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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, May 09, 1894, Image 4

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Der Snvnvitt,
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WirthschaftÄltestem«»*.
tüir empfehlen hem reisenden Publikum unsere Küche
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c. Jmportirtk Weine tttic Spezialität.
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reute Weine. «tquBrt,, frisches Bier K. stets an Hand,
iBcruie Mahlzeiten zu jeder Tageszett.
Sprecht bei mir vor I
Kummer»
Eigenthümer.
Gentsch'S Medizinen.
«tMtfdi'» Blut und Leber Tyrup ist em un
ÄäSbaxeä
Mittel für alle Nieren- und Lcberleiden.
tbauunflibcfdjtottben, Haut, und Blutkrankheiten,
«t reinigt
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tSciichtäfarbe und verschönert die Haut,
dereickert bad 4Hut, vertreibt ererbte Hautflecken und
tMuhrt die Eingeweide. 128 Tosen für einen Dollar.
D«r beste mih hfififlftc Blutreiniger un Dtarfte,
«tiutdi IttiCrriiCt Salb« und Schmer,stiller
«ein Universalmittel für alle Schmerzen, iowohl ,n
«erlich wie äußerlich. Ein sicheres und schnellcÄ Mit
to für Krämpfe. Kolik. Dmrrhoea. Rheumatismus.
SUutalgia. Quetschungen. Verrentungen und Zahn-
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«rests»'» Rindsicisct,-. ?isen- und Wein-Star
fifiia*ttttttf 1 ist das l,aivr?ächlichs:e Heilmittel ?ur au
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Kn rw niimtütlich iolchcn Tamcii welche wegen Ueber
rdeitiiiig vder aus andern ISriiitben schwächlich unb
#TQ0.j find, und professionellen UHanuern, deren
•ftidjicR ihre Arbeitskräste übersteigen, und solche,
welche gewohnt sind, alkoholische Stiiiiulente einzuneh
»en. da dieses Mittel ftiMuUrenb wirkt, ohne betau.
|*tub zu sein.
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Ctnc »ollftändiqe?luswnhl der mit den neuesten
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den durch einen erfahrenen Arzt ohne Extrakosten an
gepatzt. SatiSjaction garantirt.
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thum, um es Leuten mit
mäßigen Einkünften zu
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eigene Heiwath
zu erwerbe«.
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sellschast am 18. jeden Monats.
I. Kummer, Schatzmeister
W. ®. Francis, Sekr.
von
Caspar Schweizer
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Mh« dem Bahnhof der ff. 8. u. W.
»ob btr V o. St.
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Wen» Philadelphia Kraueret
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Sam. Wahlen.
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Der Dsutflche geebadjitv,
herausgegeben von I«
Beobachter Publishing Co.,
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Der .Beobachter" erscheint jeden vttttwach WllM
folgenden Silbscrwtionspreisen
Hüt die Wer. Staaten und Kanada bet Bora»»»
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gQirü erst im Laufe des Jahres bezahl^. ..... 2.25
Erfolgt die Bezahlung aber erst nach Abiauf bei
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Mir Deutschland und die Schweiz bei Borau».
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Wen Ii nach Ablauf Ane» Termins cm ttbonueat da»
Blatt nicht rejusirt, kU1 mehr als zwei Nummern a«
nimmt, so wird der Äetresfcnde auch für den folgenden
Termin als Abonnent eingetragen.
So lange her Subjaipttonäpm« fur da» Blatt noch
qaitj ober theilwckse aussteht, darf fem Xbmntut da»,
selbe verweigern.
Schweizer-Korrespondenz.
(Von unserem Spezial-Korresponbenten.)
Lieber Beobachter!
