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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, September 26, 1894, Image 6

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i $11 UMumd
üleifd).
@8 ist hinlänglich Besannt, daß sich
nach dem Genusse scheinbar unverdor
bener Fleischwaaren plötzlich Vergif
wngserscheinungen einstellen, die nicht
selten mit dem' Tode enden. Sehr
häufig war man nun mit Rücksicht auf
augenscheinliche, tadellose Beschaffen
heit des Fleisches geneigt, eine Beimi
schung von irgend einem organischen
oder anorganischen Gifte durch Zufall
ober in böswilliger Absicht anzuneh
men. Aber die nach dieser Richtung
hin angestellten Untersuchungen verlie
fen zumeist resultatlos, da der giftig
wirkende Stoff aus den Zersetzungs
producten des Fleisches gebildet wird
und in so geringer Menge vorhanden
ist. daß er sich häufig dem Nachweis
entzieht oder durch weitere Zersetzung
verschwindet. Daß ab und zu auch
Fleischvergiftungen infolge zugesetzter
Gifte vorkommen, ist wohl selbstver
ständlich, aber in den weitaus meisten
Fällen handelt es sich um das soge
nannte Wurstgift, mit welchem wir uns
hier beschäftigen wollen. Bis vor we
nigen Jahren war man über die Ent
stehung desselben völlig im Unklaren
und erst in neuerer und neuester Zeit
ist es gelungen, näheren Aufschluß
über die Bildung des Wurstgiftes zu
erhalten. Am häufigsten tritt das
Wurstgift in der sogenannten „frischen"
Wurst (zum Unterschiede von der
Dauerwurst) auf, die nur ungenügend
geräuchert und gesalzen wird und so
mit das eintreten der Fäulniß begün
stigt. Jeder Fäulnißproceß entsteht
nun dadurch, oaß Bakterien, jene klein
sten Lebewesen, welche ja als Krank
heitserreger eine bedeutende Rolle spie
len, in die Fleischmasse eindringen, sie
als willkommenen Nährboden benutzen
und sich massenhaft vermehren. Durch
ihren Lebensproceß rufen sie tiefgrei
fende Zersetzungen der Fleischbestand
theile herpor und bilden schließlich aus
ihnen andere chemische Körper. Dieser
Vorgang, den wir allgemein als
„Fäulniß" bezeichnen, ist bekanntlich
»häufig mit der Entwickelung übelrie
chender Gase verbunden, wir erinnern
nur an den Geruch fauler Eier, die
Bakterien spalten hier den in dem Eier
Eiweiß vorhandenen Schwefel ab und
verwandeln ihn in Schwefelwasserstoff,
der nun durch seinen intensiven, charaf
teristischen Geruch den Fäulnißvorgaug
im Ei anzeigt. Bei dem Fäulnißvor
gang in der Wurst beruht die Thätig
keit der Bakterien hinsichtlich der Gift
bildung darauf, daß sie zunächst aus
der Fleischmasse cine complicate orga
nisch« Verbindung, das Lecithin, ab
spalten, dieses dann weiter in das un*
giftige Cholin verwandeln und schließ
lich unter Wasserabspaltung aus dem
Cholin das ihm nahe verwandte, aber
äußerst giftige Neurin produciren. Bei
der rastlos fortschreitend»:!! Fäulniß
ist aber auch diesem giftigen Körper,
der das sogenannte Wurstgift darstellt,
eine nur kurze Dauer bescheert, schon
nach dreißig bis sechzig Stunden seines
Bestehens, je nach der Höhe der Tempe
ratur, die den Fortgang der Fäulniß
beschleunigt, wird er von den unermüd
lich arbeitenden Bakterien in andere,
wenig oder gar nicht giftige Körper
umgewandelt. Also nur in dieser kur
zen Zeitspanne kann es zu einer Wurst
respective Neurinvergis'tung kommen.
Nach den gemachten Brobachtungen bil
det sich das Neutin stets in den ersten
Stadien der Fäulniß, was für die
Konsumenten des betreffenden Fleisches
oft verhängnisvoll wird, da infolge
dessen das Fleisch äußerlich keinerlei
Veränderungen zu zeigen braucht.
Wenn nun Vergiftungen durch Fleisch
waaren beobachtet sind, bei denen die
Verwesungsmerkmale ohne Weiteres
sichtbar waren, so widerspricht dies
dem eben Gesagten durchaus nicht,
denn die Fäulniß eines Körpers be
ginnt fast stets von außen her und
dringt allmählich in die tieferen Schich
ten ein, es kann also in den äußeren
Schichten des Fleisches die Fäulniß
schon ziemlich weit vorgeschritten sein,
während sie im Innern erst das Sta
dium der Neurinbildung erreicht hat.
Die Unbeständigkeit des Neurins ist
die Ursache, daß in den Objekten, durch
welche Vergiftungen vorgekommen wa
ren, bei der Untersuchung weder durch
Thierversucbe noch durch chemische
Analyse giftige Körper nackzuweisen
sind weil inzwischen die bakterielle
Zersetzung eine Spaltung des Neurins
bewirkt hat.
