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Der Deutsche beobachter. [volume] (New Philadelphia, Ohio) 1869-1911, December 26, 1894, Image 1

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Heiserkeit,
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Bronchitis,
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tub «Zen anderen Störungen der
Luftröhre, Respirationsor
gane und der Lunge.
Absolut rein.
Empfohlen von den dewShrteften Aerz»
ten. Geschätzt bun allen Kranfenpflrgern.
Geprikseu ooin leivenven Publikum, bafl
feine ÄorjjWZlmh.tzic Ml^iL ftituen ge
lernt hat.
3. I?. Mitchell,
tSx-Prodate Richter.)
Rechtsanwalt.
tStS«: @«6tnttlrr e* e«Htt|**l.
ED wird deutsch gesprochen in «einer C.J.C,
Rcclcy Patrick,
Rechtsanwälte,
Offire R«rd«vrsa»w»tz. RewPtz«l»drl»tzt». C.
hypothekarische und persönliche
fiWtt wÄw.
John A. Himes,
—Versasser von—
Veglaubiate« Grundeigenthumsur
ßmlden und Nebertragunge»
»nd Oeffentlicher Notar.
D«llsti«dtge
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Heit
ofltn GrundeigeMtz««»-
Urkunden tu Tnse«rau»«s Sounty.
«f*äft#luEal gegenüber dem Cv»rthau«
v TO^n saust niemals Land oder lehne Geld auf solche»
*U8, bevor man sich einen Auszug über den Beiitztitel
beffcll'en vo» der Zelt au, ba das fand noch den '-tier.
Staaten gehörte bid auf die (Segenwart verschafft hat.
Geldanleihen auf erste Hypotheken wird besondere
ÄufmtrfiamfeU geschenkt. *uuiuitu-5*t#tu*u In
diana und Illinois zu verkaufen.
David plaitrcr
hat ein neues
West- Hochstraße.
V (gegenüber der Beobachter Offtri)
hat eine schöne Auswahl von
Kleiderstoffen
Mer Art. Preise billui und die Arbeit guts
New Philadelphia, C«
Or, mec. V. Sterki,
Deutscher Arzt,
Wandarzt & Geburtshelfer
empfiehlt sich bestens.
Augenkrrrn
kheilfis
eine Speziatitäl.
#e|twtie* est« Hüd-«r»»»»tz.
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Die kaldenbÄug'h Bank,
«. «aldenbangh Z. T. 4tel6tn6eiiel,
besorgt allgemeine Bankgeschätte.
Allen Angelegenheiten, lvelchr
der Bank übergeben wer
den, wird prompte H»
sorgfältige Auf" U
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gewidmet.
Gâ gegen gute Sicher^Lit
anögelehnt.
ßluf Depositen werden Zinsen bezahl
Die Bank ist durch einen diebitstcheren Geld»
rank und seuerfichere Gewölbe gegen Verluste ge»
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f. G. Kaldenbangtr,
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TS^A w ^ZT«^ 7f (pw-iwcur r•jrv*r»'^ "vprfwti
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Ans der Bundesstadt.
Beide Häuser des Congresses haben
sich bis zum 3. Januar vertagt.
Im Senat hat Senator Quay eine
Bit! eingebracht, durch welche der Se
Iretär des Schaßamtes bevollmächtigt
wird, das Grundeigenthum in Block 29
Columbia Heights, eine Vorstadt von
Washington, anzukaufen als Platz für
^ine neu zu erbauende Wohnung der
Präsidenten der Ver. Staaten. Tie
'Bill verlangt eine Bewilligung von ei
tier Million zunächst für den Ankauf
des Planes. Im Hause hat Repr. Ri
chardson eine ähnliche Bill eingebracht.
Der Vorsitzende des Comites für den
Civildienst, Repr. De Forest. (Dem..
Conn.,) hat im Hause eine Bill einge
reicht, welche den Titel führt „Zum
Zwecke der Ausschließung politischen
Cinslusfes beider Ernennung von Post
meistern." Die Bill bestimmt, daß alle
Postmeister, die jetzt im Amte sind oder
später ernannt werden, so lange im
Amte bleiben sollen, wie sie sich nichts
zu schulden kommen lassen. Der Prä
sident ist jedoch befugt, Postmeister 1.,
2. und 3. Klasse zu entlassen, „aus
Gründen, die dem Senat nachher mit
zutheilen sind." Auch der Generalpost
meister kann Postmeister 4. Klasse ent
lassen, doch müssen die Gründe in dem
Entlassungsschreiben angegeben sein.
