OCR Interpretation


Der Demokrat. (Davenport, Iowa) 186?-1868, December 25, 1862, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of Iowa

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn87058145/1862-12-25/ed-1/seq-1/

What is OCR?


Thumbnail for


um I— lllill
11IM
33»"?*w-'-'-'•
lie f'D'.e« o! a i'...'
«ticpeini k®w» *j i*f im**
12.00 jährlich, halbjährlich Im Voraus
oder 6 (Itntt per RMM«r,
St«, nah« der Main Straße
Sek«
y. 38
a
Jahrgang 11
in
„Der Demokrat.
In der
von
R». 38 'Zweite, naht der Main Straße,
gtgtitübir Mit tfT Iowa
SMCHVMtl Iowa.
werbest alle Arten von
Dr A
i» englischer und deutscher Sprache
(«beabUijUta
Sttlfia enttftrtiil.
Ht*ttf«*wng*n gratl»!
Anzeigen
»erbe« Itrtchetl »l«
S:»Wrt eon 1» Seilen (ober 1
»oll»
%$ •:. :ts
vier ffltoB»te
@fd|S
3»otf ... ,i* eo
Jtik inl Dl»r»tt» tonjni «ab Calmoral»,
Batfta Slfaperl »t tär Oamta. In btr tbul »lt,babtn lebt
eg.!|6*
Sert», »ja bei. 26 »tm 61ifjrtrbtl jttbeir tl »elttr«.
tflnegroSe Äakw-dl »oa Mäbcht». unb Ämbtr-SibBbtn.ilJ
yy" Jeder Artikel wird flareitfitt! _ÜB
Sc (teilte «rdelt und «eparatnr.n «er» aus»
B«ft« des igt.
Für a
«tta »lr tlata «ro|ta ®arret! »ort Stall iDaart* lu(d|l't|
CT» tjtra-«r8f f«, wklchk mir bar*aufm ifacmtittnl r,
flaOtl b'i e» ober brtm Taltnb ia »trlaafta,'
i»ar ia ilBIgttta Preisen all irjtab tfa aabere» Hau» Ia der
E. E d.. D. H. Cht id.
Collo«. Danearorl
©ro|r« Assortiment!
20,000 Dollars
a
rsrc WA "jnacK«*.»«.
„'S2-aa.ßf:''Wv^,v »:#!r-.
I

sod
__ 9«olm g«6*i*o
ä«ÄÄ'Ä»Mbr3.l.
15 «MU* »«, Z.U..
Cp«(i(D( 1®. Pfr SHIfc
Beck HS Köuig'S
deutscher Leder w.w,
N«. 14 Maififtraße, zpischeu Front »od 2te».
»errätble alt Borte«
Sohlen-, Harness- und Upper-Leder. ,,
Ätj?» itub KalbS»Leder,
und
amtrljantfcjt«.)
BtlSfwtt litR «tmn e4ttfa*4it#b«f»*l«t««wpfttl«8.0
yfflp'.Oaara^ fstr H.tUte Utlb flftll«.
ii I
ttrftielita feilte tinea ntutn groß«» Vorrat?
US' fr ifd) cr Waare !«^2S
*». S3 Drady Straße, »wische« tster n«d *tct,
umfafftnb iede ©orte und die neuesten Muster.
B.I4t fini'll» eedawft werben
«reifen welche jedrEoncurrenz unmöglich wachen!
.«»HelAtt». ctlcftl »rrrtn.
len*n| Stiefel, »tfert ZI««, 8reg»el. «almmll,»«rf*
^'i&t lXirSiA^afe'idl »,n eeilir» talttn« 5«».a.(leltct«
Rr Diimtii. eaf BtfttBup» aoejtf.rtlgl «et »*n«Iea
ttrffen aafc'
8tt(l.a.
Werth
fetbra^ettallea fa
O S S
tarunltr
Ealteoe«, DeLaine«^ Poplin«, -grocade Mobair
Platv«. Sbawl«. Baimoral-Röcke, Ladies'
wollene Hood«, Alpaccat» Opera Flan
nell. Strickwolle. Blanket«, deutsche
Tuche, Satwtti«. Beaver,
DoMn.Eassimere. Oel
tuchen. Rouleax u.
Tischtücher.
Billig verkauft nur für a
Lebens- Verstcherungs-
DeibrMm-GeselKMkt,
ISepurity Life Insurance and Annuity Company,]
No. 31 Pine Straße, N. A.
0
?G^80lProteNt dr Profit» wird jede« dritte Jahr
unter die Policen-Hnhaber vertheilt
Die Hälfte der Prämien kann t» Roten bezahlt
kerben, wenn e« der Vcrsicherte verliebt!
a
h? v..
R, W «t «. Bite-Präs.
I a a A S
o—
Referenzen:
». ». »oobaNird' laflltr
tat
SaMaMrtr
«ok. ft.
9
eualtbao!
«oa 3e»a, le
Safer, (Stetrel-«blaiattl bt» etMte*9oMU
*«e. ». 8tm*, «fq «-»er btr etatI Da»«ap»rt.'
3» S« at p, Gm.»Aaent.
H. E. Metzger.
ISeeTlhi» klgenl sir Da,tar»rt unb Uagi|t*b.
Versichert Euer Leben!.
Wie »iitti* *e«Un#. ber ftlatt RaailU« I« bairt»
9tde Sl^OOO tlaltrlaffta bat »tllttftln Icbtabtlbtt
Germania KebenS LersiSernngs Gesevschaf
litte, «äbtit HaifBafibti
Han« Ri Tlaüss««,
•eatTal V«rat btr Ottoa*ia ibtn*-B'rfl4tra*#«-efrnf4afl
(Hlaall3t«a) »«d«« Straße.,
a «[b
Blech-
Waaren
zu herabgesetzten Preise«,!
