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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, November 21, 1894, Image 4

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Der Geistliche,
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intb all« anderen Männer, welch« bei der Ar»
bett sauber aussehen müssen, sollten bt«
„CeünUib" Otogen enb WtnMtttm ken.
not Dieselben sehen genau wie Leinen au»,
a e n s i u u n a s i e w a s s e i
sind, werden fit durch Hitze und Feuchtigkeit
nicht verrunzelt. Sie schmutzen nicht leicht und
können in «inen Augenblick durch einfache«
Abwischen mit einem feuchten Schwamm«
oder Tuche gereinigt werden. Verwechseln
Sit dieselben nicht mit Compositions-Waa
rrn. Jed«S StiW der ächten ist derart g«.
stempelt:
-TRAOf
ELUILOII
ArfARK-
Fragen St« nach M«f«n und weisen Sie alle«
Andere zurück, wenn Sie zufriedengestellt sein
wollen. Erinnern Sie sich, daß Waar«n, so
markirt, di« «inzigrn wasserdichten sind,
die durch Ueberziehen «ine» leinenen Kragens
mit wasserdichtem „Celluloid" hergesteilt wer
den, wa» ihnen Stärk« und Dauerhaftigkeit jjj
giebt Sollt« Ihr Händler den „Celluloid"
nicht haben, so senden Sie den Betrag direkt z
an un«. und wir werden Ihnen portofrei per 3
Post ein Muster schicken. Kragen 25 Cent» 5
da» Stück. Manschetten 60 Sent» da» Paar. 3
geben Sie die Größe an und ob Sie Steh»
oder umgelegte Kragen wünschen. e
Vftc «ellutniö Compatt^
tZ? ZV Broadway, Skew Aort.
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Wirthschaft & Äejtnuraftsii.
Wir emv'kh -n )em retfenben PiiMtfiim unsere Küche,
l»ttrie nnsere vorzüglichen Weine, LiquSre, Cigarre»,
Jmportirt« Weiue «ine Spezialität.
jfip«isisptttch
& Feikl»
Eigenthümer.
F. Kummer's
Hotel
an
Gute Weine. 8iqubre., frisches Vieric. stet? »n Hand,
»arue Zllahlzetten zu leder Tageszeit.
Sprecht bei mir v»i!
Rümmer,
Eigenthümer.
earn. Wllhlm's
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©et ShanesviUe, ©.,
Bekannte und Freunde (toben stet» gut* Unterkunft
»»d srenndltche Bedienung.
Sprecht bei mir vor
Sam. Wahle«.
Keine & Branntweine
bei
Samuel Sctrlup,
Kett* Philadelphia,«.
M««gohela NoggenbranntweÄ»,
Wachholderbranntweine^
importirte Weine,
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ßnrarobii, Salifurnisl Seilte
Pvrt»rin,Sherywctn, Brvnibeerenwetn, Kirsch»
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Warme Mahlzeiten zu jede?
Tageszeit.
Frisches Bier unto gute Getränke
»Ser Art stets an Hand.
Schweizer ist auch Agent der
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S. R. Wittni«
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(öffentlicher Notar.
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Fü öic Ber, Staaten und
Sauada det Borau»«
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93.Uvt eist im Lause bei Jn!»re» bezahlt 2.»
evoiiit bte Bezahlung aber eist nach Ablauf bei
V xiai)vei
(D„ unserem Epetial^orrespondenten.)
SuTflborf, 31. Oktober 1894.
Lieber Beobachter!
Licht wölbt sich der Mntte Himmel
und in hellem Sonnenglanze liegen Berg
und Thal. Purpurn glüht es auf im
Wald und in seltsam leuchtend ^arbeit*
kleid gehüllt prangt Baum und Strauch.
„Herbstgoldener Schimmer webt um die
Au Aber graue Nebel wallen heran
am Bergeshang aus des Flusses rau
schenden Wellen erstelzt der Helfer hülfs
bereite Schaar. Wirr durcheinander
wogend steigt es auf, den grauen
Schleier zu weben, der neidisch der Son
tic hellen Glanz uns birgt. Ter goldene
Schimmer ist erloschen fühl rauscht der
Herbstwind über die fröstelnde Flur und
leise raschelnd fällt da und dort welkes
Laub. Ja'.welkes Laub
In Livadia in der Krimm bewegt sich
nur noch schwach ein welkes Blatt tag
täglich muß man die Nachricht erwarten,
der mächtige Herrscher der Russen, der
gewaltige Czar Alexander III. sei vom
Schauplatz abgetreten. Um sein Kran
kenbett steht seine betrübte Familie. Es
ist ein ähnliches Bild, wie man es schon
einmal erlebte, als der gefeierte deutsch?