Im Obergericht des Distrikts Colum
bia erfolgte am Samstag der erste Ver
such, um das Einkommensteuer- Gesetz
gerichtlich auf seine Verfassungsmäßig
feit prüfen zu lassen. Derselbe geht
von der New Aorker Vanksirma Moore
& Schley ans. deren Anwalt Jeremiah
Wilson die Klage durch die Instanzen
Mitten wird.
Die Neger Distrikte.
Bekanntlich hat bei der letzten Wahl
the
republikanische Partei int Süden
bedeutende Gewinne gemacht. Gleich
zeitig hat sie aber, wie sich jetzt heraus
stellt, daselbst auch Einbußen erlitten,
und zwar gerade da, wo man es am we
nigsten erwartet hatte.
Es befinden sich in den ehemaligen
Sklavellstaaten 28 Congreßdistrikte, in
denen die Neger die Mehrheit der Be
völkerung bilden. Zum ersten Male,
seitdem die "coloryd
Stimmrecht habet!, sind bei der diesjäh
rigen Wahl in diesen 26 Wahlbezirken
a u s n a i n 0 s e o k a i s e
Bertreteter erwählt worden. Wieder
holt haben die Republikaner in vier
oder fünf der Distrikte den Sieg errun
gen. Gewöhnlich haben sie in zwei
oder drei ihre Candidaten durchge
bracht. Selbst bei dem großen demo
statischen Landrutsch vom Jahre 1892
haben sie sich wenigstens noch in einem
behauptet. Diesmal sind sie in allen
geschlagen worden. Selbst in Tennessee
und Nordcarolina, wo die Demokraten
die Staatswaahlen verloren haben, ha
ben die beiden Neger-Tistrikte in der
Congreßwahl demokratisch gestimmt,
und in den Staaten Süd-Carolina,
Georgia, Florida, Alabama, Mississip
pi, Louisiana, Texas und Arkansas,
deren insgesammt Ol Distrikte alle bis
auf zwei demokratisch gestimmt haben,
fallen die beiden nicht demokratischen
Distrikte durch die Schwäche ihrer sar
bigen Bevölkerung aus. In dem einen
bilden die Neger nur 10 Prozent, in
dem anderen gar nur 10 Prozent Der
gesummten Einwohnerschaft.
Ueber die Erklärung der eigenthiim
lichen Erscheinung sind sich die politi
schen Schiiftgelehrten bis jetzt nicht
einig geworden. Jedenfalls können die
Republikaner daraus die Lehre ziehen,
daß sie auf dem Holzwege waren, so
lange sie ihre Hoffnungelt in den Süd
staaten ans die Neger setzten, und den
„Solid South" mittelst Wahlzwangge
setzen zu sprengen suchten.
Panzerplatten nach Rntzland.
Betlehem, Pa., 22. Dez.
schästsleiter der hiesigen Panzerplatten
Werke haben bekannt gegeben, daß die
Lieferungen für die Bundesregierung
vollendet find. Ter befürchtete Still
stand der ausgedehnten Werke wird des
halb aber doch nicht eintreten, denn die
Firma hat, wie sie mittheilt, von der
russischen Regierung den Kontrakt zur
Lieferung der für zwei große Kriegs
schiffe nothwendigen Platten erhalten
und wird mit verselben beginnen, so
bald die Pläne eingetroffen sein werden.
Die Altkündigung hat unter den am
meisten intereffirten Arbeitern großen
Jubel erregt. Ueber den Fabrikanla
gen flattern e'mtrüchtigUch amerikanische
und ruffische Fahnen und die Firma hat
alle Hände voll zu thun, die eintreffen
den Gratulations Telegramme zu em
pfangen und zu beantworten.
Und während der Debatte über die
Tarifrefornt heulte die gefammte repu
dlikanische Presse, daß unsre Industrie
ruinirt werde, und jetzt haben wir da
ein Beispiel, daß sie ihre Konkurrenz
auf den« Weltmarkt zu besiegen vermag.