Bekanntlich ist der alte Bismark nie
ein Kostverächter gewesen einen guten
Trunk wußte der „Eiserne" stets zu
schätzen. Die Bier-Adende bei Bismark
waren seiner Zeit allbekannt. Unzwei
selhast war er am 1. April hocherfreut,
als ihm die 14 süddeutschen Damen eine
gewaltige Huldigungsadresse, begleitet
von 400 Flaschen des besten Rheinwei
nes, überreichten. Aber gut ist es na
türlich für ihn, daß er nicht unter den
Temperenz- und Abstinenz-Wüthrichen
der „Union" lebt, sonst fmmtrer sein
Bier, seine Weine und Schnäpse nicht
in Frieden genießen. Ja, ja! diese
Abstinenz-Fanatiker! Wissen sie denn
nicht, daß schon Vater Noah sich mit
Rebensaft tröstete und die alten Aegyp
ter bedeutende Bierschläuche waren?
Gewiß, das Trinken ist eine alte, uralte
Sitte. Aber auch die späteren Zeiten
haben das Trinken nicht verlernt. Die
zarten Hoffräulein der Königin Elisa
beth aßen zum Frühstück Häringe und
tranken große Kannen Bieres dazu.
Gewiß, die Frauen, die Rosen ins irdi
sche Leben weben, kneipten ehemals recht
wacker und die Gottseligkeit litt nicht
darunter. Wie die Chronik meldet, be
durfte eine Aebtifsin von Quedlinburg,
Gräsin von Stolberg, die sehr viel auf
geistigen Dingen hielt, zu ihrer „Erqui
ckung und Labung" jährlich nur drei
Fuder Wein. Darum, ihr Gottseligen,
wüthet nicht so fürchterlich gegen die
Bachus- und Gambrinus-Gaben. son
dern schreibt Euch in's Stammbuch den
guten alten Vers Wer niemals einen
Rausch gehabt, der ist kein braver Mann!
Letzten Samstag ist die Frühjahrs
Session der Bundes Versammlung zu
Ende gegangen, die schweizerischen Lan
des-Väter haben am Morgen noch ge
schwind einer halbstündigen Protokoll
Sitzung beigewohnt, die 20sränkigen
Tag- Gelder eingesteckt und sind von
den üblichen Präsidial Glückwünschen
begleitet, an ihren Heerd heimgekehrt.
Die dritte Woche der BundeSversamm
lung war reich an kleinen Geschäften in
den'beiden Räthen. Die meiste Zeit,
wenigstens im Nationalrath, nahm die
Debatte über das von den Sozialisten
lancirte Initiativ Begehren betreffs
„Recht auf Arbeit" in Anspruch. Das
selbe ist als unreifes Erzeugniß von den
beiden Räthen verworfen worden. Die
Führer der Jnitianten haben sich das
Spiel selber verdorben. Die persönli
chen Händel unter sich (hie Greulich
hie Seidel!), die Streiks, das massive
Austreten ihrer Presse stoßen ab. Wer
mit dem Stiefel-Absatz grüßt, darf nicht
erwarten, daß vor ihm die Hüte gezogen
werden. Jetzt sind die Parlamentsräu
me wieder leer, aber schon wartet der
Räthe eine Menge ««abgewickelter Trak
tanden, welche in der Juni-Session er
ledigt werden müssen und dazu harrt
ihrer eine Nuß, die ohne Zweifel wieder
zu hitzigen parlamentarischen Gefechten
führen wird, nämlich das Jnitiativ-Be
gehren der „Beute-Zügler"
Der Kanton Luzern hat noch Kredit.
Das Staats-Anleihen von einer Million
Franken wurde dreimal überzeichnet.
Zug verlangt von der Eidgenossen
schaft ein neues Postgebäude.
In außerordentlicher Versammlung
genehmigte am 15. April die Ortsge
meinde Frauenfeld einstimmig den Ver
trag mit dem Reg. Rath betreffend Er
richtung und Betrieb eines Krankenhau
fc5 in Frauenfeld.
Den schweizerischen Schützen ist diesen
Sommer wieder reichlich Gelegenheit ge
boten, ihre Schießkunst zu üben und zu
zeigen. Es werden im Ganzen laut bis
jetzt bekannter Schützenfest Chronik 22
Schützenfeste abgehalten. DaS erste,
gegeben von der Schützengesellschaft in
Montreux, beginnt am 18. Mai.
