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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, April 18, 1894, Image 1

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Man kaufe niemal« yanbobtr l^nt Seld auN°lch«»
au«, bevor man flch einen
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befittb« von der Z»t an. da daS Land noch den Der.
Staate« gehörte bis auf btt ^^"wart ver^chasft hat.
@etbanieil|#u auf erste Hypotheken ^irb btfp«b«rt
auftntff'anifeii geschenkt, Tummrte Farmen in In,
duuuz-ul'.t» Illinois zu verkauft*.
KttVid Maurer
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Weff Hochstraße.
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tftlfnet und Hai eine schöne Auswahl von Ältibttttoflt*
»Oer Art. Preise b,llig und die Arbeit gut.
New Philadelphia,
ES wird baar bezahlt Kr
»lebe, Käute &
Pelz- i»
Phtt«»elphia «erbe«»,
Eigenthum »im
A. Kate«.
89. f. Schaufier, Agt.
Da mea. V.
deutscher Arzt,.
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eine Spezialität.
gile*M C|»ee 22 «ad'»r»«d»ß^
Adam Oiniz
Spezialität.
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Da ich eiuen schöne» Leichenwagen besitze, so mft.
d)t ich das Publikum darauf aufmerksam, bofo ich
vollsttsdig ausgerüstet bw. tt» Lnchenbestattungen
in besorge«.
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Kaldenbaugh Bank,
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besorgt allgemeine Bankgeschäfte.
Allen Angelegenheiten, welche
der^Ban? übergeben wer
den, wird prompte it.
sorgfältige Auf»
metffamfeit v*
gewidmet.
Sit» Hegen gute GichfrhM
ansgelehnt.
«uf Depositen werden Zinsen bezahlt
fW~ Die Bank ist durch einen biebsfichere« ®tlb
schrank und feuersichere vewblbe gegen Verluste ge»
châtzt.
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®. Kaldendaugt«,
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Gute Bücher.
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rarznei-Buch. reichlich »llustrirt.
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Ee«at»r Briee.
Die glänzendes Siege, welche die de
mokratische Partei in 1890 und 1892
errungen» haben wir zum größten Theile
dem Umstände zu verdanken, daß die
Partei den @mnbfajt der Tarifreform
auf ihr Saunet Wrieb und das Ver
ständniß für dichOe in immer weiteren
Schichten deS VstteS Wurzel faßte. Als
daher in 1892 ein demokratischer Prä
sident und ein Haus mit überwältigen
der demokratischer Mehrheit gewählt
wurde und es sich herausstellte, daß die
Demokraten auch im Bundessenat eine
Mehrheit haben werden, da zweifelte
Niemand daran, daß der Congreß die
Tarifreform sofort nach seinem Zusam
mentritt energisch an die Hand nehmen
werde. Das HauS machte sich auch an
die Arbeit und nach hartem Kampfe
wurde die Wilsonbill angenommen,
eine Compromißmaßregel, welche die
Freunde der Tarifrefvrm keineswegs be
friedigt, jedoch als ein Schritt in der
rechten Richtung freudig begrüßt wurde.
Was thut nun der Bundessenat?
Volle zwei Monate wurden vertrödelt,
ehe die Bill überhaupt aufgenommen
wurde und dann wurde sie schon im
Ausschuß in einer Weise verstümmelt,
daß sie kaum wieder zu erkennen war.
Aber auch in dieser verstümmelten Form
findet sie noch bittere Gegner, selbst auf
der demokratischen Seite des Senats
und auch Calvin S. Sri«, der demo
kratische Bundessenator von Ohio, be
findet sich unter den Gegnern der Bill.
Ter „Bounflstk'wn Vindicator" macht
daher den Borschlag, daß sich am 28.
April die verschiedenen County Comites
versammeln und Beschlüsse
Die To«nttz TO»ve»tio«.