Bisher schrieb man nur wenigen
fäulnißerregenden Bakterien die Ei
genschaft zu, aus dem in Zersetzung be
griffenen Fleische Neurin zu bilden, es
hat sich jedoch unlängst herausgestellt,
daß viele, wahrscheinlich wohl alle
Fäulnißk-eime die Fähigkeit besitzen,
dieses Gifr aus thierischen Stössen zu
produciren.
Die Wurst- und Fleischvergiftungen
kommen das ganze Jahr hindurch fast
gleichmäßig stark in der Zahl vor, es
scheint jedoch, als ob die Herbstmonate
eine geringe Vermehrung derselben her
vorrufen. Die weitaus größte Zahl
von Wurstvergiftungen geschieht durch
den Genuß von frischen Leberwürsten,
die besonders leicht der Zersetzung an
heim fallen derartige Vergiftungen
kommen am häufigsten in Württemberg
vor, jedoch auch in Norddeutscdland ge
hören sie nicht zu den Seltenheiten. So
erkrankten nach dem Genusse solcher
Wurst in Unterwreschen nicht weniger
als dreiunddreißig Familien ein ähn
licher Fall, bei dem vierundvierzig Per
sonen erkrankten, ereignete sich in
Röhrsdorf (preußischer Kreis Löwen
berg), Beide Ma'e kamen Todesfälle
vor.
Die Krankheitserscheinungen machen
sich meist schon wenige Stunden nach
feem Genuß der verdorbene» Fleisch*
't H&S
Waaren bemerkbar. Gewöhnlich tritt
zunächst Erbrechen ein, dem sich unmit
telbar datauf Mattigkeit, Kopfschmerz
und Schwindel zugesellen. Nach meh
reren Stunden stellen sich je nach der
Schwere der Erkrankung wässerige
oder blutige Stühle ein und eine da
rauffolgende Bauchfellentzündung kann
dann leicht den Tod herbeiführen. Bei
einer eingetretenen derartigen Vergif
tung wird man zunächst immer darauf
bedacht fein müssen, den Mageninhalt
künstlich zu entleeren, um so der wei
teren Wirkung des Giftes erfolgreich
entgegenzutreten bei einer geeigneten
ärztlichen Nachbehandlung pflegen
meistens die Krankheitserscheinungen,
sehr bald zurückzugehen.
SScim Ankauf von Fleischwaaren
empfiehlt eü sich hauptsächlich, den
minderwertigen, billigen Wurstsorten
gegenüber recht vorsichtig zu sein und
irgendwie verdächtig erscheinende Waa
ren zurückzuweisen oder zu vernichten.
Die Vorliebe für zweierlei Tuch, die
den Mädchen deutscher Nation eigen
resp, angeboren ist, hat nunmehr ihre
„höchste Fruktifizirung" erhalten. In
Ermangelung besserer Modelle hat die
berliner Confection den schneidigen
Schnitt der Uniform auf ihre Mäntel
und Jaquets übertragen, so daß auch
die Damen von jetzt an vorschriftsmä
ßig „eingekleidet" werden können. Die
Idee, die Damen-Mode nach dem Vor
bild der Montur zu formen, ist nicht
neu. Schon in der Posse „Modernes
Babylon" erregte Fräulein Seemann
vom Adolph Ernst-Theater in Berlin
in einem grauen Ofsiciersmantel mit
blanken Knöpfen patriotische Begeiste
rung. Derartige grauliche Mäntel
für Damen sind später in vielenSchau
fen stern aufgetaucht irgend welche
„Anziehungskraft" scheinen sie jedoch
nicht ausgeübt zu haben, auf der
Straße sah man sie nie. Jetzt hat ein
Eonfectionär in der Kaiferstadt an der
Spree die Idee wieder aufgenommen
und Jaquets nach militärifchemSchnitt
und in den Farben der preußischen Re
gimenter, sowie Truppengattungen, als
da sind Husaren,, Dragoner, Ulanen,
Jäger, Grenadiere u. f. w., als „Haute
Nouüeaute" ausgestellt. Natürlich ist
Alles verkleinert und verfeinert und der
Zuschneider hat in erster Linie dafür
gesorgt, daß auch die uniformirten Da
men nach wie vor „auf Taille" schwö
ren können. Nach den Ausbrüchen des
Entzückens zu schließen, mit welchen
das weibliche Schaufensterpublikum
diese Neu'llniformirung begrüßte, wer
den die Berliner die „Sieben Mädchen
in Uniform" in Zukunft nicht nur auf
der Bühne, sondern auch auf der
Straße sehen. Natürlich muß auch die
Wahl des Waffenrockes der Figur ent
sprechen. Sonst würde es das Auge
eines alten Soldaten beleidigen, wenn
er z. B. eine kleine, dicke Brünette, die
nicht einmal das Maß hat, in derMon
tur des 1. Garde Regiments sähe!
