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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, December 05, 1894, Image 4

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Fl
Ifrtflta nub »*ef#ftt«, welche wasserdicht
pnd.
$crru8jtlR
tvttm
sich nicht iwb bleibe« ton
Hcuchngkcit unberührt. Rein, hübsch und dauer
haft. Wcnn beschmutzt, wischt man sie nur mit
feuchten Tuche ab. Die ächten sind her
Gestellt, mbtm ein leinener Kragen oder Man
fchette ans beiden Seiten mit ^Celluloid" über
.sogen wird und da sie die einzigen wasser
lichten Waaren sind, die mit einer solchen 3®i
schenlage gemacht werden, folgt daraus, daß sie
hie einzigen Kragen und Manschetten find, die
ha» Tragen aushalten und Beftiedigung ge
Vahren. ZedeS Stück ist wie folgt gestempelt:
dfeELuiüllO
TJis mark.
Wenn Ihnen irgend etwa» Anderes «mgebote»
«vird, ist eS eine Nachahmung. Weisen Sie
Olle, außer die ächten zurück und wen» Ihr Händ
ler nicht hat, was Sie wollen, so schreiben Sie
Itrcft an unS. schließen den Betrag ein und ge»
Sen die Größe an, sowie ob Sie einen Steh- ode»
«inen umgelegten Kragen wünschen. Kragen 25
EtS. daS Stück. Manschetten 50 CtS. das Paar»
Der Savarin,
Ecke Ontario & Champlai» Str.,
tLleveland Ohio.
Wirthschaft & Rcstauratii«.
flüir emti'ttr'vn beut tttfttibeit Publikuiil itnietc Küche,
fStoit nitjete vorzüglichen Weine, xitquöre, 4igutttti,
Jmportirte Weine eine Spezialität.
•tfwmte und Krtur.bt ftabta stell get» HatHfanft
M* frtaiMicht Bedienung.
eiMWlUwimirtioT
Sam. W«hle«.
«Seilte & Bralllttwelne
bei
Mongohela Roggenbranntwein»,
Wchchholderbranntweine,
importirte Weme,
it.
•u*e Nhet«»ei«e, Eatawba, Ealifornta Wetn«
P»re»»tn, Th«rv»«jn, yrewbrtrenwfi«, Wirf*»
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Alle «wfTâf«, Ht per tim««fcea, ««e»
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WirtMast I Rcstkurilnt
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Schweizer
UtrricksviUe O.
Stehe den, Bahnhof»«? G. f. ». M.
UM» der i. H. et. ».*.*.
ÉBawne Mahlzeiten }ii lt*tt
Tagesjeit.
Frisches vier«»d »te Setrimt,
«Ser Art stets an
Hr. Schweizers auch Agent der
Httt llhilabelphia ^ratteret
fär
«hrichSville
Dennifon.
4k
I. S. R» Minntg *1
—empfiehlt jlch 01—
y. öffentlicher Notar.
¥l8fM*«r» «s sam XKUm 1*e«chU»lir.H6t.
m» Nr Cchk«| *m GMMâ
&SV psutfdi»
& FeiM»
Eigenthümer.
Kummer
's
Hotel
Güd.Broadway (früher Grim-Hsuse)
New Philadelphia, Ohio.
«eilte SCtttine, LilMdre,, frisches Bier IC. stets»»Hand,
arme Atahlzeiten zu über T^geejttt.
Sprecht bei mir vor
Friedriek Rümmer,
Eigenthümer.
6«. Wllhlell's
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und
WirtllSclmki
Ost ShanesVille»
«MHttl R. «iael*, HtUUtu
Shrr .Mvb-'chvrè rrfArtirt jede»
folgenden 6nb|cnptioaipi«jts
ft#r die if.itt. Staate« und (tanabo bei Borns»»
l'cjaljluna I
1.00
totro erst im Laufe des Jahre? bezahlt .....
erfotflt bit Bezahlung aber erst nach «bla»s de«
Iahreii *-s®
Mr Deutichland und die 6Wetl bet Bora»»-
Ix^a^luttfl "80
Wenn nach »blaut eines imimii etn Äbonumt das
Blatt nicht refuftrl rtjv mehr aW zwei stummere tx*»
»imint. Hi wirb btr ititlittfenbt auch filr ben folgt«6«*
Strmiti als* tlboiumit-miiietragtn.
