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Der Lecha Patriot und Northampton Demokrat. (Allentaun, Pa.) 1839-1848, September 04, 1839, Image 2

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ist, als über jenes, welches llNvercheil
dar und gemeinschaftlich ist, begegnen
uns Widersprüche und Nngeremuhei
ren, Uiikluglieit nnd Ungerechtigkeit in
solchem Grade, daß man sich ftkr er
staune muß, daß sie (letzte Willen)
jemals unter Menschen gednlder »vur
den."
Hier haben wir Achten nnd unver
fälschten Lokofokoismns. Dieses sind
die Grundsätze von einem Theil der
Van Buren Pank«, und wenn sie von
dem andern Theil nicht bssentlich be
jaht werden, so werden sie doch von
demselben geduldet nnd aufgemuntert.
Was denkt ihr. Banern nnd Hand
werker, von diesen Lokosoko Grund
sätzen »lach welchen es euch nicht er
laubt fein soll die Fruchte eures Fleißes
nnd eurer Anstrengungen zn gemessen,
noch euren Kindern 'zu hinterlassen,
sondern Fanllenzer und Tagdiebe sollen
gleichen Anspruch mit ihnen darauf
machen können ?—lst cs nicht die hei
lige Pflicht aller rechtlichen Menschen,
welchen die Wohlfahrt des Landes u.
das zeitliche uud ewige Glück ihrer
Kinder am Herzen liegt, sich ans alle»
Kräften dem Fortschreiten von solchen
verderblichen Grundsätzen zu wider
setzen—Grundsätzen, welche gegen den
Besitz vou Privateigenthnm streiten,
die abscheulichste Ruchlosigkeit uud Ir
religiosität verratbeu, uud die Grund
festen der Religion, der Moralität uud
der Gesetze zu untergraben drohen?
Der Patriot nnd Demokrat.
Allentaun, den 4ten September, 18351.
IIWi '
Für Praside »lt:
Cltn. TDm. A.? Garrison.
von Ohio.
Für V i c e - P r ä si d e n l:
DtVncl Wel>stcr,
von Massachusetts.
FürAßembln:
<shavles W. ÄVicand, (?'sc?.
Capt. .Yenry Scipc!.
Die Lerbandlniigen an dem Hause
des Hrn. loban Fretz, in N. Äiilsord, Bncks
Eannty, sollen iiächste Woche im "Patriot"
erscheinen.
Feuer. — Am letzten Sonntage Morgen
brach ein Feuer in dem Kieferschop des Hrn.
John O. E o l e, gerade gegenüber unserer
Druckerei, aus; und ehe den Flammen Ein
halt gethan werden konnte, brannten zwei
Främgebäude, mit den sich darin befindlichen
Materialien und Geschirr, bis ans den Grnnd
nieder. Nur mit genauer Noth, und allein
dntch die Thätigkeit unserer Feuerleute, wur
den die zwei anstoßenden Wobiluiigeu des Dr.
E. 5> Martin und s)rn. Lauteuschläger ge
rettet, indem beide Häuser schon Feuer gefan
gen battcn. Den Verlust des s?rn. Eol e
kaun man auf SBOO schätzen, welches ilm
sehr bart trifft, da er noch ein junger Anfän
ger ist und die beiden Gebäude seine ganze
Habseligkeit waren, die er durch angestreng
ten Fleiß erworben hatte.—Hoffentlich wer
den die Bürger von Allentauu und Umgegend
eine Eollectc erbeben nnd den Verlust etwas
zu erleichtern suchen.
Der Gcgenfreimaurer-NZaylzettel.
Wir haben das Vergnügen den dcmokra
lischenGegkiimanrcr-Wablzettel für LI ffe m
b l y diese Woche unsern Lesern vorzulegen,
welcher am letzten Samstag von den Delega
ten der unterschiedlichen Tannschips fornurt
wurde. Wir sind überzeugt daß die Delega
ten keine hessere Auswabl für obigeStelle
bätten treffen können, als in der Ernennung
der Herrn Wieand und Scipel. Bei
de sind juuge seilte von ansgezeichneten Ta
lenten, und sehr wohl beliebt für ihre Recht
schaffrnbeir und Fähigkeiten von einem jeden
der mit ibncn bekannt ist. Wir sind über
zeugt daß wenn diese beiden Herren erwäblr
werten, eS eine Ebre für unser Eanury fein
wird, anstatt daß wir schon Jahrelang nichts
ols Str ohmäli n e r in Harrisburg als
Rrpreseiitanren Batten, die nur dort von den
. Li'ko Foko Lieders als Werkzeuge gebraucht
wurden, nm-den Staat z» enlcbren nnd des
sen Bürger in eine Schuldenlast zu rennen.
