OCR Interpretation


Süd California Deutsche zeitung. [volume] (San Diego, Calif.) 1887-????, May 17, 1889, Image 3

Image and text provided by University of California, Riverside; Riverside, CA

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn86064439/1889-05-17/ed-1/seq-3/

What is OCR?


Thumbnail for

Shicallfornik
Deutsche Leitung.
CI Indus-h cismthümr.
san Vieflo, cal» 17· Mai 180.
GrutesAusMymh
Die Erntehossnungen, die in den leh
ten Wochen in verschiedenen Gegenden
durch die lange andauernde Trockenheit
sehr herabgestinintt worden waren,
haben sich neuerdings insolge der sast
überall nieder-gegangenen warmen Früh
jahrsregen bedeutend gehoben, und die
Aussichten sind gegenwärtig so gut, wie
nur se Zuvor.
Gang besonders gilt das auch in Be
zug aus die Obsterntr. Die Pfin
s ich bii u in e werden, wenn die Blüthe
zeit vollends gut vorübergeht und seine
Plagen austreten, eine Ernte liesern,i
die alle bisher eingeheiinsten übertreffen»
dürste. Fast aus allen Staaten lauttn
die Berichte hierin-er gteiei gut. Rats
Florida, gewisse Theile von Kansas und?
Nebraska bilden eine Ausnahme Jn«
den lehnten beiden Staaten baden die
sauste stellenweise durch Frost gelitten.1
Die Obstgüchter ini Süden werden gut
thun, ihre Psirsichbiiunie etwa von drei;
Bierteln ihrer Last sit befreien, da die
Früchte sonst unmöglich gn ihrer vollen
crbße nnd Schönheit auswachsen kün-«
nen und die Baume leicht Schaden neh
aien niöchtein
Die Inselernte wird etwas
weniger reichlich aussallen als voriges
Jahr, worüber sich jedoch die Vbsthändi
ter keine grauen Haare wachsen lassen,
da von der lepten Ernte noch große
Borrtithe vorhanden sind und ein aber
inaliger Ueberschuß die Uepsel sast
werthlos inachen würde.
crdbeereii, obwohl taiini eine
Durchschnitts-Ernte verheißend, stehen
doch weit besser als iin Vorfahre. Aller
dings gehörte die Ernte iin Vorsahre
auch zu den schlechtesten, die iii ben leh
ten Jahren eingebracht wurde. Aus
einzelnen Theilen Missetat-Es und des
südlichen Illinois wird über einen
voeiitgtichen Stand der Erdbeeren be
richtet.
Die Bienenernte verspricht iin
Allgemeinen, nicht eben giüngend aus
gusallen, dagegen erwartet man, daß der
Wein statt einen beinahe donvelt so
großen Ertrag liesera wird, als voriges
Jahr. Der Winter ini Süden und
Westen toar io milde. daß sast gar tein
Schaden durch ihn angerichtet wurde.
Ueber die Reben berichten besondere
auch Vbio und New York günstig.
Die Aussichten süe Oeinüse sind
ebenfalls gut und besonders in Frühgei
.intisen übertrifft Florida alle anderen
Staaten. Du es den letzteren auch uns
mehrere Wochen doeans ist, so tanii es
sicher sein, gute Preise in erzielen.
such betresss der verschiedenen Ge
treidearten und besonders des
Weisens ist eine allgemeine Besse
rung eingetreten. Nin niedrigsten steht
gegenwärtig Michigan, dessen Ernte,
nach dein jehigen Anschlag, 107 Pro
cent der vorjtthrigen betragen wird.
Die größte Besserung weist Kansas
ans, dessen Ernte aus 158 Procent
der vorjährigen angeschlagen wird.
Milder Winter, zeitiges Frühjahr,
wenig schädliche Jnsetien, kurz, alle
günstigen Umstande baden dort zusam
inen gewirkt. Die mit Weizen bedanke
Fläche hat in allen Staaten mit Lins
nahine von Kansas (17l Procent der
ovrjahrigen) abgenommen. Sie beträgt
in Illinois 89 und iii Missouri 90 Pro .
cent der vorsabrigeir. ;
Besonders gut steht die Weizensaat’
in Illinois, und man erwartet dortnach
dein jehigen Stand 124 Procent der
lehten Ernte. — Beinahe durch den
ganzen Süden sind die Aussichten
vortrefflich, wie z. B. in Band County,
in Page County u. s. w. Auch tin Cen
truin des Staates und iin Westen steht
der Weizen gut und stellenweise sehr gut
Nur allein aus dein Norden, wo die
Trockenheit noch iininer nicht ganz ge
wichen ist, lauten die Nachrichten weni
ger günstig. Jn Davieß country g. B ,
wo der Boden zur seit der Aussaat in
vortresslichem Stande war, erwartet
san jetzt nur noch 60 Procent der var
jabrigen Ernte. Hoffen wir, daß auch
aus diesen jept oon Trockenheit heimge
suchten Counties in Bälde eine Besse
rung gii melden ist.
Die Icmms auf hoher sie.
Seit langer Zeit-schreibt der «Phil.
PMB-hat keine fo glückliche Rettung
fo vieler niit dein Untergange bedrohter
Menschen auf hoher See stattgefunden,
wie die Rettung der Entigranten und
der Mannichaft des danitchen Dann-leis
..Dantnarl« durch den Dampfer »Wil
fouri«.
Der brave capitlin Murrell und die
wackere Mannfchaft des «Missouri« find
niit einein Enthusiasmus der Bewun
derung iin Dosen von Philadelvhia eni
vfangen worden, wie fich derfelde wohl
selten heitn Etnlaufen eines Schisses in
einen hafen gezeigt hat. «
Eine nach vielen Tausenden zahlende
Menfcheninenge drängte sich an den
Ufern des Delaware und an denSchiffii
landnngen, unt denDanivfer,,Missouri-,
feine wackere Mannfchaft und die gleit
lich geretteten Passagiere des »Dan
niarl« durch fiilrniische Ireudendegeus
gnngen gn begrüßen. Alle Schiffe int
Hafen hatten gessaggt, nnd die Dampf
ufetfen derfelbsn und der vielen großen
Fadrilen ant Ufer rnifchten fich nttt den
donnernden «Eheers«.
Die Vefcheidenheit, woniit Taf-J
Murrell, feine Officiere und feine
Schtsstsllllannfchaft die Lobpreifungen
fiir ihre RettungtsTliat aufnahmen,
zeigten, daß fie Männer von echtens
Schrot und Korn find. Und als ein
tapferer Schlag von Männern nnd
Frauen erwiesen sich auch diefe geretteten
Einwanderer. welche troy aller liber
fiandenen Lebens-Gefahren und trop
aller erlittenen Verluste hergliaft und
hoffnungsvoll einer guten Zukunft in
ihrer neuen Deinialh entgegenjehen
Die Freude und die allgemeine Theil
nahine des Volkes an diefer gelungenen
Rettungathat niag Diejenigen einee
Bessern belehren, welche den Ameri
lanern jedes tiefe Oefiihl absprechen
Wie oft zeigt fich dasselbe nicht bloß
durch leere Worte, fondern durch hel
fende Thaten und außerdem faft täglich
durch Spenden file die Irnien und Er
richtung neuer großer Wohlthätigkeitdi
Anstalten aus Privat-Mitteln
Diefes innigfie Gefilhl ftlr fremde
Leiden und diefe Busens-Freude itver
eine heroifche Aufopferung int Dienste
der Humanitlit zeigte sich wieder einmal
in vollen Glanze bei dem Empfange des
«Missouri« und der geretteten Schiff
dritchigetn Die Lesteren mußten foforc
weiter nach dein Bessern Man konnte
nicht viel fiir fie thun; aber man he
w-ru,ete fie fofort mit ein« kräftigen
Mahlzeit. Cant. Murrell wird not s
allen Seiten mit Ebrenbezeugungei
überhäuft.
