OCR Interpretation


Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, February 28, 1894, Image 1

Image and text provided by Ohio History Connection, Columbus, OH

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn86063815/1894-02-28/ed-1/seq-1/

What is OCR?


Thumbnail for

V 1
&
-7v
4
4
»w, v:A"r?*ii
*st. i
.^Èumbh 4
VS-
V
6t\% 75
,' V W,'.1.'.'vrff ^,11.
|,||
I ||/|III1.1^^
Jahrgang 25
dak beste Mittel gegen
Rheumatismus.
Nheumatismus.
NheumatLsmuS.
Joh« A. Htmes,
Berfaster von beglaudiaten Grundeis
gmthumsurkunden & Uebertra-
Hungen und öffentlicher Notar.
He8|5n»tflt Auszüge von allen Grundeigenttz««»»
tlrfunbtn in Tusrarawa» «o««»y.
gegenüber dem 6surl5rou8
Man lauft niemals Land oder lehne Geld auf solches
au», bevor man sich einen AnSzug.Uber den ^NtztvUI
desselben von der Ze,t an. da das Land noch denVer.
Staaten qehvrke bis auf die Gegenwart verschafft hat.
Geldanleihen aus erste Hypotheken tv"d besondere
UtufmertUunieit geschenkt. KultiDirte Farmen tn Jn
b»aa und Illinois zu verlausen.
MsVtd Maurer
hat ein neues
Schneider«Geschäft
an—
West Hochstraße.
(gegenüber der Beabachter Ofjitt)
Töffnet und hat eine schöne Auswahl von Kleiderstoffen
aller Art. Preise billig und die Arbeit gut.
New Philadelphia, O.
Es wird baar bezahlt fits
Rinde, Häute &
Pelze in
gtew Philavclphia Gerberei.
Mgenthum von
"v '.." 's'-'* 'r s^ "f
-i'6" 1! ,-""" '-C ,*v v} -. i 'T« «..»', y "iafc\
V
4
v v
$s
i
'X
t$ß
"'.5? 'p"t^ Z^**
xr *, ,-Wl 6 3"z "frf *4
I* V k,/:'" ?$".
..•:' -,.,Hv:!^: -VW-iiy ^.,- !"*^--.'•%, J|^^
't" 'A# K»-t -t'- 42 ,^'7"¥
vtr"***-h\
#9, è S
f'v ?r $*£*ka
A. Dates»
W. H. Schaufler, M.
•4*~
Dr, ijnea. V. Sterki,
.. deutscher Arzt,
Sttnlwrjt. & Gebnrtshclsn
empfiehlt sich bestens.
AßTgenkranUUeiten
eltic Spezialität.
Wh»«»S & CfStt «*. eüd-Br,ad«tztz»
iU* ... ,'Wm j'* ".•'ii ff
Adam Mnh
Möbelhändler 8»
?S -X- Polsterer.
X. Otztle Block, West H-chAr-ß^,
Sätiihtiibffmttuiifl
eine Spezialität» A
%a ich einen fUtret« Leichenwagen beflve. so »a
chc ich das Publikum daraus aufmerksam, dah ich
»ollstândig ausgerüstet bin, uro L«ch.'nbestattuntk«
zu
besorgen.
Preise»««. '•,, ,.
S
,.
V 1
V i.
i
"f ttMA*
,T'.S
«x4v .-_
1
v/-.
4
I
'a t.
Rheumatismus.
Rheumatismus. V
gegen—-
Neuralgie.
Neuralgie.
Neuralgie»
Neuralgie.
Neuralgie.
gegen
Rückenschmerzen.
Rückenschmerzen.
Rückenschmerzen.
Rückenschmerze«.
Rückenschmerzen.
1
V" t'' »L?geaa3g
k*
Aus der Bundesstadt.
Es ist Bland in der ganzen letzten
Woche nicht gelungen, ?itt Quorum für
seine Silberprägungsbill im Hause zu
fammen zu bringen und man spricht
bereits davon, die Regeln des Hauses
betreff Zählung eines Quorums abzu
ändern. Bland machte am Freitag sei
nein Aerger in einer fulminanten Rede
Luft, in der.er seine Gegner Anarchisten
nannte.
Im Senat ist die Arbeit des Tarif
Comite so weit vorgerückt, daß die Ve
rathung der Tarifbill im Plenum nun
beginnen kann. Es verlautet, daß Zu
cker und Kohlen von der Freiliste abge
setzt werden sollen.
Betreff eines im Westen wiederum
aufgetauchten Gerüchtes über den prekä
ren Gesundheitszustand Cleveland's er
klärt sein Privatsekretär, daß der PrÜ
sident sich nie wohler befunden habe, als
gerade jetzt. Nicht selten ist er bis um
Mitternacht mit Erledigung offizieller
Geschäfte thätig.
