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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, November 21, 1894, Image 1

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3. t?. Mitchell,
(Ex-Probate Richter.)
Rechtsanwalt.
Office: 6efl«ttlei d»« «»»rth»«?.
Es »vird deutsch gesprochen in meine«
tWee R«rd-Vroavway, NkwPhiladelphi«, V.
fST Geld gegen hypothekarifch» «*b persönliche
Elcherheit zu verleihen.
J«h« A. Himes,
—Verfasser von—
voSßüudifte «usjüge von allen Ernndrge»th«»i»
Urkunden in Tnsrarauias County.
GeschäftSlvkcil gegenüber dem Evurthau».
Man kaufe niemals Land oder lehne Geld ans solche?
auS. bevor man sich einen Auszug über den Besitztitel
beh'esben von der Zeit an, da bus Land noch den Ver.
Staaten qelmrte btj eins die Gegenwart verschafft hat.
Geldan^ihcii aus erste Hypotheken wird veiondere
Ausmerkfamkeit geschenkt. Enltivirte Farmen in Jn
bian« und Illinois zu verkaufe».
§pm?tfc Maurer
hat ein neues
an
West- Hochstraße.
(gegenüber der Beobachter Office)
eröffnet und hat eine schöne Auswahl von Kleiderstoffe»
after Art. Preise billig und die Arbeit gut.
New Philadelphia» O.
Dr.
mea. V.
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Beglaubigten Grundcigenthumsur
künden und Uebertragungcn
und Oeffentlicher Notar.
Sterki,
Deutscher Arzt,
Wundarzt & Geburtshelfer
empfiehlt sich bestens.
Angen
Uran
hsitm
eine Spezialität.
»•68Ä»fl & Office Wo.
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Süd-vr»«»w«tz.
Jas. K. Kowers,
Fabrikant von
Cigarren
vom besten
Havauaa & Couuecticat
Tabak.
eef*flftelolat *Nr Eam. «chlup« «iquvrSore
AdÄm Gintz
Möbelhändler &
Polsterer«
Lytle Block, West Hochstraße,
eine Spezialität.
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Da ich etilen schönen Leichenwagen besitze, so «a»
Tche tch das Publikum daraus aufmerksam, dafj ich
i ollständig ausgerüstet bin. um Leichenbestattungen
w besorgen.
er* preise billig.
Die Kaldenbaugh Bank,
«. Kalveubangh I. T. «aibeubaugh,
besorgt allgemeine Bankgeschäfte.
Allen Angelegenheiten, welche
der Bank übergeben wer
den, wird prompte «.
v syrgfältige Auf-'..
n- merffainBeii
I gewidmes.
Geld gegen gute Sicherheit
aufgelehnt.
Auf Depositen werden Zinsen bezahlt
fW D» Bank ist durch einen dledöstcheren töeld
chrank und feuerstchere Gewölbe gegen Verlust« ge»
chlivt.
G. KaidenbttngiL»
Kassi',
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Hemokrate«. «epublikaner. Populisten.
Was waren nun die Ursachen dieses
Rückgangs des demokratischen Votums
Es waren namentlich zwei: Erstens
Unzufriedenheit mit den bestehenden
Verhältnissen. Die Zeiten sind schlecht,
wie wir Alle wissen, und statt den Ursa
chen nachzuforschen, wird von vielen
einfach die herrschende Partei dafür ver
antwortlich gemacht.
Zweitens war es aber auch die Zer
sahrenheit der Partei in der Geldfrage,
welche der demokratischen Partei großen
Schaden that. Statt an der Platform
von 1892 und an der Politik Grover
Clevelands festzuhalten, suchten demo
kultische Führer durch ein Eingehen auf
die Ideen der Populisten Stimmen zu
gewinnen und A. W. Thurman der
kleine Sohn eines großen Vaters
den man nicht in Folge eigener Ver
dienste, sondern aus Achtung für seinen
Vater zum Präsidenten des demokrati
scheu Staats-Central-Eomites erwählt
hatte, beging sogar die uuverzcihliche
Dummheit, sich in einem Aufruf an
die Demokraten von Ohio für unbe
dingte Freiprägung zu erklären, und
hat dieser Ausruf nicht wenig dazu bei
getragen, daß Tausende von Demokra
teil sich der Abstimmung enthielten,
während andere, die sich durch die Leh
re billigen Geldes bethören ließen, sich
direkt den Populisten anschlossen, welche
ja noch dilligeres Geld in Aussicht stell
ten.
