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Der Demokrat. (Davenport, Iowa) 186?-1868, October 27, 1864, Image 2

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auf die Anfragt dtr tHnierung von Buk»
no^ AyreS. tr hade frmt fetndfrllgm Ab
jj.tten flrflfii ihr Gebiet. da das 8ant, In
welch'S ti tinröefe, sich für unabhängig
erklärt habe. ArtigaS, der daS Feit gegen
vie potiuflitfrn ohne Hülfe von Buenos«
81»*p6 nictl balltn konnte, unttrwarf sich
na t) fti'.iafn partiellen irifflfn ver Inva»
sions A'mee. Stiel, Einwohner der Stadt
und ein aiment 1 ibertos traten zugleich
tt zm.—
Xtm Obersten Alvear, der schmählich
rotflvn ctö Argwohns vertrieben worden
war, vie brasilianische iH.A'r^utlA '1 dren
Eroberuigepla en. unt
stützt
waren
mehtnr Che
dem
durch Männer vcuutcn,
roh
waren, ihrem ^hiqeize
zu
als 5iüp.
j't gleicher Zeit
sJtfpr3ftn(oiion
lerricht, Vit
Pr ff ben
zu oaben,
gisolgi.
bit
nachtin-
ander ouich fit Parteien
gestürzt BUK en, iru jfivndtau und Ra
mon Balcarrc ei.tlich kamen alle Par
trim übctiin. sich an einen souverainen
Rath vo.i p.jfeniantrn zu wenden, der
sich denn auch ctn 25. März 1816 in Tu«
(uinan serfuiniiuiie. Don Juan Marita
Puyveron, der tao Höchte Btrirauen sei»
Ntl Mufüriui
g^ncß.
wurde
old
Direktor
««.«hit. Zu et iribtn it verfaßte der
& 9 1 8 1 6
a
Erklärung, icoiin dir Nation sich den
von Südamerika beilegte.
E a A
ttnstückee nun datirt ft ch ei*
E
der Republik. Außerottentliche
Ab-
giortneie wur en an tie verschiedenen Hö
liutcpa'6 geschickt, um die Anerkennung
und
Unabhäügigk.it
tcs
für
lunuefotui
Staates
Unflfi.
Diese Eiklärung aber sollte leider
zu rr-
dic luuge Republik vie Quelle neuer Strei»
tigftutti UND Kämpfe werden. Sie distant
du facto btreite
Staaten von N^rtameiika und einen Na»
tionalldipir schassen,
Geiste
fUfil
tieurns
ffli
leii 1810 und hattt feil
ras Prrncip gegtn die spanisch.
Panel in em meisten westlichen Provinzen
getochlcn kaum aber hatte fit stch deftni»
liv
ausgnpiochtn,
als
sich
zwei rivale Par­
teien in lyr itluft klhobcn. um ihre Fort'
schritte zu hemmen. Die eine war die der
Union, wtlche ten aufgekläneften Theil dir
Smipouiiti begriff fit repiüsentirte dt«
neuen iöttüifmfst und neuen Ideen und
wollie
dem
Staate eine ähnliche Regle-
geben wie tic
der Vereinigten
der von demselben
weite, wenn
auch jede pro«
viuz ibu JuMvituiilität behalte. Die
ontue panci. ta Echo der veralteten
Iceen.
cti Uinrisscuhcil und
M'hiviii ttr unIfen räuberischen
U'
tic
teS Fana«
haiie für sich
tie unermeßliche
GauchcS
nuifun Lantbewohner
und wurte
ale e^uifuich und cabti
im Stande
Alles tum Dpftt
bringt"- Xu- etilen arui
ttuiuo, tuo lange ifr
halte Mon-
li'iuicipunft war,
Xif jirciie
AyreS. D.'mil
Panei dagegen,
aber
war der Zluch aus«
geiprochen. Die bald besieqlen. bald sieg
reichen
Anhänfter
dtr btietn Parteien ver­
wickelten jetzt in kurzem ten ganzen Staat
in die Greuel eines furchtbaren Bürger,
krieqes. Jndeß standen niut politische
Beränderungen bevor.