Schatzamtssekretär Carlisle erhielt
die Nachricht, daß in San Franciscosich
bereits 8000 Chinesen haben registriren
lassen. Es gibt in denVer. Staaten
ca. 119,000 Chinesen, bis jetzt sind aber
erst 13,500 registrirt.
Eine Nachricht von Buenos Aires
sagt, daß die Kriegsschiffe, welche in
Nero ^)orf für Brasilien gebaut wurden,
mit Ausnahme des Dynainit Kreuzers
Nitcheroy, zu den Insurgenten überge
gangen seien. Wenn letztere auch nicht
gerade ganz im Besitze der Schiffe sind,
so seien doch die Qffizi«re derselben den
Insurgenten freundlich gesinnt.
Ohio Staatsgesetzgebun«.
Aus unsrer Legislatur ist diese Woche
nicht viel zu berichten. Die Herren ha
ben Heimweh bekommen und sich vom
Mittwoch bis vorgestern (Montag) ver
tagt Ursache, der Geburtstag Washing
tons.
Im Haus wurde Lanings Bill, wo
nach Schulbehörden Bondausgaben für
Schulhäuser den Stimmgebern zur Ab
stimmung unterbreiten müssen, passirt,
nachdem sie Tags vorher verworfen wor
den war. Verworfen wurde «in An
trag, Bildhauern ein Pfandrecht auf
Grabdenkmäler zu gewähren.
Repr. Bèeyer reichte eine Bill ein,
wonach Petionen um Erweiterung und
Vertiefung von County Gräben von ei
nem Drittel der Anwohner unterzeichnet
sein müssen. Man muß sich billig über
diese und eine Reihe ähnlicher unwicht,
ger Gesetzesvorschläge wundern, da sol
che Fragen weitaus besser dem Ermessen
der County Behörden überlassen bleiben.
Ein ähnlicher, wo möglich noch fla
granterer Wahlbetrug, ist vom Reprä
sentantenhause durchgesetzt worden. Der
Abgeordn»te für Seneca Co., der Demo
trat Charles Flumerfeld, sollte hinaus
geworfen und sein Sitz dem Republika
ner H. K. Spooner gegeben werden,
weil in Seneca Township 239 demokra
tische und 83 republikanische Stimmen,
sogenannte „Straight Tickets" vom
Wahlclerk aus Versehen sammethaft statt
einzeln notirt wurden. Diese wurden
nun ungültig erklärt, wodurch das
WahlMsültat umgekehrt wich. Schänd
lid)!
I
Das Bundcsobergericht.
Die derzeitige Besetzung des nunmehr
wieder vollständigen Bundesobergerichts
ist wie folgt. Oberrichter Füller von
Illinois, Demokrat, ernannt 1888
Beisitzer Field von Kalifornien, Demo
krat, ernannt 1863 Harlan von Ken
tucky, Republikaner, ernannt 1877
Gray von Massachusetts, Republikaner,
ernannt 1881 Brewer von Kansas.
Republikaner, ernannt 1889 Brown
von Michigan, Republikaner, ernannt
1890 Shiras von Pennsylvanien, Re
pilblikaner, ernannt 1892 Jackson von
Tennessee, Demokrat, ernannt 1893
und White von Louisiaua, Demokrat,
ernannt 1894. Die Republikaner ha
ben also noch immer die Mehrheit doch
ist dieselbe auf nur zwei Augen gestellt
und mag schon bei der nächsten Benin
derung, falls dieselbe noch unter Cleve
lands Administration sich ereignen sollte,
in eine Minderheit verwandelt werden.
Was die Repräsentanten der verschiede
nen Landestheile anbelangt, so hat der
Westen jetzt vier Vertreter im Gericht,
der Süden drei und der Osten zwei.
Durch die Ernennung Whites hat der
Osten einen Vertreter verloren, der Sü
beu. trnen gewonnen. (Chic. Fr. Pr.)
Vor dreizehn Jahren hatte Michael
Spring In Morrow County 875 für
verkauftes Vieh erhalten, Das Geld
war am nächsten Tage verschwunden
und der Knecht wurde des Diebstahls
beschuldigt, jedoch freigesprochen. Jetzt
ist das vermißte Geld letzte Woche im
Futter eines alten Rockes vorgesunden
worden.
Ein Verläumdungsprozeß, welchen
vor einiger Zeit Frau Deliah Crank
fhaw in Akron gegen Charles Meyer
anhob, wurde dieser Tage dahin erle
digt, daß die Klägerin statt verlangter
$10,000 5 Cents erhielt.
Die Zahl der Sträflinge im Ohio
Staats-Zuchthaus in Columbus betrug
Ende letzter Woche 2006.