Diese beiden Momente waren es
hauptsächlich, welche die Niederlage der
demokratischen Partei herbeiführten.
Es wird dadurch aber auch der Weg
bezeichnet, welcher die demokratische
Partei wieder zitut Siege führen wird.
Das Wiederaufleben der Geschäfte wird
den Stimmgebern zeigen, daß die de
mokratische Partei mit dem Beginn der
Tarif reform den richtigen Weg einge
schlagen und das Festhalten an echt de
motuitischen Grundsätzen wird die Par
tei wieder einigen und stark lnacden und
sie besahigen, in der nächsten nationa
len Wahl als Siegerin cut# dem
Kampfe hervor zu gehen.
DaS Defizit des Clevelanver
National Sângerfestes,
das den Festbehörden soviel Kummer
machte, ist jetzt, wie der „Wächter und
Anzeiger" schreibt, nicht nur gedeckt,
sondern es wird noch ein ganz ansehnli
cher Ueberfchnß verbleiben. Dies ange
nehme Resultat ist hauptsächlich dem
Umstände zuzuschreiben, daß der zur
Deckung des Fehlbetrags veranstaltete
(trotte Bazar einen Reinertrag von
S3100 ergeben hat. Außerdem hat sich
bereits ein Käufer für die Halle gefun
den, und wenn der Verkauf abgefchlos
fett und alle noch ausstehenden Rechnun
gen bezahlt sind, werden der Festbehörde
noch mehrere tausend Dollars übrig
bleiben. In einer demnächst abzuhal
tenden Versammlung der Aktionäre soll
ein Beschluß über die Verwendung die
ses Hebe rich uff es gefaßt werden und
wird wahrscheinlich ein Vorschlag, das
anze Geld den Armen der Stadt zu
enken, zur Annahme gelangen.
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Wie ist es gekommen
Dies ist die Frage, welche sich die
Demokraten allerorts vorlegen und in
seh? verschiedener Weise beantworten.
Da vollständige Berichte aus dem
Staate noch nicht vorliegen, so legen
wir unserer Besprechung die Wahlen
in unserem County zu Grunde. In
den letzten drei Wahlen wurden in
Tuscarawas County von den Demokra
ten, Republikanern und Populisten (die
Prohibitioulsten, deren Stimmeuzahl
ungefähr die nämliche geblieben, kom
men bei dieser Vergleichung nicht in
Betracht), folgende Stimmen abgege
den:
Bon 1892 auf 1893 hat also das
demokratische Votum um 484 Stim
men, von 1893 auf 1894 gar um 1057
Stimmen, zusammen also um 1551
Stimmen abgenommen.
Die Republikaner erzielten letztes
Jahr einen Gewinn von 853 Stimmen
über ihr Votum von 1892, gingen
dieses Jahr aber wieder um 440 Stim
men zurück, so daß ihr Gesammtgewinn
sich seit 1892 nur auf 413 Stimmen
beziffert.
Die Populisten dagegen, welche in
1892 nur 282 Stimmen abgaben, in
1893 gar auf 255 Stimmen zurück
gingen, brachten es dieses Jahr auf
986 Stimmen. Die unzufriedenen
Elemente unter den alten Parteien
wandten sich also der neuen Partei zu
und namentlich waren es die Demokra
ten, welche das Votum der neuen Par
tei in nie geahnter Weise anschwellen
halfen. Die Zahlen beweisen aber
auch, daß die unzufriedenen Demokra
ten lange nicht alle für das Populisten
Ticket stimmten. Von den 704 Stim
men, welche die Populisten seit 1892
gewannen, sind wenigstens 200 repu
blikanische, und so ergibt das Wahlre
sultat, daß wenn auch 500 Demokra
ten das populistische Ticket gestimmt
haben, doch noch wenigstens 1000 De
mokraten sich der Abstimmung enthiel
ten.
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Aus Washington Courthouse.
