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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, December 05, 1894, Image 6

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Pie geistige MMiykeU und ihr
Erwachen.
Dtr Mensch hat eine sehr lange
Lernzeit sie beginnt mit dem ersten
Athemzuge und schließt bei Vielen erst
mit dem Leüensschluß. Der erste
Schrei, mit dem er sich beim Eintritt
in diese Welt ankündigt, ist das Ergeb
nist der ersten Section, w:lche er von
der Natur und ihren Gewalten erhält.
forschend blicken wir den kleinenAn
kömmling an. Monate hindurch dach
ten wir an ihn, liebten ihn, ehe wir ihn
kannten. Nun ist er da, aber tote teil
nahmslos, wie ganz ohne irgend ein
deutbares Zeichen, daß er uns kennen,
uns wieder lieben, daß er einMensch
unter den Menschen werden will»«—
Geduld! Das kommt alles mit den
Wochen, Monaten, Jahren so sicher,
wie auf? der Knospe die Blüthe, aus
dieser die Frucht sich bildet, wenn die
Hemmnisse nur beseitigt werden und
das Fördersame freien Zutritt hat.
Aus lebenswarmem Dunkel wand er
sich in diese nichterfüllte, kalte Welt,
welche mit ihren Dingen und Erschei
nunqen im chaotischen Durcheinander
ihn umsluthet. Der kaum dem Ei ent
schlüpfte Nestflüchter unter den Vöqeln
ist schnell in dieser auch ihm neuen Welt
enentirt er sieht sogleich mit jenemBe
wußtsein, das genügt, um ihn das
Körnchen als eine ihm zuträgliche Nah
rung von ungenießbaren Dingen glei
eher Größe unterscheiden zu lassen er
kann laufen und folgt nach dem Ge
börsemdruck dem Rufe der Mutter.
Das Menschenkindlein muß all dieses
Können und Kennen erst allmälig er
lernen. Am besten läßt sich fein da
maliger Zustand mit einer Telegra
phenleitung vergleichen, die der Fertig
stellung entgegengeht, bei der also die
Apparate und die Leitung angelegt
sind, der Telegraphist bereits thätig ist,
cheL4Lur- der Registrator fehlt, der die
"Kunde mit Sachkenntniß aufnimmt
und gehörigen Ortes bestellt. Die Sin
neswerkzeuge, die zu ihnen gehörigen
Nerven, die Anreize von außen sind
vorhanden es fehlt nur die registri
irenbe Thätigkeit des Gehirns, welches
um diese Zeit ungemein bildsam, aber
nicht ausgebildet ist, die Reize und Ein
drücke gleichsam partienweise ausnimmt
und rechten Ortes unterbringt. Zuerst
müssen die Zwecke der Nahrungsauf
nähme gesichert werden und darum er
scheint allen voran der Geschmackssinn
bethätigt, dem sich, nach angestellten
sorgfältigen Beobachtungen, der Ge-
Tuchäsinn
alsbald unterstützend an die
Seite stellt.
Hier gibt uns die Natur sehr deut
lich die Lerngesetze zu erkennen, welche
für alle künftige Geistesentwicklung
durch Unterricht maßgebend bleiben
müssen, gegen welch? aber leider viel zu
viel gesündigt wird. Sie läßt nie zu
Vielerlei, nie zu viel sich zugleich ent
falten ihre Schule kennt in regelmäßig
gem Vorgange weder ein Verfrühen
noch ein Verspäten sie steigt aus klei
iten Anfängen und elementaren Vor
gangen zu complicirten Leistungen und
vollkommenen Ergebnissen gradweise
vorwärts.
In den ersten Lebenswochen läßt sie
das Gehörsorgan unentwickelt, so daß
die Schalleindrücke für die werdende
Seele noch gar nicht vorhanden sind.
