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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, December 05, 1894, Image 7

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.. 1 Deutsche Local»Na«yriiytLN^
T-k
n
f". l»o»ttt| f?r««b*ttburgk v.
v' e i n a s S w u e i v e r
.Urtheilte die Dienstmagd Dorothea
'•©chaffraned, welche der vorsätzlichen
Brandstiftung im Dorfe Gatow am 7.
Mai d. I. angeklagt war, zu dreijähri
fltr Zuchthausstrafe und vierjährigem
Ehrverlust. Dieser Tage wurde der
Kaufmann Gustav Frank, Sohn des
verstorbenen Inhabers des Frank'schen
Bankgeschäfts, verhaftet, weil er auch
nach der mit dem Tode seines Vaters
erfolgten Auflösung des Geschäfts ein
laufende Depots angenommen und un
terschlagen hat. Neun Monate un
schuldig in Haft haben der Schiffer
"tëarl Meyer und der Former Louis
Philipp aus Oranienburg zugebracht.
Sie standen unter dem Verdacht der
Brandstiftung es hat sich jedoch durch
Zeugenvernehmungen ihre Unschuld
«rgeben. Die Familien der beiden
Männer haben inzwischen bittere Noth
gelitten, und auch jetzt noch sind ihre
Verhältnisse recht traurig.
A t- s n s e Einen ge
fährlichen Brandstifter verfolgt das
hiesige königliche Amtsgericht, den 48
Aahre alten Büdner Ferdinand Hoe
ttoto aus Alt-Mönchwinkel bei Han-
2 S
tiger Gegend, vorgekommenen. Brände
verursacht hat.
o u s I n e i e s i e n k a
Zöllschen Kirche gerieth in dem Au
«ten&Iiä, als der Geistliche eine Trau
Ang wrnahm, der Schleier der Braut,
.die eine brennende Kerze in der Haiti)
Mlt. in Brand. Die Braut war bald
in Flammen gehüllt. Der Geistliche
und -die anwesenden Trauzeugen leiste
4m Mar rasch Hilfe, doch trug die
Braut lebensgefährliche Brandwunden
ttotirm.
a n s e W i e o s e r
DiaTter Gotschalk aus Wolfsburg bei
"Berlinchen, der am 19. März die
.Dienstmagd Lincke ermordet hatte,
Ancid« vom Schwurgericht! zum Tode
Herurtheitt.
S o a u i e e i a e e e n u
Wuirter Einwohner von 80 Jahren
zum zweiten Male, nachdem er mit sei
ner inzwischen verstorbenen ersten Gat
Hm vor sieben Iahren bereits die gol
e o z e i e e i e a e
^rovint
a i s i n A s i e 4 e S
Nischlermeisters Heil letzthin Mohr
«iben schabte, fand das Messer, das sie
Jbazu benutzte, einen Widerstand. Ihr
Water, darauf aufmerksam gemacht,
entdeckte, daß die Rübe in einen golde
nen Reif hineingewachsen war, der
%trch den? Widerstand beim Wachsen
geborsten war. Der Ring zeigt die
Äuchstaben L. K. 1862.
güvovini jlpreaRe«.
2 y (f. Das hiesige Schwurgericht
Werurtheilte den Arbeiter Johann Bo
Gutta aus Kurwien wegen Raubmor
des zum Tode. Der Verurthellte hatte
«am 13. September bei Großkurwien
Ixn russischen Unterthan Tischler So
ieloto, mit dem er vorher im. Kruge ge
zecht hatte, mittels eines Knüttels er
schlagen, beraubt und die Leiche im
Walde vergraben.
i s i e S e k o n e- i e u e n a n
Heise vom 1. Dragoner-Regiment ist
*mf einem Uebungsritt in der Nähe
â»it Brugszorgen so unglücklich mit sei
«em Pferd gestürzt, daß er einen schwe
»n Schädelbruch erlitten hat und nach
tfflfger Zeit gestorben ist.
&Qtflpv»uütn*
e n u E S o n e i n
Mr seines Gleichen sucht, wurde hier in
im Person eines Rentiers B. zu Grabe
getragen. Er hatte bereits im Mai
& I. persönlich seinen Sarg, sowie
sämmtliches Leichenzeug zu seiner Be
«digung eingekauft, den Pfarrer, Kü
Per, Glöckner und Todtengräber be
zahlt und die Gebühren für die 'Trä
.ger, den Leichenwagen, selbst für die
zu stellenden Pferde auf Heller und
Pfennig entrichtet. Ueber die Ausgaben
Mit einer Quittung versehen, erwartete
58. den Tod, der ihn denn auch nun
mehr von jenem längeren Krankenlager
«löste.,,
$toekUttbttr$.
a e u s i e S w e i s e
Brauerei wurde für 27,000 Mark an
mitten Herrn Schufter aus Schlesien
»erkauft.
a e n o o I n a e n K i h
Zesar ist das ganze Schomann'sche
Grbpachtgehöft abgebrannt.
e n a. O. Reuter verkaufte
feine Apotheke für 90,000 Mar! an
Mnen Hanoveraner.
W i s a e A e i e o a n n
Hahn zu Schimm feierte mit feiner
Grau die goldene Hochzeit. Der Groß
Herzog, sowie die Guts Herrschaft scmd
G« Geldgeschenke.
aüfem
Maser ihr gesammtes Vermögen, be
gehend in einem Hausgrundstück und
150,000 M., der Stadt zur Errichtung
âes städtischen Waj sen hq uses ver
macht.
i-v' 92 a u 6 II ?â Der, Dienstknecht
Tobias aus Gr.?ßdöbern bei Stieg, der
«m 22. August d. I. bei dem Pastor
Schneider in Schellbach bei Zeitz einen
Diebstahl ausgeführt und auf den
Pastor einen Schuß abgegeben hatte,
ist vom hiesigen Schwurgericht zu 12
Jabren Zuchthaus veruriheilt worden.
