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Der Lecha Patriot und Northampton Demokrat. (Allentaun, Pa.) 1839-1848, March 13, 1839, Image 2

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seines Vaterlandes, der 6haracter sei
nes Volks am Herzen liegt, oder der
an Vorzug einer republikanischen Re
gierungsverfassnng glaubt welcher be
reitwillig sein wur'oe der Welt zu er
klären daß die jugendliche Nation, wel
che deren Anfme'rksamkeic sehr auf sich
gezogen, die es wegen ihrer giganti
ichen Starke, ihrem unerschrockenen
Muthe, ihren hohen Vollkommenhei
ten in der Literatur nnd den Künsten,
und wegen der anßern Schönheit ihrer
Institute so sehr bewundert hat, in ih
rem Innern eine Masse von Mittel
mäßigkeit und Verderbnil) sei? dasi
sogar die auserwählten Diener deö
Volks stets bereit seien, um einen arm
seligen Preis ihre Unterthanentrne ge
gen ihre rechtmäßigen Souveräne auf
zugeben, und die Knechte eines Knechts
zu werden? Das Alternative für die
ses entehrende Verfahren besteht darin,
dag man dem Ercutiven jeden Beweg
grmld abschneidet, einen ungebühren
den Einslnß über die Gesetzgebung zu
erlangen. Um dies zu bewei kstelligen,
ist nach meinem Gutachten nichts wei
ter nöthig, als die Wiederherstellung
der Prinzipien, nach welchen die Re
gierung vormals verwaltet wurde, mit
dem einzigen Zusatz, die Amtsdauer
des Presidenten auf einen Termin zu
beschränken. Eiue gedrängte Ueber
sicht dessen, was ich für die damals gel
tende Prinzipien halte, habe ich oben
gegeben. Und ich denke niemand kann
bezweifeln, das?, wenn getreulich ausge
führt, sie in Sicherung dcr Unabhäng
igen der Gesetzgebung, und Einschrän
knng der Verbindung zwischen ibr nnd
dein Erecutiven auf jenen durch eiue
billige Anslegnng der Constitution ver
bürgten Grad, sich wirksam erweisen
wurdeu. Ich kann mir nur zwei Be
weggründe vorstellen, die einen Presi
denten der Vereinigten Staaten zu dem
Bestrebe» verleiten konnten, einen ron-
trollircnden Einfluß über de» gesetzge
benden Körper sich zu verschaffen, nam
lich nm seine Gewalt fortdauernd zu
machen, durch Paßirung seiu Patro
natrecht vermeinender Gesetze, oder
nm seine Eitelkeit zu befriedigen, durch
Erlangung iknen Geuehmigimg seiner
Plaue und Projekte für die Regierung
des Landes; nnd dergestalt seine Stel
lnng jener der beschrankten Monar
chen Europa's gleich zu machen. Die
oben angegebenen Prinzipien würden
irgend eine Neigung der durch die ver
riiiigtc.t Stimmen der Opposition ge
wählten Person, eine vou beiden Stel
lungen annehmen kräftig ausrotten.
Wenn er nach Ablauf von vier Jah
ren in den Privatstand zurückkehrt, mit
keinem Wnnfche oder Aussicht für Ir
gend einen Sohn feiner Nachfolge,"
in rechtmäßiger Ehe geboren öder
adoptirt, so würde er das Gouverne
ment so blühend und rein in seiner
Verwaltung verlassen, als es zu der
Zeit war, als es aus den Händen des
großen "Apostels der Denwkratie," in
die des Urhebers unserer Constitution
libergieng.
Unter den von mir aufgezahlten
Pflichte», welche nach meiner Mei
nung ein von der Opposttions?Partei
gegen die jetzige Administration er
wählter President von Rechtswegen er
füllen sollte (nnd die, wie ich glanbe,
constitntionelle Verbindlichkeit haben)
will ich eine andere erwähnen, welche
ich ebenfalls für sehr wichtig halte.