Die Republikaner haben de« Sieg,
den sie letzten November in Tuscarawas
County errungen, nicht zum wenigsten
dem Umstände zu verdanken, daß sie
ihre County Conventionen immer spät
abhielten und die Fehler, die auf demo
kratischer Seite gemacht wurden, mit
großem Geschick ausnutzten. So wurde
letztes Jahr namentlich der Umstand,
daß der größte Theil der Candidaten
von Goshen Township war, von der
republikanischen Presse sehr gut ausge
nutzt und hat derselbe mit dazu beige
tragen, unser Ticket zu schlagen. Wo
rum können wir dieses Jahr nicht die
nämliche Taktik befolgen? Seit die
Staatswahlen im November abgehal
ten werden, ist es überhaupt ein Un
sinn, die County Convention schon im
Juni abzuhalten, und bei der Sieges
zuversicht, welche die Republikaner zur
Schau tragen, ist es nicht mehr als
recht und billig, daß wir von dem Vor
theile, der darin liegt, erst den Gegner
seine Pläne darlegen zu lassen, ehe
man den eigenen Kriegsplan entwirft,
Gebrauch zu machen. Wir sind daher
dafür, daß die demokratische County
Convention erst nach der republikani»
schen abgehalten wird.
Aus per ButtdesftaVt.
Die Verhandlungen des EongreffeS
schleppen sich in bisheriger trauriger
"Langsamkeit mühsam vorwärts. Im
Hause, wo fortwährend etwa 40 demo
kratische Mitglieder fehlen, gelingt es
nur selten, ein Quorum zur Stelle zu
bringen und die Republikaner setzen ihre
Verzögerungs Taktik mit grimmiger
Ausdauer fort. Unter solchen Umstän
den sieht man sich Mwungen. die Re
geln des Hauses zu verschärfen. Man
hofft chieruber dieser Tage sich einigen
zu können und sollen anwesende Mit
glieder auf die eine oder andere Weise
gezwungen werden, bei einer Abstim
nlung ihre Stimme abzugeben. Die
Schärfe dieses Vorschlages reicht aller
dings fast an Zar ReedS Regeln hinan,
aber in bisheriger Weise kann es nicht
weiter gehen.
Im Senat hofft man bis Ende dieser
Woche die Generaldebatte über die Ta
rifbill schließen und am 23. Avil mit
der artikelweisen Berathung Finnen
zu können.
Der Pollard-Breckinridge Sensations«
Prozeß ist am Samstag zum Abschluß
gekommen. Wie vorauszusehen
ist der scheinheilige Eongreßmann
dig erfunden wurde« und hat der
gerin eine (Entschädigung vou #15,000
zu bezahlen.
Aus der Stadt K!tchtzimbol«md?N
im bairischen Regierungsbezirk Pfalz,
Mt die Nachricht bi« einem entfttz»
Unglück. Der dsrti^Kauftmmn
Lutz Um mit seinen beiden
eine« Brande, welcher ft
zerstde^, w den yl«mmen «m,
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Verbot von Gold-Eontrakten.
Herr I. A. D. Richard«, unser Re
präsentant im Congreß, hat folgende
Bill eingereicht, um zu verhüten, daß
die Schuldner gezwungen werden kön
nen, ihre Schulden in Gold zn bezah
len:
„Es sei verfügt, daß es ungesetzlich
ist, in irgend einem mündlichen oder
geschriebenen Contrast, oder in einem
geschriebenen Vertrage, die Bestim
mung aufzunehmen, daß Schulden,
die dadurch entstanden oder bescheinigt
find, nur in Gold bezahlt werden dtir
fen, und alle Schulden, welche zu ir
gend einer Zeit an eine Person, Firma,
Gesellschaft, Aktiengesellschaft oder Cor
poration fällig werden, sollen in irgend
einer Geldsorte oder Papiergeld zahl
dar sein, die zur Zeit, da solche Schuld
zahlbar wird, in den Ver. Staaten' ge
setzliches Zahlmittel ist, ohne Rücksicht
auf die Bestimmungen, die in dem be
treffenden Schuldscheine oder Zahlung^
Verpflichtung
Passiren,
in
welchen das Staats-Central-Comite auf
gefordert wird, sofort eine Versamm
lung abzuhalten, in welcher
in entschie-
bener Weise von Senator Brice ver
langt wird, für die Wilson-Bill zu ar
betten und zu stimmen und zwar in der
Form, wie diesßche im Häuft passirt
wurde.
