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Der Lecha Patriot und Northampton Demokrat. (Allentaun, Pa.) 1839-1848, April 10, 1839, Image 1

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- UNt>
AovthKMpto« Memo<tr»V.
AIItNtKUN, Vil. gedruckt und herausgegeben von <s. Adolph Sage, in der Hamilton Straße, einige Thüren unterhalb Hagenbuch's Wirthshaus.
kahrgang 12.^
Bedingungen.
I Diese Zeitung wird jeden Mittwoch auf
einem großen Super-Roval Bogen, mit ganz
neuen «chriften, heraiisqegebe».
Der Subsriptions-Preis isteinTbaler
. des JabrS, wovon die Hälfte im Vorau 6
'zu beiahlen ist.
Kein Subscribent wird für weniger als 6
Monate angenommen, und keiner kann die
'Zeitung aufgeben, bis alle Rückstände darauf
abbezahlt sind.
Bekanntmachungen, welche ein Viereck aus
machen, werden dreimal für einen Thäler
eingerückt, und für jede fernere Einrückung
fiinf »nd zwanzig Cents. Größere »ach
dZerkältuifl.
welche die Zeitung mit der Post
Wer dem Postrciter erhalten, müßen selbst
Mfür bezahlen.
Briefe au den Herausgeber müssen
postfrei eingesandt werden,sonst werden sie
«icht aufgenommen.
Scheriff'6 Verkauft/
In Kraft unterschiedlicher, ans der Court
von Common Pleao von Lecha Cauntv, an
mich gerichteter schriftlicher Befeble von Ven
ditioni Erponas, soll öffentlich zum Verkauf
auSgeboten werden:
Mittwoch ', den 24sten Tag Zlpril.
nächstens, an dem s>a»se von I.Trerler,
tziastwirth in EmauS, um I» Uhr Vormit
tags, all das Recht, Anspruch, Forderungen
»und Interesse von N ancvK »an ß, von
>und in einer gewissen Lotte Gruud, liegend
in EmauS, Ober Milsorv Tannschip. Lecha
Cauntv, enthaltend ohngcfähr einen halben
jlcker, stoßend an Ländercin von s)einrich
Reinschmidt, Dr. DonowSky nnd Andere
worauf errichtet ist, ei» einstöckigkeö"
IZiliiU. Block - WohiibauS, obngefäbr
bei-2? Fuß, und ein kleiner Stall
3 ?lcker und 47 Nutben, mcbr
oder weniger Holzland, liegen? in !
den, Tauuschip Salzburg, in /is.ig
lein Cauutv, stoßend an Land von
Peter Egner, Heinrich Kenimerer,
David Hallacker, Jacob Schneider nnd An> >
ersagte Strich .holzlant ist ver> >
zu die sogleiche Bezabluug von Sil
bei dem Abl>beu der ersagten ?,'an>
zu die Erbe» nnd rechtmäßigen
von dem verstorbenen Tböm. z
Deßgleichen ein Drittel Tbeil von
von 7-tl Thaler »nv 14 Tritts.
Snmnie sogleich »ach dem Ableben
«on Elisabetb, der Wittwe von dem verstor
ben Jacob Ebrenbard, als ein Mitgift (Do
Mtr) an ersagte Elisabeik anSgejablt wer-
W» mnß. Und ein Anspruch (Lie») a»s ei»
Mwi>seS Gruiidstuck nnd Strirl, Land, entbal-
W,' L 7 Acker n. w Nutbeu, inebr oder we-1
W >, liegend in vorersagtem Salzburg Tsp,
daS Eigentbum des verstorbenen Ia-
Icol? Ebrenbard und wilcheS verkauft worde»
»» öiraft eines BefeblS von der Waisenconrt
R'on ersagtem Launtn, an Israel Tool, nn
»erwürfig zn ersagte», Mitgift; die ersagte
jinanß, aIS eine von de» Töchtern
Erben deS ersagten ver- j
W?beiien Jacob Ebrenhard ist berechtigt zn !
Mn Drittel Tbeil davon, nämlich zu die Snm-
Mse von »37 Thl. 4 CentS. Deßgleiche» die
Mbrliche» Interessen wäbrend der Lebe»s-
Mil der ersagten NKnanß, vo» der Hanpt-
M,mme vo» 2ii9 Thlr. 27, baftend auf zwei >
Miterschiedliche Striche Land, liegend in deni
M«erfagten Tannschip Ober-Milford, der ei- >
Mie tavo» enthält 11l Acker »nd 51 Nnihen.
