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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, September 19, 1894, Image 2

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4 V V
Genesung^
-HâW
Auf ihre leise Bitte hatte et die
UJarbirttn zurückgeschoben. Mit lusti
gem Sprung war die Morgensonne
«itten imKrankenzimmer und schmück
ie Alles mit warmen, freudigen, fest
sichelt Farben: und droben, hoch über
Int Dächer, leuchtete der tiefblaue
^ommerhimmel herein, in stummer»
Hkierlicher Glückseligkeit.
War es nicht auch ein Fest? Es
Ging ja besser endlich.
Bruno kniete am Bette seiner Braut
And preßte die brennenden Lippen auf
Ihre müde Hand, tief aufathmend.
Mutterchen war ins Nebenzimmer ge
èeten, in der richtigen Erkenntniß,daß
dieser Morgen den Brautleuten allein
Dehöre.
£, waren das Tage gewesen! Wie
'•greulich die höllische Narrenjagd der
Delirien! wie furchtbar die zuckende,
krankhafte Entstellung der sonst so
.friedlich klaren Züge! wie grausam die
/Angst, das beste, treuste Herz der Welt
»erlieren zu müssen doppelt grau»
V fem, da er sich schuldig fühlte, da es
«us ihn eindrang mit der ganzenWucht
Unerbittlicher Wahrheit, daß er Alles
verwirkt hatte, all' das unermeßliche
Glück, das im Besitze dieses Gemüthes
4ag: daß er sie eigentlich gar nicht mehr
Ittrbiente daß er nicht einmal ein
•Stecht zur Klage hätte, wenn sie ihm
«UN entrissen wurde!
Oder hatte er noch einen Funken
Hon Liebe, ja nur von alltäglichem
Interesse für sie gefühlt an dem schlim
men Abend damals, ehe sie so plötzlich
«krankte damals, als er der Ein
Ladung folgte und Lilly, die den Gold
«eis an seiner linken Hand gar nicht
zu bemerken schien, mit ihrer blenden
*tn Schönheit und berückenden Lie
^öenswürdigkeit ihm den Kopf verdreh
te? Hatte er damals, berauscht und
-verwirrt, nicht schon hin und her ge
sonnen, wie er seine Verlobung mit
/-Jbem reizlosen Bürgerkind ohne
Skandal lösen könne, hämisch und
verdrossen alle ihre Mangelhaftigkeiten
ßich aufzählend? Hatte er sich dabei
auch nur an den hundertsten Theil all'
cherLiebe erinnert, die ihm von dieser
Mangelhaften, Dürftigen, seiner Un
Würdigen geschenkt worden war? Nein,
mein, nein nichts hatte er gedacht,
gar nichts, als wie er sif abschütteln,
toie er sie los werden könne, bald, mög
lichst bald, damit Raum sei Raum
für die neue, die wahre, die einzige Kö
nigin!
Und da war Einer in die Thür ge
Hreten, Einer mit stier-leercm Blick und
'kralliger, kalter Hand, und hatte ihm
zugenickt mit kameradschaftlichemGrin
sen: „Hier bin ich, Bxuder, und schaff'
Sir Raum!"
Und da war Alles zerstöbe«, wie
durch einen Zauberschlag. Und er hatte
gefühlt, daß es nur eine Krankheit bek
ihm gewesen war, nichts Eigenes, ein
böses, angeflogenes Fieber, das ihm
Ibas Blut vergiftet, das ihn so schlecht
und erbärmlich, so dumm und so blind
gemacht hatte, daß er sich selbst nimmer
verstand. Und in namenlosem Schre
ckn hatte er Alles hinter sich gewor
fen, hatte sich selbst krank gemel
det und war an ihr Lager gestürzt, zu
pflegen, zu helfen, zu retten: denn An
«as Eltern hatten schon den Kopf der
loren.
Und der Tod war näher herangetre
ten mit knirschendem Knochenschritt.
Und verzweifelt war Bruno aufge
sprungen und hatte mit ihm gerungen,
vier schwere Tage und vier endlos
,furchtbare Nächte lang. Und diese
Nacht, diese Nacht war der grauenhafte
Gast endlich rückwärts gewichen, mit
zornigem Zähnescheuern, zögernd
Schritt für Schritt, bis Bruno zuletzt
die Thür hinter ihm zuwerfen und den
BiegeI vorstoßen konnte. Und der
Morgen dämmerte.