1
-. ^J' v'™1
,#,„ ,„« *,y *#A ^fv. V *•'.,
y y v
1 v
-v.: -j-r' it 1-
z
i*
A
Neueste Nachrichten.
Im deutschen Reichstage hat am Mon
tag die Debatte über den deutsch rnssi
scheu Handelsvertrag begonnen.
Der Sultan von Marokko hat sich zur
Erfüllung aller Ansprüche Spaniens
verpflichtet.
Der russische Minister des Auswärti
gen, von Giers, liegt auf den Tod krank
darnieder.
Reichskanzler Caprivi hat dieser Tage
seinen 63 Geburtstag gefeiert.
Auch in Lyon hat xin Bombenatten
tat stattgefunden niemand getödtet,
aber sonstige große Verheerung.
In Berlin wird auf den 1. Oktober
die Eröffnung des neuen Reichstagsge
bäudes erwartet.
In der englischen Kolonie Gambia,
Westafrika, wurde ein britisches Marine
Corps von Eingebornen in einen Hin
terhalt gelockt und fast gänzlich aufge
rieben.
Nicht nach der Krim geht der Zar, son
dern nach dem österreichischen Winter
kurort Abbazia am adriatischen Meer.
In der deutschen Armee haben im
Jahr 1893 184 Selbstmorde stattge
funden.
Als Nachfolger des württembergischen
Gesandten in Berlin wird v. Varnbü
ler, gegenwärtig Gesandter in Wien,
bezeichnet.
Der Pabst empfing den Zairischen
Kaitwasser^Doktor, Pfarrer Kneipp und
erbat sich seinen Rath gegen neulich sich
eingestellte Schmerzen in den -Eingewei
den.
Ait der englischen und irischen Küste
wüthete am Sonntag ein furchtbarer
Sturm.
Der Werth des Silbers ist weiter ge
fallen. Der Dollar hat gegenwärtig
nur noch einen innern Werth von 46
Cents.
Große Noth herrscht in Star Co.,
Texas, wo 90 Prozent des Viehs aus
Mangel an Futter zu Grunde gegangen
sei.
Prendergast, der Mörder Mayor Har
risons, ist in Chicago zum Tode verur
theilt worden und soll am 23. März ge
henkt werden.
(Schwerer Schneesturm am Samstag
in Texas und Arkansas.
Im CatskiU Gebirge, N. $., fiel am
Samstag die Temperatur bis 22 Grad
unter Null und in Augusta, Me., zeigte
der Thermometer am Sonntag Morgen
25 Grad unter Null.
In Georgia liegt der Schnee 5 Zoll
tief und war noch Sonntags der Ver
kehr stellenweise gehemmt.
In Chicago ist abermals Feuer in der
Weltausstellung ausgebrochen, dießmal
im Agrikultur-Gebäude.
Das Befinden des Congreßman Wil
son, der gegenwärtig in Guadalajaria,
New Mexiko, krank liegt, wird neuestens
als sehr gefährlich bezeichnet.
y j/~~
k .-
-c .. %/'-L^ „,
Das Testament des kürzlich in Cleve
land verstorbenen John L. Wood, des
sen Vermögen mindestens 3 Millionen
beträgt, wird von einem Herrn Merrill
in Kansas City im Gerichte angefochten.
In Hammond, Ind., habfn die Ei
senwerke den Lohn auf $1 per Tag he
rabgesetzt. 250 Polen revoltirten dage
gen.
In Sherman, Ala., hat ein Knabe
Namens Tommy Douglas auf einen
Deputy-Sherisf geschossen, welcher sei
ner Mutter eine Kuh wegnehmen wollte.
Der Knabe wurde kurz nachher gelyncht.
Beim Ueberschreiten des zugefrornen
Canals brachen am Montag in Massil
lot! 7 aus der Schule heimkehrende Kin
der ein 4 derselben wurden gerettet,
während 3 kleine Mädchen ertranken:
Katie Belscharder, Cooper und Keiko.
Iii Cleveland entgleiste am Montag
ein Straßenbahnwagen Kondukteur
und Motormann schwer, 4 Passagiere
leicht verletzt.
In Detroit, Mich., mußten die Schu
len geschlossen werden, da die Pocken in
der Stadt aufgetreten sind.
Bei Fredericksburg, Texas, ist eine
Erzader entdeckt worden, die per Tonne
ca. $1000 Gold ergeben soll.
Die „Davis C/wl & Coke Co." in
West Virginien, welche 2000 Arbeiter
beschäftigt, zeigt eine Lohnreduktion von
20 Prozent an.
Kurze Notizen.
