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Der Lecha Patriot und Northampton Demokrat. (Allentaun, Pa.) 1839-1848, April 17, 1839, Image 2

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Der Patriot und Demokrat.
A lle»t a » n, de» !7ten April, 1839.
M.
F li r Präsident:
Ven. TTNn. M Mavrlson.
- von Ohio.
Flir Nice-Pra si d e >l l:
Daniel Webster,
von Massachusetts.
Volks« Termin für die
Presiventenschaft, „nd das Amt verwaltet
sür dasV olk und nicht für eine Partei.
Eiu gründlicher, einförmiger und be«
qnemer Rational-Geldumlanf, anstatt Schi»-
plästerS, hervorgebracht durch nnsere gegen
wärtige s)errscher.
Sparsamkeit, Einschrä»k»»g »nd Ver
besserung in der Verwaltung der öffentlichen
Angelegenheiten.
Traurig. —Am vorletzten Sonntage fand
man den Leichnam eines ManneS, Namens
Islc 0 bGranl, in Süd-Wheitball Tann
schip, nabc bei Jereiniah Trarel'S Wirths
haus?. Der Ausspruch der UntersnchungS-
Jnry >var, daß sein Tod durch Gichter verur
sacht wurde. Der Verstorbene war in Sud-
Wheithall wobnhaft und hinterliess eine Frau
und mehrere noch unmündige Kinder.
Hohes Wasser. —Durch den aulialteii
den Regen in letzter Woche, sind die Gewäs
ser in unserer Nachbarschaft zu einer ausebn
lichen Höhe angeschwollcu. Die große Lecha
besonders ist sehr boch gewesen—doch haben
wir »och vo» keinem bedeutenden Schaden
gehört, der dadurch verursacht w»rde.
Hollo Spnnky ! —Unser Nachbar, der
Zierbengel Brig h t, nnd jetzige Proprietor
vom "Unabb. Republikaner" sagt seinen Le
sern letzte Woche, er wolle die "schwarze Li-'
sie" fnr jetzige Zeit weglasse». Ei, wie vor
sichtig bist d» doch, eS deine» Leser» nicht zu
sagen, daß man dich dazu genöthigt hat! — !
Weißt d» nicht mehr, was du zum Friedens-'
richter sagtest, als dieser dich als ein
lant überband? Dort hattest du eine andere
Story. Dort saglest dn, die "schwarze Liste"
wäre ans Versehen publizirt worden, und jezt
nimmst dn eine andere Ausrede. Entweder
du mnßt zu selbiger Zeit gelogen babe», oder
lhnst eS jetzr. Sp»n k y, wenn du so fort
machst, so kannst du bald deine» Vorgänger, i
den» junge» Münchhausen, als Wcibrheits- i
verdreher, znr Seite gestellt werdcn. Die
Probe von letzter Woche war ziemlich gut.
Wir wolle» den Spnnky jedoch noch »iibt!
ausgeben—er ist ein hübsches Männchen nnd j
eS wäre ja Schade, wenn ein so jnngeS Blnt l
so bald zn einem Bläckgnard würde und mir!
seinem Freund Himer an einem Strang zö-!
ge. Wir haben noch alle Hoffnung.
Spnnky drobt, unsern Lbaracter noch vor!
die Eourt so "schwarz wie Jim (Zrow darzn-!
stellen;"-well, go 011! wir sind'S zufrieden. >
Nur eiuS bitte» wir nnS auS, und daS ist:
uns durchaus nicht in eine Elasse mir seinem
Bciicfil-Gonvernör zn bruigen, wessen Cba
rakter bei der nächsten Eenrt genau nnter
sncht wird wegen seinen, Benefirnebme» und
der Vcrbeimlichiing seines EigemhumS vor
seinen Ereditoren. Wi r sagen "g nl ti g"
dazu, daß wir die Loko Fokos nicht noch für
ihre Wahl - Betrügereien bezablt baben! —
Ä>rf oder wird dein Benefit - Gonvernör
anch dieses "gültig" von sich aussprechen?
Dr.Dyott nnd !D. N. Porter.
Der 2llste Mai ist vo» der Court iu Pbi
ladelpbia anberaumt worden, wo Dr. Dyott
in Philadelphia wegen vorsätzlicher Betrüge
rei?» »i,d Verheimlichuug seines Verinögeüs,
(wodurch er Hunderte von Arbeitern betrog)
vor der Eonrt gerichter werden soll.