Wir sind vollkomWv mit dem .,Vin
dicator" einverst«Wt. We«« Se«a
tor Brice nicht MU hMee WWr Par
tei schuldig ist. so sollte tt w Me ener
gischer Weije Ätt-fftn* ,UW^O«ühnt
werde».
-.w ...
anders verfügen."
Die „Washington Post" macht zu
dieser Bill folgende Bemerkungen:
„Der Zweck des vorgeschlagenen Ge
setzes ist, den Geld-Borgenden gegen
gewisse Arten von Erpressungen seitens
des Geld-Ausleihers, die nur allzuoft
vorkommen und dem Wucher gleichste
hen, zu schützen.
„Es wird durch diesen Vorschlag
nicht bezweckt, den Schuldner zum Nach
theile des Gläubigers zu bevorzugen,
sondern beide auf die nämliche Stufe
gleichmüßiger und genauer Gerechtig
feit zu stellen.
„Qbschon verschiedene richterliche
Entscheidungen zu Gunsten des gesetzli
chen Zahlmittels zur Bezahlung von
Schulden abgegeben worden sind, so
herrscht doch âne weit verbreitete An
ficht unter der Bevölkerung, daß Schul
den nur in Gold bezahlt werden sollen,
wenn solches contraktlich vorgesehen ist,
und es ist ein gewöhnlicher Brauch der
geldausleihendèn Korporationen, in al
len Anleihen auf längere Zeit die Gold
Klausel zu inseriren, da die Mehrzahl
der Borgenden es vorzieht, irgend wel
che Bedingungen eher anzunehmen, als
das Anleihen gar nicht zu erhalten,
und wenn der Tag der Abrechnung er
scheint, lassen sie sich eher die Erprej
sung gefallen,. siß Hich O? tütet Prozeß
anfangen.
„Daher stammt die Nothwendigkeit
eines klaren, ausdrücklichen Gesetzes,
durch welches es gesetzwidrig gemacht
wird, in irgend-einem Contrakte zu be
stimmen, daß das unter demselben ge
liehene Geld nur in Gold zurückzube
zahlen sei daß das geliehene Geld in
der nämlichen Geldsorte zurückbezahlt
werden soll, und nicht in Gold, das,
unter leicht begreiflichen Verhältnissen,
den Schuldner zwingen könnte, nicht
nur die Zinsen seiner Schuld zu be
zahlen, sondern eure ansehnliche Prämie
obendarein.
„Geld^ das gut genug ist für den
Borger, fvllte auch gut genug sein für
den Ausleiher. Wenn eine Versicher
ungsgesellschaft, oder eine Aktiengesell
schaft, oder was es immer sein mag, ei
nem Kunden einen Silberdollar leiht,
so hat dieselbe kein Reckt, auf Rückzah
lung in Gold zu bestehen. Sie hat
kein Recht, von dem Schuldne» die Be
zahlung vox dem zu verlangen, das er
nie erhalten hat. Wenn ein Contrakt
gemacht wird für Weizen, so muß der
selbe in Weizen bezahlt werden. Wenn
ein Contrakt gemacht wird für Geld, so
muß derselbe in Geld bezahlt werden,
und irgend welches Geld, das als gesetz
liches Zahlungsmittel für Bezahlung
von Schulden gilt, sollte den Schuldner
von feiner Verpflichtung entbinden.