Soll doch zuerst das mehr negative als
animalische Leben zur nöthigen Kräf
tigung kommen durch ausreichendeNah
rungHaufnahme, Verdauung und
Schlaf! Wäre um diese Zeit das all
zeit offene Ohr schon reizempfänglich,
so müßte jedes Geräusch die Ruhe des
Kindes, den „heiligen Schlaf", auf sehr
schädliche Weise unterbrechen. Hiemit
ist
den Pflegern ein
sehr
deutlicher
Hinweis der Natur gegeben, daß sie
den Säugling in keinem Falle, auch
nicht etwa zur Aufnahme von Nah
rung, wecken lassen.
Die Augen, diese einzigen Lehrer für
Sicht und Farbe, diese Führer zur Er
kenntniß von Formen, Orts- und Be
Wegungserscheinungen beginnen ihren
Dienst nicht gleich am ersten Tage, ob
wohl nachgewiesen ist, daß sie
schon lichtempfindlich sind.
Das deutlich unterscheidende, erken
nende Sehen ist erst das Ergebniß un
zählbarer Anreize des Centralorgans
durch das Sicht unter Vermittelung des
Auges. Bringt schon das bereits in
den ersten Wochen auftretende Lächeln
auf die Gesichtszüge des Kindes den
Ausdruck der Beseelung, so ist dies in
ungleich höherem Grade der Fall,wenn
mit dem Sehen das Erkennen sich voll
zieht. Das Kind spricht mit den Au
(ten, lange bevor es der Sautsprache sich
3U bedienen vermag Freude, Verdruß,
furcht, Neugier, Begehren sind aus
benlèlben zu lesen. Der Blick spricht
von einer Innenwelt, die sich entwickelt,
wenn auch Umfang und Inhalt noch
nicht gar reich sind. Indessen kann und
soll die Kinderpflege für die Bereiche
rung und Klärung der Wahrnehmun
cteii schon im Säuglingsalter Erhebli
chrs beitragen.
So will der Physiolog Preyer, daß
man (vom ersten Moment ab) beob
achte, wie sich zu Anfang des Lebens
das Mienenspiel verändert, wenn man
bei gutem Tageslicht dem Kinde graue
Gläser (Rauchglas), sowie blaue, gelbe,
rothe, grüne Scheibe» von Gltzß Ott vie
Augen hält.
v
v
Variirtes Cita t. „Ach,
Igaiit, wenn ich hoch auch solche Wes
psntcnlle hätte, wie jene Dame da drü
freu!" Paul:
„Wenn Dich 'die Wespentaille sticht
So laß Dir 4ws zum Troste sage«
Die besten Taillen sind das nicht,
Sie rumirai Herz und Magen!"
ftu spat. »Du, Stapfel.
Dein Wd um: der erste Kukuk
Student: .Meins hat er schon
.. ,^s
Niehtrails und Cowdslfl.
Klima urid Boden haben Texas von
Ansang an zu einem Viehzüchtern
Lande bestimmt, und dieser Bestim
mung ist es im Allgemeinen treu ge
blieben, trotz der verschiedenen! polttU
sähen Stürme, die es durchtobt haben.
Die Ursprünge des texanischen Vieh
Handels reichen bis in den Ansang der
fünfziger Jahre zurück. Als Texas
noch eine mexikanische Provinz war,
hatte man daselbst die Zucht spanischen,
Rindviehs eingeführt das Unterneh
men gelang über Erwarten, so daß
1860 der Rinderbestand des Landes
auf drei und eine halbe Million SM
geschätzt werden konnte.
Das Hauptgebiet dieser Industrie
waren und sind heute noch soweit
die vorgeschrittene Besiedelung des,
Landes die Weidegründe noch offen ge-'
lassen hat die ausgedehnten Ebenen
zwischen dem Anton'ioflusse und dem
Rio Grande, zwischen der alten, spa
nischen Stadt San Antonio und dem
an der merikanischen Grenze liegenden
Orte El Paso. Das ganze Interesse
der Bewohner dieser Landestheile dreht
sich um die Rinderzucht und um den
Stand des Viehmarktes in den. Staa
ten, die das Absatzgebiet bilden.