Ich meine die Beobachtung der ver
sehnlichsten Nerfahruiigsart gegen im
serc politischen Gegner. Räch dem
Tadel, den n»serc Freunde so unum
wunden und gerechrerweife über den
gegeuwärtigen obersten Magistraten
ergossen haben, weil er, in keinem nn
beträchtlichen Grade der Gesammtheit
seiner politischen Gegner ihrer Rech
ten nnd Freiheiten beraubt hat, glanhe
ich gewiß daß keiu Glied der Öppost
tiouspartei, welcher deu Prinzipien die
er bekennt treu ergeben ist, eine ähn
liche Verfahruugsärt, von Seiten des
Mannes billigen würde, zu dessen Er
wahlnng seine Stimme beigetragen
hat. I» einem Freistaate ist die Frei
heit, init welcher jeder Bürger, bei al
len Mlegenheiten seine politischen Mei
nilngeu und insonderheit seine Vornr
theile, in der Erfüllung feiner Pflicht
-als ein Erwähler, aussprechen darf,
>cine der sichersten Proben eines gesun
den Zustands seiner Anstalten.
Es mag vielleicht Jemand die Frage
an mich richten, welche Bürgschaft ich
in meiner Gewalt habe anzubieten,
wenn die Mehrheit des Amerikanischen
Volks mich zu ihrem obersten Magi
straten envahlen sollte, daß ich die bier
,n niedergelegten Prinzipien als dieje
nigen befolgen würde, nach welchen die
Regierung verwaltet werden sollte,
kennte bloS antworten dnrch Hin
weisnng ans mein Betragen, und ans
die in der Erfüllung der Pflichten meh
re::? wichtigen, mir vormals »bertra-
Leu«!i Aemter, geoffenbarte Gesinnng.
Wenil ich die in meine Hände nie
dergelegte Geimlt, auch nur bei einer
einzigen Veranlassung, für irgend ei
neil andern Zweck gebraucht habe, als
für welche ne bestimmt war; oder
wenn ich sie länger beibehalten, als znr
Errichtung der Zwecke nothig war,
welche Diejenigen beabsichtigten, von
! welchen mir die Posten anvertrauet
wurden, so will ich einränmen, daß bei-
des einen hinreichenden Gruud darbie
ten werde, nm irgend ein Versprechen
das ich in deii Umständen, in welchen
ich mich gegenwärtig befinde, geben
mag, verdächtig zu machen.
W. 5) a r rifo n.
Der Patriot nnd Demokrat.
A lle»tau», de» I lte» März, l8!ZS.
Für Präsident:
Llen. TVm. A?. Aiarrison.
von Ohio.
Für Vice - Präsident:
Daniel Webster,
von Massachusetts.
Vvlkö-Alange.—Einen Termin für die
Prcstdcntcnschafl, nnd daS Ann verwaltet
für daS Volk nnd nicht für eine Partei.
einförmiger nnd be
quemer National-Geldnmlauf, anstatt Scl'iii
plästerS, hervorgebracht dnrch unsere gegen
wärtig? Herrscher.
il77"Sparsanikeit, Einschränkung uud Ver
besserung in der Verwaltung der öffentlichen
Angelegenheiten.
An die Sttbscrebenten des
"Lecha Datriots."
Die heutige ZciMng (No. 52) schließt den
zweite u Jahrgang seitdem wir daS Etab
lissement des " Lecha PatriotS" käuflich au
uns gebracht hatte», nnd wir nehmen diese
Gelegenheit unsere» vcrl'indlichstcii Dank den
geehrte» Snbfcribcntcn desselben darzuirin
gen, für die U»terstütz»»g die wir seitdem von
ihren Händen erhalten baden. Obgleich wir
seit dieser Zeit mit vielen Widerwärtigkeiten,
wie eö gewöhnlich bei einem Anfänger der
Fall ist, zu kämpfe» hatten, und »nfere poli
tischen Gegner alles mögliche aufgeboten ha
be», um »US z» Schade» «»d »»S uiederzii-
I brechen, so haben wir doch die Gcnngthnung
! nnsereu Freuudeu zn gestehen, daß sich das
Etablissement jetzt in einem bester» und blüh
! eudern Zustande befindet, wie jo zuvor. Die
Slibscribentenlistc hat sich während dieser
! Zeit mehr als verdoppelt nnd nimmt
noch tägl'ch zn, so daß der "Patriot nnd De
mokrat" eine so große, wenn nicht größere
Eiiculation, als irgend eine in der Nachbar-
schaft bat. Wir bemerken dies nicl»t, nm,
! wie vielleicht einige glauben möchte», damit
! zn prahlen, sonder» wir fnhlen eS als unsere
! Pflicht dieses unseren Freunden bekauut zu
! uiacheu, uud sageu ihnen hiennit zn gleicher
Zeit unsern verbindlichsten Dank sur ihre
j Mithülfe,durch welche die vermehrte Liste zu
Staude gedracht wurde,
i Wir statten gleichfalls Denjenigen unsern
! herzlichen Dank ah, welche uns mir Mittel
' nnterstntzt haben, damit wir im Stande wa-
»eil daS so deschwerliche Geschäft forzufuh
! reu;-ihlicn allein haben wir alles zu ver
! danken.