Im Jahre 1817 wurde Montevi
deo we er von den Portugiesen aenom»
men. Fünf Jahre nachher (!?21) vtk'
einigte fo^ar eine mit Gewalt en: 'ffrnr
E a a a O N
ial unter dem Namen Provlncia Lispla
tlno
mit
Brasilien,
Um
dieselbe Zeit aber,
eihiilt In Bueucs AvrcS taj Spst der
Union einen kurzen Tiiumrh und versprach
rem Staate
Glück
S a
51 a
unv Gikße unter ttr'
t- a
a a.
Tiefer
Mann, damals
grro'§ die höchste polnische Capaciiät auf
rem
Festlanve
Sihair.erifoS,
begrüntet»
mit
ttr republikanischen
tif IViörrlrtzlictfc't
Eig^nihums, die
den If). April 18J.") mit 32 Orientalisten
von Buenos V!»rrauf, um sein Vater»
hnf von dem vcihaßitn Joche der Portu
gl.'s-n zu befreien, und heltenmüthige
S(äirpFt sichtitcn bald den Triumph ttr
gerechten Sache über tie Usurpation. Auch
BuenoZ-Ayres nohai je^t für die Orien
talisten Partei, nachtem es alle möglichen
versöhnenttn Mittel gegen Portugal er»
schöpft hatte,unt) so begann ter Krieg gt
gen Brasilien noch im Dezember desselben
IahreS. Dieser Krieg eröffnete den ar
gentinlschen Helfen eine neue Lausbehn
tee
ffrnil(:tfelt
gitrungöhant!ung7 reit
ter Re
Sfffriliefrn
Un»
Rechlt'p'- tie ^reihcit
9)iiiin:r it.
ter
tie Vcr'.intung
mit dem Slueu-:
während durch sei?
nfAten Staaten urt England dl? Republik
annfannttn. Ais ntr PeloxitaS brach
b- a I a A
Lavai! ja ans Montkviteo
Geschichte jtpt noch mit Schrecken nacher
zahlt.
XII.
Der Diktator einer Repvblik.
Der Kampf der Föderalisten gegen die
Unitarier hatte seinen Höhepunkt erreich».
Der Haß beider Parteien gegen einander
kannte keine Grenzen mehr.
RosaS, der Diktator der Republik Bue
noS'ApreS, der vnumschrSnkte Vrberrfcher
vis argeniinlschev' StaallenbundeS. hatte
ten Namen der Republik zum Hohn ge
rächt, indem er an ihre Stelle einen eoi
Blut triefenden Absolutismus gesetzt. ($r
stand als Nao des Südens ta! und
wie dies so oft in du W?lt geschieht
daS Glück begünstigte den Wütherich.
Und wer war dieser Mann, der seinen
Namen mit blutigen Leitern in das Buch
der Geschichte niederschiieb?
Don Juan Manuel de RosaS war von
Geburt ein Gauch S.
In den Pampas am Rio de la Plata
hat sich nämlich aus der Vermischung von
Spaniern und Jndianesinntr.. »um Tb.il
auch Negerinnen, ein halb witteS noma
disirendeS Hirten- und Reiteivolk gebildet:
die GauchoS. die stelz auf ihre Freiheit,
voll Schlauheit und Hinterlist, voll Ber
ivegenheit und Rachsucht, an Empörungen
ge.oöhnt find, hart gegen sich selbst und
grausam gegen Andere. Diesem Stamme
gekörte RosaS an. In ihm vereinigten
sich alle Eigenthümlichkeiten tieseS Volkes.
er war ter Liebling der GauchoS und ver
dankte nur seiner Kühnheit und Gewandt
hrit die Ernennung zu ihrem Anführer.