N 0 a u e n. Die hiesige
Strafkammer hat h«n 43jährigen, be
teits 7 Mal, darunter einmal mit vier
fahren Zuchthaus, wegen gewerbsmä
ßiger Wilddieberei vorbestraften Ar
Heiter Louis Hesse aus dem Nachbar
tzorfe Wernigerode abermals wegen
Wilddieberei zu 2 1-2 Jahren Ge
dessen Ehefrau wegen Hehlerei 311
einer Woche Gefängniß verurthettt.
$rot*l«t döanttottcr.
a n n o v e e K a s s i e e E i
senbahn-Hauptkasse zu Hannover, Ei
senbahn-Sekretär tZprengell, hat sei
nem Leben durch Erhängen ein Ende
gemacht und zwar wegen Unterschla
gungen, die er nicht länger Mrheimli
chen konnte.
A u i ch. Auf der Rückkehr vom
Jahrmarkts gerieth in der Nähe unserer
Stadt beim Wilhelminenholz der
Fischhändler Th. Meyer unter den
Zug. Der Kopf wurde vollständig zer
schmettert.
u a *4 Das Tagesge
spräch hier und in der nächsten Umge
gend bildet augenblicklich der vor kur
zer Zeit über das Vermögen des Bau
Unternehmers Fr. Wilh. Scherpeltz er
klärte Conkurs, denn durch diesen Ban
kerott sind hier, in Burgdamm, Lesum
etc. viele kleinere und größers Hand
werker geschädigt worden.
S a e i e s e a i e a u
Schröder, welche kürzlich wegen Mord
Verdachts in Haft genommen, wegen
mangelnder Beweise indessen wieder auf
freien Fuß gesetzt wurde, hat ihrem Le
ben durch Ertränken in einem Wasser
graben in Schötsch ei» freiwilliges
e
1
der im Juni d. I. vom hiesigenSchwur
gericht wegen Zweikampfs mit todt
iichem Ausgange' zu zwei Jahren Fe
ftunashaft veruriheilt wurde, ist vom
Kaiser begnadigt worden, nachdem er
von der ihm zuerkannten Strafe etwa
-drei Monate verbüßt hatte.
$)r*n*twi SfdjleRett.
I
a u e r. Von der benachbarten
Pvstanstalt Hermannsdorf ist der Post
'beamte Haensel nach Unterschlagung
omtlicher Gelder flüchtig geworden
O e n a s e s e i a a n
tenen Hochzeit feierten die Flechtner
schen Eheleute. Der greise Ehemann
ist 1811, die Ehefrau 1819 geboren.
Der Ehe entsprossen sechs Söhne, zivei
Töchter. 34 Enkel und mehrere Uren
kel. Leider ist die Gesundheit des Ju
belpaares sowie seine Vermögenslage
nicht die beste.
S we i-dnitz. Die hiesige Stadt
verordneten Versammlung bewilligte
70,000 Mark zum Bahnbau Ströbel
Schweidnitz. Dadurch ist die Ausfüh
rung des Projekts gesichert.
E k e n ö e a s o e S a
Hamburg" ist vom Besitzer Faßbender
«an den Oberkellner Kröger im „Hotel
Holst" in Kiel für 162,000 Mark ver
tauft worden.
e n s u i e e n s u e
SchiffsbauMfellschaft" hat auf der
Antwerpener Ausstellung für ihre Lei
stungen d« goldene Medaille erhal
ten.
S e n b. Der Gastwirth und
Postagent Hans Heinrich Simonson
wurde wegen Unterschlagung im Amt
zu 1 Ihr Gefängniß verurtheilt.
Wyck a. F. Der Schifsszimmer
mann und Bootschiffer Simon Sörn
sen ist im hiesigen Hafen ertrunken.
i e e e n a s o e s u e i
.das in der letztverflossenen Schwurge
richtsperiode gegen den Ackerer Johann
Thielen aus Schönfeld wegen Verlei
tung zum Kindesmorde gefällt wurde,
ist die Wiederaufnahme des Versah
rais beantragt worden. Die Verur
Meiluna des Thielen erfolgte Hauptfach
lich infolge der gravirenden Aussagen
der zu einer 3jährigen Gefängnißstrafe
verurtheilten Mörderin Anna Maria
Gâeres. Diese hat aber nun im Ge
fänqntß in einem umfassenden Ge
ständniß auf das bestimmteste betheu
ert, daß sie von Thielen in keiner
Weise zu dem Verbrechen verleitet wor
dm sei.
W e e k. Ein gräßlicher Unglücks
fall ereignete sich auf betn Rheine. Drei
gegenüber der hiesigen Stadt ankernde,
unter zollamtlicher Bewachung stehende
Schiffe hatten sich losgelöst und waren
den Strom heruntergetrieben. Unter
der festen Rheinbrücke stieß bei dem
hohen hohen Wasserstande der nicht ge
senkte Mast eines dieser Schiffe gegen
das Eisenwerk der Brücke. Der Mast
brach ab, fiel einem Steuerbeamten auf
den Kopf und zerschmetterte ihm die
Schädeldecke. Der unglückliche Beam
tc, der Frau und vier Kinder hinter
läßt, blieb auf der Stelle todt,
S$ro*ii«f fiesfen-nassst».
a n k u a M. Der hiesige
Solotänzer des Opernhauses, Feretti,
wurde plötzlich entlassen wegen einer
Ohrfeige, die er der Prima-Ballerina
Bayz verabreichte. Die Ursache war
ein antisemitisches Schimpfwort der
Bayz. V
a n us: jfif: Wächters bach starb
die Erzieherin der kurfürstlich hessischen
Prinzen, Fräulein Christine Sene
chaute, im hohen Alter von 95 Jahren.