j Diejenigen, welche »och nichts auf ihre
i Zeitung bezahlt haben tfeit 2 Jahren), wür-!
! de« wir höflichst ersucheu, doch ja bald bei!
l liiw auzuspreche» und ihre Sciuildigkeit gegen
»HS abzutragen.—Wir Haien die nnsrige er-!
füllt—nnd so sollten sie auch die ihrige erfnl-!
len. Sie sollten bedenken, daß "der Arbeiter
seines Lohnes werth ist" und daß "der Dr»-!
cker nicht vom Winh lebc» kann."
tQ"Anf der erste» Seite der he»t>'ge» Zci-
tnng befindet sich General Harrison's Brief
an Harmar Denn». Wir ersuchen eine auf
merksame Dnrchlcsnng desselben.
5-^7°»Der Mnnchhaiise» fängt an den Lohn
feiner Schnrkereie» z» erhalle». Herr Na
t h a ii Peter hat letzte Woche eine ge
richtliche Anklage gegen diesen Patron ge
bracht, weil er ihn a»f eine niedrige Weise !
schon Monatelang in seinrm Schmntzblatte,
in einer sogenannte» "schwarzen Liste" pub
licirte. Die Tage der Vergeltung sind lang-
aber dennoch sicher.
Porter beschwert sich in ei
ner Lrtra-Botschaft bei der Gesetzgebung, daß
noch kein Gebot von de» Bänke» gemacht
worde» wäre, »»» Geld fnr den Staat her
zugeben, lind sagt, er glaube dies wäre von
den Banken eine "Verschwöi-uug gegen de»
Staat!" Die Gesetzgedung solle alle Bank
stockS verkaufen, und sich gänzlich von densel
ben trennen. (Der Mann ist döse, daß man
dem Staat oder ihm kein Geld borgen will;
vielleicht kann ihm General Adam Diller ein
Mittel an die Hand geben, denn so ein Mob
okrat kann maiichmal Rath finden.)
In einigen philadesp'.iicr Zeitungen wird
eine große Anlegung, Darstellung und zu
gleicher Zeit eine Besorgniß gehegt, od uud
wie die Truppen, welche durch de» Lok» Foko
Mob nach j7ärrisburg gerufen wurden, auch
bezahlt werden ivnrden Wir sagen, tieS
ist eiserner Bestand. Die Regierung
hat sie gerufen,—die Aiegiernng wird sie und
muß sie bezahlen ! .
Dcr Eongreß passirte vor seinein Aufbruch
ein Gesetz, welches den Präsidenten bevoll»
mächtiqt, wenn es notbwendig sei, 50,000
Freiwillige, die ihre Dienste anbieten, anzu
nehme», und sie »ach de» Regel» dcr sieben
den Armee dortbin zu sende», wo ihre Dien
ste erforderlich erachtet werden.
Freiwillige Dienste. Oie erste Ab
theilung dcr Pcmisilvanischcn Militz, unter
Befebl von General-Major Patterson, bat
dem Präsidenten der Vereinigte» Staate»
ihre Dienste angeboten, zufolge dem Gesetz,
welches i» den letzten Tagen des Eongresses
paßirt wurde, um die Oieuste vo» 50,000
Freiwillige anzunehmen, zur Vertheidigung
unserer Gränzen.
Dies ist wie es sein sollte. Gciwral Pat
terson und sei» Eorps steint immer, auch
ohne Aufruf, bereit zu fei», nicht allein die
Gesetze eines einzelnen Staats, sondern auch
die Rechte der Vereinigten Staaten in ihren
Grundprinzipien zu erhalten.