Und Bruno war an dem Bette zu
Lammengebroche», in plötzlicher Kraft»
kosigkeit.
Und nun, wie er ihre Hand hielt
in tiefer, unaussprechlicher Rührung
und Dankbarkeit, beugte sie sich lang
sam wieder über ihn mit dem alten,
guten, friedlichen Gesicht und den ru
higen, ahnungslosen blauen Kinderau
gen.
„Siehst Du," sagte sie, und strei
chelte sein feuchtes, verwirrtes Haar,
„jetzt geht es mir schon wieder besser,
mein Allerbester."
„Dir und mir!" stieß er hervor.
„Dir und mir!" Dann konnte er sich
Stimmer halten und laut aufschluch
zend ließ de den Kopf auf ihre Hand
fallen, auf diese blasse, fieberzerwühlte
Hand, an welcher das goldene Ringel*
chen nun so locker saß. Und indem sie,
xf«forgt
und verwundert, ihn zu beruhi-
gen und zu trösten suchte, stieg draußen
die Junisonne höher und höher, und
ghre ersten Goldstrahlen liebkosten die
sneinandergeneigten Blondköpfe der
Heiden Genesenden.
Ungehörig. Chef (pt den
Seiden Cornnlis, die sich laut lachend
Unterhalten): „Aber, meine Herren,
bedenken Sie doch, wir haben äugen
dlicklich Ausverkauf wegen „Todes
fnlTP
a
I
o «isch. Gläubiger: „Ich
war schon w drei Wohnungen, um
Ihnen den Wechsel zu Präsentiren wie
Pst ziehen Sie denn eigentlich aus?"
Schuldner: „Wie'S scheint, noch
lang? nicht oft genug!"
Bissig. Frl. A.: „Warum
lachen Sie denn plötzlich so albern, ge-
Sit Obacht, Ihr wackliger linker
cherzahn wird herausfallen."
B.: „Keine Sorge, ich muß lachen,
lWB Ihr f-lscher Zopf gleich herunter»
£ätn wird."
Eine Runzel ist ein
Strich, den die Zeit der Schönheit
tzmch die Rechnung macht.
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A
Hofmaler Liimercheu
Rochlih.
i
„Na, da wäre met ämal wieder Betn»
anner, Herr Brofesser," begrüßte mich
unter den Arkaden des Kissinger Kur
gartens Herr Gottfried Läwerchen aus
Rochlitz. Er war feit einigen Wochen
mein Logisnachbar und eifrig beflissen,
die chronischen Leiden seines Magens
mittels Sintfluthen von Rakoczy und
Bitterwasser hinwegzuschwemmen.
Herrn Lawerchens kleineErscheinung
entbebrte des harmonischen Ebenma
ßes, denn zu dem dicken Oberkörper
wollten die dünnen Piedestale nicht
recht passen. Auch die hellkarrirte Toi
leite und die Vatermörder trugen trotz
der im Knopfloch des Rockes prangen
den Marschall Niel- und Tuba-Rose
nicht zur Verschönerung des anschei
nend noch immer eitlen Sechzigjähri
gen bei. Zu alledem blinzelten feine
Aeuglein so seltsam in die Welt hin
ein. als seien sie ständig auf der Suche
nach Stecknadeln und sonstigen feinen
Dingen.
In der Eintönigkeit des Badelebens
nimmt man selbst mit einem Gottfried
Läwerchen aus Rochlitz vorlieb, und so
schüttelte ich ihm freundschaftlich die
dargebotene Rechte. Wir ließen uns
an einem der gedeckten Tische nieder
und bestellten Frühstück „awwer
mit Budder!" rief Läwerchen dem Kell
ner nach. Das Frühstück war bald ftr
dirt, und mein Gegenüber beblinzelte
mit Kennerblick die guten Gaben Got
tes.
„Alle Bonnehr vor'n Rakodschy, de
Sohle un dän scheenen Loschie," hub
Gottfried Läwerchen nach vollzogener
Musterung an, „awer fer mich is un
bleibt de fcheenste Labe de Budder.