Kronprinz, der spätere Kaiser Friedrich,
der allerdings den deutschen Kaiserthron
nur drei Monate einnahm, in San Re
mo vergeblich Rettung von unheilba
rem Leiden suchte. Ein welkes Blatt
ist heute auch Reichskanzler Caprivi
nicht zwar, als fehle ihm die Lebens
kraft aber seine diplomatische Carriere
ist zu Ende. Noch Ende letzter Woche
waren alle Blätter voll von dem Siege
des Grasen Caprivi über den Grafen
Eulenburg und kurze Zeit darauf ver
nahm die staunende Welt, daß alle
Beide, Sieger und Besiegter, gestürzt
seien. Welke Blätter! Aus diese fol
gen aber oft Winterstürine. Und schon
verlautet die Reaktion habe in den höch
sten Regionen einen weittragenden Sieg
erfochten und auf schweren Kamps müs
sen sich in Teutschland alle diejenigen
gefaßt machen, denen an der freiheitli
chen Gestaltung der Verhaltnisse gelegen
ist.
In der Schweiz tobt der Kampf um
die Zoll-Initiative weiter, immer erreg
ter, immer hitziger. Tie „Beutezügler"
greifen zu alle» Mitteln, scheuen Ber
drehung, Lüge, Verleumdung nicht,
treiben „Bauernfang", malen Reli
gionsgefahr an die Wand, zetern über
den „Bundes Schulmeister", der in
Sicht sei etc. etc. Helf, was helfen
kann!
Eine ganz gewaltige Temonstrations
Persannnlung fand letzten Sonntag in
Bern statt vor mindestens 1 5,0 00
Personen sprachen Regierungsrath von
Steiger, alt-Bundesrath Welti und Na
tionalrath Müller, alle mit größter
Energie gegen den Beutezug. In In
terlaken sand eine Versammlung statt,
die von 3000 eidgenössisch gesinnten
Bürgern besucht war in Burgdorf
sprachen auf dem Waisenhausplatz Na
tionalrath Dinkelmann und Großrath
Engen Grieb vor 2500 Bürgern, die
ebenfalls einstimmig gegen den Beute
zug votirteu. In der Tonhalle in Zü
rich referirte Bundesrath Häuser vor
2400 Zürchern, bte Verwerfung prokla
miern. In Buchs (St. Gallen), E.hiir,
Zug, Lüterswyl (Sololhuni), Neuen
bürg, Ehaux-de-fonds, Erlach, Sonce
boz (Bern), Biel, wo Bundesrath La
chen a sprach, in Grellingen (Bern), wo
1200 Freisinnige waren, in Obcrbipp,
Oschwand, Wattenwyl, Schwarzenburg,
Meiringen, Wasen, Huttwyl, Günune
nen (alles Bern), in Ragatz, Wallen
stadt, Utzwyl, Henau, Goßau, Tablat
(alles St. Gallen) haben ebenfalls De
mostrations-Versammlungen gegen den
Beutezug stattgefunden. In Laufe«
(Bern), Dornach (Solothurn), Ilanz
(Graubünden) dagegen musterten die
Ultramontanen ihre Truppen. Ter
verflossene Sonntag hat den Urhebern
des Beutezuges zu ihrem Schrecken ge
zeigt, daß die Bewegung, die sie leichten
Herzens heraus beschworen haben, einen
Umfang und eine Wendung nimmt,
die sie am wenigsten erwarteten. Tie
Anhänger einer starken Eidgenossen
schast dürfen zuversichtlich dem bevorste
henden Entscheid entgegensehen.
