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Der Lecha Patriot und Northampton Demokrat. (Allentaun, Pa.) 1839-1848, April 03, 1839, Image 1

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Wrm»<trat.
AIItNtZMN, All. gedruckt und herausgegeben von (H. Adolph in der Hamilton Straße, einige Tknreii nncerhalb Hagenbnch's Wirthshaus.
l2.^
Bedingungen.
Diese Zeitung wird jeden Mittwoch anf
?ine»t großen Snper-Royal Boge», mit ganz
neue» Schriften, licransgcgcben.
, Der Stibsriplions-Preis ist ein Tt, aler
des Jabrs, wovon die Hälfte im Boraus
zu bezal'ku ist.
Kein Subscribent wird für weniger als t!
Wonate angenommeii, nud keiner kann die
Zeitung ausgeben, biö alle Rückstände darauf
Abbezahlt sind.
Bekanntmachungen, welche ein M<veck aus-
»verdeii dreinial für einen Tbaler
eingerückt, »,.!? s"r fernere E...rnck..chi
fünf nnd zwanzig
V rhältnifi. .
Diejenige welche die Zeitung »Nr
oder dem Postreiter erhalten, müßen selb,!,
dafür bezal'len. j
Alle Briefe an den Herausgeber müsse«
p» st fr ei eingesaudr werde»,sonst werden sie !
nicht aufgenoutnten. !
Eine Nachahmung des englische» Liedes vo»
Dr. Watts:
Es gibt ein Ivnnderfchöncs ?and.
Wo reine Frende wobnt;
Wo Haß nnd Hader sind verbannt.
Weil dort— die thront.
Da schleicht sich auch kein Kiimmcr ein,
Kein Uninnth nagt das Herz;
Die Nacht weicht stets des Sicktes Schein,
Dem Jubel—aller Schmerz.
Da sollt n»r Lobgesang das Ohr,
Kein Klaglaiit wird gebort;
Da drängt nicht Herrschsucht sich empor,
Kein Neid wird da genäbrt.
Da freut man sich des andern Heil,
Da lebt man, —weil man liebt!
Man bat an allein Guten Theil,
Man wird durch Nichts betrübt.
jenem schönen Reich des Lichts
»IM Herrscht Ordnung—Liebe i.nr;
zwar —Erdengröße nichts,
Doch göttliche Natnr! (2 Pt. I, ,1. l)
Demuth berrscht dort königlich,
Gebietet obue Zwaug;
Die stille Saustmull, gurtet sich
k Mit Vollmacht ohne Drang.
Die karrende Geduld ist dort
Mir Freude ganz nmlnillt!
Die Kindeö-Eiusalr fniirt das Wort
Mir Glicht und Kraft erfüllt;
Und Wai'rl'ritsliedc lätiig:
Nnd trinf» »oolinevoU ;
Taö :)iechtsgefui'l freut inniglich
Sich »der Aller Wohl.
Und jedes findet flcl, am Ort,
Wodin es langt n»d sirrdt!
Und Keines wnnstbt sich wieder fort,<
' Von, Uet'erdrust durchbedt!
Und Niemand fni'it sich ta gehemmt,
In seinem Wirkungskreis ;
Und keine Kraft ist da gelädint—
Und jede—Gott zum Preis!
Die Herrlichkeit des Herrn durchglüht
Das Nanze »al, nnd fern;
Ein ew'ger Frichlingsniorgeu blüht
lind feiert s.'od dein s)errn !
Der Weisheit Mannichfaltigkeit,
—Die jedes Herz entzückt —
Und stets sici' öffnet, stets erneut,
Macht Alle hochbeglückt.
Der müde Pilger gebet da
Iu Gottes N»be ein;
Im ewigen Haltelujab
Verstummt der isrde Peiu.
Der Kranke, Alte, Schwächliche
Schwebt kraftvoll und verjüngt;
Der Arme und Gebrechliche
Sieht sich mit Heil umringt.