Eine ebenso rührende wie erfreulich«
Erscheinung ist es bei sdieserKatastrophe,
die nun ein so glückliches Ende gesunde
bat, daß sowohl die Erretteten über die
Hochherzigkeit ihrer Retter, wie dies
über den Muth und die vorzüglichehals
äuiLg der Oeretteten voll Lob und Preisl
n . .
Eine eigenthiiinliche Rechts - Jragel
entwickelt sich daraus, dass capt Murreus
genöthigt war, einen Theil seiner La
dung über Bord zu werfen, wofür der
klare Wortlaut der Versicherungs-«
Contraete keinen Anspruch ans Schaden-
Ersay gewährt. Danach ist nünilich nur
Zahlung von entsprechenden Versiche
rungs Geidern bedingt, wenn Ladunaen
zur Rettung des betreffenden Schiffes
über Bord gehen müsse-. ’
Capiiän Murrkll handelte ganz auf
eigene Verantwortlichkeit, als er den
Schiffbruch-gen Unterkommen iinSchisfss
Raume durch Entfernung eines Theils
der Ladung schaffte, die glücklicher Weise
»von keinein hohen Werth war. Ebenso
vermehrte er die Kosten der Fahrt feines
Vanipfers durch den Uniweg über die
ilzoren um ein Betrüchtliches.
Hatte er den »Da-mart« ini Schlepp
tau behalten und nach einein anieritanii
wichen Dafen bringen ldnnen, so würden
alle Bemühungen und Unkosten reichlich
durch das gesetzliche stettungss oder
Berge-Geld gedeckt worden sein. Für
Fdie ausopfernde Rettung von Menschen
» Leben giebt es keine opin Oesehe vorge
; ichriebene Entschädigung der dadurch
foeranlaßten Kosten nnd Besühungeir.
Diese That ist deshalb nin so höher zu
preisen.
Es laßt sich erwarten, daß die betref
senden Dampfer.conenagnien und Spe
ditions-8irnien. welche süniintlich von
Herzen das Vorgehen von copitün
Mumll gutheißen, sich darüber in ent
gegenloimnender Weise verständigen.
wer die Entschädigung für die verlore-
Hnen Schisssgüter nnd die Extra-Unkosten
des Missouri-« tragen soll. -
Ader der Fall wacht klar, daß es bis
seht in den internationalen Seefahkts
Gesetzen an Bestimmungen fitr solche
Bottoinninisse fehlt. Der allgemeine
Seesabets Sanges-L welcher in diese-i
Sommer zu Washington stattfinden soll
uno von Repräsentanten aller seesahrens
den Vöglei- beschickt sein wird, ist dadurch
ausg- fordert, auch jüe solche stille allge
meine Regeln aufzustellxiu
tu ediausplewms sub ihr soc-
Ist-ter.
Lin Langtth ist von ihrem früheren
französischen Koch, Gast-ne Brothe, aus
Zahlung von Web verklagt worden.
Broche war vor einigen Monaten in
New York von Frass Lanstrh engagirt
worden« Er sollte täglich gis erhalten.
Das-it sollte er slles bestreite-. Das er
siir die Mahlzeiten brauchte, nnd der
Rest sollte sein cehalt bilden. Its-n
tatnen aber die Mahlzeiten viel them-er
ja stehen, als Dei-r Broche ersartet
hatte. Frau Langtth bestelltegetovhnlich
»die tostspieligiten Oerichte nnd veran
sstaltete außerdem noch Gesellschafts
»Essen in ihrem Haufe.
! site die erste Woche zu Ende war,
Erechnete der Koch ges-conten, daß die
Groceth Waaren ti29·82 gekostet hattet-,
dem Fischhändler war er 828 schuld-ist,
detn Fleischer und Wildprethtindler
8125 89, einem istniioaicher hatte er 87
gezahlt, und siir sich berechnete er ein
Gehalt von Mä, Stigma 8225.71,
während er nach seinem Controkr blos
8105 pro Woche erhalten haben sollte.
Er legte die Sache der Schanspielerin
vor und dieie erllärte, er sei z- thenet
und enttikß ihn an-: ihrem Dienst, indem
sie bemerkte, fie werde nicht stehe ol
0105 bezehleth
Broche fteengte daraufhin einen Pro
c ß gegen Rote- Lanqtrh an, doch toar
ei nicht möglich, ihr hie sorladttnq zo
zusttkten und auch ihre Inn-alte lehnten
die Annahme derseler ab. Mittleti
wette reiste Frau Langm- nach softoth
mit der Absicht, sieben Wochen oon Reto
York obtoeiend zu sein. Ver Anwalt
moch« etwiilte nun oon Richter Me
lloani in der City coart die Erlaubniß
die Vortadunq irqend Jemand is Dante
der Frau Langm- zusaftellen oder die
selbe an die Thür angitnaheln nnd ihr
eine Abschrift per Post zuzuschittetr.
Broche und drei andere Männer be
gaben sich daraus nach dein Langtih’i
schen Hause nnd dar-it die Vorladnng
nicht an die Thür qeheitet werde, nahni
der anweiende Bediente sie an, und eine
Copte wurde an die Schattipielerin perl
Post get-list
sit-e drum-ich
such Siadte und Voller sterben, wie
Menschen, nur dauert es bei ihnen et
ioaa langer. Wo sind Babylon, Rini
,neh, Pan-ihm, Memphis nnd sarthago
hingekommen ? Von einigen dieser al
;ten Welisiadte ist tanni eine Spur iidrig
-gedlieden. England, Deutschland und
Frankreich, deren Geschichte lauin Mo
Jahre bekannt ist, haben gleichfalls ihre
sterbenden und todten Stadtez selbst die
ses junge Land niit seiner iaiinr zwei
hundertjährigen Geschichte hat schon seine
sterbenden Stadie.
In eine derselben wird inan in diesen
Tagen recht lebhaft erinnert. Its Wash
ington vor hundert Jahren aiif dei·
Reise nach New York war, übernachtete
er in Bladeusburg, das etwa sieben
Meilen von der Stadt Washsngton ent
fernt ist. Die Stadt Washington ex
stirte vor hundert Jahren noch nicht,
und Bladensdiirg war ein aufblühende-
Dasensiiidtchen an einein Zuflnsi des
Potoinac init eineni Oesiinddriinnenz es
galt sitr das Saratoga des Baden-. (
illa der Regierungssis zn Anfang dies
seo Jahrhunderts nach dein nengegritns «
deien Washington oerlegt wurde, mais
Bladensdiirg iininer noch die Spinnm
srische der feinen Welt. Die zahlreichen
Ehrenhandeh die in Washington contra »
dirt wurden, fanden dort ihre unschul«
dige und niilunter auch tragische Erledi- «
gang. So wurde der deriihnite Sas»
held Stephen Dicitur, der feinen Naii
nien iin Kriege gegen die nordasrilanis
schen Raudkxaaien init iinfterdlichewl
Ruhm bedeckte, dort ini Zweikampf
erschossen. !
Was ift niin aus Bladenshurg ge i
worden? Washington ist seitdem zui
einer der schönsten Städte der Welt
emporgebliiht, Bladensdnrg ist nicht niii
stehen geblieben, sondern entschieden»
zurückgegangen Schon die ältesten
Einwohner können sich keines Fahrzeu
gea mehr erinnern, welches dort besuch
tet worden ware. Und wie adie Ber
gessenheit guleyt denRainen heinintinnit«,
so aiich hier. Die Station der »Jam
niore a- Ohio - Bahn« heißt heiite nicht
mehr Bladcnsbiirg, sondern Dhattsoillez
in siinfgig Jahren wird Bladenadiirgi
ans der Erinnerung det Lebendigen
Ieicht-Hunden fein, nnd nur noch in der
Geschichte Dem einen Namen habet-,
sie dort im Zweikampf gefallen sind.