„Die Richtigkeit dieses Prinzips kann
nicht in Frage gezogen werden, und es
ist hohe Zeit, daß dasselbe in unseren
Gesetzen solchen Ausdruck finde, daß
die Ungerechtigkeit und Bedrückung, die
unter dem gegenwärtigen "gold-shark"
System so sehr in Blüthe stshM» ver
hindert werden."
Entsetzlicher To»estampf einer
Scheintodte«.
CreSc», Iowa, 14, April»—Bor
einigen Tagen wurde die 15jährige
Tochter von I. Lukisch, eines Böhmen,
dem Anschein nach todt in ihrem Bette
gesunden. Ihr Plötzkicher Tod kam ih
ren Angehörigen gänzlich unerwartet.
Sie hatte am vorhergehenden Tage ei
nen Zahn ziehen lassen und es war da
bei ein betäubendes Mittel in Anwen
dllng gebracht worden. Am zweiten
Tage wurde das Mädchen beerdigt.
Nachdem dies geschehen war, stellten
stch bei beii Angehörigen Zweifel ein,
ob das Mädchen auch wirklich todt ge-
Wesen
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sei. Man öffnete das Grab wie
der und machte die entsetzliche En)dek
kung, daß das Mädchen im Grabe wie
der zum Bewußtsein gekommen war.
Das GlaS im Deckel deß Sarges war
in kleine Stücke zerschlage^ vie Glieder
*S Mädchens waren krampfhaft ver
dreht, die Hünde mit Blut beschmiert
und in ihrem entsetzlichen Todeskampfe
hatte sich die Unglückliche Haare
ans dem Kopfe ausgerissen. Sie hatte
fich im Sarge
umgedreht
dem Gekickte.
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9Zt» «ÄchW. D„ Mitwch, dm 18. Wl, 1894.
Ohio Gtaatsgesetzgebnng.
Die Legislatur ist mit ihren Geschäf
ten noch sehr im Rückstände, obschon
die Herren mm bald vier Monate bei
einander sitzen. Ueber hundert Bills
warten noch auf die zweite und dritte
Lesung und immer noch ergießt sich der
Strom neuer Bills über das Capitol
An einem einzigen Tage letzter Woche
33 Stück. Unter diesen befinden sich
folgende, die der Erwähnung werth
find: Repr. Barber verlangt, daß der
Bericht des Armenhausdirektors in zwei
Blättern entgegengesetzter Politik pu
blizirt werden soll Palmer, daß die
Steuern der Cigarettenhändler von
$100 auf $10 für Kleinhandel und von
$300 auf S25 für Großhandel rednzirt
werden Hoeffer, daß ehrenhaft entlas
fene Soldaten von dem Geschworenen
dienst befreit fein sollen, und Felton
brachte eine Resolution. ein, um die
Pasfirung der Biennial-Resolution
wirkungslos zu machen.
McMakn's Bill, welche den Eisen
bahngesellschasten im Staate eine
Steuer von $50,000 auferlegt, wurde
im Hause der Legislatur passirt und ist
jetzt Gesetz.
Im Hause sodann wurde die Bill,
welche das Salär des Nahrungsmittel
Commissärs auf $2,000 erhöht, mit 60
gegen 17 Stimmen angenommen.
Ebenso die wenig überlegte Bill Bos
ler's, welche 15 oder Personen gestattet,
sich unter dem Staatsgesetz als Corpo
ratio«/zu organisiren zum Zweck des
Einfangens von Pferdedieben und an
deren Verbrechern.
Ueber Aenderungen betreffs Veröf
fentlichung gesetzlicher Anzeigen liegt
ein ganzes Gemisch von Gesetzesvor
schlagen vor, im Ganzen etwa sechs.
Prinzipiell ist kein einziger sie sind
alle entweder vom Neid eingegeben,
ober bezwecken ein Stück Liebedienerei
für irgend einen guten Freund.
