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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, August 01, 1894, Image 6

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WËËËËËmÈÈÈÈÈËÈÈËË^ËËÈm
DG PlMfeu im prMiMu Ve
brauch.
Seit den letzten Jahren hat die Be
Nutzung der Gasöfen eine sehr große
Verbreitung gefunden, doch lange noch
nicht eine so allgemeine Anwendung,
wie dieser praktische Apparat sie ver
dient,als das beste Mittel, um nament
lich in den drückend heißen Sommer
tagen das Kochen sowohl, wie denAuf
enthalt in der Küche und den angren
zenden Räumen erträglich zu machen.
Jene Frauen also, welche aus bloßer
Liebhaberei oder aus Gründen der
Nothwendigkeit selbst das Kochen de-
sorgen, werden finden, daß die Be
nutzung eines der jetzt so wunderbar
vervollkommneten Gasöfen eine ganz
bedeutende Erfparniß an Arbeit und
Zeit und eine merkliche Verminderung
an Schmutz in der Küche mit sich
bringt.
Wer nun einen Gasofen kauft, de:
richte bei der Auswahl des Ofens sein
Hauptaugenmerk nicht etwa auf die
mehr oder minder hübsch?Ausstattung,
oder auf dasVorhandensein von durch
Wegs Doppelbrcnnern oder eines Was
sersackes (Water-Bag), sondern ein
einfacher Ofen mit vierKochöfsnungen,
mit vielleicht einem Doppel- und einem
gewöhnlichen Brenner, wird den An
forderungen einer nicht allzugroßen
Familie vollkommen genügen. Ande
rerseits begehe man nicht den Fehler,
einen zu kleinen Ofen zu wählen (er
soll»ungefähr fünfundzwanzig Zoll im
Quadrat messen), denn im allgemeinen
Gasverbrauch ist kein Unterschied, son
dern nur der des Backofens ist beim
größeren ein stärkerer, dafür hat man
aber sonst den Vortheil einer größeren
Platte und genügender Löcher zum
Aussetzen mehrerer Töpfe.
Ein Ofen mit vier Oeffnungen ist
dem mit nur dreien ganz bedeu
tend vorzuziehen. Der Backofen
wird nämlich durch zwei horizonial
laufende Reihen von Flammen geheizt.
In dem dreilöchrigen Ofen werden ge
wohnlich diese beiden Reihen durch nur
einen gemeinsamen Hahn angedreht,
trobei es also unmöglich ist, eine Reihe
ohne die andere zu benutzen. An dem
nächstgrößeren, dem vierlöchrigenQfen,
haben diese beiden Reihen jede einen
besonderen Hahn, wenn also zu große
Hitze erzeugt ist, oder aber man über
Haupt nur einen sogenannten „langsa
men" nöthig hat, dann benutzt man
ebèn nur einen Hahn und schraubt
überdies vermittelst desselben die Bren
ner so klein als möglich herunter. So
werden die unzähligen Klagen, daß der
Ofen zu schnell backe oder brate, welche
von Besitzerinnen der kleineren drei
löchrigen Oefen fortwährend einlaufen,
vermieden, denn der Grund derselben
liegt wahrscheinlich in der bei nur ei
nein vorhandenen Hahn mangelnden
guten Regulirung der Hitze.
Die meisten neueren Oefen haben
auch eine Vorrichtung, die es möglich
macht, die Flammen von außen anzu
zünden. Ein kleiner Gasarm gegenüber
der Oefnung, welche zu den Brennern
des Ofens führt, wird angezündet
wenn man nun den Hahn des Ofens
andreht, wird durch den Luftzug die
Flamme durch die Oeffnung denBren
nein mitgetheilt, und dies ist dem al
ten Verfahren, wo man die Brenner
direkt mit dem Zündholz erreichen
mußte, entschieden vorzuziehen.
Die Furcht vor dem allzugroßen
Verbrauch von Gas ist entschieden
überflüssig, wenn die Hausfrau nur
versteht, die Sache richtig einzutheilen.