In England ist eine Agitation im
Gange, welche auf Beseitigung des
Oberhauses abzielt.
v
-,
e
In Niles und ^onngstowtiy 0., find
die Fonds zur Unterstützung der Beschäf
tigungslofen erschöpft. An letzterem
Orte wird cm Änlehen von $60,000
hiefür geplant.
Ein glücklicher Mann jst der Congreß
Abgeordnete Genera! Sickles aus Penn
sylvanien. Er bezieht eine Jahiespen
sion von $5625 und als Kongreßmit
glied ein Gehalt von 65000.
In Marshalville, Summit Co., O,,
wurde Postmeister Kilmer abgesetzt und
wegen Betrug verhaftet« ••-••x
4
iv
V
.'v"
i
Schweizer-Korrespondenz.
(Von unserem Spezial-Korrespondenten.)
Das Steuer-Kapital in der Stadt
Basel beziffert sich gegenwärtig auf 665
Millionen Franken. Es sind daselbst
.* 's'« i \'r ,'l .%
4
$ $
Burgdorf, 7. Februar, 1894.
Lieber Beobachter!
Der Krawall, welchen das fremde
Hetzpack ant vorigen Sonntag in Zürich
veranstaltet hat, dürfte nun endlich der
Langmuth unserer Behörden ein Ende
gemacht haben und dieselben zu einer
Äèassen-Ausweisung der fremden Hetzer
veranlassen. Wahrhaftig, es ist nun
genug geschehen Wir halten das Asyl
recht hoch, wer aber dasselbe verletzt, in
dem er auf unserem gastlichen Boden
Demonstrationen gegen befreundete
Mächte veranstaltet oder gar Zwietracht
und Unzufriedenheit stiften will unter
unserm Volk, der soll rücksichtslos aus
dem Lande gewiesen werden. Unser
Land soll nicht der Sammelplatz aller
überspannten, verrückten und verbreche
tischen Elemente des Auslandes wer
den. Das ist die Stimmung unseres
Volkes.
Der bernische Große Rath hat letzten
Freitag seine Sitzung geschlossen, nach
dem er in dritter Berathung das ttcue
Schulgesetz nochmals durchgesehen und
mit 163 Ja gegen e i n Nein ange
nommen hatte. Die Schlußberathung
gestaltete sich kürzer und einfacher, als
viae erwartet oder befürchtet hatten.
Die Haupt-Diskufsion drehte sich nur
noch um zwei Fragen Die Zeitbestim
mung für Durchführung des Gesetzes
und die Vertheilung des außerordentli
chen Staatsbeitrages von 100,000 Fr.
an schwer belastete Gemeinden. Die
Volks-Abstimmung über das Gesetz sin
det im Mai statt. Möchte alsdann ein
guter Stern walten und der Sinn für
Billigkeit in den Herzen der bernifchen
Bürger wohnen. Der Große Rath tritt
neuerdings znsammen mit 5. März,
alsdann allerdings zur letzten Session,
denn im Mai ist die vierjährige Amts
Periode ausgelaufen und finden die Neu
wählen statt.
Personen, die über ein Vermögen
52 i
von Fr. 2,000,000 und darüber ver
fügen
Die eidgenössischen Zoll-Einnahmen
zeigen auch im neuen Jabre noch keinen
Rückgang im Januar hat man Fr.
337,286 mehr eingenommen als im
Januar 1893 die Einnahme belief
sich auf Fr. 2,537,980.
Die Einwohnergemeinde Stein am
Rhein (Schaffyausen) hat beschlossen,
die unentgeldliche Beerdigung einzufüh
rett.
Der Verwaltungsrath der Central
bahn hat eine erhebliche Herabsetzung
der Taxen für Retourbillets 2. und 3.
Klaffe beschlossen, welchen Beschluß das
Publikum natürlich mit nicht geringer
Befriedigung entgegen nimmt.
Der Verwaltnngsrath der Jura
Simplon-Bahn hat mit allen gegen 4
stimmen den Betriebs-Vertrag mit der
Thunerfee-Bahn genehmigt der Be
trieb der Thunerfee-Bahn geht nun an
die Jura-Simplon-Bahn über damit
wird auch die Erstellung einer Bahn
durch das Amt Seftigen (Berti) Gür
bethal-Bahn wieder in den Vorder
gründ gerückt die Jura-Simplon
Bahn hat nach Erstellung der Brienzer
see-Bahn den Verkehr zwischen Thun
Jnterlaken-Luzern (via Brünig) in
ihrer Hand und muß nun darnach trach
teit, von der Centralbahn, welche die
Linie Bern-Thnn besitzt, unabhängig
zu werden, und das kann sie nur wer
den durch eine Gürbethal Bahn. Der
Verwaltungsrath der Jura-Sin:plon
Bahn hat in der gleichen Sitzung das
Büdget pro 1894 mit Fr. 15,088,000
Ausgaben, sowie die außerordentlichen
Kredite im Betrage von Fr. 800,000
genehmigt.