ES wird nämlich erzählt, die versammelten
Kri-gerschaaren hätten wilde Pferde in ein
Gehege (Corral) getrieben und bestimmt,
»ersieh vom Balken über dem Eingange
auf einS der freigelassenen Pfervt schwinge.
eS ohne Sattel und Zaum reite und nach
dem Corral zurückbringt, der solle ihr
Führer sein. RosaS that ts und hielt
von jetzt an die wilde Schaar in strenger
Zucht, was ihm um so mihr gelang, alö
er ihrem Sinn für Gleichheit stets zu ge
nügen wußte. So hatte er zur Verhütung
von Streit und Blutvergiehen rordnet:
Keiner solle am Sonntage ein Misser im
Gfirtfl tragen, ter Zuwioerhandelnte aber
nach tort gebräuchlicher Stiafarl mit Ar
men und Füßen an vier Pfählen aufgt»
bängt werden. AIS Rof^S nun fined
Sonntags dem ihn besuchenden Staiihal
ter von BuknoS AyreS entgefterieilte. licß
er aus Versehen das Messer im Gürtel
st.cktn. WaS that tr nun? Er haitt tas
ipeibot übertreten, und so unterwarf er
sich selbst der von ihm verhängten Straff.
Die Strtnge gewann ihm die enthusi
astische
Verehrung veS
Indeß war er für Größeres bestimmt.
Als
sich Lavalleja nach glücklich been-
tigtem Kriege gegen Bra lien reifer die
bestehende Regierung empöitt. sah sich dtr
Präsident, Don Manuel Xorrtflo, genö
thigt. den Schuß t-s GauchoS- Generals
anzusprechen. Dadurch erhielt Rosas die
eiste Gelegenheit, sich in die innen, Angt
legendtiten der arg'ntinischen Staaten»
publik
zu
mischen. Er wurde ztrar .von
Lavalleja geschlagen und Dorrego gesan
!!v t!c Finanzen.' ten vor. Als dieser ihn aber täuschte und
•Jinfluß
tie Verei in die Reihen der Föderalisten Zwietracht
brachte, stiftttt tr tint Empörung gegen
ihn an, vertrieb ihn, schlug ober tie trit.
tetholt ihm angetragene Präfittnifeboft
auS. Der Congreß d. h. feine tikauf
ten G.schöpfe aus demselben —ndnnte
ihn jetzt „Beschützer der Verfassung," über
reichte Ihm tintn reich mit Diamanttn ver
gierten Ehrenfäbel und machte ihm ein seht
bedeutendes Geschenk an Gtundtffotnihum.
dcS RuhmcS in vcrichietcncn Schlachten, lgen. die Abstimmung der Bürger von
deren letzte, tie von a N o. welche
a 2 0 a 1 8 2 7 a
A a gewonnen wurte und tcr tie
Besetzung ter Missionen von Uruguay
durch den General ru N I e
a folgte, den Kaiser Don Petto be
stimmte, den Ansprüchen zu entsagen, wel
che seine Waffen so schlecht unterstützt hat«
ten. In einem Vertrage vom 4 Oktober
1828 erkannte er tie Unabhängigkeit ter
Banta Oriental an. welche sich tacialtf
von der Union trennte und ten Namen der
I I
8 annahm. Indrß auch jrtzt spüren
diese Stiaten zu keiner Ruhe gelangen.
Dtr Nationoleongreß war durck Chrgeizi
ge aufgelöst worden und tie Föteratioi,
triumphirte in der PnsonQuivogas', Bu
floj', Sit* RosaS', von trntn dtr erster,
durch "die SffenlKch? Stimme mit dem ge.