Heernse, ohn Budder is Mersch bei dän
ewigen Gedränken so hundemiserabel
und scheißlich zu Muthe, und oft
fchteehne ich so eegendiehmlich un
schteht mir der Angstschweiß uf de
Schterne, daß meene, nu bassirt
was. Awer wemmer so baarmal
bißchen Budder auf's Brot schmiert,
dann werd's da drinnen" er deu
tete auf feinen Magen „auf der
Schtelle besser."
Im Vertrauen aus die Vorzüglichkeit
des fetten Heilmittels bestrich der wür
bige Mann sehr dick mit Butter einen
gerotteten Bismarckbrezel, um ihn
wohlgefällig zwischen dem Gehege fei
ner Zähne verschwinden zu lassen
ich begriff, wie Läwerchen zu seinem
chronischen Magenkatarrh gekommen.
Eine längere Pause trat ein, wäh
rend deren mein Nachbar mit fürchter
licher Gründlichkeit die Procedur des
Butterschmierens etliche Male wieder
holte urfb vier pflaumenweiche Eier
auslöffelte. Aus der Nähe klang die
Kurmusik herüber.
„De Kabelle," meinte endlich Läwer
chen, indem er grimmig zum Musikpa
villon blinzelte, „is mer werklich
schnubbe bei dän ewigen Gedeese
werd mer sozusagen seekrank. So'n
Vertelstündchen läßt mer sich's Schbiel
gefallen, awer wemmer nu so'n baar
Schlünden ec Schtick nach'n annern
Heeren muß, dann werd merfch weeß»
tnebchen himmelangst. De Schtumme
un de Afrikanerin Hammer nu schon
zwanzig Mal uf de Bromenade geheert,
un's Buwlikum awer Gott Oer»
dannebohm! Sehnfe dän frechen
Kerl! So'n ferchterlicher Schbitz
bube! So'ne Gemeinheit! Na, ich wär
mer rewangschiren!"
Er war in höchster Empörung aus
gesprungen und starrte einem Manne
nar*. der eben vorübergegangen war.
Etwas sehr Unangenehmes mußte die
sonst so friedlichen Gefühle Läwerchens
in Wallung gebracht haben.
„Hamm Se nich gesehn," wandte er
sich erregt zu mir, „wie er sich uf eemal
rumgedreht und vor mer ausgefchbuckt
hat?"
habe nichts gesehen, Herr LL
tvercken. Was ist denn überhaupt
lcs?"
Läwerchen wurde etwas ruhiger.
„Na, es is wegen de Andequidä
den!"
„Antiquitäten?" fragte ich.
„Nu ja," entgegnete er, „se sein so
mei Vergniegen. Wissense, wie ich noch
scene kadedralische Magen- und Lä
werabblikaziohn hadde, un noch nich
Renndjeh war, hab' ichse nämlich schre
hibsch gemalt, un wie mer Maler nu
ämal sein, mer schwärmen fer de AI»
derdhiimer."
„Ah, Sie sind Maler gewesen, Herr
Läwercken?" fragte ich erstaunt. „Das
habe ich nicht gewußt Historien-,
Genre- oder Landschaftsmaler?"
„Na, so halb und halb," meinte er.
„Wemmer auch nich gerade Ruwens
gewäsen is, so hammer doch weeß
knebbchen! ganz anständig un mit'n
gewissen bedeitenden Aweck gemalt.
Wissen Se, so's Fleisch Hammer biek
fein mit enrte Nadierlichkeit ausge
drückt, daß 's zum Anknabbern war,
un de Nadierlichkeit is de Hauptsache,
wemmer de hechsten Breiser kriegen
will."
Ich nickte zustimmend nach Läwer
chen hinüber.
Dieser fuhr fort: „Pelzern Johann
in de langen Schitzenqasse in Rochlitz
hat härrtichen Schild bommer ge
kriegt. mit 'neu aufgemalten Schbeck
und Schinken heernse, daß alle annern
Metzger von wegen de Konkerrenz ge
rabem withig uf mer wurden. Awer's
Scheenfte, was mer gemalt, sein doch
de T^--5scheiben im S^^enhause un
de Fronde vom Blauen Affen in Roch
litz. Fer de Scheiben hat ich so'n
breinliches Grien un baar gele Dohne
genommen, un fer's Hodell, weil der
Kkenig Rochlitz Besuch abfchiatten
wollte, enne feine Rofa-Kuleere, wie se
De Roch-
mer nt? wieder gelungen is.
liSer tan »4 alle nass
V s
Hodelle hin, um sich de Malerei anzu
sthn.