Für die schwer darnieder liegende
Uhren- Industrie kommt eine neue
Hiobspost. Japan, ein Haupt-Absatz
gebiet der Schweiz, will selber die Uh
renfabrikation einführen, weil dort die
Arbeitskräfte sehr billig sind. Jn Hong
long soll eine Attien-Gesellschaft mit 5
Millionen Franken Kapital gebildet
werden. In Japan soll der Arbeits
lohn pro Tag 20 bis 40 Cents betra
gen, während, wie man sagt, z. B. in
Amerika der Uhrenmacher im Durch
schnitt 2 Dollar im Tag erhalte.
Tie Schwei exportirte im vergangenen
Jahr Taschenuhren im Werthe von 2|
MiIiioiten Franken nach Japan. Von
der Uhren-Industrie, wie von der
Stickerei-Branche lauten die Nachrich
ten andauernd ungünstig. Wenig Be
stellungen, darum reduzirte Arbeit bei
reduzirten Löhnen..
Die eidgenössischen Zölle haben im
Jahr 1893 in runder Summe 38i Mil
lionen Franken abgeworfen, d. h. ruud
2£ Millionen mehr, als im Jahr 1892
und 4^ Millionen mehr, als im Büdget
vorgejehen war.
Oberstlieutenant SfaspfXT Guter von
Tägerschen (Thtirgan) ist pom Bun
desrath als 2. Sekretär (Kanzlei-Ches)
der Tepartements-Kanzlei des schwejze
rächen Militär-Departemeyts entlassen
worden, allerdings nicht aus Wunsch
des Betreffenden er hatte sich Unregel
mäßigkeiten zu Schulden kommen las
ff*
V'. Y'l,
fitU
i
& a
s'f/%/'
Von der Kirchgemeinde Sigriswyl
(Bern) ist Hr. Bezirkshelfer F. Steiger
in Jnterlaken mit 455 von 466 Stim
men zum Pfarrer gewühlt worden.
In Prattelen (Basel) hat die Basler
Firma Büß & Co. am Weg nach
Schweizerhalle einen größern Land
Komplex zur Errichtung einer Eisen
konstruktions-Werkstätte erworben.
Das weitbekannte Bad Weißenburg
(Bern) hat auch utt letzten Jahre gute
Geschäfte gemacht. Dasselbe erzielte
einen Rein-Ertrag von Fr. 62,432, so
daß die Aktionär-Versammlung in der
Lage war, eine Dividende von 5 Pro
zen't (Aktien-Kapital Fr. 899,000) zu
entrichten.
In der „Mutzenstadt" herrscht Freu
de die Insassen des Bürengrabens
sind nämlich dieser Tage um ein paar
possirliche Stammhalter vermehrt wor
den.
Das diesjährige „Scchseläuten" in
Zürich ist auf den 3. April angesetzt.
Der Staatsrath in Tessin hat den
trauernden Hinterlassenen eines gewis
sen Antonio Caccio wegen Steuer-Ver
schlaguiß eine Buße von Frs. 58,000
a u s e e N i e
Der Ausläufer der SolothurNer Kan
toNalbank ist mit Fr. 25,000 flüchtig
geworden.
In Thun glaubt man immer mehr,
mit Bestimmtheit annehmen zu müssen,
daß Metzner Buchholzer, dessen Leich
nam in der Aare gefunden worden ist,
(siehe meine frühere Korr.) das Opfer
eines Verbrechens geworden ist.
Unterhalb des Schlosses Angenstein
Mint Lausen, Bern) fiel Herr Ecken
stein, Pächter des Schlosses, in der
Montag Nacht in das dort vorbei slie
ßeitde Gewässer nud ertrank.