Gegen den wegen verschiedener Ver
untreuungen und Betrügereien landes
flüchtig geworbenen ehemaligen Stadt
schreibet Guinard von Freiburg, der sich
gegenwärtig in Paris aufhält, ist ein
Auslieferuilgs-Vegehren gestellt worden.
Alt-Gemeindeschreiber Graf in Gais
(Appenzell) ist vom Kriminalgericht lve
gen Unterschlagung von '12 Posten im
Betrage von Frs. 8370 zu einem Jahr
Zuchthaus verurtheilt worden.
Die jurassische Gemeinde Cornol, die
es durch schlechte Führung ihres Haus
halts auf Frs. 41.000 Schulden ge
bracht hat, ist unter Vogtjchast gestellt
worden.
Letzten Mittwoch ist durch die AuS
wanderungs-Agentur Kaiser eine be
trächtliche Zahl Auswanderer pr. „Red
Star Linie" via Antwerpen nach Ame
rika fpedirt worden. Der Haupttrupp
folgte am Donnerstag in verschiedenen
Vor- und Nachmittags-Zügen, die von
den Agenturen Rommel, Leuenberger
und Zwilchenbart arrangirt waren, via
Havre. Die Auswanderer waren Be
wohner der Stadt Bern, sowie von Lau
pen, Ostermundigen, Thun zc.
Aus Luzern wird berichtet, daß der
Fremden- Verkehr sich recht ordentlich
anlasse. Doch befürchtet man daselbst
auch, daß das anhaltend schöne Wetter
immmm
die Einleitung zu einer neuen Dürre sei.
Kapitän Spelterini hat seine Luft
ballon-Fabrten wieder begonnen. Bei
prächtigem Wetter machte er letzten
Sonntag, begleitet von drei Herren, in
Vivis (Waadt) einen Aufstieg der
Ballon bewegte sich über den See, und
die Landung erfolgte glücklich in Von
vry (llntcrwaUis).
Am 13. April zog über den Kanton
Appenzell ein heftiges Gewitter in der
sogenannten „Laustegg", Gemeinde
Hundwyl, traf der Blitz ein Haus und
äscherte dasselbe nebst Scheune ein.
i Im „Tannhölzli" bei Alchenstors
(hKn) sind am Samstag Nachmittag
zwei ältere, von mehreren Familien be
wohnte Häuser niedergebrannt. Ein
Nachbarhaus konnte mit Mühe gerettet
werden. Brennende Schindeln wurden
vom Winde fortgetragen und entzünde
ten in Ober-Alchenstorf ein Schindel
haus das Feuer konnte aber von den
Spritzen von Wynigen und Breitenegg
bewältigt werden. Der Brand soll
durch Fahrlässigkeit entstanden sein.
In Himmelried (Solotüurn) brannte
die dem Melchior Flüeler gehörende
Säge, sowie die darin befindliche
Drechslerwerkstätte mit sämmtlichem
Mobiliar, bis auf den Grund nieder.
In Noirmont (Berner Jura) stnd 2
Häuser, darunter eine Schalenfabrit,
abgebrannt.
Ein wegen der Brände in Batzenhaid
und Umgebung (St. Gallen) Verhafte
ter hat sich als Brandstifter erklärt. Es
ist ein Johann Nagler von Batzenhaid.
Die ostschweizerischen Blätter bench
ten von einem schönen Gruß aus Basel.
Der von Nieder-Uzwyl (St. Gallen)
nach Basel übergesiedelte Herr alt-Na
tionalrath Moser-Massini hat zu Gun
sten verschiedener st. gallischer Schul
und Kirchenfonds und des Kantonsfpi
tals St. Gallen die namhafte Summe
von 30,000 Franken gespendet.
In Brugg (Aargau) ist nach langen
Leiden im Alter von 67 Jahren Herr
alt-Rector Eduard Häge gestorben.