Mitzt vo» Peter Schwan) nnd der an-
Mkre durch William und TboinaS Giering,
13 Acker nnd lIS Rutben, mebr
weniger, und nbermacht zu denen Kraft
VcfMs von der Waisen'Lenrr snr er>
' C«Htv, aIS Tbeil deS liegenden Ei
verstorbenen Tboni'aS Knanß,
Anspruch ist daS Mitgift der er
besagte zwei Stri
idMlnd von welchen besagte Intereß,
Pet.Schwarz jährlich zu bezab-
von 7 Tbl. 2t, und der
undTbomaS Giering die Sum-
EiWen, unh in Erecutio» genommen,
der ersagten N ancy
Deßgleichen
M TWrstags, den Wsten Tag April,
dem Hanse von Pbill'p Hittle,
i7ber M>lsVid >p, Vectra
IS llbr Vormit'agS an ersagtem
gewisser Strich oder Stück Land,
M? ZbiN ersagtem Ober-Milford Tannschip,
R-t.Bem Launty, stoßend an Ländereie»
Wittwe Stauffrr, George Miller, iZ.W.
Rlgieiand, Esq. und andere, entbaltend 4 Ak
»ker, mebr oder weniger, auf welchem errich
»tet ist, ein eiustockigteS Blockhaus und ein
sJräm-Stall.
Eingezogen, und in Erecution genommen,
'«IS das sonstige Eigeutbum von Abraham
mit h. Desgleichen
Freitags, den 26>rcn Tag April,
nächstens, an dem Hause von David Lowrn,
Maslwirtb in Rord-Wkeirball Tannschip, Le
cha Cauntv, um Iv Übr Vormittags an er
sagtem Tage, eine gewisse Lot oder Stuck
Laijd, liegend in Nord-Wbeitball Tannschip,
»rrersagtem Caunty, stossend an Ländereien
svon Sebastian Miller, an Land leythin ge.
Dörend den verstorbenen Henrich Keck, Geo.
Miller, und Bieber und Swich; enthaltend
41 Acker, mehr oder weniger. Dieses Eigen
thum ist bequem vertheilt in Wiesen-, Bau-
und Holzland ; an welchem ist er«
jwei-stöckigteS Wobn
an einer Seite nnd 3-stök
kigt an der andern, halb Stein,
ünd halb Fram. Desgleichen, eine Getrei
demühle unter demselben Dach mit dem Han
se, zweistöckig a» einer und dreistöckigt aii der
andern Seite. Ferner eine cinstöckigte stei
nerne Küche, an dem Hause angebaut; eine
große Sägemühle, welche an einen niefeh
lenden Wasserstrohm steht. Ebenfalls eine
große Schweizerscheuer, halb von Stein und
halb Främ.
Deßgleichen ein anderer Strich oder Stük
Land, lugend in vorersagtem Tannschip und
isa»utv, stoßend an Ländereien von Henrich
Ritter, Sanniel Marr nnd lonaS Miller,
enthaltend 3 Acker uud 30 Rutbcn, mehr oder
weniger. Dies Eigenthum ist gut mit Was
ser versehe».
Eingezogen, in Erecution genommen, nnd
wird verkauft als das sonstige Eigenthum v.
William Kna u st-
Feiner: Kraft eincS Befehls von Levari
Facias, ans der Conrt von Commen Pleas
vo» Lecha Cannty an mich gerichtet, soll
Samstags, deu 27steli Tag Aprill,
uächsteuS, Vormittags »in IU Uhr, an dein
Ha»se von John Groß, Gastwirtb in Atten
kams verkauft werden: eine gewisse Lot oder
! Stück Grund, liegend an der Nordwestseite
! der Alien-Straße in ersagter Stadt, sto
' Be/id nördlich an Lot R0.41U nnd westlich an
' eiuor öffentlichen Alle», südlich an Lot 414.
mid Köstlich an ersagter Allenstraße; entbal
! tend iu der Tiefe 235 Fuß uud iu der Front
/in ersagter Allenstraße 50 Fuß, numerilt in
den Plan erjagter Stadt mit No. 415.