In Wiuterthur beschäftigt gegenwör
tig das eidgenössische Schützenfest von
1895 alle Gemüther. Die Pläne für
die GeMulichteiten sind genehmigt und
nächstens wird die Ausschreibung statt
finden. Der Festplatz liegt an der
Tößthalstraße in der Richtung gegen
den Eichen berger Wald hin. Es ist
eine Festhütte für mindestens 4000 Sitz
platze vorgesehen, sowie ein 360 Meter
lan-itr Scheibenstand. Also ihr Schwei
zer in Amerika, bereitet Euch vor, zahl
reich das bedeutendste unserer National
feste zu besuchen.
Auch Bundesrichter Bezzola, welcher
ebenfalls für Uebernahme des Gesandt
schastspostens in Rom angegangen wor
den war, hat die ihm zugedachte Stel
lung des Bestimmtesten abgelehnt.
Ein Zeichen der Zeit: Kürzlich war
ftttf der StaatSkaszkei i» Neuenbürg
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5i i Deutschland und die chiuei| bei Boron»
l.fjrttjluna
Wen?, nach Ablauf eine« ^evtuuiS tin «bonuent da»
Blatt nicht refiifirt. resp nicht iU6 zwei Nummern a*.
nimmt, so wird der Aelrestende auch für den folge»«««
Termin als Avon u» enigetrage».
e,c iunge der Sui'icripttonSprei« s»r da» Blatt »«ch
gaii5 oder thetiioeije aussteht, bars kein Äbonuew
seiiu 'jcrroeiflcrti.
Schweizer-Korrespondenz.
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eine Kopisten-Stelle mit einem Iahrcs
gehalt von Frs. 1200 zu besetzen. Für
diese bescheidene Stelle haben sich 53
Bewerber gemeldet.
An der schweizerischen Landes Aus
stelluug in Gens soll ein Walliser Dorf
zur Aufstellung kommen, wohl en mi
niature. Ein schmuckes Em men thaler
Dorf wäre gewiß hübscher,_ besonders
wenn die Bernermeitscki in ihrer male
rischen Tracht nicht fehlten.
Die Ablieferungen der Zuckerrüben
an die Zuckersicderei Monthey haben be
gönnen. Die Ernte ist ziemlich gut,
aber wie bei der Traubenernte macht sich
der Mangel an warmen Tagen fühlbar.
Tie Erträgnisse werdet! höher sein als
diejenigen des letzten Jahres.
Der'Verlag des Schafshauser „Intel
ligenzblattes" ist durch Kauf um die
Summe von Frs. 200,000 an Herr H.
Meyer, Sohn, übergegangen. Muß
kein übles Geschäft fein
Letzter Tage hat die Lotomotiv-Fa?
brik in Winterthur den 1500. Dampf
kessel erstellt.
Die Firma Siemens & Halske in
Berlin bat die Erd- uüd Maurer-Arbeit
für Die Anlage der Elektrizitätswerke in
Wynan. welche in der Folge den ober»
aargauischen Ortschaften die elektrische
Kraft liefern sollen, an die Firma An
felinier & Gautschi itt Bern vergeben.
Der Bau soll ruud eine Million losten.
Das Schwurgericht Zürich hat den
Würtcmberger Äspiron, angeklagt, bei
Anlaß des letzten Schreinerstrciks in
Zürich den Fridolin Hösli von Zeihen
(Aargau) getödtet zu haben. Unter
mildernden Umständen wurde Aspirou
zu einem Jahr Arbeitshaus, zu 5 Iah
rett Verweisung aus dem Gebiete der
Eidgenossenschaft und zur Bezahlung
einer Entschädigung von Frs. 7000 an
die Hinterlassenen des Getödteten ver
urtheilt. Die der Fluchtbegünstiguug
angeklagten Boß und Gerding wurden
zu je 3 Monaten Gefängniß, letzterer
überdies zu 3jähriger Landes-Berwei
sung verurtheilt. Schnetzler, ein wei
terer Angeklagter, wurde freigesprochen,
erhält aber keine Entschädigung.
In Münster (Beruer-Jura) hat der
Betrieb der neuen großen Ziegelfabrik
von Kenel & Cie. am 15. Oktober be
gonnen sie beschäftigt schon 60 Arbei
ter.
Die dortige Bürgergemeinde hat dem
Bürgerrathe Auftrag gegeben, behufs
Errichtung eine Waisenhauses ein geeig
neteu Gut anzukaufen.
Endlich ist nach 15jährigen Bemü
Hungen ein Vertrag zwischen den Kan
tonen Bern und Neuettburg betreffend
die Grenzbereinignng an der obern Zihl
zu Stande gekommen.