Wir hoffe« daß die Tarbezabler dieses Eann
ties bald einseben werden, was zu ihrem Vor
tbeil ist, und sich gegen die verschwenderischen
Maßregeln der jetzigen Staats-Administra
tion zu seyen, durch die Eriväblnng von Män
nern die das Wobt nnd das Gedeiben dieses
«roßen Staats am Herzen baben, und nicht
blindlings einer Rotte von politisch?« Dema
gogen folgen werden. Es ist Hobe Zeit, daß
das Volk dieses Staats auf sein eigenes In
teresse siebt, und sich selbst vor dem drolien
ten Untergänge rettet der demselben bevor
steht.
Falsche halbe Thaler, datirt 1834, sind in
UmUnf. Si» können leicht erkannt werden
?vlr>s »« am Rande geriebn werden.
Der Loko Foko Wahlzettel.
Wie zu erwarten war, nahmen die Anfüh
rer der Loko Foko Partei am letzten Sam
stage ihr aanzes Eaiinty-Ticket auf. Wir
sagen die Anführer der Partei, denn,
obgleich es auswärts schien als wäre cs von
Delegaten aufgenommen worden, so war
doch im wahren Sinne des Worts daS Ticket
von den Lieders aufgenommen. Wir hatten
hier wieder ein getreues Beispiel von der j
Verdorbenheit des Delegaten Systems, wie
es beut zu Tage vou der Loko Foko Partei
gebandbabt wird. Während der ganzen
Woche wurden die erwählten Delegaten im
Eannty gebohrt, alle nnebrliche Mittel u.
Tricks wurden angewandt um gewisse Per
sonen auf den Wahlzettel zu bekommen.
Das Volk batte gar nichts mit der Auswabl
der Eandidaten zu thun, die Lieders allein
machten alles fertig.—Selbst als die Delega
ten sich versammelten, wurden T r i ck 6 an
gewandt um gewisse verdienstvolle Männer
ihrer Partei, welche die Answabl des Volks
wäre», z» bekämpfen, welches ihne» a»ch ge
lang. Der Prahler Gibbons leitete die gan
ze Sache nnd es gelang ibm alle jene Perso
nen auf das Ticket zu bringen, welche D. R.
Porter letzten Winter zu den Eanntyämtern
ernannte. Wir fragen die Aufrichtige» ih
rer Partei: Ob ihr Eaiiiity-Tickct eine Er
nennung des Volks ist, oder ob cs nicht
im wahren Sinne des Worts eine Ernen
nung von Porter ist? Nächstens mehr
hierüber.
Folgender Wablzettel wurde von den Lie
ders ausgebrütet:
A fsc in bl p. Mich. Ritter, Benjamin
Fogel.
Protho n o t a r. lesse Samuels.
Registrirer. Sainnel Marks.
Recorder. Ambony Gangewere.
Eourt-Schreiber. lac. S. Busch, Esa.
Eommissioner. Squier Ziußbickel.
Nobert t?ampbeU's Verdsr
Spuuky Glanz uud der Penn Tauuschip
Bäiiiierma», versuchten vorige Woche dem
schimpflichen Ausgang des Verhörs ibres
Bcnefit-Gouveruörs eine andere Wendnng
zu geben, in einem Arrickel, welcher wabr
fcheinlich von Beb.Bläckstoue oder einem an
deren Pettifogger in Englisch geschrieben war,
de« der Glaiiz übersetzen ließ und es als
Original seinen Lesern anpaßte. (Selbst
kann er es nicht tbun). Als wir den Lügeu-
Nepublikaurr in die Hände bekamen uud de»
Artikel lasen, mußten wir bekennen, daß wir
nicht verstellen konnte», was derselbe meinte.
Wir wartete» auf de« Bäiiuermauu, u. siehe
da, wir entdeckte» daß diese Kerls ans einer
Nadelöbre dem Ausgang des Verhörs
schlupfen wollten, das so schimpflich snr den
"ehrlichen David" ausgefallen ist. Nein,
Nachbar?», ihr könnt Euch diesesmal nicht
heraus lügen wie bei anderen Gelegen besten.
Die Nachbarn von David R. Porter baben
die Sache genau uulersucht nnd i b r U r
theil spricht lanter als alle Lügen
die ibr eueren Leser» deswegen vormale»
könnt.