Sl» demselben Tage wird auch in der Leck,a
Launtn Court ei» Verhör ansailge», worin
D R. Porter beschuldigt ist, daß er ebenfalls
sein Vermögen verheimlicht babe, als er die
Benefit genommen, »nd welches bewiesen
werden soll. Beide Verhöre fangen an dem
selben Tage an nnd erwecken wegen ibrer
Aebnlichkeit ,i»d de» Männern welche sie be
treffen, große Sympathie.
Loko Foko Haushaltung.
In der Verwilliguugsbill, welche dem Loko
Foko Hause überreicht wurde, befindet sich
die Summe von l Million und Voi- tausend
Thaler für Ausbeßernugen. Dies zugezablt
zn den ?3«X)M<) die bereits für Ausbeßernu
gen verwilligt wurden, macht über die Sum
me von 5S I,!KX>,W<Z für den AilSbeßerungS
soiid deS laufenden Jahres. Dies ist grän
zenlos. Letztes Jahr wurden S- 2W,M!j für
AuSbesseruugr» bewilligt, mid niemals znvor
wnrden mehr denn S3l>0,(X1l) für diesen End
zweck angewiesen, nämlich nm alle AnSbesse
rungcn im Staate zu besorgen.
Der SlusbeßernugS-Fond ist gewiß daS be
ste ElectioniruiigSgcld, nutender Aussicht der
<sanal-Eo»,mißion'ers; gewiß von denselben
.»st »och wird keine Rechnung gefiibrt
werde». Er ist gänzlich nnter der Aufsicht
«nd Einrichtung der Aussichtbabeudeu, Das
Gesetz bestimmt, daß sie denselben anwenden
mögen, wo sie glauben, daß es »orbig s. i»
mochte.
Run, wie kommt es, daß dieser Fond so
übernatürlich in diesen, Jahre vermebrt ist
miter dem Argwobu vo» miserrr baukeror
re» Staats-Verwaltui'g ? ES wird zugege
ben,daß AnSbcßernngcn gemacht werden soll
ten ; allein dieses Geld wird bleS dazu auf
gebracht und verwendet, m» politische End-
zwecke zu befördern. Man vergleiche dieses
Betragen mit de», nnter Gouvernör Ritners
Administration. Es ist eine positive Unwahr
heit, daß unsere Staatswerke dieses Jahr
mebrAliSbcsscrlingc» bedürf n, als in frühern
Jahre». Im Gegentheil sind wir benachrich
tet »nd zum Theil von den Freunde» m,sercr>
bankerotte» Staats-Regieruug selbst, daß die!
ganze Linie unserer Staats - Verbesserungen l
in besserm Stande sich befänden als je. I
Hn Hegiiis, einer der meist cbrlichen Loko
Foko Mitglieder im Hause, widersetzte sich
des fürchterlichen VerwilligmigS FondS, nnd
sagte, daß er von einen, der Jnginicrs ver
nommen, der einen Ueberschlag deshalb ge
macht, daß die Hälfte von der Slimme, wel
che gefordert wird, kaum dazu nöthig wäre.
An demselben Tage, als das Wasser in den
Canal der SliSguehanna Abtheilimg einge
lassen wurde, wurde» der Gesetzgebung die
Summe von 5 27,000 abgefordert, um jene
Abtheilung ausziibesser». Wie konnte dies
' seil, ? Für die Ausbesserung des Shamokin
Damm wurde die Summe vo» 7V,OW Tba
! ler gefordert. Jetzt hätte» ibn die Aufseher
berichtet, daß Achtzehn tausend hinreiche»
' würden für diese» Endzweck.
Der schwärzeste Theil dieses Gegenstandes
j ist jedoch noch zu enthülle». Wir sind durch
> Personen, welche hohes Zutrauen bei der Lo
. ko Foko Partei genießen, berichtet, daß eS
> der Plan ist, dieses Ausbessernngs-Fond-Bill
passiren zu lassen, für deu Endzweck, um eine
Entschlildigttng hervor zu bringen, daß keine
allgemeine Verwilligmigs -Bilk an der Linie
passirt werden könne; iim den Eindruck ber
j vor zu bringen, daß all das Geld, über wel
ches der Staat z» gebieten hat, die AnSbeße
!ru»gon wegnehme», und daß deshalb keines
! für Verbesserungen an der Hauptlinie könne
I verwendet werden. Und die Absicht, »in die
Werke an der Hanptlinie liege» zn lassen, ist,
NN, die gegenwärtige ContraktorS aufziibre
! che», da manche von denen Demokraten »nd
gegen die jetzige Mob-Regierung sind. Die
! Arbeiter werden durch diese Operation ans
ikren Anstellungen gebracht; eS ist die Ab
! Sicht diese Leute auf mlnötblgen Werken in
, Arbeit bis nächstes Jahr zn balten, nnd sie so
für sich zu kaufen, durch diese verschwenderi
sche Ansbessernngsbill. Ist jemals ei» sol-
cher schändliche politischer Plan in irgend ri
llen, Lande verübt worden, wie jetzt in Pe»»-
silvaiiic» ? Wir hoffe» daß daS Volk seine
Angen wegen dieser niedrigen politischen Ta
schenspielerei öffnen wird.'