Die Aufregung über die Affaire vom
10. Okt., da bei dem Riot vor dem
Courthaus 5 Personen von der Miliz
erschossen wurden, dauert fort und
Oberst Eoit, der Befehlshaber der Trup
Pen, wagt nicht, zur Einvernahme durch
den Coroner hieher zu kommen, da die
Volkswuth sich hauptsächlich gegen seine
Person wendet. Coroner Edwards hat
inzwischen die Untersuchung, bei der 98
Zeugen abgehört wurden, beendet und
ist zu folgendem Wahrspruch gekommen
Er habe nach Besichtigung Mr Leichen
und Prüfung der Zeugenaussagen ge
funden, daß Smith Welch, N. Mc
Johnson, Jesse Judy, Wm. A. Sams
und Theo. Ammermann dadurch urn's
Leben gekommen seien, daß sie, während
sie am Abend des genannten Tages vor
dem Court House standen, von Kugeln
getroffen wurden, die vom Innern des
Courthaus aus durch Staatsmiliz ab
gefeuert wurden, welch' letztere unter
dem Kommando von James F. Cook,
des Sheriffs von Fayette County, und
von A. B. Coit, des Obersten des 14.
Milizregiments, stand. Ferner habe er
gesunden, daß zu der Zeit, als die Mi
liz schoß, keine unmittelbare Gefahr be
stand, daß es zu einer ernstlichen Zerstö
rung von Eigenthum oder zur Schädi
giing von irgend Jemanden kommen
würde, der sich im Innern des Court
Hauses befand, noch auch die entfernteste
Gefahr, daß der Gefangene Wm. Dolby,
ein Neger, den Hiinden des Sheriffs
Cook gewaltsam entrissen werden würde
Oberst Coit und Sheriff Cook wer
den somit sich wegen Mord zu verant
worten haben, wenn die Großgeschwor
nen demgemäß entscheiden werden.
Man ist sehr gespannt darauf, wie die
Sache sich weiter entwickeln wird.
McKinley hätte seiner Zeit viel zur
Beruhigung der aufgeregten Gemüther
thun können, wenn es sein ernstlicher
Wille gewesen wäre. Er befand sich
bekanntlich persönlich hier, aber statt
länger zu bleiben und seinen Einfluß
geltend zu machen, zog er vor, nach
Louisiana zu reisen und dort eine Hetz
rede loszulassen.
chKouverneuv »elHitfetjr
hat im Einvernehmen mit dem General
Auditor Entrekin und General Anwalt
Howe eine militärische Commission ein
gesetzt, die das Verhalten des Obersten
Coit vom 14. Milizregiment bei dem
neulichen Aufruhr in Washington
Court-Housè untersuchen und entschei
den soll, ob die Umstände ihn rechtfer
tigten, auf den „Mob" schießen zu las
sen oder nicht. Die Commission besteht
aus Oberst Henry S. Bunker, Toledo,
vom 16. Regiment Oberst I. A.
Kuert, Ken ton, vom 2. Regiment
Oberst C. L. Kettn on, Nonvalk, vom
5. Regiment, und General Entrekin,
Cbillecothe. Keines der Mitglieder war
an der Expedition nach Washington
Courthouse betheiligt, drei davon sind
angesehene Advokaten, der vierte, Oberst
Kuert, ein angesehener Geschäftsmann.
Die Untersuchung wird sofort beginnen.
Sie kann natürlich das Verfahren in
den regelmäßigen Gerichten nicht ver
hindern, doch wird ihr Resultat einen
bedeutenden Einfluß darauf ausüben.
Nachahmenswert^
Das sehr angesehene bisherige Eon
greßmitglied Bynum aus Indiana, der
bei jüngster Wahl geschlagen wurde,
und zwar hauptfächlich durch die Um
triebe von Leuten, die vorher versucht
hatten, ihn zur Erlangung eines Am
tes zu bestechen, hat sich entschlossen,
diese Patrioten zu entlarven und dem
Gerichte zu überweisen. Wie Herr By
num erklärt, offerirte ihm ein Applikant
schriftlich 20 Prozent des Salairs der
nachgesuchten Stelle, ein anderer machte
ihm mündlich dieselbe Offerte, ein drit
ter ließ ihm indirekt zu verstehen geben,
daß er im Falle seiner Ernennung
$5,000 in Baar zahlen würde, u. s. w.
Bekanntlich hat auch unser Herr Ri
chards feine Niederlage nicht zum we
nigsten ähnlichen zurückgewiesenen Be
stechimgsversuchen und daraus folgen
de» Racheumtrieben zu verdanken, 'und
man könnte es nur loben, wenn er jene
Sack-Patrioten, die ihn für Postmeister
stellen umlungerten und zu bestechen
versuchten, vor Gericht ziehen, oder min
bestens ihnen die Larve vom Gesicht
reißen würde. He, Herr Spitzelpeter
8500, nicht wahr?