N. B. Die zwei Drucker haben wahr
scheinlich vergessen etwas wegen Limita
tion -' Akte zu sage», welche D. R.
Porter in der .Huntington Eannty Eonrt,
anstatt Bezabluug seiner Schulden an einem
armen Man» vorschützte. Auch babeu sie
kein Wort wegen der M'Murtrie Sache ge
sagt, die David li. Porter aufschob, und sich
fürchtete verbört zu babeu, noch etwas von
der Ucbervortheilnng der armen Witfran in
Hollidaysburg.— Kommt Buben, seid einmal
ebrlich uud macht die Wahrheit be
kannt !
tvrstanüliehe in Hn n
tingdon Eannty!
Ein jeder weiß daß Ro be rtC a m p bell,
Es?, srnbcr Protbonotar von Hl»itingdon
Eannty, unter einer Anklageschrift fnr Deibel
gegen David R. Porter stand, der ibn in ei
nem Briefe beschuldigte, daß er seine Eredi
toren betrog, n. s. w. Dieses Verhör kam,
wie wir letzte Woche meldete», vor die Hun
tingdon Eourt, uud die Beschuldigungen ge
gen Porter waren so Kar bewiesen, daß die
Jury eiu Urtheil veu-"Nicht Schuldig !"
fnr s)rn. Eampbell einbrachte. Wäbiend
dem Verbör wurde, nnter anderen Schlech
tigkeiten, auch folgendes bewiesen:
Thomas Jackson, ein ?oko Foko, hezengte,
nnter Eid, daß er uud Porter im labr IBZS,
knrz zuvor ehe der Pcusilvanische Eaual aus
gelegt wurde, übercin kamen, das Eigentblim
einer Wittfrau, Ramens Sommerville,
iu HollidanSburg, Hnntingdon Eannty, zu
kanfen. Daß Jackson mit einem unaufgefull
ten Died, den Porter geschrieben batte, des
wegen nach HollidanSburg gieug. Als er dort
ankam, willigte er ein, einen Mail» Namens
E. Garver mit in die Epeenlaiion als Part
ner zu nebineii, und machte demgemäß seine
Vorbereitungen. Er gieng sodann zur Fran
Sommerville, nnd bot ibr S7«v snr ihr Land
nnd sagte ihr zugleich, daß der Staat
einen Anspruch (Lien) von SIMO
aufihrLa Ii d h a b e! Es war zwi
schen lacksou uud Earver verabredet, daß sie
sich belde bei der Wittfrau nnverlnuthet tref
fen wollte», daß eui jeder 'wn ibnen ibr Ei
genlbum kanfen wollte. Dieses geschah. E.
Garver sagte dort, weu» läcksan S7OU geben
könne, so wolle er SBSU geben, welches be
willigt wurde, nnd sie wußten zur
selben Zeit, daß der Staat
durchaus kein Lien anfihr Ei
g e n t b n m hatte. Der Kauf wurde ge
schlossen, und obgleich läcksou uud Garver
die vorgeblichen Käuser und Porter der
wahre war.
Als von der Eourt gefragt wurde, wann»
Porters ?tame inä't im Spreche» erscheine,
s.igteläcksen daß derselbe ansPorterS eigenes
Ersuchen weggelassen werde» wäre, denn er
sagte er babe S ch ld e n zu bezahlen,«,
wünsche desbalb nicht, das Eigevrhnm in sei
nem eigene» Namen zu ballen. läckson sagte
gleichfalls ans, das? d>eS Eigentbnm, welches
er siir 58Ä1 gekauft, jetzt vierzig Tau
send Tbaler werlb sei, und daß er selbst,
Garver und Porter dasselbe forrwäbrend biel
ten. Gleichfalls, daß als der Handel mit
FranSommerwillc abgeschlossen ward, Bar
ver sagte, er wäre nicht gewohnt einen Han
del zn ende», außer er zeige auch seine Freund»
> schaft, weshalb er der alten Lädy ein Ge
schenk von einem seidenen Anzüge machen
wolle; dies wurde gethan, um sie mit mehr
Erfolg riiiziinebmru.
Dies ist das vou Porter's Part
ner nnd politischen n . Was denkt ibr
jetzt von Porters Ehrlichkeit ? Werden seine
Frennde sagen, daß sein eigener Partner uud
politischer Freund lügt ? Wir denke» nicht.
Wir betrichlen dieses Zeugniß von großer
Wichtigkeit, in so fern, da Hr. läckfen jetzt
»och der Gesellschafter und polnische Freund
von Porter ist. So weit beweiset es, daß
Porter damit verbunden war, die alte Frau
mitübervortheilen zn Helsen, indem ma« sie
weiß machte, ihr Land sei blos einige Hun
dert Thaler werth, uud daß der Staat einen
großen Lien darauf habe.