Ilud Einer mir. der Alles ist,
Und der iu Alleu lebt,
A u s welche» alle Freude fließt,
Z u welchen AlleS strebt, —
Der große Einer nur ist's gar!
Er, Gottes Ebenbild,
Der einst im Fleisch gekreuzigt war,
Uud lebend—Alles füllt i
O wunderschönes Gottesland,
Wann--ach .'—erreich' ich dich?
Wie lang bin ich von dir verbannt!
Wie laug verbirgst du dich !
> Gern kgr' ich ab die schwere s!ast,
Gern all«, Erdeutaud;
ln dir nnr sticht ich meine Rast,
Du schönes Gottesland l
I V!iv T'wlor, Tochter eines
I wll die Fähigkeit >h
» res in einem so hohen» Grade
U geerbt haben, das; sie, wie einige be-
I hauvlcn, das beste Werk „der S'ch i 112
stunde schreiben könnte.
auch Unterricht n,A
mebrere
(Aus dcu Christllichc» Apologet?.)
Lichtstrahl in Spanien.
Well» ich das Wort Spanien höre,
fo ist es nur beinabe eben, als höre ich
das Wort: Nacht, Todeoscharten, Ber
ivirrnng, Auflösung. Nacht ist es in
jenen, Lande schon' lange, die Anflö
fllng scheint inlmer naher zu rncken.
Neben dnnipfem Aberglanben eine
S'ttenlosigkelt, neben nn
glaliblicher Unwissenheit ein Unglanbc,
der nur der Herrschaft der Geistlichkeit
auch die der Religion verwirft. Je
"lehr man so geneigt ist, von diesem
freulicherist c's "was zu lesen, das
einen Hoffmlngsni.'hl >'ät. .s. lesm
die Thatsache/ daß die >n
Spanien es »vagen sich mir dei. Ar
beiten derßibelgesellschaften zn beschäf
tigen.
In die politische Zeitung von Bar
zelona, der .Hauptstadt der wichtigen
Provinz Katalonien, (mit 14t),Wt)
Einwohnern) dnrfte der Agent der
britischen Bibelgesellschaft folgenden
Artikel einnicken lassen:
"Dell Einwohnern der berühmten
Sradt Barzelona nnd des alten Kö
nigreichs Katalonien mache ich die An
zeige, daß ich von meiner Gesellschaft
in London den Auftrag habe, die heili
ge Schrift in Spameü zu verbreiten.
Bon mehrercu durch ihre Bildung nnd
Wahrheitsliebe ausgezeichneten Mir
bürgern dieser Stadt wurde ich iu
meinen Beiimhimgen ernmlhigr, nnd
ließ daher in Barzelona mkk großer
Genauigkeit eine Ansgabe von drei
tansend'Ereinplaren de's Neuen Testa-!
liienrs in dem katatonischen Dialekt
drucken nnd dieselben binden, welche
zn haben sind bei Buchhändler Ber
liier und bei mir.
"Der Preis jedes Eremplars be
trägt l<) Realen. Schnllehrer aber,
die zwölf Ereinplare anf einmal »eh
me», zahle» für eines bloo sechs Rea
len. Jedem Eremp'.'.r wird iineiir
geldlich e,n kleines Trakrätleiu beigege
ben, das eineAnweisnng zum Bibelle
sen enthält. Ich bitte alle aufgeklär
ten Bnrger, daß sie mich »»rerstntzen
in dem »vicktige» Geschäft, nnrer allen
Klassen des Bolls das göttliche Buch
zu verbreiten, das Gleichheit nnd hin
derliche Liebe nntcr allen Mensche»
predigt. JnFrankreichvertheilte man
in» verflonene» Jahre nngesahr 8l,(l0t)
Ereinplare der heiligen Schrift, »iid
'mierhalb ive»iger Jahre mehr als ei
ne Million Ereinplare. Spanien ist
bis jetzt vielleicht das einzige Land, wo
man die heilige Schrift nicht verbreitet
har. namentlich nicht ohne Auslegun
gen von Menschen, die den» Irrthum
unterworfen sind. Die freisinnige
Geistlichkeit die das Glück ihrer Mit
bürger wünscht nnd sucht, und die Ber
gleichnng ihrer Lehre mit der Lehre Je-
sn nicht furchtet, wird nnr mir Frendeii
die Berbreitnug eines Bnches sehen
nnd unterstützen können, das, weit ent
fernt von einem wilden ,vauatismus,
die unveränderlichen Lehren Jesu
Christi, des Gekreuzigte», verkündigt.