„Viehbarone" auch „Rinderbarrme",
so nennt man die Großindustriellen je
ner Gegend. Solch' ein Viehbaron ist
meistens ein gemachter Mann. Sehr
viele derselben wissen gar nicht, wieviel
Vieh sie besitzen.
Einmal im Jahre treibe« die Vieh
züchter mit Hilfe ihrer Untertreibet, der
Cowboys, ihre Heerden zusammen, um
den Bestand zu untersuchen und sestzu
stellen und den Nachwuchs zu zeichnen.
Zu letzterem Zweck wird das Jungvieh
mit dem Lasso eingefangen, zu Boden
geworfen und mittels des Brenneisens
gestempelt oder mit gewissen Einschnit
ten im Ohr versehen. Jeder Eigenthü
mer hat sein besonderes Zeichen, zumeist
aus Buchstaben bestehend, welches be
hördlicherseits gebucht ist und ab und
zu in den Zeitungen, bekannt gegeben
wird.
Ein Viehzug aufdem
Marsch
durch die Prärie.
Bei der ungeheuren Anzahl der zu
controllirenden Thiere bleibt jedes Mal
eine Menge derselben ungezeichnet und
daher herrenlos, und so ist es geschehen,
daß Leute lediglich dadurch reich ge
worden sind, daß sie diese ungestempel
ten Thiere einsingen und mit ihremZei
chen versahen. Solches einjähriges,
ungezeichnetes Jungvieh heißt in der
Sprache der Cowboys „Maverick"
Die Hauptabsatzgebiete, der texani
schen Viehzucht sind von jeher naturge
mäß die nördlicheren Staaten der gro
ßen Republik gewesen. Das Vieh
mußte dorthin geschafft werden, und
dies
geschah
viele Jahrzehnte hindurch
aus die einfachste, wenn auch beschwer
lichste und langwierigste Art: man
trieb die Heerden zu Markte, nicht zehn,
nicht hundert, nein Tausende von eng
tischen Meilen weit. Dieses Heerden
treiben bildete sich zu einem ganz be
sonderen, eigenartigen Zweig der Vieh
Industrie aus die Leute, die sich ihm
widmeten, entwickelten sich zu einer
Menschenklasse, die weder vorher noch
nachher ihresgleichen gesunden hat.
So entstanden die Trails oder Vieh
straßen und die Cowboys.
Im Jahre 1867 wurde von Kansas
City aus die Kansas-Pacific-Eisen
bahn gebaut. Dieselbe sollte die ge
nannte Stadt mit dem westlicheren
Theile des nordamerikanischen Conti
ments verbinden. Wie immer bei sol
chen Gelegenheiten, so wuchsen auch mit
dem Fortschreiten dieser Bahnstrecke
eine Anzahl neuer Ortschaften die
selben nannten sich sogleich Städte,
und wenn sie auch nur aus einem Du
tzend Blockhütten bestanden wie
Pilze aus der Erde, und diese Städte
bildeten von nun an das Ziel der texa
nischen Viehtransporte, da den Trei
bern die neue Bahnverbindung, die
ihren Weg abkürzte, sehr willkommen
war.
Viele Hunderttausende von Rindern
wurden alsbald vom südlichen und
westlichen Texas her nach den Statio
nen der Kansas Pacific Bahn in
Marsch gesetzt, und zwar Heerden
von je zwei- bis sechstausend Stück.
Gewöhnlich wurde im Frühjahr auf
gebrochen, und während der Monate
Mai bis August bewegte sich eine fast
ununterbrochene Procession von Rin
dern über die großen Trails. Die ver
schiedentit Heerden waren dabei einan
der so nahe, daß die Rufe der Treiber
von Trieb zuTrieb gehört werden könn
ten. Die ungeheueren Züge bewegten
sich, wenn Alles gut ging, in muster
hafter, ruhiger Ordnung über die
grüne, endlose Prärie. Die langsam
hin wandelnden, lang gehörntem Rinder
und die in regelmäßigen Zwischenräu
men reitenden Treiber gewährten einen
malerischen Anblick.