Taxbczahler, habt^l-ncht!
Nach Verordnung des neuen Wahlgesetzes,
ist es zur Pflicht eines jede« Assessors vou je-
dem Tauuschip geworden, eine Liste der Na
men von allen Tarbezahlern in jedem Wabl
distrikte öffeullich aufzufchlagcu—uud alle sol
che deren Namen sich nicht zehn Tagen vor
der Wahl ans dem Asseßment befinden, ha
ben kein Recht zu stimmen.
Daher ratben wir einem jeden Stimmfä
higen, die Liste zu untersuchen, nnd wenn sein
Name sich nicht darauf befindet, daß er den
selben bei dem Assessor angiebt und aufdiesel
be schreiben läßt.
Die Gränd-Inrn von Daupbiii Eaunty
scheint jedoch die Unterschrift des General
Anwalts nicht für eine so ganz notbweudige
Sache zu halten; deu» als eine Anklage ge
gen drei von de» Rädelsfübrern des Deiem
ber-Mobs, obne die Unterschrift des Gener
al-Anwalts, von dem Privat-Advokate» de,
Kläger vor die Gräud-Inry gelegt wnrde,
! brachte dieselbe e i n m ü thig diese Ankla
ge als wohlgegründet (True vor die
Court.
j Gnte Aussichten? Wir vcriiehmen,
! das: die fünf Loko Foko Schul-Direktors iu
Snd.Wheithall Tauiifchip min bald Weis
' beit erlange« werde«, indem ein jeder von ib
nen fein Schnlbans vor feine eigene Tbüre
! bauen wird. Hoffentlich werden sie bald ei
nen großen Nutze«, auf Kosten des Tauu
schips, a«S diesen Schulbäuseru ziehe» !
Die t?auiltn-?lcluter.
lii Berks Eannty scheint alles in Aerwir
rnng zn sein, wegen den zn crwäblcnden Be
amte» für die Eäuuty-Aemtcr. Die Loko Fo
kos zaukcu und streite» sich untereinander ge
waltig wegen der Art wie sie erwäbltwerten
sollen. Wäbrend sich der "Readinger Adler,"
oder die sogciiannle "Berks Eanni» Biebel."
sich anfs äußerste bestrebt, die Eaudidateu für
die Eauuly-Aemlor dnrch das Delegaten-Si
stem aufgenommon zn babeu, (wabrfcheinlich
weil er selb st dabei intercßirt ist) so finden
sich doch viele seiner Partei bewogen, anders
handeln zu wellen, und darauf zu besteben,
daß eiu jeder Eantidat freiwillig mit fei
nen Ansprüchen vor das Volk treten solle. —
lim eine Probe zn liefern, machen wir nach
frebends ein Anszug aus den Verbaudluiigeii
einer Loko Feko Eauuw Versammlung, wel
che vorletzte Woche i» Berks Eauuty gehal-
ten wurde:
"Nachdem dnrcl' dieVerbeßerteEonstitntion
die Gewalt einen Protbouotarius, Schreiber,
Recorder vou Kauft'riefen uud Rcgistrirer
von Willen, fnr die Eannty Berks, von den:
Gouvernör dieser Republik genommen wer
den ; und nachdem durch dieselbe Verbeßerie
Eonstitulion, die Gewalt diese Beamte» an
zustellen in den freien und nnabbängigcn
Bürgern der besagten Eannty Berks bernbet;
und nachdem wir, ein großer Theil der be
sagten freien und ilnabhängigen Bürger der
Eannty Berks, gesonnen sind offene und glei
che Gerechtigkeit in allen machen, die sich ans
die Auswabl für diese Aemter beziebeu, aus
geübt zu seben ; nnd da wir Ue Frage wegen
Auswabl derselben als eine ganz bäusliche
Sache betrachten, die obne Zweifel der Eann
ty gebubrt, sollte es nicht, nnd wird nicht, zu
der wirkenden Ursach gemacht werden, um
die s> cuiidschattliche» Verbältniße, welche be
ständig unter de» Mitglieder» der tenn krati
sckeu Familie dieser Eannty bestebeu, zu stö
ren, welche bisber so ausgezeichnet und so
tren in der Stnnde der Gesahr waren.