Jahre litt ich an Unverdaulich
seit. Erst nachdem ich Dr. August Kö
nigS Hamburger Tropfen einwandte,
bekam ich Linderung und schließlich voll
ständige Besserung.—A.
borough, N. A.
IL«,..
Gegen die Kohlengräber ent
schieden.
Cleveland, O., 19. DaS Massillon
Schiedsgerichts Comite veröffentlicht
heute seine Entscheidung in dem Streite
zwischen den Kohlengräbern und den
Grubenbesitzern. Die Mehrheit des
Comites, Richter Blandin und W. S.
Kerruert, unterzeichneten die Entschei
dung zu Gunsten der Grubenbesitzer,
Pfarrer Kuhn, das dritte Comiiemit
glied, weigerte sich dessen anfänglich,
unterzeichnete den Bericht jedoch später,
wenn er auch erklärte, er könne ihm
nicht beistimmen.
Der Bericht erklärt sich für Abschaf
sung des bisherigen Preisunterschiedes
von 15 Cents der Massillon Distrikt
soll mit dem Hockingthal Distrikt auf
gleiche Basis gebracht werden. Er be
sagt, die Grubenbesitzer hätten nachge
wiesen, daß sie im Stande seien, Leute
zur Bearbeitung der Gruben für 00
Cents zu bekommen, daß kein Grund
vorliege, weshalb die Kohlensiebe hier
kleiner sein sollten, als an anderen Or
ten, daß der hohe Preis der Kohlen
Massillon von dem Handel auf den
Seen ausgeschlossen, daß die hiesige
Kohle härter sei und daher mehr zusam
menhalte und daß im Ganzen Massillon
Kohle nicht schwerer zu Tage zu findent
sei, als andere.
Die Massillon Kohlengräber, etwa
3000 an Zahl, haben im letzten Jahre
etwa 7 Monate lang gestreikt und be
schlossen dann, die Frage einem Schieds
qerichte zur Entscheidung zu unterbrei
ten. Inzwischen nahmen sie die Arbeit
wieder ans. Die heute vom Schiedsge
richte abgegebene Entscheidung hat hier
große Enttäuschung hervorgerufen. D:e
Kohlengräber hatten zum Mindesten
einen Lohn von 05 Cents erwartet, da
ihnen ein solcher angeboten war, ehe
die Frage dem Schiedsgerichte unter
breitet wurde.
Daö Müsftllon Schtedogericht
begründet seinen, den Koblengrabern
ungünstigen Entscheid auf folgende
S z e
1) Die Minenbesitzer können genug
Arbeiter bekommen, die für 00 Cents
die Tonne fördern 2) in anderen Di
ftw&m werden auch nur 60 Cents be
zahlt 3) Kohlengräber würden für
denselben Lohn lieber in den Massillon
Gruben arbeiten als in anderen Di
strikten 4) zu 00 Cents die Tonne
können die Arbeiter' ebensoviel verdie
nen als ihre Collegen in anderen Di
strikten 5) beim Gebrauch hon Pul
ver ist die Arbeit in den Aèassillon Mi
nen leichter als in anderen Distrikten
0) Massillon Kohlen sind ans dem
Markt getrieben worden, weil der Ar
beitslohn bisher zu hoch war 7) die
Maschen in den Sieben sind überall
I
i Zoll groß, und es ist daher kein
Grund vorhanden, warum sie im Mas
sillon Distrikt kleiner sein sollten. Die
in diesem Distrikt beschäftigten Kohlen
gräbi'r es sind etwa 2000 haben
den Vertheil, daß die Kohlenschicht se
Iter ist und größere Stücke gibt als in
anderen Distrikten.
Pastor Kuhn, der Schiedsrichter der
Arbeiter, sagt hierüber „Das Schieds
gericht war nicht voreingenommen und
prüfte blos das ihm von bei Den Par
teien vorgelegte Material. Das der
Minenbesitzer war reichhaltig, erstreckte
sich selbst aus die kleinsten Punkte mit
war von unzähligen Affidavits beglei
tet. Die Kol)!engräl.er thaten nach
Feststellung des Thatbestandesund Be
gründung ihrer Ansprüche nichts, um
Die Argumente ihrer Gegner zu entkräf
ten, während diese tine sehr sorgfältig
ausgearbeitete Erwiderung einreichten.