-——0—
Um att mrmr ««De« «errat»
St a -O
«afiarlaaita, «ab Platz fir aaftrta Zrit|a|r«-t»4 |a «t
«Maat«, »ettaafm wir wibrtab der «ichste» 60 tage aaftri
mii(l«caOtrni.
90 $toc(nt billiger,
lit HütltM t« QlNgi gefeaft «otrbea 16»«*. *Btn« Sir
«taee Ofee laafta »»St, fe
•ehsmiMU
If letzt btr richtige Zcltsaatt be|8
,Ro. 5 6(1
iiche Aweile Stragt,
IrtttrZlf ren Orakf.
3 t. VahiÜm
«achftl er»— ». ».
:-tnn
frf!
DWsthe LeihbMiochek.
Dave«port, So,
105 WestL. Btraje,
b-«»e«ttltSpreiS: 25 Cents per Manat
tv tsmSw
Burttfidc'S Rslckzug.
Wt BurnsiveS Nii^uq über ten Nap«
pahannock (inb ql^e Aussichten auf eine
nahe Entschkir'un^sschlacht vclschivnnden
und wir kSnneii mit rinffter J0ffiimmihjtCl
annehmen, daß der W fe
in W te a rt ler sühn.
Wir haben von dem Augenblicke an, da
©urnfibt sich in Unuthandlunfltn iMgta
der Uebergade Fredericksburg tiiilleß, und
eine Frist nach d«r anderen dsn Rebellen
bewilligte, kein Vertrauen mehr in die
Sache ftesetzt, und wjr haben, dieß svfort.
ausgesprochen. Damals hitte Burnftte
ohne Schwerdtstreich die Stadl nehmen
und die dfffrlfce umgebenden Hligelkelten
besetzen können. Nachdem er aber erst den
.Rebellen Zeit gegeben, ihre Truppen bei
FredtlickShurg zu concentriren «nb dir
Htadt mit einer doppelten Linie von ui6
Richmond herbeigeholten ,Kanonen und
Belagerunftegkschütz einzuschließen, war
es offenbar ein höchst unüberlegtes und gr
die Armee über den
Centrum per feind­
lichen Batterien zu bringen. Um dieses
Unternehmen zu rechtfertigen, feilten utv
fljftiunr Angriffe auf teu Heinv erfolgen
und ihre Batterien im Sturm genommen
werden müssen. War tieß bei der Stälke
deS Heind-'s nicht mSglich, oder. war es
Fon vorn herein nicht der Plan, so triff»
Burnside der Vorwurf, .die Slarke drS
Feindes nicht gekannt, oder viel riökirt zu
haben, um nichts zu erreichen. Denn der
Besitz von Frederlcksburg hat gn und
sich wahrlich keinen SBjtrth.
Hqbeu tzie Rebellen Burnside zun», Rück
zug Über ten Rappahannock jwingen
können, so hätte es ihnen um s? leichly
sein. ihm. t,f.n Uehergang über den
Rappahannock nach Fredericksburg zu ver»
wehren. Daß sie eS nicht j^et^an haben,
beweistt eben, daß sie ihn., hinüber.chatzen,
daß sie die ^somac-Asmee in tine Falle
locken, wpllteiu Nicht also Burnside hat
6«i getab, wie telegsaphisch berichtet
wurde, überlistet, sondern der Feind den
.Burnside. Wir lasen neulich, daß eiy
feindliches Delachement hinter Burnsive's
Rücken sich habe blicken lassen. Wahr
scheinlich ist es die Absicht desselben gerne»
sen. die Psntonbrückcn im^ Rücken Burn
side's zu zerstören unb der vom Feinde ein
geschlossen Bundesarmee den Rückzug über
den Fluß abzuschneiden. Glücklicher Weise
wurde der Feinde tm Rücken früh genug'
entdeckt um Unschädlich gemacht Verden zu
können.
Es ist eigentlich unbegreiflich, baß Burn
side die Falle, die ,hm gelegt war, nicht
zeitig entdeckt hat. Denn tr»4 der ge
waltigen Worte der telegraphischen Be
richte ist ihm bei dem Uebergange nach
Fredericksburg doch gar kein ernKer Wi
derstand geleistet worden. DaS Bom
barvementFredericksburgS, das einDutzend
Häuser um's Leben brachte, aber die
Scharfschützen aus dem Nest nicbl vertrieb,
war eine bloße Pulververschwenvung, und
die so kehr gerühmte Heldenthat von 10 0
Mann, die im feindlichen Feuer In Käh
nen über den Fluß setzten, und mit den
Bajonetten btr Feinde vertrieben, welche
dem Uebergang der Potomacarmee sich
widersetzten. Hat, trotz allem Respect vor
der Tapserleit dieser Hundert, etwas sehr
Komisches, das zum Spott reizt.
Am 13. Decbr. wurde telegraphisch be
richtet, daß Burnfire stark genuft für den
Feind sei. und keiner HülfStroppen be
dürfe. Nach einem gestrigen Telegramm
hat sich S mit Burnure vereinigen
müssen.—ob etwa, dsmit Burnside auf die
Schultern des fähigsten Feldherr» sich
stützend sagen könne, daß fei» Rückzug
nolhwenvig geboten war? Nun,
hat man früher Sigel nicht zu Rathe ge
zogen so war eS gewiß auch sehr über
flüssig. daß man ihn berbei beorderte, um
den Rückzug der Armee zu bezeugen.
Wir tadeln eS .nicht, daß Bvrnfide den
Befehl zum Rückzug gegeben hat, denn
mir wissen nicht, ob seine Stellimg auf
itch unhaltbar wat, oder nicht. Aber war
seine Stellung keine haltbare, so tadeln
wir es, Haß er ohne Hinreichenbe Kunde
von der Stärke des Feindes und seiner
Hfärln riae-feeu*
genscheinliche Falle locken ließ.