bäfßgtn Namen drS „Tigers von Rloja"
bezeichnfk wr*,, »nd fr inn
Grausamkeit in seiner Vateistadt der
zweite war minder Krieger als habsüchtig
und de?" dritte der erste GauchoS
verbarg seinen außerordentlichen Ehrgeiz
unter einer MaSke von Uneigennützlgkeit,
bis tr seinen blutgierige, ja teuflischen
Sharakter aufweine Weise enthüllte, tie die
Quiroga ward Präsitcnt, starb indrß bald
durch Gist und nun geschah, waö der
schlaue Gauchosführer im Geheimen vor
bereitet: der Congreß bot ihm von Neuem
die Präsidfnttnwürdr an. und dirSmal
mit fast diktatorischer Gewalt. Rosas
triumphirte... verlangte aber heuchlerisch
und um stint Macht desto mehr zu befesti
BuenoS-AyrrS. bit sich denn auch. thkilS
stechen. theilS btlhört, mit 9316 Stim
men für dirfe Wahl etflänen nur 4 spra
chen sich gegen die Wahl auS. Unter dem
lauten Jubel dtS VolktS, daS die Pferde
von seinem Wagen nahm und denselben
selbst zog. hielt der auf fünf Jährt erwähl
te Diktator (tintn Einzug in die Haupt
stat».
Wie ober sieltn jetzt dtn Unbesonnenen
tie Schuppen von den Augen. Mit blu
tiger Strenge, wenn auch unter Beobach
tung eines scheinbar gerichtlichen Vtifflk
renS, vttsolgke der Diktator nun vor allen
Dingen alle einer Theilnahme an dtr Er
mortung dtS Generals Quiroga Dttdäch.
Ilgen, und zwar um so strenger und grau
samrr. a»S mon ihn stlbst jenes poliiifchtn
Mordes beschuldigte. Uebeihaupt verfolg
te er jetzt seine politischen Gegner mit ttr
erbittertsten Nachsucht und ließ sich durch
^rtntn Haß gegen die Unitarier off zu sehr
kleinlichen Maßregeln hinreißen. So ver
bot die Bärte um daS Kinn, weil diese
in Verbindung mit dem Backtnbarte tin
U. den Anfangsbuchstaben des Wortes
Unitarier. bilden würde.
Um die Zeit unserer Erzählung nun,
stitnd Rosas auf dir Höhe seiner Macht.
gen und erschossen, kehrte aber balb mit rung gefeite«. Breite mit Perlen unt
Verstärkung aus dem Innern zurück unt
nöthlgte nun seinen Gegner, sich mit
Montevideo zurückzuziehen. Dadurch ward
aber RosaS mit tlntm Malt ras Haupt
dtr Partei der Föcetalisten otet Avostoll»
coS, so daß tr, nach Vertreibung Lavallt
ja'S aty 9. Dezember 1829, von seinen
Anhä»'^«^ mit außerortknilichkn und sehr
ausgedehnten ioeuZut"
um
®tn:ral
Gcuverneur von BueroS Apres »»üf1*1*'11
wurde. Er zerstörte letzt AlllS, waS tcr'
frühere Präsidtnt Rivavavia als Haupt
ter tUlonäpartet gegtündtt und geortnet
hattt, verbannte alle Verdächtigen, sowohl
Einheimische wie Ftemtt. ihtilS in das
Innert, wo fit größtentheilS heimlich bei
Leitt gtschasst wurdtn, theilS in's AuS
land, und schlug, als im Dezember 1832
seine Präsidentschaft rntigtr und der Con
greß die außtrorttntlichen Vollmachten
nicht erneuern wollte, ein Geschöpf von
sich, den General Öalartr, zum Ptäsicm
Di» Provinz üntrt Ri»S hattesich gegen
die Föderation demnach gegen den all
gewaltigen Diktator erhoben. Der
Gouverneur E ch war von Rivera
vertrieben worden, der General der Uni?
tarter, Pa». war »on EorrienteS herbeige
eilt, und der Gouvtrntur von Santa Fe
Lopes MaScarilla, hotte Ütcfc für dit Uni
tarier erklärt. Außerdtm stanten auf
»flu der Republik Montlviteo und dkl
vtreinlgten Unitarier gegen die F5tr
ralisten. gegen 9iofae-inrtrfrtrrrfBrrfzniflf7
nHbr Aldao. Pacheco, unt quiza tämp
.fend
die Generäle 4« la Madrid. Acha,
paz Lopes, die Obeisten Nunez Silwai»
ra unv Battle, dit Gebrütet Madariana
E
a a
So standen die Unitarler in der That
khsfurchtge.bikterd da und hätten kühn unt
entschieden RosaS und seinen Föoeralisten
die Spitze bieten könntn. wenn nicht die
Erbfeinde allkr Fttist aten. der Neid unr
rir Eifersucht dtr Führ«, alles vertorben
hätitn.