Wem» nn» diese Ansgabe von den
Einwohnern dieser Stadt und Pro
vi»; wohlwollend aufgenommen wird,
so wird die britische Bibelgesellschaft
»och ei»e andere m größerem Format
von der ganzen Bibel veranstalten.''
Denkt man an die noch vor wenigen
Jahren nnninschränkle Macht der 'nn
verhälrnißmaßig zahlreichen Geistlich
keit in Spanien denkt man daran, daß
in diesen, Land die Inquisition mit
schauderhafter Grausamkeit jede evan
gelische Aenszernng verdammte, uud die
Liebhaber der Bibel zu Tode marterte,
so ist es ein erfreuliches Zeiche»» der
in einer der größten Städte
dieses filistcrcn Pfaffeiilandcs, solche
Empfchlnngcn der Bibel öffentlich be
kannt gemächt und der Geistlichkeit
vorgehalten »verde,, dürfen.
Ein anderer Artikel derselben Zei
tttng sagt: "Wir haben schon oft er
kkÄt, daß die Freiheit sich m unserem
> Lantus befestigen wird, so lange man
"Hautet l>,ick> vor qeiicimen <<ycsctts^aftc»."—Waschington.
Mittwoch, den Atm April, 1839.
den ächten Bibelglauben snr unver
träglich mit der Freiheit halt. Wir
> sage», jetzt, daß der große Mangel an
chnstlichen Unterricht und christlichen
Kcnnliiisscn die mächtigste Ursache der
sträfliche» Feindschaft ist, du' zwischen
den Junger,, Christ, und den Libera
len Statt findet; wenn dagegen Bi
belgesellschaften anf jede mögliche
Weise in Spanien wirken durfte», so
wurde man den große», Inhalt des
Evangeliums »veicbesser versehe», uud
das uuselige System aufgebe»!, das deu
Berfall des religiösen Glaubeus als
ciucn Fortschritt ansieht. Alle würden
dann mir Stannen sehen daßder
tische Einfluß durch den religiösen erst
seine rechte Kraft nnd Richtung cr-
hält."
Selbst in Madrid, der Hauptstadt
Spu":c"s, hat eine Zeitnng, -der Eo
pagnol," cinvi, lanae» Artikel nber den
Ursprung, Zweck im!) dleßemnhimgen
der Bibelgesellschaften ü'irgelheilt.
Ein Spanier, der dieses Blatt ii.'ch
Frankreich schickte, schrieb da;»: 'er
zweifle keinen Angenblick, daß »lach
Beendigung des traurigen Burger
kriegs, der jetzt Spanien zerreißt, die
Berbreitnng der Bibel rasch vor sich
gehen nnd »o die evangelische Wahrheit
den Sieg über die fanatische Verwir
rung davon tragen »verde, die jctzt noch
nnler dem Nainen der Religion die
bcklagcnswerthesten Erzesse begebt!"
Gott erfülle diese .Hoffnung und lasse
auch über Spanien das belle Licht
Seiner Wabrheit cnfgeheu!
(Ans der N. Z). Allgem. Zci'ung.)
Herr Premiss hielt im Hause der
Represeiitauteu (Cougreß) eine Rede
»her die Unterschlagungen, die miter
der jetzigen Administration vorgekom
men sind, nnd »vir mochten gerne nn
seru Lesern die ganze Rede inirlheile».
konnten wir in unsern, Blatte .')ianin
dasur finden; so indessen mnssen »vir
nns bloß auf eine» Auszug beschran
ken.