IL?' Es baben alle Mensche», besonders
aber tie Politicker »nsercr Zeit, eine beson
dere Weise sich beliebt zu machen. Unser al
te standhafte Schwarze CokardcDemo
krat, Hr. Buchana», vo» Lancaster, sagt, er
wolle kein Caudidat sur die Vice-Präsiden
stelle sei» ; einem Man«, de» doch die «e»e
Demokratie so sehr am Herze« liegt. Uud
Hr. Miltenberg will sich durch Briesschrei
be» ans Europa beliebt mache», die aber ge
wiß nicht dahi» berechnet sind, seine» Lands
leuteii eine bobe Idee von seinen diplomati
schen Kenntnissen beizubringen.
Mau berichtet, »nd zwar nicht durch Ue
bertreibung, daß 3 Millionen Tbaler nicht
hinreiche» wiirden, die i» Vorschlag gebrach
te» Anträge znr Verbesserung uud Erweite
rung der pennsilvanischen Werke zn begeg
nen. Jedoch ist zu hoffen, daß wir es be
quemer als bei eine» ander» Govvernör
ibttii können. Der Mann versteht das Ge
schäft Schulden z» macheu; kurzum er ist
schmärt und wird es dem Volke in feiner drci
jäbrigen Regierung beweise», daß er den
Willen dazu bat.
<?in Whig Scli«kniac-»er, jetzt ein
Senator. —Der achtbare Job» Henderson,
Wbig, Senator dcr Vereinigten Staaten,
vom Staat Missisippi war vo» 1815
bis 182 l ci» Schuhmacher zu Brookville,
Indiana Zu Ende jener Zeit verfügte er
sich nach Cincinnati, gieng einige Jabre in
die Schule, studirte die Gesetze bei dem acht
baren Bellam» Storer; gicng nach Sude»;
verl eiratbete sich reich; midist jetzt Vereinig
ter Staaten Senator.
Frische Schäd In Philadelpbia sind
letzte Wocbc vo» Baltimore Schäd angekom
men, die Erstlingc dcs Frühjahrs. W»n
der weiitt sie nach Allentann kommen ?
T er Oiren; Ltreit.
Die geringste Bewegung au den Gränzen
von den wcillättftigtrn Vereinigten Staaten,
benutzt jeder Scnbler, Postmeister, Drucker,
und alle, welche mit dem Gänsekichl in Be
rührung stehen, in de» größten Aufruhr. Je
der macht vach seiner eigenen Idee auch seine
Spekulation; oder nach dem waS er befnrch
tet, eine Berechnung, n»d verkündigt dies
mit lauter stimme, daß dies uud jenes der
Erfolg sein werde.
Der offizielle Weg ist freilich der Beste,
sweiin auch nicht allemal der aufrichtigste).
Wir für nnfer Theil glanben nicht, daß es zn
einem Krieg mit Engl a » d wegen unser»
Gränz Streitigkeiten kommen werde. Trotz
allen ZeitnngS - Artickeln, Muthmaßniigen,
W!i»stl>e, uiigewöhulicheu Bewegungen und
Acnßernngen, »nd alle» ander» - n n g e n,
glandc» wir, daß eS kein Krieg zwischen bei
di n Länder gielt. Beitc Länder kenne» den
Vortheil zn gnt, den sie dnrch einen gegensei
tigen Frieden genießen.
dor t<vngrcfi-Tit ung.
DaS HanS der Repräsentanteii brach ein
Viertel vor 2 Übr am Sontage Morgen auf.
Der Senat brach nicht auf bis :j Ui>r Mor
gens am Montage. Die Uilterschatzkammer-
Bill, welche den Senat paßirt hatte, wurde
nicht im s>anse aufgenommen. Der Natio
nal-Intelligencer sagt:
Iu der Liste der paßirteu Aeteu während
der letzten Sitzung finden wir keine, welche
Bewilligungen macht für VerlbeitignngSwer
ke oder für die Unterstützung der Militäraka
demie. Die Bewilligungen sind mit einge
schlossen in der Acte, welche die Bewilligun
gen enthalten zur ünterstiitzuna der Armee
vom Jahr 1839. Eine Genehmignng ent
hält gleichfalls die Bill, für die Vertheidi
gung von Ziiagara, LSwego und PlattSburg
Gränze»; nnd gleichfalls eine Bewilligung
von SBl),<><x>, für die Vertheidigung der west
lichen Gränzen ist in der Bill eingeschlossen,
welche die Bewilligungen für die Indianer
Die Bewilligung für die Unterstützung deS
Post-DepartementS, ist eingeschlossen in der
Livil VerwillignnaS-Acte. .Ueine Post-Weg
Acte wurde in dieser Sil-nng paßirt.