Die nutzlosen Kämpfe hinter Fredericks
burg sollen Franklin's Division 5932
Mann gelöste« haben, wahrlich ei» schwerer
Berlust, wenn die Zahl auch nnseren
Kriegsbäuptlingen glatt Mir die Lippen
geht. Der Rückzug übet der. Rappahan«
nock soll ohne Verlust und obm daß der
Feind eS gewahrte, be'werksielliftt worden
sein.: Dieses wollen win vorläufig noch
zu.bezweifeln uns erlauben.!'.
Dlt ganze Assaire betrachte» «kr als
tine große E a la itä t, und' man
darf es sich nicht verheimlichen, daß biesel
be eme höchst lähmende Rückwj^un^auf
unsere schwächbeinjgx Administration, und
eine höchst ermuthigende Rückivirkung auf
die verrätherische McClellan.Partei haben
werde. Hai doch Mn'der, geduldige Te
legraph berichten oiüssen, daß wenn eS dem
Burnside bei Fredericksburg nicht gelänge,
eine Reconstructi od bei Cabi
netS und die Wi edereiyfetzung
des cClellan (veSVefSvrten von
Cor. Ban Buren, Seymour, Vallandig
'ham unb Wood) in's Obcrcomman'do die
Folge sein würde., Und bei Gott Md
Herrn Abrahanr ist je kein Dlng
Uch. ..
Zn Burvfide'S güten Millen habe« wir
nie Zweifel ftesevt^ wyhl aber in seine.Fä
higteilen und Felrherrvtalentt,und wir
haven dies oft gesyM JßfB» tjt Leute
WMagto« nicht
»nd ävB der Geschichte bw^ trfehirra ha
bte, was rfw Schlacht hedevtet, so hätten
fir iifil': ,!
in
sie? wissen ^müssen, daß sie bisher in der
Wahl ihul Äenerile ein bloßes Hazard
spiel mit dem Gouvernement und mir dem
Gut und Blut des BolkrS trieben. Sir
müssen »S wissen, unv.sie wissen eS. daß
Sig der'Mann ist. der,ei?.e Schlacht
zu leiten untt zu lenken verstebt. daß er der
fähigste und Ovalste unserer Generäle ist.
und haß er dilr Rebellen in manchewKam
»fe gelehrt hat, .seine», bloßen Namen zu
fürchten.
Wärum brt^fen sie diesen Hicht an dfe
Spitze der lArBee? ZA ihr»7Liebe zur
Freibkit,'zuP Gouvernement, zar Union
nicht höhsr, alS daß sie lieber alles zum
Teufel Ache?alä tinen Fremdgebornen dir
SiegeSschlacht schlagen lassen, so ist ihr
a S S a a 4
Heuch unb sie »erden gestatten,
vaß ein freier Maitit derselben den Rücken
kehrt.
MeÄiellun.
Schon bevor Burnside die Potomacar
mee über den Rappahannock zurückführte,
hieß eS in Washington, daß faUS er nicht
reüssire. MtClellan wieder an'S Obercom
manto bekufeN werden würde. Kaum ist
vie Nachricht-vom Rückzüge erfolgt, als
auch schon nicht nur die ganze demokrati'
schePrHe'nolch McElellän scyreit. sondern
äuch auS Washingtott beichtet wird, daß
I I a W a
berufen sei. und daß Präsi^
dent und Kab inet rfiit ihm con
sul ir te ii. tT
Sollte hieran ein währe? Wort sein,,
und sollte gar McClellan wieder zum
Obetbefehl gelangen, so hätte der Präsi
vent die letzte Spur von Achtürig, die fhnt
geblieben ist, ddrspielt. Selbst dävpn ah
qeseben^'daß McCltllan tin offenkundiger
PeatLiher Ui ünd daß er seine totale Un
fähtgkeft wehr als hinreichend mdhiftflfri
hat.'sö -tvÄrde sc^sn -'dieses rathtose Hin
an VHerwählen genügen, um dem Prä
sireN'ttn sein AriNuthSzeugniß atlSzustellen.
Vertränt der Präsident noch einmal die
Nation d'ent McClellan an. so werden chir
dieß als einen Beweis dafür hinnehmen
müssen, daß er an die Demvkrdtie ausver
kauft hat.
Die Schlacht bci FrederickSbitrg.
S a a S a t
dericksbürg nicht betheiligt. Dieselbe fand
am 13. Decbr. statt». Sigel aber war so
spät dorthin beordert worden, daß er erst
am 12. in der Nähe von Culpepper an
langen konnte. Er kann also erst 2 bis 3
Tage nach der Schlacht bei Frevericksburg
angelangt sein.
Die Niederlage, die unsere Truppen am
Tage vor dem Rückzüge erlitten haben, ist
größer, als Anfangs berichtet. Die Zahl
unserer gefallenen, verwundeten und ver
mißten Truppen belauft sich auf 13.000.
Auf dem Schlachtfeld« blieben viele unse
rer lobten zurück Burdsire suchte am
folgenden Tage unter^Parlamentäiflagge
UM Erlaubniß, dieselben zu begrubt«.
Es wird gemeldet, daß die Position der
Rebellen eine so feste gewesen, daß S
a st doppelt so leicht- zu erstürmen
gewesen wäre. Das ist natürlich lauter
jinfinn, wenn wir auch gerne zugeben wol«
len, daß die Position deS Feindes eine
äußerst günstige und schwer zu nehmende
gewesen sein muß. Wenn aber unsere
Gen.eräle etwas von napoleonischer Krieg?
fiihrung verstanden und fin Marschall
„Vorwärts" in Burnside gestkckt hätte, so
möchten wir doch fast glauben, daß selbst
ein Sturm aus vie feindlichen Batterien
die durch keine Vnschanzungen gedeckt wa
reit, keine 13,000 Mann gekostet hätte, und
daß ein solcher zu einem-glänzenden Re
sultate geführt habew.wSÄte.