Es handelte sich bei dem Streik verflos
H'iiyt Sommer hauptsächlich tun den
Ez'trazuschlag von 15 Cents, den die
KolUeiigräbcr in Massillon verlangten,
weil die Kohlenadern angeblich dünner
Die Ge-schwerer
zu bearbeiten sind, als die
ttt anderen Distrikten Ohios. Das
Schiedsgericht gelangte zur Ansicht, daß
dem nicht so ist, und entschied daher,
daß GO Cents genügender Lohn ist und
kein Grund vorliegt, den sogenannten
Disferential-Lohn von 15 Cents extra
zu zahlen"
Unter den Kohlengrcibern hat die
Entscheidung wie zu erwarten stand
große Enttäuschung hervor gerufen, da
sie erwartet hatten, daß ihnen wenig
stens die 65 Cents, welche die Minen
besitzer aus freien Stücken offerirt hat
ten, belassen werd n würden.
Es ist offenbar, daß die Führer der
Kohlengräber deren Interessen lahm
und nachlässig vers echten haben und es
macht sich daher in diesen Kreisen eine
bittere Stimmung namentlich gegen
McBride Luft.
Um den besten Stoffwechsel, d, i. das
gesunde Ergebniß gehöriger Thätigkeit
der Lebensfunktionen, zu unterhalten
und ihn, wenn hemmende Umstände
vorhanden sind, zu befördern, mußt Du
S e n a K u e i e u
gebrauchen, die sicherste, von den ange
fehensten Aerzten Europas längst er
probte Medizin, um alle aus geschwäch
ter Verdauung und Starrheit der Leber
und Gedärme entstandenen Hindernisse
des Wohlbefindens zu beseitigen. Für
25 Cents bei Apothekern zu haben.
s-'^f"1? •'-"ip.f
Neueste Nachrichten.
Der berühmte englische Staatsmann
Lord Churchill ist auf der Heimreife
aus Aegypten schwer etkyntl. Er ist
am Montag in London angekommen,
befinde sich aber in großer Lebensge
fahr.
Der Sturm ooitf Samstag und
Sonntag hat an der englischen, belgi
scheu, holländischen uiio
Deutschen
Küste
ganz ungeheuren Schaden angerichtet.
Hunderte von Menschenleben sind ver
loren gegangen ganze Anwesen verwu
stet.
Ein Defizit von 35 Millionen Mark
weist der preußische Etat auf.
Schrecklich soll das Elend in den west
lichen Counties von Dkebraska mfolge
der Mißernte setn. 'i
In Kansas, wie anderswo, gayrt es
gewaltig unter den nicht englischen Lo
gen der Pythiasritter.
In Ungarn bereitet sich eine bedenk
liehe Krisis gegen den bisher siegreich ge
wesenen Liberalismus vor. Ein reak
tionäres Ministerium steht in Aussieht.
Der deutsche Reichskanzler setzt, wie
halbamtlich verlautet, dem Versuch, die
Regierung iu einen Konflikt mit dem
Reichstag hineinzuhetzen, entschiedenen
Widerstand entgegen.^
Der Congreß hafr die Frist zur Ver
messnng der Routen des projektirten
Schisss-Canals vom Eriesee zum Ohio
fliiß verlängert.
In Vineland, N. I., wurde am
Sonntag ans dem Heimweg aus der
•'uirche eine Frau Lewis, ihr Sohn und
eine Tochter bei der Uebersahrt über das
Geleise der South Jersey Bahn vom
Zuge überfahren und getödtet.
Samuel Seely, der betrügerische
Buchhalter der National Shoe und
Leather Bank in New $ort wurde zu
8 Jahren Zuchthaus verurtheilt.
Im Massillon Kohlendistrikt scheint
die Unzufriedenheit der Grubenarbeiter
zu wachsen in sechs Minen ist die Ar
beit eingestellt.
In der Nähe des neuen Afylgebäude
bei Massillon wurde in der Sonntag
nacht aus den Kohlengräber Michael
^ÄDtzAeschossei! er ist^chwei"verleib
John McVride
ans Massillon, der nunmehrige Präsi
dent der amerikanischen Arbeiter-.Föde
ration, liegt zur Zeit krank in Colnm
bus, O. Er war bereits voriges Jahr
Candidat ans der Convention zu Chi
cago, wurde aber mit 82 Stimmen ge
schlagen bei einem Gesammtvotnm von
2400 Stimmen. Seiner politischen
Gesinnung nach ist der erst 40 Jahre
alte, also in der Blüthe feiner Jahre
stehende neue Präsident ein Demokrat.