Der im Stabio-Prozeß zu trauriger
Berühmtheit gelangte Apotheker Lud
wig Catenazzi. gewesener Gemeindeprä
sident von Stabio (Tessin) und Mit
glied des Großen Rathes, mußte kürz
lich in die Jrren-Anstalt in 4$omo ver
bracht werden und ist nun daselbst ge
ftorben.
In Chur lGraubünden) ist der eid
genössische Tumbour-Jnstruktor und
Trommel-Virtuos Cayossen gestorben.
Er war em Tambour-Major, wie er
im Buche steht, gab Konzerte auf einer
bis zehn Trommeln. Früher stand er
in ausländischen Diensten.
Der in Wetzikon (Zürich) verstorbene
Herr Werdmüller-Stocker hat für wohl
thätige Zwecke 11,500 Franken ausge
setzt.
Die Kultur-Gesellschaft Zofmgen
(Aargau) hat aus verschiedenen Trau
ernhäusern Geschenke im Gesammtbe
trage von 11,500 Franken erhalten.
In Lugano (Tessin) wurde Herr Jo
seph Müller, der Vertreter der Brauerei
Jucker in Bern, als Leiche aus dem See
gezogen.
Im Alter von 77 Jahren starb am
16. April in Genf der bekannte Profes
sor der Chemie an der Hochschule, de
Marignat.
In Ehur ist aw 17. April Herr
Rathsherr Peter Bener, einer der un
ternehmendsten Industriellen. des Kan
tons Graubünden gestorben, der na
mentlich mit großem Erfolge an der
Hebung des Fremdenverkehrs arbeitete,
so in Davos (Kurhaus), Flims (Kur
und Seebad-Anstalt) Vals (Therme).
Der Stadt Chur diente der Verstorbene
lange Jahre in fast allen Beamtungen
und ordnete speziell deren Finanzwesen
in trefflicher Weise.
Gestern starb in Bern nach kurzer
Krankheit Herr Fürsprecher Alt, früher
Gerichtspräsident in Schwarzenburg,
dann Redaktor der „Schweiz. Staats
Zeitung". Nachher war er eine Zeit
lang in Amerika. Reich begabt und
ideal veranlagt, wie er war, fehlte ihm
leider praktisches Geschick, so daß er zu
letzt ein ziemlich armseliges Leben süh
ren mußte.
Der bekannte Gasthof zsist „Bären"
in Baden (Aargau) ist um den Preis
von 280,000 Franken durch Kauf in
den Besitz des Herrn Aepli in Bern
übergegangen.
Nach längerem Gründungsstadium
ist am 8. April die „bernische Schuh
Jndustrie-Gesellschaft" mit Sitz in Big
len in's Leben getreten.
Die Lauterbrunnen-Mürren-Bahn ist
in der angenehmen Lage, sechs Prozent
Dividende zu vertheilen.
Der Schneider-Streik in Bern ist
nun als endgültig beendigt zu betrach
ten, nachdem sämmtliche größeren Fir
men sich mit den Gesellen verstündigt
haben. In Lausanne ist der Streik
der Schmiede und Wagner durch Ver
gleich ebenfalls beendigt worden.
Vesahr durch SilherdoKars.
Philadelphia. 2. Mai. Die Arbei
ter, die in der Münze damit beschäftigt
sind, die seit mehreren Jahren in einem
Gewölbe derselben aufgespeicherten Sil
berdollars zu zählen, entgingen gestern
nur mit ksapper Noth schweren Verle
tzungen. Die 50,000,000 in diesem
Gewölbe aufbewahrten Silberdollars
sind in je 1000 Stück haltende Säcke
verpackt, diese find aber so vermodert,
daß sie bersten, sobald sie aufgehoben
werden. Da die mit diesem Geschäfte
wohl vertrauten Leute wußten, daß auf
diese Weise verpacktes Geld allerlei Un
heil anrichten kann, hatten sie gegen
diese Silberdollarseine Bretterwand er
richtet, doch hatte sich hinter derselben
eine so große Menge aus den geborste
nen Säcken gefallenes Silbergeld ange
häuft, daß gestern, als noch mehrere
Säcke zu bersten anfingen, die Bretter
wand nachgab und ein förmlicher Berg
von SitbewsLars die in dem Gewölbe
arbeitenden Leute zu verschütten drohte
nur schleunige Flucht rettete dieselben
vor einem Grabe in Silberdollars.