Nachdem .Herr Prentissdas Unter
schatza»nt Svstein nnd dessen Anhan
ger dnrchgegeisselt hat sagt er:
"Das Svstein ist in »einer ganze»
Nichlmig verdorben ; alle Erfahrung
svricbr sich so darnber ans. Der erste
Unrerschatzamrerer, seit der christlichen
Zeirrechnnng >var Jndas Ischariot;
er führte de» Beutel und war zwei
felsohne eben fo geneigt, sich den In
halt desselbe»» znzileigueii für seinen ei
genen Gebrauch, als er durch die 30
Silberlinge sich verleiten ließ, seine»
Herrn und Meister zn verrathen.
Aber nie ich die Sache verstehe, so
geht die Erecntive noch weiter, indem
sie die bemerkten Unterschlagungen
noch durch eine audere Baude von
Beamte« bewachcn lassen will nm sie
zn hindern in die Fußstapsen ihrer
Borgänger zu treten. Anf diefelhe
! Art brachte sich Pisistrams uuscheiu
bare Wunden bei, nnd sagte dem
! Belke, daß er von seinen Feinden ver-
mundet worden wäre, nm dadurch eiue
größere Wache zu seiner
zu erhalten. Sein Gesuch wurde ihiii
zugestanden, es lvnrden ihm noch fnnf
zig Mann mehr bewilligt, womit er
augenblicklich sich der Citadelle
macbligte, nnd anf diese Art der Ty
ran Atheus »vurde. Laßt diese Lehre
uichr an euch verloren gehen, wenn
man darum aubält, die Zahl der Be
amten zu vermehren.
Nein, »nein Herr Sprecher, diese
Unterschlagungen' enthalten noch eine
andere Lehre,' die wohl die Kosten
werth ist. »vem» »vir nur durch ihre
Warnung »ms belehren lassen »vollen.
Sie lehret »ms, das; dieses Unrerschatz
aint-Systein blos: ein Treibbaus für
Versuchnng nnd Verbrechen ist. Sie
lehret „ns das; der öffentliche Schatz
»licht mit Sicherheit der Obhut einzel
ner Individuen anvertraut werden
kann und darf.
Der Betrag des Geldes, den »vir
verloren haben, so groß er ist. kommt
diesen Augenblick gar nickt in Anschlag.
! Wenn die jetzige ganze Administration
l! ihre Ueberfchrr in dem/IreH Western
nehmen, uud mit den» Schatze in ihren
Taschen, Swanwonr nnd Pricc folgen
wurde, so zweifle ich nicht, das ganze
Land wurde freudig ausrufen "geht,
geht," nnd ivlirde froh sein, daß man
sie so wohlfeil los geworden. Aher es
ist eiue tiefe uud eme Lebensfrage wie
diese Sachen verbessert werden können;
wie dieses System voll Betrug uud
Nachlässigkeit aufgebaute». u»o wie
die Handlungen der Regierung zu
ihrer ursprünglichen Reinheit znrnckge ,
fuhrt werde» köuuen.
Ich habe keine Hoffnung fnr Re
form, von der Parrbei am Rnder;
meine einzige Hoffnung ist, daß das
Volk von ihrer Heuchelei und ibrer
Schwäche jetzt überzeugt, sie aus de»
Stellen heransschtende'rn wird, die sie
fo lange entehrt haben.
Mein .Herr, die nngehenern Cassen-
diebstahle von Swarrwont, Price nnd
andern, oder vielmebr die öffentliche
Bekanntiverdulig derselben bar die Ad !
ministrarion in schrecken gesetzt. Sie
schlagen vo», diese Berlliste dnrch Ein-!
schranknng anfziimacheli. Und »vor
ans glauben sie ivobl, daß diese neuen
und plötzlichen Einschränkungen beste
lln solle»! ? Und welche Zweige des
öffentlichen Dienstes in Hinsicht dieser
gesetzlosen Raubgier vou Beamten be
schnitten werden sollen suhle ich Mick
zn unwillig, ihnen zn sagen.