Unstreitig das wichtigste.Traktandum
der letzten Woche war die Berathung
her berüchtigten Haskcl! Bill im Hause,
über die wir an anderer Stelle berich
ten. Mit 49 gegen 41 Stimmen
wurde die weitere Verhandlung auf den
26. April verschoben.
Nach der Haskell Bill wird die frü
her einmal erwähnt? ^Gerrymander"
Bill des Repr. Sdcke aus Madison
County an die Reihe kommen, welche
bezweckt, der demokratischen Partei die
bisher noch inne gehabten Common
PleaS Richterstellen bis auf ganz we
nige zu entreißen. Die Bill, nach wel
cher auch die Rechtsprechung in's Par
teigetriebe hinein gezerrt werden soll, ist
eine der infamsten Parteintaßregeln,
welche jemals in einer Gesetzgebung
eingebracht wurden.
»«».. ...
Dich Haskell sch- Loeal Options
Bitt
hat eine erste Berathung im Hause pas
sirt, ist aber auf zwei Wochen zurückge
fetzt worden. Die Gallerien waren
während der Verhandlungen ausschließ
Itch von Reverends und ihrem prohibi
tionswüthigen Anhang unter der Frau
enwelt angefüllt. Im Hause selbst
wehte eine äußerst „trockene" Luft und
was sich an Opposition hören ließ, ließ
deutlich durchblicken, da fr in cm keinen
sachlichen Widerspruch wagt, sondern
!ich einzig vor den politischen Folgen
fürchtet. Darüber lasse man sich also
nicht täuschen, daß die Gefahr des Has
kell-Joches gros ist. Es weht seit eini
ger Zeit eine reaktionäre Ftuthwelle von
so gewaltiger Stärke über das Land,
daß man sich auf alles gefaßt machen
muß.
Unterdessen setzt das freibeithassende
Kirchenelement feine Mini und Hetzar
beit fort. Es nimmt sich jetzt einen Ab
geordneten nach dem andern aufs Korn
und da eine größere Zahl derselben nicht
Rückgrat genug besitzt, die Herren Pfar
rer auf ihre Kanzel zu verweisen, so ist
es mehr als wahrscheinlich, daß sie in
zwei Wochen die wenigen Stimmen, die
zur Majorität noch fehlen, haben wer
den.
Wenn es einen Faktor giebt, der in
unsrer Gesetzgebung alles erreicht, was
er will, so ist es das Prohibitionsele
meiit. Es erhält von den Repnblika
nern eine Abschlagszahlung nach der an
deren, bis es den vollen ausbebungenen
Preis hat. Wie ersichtlich, stimmen die
Prohibitionisten stets mit der G. C. P.
aber nicht, ohne Zahlung dafür zu ver
langen. Für die letzte Gouverneurs
und Frühjahrs-Wahlen haben sie noch
nichts erhalten. Dafür verlangen sie
jetzt mit der unverschämtesten Zähigkeit
ihren Lahn.
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und lag auf
'itâk i&'-Jj-i .Z,
A. «. EMurston.
Éltläfilicjf der Versammlung des G.
A. R. Encampment von Ohio in Can
ton, Ohio, am 15. Mai 1894, wird
die Cleveland, Lorain & Wheeling Ei
senbahn Rundreise-Billete zu einem
Cent per Meile verkaufen. Die Bil
lete werden am 14. und 15. Mai ver
kauft und sind gültig zur Rückfahrt bis
am 20. Mai. Passagiere werden von
MasfiNon aus vermittelst der Canton
MaWon elektrischen Bahn befördert
und direkt an die Thüren der Gasthäu
ser W Canton gebracht.
I. E. Terry,
Gen, Fracht- und Ticket-Agmt.
Kurze yiotijetn
Der Besuch Kaiser Wilhelms in Wien
führte zu einer Reihe großer Festlichkei
ten.
Morgen findet in Coburg die Ver
mählung des Großherzogs Ernst Lud
wig statt. Kaiser Wilhelm, die eng
Ii-
sehe Königin, der Prinz von Wales etc.
sind bereits heilte dort eingetroffen.