UebrigenS. wie schpn früher gesagt, lieg«
die größte Calamität bei der ganzen Affaire
in der Rüawirkung, die sie auf den Präsi
venten »znd das Äahmet haben wird.
Lüge« im Dienste deS BerrathÄ.
Cs gab tine Zeis. Jpflj,dlx.Aoug'as-De.
mokralen tinh die National- Pensokratln
ich feindlich gegenüber standen und da
man hoffen kovmt, pqH jene sich zu einer
Platform det Freiheit und der in der Frei
jeit wurzelnden 'chohritA VoWloMrain«
tfit emporarbeilen tvürden. Gamals de
nunc/rten demokratische Blotter wie das
Milwaukie Banner, der Phil. Demokrat,
der Davenpon Democrat u. News und
mehrere andere die Vallandsgham's. die
Mahony's u. f. w. als Heinde terHrci
»eit, damals waren sie noch entschieden füi
lnterjochung des derrätberischen Südens
und erkannten in ^der Sklavenhalter-Ari
Bürgerkriege. Wiederherstellung dei
Union „wie sie war" im Sinne der Pal
landigham, Seymour und Jeff. Davis
ag damals außerhalb ihrer Bestrebungen,
kurz vieFreiatännerheS NordenS.lonn
ten ihnen damals zurufen: „Laßt die
Parteifragen ruhen, um erst die Republik
j|u retten, und sind exst die südlichen Lan
reSSerrSther unterjocht, so mögen, wenn
es noch nvthig sein sollte, sich wieder poli
tische Parteien inndholb !titr ttnion, wtf
Diese Zeiten, sind'aber vorüber. Pis
MilglaS'DemMaten Haheß^ sich wjlt den
flattonflUyDrtnbfr^ien: auf/^
Verf elb enPl a tfo rM.ve»einigt, die
deMck.. demot^tische^^ bat l\t%%
StaalSteitüng, die englische demokratische
P'UMNDMjzf MmeS, dt» Herald,
den AlissyM 'RepvAea? tv« ®«tbflüc
T._
Vichts CisWert»»?thud, als den „Pä
riotiswuö" der Ballavdighd«, Mahouy
»mywi» iiii-w Jtsmru**
(38 och ettAus nb
iwmi
Ii'II
Eine der perfidesten und niedetträcht^g
sten Lügen, die im Interesse deS Jeff.
DaniS von dieser Presse erfunden und
verbreitet worden ist, ist aber folgende:
Die Grausamkeiten, weicht die Rebellen
in Missouri gegen die linionelenit verüb«
haben^ sinl m»nniglich: bekannt.' Meji'
chelmorv, Nothz«chti BrandMüng k. if
haben dort in abscheulichster Weise ^eirü
lhet. Unfern Lesern wird Nuri erinnerlich
aß N
zehn dieser ruchlosen Vekbrecher erschießen
ließ, von denen Einet' einen wehrlose»
GreiS, Namens A d.' a ,• er
mordet, die übrigen-itsun aber durch wie
derholte Mord« und-'-Ri»ubchi»ten noch da
zu den einmal geleisteten Cid der Treue
gsbrochen hatten. 'Jeff. Davis forderte
deßhalb Auslieferung deS Gen. McNeil
und drohete im W^Amnr^Sfa^e-^lachekn
allen llnionSosfizicren' zu Nehmen, welche
in seine Hände fallen würden.
Man hatte glaubtti sollen^ daß selbst
ein Tecessionist Gerechtigkeitsgefühl beses
sen hätte, um die HandlnngSweise des
McNeil zu billigen, zumal da Missouri
nie zu den SezessioNSstaaten gehört hat.
Aber was thu» die demokraiische Presse deS'
Nordens? Sit breitet lie Lüge auS
fiber's ganze Land, daß Andr. Alsman flat
nicht ermordet wotdin, daß ihm niemals
etwas zu Ce'ce gklhav, unddoß das Vor
geben McNeil's mithin ein bloßer Vor
wand gewesen, um tie Ereculion ..lüdli
cher Brüder" zu rechlsertigcn. Wollten
sie etwa cm Jeff. Davis und seine Hör
den zur Rache reizen, oder was war ihre
schändliche Absicht?
Die Ermordung deS Alsman ist glück«
licher'vtise vollstäykig constatirt. so doj
kein Zweifel über dieselbe st^tifinden kann.
Aber welche Niederträchtigkeit, in dieser
Weise dem Verbrechen Borschuh^zL leisten
Manches demokratische Blatt mag jene
Lüge bona fide eopirt haben. Aber wer»
den sie widerrufen? Sicherlich nicht!
Denn die Lüge paßt in ihren Kram.
Wichtig ou» Mexiko.
Nach den neuesten Nachrichten auS
Meriko heben die katholischen Crzbischöfe
von GuanoruatoT' Mtrida. San Luis.
Guadalajara und Mrriro mit den Fran
zosen gemeinschaftliche Sache gemacht,
und dem General Forry versprochen^ihren
Einfluß auf raS Voik.gegen Juarez gel
tend zu machen.-^ Sie haben demnach die
niedere Geistlichkeit, instruirt, in PieVnj
Sinne zu handeln. Weichen politischen
Einfluß die Kirche ans die Katholiken' übt
ist bekaiint: GrriV jVdrep hat nun seinen
Zug gegen die Haüptstadt vorläufig bid,
Ende Januars rlWeichoben. Er hofft,
cur* die Waffen" der Kirche das kaiid zu
erobern.
Die Landei^iithMtr und die Kaufleule
in Meriko hah^ri dHegen proiestiri, daß
die die Hauptstadt umgebenden Nieder»»
gen im Falle eines Angriffs unter Wasser
gesetzt werdnt. Db dieser Protest, dein'
Einfluß der ©Hfl
lief ft Aiuzufchrfibtn |fj
darüber verlautet irichtS Bestimmtes.