Fräulein Senechaute war eine Ju
aendfreundin der Gemahlin des verstor
benen Kurfürsten, der Fürstin von Ha
n a u w
a u I n e i n e e n a a
ten Dorfe hat sich zwischen einer An
zahl Bürger eine furchtbare Schlägerei
gelegentlich der Kirmiß ereignet. Meh
rere der Kämpfenden wurden schwer
verletzt, einer getödtei.
S 0 n a I n e w a i e n S e
cken wurden die Bewohner des Dorfes
Hornel durch eine Explosion versetzt.
Es ertönte plötzlich ein heftiger Knall,
w daß alle Bewohner auf die Straße
eilten. Es stellte sich heraus, daß ein
junges Mädchen aus Unvorsichtigkeit
ctitc Flasche mit Pulver ins Feuer ge-
Jworsen
mtn E
MnI' —iw'«PWI» I'»*•"
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TfWfwF(nF% V -AHM. [email protected] "$r 7 M'
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1
Stiileetvig-Soiftetit«
K a e n e i e e o
Kraack wurde wegen Unterschlagungen
und Urkundenfälschungen zu- 1 Jahr
Gefängniß verurtheilt.
hatte. Das Pulver explodirte,
so daß das Mädchen am ganzen Kör-
k
-t"
i-'cr gräßliche Verwundungen davon
iftig.
W i e s a e n K z i w u e
hier ein großer Uhrendiebstahl verübt.
Das Schaufenster einer an der
Kirchgasse gelegenen Uhrenhandlung
wurde Nachts erbrochen und vollstän
dig ausgeräumt. Der Werth der ge
stohlenen Uhren soll 5000 Mark über
steigen.
iHrcrvtttf Mvstkâlen.
i k e n e e a n n W
Theißen wurde wegen versuchterFalsch
münzerei und Besitzes zweier zum Ge
brauch fertiger Dynamitpatronen zu 7
Jahren Zuchthaus verurtheilt.
i e e e V o n e i n e e s o
nenzuge wurde der 49jährige Cigarren
machet Heinrich Meyer überfahren und
getödtet.
S 0 e st. Der in Ostafrika ermordete
Geologe Lent war ein Sohn unserer
S a
S e e e DerBergmann ©iepmann,
der betrunken nach Hause kam, hat seine
Frau, die ihm darüber Vorwürfe
machte, erstochen. Der Mörder stellte
sich selbst.
U n n a e a n e s a n n s e
wurde mit zwei Pferden vom Hammer
Schnellzuge überfahren.
a u In der Nähe des
Stadthauses bestehen drei größereKlei
dergeschäfte, die in der Presse mit Hilfe
marktschreierischer Anzeigen sich u. A.
wiederholt gegenseitig anzuschwärzen
suchten. Nach den Ermittelungen des
Hamburger Vereins gegen Unwesen im
Handel und Gewerbe gehören diese drei
Geschäfte in Wirklichkeit einem und
demselben Eigenthümer, der alle jene
großen Anzeigen mit den Anfchwär
zungen gegen sich selbst bezahlt.
e e n i e e u s e N a i o
nalbank" hat die Häuser 11. L. Fr.
Kirchhof 6, 6 a und 7 und Catherinen
straße 1 a angekauft, um art Stelle
derselben ein großes Gebäude errichten
zu lassen, in das sie ihre jetzt in der
ehemaligen „Erhohlung" am Ansgarii
Kirchhof befindlichen Büreaus verlegen
will. Voraussichtlich wird also die
Stadt und insbesondere der U. L. Fr.
Kirchhof, um ein monumentales Ge
bäude bt, »ichert werden.
e k e S e n a a i e
hiesige deutsch-nordische Ausstellung
100,000 Mark, die Handelskammer
25,000 Mark bewilligt.
Clturingert.
A e n u e a n e s a n n
Donner aus Halle a. S., der den
Gutsbesitzer Theodor Lehmann aus
Flößberg in der Nacht vom 11. zum
12. November 1893 auf dem Roßmarkt
ermordet hat, ist vom Schwurgericht in
Gera zu lebenslänglichem Zuchthaus
verurtheilt worden.
E i s e n a ch. Das hiesige Gymna
sium beging das Fest seines 350jähri
gen Bestehens.
e n a I n e o i s e n W e k s e
von Carl Zeiß ist dieser Tage das
lOOOste photographischc Objektiv fertig
gestellt worden. Aus diesem Anlaß
hat die Werkstätte mit ihrem etwa 500
Arbeitern am Abend im Theaterfaal
ein Fest gefeiert.
ö n e k I n e n a s i e
Lehrer Gr., früher in Krölpa, imHause
seiner Braut vergiftet. Er war in die
Nähe von Nordhausen versetzt worden
und wollte nun die Kirchweih in Hüt
ten mit seiner Braut verleben. Da
er von den Schwiegereltern unfreund
lich aufgenommen wurde, ergriff er
eine Giftflasche, die er bei sich führte,
trank diese aus und siel todt zu Bo
den.