llnd nachdem, nach unserm vollständigen
Wissen, Delegaten, obgleich in den llrver
sammlnngeli des Volks erwäl'lt, zu oft von
einigen verwegenen Geistern verächtlich be
bandclt weiden, welche Ränkeschmiede un
fern des "Hauptquartiers" sich aushalten,
mit Tickets schoil gebildet, "zngeschnitlen und
getrocknet," zur Annabine von Männern, die
in de» mehrsten Fällen nicht einmal befragt
»Verden, ob die gemachten Ernennungen schlk-!
klich oder nnschicklich sin«. Und nachdem die
Ungerechtigkeiten, welche a»6 dieser Quelle!
eurspriugcn, leichter ertragen werten mögen,
weil der Gegenstand welchen dieselben be- >
zivecken, das,Wobl der Republik übeibaupt!
angebt; aber nnn, durch das Delegateusy
stein Aemter besetzen zu wollen, die von der
Eannty unzertrennlich sind, nud klar und
deutlich der Eaunt» gebörrn, kann nicht gelit
ten werden. Und nachdem es zu einer ina
tbematischen bewiesen- werden
kann, daß jedes dieser scinem mo
ralischen Wesen ein Element ertbeilt,welches,
wenn das Aint fnr sich bewerbende Kandida
ten srei und offen eibalren loird, eS in kurzer
Zeit zu dem politische» Staude des LcheriffS
amrs berunter bringen wird. Und nacl'dem
wir bisber vergeblich auch mir für eine ge
gründete Ursache oder richtigen Vernunfts
grund gewartet'baben, nm zn beweise» oder
!z» zeige», warum snr diese Aemter dnrch ki
tten Delegatenkörper Ernennungen gemach,
werden sollten, urbmen wir es als zngestan-
den an, daß keine dasnr vorgebraciu werde»
können, »nd wenn so. sollre der voreilige
> Plan mir einemmal ansgegeben werden, lind
5 nachdem em Tbeii der deniokralischenZeitn»-
ge» dieser Eauntv —diese biöber treuen
ler —eine starke Neigung baben blicken laste»
! öffentliche'Keuiung in ibreni Entsteben zn
nlirerdrncken —obne Zweifel in Folge der be
rsten Bewegungsgruiite —aber obne bniläng
liche llcberlcgung; teowegc»
! BesU'loßen, daß wir die V>'rbeßerte Eonsti
tntion als den großen Freibrief unserer
Rechte nud Freibeiten aunebme» und ebre»,
uud daß als ei« solcher wir uus
wolle» denen Meinung unbefleckt und unver- >
letzt zu erhalten.
Beschloßen, daß da die Neue Eonstitntion
den Blirgern oas Recht giebt, Protbonoiari
uS, Registrirei-, Recorder nnv die Schreiber
der unterschiedlichen Eonrten, zn erwählen,
wir als Demokraten nnd.Repiiblikauer, we
der mit'klbar noch unmittelbar bclfe», beiste
hen oder ziilaste» wolle», irgend eine Hand
lung oder Plan,wodurch diese co'istituliöucllc
Gerechtsame, nämlich: die Wablsreiheit, auf
irgend eine Art eiugeschränkr, verletzt, Um
gänge» oder geleitet werden möge, sonder»
erkläre» im Gcgeurbeil, in der Sprache nnd >
dem Geiste der Eoustituiiou, daß jeder Bur-!
Ger das u»bezweifelte Recht babe sich feine»
-Mitbürgern zu ibrer Unterstützung vorznstel
! len, sich einzig auf feine politische Verdienste
! uud eigenthümliche Eigenschaften verlaßend.
' Beschloßen, daß weiin die Eigeiirbümer deö
, Theils der demokratische» Preße der Eaunw,
! welche seit den letzte» wenige» Woche» die
Meinungen ihrer Mitbürger uud Uuterstützer
! verachtet haben, fortfahren werden so zn
> thun, wir unverzüglich Mittel ergreifen wer
den dem Uebel abzuhelfen."
Orthopädie (Kliimpsiiße).—Unsere Le
ser werden sich erinnern einen Artikel im "Le
cha Patiiot" vor einigen Wochen über tie
Heilmeibode der Klninpfiiße gelesen z» babe».