Letzten Sonntag waren zum ersten
Mal die Hauptsääle des neuen histori
schett 'Museums auf dem Kirchenfelde in
Bern betn Publikum geöffnet worden.
Aus ben Verhandlungen der fchweiz.
Gesellschaft für Kunstdeukmäler ist zu
entnehmen, daß die Wiederherstellung
der Burg Hoheuklingen bei Stein ct.
Rl). jetzt in sicherer Aussicht steht. Ju
der Ostschweiz ist diese Burg die einzige,
die noch in ihrem ursprünglichen Zu
stand ohne spä/ere Umbaute erhalten ist.
Heute wird die Eisenbahnlinie Etz
weilen Feuerthalen feierlich eröffnet.
Die Stadt Stein a. Rh. hält sich von
der Feierlichkeit fern, weil der Fahrplan
für die Verbindung von Stein mit
Schaffhaufen sehr ungünstig ansgesal
len ist.
In Rorschach errichtet die Firma Löb,
Schönfeld & Cie. eine für 70 Maschi
nell berechnete ©tickereifabrif. Bei die
sen schlechten Zeiten, Gott der Gerechte!
Die Gemeinde-Versammlung in Win»
terthur hat die jährliche Subvention
von Frs. 5000 an die Gemeinde Velt
heim letzten Sonntag einstimmig bewil
ligt auch Veltheim hat dem Abkom
men beigestimmt.
Aus Öuchy (Waadt) wird der durch
Schlagfluß erfolgte Tod des Banquiers
Victor von Tschann von Solothurn und
Bern, geb. 1841, Associe des Bankhau
ses Tschann t& Cie. in Bern, gemeldet.
In Burgdorf ist Tabakfabrikant
Gottlieb Schurch, Chef der bekannten
Tabak- und Cigarrenfabrik Schürch &
Cie. in Burgdorf, im Alter von 61
Jahren gestorben.
Am Sonntag Mittag starb in Herzo
genbuchsee im Älter von 49 Jahren Se
cundarlehrer Friedrich Gabi, dessen Ju
biläum zu Ehren seiner 25jährigen
Thätigkeit an der dortigen Secuudar
schule verflossenen Frühling gefeiert
wurde. Er verließ das Semiuar in
Münchenbuchsee im Jahr 1865, übe»
nahm die Mittelschule in Jegeustorf,
die er so gut führte, daß der damalige
Pfarrer von Herzogenbuchfee, Hr. RiU
timeier, feine Berufung au die Iccun
darschnle daselbst veranlaßte, woselbst
et seine Wirksamkeit im Jahre 1809
begann. Obschon seit Monaten ein
Nierenleiden an seinem Marke zehrte,
stand er treu ans seinem Posten noch
am 25. Oktober ertheilte er Unterricht
aber am folgenden Morgen mußte er die
Waffen strecken und sich zu Bette bege
gen zwei Tage nachher trat der Tod
an ihn heran.
Nach bloß Ltägigem Krankenlager
ist in Laufenburg (Aargau) am Abend
des 30. Oktober Herr Gerichtspräsi
dent Dr. Brentano gestorben. Derfel
be gehörte längere Zeit dem aargaui
schen Regierungsrathe an.
In Jnterlaken, wo sie ans Besuch bei
ihrer Tochter war, starb uach ganz kur
zer Krankheit (Lungen Entzündung)
Frau Wittwe Christina Stalder, geb.
Held, früher zum „Börett" in Rüegsau,
seit vielen Jahren bei ihrem Sohne,
Secundarlehrer Stalder in Burgdorf.
Sie hat ein Alter von 75 Jahren er
reicht.
Ständerath Herzog in Luzern ist von
einem Schlagansall betroffen worden.
Sein Zustand ist bedenklich.
In Mattstetten bei Jegenstors(Bern)
ist am Abend des 26. Oktober das
Haus des Herrn Glauser mit reichen
Heu-und Getreide Vorrüthen abge
brannt. M» Friedrich Rufer ist
a 1
*4 W, AJI 1 .*-»» VW"-.-I» .^..
"FT-
Brandstiftung verdächtig und verhaftet
worden.
