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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, November 07, 1894, Image 7

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»etttsche Socol«9lad)tia)ltu
3Ptot»ittf Srimbcttbitvfl«
e i n a s U e i i n e
Seisenprozeß gegen: Lehrer und Ge
mojfen lautet für Lehrer auf zwei Jahre
»und sieben Monate, für Grothe au
^Hwei Jahre und sechs Monate und für
Moh auf zwei Jahre Gefängniß.
.Wer „Arbeiter" Freiherr Arthur Li
Nienhof von Adlersstern, ein Mann, der
)on Stufe zu Stufe bis zum Verbre
cher Hinabgesunken ist, wurde von der
Zweiten Strafkammer am Landgericht
2 wegen eines Sittlichkeitsverbrechens
zu neun Monaten Gefängniß verur
ckheilt. Die 15 Jahre alte Tvchter
Hildegard der zu Rixdorf wohnenden
jjjjrau Eisfeld wurde nach einer hiesigen
Drivatklinik gebracht, wo ihr ein Kropf
•jmtfernt werden sollte. Das Mädchen
,*ourbe einer Chloroform-Narkose un
sterwf feit, wachte aber nicht mehr auf.
i z e n e e i e s i z e
ßst mit Hinterlassung von Schulden
flüchtig geworden.
a n s e a W e
jlenbesitzer Horn von der Grabenmühle
In Bintz wurde von seinem eigenen
Mohn erschossen. Der Thäter ist flüch
mg.
Sommerfeld. Der älteste, 19
ßährige Sohn eines hiesigen Fabrikbe
ßitzers war als Primaner vom Grube
'mer Gymnasium fortgeschickt worden,
er junge, reichbegabte Mann muß sich
as sehr zu Herzen genommen haben:
*r erschoß sich in einem dortigen Gast
Hof.
Voten.
o s e n a S a n i s a u s N a y
Hauß-Cormons, Fähnrich im Garde
Mger-Bataillon, ist in dem Biedru
Sower Forst von einem Wilddieb schwer
verwundet worden.
e s e i z I n K a i n s o e i n e
imt Sem Aufbrühen von Wäsche be
jästigte Frau das heiße Wasser ans
ersehen anstatt in den Waschzuber in
Sie nebenstehende Wiege, in welcher ihr
weijähriger Knabe schlief. Der Tod
es Letzteren war bi» Folge. Die Mut
Iter ist dem Wahnsinn nahe.
gDrsnrtnt ©flpreuRett.
i s i a s S w u e i ber*
Urtheilte den Knecht Lolischkies aus
Mwareitkehmen wegen Raubmordes
gum Tode. Der Angeklagte lockte einen
Ääthner des Nachbardorfes aus der
Löohnung, erschlug den alten Mann
«nd führte mit einer Axt gegen die
schlafende Frau und drei Kinder des
Ermordeten mehrere Hiebe, .worauf et
SO Mk. raubte.
Mestpronston.
N i z w a 1 e i e A i z e o y e r
schen Eheleute, welche in einer einsamen
Käthe der Ortschaft Engelsfelde wohn
ten, sind in der Nacht ermordet wor
den. Der Ehemann stand im 76., die
Frau im 59. Lebensjahre. Beiden ist
jnit einem stumpfen Instrumente mit
furchtbarer Gewalt der Schädel einge
schlagen worden, so daß die Wände mit
SBIut bespritzt sind. Alles lag in der
Wohnstube wüst durcheinander, die
Möbel waren geöffnet, so daß Raub
mord wahrscheinlich ist.
Sachs««»
a e N e u i N a s a n n e
das Schloß Rammelburg bei Wippra
Dheilweise ab. Die Gesellschafterin der
grau Amtsrath von Zimmermann kam
$B den Flammen um.
a u e n i e s o K o
markts-, ehemalige Barfüßerkloster
Lrche, die bisher den Ulanen als Ma
gazin zur Unterbringung ihrer Vor
räthe gedient hat und deren Räume
durch Verlegung der Garnison nach
Hanau nun frei geworden sind, soll
6er hiesigen katholischen Gemeinde
überlassen werden.
Provinz
S e s w i e 4 5 i e
Maurer Ohlsen erhängte sich auf der
Dommerbühne auf Bellevue.
A e n a e K a i n W i u
«nd Frau feierten ihre goldene Hoch
zeit.
e w o e s i e e n i e
Hohn des Matrosen Ernst Jürgenfen
im Hafen ertrunken.
o n e n a s e W i w e A n
lesen in Ladelund gehörige Wohn
und Oekonomiegebäude wurde ein
Raub der Flammen.
a n k e n e s e I A e v o n
91 Jahren starb der Schiffskapitän
Joh. Fr. Behrmann.
u a a s e s e i a
mantenen Hochzeit feierten die «Ehe
beute Weber Höper hier, sowie die Ehe
Ituis Hach in Großenbroda.
Vvovini Santttftftv.
a n n o v e W e e n v e o e n e n
Glücksspiels wurden der Zimmermann
Georg Otto aus Linden zu 2 Jahren
-und Brauer Louis Hoffmann zu 1
Aahr Gefängniß verurtheilt.
e e k e s a e S e u e e i n n e
mer Rode beging fein SOjähriges
Dienstjubiläum.