Er vertrat im Staatsrepräsentanten
hatls Star! County von 1884 1888,
war demokratischer Candidat für
Staatssekretär in 1886 wurde jedoch
von General Robinson geschlagen.
Gonv. Campbell ernannte ihn in 1890
zum Commissär für Arbeitsstatistik.
Im Jahre 1893 wurde er zum Präsi
beutelt der United Mine Workers er
wählt und 1894 wieder erwählt.
In neuerer Zeit hat er stark populi
stische Anwandlungen gezeigt und er
dürfte kaum mehr als Demokrat gellen
können. Seine Wahl wirb im Allge
meinen von der Presse günstig ausge
nommen. Sein Organisationstalent
ist allgemein anerkannt und an seinem
Charakter klebt kein Makel. Was der
Wahl eine ganz besondere Bedeutung
verleiht, das ist der Umstand, daß Herr
John McBride, was seine Stellung zu
der Förderung der Arbeiteiinteressen
betrisst, durch und durch conservative
Ansichten hegt.
In den radikalen Kreisen de» Arbcis
terpartei macht sich jetzt freilich auch tin
entgegengesetztes Urtheil Lust, und aus
Philadelphia wird berichtet, daß sich im
Cstcit eine bedeutende Opposition ge
gen ihn zu bilden beginne. Seine zu
Ende sehr schwache Führung des letzt
jährigen Kohleng rüber streiks, dessen
winzige Erfolge eben jetzt in Stücke ge
hen, wird die Zahl feiner Freunde ver
muthlich nicht vermehren. Die neue
Stelle ist mit einem Gehalt, von #1800
nebst Reifeentfchädigung verbunden.
erns.
Die in Chicago wohnenden Russen
haben dem neuen Zaren den Eid der
Treue geleistet.
-*y«ijr f#«" .r*"f, wts^v* ^7:5^ ^'riÄ'vT0ir.r«v:r«5" 's* 7?n* v*' ••»w"~f
1 '",
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Kurze Notizen.
Inland.
Der Goldbestand im Bundesschatzamt
ist von 108 wieder auf 89 Millionen
zurückgegangen.
In London starb Arau Wm. Wall
dors A stör, von der New Yorker Millio
närs-Familie.
In Albion, N. $., hat der Palast
wagenmann Pullman eine Kirche er
bauen lassen. Sehr gut: Aus dtrn
Blutgeld, den armen Arbeitern abge
zwackt, eine Kirche erstellt
Im Hospital für Epileptiker in Gal
lipolis find bereits 403 Patienten un
tergebracht.
In Cleveland brannte an der Water
nnd Main Straße das große 4stöckige
Geschäftsgebände, sowie das Empire
Hotel ab. Schaden $217,000.
300 Kohlengräber in Gruben bei
Akron gingen am Samstag an den
Streik und anerkennen den Entscheid
des Schiedsgerichtes nicht.
Im Pitts bürg Distrikt hat eine Ver
sammlung der Kohlengräber beschlossen,
02 Cents zn verlangen statt der 55
Cents welche die Grubenbesitzer bewilli
gen wollen.
Bei Doughton an der Lake Shore
Eisenbahn haben drei in einem Fracht
wagen mitfahrende Tramps den Bahn
angestellten Charles Racco erschossen.
Bei Williamsport, Pa., wurde der
Ort Watfontown fast ganz vom Feuer
zerstört.
220,450 Pfund Schnecken sind im
letzten Jahr ans Frankreich in die Ver.
Staaten eingeführt worden.
Fran und Tochter Reimer ans Woo
ster, welche angeklagt waren, den gro
ßen Brand in Dalton veranlaßt zu ha
ben, find im Gericht frei gesprochen
worden.
«a#!«#.
In Lima, Peru, haben sie einen
großartigen Brodkrawall eine kolossale
Menschenmenge durchzieht die Straßen
und verlangt Arbeit ober Brod.
In Straßburg hat sich der Haupt
mann Model bach von der Garnison er
schössen.