In Liestal (Baselland) sind Scheune,
Stall und Wagenschopf des Hrn. Fuhr
Halter Regenaß abgebrannt. Dessen
Wohnhaus erlitt auch ziemlichen Scha
ben, ebenso das Hans bes Schreinermei
sterS Martin. Der Brand ist durch die
Unvorsichtigkeit eines Knechtes veranlaßt
worden, der eine Laterne hatte fallen
lassen.
In Beringen (Schaffhausen) ist letz
ten Sonntag das Gasthaus zur Sonne
vollständig abgebrannt.
30 durch die Hagelwetter vom 13.
und 26. Juli abhiu beschädigte Mitglie
der bes Agenturbezirks Lützelflüh-Rüegs
au (Bern) haben von der Schweiz. Ha
geWersicherungs-Gesellschaft Frs. 14,
109 Entschädigungen ausbezahlt erhal
ten. Im Versicherungs- Bezirk Sunt
miswald sind Frs. 18,857 ausbezahlt
worden.
Auf dem Gebiete der Holzschnitzerei
soll sich die Situation etwas gebessert
haben.
Und nun Schluß für heute! Hof
fentlich kann ich meinen nächsten Bericht
mit einer Sieges- Botschaft beginnen.
7
6t.
Jene? Vauernkrawittt
in Fuchèmühl in der Oberpfalz, von
dem wir in einer frühern Nutntiter be
richteten, beginnt sich nach und nach in
mildenn Lichte zu zeigen. Der Ort ge
hört zur Lehensherrfchaft der Freiherrn
v. Zollern und genoß und beanspruchte
gewisse Rechte auf Streue und Abfall
Holz in den Waldungen der Gutsherr
schast. In einem angehobenen Prozeß
gab die erste Instanz der Gutsherrschaft
Recht in der zweiten siegte die Gemein
de, verlor aber wieber in der dritten
Instanz. Das verursachte ungeheure
Erbitterung in der Gemeinde und einige
Hitzköpfe verübten verschiedene Eigen
thinnSbeschädigungen im Walde. Jetzt
würbe der Bürgermeister verhaftet und
die Gemeinde erhielt Strafeinquartie
rung, die jetzt noch anzudauern scheint.
Die Gemeinde hat sich nun mit einer
Bittschrift an bett Prinzregenten gewen
det nnd ihn gebeten, sich ihrer zu erbar
men und die ohnedies arme Ortschaft
vor betn gänzlichen Ruit zu bewahren.
Für bie Bauern ist jetzt auch ber Pastor
Ferstl in Wiesau aufgetreten. Er be
hauptet, daß die Leute den Forsthütern
keinen Widerstand entgegen gesetzt hät
ten und daß der gegentheilige militari
sehe Bericht den Thatsachen nicht ent
spräche.
Erhielt ihm das Lebe«.
Herr G. Caillouette, Apotheker in
Beaversville, Ills., schreibt „Ich ver
danke Dr. Kings New Discovert) mein
Leben. Ich litt an der Grippe und
ließ mich von den besten Aerzten in mei
lenweiter Runde behandeln umsonst,
mein Leben wurde aufgegeben und mei
ne Tage schienen gezählt. Da ließ ich
mir eine Flasche von Dr. Kings New
Discovery aus meiner Apotheke holen
und begann, bavott einzunehmen. Von
der ersten Stunde an spürte ich Besse
rung und nach dem Gebrauch von drei
Flaschen war ich vollständig hergestellt.
Die Arznei ist Goldes werth Sie sollte
in jedem Hanse vorräthig sein." Holt
Euch eine Gratis Probeflasche bei
2 F. C. MiUer ck Sohn.
Gegen âkopfweh.
Als Mittel gegen alle Formen von
Kopfweh hat sich Electric Bitters am
besten bewährt. Es bewirkt eine andau
ernde Heilung und selbst ein gewohn
heitsmäßig immer wiederkehrenbesKopf
weh weicht vor seinem Einfluß. Wir
möchten alle an Kopfschmerzen Leiben
den auffordern, eine Probe mit einer
Flasche zu machen. In Füllen von be
ständigem Kopfweh wirkt Electric Bit
ters anregend auf bie Eingeweide uitb
nur wenige Fälle wiberstehen seiner
Heilkraft.' Große Flaschen zu nur 50
Cents bei Dr. F. H. Gentsch nnd
2 F. C. Miller & Sohn.
Gelyncht.