Dit untonistischen Generale Rivera unr
Paz. gerieihen in Zänkereien farüber
verging tie Zeit ®,ncral Dribt kam. von
luruman hriad. dem Dikiaior zu Hülst:
Lopes flüchittt aus Santa Fe und Oribe,
der Busenfreund NosaS. von seiner Wild'
heil und Grausamkeit „Ter Tiger" ge
nannt zog in die Hauptstadt jentrPro
vinz ein.
Schrtcktn unt Entsltzen httrschttn jetzt
unt« dtn Unionisttn. Jubel unter
dtn gödrrirttn, und zwar heute besonders
.. dtnn Rosas und seine Äetttuen
feierten heult dtn Sieg.
Man hallt zu tlesengß-reckt den Saal
deS Gouvernements Gebäudes prächtig
auSgeschmückr so reich unt prächtig, als
(S In ter Eilt gehen wollte, und dafür be
durfte es ja auch in ditsem herrlichen, von
dtr Natur so reich gestgntten Lande keiner
großen Anstrengungen.
In wtniger als einer Stunde war der
geräumige Saal in tintn Wald voll Blu
men und Blüthtn vtrwandtlt, dit in dich
ttn Massen die Wändt ringsum deckten,
und durch Geruch und Glanz wahrhaft
betäubten und blendeten. Namenilich it»
füllte die Orriruma. tint Art gelbtt Hya
tinthen. die ganze Atmosphäre mit ihrtm
woUüstig-berauichenten Duft. Neber ihr
prangte unt tufitlt tie Königin ter ame
rikanische» Blume», tie £tornela. Auch
tie Peregrina, tit
jeteS
zu stauntsitem
dae Laub
ganzen Stammes.
europäische
unt tic iölüthrn
'tin,:
Enizücftn hinreißt,
sich in üppiger
Fülle
machte
gelirnt irährent
von bunterten.
in wiltem llrbeioiuihe unt in toller Zer
störungslust ausgihauenrn Cittonen unt
Orangenbäumen ten Hintergrund unt die
Ausfüllung bildeten.
Inmitten tiefte prangenden und duf
ttr.ttn Blumen- und BlüthenwalteS nun,
stand tie lange Tafel, an welcher eben Don
Juan Manuel tt RosaS. der blutlriefenfe
Dikiaior. Dnbt, ,,ttr Tiger." Altao. Pa
checo und IVq iiza. fo wie mehrere Obersten
unt sonstige 20.f.hiHaber, meist den wil
ten Gauchos unt CaraecaS angehörend,
fchrrelgent foßrn.
Sie alle waten wild, phantastisch unt
mit tiner geiv'sscn unbeholfenen Vetichwer
(Steifleinen gst ckle Koppeln hingei. ihnen
über tie Schultern, tit langen spanischen,
oben In Korbgiiffin rntenten Sloßftgen
tragend. Leicht üter tie Achseln gewoifen
zeigten die Frazadas die furzen kost
baten Mäntelchen taS In (^clt ge
stickte Büt ter Majnfa otrr Maiskolbe,
als Zeichen, taß fit ttr furchtbaren So
hottk ter MazoiciaS, den Henkersknechten
»nd wörd--»u^sn Lpießgesellen teS Dik
tatore angehörten.
ffiuth fchnaubente, in Geld gestickn
MoNo'S ftanttn unter diesem Bluizcichen
Eah^piüche wie: göteration otrr
Tod I Fluch tty Unitatlftn 1 Mas
horca! (Mehr Galgen!)
Dit wüten, mitunter in der Tbat grau
sig anzusihenden, sonnverbrannten von
gewaltigen Batten überschatteten Gesichter
überragten große Fettlhütk mit ttn breiten
rothen BänterN und Schlk'fen der Föde
ralen geschmückt.