In jedem Confectionsgeschäft müßte
also eine Art von Gestellungs Com
mission fungiren, welche die Kundinnen
zu demjenigen Truppentheil aushebt,
welchem ihre Figur geeignet ist.
Nur mit denDamen, die in. einem festen
Militärverhältniß stehen wie Kö
chinnen, Bonnen, Nähterinnen etc*
könnte eine Ausnahme gemacht werden.
Sie dürften die Uniform des Regi
ments tragen, dem ihr Kriegsschatz an
gehört. Die „Bräute" von Ünterosfi«
deren der Luftschiffer Abtheilung
dürften aber trotz der Uniform die jetzt
so beliebten Ballon Aermel beibehal
ten!
Man kann über den Geschmack, der
sich in dieser Mode offenbart, verschie
dener Meinung sein einen unbestreit
baren Vorzug aber hat sie doch, das
muß Jeder anerkennen. Wir hoffen
nämlich, daß mit den Uniformen auch
die militärischen Abzeichen für Damen
eingeführt werben. Das wäre eine
Wohlthat fijr die Männerwelt, die nicht
genug zu schätzen wäre! Jedem Solda
ten steht man Grad und Charakter an
bestimmten Abzeichen an, warum sollte
es bei unseren Amazonen nicht auch so
sein?
Eine verlobte Braut z. B. müßte an
dem Kragen ihres Waffenjaquets einen
Knopf tragen als Zeichen, daß sie eine
„Gefreite" ist. Jedem jungen Manne
würde dieses besondere Kennzeichen zur
Warnung dienen, ebenso würde er sich
vor den Damen hüten, welche die Capi
tulantenschnur tragen, dieweil sie be
reits capitulirt haben. Die Damen,
welche viele Treffer zu verzeichnen ha
ben, erhalten Schützenschnüre. Die
wohlthätigen Frauen aber, welche
Strohwittwer in ihrer Einsamkeit
trösten, müssen Jaquets mit heraufge
rollten Achselklappen tragen, damit Je
der merkt: es sind Reservefrauen!
Bei heiratsfähigen Mädchen hätte
die Achselklappe noch eine besondere Be
deutung. Die Regimentszahl darauf
müßte die Ziffer der Mitgift bedeuten,
so daß z. B. „30" in Worten Dreißig
tausend Mark angibt ein ganz an
nehmbares Traktament! Neben dem
praktischen Nutzen würde diese militä
rische Mode auch noch bessernd auf die
Galanterie des stärkeren Geschlechts
wirken: selbst der blastrteste Jüngling
wird fortan kein Mädchen mehr «ber
die Achsel ansehen!
K e i n k A S i e a e n
sich also in die Unfallversicherung ein
gekauft? Wenn Sie nun verunglücken,
bekommen Sie viel Geld? B.: Ach,
Unsinn, so was passirt mir nicht, dazu
habe ich viel zu viel Pech!
e e s s i n a e z u
einem Reisenden, den er nicht los wer
den kann): „Ich habe jetzt keine Zeit
und auch von allem Möglichen den
Kopf voll." Reisender (schnell):
..Da könnten Sie vielleicht meine ganz
vorzüglichen Kamme gebrauchen
I "4"
1 r.-V Möjl i- .%*£ -Vi»' VV
1
Theilnahme
„Nein, meine Liebe, ich danke. Ihr
habt Euch immer viel zu erzählen von
den Vergnügungen, die ihr vorgestern
und gestern genossen habt und Euch
morgen oder übermorgen zu bereiten
gedenkt ich passe mit meinem Herzen
voll Kummer nicht 4^- Eure Gesell
schaft."
Diese Antwort, welche ich kürzlich
«us eine mündlich ergangene Einla
dung zur Theilnahme an einem Mit
tagessen in Familie ertheilen hörte,
klang gelassen und ohne Bitterkeit, es
mangelte ihr aber auch jeder Anschein
jenes freundlichen Bedauerns, von
welchem nach unseren herkömmlichen
Begriffen von Wohlanstand eine solche
Ablehnung begleitet sein muß. Das
Gemüth der Betreffenden mußte das
war unschwer zu erkennen, so wund
sein, daß sie jede Bemäntelung ver
schmähte, und das rückhaltlose Aus
sprechen der ungeschminkten Wahrheit
ihr wie eine Befreiung erscheinen
mochte.
Ich konnte der Armen nachfühlen,
was sie schon gelitten haben mochte in
jenem Kreise sorglos glücklicher Men
schen, die, heiter das Leben genießend,
erfüllt waren von dem, was ihnen die
sonnig dahingleitenden Tage gebracht
hatten und bringen würden, und sich
wenig träumen ließen, wie jedes ihrer
Worte sich gleich einem scharfen Pfeil
in die Brust der Zuhörenden einbohrte.
Ich konnte es ihr nachfühlen dennoch
mußte ich mich fragen: hatte sie ein
Recht zu jenem Groll, *u jener Ankla
ge, die aus ihrer ruhigen,thatsächlichen
Antwort herausiönte? Und ich muß
die Frage verneinen.