Ein Mörder qelienkt.—Am 2»sten v.
M. wurde William Dnnlap, jr. in dem Ge
fängnißhof zu WllliamSport,Pei,»s. »>ir dem
Strange hingerichtet, für die Ermordung sei
ner Fran. Die Festigkeit mit welcher er sei
nem Urtheil entgegen gieng, war wahrhaft
erstaunend ; kein Verzagen war bei ihm sicht
bar wählend den Vorbereitungen seiner Hin
richtung—er selbst machte sich de» Strick'»,»
de» HalS u»d gab daö Zeiche» zmn Abschwin
gen. Er bekennte die Mordtbat und >var mit
den, Ausspruch des Gesetzes zufrieden.
Joseph Ritner wohnt jetzt in Cnmberlattd
Lauiltv, auf einer Banerei. Sie gränzt an
die Bauerei des verstorbenen Jacob Meyer,
zu welchem er als Bancrbnrschc rMbnnden
war.
Die »leisten amerikanischen Truppen, wel
che an die Grenze von Maine beordert wa
ren, sind abbezahlt worden nnd nach Hause
gesandt. Alles ist daselbst wieder ruhig.'
Zueker in Pennsilvanien.—Ein Bür
ger in Waschingro» Eamity, Pc»»s. ?iame»s
Fittley, verfertigte wäbreud dee soeben been
digren lahrSzeir, aus drei Ziickerbäninc» sie
be»zig Pfmid trockenen Zucker nebst zwei Gal
lons MolasseS.
Vin vornehiner Tchtvindler crnnscht.
! Eine Person, Ramens Sinclair, die lange
als ein respectabler Kaufmann zu Waterloo,
im Staat Nenyork, Geschäfte trieb, nnd wel
! cbe vor einige» Monaten so viel als acht
zig tausend Tbaler a»S den Bauken gezogen
hatte, nm in Mehl zu spccnliren, nnd den Ar
me» ihr Brod zu vertbcuren, gab vor, er sei
bestohlcn worden. Er ist zu Waterloo fest
genommen worden, als die Person, welche
! de» Diebstahl selbst verübt hat. Ein großes
Packet Geld wnrde von ihm nach Philadel
phia gesandt, wabr schein! ich „m die Note»
umznwechseltt, welches zn der Entdeckung des
Betrugs führte.
Eine Bill welche das Wette» bei Wable»
verbietet, erbielt am i>ten vorigen Monatö
die Gcnebmigiiug des Hauses der Represen
tanten von Illinois. Die höchste Strafe ist
und !Z0 Tage Eiiisperrnng.
Wichtig für Landleute.—Aus uuscrn
Wechsel - Zeitunge» erseben wir, daß wen»
die Attgen von Saamen-Grnndbeeren, drei
)<.age vor dem Pflanzen in Milch eingeweicht
werden, schönere und mebliqere Grniidbeeren
und mebr ausals irgend eine andere Ange
zogen werden könne». Durch diese einfache
Metbode zog ein Bauer, anf eine Wette, V 2«
Bnfchel Grniidbeeren aus einem Acker Land
Wir denken eiu Büschel dieser Metbode könte
nichts schaden, weShalb wir sie unsern Freun
den cmpfeblen.
vo>, Ni»u bcerbaume.
Bor einigen Nächten wurde Dr. Henricken
jeinKettcr zu Colnmblis, Ne»-Jerse», durch
falsche eröffnet, und »,» 270» Mo
rus MulticauliS-Bäume bcstoble». Nach ei
nigen Tage» wlirde eine Beschreibung der
gestoblue» Bättnie an die Baltimorer Polizei
gesandt »nd eine Belobnnng von 4v<) Tbaler
für deren Habbasiwerdung, so wie s l(X) für
de» ».ieb. Die Bekantmachimg kam jedoch
ein wenig zu spat in Baltimore a», denn die
Polizei fand aus, daß einige Tage zuvor ein
Mann dort war, mit einer Ladung Maiilbeer
bäume, die er zu einem anae
boten, konnte at-er keinen Käufer bekommen
und nabm dieselbe aus dem Dampfboot nach
Norfolk, um dort sein Glück zn versus,en
Dre Person uanure sich selbst Dr. RoaerS.