ö i n e n e O s n e
Äkdler aus Schönhagen wurde von
einem Zuge überfahren. Er hinterläßt
.sechs Kinder. Das hiesige Corps
^Hannovers" hat sich ein Grundstück
Im Werthe von 20,000 M. erworben,
'tmt auf demselben ein Corpshaus er
bauen zu lassen.
o a e A e i e i s i a n
Engelkè hat sich in feiner Wohnung
erhängt.
e e e a s w i ö e
Ijsit sich erschossen. Die fiei*° des
iBiim Fischen ertrunkenen Arbeiters
Hering ist in der Weser gesunden wor-
nun Unfall erlitt der Waldheger Kon
radek in Belschnitz. Ein Hund stürzte
litf an einen Baum gelehnte, geladene
'Büchse des Hegers um. Dieselbe ent
lud sich und traf letzteren in ten M*
''Sen. Am Aufkommen des Schwerver
wundeten wird gezweifelt.
a i o K z i i s a s U a
nenregiment von Kutzter von Ratibor
nach Gleiwitz übergesiedelt. Wie das
Meldeamt in Gleiwitz ausweist, sind
gegen 100 Dienstmädchen in treuer
Anhänglichkeit von hier nach Gleiwitz
den Vaterlandsvertheidigern nachge
folgt.
Anrath. Es ist gelungen, die
beiden Menschen zu verhaften, welche
in so überaus grauenhafter Weife die
Gebrüder Rütters ermordeten und an
dere Familienmitglieder schwer ver
letzten. Die Thäter sind die Gebrüder
Joseph und Carl Wirtz.
s s e o e o e e i n e
Feuerversicherungs-Gesellschaft hatte
zwei Briefe zur Post zu tragen, welche
entwa 1000 M. enthielten. Der Bur
sche hat sich jedoch mit dem Gelde da
vongemacht.
E i o o e s A u s e e n e e
das plötzliche Verschwinden des Theil
habers der hiesigen Bierbrauerei,
I
Vogelbacher. Wie es heißt, soll der
Flüchtige bereits Nachricht gegeben ha
ben, daß er sich auf dem Wege nach
Amerika befindet. Vogelbacher hin
terließ ein Deficit von über 100,000
Mark.
K ö n i e s e a e w u e n e w a
150 bis 200 beim Artillerie-Depot
am Weidenbach beschäftigte Arbeiter
beiderlei Geschlechts wegen Mangels
an Arbeit entlassen.
e k u A u e i e s i e n e
mentfabrik „Westsalia" wurden fünf
Arbeiter, welche einen verstopften
Hochofen wieder flott machen wollten,
von einer plötzlich herausschlagenden
Flamme getroffen und schwer1 verletzt.
o u i e i e e e i u n o
merei liebst den Zugebäuden der Eisen
hütte „Westsalia" brannten nieder.
e V o e i n i e n a e n w u e
in der Ruhr bei Wengern die Leiche
des Tageswächters Klostermann auf
gefunden. Die Untersuchung ergab,
daß Klostermann ermordet und so
dann in die Ruhr geworfen worden ist.
o u n e e e a e i s
scheue Individuen verübten hier einen
groben Unfug. In Gemeinschaft mit
lüderlichen Frauenspersonen veran
stalteten dieselben auf einem Grabhü
gel des Ostentodtenhofes ein regelrech
tes Trinkgelage, welches erst durch die
Verhaftung der Gesellschaft ein Ende
erreichte.
$$lcklcttburg.
S w e i n e i n N a u u e
faüene Premierlieutenant Friedrich
Diestel war aus Leezen bei Schwerin
gebürtig.
a a e. Total abgebrannt ist das
frühere zum Hausgute Kronskamp ge
hörige Mauthhaus.
Wismar. Das Rittergut Dä
melon? bei Wentschow wurde von Max
Hornemann an Christ. Köster verkauft.
e l. Eine Windhose richtete
in der Umgegend durch Abdecken von
Dächern und Entwurzeln von Bäumen
bedeutenden Schaden an.
a e u s a s A e k s s e
Grundstück in der Mühlenstraße
wurde auf gerichtlicher Versteigerung
für 9550 Mark dem Fleischer Heinrich
Meyer zugeschlagen.
Malchow. «Schneidermeister
Maaß feierte daS 50jährige Meister
Jubiläum.
a e n a s e ö K i e i z e
wurde für 28,500 Mark an Herrn
Evers von Doberan verkauft.
£»tr«n»i«r öerfctt-litaffai«,
Paffet. Erschossen hat sich der
22 Jahre alte Musketier Ritter von
der 11. Compagnie des 32. Jnf.-Rgt.
mit feinem Dienstgewehr auf einer
Mannschaftsstube der Kaserne.
a n k u E i n e 5 0 a e
alter Ausläufer einer Gold- und Ju
welen Hadlung wurde unter dem
Verdacht des Gattenmordes in Unter
suchungshast genommen. Bei dem an
geblichen Thäter, welcher mit einer
Frauensperson ein Verhältniß unter
halten hatte, fand man Arsenik.
a n a u i e s e a e w u e a u
dem Nordbahnhofe hier ein Hilfsbrem
fer, ein 61 Jahre alter Mann, durch
die Puffer erdrückt.
S a n s e E i n e i e
Verbrecher ist aus dem hiesigen Ge
fängniß entkommen. Derselbe war
aus dem Gefängnißhofe beschäftigt, als
er plötzlich in einem unbewachten Au
genblick über die Mauer kletterte und
entsprang. Der Flüchtling lief nach
)em nahegelegenen Walde und ver
chwand darin, bevor die zu feiner Ver
folgung herbeieilenden Oefangenenwär»
er ihn einholen konnten.
Froie g»tSMe.