S ö n S e i n e e i e n e n A n
fchauungen über den Begriff „grober
Unfug" scheint der hiesige Bürgermei
ster zu 'haben. In der letzten Stadt
verordneten-Sitzung, in der die Höhe
der Inserationsrechnungen für den
Stadtrath zur Sprache kam, hat er
öffentlich erklärt, daß er es als „groben
Unfug" ansehe, daß in Schmölln zwei
Zeitungen bestehen. SchöÜn hat-etwa
8000 Einwohner.
Stadls#«.
ger Dresdens, der Inspektor der Kö
niglichen Gewehrgalerie, Herr Julius
Hänisch, starb im Alter von 82 Jahren.
Der Verstorbene bekleidete die erwähnte
Jnspektorstelle über 50 Jahre.
e n i z I n s e n a e
soll hier eine große Gartenbau-Aus
stellung abgehalten werden.
e i u g. Dieser Tage wurde
der aus der Kirchgasse wohnende
Schneidermeister II., der von feiner
Ehefrau getrennt lebte, erschossen aus
gefunden.
a u a s E i n e e s 1 4 i e
Dienstmagd aus Bernsdorf wurde in's
Gefängniß eingeliefert, weil sie ihr
heimlich geborenes Kind erwürgt und
vergraben hatte.
e i z i e z i n w u e w e e n
Betrugs ein Cigarrenmacher verhaftet,
welcher von seinen 60 Lebensjahren
nicht weniger als bereits 34 in Gefan
genenanstalten zugebracht hat.
e i e n i e A be i e n a s o e
nannten „höckrigen" Thurme des Do
mes sind nunmehr beendet. Die Ge
rüste sollen indeß bis zum Frühjahr
stehen bleiben, um den Wasserglas
Überzug an der Außenseite wiederholen
zu können.
y a u In dem Bätz'schen
Steinbruch war ein behufs Sprengung
der Steine gebohrter Schuß trotz lan
gen Wartens nicht losgebrannt. Ob
gleich der in diesem Bruche mitbeschäs
tigte Steinbrecher Kemnitzer aus
Netzschkau gewarnt worden war, nicht
an das Bohrloch zu gehen, ging er doch
dahin, um nach dem Schuß zu sehen.
In demselben Augenblick ging dieser
los und zerschmetterte dem Steinbrecher
vollständig den Kopf.
a e e a s e Z e n- u n
Zwanzigpfennigstlickv tauchten* neulich
V w',
1
til
A""::
in hiesiger Stadt auf. Vor einigen
Tagen hat man nun den Geldpräger in
der Nähe von Meißen in der Person
des Formers P. Vitzler aus Görlitz
festgenommen.
Z w i k a u I n e u e w u e
die Wittwe Günne! aus Wilkau ertrun
ken aufgefunden. Da die Genannte
schwermuthig war, so dürfte sie sich
freiwillig das Leben genommen ha
Ben.
QcfTett»
i n e n Z u A e e i i e n n
ein Handwerksmeister auf den hiesigen
Kirchhof und nahm das Kreuz von
dem Grabe des Kindes des verstorbe
nen Jakob Geiger weil dasselbe noch
nicht befahlt war. Das Unternehmen
wurde von anderen Leuten bemerkt und
d^r Meister zur Anzeige gebracht.
a e e i A s i e s e a e
ein Hochzeitspaar, mit seinen nächsten
Verwandten von dem nahen Hüttenfeld
kommend, zur hiesigen Kirche fahren
wollte, gab ein junger Bursche von
Hüttenfeld beim ersten Haus einen
Schuß auf das Brautpaar ab, um es
damit zu ehren, wobei er den hinten
aufsitzenden Vater der Braut mittelst
seines mit einer Kugel geladenen Re
volvers schwer am rechten Schulterblatt
verletzte.
a i n z Major von Reibnitz, 'der
dem hiesigen Gouvernement zugetheilte
Generalstabsossicier, ist nach langem
schweren! Leiden im hiesigen Lazarett)
im besten Mannesalter gestorben.
©Ifafi-äothrtttgen.
e tz. Nach einem kurzen Wort
wechsel wurde ein Soldat des 131.
Jnsanterie-Regirnents von seinem Stu
bengenossen so unglücklich mit dem Ta
schenmesser gestochen, daß er im Mili
tär-Lazareth starb. Der Thäter wurde
sofort in Haft genommen.
N e u n k i e n v W e
Weiler Hippoltsried hatte der Gütler
Vinzenz Gleixner den ganzen Monat
October hindurch seine Mutter in einen
Schweinestall eingesperrt. Als die
Gendarmerie die arme Frau auffand,
war dieselbe in einem entsetzlichen Zu
stande. Die Kleider waren ihr vom
Unterleibe fast weggefault, da dieselbe
in ihrem eigenen tinrath saß. Als der
Stationscommandant die Frau aus
dem Stalle heraustragen ließ, konnte
sie nicht mehr gehen, die Tageshelle
konnte sie ebenfalls nicht vertragen und
fast nur noch unverständliche Worte
sprechen, aus denen vernommen werden
konnte, daß sie schon seit einigen Tagen
nichts mehr zu essen bekommen habe.
Wie Vinzenz Gleixner selbst zugestand,
hatte er seine Mutter den ganzen Som
mer hindurch in seinem Stadel einge
sperrt und ist die arme Frau schon seit
mehr als einem Jahre in kein Bett ge
kommen. Gleixner lebt in guten Ver
hältnissen und ist seiner Mutter eine
größere Ausnahme schuldig, die er ihr
jedoch nicht gegeben- hat. Untersuchung
gegen diesen rohen Menschen ist einge
leitet.
N e u s a a i e e e
23 Jahre alt und Kaufmann von hier,
hat sich erschossen.
Sauer«.