Hr. Gay, ein Polizeibeamter in Norfolk, er
bielt von Baltimore einen Brief, welcher eine
genaue Beichreibung der Bäume und des Dr.
Rogers gab. Beide wnrden entdeckt. Die
Baume lagen im Stobrbause vo», Dampf
boor nnd Rogers fand nia» in fei» LoaieS
Be,de wurden mit Beschlag belegt.
Der Penusilva,iische Ngeut iu
Europa.
Es scheint daß nnsere Loko Foko Gesetzge
bung, a» deren Hanpt Pray und M'Elwee
(der Fttchsfäilger) steht, einen Agenten nach
England sende» wollen, »m Geld zu borge».
Wir setze» de» Fall, daß derZ Agent dort
angelangt wäre und z» eine der große»
Geldmakler wäre eingeführt worden, so kön
nen wir leicht denken, daß ohngefäbr fol
gendes kurze Gespräch statt finden' wird. Wir
nehmen an daß Hr. Pray der Agent und Hr.
Grant der Eapiralist ist:
Hr. Grant. Ich höre, daß Ihr den Staat
von Peminlvanien repräsentirt, »nd daß Ihr
für denselben 5 Millionen Tbaler verlangt.
Pray. . Ja, Herr, ich rcpräsemire diese
große Republik, welche man den Schlnssel
steil, nennt.
s>r. Grant. Wenn mein Gedächtniß mich
nicht trügt,- so bat dieser Staat eine große
Ban k gefre,bliest.
Pray. Ja, eS ist eine große Bank dort.
Hr. Grant. Es scheint mir, wiewobl ich
kaun irren, daß die ersagte Bank verbunden
sei dem Sraat s e <l, S Millionen Tha
ler zn niedrige» Interessen zn leihen.
Pray. O nein, ganz und gar nicht. Mei
ne Freunde erkennen den Freibrief der
Bank nicht an. Und sie sind entschlossen, so
bald sich eine Melirheit in beiden Zweigen
der Gesetzgebung befinden wird, den Freibrief
aufzuheben, und deßhalb wünschen sie nicht
ei» Gesetz zu paßiren, um sie als bündig zn
betrachten.
Grant. Nun, ich habe verstanden, daß die
Bank eine großk Snmme bezahlt babe an
euren Slaat,.f»r eure Straßen und Schu
len—bin ich dnrin recht?
Pray. O ja, sie hat eiuige Millionen be
zahlt.
Grant. Seid Ibr wirklich i» Ernst, wem,
Ihr davon redet, den Freibrief aufzuheben
»nd den Contrakt zn verletzen?
Pray. Ja, ich und meine Frennde, und
nlisere ganze Partei sind sebr begierig, de»
Freibrief jener Bank a»fz»hebe».
Grant. Run den», ich sage Euch daßlhr
dorthin gehe» möget, wo die Narren häufiger
sind, und dümmer als in Europa, ebe
enien Thaler Aiileihe erbalten könnt. Ihr
seid jetzt darus aus, eine» feierlichen Eontrakt
zn b recl en, und Ibr frägt mich, mit Euch ei
nen andern einzugebcn. Wie weiß ich, oblhr
mir nicht auf dieselbe Art behandeln werdet,
als Ihr entschlossen seid Enre eigne Mitbür
ger zu bebandeln ? Welche Ursache babe ich
als ein Ausländer zu glauben, daß Ihr mich
besser als die Bürger Eures eigne» Staats
behandeln werdet? Ich weiß daß einer eurer
Anzahl ein Tory sei» würde, wenn eS dar
auf ankäme z» England zn stoßen nnd gegen
sein eigenes Laud zu sei», allein das ist ge
wiß eine schlechte Empfehlung. Herr, hier
sind Eure Dokumente; eS ist für mich nmiö
thig dieselben diirchznscberi.
(Er rnst seinen Bedienten.) Thomas, zei
ge den Mann den Weg nnd sieh daß er »lei
nen Mantel nicht mitnimmt.
Solches mögen wir aIS den Erfolg erwar
ten, wenn wir versuchen Anleihen zn machen
durch die Freibriefe verletzeude Mob-Aufiil,-
reiidc Lvko FokoS in Peuusilvanien.
Hrn. Ä)kül)lenbcrg's Vvief.
Der "FreibcnS - Freund," eine zu PittS
bnrg herausgegebene deutsche macht,
indem er Hrn. Mnhlciibcrg's Brief pnblnirt,
folgende Bemerkungen. Der 'FreibeitS-F.'
hat eine anSgedebnre Eircnlation niiter den
cnropäisch-Dcutscheu, und spricht die Gesin
nnngen ohne Zweisel einer Mebrzabl dersel
ben ans.