Natürlich wird die Benutzung desBack
ofens immer das allermeiste Gas kon
sumiren, also kann man es so arran
giren, daß wenn derselbe einmal heiß
ist, er auch zu verschiedenen Dingen in
richtiger Aufeinanderfolge gebraucht
wird. Das muß naturgemäß weniger
Gas verbrauchen, als wenn der Ofen
täglich erhitzt und dann nur z. B. zum
Kuchenbacken Verwendung findet, an
statt daß man auch noch einen Braten
und Brod etc. bei derselben Hitze be
reitet. Also liegt in der seltenen oder
häufigen Benutzung des Backofens die
Quelle für Sparsamkeit oder Ver
schwendung des Gases, und ferner
kann auch durch Eindrehen der oberen
Flamme von dem Moment an, wo die
Dinge zum Kochen gebracht sind, ein
geringerer Gaskonsum erzielt werden.
Ferner ist es zu empfehlen, jene billigen
Fleischgattungen, welche ein stunden
langes Kochen erfordern, um genießbar
zu werden, beim Gasofen zu vermei
den, weil dieselben durch den vermehr
ten Gasverbrauch schließlich kostspieli
ger sind, als die besseren Sorten, die
eben nur rasches Braten oder „Boilen"
bedingen. Man kann selbst in kurzer
Zeit auf dem Gasofen ein sehr schmack
Haftes Essen herstellen, also sich an
ständig nähren und doch seine Gas
rechnung in gehörigen Schranken er
halten.
Neben der Erfparniß an Zeit und
Hitze sind noch einige Momente bei Be
nutzung des Gasofens hervorzuheben.
Erstens die große Bequemlichkeit, wel
che der Umstand gewährt, daß das
Feuer stets bereit ist, daß man ferner
niemals von den Launen des guten
oder schlechten Zuges desKochofens ab
hängt und schließlich stets über eine
gleichmäßige und intensive Hitze ver
fügt, so daß viele Speisen in dem drit
ten Theil der Zeit, welche eine andere
Feuerung erfordert, fertig gestellt wer
den können. Zweitens, daß fast alle
Gerichte, auf dem Gasofen bereitet,viel
besser munden, sich hübscher bräunen
und namentlich bcr Gefahr des An
brennens nicht so leicht ausgesetzt sind,
als beim Kohlenfeuer.
Schließlich erübrigt es nur noch,
darauf aufmerksam zu machen, daß
der Gasofen sehr rein gehalten werden
sollte. Die Platte kann gerade Kgut
i z
fr
vielleicht noch besser, nur abgewaschen,
anstatt geschwärzt und die Umgebung
der oberen Brenner täglich gereinigt
werden. Alle Flammen müssen bläulich
brennen wenn dieselben nach den Ent
zünden röthlich erscheinen, drehe man
sie ab, lasse das Gas einige Momente
einströmen und zünde sie dann noch
mals an. Alle Gasöfen brennen Luft
in Verbindung mit dem Gas, doch
müssen die beiden richtig vermischt sein,
um ein gutesResultat zu ergeben. Zum
Backen ist noch zu bemerken, daß man
die betreffenden Brenner zehn Minu
ten vor Benutzung des Backofens an
zünden und dann den gehörigen Grad
von Hitze ebenso prüfen muß, wie bei
den Kohlenöfen. Zum „Boilen" oder
„Toasten", das unterhalb derBackofen
flammen geschieht, vermeide man den
Fehler, den Hahn zu weit anzudrehen,
denn eine mittelmäßig große Flamme
wird zweckentsprechender befunden
werden.
Die Beobachtung all' dieser kleinen
Winke, verbunden mit etwas natür
Kichern Verstand und Beobachtungsver
mögen, wird die Benutzung des Gas
ofens zu einer großen Bequemlichkeit
im sommerlichen Haushalt der Fami
lie gestalten. Und der Gasofen wird so
lange auf die unbedingte Freundschaft
jener Frauen, die all' seine vortreffli
chen Eigenschaften erprobt haben,bauen
können,bis das Gute durch dasBessere,
der Gasofen durch den elektrischen
Kochherd ersetzt werden wird. Aber bis
dahin dürfte gar mancher fleißigen
Hausfrau durch den Gasofen eine ganz
bedeutende Erleichterung ihrer schwe
ren Aufgabe zu Theil werden.
Ter Brautkranz.