Fürst Bismarck soll gegenwärtig star
ker und gesunder als seit langer Zeit
aussehen.
i
Der deutsche Reichstag wird sich dem
nächst vertagen, nachdem die Regierung
den Miquel'schen Steuerentwurf zurück
gezogen hat und ihn umarbeiten will.
Im Grunewald bei Berlin ist eine
barmherzige Schwester, Namens Helene
Schweichs, einem Lustmörder zum
Opfer gefallen.
In Stuttgart ist der Geschichtsforscher
und Dichter Ludwig Pfau, fast 73 Jah
re alt, gestorben.
In Neustadt a. d. Haardt und andern
Orten der Pfalz hat ein Eröbeben viel
Schrecken verursacht.
In Aubervilliers bei Paris wurde
em vollständiges Anarchisten Arsenal
entdeckt.
In Paris hat sich der bekannte cuneri
kanische Zahnarzt Dr. Shelly erschossen.
In Rom wurde in der Nähe des Co
liseums eine Bombe gefunden. Große
Aufregung.
In Brasilien ist die Jnfurektiön am
Ende angelangt. Admiral de Mello hat
sich nach Uruguay geflüchtet.
Im deutschen Reichstag wurde am
Montag die Bill in dritter Lesung mit
168 gegen 148 Stimmen passirt, wel
che den Jesuiten die Rückkehr nach
Teutschland gestattet.
Präsident Cleveland hat zugesagt, zu
einem 4tagigen Sängerfest im Juni
nach New ^ork zu kommen.
Der Aufstand in der Coke -Region
von Pennsylvanien geht feinem Enpe
entgegen ein Aufgebot der Miliz war
nicht nöthig.
In Buffalo, N. ist am 12. die
Hamlin'sche Glukofe-Fabrik abgebrannt.
Brandschaden 6600,000 und 15—20
Personen, die in den oberen Stockwer
ken nicht gerät werden formten, .find
verbrannt.
In New Aork ist der hervorragende
Jurist David Dudley Field gestorben.
Am Samstag wurden in New Aork
fast 4 Millionen Gold nach Europa ver
schifft.
In der Bundesstadt starb am Sam
stag in jeinem 64. Lebensjahr Bündes
sènator Vance aus Nord Carolina.
In Rushsylvania, Logan Co., O.,
wurde am Sonntag der Neger Sey
mour Newlin gelyncht, welcher ein un
sittliches Attentat auf eine alte Frau,
Namens Knowles, gemacht hatte.
Großer Streik auf der Great Northern
Eisenbahn im Westen. Auf einer Stre
cke von 2000 Weilen steht d§r Verkehr
gänzlich still.
In Canton hat sich der bekannte
„Doc" Kennedy vergiftet.
In Canada sind" reiche Goldfelder
entdeckt worden.
Seit Sanlstag find New Wrk und
Chicago telephonisch miteinander ver
bunden.
Die Hinrichtung P'rendergasts in Chi
cago ist auf den 2. Juli verschoben wor
den.
Von Coxey's Friedensarmee.
Wir fahren fort, von ihrem Marsche
zu berichten, nicht weil wir der Sache
große Bedeutung beilegen, sondern
mehr her (Kuriosität wegen. Die Ar
mee, die immer noch so ziemlich gleich
schwach ist, hat. Pennsylvania hinter
sich unè ist in den Staat Maryland
eingerückt. Der Marsch über das Alle
gheny-Gebirge, der den Leuten schwere
Strapazen auferlegt, ist jetzt überstan
den und mit der freundlicher geworde
nen Witterung ist auch die jetzt zu pas
sirende Gegend besser geworden. Am
Sonntag gelangte die Truppe nach
Cumberland, wo ihr ein freundlicher
Empfang zu Theil wurde.