" Wir können nicht nmbi», dem obige»
Schreiben des Hrn. Müblenbcrg, nnserS Ge
sandten am osterr, ichische» Hofe, einige Aii
mcrkniigen beiziifiigen, da nnS bei Durchle
sling desselben ein gewisses schmerzbastcS Ge
fnbl—der Täuschung und, wir mögen eS of
fen gesteben, des AergerS, anwandelte über
einen Man», welche» wir seither seiner geisti
ge» Fäkigkcitc», seiner Grundsätze und seiner
erhabenen Stellung, besonders aber seiner
deutschen Abkunft wegen, hochachten zu mil>-
sen g l a » b t e n, in dessen Person wir aber
nu» nichts als den egoistischen, beschränkten
Amerlkaner erkennen, der mit wahrbafl wei
bischem Gesalbader seinen lleberinntb nud s.i
ne Beschränktheit an den Tag gibt. Wir sind
der Ueberzeugung, daß dieser Brief s>r. Mub
lcnberg iu der Achtung, wenigstens der Mebr
zahl der deutschen und vcriimifrigc» Bewob
iier Peiiiisilvanitns sehr berabsetzen wird, da
darin auch nicht ein Fnnkche» vo» Geist oder
unparteiischer geprnfrer Aiischaumig enibal
ten ist. Er giebt auch nicht ein einziges De
tail von Neuem, Interessantem, was von frü
hern Reisende» »bersehe» oder mir fliichiig
bernhrt worden wäre, eS mußte dem, eiue
Uuwabrheit, Uebertreibung »der anmaßende
Bebanptung sein.
! Schon seine Einleitung ist erbärmlich und
> spricht im böchste» Grade von der Unkeuntiiis!
! nnd dem Egoismus deS Verfassers. Er giebt
Amerika den Vorzug iu moralischer Hinsicht,
und glaubt, daß sich bier mebr Glück im qe
meiucn Lebeu vorfinde, als z. B. i» Frank
reich oder Deutschland. Wen» sich daS Gluck
des Gebens auf dem zufriedene» und vor
Freude und Lust strablendeii Antlitz des Eiu
zrlncii, wie der Gesammtbeit abspiegelt, so
dürfte doch wobl Amerika in dieser Einsicht
gar kemen Vergleich mit Frankreich oder
Deutschland anshalten können. Dort Hei
terkeit n»d Lebenslust—bi.r trübes, düsteres
Umberschleiche» ohne auch nur einen Schein
von Lebensfreude. Sebr wabr sagte dal,er
der bekannte und geistreiche Reisende, Herr
Brooks, in seinen Briefen vo» Deutschland,
" daß der Amerikaner gar nicht wisse, was
Leben beiße; daß ma» die wahre Essenz des
Lebens, den wabre» Genuß des Lebens erst
von Deutschland erlernen miisse." Was den
moralischen Charakter der Amerikaner be
trifft, so dürfte man mir die Journale der
Verbreche», der Laster«,aftigkeit nnd ter AnS
schweisi» g Amerikas nnd Deutschlands mit
einander verglichen und das Resultat wurde
sich leider! sehr zum Nachtbeil des Erstere»
bcrauSilellen. Zudem wirerspricht diese Nach
richt deS Hr». Miil'leiiberg nber den morali
schen Znstand Frankrrichs'nnd Deutschlands
ganz der friiliern, durch jahrelange Beobach
tung anderer gebildeten Amerikaner
gesammelten Erfabniug. So sagt z. B der
Ebrw, PreSbiteiianer' Geistliche Hr. Dew
daß er Tausende von fröhlichen Menscheu ,u
Frankreich und Deutschland anf Bällen, in
Conzerten, bei Volksfesten, ?c. gesehen nnd
beobachtet hätte, er müsse aber lügen, wenn
e » Trunkenbold gefunden, wie man
sie täglich in deu Strasse» jeder amcrikam
sciien Stadt sich hermnwälzen sehe. Und doch
wisse man dort nichts von MässigkeitS-Gcsell
schaften.
Nnr einige Tage sich in Frankreich verwei
lend, behauptet Herr Mubleuberq schon : die
Franzose» sind in moralischer Hinsicht äus
serst verdorben und weder zu einer republi
kanischen noch zu einer monarchischen Regie
rnngSform geschickt. Ist eine solche Aeusser
u» , nicht zn gewagt nud, nir möchten sagen,
voreilig? '
Auf seiner Reise durch die herrlichste» Ge
genden Deutschlands hängt Hr. Mühlenberg,
mebr am Niedrige» mid 'Kleinliche», als a!»