Wie nun der Keenig eingedrossen un
in Blauen Affen Löschte genommen,
kommt uf eemal feiner Abjubande
geloofen un nteent: „Sein Sie Herr
Läwerchen?" „Na, nadterUch,* sage
ich. „Nu," ruft er mer zu, „Se sollen
sofort nach Keenigliche Majestät kom
men!"
Na, mer wurde beinahe bißchen
Angst, un mei Frau meent: „Läwer
chen, Du zitterst ja an ganzen Kerper.
Gewiß hat'n Keenig Johann de Rosa
Kuleere am Hodelle nich gefallen.
Du weeßt ja, 's Roth können de
Fälschten Heide nich mehr leiden."
Awer Ich fasse mer un schtärme in mei
schwarze Hose un Frkck mit 'ne weiße
Binde nach'n Keenig hin.
Wie ich in großen Daseltodtsaal
dorn Blauen Affen hinkomme un
bißchen sehre schwitze, is Se ooch schon
der Birgemeester un der Stadtrath
un's ganze Festgomidee da. Mer Hamm
uns äben begrißt, da schtirzt im selwi
gen Momende der Adjudande dorch de
enrtere Fliegeldhier in Saal un brillt:
„Mein Härrn, Seine Majestät der Kee
nig!" Na, mer bickten uns bißchen
sehr diese und fchtanden dann wie de
Bomben. „Guten Awend, meine
Härrn," sagt dèr Keenig. „Guten
Awend, Majestät!" 's war Se herrnse
sc feierlich still, daß mer's Gerumble
un Gebumble in met Magert Heeren
kcnnde. Na, der Birgemeester sprang
fix vor wegen der Ähnschbrache un
sagte: „Geruhen Eure Majestät, de
Vcrfchtellung von de Härrn endgegen
zunähmen?" Der Keenig nickte gnädig,
un der Birgemeester schallte a dembo
vor: „,^Herr Schtadtrath Bemmchen
Seine Majestät der Keenig, Herr
SchtadtrathKnibbesgen Seine Ma
jestät der Keenig, Herr Bterbrawer
Bimbim—Seine Majestät der Keenig,
Herr Maler Läwerchen Seine Ma
jestät der Keenig, Herr Bäckermeester
un Hoflieserande Binkert Seine
Majestät der Keenig „Genug, ge
nug," eißerte lächelnd der Keenig, „'s
sin alle meine getreten Birger. Ich bin
werklich hoch beglickt von dän Badrio
dismus meiner geliebten. Rochlitzer.
Nähmen Se mei keeniglichen Dank der
for, daß Se de Schladt so härrlich ge»
schmickt 's hat meinem keeniglichen
Herzen wohl gethan. Wemmer so was
sieht,fühlt mer sich gehowen un schtolz."
Dann reichte er Jeden de Reihe nach de
Hand mit baar fretndltche Wörde.
Zu mir sagte er: „Herr Läws-rchen,
Ihnen danke ich noch fchbezielle fer de
scheene Bemalung von's Hodelle
Rosa is meine Lieblingssarwe."
„Eure Majestät," fchtehnte ich dies ge
rührt, un de Thränen fchtanden mer
in de Oogen, „de Gnade is ze groß.
Ich schweere Eure Majestät, von jetzt
ab de Fronden aller Häuser in Rochlitz
mir in Rosa zu malen." „So is
recht," meente lächelnd der Keenig und
klobbte mer uf de Schulder, „nur in
Rosa!" Und dann wurden mer end
lassen. Schbäder kriegten mer alle 's
Verdienftkreiz tni Silwer, un mir
mai*te der Keenig noch zem Hofmaler.
Sehnfe, das war der fcheenste Dag
meines Läwens."
Herr Läwerchen schwieg, tief in Er»
innerungen versunken, die Ge
schichte mit den Antiquitäten schien er
längst vergessen zu haben. Ich mußte
ihn daran erinnern.