Und soll verkauft werde» aIS daS Eigen
thum vo« Peter I ä ck s o n.
Jonathan D. Meeker, Scheriff.
! ScheriffS-Amt, Stadt)
Alleiitau«, März 25.)
Schcrisss - Verkäufe
in Norrhampton Cannm.
(Durch Aufschub.)
Der Scheriff vou Nortbamptou Cauntv
! bietet folgendes Grnndeigenlhnm znm Ver
kanf an:
In der Stadt Easton, Montag Abend, den
>5. April, eine gewisse Lot nnd Stuck Grund
! au der )>ordjeire der Betblebeiner Straße
in Easton liegend, stoßend an Lot von A»dr.
Smitb, Aiitr. ?>igb, jetzt Henru Boadwee,
- entbaliend in Frönt 48 Fnß, in der Länge
löv Fnß an einer Alley. Darauf ist errich
tet ei» 2stöckigtes FrämbaiiS, dergl. Schop,
». s. w. Das EigiNtbum von Eben Owen.
Zu gleicher Zeit ein Stück Land, liegend in
FvrkS Tannschip, jener Cannty, enthaltend
l Acker und 9V Rntbe». Daraus befindet
! sich roiigb-castet Front 28 Fuß,
! Tiefe 24 Fuß. Ei» steinerner Schmidlschop,
! ein Främstall und Ba»>»gartc». Das Eigen
thlini vo» Peter M e ss i u g e r.
Z» gleicher Zeit 1 Lot Holzlaud, in Busch
kill Tauuschip liegeud, culbalteud 13! Acker,
- daS Eigeutbum vou Reuden Trei n.
Easten, April 3. 2m
Nachricht
Wird bierinit gegeben an die Erbe», Cre
d iroren und alle tiejeuige», welche iiitereßirt
sind i» dem Vermögen und Hinterlassenschaf
ten von folgende» i» Lecha Caunty verstorbe
! iien Personc», »ämlich:
Die Rechnung von Elisabeth Bachman u.
j Dauiel Miller, Erecutoreu vou der?!achlas
! senschaft des verstorbenen Jakob Bachman,
! letzthin vou Lyn» Tauuschip.
! Die Rechnung vo» William Weimer, be
j rechnend daS wirkliche Vermögen vo» dem
verstorbene» Daniel Henninger, letztbin von
! S. Wbeithall; aIS Vormund von Thomas
! s>enni»ger, ei» minderjähriges Kind des er
sagten Verstorbenen.
Die Rechnung von Jakob Lntzenberger,
Administrator von der Hinterlassenschaft der
> verstorbenen Margareth Lntzenberger, letzt
! hin von Macnligie Tannschip.
Die Rechnuug von AmoS und Susanns
BranS, Administrators von der Hiuterlas
senschafr des verstorbenen Jakob Branß, lezt
! hin von Ober-Macuugie Tauuschip.
Dag die Erecutoren nnd Administratoren
besagter Hinterlassenschaften, ibre Rechnun
gen in der Registrators-AmtSstube zu Allen
taun, in nnd für Lecha Caunt» eingegeben
baden—welche Rechnungen dem Waiscnge
richt besagtem Cauiitv zur Bestätigung vor
gelegt werden, im Courtbailse in besagter
Statt, Freitags den 3ten May, um 10 Uhr
Vormittags.
William Boas, Registrirer.
Allentaiin, April.3. nq—om
Wird verlangt,
Ein Knabe von IS KiS 17 Jahren alt, zur
Erlernung deS Schumacher Handwerts, auch
einige Gesellen Handwerk gut verste«
ben. Man » ' >»aht am CourthanS,
iu
"Hütet euch vor gokoimon tyescllschnftcn."—Waschington.
Mittwoch, den 10tm April, 183!).
s'r«l)li»gs-Lied.
Düfte wallen.—Tausend frohe Slimme»
Jauchze» i» de» Lüfte» um mich ber;
Die verjüngten triinkne» Wesen schwimmen
Aufgelöst in einem Wonnemcer.
Welche Klarheit, welches Licht cnlsiießel
Lebensvoll der glühenden Mmr!
Festlich glänzt der Aether und umschließet.
Wie die Braut der Bräutigam, die Flur.
Leben rauscht von allen Blnthenzweigen,
Regt sich einsam '.'.»ter Sumpf und Moor,
Quillt, so hoch die öden Gipfel steigen,
Emsig zwischen Fels und Sand hervor.