Erbabeile«, Schöne». Er spricht lieber von
den Flöhen nnd Mistbanfeu,alS der üppigen
Vegetation der Pfalz oder den Sehenswür
digkeiten der großen, Städte. Er vergißt
über solche Erbärmlichkeiten ganz und gar
das amerikanische Wanzenbcer und die elen
de» Bleckbülte», die zum grossen Tbeil in
Wahrbeir erbärmlicher sind, als die Sct wein
stäile Deutschlands. Er vergleicht die Wein
berge mit Wklschkor»feldcrn,„nr daß Erstere
des schöne» Grüns ermangelte» ! ! Weil der
Rbein bei Kehl eng in seine Ufer eingeschlos
sen wird, aber desto tiefer und wilder dabin
braußt, hat er sich in ibm getäuscht, und des
wegei, bat ihm der an seinem User wachsende
Wein wohl auch nicht schmecken wollen— ob
gleich er nach sonstigen Aeusserungen kein
Mann ist.
Wir sind es müde, uns weiter über dieses
Geschmier einzulassen, was obne Zweifel zur
Ebre des Hrn. Mnhlenberg besser ungedruckt
geblieben wäre, zumal da feine Nachrichten
iveniger Nenes und WissenSwertheS enthal
ten, aIS in jeder Schnlgeographie zn finden
ist, nnd seine eigenen Glossen, wie schon oben
erwähnt, den Stempel deS I lt.'iiweiberge-
schwätzeS an sich tragen.
Lebendig Begraben.—Der Galigna
m'S Messeiiger berichtet folgende» Vorfall:
Ein Frauenzimmer verwechselte vor eini
gen Tage» ihr irdisches Leben mit einem bes
sern in dem Departement Orne; nud nach
dem Mansie die gehörige Zeit anfbewabrt bat
te, beförderte man sie zn ibrer Ruhestätte;
allen, da der Begräbuißplatz in einiger Ent
fernung war, so kam man erst mit den Hng
gegen Abend daselbst au. Sobald als 'der
Sarg in die Gruft herab gesenkt wnrde, ver
nahm man unterschiedliche Scnfzer von dein
Boden des Grabes, nud die Beistebeuden,
vcn dem Gedanken ergriffen, daß rinMensch
lebendig sollte begraben werden, bestand auf
die Oeffmliig des SargeS. ES wnrde getban.
man fand jedoch alles in Ordnung, nnd der
Körper war kaum wieder zn feiner Ruhe ge
bracht, »ls»daS seufzen sich erneuerte. Die
Mebrbeit floh min in Angst »nd Schrecke»
vom Grabe; allem ein alter Soldat, der we
der eine» Geist noch den Teufel fürchtete, gab
sich Muhe, zwei oder drei z» sammle»,'die
Muth genug hatten, mit denen er bernnter
stieg, nnd bier fanden sie eine» Betrunkenen,
der, wie eS schien, in das Grab hinein gefal
len war nnd fest schlief. Der lebende Mann
wnrde obne Zeitverlust zu den obern Regio
nen befördert »nd die Verstorbene der M»t
rer Erde gelassen.
Abschenlichkeiten
ES scheint der Kaiser vo» Rußland ist ent
schlösse», daS »nglückliche Pole» de» Kelch
der Bitterkeit »nd Erniedrigung bis auf de»
letzte» Tropfe» einzuflößen. Auch bestreich
folgt feinem schreckliche» Beispiel. Neuliche
Berichte, die in Paris vo» Lemberg, in öst
reichisch Gailizien, erbalten worden, melde»,
daß die Verft'lgmige» in Polen sowobl, als in
dem Innern von Rußland, Fubalteu; suuf-
und sechSzig Familien von Odessa, Kio, Vol
bunien und PodolSk, sind festgenommen nnd
transportirt worden, tbeilweise nach de»,
Norden »nd zum Tbeil »ach Wilna. Diese
Familie» solle» mit KonawSki, dem Pole»,
verglichen werden, welcher sie angegeben bat.