Unter allen Kränzen ist und bleibt
der Brautkranz doch der schönste. Wohl
hat er nicht die Bedeutung des Sieges
oder Lorbeerkranzes, ist nicht das Zei
chen des Verdienstes und des Ruhmes,
wird nicht vom Volke oder einem Theile
des Volkes gereicht, sondern von der
Trägerin selbst oder deren Freundin
nen in's Haar geflochten oder auf das
Haupt gesetzt do'ch ein Siegeskranz ist
er so gut wie der Lorbeerkranz: er ist
ein Siegeszeichen der Tugend, mit dem
sich die Siegerin schmückt, wenn sie im
Begriff steht, Tanz und (Spiele dec hei
teren Jugend zu verlassen und den ern
steren Lebenspflichten entgegen zu ge
hen. Er schmückt die Trägerin in ihrer
schönsten Lebensblüthe, während nur
ein einziges Gefühl, die Liebe, ihr Herz
bewegt, wogegen der Träger des Lor
beerkranzes gar oftmals weit über die
Jugendzeit hinaus ist und auf Tha
ten zurückzublicken hat, die, obwohl sie
groß waren, seinem Herzen doch nicht
die reine Freude und die Ruhe brach
ten, nach welcher er sich sehnte und
welche der eigentliche Preis des Lebens
sind.
Ein schöner Kranz ist ferner der
Kinderkranz, der einfache, kunstlose
Kranz, wie ihn Kinder bei frohem
Spiel sich flechten, der nur für den
Augenblick bestimmt ist, dem heiteren,
der ihn entstehen ließ. Wie leuchten
da die Augen der Kleinen! Ja, Blu
men und Mädchen gehören zu einan
der.
Ein nicht ersehnter, dennoch aber
schöner Kranz ist noch der Todten
kränz, die letzte blumige Gabe, die den
Dahingeschiedenen mit in's Grab ge
geben wird. Wie heilig und verklärt
erscheinen uns die Blumen eines sol
chen Kranzes, wenn sie sich um die
Schläfe des theuren Entschlummerten
schmiegen! O Blumen, ihr seid Zeichen
der größten Freude, aber euch des tief
sten Schmerzes wer sollte euch nicht lie
ben!
Der Brautkranz wiro nicht aller
warts aus ein und denselben Blumen
oder demselben Material gebunden. In
Deutschland wählt man zu ihm Myr
thenzweige, in England und Frankreich
Orangeblüthe, in Spanien rothe Ro
sen und rothe Nelken, in Italien weiße
Rosen, so auch in der französischen
Schweiz in Oesterreich wird Rosma
rin verwendet, der früher auch in
Deutschland und von der Landbevölke
rung in einzelnen Gegenden wohl noch
bis auf den heutigen Tag genommen
werden dürfte, im Schwarzwald verse
hen Weißdornblüthen, in Lithauen die
Raute, auf einigen griechischen Inseln
Weinlaub die Stelle. In manchen
Ländern und auch manchen Theilen
Deutschlands treten auch an Stelle der
natürlichen Blumen künstliche oder sei
dene Bänder, oder der Kranz wird zur
Brautkrone, gebildet aus Gold- oder
Silberdraht, Glas, Flitter und derglei
chen, so im Mtenburgischen, in Bayern,
Schlesien, Serbien, Schweden, Norwe
gen u. s. w. hier fast allerwärts mehr
noch bei der Land- als Stadtbevölke
rung, welche Letztere mehr nach dem
Kranz und nach lebenden Blumen
oder Zweigen greift. Ueberall ist aber
die Myrthe im Zunehmen begriffen
und dürfte als bräutlicher Schmuck
wohl noch zu größerer Herrschaft ge
langen.
E i n i i s e s a a
dies. Er hatte eben von chrem
selbstgebackenen Brot den ersten Bissen
in den Mund gesteckt und starrte jetzt
nachdenklich in die Ferne. „O, Ge
liebter, worüber sinnst Du?" flüsterte
sie. „Was stimmt meinen Schatz so
nachdenklich?" „Ich denke an In
dien, an die Ufer des Ganges," sagte
er träumerisch, und seine Stimme
klang verschleiert. „Ja, das muß
wirklich ein Paradies auf Erden sein.