Zuständifsses.
Exisonoernenr Pillsbury
oon Minnefota bat der Staats-Univer
sität, welche fich in finaneiellen thhen
befand, ein Oefcheni von 0150,000 g
macht
In New York werden 825
bis 0500 fiir senfter bezahlt, von denen
ans tnan die centenniabParade feben
»so-n. Einem Sefchäfte ain Broadioao
stonrden fiir feine Ladenfenfier fogor
86000 geboten.
Die Henernte bat in den
Wer. Staaten während der letzten acht
lJahre int Durchfchnitt 40 Millionen
Tonnen jährlich betragen, mit einein
dnrchfchnittlichen celdtoertbe von etwa
,400 Millionen Dollars. Der Gesammt-
Xtoerth der Deuernte iiberfteigt den de
lsannitoollernte nni i bis s.
In New Bedford, Mail«
bat Richter Sarden einein Singen-ein«
derten die Naturalifation verweigert, ;
nnd ztoar auf den Grund din, daß die
fer Mona-Irchibald dont ift fein-
Nante-Wirth nnd als folcher des stir
gerrechta der grbßten Republik, too alle
Menschen gleich find, nicht toiirdig fei.
Abradain Rinie- von Rache
fier will fich non feiner Frau scheiden
lassen, nachdem er ihre sieben Vorgänge
rinnen anf dieselbe seife losgetoorden
ist. Sieben der Franen find noch ain
Leben. Idrabani follte feine in acht .
Eisen gefaininelten Erfahrungen in
irgend welcher Horai der Miit-nett gn
gänglich machen.
Mit einein Luft - Schiffe
tnollen ini nächsten Derbft Peter c.
catnpltell nnd der Laftballowsahrer
E. D. Dogan von Nero York nach
Europa reifen. Das von Tantobell
fertiggefiellte Luftichiff foll zur Dälite
Schiff nnd zur häifte Ballon sein. Die
Maschine ift oon einer Lastschiff-Gesell
fcha i patentirt worden« die ein Kapital
oon einer Million Dollars haben foll.
Derds Jahrestaa derSchlacht
bei San Jacmto tourde am 21. sprit
von den tekanifchea Beteranen in Anstin
gefeiert Etwa 200 Mitglieder der·
»Im-s Veterass Association-« betbeis
tigten sich an dein iai Saale des Mora
tentarstenhauies abgehauenen Gedächt
nißgottesdienii flir die iin Laufe des
vergangene-i Jahres gestorbenen Kain
raden.
l Frau Rettellletlee, welche
ini seinenhaiise non Madison Ton-tun
Ind» entdeckt wurde, ist den seht-den
von Tiintoii konnt-z Ohio, til-ergehen
worden« Sie ist deichnldigt, zehn
Pferde nnd anderes cigenthnin gestoh
klen sit haben. Gewöhnlich verttdte ste
ihre Viel-Höhle in sännlicher Kleidung
und sollen einige ihrer Operationen« niit
fäanlicher Kühnheit ansgettht worden
e s
Der nene Mahor Daneni
dort und der neue Stadtrath oon Kan
sas cith arbeiten nicht sehr einträchtig
zusammen. Beil näinlich eisterer sich
geweigert hatte, den bisherigen city
Tierl, Lanngith, trieder zu ernennen,
wie es die Mehrheit des Stadtraths
gewünscht hatte, so rächte sich der letztere
dadurch, daß er allen vorn Mahor eingei
sandten Ernennungen seine Bestätigung
versagt-. Jn einer einzigen Sitzung
wurde auf diefe Weise über ein Dupend
adgethan.
Fräulein Susie Blow, die
geniale Schöpferin unseres Kindergars
ten - Systems, schreibt die uWestliclse
Post« —- liegt leider. seit längerer Zeit
tchtver erkrankt, seht hoffnungslos, dar
nieder. Dir können uns lau-n an den
Gedanken gewöhnen, diese ausgezeichnete
Fran, die an Insdaiier und Opferiniith
hier nicht ihres Gleichen hatte. sit ner
lteren noch ehe ihr die Genugthniing
geworden, ihie großen Verdienste von
ihren Miit-ärgern würdig anerkannt zu
sehen. Galt doch flir sie so weit nur
das: «Undanl ist der Welt Lohn-.
claus Spreckels hat jetzt
eine große 8«iler-Rassinerie in Philas
delphia errichtet, behauptet aber trohs
dein, daß er dein Zucker-Trost nicht dei
treten werde. Er will, seiner Versiche
rung zu Folge, den Teilst bekämpfen,
also iin Interesse des Volkes arbeiten.
Nachdem er an der Zuckersiederei ein
Vermögen von 30 Millionen erworben
hat, kann er wohl etwas fiir die gnte
Bache thun. Oh er es aber thun wird.
ist doch fraglich. Wir wollen lieber erst
die Sache abwarten, ihe wir ihn snin
! Wohtliaier des Volles praelainiren.
, Zum Nachfolger des Gen.
Sigel als Pesstonsillgent silr NettYork
wird Oberst Jainei W. Tronlite ein«
:pfohlen, welcher gegenwärtig iai dorti
gen Zollainte angestellt ist. Seine Ka
nieraden aus der Kriegszeit haben eine
Petition, in welcher seine Anstellung er
beten wird, in Umlauf gefest. Oberst
cronlite stand während des Bürger
lrieges ini 121. Nein Yorler Freiwillis
gen Ueginient und ward dreimal ver
wundet. Drei Tage vor der Uedergade
des Generals Robert E. Lee verlor ec»
ein Bei-. j
cin bedeutendes Bei-ind
gen bat sich der kürzlich verstorbene
safternbiindlee Lucius Maiiby eine
Jene gaben, Tonn» während feiner lan
gen ebenszeit erworben. Er wen
einer der erften in feiner heimatli, die
den Unsieknbendel betrieben, und fein
Heft-haft erwacht nus kleinen Anfängen
bald aber fandte er große, mit Austern
beladene Wagen-Eifenbabnen gab es
damals noch nicht-durch ganz Nen-
Englnnd nnd bis nach canndm Sein
Dein legte er dann vortbeilbaft in
Okundeigenthuni en und fo tnni es, daß
ek feinen fitnf Kindern ein Berwttgen
von 8600,000 dinteklaffen konnte.
Sehr fchnierpliche Erfah
rungen muß einer der Oklahoma
·Boonier« hinter ftch haben, welcher an
seinem Plnnwngen ein Stück Pape-denkt
befestigt batte init der feltfnnien Auf
schtifn l lll
Chiusi linke-( in tatst-.
w.k-I.:::"sz.«isx.k«7:.xk.«.rhss
lsltl kno sei in Its-unsy·
Pf shltilts l h Und-IV
Dunstqu ot hast-«
Wir witnfchen deni guten Mann, daß er
m deni neu etfibloffenen Gebiete eine
Stätte sinden insge, wo er sicher ist vor
«Thing Liegt-, Entlonein »Ohne
Tapf- nnd »Bau- Knobbers« nnd auch
vor Peohibition.
Jn Philadelphia, Pa» ist
der dentfche Bteebcaner Oeokg Gindele
tin Alter non 56 Jahren gestorben. Er
war zu Wall-fee in Dilettetnberg ge
boten nnd fchon frühzeitig eingewnndert
here Gindete nah-n an ttffentlitben In
qelesenheiten regen Antheih war Mit
glied vieler Gesellschaften nnd Vereine
und erfreute sich allgemeiner Achtung.—
Jn New York Iarlt der Brauer heran
Adler. Der Verstorbene, ein Ists-ein,
status-te aus Böhmen und tani iin Jahre
1848 nach Netv York. wo er seitdem
wohnte. Er erwarb sich großen Reich
thntn, war Direktor mehrerer Janken
und nahm an der Leitung verschiedener
WohlthätigkeitIsteUschnsten reqen In
theiL Er hmterlåßt eine Wittwe nnd
vier Kinder.