Schon letzte Woche brachten unsere
Blätter die Nachricht der Erkrankung des
Generals Herzog in Aaran. Die
Krankheit war ein altes Leberleiden,
dessen Wiederauftreten eine Folge von
Influenza war. Als weitere besorg
nißerregende Komplikation stellte sich
dann eine Lungenentzündung ein. Am
Abend des 2. Februar hat nun das
Vaterland einen seiner tüchtigsten, ver
dienstvollsten und edelsten Bürger, die
schweizerische Armee einen ihrer eifrig
sten Förderer und bewährtesten Führer,
ihren Oberbefehlshaber in ernster Krie
geszeii verloren. General Herzog hat
nach einem langen, an unermüdlicher
Arbeit und glücklichen Erfolgen reichen
Leben die Äugen geschlossen, die einst
so treu über des Vaterlandes Sicherheit
und Ehre wachten. Hans Herzog min
de geboren den 28. Oktober 1819 am
24. März 1840 erhielt er das Brevet
als Unterlieutenant im damaligen Ar
tilleriestab. Im Sonderbundskrieg
zog er als Adjutant der 2. Artillerie
Brigade gegen Freiburg und Luzertt
in's Feld. General der schweizerischen
Armee war er zur Zeit der Grenzbe
setzung von 1870 1871 uud schloß
als solcher am 1. Februar 1871 in
Verrieres (Neuenburg) mit dem sran
zösischen General Clinchant eine Kon
vention, der zufolge die 85,000 Mann
starke Bourbake-Armee mit 260 Ge
schüttt internirt wurde. Die Trüm
mer'öieser Armee boten damals unserem
Volke ein Bild des furchtbaren Elendes,
welck.es der Krieg erzeugt. Als die Ge
fahr abgewendet war, trat General Her
zog wieder in die Reihe seiner Kamera
den zurück, als der erste unter seines
gleichen. Während der Jahre I860
1875 war er Oberst-Artillerie-Jnspec
tor, von 1875 bis zu seinem Tode Waf
fenchef der Artillerie. Auf ten Was
fett platzen der Artillerie war es jedes
mal ein kleines Fest, wenn General
Herzog, der „Kanonenhans," wie die
Soldaten ihn launig nannten, zur Ab
nähme der Inspektion erschien. Wo es
irgendwie militärisch zu repräsentiren
gab, da wurde die volksthümliche, ter
nige Gestalt des Generals Herzog beige
zogen, so noch int letzten Jahre anläß
lich des BesncheS des deutschen Kaisers
in Lnzern. Besonders möchte ick) aber
betonen, daß die Bürgertngenden ihn
ebenso sehr als edlen Man» auszeichne
ten, als die erfolgreiche und in die Au
gen fallende Thätigkeit an der Spitze
unseres Heeres. Das Schweizervolk
wird ihn nicht vergessen. Neben der
Erinnernng an den edlen Diifour wird
auch sein Andenken fortleben, und beide
werden dem gegenwärtigen wie dem
kommenden Geschlechte stets als nach
eifernswerthe Vorbilder leuchten. Tie
Leichenfeier, die im Nachmittag des 5.
Februar in Aarau stattgefunden hat,
war eine glänzende und legte Zeugniß
ab von den Gefühlen der Hochachtung,
Dankbarkeit und Trauer, die in allen
Kreisen unseres Volkes dem Dahinge
schiedenen dargebracht werden es ist
der höchste Lohn, den die Republik bie
ten kann. Das Leichenbegüngniß war
natürlich ein militärisches es waren
aufgeboten Bataillon No. 57 (Major
Hegen au er), Batterie 26 (Hauptmann
Kent) und eine Guiden-Schwadron,
No. 5 sämmtliche Truppen waren
dem Kommando von Oberstlieutenant
Bertschinger unterstellt. Der Beerdi
gung wohnten bei die Corps-Komman-
batiteii, die Oberst Divisionäre, die
Waffcn-Chefs, die Jnstruktoren erster
Klasse. Delegationen des Nationalraths,
V
7"
v'
n ,' *n », .„?««#«&? LmjSwjS**#- F'ck
1
V
rungen (von Bern die R'egierungsräth
von Wattenwyl und Stockmar, von
Thurgau die Regierungsräthe Braun
und Häberlin). Der Bundesrath war
vertreten durch Bundes-Präsident Frey,
welcher am Grabe sprach, Bundesrath
Hauser und Vice-Kanzler Schatzmattn.
In Lansen (Baselland) ist an einer
Gehirn-Entzündnng der sehr beliebte
und geschäftstüchtige Hr. Schützen
Hauptmann Math. Möhler, Thonwaa
renfabrikank, im Alter von 46 Jahren
gestorben und in Thun, nach längerer
Krankheit Hr. Hörer, Lehrer der alten
Sprachen am Progomnasium und bis
vor wenigen Jahren Direktor des dorti
gen Aèännerchors, den er zu manchem
Siege geführt bat. 1816 in Cann
statt (Württemberg) geboren, kam er
1839 in die Schweiz, die ihm zur zwei
ten Heimat geworden ist.
Die Influenza grafsirt bei uns im
mer noch. In der Stadt St. Gallen
sind im Januar nicht weniger als 98
Todesfälle vorgekommen, in Wartau
(et. Gallen) einer Gemeinde von 3200
Einwohnern, sind in 14 Tagen 12 Per
sotten an der Influenza gestorben.
In Luzern ist der langjährige Ober
richter Boßhard, ein hochbegabter Ju
rist, gestorben.
In Münchringen bei Jegenstorf
(Bern) ist Wirth Jakob Eberhardt
Tfchnuti gestorben und in Bnrgdorf
Hr. Amt'schreiber Johann Stettier.