Aber wie kommst Du gerade auf In
dien, Schatz?" „Weil dort das
Brot auf den Bäumen wächst/ elltgeg
nete er mit einem Seufzer.
S i e a s a s
A.: „Hast Du je einen wirklichen Cy
clon gesehen?" S3.: „Nein, aber ich
hatte einst eine eifersüchtige Geliebte."
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«I ":v- -v' s .: Y* ...K '..
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üfbXnrls ''-Jt 1~ s -fo &
-»'s.IS'S'.
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M-W lö'jc d»x Seift».
Bon 6. v. B.
Aus der Hochfluth von neuen, phan
tasievollen Toilettengegenständen, die
beim Beginn einer jeden Saison her
anrauscht, pflegt sich die eigentliche
Mode erst im Laufe der Zeit, sobald
der gewaltige Strom ein wenig zurück
ebbt, heraus zu krystallisiren. Vieles
von dem Neuen zerstiebt wie Schaum,
erst, was aus der Hochfluth zurück
bleibt. was nach und nach festere Form
und Gestalt gewinnt, kann man als
eigentliche „Mode" bezeichnen. So hat
sich auch jetzt auf dem Gebiete der
Sommerkostüme der Geschmack geklärt
wir sehen ganz bestimmte Farben, For
men undStoffe, die „modern" sind und
die sich jedenfalls längere Zeit auf der
Oberfläche halten werden.
Ein ganz besonderes Kennzeichen für
die diesjährigen eleganten Sommertoi
leiten ist die Verwendung der Spitzen,
die in bewunderungswürdiger Weise
in allen Techniken durch die Maschine
hergestellt wenden und den feinen ge
nähten und geklöppelten Spitzen eine
nicht zu unterschätzende Concurrent
machen. Mit gleicher Vorliebe wird
besonders der schwarze Mpire zu allen
farbigen, selbst weisen Kleidern ver
wendet.
K e i a u S e u s e e
S e i e
In den Facons lassen sich klar unt)
deutlich drei Strömungen erkennen.
Die bedeutendste ist diejenige, die sich
an die Zeit der drei feiger.Jahre anlehnt
daneben stellt die Zeit Ludwigs des
Fünfzehnten ein beachtenswertes Con
tingent von Neuheiten, und endlich be
hauptet noch die englische Mode der
..Tailor made" Kleider nach wie vor
ihren Einfluß.
Es ist leicht begreiflich, daß man bei
dem Suchen nach alten Motiven aus
der Vergangenheit nicht nur den Far
ben und Formen, sondern auch den al
ten Stoffen« erhöht-e* Aufmerksamkeit
schenkt, und so sehen wir denn die Le
vantine Seide, ein altes, geköpertes
Gewebe, das nicht appretirt ist, wieder
zu neuem Leben erwacht. Der schim
mernde Glanz dieser Seide, ihr elegan
ter Faltenwurf sichert ihr auch jcht
Geltung und Anerkennung, wie sie
ihr vor einem halben Jahrhundert
schon zu Theil geworden.
Ein weiteres Merkmal der Som
er mode sind die großen runden und
eckigen Kragen, die nicht nur aus
Spitzen, sondern auch, und fast noch
mehr, aus dem Stoff des Kleides ge
bildet werden. Sie sind oft ganz mit
Spitze bedeckt, oft nur mit einem Ein
satz verziert, oft auch ganz plissirt.
Wir finden sie nicht allein ant einfa
chen Haus- oder Promenadenkleid,
sondern auch an den Toiletten, die am
Strand, in den Bädern, zu Rennen,
Gartenfesten u. f. w. getragen werden.
Den großen Kragen schließen sich die
mächtigen, breiten Ausschläge an, die
ebenso an den Taillen und Jäckchen,
wie an den kleinen, runden Pelerinen
zu finden sind, durch welche das Kleid
zu einem vollständigen Promenadenko
stüm gestaltet wird.