Keine Acie, um Lencht-Thurme zu bauen
oder dieselbe» zu vollenden, ist paßirt wor
den. Die Bill, welche zu diesem Endzwecke
im Senat paßirte, ist niemals im Hause der
Repräsentanten verlesen worden.
! l Deßhalb werden unsere See- n. K>
! schiffe wohl noch eine Weile im Dunkeln blei
ben ninssrn. 1
Es wurde kein besetz paßirt in
dieser Sitzung, um Verbeßeriingen an de» Hä
! sen zu machen.
j Die Bill, Venrilligungen zu inachen, zur
Forls tzung der Luinberland Straße, nach
! dem dieselbe de» passirte, ist in dem
i Hanse der Repräsentanten zu ni.bts gegan-
ohiierachiet der Anstrenaiinge» vo» des-
sen Freunde» »m zu,» wenigsten ein Gehör
! i»letzr z» erhallen. Am Sontage Nacht mach
! te Hr. Rariten de» Vorschlag, daß das Hauo
! in der iZoinmittc des Manzen gehe» solle an
diese Bill, alle,» der Zuschlag gieng dcim
Abstimmen verloren.
In Butler Lamm, t Alabama) wurde ei»
unbescholtener Einwohner, Namens Peter
Marlin, von Nu-'» M.inn Namens John
Radin auf eine fil'recklicl't Art eruiertet.—
Der Mörder ist eiitflolvii.
Die Umstände in Maine.—Obgleich
wir nichts Bestimmtes von den Vorfällen an
den Gränzen von Maine und den englischen
Besitzungen alldort jetzt sagen können, so ist
doch zu erwarten, daß die beiderseitigen Au«
thoriräten die Proklamation des Präsidenten
des Präsidenten der Verein. St. werden ab
gewartet haben.
Gouvernör Fairfield, von Maine, sprach
zn seinen Truppen ehe sie Angusta nach Aroo
stook verließen, sebr eindrucksvoll und der
Ehrw Blauchard verrichtete ein Gebet. Letz
terer geht als Feldprediger mit den Trunpc»
»ach dem streitige« Gebiet.
Dekaware <Hese<?nebnnst.
Die Gesetzgebung deö StaatS Delaware
ist anfgebroche«. Die wichtigste« Gegeiistän
de ihrer Verbaiidlungen beschränken sich dar
auf: daß sie keine« Vereinigten Staaten Se
nator erwäblt hat; und daß sie den Sitz dcr
Gerechtigkeit von Ncu-Eastcl nach Wilming
to« verlegen will, wen» im nächsten Mai die
Einwobner von Neu-Eastel Caiiutv bei einer
Wabl durch eine Mebrbeit bestimmen, ob
dieselbe von dort »ach Wilmingtoik verlegt
werde» soll oder nicht. Die Gebäude solle»
auflöste» des Eaunties errichtet werde».
Es ist gleichweise ein Gesetz passirt, nm ei
ne Eisenbahn vo» Wilinington nach Neu-
Castle z» mache». Ferner, »m eine» öffciit
lichen Gottcsacker oder Kirchhof i» Wilining
ton z» erlauben.
In einer Nachricht, welche »her die verutt
glückteu Schiffe spricht, die bei Liverpool im
letzte» Sturm scheiterte», wird eiiieS Umstau«
des rrwäbiit, wo ci» Man», den man retten
wollte, und dcssc» Frau nahe am Stcrbc»
war, er verweigerte dieselbe zu verlasse« »ni
sei» eigen Leben zu erbalte», indem er nicht
gesonnen war, sei» sterbendes Weib allein zn
lassen. Zur völligen Befriedigung aller, die
dieses lesen, müssen wir l iiizufngcn, daß Bei
de nachber gerettet winde» »ud sich Uli» ge
sund »ud wohl befinden.