Bo lang« b«r &alitait>hon6pmS ftt das vla« »och
•am t'btt ttjeümcitt auiisteht, darf kt* Wboeiuwt das»
vctturiytYi!
Schweizer-Korrespondenz.
tSoB nnitrem 6V*ital-RonitiuiiituUa.»
Burgdorf, 15. November 1894.
Lieber Beobachter!
Ruhiger, ganz bedeutend ruhiger a!s
die vorige Woche ist die verflossene ab
gelaufen Hin und wieder in der ii
beraten Presse noch ein ^ubdtuf über
den herrlichen Sieg, wohl auch ein
Bonmvtt oder eine Anekdote aus dem
Wahikamps. Man ist ordentlich s'roh,
nach den Aufregungen des stampfe*
wieder i» das ruhige Fahrwasser gekom
men zu sein und sich mit den.Aeimg
teiten des Alltugylebe»iS zu besassen.
Eine solche Lteinigleit ist dje Jung
fraubahn des Herrn iÄutter-Zetler, dcr
im „Züribieter" folgt'Ubviiitabe» ge
schildert wird ..Herr Guyer ist ein wett
gereister Mann er hat am heiligen
Grabe in Jerusalem gebetet er hat von
den Pyramiden auf 4 Jahrtausende der
Geschichte hinabgejchaut er hat am
Niagara das Rauschen des ZeitenstronlS
vernommen. Da wird jemanden dann
leicht sein kleines Vaterland zu enge!
Er will mit dem Jungfraubahn-Pro
jekt den Weg zum Himmel bahnen für
solche, die den Muth haben, die eisernen
Sprossen dieser modernen Jakobsleiter
zu betreten. Aus der kleinen Scheidegg
soll die Jungfrau- Bahn an die Wen
gernalp-Bahn anschließen, dieselbe bis
an den Eiger Gletscher als Jungsrau
Bahn fortseien, von diesem hinweg im
Tunnel zur Station Eiger (3200 Me
ter), dann weiter hinaus zur Station
Mönch, hinunter nach dem Jungsrau
Koch und schließlich auf den Jungsrau
Gipiel fuhren. Tas letzte Stück soll
durch einen senkrechten Aufzug überwun
den werden. Dieses Weltwunder soll
durch Elektrizität betiikhen werden die
Tunnels erhalten elektrische Beleuch
tung. Tie Bahn soll die Kjejijq^ejt
von 8 Millionen Franken kosten $t)w=
frist 5 Jahre. Das Konzessionsgesuch
nimmt 10,000 Eiger-und 7000 Jung
frau-Besucher an die Hin- und Rück
fahrt soll Frs. 45 kosten. So steht es
auf dem Papier. Ob es der Technik
gelingen wird, alle die vielen Bedenken
zu zerstreuen, die jetzt noch vorhanden
sind, ist zu gewärtigen. Ich wünsche
bloß, daß kommt wirklich das tRie*
senwerk zur Ausführung möglichst
viel ausländisches âld verweildet werde.'
Tie Stadt Bern hat eine Minister
Krisis der städtische Bau Direktor
Hodler hat seine Demission als Mitglied
des Gemeinderathes eingereicht.
Thunersee Bahn und Thunersee
Tampsschiff-Gesellschaft stehen aus dem
Sprunge, eine Fusion einzugehen je
denfalls gefcheidter, als durch Konkur
renz sich gegenseitig zu ruiniren.
Am 25. Nov. findet im Kt. Schaff
Haufen eine Lolks-Abstimmung statt, ob
die kantonale^Bcrfassung einer Total
Revision unterhxllt werden soll.