Hamburg. Das Töchterchen des
Gastwirths Auer amSpecksplatz stürzte
in eine mi't heißem Wasser gefüllte
Badewanne und starb an den Brüh
tvunden. In Kopenhagen ist der von
hier geflüchtete Bankkassirer Johann
Eckermann, der 30,000 M. gestohlen
hatte und auf dessen Ergreifung eine
Belohnung von 2000 M. ausgesetzt
war, verhaftet worden.
e e n e o n n e a e s
aus Woltmershausen wurde in der
Gießerei der Aktiengesellschaft Weser
von fallendem Elsen zu Tode gedrückt.
W e s e s e e U e e a s V e
mögen des prakt. Arztes Dr. med.
Kuhlmann, des Besitzers der bekannten
KneiPP'schen Heilanstalt ivi Zwischen
ahn, ist das Konkurs oerfahren eröffnet.
föltiiriiTtien.
o u e i n e a z i e
gelei in Esbach beschäftigt gewesene
Heizer I. Neumann hat sich dem
Reservebassin des Dampfkessels er
tränkt. Motiv unbekannt
e a N e u i A e n s s n a u s
den Eisengießereibesitzer Wetze! bei sei
ner Rückkehr nach Hause zwei Revol
verMsse sbAjâtt wside», von denen
ber eine Ihn an der linken Schulter ge
troffen hat, ohne jedoch eine erhebliche
Verwundung hervorzurufen. Der Thal
verdächtig, ist ein früherer Arbeiter in
Haft genommen worden.
o a i e s e a e i s i e e i n
Verwundeter aus der Schlacht bei Lan
gensalza nach 28jährigem schweren Lei
den begraben worden. Dem Verstorbe
nen war durch eine hannoversche Ku
ssel ein Knopf feines Was^.nrocks mit
in den Körper geschlagen worden und
im,Körper stecken geblieben, während die
Kugel am Rücken einen Ausweg ge
funden hatte. Die Eiterungen, die in
folge dessen eingetreten waren, haben
schließlich nach verschiedenen Operatio
nen den Tod des Mannes zur Folge
gehabt.
S u e e o a a i n
voller körperlicher und geistiger Frische
sein 25jähriges Rectorjubiläum be
gangen.
firarfjfctt.
e s e n i e v i e e E k e
an der eifrig fortgeaâitet wird, be
kommt sammt ihrer Umgebung immer
mchr^ Zusammenschluß und Ansehen.
So sind die fandsteinernen Geländer
Pfeiler fertig aufgestellt.
i i s a u e i O e n
geschäft von Hezinger arbeitende 22
jährige Schlosser Paul Meister war an
einem mittels Motors getriebenen gro
ßen Schleifstein beschäftigt, als derselbe
plötzlich zersprang und ein Stück den
Mann schwer am Kopse verletzte. Im
Krankenhause erlag der Verwundete
bald daraus seinem Leiden.
e i z i i e s e i n e Z e i v o n
der Anklage wegen Elternmordes frei
gesprochene Fanny Schön wurde wegen
Diebstahls zu neun Monateft Gefäng
niß verurtheilt. Ein origineller Dieb
scheint es zu sein, der dieser Tage aus
dem Corridor einer öffentlichen Lehr
anstalt einen Paletot entwendete. Er
versetzte den Paletot und schickte dann
den Pfandschein durch die Post an die
Anstalt mit dem Bemerken, daß er in
Noth gewesen sei und sich nicht anders
zu helfen gewußt habe.
u n z e n a u V e i e a s i
ein in den 30er Jahren stehender, auf
dem Anger wohnhafter Schuhmacher
Namens! Bohne mittels Karbolsäure.
Unter schrecklichen dualen gab der Un
glückliche nach drei Stunden feinen
Geist auf.
y a u a s e s v o z w e i a
ren neuerbaute Hintergebäude des Spe
diteurs Möckel in der Netzschkauerstraße
ist abgebrannt.
ö e n a i e s e a e a
sich die Frau vertu. Fleischer, Mutter
mehrerer Kinder, durch Erhangen selbst
entleibt. Ein schweres Geschick lastet
aus dieser Familie, da bereits vor län
gerer Zeit eine erwachsene Tochter sich
ertränkt und ein erwachsener Sohn sich
erschossen hat. Diese schweren Schick
salsschläge umdiisterten das Gemüth
der schwergeprüften Frau, so daß auch
sie ihrem Leben ein gewaltsames Ende
bereitete.
W o k e n s ein. In der Nähe der
Landrock'schen Papierfabrik sprang das
22jährige Dienstmädchen Tischendorf in
die stark angeschwollene Zschopau das
Mädchen wurde von Arbeitern zwar so
fort aus dem Wasser gezogen, verschied
aber alsbald am Schlage auf der anlie
genden Wiese.
SruRtr»rt«jr6t^ttm OcfT»«.
o n s e n e i A u A n a e
Kreisfchul Commission wird sich un
sere Gemeinde mit dem Baue eines wei
terem Schulhauses zu befassen haben,
da die jetzigen Klassen zu sehr überfüllt
sind und die einzelnen Lehrer und Leh
Tcrinnen größten theils über hundert
Kinder zu unterrichten haben.
e s e i e z i n w u e a u
der Hechtsheimer Chaussee ein 15 Jahre
altes Mädchen von drei Strolchen über
fallen und mißhandelt. Als dieselben
sahen, daß Leute hinzukamen, suchten
sie das Weite und konnten deshalb nicht
festgenommen werden. Das Mädchen
befindet sich in ärztlicher Behandlung.
a i n z e e n e i n i e s i e s E e
paar ist eine Untersuchung wegen Mor
des eingeleitet worden es ist beschul
digt, zwei Pflegekinder, die zu gleicher
Zeit und ganz plötzlich verstorben sind,
gewaltsam aus dem Leben befördert zu
haben. Die eingeleitete Untersuchung
wird die Sache klar stellen.