(Unsere eigene Ansicht ist, daß wir dabei
nichts RnhmwnrdigeS finde», obgleich die Zei
tungen ei» großes Verdienst darin suche». —
De»» wen» Weib oder Kind i» Gefabr sind,
was ist »iiS da»» «och außerdem theuer?—
Ohne diese Bande, die unS die Natur ver
lieb, wäre ja unser Dasein nichts, lind wer
wünschte noch ferner sein Leben zn fristen?
Mag er ein armer Tagelöbiicr oder großer
Baiifstockbaltcr sein ! "Blos in der Noth
wirst du deinen Erretter erkennen !"
Die Geschäfte in PittSburg haben mit dem
Anfang des Monats Mar; einen vielverspre
chende» Anfang genommen. Der Ohio war
18 Fnß boch und war immer »och am stei
ge» ; 4« Dampfböle lagen am Wbarft, wo
von M Ladungen einnabme» nnd anölade
tcii. Alles verspricht einen großen Handel
diesen Sommcr.
t?olliiubia Dam»!. —ES frent uns,die
in unseres letzten Zeitnng gemeldete Nach
richt, von der Vernichtnng dieses großen Wer
kes dnrch daS Eis, widerlege» zu könne».
ES ist noch alles an feinem Platze. Der
Damm zn Lolnmbia wird als einer der stärk
ste» i» den Peniisilvanischen iZanal - Unter
nehmungen angesehen.
t?ntfehcid«nq für Zci-
I ti!ilHs-6>or,r»Ssscber. Richter Thomp
! so», vou Indiana, l>ar bei der letzte» Sitzung
i der Cireuit-Court die folgende Meinung in
Betreff eines ZeitnngS-UnrerschreiberS gege
j den, der seine Zeitung vom Postamt nicht
! aufnahm, ohne den Drucker zu befriedige» :
"Daß, wenn ein Unterschreibe»' zn einer
! "Zeitschrift verfehlt, den Heransgeber Nach
sicht zu geben, daß er bei Ablaiif deS lah
"reS nickt mcl>r ein Unterschreibe«- fein wol
"le, oder daß er feine Rückstände nicht bezahlt
"hat, er verbunden wäre ein anderes Jahr
"lang eiu Unterschreibe»- zu sein."
Gesunde Vernnnst spricht hier sich in we
nigen Worten ans, was recht ist.
Kircl,euranb.— Der evangelisch-lutheri
sche .üirche von St. Michael, znGrrmantann
wurde im vorige» Monat deS AbendS, durch
ei» großes sammtcneS Kanzeltuch und einer
großen braunen Astral - Lampe, mit einen
durchbrochenen Schirm, gestohlen. Dies ist
»»Ii das vierte mal, daß diefe Kirche in dem
Zeitraum vo» k Jahre» bestohle» worden ist.
Eine Belohnung von s 15» ist anf die Er
greifung des Tl'äierS gesetzt.
Vv,. ui.scrcr (s»td?.l«nac>-v»'rpcdi
liou. Durch die Ankunft der Barke Leo
pard zu NeiiorleaiiS, hören die HeranSgeder
der "N'. O. Bee", daß die Vereinigte Staa
ten Sndsee - Erpedirion am V. Januar von
Rio Janeiro fnr leS stille Meer seegelte. Die
Officiere nnd Mannschaft waren alle in gu
ter Gesundheit und voll hohem Mutbe.
Die Bereinigte Staaten Fregatte Indepen
dence, (so>:>. Nicholson, lag in den- Häven
von Rio Ivueiro.
Die Naschrille Unio n vom M. Februar
zeigt au, daß der Herausgeber an dem Waa
renhanse deS Hrn. Anderson den Tag zuvor
in jener Stadt einen großen ausgewachsenen
Adler, in voller Kraft gesehen Hahr, der als
ein Geschenk von Teras an de» Erpräsideiit
läckson bestimmt sei. Ei» Schleiden, nnter
dem SraatSsirgcl der Irraiiischr» Repnblick
soll temselbe» beigefügt fein. Der Adler u.
daS Schreiben habe» den nächsten Tag ihre
Reise nach der Hermilagc angetreten.
Kvld Minc in Miszisippi.
Der Manchester Wim? meldet, daß I. W.