Perlen und Diamanten von hohem
Werth waren dabei, ohne alle Rücksicht
au| Geschmack, on dtr Kleidung eines Ir
ren angebracht, wo und wie eS ging. Ein
schlagendes Zeichen, daß man im Mutter
land? riifer Schätze zu Haufe fei.
Dennoch konnten weter Gold, noch Per
len, noch Diamanttn tir furchtbare Wild
heit und Rohheit dieser Menschen verber
gen, die ja zumeist, wie ter Diktator selbst,
ten wüten unt zügellosen GauchoS ent
stammten.
(gorlfrb*ng folgt.)
An Trinker.
r-
st Xu beim CBIae fidel und froh,
So recht Im dului jubilo,—
Hältst jede« Won rar inen Witz,
Dann, Sreuntcher, hast Du einen Spitz.
Läß'ft Du bit Stimme laut »schallen,
Ein blSeten Stoliern, biscten Lallen,
Bist hitzig bald, und balb gar.} lieb,
Dtinn, Freund, hast Du einen Hieb.
Doch nimmst Du aar »eischied'ne „Drink«',
WanlÜ recht« Du bald und bald nach links,
WiTd gar auch an bit „Bar" gerannt,
Dann, Freundeten, hast tu gar 'nen
Brand.
Und wankt der Kopf und fettrarti'« Pedal.
Hälft Gaslicht für Eennenflrobt,
Machst zwischen 3?tlt und Siraße Tausch,—
Dann hast Du einen S3 a a ch
Und da« Ist bann der Augenblick,
Da sich btfaßt mit Deinem Glüek
Die allerdöchste Potizel,
Wogegen
Volt Dir gnädig sei.
Eiue neue Brücke (ttr 6c#
Mifftssiptzt bei Clinton, Iowa. Aus
Elinioo wird geschrieben: Der Dampfer
„ItaSeo" fährt morgen von hier ab. noch«
dtm TfiTflbTffiu IWenflt Untersuchungen
dtS Mississippi im Auftrage der Ehieago«.
Iowa- tutb Nebraska- Eisenbahn-Com
pagnie vorgenom«en hat. Dieselben find
sehr befriedigend ausgefallen und trotz al«
ler Opposition wird noch vor Neujahr
hirfelbstelne Brücke über den Stro« ge»
ba«t»nd«n.
a
£fMn)wT?jvna.
Dounerstiig, de» 27 Okiober 1864.
Wie langt wirb derAritg dautrn 7
Um Hefe grage nach Jahren unv Mo
naten beantworten zu können, besitzen wir
to wenig Drophftfngabt, als Hr. Stward.
WohU^be^-qtaub^»^wir^-die-Frage-dahiii
a S
kann. Und ritS mag noch geraume
Zeit und großt Opftr an Gu unt Blut
verlangen, zumal tie Ktiegefühiung un
ter btm zweiten Termin unserer Armin!
stration schwerlich mit verbältnißmäßi»
größerer Enrralf bttrlrbtn werten wird,
a A
E
6 1 1
1 1 a
S S
Der amerikanische Kiieg ist in eineji AuS
rottungSkritq ausgeartet unt je
eher daS ©elf des Nordens sich dessen be
wußt wird, testo bisser.
Die von Anfang an schontndt Wei
se nörtlicher KkiegSführun« hauptlächlich
hat dem Krieg tiefen Charakter gtgtbtn.
Anstatt den Feind in Schlachten zu desie
A
zwingen, wich man tem Kampfe aus
Nach dem Anacondaplan wollte
man ihn langsam umzingeln, ihn nach al
Un Selten absperren, damit er turch Hun
ger und Noih getrieben, dit Ihm angedo
Itne Versöhnung in Dtmuth annehme.