Welch ein zarter, wunderbarer Schimmer
Ueberstrablt den ,»»gen Blülbenhay» !
Und anf Bergen, ja aiif Felse«tr»n»ner,
Buhlt uud lächelt milder Soiliienschein.
Dort anf schlanken, silberweißen Füßen
Weht »nd wogt der Pappel» dimkles Grün,
Und die leichten, bellen Zweige fließen
Freudig durch de» leichten Lichtstrem hin.
In ein Meer von süßer Lust versenket,
Wallt die Seele staunend auf und ab,
Stürzt, vo» srobe» Akndiingen getränket,
Sich im Tempel des Gefühls hinab.
Liebe bat die Wesen neu gestaltet.
Ibre Gottheit »berstrablt auch mich.
Und ei» ne»er »pp'ger Lenz entfaltet
Ahnduttgövoll in meiner Seele sich.
Laß an deine Mntterbrnst mich sinken,
Öeil'ge Erde, meine Schöpferin!
Deines LebenS Fülle laß mich trinken,
Jauchzen, daß ich dein Erzeugtes bin !
WaS sich regt anf diesem großen Balle,
Diese Bänme, dieser Schmuck ter Flur,
Einer Mntrer Kinder sind wir alle,
Kinder einer ewige» A'allir.
Sind wir nicht ans eine m Stoff gewobe»?
s?at der Geist, der mächtig sic durchdrang.
Nicht auch mir das Hei z empor gehoben?
Tönt er nicht in meiner Leper SUang?
Was mich so a» ih7c Freuden bindet,
Daß, mit wundervoller Harmonie,
Meine Brust ibr Leben mitempfindet,
Ist — ich fnhl' es, hcil'ge Sympalbie.
Scbwelge, schwelge, eh ein kalt Besinnen
Diese» schöne» Einklang unterbricht,
Ganz i» Lust i»id Liebe z» zerrinnen,
Trnnkues Herz, und widerstrebe nicht.
(Aus der deutschen Rational Zeitung.)
riechen lcttd.
(Eine Seeräuber Geschichte.)
Eine schändliche Graucllhat ersnllr
die Gemlllher aller Eimrohner Athens
gegen die verruchten Thaler.
Am Iliten November ankerte ein
türkischer Schooner, Cherkaj Schergs.
(der 9)ianrel des Propheten) in der
von Panas; seine Bemannung
bestand aus dem Capitain Said nnd
neun Matrosen. Am Bord des
Schisses befanden sich acht Passagiere,
Herr Hlmdfchifft. ein deutscher Ami
!guar; Herr und Fran Davidson vou
j Carolina mir drei lieblichen Töchtern
uildzwei junge Türken : Abdallah nnd
j Hilssein, Zwillings Sehne des Aga
von jiars. Der Cargo des Schiffes
bestand aus Alodeu- und Lnrus-Ai ri
keln aller Arr. Am Abende des 12.
kehrte die sämmtliche Mannschaft auf
Schiff zurück, uud am löten vor
Sonuenanfgang ging das Schiff nn
! ter Segel. An deii Lichtern desSchoo
! ners bemerkte inan, das? er im Abse
geln begriffen sei, obgleich er das ge
> lvohnliche Abseuern einer Kanone im
> terlies.
Eine Stunde nach Somlenaufgang
bemerkten einige griechische Fischer, die
auf dem Fischfänge ans waren einen
Mann, der ans'den Wellen med.
Zwei derselben ruderten zu seinem
beistände und kamen eben noch zeitig
genug, um ihn zu retten. Ls war
ein jünger Türke. Sein Zustand »var
entsetzlich. Er lag in Ohnmacht nnd
verlor viel Blut au 6 einer frischen
Kopfwunoe. Die Fischer brachten den
Unglücklichen ans Land »nd gingen so»
gleich wieder in See, in der Hoffnung
wohl noch andere Schiffbrüchige errer-
Meere an den Strand getrieben »Vör
den war. Es war der Eherkaj
Schergf. Eine furchtbare Scene bot
sich ihren Augen dar. Auf dem Decke
lagen die Leichen des Kapitäns nnd
eilf anderer anf eine barbarische Weise
ermordeten Personen.