Ist unser Kummer so tief, daß wir
auch in Gesellschaft Anderer seiner
nicht Herr zu werden vermögen, oder
sind wir so geartet, daß wir nie oder
nur sehr schwer von unserem eigenen
Ich absehen können, dann thun wir ge
wiß besser, uns in die Einsamkeit zu
flüchten, dort unserem Weh ungestört
nachzuhängen und es zu überwinden
oder daran zu verbluten. Wir sollten
indeß, bevor wir das thun, uns der
Aussprüche zweier großen Verstorbenen
erinnern. „Wer sich der Einsamkeit
ergiebt, ist bald allein," läßt Goethe
feine Mignon klagen, und in kurzer,
kerniger Weise erklärt Barthold Auer
bach: „Der Kummer ist ein Verdum
mer." Ein Verdummer und ein Ver
dunMer, der Welt und Menschen durch
eine schwarz gefärbte Brille ansehen
lehrt, es der lieben Sonne verübelt,
daß sie warm und goldig scheint, den
Blumen, daß sie blühen, den Vögeln,
daß sie singen, und den Mitmenschen,
daß sie nicht allesammt Trübsal bla
sen, sondern noch fröhliche Gesichter
machen und an den guten Dingen die
ser Erde Geschmack und Gefallen fin
den können.
Ist über uns ein solcher Kummer
hereingebrochen und welchem Men
schenleben bliebe er für immer fern?
da ist es wohl am geratheften, sich
in sein entlegenstes Kämmerchen zu
rückzuziehen, sein trauriges Angesicht
vor jedem Blicke zu verbergen.
Jedoch,^ „wer sich der Einsamkeit er
giebt, ist bald allein!" Das zerrissene
Herz sehnt sich nach einem Trost
man läßt die Freunde, Äe ihn spenden
wollen, zu sich ein, und man hat ein
Recht, von Denen, durch die man auf
gesucht wird, zu erwarten, ja zu ver
langen, daß sie sich der eigenen Stim
mung anpassen. Entsetzlich, von so
genannten Theilnehmenden banales
Alltagsgeschwätz anhören zu müssen
thöricht, zu glauben, man könne Je
mand, in dessen Herz wcchrhafteTrauer
ihren Sitz ausgeschlagen hat, der von
schwerer Angst gefoltert, von Sorge
verzehrt wird, durch leichtes Geplauder
zerstreuen man vergrößert nur die
Oual^ Die echte Theilnahme bedarf
gar keiner Worte. Ein stummer Hän
dedruck, ein warmer Blick kann wohl
thuender wirken als eine wohlgefetzte
Rede, als Trostworte, die leicht gar zu
wohlfeil sind und oft genug nur allzu
durchsichtig die innere Kälte verhül
len.
Es ist eine harte, aber leider nicht
unwahre Behauptung, daß wir im All
meinen recht philosophisch beimUnglück
unserer Freunde und deshalb schnell
mit Trostgründen bei der Hand sind,
die wir, wertn wir selbst von einem
Leid betroffen, nicht gelten lassen wol
len. Sogar einer gewissen freudigen
Regung sind wir nicht ganz unzu
gänglich daß wir in diesem Falle
die Tröstenden und nicht die Dulden
den sind. Menschliches! allzu Mensch
liches! Ich will es nicht verdammen.
Wer sich nur dessen bewußt ist, von
dem ist auch vorauszusetzen, daß er
strebend sich bemüht, den richtigen
Ausdruck für feine Theilnahme zu fin
den.
Eine der Formen, in welche sie sich
kleidet, ist den Leidtragenden zu be
stimmen, sich aus feiner Versunkenheit
aufzuraffen, der Einsamkeit zu ent
sagen und wieder unter Menschen zu
gehen. Gut gemeint und auch ein vor
treffliches Mittel aber man soll es
nicht vorzeitig und nicht unvorsichtig
in Anwendung bringen, auch gehört,
von Denjenigen, die zuerst zu feiner
Zu allen diesen herrlichen Dingen
schwingt sich ein größerer und selbst
ein kleinerer Kreis von Menschen aber
nur in selteneren Fällen und bei beson
deren Gelegenheiten auf. Fortgesetzt
ist dergleichen weder zu erwarten, noch
zu verlangen, und deshalb sollte der
Kummervolle mit dem Augenblicke, wo
er sich, freiwillig oder durch einen An
laß gezwungen, dazu entschließt, an
einem Orte zu erscheinen, wo man sich
in irgend einer Form gesellig zusam
menfindet, jedem Anspruch darauf ent
fägen, daß man feiner Stimmung noch
4 a A 5
t, 'f-
e
Ausführung die Hand bieten, biel^
Takt, viel Rücksicht, viel Aufopferung
und "Selbstverleugnung dazu.
111' xv
A& .i rtl vvv t»
Rechnung trage. Im Gegeniy?7i» er
übernimmt mit seiner Anwesenheit
eine gewissen Verpflichtung zur Theil
nahme an den Dingen, welche diese
Leute bewegen, nicht nur, äußerlich,
sondern sogar auch innerlich.