Der Prozeh gegen DebS
und Genossen wegen Mißachtung des
richterlichen Einhaltsbefehls war für ei
nen der letzten Tage im Chicagoer Bun
desdistriktsgericht zur Verhandlung an
gesetzt. Die Anwälte der Angeklagten
beantragten Niederschlagung der An
klage. Ueber diesen Antrag soll nun
am 4. Dezember verhandelt werden.
Wird der Antrag vom Richter abgewie
sen, so sollen falls nicht ein weiterer
Aufschub erfolgt— die eigentlichen Pro
zeßverhandlungen am 8. Jan. ansan
gen. Jedenfalls können die Angeklag
ten über übergroßen Eifer ihrer Verfol
ger keine Klage führen. Je langer die
Entscheidung vetschobeu wird, desto des
ser werden ihre Aussichten auf Frelspre
chung oder zum mindesten auf ein gnä
diges Strafurtheil.
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Ueber die türkischen Gräuel
thaten in Armenien
und deren Veranlassung wird folgen
des mitgetheilt In diesem Jahre führ
ten die Kurden Ochsen der Armenier
fort und das Gesuch um Rückgabe des
geraubten Viehs wurde nicht beachtet.
Es entstand dadurch ein Kampf, in
welchem zwei Kurden getödtet und drei
verwundet wurden. Die Kurden tru
gen ihre Todten sofort vor den Gou
verneur und erklärten, daß die Arme
nier das Land überfallen und die Kur
bett geplündert und getödtet hätten.
Dies bot einen Anlaß, Truppen aus der
Nähe und Ferne heraiiznziehen. Die
selben wurden von einem Pascha und
einem Marshall command!rt und wur
den schleunigst nach dem Distrikte ge
sandt. Der Pascha soll seinen Solda
ten einen Befehl von Constantinopel,
die Armenier auszurotten, wenn diefel
ben ihren König und ihre Regierung
nicht liebten, verlesen haben. Von
sechs bis zehntausend Personen fanden
ein Schicksal, welches selbst das schwär
zeste Asrika nicht gesehen hat, denn dort
würde man vielleicht den Frauen und
ihren Säuglingen Gelegenneit geboten
haben, ihr Leben in der Sklaverei zu i
erhalten währenn hier die Frauen und
Unmündigen der grausamen Lust und
Blutgier der Soldaten zum Opfer sie
len und mit Bajonetten niedergemetzelt
wurden. An einem Platze wurden 300
bis 400 Frauen, nachdem sie den ro
hen Gelüsten der Soldaten gedient bat
ten, von den erbarmungslosen Men
schenschlächtern in Stücke gehackt. An
einem andern Platze baten 200 weinen
de Frauen tun Gnade und fielen dem
Commandanten zu Füßen. Der blut
dürstige Hund aber befahl ihre Schän
dung und gab feinen Soldaten den Be
fehl, sie in ähnlicher Weife zu zerflei
schen.
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Deutsche und Polen.
Von der wirksamen Kleinarbeit der
Polen zur Verdrängung des deutschen
Bürgerstandes erzählt der „Gesellige"
aus Westpreußen einige drastische Bei
spiele. Die Polen sind planmäßig be
müht, besonders den Keutschen Hand
werksmeistem und kleinen Händlern in
den kleinen Provinzialstädten die Knn
den zu entziehen zu Gunsten der polni
'chen Gewerbetreibenden, bei denen ge
kaust werden soll, weil diese Polen und
Katholiken sind. Daneben bestrebt sich
in neuerer Zeit die polnisch katholische
Geistlichkeit, die jungen Staatsbürger
und künftigen Frauen schon „von Kinds
beinen an" in ihre Machtsphäre zu brin
gen. Kürzlich wollte der Dekan Po
lomski in Bliesen dort eine katholische
Kinderschule gründen. Es besteht in
jener westpreußischen Kreisstadt bereits
eine Kinderschule, die von einer evange
tischen Diakonissin vortrefflich geleitet
wird evangelische, katholische und jü
tische Kinder sind der Obhut dieser
Schwester anvertraut und die Eltern
aller Konfessionen sind damit zufrieden
gewesen. Der Antrag des Briesener
Dekans ist von der Regiernng abgelehnt
worden.