W o s. Der Wirth „Zum gol
denen Hirsch", Herr Bredt hier, wurde
neulich von einem bedauerlichen Unfall
betroffen. Um 4 Uhr Morgens er
wachte derselbe und sah nach, wieviel
Uhr es sei. Da ihm die Stunde zum
Ausstehen noch etwa* zu zeitig, war,
legte er sich nochmals zur Ruhe nieder.
Als man ihn später weckte, hatte der
selbe das Augenlicht verloren. Der
17 Jahre alte Matrose Johann Ullrich
aus Nierstein stürzte von dem im Ha
sen hier liegenden Schiffe „Vereini
gung 12" in's Waffer und ertrank.
Saueeit.
n e n I Z u a u e i n e
Au hatte ein beim Director bedienstetes
Mädchen mit einem Sträfling, der als
Hausdiener verwendet wurde, ein Ver
hältniß angeknüpft der Sträfling soll
•cht gesagt haben, er komme bald her
aus und werde sie dann heirathen. Als
das Mädchen erfuhr, daß der Mann
noch acht Jahre abzusitzen habe, machte
es einen Selbstmordversuch.
A s a e n u e e s u
der kgl. bayerischen Forstlehranstalt,
der schon im vorigen Jahre sehr bedeu
tend war (er hat bei Beginn des Win
tersemesters 1893—94 110 Studirende
betragen), hat sich in diesem Jahre noch
wesentlich gesteigert.
A u s u i e s e a e v e
unglückte der ledige Wagenschieber Xa
ver Weiß im Bahnhofe hier dadurch,
daß er beimRangiren zwischen die Puf
er zweier Wägen gerieth und dabei der
art verletzt wurde, daß sofort der Tod
eintrat.
chiifi hat der, Artilleriesergeant Ell
aus Erhangen seinem Vater mittels ei
nes Revolverschusses eine tödtliche Ver
letzung beigebracht. Bzp Unglückliche
ist seinen Verletzung«!? fnt Spital er
legen.
n z e n a u s e n a s A n w e
sen des Lohmüllers Schnell ist sammt
Mobiliar niedergebrannt. Das Feuer
entstand durch Kinder, welche mit
Zündhölzchen spielten. Ein Feuer
wehrmann siel vom einstürzenden Dach
boden und verletzte sich erheblich.
a u i n e n a s e a i k a
beiter A. Wiedemann gehörige Wohn
haus in der Stadwogteistraße brannte
nieder.
N e u U E i n e s e v i s e s
12. Infanterie Regiments, welcher zu
den Herbstwaffemibungen beigezogen
war, kjat mit Hilfe eines Schrittzählers
die Zahl der Schritte während 38 Ma
növertagen (einschließlich der Rasttage)
festgestellt. Danach betrugen die von
ihm gemachten Schritte 999,835. Hier
von treffen auf Schritte im Dienst
767,555, außer Dienst 232,280. Die
höchste Tagesleistung im Dienste betrug
52,311 Schritte.
W i e 1 e z i n i s i e a s
Gebursshaus des Eulogius Schneider,
des vielgenannten ehemaligen Bamber
ger Franziskaners, abgebrannt.
W z u e k A s e
richtssecretär Göll begab sich kurz nach
10 Uhr in die Strafregistratur und
schloß sich dort ein. Er begab sich, ei
nen alten Säbel, der hier mit anderen
Uebersührungsgegenständen! aufbewahrt
war. in der Hand auf eine Leiter, legte
sich einen Strick um den Hals und ver
setzte sich mit dem Säbel einige Stiche
in den Leib, wovon einer in das Herz
traf. Göll fiel herab, die Schlinge zog
sich zu und der Tod trat ein.
IUjctnpfalf.
S e y e V o i e n S o k e e
Lehrerbildungsanstalt fiel der 19jäh
rige Maurer Käppel, Sohn des Stra
ßenwärters Käppel^ herab, wobei 'er sich
schwer verletzte: An seinem Auskommen
wird gezweifelt.
e e s e i I n e S e i
fenfabrik Fließen fiel der Taglöhner
Nägele in einen Siedekessel, und ver
brannte sich derart, daß ihm die Haut
buchstäblich vom Leibe hing und er
schwerlich mit dem Leben davon! kom
men wird.
S i e e a I n e S e u e
des Wirthes Schaumlöffel brach Feuer
aus und brannte dieselbe mit dem an
gebauten/ Tanzsaal vollständig nieder.
Leider ereignete sich hierbei ein schwe
rer Unglücksfall der 23jährige Jakob
Schaumlöffel, ein Neffe des Brand
beschädigten, wurde von einem fallen
den Balken todt geschlagen.
i e i n e n e i K a s a
nien-Abmachen fiel der Maurer Brun
ner vom Baume, wobei augenblicklich
der Tod eintrat.
Kaiserslautern. Dem 24
jährigen Daniel Neu aus Erfenbach
wurde von einem Treibriemen in der
Lampertsmühle der linke Arm abge
rissen.
Klein st einHausen. Die An
wesenj des Schneidermeisters' Valentin
Römer und des Ackerers Lang brann
ten mit Inhalt nieder.
a e o s o i i a n E i
Herbrandt von hier ist beim Nachensah
rert in Wllrzburg ertrugen er War 28
Jahre alt.
ijöüvttemucra»
S u a E i n ö s e a s
hat sich seit einiger Zeit wieder hier
eingestellt: die Influenza, welche in
ziemlich heftiger Weise auftritt.