„Wer mit einem so betrübten ober
gelangweilten Gesichte dasitzen will wie
Frau A. ober Fräulein B., der sollte
lieber gar nicht kommen, es fällt ver
düsternd wie ein Schatten auf die Ge
sellschaft," habe ich schon öfter tadelnd
aussprechen hören, und ich habe nach
Recht und Billigkeit gegen diese Be
merkung gar nichts einzuwenb.u ver
mocht.
Wie wäre es indeß auf dieser besten
aller Welten bestellt, wenn alles nur
nach dem starren Rechte ginge? Ja
selbst mit der Billigkeit, die*immerhin
eine sehr Iobenswerthe und leider
nicht allzeit gegenwärtige Eigenschaft
ist, kämen wir noch nicht allzu weit.
Rücksicht, Wohlwollen, Güte, diese
Edelsteine menschlicher Eigenschaften
•können und werden auch in diesem
Falle mildernd, erwärmend und erlö
send eintreten.
Es giebt eine Theilnahme, die thut
sich nicht genug damit, den Kummer
vollen auszusuchen ihm gütig zuzure
den und mit linder Hand aus derNacht
zum Lichte zurückzuführen, sondern sie
weiß wahrhaft mitzuempfinden. Sie
erräth, was dem verwundeten Gemü
the wohlthun und was es verletzen
kann, und weiß demgemäß zu reden
und zu schweigen. Hat der Beküm
merte das Glück, in dem Kreise, in
welchen er tritt, nur einem so gearteten
Wesen zu begegnen, so kann er aufath
men, es ist, als werde ihm ein Schild
vorgehalten, an welchem viele Pfeile
abprallen. Ist aber gar die Haus
frau von einem solchen Geiste der
Milde und Theilnahme beseelt, dann
darf er sich geborgen fühlen. Für i
eine solche Frau sind die Gäste, die sie
bei sich empfängt, Instrumente, denen
sie harmonische Töne entlockt, mögen
sie sonst einzeln gar nicht so wohllau
tend fein.
Einer solchen Frau würde auf ihre
Einladung schwerlich die Antwort er
theilt worden fein, welche ich an die
Spitze dieser kleinen Betrachtung ge
stellt habe. Ich schließe mit der Wie
derholung der Bemerkung, daß es mir
nicht zulässig erscheinen will, eine Ein
ladung, die, mag man die Sache be
trachten, wie man will, doch immer
eine Freundlichkeit ist, so schroff ab
zulehnen die Gedanken freilich sind
zollfrei. Wohl dem, der so geartet ist,
daß sie ihm nicht aussteigen, gepriesen
der, welcher nie eine Veranlassung da
zu bietet.
Loblied an die Nadel.
O Nadel der Frauen
So lieblich zu schauen,
Wie eilst du, wie fliegst du.
Wie fleißig bekriegst du.
Wie tapfer besiegst du
Der Armuth Beschwer!
Wie führen behende
Die fleißigen Hände
Den fleißigen Speer!
Wie die Schneide des Degens
So blank und so blau
Blitzt das Werkzeug des SegettJ£
Die Nadel der Frau.
Der Degen zerstöret.
Die Nadel erschafft,
Der Vorgang gebühret
Der schaffenden Kraft.
Wie folgt ihr der Faden
In fröhlichem Sprung!
Sie bessert den Schaden,
Für alt und jung
Mit emsiger Treue
Erschafft sie das Neue.
O Frau'n, euren Händen
Laßt niemals entwenden
Das schöne Symbol,
Es steht euch zu wohl!
Türkische Frauen beim Arzt.
Das Erscheinen unverfälschter Tür
kinnen im ärztlichen Ordinationszim
mer ist bisher noch immer eine Selten
heit. Gewöhnlich läßt der Türke den
Arzt in die Wohnung der Patientin
kommen. Um aber auch die Anwesen
heit von Türkinnen beim Arzt möglich
zu machen, hat die türkische Regierung
jüngst, wie ein Konstantinopler Korre
spondent mittheilt, folgenden Erlaß
veröffentlicht: Jeder Arzt oder Zahn
arzt muß mindestens zwei besondere
Wartezimmer und zwei besondere Or
dinationszimmer haben je eines der
selben ist für Männer, je eines aber für
Frauen bestimmt. Die Polizei ist be
auftragt, darüber zu wachen, daß dies
überall so sei die Polizei hat das
Recht, zu jeder Stunde Eintritt in die
Zimmer zu verlangen. Um ferner die
strenge Aufsicht, welcher die türkischen
Frauen unterworfen sind, durch die Er
laubniß desErscheinens bei einem Arzte
nicht zu lockern, muß jede zu einem
Arzt sich begebende türkische Frau von
einer zweiten Frau begleitet sein, welche
während des ganzen Ausenthaltes im
ärztlichen Wartezimmer oder Ordina
tionszimmer nicht von der Seite der
Schutzbefohlenen weichen darf,
gen. Anna: „Ich war beut' in gro
ßer Verlegenheit, als ich in die Stra
ßenbahn trat und Herrn Schulze dort
vorfand! Du weiß* doch, ick war im
letzten Sommer mit ihm verlobt, aber
wir haben seitdem kein Wort wieder
miteinander gesprochen." Marie:
.Wie hast Du Dich denn aus der Af
faire gezogen?" Anna: „Na, so gut
wie ich konnte,ich ließ ihn für mich daS
Fahrgeld bezahlen!"
a u u e i n a a
warum werben denn große Schauspie
lermimen Sterne genannt?" Vater:
.Weil sie Nachts am meisten strahlen."