„Ei Herrjeses ja, de Haubtsache
Hamm mer ja vergessen! Na, heernse
zu: Also wemmer Künstler is, kann
mer an de Andequidäven nich vori
bersckbasiren, ohne daß mer hinguckt.
Na, ich hadde mer in Kissingen schön's
Schwärt von Heinrich dän Leewen un
roch's Hifdhorn von Karl dän Großen
gekooft auë'n Hifdhorn trinken wir
Rochlitzer Schitzenbrider jetzt bei feier
lichen Gelägenheiten un dän Sil
werstein, was jidischer Andequidä
deahändler is, als ganz brächdigen
Mann ernrindet. Wie ichse nun eenes
Morgens nach'n Rakodschy an's Lokal
von Silwerstein voribergehe, hängt da
bletzlich vor der Dhiere biekseines
Bild, herrnse enne Fehnitß in 'nein
Aider von zwanz'g, dreiß'g Jährchen,
daß
Mersch
brihtoarm wärd. Wissense
's war Bild mit so nadterltchem
Flerf* daß
Mersch
nur immer
v
so
be­
gucken un scrmlich verschlucken möchte.
Awer 's war werklich noch ganz an
schtändig, denn was mer nich sehen
derf, war mit ennem breinlichen éam
met hibsch zugedeckt.
Schwerebrett, denke ich, das is doch
n Ruwens oder sollte ich mer tei
schen? Sehense, dän Ruwens könne
ich aus'n eff eff, denn mer ham ja in
Dräfen baar biekfeine Bilder von
ihm, un wenn ich ämal in Dräfen war,
hawwe ich fe mer mehrfchtens mit 'ner
Grindlickkeit un Kaldblidigkeit ange
kuckt, daß ich mer seltner Kombli
ment fer de Ausdauer machen kann.
Na, ich also in'n Laden rin zu'n
Silwerstein. Der begrißt mir nadier
ltch bißchen sehre sreindlich un meent:
„Nu, Herr Läwerchen, sein Se ooch
schon Widder in Kissingen?" „Wie
Se seh'n, ja," sage ich un dann komme
ich uff's Bild zu reden. „Se ha wen
da," sage ich, „enne biekfeine Leinwand
vor de Dhiere hängen darf mer fra
gen, wo se her is?" „Ah," meent er,
„die Fehnuß ja, die is von 'ner
großen Aurgon aus'm färschtlichen
Nachlaß. Es is Brachtbild mit
Fleisch un Licht- un Schaddenschbiel,
wie Mersch heidigen Dags nischt mehr
macht 's Bild is uralt, mindesch
tens 250 Jährchen." „Wer hat's denn
gemalt?" frage ich. „Ja," sagt er, in
dem er's Bild von de Dhiere herunter
langt, „sehnse, da links in de Ecke
schteht Se was, awer totmmer so
schwache Oogen hat trie ich, fammer
sogar mit etmer Luppe nischt mehr lä
sen sehnse mal selwer nach." Na,
er gibt mer de Lupe un da last ich Se
sofort deitlich un scheen geschriewen:
qs ^^7'
'V •,
i wi
Sottverdanzig, ir.er hipfte 's Herz
wie'n Heuhupf er. Halt, denke ich, du
sagst dän Sil-verstein nischt von der
Enddeckung, denn sonst fchrautot er
dän Breis märderlich in die Hehe.
„Ich kann ooch nischt finden," sag#
ich nu mit großer Kaldblidigkeit „'s
is alles ze sehre ferfchwommen. Awer
was woll'n Se for das Bild hawwen?"
„Na," ineent Silwerstein, „gäben Se
vierhundert Mark, un Se soll'n's Bild
un dän biekfeinen Rahmen noch derzu
kriegen« Da Se mer schon's Hisdhorn
von Karl dän Großen abgekoost un
weil Se so'n feiner Kenner sein, will
ich's mit Ihnen billig machen." Mer
wurde doch bißchen sehre ungemied
lich zu Muthe, denn vierhundert Mark
sein keene Kleenigkeit. Awer ich fasse
mer un sage: „Gut, ich wer's mer ttoer»
legen!" und ging nach's Loschie.