Am 11. 9200, bat in der Kirche zu
Lenk Bemer-Öberiaod) das Amts-Ju
biläum des Lehttr» Jakoh Pfund statt
gefunden, der 50 Jahre Kchuldj.enst
hinter sich hat.
In Luzern ist Dr. Weidet als Mit
glied des Nationalrathes gewählt wor
den er erhielt 4604 Stimmen, sein
Gegen-Kandidat, der konservative Ban
kier Kopp 3289. Herr Weibel ersetzt
den verstorbenen Oberst Vonmatt. Für
die liberalen Luzerner bedeutet die Wahl
Weibel« HiUß großen Ersolg.
In Genf fiißie am Sonntag bei den
Regierungsraths-Wshjt» die demokra
tische (liberal konservative) Liste es
wurden sämmtliche bisherige Äeßje
rungsräthe gewählt, 4 Konservative und
3 Radikale.
Tie Einwohner-Gemeinde Schaffhau
sen hat am Sonntag einen Kredit von
Frs. 64,000 für bii Ablage eines neuen
Schießplatzes bewilligt.
Ein Unternehmen von grâr Wirth
schaftlicher Bedeutung ist die Bmifv
Alpenmilch- Gesellschaft im Stalden,
Amt Konolfingen (Bern), welche diesen
Herbst wieder ein ganz bedeutendes
Quantum Mttch staust, Ten Käserei
Gesellschaften Stsiden, Häutigen, Frei
mettigen, Groß-Höchstelteu zahlt sie f/ir
die Wintermilch Frs. 24, für bir Kogj
mmnilch Frs. 26.50 per 200 Kilos,
Ter Berner-Münsterbau Verein er
läßt einen Nothschrei an die Freunde
der Vollendung des Münsterthurmes,
damit nicht die Bauhütte geschlossen wer
den müfse, bevor das Ziel erreicht sei.
Die Kasino Angelegenheit in Bern
tritt in ein neues Stadium. Man
möchte mm ein neues Kasino erstellen
auf dem Platze, wo jetzt noch die Hoch
schule steht, sür die eine Dislokation al
lerdings angezeigt wäre.
Das studtbernische Gemeinde-Düdget
pro 1895 sieht bei einer Einnahme von
Frs. 2,014,31*5 und Ausgaben von Fr.
2,156,230 ein Defizit von FrS. 141,«
835 vor.
In Bern ist Baumeister Messerli, ein
tüchtiger, erst 34 Jahre alter Mann ge
starben, in Boll (Bern) der 67jährige
Gottlied Gerber, gewesener Lehrer im
Lmdesthal, der daselbst 41 Jahre lang
ununterbrochen mit großer Pflichttreue
gewirkt hatte und nun in den wMyex
dienten Ruhestand total woSte. 4j
Nach langer Krankheit ist am 12.
Nov. in Brienz im Alter von erst 48
Jahren Pfarrer Baumgartner, Zentral
Präsident des „Schweiz. Alpen-Klub"
gestorben. Herr Baumgartner war seit
langen Jahren jeweilen Kampfrichter
an den eidgenössischen Turnfesten er
war Gründer der Schnitzlerschule in
Brienz und hat sich sonst noch vielfach
am öffentlichen Leben betheiligt.
Letzte Nacht ist in Bern an einem
Schlagfluß Oberst Hofer, Fürsprech,
gewesener Präsideut der Boden-Kredit
Anstalt, gestorben.
Der kürzlich in Uetiton (Zürich) der
storbene Rudolf Schnorf, gewefener Be
sitzer der dortigen chemischen Fabriken,
hat für gemeinnützige Zwecke Frs. 250,»
000 testirt.
In der Nacht vom8.j9. Nov. gerieth
Müllermeister Friedrich Seitenberger
von Lützelflüh, der den „kalten Markt"
in Burgdorf besucht hatte, in den Ge
Werbekanal, ertrank und wurde am
Morgen am „Rechen" ausgefunden.
Messerschmied Neil in Erlach (Bern)
wurde von einem Stück eines zersprin
genden Schleissteins derart an den Kopf
getroffen, daß er gestorben ist in glei
cher Weise wurde Schlosser Samuel
Bieder, Arbeiter in der Gießerei Erettin
in Liestal (Baselland) getödtet.