Der Herzog Georg von Meiningen
leidet an einem hochgradigen Augen
übel.
Die Oberpostdirektion in Kiel hat ili
reii Beamten vorzeitiges Heirathen ver
boten.
Schlechtes Wetter und trübe Weih
nachtsstimmung in Berlin.
Neue Erdstöße werden in Griechen
land verspürt.
Furchtbare Stürme wüthen seit
amstag über England. Zahlreiche
Unglücksfälle und viele Menschenleben
verloren.
China ist mürbe geworden geworden
und hat zwei Gesandte nach Japan ge
'andt, um den Frieden zu vermitteln.
Portugal will eine Flotte bauen nnd
während 20 Jahren jährlich 8600,000
hiesur verwenden.
China unterhandelt bei den Roth
ichilDv um eine Anleihe von 50 Millio
nen Dollars.
Tie politische Lage« in Deutschland
ist zerfahrener als je, da die Regierung
für keine ihrer Vorlagen einer Mehrheit
im Reichstage sicher ist.
In Ungarn hat das Ministerium
Weckerle resignirt.
Furchtbarer Zngsznsammenstoß bet
(s hei so it, England, am Samstag 15
tobte, 52 Verletzte. Das Unglück wttr
de durch den Sturm veranlafzt, der die
Telegraphenleitung unterbrochen hatte.
Deutsche Zeitungen melden von ei
ner Spannung zwischen dem Kaiser
und den süddeutschen Höfen.
In Deutschland taucht der Plan auf,
die einzelnen Staatslotterien zu einer
einzigen Reichslotterie zn vereinigen.
Iu dem Cuba-Zollkrieg mit denVer.
Staaten gibt Spanien nach.
In Hamburg ist die Elve über ihre
User getreten.
Die Kohleuvergwcrksbesther
des Pittsbnrger-Distrikts hatten nach
Ausheben des Colnmbuser Abkommens
beschlossen, den Lohn ihrer Arbeiter
auf 55 Cents per Tonne herabzusetzen
und dieser Beschluß bildete den Gegen
stand der Verbandlungen in einer die
ser Tage in Pittsburg abgehaltenen
Telegaten-Versammlung der Arbeiter.
Nach gründlicher Besprechung beschlos
sen diese Delegaten, das Anerbieten der
Besitzer zurückzuweisen und auf einem
Lohne von 62 Cents per Tonne zu be
stehen, fowte Abschaffen der Gesell
schafts-Läden, zweiwöchentliche Baar
zahlung und Einführen eines eiiiheitU»
chen Kohlenfiebs für alle Werke zu ver
langen. Die Delegaten tvurben ange
wiesen eine Abstimmung der Lokal
Unionen über die Beschlüsse zu veran»
lassen, und am Weihnachtstage Bericht
über das Resultat zu erstatten, das am
27, Dezember bekannt gemacht werden
sog.
Der Krieg zwischen China und
Japan soll den erstellt bis jetzt 4,000,
ken Japanern aber nur 830 Todte ge
dostet haben.
'a'' IP'1® Wf*1*" "*.
s 4 w U A a
Ein Sturm im Theekestel.
W e e e o n u e e
A u s s e u n e n e s i
Dr. Her,«« und der Blattern varrillnS. «esahre»
der Impfung. ProsesfloneNe Ethik und da» «l
gentheil davon. Was ein Yhieago Doktor fch«n
vor Jahren darübergeschrieben hat.
Ein Sturm im Theekessel der medi
zwischen Welt. Dr. Maximilian Her
zog hat sich eines strafbaren Verbre
(hens gegen professionelle Ethik schul
dig gemacht, da er der Presse und so
mit dem großen Publikum seine Ent
deckung mittheilte, anstatt dieselbe in
den engsten professionellen Kreisen zu
halten und ein Bannstrahl schwebt über
seinem Haupt.
Als öffentliches Eigenthum verliert
natürlich die Entdeckung Dr. Herzogs
in den Angen der Mediziner jeden tna
teriellen Werth, und es nimmt uns des
halb auch nicht Wunder, was Dr.