Unten in der Eajnte fand man die
Leichen der Frau Davldfon nnd ihrer
Tochter. Ihre Korper zeigte»», daß
sie erst anf eine fchanderoolle'Art miß
handelt nnd dann erst ermordet wer
den »raren. Die Masten des Schiffes
und das Ruder waren zertrümmert n.
die ganze Ladnng geraubt.
Der ganze Thatbestand wurde sofort
dem Gonvernor von Patnrs gemeldet,
und der junge Türke in ein Hospital
gebracht. Alle Versuche die Thäter
dieser verruchten Handlung ansznsin
den, waren erst fruchtlos. Alles »ras
man erfahren kouure, war daß am
Al'ende nach welchem der Schooner in
See ging eine Brigg auf der Hohe!
von Parras bemerkt wurde, die von
der lusel Sanios -! konin n schien.
Zwei Tage nachher n iirdeu die todten
Körper von zwei andern Mannern am
Seeufer gefunden.
Endlich erholte sich der junge Ab
dallah so weil das: er angeben konnte:
der Schooner sei kaum ans der Ban
Parras ausgelaufen, die Paffagiere
und ein Theil der Bemannung hätten
stch schlafen gelegt, da sei plohlich ein
großer anf dem Verdecke ent
standen. Fünfzehn Nanber, mit Dol
chen nnd bewaffnet waren
an Bord des Schiffes gekommen nnd
hätten, ehe noch irgend eine Wider
stand möglich gewesen wäre alle anf
dem Decke befindlichen entweder er
mordet oder in die See gestnrzr. 'Ab
dallah sah seinen Binder gemordet hin
sinken, nnd winde selbst, obngeachret
seines verzweifelten Widerstandes,
durch den Schlag eines Paraghans in
die See geworfen.
Der Inngling gab ferner aus, daß
er stch mit seinem Bruder nnd dem
Capitäne am Tage ihrer Ankunft in
Parras »ach einem Easseehans in die
ser Stadt begeben nnd dorr zwei Män
ner bemerkt harre, die in jener schreck
lichen Rachr mir am Borde des Schif
fes gewesen wären. Der Capirän
harre in Gegenwart dieser Lente viel
von den Reichthümern seiner Ladung
erzählt, nnd am nächsten Tage den
Wirth gefragt, wer die bciden'Frcm
den gewefeu'waren, woraus i!'m ? -sei
geantwortet hätte, es seien alte Solda
ten von Hydra, die mm friedlich zu
Hause lchten. Sose. r wurde der Be
sitzer des Casseehanses gerichtlich he
fragr. Erst laudiere er' Alles, endlich
gestand er, er bacre die beiden Frem
den mir dem Capitäne des Schiffes
sprechen sehen, wüßcc aber ni.ht, was
dieselhen gethan Halen konnten.
Nichts desto weniger wurde er ins
Gefängniß gefetzt. 'Da gistand sein
Weib,'nm das Leb->n i?'res Mannes
besorgt, die beiden Fremden seien Geo.
Diomadi nnd Älerandcr Gaukus,
zwei der verwegensten Eccranber von
Samos. Ihr Ansenrhalr wäre die
Hohle von Philocreres. Ihr' Mann
sei schuldlos, r härre die beiden Män
ner währenddes Freiheitskampfes von
Griechenland kennen lernen. Sofort
lies der Gouvernor von Sanios SLO
Mann Infanterie und ev Manu Ca
valerie nach der Hoble von Philoctetes
inarfchiren. Er selbst griss mit SO
Mann die Hohle an. Kaum war er
in die dnnkeln Mnge eingedrungen,
so begann ein lebendige«! Gc-vehrseuer.
Nach einem blntigcn Kampfe, den die
Dunkelheit noch gräuelvoller machte,
schwieg daS Feuer der Piraten bände.
Fünfzehn derselben gefallen,
nur einer gefangen, nnd der Rest durch
eine die unbekannt war,
entwichen. Der junge Abdallah er
kannte in dem Gefangenen sogleich ei
nen der beiden Männer aus dem Caf
fcchause von Patras. Nach langem
Läugnen gestand endlich der Caffee«
wirty der'GH.
Glaukos^derLWM^^^^^^^K
Französische Skache.