Schwimmende Deiche.
Die Mississippi-Strom Commission,
dereit leitender Geist der tüchtige deut
{che Ingenieur Oberst Henry Flad von
St. Louis ist, wird dem Congreß in
seiner bevorstehenden Sitzung einen
Plan vorlegen, welcher für die Neu bele
bt! ng der Schiffahrtsinteressen des gan
zen ^Mississippi Thales von großer Wich
tigkeit ist. Der Plan empfiehlt näm
lich die Anlage von langen schwimmen
den Teichen, welche nach Art der Cäf
sons überall da, wo die eigentliche
Fahrstraße sich zu versanden beginnt,
versenkt werden sollen. Dies soll zur
Folge haben, daß die Strömung der
Wasser regulirt wird, daß die Fahr
straße die erforderliche Tiefe behält.
Der Lauf des Mississippi hat sich seit
Jahren stetig verändert, und alle Iah
re werden aus dem einen Ufer große
fruchtbare Strecken von den reißenden
Wafiermaffett mit fortgerissen, während
auf dem gegenüber liegenden User gro
ße Erdmassen angeschwemmt werden.
Die Umgegend von St. Louis bietet
allein Hunderte von Beweisen für diese
Thatsache. Millionen von Dollars
sind von der Bundesregierung im Lau
se der Jahre für Baggeruugsarbeiteu
zur Freihaltung des Fahrwassers aus
gegeben worden, und trotzdem hat man
der zunehmenden Versandung nur zum
Theil Einhalt zu biete» vermocht das
Schifffahrtsgeschast ist dabei immer mehr
in den Krebsgang gerathen und die
Schifffahrt selbst war nur während etwa
sechs Monaten offen.
In Orrville, O., wurde Postmei
ster Seas verbastet und unter $500
Bürgschaft gestellt. Es handelt sich um
einen politischen Racheakt sein ganzes
Verbrechen besteht darin, daß er einem
Bekannten geschrieben, er habe bei einer
Verloosung ein Bicycle gewonnen, wel
cher Brief seinen Feinden die Hände
gerieth,
Die Daytoner Stadtbehörde hat
den Professor I. A Robert auf $20,000
Schadenersatz verklagt wegen Verläum
dung. Er hatte die Mitglieder Diebe
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Neueste Nachrichten.
Gleichzeitig mit der Beisetzung des
verstorbenen Zaren in Petersburg fan
den Leichenfeiern in Berlin und Paris
statt ersterer wohnte Kaiser Wilhelm,
letzterer Präsident Casimir Perier bei.
Bei Larimer Station, unweit Irwin,
Pa., entgleiste am Montag infolge Ach
fenbruchs ein Kohlenzng 5 Todte.
In den Niedrighans'fchen Fabriken
in St. Louis ist eine Lohnreduktion von
25 Prozent angekündigt 'worden.
Ein weggeworfener brennender Ci
garren Stumpen hat in Wilkesbarre,
Pa., am Montag eine Feuersbrutist
verursacht, der 9 Häuser im Geschäfts
theil zum Opfer fielen. Schaden $20,»
000.
Das Blutbad in Armenien dürfte ein
Einschreiten der europäischen Groß
mächte zur Folge haben.
Die halbverrückten Weiber der „Wo
man's Christian's Temperence Union",
die dieser Tage in Cleveland tagte, ta
bellen Mrs. Cleveland, welche neulich
beim Stapellauf des Ocean-Dampfers
St. Louis der Sitte gemäß eine Flasche
Champagner zerbrach. Wasser wäre
besser gewesen, meinen diese Weiber.
In Zanesville's erster Presbyterianer
Kirche herrscht große Ausregung. Ei
ttt^e überfromme Mitglieder verlangen
die Resignation ihres in weiten Kreisen
angesehenen Pfarrers.
Die Republikaner haben bereits fünf
Kandidaten im Felde, welche auf Mc
Kinley's Gouverneurssitz aspiriren zu
ihnen kommt jetzt als sechster: Richter
George K. Nash, vor 12 Jahren Gene
ral-Staatsanwalt.