Man konnte eine solche Heerde sehr
wohl mit einem Heereszuge vergleichen.
Ein Commandeur, der Ok^rtreiber, lei
tele das Ganze. Seinen Stab bildeten
die Cowboys, von denen je acht Mann
auf tausend Stück Rinder vertheilt
waren. Jeder dieser Männer war nicht
nur beritten, sondern hatte auch sechs
bis zehn Pferde in Reserve, denn der
Weg war lang und man mußte auf
allerlei Zufälligkeiten und Unfälle vor
bereitet fein. Diese Reservepferde und
die Fuhrwerke, in fctr.::: die Baggage,
dfc Lebensmittel un? ote Zelte mitge
führt wurden, bildeten einen regulären
Train, so daß auch hierin der Vergleich
der Herrde mit einer Armee auf dem
Ma?schtz. stichhaltig bieitt,
während des
Würde behielten. Die Cowboys auf
ihren flinken texanischen Ponys flankir
ten die Schaar und sorgten dafür, daß
die Thiere auf dem Trail blieben und
daß ihnen nichts nahte, wodurch sie
scyeu gemacht und
Auch das bloße Erscheinen einesFuß
gangers ruft oft eine Panik hervor, da
die große Mehrzahl der Rinder den
Menschen niemals anders als zü Pferde
gesehen hat.
Auf de« Weidegrilndetr.
Der Marsch der Heerden währte un
unterbrochen! vom Morgen bis zum
Abend, bald schneller, bald langsamer,
je nachdem den Rindern gestattet wurde,
sich neben dem Trail auszubreiten und
zu grasen. Im Durchschnitt wurden
täglich zwölf bis fünfzehn englische
Meilen zurückgelegt. Mit Anbruch der
Nacht trieb man die Heerde vom Trail
ab und auf einen dichten Haufen zu
fammen, man „rundete sie ein", indem
die Cowboys dieselbe in immer engeren
Kreisen umritten, bis die Rinder sich
wiederkäuend niederlegten, um von den
Strapazen des Tages zu rasten. Wäh
rend der ganzen Nacht aber mußte die
Heerde von den einander ablösenden
33ächtem umkreist werden.
So ging der Zug vorwärts, Tag für
Tag, Wache für Woche, Monat füh
Monat, in Sonnenbrand und Regen
wetter, immer auf dem Trail, an dessen
Randern die Gebeine der Rinder bleich
ten, die im Lause der Jahre auf dem
Marsche zusammengebrochen und hier
liegen geblieben waren, den Wölfen und
Geiern zum Fraße. Ab und zu be
zeichnete auch ein kleiner Hügel in dem
grünen Grase der Prärie die Stelle, wo
ein Cowboy seine letzte Ruhestätte ge
funden hatte, ereilt von der Kugel eines
marodirenden Comanchen oder Apachen«
oder von sonst einem der Unfälle, die in
seinem gefährlichen Berufe so häufig,
waren.
Nach einem Marsche Von hundert bis
zweihundert Tagen war endlich die
Verladestation an der Eisenbahn er
reicht, etwa Wichita, Ellsworth oder
Abilene. Hier wurde das Vieh in die
großen Umzäunungen getrieben, deren
Ausgänge »«mittelbar in die Waggons
führtet*.