In einer Provinzialstadr Frauk
reichs, die von deu Zeirnngen nicht nä
her bezeichnet hat sich letzthin ein
! sonderbares Ereigiui! zugetragen. Ei
nem jilngen Maochen von guter, rei
cher Familie, wurde von einem weni
ger ivohlhabeuden jungen Manne der
Hof gemacht. Mit ih.er Z:
lnuilg bewarb er sich bet ih.cn Ettern
nm die Hand der Geliebten. Diese
wiesen ihii geradezu ab und l d. llteren
ihn, sich Pläne i'.us dem Koz f:u schla
gen, die sich nic ko-inten.
Bald nachher trat ein anderer Frei
! Werber auf, cbenfal'S jung und über«
- dem reich. Die junge Person wurde
ihm ohne Schwierigkeit zugestanden
nnd reichte ihm die Hand, nachdem sie
ihn jedenfalls unterrichtet, daß sic einen
andern geliebt und noch liebe.
Der Honign,war uncer solchen
Umstanden von kurzerDaner. Schon
in den ersten Tagen ll.nrmten sich fin
stere Wolken am ehelichen Himmel
auf. Einst, als die junge srau aus
gegangen war, blieb der -".ann allein
zu Hänse und durch,ebiitt, im Nach
denken verlieft alle Zimmer seiner
Wolniima. Anf einmal entdeckte sein
Blick zufällig ;wl,chen dem engen
Raume eines Scnhls, wo der Stoff
dem Mahägenholz sich anschließt, einen
seidenen Lappen, den er. ohne an et
was zu denken, hervorzupfre. Es ging
damit zugleich em Biller zu Tage,' das
vou seinem Rebeubuhler herrührte.
Dies Billec bestimmte ein Stelldichein
snr denselben Tag. Es war keinem
Zweisel unterworfen, daß seine Fran
mir ausgegangen war, um zu demsel
ben sich zu begeben.
Der Betrogene eilte sogleich nach
dem bezeichneten wo er die beiden
Schuldigen fand. Er ergriff seine
,vra». gab ihr einen Schlag ins Ge
sicht nnd stieß sie znr Thür Hinalls.
Sodann gegen den Andern gewendet,
sagte er zn ihm.
"Ich konnte Sie jetzt umbringen;
das Gesetz ermächtigt mich dazu.
Aber ich will mich ans' eine würdigere
Weife rächen. Sie haben zuerst mei
ne Fran verfuhrt, vielleicht gelingt es
ihnen auch mit dem Blme des Gatten
sich zu befudeln. Sic werden mir
Genugthuung geben."
Nach Bestimmung des Trtes, »vo
man sich treffen wollte begab der Hin
tergangene sich nach .Hanfe. Ilm sich
vollkommen zn rächen, mäbllc er seine
Fran znr Zeaginn des Zn eilampfes.
Vergebens suchte sie zn entrinnen,
vergebens weigerte sich der Gegner,
den Kampf zn' beginnen; er hatte sei
ne Maßregeln dergestalt getroffen, daß
beide sich sngen müßten.
Nach einigen Minuten erklärte sich
der Himmel, wie man gewöhnlich sagt,
für die gcrcchteSache, 'd. h. der Maiiu,
geschickter oder glücklicher als sein Ne
henhnhler. stieß'ihm den Degen in die
Brust. Lautlos stürzte jener zu Bo
de» uud verschied auf der Stelle,
i Seinen blutigen Degen am Kleide fei
ner Fran abwischeüd, steckte ihn der
!Mann in die Scheide, snhrle sie zu
dem Leichnam, deurere stumm darauf
! hin nnd entfernte sich, ohne ihr ein
! Wort zu sagen. Er hat sie seitdem
' nicht wiedergesehen.
Miß Polln Collins ließ Robert
Knowles zu Barnstable vor Gericht
ziehen, weil er sein Versprechen, sie zu
heirarhen. nicht ersnllt habe. — DaS
Zeugniß siel aber unglücklich für Pol
len ans, indem er folgendes bestätigte:
'lch habe die Mist Pollen gefragt,
(sagte Robert,) ob sie mich heirarken
wollte, und sie antwortete Ja.' —aber,
ich habe nicht gesagt daß ich sie hei«
rathen wollte."
Am 15. Marz wurde in Mobile ein
schändlicher Mord verübt. E. C. Chur
chill, ein Baumwollenagem, erschoß
den Herrn Georg Churchn'ard, einen
Commü'üons-Kaufmann. und überlic-
Mo. 5.

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