Mü n che n. Der Prinz-Regent hat
anläßlich seines Namenstages dem
Spitale für arme Kinder 100 Fläfch
chen Behringsches Diphtherie-Serum
aeschenkt. Den berühmten Humori
sten der „Fliegenden Blätter", Adolf
Obeländer, hat der Prinz-Regent zum
königlichen Professor ernannt.
A s a e n u o e s A u f
sehen erregt ein Diebstahl von 700 Mt,
welchen die Gattin eines achtbaren
Mannes durch Erbrechen einer Kom
modeschublade in einem Nachbarhause
begangen hat. Es fiel sofort Verdacht
auf die Frau und förderte eine vorge
nommene Haussuchung das Geld zu
Tage. Der unglückliche Mann be
absichtigt die Scheidung von der
Frau.
o e n e W i v o n a i n
wurde von seinem erst 17 1-2 Jahre
alten Dienstknecht erstochen.
Er 1 ach. In der Nähe von hier
fand ein größeres Haberfeldtreiben
statt. Die Haberer hatten sich auf dem
Wege zwischen Erlach und Steingau
aufgestellt. Das Treiben begann ge
gen halb 1 Uhr, Böller- und Flinten
schüsse schreckten tite Bewohner Erlachs
aus ihrer Ruhe und erst gegen 2 Uhr
Morgens zerstreuten sich die Ruhestö
rer.
a e n a u e 5 i e K n a e
des Bezirksbautechnikers und Fragners
Weber zündete im Laden eine Tabaks
pfeife an und warf das brennende Hölz
chen auf den im Laden stehenden Petro
leumballon. welcher sofort zu brennen
begann. Das Feuer griff mit Schnel
ligkeit um sich und in einer Stunde war
das Haus zerstört.
u a e z i n w u e e
18jährige Söldnerssohn Josef Fendt
von Burg in der zunächst diesem Orte
gelegenen Kiesgrube von einem herab
fallenden Felsenstücke erschlagen.
a n s u I n e w u e e
verheiratete Fabrikarbeiter. Baptist
Gschwendtner nach kurzem Wortwechsel
von dem Taglöhner Lang durch drei
Messerstiche lebensgefährlich verletzt.
N n e E v i e v e s e e n
der junger Mann scheint der 16jährige
Max Levinger zu sein, welcher in einem
hiesigen Geschäft als Lehrling angestellt
war derselbe ist mit einem 1500 Mark
enthaltenden Geldbriefe seinem Prin
zipal durchgebrannt.
a s s a u e W i t- u n
Geflügelhändler Joseph Veit von hier
ist nach Verübung von Wechselsälschun
gen flüchtig geworden. Der in Wies
baden wohnhafte Sohn des Veit wurde
wegen Theilnahme an den Betrügereien
seines Vaters in Frankfurt a. M. ver
haftet. Dieser Tage erschoß sich aus
Unvorsichtigkeit der 14 Jahre alte Ma
lerlehrling flatf RichtsM
stobt.
iS »1 V» i
S w a a I n i e s i e S a
ist zur Zeit das Silberschlägergewerbe
wieder im Aufblühen begriffen. D:e
Meister sind kaum im Stande, ihre
Abnehmer zu befriedigen. Ganz natür
lich sind bei dem flotten Geschäftsgang
die Preise sehr gestiegen. Jetzt macht
sich sogar der Mangel an Arbeitskräf
ten bemerkbar.
S w e i n s i e i e s i e n
Magistrat ist die Conzefsion zum Bau
und Betrieb einer Straßenbahn vom
Centraibahnhof nach dem Stadt zur
Beförderung von Personen und Gütern
ertheilt worden.
W z u e i S i e e n e
Barrieren kam der 58jährige Bahn
und Wechselwärter Paul Biller am
Uebergang beim Steinberg auf schreck
liche Weife ums Leben. Als er die Ge
leise überschritt, erfaßte ihn die Maschi
ne des gerade einführenden Frankfur
ter Schnellzuges und schleuderte ihn
auf die Seite. Auf dem Bahnhof hat
steh mit einem Revolver ein aus der
Irrenanstalt in Krautheim entlassener,
etwa 30 Jahre zählenderMann erschos
sen. Die Papiere lauten auf den Na
men Jakob Futterer.
S u a i e i v i k a e
des K. Landgerichts hat auf Scheidung
der Ehe des Freiherrn v. Simolin-Ba
tory gemäß dem Antrage der Gattin
des Freiherrn erkannt.
ö i n e n I n S i n e i n e n
ist eine dem Hasner CH. Rösner gehö
rtae Scheuer sammt allen darin ent
haltenen reichen Futtervorräthen abge
brannt. Zweifellos liegt Brandstrf
tung vor.
e s i e i i e s e a e w u e
der Leichnam des seit vier Wochen ver
mißten alten Kupferschmieds Reuschle
von hier an das obere Wehr angetrie
ben.
o s a s e n e i e i U e
beschreiten des Geleises wurde der
Briefträger Metzger, Vater von sechs
Kindern, von einer Lokomotive ersaßt
und getödtet.
e i 1 6 o n n. In dem Haufe
Nordbergstraße 24 wurde die 62 Jahre
alte Wittwe Karoline Schuhmann er
drosselt in ihrem Wohnzimmer ausge
funden. Sämmtliche Behälter standen
offen, so daß kein Zweifel darüber Herr
schen kann, daß es sich um einen Raub
mord handelt. Von dem Thäter hat
man keine Spur.
e i e n e i m. Der 23jährige
Arbeiter David Widmann wollte in
der Württ. Kattunmanufaktur eine
große Druckmaschine in Gang setzen,
wobei ihm ein Hebel mit solcher Wucht
an den Kopf schlug, daß Widmann ei
nen dreifachen Schädelbruch erlitt und
ohne wieder zuin Bewußtsein zu gelan
gen, starb.