Na, was sag ichse, der Rmvens un
de vierhundert Mark ginge mer dän
gaiven Dag dorch dän Kobb. Nu
hawwe ich ze Minchen 'nen Schwieger
sohn, dän Bordrähmaler Märder,
wohnen Mardern Christoph werden
Se wohl kennen?" Ich bedauerte sehr,
von £em berühmten Manne noch nichts
gehört zu haben. „'s thut ooch
nischt," fuhr Läwerchen fort. „Heernse,
als» ich denke, du rifchkirft de vierhun
dert Mark und schenkst dän Ruwens
dän Christof zum Geburtsdag. Schen
ken mußt de doch was, also schenk' mit
Aweck was Bedeitendes. So hawwe
ich denn dän Ruwens 'nen Dag schbä
der fer vierhundert Mark gekooft und
mit in mein Löschte genommen, wo de
Wärthin wegen der Fehnuß bißchen
sehre roth wurde. Mer Hamm ihn
dann bieffeitt verbackt, un als 's mit
dän Rakodschy un de Sohle zu Ende
war, fuhr ich direktemang nach Min»
chen, wo ich Se gerade rechtzeidig an
Geburtsdag von mei Schwiegersohn
ankam.
Na, dän Geguwel hätten Se Heeren
und sähen sollen. Se saßen gerade
betn Dineh un hadden baar Gäfchte
bei sich, lauter Maler, dän Kaulbarsch,
'n Gritzer, 'n Leible un 'n Lähmbach.
„Na," sage ich zu Märdem Christoph,
was mei Schwiegersohn is, „ich hawwe
dir ooch was Biekseines mitgebracht."
„So," sagt er, „das freit mir." Se
waren nu alle sehre gefchbannt. Atter
ich ging mit de Kiste in's Näbenzimmer
utt backte 's Bild aus un fchteHte 's so
recht fein uff's Kanabeh, daß mer's
gut sehen konnde. Wie ich fertig war,
schmiß ich schwupps dich die Fliegel
dhiere auf un rief so recht glicklich:
„Nu immer ran, meene Härrfchasdeit!"
un was mei Schwiegersohn is, zu
dän sage ich: Sieh!" sage ich, „was ich
dir, mein geliebter Junge, aus Kissin
gen mitgebracht hawe, is 'ne Fehnuß
von Ruwens auA'n Jahre 1633 's
is werklich ärt echtes Bild!" Na, un
wie ich das gesagt hawe, fangen der
Kaulbarsch un der Lähmbach un der
Leible un der Gritzer so serchterlich an
zu lachen, un fe Halden sich de Seiden,
un fe danzen un brillen immerzu: „ht!
hi! Hi!" daß ich werklich ganz withig
Wörde. Wcrs awer mei Schwiegersohn
is, der schtand Se wie ne Mauer so
stumm kreideblaß schtand er da, un
mei Dochter ganz roth! Ich sage etwas
pikirt: „Na, mei Junge, freist De Dir
nich iewer das scheene Bild sieh'
doch nur, wie nadierlich 's Fleisch von
de Fehnuß is, un es is ooch ganz an«
schtändig ich habe fer das Bild vier
hundert Mark gegewen." Da drillten
de Maler noch immer mehr: „hi! hi!
hi!" Mei Schwiegersohn meent awer
endlich pikirt: „Schwiegervater, Se
wollen mer wohl uzen?" „Wieso?"
frage ich. „Nu," sagte er withig, „das
Bild, was Se da in Kissingen als en
nen echten Ruwens gekooft hawwen,
hawe ich hier in Minchen vor sechs
Wochen in aider Manier—selwer ge
malt, un was der Silwerstein is, der
Sckbitzbube, der hat Se in gemeiner
Weise bedrogen!" „Ht! hi! hi!" brill
ten de Maler noch immer. Na, Se
können sich denken, wie hundsmiserabel
mer worde mer Wörde geradezu
schwindlich! „Gottverdanzig," brille
ich, „das is nich wahr!" 's war
awer leider wahr. Met Schwieger
sohn hat's Bild werklich gemacht,
„denn, wemmer keene Aufdräge hat, so
malt mer äben," meent er, „ooch ämal
hin un wieder so'n aides Bild for Leide
wie dän Silwerstein."