Wie sich ein Fußpfad durch die Wie
sen bildet, so ist auch der Viehtrail
durch die Prärien entstanden. Schwarz
braun, tief ausgetreten von den Millio
nen vonHufen, die jahraus jahrein über
ihn dahinzogen, schlängelt er sich in
vielfachen Windungen durch die grünen
Ebenen, Hügel überschreitend und
Flüsse kreuzend, viele tausend Meilen
weit, den Süden mit dem Norden ver
bindend, den Bevölkerungen der großen
Städte die Nahrung aus dem Ueber?
flu sie des gxftgmten Golflande? M
führend. v'
Die sich nn Laufe tier Jahre imWr
Weiter nach Süden erstreckenden Eisen
bahnen haben dem Viehtreiben aus den
Trails, von denen drei im Betrieb im
NM, ein Ende gemacht seit 1891 hat
8lese
Art des Rinderervorts aufgehärt,
die so lange einer großeiB Anzahl von
Listen Beschäftigung unfe gute» Ver-
K Mn de? Gpitze deS unabsehbaren Zu-1 dienst geboten hatte. He-ute wird nur
(jes schritten die Leitstiere dahin, die1 noch dâs Jungvieh gemächlich die einst
ganzen Matsches diese so bevölkerten Trails entlang getrieben,
in
werben konnte».-
Schrecken gesetzt
Die Heerde, von Pa»iI er
griffen.
Das texanische Rind ist äußerst wild
und nervös. Eine Kleinigkeit genügt,
es in die größte Aufregung zu ver
setzen. Eine über die Prärie rasende
Schaar wilder Büffel, ein unerwartet
geschwenktes Tuch, ein Blitz aus einer
Gewitterwolke, das Knacken eines bre
chinden Zweiges, ein Nichts fast genügt,
die' ganze vieltausendköpfige Heerde in
die wildeste Panik zu versetzen. In der
Sprache der Rancheros und Cowboys
heißt solch' eine Panik eine „Stam
pede", diese aber richtig zu beschreiben,
ist 'die Feder nicht im Stande. Eine
Stampede ist ein Wirbelsturm von
Hörnern und Schweifen, ein donnern»,
des Ungewitter von Hufen und blitzen»
den Augen. Alle Ordnung ist ausget
löst, und blindlings rast die ganz»^.
Schaar in wirrem Durcheinander quer
feldein, hinaus in die unendliche Prä*
rie. Dies ist einer der Momente, wo
die Cowboys zu beweisen haben, aus
welchem Stoss sie gemacht sind. Die
Pferde zur äußersten Schnelligkeit an
spornend, die schwere Peitsche in der
Faust, jagen sie an die Spitze der to
binden Schaar und drängen die vorder-j
sten Rinder unausgesetzt nach einer
Richtung ab, so daß nach und nach die
galoppirende Heerde einen ungeheueren
Kreis beschreibt, und die Spitze den
Schluß des Zuges berührt. Nun geht
es immer rund herum, wie eine Mühle
was stürzt, bleibt liegen und wird zu
Brei zerstampft, und nicht eher endet
dieser wahnsinnige Kreislauf, als bis
die Thiere völlig erschöpft sind.
um, nach einer sechsmonatlichen Wan-
V'. i
â«-.,
u ch quere eines Flus s e Se^
derung, auf vèn" Weidegründen von
Montana und Wyoming gemästet zu
werden, von wo die Thiere dann nach
zweijähriger Ruhe als wohlausgewach
senes und fettes Schlachtvieh nach desk,
verschiedenen Marktplätzen» zyi? Verla»/
u n e a n e n
Zu Anfang der siebziger Jährt
schwankte der Auftrieb zwischen vier
und siebenmalhundertrausend SUitf"
Rindvieh jährlich, später bezifferte der
selbe sich nur noch nach Millionen. Der
durchschnittliche Preis eines Thieres be
trug dreizehn Dollars während derZeit
des Bürgerkrieges konnte man jedoch
schon für drei Dollars den besten Stier
erstehen. Die Viehausfuhr zur See
war von jeher nur eine verhältnißmäßig
geringe und belief sich in den besten Zei
ten auf nicht mehr als 40,000 Stück im
Jahre.
i»,
AmEndpunktdesMarsches:x
Verladen der Rinder.