Sehen sie den Bericht des Schatz
sekretärs uacb, uud sie werdeu es aus
finden. Wohlan, mein Herr, was
sind es fnr welche? Pensionen, Ha-!
feil nnd Leiichtthnrme. Ja, mein
Herr, diese sind empfohlen, als passen
de Gegenstände der Einschränknng,
Zu allererst solle» die heuarhteu Be
ceraueu »»serer Revolution noch von
einem Theile der Erbärmlichkeit be !
raubt werden, womit sie die kalte Gnnst
des Baterlandes versehen har. —Wie
viele werden sie noch als Bettler
den Boden zurncksenden müsse», den >
diese mit ihrem Blnte ans den Handen
der Tyrannen errungen habe»», nm
auch nur die Snmm'e aufzumachen,
die einer diefer vo r n e h-!
>n en Na nb e r gestohle n h a t? j
Und wie viele .Hafen wird es nehmen
—diese Berbessernngen, die nicht so
wohl der Menschlichkeit, als dem eige
nen Interesse gewidmet sind; diese
Nester des .Handels, nach welchem die
bewinwften Bogel des Oceans fnr !
Sicherheit ziehen ? Wie viele Lencht-1
thnrine wird es nehmen? Wie viele
dieser glänzenden Gestirne des Oceans,!
wie sie mein ,>rennd von Birginien so
schön bezeichnet, sollen ausgelöscht wer-
den ? Wie viele dieser treuen Scbild
ivacheu, die längn unserer felsigten
Knste ansgcstellr'sind nnd iveit in die
Dnnkelheit hincinglanzen, nnd die dem
abgehärteten Seemanne m Zeiten vor!
die Gefahr warnen, lvo Strandnngen
»einer warten—»vie viele von diesen,
frage ich, sollen von den, Dienste der
Menschheit entlasse» werde» ? Wahr
lich. dieser Borschlag ist fast gottlos.!
Ich sollte fast eher w»»sche», daß die!
Sterne am Himmel verlöschten.
Mmi .Herr Sprecher, »nein Blut
kochet, weiui ich an die kaltherzige
Kühnheit denke womit die jetzige Ad
ministration vorschlägt, dieseFamillen-
Inwelen des Barerlandes zll opfern,
nm daiilit die Folgen ihrer eigenen
Schande zu bezahle». Wünschen sie
Einschränknng, wohlan so laß sie die
Gehalte schmälern, anstatt Lenchtthnr
mc auszulöschen; laß sie Stellen auf
geben, aber keine Hafen, laß sie einige
ihrer großmänligenParlbrigänger ver
abschieden anstatt der alten Soldaten
der Revolution.
Mein Herr Sprecher, ich bin zu
Ende. Ich möchte noch andere Theile
der Botbschaft vorncbmc» aber ich
habe die Geduld der Comite schon zn
lange auf die Probe gestellt. Das
Uebel der Zeiten liegt nicht in beson
dern Gegenständen, sondern in den
Grundsätze», der Partbei. Die Ge
setzgebung kann es nicht erreichen. Es
ist ein radikales Uebel, uud das Volk
allein kann es heilen. Daß dasselbe
es rbun wird, und auf die einziae Art.
wie es geschehen kann, nämlich durch
einen Wechsel in der Regierung, dazu
habe ich ein hohes lind festes Bertran
en. Diefe Administration hat sich
gleich einem Krebse so tief in die Insti
tutionen des Landes hineingefressen,
daß wenn dieses Mittel nicht bald an
gewendet, es zu spät sei« wird. Ich
glaube es ganz gewissenhaft daß »venu
die jetzige Dynästie an der Regierung
bleibt, die constiluriouelle Freiheit ver
! loreu geht. Bereits siud uuserc In
siitlltionell schon hall' verdorben. An
archie und Despotismus babeu sich ge
gen die Constitution nud die Gesetze
vereinigt. Wer daran zweifelt, sehe
nnr auf die Borgangc in Pennsilvani«
e» u»d New Jork.