Zu Gunsten des Zürcher Sanatori
ums für Lungenkranke sind bis heute
Frs. 29,330 gesammelt worden.
Ter bernische Negierungsrath hat die
Ermächtigung ertheilt, die nöthigen
Vorkehren zu treffe«, um die Einfüh
rung der Serum-Therapie, zunächst in
den Kliniken des Jnseljpitals, später
aber auch in den übrigen Spitälern des
Kpntons zu ermöglichen.
Mit dieser Woche haben die Schul
fpot'itillm in der Stadt Bern ihre Thä
tlgkeit begonuen.
Unter der Firma Turban & bat
sich daselbst eine Komulandit Gesell
schaft zum Betriebe eines dort zu errich
teuden Sanatoriums gebildet die
Theilnehmer find meist Ausländer.
Das Gesellschafts-Kapital betrügt Frs.
220,000.
In Ober-Dettligcn bei Wohle»
(Bern) ist das einem Herrn Hutniacher
gehörende und voll einem Pächter Hü
berli bewohnte Bauernhaus niederge
brannt.
In der Fahrneren, Gemeinde Rö
thenbach, Amt Signau (Bern) ist in
der Nacht vom 7. auf den 8. November
ein großes Bauernhaus, das vom Be
sitzer Haldemann und seinem Schwager
Siegenthaler bewohnt war, abgebrannt.
Die Bewohner konnten bloß das nackte
Leben retten. Große Futter- uud Ge
treide-Vorräthe sind zu Grunde gegan
gen 4 Kühe, 2 Rinder und 1 Schwein
blieben in den Flammen.
In der Uhren-Pendant-Fabrik Neu
jfpwiji & Montandon in St. Immer
hat firt Feper-Ausbruch sehr bedeuten
den Schadm gflgerichtet 60 Arbeiter
werden aus einige heschästiguugs
los.
In fcr Nacht vom 10. auf den 11,
November brannte in Wittefeld zu
Schwarzhäusern, Amt Aarwangen
(Bern) das Wohnhaus mit Scheune
des Joh. Bauer ganz nieder. Der Be
sitzer ist der Brandstiftung verdächtig
verhaftet worden, ebenso ein Ferd. No
bei, Sieb- und Wannenmacher, der in
dem abgebrannten Hause übernachten
wollt?.
Auch in Röthenbach, Amt Wangen
(Bern) ist ein Haus abgebrannt, das
sogenannte „Steigerhautzli," der Frau
Elise vonBallmoos, geb. Eicher gehö
rend.
Ein Individuum Namens Mühlebach
von Schwarzenberg drang Sonntags
in das Haus der FauliÜe Horat in
Küßnacht (Schrot)j), um vie Kinder zu
rauben, während die Eltern in der Kir
che waren. Tie 4 anwesenden Kinder
singen an zu schreien der Unhold ver
wundete zwei mit dem Messerund steckte
daS Haus ill Brand. Ein Nachbar
konnte mit Mühe die Kinder aus dem
bmu#ei?bjen Hause retten. Für das
Lebm des flUefan Kindes hegt man die
ernstesten Besorgnisse,
In Basel fängt man an, sich für ein/?
Lützelflüh Bahn zu erwärmen, für wel
cher elektrischer Betrieb in Aussicht ge
nommen ist.
Von Basel wird serner gemeldet, daß
daselbst die Bodenspekulation blühe,
wie noch nie. Es sei kein Zweifel, daß
in diesem Jahre wieder Millionen ver
j&ient werden, ohne daß die Betreffen
bffl 5je geringste produktive Arbeit ge
leistet hqben, Eine Bau-Firma hat
eine halbe Million perdient an einer
Liegenschaft, die erst vor zwei Jahren
gekauft wurde. Fälle, wo an Grund
und Boden in relativ kurzer Zeit bedeu
tende Vermögen erworben wurden, sei
en nicht selten. Von Zürich wird Aehn
tichfS berichtet,
Ktir tzgs Mchste eidgenössische Tur«
fest, daâ im ^öhre 1897 abgehalten
wird, hat die Telegjx^n-PersamMlung
am letzen Sonntag Schaffhausefl als
Fesiorjt bezeichnet, Schaffhausen be?
gxzißte die Aachrjcht mit Kalionendonner
MtfiD Fyckejzug.
