbt ok eben fo'n Klang. Mien
Frönd Johann hett güstern eenen vun
Meyer kreegen un mi em sülwen
wiest." „Dat. is mi awer n' schöne
Beschwerung,'" meent Krischan, „benn
ward bat wull ant besten Wesen, ick
föhr mit mtenert Torf waller to £ms
un töf so lang, bet he mal anner Gelb
hett. Wat meenst du, Hinnerk?"
i„Jh wat!" feggt Hinnerk. „bat füll
mi lavtg nich infallen. ick leet mi een
fach Golb geben." „Awer wenn he
bat nu nich will?" „Nich will? bat
mutt he wull, wenn du sien Dahlers
nich hemm' wullt. Du Nüst doch n'
Kerl, be sick nich vun fo'n Koopmann
öwer't Ohr hauen lest! Föhr du man
ruhig henn, bu weest nu ja Befcheeb."
„Na, wenn bit bat meenst, benn
man to toi wollt uns nu ok wull vör
sehen! Ick bank bt ok noch veel
mals un nu atüs hüh Voß!"
Un mitins föhrt he, mittlerwil
Hinnerk waller ritt geiht un sick vör
Lachen bett Buk holt, na Metier un
smitt bett Tors app bett wohlbekann
ten Böhn. ümmerlos boröwer nagru
welttd, wodennis he dat maken kann,
bat he be verflixten Dahlers nich
kriegt. Als he den Torf nu endlich
all affnteten hett, fährt he na"t Kon
tor, wo he Meyer ok glücklich bröppt.
„Goobn Dag, Smitt! Se hebbt mi
wull mienen Tors brächt?" „Ja
wull, Herr Meyer, ja wull t' is
schönen Tors, Herr Mever un benn
wat ick man noch feggtt wull
Se weeten ja, Herr Meyer, bat hüt
be Dag is. wo Se mi iimmer be
tagt." „Ja, Smitt, Se schöllt Ehr
©eTb ok hemm'. Wo vecl makt bat
man noch ut?" „144 Mark, Herr
Meyer." „Richtig, bat stimmt, ick
Hess bat Gelb all prat leggt, hier,"
feggt Meyer un teilt ent 48 niee,
blanke Dahler opv ben Disck».
Verbammt noch mal," denkt Kri
schan, als he bet siiht, „be Hinnerk
hett verreis tig recht," un frägt borüm:
„fairtnt Se mi nich leetoet n' beeten
Gold geben, Herr Meyer? Ick Hess
ja fo'n lanoen Weg to maken, un bettn
is bat oll' fware Sülwergeld man bell
lästig in de Tasch to hemm'." „Ne,
Smitt. bat betht mi leed, ick Hess grab
keen Golb bi be Hanb. Awer Se siint
ia boch ok to Wagen hier un n' star
ken Kerl. De poor Dahler kriegt Se
saß to Hus." Awer Krischan druckst
un druckst litt kiekt ganz mißtruijch
balb bc Dahler an un bald ben
Koovmann un frögt noch mal:
..Wüllt Se mi denn würklich keen
iLold geben, Herr Meyer?" „Jh
mein Gott. Smitt, wat fehlt Se een
mal? Ick Hess Se ja boch all feggt,
bat ick grab keen Golb Hess."
„Na," feggt Krifchan benn toletzt un
'reiht sick all, wat Meyer vör'n Ge
ich maken schaff, „wenn Se glöwt, bat
Se bat mit'n dummen Buern to dohtt
hebbt, denn sunt Se grad an den rich
tigen kommen", nimmt eenen vun de
Dahlers un fchmitt em „fmarks" so
dennts opp den Footborm, bat he bet
an de Deck springt. Und a!8 he füht,
bat he heel Misst, nimmt he n' annern
un röppt ganz vernetzt: „Wenn bat
V i u V
'c *1-
denn of nich all gläsern fünt, de, déi
dor twüschen fünt, wollt toi bor wollj
mank ut sinnen" un bormit smitt hcj
bett tweeten gegen de Wand, bat de
Kalk man so hcrümmei ftügt un de«
Koopmann vör Angst utneiht un so
lang buten achter be Döhr luert. btir
bat Pultern und Klappern binness
vörbi is. As he sick nas awer waller
rinn wagt, «sitt Krischan opp'n Stuhl',
un kickt na be Dahler, be in be ganze!
Stuv berstreiht liegt, unb feggt üm-,
rnerlos so vör sick henn: „Schull'n de
Dinger würklich echt wesen? Meyer
ém nu frägt, wo he bor to kommen!
weer, sick so to bebrägen un wat he sick
eenmol bi bit Spillwark benken schütt,!
hett Krischan sick so toiet bestirnten, bcti
he em de ganze Geschieh verteilt un sick,
toletzt öwertügen lett, bat Hinnerk
Knak em nu ganz gräsig vör'n ©risen
hatt hett. Awer als he dor achter
Tiimmt, warb he noch mal waller
falsch, un nu geiht bat los: „De
ver­
dammte Kerl! den will ick awer
kriegen....*, mit de Sweb schall he wat
hemm', bat he ntch sitten kann. Un
een, twee, dree, sammelt he sien Dah
lers opp. springt opp ftenen Wagen
un döscht opp den armen Voß los, bet
he bi Krischan sien Hus ankommen is.