Es mâg hier noch erwähnt sein, daD
eine verhältnißmäßig nicht unbedeu?
tende Anzahl der Viehzüchter in Texa^
aus Deutschen besteht, oder doch voir'
deutscher Herkunft ist. Auch unter den
Cowboys war das deutsche Element
zahlreich vertreten.
Ein Bienenschwarut an der Hand.
4iM
llWxiVi&v^
Herr Fritz Feller in Ludwigsau ay
der Dotiern besitzt in seinem Garten ein
Bienenhaus mit 112 Wohnungen, von
dencn augenscheinlich 72 besetzt sind.
Einst kam er gerade dazu, als ein
Schwärm auszog. Um ein Entweichen
desselben zu verhindern, fing er kurz
entschlossen die Königin, ergriff sie bei
den Flügeln und eilte mit derselben
dem Schwärm nach, der sich bereits
ziemlich weit entfernt hatte. Als dieser
seine Königin bemerkte, fchaarte er sich
sofort um sie und ließ sich, wie die Ab
bildung zeigt, traubenförmig an der
Hand nieder. Herr Feller trug ihn
dann an den inzwischen bereit gestellten
Kasten und schüttelte ihn hinein. Bei
dem ganzen Vorgang,der ungefähr drei
Viertelstunden dauerte, trug Herr Fel
ler nur vier ganz leichte Stiche davon,'
ein neuer Beweis, daß die Biene unge-
reizt nicht sticht. Der Schwärm war
eine Kreuzung von Trainern und Ita
lienern.
Zu hübsch.
?,-Jch würde Sie engagie
ren, aber Sie sind mir zu hübsch und
daher gefährlich für meinen Mann."
Dienstmädchen: „Oh fürchten Sie
nicht, ich verliebe mich nicht in Civili-^
Än«ngenehm. Reffeâr-j
(der mit der Tochter seines Principals
durchgebrannt ist, kehrt spät Abends^
in's Hotel zurück): „Wollen Sie mitfi
den Schlüssel zu meinem Zimmer ge
fren!" Portier: „Sie entschuldigen/,
welche Nummer ihattmSie doch gleich?".
Reisender: „Die .Nummer!... die 'Ham
ich vergessen!" Portier: „Darf ich dann
um Ihren werthen Namen bitten?"Rei
Länder (iir sich): „Twnnerwetter, unter
weltfern Namen hab ich mich denn in'â
Fremdenbuch eingetragen'?"
'S e 'h billig. Herr^Schmwt:
Sie waren ja wohl bei der Braun'schenN
Hochzeit, Herr Lieutenant? Was haben
Sit denn dem glücklichen Paare ge
schenkt? Lieutenant: Ach Vergnügen
meiner Anwesenheit!
W ie's kommt. A.d Du, sage
mal, um welche Tochter triffst Du ei
gentlich anhalten? B.: Na, ist der
Alte vergnügt, um die jüngere: ist er
Kzerlich, bitt« ich uat die â!
I-$ic Aerzte des Zarem«^D
Unser den 'hervorragenden Männern
der medicinischen Wissenschast, von de
nen der verstorbne Zar Alexander der
Dritte Hilft in seinem unheilbaren Lei
den erhoffte, nehmen der berühmte Ber
liner Kliniker, Geheimrath Prof. Ernst
Lehden, und der Russe Prof. Grigori
Sachariin den ersten Rang ein. Beide
führen wir unseren Lesern im Bilde
z
â»?
StsiV»!