Ter Verstorbene war in Bnrgdorf vorn
März 1856 bis Juli 1868 Gerichtsprä
sident und seither Amtschreiber. Mit
seinem Hinscheid hat ein Leben voll Ar
beit, Mühen nnd manigfachen Schick
falsfchlägen einen für die trauernde Fa
inilie allzu frühen Abschluß gefunden.
Stehler erreichte ein Alter von 03 Jah
ren.
Der in Zürich kürzlich verstorbene
Konrad Stolz hat Frs. 18,00: für ver
schiedene gemeinnützige und wohlthätige
Zwecke vergabt. St.
Haben Sie die Influenza
ist der Titel einer populären Abhand
lung welche von Dr. Fahrney in Chi
cago, III., an jeden kostenfrei verschickt
wird, welcher seine Adresse einsendet.
Dieses zeitgemäße Büchlein ist leicht
faßlich geschrieben, sür jeden verstand
lich und gibt werthvolle Winke, wie
man sich bei dieser (^fürchteten Krank
heit zu verhalten hat, daher allgemein
zu empfehlen.
Wahlbetrügereien.
Columbus, Ind., 24. Febr. In
einer Versammlung des demokratischen
Comites von Johnson Co. wurden Be
trugsanklagen beim Zählen der Stint
men, während der Primärwahlen in
Blue River Township erhoben. Zwei
hundert Stimmgeber beeidigten, daß sie
für einen Kandidaten stimmten, der of
fiziell nur 2 Stimmen erhielt. Tie
Beweise eines Betruges wurden besei
ligt, da die Stimmzettel gleich nach dem
Zählen verbrannt wurden. Wahlin
spektor war Napoleon B. Wade, sein
Bruder war Richter und sein Knecht
sungirte als Clerk. In dieser Weise
verstehen die Republikaner
das, was
„ehrliche Wahlen" heißen.
sie
Der Tuscarawas Bauverein.
Am Montag hat der Tuscarawas
Bau- und Leihverein sich durch die Wahl
seiner Beamten eonstituirt nnd ist nuu
bereit, feine Geschäfte zu eröffnen. Ueber
der Postoffice ist ein hübsches Lokal ge
miethet, das jeden Samstag Nachmittag
und Abend offen fein wird und erhält
das Publikum dort jede beliebige Aus
fünft und solche, die der Gesellschaft bei
zutreten wünschen, können sich dort an
melden. Die Gesellschaft ist auf sicheren
Geschäftsprinzipien begründet und gè
währt sowohl Einlegern, wie auch de
nut, die Geld zur Gründung einer Heim
statte borgen wollen, außergewöhnliche
Vortheile und sollten sich namentlich
junge Leute, die in der Lage sind, etwas
Geld zu ersparen, derselben anschließen.
Unheil zur See.
London, 23. Febr. Ans Fayal, ei
ner der Azoren Inseln, kommt die
Kunde von dem Untergang der Barke
„Montgomery Castle."
Die Barte „Montgomery Castle",
war von New ^ork nach Anier, in
Java, bestimmt und kam nach einer
überaus stürmischen Fahrt in Fayal an.
Alle Rettungsboote wurden wahrend
des Unwetters über Bord geschwemmt,
die Cajüte zertrümmert und alles, was
nicht niet- und nagelfest war, wegge
spült. Sämmtliche Offiziere und .meh
rere Matrosen insgesammt 8 See
leute wurden von einer Sturzsee mit
fortgerissen und ertranken. Das Schiff
fuhr ant 27. Januar unter Capt. Btnes
von New Uork ab und ist Eigenthum
der Firma Blair & Co. in Liverpool.
Daß die Ueberlebenden überhaupt Land
erreichten, ist nur dem Znfall und der
Meeresströmung zu verdanken, da keiner
von ihnen ein erfahrener Seemann und
mit der Schiffskunst vertraut war.
An Stelle des bisherigen schweizeri
fchm Conftlls in Cincinnati, welcher
kürzlich resigmren mußte, wurde F. I.
Dkm ernannt. ..
'Ji
V y A.' ,.v ., ,U
u-1
v
.. Tw r't,Af
Nmnmer
Eigenthümer.
D«S Min ist neu inintrt u»d anSftafKrt will««*«
ist lit bester Ordnung.
Tisch so gut wie irgendwo.
Masjige Preise.
Freier Omnibus
v«« und nach allen
u e S a u n e n
Süd-Broadway, E»e van grant«6t.,
Kas» K. Korvers,
Fabrikant »Ott
tfpm»
vom besten
Tabak.
G«fchä,'t»lokal über
Zam.
S1
,#
,.i.f. ...