A n
Indianische Todfeindschaft.
Der Grundcharakter des Indianers
ist sich gleich geblieben, seitdem er in
der Geschichte der Kultur aufgetaucht
ist. Stets war er ein Jäger und ein
Krieger nie hat er sich aus diesem nie
drigen Zustande zu einem höheren des
Ackerbaues und der Seßhaftigkeit em
porgearbeitet. Als Amerika entdeckt
wurde, besaßen die Indianer keine
Cerealien, außer Mais, keine Haus
thiere, als das Lama, gänzlich unge
eignet, Pferd und Zugstier zu ersetzen.
Als Jägervolk beanspruchte jeder
Stamm für sich ein ausschließliches
Recht auf ungeheure Jagdgründe. Ei
fersüchtig wachte er über seinem aus
schließlichen Recht, und blutige Reibe
reien mit den benachbarten Stämmen
waren die unausbleibliche Folge. Dies
ist derGrund,weshalb wir von freund
schaftlichen Beziehungen zwischen Jn
dianerstämmen fast gar nichts hören.
Schon die ungeheure Mannigfaltigkeit
und totale Verschiedenheit der Jndia
nerfprachen beutet darauf hin, daß die
strenge Abgeschlossenheit nach außen
hin von Alters her die Regel bildete.
Jene unaufhörlichen Streitigkeiten
um die Jagdgründe wuchsen sich im
Laufe der Jahrhunderte zu wahren
Todfeindschaften zwischen den benach
barten Stämmen aus, und während
sich so die Rothhäute einander gegen
seitig aufrieben und zerfleischten,
konnten sie den verhaßten Bleichgesich
tern kaum einen größeren Gefallen er
weisen. Sie beschleunigten auf diese
Weife ihr unabwendbares Geschick. In
den Zeiten, als die Indianer sich noch
als Herren des ganzen nördlichen
Continents von Amerika betrachten
kennten, bildeten diese unaufhörlichen
Kriege ein nothwendiges Gegengewicht
der sonst allzu starken Volksvermeh
rung. Denn mit Rücksicht auf die
spärlichen Nahrungsmittel war die,
Vermehrung der Indianer immer noch
zu schnell, und selbst die reichsten
Stämme wurden oft genug durch
schreckliche Hungersnöthe deeimirt.
Am erbittertsten tobte diese Feind»
schaft unter den mächtigen (Stammen
der Sioux und Chippewahs. So ein
gewurzelt und in Fleisch und Blut
des Stammes übergegangen war die
ser Haß, daß es geradezu gang und
gäbe war, die jungen Krieger zur Prü
fung ihrer Tapferkeit auf eine Expedi
tion gegen den verhaßten Erbfeind
auszusenden. Endzweck einer solchen
bildete niemals Raub oder Diebstahl,
obwohl dies unter gewöhnlichen Um
ständen auch höchst verdienstvoll war.
Der junge Krieger sollte nur Skalpe
erbeuten, und durste sich deshalb nicht
mit Kleinigkeiten, wie Pferde- oder
Rinderdiebstahl, abgeben. Schnell und
unerwartet, wie das Verhängniß,
mußte der Ueberfall kommen. So feier
ten die Gesänge den Helden als den
blitzgeschwinden Rächer, der plötzlich
erscheint, sein schreckliches Werk vollen
det, ehe der Feind zur Besinnung
kommt, um bann, die blutigen Tro
phäen am Gürtel, ebenso plötzlich wie
der am Lagerfeuer der Seinigen.auf
zutauchen. „Wohl schmückt ihn die
Adlerfeder, der Lohn der Tapferkeit
und des höchsten Verdienstes!" So
klang der Refrain, den Alles, ju
belndem Chorus wiederholte.
e i u
i e e
Nichts' konnte den jungen fWtgttn
der Sioux erwünschter kommen, als
die Ausrüstung einer Kriegsunterneh
mung gegen den verhaßten Feind.'