Tie Mmeinhe Mett bei Biel hat mit
3 Elimrnm Mehrheit hie Mlangte
Subvention für Srrichtt/nß
tints
Bahn­
station abgelehnt. Diese Ablehnung
riecht nicht besonders nach „ZltkUNftS'
stobt."
Nachdem Anfangs September die
Erdarbeiten sür die Terassierungen und
gegen Ende September das Betonniren
der Fundamente des neuen Parlaments
ebändes in Bern begonnen hatten,
md diese nunmehr auf Sockelhöhe auf
gemauert worden, jp daß Montag in
aller Stille die ersten GranitgWdern
des Sockels gesetzt werden konnten.
Der BundeSrath hat soeben in einer
Botschaft die Gründung einer meinen,
unter gesonderter Verwaltung stehenden
Staatsbalik befürwortet.
Hr. Oberst R. Falkner in Basel der
von seiner Stelle als Regierungsrath
zurück getreten ist, erhält als Pension,
dB Mt Gchâ-Ämlch LM.
St.
riW
Aus Mü«chen
wird geschrieben Nachdem nun die Be«
richte von betroffener »*b von amtlicher
Seite über die Vorgänge von Fuchs
mühl vorliegen und man sich ein uuge
fähr zutreffendes Bild machen kann, er
übrigt noch, des Eindrucks zu gedenken,
den die Vorgänge im Lande gemacht
haben. Nach allen «Symptomen ist die
ser Eindruck ein ungewöhnlich schlechter.
Man darf nicht übersehen, daß die Un
Zufriedenheit und das Mißvergnügen
der Bauern in Bezug auf Forstrechts
frageu alt und seit einigen Jahren be
sonders stark geworden ist. Bei den
Banern wird der Vorfall bereits verall
gemeinert und in ihrer Presse werden
die übelsten Konsequenzen daraus gezo
gen. Dazu kommt, daß gleich von An
fang an der Hof gewissermaßen mit in
die Sache gezogen wurde. Der Bruder
des Landgerichtsraths Freiherrn von
Zoller, des Waldbesitzers, ist der Bor
stand der geheimen Kanzlei des Prinz
regen ten. .Aus das Institut der Ge
Heimkanzler ist man ohnehin im Lande
gar nicht gut zu sprechen. Nicht wegen
der Person ihres gegenwärtigen Vor
standes. General v. Zoller gilt viel
mehr als ein Mann, der pünktlich seines
Amtes waltet und darüber nicht hinaus
greift. Aber man sagt im Lande
und das kann man bei jeder Gelegenheit
hören daß sich die Geschäfte in der
Geheimpolizei nicht nur konzentriren,
sondern dort auch ihre Erledigung fin
den, allerdingsuttter entsprechender Mit
Wirkung der einschlägigen Ressorts. Im
Lande hat sich unverkennbar der Glaube
festgesetzt, der Prinzregent sehe, höre
und entscheide das Wenigste von dem,
was an ihn aus dem Lande komme.
Ich bemerke ausdrücklich, daß ich diese
Anschauung überall in den altbayeri
schen Provinzen gefunden habe. Ich
weiß nicht, woher es kommt, daß sich so
allgemein und überall die Meinung fest
gesetzt hat, der Regent wisse überhaupt
viel von dem nicht, Iva5 im Lande vor
ehe, namentlich auch soweit es ihn
elbst betrifft, Aber die Meinung ist
einmal vorhanden. Aus dieser Grund
Stimmung heraus haben sowohl die
Zeltungen und zwar fast alle als
auch jeder Einzelne, den man darüber
sprechen hört, die Fuchsmühler Angele
genheit als Anknüpfungspunkt benützt,
llm von der Geheimkanzlei zu sprechen.