Temple S. Hoyne. Professor der theo
retischen und praktischen Medizin im
„Hering Medical College," darüber zu
sagen hat, umsomehr, als er nichts
Neues bringt, sondern in toto wieder
holt, was Dr. Peter Fahrney schon seit
Jahren ausgestellt hat. Der gelehrte
Professor läßt sich folgendermaßen aus
„Dieses ist ein Bacillen-Zeitalter und
die Leute find beinahe alle inipregnirt
mit dieser Bacillen Theorie. Wissen
sie denn nicht, daß sich diese Bacillen
überall befinden Ihr könnt nicht den
Silberdollar, den ich in der Hand ha
be, berühren, ohne euch der Gefahr aus
zusetzen, angesteckt zu werden. Ich
nehme Speichel von eurem Munde und
finde Keime von Diphteritis, Phthisis
oder Blattern darin. Es ist jedoch er
wiesen, daß der Zustand des Menschen
bei allem diesen zuerst in Frage kommt.
Ist das System in einem normalen
Zustande, ist der Mensch gesund und
kräftig, so bringen Bacillen keine Ge
'ahr. Ist der Körper jedoch geschwächt,
das Blut in schlechtem Zustande und
die Organe in unregelmäßiger Thätig
feit, dann darf man sich wobl vor die
feti Krankheitskeimen hüten." So
weit Professor Hoyne.
Wenn wir auch Vorstehendem bei
'timmen, so finden wir doch nichts
Neues in der Aufstellung des gelehrten
Professors. Ein alter Mediziner der
Stadt Chicago, Dr. Peter Fahrney,
hat den Grundsatz: „Halte Deinen
Körper gesund und Dein Blut rein und
Krankheit wird Dir fern bleiben," schon
seit Jahren aufgestellt und ist in feine»
Schriften im Laufe der Zeit immer
wieder darauf zurück gekommen.
„Krankheitskeime," bemerkt Doktor
Fahrney in einem femer Aussätze über
das Blut, „finden in einem gesunden,
normalen Zustand des Blutes keinen
Boden zum Gedeihen. Sie sterben da
her ab und werden auf natürlichem
Wege aus dem Körper entfernt." Die
Natur hat uns in Kräutern, Wurzeln
u. s. w. die Hilfsmittel an die Hand
gegeben, den Lebenssaft in normalem
Zustande zu halten, und die Chemie
die Gelegenheit, diese Kräuter1 und Wur
zeln zu verbinden und als Heilmittel zu
verwenden. Dieses ist die Grundidee
meines Alpenkräuter-Blutbeleber, dieses
war die Mission dieser Medizin seit Men
schenaltern. Daß sie ihre Mission erfüllt,
beweisen die Anerkennungsschreiben von
Tausenden, die im Original in meiner
Ossice zur Ansicht bereit liegen."
Wie Dr. Herzog so geht auch Dr. P.
Fahrney von dem Grundsatze aus, daß
,,di.' Zeit der Mysterien" vorüber ist
und uuß es nicht mehr als recht und
Inüig ist, daß das große Publikum mit
derartigen neuen Erfindungen, mögen
dieselben nun ins Bereich der Elettr'izi
tät, der Mechanik oder Medizin gehö
reit, bekannt gemacht werden sollte und
wir stimmen vollkommen bei.
Festtags-Excursions» über die
Pennsylvania Bahnen.
Am 24., 25. und 31. Dezember 1894
und 1. Januar 1895 werben auf allen
Ticketstationen der Pennsylvania Bahn
Unten westlich von Pittsburg Excursi
ons- Tickets zu Punkten an besagter
Bahn ausgegeben, gültig für die Rück:
fahrt bis zum 2. Januar 1895. Nä
heres bei allen Ticketagenten der Penn
sylvania Bahnlinien.-
Festtags-Cxenrstonen.
Am 24., 25. und 31. Dezember 1894
und 1. Januar 1895 wird die Cleve
land & Marietta Bahngefellfchast van
und nach allen Stationen an ihrer Li
nie billige Excursionstickets verkaufen.
Coupon-Agents werden auch Tickets
nach Stationen auf den folgenden Bah
nen verkaufen B. & O. Bahn, Pen»
sylvania Linien westlich von Pittsburg.
B. & O. S. W. Bahn, C. H. V.
T. Bahn, C. L. & W. Bahn, W. As
L. E. & Valley Bahn. Tickets sind
nur am Verkauf stage gut zur Abreise
sind bis am 2. Januar gut zur Rück
reife.