Bahnraub Versuch»
Memphis, Tenn., 18. Nov. Kurz
nach Mitternacht wurde heute Morgen
bei Panthers Run ein Versuch zur Be
raubung eines Passagierzuges der
Aozoo und Mississippi Bahn gemacht,
jedoch durch die Kaltblütigkeit des Loko
motivführers, F. A. Hottere, vereitelt.
Panthers Run ist eine kleine Nebensta
tiou. Kurz nach Mitternacht sand sich
dort eine Schaar verdächtiger Gesellen
ein, verschwand jedoch bald und wurde
nicht wieder gesehen, bis der Zug in
Sicht kam. Als dieser sich wieder in
Bewegung setzen wollte, trat einer der
Leute aus das Geleise und gab dem Lo
komotivführer Hottere ein Haltesignal.
Letzterer gab jedoch vollen Dampf und
fuhr an einem halben Dutzend Männer
vorbei, die dort mit Revolver in der
Hand stand und nach der Lokomotive
schössen. Heizer Cole wurde von einer
Kugel in den Ann getroffen und schwer
verletzt. Die Räuber waren äugen
scheinlich Neulinge im Geschäft. Die
Beamten bemühen sich nach Kräften,
die Gauner zu fangen.
Eine Falschmünzer,Werkstâtte
entdeckt.
Große Aufregung herrscht in Central
College, Blendon Township, Franklin
County, anläßlich der Entdeckung einer
vollständig eingerichteten Falschmüuzer
Werkstätte.
Aus der Farm von I. L. Dickey an
der Südseite der Granville Road, unge
fähr in der Mitte zwischen den Wester
Dille und Columbus undSunbery Turn
pikes, steht ein altes, 14stöckiges Haus
mit zwei Zimmern, welches schon seit
Jähren nicht mehr benutzt wurde. Die
ser Tage nun entschloß sich der Besitzer,
Herr Dickey, es abbrechen zu lassen, und
das Brennmaterial zu verwenden. Er
chickte am Freitag einige Leute hin und
diese hatten kaum das Dach eingerissen,
als einer der Männer in dem oberen
Raum einige sonderbare Handwerkzeu
ge bemerkte. Eine Untersuchung wur
de veranstaltet und bald stellte es sich
heraus, daß das Haus von einer Falsch
münzerbande als Werkstätte benutzt wor
den war.
Die Gauner batten eine kleine
Schmiedesse nebst Blasbalg eingerichtet,
neben welcher Schmelztigel standen und
unter einem Haufen alten Gerumpels
fanden sich auch drei Formen, eine für
Eiudollarftucke, eine für 50 und eine für
25 Centsstücke.
Eine furchtbare Dynamit
Explosion
erschütterte dieser Tage das kleine, ein
sam gelegene Dorf Ändover in Alle
gbeny County, N. und weckte die
Bewohner unjanft aus dem Schlafe.
Nachforschungen ergaben, daß das gro
ße hölzerne Lagerhaus von Charles
Cochran in die Luft gesprengt worden
war. Der Bewohner bemächtigte sich
eine sehr begreifliche Aufregung, die
noch stieg, als gegen Mittag einige am
Hause des Herrn van Vleet beschäftigte
Zimmerleute eine Dynainitpatrone mit
halb verbranuter Zündschnur unter dem
Hause fanden und Harrison Bundy
eine ähnliche Entdeckung in seiner
Scheune machte. Abends hielten die
Bürger eine Versammlung ab und
setzten ein Sicherheits-Comite ein. wel
ches Nachts die Straßen des Dorfes ab
patrouillirt. Jedermann lebt in Angst
und Schrecken und Niemand weiß den
Grund für die teuflischen Versuche an
zngtdeu.
1 4
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~*r %,,
9 y
.'<p></p>Beobachter
Kurie Notizen.
In dem Dorfe Dachwig, im Kreise
Erfurt, Provinz Sachsen, sind durch
eine große Feuersbrunst 26 Gebäude
eingeäschert worden.
600,000 Rubel haben die Aerzte, die
den kranken Zaren behandelt haben, an
Honorar erhalten.
Die Kosten der Krankheit des Zaren
und seiner Reise nach Livadia etc. sollen
sich auf 5 Millionen Dollars belaufen
haben. Und die Begräbniskosten
Furchtbares Erdbeben am 16. tin
Süden Italiens. Am stärksten sind die
Städte Messina und Reggio betroffen.