Der westl^. Pandek wird ficherlt
nicht buiunt«4tihea. Der ..Albans Ar
gus" erfährt, In einigen Wochen eine
toe 'R & A Ke v-o-tf 'ft a nach
New- Jork Hefthttn werden soll, die
bis 7 StunyeVZeifiü«» mehrere Dol.
arS Fahrgeld ersparen und'der Grea/,
Gestern Bahu Opposition machen würde.
Man werde nSmlich von Ehlcosßo init dei
Central Linie nÄch Detroit, mit ver Grand
Trunk Babn »ach Sltdiford. von da mit
der Lake Huron Bahn direkt wetter «ach
Buffalo unv von s- hier per Centralbahn
fr Osten fah^ee. Eine Mensti Vieh
oll schon auf diesem Wege Nach Osten ge
schickt worden sein.
Lm
Iowa, Ä^o«ttttrKag» vev HA, Dezetnver, Ivv^
u. s. w. zu glötifieiren, deren Benrath sie
vor 6 Monaten de5üntirten.
Dainit hal Natürlich alle Gemeinschaft
ver FreimStißtt mit ihneri. alle AnOSHe.
ruftg aüfhöf^ri Iflfs^n.' ternift hat auch die
demokratische Ptz^teV. so wie sse seht örga
nistrl ist. jedeii-Meunv der Freiheit. jereN
wahren Patskttk» auS ihrer Mitte ge»oßk.i.
„CS ekelt bris seit Monaten an, ein de
mokratische« Hlait in die Hand zu neh
Men." sagte vnS'Nevlich ein Freutid. Und
in der That er HÄte Recht. Mbn muf
sich fernhalten von dieser Couletir. Man
nehme das erste^beste zur Hand und man
findet nichts, als Abfall von Jeff. Davis'
Tisch, btkitgetretene Lügen dtk heimlicheb
Gihülfen dkS LaNdeSverrathS, gemeinflir
Schmähung der'besten Männer der Na
lion, ja sogar oft den perfidesten Spoil
gegen Diejen'igeit,'welche für die Sache
des Nordens i«'S Feld gerückt sind, unr
ekelbafie Lobhudelei der giftigsten Flinte
unserer freien Institutionen.
I I»»»- ll I WI,
rntwnininni
-Dü fiel ihm daß Vierzigfou-Sstück, des
sein Fuß festgetreten hatte unv"d«S unter
blrn Riefeln glänzte, i« die AugeN. Es gab
ihNi'flleichsam einen elcktlischen Schlag.
Was ist rao? murmelte er »wifthea d!ei
Zähnen. 'Drei Schritte wich tt Zurück)
rann blieb er wieder stiheN. Er konnted-en^
Blick nicht abwenden von der Stelle, die
fein Fuß vother betreten bane, als sei vas,
waS dÄ im Dunkel glänzte, ein auf ihn
gerichle.es Auge. Nach einigen Augenblis
cfrit griff er rasch, srampfhaft nach dem
Geldstücke, sah sich suchend in der ganzen
Ebene um und st»n» zitternd und schauernd
de wie ein gekchtuchteS wtIdk^.TH^»r, t^S
ein^ Zuflnchk sucht.
Er blickte nichts. SS dunkelte Mehriwd
mehr tie Ebene lag kalt vor ihm und
mächtige bläuliche Nebel stiegen in ver
Dämmerung auf.
Ahl fagie cr und tt ging rasch in der
Richtung hin, in welcher der Knabe ver
schwunben war. Noch ttiro dreißig
Schritten Vlieb er wieder stehen ur.d sah
(jth utt.: Er erblickte nichts.
Da rief er mit aller Kraft! Kleiner
Ger»atSi Kleiner Gervais!
D4Bn sch'wttg er und wärteiei .7
"Nichf'S antwortete.
Die Ebene fdär fabk und öde, ufo ihn
nicht» als ein Dunkeln dem fichsein Blick
verlor und einkStille. in der seine Stimme
verhallte. EiSkdl, wehte der Wind und
gab den DingeN ümker eine unheimliche
Bewegung. Die Büsche schüttelten wie
in Zorneswuih ihre-kleinen magtrn Zwei«
ge/ alo'dkohcien, afis verfolgtru sit Je
manden.
Ba.jean ging weiter, dann lief er von
Ztil *u Zeit' blieb er stehen unv rief in die
ser
Oedt
lte glöckli«
che OpM
Endlich ist eS gelvugen. tie Kugel auS
drr Wunde zu iatUrnt^\. 8«fl 18 Novbr
unterwarfen die .Cipri
ani und Tommasi die W«npe einer neuen
genauen Unlersuchuna^die ein befriedigen
des Resultat ergMMMtersuchuvg pur«
de später wieeerbolrftad zwar mit der be
reitS von unS geschstderten Poade deSPa«
riser Sites Nelatv^Godmch ma» endlich
dje Kugel bests««» iMechf..
iö» Morgen. 2?»Sls»hr.^ n« 19 Uhr zog
Dr.Zaneui bieHuMHyd eiuenJnochen.
splitter heraus W^aräjjoa *»6 Wich«
Mcklich von^tamnp die Ku««^hat
... .ihre Form Die ^ebensMahr
teliahre schwebte, schetat endlich ganz be
ffitiftt»«sei«.
•nnn rrh*
iff inrr
II
et «in
TT
Di
Aoman von ietbr Hugo.
ZweittS'Buch.
8 6 8)
DtittrS SÖuch.
mit grausiger, Ivnlvser Stimmt:
Kleiner Gervais.' .Kleiner Gervai4S
Hätte der Gerufene ihn auch gehört, er
würde sich gefürchtet und wohl gehütet
haben, sich zu zeigen. Aber der Knabd
war wahifcheinlich schon weit binweg.