E*™ nt 4*
r- •,
i
V* »1
i
ji k t,* "f UA7
,' 5'- »"'A ''/»,/
Ti
V
s„ ,X': Ik vi I
?.,-L.
JA
Vs
i* 'H
v v
i'. '.-. -'s A'.-^
1
-'s-
Vi, *.i|^r -. .:.?-• .x-'T^
S, W 'i
A
e a
Für jede durch fehlerhaftes Fungiren der
Leber oder unreines Blnt verursachte Krank
heit ist es das einzige Mittel, für welches a
rantirt wird. Wenn es Dir nicht hilft
oder Dich nicht kurirt, erhältst Du Dein
Geld zurück. ./
$500 werden von den Cißciithiimern von
Dr. Sage'S Catarrh Eemedy für einen un
heilbaren Fall von Katarrh osterirt. Ihr
Miticl kurirt die schlimmsten Fälle vollkom
men und aus die Dauer.
James G. Patrick,
Advokat und Rechtsanwalt,.
Office Suv-Braadway, New PhiladelPhi«. v.
ZW Geld gegen hypothekarische und
Sicherheit zu beriethen.
y
geht'S mit Deiner Ge
sundheit nnd Deinem
Wohlbefinden, wkmi
Deine Leder nicht thrc
Schuldigkeit thut. Ist
Dein Blut unrein ob«
Deine Leber träge, sc
wirst Du gar leichi
das Opfer aller Arten
von Uilpäßliciikeit.
Das ist die richtige
Zeit, um Dr. Pierce's Golden Medical Dis
covery zu nehmen. Als appetitreizendeS,
restaulirendes Tonic, zum Austreiben von
Kraukheitökeimen und als Mittel zur Erlau
qnng tioit körperlicher Kraft hat es nicht
seines (Gleichen. Es regt jedes Organ zu
gesunder Thätigkeit au, reinigt und oerel
chcrt das Blut, stützt das czanze System und
stellt Kraft und Gesundheit wieder her.
fi
u
4
i hv
'O
i
4
4' I
persönliche
KvoadroaU Hotel.
Zac. Föhl nud Soha,
Tchlup» Äiqiiorftor
pcifcmirtijfdjfift
vat* & KeuHer
an
Rord-Brvadway,
New Philadelphia, Ohw.
Jederzeit frisches Blâ,
einheimische und importirte
Ekiitc und Branntweine.
^.Mmilllircil
Stork
iNld'
von-
@eiser
New Philadelphia, Ohw.
DieS ist der beste Platz zum einkaufe von Spezerei
waaren und Provisionen. Durch snrtwührende neue
Sendungen wird die Auswahl stets frisch nndvoU
standin ei li'.Uti'ii »Ii werden alle itietreUiiimtn prompt
aiisHVMiut nnd die Waaren oline ^xtra.Pergutuug
nuetj .vniuh' ueüeiei't.
Win Uiuibprobiittc werden die höchsten Markt»
y i Y i i i a
«vrecht vor und macht Cure Einkäufe und
Südwestecke West-Hochstraße & 5.
Ihr
wertet finde», daß d,e Waaren von bester Ouamat
uud die Preise billiq stub.
«Nd
Sllicilkmrtljsliiast
i von— V lvV
Wart rljcttft, V
(früher K«rrt«lrrger's Platz,)
Rrw Philadelphia, O.
Mnnen freunden und dein Publikum im Wlflèwfr
Ni-it zur UU)iu, bau ich dieses Wirthshaus ubeutenrmeti
habe und bcitu'bt lent werbe, allen billigen 'Äniprücheii
nu'uier Äimben zu entsprechen.
tjrveiube niibeii bei mir etne qute Herberz« und IMUM
Küche und Keller enthatten mit dnö Beste.
Um freundlichen Zuspruch bittet
fit#
MgK
ÂÉ^kL-4 ^.«3»-ilöSc.
-.v 'è-, 1 tikis
•y, ..
•AV
I-
tJt/ as
i

f& if .. V ivy *-k\
*. »e» Philadelphia. Ohio.
^5 *4 "i t,
•&*'* si. V" it V i.^Y.Vh.isw- k. is $4
Rw PhilodchW, O., Eittlto*, it« 28. Kdn« 1894.
i K -N & v w 6 t- W -4 V & 4
-v-. -\l .-• v s»,-'•• •-,' •-.- ^, ,-h, '.e *-, !v. v. t-
,, ,. 1 jr. W p5 i
jQl JO V ,- 1 r" i -X '**'1 ^U.
A#-^4-44 Av
New Philadelphia, Ohio.
Havanna & Connecticut
4. ,--v 7 1 -^/f -t ,A ts
Depot von Kä?eruienNlieu
aUer Art.
Wt âftthrttö & I.
in
Nv. 7 City mo«,
Restaurant

xml | txt