Generalmajor Franz Sigel feieett
kürzlich in New Vork seinen 70. Ge
burtstag. Er wurde zu Sinsheim in
Baden geboren, betheiligte sich in den
Jahren 1848 und 1849 an den basi
schen Revolutionskämpfen und focht mit
Auszeichnung nordamerikanischen
Bürgerkrieg. feV
Ayer's Hair-Vigoik
Macht das Haar weich und glänzend.
„Ich gebrauche Ayer'S Hair.viaor
Wyo.
Texas.
Ayer's Hair-Vig«
Eigenthiune?.
Des flemS lit *t* «öd.irt im» ee»MfUtt im» i
ist in bester Ordnuuy.
Tisch so gut wie irgendwo'
Mätzige Preise.
Freier Omnibus
von tt*b nach allen Bah nzüge»
u e S a n e
TLd-Broadw-!,, Ecke
New Philadelphia, Ohi».
peisewirthschaft
£2
von
§*ttmrab & KeuHor
ün
Nvrd-Vroadway,
N«w Philadelphia, Ohio.
Jederzeit frisches Bier,
einheimische und importirle
Wäne und Branntweine
«fleyraumnrnt
ustuy»
vo»
W.
*^2Tv
O'
j«e
$*• & K. V %.
ra ".fr/*«"-ifcy,
7 Ulit? :,f
New Philadelphia, Cht»
Sendungen wird die Auswah.
ständig erhalten und Werben alte ae. tro
ausgeführt und die Waaren
von
Cart Sohenl?, "'r
Krüher K«rri«»»r,»r
Sfittetffcie Wkst-H-chftr,ß,
Mnnen Freunde« und dem Pudlttm»
mv im RoRz. ba| ich diese, wirttztLZ
hade und bestrebt sein werd»,
meiner Kunden zu »tspreche«.
Fremde finden be, wit ein* agfe fiiihim ma
ttttche und Hellet enthalten nur
Um freundlichen Zuspruch bttSt
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beinahe fünf Jahren, und mein Haar ist satt*,
glänzend und in vortrefflichem Zustand».^
bin vierzig Jahre alt und reite feit fttimme»
zwanzig Jahren über bu Präriee«.
Henri? Ott, alias Mustang
Bill« »WWp
Verhütet das Ausfallen de» $eo«S*
„Bor Iahren fing i6 auf Anrathe« etntt'
Freundes Aver'S Hai r-Via
or zu gebrauchen an.
um das AuSsallen und Ergrauen meine# Haare»
zu verhüten. Tie erste Wirkung war gaiq
friedigend. Seitdem wende ich es geleg
an, und dies erhält die Stärke und
meines HaareS." H. E. Basham, SW~"
chen an. '»M"-"1'
Es wird baar bezahlt für
Rinde, Häute
uui) Pelze
—in bet—
KrortdtVliU Hotet.
Jae. Fohl und
Haaret fjp *_
Erneut das Haar nach Fiebern.
„Vor mehr als einem Jahre hatte ich ein Mfo
ifled Lieber, und als ich genas, fuiw ntttit
tigeS,,
anou5jufaUen was noch aiisdielt, wurde graft.
Ich versuchte verschiedene Mittel, aber umsonst,
bis ich zuletzt anfing Auer's Han-Vigor zu
brauchen, und nun wächst mein Haar rasch »W
hat seine frühere Farbe wieder." Mrs. In
EollinS, Dighton, Mass.
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Verhütet das Ergrauen deS Haattf.
„Mein Haar wurde rasch grau und fiel auf
eine Flasche von Ayer'S Ha,r-Vn,or hat d«W
Uebel abgeholfen, und jetzt ist mein Haar
stark wie früher, und hat feine echte SarU
wieder." B. Onkrupa, Cleveland, O.
Zubereitet von Dr. 1.6. Ayer & Co., Lowell, MaM
In Apotheken und Parfümerie-Lâden |u finden., .'
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Sprecht vor und macht «ure Einkäufe und
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*lt*enbet L. Reeley. Ja?. «. Patrick.
Schneider- Geschäft
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Wm. Foley Josephine Shamel.
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Jas. W. ©iptmens Wen Croßley.
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Rclv Philadelphia, O., Wfittuiodi, ben 26. Dezember, 1894 Nnmmer 34.
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Eigenthum von A. MltS.
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