Ibr Sigenibiim ist in Beschlag' belegt, nnd
wird ans 28 Millione» geschätzt. ES heißt,
daß man Willens ist, sollten sie von der An
klage frei kommen, daß sie mit KonawSki ver
bunden feien, ibr Ergenlhnm doch verkamt,
und sie genöthigt werden seilen sich Eigrn
tbum in Slberien zn kaufe», wo sie ibre fer
nere Wobnnng ailfznschlagen baben
Ei» Brief von Wilna meldet, daß Simon
KonawSki, welcher zn Anfange seiner Fest
nchmniig so viel Srandbafiigkeit zei.ue, zu
letzt eiu gewisses Bekemirniß abgelegt bat,
nm der Peinigung z» entgehen, mit welcher
er gedroht wnrde, nnd mit welcher bereits!
die erste» Versuche gemacht wurden, da man!
ibn mit gesalzene» Häriiige» speisete, ebne!
Ibm etwas znm trinken z» reichen. Sein Ge
fängniß ist eines der schrecklichsten Löcher, n.
er empfängt jeden Tag seine gewisse Anzal l,
Schläge. Gewiß, diese tirannische Maaß
regeln können nicht lange daner», »»d
sei, anf die Häupter der Urheber zurncksalleii.!
Die liberale» Monarchen Europa'S sollten!
crrötbc», daß sie Gemeinschaft mir einer Re-!
glernng babe», die sich solcher Schandlbaien
zn Schulden kvnimc» läßt.
Sr,zrci,»nft des vevnlttthete» Mör
ders.
Der Public Ledger vom vorige» Samstag
giebt die Besoudcrbriten von der Ergreisiina
KoblerS, des vcrmnlbetcn AiörderS vo» Sel
lerbach, nebst seinem Gefährte» Willmam,
Dieselbe» wurde» am 3te» dieses MoiialS
auf Veraulaßiiug des Herr» Wc»imann in
Balklmore verbafret. lii der Nach, vom 2t
a»fde» 3te» Ap«l, wurde die Aufmerksam-!
keit des Herr» Weinina»» besonders anf ei»!
HauS gezogen, i» welchem er Kobler z» fei»
glaubte. Am folgenden Morgen lauerte er!
wieder um das Ha»S auf, »nd entsiblrß sich
endlich einen Verhastsbefebi vo» einem Al
dermami zu verschassen mid in das Hans z»
gebe». Diese» Entschluß fubrte er aus, mid
»ahm eiiieii Polizei-Beaimeii mit sich, dem
er die Anweisung gab, irgend einen Mann,
dem er anf die Schulter klepfen wnrde, in
Arrest zn nebmen. Sie gieiige» i» daS
HauS, und als Weinmami de» Nobler er
späbete, klopfte er ihm auf die Schulter, auf
welches Zeichen er sogleich von dem ib» be
gleitenden Beamten in Gewahrsam aenoin
ttie» wurde. Willmann, der verinutbctc
Gehülfe von Kobler, wurde von Herritz
Weinmann ergriffe», u»d ebe»fallS nach den?
Polizei-Amt gebracht, von welchem diebeWll
vermuthete» Verbrecher nach dem GefäiW
»iß abgefubrt wnrde». Herr WeiilmaiW
schreibt, dap er im Besitz hat einen
auf welchem die Buchstaben V. einaravi»
sind, und eine blecherne Schachtel, 'welch?
wie man vermuthet, dem ermordeten ZeUer?
Bach zngehorte", u»d welche Artikel in KobZ
lers Besitz gewesen fein sollen.
Wir vernehmen, das Scheriff Ried »W
AniiapoliS abgereist ist mit einer
von dem Gonvernör von PeiinsilvanicnHW
den Gonvernör vo» Maryland für die AiM
lieferung der Gefangeiien, und nachdemW
den d»izu von letzterem erkalten
wird er sich nach Baltimore begeben, n»
brin /eu" d'csi.!''» Gefängniß M
(AnS der demokratischen Freih.
sintemal ich am Asten verwichene»
bekannt gemacht babe snr eine Anleihe vM
zwei tausend znrßezahliinii
schulden; und sintemal ich damals in
»er Bckaniitmachniig angesiibrt babe,
die besagte Summe auf den Mste» lemW
Monat haben müsse, »nd alle Banken EaM
'alureu, ?c., die Geld zum Wegleihe»
aufforderte die erwähnte An leibe
ttieii; und sintemal eS einem Jeden bekanW
war, daß ich durchaus fällig bin, das G,M
wieder in 1813, nebst 5, Prozent JntcreffeW
rlirl.ch z.iriick zu zablcn; und sintemal W
3«»»e Marz berbei kam, »nd niemand meW
Anleihe annabm, »ssd icl» dadurch iu eine vW
dollte Schwierigkeit gcralben bi», so kam i>
ans den veriiiinsrige» Einfall, daß etwas mW
richtig in Dänemark ist, nnd daß eine V«W
I ch w o r n n g nnrer den Banken, fowobl aW
unter privat Individuen statt gesunden
»m nur das Geld nicht zn leihen,
nein Eredit z» schade», oder gar zn
kann ich nicht umhin als zu
daß es am Besten für uns, in
mokratische» Obermal,antango, sowohl aW
snr die ganze Gemcinbeit wäre, wenn
Banken »n Lande rumps und stunipe!