I s 0 e n. Stadtpfleger Klent
beging fein 25jähriges Dienstjubi
lcium. Namens der Gemeinde über
reichte in einer Sitzung-der Collegien
Stadtschultheiß Schwarz dem Jubilar
ein goldene Taschenuhr.
K 0 n w e st e i m. Vor einigen
Tagen wurde auf einen hiesigen Bür
ger, Karl Barth, wenige Schritte au
ßerhalb des Ortes Nachts von drei
Burschen ein Raubanfall gemacht. Der
Ueberfallene wurde durch Stockstreiche
zu Boden geschlagen und seiner Uhr
mit Kette nebst Baarschast beraubt.
e 0 n e I n n k i n e n
brannte die wohlgefüllte Scheuer des
Gutsbesitzers Christian Lechler nieder.
Das Wohnhaus konnte gerettet werden.
Brandstiftung wird vermuthet.
a st a t. Dem gemeldeten
Brande, welcher eine fünf Besitzern ge
hörende Scheuer und das Wohnhaus
des Johann Stegmüller und I. Gott
fried einäscherte, ist nachzutragen, daß
der Hausbesitzer I. Gottfried wegen
dringendenVerdachtes' derBrandstiftung
an das Amtsgericht eingeliefert wurde.
e u i n e n e u e a n e n
beim Laubbrechen im StadtwaldMark
Wasen die schon ziemlich in Verlesung
übergegangene Leiche eines Erhängten
Über die Persönlichkeit desselben konnte
noch nichts festgestellt^werden.
0 11 to e i 1. Dieser Tage wurde
in^r Lohmühle des Gerbers Burhardt
hier die von oben« abgestürzte Wittwe
des vor einem Jahre verstorbenen Fa
mulus Kollmus in bewußtlosem Zu
stände aufgefunden sie hatte das Ge
nick gebrochen und starb, kurz nachdem
sie in das Spital verbracht worden
war.
S a u a u. Das 13 Monate alte
Kind des hiesigen Bäckermeisters Scheck
U n e k «i m. In der Nähe
der Wilhelmsschule wurden jüngst wie
der weitere Reihengräber aufgefm den,
zu deren Untersuchung Dr. Kapsf von
Cannstatt mit verschiedenen anderen
Sachverständigen hierher kam. Beim
Ausgraben fanden sich in den zum
Theil noch gut erhaltenen Plattengrä
betn ein noch ziemlich gut erhaltenes
Skelett und Spuren von Waffen vâ
ffafce».
A e I a u s e n e a u e s
Landwirths Kuber wurde von der
Dreschmaschine die linke Hand wegge
rissen. Im Spital in Schopfheim
mußte ihr dann noch der Unterarm
abgenommen werden.
u s a Aus, dem Männer»
zuchthause entsprang der Sträfling
Gerskoch.
A i s e e n a n e s a n n o f
elter stürzte bei einer Festlichkeit in ei*
p.cr Wirthschaft die Treppe hinab und
erlitt einen Schädelbruch, an dem er
nach einigen Tagen starb.
E i n e n. Der ledige Adam
Henrich von Grombach hatte vor eint*
gen Wochen anläßlich der Ho^-eit eines
Freundes durch einen Revolverschuß
#,v 5
brachte etwas kaustische Sodalauge, die I lands, Lord Rüssel, hat seine Einwilli
bekanntlich zur Herstellung von Lau- gung zu einer solchen Anlage in dem
genbrezeln verwendet wird, in den
Mund. Hierbei verbrannte sich das
Kind derart, daß es nach zweitägigem
Leiden starb.
fW'r' 1 *&¥*& *?f& V-
derart eine seiner Hände verletzt, daß
er im akademischen Krankenhaus in
Heidelberg gestorben ist.
a n s ch u s e i m. Der verhei
rathete Michael Huber, Landwirth, 73
Jahre alt und Vater von 5 erwachsenen
Kindern, erhängte sich an einem Kirsch
bäume.
a V e a e w u e n w e e n
Vergewaltigung eines Frauenzimmers
der Steindruckerlehrling K. F. Man
gold und der ledige Tagelöhner Gg.
Faist.
e s a e e i n e e n e
Zimmermann wurde wegen Unterschla
gung verhaftet.
i 0 1 s a u a s a u s e s
Waldhauers Raimund Schoch ist abge
brannt. Seine Kinder hatten auf der
Strohbühne ein „Feuerle" gemacht.
S u e a e e i s e
Weber, der schon 35 Jahre Ortsvor
stand ist, wurde einstimmt® wiederge
wählt.
e
i i i n e n e v e w i w e e
Landwirth Joh. Kramer hat sich an ei
nem Baum im Felde erhängt.
W e i k e n a u s e n e v e e i
ratete Steinbruchbe fitzer Joh. G.
Diehm, ein Mann von 38 Jahren, hatte
im Steinbruch das Unglück, daß ihm
ein großer Stein derart auf den Rücken
fiel, daß ihm das Rückgrat gebrochen
wurde und er sofort todt war.
W i e i n e n E i n e i e s i e
arme Milchfrau gewann 15,000 M. in
der Marienburger Lotteâ^"!
©elterretdfc
W i e n e V e w a u n s a e
Versicherungsgesellschaft Oesterreich!
scher Phönix, Dr. Karl Biel, wurde
verhaftet unter der Anschuldigung, ver
trauliche Aktenstücke der Versicherung
technischen Abtheilung des Ministe
riums des Innern von- einem Amts
diener heimlich entgegengenommen zu
haben.
e e n z. Während dieses Iah
res wurde ein prachtvolles, palastatti
ges Postgebäude gebaut, das, im Roh
bau nun fertig gestellt, einen sehr im
posanten Eindruck macht. Bis zum
nächsten Sommer soll auch die innere
Einrichtung vollendet sein und es wird
dann allen Anforderungen unserer
Zeit entsprechen.