Der Weizenpreis abermals $u*
rück.
Auf unsern Hauptplätzen ist Weizen
seit acht Tagen um Ii bis 2 Cents zu
rückgegangen und notirte z. B. Chicago
am Samstag nur noch 57i. Wie man
in den Kreisen der Spekulation die Zu
fünft, resp, die nächste Ernte und ihre
Wirkung auf den im nächsten Sommer
zu erwartenden Preis, auffaßt, das er
giebt sich am besten aus der Thatsache,
daß im Juli lieferbare Waare gegen
wärtig in Chicago zu 59 gehandelt
wird. Man prophezeit sogar, daß bis
im Juli der Preis auf unter 55, viel
leicht gar bis auf 50 fallen werde. Es
mögen bis dahin noch manche Preis
schwankungen bevorstehen, allein festste
hend ist einmal, daß die Ernteaussich
ten fast in allen Ländern Europas,
aber auch in Indien und Australien,
wie in Süd- und Nordamerika günstige
sind sodann daß bei uns noch überaus
große Vorrüthe von letzter Ernte vor
handen sind. Das alles milß unbe
dingt zu dem Schlüsse führen, daß wir
auch im nächsten Jahre billigen Weizen
haben werden. Nur ganz außerordent
liehe Ereignisse könnten einen irgendwie
namhaften Aufschlag herbeiführe».
Löwe und Bâr.
Der bekannte Oberst Daniel Boone
wollte in seiner Arena auf dem Mitt
wiuter-Ausstellungsplatz zu San Fran
cisco einen „Ringkampf" zwischen dem
Löwen Parnell, der kürzlich einen Wär
ter umgebracht hat, und einem mächti
gen Grizzlybären veranstalten, der erst
vor Kurzem zu diesem Zwecke in der
Sierra Nevada eingefangen wurde.
Tausend Eintrittskarten zu je K20 soll
ten für den „Festabend" verkauft wer
den, aber zunächst legte die Ausstel
lungsdirektion ihr Veto ein. Der Me
nageriebesitzer richtete hieraus folgendes
Schreiben an Generaldirektor De^)oung:
„Ich habe zu erwidern, daß mein Eon
trakt mir das Recht zugesteht, „eine
Schaustellung ahnlich der Hagenbeck's
in Chicago zu führen". Hagenbeck
ließ bei jeder Aufführung Löwen, Bä
rett und Panther in feiner Arena zur
selben Zeit die wunderbarsten Kunst
stücke machen, und ich will durchaus
nichts Anderes thun. Ueberrascht bin
ich, daß auch Sie in den allgemeinen
Irrthum verfallen, als wolle ich einen
Löwen- und Bären-Kampf veranstal
ten. Das habe ich niemals angezeigt.
Auf meinen Eintrittskarten und in
meinen Anzeigen steht „Wettnngen"
(Wrestling Match) und ich denke nicht,
daß die beiden Bestien aneinander ge
rathen, ich meine, einander „bekämp
fen" werden. Sollte das pafsiren, so
würde es lediglich ein gewöhnlicher
„A e n a- V o a l" sein, und Nie
mand kann meine Fähigkeit, dazwischen
zu treten, bezweifeln." Dieses schlau
abgefaßte Schreiben fetzte das Direkto
rium schachmatt und trotz aller Proteste
der Thierschutzgesellschaft nahmen die
Vorbereitungen für den interessanten
„Arena-Vorfall" ihren Fortgang. Die
1000 Karten waren schon verkauft, die
Adressen der Inhaber waren gebucht,
und die Käufer sollten 24 Stunden
vor Beginn des Kampsspieles per Post
ihre Einlaß-Coupons mit Angabe der
genauen Zeit erhalten, da aus guten
Gründen von Zeitungsanzeigen abgese
hen wurde. In Sportskieisen wurden
bereits Wetten abgeschlagen, da der ca
lifornische Lokalpatriotismus keines
wegs von dem Siege des Löwen über
zeugt war. Dieser ist zwar ein stattli
eher Bursche von 600 Pfund, der Bär
aber ist ein Prachtexemplar von 750.