General Franz Sigel bän
vigte dein Pensions-Commiss« Tat-ner
seine Resignativn persönlich ein. »Es
war-« wie Tanner gerührt erzäle
«eine pathetische Steue, als Sigel mir
in bewegten Worten seine Resignation
ankündigte Ich kenn mich tet-hast erin
nern, wie der General mit einem glän
zenden Stabe an mir vorbeisprengte nnd
sein Rappe nnch mit Schmutz beim-iste,
»und nun stand er ais alter gebrocheaer
Mann vor mir nnd überreichte sit-r seine
lResignatiotr. Ich möchte es verstanden
haben, daß ans vie Ehre des Generals
kein Schatten fälli, an seinem Charakter.
kein Makel haftet. Der General hat
das durch seine Untergebenen verschul
dete Desieit aus seiner eigenen Tasche
gedeckt. CI ist nicht groß nnd würde
ihn nicht drücken, Denn er reich wäre,
aber leider ist er das nicht«
Baron von Erlanger und
dessen Schwiegeron Herr Ali-ed Sti
dell, - schreibt das »Eine. Volksblatt«
— sind von ibrer stidlichen Jnspectionss
reise zurückgetrhrt. Baron d. Erlan
ger, welcher das Queeni und crescentd
stiftet- inipirirtq sprach sich til-er den
Zustand der Oadnlinien, sowie oder die
fortschrettliche industrielle Entwickelung,
welche sich allentbalben bemerkbar mache,
;is lobender Weise aud. cineinnati als
zder Sentralpnnlt des großen Quern-
Zund credeentscisenbabniyftews wurde
) in Zukunft als Macht-las der südliche-
Iiienbabninduitrte eine gar-, außerge
znshnltche sedentuF gewinnen. Us
25. April werden awn o. Erlangkr
und sein Schwiegäiobn nach cdicago
abretlen Nach einein kurzen Aufent
halt daselbst reisen die beiden Ferren
nach Washington und sodann na New
York, oen wo a- n. Mai der Baron
oie Dei-reife antreten wird.
In Minnefrta will man
den Krieg gegen die Heuschrecken wieder
beginnen. capitan Mate, der Boc
sitzende der Tounty-Toknnisss.jre, wird
sich gu diesem Zwecke yach Pethoi be
geben. uin dott mit dein Staate Ento
aiologen, Professor Lager-, den Feld
gugtplan zu entwerten. Das erste wird
sein, daß ntan alles Land, auf dem sich
’Deuschreckeneier finden, uwpflügt. Etwa
dooo Ucker der Perbam Pratrie werden
auf diese Weise behandelt werden mitf
sen. Die Heuschrecken legen ihre Eier
nur aus Beideland nnd auf Felder-,
welche tnit Futtertrautern bestanden
sind. Die Perhatner hoffen, dieses
Jahr durch geinge Vorsichtsinaßregeln
Ihre Ernte gu retten; voriges Jahr de
gann inan wit der Verfolgung der Heu
schrecken erst, als diefe schon lustig
herumhüpfte-D und da war es natürlich
tu spät
Tonneeticut hat ein so
strenges Gesetz gegen Trampd, daß
selbst ein Arbeiter, der von einein Orte
nach einem andern kommt, uin Arbeit
zu suchen, von der Polizei aufgegrissen
werden kann, ein Fall, der thatjächlich
schon vorgekommen ist. Die Legiglatui
scheint von der Jdee ausgegangen zu
fein, daß es besser ist, Unjchuldige zu
strafen, als einen Schuld-gen entwischen
zu lassen. Diese Idee eignet sich aber
nicht für ein cioslifirted Land. Jn
einein solchen gilt doch in der Regel
der Grundsatz, daß Strasgeseye nur ge
gen Schuldige angewandt werden, nie
mals aber dazu dienen sollen, irgend
welche Rechte von Leuten zu verküm
mern, welche sich in keiner Weise gegen
das Gesetz vergangen haben. Bahr
icheinlich baden sich die Oeseygeber die
Sache nicht gehörig überlegt. Hier zu
Lande wird ja in leichtsinniger Gesetz
gebung das Menschenmögliche geleistet.
Auslöndisches.
! Für das Jahr 1892 ist eine
’ slandinavische Unsflellung größten Stils
in Stockholm in Aussicht genommen.
Jn Berlin ist in dieser
Woche det deutsche Geogsaphentag und
der convent der Bandärzttz lehteret
unter Professor BergwanMs Basis
vers-nistelt.
Der S ch ab von Perlien
wird, ooin 23. Mai an, d Tage lang in
setecsdurg verweilen und dann Berlin
besuchen-. In stahl-nd tnsst man groß
artige Instalten zu seinem Empfange.
Man meldet, daß die che
lcheidnng des Generals Bot-langer, die
inan dinansgeschoden glaubte, nächstens
zu Gunsten des cenerals o.ttitndet
werden solle.
Im gweitenhalhjahr 1888
baden in Ungarn 305 Jstaeliten ihre
indischen Ratten abgelegt und dafür
ioolstctingend sagyariiche Namen ange
nommen, was in Ungarn gegen eine
Steupelgedühr von 50 Kreuze-n ohne
weiteres gestattet ist.
Jn stot- erregte es gross
Verminderung, daß ani Ostersonntage
oer bekannte Kanzelredner Pater Augu
ttin atn Schlusse seiner Predigt den Se
gen des Dunkels aus den König von
Italien und das italienische Heer herab
siehet-—
Die Nachricht, daß Bos
prediger Stdcker non der zuständigen
Zeiss-de die Wahl gestellt sei, entweder
sein Inst oder seine politische Agitation
aufzugeben, wird von den- «Reichsdoi
sen« als nnrielttig bezeichnet. Die
Nachricht her in der Berliner »Pos
enthalte-.
Die Einführung einer
neuen Doftracht in Berlin bewahrheiiet
sich, wie an maßgebender Stelle zuge
standen wird, vollkommen, und wird de
ketts an dem Zeremonial derselben ges
arbeitet. Zum Muster dient im Gro
; ßen und Ganzen vie softracht aus der
iZeit der Krönung König Friedrichsl
Papst Lea Xlll bereitet
gegenwärtig, wie .8antullu« berichtet,
eiue neue Encykiih über die freinle
Frage vor, die zum M. Juni verbssent
.lich werden foll. Leo xllL will darin
bestimmte Vorschläge machen und dar
ihun, auf welchem Wege vie Kirche im
Stande sei, das Mißverhältnis zwischen
Kapital und Arbeit auszugleichen
Schon früherwurdegemeli
det, Derr Dr. Petri-O habe die Führung
der Einin Psichascxpcdilion nur unter
der Bedingung übertragen erhalten, das
er feine Be iehuugen zu her ostafrikunb
schen Geiellfchaft Wen wurde. Wie nun
hört, ist die völligeLdIung bessert-agi
verhältnisses zwischen Dr. Peters und
Fett tlesteren Gesellschaft nunmehr er
o g .
Nach der nunmehr b
srhleuen Verdoppelung der Grenztoache
an der preußisch - österreichischen Grenze
beträgt deren dortige Stärke etwa so,-
000 Mann. Die Grenze wird vor
läufig unter den- Finanznsinifteriuns ver
bleiben. Die Maßregel der Berlin-trug
wird snit dem Hinweis aus die Zu
nahnte des Schmuggelhandels insoige
der hohen Zölle begründet.