Das- Schwurgericht verurtheilte den
Bäcker Mannus von Cannstatt wegen
Morders, begangen an der Frau Hipp,
zum Tode. Als der 17 Jahre alte
Stallbursche Johann Haug von Aigis
hofen vor den Stallräumen im Hause
No. 5 Neckar st raße die Düngergrube
öffnen wollte, stürzte er in den mit
Gasen gefüllten Düngerraum, aus
dem ihn die Dienerschaft in bereits
bewußtlosem, Zustande herausholte.
Die von Aerzten angestellten Wiederbe
lebungsversuche blieben leider erfolg
los.
e s i e i K u e s i e
Reuschle von hier, ein ungefähr 70
Jahre alter Mann, wird vermißt. Man
vermuthet, daß er in die Enz gefallen
und ertrunken ist.
o O A ö i n e n I s o
gen. Unterdorf in Schwingen brannte
das Wohnhaus des Lammwirths und
Darnpssägereibesitzers Peter Rentier
vollständig nieder.
Ehingen. Beim Futterschneiden
mittels einer Göpelmaschine brachte der
etwa 30 Jahre alte Sohn desSchmieds
Kramer in Volkersheim die rechte
Hand in die Briezmaschine, wobei ihm
durch das Schneidemesser die Hand und
theilweise auch der Arm stückweise so
lange abgeschnitten wurde, bis die Ma
schine abgestellt werden konnte. Dem
bedauernswerthen Menschen mußte der
Arm abgenommen werden.
E 1 1 w a n e n e a ö n e
W. Kaiser in Waldhausen, der in an
getrunkenem Zustand seine Frau er
stochen, wurde vom Schwurgericht we
gen Todtschlags zu einer Gesängniß
strafe von vier Jahren acht Monaten
verurtheilt.
E i n e n e e e i n e a
fiel so unglücklich dfe Treppe hinunter,
daß er starb. Er war 71 Jahre alt.
o 11 w e i
I. Der sehr vermögliche
Bauer Johannes Retterer von Haufen
ob Rottweil, dessen Sohn sich dieses
Frühjahr aus Schwermuth erhängt
hat, wurde dieser Tage auf feiner
Bühne erhängt aufgefunden.
S a e e a ö n e
I. Sohmer, Parzelle Brambach, Ge
meinde Aichhalden, hat feilte 57jährige
Ehefrau vorsätzlich mit einem Dresch
schlegel in seiner Scheuer todtgeschlagen
und hierauf mit einem Strick im Stalle
aufgehängt. Der Thäter ist verhaftet
worden.
Bäcker und Wirth Herzog gehörige An
wesen ist beinahe vollständig niederge
brannt.
S u z a N i e s i n a e a
vier Gebäude in Flammen aufgegan
gen.
U m. Vom Schwurgericht würd«
der 25 Jahre alte Schreiner Friedrich
von Kirchheim u. T. wegen Brandstif
tung zu einem Jahr vier Monaten
Zuchthaus verurtheilt.
Kaden»
K a s u e E i n i Z i k e
wohnhafter Studirender hat sich aus
Furcht vor dem Staatsexamen, mit
Morphium vergiftet.
A e i s a e e w a 6 0
jährige Küfer und Eichmeister Graner
wurde in der Braterei Bercher von
einer Tvansmissionswelle so unglücklich
ersaßt, daß ihm beide Atme ausgeris
sen und der Körper unter Zertrümme
rung eines Kreuzstockes durch das Zen
sier aus d*n Hof geschleudert wurde, wo
er todt liegen blieb.
e o z e i W o n a u s n e s
gefüllter Scheuer des Landwirths Haas
sind abgebrannt. Haas war nicht ver
sichert.
Bllsinge». Dieser Tage stand
plötzlich das Haus des Schuhmacher
meisters Geß in Flammen. Während
der Löscharbeiten sand man nun den
Geß selbst als Leiche und in einem
Bette-die 16 Jahre alte Auer von Bie
singen ebenfalls todt. Die nähere Be
sichtigung dieserLeiche führte zurUeber
zeugung, daß die Auer eines gewalt
samen Todes gestorben ist. Man
glaubt, daß der Schuhmacher Geß,
dessen Frau während des Ereignisses
in Schaffhaufen, war, mit dem Mäd
chen in näherer Beziehung gestanden
hat und gewisse Umstände zur Ermor
dung der Auer geführt haben. Geß
hat ohne Zweifel das Haus selbst an
gezündet und sich gleich daraus durch
Erhängen das Leben genommen.
a i s a S a e n w a a k o
Kuntz Hai sich in geistesgestörtem Zu
stand erhängt.
E e s e e n e 6 4 a e
alte verheirathete Landwirth Michael
Barth hat sich erhängt.
e i u e 4 5 a e a e
Erdarbeiter Luigi Camison von Cas
chino d'Erba wurde wegen Körperver
letzung mit nachgefolgtem Tode, verübt
unter mildernden Umständen, zu sechs
Monaten Gefängniß verurtheilt. Ca
mifoni hatte in St. Georgen einen an
dern italienischen Arbeiter, der mit ihm
Zimmer und Bett theilte, im Streit er
stochen.
u e s o e n N e u i N a s
hat die 47jährige ledige Maria Weber,
Haushälterin bei ihrem Bruder, eine
brennende Erdöllampe aus Unvorsich
tigkeit vom Tisch aus den Boden ge
worfen. HierWt fingen ihre Kleider
Feuer, wodurch so schwere Brandwun
den verursacht wurden, daß nach vier
Stunden der Tod der Unglücklichen
eintrat.