Heernse, hundert Mark hadde der
gemeine Schbitzbube mein' Schwieger
slhn sor's Bild gezahlt, un vierhun
dert hat er mer abgeknebbt. Weeß
inebbchen, mir worde ganz serchterlich
traurig zu Muth. Na, ich schenkte
mei Schwiegersohn vierhundert Mark
Schmerzensgeld, nahm's Bild mit nach
Rochlitz und hing's, wenn auch mei
Frau Anschtoß art de Fehnuß nahm,
iewer mei Bedde, denn Wissense, 's hat
mer doch nachher sehre gefreit, daß mer
Bild von met Schwiegersohn mit'n
Ruwens verwechseln kann.
Dän Silwerstein hawe ich's nadier
lich gründlich gegewen. Heernse, als
ich vor drei Wochen in Kissingen ein
zog, bin ich zu den Bedrieger Hingegan
gen. Der Schbitzbube schtand gerade
vor fein Lokal, un wie er mer sieht,
sagt er gleich mit'n Katzenbuckel: „Ah,
Herr Läwerchen" Awer ich haww'
ihn angeluckt, Wissense, angekuckt haw'
ick ihn na! und dann haww' ich nur
mit 'nein gewissen bedeitenden Aweck
gesagt: „So 'ne elende Gemeinheit!"
Er war ganz baff, awer ich gtngfe
voriwer un, Gottstrambach! geraden
Wegs ze feinen Konkerrenten, dän
Läwendhal. der näben ihm wohnt un
ooch seine Andequidäven un Bilder uf
Lager hat. Nu loose ich nur bei dän
Läwendhal, utt atti Wuth tewer's Oer
lrrtne Geschciftche hat jetzt der CSilttvr*
stein, der gemeine Schbitzbube, vor raec
ausgefchbuckt. Awer ich wer mer schon
rewangschirn!"
Gib einer Frau Recht
A Peht chr UkiechL 4a,
^."'
/e/CJ»fT^A
Zur Cranungen und faustn im
Hause.
'jy V
Obwohl ei ja immer am schönsten
unjj erhebendsten ist, kirchliche Hand
lungen im Gotteshause selbst zu be
gehen, so sind doch oft zwingende
Gründe vorhanden, solche Handlungen
namentlich Taufen im Hause
vorzunehmen. Nun bedarf zwar eine
religiöse Feier eigentlich keines Außen
werkes dennoch wird ein würdiges
und schönes Festarrangement dazu bei
tragen, die feierliche Stimmung der
Anwesenden zu erhöhen und die Herzen
zur Andacht zu erheben. Vielleicht ist
mit folgender Anleitung zu einem hüb
schen Arrangement des Altars bei sol
chen Familienfeierlichkeiien welches
ja gewöhnlich der Hausfrau zufällt
einer solchen ein erwünschter Dienst ge
leistet. Gewöhnlich wird das beste
Zimmer des Hauses zur Vornahme der
heiligen Handlung gewählt. Es ist
hübsch, wenn in diesem Zimmer, der
heutigen Mode entsprechend, ein Eck
arrangement vorhanden, wo eilt Sopha
nebst Sesseln seinen Platz hat. Diese
Möbel entfernt man für den kirchlichen
Akt. Hinter dem Polsterrnöbeletablis
fement pflegt in der Regel ein Spiegel
oder ein großes Bild, ebenfalls schräg
übereck, befestigt zu fein. Ist das Bild
ein zu dem religiösen Akt nicht unpas
sendes, so kann man es an seinem Platz
lassen. Schöner ist es noch, wenn man
dasselbe für den Tag mit einem passen
den vertauschen kann, wie z. B. einem
guten Oelgemälde, welches dieRaphael
sche „Hochzeit der Maria" oder einem
der vielen Meisterstücke auf den Text:
„Lasset die Kindlein zu mir kommen"
u. s. w. Ist dagegen ein großer Spie
gel in der Ecke angebracht, so lasse man
ihn an seinem Platz. Doch muß man
daraus achten, daß die hohen Topfge
wächse wenn man sie haben kann,
verschiedene, recht große Palmen mit
denen man den leeren Raum der Ecke
ausfüllt, sich in dem Glase so wieder
spiegeln, daß ihre Menge verdoppelt
und wie ein kleiner Hain erscheint.