! M'KinStr», iL sq. in seinen Nacl'siichnngen der
> Geschi 1 'e deS Staats, eine Goldmiue in der
! unmittelbare» )>achbarsck'asr von Manche-
>rer gefunden habe. DaS Erz, welches all
tort »ich vorfindet, soll sehr reichhaltig und
die Ader groß sei».
(Gesandte nach der Tiirfcy.
Der Senat hat die Ernennung genehmigt,
welche der President der Ver. Sr" in der Per
son des Kommodore Porter als rrsidirender
Miniuer in gemaciit dat. Er
bekommt jährlich s I!(XX> Gehalt. Das Ge
sev semer Ernennung pajfirte den Samstag
vcr deu Aufbruch des Scuat^Z.
Pennsilva». (HeseOgebnng.
Am <!. März brachte Hr. Purviaiice eine
Bill in Anregung, um Theile von Wafching«
ton, Allegheny und Fayette Cauuties in ein
eigenes zu ordnen, unter dem Namen von
"Earroll Caunty." Diese Bill war bereits
seit 2V Jahren vor der Gesetzgebung.
Hr. T. S. Smith bot einen Beschluß ai»,
nm den Hrn. Epsy seinen Versuch zu unter
stutzen, Rege» zu erzeuge». Der Report
der Eommitte sagt: baß wenn der Erzeuger
te» Regen über ein Gebiet von SW(I Meilen
im Viereck verbreitet, ihm S2SMO bewilligt
werden sollte, und für ein Gebiet von 10«
tausend Meilen im Viereck 550,000.
Bill wegen einer freien Brücke über
die SchiiylkiU hatte im Hause der Repräsen«
tauten die dritte Verlesung passirt »ud ist
zum Senat gesandt worden.
Eine Bill, um 5U'25,000 für Tnrnpiks und
andere Wege im Staat zu bewilligen, ist
passirt worden.
Gonvernör Porter hat feine Einwendun«
gen eingesandt, warum rr die Fortsetzung der
Gettpsbnrger Eisenbahn sich widersetze. lSie
mag doch vielleicht mit seinem Lebenslauf so
Etwas übereinstimmend sein, daß dieselbe
ihm ein Gräuel ist.
Hr. M'Elwee (derselbe Maiin, der den
Fuchs in Angesicht des Eapitolinms und de
ren versanielte» Weisbeit gefangen hat,) bot
einen Znsatz zn de» Beschluß an, daß alle Ge«
setzgeber mit de» Maaßregel» Van Bnrens,
betreffend die Streitigkeiten zwischen Maine
und den englische» Besitzungen, völlig zufrie
den wären. (War eigentlich »»nöthig!)
Schauderhafte Mordthat.
Der Leichnani eines Fremdlings, wnrde
am vorletzten Mittwoch Nachniittag auf dem
I RäSgriiiid, westlich von Laiieaster, ungefehr
ein bnndert Schritte von dein HarriSbnrg
Tnrnpeik gesunde», der ans eine so'schreckliche
Weise zugerichtet war, daß kein Zweifel übrig
bleibt, daß er durch das grausamste und »n«
menschlichste ermordet worden ist. Mehr
als zwanzig Dolch- oder Messerstiche waren
in unterschiedliche Tbrile seines Körpers—
vorzüglich in seinen Hals, Briist und Leib—
! eingedrungen. Wegen den zahlreichen
! Wnnden mȧ eine starke Verblutiiiig erfolgt
sei» ; man ist aber nicht im Stande gewesen
einige Spuren von Blut in der Näbe von der
Stelle zn entdecken, wo der Körper gefunden
wurde, »och irgend einige andere Anzeichen
vo» dei» hartnackige» .Nampf, welcher zwi«
I schc» ibm und feinen Mördern stattgefunden
> haben mnß; auch war sei» Rock auf dein
Rucken vo» Kalch getüncht; und ans diesen
Umstanden schließt man, daß die verruchte
! That in irgend einem Hanse begangen wor«
i den sei, und daß die Mörder nachher den
! Leichnam »ach dem Ort hinschafften, woselbst
derselbe gefiiiide» wurde.
Man hat de» Leichnam erkannt als jenen
! eines Dentschen Kramers, welcher ei» schätz«
bareS Zlssortemciitvcn Juwelier- nnd Schnei«
dewaarcn mit sich fnhite. Cr soll gestern
vor vierzel'ii Tagen i» Mountjo» gewesen
sei» und einem Herrn von jenem Ort seinen
sämmtlichen Stock für nenn bundert Thaler
feilgeboten haben. Dieser Herr ist seitdem
i'ier g.wese» nnd bat den Leichnam erkannt.