Große Zerstörungen und'viele Menschen
umgekommen.
Die Hochzeit des Zaren Nikolaus II.
mit der Prinzessin Alix von Hessen, soll
definitiv am 23. November stattfinden.
Waffernoth in England. Die Themse
steht 6 Fuß über dem Sommer Merk
zeichen.
Meyer Cohn, einer der reichsten Ban
kier Berlins, steht unter der Anklage ei
ner Fälschung.
Es heißt, Kaiser Wilhelm werde dem
neuen Reichskanzler freiere Hand lassen,
als dieß unter Caprivi geschehen.
Ganz Deutschland trifft jetzt schon
Vorbereitungen für die Feier des 80.
Geburtstages des Fürsten Bismarck
1. April.
Port Arthur befindet sich immer noch
in Händen der Chinesen die Japaner
sollen einige Schlappen erlitten haben.
Entsetzliche Einzelheiten werden von
der Christenermordung in Armenien
mitgetheilt mehr als üOOO Opfer und
25 Ortschaften zerstört.
Advokat Mulsins in Dorpat, Ruß
land, hat sich wegen Unterschlagung
von 300,000 Rubel flüchtig gemacht.
In Bamberg hat sich Lieutenant Al
bert von Hessen erschossen.
Aussehen erregt es, daß die Haut bur
ger Firma Wölber und Brohm in Ka
merun erwiesenermaßen Sklavenhandel
betrieben hat.
Die Affaire von Fuchsmühl, Ober
Pfalz, verursacht steinendes Aufsehen
Die öffentliche Meinung nimmt sich der
unglücklichen Ortschaft an und es wird
von der Partei der Sozialisten die Ein
berufuttg des Landtages verlangt.
Am Montag wurde die Leiche des Za
ren unter großartigsten Feierlichkeiten
in Petersburg beigesetzt.
In den letzten zehn Monaten betrug
der Ueberschuß der Ausfuhr über die
Einfuhr rund 198 Millionen.
In Chicago versuchten nicht bezahlte,
entlassene städtische Arbeiter das Amts
lokal des Comptrollers zu stürmen.
Die Zustände im Jndianergebiet spot
ten jeder Beschreibung. Räuber siih
rett eine Schreckensherrschaft Handel
und Verkehr vollständig gelähmt.
In Tennessee würd» der Präsident
der Nationalbank von Johnson City
verhaftet.
Ein neuer Vertrag zwischen Japan
und den Ver. Staaten ist dem Abschluß
nahe.
In Columbia Township, Cuyahoga
Co. hat Charles Glatzer seinen
tivvater William Glatzer, in entsetzlicher
Weife ermordet.
Kansas hat die Einführung des all
gemeinen Frauenstimmrechtes mit:1Q,V
000 Stimmen Mehrheit abgelehnt.
Nach Dunn's Wochenübersicht macht
die Gefchästsbefserung langsame aber
tetige Fortschritte.
Ueber die Vermittlung unseres P:ä=
sidenteu zwischen China 'und Japan ver
lautet nichts Nähere:.
In Mas
sill on starb am 18. Peter
Morgenthaler, 85 Jahre alt.
Fanatische Temperenzler.
Buckeye City, Ohio, 17. Nov. Fa
natische Temperenzler von hier haben
gestern Nacht ein Gebäude, in welchem
eine BchnnhuirtHschaft eingerichtet wer
den sollte, mit Dynamit in die Lust ge
sprengt. Die Unholde verrichteten ihr
Zerstörungswerk so gründlich, das fein
Stein auf dem andern blieb. Das
Waarenlager eines Modewaarenhand
lers, das sich in dem Gebäude befand,
wurde ebenfalls total vernichtet. In
dem Gebäude wollte ein Fremder, der
vor wenigen Tagen dort ankam, eine
Apotheke einrichten. Es ging ihm das
Gerücht voraus, er plane den Betrieb
eines „Saloon" unter dem Deckmantel
einer Apotheke. Die fanatischen $tn*
sterlings warteten nicht erst die Bestäti
gung des Gerüchtes ab, sondern gingen
sofort gewaltsam vor.
Die Countykommissionäre haben zwar
eine Belohnung aus die Festnahme der
Dynamiteriche qusgefetzt, doch werden
diese wohl straflos ausgehen, denn die
Frommler billigen das teuflische Werk.