Seit dein 10. April sind
zwei tieine Kanonen aus der zweiten
Plattsorin des Eisscltdurines ausgestellt.
Damit toll während der Beltausstels
luug täglich die Eröffnung und die
Schließung derselben angrkiindigt wer
den. Bei dein ersten Versuche toielte
der Himmel mit, indenr er die Schusse
durch das Rollen eines Frühlingsoons
ners begleitete.
Friedrich Wilhelm Her
inann Wagner, der bekannte Kreuzzeis
tungsredacteur und streng conservative
Isolititetz istinr Alter von 74 Jahren
gestorben. Er tnar bis 1873 oortrasi
gender Rath tm Staatsministerium ge
wesen und hatte seitdem ini Rahestand
gelebt. an preußischen Abgeordneten
hauie führte er eine Reihe non Jahren,
init Deren v. Gerlach zulannnety die
äußerite Rechtes als Verfasser de
..Staats- und Gesellschaftslexicont« hat
er sich literarische Anerkennung erwor
ben.
Die »Jnternationale Aus
stellung für Nahrungsmittel nnd Haus
bedars« in Kdln tnird ani 18.Maier
dssnet werden« Die Unnreldnngen aus
allen Ländern haben sich non Tag zu
Tag gemehrtz ans Deutschland allein
sind gegen tausend Anmeldungen einge
troffen. Rächst Deutschland detheiligt
sich Italien atn großartigsten, aber auch
Oesterreichs Ungarn, England, Russland
und Belgien geigten ledhasles Interesse,
und sogar Frankreich überwies mehrere
hervorragende Inmeldungm
Jn Lichfield bat unter dein
britischenMilitilr eine ernstliche Meuterei
stattgefunden Nachdem sich schon seit
einiger Zeit zwischen den Soldaten eine
ddse Spannung bemerkbar gemacht hatte
lata es in einer Adtheilung zwischen
mehreren Betruntenen zu einer dlutigeni
Schlägerei Die Militårtnache zer-’
streute die Kämpfeuden niit ausgepslauzs
teni Bajonnet. Jedoch exitspann sich die
Schlägerei bald non Neuen-. Gegen
20 Soldaten wurden dabei ziemlich
schwer verwundet. Später durchzogen
die Soldaten lärniend die Straßen undj
warfen Fenstericheiben ein, von denenl
etwa 200 zertrümmert wurden.
- i
Die kürzlich in Hamburgz
eingetroffen Sendung non caeaodoh-:
nen, welche die KameruiisLands und
PlautagensGesellsthast Wdrniaiiin That-
Iinshleii ä co. auf ihren weftafritanb
Ischen Befisungen erzielt hat, berechtigt
der ,Ifritapos't« zufolge zu den schin
sfteii soffnungein Die sehne wird
von Sachverständigen der Jahiafrucht
vollständig gleichgestellt Die genannte
Gesellschaft hat nor drei Jahren eiiea
120,000 Läuse angedflanzt, die sich
äußerst kräftig entwickelt haben und jetzt
anfangen zu tragen· Es ift damit wie
deruin der Beweis erbracht, daß die
deutsche Colonie Kamerun für Plan
tagen - Unternehmungen ganz besonders
geeignet erscheint.
Jn Dresdenfand ainSnniii
abend, den Is. April, zur nierzigjähris
gen Erinnerung an die Ersiürinung der
Düppeler Schaiigen ein Fest statt, dein
auch König Albert beiwohnte. Bekannt
lich erstürniten ain 13. Iuiil 1849 die
deutschen Bundestruppen (B.iiein,Sach
sen und Hannoueraner) unter Führung
des preußischen Generals von Prittwip
die oon den Auen in Schlcswig erbar
teii Düupeler Schauen. hierbei eni
pfing König Albert als einundgwaiigig
jähriger Bring die Feuertaufr. Der
Prinz, der aii dein kriege als haupt-
Inanii theilnahin, zeichnete sich bei die
sein Schanzensiurin fp aus, daß er das
Rittertreuz des sächsischen Heinrich-
Osdens und den preußischen Orden
pour le mai-its erhielt und guin Major
der Jnfanterie ernannt wurde.
Zweiundachtzig tirolische
cuiorte haben für das Jahr 1888
einen Besuch von zusammen 14 887
Parteien und 26.172 Personen ausge
wiesen· Von den 14 887 Parteien wa
ren 6918 aus dein Lande selbst getoini
men. Oln Fremden betrug also iin
Jahre 1888 Titels curbesuch 7969
;Parteien, wovon aus Deutsch- Tirol al
slein 4987 entfallen. Unter lesteren
iwaren 2593 Parteien ans dein weiteren
slInterlande, aus dein nichtstirolischen
HOesierreich nütnlich und aus Ungarn.
nnd 2394 aus dein eigentlichen Ins
lande. Fast in sämmtlichen Curprien
war 1888 der Besuch ein fchwiicherer als
»iin Jahre 1887. Aus Vorarllierg ineli
sdeten 12 cuiorte für das Jahr 1888
Ieinen Besuch von 2131 Pirteien iind
s2222 Personen. Von ersteren waren
130 nicht voratlbergische Oesterreicher
und 580 eigentliche suslitnder. f
Einefasi unglaublichelitib
theilung erhielt die »Kdln. Volksgtg.«
aus Intwernen Es liegt dort dicht be
der Stadt, vielleicht zehn Minuten doi
den Festungsnieiken entfernt, das statt ’
liche Dorf Marem, uoii welche-i aue
täglich eine große Unzahl Bauern dies
Stadt besucht. Mit-glich nun sollen in!
aller Frühe achtzehn Straßenrüubeij
zwischen Intweipen und Meier qu
siellung genommen, alle sich nach dei!
stadt begebenden Landleiite festgehalten !
und vollständig ausgeplitndert haben
Das soll von Morgens 8 bis Nach-it
iags 4 Uhr gedauert haben; dann erft
so behauptet mau, wurde ein einzelner
Volizeidiener die Sache gewahr, griff
init anerkennensweitheiii Ruthe du
Räuber an und machte init Hilfe einiger
anderer hingugekoinineiier Personen zwei
oder drei Kerle dingsest.
Die kleinen Söhne des
Kaisers Wilhelm empfangen gegenwär
tig iin Garten Belleoue Unterricht iin
inilitaiiichen Grünen. Von Zeit zu
Zeit trennen sich die Peinzeii non ihre-n
Gouverneur und schreiten aus einem ans
deren Wege weiter, doch natürlich so,
daß Jener sie ini Auge behalten kann.
iln dein Kreuziingspunkte der Wege de
giüßen dann die beiden Parteien einan
der mit niilitürischeiii Gruße, indeni die
kleinen Bringe-i diedand an ihre Jersey-
Mittze legen. Bei dein Kronpiingen soll
sich bereits das Bewußtsein seiner hohen
Würde geltend machen. Unliingst aber
ließ er sich rnit großem Jntetesse oon
dein Führer exes Milchwagens in dies
Oeheiinnisse Milchwirtbschaft ein-l
weihen. bis der lüchelnde Opuderiieurf
der Wißbegierde aus der einen und der »
eifrigen Lehrbegierde aus der anderen!
Seite Einhalt gebot. Co eigilhlt ein«
herumschnüffelnder Lokalrepoiten 4
Ideal-Chemie- aus Den-totenk-
Qeiurreuh tun dir schmu.
Prov. Dstpreußen.
Königsdeeg i. Pr» 12. April —- Der
Eisbrecher ist niit sieben Schiffen im
Schlepptau heute hier eingetcoss:n, die
Schiffs-det iii somit eröffnet.
« Prov.Po-nrnern.