brocl,?» werde» würden, damit sie biiifWW
»iema»d mehr anfnhre» niöchten. Auch rei-j
che Lenke, die jetzt kein Gebranch für ihr Geld!
babe» »nd dasselbe rnhig i» ihre» Kisten
Kaireu liege» lasse», sind ebe» s' venve.ieiu
wie die Banken, denn wen» sie hervorgetrW
teil wären nnd mir die besagte NXX) ThalM
geliehen, so hätten sie doch 5 Prozent InterW
sei, erbalten, anstatt NichtS. ->ch muß solW
Menicheu daber als wabre Aristokraten W
tra.l.rei', nnd boffe, daß sie für diese mivW
zeibliche ctnnde gestraft werden möchten vW
uuserm guten demokratischen Reform-GW
vernor. Nebstdem hoffe ich febnlichst, dW
bei der Ertra-Sitzniig der Gesetzgebung W
nächsten Ma>>, die Freibriefe aller Bai,kW
widerrnfen iperden, und daß ei» Gesetz »W
sirt wird, nm ledermau im Lande, der
im Besii; bat, entweder ans demselben vW
bannt oder "gelimscht" werden niöcbte. W
Gegeben unter und dem
S'egel des Demokratischen
diesen ?ten Tag April A. D.
dem lsten labre der Verwaltuug des
nigs David Rilteubans.
EnriiS Pocu^W
Die Gesetzgebung von
sirte wäbreud ibrer so eben m
nng !»!i Acten nnd 27
derselben bezieben sich
stände, .und nnr wenige Zlcten
scnllichen Natnr baben
ren. Pennsilvanien zählt
Lamm, mebr, denn eine passirte
net die Eirichtnng eines ueueii
! bellen von Venango nnd
ches den Name» "Llarion" erbalte»^^^M
Eapt. Pell, vo» dem s>rvre
Utica, meldet bei seiner Ansmifr zn
daß er am Elsten März in -tt, -s.'>
te nnd 48 Gr. Länge, eine große
anlraf, gestaltet i» Felder nnd
ltere in großer AuSdebnung und die
>n Berge qleicher Höbr. Er rann
und westlich Itl» Meile» durch
und Eiobcrge ; eiuige der letzter»
ein zu MV Fuß boch.
Übersicl,t des
Fla »er »» d Meh l.—
sel bat »» Preis stattgefunden, die
bat sich vermindert nnd der
stumpf. Verkäufe von ISW bis
rrlS zur Vorsctiiffuug an S? 50
Mäßige Verkäufe z»m
a» .demselben Preife gescheben. Die
ren baben sich vcrmebrt, aber
Vorrat!, imiiier nech gering.
verkauft an S 5 37i das Bärrel.
kornm. bl: Z!erkänfe von
?17, l4»v S»ärrels an SZ
G e tre .de. - Mäßige
Waltzen komme» aufde» Eaiiäleu
kaufe vou lA«) Büschel
»l v.i für rotheu und si das
rotbeu und weiße»; !>MX>
welcher bald
a»sl «7. Roggen: Verkäufe von
MUi» Büschel an W für
Hl I» für Pennsilvanifchen.
die Preise sind etwas gefallen und
ren sind beschränkt gewesen,
südlichem gelbe« a» !>2 Eeiits, nud
panisches rundes, friibe in der
»:! LeiitS.-Hafer.- Verkäufe von
schel Pennsilvanifchem ano dem
LentS das Büschel.
Saa iu e.—Die labreszeit
»r schon ziemlich verstriche»,
und am Sinken. Verkäufe von
Bnschel eiilhkimischem und
Saameii au SU 5,1 t bis SC! 50
I l el, für gute bis vorzügliche
gro,!ie»tbeils a» «12 bis »13
SI 82 und 51 8» das Büschel
Wbi oke » —Verkäufe von 4
Darrels an 38 nnd 3!) EenlS
?>crkalife m HogsheadS an 37 und
Cchlachtochsen waren in gnter
nnd brachten S!> bi»,w da«
giite bis vorzügliche Qualität, und
germe.crer Güte SB. 25 mid S sv
dcrt. Milchkühe und Kübe mit
2l! biS 4(1 Tbl. Schweine >57 25 bis
das Hundert-Deinige vorzüglich gute
l> Thl. das Hundert.

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