Laß M. vau Bureu ivieder erivahlt
iverde» ; laß ihn fortfahren, sich durch
die Rathschläge eines Mephistopheles
nnd Admodislls, die fortwährend um
ihn sind, leiten zn lassen—dieser Lords,
der eine von Briefen, nnd der andere
von Lllgen—und es wird nicht langc
dauern,' daß diese mächtige Halle zu
der Stimme eines Amerikamschen
Repräsentanten ihr Echo geben wird.
Dieses Capitol wird von keinem an
dern Gebranch sein, als daß es die
Neugierde des Bornbergebende» an-
der in melancholi'chcr Trägheit
anhalten wird nm anf einen dieser
massiven Pfeiler einznschneiten:
"57i e r »v ar ei nst eine Rc
pnbli k."
(Aus der teutsche» National Zeitung.)
Misce l l e n.
An» Hefe der jungen Königin von
England scheint eine sehr große Etiler«
re zn herrschen. Bei einem Balle,
erzählen die Zeitnngen, ließ sie de»,
jungen Lord locelvn znm Tanze auf
fordern. Dieser war in den Formen
des Hoslebens nicht sehr bewandert n.
hielt es der Hrflicbkeit gemäß, ihr ein
Paar Worte zn sagen. Er fragtealfo,
oh Ihre Majestät vom Tanze ermüdet
sei? Die Köiigin antwortete nicht,
sondern wendete sich von ihm ah, nnd
nach der Brenrignng des Tanzes sagte
sie zu ihren» Oberkainmerberrn, der
junge Lord wisse nichts von der.Hof
sitte man möge ihn» einen Wink deß
balb geben. Diese Hofsitte verlangt
nämlich, daß derjenige, mit welchem
die Königin tanzt durckans den Mund
nicht offne.
Ein merkwürdiges Original ist der
Baron N . .., der seit mehrere», Jah
ren ohne Unterbrechung zn Fuße reiset
und li'ic einer Art Sucht auf schone
Aussichten Jagd macht. Kommt er
in eine Gegend, »ro, um eine scl öue
Fernsicht zu erlangen, seiner Ansicht
nach Baume gefüllt oder ein Wald
dnrchgehancn »verde»» »inst, so kommt
es ibm anf die Kosten nicht an, er
vereinigt sich mit dem Eigenthümer
»nid miethet sodann Taglöhuer. Ein
mal setzte er sich in den Kopf, ein Bau
erngut niederzubrennen, das silier
Meinung uaä' die Gegend schänden
und tie Aussicht hindere; aber man
fngte sich seine»» Wünschen nicht. Ist
»ein Zweck erreicht, so betrachtet er die
Ansucht hccbsieiis eine balbe Stunde
i lang iind reiset »veiter, ohne sich
! aufzubalten, kehrt auch nie
an einen ,»,d denselben Ort zurück.
Ein Gnrsch n» eck e r.—.He»»-
rion de Pensen. Präsident des Cassa
tionshofes in Pans, schrieb einnial a»,
La Plake, Cbapsal nnd Bcnhcllet:—
! Ich halte die Erfiudnng eines neuen
Gerichts für »veit interessanter als die
! Entdeckung cincs Sternes, denn Srer
ne haben ivir bereits gc»»ug, »vabrend
»vir nie genug Speisen bekomnien
»verde»». Änch »verde ich »»ie die Wis
senschaften siir hinreichriid geehrt oder
nntcr uus repräfemirt halten, bis ich
cilien—Koch in der ersten El-sse des
Instituts sehe."
An dem Abhänge eines Berges in
Candal hat man eine merfwiiidige
Versteinerung gefunden,— ein ganzes
Kameel; inän sieht sogar am Halse
noch die Spur eines «achtzig herab«
Mo. 4

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