Stettin, d. April. — Beim scheitern
der beiden deutschen Kriegsschisse vor
Samt-a hat eine ganze Anzahl Sühne
unserer Provinz den Tod gesunder-.
Von den verunglückten Ossizieren ist der
Kommandant des Ebers-, Kapitsnliens
tenant Wall-s, der Sohn des Kaut
manns Wallis in Stralfnnd, der erste
Ossizier desselben Schiffes, Lientenant
zur See Ecknrdt ans Cöslin, ifi der
Schwiegersvhn des Rittergntcbefitzers
Miiblendeck ans Musikanten ist. Nan
gerd, der Zahlineister Kanze, ebenfalls
»von »Wer-C ist der Sohn des Regie
irnnqsfelretlri Kunze in Göttin. —
spie Scissfahrt kann als eröffnet be-
Itrachtet werden. — Sanitstsratd Dr.
Wolss feierte sein dojühriges anilänIn
als praktischer Urze. — Die Woche dar
kdes 1. April 1888 wird des Stal
p e r n get-iß nndergeßlich Neides-, und
genau nach einein Jahre hatte die
Stole-e wieder einen recht besorgt-ihr
regenden Stand erreicht. Während
mehrerer Tage Isar die Stadt, so weit
das sage reichte, überfluthet nnd bildete
einen einzigen See. Oliickiicherweife
erreichte das Wasser nicht die gefürchtet-
Dödq da keine Sisvetfetznngen statt
iandew
, Prod.Schlesien.
’ Vergl-in 8. April-»Der Maschinen
schlosser August Stopneck ans Pdpelioih,
welcher des Morde-ersucht, begangen ge
gen die Wittwe Sille hierseldst. ange
tlagt vor, wurde heute nor den Geschwo
renen nnr des versuchten Todtsehlags
fiir schuldig befanden und ooin Oerithtes
hole i- leche zahm such-han« ver
urtheilt. —- kie die .sehlefisehe Volks
zeitung·« schreibt, ist die Errichtng einer
Niederlassung der Franziskaner zu
Breilau behqu sadhitlfe in der Seel
sorge, besonders itn Dante hierieldsi,(
staatlith genehmigt worden.
- Musik« 10. Ilan —- Der Herrn
huter Brüdergenieinde ist jüngst die
Summe von 983,138 M. der-acht
worden« Dir-e Verwandte des Erd
lasseee waren nicht bedankt worden. Jn(
Folge dessen wandte M einein Odilih
lebende Dante an den König Ubert
oou Sathien ncit der Bitte,l
der König nidge seine Geneh
migung zur sei-ahnte der Erd-«
schast seitens der drüdergeseinde non
einer Entschädigung der undmittelten
Verwondten abhängig ansehen. Dieser
Bitte willfahrte der könig nnd die in
Odrlih in dürftigen Verhältnissen le
bende Dante ist benachrichtigt worden«
daß ihr jährlich auf Lebenszeit eine
Rente von 1200 M. gezahlt werden
würde. —- Die nennjährige Tochter
seines Durste-hindert Raps-recht aus
Mengersdorf det Glas (S«hlei.),«. die
lseit einigen Tagen vers-ißt wurde, ist,
wie berichtet wird, ermordei aufgefunden
worden. Ein dreizehnjähtiger Knabe
soll das Mädchen, wahrscheinlich aus
Undarsichtigieii, erschossen haben.
Odrlih, 13. April. — Jn einein
Hause des nahen Dürrhenneksdori ist
während des Mittagsessens eine Zim
nierdecke eingestürzt Geometer Prost
wurde getödtet, sein Sohn schwer ver
wundet.
Prov.Brandenl-urg.
f Berlin, 8. April. -- Zwischen dein
Berliner Scharfrichter Krauts und
seines- cehltliem Schuhmacher Guin-
Iinich, hat Ende vorigen Monats in
ieinent Lokal der Spreestraße eine
Schlägerei stattgefunden, die einen sehr
Tunglsrklichen Ausgang naht-. Cum-nich
Iwnrde, durch einen Fußtritt schwer ver
leit, nach der Eharite gebracht, wo er
gestern unter großen Schiner-sen rer-
Iorden ist.
Berlin, U. April. — Der Fürstin
Bisinarch die heute ihren Geburtstag
lseierte, dderdrachten zahlreiche Herren
»und Damen, vor allem die Mitglieder
Ides diplomatischen Corps nnd der Dos-
Jgesellschast, ihre Sliickwltnschr. Pracht
. volle Vininensoenden und zahllose Dere
sichen trasen un Laufe des Tages ein,
ebenso sandten die Oisiciereorps der
hiesigen Regiinenter die Musiktapellen,
welche der Reihe nach ihre Weisen hdren
ließen. Während des Nachmittags-
Enipsangs war auch längere Hätt der
Reichskanzler iin Kreise der ca e, die
er durch sein tressliches Aussehen nnd
seine heitere Laune erfreute-
Berlin, 12. spril.— Heute Nachmit
tag uin 2 Uhr sand vorn Stcrdehause
Markgrafenstrahe 53 aus das nrilitäris
sche Leichendegangniss des Oeueralstadsi
arztes a. D. Dr. o. Latier statt.
sprinz Alexander wohnte der Feier bei.
unter großer Vetheiligung der ce
-eralitat, des Ossiciercorps, der Seni
atsossiriere der Linie nnd der Reserve
sehte sich der Zug nach dein Militar.
tirchhos Bewegung. Jin Austrage des
kaisers solate ein Oeneraladjutant, ser
ner die Oalawagen des Kaisetpaares
und der Kaiserinnen Augusia und
Friedrich. Eine endlose Wagenreihe
Wvß sich an.
Potsdany d. 12. April. — Die von
der «Potsdainer Zeitung-· in andere
Blätter übergegangene Nachricht,
daß der Feldwedel Vauck von- 1. Sarde-
Keginient z. I. ooin Kriegsgericht zu 1
Jahr 3 Monaten Festung, 3 Wochen
Duft, und Degradation sum Oeseinen
verurtheilt worden sei, entbehrt:
vollständig der Begründung
Bede- iit das Urtheil über den Feldwe
oel Dauck bereits rechtskräftig gesam,
noch kann dei demselben das in der
Nachricht der «Botsd. Zig.« vollkommen
willkürlich angegebene Straf-naß liber
haupt in Frage konnten.
Berlin, 13 kaiL — III Wettbe
werb sitt das NationalsDentsql Kaiser
Gabel-I l. beiheiliqen sich eine groke
Anzahl Berliner Künstler. Die Mehr
zahl der iin Entstehen tiegrissetea Ent
würfe nimmt. wie verlautet, als Stand:
ort die charlottentmrser That-sie bezw.
idie Siegessllee an. Zu dieses Zwrcke
diirsten 15,000 oder 20,000 qra abge
holzt werden« Noch einfchneideiider in
den ishigen Zeitarbeitqu ift die Absicht,
unmittelbar vor dein Brandenburqu.
Thor einen Platz zu schaffen, welcher
rechts von der Chaussee bis zum Reichs
tagsqeböiiide reicht und in gleicher Tief
lints iii den Pakt hineinqreift Hoffent
lich konnten Inn-Mc welche den
Thierqarten in so bedeutende-n Umfang
in Inipruch nennen wollen, nicht zur
Ausführung.
V e st f a l e I.
cqstrim s. April. — Eine Trploiion
Ichtagender Wetter ruf Zeche »Gan- bei
Eastrop ( Stadt) saad heute Mittag statt
und zwar itn Floh Tonne-. Soweit bis
fest ermittelt ist, baden mehrere Berg
leute bei der Katastrophe ihr Leben ein
geküßt, jedoch rft Hoffnung vorher-den,
diente-isten ans islxrer schrecklichen Lage
zu bete-im Soiokt nach Belanntnkeri
den des Unglücke begannen unter Lei
tung oer Direktion die Rettungsarbeis
ten.