Awer hier sinnt he de Dör versla
ten, toil Hinnerk all Unrath markt
hett. Bloß fo'n poor grienige
Stammgäst' kiekt ut Finster un lacht
öwer den großartigen Jux. Un als
Krischan nu noch ganz wild wieder*
föhrt, ropt se em ok noch tön Oewef*
fluß „Dahlergrieper" un „Dalerfmie
ter" na. Un bissen Nökelrtamett hett
be Arme siett Tieb Lebens beholen.
@in seßhafter Zecher.
Auf schroffem Fels im hohenzol
lernschen Donauthale nahe bei bem
altberühmten Kloster Neuron liegt das'
feste Schloß Wildenstein, heute noch
ein trotziger Zeuge einer trotzigen Ver
gangenheit. Die Herren, die auf die»
fer Feste saßen, ischeinen von jeher ab
sonderliche Käuze gewesen zu sei».1
Wem ist nicht der edle Damian von
Wildenstein bekannt, den Scheffel in
seinen „Trompeter von Säkkingeiv*,
verwoben hat? Ein anderer merkwüt
biger Insasse ber Burg int 15. Jahr
hunbert war ein Gottfried von Zi$t»v
mern, Besitzer von Wilbenstein. Mty'
einem Rosenkranz in ber Hanb und
einem guten Humpen Wein auf bei»,
Tisch saß btefer Ritter Gottfried ver
gnügt auf seiner Feste und hielt
daselbst so enge eingeschlossen, daß'
seine ge.sammte Dienerschaft über den
langweiligen Aufenthalt äußerst totiji»'
leidig wurde. Sie drang am Ende
immer ungestümer im ihren Her^ti,1
nach Mößkirch zu ziehen, wo et
viel mehr Beguemlichkeit habe. Allein
der alte Herr entschuldigte sich damit,'
daß er seine besten Weine in Wilden*'
stein liegen habe und die Burg nichf
verlassen könne, bevor diese ausgetrutt»
ken seien. Um also den Abzug zu be*
schleunigen, trank die Dienerschaft der-'
gestalt draus los, daß man wochen
lang keinen nüchternen Menschen itt
der Feste sah, und nach Ablauf eines
Vierteljahrs standen denn auch alle
Fässer leer. Aber ber schöne Platt,
mißglückte. Gottfrieb ließ frische
Weine herbeiführen unb blieb nach wie
vor bei Rosenkranz unb Pokal auf
Wilbenstein sitzen, bis enblich Krank
heit unb zunehmende Entkräftung ihn
dennoch zwangen, in dem fceguemereit
Mößkirch größere Pflege zu .suchen.
Mit Thränen im Auge und den weh
müthigen Worten: „So leb' bettn
wohl, mein liebstes Wildenstein!" ritt
er über die Fallbrücke seiner Burg.
Im Jahre 1459, zwei Jahre nach die
sem schmerzlichen Abschied, starb er
dann zu Mößkirch, ein ehrenfester
Vertreter seßhaften, nachdenklichen Ze*
cherthums.
s u n e I n e i n e e i n e e e i n
beschule sollte ein kleines Mädchen den
Untergang von Sodom und Go
morrha und den Auszug Lots, wel
chen der Lehrer in ber vorhergehenden
Stunbe durchgenommen hatte, er
zählen. Es hatte Alles ganz gut be
halten, als es aber an bett Auszug
Lots aus ber Stadt kam, sagte es?
„Gott befahl ihnen, schnell zu gehen
und sagte zur Frau Lot. sie solle nicht
"tehen bleiben und sich nicht alleSchau
enster ansehen!" v
E i n u s e a e e u n
Sie sitzen stets vergnüglich beim Wein
und sollten doch wirklich endlich daranj
denken, etwas für die Gesundheit JH-':
rer Frau zu thun Gatte: Dazu.
brauch' ich Ihre Mahnung nicht ich
thu', was ich kann! Morgens srag'
ich täglich „tote's ihr geht," wünsch'
ihr Mittags „einen guten Appetit,"
darnach „gesegnete Mahlzeit," nießt'
sie, sag' ich „helf Gott." trink' ich, so
geschieht es „auf ihr Wohl" und geht
sie zu Bett, so wünsch' ich ihr „bort
Herzen eine recht gute Besserung
e i n a e a s s e e E e k
candidat (zum Heirathsvermittler)
„Ich muß Sie ernstlich zur Rede stel-.
len Sie haben mir erzählt, der Vater?
des MädchMs sei todt, und nun er
fahre ich, daß er im Zuchthaus sitzt!"
Heirathsvermittler: \,Nu, und
toenn er schon int Zuchthaus sitzt, sa*
gen Se selbst is das e Leben?"
feit sechs Wochen ist Ihr Mann ctx*
beitslos, nun, vom was lebt Ihr denn»
dann? Frau B.: Gegenwärtig
von dem Winter-Ueberzieher meines
Mannes!
-iÂ
V K i i
'i?
Dis^a rtnonie. Er: „Nun,
Schatz, wie hat Dir denn* der Violin-^
virtuos gefallen?" S^ie: „Ach, Robert.^'
vor mir saß die Dame da vorne, die den
Mantel trägt, welchen Du mir neulich
abschlugst diescr Mißton hat Qtirw
das ganze Convert verdorben!-.
.j:

E i n e n s e a i
cago, Boston
worden.
Katie Burke.
i e U n s u v o a n e
poor Mal de
A u s e e i i o n s
A u i i A S o n n

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