k a n s i
£tft fernerer, «cht charakteristischer
Zug der Mode zeigt sich in der gleich
mäßiqen, zweiseitigen Garnitur aller
Toilettengegenstände. Die Stehkragen
und Gürtel tragen vorn zu beiden Sei
ten kleine Rosetten, Schleifen, Puffen
und dergleichen, die breite Schnalle ist
oft das verbindende Glied dieser Gar
nitur. Elegante Kleider haben vorn
zu beiden Seiten eine volle Schleife,
die entweder die Spitzen des Kragens
zusammenraffen oder von denen Spi
tzenfluthen herabrieseln. Auch gezo
gene und gepuffte Rosetten mit je ei
nem nicht zu breiten, lang herabfallen
den Bande schmücken auf jeder Seite
vorn die Taille. Der Gürtel ist meist
hinten geschlossen, wo er entweder mil
breiten Schlingen, die sich zuweilen bis
auf die Hälfte des Rückens legen, ode,
mit langen, herabfallenden Enden unt
tzkbuydenen Schleijen abschließt.
'i -4 A# 'id!?,'
*éf'-r»
Den auseinander tretenden Garni
turen fügen sich neue kostbare Schmuck
nadeln an, die sich zwar für alle Toilet
ten eignen, aber ganz besonders bei
Sportkleidern zur Verwendung kom
men. Für die Nuderinnen finden wir
die lange, feine SRadel durch ein Ruder
gebildet, auf welchem sich eine schlanke,
aus Brillanten, Rubinen und meergrü
nem Aquamarin gebildete Libelle
wiegt. Die Reiterin findet eine Pas
sende Schmucknadel in dem langen,
goldenen Hufnagel, um den ein aus
Brillanten geformtes Hufeisen gelegt
ist, u. s. w.
Neben den leichten Kleidern aus
Seidenstoff, Krepp, Batist und dergl.,
die so unentbehrlich in den heißenSom
mertagen sind, ist die alte deutsche
Leinwand wieder zu Ebren gekommen.
Zu den kühlen, echt sommerlichen Lei
nenkleidern in Dunkelblau, Ecru und
dergl., die mit reicher Stickerei oder
Verschnürung verziert sind, gesellen sich
auch solche aus gemustertem Pique, die
ebenso wie die Leinenkleider meist mit
offenem Jäckchen, mit den unvermeid
lichen Aufschlägen oder einem langen
Shawttragen gearbeitet sind. Zuwei
len ist das ganze Jäckchen bis auf die
Aermel und die Aufschläge mit Kur
belstickerei ausgestattet, oder auch nur
mit abstechendem Paspel begrenzt.
Besonders findet man dies bei dem
weißen, mit kleinem, rothem oder
blauem Muster versehenen Pique, der
mit rothem oder blauem Stoff einge
faßt wird. Gelber Pique mit schwar
zen Punkten, wird schwarz begrenzt.
Zu diesen Kleidern wählen junge Da
men am liebsten den einfachen Matro
senhut aus rothundweiß- oder blau
undweißgestreiftem Stroh. Zu gelben
Kleidern ist jedoch ein einfacher weißer
oder schwarzer Hut vorzuziehen. Gelb,
das schon in der Wintersaison eine
bedeutende Rolle spielte, hat sich auch
für die Sommertoilette zu einer Mode
farbe entwickelt. Wir finden es in al
len Nuancen besonders wird das feine,
röthlich schimmernde Maisgelb für
Kleider, Blusen und Hutgarnituren
gern gewählt.
e e i n e a u s Tuch.
Die vorstehenden Illustrationen ge
Ben schätzenswerthe Anhaltspunkte für
eine geschmackvolle Toilette. Äorder
und Rückansicht eines eleganten Ko
stüms sind in den beiden ersten darge
stellt. Dasselbe, aus dunkelblauem, in
sich gestreiftem Seidenstoff mit weißen
Punkten gefertigt, besteht aus einem
schlichten Rock und einer leicht faltig
arrangirten, wie ersichtlich einen brei
ten Gürtel bildend, mit ca. 3 Zoll
breitem, schwarzem Atlasband gamir
ten Taille. Hinten zieren die letztere
zwei je 20 Zoll breite Schärpenenden
in doppelter Stofflage, die an den
Achseln leicht gefaltet und am Taillen
abschluß unter einem Swfsknoten
dicht zusammengefaßt, von da lose bis
zum Saum des Rockes herabfallen.