Weist war der unmittelbare Anlaß,
daß irgend ein angesehener Medizin-»,
mann einen Traum hatte,der ihm siche
ten Sieg und Trophäen verhieß. Durch
seine begeisterten Reden wußte er die.
jungen Männer zu entflammen. Wenn'
der Abend herankam, wurde nach
einem feierlichen Pauwau, in dem die
Weisen des Raths die Eingebung des
Sehers guthießen, ein festlicher Skalp
tanz veranstaltet. Wie auf Verabre-
dung erschien Plötzlich eine Schaar jun
ger Männer im Kriegsschmuck, über,
und über mit grell, bunten Farben
meist Eisenocker und blauer Thon —.
bemalt. Ein malerisches Bild! Man
denke sich diese sehnigen Gestalten von
den Flammen des lodernden Lagerfeu
ers beleuchtet, während sie zu dem ein
tönig summenden Gesänge der kauern
den Squaws, der nur ab und zu durch'
ein Händeklatschen unterbrochen wird,
sich in den seltsamsten Sprüngen dre
hen und wenden. Als Tanzmeister
funqirt der Medizinmann, der am
Schluß des Kriegsianzes, nachdem die
Begeisterung ihren Höhepunkt erreicht
hat, allerhand Amulette die meist
die praktische Gestalt einer Tabaks
pfeife tragen unter seine Verehrer
vertheilt.
Unter dem Schutz der nächtlichen
Dunkelheit brach die kleine Schaar der
auserlesenen jungen Krieger, welche
ihre Probe bestehen sollten, auf, ge
wöhnlich unter Führung eines älteren
und erfahrenen „Braven". Und nun
geht's an's Werk. Nach angestrengtem
Marsch glaubt man gegen Morgen
grauen in der Nähe des Feindes ge
kommen zu fein.
Mit bedachtsamer Ueberlegung, die
Ungestüm der sich zu dieser Ehre um
ihn drängenden Jünglinge bildet,
wählt der Alte gerade die beiden jüng
sten zu dem verantwortlichen Amte des
Spähers aus. Kaum ernannt, so
machen sich die Erwählten mit eiligen
Sprüngen, die einer Tigerkatze Ehre
machen würden, auf den Weg. Gilt es
doch, keinen Augenblick Zeit zu verlie
ren und das Lager des Feindes auszu
kundschaften und den harrenden Ihri
gen ihre Wahrnehmungen zu verkün
den. Und in fliegender Eile müssen sie
sich ihrer Aufgabe entledigen. Wenn
möglich, suchen sie eine Anhöhe zu er
reichen, von der aus sie das endlose
Waldland überschauen können. Hier
erblicken wir sie, mit dem Adlerauge
des Wilden nach allen Seiten spähend,
ob ihnen nicht ein Zeichen der Anwe
senheit des Feindes verräth. Am
untrüglichsten und einfachsten ist na
türlich der aussteigende Rauch eines
Lagerfeuers. Aber der vorsichtige
Feind hütet sich meist, feine Stellung
auf so plumpe Weise zu verrathen.
Aber dann bleibt noch der Flug der
Vögel Krähen und Geier halten sich
meist in der Nähe eines Lagers, nach
Beute spähend, und der Adler,der hoch
im Aether seine Kreise zieht, wird
häufig zum Verräther. Nachdem sich
die Kundschafter vergewissert, daß ihre
Wahrnehmungen begründet sind, keh
ren sie fliegenden Fußes zu den Ihren
zurück, in kurzen Worten Bericht er
stattend.
/'Vi
'if®.
a s 1 6 a a w U e
Jetzt folgt der letzte, aber zugleich
der waghalsigste und gesährlichsteTheil
des Unternehmens. Auch hier spielt
das Freiwilligenelement eine große
Rolle. Gewöhnlich überträgt man
auch jetzt mit Vorliebe den jungenKrie
gern, welche sich bewähren sollen, die
sen letzten Theil der Ausgabe. Einst
meldeten sich zwei Vettern, von denen
jeder, brennend vor Ehrgeiz und Ei
fersucht, den Preis der Heldenfchaft zu
erringen suchte. Allein machten sie sich
auf den Kriegspfad. Doch mußten sie
zu ihrer Enttäuschung finden, daß die
Feinde bereits aufgebrochen waren
und sich auf Kanoes über denFluß auf
und davon gemacht hatten. Doch
machten sie sich schnell entschlossen auf
die Verfolgung. Sie einzuholen war
eine Kleinigkeit, da der Marsch der
Feinde durch Kind, Frau und Lastvieh
naturgemäß sehr behindert wurde. Als
sie den Fluß erreichten, sahen sie, wie
der letzte Trupp sich eben anschickte,das
Boot zu besteigen. Ohne Besinnen
stürzten sich die beiden Sioux in's
Wasser, und unter Wasser schwim
mend erreichten sie unbemerkt das Ufer
vor den Ehippewas. Dann unter dem
Schutze des Uferdickichts heranschlei
chend, stürzten sie sich mit geschwunge
nem Tomahawk auf den Feind. Ehe
sich dieser von feiner Ueberraschung er
holen konnte, waren bereits drei seiner
besten Krieger von den Büchsenkugeln
der tollkühnen Sioux geiödtet und mit
Blitzesschnelle skalpirt. Mit Tri
umphgeheul stürzten sich Beide wieder
in den Fluß, und wenn ihnen auch die
wüthenden Chippewahs manche Kugel
nachsandten, so erreichten sie doch un
gefährdet das jenseitige Uftr, um den
Kriegern von ihrem gelungenen Hand
streich zu berichten und die blutige
Trophäe .vorzuzeigen. „Little-Red
Eloud" und sein Vetter „Deer-in-the
Bush" so hießen die beiden Wag
hälse aber waren fortan die Hel
den des Stammes, und achtungsvoll
lauschten ihnen selbst die ergrauten
Krieger, wenn sie am nächtlichen La
gerfeuer ihre Thaten im selbstversaß»
ten Heldengedicht priesen.