Nicht als ob man dieser irgend einen
Conner mit der Sache imputirte, son
dem, weil da wie dort der gleiche Name
sich findet. Aus diesem Grunde accen
tuirt sich die Sache auch unverkennbar
bei dem Volke gegen den Hof es macht
sich darin die Abneigung bemerklich, die
gegen das Institut der Geheimkanzlei
besteht. Es ist bemerkenswerth, .daß
mir ein Herr, der überaus loyal, streng
bayerisch, streng dynastisch und streng
konservativ ist, sagte „Die Fuchsmüh
ler Affaire bedeutet eine verlorene
Schlacht für den Hof und für den Adel."
So stellen sich die die Dinge für den
ruhigen und objektiven Beobachter dar.
Gratis^
Diejenigen, die Dr. King's New Dis
covery schon benutzt haben, kennen ihren
Werthund wer ihn noch nicht kennt, der
hat jetzt Gelegenheit, das Mittel gratis
zu erproben.' Geht in die unten bezeich
nete Apotheke, und laßt Euch ein Pro
befläschchen gratis geben. Sendet Eure
Adresse an H. E. Bückten & 0*o., Chi
cago, und verlangt eine Probeschachtel
von Dr. King's Neuen Lebenspillen,
sowie ein Ex. des Gesundheits- und
HqushaltungS- Rathgebers. Alles ist
garantirt, Euch von Nutzen zu sein und
kostet Euch nichts. 4
Kostenfreie Pille«.
Schicke Deine Adresse an H. E. Stick
len & Co. in Chicago und laß Dir ein
Probeschächtelchen von Dr. Kings „New
Life Pills" zusenden. (Sine Probe wird
Dich von ihrem Werth überzeugen. Die
se Pillen wirken sanft und empfehlen
sich besonders in Fällen von Verstopfung
und Kopfweh. Gegen Malaria und
Leberleiden sind sie unübertroffen. Sie
sind garantirt, vollständig frei zu sein
von jeder Art giftiger Substauzen nnd
sind gänzlich aus Pflanzenstoffen herge
stellt. Sie haben keine erschlaffende
Wirkung, sondern regen Magen und
Gedärme, überhaupt das gauze System
stärkend an. In regulärer Größe zu
25 Cents per Schachtel in der Apotheke
vonF. C. Miller ck Sohn.
Vom englischen Hofe.
Ein französischer Publizist reDnet
der Königin von England nach, wie sie
ihre neun Kinder nach den verschieden
sten geographischen uud nationalen Rich
tungen verehlicht at. Von ihren Töch
tern heirathete die erste den preußischen
Kronprinzen und nachmaligen Kaiser
Friedrich, die zweite den Großherzog
Ludwig von Hessen, die dritte den Her
zog Christzan von Schleswig-Holstein,
die vjexte den Prinzen Heinrich von
Battenberg von den Söhnen heira
thete der erste eine dänische, der zwnte
eine russische, der drjtte eine preußische
und der vierte eine Prinzessin von Wal
deck. Nur eines blieb mit seiner Hei
rath im Paterlande: Prinzessin Louise,
deren Wte der Marquis of Lorne ist.
„Wie soll", meint der französische Publi
zist, «bei einem fplcheu Rassengemisch
die Vaterland?-Idee beim Polt sich
rein und intakt erhalten?"
Uederall gepriesen, tew man'S
brancht.
(U
8.
Seaver von Birmingham,
Conn., sagt „Zum Ausbau einer
schwachen oder entkrasteten Constitu
tion wejß ich kein so sicheres und gutes
Mittel wie Dr. Kennedys Favorite Re
medtz. Dieselbe macht MM und
stärkt
den
Körper."
w*:m
81
Immer noch wâen tot Stattet!
Erdstöße verspürt letzter Tage auch in
Nügiialia, mâchM»
"ââ.. **V ViS ÂL.SÉk?*"'
vi
:.