E e E i n e k u i e a u s U n
achtsamkeit die scharfe Patrone in fei
nein Gewehrlauf. Bei der Gewehr
visitation ging der Schuß los und die
Kugel traf zwei Rekruten so unglück
lich, daß deren Tod sofort erfolgte.
S z e e i n i e w u e e
Pfeifenstlbrikant Farcegu in einem
Straßengraben erdrosselt aufgefunden
Seine Braut, die Näherin Balasc, die
er verlassen wollte, hatte ihn m't drei
anderen Mädchen überfallen, ihm eine
Schlinge um den Hals geworfen und
ihn erwürgt.
gc$T!öClf,
u z e n E i n e u n e i i e S a
tistik bringt das Central-VerkehrsBu
reau dahier, wonach die Zahl der in
diesem verflossenen Sommer verun
glückten Bergfexen sich auf 73 Todte
belauft, ferner auf 20 erheblich Ver
wundete, von denen noch nicht bekannt
ist, ob sie wieder genesen werden, UND
endlich auf vier Vermißte, von denen
bis jetzt keinerlei Spur aufzufinden
war. Das Gros der Betroffenen wa
ren übrigens Deutsche.
u a u I n o e a e n e n e
Haltung von Bevölkerung und Behör
den verzichten die Frauenfelder Turn
vereine auf die Uebernahme des eidge
russischen Turnfestes im Jahr 1897,
hoffen dagegen auf die Verwirklichung
ihres Wunsches im Jahre 1900.
Z i E i n u a e s V e e
chen ist in Zürich begangen worden. In
der Nähe des Polytechnikums fand
man, in ein Packet gewickelt, den gräß
lich verstümmelten Leichnam des Töch
terchens der Eheleute Völliger. Die
Kleine war Abends im Auftrage der
Eltern in einen Kaufladen gegangen.
Einige Leute wollen an der Stelle, wo
der Leichnam gefunden war, einen
Mann mit einem Packets gesehen ha
richtung, ähnlich den mehrfach in Thea
tern und Kirchen angebrachten, die dazu
dienen, von einer beliebigen Stelle aus
die Vorstellung oder Predigt mit anzu
hören, wird augenblicklich in den Räu
men des königlichen Gerichtshofes am
„Strand" in London ausgeführt. Der
Präsident des höchsten Gerichts Eng-
Sitzungssaale ertheilt, um dadurch An
wälten und Anderen die Möglichkeit zu
geben, in ihren Wohnungen oder Bu
reaus bestimmte Theile der Verhand
lungen mit anzuhören. Es bedeutet dies
für die Betreffenden eine außerordent
liche Zeitersparnis}, da sie hierdurch des
Wartens in den Räumen des Gerichts
hofes auf den sie interessirendest Theil
der Verhandlungen überhoben werden.
Die Einrichtung besteht aus drei Mi
krovhonsendern, die an verschiedenen
Stellen in unmittelbarer Nähe der
^Sitze des Gerichtshofes angebracht und
hinreichend kräftig sind, um eine grö-
ßere Anzahl von Stromkreisen mit
Strom zu versehen. Wenn dieser Ver
such günstig ausfällt, wird beabsichtigt,
dieselbe auch in anderm Gerichtshöfen
einzuführen.
e i E i n a e n e s
Rutfaer Personenzuges in den Bahn
Hof von Budapest wurde in- einem
Coupe zweiter Klasse der Leichnam
eines Infanterie-Hauptmannes gefun
den. Die sofort eingeleitete Unterfu
thung ergab, daß die Leiche an der
rechten Schlafe eine Schußwunde trug,
sowie daß der Officier selbst Hand an
sich gelegt hatte. In dem Selbstmör
der erkannte man den Hauptmann Jo
Hann Kubias des JnsanterieRegiments
Nr. 25 der Garnison Losoncz.
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u
V0"
nTe'r Ve E n ttag seine
"-^-1 und
haben.
Braut auf deren ausdrückliches
ernstes Verlangen getödtet Zu haven.
stand bergi(tWW[e,ne £„1,=
««it »or bet ©bnfiammet 8 vmb
ceriétä in Königsberg ,v'-. t."
mu« t-btt »raut war entfdjttb n ge
'-n ew- H-wth «tcr taSto mit
Mngeflagtcn, die lungert L-u«- hatten
d-èhalb beschlossen, g-m-ms°w aus d-!N
Leben au sch-'d-n. Beide nahm- 'N
her Wofinuna der Braut auf einem
Sofa Platz, worauf der Angeklagte qu
erst aus seine Braut, die ihn nèna
*ur That ang-s-u-rt «m.nv-ch
rtiië einem
Schuß traf die rechte Schlafenhalfte,
der T°d der SchtwiMâijteu '"j
darauf ein. Hierauf hatt. Suttgacii
auf sich selbst einen
Schub
abgegeben, -A
bet ihn zwar schwer, aber
verlebte. Nach einigen Monaten konnte
et aus dem Krankenhause, wo ihm die
Kugel aus dem Kopse entfernt worden
war als geheilt entlassen werden. Die
schwere Verletzung hatte
aöerbtngL6"
Buttgereit eine Laymung der recht n
Gesichtshälfte und des rechtm ^rmes
zurückgelassen, wodurch der Angekl^w
völlig arbeitsunfähig wurde. Der
Staatsanwalt beantragte eine Gesang
iiißstrafe von vier Jahren,der Gerichts
Hof erkannte auf die
niedrigste
gesetzlich
zulässige Strafe von drei Jahren Ge
fängniß und verfügte die sofortigeVer- -.