Tasirop, 10 April. — Von den bei
der gestrigen Explosion aus Zeche «Erin«
Berungltlclten sind bis jetzt e ls gestor
ben. mehrere schweben In Todes gelobt
- Winden, U. April. —- Auch die Un
gelegenheit des ProvinzialsDenlmals in
Westsalen sür Kaiser Wilhelm ist noch
nicht beendet. Nachdem die Porta als
Standort gewählt und der Provinzials
Landtag die Summe von 500.000 M.
silr das Denkmal bewilligt bat, werden
»die Sammlungen in den für die Rubr
berge eintretenden Staaten last ergeb
nißlos sein.
Münster, 13. April- — Der in ber
gangener Nacht plötzlich verstorbene
B ischos von Münster, Bernhard
Brinkas ann, wurde zu Ebersniiulel’
ain 4. Februar 1813 geboren, am 25.
Mai 1839 Inn Priester geweiht und
vorn Domcopitel zu Münster am 6 s
April 1870 zum Dibresanbischofe cano—-s
nisch erwählt, ain 27. Juni 1870 von
Papst Pius IX. ini consifloriuni zu;
stoin als Bischof von Münster pro-s
routsirt und ain 4. Oktober 1870 bono
damaligen Erzbischoie von Ala, Dr.
Paulus Uelchers, zun- lsischos geweiht
»und un Das-e zu Münster tntbronisirt.
TMan tras bereits Vorbereitungen zur
Feier seines goldenen Priesterjubb
laws, welches ani 25. Mai d. J. be
gangen werden sollte. Der Kirchen
sttrst hatte jedoch beschlossen, den Feier
lichleiten durch eine Reise zu entgehen.
Jept hat er die große Weite angetreten,
von der noch keiner zurückgekehrt ist.
sDer Betitorbene bat in den Zeiten des
Kulturtavpfs das, toas er als das be
drohte Recht seiner Kirche betrachtete,
tnit Enttchiedenbeit vertreten-, später,
als der Kampf gegenstandlos geworden,
trat er in gutes Einvernebineo Init der
Regierung. ;
. Rheinprovinz.
Trier, D. April, —- Eine zu dene sol
letkorps, welches kürzlich auch itn hie
sizen Stadttheater Vorstellungen gah,
gehsrige Dante hatte einen Trauerkwng
uaeh Wien gefandt enit der Bestimmung
daß er on dene Sarge des Kronprinzeu
Rudolf niedergelegt werde. Der Kranz
ift dein «Messin« zufolge fest nath Weh
wilckgetosunew da das kaiserliche Hof-
Inarfchallam in Wien die Annahme des
letheu verweigert hat. ·
Köln, d. U. April. —- Bei dene ftars
ten Wachsthum unsrer Stadt pird die
Errichtung einer Reihe öffentlichkr Sc
hande geplant. So sino herei s die
Bangrundftiicke ftir ein zweites großes
Stadttheater, ein Oewerheuufennh drei
Marlthallen, flehen Doppelvollsfihulges
hande, drei Gebäude filr höhere Sehn
len vorgesehen. Der Plah für das
zweite Stadttheater vor dein Hahnen
thor, unmittelbar an der Ringftraße,
ist auf eine Million Mark geschätzt.
Auch ein neues ftadtifthes Archivgebäude
foll errichtet werden.
Esset-, d. II. April. — Jn einer
geftern hier stattgehabten Versammlung
von Vertretern der Industrie und der
Kaufmannichaft wurde ein von Herrn
Ohergeonieter Steuer ausgeführter Plan
fiir Poe Verlegung do Rheinifchen
Bahn fes noch dein früheren Köln-
Mindener Stadthahnhofe vorgelegt
Die Bauloften find auf 1,600,000 Mt.’
gefehithy während das durch die Berle
.gung zur Bebauung freimerdendesrundi
;fliick von etwa 60,000 Q- Mieter einen
noch höheren Werth hat. Die Ber
fatninlung stimmte dein Plane zu und
helchlofs, das betreffende Material mit
Erläuterungen der ftadtifchen Verwal
tung der Hasdelskatnney der königl.’
Eisenbahn-Direktion in Los-n und event
aueh des Eifenhnlpuninifter vorzulegen.
Schlestoigi holftein
Saite-mig, 11. April. —- Ein furcht
bares Ungliick hat Trauer üoer eine
Schleetoiger Familie gebracht. Die
Knaben des Schneidermeisterö Beterien
hatten sich ohne Wissen der Eltern ein
Terzerol angesckossiz diefer Tage lnd
der eine die Waffe mit Pulver nnd
hagelz der Bruder entriß ihn- das
Terzeroc und richtete es in Inaba-haften-
Uebernsntb gegen die Brust, indetn er
stolz antrieb »So macht tnnn’I, wenn
ntan sich erichießen will.« In demsel
ben Augenblick erdrbhnte ein Knau, und
hochanf spriyte das Blut des unglück
tichen Knaben. dessen Brust durchbohrt
war. Schuttmsdleich stürzte der Bru
der herbei sind bentiihte sich, die gräßliche
Wunde ntit der band zu schließen, doch
das rothe, war-ne Blut rieieite über
feine Bande. Mit einen- hager-reißen
den Wehelaut brach der Getroffen-e zu
iatntnen, nnd der trostlose Bay- fand
feinen Sohn als Leiche dor.
Mel, 12. April. — Der Kaiser wird
hier at- 4 Mai zu den Tansseierlichteii
ten ersparten Arn Morgen des 5
Mai, also ans Tage der Tause, wird ir-
Schioßhofe eine große Morgen-Ists von
oen vereinigten Kapellen der 1. Matros
iendioifion und des Seehataillons ver
anstaltet werden« Da n. s. ein-Kaiser
parndenrarfcd zur Inssådrung gelangt«
werden auch die Spielleute der Sarmion
oernnsegogen. Ins Nachuittag findet
große Festtafel auf dene Schlosse statt.
zu welcher die Kapelle der I. Makroiens
dioision die Tafel-ask stellt. ;
D a n n o v e r.
Idttingen, d. U. April. — Gebein-«
roth V csor Meyer folgt einen- irneuten
Knie nach heidelderg als Nachfolger
sunieks und zwar auf dringenden
Bunfch des Lestereiy seines ehemaligen
Lehrers.
Telle, d. 9. Inrib — Ein nichtswür
diger Schutkensireich ist in verflossener
Nacht gegen den Junker Vehrens in
oenr benachbarten Binsen a. d. Alle
oeriibt worden. Densielden sind ieine
sämmtlichen Bienen, 130 Korbe, durch
ruchlofe Hand snittels Schwefels getod
tet worden« Da jeder Korb einen Werth
foon 15 Mark repräsentirt, ist der Stdn
den sit-r erheblich. Durch die eingelei
’iete Untersuchung wird es hoffentlich ge
linge-, den ruchlofen Tdäier zu entit
teln und denselben feiner wohlverdien
ten Bestrafung zuzuführen.
heissen-Rastatt
Frankfurt a. Ist-, d. Il. April. —— Jn
Derseld wurde kürzlich ein Mädchen,
welches ins vorigen herdfi in Folge
eines Schreckens die Sprache verloren
hatte. dadurch geheilt, doß Inn es un
versehens unter eine kalteDouche brachte.
der Schreck hierüber gab der Stummen
die Sprache siedet
Dessen- Darinstadt
singen, 8. April. —- Zur Feier des
bojährigen Bestehens der hiesigen grasis
herzoglichen Reatichate prangt ussiete
Stadt in Flaggeisschrnuck. Tie Früh
ziige brachten zahlreiche c sen-artige Fest
gäfte· Schrei-minnen ehsniitliqe Lehrer
und Schüler der Anstalt weih-r- Das
eigentliche Fest wurde Morgens durch
eine Turnschau im Realschulhose einge
leitet. Heute Abend ist unter Voran
tritt der Kapelle des 88. Jnfanterieregis
nients (Mainz) Fackelzug und darauf
die Vegtiißung der Gäste in den mäch
tig geschnittenen Räumen zum »Weißm
sein« Morgen ist der Hauptfefttagz
gu dem Mahle, Mittags gegen 3 Uhr,
sind gegen 200 Theilnehurer, darunter
vie Vertreter der hiesigen und auswär
tiger Behörden gemeldet.