Sa» LSsen der Zunge»
Die Lösung des ZungenbandeS ge
hört zwar unstrer dolksthllmlichen
(Redeweise an, wenn z. B. gedreht
wird: „Na, Dir wird man die Zunge
schon lösen!" aber es wird den wenig
sten Lesern bekannt sein, daß diese
Operation früher bei jungen Kindern
in sehr großer Ausdehnung geübt
wurde, und daß sie noch heute in vielen
Theilen Frankreichs ebenso verbreitet
,tft, wie in den Tagen Boileau's, der
ihrer in seiner neunten Epistel er
wähnt. Sebillot in seinen 1886 er
schienenen „Gewohnheiten der Bre
tagne" versichert, daß in der oberen
Bretagne das Losen der Zunge bei
Kindern auf demLande noch allgemein
verbreitet ist, Moisset sagt seinem
„Aberglauben in der Uonne", daß in
dieser Provinz der Aberglaube Herr»
sehe, jedes Kind, dem man nicht die
Zunge lose, müsse stumm bleiben, und
Desaivre fichrt aus Poitou die Re»
densart über einen geläufigen Spre
cher an: „Wer dem das Bändchen ge*
löst hat, der hat seine fünf Sous nicht
gestohlen!" Gewöhnlich zerreißt die
Hebamme dem Neugeborenen alsbalb'
das Bändchen mit dem Nagel oder mil
einem gezeichneten Sou-Stück, „damit
das Kind besser saugen könne." Wir
entnehmen diese Angaben einem Be
richt des Dr. Menar'o über sineSchrift
des Dr. Chervin, Direktors des Pa
riser Instituts für Stotternde: „Sol^
man das Zungenband lösen?" im
„Kosmos". Der letztgenannteSprach
arzt hält den Gegenstand für wichtig
genug, um eine ©ammelforfchung
über die Verbreitung des Gebrauches
anzuregen, für welche er folgende Fra
gen stellt: 1. In welchem Alter nimmt
man die Operation vor? 2. We?
führt sie aus? 3. Wie wird sie voll«
führt? 4. Beobachtet man einen bè«
sonderen Ritus dabei? Ein? Art von
Zauberspruch? 5, Gibt es Erzählun
gen, Lieder, Sprichwörter, Weissa
(tungen,Theater4[nfgelungen auf den
Gegenstai^? 6. Gibt es Gottheiten,
Amulette, Pflanzen, welche die ©cfahi
einer schlechten Aussprache verursache^
oder beseitigen? Für die letzte Frag»
will der deutsche Berichterstatter so#
gleich hinzufügen, daß man in Ost»
Indien und aus Ceylon den Kindern itt
der Schule das ÄBC-Kraut (Spilan*
thes Acmella) zu kauen gibt, damit ft*
leichter sprechen lernen, besonders t«:
den mohamedamfchen, wo die arabi
schen Lispel-Buchstaben Tscha und Ze
ihnen viel Schwierigkeiten machen.
Rumpf, welcher zuerst Nachricht von
diesem Mittel, die Zunge zu lösen,gab,
setzt hinzu, man benütze dafür audjr
den leichter zu erlangenden chinesisches
Zweizahn (Bidens chinensis), der eben*",
falls Speichelabsonderung hervorruft,
und gleich der vorigen Art ABC
Kraut (Abecedaria) genannt wird.
Was die Verbreitung der Operation
anbetrifft, so scheint sie bei den Alte«:
nicht üblich gewesen zu sein. Denn det'
römische Arzt Celsus ermähnt der
Zungenlösung nur als einer Opera
tion, die zuweilen nöthig werde, wem}
die Zunge in ihrer ganzen Länge nach'
unten festgewachsen sei, bei sog. Prikts
loglossis. Die Volkstümlichkeit del'*
Zungenlösung in gewissen Ländern
hängt mit der Uebertreibung der Be-5
beutung zusammen, die man frühe*
der Mitwirkung der Zunge für das
Sprechen gab und die so weit ging,
daß viele Völker Zunge und Sprache
mit demselben Worte bezeichneten, auch
jm Deutschen zur Zeit Luther's: „mit
fremden Zungen reden". Seit lange?