Es freuet uns imlden zn können, daß diese
Heilknnst bier in den Vereinigte» Staaten
schon eingefnbrt nud bereits in dieser Nach
barschaft mit glücklichem Erfolge ausgeübt
wurde. Es ist uämlich auf diejenigen zu ope
rire», welche mit Kl»mpf»ßen gebore» wer
de», dili'ch die Durchschneiduug gewisser Seb
uen au den Beiueu, durch welche Operation
die Füße ihre natürliche Form erbalten, obne
daß der Patient einige Schmerzen oder Nach
tbeil davon erbält. ' Die Operation kaun in
einem Aiigeublick obue vollendet wer
den. Wir geben nachstebeuds riuen Fall,
der in nnscrein Eannty glücklich von einem
junge» Herrn, Namens Addison S cl> e l
l e y, eim'ni medizinischen Studenten, ansge
fübrt wurd^.
Nachdem viele mechanische Einrichtungen
obne Erfolg angewandt waren, eperirte die
ser juuge Herr au einem eilf Mouat alte»
Kinde des Hru. Ephraim Wescoe, von Ober
Milford Tauuschip; das Kiud batlt zwei au
geborne Klumpfüße im böcbsteu Grade, die
gänzlich uwgedrebt uud aufwärts standen.
Er zerlrennte die AchiUes-Sebneu au beiden
Beinen, welche febr viel zusammen gezogen
waren. Die Wnnden waren schon am drit
ten Tage nach der Opei ation völlig zngcbeilt,
woraus eiu AliSdel»l»»gs - Apperar a» die
Glieder für eine Zeitlang getban wnrde, nnd
jetzt schon, nach dem Verflnsi von ö Monaten
sind die Füße des kleinen Patienten in ibrer
natürliclien Stellung, welches das Kind in
den Stand setzt, auf den Soblen feiner Füße
zn laufen, das vor der Operation nicht ge
schehen konnte, indem die Füße aufwärts uud
um «elebrr standen.
Wir mache» obige Thatsache deswegen be
kannt, daß jene welche mit Kluinpsußcu be
lüftet sind, gewißlich kurirt werden köiiue»,
da die Heiliiietbode beieirs i» Europa sowobl
als wie iu den Vereinigten Staaten einge
fltwt, und schon viele Mensche» ihre geraden
Glieder daduich erhalten habe».
Folgende Beamten der Allgeineinen
sind ft!'oii einige Wölben vom
Rcgi?rungs - Sitz abiveseud: Der Präsi
dent; der Staats-Sekrekär; der Kriegs-
Srkrctäi'; der Sekretär deS Seeivesens;
der General-Anwald uud der Geucral-Posr
meister. Der Sekretär der SchalMmmer,
ist der einzige (Zabinet-Beamte, der jetzt an
seinem Posten ist.
Thatsachen, Der ganze Betrag der
Gelder, welche wäbrend den vierzig labren
endigend am 4. Marz 182», der Regierung
verloren gieiigeu, war: zwei bundert uud
fnuftig tausend Tbaler. Seitdem beträgt
sich der jährliche Verlust auf Millionen;
allein, ist unreiner Million
davongelaufen,—uud dies ist uur noch eine
Kleinigkeit gegen dem was unter dem Unter
fchatzkammer-Svsiem gescheben würde wenn
cs völlig in Operation wäre.
Gonvernör Porter zn Hause.
Es ist unsern Lesern bekannt, daß in der
Eonrt vou Huiitingdon Eannty seit einiger
Zeit ein Prozeß anbängig ist gegen Robert
E a in p b e 11, Esq. von jenem tZauntv, siir
eine vorgebliche Scbmäbschrift gegen David
R. Porter, welche in einem von Hrn. Eamv
bell geschriebenen Brief bestanden haben foll,
worin Herr Porter beschuldigt wurde seine
Ereditoren betrogen zn baben, ?e. Aebnliche
Beschnldiguugeu wurde» vor der letzten Gou
veruörs-Wrbl iu beiuabe allen Zeik'nngeu
Staats bekannt gemacht, welche sich tor Er
wäblung des Herrn Porler widersitzten, nnd
welche Porters Freunde fnr '.neerige uud bos
hafte Verläumdnngen rrliärten. "Der Pro
zeß gegen Hrn. Eampbell erregte datier gros
ses Intrreße, indem die Entscheidung dessel
ben die Wabr>.,eir oder Unwal'rbeit dieser Be
schuldigniiHiN darlbuii wurde ; und mau war
desto m:br gespannt ans den Ausgang der
Sae».e, indem das Verbör in dem Eannty i
stattsinden sollte, wo der Kläger, ler Beklag
te nnd die Zeugen wobnbasr sind, und wo der
Ebarakirr von jedem derselben de» Bürgern
bekannt sei» muß. Alle Anstrengnngen wnr
de» von dem .Kläger nnd dessen freunde» ge
macht, um die Ueberf»bru»g des Amieklagleu
zu sicher» ; es wurde i» den ?okosoko Zeitun
gen angckiindigt, daß der große Vokofeko Law
ver Georg W, Barton, einer der Anfnbrer
vo» dem Harrisburger Mob, der vou Gou
verlier Porter zum Slaars-.'luwald fnr Pbi
ladelxbia Eanni» angestellt werde» ist, der
Eourt beiwobueu wurde? um als Advokat snr
den Kläger, den Prozeß zu fubreu.