Dies war der Stand der Sache bis letz
ten Samstag, als unerwarteter Weise
die Parkcommissäre sich einmischten und
dem Executivausschuß der Ausstellung
die bestimmte Erklärung übermittelten,
daß sie die Konzession fttr die Benuz
zung des Golden-Gate-Parkes sofort
zurückziehen würden, wenn das grau
same.Schauspiel stattfinden sollte. Die
Ausst'ettungsgesellschast steht jetzt zwi
schen zwei Feuern, aber das Feuer der
Parkcommissäre ist das gefährlichere.
Sie wird daher den „Arena-Vorfall—
wenn sie kann—verhindern und es aus
eine Klage des „Colonel" Boone wegen
Contraktbruches ankommen lassen.
Dieses Heilmittel ist bereits so vor
theilhaft bekannt, daß es einer weiteren
Empfehlung nicht mehr bedarf. Alle
die es schon benutzt haben, sind einstim
mig in seinem Lobe. Eine reinere Me
dizin gibt es nicht und sie gewährt jede
Garantie, zu leisten, was sie verspricht.
Electric Bitters heilt alle Krankheiten
der Leber und der Nieren, beseitigt Fiu
nen, Flechten und alle andern durch un
reines Blut verursachtet! Ausschläge
es beugt dem Malariafieber vor und
heilt dasselbe, wo es ausgebrochen ist,
Bei Kopsweh, Verstopfung und Ver»
dauungsbefchwerden Probire man Elec
trie Bitters. Erfolg garantirt, andern
falls wird das Geld zurückerstattet. Fla
scheu zu 50 Cts. und $1 bei C. Mil
lerâ S-ohn, Apotheker.
Die Grippâ
Die Erfahrung während aller Jahre,
seit diese fatale Krankheit aufgetreten,
hat bewiesen, daß die kühne Behaup
tung, Dr. Kings „New Discovery" ga»
rantire positiv die Heilung aller und
jeder Fülle, wenn rechtzeitig angewendet
und wenn der Erkrankte die gewöhnli
chen Regeln der Sichselbst Schonung
gewissenhaft beobachtet, ihre vollstän
dige Richtigkeit hat. Es ist aber
auch erwiesen, daß diejenigen, welche
Dr. Kings New Discovery benutzen, den
Folgen der Krankheit sicher entge
gehen. Jedenfalls kaufe man eine Fla
sche und mache einen Versuch. Die Me
dizin ist garantirt und das Geld wird
zurückerstattet, wenn keine günstige Wir
kung erzielt wird. Zu haben in den
Apotheken von
tf. C. Miller & €»!*,
a« I 111 i» V y o,
AnrechtmAhifte Pensionen.
Washington, 4. Mai. Während
des mit dettj 1. April abgelaufenen Iah*
res sind nach einem Ausweis des Pen
sionsbureaus $27,513, welche unrecht
mäßiger Weise an Pensionäre ausgezahli
wurden, zurückgezahlt worden, gegen
$16,883 un Vorjahre. Ferner wurdè'
nahezu eine Million Dollars für Pn*.
sionsaufprüche, die bereits zugesprochen
oder noch in der Schwebe waren, dtuchr
Aufdeckung von Betrügereien und 93e
strasung der Schuldigen für die Regie--^
rung gerettet.