Zeit weiß man aber, daß die Zungt
unter den für die Sprache nöthigen
Organen erst in zweiter Reihe steht,
und daß Personen, denen die Zunge
bis auf einen geringen Rest genommen,
werden mußte, noch deutlich genug
sprechen können. Schön Jus sten sah irf
Lissabon ein Mädchen, welches das
Portugiesische sehr deutlich sprach, ob
wohl sie ohne Zunge geboren, war ode?
vielmehr statt derselben nur ein 3 4'
Linien langes Wärzchen Ibesaß. Dafür,
daß ehemals auch in Deutschland die
Zungenlösung gebräuchlich gewesen ist
sprechen die volkstümlichen Redens»
arten, wie auch die Vornahme vorbeu
gender Zungenoperationen bei Thie
ren, z. B. Hunden, bei denen dasZun
genband mit der Tollwuth in^Verbin
dunq gebracht wird.
E n s o n e n
Husbandry, Dayton, €)., 11. 12^
Dezeznber.
Rationale Cycle Ausstellung in Chi
cago, 4. 12. Januar 1895.
I. U. of A. der Backsteinleger und
Maurer. New Orleans, La., 9. —13.
Januar J8f5,
Am Hochzeitstage des Zaren tour*
Hen in Petersburg 40,000 Arme ge-
spetst die Schulen waren aus 3 Tage
geschlossen.
Dr. Freiherr v, Mittnacht, tvütW
tembergischer Ministerpräfident, Mint
ster des Äußern und des königlichetr
Haitses und Ordeuskanzler, hat abge
sehnt, wieder sür die württembergische.'
Abgeordnetenkammer zu käudidiren.
Sin Herold des jnngenJahreS.
Rimm die letzten drei Deceliiiieii ober fe boit biviviti:
Jahrhu»der. Ter Abschnitt berft sich Mit der Ärnuöc:*
unbegrenzter opuiantnt nun HostetlirS Wilsten bit".,
ttr^. Der bfS Iohies IKtii) wird biirti bsisS*
èr!chrnien cituö neuen BitierS Atmqimchâ figiuilifirt^
jptrben, in iveichem die Sioertc. Herkuntt und ilUnfuiia,
dieser peNberühinten Medizin flat ausSrinntitiet'UUl#t
werden Jederintinn Sollte if)it leitn. Xer ftalciideij
«ttb tat in bicicrn Buchlei» z» fiiibenbeit aftronuiiiiirtivn,
»ftechnunßcti finb stet« erstaunlich korrekt nub bit
Statistiken huuivristische Adlheiluiia. Illr.stratiuiun
und dt i iitri^c Veuftoff ebenso »utzttch iutb intcr.ssanr'
ali aiiiujrntt. Tic Honetter tfompöfluif in ttiittéiuiiu
$a., ^ubliüirt ben ttuieiiber selbst. Sin der luechiini».
schen HersleUuiig desselbeii finb mehr aië sechzig Pi^.
Ionen elf Mun ate bess Jahres wug beschaftiat. v r?
kann untnturlblich Pott allen IrofluifUtt unb Händler»
auf dt in Vunbt de zogen lurrbtn ȟb erscheint in engli
scher, deutscher, französischer, »miUistsch^r, norwegische
schwedtscher, hollü»dtfcher, HvhmtMr ftfttttftet
Sprache. i
'rys '.«%. -irv.v«».-
als
5
Heilmittel
S v S
je zuvor.
t*»rrlâ liOwan.
/v'-
I Ilipsn^rÄutsrWlutbelsbsr
Seit too Jahren im Gebrauch. Zu haben bei tokal-Agenten.
Für Agenturen wende man fich
Die Dreroster Stiefel,
beste Qualität verkaufen wir diesen Herbst zu
und Brewsters beste Schule für $V50,
Wir verkaufen auch den besten zwei Dollar Stiefel
im (Lounty. Viele Händler verkaufen
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