Nebsttem glanbt man, daß dcr Verstorbene
eine bedeutende Summe Geldes bei sich
halte, weiches ci'ne Zweifel die Veeanlassun.q
z» seiner nnmenschlichc» Ermorlmig war.—
Lauc. Volkes.
das obige geschrieben war,
vernehme» wir, daß ci» Vciwaiittrr des
i Verstorbene» mid ei» Herr, welcher ibn mit
Waare» versebe» batte, i» dervoiige» Sani
' stagS Nacbt vo» Philadelphia bier angekom«
mcii sind, welclie den Leiclmaiii für jene» vo»
V a z a r n S Sell e n b ach, eines Deut
schen Krämers, Indischer Confcßio», erkann
te», >velcl,er ei»e Gesitästsreise »ach Pitts«
l'iirg geniacht batte und ans feiner Rückreise
! nach Philadelpbia einige Zeit in dieser Ge-
ge«d verweilt haben ninß. Nach der ?!ns«
l sage dieser Herren soll er eine sebr anschn«
liche Summe Geld bei sich gehabt haben.
Folgender Zufall trug sich letztes Jahr ei«
»ige Meilen oberhalb Port Hudson, am Wis«
5 consinslnße, zn. Ein Einwanderer, welcher
nniber gicng, »m sich ein gnteS Stnck Land
anSznslicheii, fand durch Zufall ein Stück
Blep auf der Crde, »ab», eS mit, und kam
den nächsten Tag mit einer Spade zurück, um
fei» Ginck zu versuchen. Der arme Schelm
arbeitete daselbst Tage, obue eine
, zu „UV nahm sich vor, dasselbe
wirrer zu verkaufen. Er traf eine» Uänkie,
der ilmi SSVO gab, u»d rr glaubte eiiien gu-
te» Handel gemacht zu babe». Der Uänkic
verstand jedoch die besser. Er setzte
! die Arbeit fort »nd traf i» kiirzer Zeit die Ader
»nd i» weilige» Monaten zog er fnr ?l 0/100
Bleierz beraus und verkanfrc da»» die Mine
für 515,000 —Der neue .Itäiifer zog fast die
selbe Quantität Bleierz berauS »nd verkauf
te sie beriiach a» eine» Herin in Gale»a,fnr
SW,OOO, welcl>er dafür bekannt ist, daß er
lange dieses Geschäft betrieben hat.
Aneldvte.—Ein Reisender in der Post«
kmsche auf ei, er dcr Straßen i»
wabrend »aßen, Wetter, bezablte
geld ebe man abgieng. Nachdem man
Entfernung gekommen, sank eins dcr Räder
in ei» tiefes Dreckloch, deren es sehr viel«
! batte, und der Wagen blieb stecken. Der
> Fnbrmau erstickte den Paßagier abzusteigen
und lbm tnrch ei» Angewicht mit einem Feu
leuriegcl, er willig
that. "Ich denke," Treiber, "Du .
mochtest edeusowvbl den Riegel mitbringen, '
dann gleich dort vorne ist noch so ein Loch."
Der Paßagier bequemte sich dazu mid trug
de» schwere» Riegel ans der Schulter bis a!»
das andere Drecklech, u»d balf dein Ziagen
wieder damit beraub. AlSdan« spickte er
stch an seinen Sil) wieder rinzniiel'iiien. Als
dieses der Treiber sabc, bemerkte er: "icl, bin
»et scbur ob ein Stuck weiter vorne »et noch
ei» Loch is, und icl» denk Dn beßer bringst de»
, Riegel mir, und weil der Weg so "ei und
dreckigt ist, so bring ibn zu Fuß." "Jci, will
Dir was sagen," erwiederte der Reisende
setzt, der sake das? der Treiber seiner gute»
> Ratur zn viel ansbiirde» wollte, "ich bezabm
»'eine Paßage, und babe jedoch nicht vn-l da
gegen zu Fuß zn gebe»,—allein, eh, ich das
rbnc nnd auch den schweren Riegel neck, traae
will ich Dich lieber beim T—-l se^n,"

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