Außerdem ziert die Taille vorn 6 Zoll
breite ecrufarbene Spitze, von welcher
zu beiden Seiten der Mitte je ein 45
u a u s S o e e
Zoll langes, eingereihtes Ende aufge
setzt ist, das in Windungen fällt und
auf dem Gürtel je mit zwei großen
Stahlknöpfen befestigt wird gleiche
Spitze deckt den unter einer Spitzen
schleife geschlossenen Stehkragen. Die
mit, wie ersichtlich, in Falten arran
flirten Puffen überdeckten Aermel sind
am Ansatz der letzteren mit Atlasbanb
garnirt, das unter einer Rosette en
digt.
Eine sehr beliebte Vervollständigung
leichter, eleganter Toiletten bilden die
kurzen, aus den verschiedensten Stos
sen, wie Tuch, Sammet, Seidenstoff
u. f. w. herzustellenden Pelerinen. Die
oben Dargestellte besteht aus einem
größeren Pelerinentheil aus dunfzlro
them Tuch, der, wie ersichtlich, mehr
mals mit gleichfarbiger, golddurch
wirkterSoutache verziert ist und einem
kleineren, in Zacken ausgeschnittenen
Pelerinenkragen letzterer ist mit Ap
plikationsfiguren von weißer Spitze,
sowie Jettsteinchen und Perlen ausge
stattet und am unteren Rande mit
einer plissirten Gazefrrsur garnirt.
Den Stehkragen deckt eine volle, vorn
mit plissirten Enden abschließende
Rüsche aus letzterem Stoff.
Aus der schier unendlichen Auswahl
hübscher Hüte bringen wir zwei sehr
hübsche Modelle. Der Ifrfte aus beige
farbenem StrohaefleHt hat einen tin
-fr**.'
4

X,
Jv is
/i.A.
und einen halben Zoll hohen Kopf und
eine vorn fünf, hinten zwei Zoll breite
Krempe, der, wie ersichtlich, eine 3 Zoll
breite ecrufarbene Guipürefpitze auf
liegt. Den Ansatz derselben deckt ein
hiüten an der richt»» Mt iitiet
u a u s e i e a & e e i
S o
hochstehenden Schleife abschließendes,
ein und einen halben Zoll breites grü
nes Sammetband, das vorn mit einer
kleinen Schleife von gleichfarbigem
Kababast ausgestattet ist. Außerdem
ziert den Hut ein großes Bouquet aus
grünen Mohn- und Schlüsselblumen.
Dem ein und einen halben Zoll ho
hen Kopf des hübschen Hutes aus
gelblichem Strohgeflecht schließt sich
eine vorn vier und einen halben, hin
ten drei Zoll breite Krempe an, welche
an beiden Seiten, sowie hinten mehr
mals eingepreßt ist. Schmale Strei
sen von gebrannter rosa Gaze unige
ben, hinten mit einer kleinen Schleife
verziert, bandeauartig den Hutkopf
und enden vom unter einer Rosette,
sowie einer vollen Schleife von glei
chevn Stoff inmitten der letzteren ist
ein Büschel Kornähren hochstehend be
festigt.
Ter
Torpedozerstörer „Hörnet".
Männer mordende Erfindungen sind
in unserer Zeit an der Tagesordnung.
Auf dem Gebiete des Landkrieges ist
Turpin's famose Sawns-Mitrailleuse,
mit welcher der Erfinder einem Heere
von Hunderttausenden in einer Stunde
den Garaus machen zu können, behaup
tet, das Neueste freilich hat er den Be
weis, daß er kein Münchhausen ist,
noch nicht geliefert. Eine wichtige Er
findung für den Krieg zur See sind
die „Torpedozerstörer", von denen Eng
land nicht weniger als 43 anzuschaffen
beschlossen hat. Zwei derselben, „Hör
net" und Havoc" sind bereits vom Sta
pel gelaufen. Wie der Name besagt,
sind diese Fahrzeuge dazu
rV"")
e ö n e
bestimmt,die seindlichenTorpedoboote zn
vernichten. Bei einer Länge von 180
Fuß, einer Breite von 18 Fuß 6 Zoll
und einem Tiefgang von 5 Fuß erhal
ten diese Boote Maschinen von 3400
Pferdekraft. Der „Hörnet" hat 8 Kes
fei neuester Construction, welche sogar
4000 Pferdekräfte liefern er ist mit
einem 12-pfündigen Schnellfeuer-Ge
schütz, drei Sechspfündern und drei
Torpedo-Lancirrohren
armiti und seine
Besatzung zählt 43 Mann. Die Fahr
geschwindigkeit beträgt 27 Knoten,
gleich 30 Landmeilen, pro Stunde.