E i n O e
Jetzt kommt das freilich nicht mehr
vor. Chippewahs sowohl als Sioux
haben die Tomahawks begraben. Die
ehemals so stolzen Nationen sind bis
auf wenige degenetirte Reste vom Erd
boden verschwunden.
e s o
Mein Frauchen kam heim vom Strand
der See,
Von üblicher Sommerreife,
Da schien mir ihr Teint, sonst weiß
wie Schnee,
Verwandelt in «ig'ner Weife.
Sie schwur, dies sei die reine Natur,
Da wäre nichts auszustellen,
Sie danke den Purpurschimmer nur
Der Sonne, den Wäldern, den Wellen.
Ich aber bin schlauer, als sie glaubt,
Ich preßte, gleichwie im Scherz?,.
Ihr kleines, rosiges Lockenhaupt^
Mit kräftigem Druck an's Herzt,,',
Erst als sie auf meiner Weste sqH
Das Noth ihrer Bäcfchen brennen,
Stand sie in tiefer Beschämung dft
Und z «Uchte
Unter bitt Geistesheroen. Kren Na*
men in allen civilisirten Ländern miI
höchster Achtung genannt rverderv
nimmt Prof. Hermann von Helmholjj,
dessen thatenreichem Leben soeben durch
den Allbezwinger Tod ein Ziel gesetzt
worden ist, einen hervorragenden Rang
ein. Durch fein Hinscheiden erleid»
die Wissenschaft einen sehr schwer 3* .'
ersetzenden Verlust. Sein langes Lew
ben er war vor 73 Jahren in Pots»
dam als der Sohn eines Gymnasial»
professors geboren widmete er dex
streng wissenschaftlichen Forschung»
nachdem er tn Berlin Medicin studied
Grenadier: „Aber Jette, was habe
ich gesehen, Du hast Dich von einem
llnterofficier küssen lassen!"
Jette: „Aber Karl, et war ja va»
Deinem Regiment!"
Jmm-er e s e e
Professor: „Anna, Sie haben, mir
heute Ehocolade statt Kaffee gebracht
Anna: ..Aber der Herr Professor
ttt"c5erii die Semmel ia ia'ä TiâM
faß!"
11.
6
o s e o z
und feine Examina mit Auszeichnung
bestanden hatte. Als Professor der
Anatomie an der Kunstakademie itt
Berlin, als Docent an den Universitä
ten Königsberg und Berlin hat er Aus
gezeichnetes geleistet aber seinen Welt
ruf erwarb er sich durch epochemachende
Entdeckungen auf dem Gebiete der Phy
sik. Sein Werk „Ueber die Erhaltung
der Kraft" bildete sozusagen den'
Grundstein feiner Berühmtheit. Vol!
ihm ist der Augenspiegel erfunden wor
den. Seine bedeutendsten Werke stich
das „Handbuch der physiologische»
Optik" und „Die Lehre von den Ton
empfindungen", zwei Arbeiten, die auf
ihren Gebieten bahnbrechend gewirkt
haben. Helmholtz handhabte alle Mit
tel der modernen Naturforschung, plan
mäßiges, sinnreiches Experimentiren
in Verbindung mit mathematischenUn
terfuchungen als Meister unübertrof
fen stand er auch da in der Darstellung
feiner Forschungen, sowohl im gespro
chenen, wie geschriebenen Wort.
Neue Schreibmaschine.
Schreiben mit Maschine während
der Fahrt das ist das Neueste, toaB
ein findiger Reporter fertig gebracht,
womit er die Welt zunächst in London
überrascht hat. Der Reporter erschien
plötzlich bei einer der vielen militäri
schen Schaustellungen in London und
erregte mit feiner Schreibmaschine, die
vor ihm auf dem Velociped angebracht
war, begreifliches „Aufsehen". So
werden die Eindrücke jedenfalls sehr
„unmittelbar" festgehalten, und der
Radfahrer-Reporter hat den Vortheil
daß er „keine Zeit verliert".
in der Jugend macht, um so unfcquâ»
met wird in der Regel das Alter!
N a i u e i n S A
tanzen sehr schnell, mein Herr, urÄ
kaum ist eine Stunde vorbei, werbe»
Sie schon um meine Hand, das ist doch
gar zu schnell!" Tänzer: „Aber natüS
Ach bitt

Con Dr. F. 9Ztcmaittfc
Die Töchter des Regiments.
A a s e A a i e e z o
Pros. Herm. von Zeimyoih.
i e n e U s a n
e e u e e a n e s s i

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