Indeß leidet die Armee jetzt an einer
inneren Krisis. Am Samstag kam es
in Abwesenheit Coxey's Hu einem Bru
che zwischen den beiden Führern,
Browne und Smith, nachdem schon seit
einiger Zeit eine gewisse Spannung
bestanden. Die Mannschaft hielt zu
Smith und Browne wurde gewisser
maßen abgesetzt. Als Coxey zurück
kehrte, wurde die Sache umgekehrt und
Smith auf die Absetzungsliste gestellt.
Letzterer ist nun wirklich ausgetreten
und mit ihm hat auch Coxey's Sohn
die Armee verlassen. DqL Geheimniß,
welches bisher über Smith's Herkunft
geschwebt, ist jetzt aufgeklärt. Der
„große Unbekannte" ist ein gewisser
Dr. Pizzaro aus Chicago, der dort frü
her einen unrentablen Handel mit Pa
tent-Medizmen betrieb.
Die Zuzugs-Colonnen Coxèy'S cus
(Kalifornien, Texas und'Nebraska las
sen jetzt auch von sich hören. Sie sind
überall schwach und haben mit Hinder
nissen aller Art zu kämpfen, um vor
wärt» zu lamme».
V» 'rT^ 'f? V Al*? 'H--"'»"'
V
Neueste Nachrichten»
Der so unrühmlich aus seinem Scan
dal-Prozeß hervorgegangene Congreß
mann Breckinridge hatte die Unverfro
renheit, sich am Montag auf einige Mi
nuten im Repräsentantenhause zu zei
gen. Wie man hört, gedenkt, er trotz
allem, im Herbst für eine Wiederwahl
in den Congreß zu kandidiren.
In Washington beginnt man, die für
den Fall der Ankunft von Coxeys Ar
meen nöthigen Maßregeln zu besprechen.
Man glaubt, die Abschiebung der vielen
Arbeitslosen werde schwieriger sein, als
die Aufnahme derselben.
Dr. Pizzaro, der ausgetretene Drill
meister Coxeys, will ebenfalls eine „Ar
mee" sammeln und Coxey warm ma
chen.
In Columbus, £).,, werden starke
Anstrengungen gemacht, eine Begnädi
gung Pat. Elliots herbeizuführen, wel
cher vor 3 Jahren seinen Jeitungsgeg
ner Csborn kaltblütig ermordete und zu
15 Jahren Zuchthaus verurthcilt wur
de. Anderseits wird kräftig entgegen
gearbeitet.
Generalpostmeister Bissell hat verord
net, daß Postmeister von. jetzt an statt
Personalbürgschaft beizubringen, ihre
Caution auch in Werthpapieren leikeit
können.
Gouverneur McKinley beabsichtigt,
die Lyncher von Rushsylvania. zu stren
ger Verantwortung zu ziehen und Maß
regeln zu treffen, daß ähnliche Ausbrü
che ungesetzlicher Justiz in Ohio Nicht
mehr vorkommen.
Otone Creek«
Letzten Freitag Nachmittag verun
glückte Emma Kiichenmann. Man ver
muthet, daß von einem Feuer des vor
her gehenden Tages, noch glimmende
Kohlen vorhanden warnt Nach Kin
derart mit der Asche spielend, muß sich
ein Funke in deren Kleider verflogen ha
ben.' Der gerade herrschende Wind trug
das Seinige bei, um die Kleider zu ent
zünden. Das Kind im Alter von 5
Jahren 4 Tagen erlitt furchtbare Brand
wunden, bevor seine Client ihm zu
Hülfe kamen. Nach kaum 24 Stunden
erlöste es der Ibd vân seinen cntseNli
chen Leiden. %rau Kilchenmann erlitt
beim Mttungswerke schwere,'jedoch nicht
tödtliche.Verietzungen'an.ihren Händen.
Den tiefbetrübten Eltern, ^welchen das
Schicksal innert Jahresfrist'3 Opfer ab
.verlangte, meine aufrichtige Theilnah
me Die Beerdigung .fand Montags
statt..