Valjean begegnete einem Geistlichen zu
)'ferd. Auf diesen ging er zu und fragte
Herr Pfarrer, sinb Sie nicht •einem
Knaben begegnet?
.Nein.
Dem kleinen Gervais?
Ich habe Niemanden gesehen.
Er nahm zwei FünffrankSstücke aus Ith
nein Beutel und gib sie den Geistlichen.
Für Ihre Aitnen, Herr Pfarrer!
E31f!"eiff JtndheWfl etwa z^hn Jahren
mit einem MurmeUhfer, glaube ich, ein
avoyard. wissen sie?
Ich habe ihn nicht gesehen.
Deri kleinen Gervais? Ist er nkchr
auö einem der Döifer hier? KinnrN
mir das vielleicht sagen?
Wenn eS so ist. wie sie sagen, ist er ein
fremder Knave. Sie taufen im Land,
umber. Niemand kennt sie.
Valjean nahm krampfhaft noch zwei
FünfftäneSstücke aus dem Beutel und gäb
sie rem Gastlichem.
Fur Ihre Armen! sagte er und wie irr'
sinnig setzte er hinzu:
Hi-ii-Pfarrei'lassen Sie mich arreltttN.
Ich bin
ftin
Dieb.
Der Geistliche gab seinem Pferde die
Spore» und jagte erschrecken davon.'
Valjean lief nun in seiner früher^
Rschtung fort, lange.1 Immer sah er sich'
babei um tihb rief, aber e/ «raf Niemand
mehr. Cfhffte Male lief er in der Ebene
nach ttHas, das er für einen dalirgtthdeh
Oder kauerden Menschen hselt^ ti'HjariK
eüt'Aetfr skeiiie BÜscheo.der gri^ße Raine/
An etn»^ Sieve eNdlich^w^dres Mfle sich
kreuzten^ blkeb er stehe^. Dff"Monb ivo
a ufflfg&TTflfNr ^f strengte nochrnew die
A^gen an', um Rch'u^ufchautn unb rief:
Kleiner Gervais! Kiewer Gervais.' Dt*
Äuf ttlosch in dem NttorohM »u* nur
Echo zu wecken. ^a. flüst.stte er schwach
ünd kaum vernehutlich: kleiner/GervgiSi
DoS war seine letzte Anstrengung die
Knie knickten ihn plötzlich tirf, als Habe
«inj unsichtbast M.achl ihn mit der Wucht
seines rMn" GewissenS niedergeworfen.
Er sank erschöpf» auf einen großen Stein,
barg sein Gesicht zwischen den Knieen,
faßte e,n Kevf mit beiden Händen und
rief:" Ich bin tin Elender!
Da ztrriß sein Herz und er weinte, er
»tinti-4um eisten Wale seit veunzehn
ahreu.
hahen Keschen, daß Valjean, als
er den Bischof verlirß,. auS allen seintn
bisherigen Gedanken berauSgedrängt war.
Er konnle fich kleine RtÄenschaft von dem"
geben, »a* in ihm vorging. Cr sträubte
ft,gen dit^Eugelshanttung und die sanf
ten Worte des'GreifeSi „Sie haben mir
-versprochen eir^ehrlicher Mann zu werden
Ich erka-ufe tytfu Se«le. eyt»ied st« UM
Geist« des ÄerderbevS nnd üdtrgehe ye
rem liebttUMt^ Viese Worte ktanM
ihm fortwährend tm Ohr. Er setzte die
ser himMischeti Nachsicht dm 6loli tnU
Weii.'M sie'eiye Hrvcht de» 86fen .m
u^U M'Me^ weu» auch HiN^5 $
mm* *2
stärkste Md «ewaltiste «ngriff Mr, W
WojNftawMchüttert hatte baß fetter»er sntsa«
«erkocktbeit und Verhärtung dauernd sein! zückuugen haben, wurde, je lSnger die Vi
mrde, wenn ir dieser Milde widerstehe 'sion davnte, der Bischof i««er Srößer
Hill 'i*
daß wiiln er nachgebe, er dem Hasse enisa^
genNssß'k, mit dem die Thaten der'än
deren' MeKschM^ig. Herz seit sv vielen
Iahf/ti erfüllt hatlerr und ^rr ihm wohl
gefiel däi W dlesizial stegen oder unter,
liefen mvßteMV dtrß d^r Kaznp'f.'ein ent
schied^erj- riesenhaftes Kawpf, zwischen
seiner"Schlechtigstit und der Güte jenes
ManneshtxMtien. 'V',4,''r
Er war rtiejittnkm. Während er. onr
Wt umhetfchM^d/ dahin ^ing, trat^ es
deutlich voe ihn, welche Folgen fein Aden»
teuer in D. 'füi ihn' HÜftt chabeVkönnen.
Vernahm it äver' jene dtheimnißvolleÄ
Töne, welche'in Aw^feti' Augenblicken des
Lebens träftient unb- peinigend in das
'Herz des Menschenmengen Flüsterte ihm
eine Stimme zu. daß' hjx feierlichste
Stunde seines Geschickes erlebt habe daß
eS füe ihtf- fUfnen Miltefrctg mehr gebe,
öaß e^weNn tr Wtiti nicht ber beste Mensch
sti,'der schlechteste sein werde daß er von
nun an entweder höhev«lS selbst der Bi
schof steigen, oder liefet fallen müfie als der
Züchtling daß, wenn tr gut sein wolle,
ein Engel, wolle er aber schlecht bleiben,
ein Ungeheuer bleibtn nrüsse?'