Aus dem Harrisbnrg Telegrapb voni vori- 1
aen Donnerstag erfabien wir iinn, daß das >
Verber wegen diesem Prozeß verlelue Woche
bei der Eourt in Hniüingdcn seinen Ansang
nabm. Die in dem obigen Brief entbalte
nen Besct »ldigiingen sollen tnrcl> das Zeug
niß völlig betätigt worden sein, und »err
Eampbeil, der Zlngeklagte, wurde durch die
Jury frei gesprochen.
Die Vokofofo Zeitungsdrucker ei bobe» ein '
großes Triuliipbgcs.r'.e> als der Herausgeber l
des Vecba Palriotö auf eine Anllagr snr die!
Pttblizirnng dieser Beschuldigiing von der In- l
rv fnr schuldig erklärt wulde, obschou dieEn?-
scheldliug bei zwei bunderr Meile» von dem
Wohnorr des Klägers und der Zeugen ge-
chal', uud wo ihr Cbarakter nicket bekannt
war.—Was sagen diese Herren jetzt zu dem
Ausgang des Prozeßes gegen Herrn Eamp
bekl, welcher in Herrn Porters eigenem
Eannty und von dessen uiimstrelbarcn Mit
l bürgern entschieden worden ist, die mit seinem
Ebarakter und dem Ebarakier der Zeuge»
genau bekannt sind ? Ist die Freisprechnng
des Angeklagten nicht der stärkste Beiveiß,
daß die gegen Herrn Porter gebrachten Be
schiiidiglingc» nicht nnwabr und verleumder
! isch, sonder» gut gegründet und wahr sind?—
! Volköfreuiid.
In der Eourt-Sitziliig von voriger Woche
baben wir unsere Erwarlnugeu odcr vielmebr
Besorgnisse von dem was i» Hinsiel,t des De
i ember-Motö geschehen wnrde, in Eisüllung
' gebe» gcsebe». Wir hatte» geglaubt, dieGe«
ivaltbaber lvurdeu ibre Sache eiu weiiig fei»
eilizufädel» suche», damit wenigstens der
!Sche i il des Rechtö bewahrt würd«'; aber
niku einmal das bielten sie für nötbig, »nd
j die Gerechrigkeir bat auf eine so schändliche
! und grobe Weise notbgelitte», daß die Lente
mir die Aligen aiifzut!,»» brauche», »in sich
';n übcrzeiigeil, daß die Lokosoko Zwiugherr
schasr eurschlosse» ist, ibre Anhänger, welche
! bei deu schreckliche» Vorfälle« und schreienden
l Gewaltthätigkeiten bei Eröffnung der letzten
! Sitzung unserer Gesetzgebung die Rädelsfüh
rer gewesen sind, vor der verdiente» Strafe
!z» schlitze».
Der General-Anwalt des Staats hat die
Anklagen gegen die Anstifter des Pöbelauf
rnbrs im vorige» December aus deu Händen
feines Deputirreü genommen und sich g> wei
gert dieselben zn niilerzeichneii und derÄränd-
Jury vorzulege»; der neue Richter James
M. Porter, Bruder des Gouvernörs,bat den
General-Aiiwalt in seiner Gewakrailinaßling .
unterstntzt—und lolchcrgestalt wird durch die
cigciimächtige Eiumischuiig desjenigen Beam
te», dessen Pfliclst cs ist die Verbrecher zur'
Strafe zu zieben, der Gerechtigkeit eine Nase
gedrebt, uud die Missetbäter geben frei aus.
An demseiben Tage hatte der General-An
walt etliche Anklagen gegen Hrn. Fenn, ei
nen der Herausgeber des Telegrapben, im- -
terzeichuet; als aber gleich darauf mehrere
Auklageu gegen den berüchtigten Herausge
ber des infamen Ire», uud feine Eon
forte» ibm znr lluterschrifr überreicht wurden,
weigerte er sich dieselbe» z» initerzcich
iien, uui? der neue Richter unterstützte ihn
abermals.'
Was läßt siel' aus allem diesem folgern ?