Haftung des SScrurtHeilten.
I
n e i n e e s a s s i s e n
Dorfe "kam neulich Morgens ein Bauer
in feinen Stall und fand fein
am Boden liegend und schnaufend, als
ob es „umstehen" senden) sollte.
Hilfe war vergeblich. Da endlich kam
die alte Annemarie auf das Richtige:
..Des isch nit annersch, d'r Schimmel
tfch verhext!" und alsbald wurde zur
Vannung des Zaubers geschritten! Dre
Schimmel erhielt eine Schnur mit 9
Knoten um den Hals, der Stallbesen
wurde innen verkehrt hinter die Thüre
gelehnt, drei Büschel Hexenkraut ausge
hängt und zuletzt noch ein Stück Aer
melfutter der Geisterbannerin an die
(Stallthür genagelt. Das mußte helfen.
Und richtig, als man am anderen Mor
gen zusah, stand der Gaul wieder frifch
auf den Beinen und schnoberte munter
in der Krippe. „D' Annemeji kann
doch ebbs," sagten die Leute, hinterher
aber kamen sie erst daraus. Als Einer
zufällig in die Scheune trat, fand er
dort die „Biitt" mit dem „Mofcht" halb
aeleert, der Gaul war Tags vorher, als
er wie gewöhnlich im Hofe herumlief,
darüber gerathen. „Un m'r merkt's
em hitt au an," sagte fein Hüter, der
Toni, „d'r Schimmel mueß e famofe
Katzejammer han, er hett scho dxi Kie-^
wel voll Wasser g'foffe."
n i i a k a
letzter Tage in Zurich der 38jährige
Apotheker Gallati von ©latus mit fei-
net Frau, einem Knaben und zwei.
Mädchen an. Gallati wurde wegen.
Unterschlagung von 600 Francs ver
haftet. Frau Gallati erdrosselte als
dann ihre drei Kinder und iödtete sich
selbst, indem sie sich mit einem stumpfen
Taschenmesser die Halsschlagadern
Durchschnitt. In einem hinterlassenen
Briefe erklärte sie, sie habe ihre Kin
der vor Elend bewahren wollen ihr
Mann könne jetzt thun, was er wotfe.
i n W u n e k i n e i n e
kleine vierjährige Böhmin Namens
Schöbl, wurde der medicinifchen Ge
sellschaft in Leipzig vorgeführt und er
regte daselbst allgemeines Staunen.
Die Kleine ist sehr niedlich und hat ein
hübsches Gesichtchen, wenigstens auf der
einen Seite. Die andere Hälfte ist in
dessen völlig anders ste ist graubraun
und mit langen weißen Haaren besetzt.
Die Ursache dieser Mißbildung, die
bereits seit der Geburt des Kindes vor
Handen ist, mußte als nicht erforschbar
bezeichnet werden.
,"*(•
--Jk
W i e a u s e e s u e
richtet wird, hat die ^inländische Paffa
gier-Dampfer-Gesellschast beim Stadt
amt ein interessantes Projekt einge
reicht: sie will im Winter vorn Palais
Quai zum Mytninski-Quai über das
Eis der Newa eine elektrische Eisen
bahrt bauen, auf txt mehrere Waggons
für je 20 Passagiere verkehren sollen.
Die Waggons sollen mit einer Schnei-'
ligkeit von 20 Werft in der, Stunde
fahren.- -t
âit 9t 0 .'M- ..
kannte Publizist Baron Julius Castel
nuovo, Herausgeber der „Colonialzei
tung", dessen Broschüren über die tune- ..
sische Frage, die Störung des Gleichge
Wichts im Mittelmeer und so weiter
seiner Zeit bedeutendes Aussehen erregt
haben, verhaftet. Der Baron, der in
ben besten politischen Kreisen verkehrte,! ..
wird beschuldigt, großartig» Betrüge- "S«
reien verübt zu haben. I HW
i e 1 9 i e s e I I e i
lose Anna Nicola aus Würzburg hat
sich in Mainz durch Verschlucken von
e w a 3 0 S e i o z k ö e n z u v e i e n j
versucht. Schwer krank brach das .M
Mädchen auf der Straße zusammen
und wurde in das städtische Kranken
haus gebracht. Wie das Mädchen an- v
gibt, hat es den Tod gesucht,, toeU feine
Eltern nichts mehr dort ihitt wissen ..
wollten.
e i S i e e n e a r-
$i
rieren kam der in Wurzburg wohnhafte 1
58iährige Bahn- und Wechselwär'er *.
Vaul Biller am Uebergang beimSteni
berg aus schreckliche Weife um'f Leben.
Als er die Geleise überschritt, erfaßte L.
ihn die Maschine des gerade einfahren
den Frankfurter Schnellzuges und A
schleuderte ihn auf die Seite. Er war
sofort tobt. Seine Frau roar Zeugin A
des erschütternden Unglücksfalles.
e S e e a n V e a i s
vom Depot des zweiten Jnfanterie-Re- V
giments zu Denbcrmoifbe durW,*nitt 1%
aus Eifersucht feiner siebzehnjährigen
Stieftochter den Hals urrd stürzte sich
dann in die Dender. Mehrer? Schiffer
sprangen ihm nach und ihn
dingfest, Die Wunden deS
sind le^nsaefährliÄ.
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a e i e a e i n
R°f"°ndar Schultz.
e s e n E i n e e e s e n
E i n e n s e E i n

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