K e a e v e e i a e e
Fabrikarbeiter Jakob Graf, Vater von
drei Kindern, wurde »m Maschinenbau
der chemischen Fabrik Wohlgelegen be
wußtlos aufgefunden und starb nach 2
1-2 Stunden.
K e i e e i e e s E n s e i
singer von Gallenweiler wurde imRhein
gelänget.
K i i n s e e n e i n
ken des Pferdes wurde das zehn Jahre
alten Söhnlein des Landwirths und
Händlers Buser von dem Pferde so auf
den Hals getreten, daß es fast augen
blicklich eine Leiche war.
a n k i ch. Der 64 Jahre alte
verwittwete Taglöhner LudwigMorath
von Schwende,Gemetnde Fischbach, hat
sich erhängt.
a n n e i A s i e s e a e
bei dem fieichenbegängniß der Frau N.
Steiner Wittwe der Rabbiner mit der
Trauerrede beginnen wollte, stürzte ein
Schwiegersohn der Verstorbenen Mo
ritz Oppenheimer aus Frankfurt, vom
Schlage getroffen todt nieder.
giCTTtVCtl.
e n i e i e k i o n e s w e i
zerischen Nordostbahn hat beschlossen,
für ihre 200 Angestellten bei der Cen
tralverwaltung vom 15. November bis
1. Februar den achtstündigen Arbeits
tag einzuführen. Für die übrige Zeit
des Jahres beträgt der Arbeitstag 8
1-2 Stunden Die „Berner Zeitung"
liegt wieder im Schmelzofen diesmal
soll sie sich mit dem „Bieler Anzeiger"
verbinden.
a u s e a i k a n e i
Luchsinger in Hätzingen hat für gemein
nützige Schul-- und kirchliche Zwecke die
schöne Summe von Fr. 36,000 ver
ausgabt. In Glarus ist Lehrer I.
U. Staub von Bilten gestorben. Staub
hat 50 Jahre im Schuldienst gestanden
und war ein bescheidener, pflichtgetreuer
Schulmann. Im Juni und Juli
nächsten Jahres wird in Glarus eine
kantonale Gewer-beauSstellung! abgehal
ten werden.
u z e n A s N a o e v o n
Beck-Leu wurde mit ungefähr 3000
Stimmen Regierungsstatthalier Fell
mann in Sursee in den Nationalrath
gewählt.
S a e n i e i e i i s
hat einem Familienvater in Wyl in
nerhalb weniger Tage vier seiner Kin
der entrissen ein fünftes schwebt noch
in großer Gefahr.
S w y z I n e N e v o n u n
nen fiel ein Radfahrer von Baden-Ba
den, der in Begleitung von zwei Kame
raden auf einer Rundreise beariffen
war und aus Italien kam, vom schlag
gerührt, todt vom Velociped.
S ö o u n i S o o u n e
haben den Bau eines Museums für
Frcs. 300,000 und eines Concerthau
ses beschlossen.
A u a s O e e i s a e n
Joseph Schicker von dem Verdacht ei
nes ihm zm Last gilbten Raubmordes
ââ
lJr!
"Äf'J' "'üsi-i'
frei, für den der Mann bereits jisU.f
Jahre Zuchthaus abgesessen hat.
Z i I e z i k A o e n
wird in nächster Zeit der Bau eines
Asyls für Kranke und Leidende in die
Hand genommen werden. Herr Fabri
kant Stehli-Hirt in Obfelden hat für
diesen Zweck FrcS. 20,000 gestiftet,
zahlbar ant Tage, da der Bau begon
nen wird.
W is«. Bei den am 1. Oktober be
gonnenen Einschreibungen der Wiener
Universität lie^, sich für das erste Medi
zin-Semester als ordentlicher Student
Vinzenz Ritter v.Helm einschreiben, der
kürzlich als Hofrath mit dem Titel ei
nes Sektionschefs im Ministerium des
Innern in den Ruhestand versetzt wur
de. Helm ist auch schon Doktor der
Philosophie und der Rechte und will's
nunmehr in fünf Jahren zum Doktor
der Medizin und praktischem Arzt
bringen Der Uhrmacher Rudolf
Turn itz von hier, war ant 29. v. Mts.
in's Gejause gefahren, um von Gstat
terboden aus eine Bergpartie zu unter
nehmen. Turnitz ließ jedoch seit jenem
Tage nichts wieder von sich hören. Es
wurden Nachforschungen gehalten und
dieser ü&ge fand man Turnitz hundert
Schritte unterhalb des Gipfels des
Buchsteins in sehr verwestem Zustande
als Leiche.
I n n s u k i e e n a e i e
in Gemeinschaft mit der Jnnsbrucker
Sicherheitswache hat einen Mann ver
haftet, auf welchem der Verdacht lastet,
daß er in der Nähe von Innsbruck den
Mord an den zwei Frauen verübt hat,
der so große Beunruhigung erregte. Der
Verhaftete ist der Melker Jos. Jordan
aus Völs. Es hat sich nun herausge
stellt, daß die Leiche der einen Frau
unrichtig agnoszirt wurde. Die Er
mordete ist eine Taglöhnerin Namens
Anna Jeser aus Cuxams und war frü
her bei demselben Wirthschaftsbesitzer
Summerer bedienstet wie Jordan.