Hier müssen wir noch einmal die Frage
wiederholen, die wir und schon früher ge
jiellt Halen: «kannte ödef verstand er tit
waS vLn allem dem? Gewiß, tMSflflfffC
bfttet'UNt) schärft, wie gesagt, den Verstand
und doch dürfte es zweifelhaft sein, ob
Baijean im Stande gewesen. Alles was
wir-andeuteten, oder elwaS davon zu be
greifen ddlr sich-klar, zu machen. Wenn
solche Gedanken ihm kamen, so erfaßte er
sie nur undeutlich ürid sie versetzten ihn in
unbeschreiblichem
euyd. Nachdem tr das Wnst^re^ Entsetz
liche verlassen hatte, daS man Zuchthaus
nmtll, hatte der Bischof feinem Hci'zin weh
gethan ttjt ein recht Helles Licht den Au
gen weh thut, die bis dahin im Dunltl
wär?n. DaS künftige mögliche Leben, das
sie ihm rein und strahlend vorstellte, erfüllt*
ihn mit Angst und Brsorgniß. Er wuß
it flch ^eitt üicht zurtcht zu finden. Der
Sträfling war durch die Tugend geblendet,
wie eS eine Eule sein würde, welche Plötz
lich die aufgehende St?NttkM
Gewiß war und datan zweifekte er nicht
er war bereits nicht mehr der, welcher er
gewesen alleShatte sich in jhm verändert
er konnte nicht ungeschehen machen, daß
ver Bischof mit ihm gesprochen und ihn
berührt.
In dieser Stimmung hatte er den kl?i
nen Gervais getroffen und ihm das Vier
zigfouSstück gestohlen. Warum? Er hätte
es sicherlich selbst nicht erklären könn?n.
War eS einelttzie Wirkung, eine letzte An«
strengung der schlechten Gedanken, die er
auS dem Zuchttzauft mitgebracht, fftrr
^Folge dessen-, was man in der Statik tx
wordene Kraft nennt? Das war es.
vielleicht auch weniger als das. Sprechen
wir es aus nicht er hatte gestohlen, nicht
der Metisch, daS Thierchatie aus Gewohn
heit und Jnstincjt gedankenlos den Fuß
auf daS Geld gesetzt, während der Verstand
erwachte und sah,wZs daSTHier gethan
hatte, schauderte Valjean' entsetzt- zurück
und stieß einen Angstschrei aus."
Er hatte eine seltsame Erscheinung,
die nur in seiner Lage möglich war in
dem Bestrhltn deS Knaben etwas gethan,
dessen er gar nicht mehr fähig war.
Wie dem aber auch ft/n mag. diese letzte
schlechte That wirkle enKcheidend auf ihn
ste zerriß plötzlich das Cyaos, das in sei
nem Vttstande gewesen war uSd vertrieb
tBsie sammelte auf die eine Seite düstere
Finsterniß ibid auf bit andere daS Licht
sie wirkte indem Zustande, iit welchem er
sich befand, auf sein Gemüth wie gewisse,
chemisch^ Reagentien auf eine trübe Mi»
schung witken. indem sie ein Eleme»t nie»
derschlageif^rd das-andere klären.
',he er noch nachgedacht und
sich geprüft hatte, bemühte er ftch angst«
voll wie jemand, der sich zu retten sucht,
den Knaben wieder zu stnden, um ihi, sein
Gelv wieder zu geben ass er erkannte,
daß dies unmöglich sei, blieb er verzweif«
küngSvvll stehen. Als tr äusrief: ich bin
ein Elender! hatte er sich erkannt wie er
war nnd fich bereits so weit von sich ge»
trennt, d?ß er sich wie «inJhantom.vorkam
und da vor sich in Fteffch und Blut, mit
?eM Slöcke in der.Hand, ift
'Mi TorNister'Äkt dem gestohlenen Sachen
ajlf dem Rücken, mit den veMlossenen fin
teren Grsichi: den Kopf voll schändlicher
Gedanken/den häßlichen Sträfling Johann
Baljean hatte.
DaS übergroße Unglück hatte ihn. wie
gesagt, gewiflermaßen zvm Visionär ge
Uiacht. Jetzt hatte er eine Vision. Er sah
wirklich und wahrhaftig jenen Valjeatr'^
mit dem'unheimlichett Gesichte vor stch.
Eineii Augenblick war er nahe daran sich
graute vor dtmselben.
Sdin Gehirn befand fich in einem jener
ungestümen und doch so schauerlich ruhi
gen Augenblicke/ in denen die Gedanken
vke Wirklichkeit verdrängen. Ma^fcht
dann die GegttistSnde nicht mehf/die man
vor sich hat, wohl aber steht man da außer
sich'die Gestalten, welche im Geiste ent
standen-sind.
Er betrachtete stch fllfä aletchfaM vein
Angtficht und gleitKeitia sab er in dieser
BiffSN in UkerNeßiichet Tiefe Licht,
^aHMitfanMM ekteFaMW^M
äuWMamem HiifHaoen auf dieses Ächt,
däS seinem Gewissen erschien, erkannte er,
?Brin Svititt tele
-die jor ihm
NhrvdntMäav^dea
,,v
•f
L') J:H .:
DB^DXMOKliS
i« pablitkeA eriry fhatsdajr
$2,00 per Annum, payabk itt advance,
it Sillgle flOpUs ctBti.
pJSiC^j No, 38 Swoon* ßtkqvt» amr Meie,
DAVENPORT, IOWA.
'und leuchtfndkr, während Valjean avmä
lig ^er/chMnd, Sinnt 'AWilblick war
derselbe mir voch ein Schatten.^ Dann
versWapd^plStzlich gänz und' nur btr
BlsMMd.^
Er erfÄ ll td^d ie ^anze Seele hitses $len*"
mit strdhleirde'ot Manze.