Daß diese kleinen, aber sehr schnellen
Fahrzeuge in einem Seekriege eine be
deutende Rolle spielen werden, wird
von allen Sachverständigen zugestan
den.
o n o o
V
„Ach, wenn er doch heute seinen An
trafl machen wollte: Da sagt er immer,
daß er sich an mir nicht satt sehen kann,
tyarum beißt er denn nicht an?"
S i n n s u
Wer die Jugend verpaßt und der
säumt,
Der hat mit wachen Augen geträumt
Und wers im Alter will holen nach,
Der ist wie blind am hellen Tag!
4 U n e e u n i n n e n
(üfer Also der junge Süßlich hat sich
bei Dir auch einen Korb geholt, Rös
chen?" Röschen: ..Freilich, ich bin
nun die sechste Dame aus unserem
Kränzchen, in die er verliebt war."
Else: „Entsetzlich! Der Mensch ist ja
der reine „Rundbrenner!"
u a u s e a n e n a k
träger (zum andern, der eben auf sei
nen Standplatz zurückkommt): „Du
mußt einen guten Verdienst gehabt ha
ben. weil Du so schmunzelst?" Der
andere: „Das glaub' ich, ich hab', weil
heut' der Erste ist, beim Baron Bum
derer die Gläubiger 'nauswerfen müs,
sen und dafür fünf Marl wirklich ge»
fctmk5*.»
& *•«,„-»%**•*
6, fr* f-4
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EDWARD
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DaS
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offeriren wir das prachtvolle Kunstwerk
das größte illustrirte deutsche Werk über die Columbische Weltausstellung.
Format 11X16 Zoll.
Vln 1000
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lichc Original-Photographien (über 15,000) zur Auswahl von Illustrationen zur Ber«
fügnng. Der Text des Werkes ist von einem früheren Beamten der Weltausstellung
Mit Zuhilfenahme aller offiziellen Quellen geschrieben.
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Vie größte u«d reichhaltigste Deutsche Settling der Wett.
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schritt in txr
politttchcn,
DaS
und
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auf aus®*
Inhalt der 3616-seitigen LieferuugM:
1. Vorgeschichte.
8. Baukunst.
tz Verwaliungs» «nd Fischerei-SebSude.
4. Gartenbau- und Bergbau-Gebäude.
6. Transportations- und Frauen-Gebäude.
6. Elektrizität?, und Landwirthschafls-Gebiiiid«.
7. Jndiiflne-Palast.
8.
Maschinenhalle und Kunsthalle.
V. Einweihung der Ausstellung.
10. SBiitibeSgebiiube mit Nebenbauten (ColonnatM,
12. Forstwesen Milcherei. Gebäude, mntropofogte»
Gebäude.
13—15. Gebitiide der einzelnen Staaten.
lfl. DaS bcuüd/c Haus und Kruvp's Gebitude.
17—19. Gkbâude auswärtiger Staaten.
20. Hafeiidnulen, Wasserwege, Viking-Schiff, Whâ»
bnd.Tnmpfrr :c.
21. DaS deutsche Dorf und Alt-Wien.
22-27. Tie Midway Vlaikance.
18. Orgaii'sation und Ciassiftzirung der AusstelluNW»
Cbicktc.
von der WeltauSstellungO»
"Behörde auturisirtc Ucutfdie ftuuftturtf
"über &U tzolumvische Weltausstellung.
R. T. PULLEN, WM.
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alUflteit an btlcljrenbttn und itiiterhaltenbcni i!es«st»ft eine unerkannt erst«
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^ir tätlicher Inhalt reprälcüttrt eine umfassende Encyclopedie ^er Weltereigniss», ein vollstc ndiges s
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wirtschaftlichen und socialen (^esetzqebuna ein.
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(16 Seiten) btr ..New-^«cier Staats Zeitung"
die vereinigten Staaten» Tauada und
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