Die Telegraphen-Office in Wolf's
Station, Holmes Co., an der Toledo &
Walhonding Bahn, fing neulich durch
einen überheizten Ofen Feuer. Da
eine Partie Dynamit dort aufbewahrt
war, so floh der Telegraphist. Bahn
aussehet Johnson jedoch eilte, als er
das Feuer sah, hinzu und wurde durch
die Dynamit. Explosion getödtet.
"*V' T*
A
sice
•iV-'-i
U js *r
1 ,.T-fcrvi •. ••'&•"-1-.V'
Für Skropkew,
„Nachdem ich fnnfimb*root^fg
Katarrk,
V &"

'&?• V y- .- £, :. i 'k 'V':. V :'^'.:.' yy..'
Heilt andere, wird dich heile«.
DroadwaU Hotel,
Zae. Fohl und Sohn,
Eigenthümer.
Das paus ist neu «öblirt und antfßaffct «rifc
tst iu bester Ordnung.
Tisch so gut wie irgendws.
Müßige Preise.
Freier Omnibus
von und nach alle« Bahnzüge«
u e S a u n e n
Süd-Broa!»nah. tftfr von Front-Lt.,
Wcto Philadelphia, Ohio.
ban
S*dt«rob & KeuWer
an
?tord-B roadway,
New Philadelphia, Ohi».
Jederzeit frisches Bier,
einheimische und itnportirte
Wcine und Branntweine.
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Nummer 29,
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Jahre
jtliulofen Wunden an bei: Reinen unt»
gelitten, und verschiedene
Tochter vollkommen her."
Rke«nmtis«m», Z
^„Mehrere Jahre lang quälte miefi ?,n cntziin»
Itter ytbeumatismué, so daß ich mir zuweilen
er
nicht helfen konnte. So oft ich wahrend
letzten zwei Jahre die Einflüsse dieser
Krankheit fühlte, griff ich zu Aner'5 Sana«
parilla, und habe nun feit langem keinen Anfall
davon gehabt." £. F. Hansbrough, 61t Run,
Sa.
Für alle Blutkrankheite« ist
das beste Mittel
A y e s
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Zubereitet von Dr. 1.6. «per A Co., Lowell. Mass.
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Kernen
medizinische Aurels
ebne Erfolg versucht hatte, fing
ich an Zier'S
Oarsaparilla |u nehmen, und
die Folge war
'Dine wunderbare He,lunq. Fünf
Flasche« ge-
"imiten, nuiiic lyemndheit
herzustellen."
ikitufslcist Lope,. «7 E.
an Antonio, Ztfßt. .-?**• »£Vr-
»Meine Tochter litt fast ein Jahr an Katarrh,
jfc« die Aerzte nicht im Stande waren ihr *u
helfen, so empfahl un5 unser Pastor Ayer'S
èlirsaparilla. Ich befolgte seinen Rath. (Sine
dreimonatliche regelmäßige Behandlung mit
Aycr'S SarsapariUa und Ayer's Pillen stellte
die Gesundheit meiner
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fTImten freunden und dem Publikum im !8Hatten»
/.ei! jiir Wutij. bay ut) dieses Wirthshaus übernommen
hade Iiitb fcfitrcDt fem »verde, allen billigen Slnfvrtiâe»
meiner Aunben zu nitnirtcheit
fremde futbeu bei mir e,ne gute Herberae n»d eel
Küche und steiler enthalten nur du» Beste.
Um freundlichen Zuspruch bittet
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im{ ©t&kartimmi zu pstauze« Der
lu'cviie (»ehalt und bte t)bd)|le Komiinffioi! werde» wt
chenMch aii6lejiil)it. thue (tut zahlend und permanente
Pvsitiv» wird erteil Mannen, qaraiiNrt und der S?»
Tola ist ivlutjert. ilntam ,mi werben bcfiyibete Crfolfic
zugesichert, tf ifiihruiiß ist nicht ermrbftUtfr Ein au»
1d)hc|UtiHi'0 Territorium nach eiqener Wahl wird Siefs
faufetn zugesichert. Zögert nicht, wendet Such an bit
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Alexanders. Ree«». Ja». ®. Patnck.
Neeley & Patrick.
Rechtsanwälte,
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1892
1893
1894
New Philadelphia, Ohio.
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New Phlladelphia, £)., MttwoG ben 21. November, 1894.
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