N i k o 1 s u A 9 O o e
entlud sich über Poisdorf, Poysbrnnn,
Baumgarten, Garschönthal undSchrat
tenberg ein fürchterliches Unwetter. In
Schrattenberg dauerte der Wolkenbruch
länger als eine Stunde. Den mächtig
andringenden Wogen fielen Hunderte
von Schweinen, sowie auch viele Kühe,
Pferde und andere Hausthiere zum
Opfer. Auch wurden mehrere Häuser
total weggeschwemmt, wobei mehrere
Personen verunglückten.
e i ch e n e i. B. Vor mehre
ren Tagen verschwand auf geradezu
unerklärliche Weise in der Mittags
stunde die 5 1-2 Jahre alte Tochter
Olga des Schnittwarenhändlers Ju
lius. Fautl, welche vom Laden ihrer
Eltern bis in derenWohnung ging, eine
Strecke von etwa secks Minuten. Man
alaubte, Zigeuner Bärenführer oder
Komödianten hätten das Kind entführt.
Alle Nachforschungen blieben ohne Er
folg. Dieser Tage lichtete sich das Ge
heimniß auf gräßliche Weise. Ein
Pilzsucher sand im Walde hinter der
Restauration Belvedere nächst dem
Stadtwäldchen die Leiche der kleinen
Olga, welche das Opfer eines Lust
mords geworden war.
e e 8 v a r. Einer am Ende der
Stadt lagernden Zigeunerbande war
ein blonder Knabe, den die Zigeuner ir
gendwo gestohlen hatten, durchgegan
gen. Derselbe gab bei der Polizei cn,
daß die Bande an verschiedenen Orterr
des Landes fünf gräßliche Raubmorde
begangen habe. Die ganze Karawane
wurde darauf verhaftet.
verzweifelten Mutter mit deren fünf
Kinoern hat in Paris gewaltiges Auf
fehen gemacht. In einer ärmlichen
Wohnung des linken Seine-Ufers, in
der Gegend des Orleans-Bahnhofs,
wohnte feit etwa einem Jahre die aus
sieben Köpfen bestehende Familie des
Pflasterers Henri Hauffmann, der bis
vor vierzehn Tagen wenig, aber immer
hin noch genug verdiente, um feinen
Kindern Brot zu kaufen. Seitdem er
aber keine Arbeit hatte, nahm das
Elend unausgesetzt zu. Schließlich
war die Miethe zu entrichten, und die
Hausmeisterin drohte Frau Hauff
mann mit der gerichtlichen Aussetzung,
falls sie nicht die rückstandige Miethe
bezahle. In der That erschien bald
darauf der Gerichtsvollzieher mit einem
Zahlungsauftrage, und darob war
Frau Hauffmann so bestürzt, daß sie
zu der Hausmeisterin eilte, sie flehent
lich um eine Fristverlängerung bat,
dann aber, als dies nichts wirkte, ge
fährliche Drohungen ausstieß und
schließlich einen heftigen Weinkrampf
hatte. Als dieser vorüber war, kaufte
sie für ihren letzten Sous Holzkohlen,
verstopfte alle Fugen ihrer Wohnung,
bettete ihre Kinder auf der einzigen
Matratze, zündete die Kohlen an und
wartete den Tod ab, der sie denn auch
wirklich ereilte. Als Hauffmann müde
und hungrig nach Haufe kam, fand er
nur sechs Leichen vor. Der Schmerz
des armen Mannes kannte keine Gren
zen und dicNachbarn hatten alle Mühe,
ihn davon abzuhalten, daß er sich ne
ben den Leichen der ©einigen dâs Le
hMKahm.
S e i e N i
die 5 l-2jähnge Tochter des zu Reichen
berg in Böhmen wohnenden Ächnitt
waarenhändlers Fantl vermißt, ohne
daß es der Polizei gelang, den Verbleib
des Kindes zu ermitteln. Jetzt ist die
Leiche des Kindes im Walde bei den
„Siebenhäusern" gesunden worden, und
durch die'gerichtliche Untersuchung ist
festgestellt, daß ein Lustmord vorliegt.
Der Mörder, von dem jede Spur fehlt,
hat sein Opfer jedenfalls durch Vor
spiegelungen an sich gelockt und bis in
den Wald geführt, wo er die bestialische
Th^t verübte.
M*
E i n s e n s a i o n e e 8 N 1
b-sronun, dessen H-ld Andrea- T.m-' $
linaer. ehemals Mitglied des Kapuz,- ...
mrordens war,gelangte dieser Tage
Prchburg zum Abschüch.
glückliche Priester oerli-bt- sich leiden-,
schastlich in die Tochter eines pensio-^ »,
nieten Hauptmannes und »«h'B.
er um jeden Preis in den Besitz der?,,
Geliebten kommen wollte, seinen Or- 4
densverband, um, da er keine anderer
Stellung erlangen konnte, Finanz*,/
wackmann zu werden. Als solcher wat,\
er bei Malaczka, in Magyarsalu, sta- 4,
tionirt. Das Mädchen das
elterliche Haus und zog zu cym, da jte(* v
ifin nicht minder leidenschaftlich liebte.
Allein ihre Gefühle änderten sich nach 'q
kurzem alücklichem Zusammenleben er
fuhr Tiinünger, daß sie einen Finanz
kontroleur mit ihrer Huld auszeichne
und als nun der ehemalige Priester'
das Paar am Ende des Dorfes mit*,,
einander sprechen sah, nahm er sein $
Dienstgewehr, schoß und verletzte ba3.t-V
Mädchen nicht unerheblich. Der Un- ,v
glückliche wurde verhaftet, das Mad-..,
dun in das Spital transporiiri. Als
sie vorWochenfrist dasselbe wieder ver-...
lassen kennte, war ihr erster Gang zu7. V
den Richtern, wo sie inständigst bat, n
ihren Geliebten zu schonen, doch Tim- :jj
linger war wahnsinnig geworden unb
befindet sich jetzt im Irrenhause.