T h ü r i n g e n.
Wein-er, 8. April. —-Unfer Großher
zog hat auch in diesem Jahre, wie schon
in früheren Jahren den Kaiser · zur
Anerbahnjagd in den Iorsten des Eisen
acher Kreises eingeladen. Der Kaiser
-hat sein Erscheinen in Aussicht gestellt
und wird Gast des Großherzogs auf der
Wartburg sein. Eisenach rüstet sich zu
»feftlichein Empfange. Der Gemeinde
rath hat als Zuschuß zur Ausschinückung
»der Stadt 500 Mark einstimmig bewil
j ist.
« B a i e r n.
München, U. April. —- Der neue
Bischof Thema von Vassan hat heute
Mittag 12 Uhr in der pitpstlichen Nun
tiatur die protasaio tidoi in die Hände
des niit der Führung der Geschäfte be
auftragten Uditore Monstgtr Dr. Guidi
abgelegt. Zu diese-n vorgeschriebenen
Alte waren von Passau die Das-kapita
tare Siegler und Loihl erschienen. —
Das be annte Fischgut Seewiese bei
Sråfendorf (Untrrfr.) ist jüngst aus
dein Besih des Uuditeurs Zenk um
70,000 M. in andere Dände übergegan
gen. Die Jifchzuebt soll nicht in dein
seitherigen Umfange weiter betrieben
werden. —- Vor einigen Tagen wurde
in der Nähe von Oberisling (Oberpi.)
die Leiche einer Frau aufgefunden.
iDieselve ist bereits agnrzzirt worden-
Die ca. 70 Jahre alte Verstorbene war
Margaretha Eigeosperger von Sollen-.
Die Beruuithunsh daß die Frau erfroren,
scheint sich als nicht haltbar zu erweisen.
Man neigt der Ansicht gn. daß ein Raub
inord begangen worden, da nicht nur
Schuhe und Strümpfe fehlen, sondern
auch Geldtafche und Korb. Der reich
liche Schneefall der legten Wochen hatte
ein früheres Auffinden der Leiche un
möglich gemacht.
Jedem
Karlsruhe, s. Kritik-Il- Tag der
Bemühung de- Erbprinzen Friedrich
von Anhalt mit der Prinzessin Marie
»von Baden soll der W. Juni in Aussicht
sgenoininen sein. — Nach dein städtijchen
Vounfidliig pro 1889 wurden die
Virthschaftseinaadmen dir Cis-Masse
zu 1,708,945 M. nnd die Wirthfchafigi
ausgqben zu 2,353«428 M. angesetzt;
sonach bleiben ungedeckt 644,483 M. —
Die Priwtqurgesellichcft hier zählt laut
neuester- susweis 5689 Mitglieder, die
ein Spargmhsben von rnnd 4,660.000
Mark besitzen. hiervon sind etwa 4
Millionen auf Liegenfchaften ausgelie
hen, das Uebrige ist in Werthpapieren
angelegt. — Der 71 Jadre alte Kanzleis
diener Leim Ministerium der Justiz, des
Kalt-is und des Unterrichts, sodann
Geiß, beging die Feier seines 50jäbris
» gen DienfijubiläaiUQ — Das Etadlissei
ment ,Münchener Kind’l« in Hiidels
berg ist an sit-. Schneider in Mann
deini verpachtet worden. — Der ehe
malige Heidelberger flädtische Leibsan
deiiinie Friedrich Klein wurde wegen
Unterschlagung anvertrauterGeldbetiiige
von ini Ganzen 3700 Mark zu 1 Jahr
Gefängniß verurtheilt
I ElfaßsLothringem
Mes, 10. April. — Der im vorigen
Jahre oos hiesigen Dombouoerein an
geregte Plan, eine Domdanlottetie zu
veranstalten, hat die dehtrdliche ce
nelfarigung erhalten. Es follen zunächst
150,000 Loofe zu Z M. ausgegeben wer
;den. Die deuter Verwaltung hat un
’a1itielbar nach dem Kriege die Wieder
herstellung der jahrhundertelqng dec
’nachläffigten nnd vielfach verunstalteten
Kathedrale in Angriff genossen-, u
dein Bau die frühere Stilreinheit vie
derzugelsen. Unter Aufwand bedeuten
der Mittel ift bereits ein Teil der Ir
beiten unter Leitung des Posthau-
Ineiftere Totnolo durchgeführt Zur
Fortfilhtung, namentlich sur Beseitigung
des ftiltoidrigen Hauptes-toll foll nun
die Lotterie beitragen.
L u x e ui b u r g.
Lksxetaburmlz April-Von mehrern
Regurungeu, namentlich von der deut
schen und der französischen sind cuf die
telegraphifche Ingeige der Intritts der
Regentfchaft durch Herzog Adolf bei der
hiesigen Regierung bereits Antwort
jcheeiben eingetroffen —- Die Antwort
des Kaifers von Oefterreich lautet
»Eiupfangen Ew. Hoheit meine herg
tichften Glückioüniche zu der Uebers-those
der Negentfchaft des Großherzogthums
Lsxemburg Möge dieselbe stets von
Segen begleitet fein für das Ihren be
währten Händen anoertraute Lond!
Die mir stets bewiefene treue Freund
schaft Ew. Hoheit wird bei nur ge
wiß jederzeit unverändert der Gleichen
Oefinnusg begegnet-.
OesierreichsUnqstn.
Wien, 24. speiL —- Der materielle
Seht-den, welcher hier bei dein Streit der
Pferdebahnkutfchee angerichtet todt-den,
; » ffett sich auf gegen 25,000 Gulden,
u. I. wurde in Heinle die von Israe
tisen gehaltene Schnapischönke zeistdtn
zwanzig Polizisten find vcwundet nd
gegen 200 Bskhastnngen vorgenommen
S ch I e i z.
Basel, S. April. — Seit Jahren sind
die Techniker aller Länder mit det Ueber
nqgiuis det durch Naturkräfte erzeugten
Etettkizität beseläftiqt und haben auf
diesem Gebiete übertafchende Refultqte
erzielt· Diese Erfolge nnd eingehendes
Stadittni der Sache veranlaßten des
Ingenieur Ratt Weiß. ein Projekt ans
tuacbeiteiy das sowohl an Okoßoitigteit
wie Nudbeinguns lau-n übertroffen
werden tsiitfte. Nicht nur des Vorhan
densein der nöthigen Naturkräfte, son
dern such die ootzåglittte Lage derselben
sichern dem Projekt von wide-kein die
nutzbtingende Zum-ft. di Basel fis
ein Kanal gebaut werdet-, welche-, vom
Rhein gespeist, seine Kräfte its den Dienst
der Jud-stric- stellt. Die Zukunft ge
hdtt tet Clttttizittiy welche täglich
Fortschritte macht, was schon ver Uni
ftond bewein, daß man ook wenig Jah
ren mit 40 Proz, heute schon mit 75
Proz. (Ind niedr) Nah-Heft rechnet.
Ja Milde weiden wir auf das Projth
sei Insekten-s Weiß nnd difer its--
sitt-sung zinittttoittsetn

xml | txt