Valjean weintan^e er wtinte heiße
Thränen er schluchzte «WAMib, wie
Während er so weinte, wurt/e eS Heller
und Heller in seinem Geiste efil außerge?
wohnliches herrliches und. fchreckttcheS
Licht ging ihm aiif. Sein vei-gangeneS
Leben, sein erstsS Vergehen, Me lange
Strafzeit, sein? äußerliche Verthierung,
feine innerlich« V«härtimg^ seikie Freilaf»
füng mit allen RacheplMtr, lväs ihm bei
dtm Bischof begegnet war,' das letzte, waS
er gethan hatte, der Diebstahl an einem
Kindt, daS um so schändlichkreVerkirechcn,
weites nach der Verzeihung deS Bischofs
trfo/gt war, alles stellte: sich ihm deutlich
'dar,' in einer Klarheit und Helle, die er
bis dahin nicht gekannt halte. Er muster
te seih Lehen und eS erschien ihm grauen
voll, dann seine Seele und sie kam ih«
tnlsetzlich.vor. Gleichwohl lag jetzt ein
mildes Licht auf diesem Lebe», auf dieser
Seele. Es war ihm, alS sehe cr Satan
tM Lichte res^Paradieses.
Wie viele Stunden er sg weinte, was
er nach dem Weinen that, wohin er, ging,
hat man niemals erfahren^. So viel nur,
scheint gewiß zu sein, düß 'in derselben
Nacht der Botenfuhrmann vpn Grenoble,
welcher gegen drei Uhr früh in D. ankam,
als er durch die Straße cer bischöflichen
schdfs Ehregott einen Mann im Schatten,
auf dem Straßenpflaster betend fnirni sah.
DaS^Zghr. 1 3 1 7.
DäS Jahr 1817 bezeichnete Lutwig der
achtzehnte, mit einer gewissen lbniguchen
Bestimmtheit) teres an Stolz nicht f»hlie,
als daS zwelundzwm^xiie srirer S»^ie«
rung. In diesem Jahre wa? Herr !ötu»
von Sorsum berühmt. Alle Laten
derPerückenmacher, welche aufdie Wie:er»
kehr des Puders hofften, waren himaul»
blau angestrichen unv mit Lilien verziert.
CS war die ehrliche Zeit, als ttr Gtaf
Lynth alle Sonntage auf der Bank der
Kirchenväter in Sanrt Germain deS PrtS
in seiner Uniform als Pair von Frankreich,
mit dem rothen OrdeSbande, der langen
Nase und dem majestätischen Profile saß,
daS einem Manne eigen ist, welcher eine
glanzvolle That gethan. Die glänzende
That des Herrn Lynch bestand abet tarin,
daß er ufa-Matre von Bordeaux am 12.
März 1814 die Stadt ttwaS zu früh an
d«i Herzog von Angvulente übergehen.
TaS hatte ihm die PairSwÜrde einze
tragen. Im Jahre 1817 fetzte man dm
Knabtn vor vier bis sechs Jahren ungehtu
re Ledermützen mit Ohrlappen auf, «eiche
so ziemlich wie Eskimos-Bischofsmützen
aussahen.' Die franzSsische Nrn-.ee hatte
weiße Uniformen wie die österreichische
die Regimenter heißen Legionen und statt
der Zahlen führten sie die Namen der De
panmenls. Napoleon war auf St. He
lena und ließ seine alte Uniform wenden,
weil ihm England kein grünes Tuch lie
fette. Im Jabte 1817 fang Pellegrini
und tanzte die Bigottini. Polier herrschte
und Odry mstirte noch nicht. Die Seil
tänzerin Taqui löset« Forioso ab. In
gtänkttich standen noch Preußen. Delalot
war «ine wichtige Person. Die Ltgitimi
täi.hatte fich dadurch befestigt, daß sie
Pletgner, Carbonneau und Talleron erst
die Hand, dann den Kops hatte abschlagen
lassen. Der Fürst von Talleyrand, Groß
kammerherr, und ttr Abbe Louis, desig
nated Finanzminister, sahen einander 15»
chelnd wie zwei Auguren an beide hatten,
am 14. Juli 1790, die VerbrüderungS
messe auf dem Marsfelde celebirt, Talley
rand als Bischof, Louis als Diakon. Im
Jahre l819 bemerkte man auf einzelne»
Wegeti auf demselben MarSfelde große
rundeblanangestrichene HSlzermit ehemals
gvldenen Ädleru ynd Bienen daran. Sie
lagen unter freiem Himmel, in Wetter
und Negen und verfaulten im Grase. Es
vor zwei Jahre»
dit Crstrave deS Kaifers getNtzefl. Hier
ilnd da sahch angtbrannt.auS vyu Bivou»
acftaerv der Oesterreichtr. Einige die
ser Fäulen waren in diesen^ Bivouacs
gay) verbrannt Morden MV hatte», die
Fäuste did KatserUchen gewÄmt. DäS
attedäs Higenthümliche gehabt,
JMunV^li^deB!MarS felde
gehaltet, »ofdeti war. In diesem Jahre
10lt warm zwtiDinge heliebt: »er Vol
taire TouquetS und die T^abackSdoseo a la
Kerbrechen DantonS av^giregt. welcher
dtn Kopf seines Bruders in das Basst»
drS BlumenmMlts geworfen. In de«
Marinminlsterlum stngMMÄN, fibtr M.
Ausbleiben vv» Nachrichten von der Y»
gälte la Meduse besorgt zu werden.Micha
Chaumareir mit Schande und
mit-Ruhm bedecken ^Mte.M« Merß
Selves ging nach AMpltv^W da Soli-
form des achtecNgtV XhütWeS des Hoteis
«liLa?/labMWchMMltzech«»ßche».
welch
LudM
servaloriumMdient hatte. Di» HerMM.
durtfa ^C-AßiMüvre reatzte.«a« die
MW
MM-äMM'MW
der achtzehnte, ttr im Lese» MW«
Horo|# die ihm besonders gestelt», «U de»
•V'"

Mnin^S. Finding. Keinen, -te.
8»lrlteiiottiie8«r.1lrtt«
Gaitef-Uppers,
CHILD & CO.
SECURITY
»IIMI II II '«'I I -II .'• U-LL^f— .»— 1 -A- ill 1»*^ I

xml | txt