Wahrend des Jahres fanden1199
Verhaftungen, 341 Anklagen, 161 Ue
bersührungen und 93 Verurtheilungen'
statt, während 55 von den Verhafteten^
e i e s o e n w e
In Darmstadt sind 30 Mann deß
dort garnisonirten Großherzoglich Hessi
schen Feld- Artillerie- Regimentes No»
25 nach dem Genuß alten Kartoffelsalas
tes schwer erkrankt. Bei einigen der
Patienten zeigten sich Symptome einer
stattgefundenen Vergiftung.
Die bairifche Abgeordnetenkammer
hat im Interesse der Wahlfreiheit be
schlossen, daß vorläufig bei Gemeinde
wählen die Stimmzettel in von der
Wahlbehörde gelieferten amtlichen Cou
verts abgegeben werden sollen. Damit
wurde einem Begehren der sozialistischen
Partei entsprochen.
Grausam gegen sich selbst.
Die grausamsten Unbilden Unbilden, deren nicht
einmal ein Wilder •fltgen Nebenincnschen fähig ist
verübt der civilisirte Mensch gegen stch, indem er dra»
stisch wirkende Purganzen verschluckt, welche ihm Ma«
genkrüiiipse verursachen, seine Eingeweide umkrempelq
und seinen Körper schwächen. Viele Leute thuu dies be»
ständig in dem Glauben, bufe nur Medizinen unb spe»
zielt Abführmittel, welche gewaltsam wirken, von Nutzet»
seien. Unter dieser trügerischen Illusion wird unglaub^
lich viel an der Gesundheit gesündigt. Dasjenige ülbi
sührmittel. welches dem wohlthätigen Wirken natüilt*
chen Stuhlgangs am nächsten kommt, ist Hostet ters Ma»
genbitters. das schmerzlos, aber durchgreifend wirktz
und die Eingeweide kräftigt, anstatt sie zu reizen nnb zi»
schwächen. Der Magen und die Leber werben glnchzeii,
tig des wohlthätigen Einflusses theilhaftig, den diese!
unvergleichliche Arlanum auf die ganze Konsti tutio»
ausübt. Btalariaartige, rheumatische. Nieren- unb
Nervenleiden streichen vor dem BitterS die Segel.
the case—the
to
by tactios,
Nieren,
Blut
und Leber
werden durch den Gebrauch
Co.,
bei alten
be­
kannten schweizer-deutschen Heilmittels regu»
lirt:
3Ut»*itkrä»t»r
glut*
gtclcber.
Bright'» Rierenk»a»»tzett root bis
her immer von sogenannten regelmäßigen
Aerzten als unheilbar detrachtet, aber eine
jpjlde botanische Arznei, wie ..
Form's Alpenkräuter
Blut'Beleber,
ist ein gutes Gegenmittel und, wie »ick
andere Krankheiten, weicht auch diese ferner
Wirkungskraft.
Schreibt fgr ,,Kränkendste", neueste Ausgabe.
Cr rohb lostotfrei versandt, nun« man sich wendet an
«0 fi«d ftibe* l0aO9Q h*bw
leniük
NShvn
•tsF-if
wird
fii
v
I ys'
„Zur Gesundheit,
9RäfrfhÈtt/*
Am Berliner Hose war es bisher nicht
üblich gewesen, wenn der kaiserliche Hertz
nieste, von dieser Befreiungsthat der ate
lerhöchsten Nasenschleimhaut Notiz zu
nehmen. Jüngst hatte der Kaiser einen
Nießansall, aber Niemand wagte es*
ihn durch ein herzhaftes „Prosit zu
mildern. „Na, ihr bekümmert Euch jcp
gar nicht um einen rief der Kaiser et,
was empfindlich aus. Seitdem ist es
Hofsitte geworden, jedes kaiserliche Nie»
ßett durch ein devotes „Gesundheit, Ma*
jestät!" zu quittiren. Wenn nun Wil*
helm II. mit einem anhaltenden Schnu?
psen behaftet werden sollte, so wird er
vor lauter „Ha—a—tzi" und „Danke'1
gar nicht zum Regieren kommen.
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