I n e u n i e
mentfabrif, Russisch-Polen, ereignete I
sich ein Unglücksfall, welchem 7 Arbei
ter zum Opfer fielen. In der neu an
gelegten Fabrik wurden einige Ver
suche mit einem Hochofen gemacht..
Derselbe sollte nach einer Pause von.
fünf Tagen wieder angezündet wer
den. Mit der Reinigung der Roste
wurde ein Arbeiter von einem Hetzer"
betraut. Plötzlich bemerkte der Heizer,
daß der Arbeiter zu Boden fiel. Er
eilte dem Mann zu Hilfe, brach aber
ebenfalls zusammen. Das gleiche.
Schicksal traf noch neun andere Arbei
ter. welche Rettung bringen wollten.
Nach Oeffnung der Ventile gelang es,
die Leute aus der Nähe des Hochofens
zu bringen. Die ärztlicherseits ange
stellten Wiederbelebungsversuche erwie
sen sich nur bei vier Personen erfolg
reich, die übrigen sieben Clieben todt.
DerUnfall ist jedenfalls darauf zurück
zuführen, daß im Hochofen Kohlenreste
weitergeglimmt und den Ofen mit
Kohlenoxyd angefüllt haben, welches
die Verunglückten eingeathmet haben.
Die vier Geretteten liegen schwer krank
darnieder.
Ausbruchsversuch machte ein Sträf
ling des Zuchthauses zu Jnsterburg in
Ost-Preußen. Zur Mittagszeit wer
den die Zellenthüren gewöhnlich nut
zugeworfen der Sträfling hatte ein
Lederstückchen in die Spalte geklemmt,
so daß er die Thür öffnen konnte. Mit
einem Hammer, einem Brett und einem
Messer bewaffnet (er wird als Schuh
macher beschäftigt), überfiel er einen
der wenigen zu dieser Zeit vorhande
nen Aufseher, indem er ihm zunächst
von hinten einen Schlag mit dem Brett
versetzte und dann den Hammer gegen
die Stirn schleuderte. Der Aufseher
tonnte sich jedoch noch zur Weht setzen»
Der Lärm rief mehrere Beamte herbei.
Dieser Uebermacht gegenüber ergab sich
der Sträfling erst, als ihm ein gela
dener Revolver drohend entgegengehal
ten wurde. Absicht des Verbrechers
war es, den Beamten zu ermorden und
sich feiner Kleidung zur Flucht aus
dem Gefängniß zu bedienen.
bische Schönheit in Marlanb, Theresa
Carlotta Oxfort, dort bekannt unter
dem Spitznamen „Rubens", fälschte
mehrere Wechsel, verübte anderweitige
Betrügereien in einemtochabensbetrage
von 200,000 Lire und reifte mit bem
berart erworbenen Gelbe nach Monte
Carlo, um ihn Glück an der Spielbank
zu versuchen. Während des Pointi»
rens sollten Polizisten zur Verhaftung
der Betrügerin zu schreiten, welche je
doch in leidenschaftlicher Weise zu
schreien und zu toben begann und sich
der Verhaftung widersetzte. Ein Theil
der Spieler trat für bie Schwedin ein
unb es entstand eine Schlägerei, bei ....
welcher internationale Diebe die Ge
legenheit benutzten, vom Spieltische
größere Beträge zu entwenden. Nach
Beenbigung bes Skandales waren so
wohl die Schwedin, als auch die Diebe
verschwunden
E i n
1
n i i Ufe*"
schwinbler, der seit Jahren bte Anti- "it
quitätenhänbler Deutschland heim
gesucht, und sich bald Bruhns, bald -'jy
Babing genannt hat, ist jetzt in Ham-
bürg festgenommen werben. Er hatte
anfcheinenb echte alte Bibeln, Filigran- nèti
arbeiten, Golb- unb Silbetgeräthe bet hH*
Antiquaren und Kunstliebhabern für
große Summen verpfändet unb war 7
bann stets auf Nimmerwiedersehen ver
fchwunben. Bei genauer Prüfung
stellte es sich regelmäßig heraus, bafe
sehr geschickte Nachbilbungen vorlagen, u n
bie geringen ober gar keinen Werth
hatten. Die Hamburger Polizei fand -,S:
bei bem Schwinbler einen großen Kos- r-4'
fer vor, bet mit nachgemachten Alter
thümern angefüllt war. Der eigent- ü?« .^
Iiche Name bes Gauners ist Backhaus.
e i a e 1 8 4 7 i n
n
i
Breslau gestorbene königl Oberamt
mann Eisfeld hatte feine Güter zu
einem Fideicommiß vereinigt mit der U'
Bestimmung, daß es nach dem Aus
sterben ber* zur Erbfoli?
an ben Staat fallen unb von biesem zu
einer Stiftung für verwayrio,^
ber verwandt werden solle. Der jetzige
Inhaber des FideicommiM, Land
baumeister a. D. Hermann in Stan
nowitz hat, ba er ohn: thn, auf
sämmtliche Nutzungen verzichtet,)o daß ..
nunmehr ber Staat in ihren Besitz ge
langt ist. Die zur Stiftung gehören- I?
den Güter haben einen Werth von
750,000 Mark, dazu kommt das tobte
und lebende Jeventar und ein Baar
kapital von 252,000 Mark.
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