Birmingham, Ala., 15. Nov. In
dem kleinen Ort Dolinite, 20 Meilen
südlich von hier wurde gestern die Frau
des Farmers Tom Hahne in ihrer Scheu
ne, als sie die Hühner fütterte, von dein
Neger Bob Mosely, der bei Haytte in
Diensten stand, überfallen und gefchän
bet. Mosely entfloh daraus, wurde aber
von den wüthenden Rachbarn in einem
Sumpf eingeholt und auf der Stelle
erschossen.
In Marblehead, Ottawa County,
besitzt Philip Schmidt einen beutfchetl
Nußbaum, ben einzigen in der ganzen
Gegend. Seine Eltern haben ihn ans
einer Nuß gepflanzt, welche sie aus ih
rer frühern Heimath in Deutschland
herüber gebracht hatten. Der Baum
ist 21 Jahre alt und sind diesen Herbst
24 Bushel 9tliste von ihm geerntet wor
den.
In Elberfeld hat am 14. ein
furchtbares Brandunglück stattgefun
den. Ein Logirhaus brannte nieder
und 7 der Insassen, welchen der Aus
weg abgeschnitten worden, fanden ihren
Tod in den Flammen. Außerdem wa
ren bei Abgang dieses DekichteSMch
mehrere Personen vermißt.
Es spuckt. I
ti
Kw (ui, t* de»
Itnicft, ist in Viesen a»sgekUir
ten. ber Romantik abholden Zeiten, etwas Seltenes,
aber eine vo« dem toebanfeti besessene Persönlichkeit,
ihr tinben sei unheilbar, ist um so dster anzutreffen.
Unglaube au die heilende Macht der Medizin ist nur
»ine milde Form von Monomanie, obwohl in manch«»
Millen der wiederholt« Miherfvlg beim Hebrauch ver
schiedenartiger SJhlitl de» Zweisel fast zu rechtsertige«
scheint. Hostetter« Magenbitters hat den Beweis ge
liefert, daß es im Stand« ist. Dyspepfie. Verstopfung,
malariaartige Krankheiten, Nieren- und tieberltibtn
und Rirvofitât »u iuriren seine anerkannten Heiler
folge sollten »venigstens den Versuch damit in allen
vorgenannten Krankheitserscheinungen rechtfertige«,
selbst wenn sich ander« «urversuche als fruchtlos ermi«
N* chad««. Mit Konsequenz gebraucht, wird tzèt Kit-
text di» hartnäckigst««
u
Fülle
bewältige».
'A' ,»
Dcr Mnln hat feine Pflicht fte
tham, der Mohr kan«
gehen.
Während des letztjtthngen großen
Streiks in der Cokeregion Pennsylva
niens ließen bekanntlich die Cokeöfen
Besitzer viele farbige Arbeiter aus dein
Süden kommen. Die meisten derselben
haben die Region wieder verlassen und
nur noch hier und da befindet sich einer
an der Arbeit. Wie das Pittsburger
„Volksblatt" schreibt, gaben sie meistens
ihre Stellungen auf, als die Eoke-Ge
fellfchaften aufhörten, sie per Tag zu
bezahlen, ttiid Akkord-Arbeit einführten.
Hunderte von ihnen verklagten die Com
pagnien, bewaffnet mit auf hohe Raten
lautenden (Kontrakten, und die Frie
densrichter entschieden zu ihren Gunsten.
Alle diese Fälle wurden jedoch von den
Produzenten vor höhere Gerichte gezo
gen und die mittellosen Neger mußten^
außer Stande die Verhandlungen abzu
warten, nach dem Süden zurückwan
dern. Man glanbt nicht, daß irgend
einer derselben erscheinen wirb, wenn
ihre Fälle im Gerichte aufgerufen wer»
den, und die Coke Gefellschaften find
diese Neger somit los geworden. In
Leniont,' wo im Juni eine große Menge
von Negern angestellt waren, sind noch
etwa 1Ö0 beschäftigt, wahrscheinlich die
größte Kolonie, welche noch in der Coke
region vorhanden ist. Die Leute sind
nicht an die Kälte gewöhnt ititd ber he
rankommende Winter wird wahrschein
lich einen zweiten Auszug nach dem son
nigen Süden veranlassen. In kurzer
Zeit werden sie Alle gegangen sein.