Der einfache Schluß, daß kein Portermann
fnr irgend ei» Vergeben, dassen er sich in
Vertheidigung der Lokofoko-Partbei schuldig
gema i t babeu mag, vor Gericht gebracht,
noch viel weniger nnd bestraft
werden kann ; uud daß es keinem A»ti-Van
Burenmaun gelingen wird, in einer Klage die
.er gegen einen Lokofoko in Partbei-Hinsichten
erl eben mag, Recht zu kriegen ; denn die
Eonrt bat entschieden, daß der General-An
walt ein Ereciitiver Beamte ist nnd die Ge
walt l>at zn verbindern, daß Bills vor die
Gränd-lury gebracht werden dürfe». Wabr
lich, wir sind in üble Zeiten gefallen. V- W.
Di.' t?lecti^ie).—Tenneßie: Pole wur
!de über Eannon mitnngefäbr 2MI, als Gon
veriiör erwählt. Ii» 7 WbigS und
! 5 Loko Fokos.
iiia.---Eongrei?, 5, Lokos und ZWhigs.
Kentiick-^—Eongreß, ll Whigs,». LLokoS.
Die Geseiigebiiug bestebt ans Wbigs.
—Kongreß, (» Whigs und
i 7 Lokos.
In den obigen Staaten haben die Whigs
acht Eongreß.siieder verlöre». Sie iverden
jedoch eine M> brbeir i>n Hanse der
tanteu behalte», wenn !?i>'ode Eiland, Mary
land nnv Psti.bre» thun.
Dl? - 'Anleihe,
Von zwei Millionen nnd vier nnd fünfzig
taufend Tlialer, welche durch ein Gesetz der
letzten Assembly verordnet wurde, ist noch
nicht genommen, und auch noch nicht ein ein
ziges Anerbieten dafür gemacht worden.
Dies beweißt, daß der Ebarak.er Pcnnstlva«
niens, unter der jetzig verdorbenen Admini
stration, tief—tief gefallen ist.
"Wie der Deister, so der Gesell."
Es läßt sich leicht denken, daß ein so ver
dorbener Mann wie Gov. Porter ist, Män
ner von gleichem Schlag nm sich tzeruin hat
nud Mit Aemter beebrt. Von den Rebelleji,
welche in» letzten December die Regierung
zerstören wollten, bat er einem znni General«
Adjutanten, ein oder zwei zn Aitde-Eamps,
c!iien,z!!!ii Deputy General-.'luwald nnd ver
schiedene zn Eauutu-Aemtern angestellt, knrz«
nm, er bat die Rebellen in seinen Schutz ge
nommen. Aber wie es scheint, bat er keinen
größern Schurken mit Gewalt bekleidet, als
seinen General-Anwald. Letzte Weche, als
eine Reibe der Rebellen vor die Eonrt in
Harrisburg sollreu gebracht.werden, nabm
der General-Anwalv' die Indeltments aus
den Händen seines Depntirte», und verwei
gerte dieselben zu uiuerschreibeu uud vor die
Grand Jury zn legen. Dasselbe tbat er mit
den Indeitments (für LeibUS) gegen die
Heransgeber der Zeilnngen genannt ",Uey
stene" uud "Irpn Grei," zwei der
listen, verworfensten nnd veelogeneiMWMHM
i n Lande. —Denkt nnr dran,
Tonnen nnd der Gerechtigkeit weiden wird,
mit solchen Genien in Gewalt!
- Die Anwälte fnr die Republik schiften
bernach, wie sie das siecht batten, Inoeit
n enr>« g 'gen die Rebellen xur Graud lurv,
welche dieselben als "Trnebiils" einbrachten.
Die Gräud lurn bat den General-An
wald snr balren ini Amt presentirt,
iind die Zeitunq "Iren Gren," (Porter's
Per) alsnne Nuisanz der Eonrt vorgestellt.
Die «gliche.—Die
Gräud-lur« ron Daupbi» Eannt» bat eine
"Irne !sik" gegen eincil gewissen Eor, Her
ausgeber des Iron Grc», zu zu
rnckgesai'.dr, deßgleicheu gegen;'.,cEaheu uno
fnr Aufrubr ini ner, bei
Zusammenkunft der letzte» Gesetzgebung.—
Sie übe»i'tui te gleichfalls »l'vcn Tadel ge
gen ü'vid F. Ii h ison, Geueral-Anwald, in
tem er die Bill gegen VsrMäuuie nicht un
terschrieben bade.
Einwauteier.—iZilf hundert uud
dreißig Paßaschire Hainen vorige in
Baltimore von Brenieu an.

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