Nun stellt man den als Altar dienen
den, länglich-viereckigen Tisch davor.
Als Decke auf diesen breitet man einen
dunkelfarbigen —am liebsten tiefrothen
schweren Stoff, dessen lang herun
terfallende Zipfel man aufnimmt und
an den Seiten derart mit Nabeln fest
steckt, daß der Stoff sich fadengerade
um den Tisch legt. Ueber diese dunkle
Altardecke kann man noch eine seine,
weißleinene, legen, welche mit schöner,
breiter Spitze besetzt ist, so, daß eben
nur diese auf den dunklen Grund zu
liegen kommt. Auf die Mitte des Al
tars kommt nach dem Hintergründe
zu eilt Kruzifix (welches von der
Kirche entlehnt wird, wo kein eigenes
vorhanden) zu beiden Seiten desselben
Kandelaber oder Leuchter mit brennen
den Kerzen. Den schönsten Schmuck
jeden Festes bilden i.itmer Blumen.
Außer möglichst vielen bliihendenTopf
pflanzen soll den Altar auch eine Guir
lande von Blumen oder mindestens doch
von frischem Laub, an seinem oberen
Rande sowohl als ant unteren, wo ein
möglichst großer Teppich ausgebreitet
wurde, zieren. Noch schöner ist es,
wenn man rings um den Altar nied
rige, blühende Topfgewächse auf den
Teppich stellt. Schließlich fei auch
noch ein Schmuck hier erwähnt, den ich
bei der Taufe meines jüngsten Kindes
dem Altar gegeben und der vielen Bei
fall fand. Ich hatte auf der dunkel
blauen Decke an der Front des Aktars
ein Kreuz angebracht, welches ich zu
jener Jahreszeit, wo mir andere passen
de Blumen fehlten, aus Apfelblüthen,
auf dünne Holzstäbchen gewunden, her
gestellt hatte. Dieses Blüthenkreuz er
hielt als Unterlage noch ein etwa sechs
Zoll breites Kreuz aus Cartonpapier,
welches ich mit Goldpapier (mattgold)
beklebt und mit schwarzem Sammet
bändchen umrandet hatte. Die Apfel
blüthen auf dem matten Goldgrunde
nahmen sich reizend aus. Aber auch
andere Blumen, namentlich Veilchen,
auch Kornblumen, Pfingströscheit und
ähnliche, welche ja alle einen tiefenSinn
enthalten, würden sich ebenso lieblich
darstellen. Das fertige Kreuz wird
der Decke aufgeheftet. Auf obigeWeife
geschmückt wird der Altar^ mit feiner
Umgebung dem ganzen Zimmer das
Ansehen einer Kapelle verleihen und die
Anwesenden in weihevolle Stimmung
versetzen.
Ein Märchen
für Krauen.
Der liebe Gott gab ein Fest in sei
nem Azurpalast. Sämmtliche Tugen
den waren dazu eingeladen, aber nur
die weiblichen Tugenden*. Keine Her
ren, lauter Damen. Da sah man
denn auch viele Tugenden bei einander,
große und kleine. Die kleinen waren
gefälliger und hübscher als die großen,
aber alle schienen mit einander wohl be
kannt und befreundet zu fein. Plötz
lich aber sah der liebe Gott zwei schöne
Damen, die einander dem Anscheine
nach gar nicht kannten. Der Hausherr
nahm nun die eine derselben bei der
Hand, um sie der anderen vorzustellen.
Die „Wohlthätigkeit", sagte er mit ei
nem Blicke aus die erstere. Die „Dank
barkeit", fügte er hinzu, indem er auf
die andere zeigte. Die beiden Tugen»
den waren höchst erstaunt. Seit Er
schafsung der Welt begegneten sie sich
hier zum ersten Male.
Darum. Nun, Sie habe» ge
schäftliches Unglück gehabt? Ja
mein Geschäft war so wechfelvoll, daß
bei dem Wechsel, der sich täglich ein
stellte, bei meinen Gläubigern ein
Wechsel ihrer Gesinnungen gegen mich
eintrat, und so wechselte ich in den
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