Bncklens ?lrnika Salbe.
Die beste Salbe in der Welt für
Schnittwunden, Geschwüre, Salzfluß,
Fieberwundeu, Ausschlag, aufgesprun
gelte Hände, Frostbeulen, Hühneraugen
und alle Hautausschläge, f^toie sie be
stimmt Hämorrhoiden heilt. Sie wird
garantirt, die beste Zufriedenheit zu ge
ben, oder das Geld wird zurückgegeben.
Preis 25 Cents per Schachtel bei F. C.
Miller und Sohn.
In dem Pasteur-Jnstitut in Chi
cago, das unter Leitung des Dr. Lago
rto steht, sind nach einem dieser Tage
der Gesundheitsbehörde der Stadt abge
statteten Berichte in den wenigen Iah»
rett seines Bestehens 302 Personen be
handelt worden, die von tollwüthigen
oder mnthmaßlich tollwüthigen Him*
bett gebissen worden waren. Von allen
diesen Patienten ist später nur einer an
der ToUwuth gestorben. Von den Pa
tienten kanten 185 ans Illinois, 32 aus
Iowa, 23 aus Indiana, 21 ans Kan
sas, 9 ans Ohio, 5 aus Missouri, 5
aus Arizona, 4 aus Minnesota, 4 aus
Louisiana, 3 aus Tennessee, 3 aus Ken
tucky, 2 aus Texas und je einer ans
Wisconsin und Süd-Dakota.
In den Kohlenbergwerken in Pnnx
sutawney, Pa., ist von der Pittsburg
Coal & Iron Company ein Lohnher
absetzung von 40 auf 35 Cents per
Tonne Kohlen eingeführt worden.—
Die Lohureduktion kam nicht aiterwar
tet und die Kohlengräber nahmen die
selbe ohne Murren an.
Man kann billige Nahrung eye
nießen. ohne sich ernstlich zu schaden
aber man kann nicht billige Arzneien
nehmen, ohne sich bedeutend zu schaden.
Wer ein Surrogat statt Ayers Sarsa
parilla gebraucht, der riskirt dadurch
seine Gesundheit, vielleicht sein Leben.
Man bestehe darauf, Ayers Sarsa
parilla zu erhalten und keine andere.
Der preußische Minister des In
nerti hat in einem Rundschreiben die
Stadtverwaltungen und Landrüthe an
gewiesen, dahin zu wirken, daß zur Be
schassung von Behring'fchem Diphterie
Heilserum Fonds für Gebrauch bei der
arztlichen Behandlung ausgebracht wür
ben.
Ungewöhnlich heftige Stürme vom
Montag bis Donnerstag letter Woche
werden aus England, Belgien, Deutsch
land nnd andern Theilen Europas ge
meldet. In Berlin wurden zahllose
Kamine heruntergeworfen und Hundert
te von Gebäuden anderswie beschädigt.
Wirthschaft
toi-'
Adolf Aebersold,
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Mills
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(Lockport.)
%MT ^tische* Bier, gute 806«tnt ««fcttti» 8tn#6t*
stets an Hand. Gâfle finde» freundlich« und »uvw»
kommend« Bedienung-
Erzähltes nnd Erlebtes»
Erzählung Otts dem
Deutsch»Amerikanischen Lebe«
-von
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Das Buch kostetV
•teSnrfir I**
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Ktärkt
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Herr« miau»,
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Uhren & Schmucksachen.
Hermann gkltloa
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hat in PhUipsbura ein Uhren und SchiiuA»
toaamtflcjchäft eröffnet und Ihr spart (Selb, wenn Ihr
Eure Uhren. Wanduhren und Schmucksachen bei ihm
rtyarireit läf t. Alle Arbeiten werden in vorzüglicher
Weise besorgt und garantirt. Taschcu- uud Wmid»
Uhren sowie Schmucksache« zu verkante«.
w***?*mtwp
7 "h 4
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wir können (Luch zu billigeren preisen verkaufen^
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Wit verkaufen auch den besten zwei Dollar Stiefel
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einkauft, wir können (Euch Geld sparen.
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die weit von einem Arzte und Apotheken entfernt liegen. Die Medizin kann
von keinem Apotheker, sondern nur von dem Lokal-Azenten bezogen werden.
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