Ii
5 ck'
Als Kliniker und besonders als The
rapeut genießt Prof. Leyden einen ganz
^hervorragenden Ruf. Er gehört zu
denjenigen Aerzten, welche.vor Jahren
dem therapeutischen Nihilismus,» der.
sich in der absoluten Verwerfung dejt
meisten Heilmittel und Heilmethoden
gefiel, mit Erfolg entgegentraten und
die Grundsätze einer noch heute allge
mein giltigen Behandlung nach rein in
dividuellen Grundsätzen festsetzte. Nicht
eine Krankheit, sondern einen Kranken
gilt es zu behandeln' so lautet das
A und O der Leyden'schen Therapeu
tik, und in solchem Sinne hat der große
Kliniker stets gewirkt. Pros. Leyden
steht gegenwärtig im 63. Lebensjahre
er übernahm im Jahre 1876 die durch
den Tod des genialen Traube sreige«
wordene Professur an der Berliner
Universität, zu derezr berühnMien Do»?
centen er gehört. r^
Die kleine Dora (auf der
Bober Brunnenpromenade): „Mama,
hier würden sich die Menschenfresser
aber gewiß -den Magen verderben^? 3
Suf.Ntigrä
.Wie, jetzt treffe ich Sie schon im
fcjjiten Restaurant und jedesmal Ha
senbraten essend!"
«.Pst, ich bin auf bet Duche nach den
beiden Katzen, die mir diese Woche ge
stöhle« worden sind!" '.
è «4i
'Schli-mmste Krankheit»
u— „Du, ich weiß nicht, Deine Frait'
kommt mit heute so schwermüthig bot!*
„Ach! Ihre Modistin war vochiir
mit neuen Modellen da darauf ist
sie immer etwas fchroämhfitig!"
Vi
4
Einer alten Bojarenfamilie ent#'
stammt der 64 Jahre alte Prof. Gri*
gori Antonotoitfch Sacharjin. Diesem
Mann, der, nach Vollendung feinet,
Studien auf der Universität Moskau,
in Berlin unter Virchow's Leitung sein
Wissen erweiterte, hat die Arzneiwissen
schaft ijt Rußland viel zu verdanken.
Als Docent der Therapie brachte
neues Leben in die Kliniken und ge
wohnte er seine Schüler daran, nicht
nur am Sections tisch eine glänzende
Diagnose zu stellen, sondern eine solche
auch mit Hilfe der geringsten Anhalts
punkte und Symptome zu erhalten
mittels feinster Combination. So
groß fein Ansehen als Arzt ist, auch
unter den Männern der Wissenschaft,
so kleinlich ist Prof. Sacharjin in Geld
sachen ja fernen Patienten gegenüber
legt er oft eine schmutzige Habsucht an
den Tag und deshalb ist er beim Pu
tiichts weniger als beliebt
15 Cents
IEDWARDC. HALL, P*E*.,.
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föpung. Der Text des Werkes ist von einem früheren Beamten der Weltausstellung
mit Zuhilfenahme aller offiziellen Quellen geschrieben.
Inhalt der 3016-seitigen Lieferungen^
1. Vorqeschichte.
8. Vuutiinft.
8. 5!trmohuitfl8- u«b ^iT^mt-CSeBSabe.
4. Garteiiban»
1:11b Berqdau»Kelaud«.
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New York,,f*4:
IPhiladelpiitsfc.1'
FACTORIES:
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6. Sraiitportattniifs. mit) ^raucn'öcböiibt.
0. Slektrizitül«- iu:d LandwirthichastÄ-VebHAW
7.
Industrie-Palast.
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8. MaschinenIzall^ und KiniNhalle.
9. t?i»w?chuiig ber Ausstellung.
10. yunMflcbuiibe mit Sltbtnbaute# (Colonnote^i
11. Arena für Vied-AuSstellung. Bahnhöfe ic.
13. Forstwesen. SUlUtheret. ®ebftube, «ntropoloaiS^
Gebäude.
18—15. vkliaiihc der einzelnen Slnnten.
16. Das deutsche Hans und .Nrni'p't» Kebäube.
17—19. Scluiide aunoavti^er Staaten.
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Objekte.
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Ah, tsVlichrr Inhalt repriftlltirt eine umfassende Encyclopädie *tx Weuere.giitsje. tin voU»tând»ges Spiegel»
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