G. Whelland und B. Stonebrook von
Lockport gedenken hierorts, insofern ih
nen von unfern' Geschäftsleuten und
Farmern ein aygemessener Betrag beige
steuert wird, "eue -Mahlinühle, mit ei
ner Leistungskrast von 4ü
v
P~^
Faß Mehl per
Tag, zu errichten. -Benz.
Gerichtsverhandlungen»
Von dem hiesigen Gericht wurden
folgendeKl'.theile gesprochen
William Rogers wurde zu einer drei
jährigen Zuchthausstrafe verurteilt.
William Wolf wurde mit zwei Jah
ren Zuchthaus bedacht und Bertha
Wolf kam mit einem Jahre davon und
theilt dieses Geschick mit 'Harry Case
beer.
'James Long wird während zwei
Monaten Zeit haben, im\ Arbeitshause
in Cleveland das Geschäft eines Bür
stenmachers zu erlernen, und Henry
Vorhees wird auf der Reform-Farm
Gelegenheit haben, eilte verwahrloste
Jugendzeit wieder gut zu machen.
.Vom Richter wurden folgende Pro
zesse zu Gunsten der Angeklagten ent
schieden:
Jacob Foel gegen die Cleveland &
Marietta Eisenbahn.
Will Wilgns gegen C, W. Wilgus.
Zebulön P. Sparks gegen Joseph
Gardner.
Von den Geschworenen wurden fol
gende Prozesse zu Gunsten der Kläger
entschieden:
Fred. Bühler, gegen Philip Hahn
und andere.
William McLean gegen Alexander
HemMtner.
G!»Gal-Z!tj,5
Am Abend des 26. April wird die
C., 8. & W. Bahn einen Spezialzug
von Uhrichsville nach Massülon fahren
lassen für die Bequemlichkeit deinem
gen, welche an hen Abend-Festlichkeiten
des I. C. O.'% theilnehmen wollen.
Der Zug .verläßt Uhrichsville nach
Schluß der Festlichkeiten.
Z. W. M.c Coombs,
Ticket-Agent...
—f—3 »u*
Notiz.
Besuche des CncaMMM? ticv'
G. A. R., das am 14. und 15. Mai in
Canton stattfindet, wird die C. ck M.
Eisenbahn an allcit' ihren Coupon
Stationen Tickets zum Preise von einem
Cent in jeder Richtung^'für die Rund
reift verkaufen.- Die Tickets sind am
14. und 15. Mai gut für die Hinfahrt,
werden'aber mich dem 19. für die Rück
fuhrt nicht wki gngeyâme«. 5U
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Nlvmnet 50.
Wie sie ausschaut,
das ist die große Fräse
für jede Frau, welche
schwächlich, körperlich
„herunterget«nmen"
oder überarbeitet ist.
Ihre Augen find glänz
los, ihre Wangen ein.
gesunken, blast öder hek
tisch geröthet fie ist
dünn, wie eine Hopfen
flange, und da« verur
sacht ihr Herzeleid.
Um wohl auszusehen,
u s i e w o s e i n
Und das Mittet zum Wohlsein ist für jede,
an genannten Symptomen krankende Frau
der 'gewissenhafte Gebranch von Dr. Pierce's
Favoritti Prescription. Dasselbe ist die ein
zige Medizin, für welche garantirt wird,
daß sie den weiblichen Organismus kräftigt
und die dem weiblichen Geschlechte eigen
thümlichen Krankheiten kurirt. Bei jegli
ehern „Frauenleiden", Unregelmäßigkeit,
Schwäche, bei erschöpftem Zustand der zar
ten Mutterorgane hilft oder kurirt es in je
dem einzelnen ft'all wenn Nicht, wird das
Gchi. dsi'ür zurückgegebeiu
Gegen Katarrh giebt es mrr eweMedtzw
welchè dieses Namens würdig ist. Dutzende
werden angepriesen. Für 6r. Sage'S Osw
tjßrrli Eemody ergeht die Offerte: „Wen»
wir Dich nicht kuriren können, so bezahle»
wir Dir $500 tmar!"
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