Dtr hochmllthigt Süfen sah aber mit testo
größerer'Geringschätzung auf iten until
terllchen" Nörten hinab und spottete über
die Idee dtr Versöhnung mit um dtsto
größerer Verachtung, Der Anacondaplan
proirahirte de» leg und ttr protrahine
Krieg brachtt Noih und Eltnd in jttr
Hüllt tes Küttens. Auf allen Seiten
wurden tem Tüten stets neu? Wunden
beiqebracht. aber Wuncen. an den-n ter
selbe nicht vtrblutrtf. fontetn tie vielmehr
nur geeignet waren, feinen Zorn unt fei
nen Haß zu reizen Aus Schwächt geaen
dtn Süten würfe man gegen ten el en
barbariich. anstatt ibn zu gewinnen, rrn
tele ter Netten tessen 11
ch Haß. Aller Schmerz, alle Leiten
feS £ürenS. tenen kaum irgend ein Be
wohnet der Nebellenfiaaten tntgangtn ist
baben sich nothwentig In Haß gegen den
Nörten verwantelt. An laufend Wun
ten blutet der Süden, jett fcbmrrll, jede
reizt, aber keine terselben bricht seinen
Stolz. Der Süten sieht in (Erbitterung,
taß ter Nörten auf ten Augenblick war
tet, da ter Süten in langsam nahender
physischer und moralischer Erschöpfung
das Schwer! ihm zu Füßen legen werte
Hätte der Nörten von vornherein ten
Krieg mit Energie geführt, fo härte höchst
wahrscheinlich mit einem Gegner, dessen
Achtung wir unS erzwungen, ein ehren
voller Feiete geschlossen werten können
a
(hung unt Ausrottung können jetzt
allein griffen uns geben, ttr für tie
schneller und energischer ti.fer Krieg be
trieben wirt, testo besser, desto menschlicher
ES |int wenige Kriege mit solcher Bar
barti unt solcher Zerstörungswuih geführt
Worten,
wie
tet
jetzige amerikanische. Das
isi richtig. Aber traurig unt verächtlich
ist eS. wenn tit Drmofrotrn hierauf ver
weisend ttn Waffenstillstand verlangen.
Wenn ter Krieg einen fo bedauerlichen
Charakter angenommen wer irägt denn
die Schult? Wer waren eS, die denSÜ
ttn lehrten, ttn Norden zu ocr.chien. Wer
waren es, tie ten Sflctn bios Tf-j'
anstatt ihn zu fchlagtn? Es wartn die
Repräftntanttn der demokratischen Partei,
die McLlevan. Porttr, Buell. Hall'ck
Stutgiß und wir sie alle hrißrn. Sie
sind tS noch, wtlche dtn Ätm des Norden?
zu lähmen suchen, während der entartete
Lüden den demokratischen Anacontaplan
an unseren armen Gefangenen in schreck
lichster Weift illustrirt. Sie sind rS, wel
che dem gtrtlztfn Stier des SütenS noch
immer Hoffnungtn dtS SiegeS tinflößm
unv wtlche durch ihrt Sympatbien ihn in
elendester Weist umkommtn lassen.
Btzeichntnd.
Mehr, als alle Verschwörungsgeschich
ten je. ic. spricht Folgendes gegen Mc
EUUan.
Die New Aork "Workingmen demo
cratic-republican Association" hat un
längst, um zur Gtwlßhtlt übet McCIel
lan's wahrt Position zu gelangen, folgende
Fragen schriftlich an McClellan gerichtet
und um eine kurze unumwunttntAntwort
gebeten:
1. Wenn Sie zum Präsidenten erwähl,
werden, werden Sie sich dann als den
Präsiftnten der amerikanischen Union in
ihrer GkbittSauStthnung. wit ditstlbt vor
der ersten SezesstonS Ocdinanz btstand,
betrachten?
2. Wtrdtn Sie als Präsident der Ver.
Staaten die kräftigsten Maßregeln gegen
sremte und einheimische Feinde ergreifen?
3. Sollten Sie als Präsident erwählt
werten und die Staaten New Jork und
Ohio sollten darauf durch den Act eines
ThtileS ihrer Bürgtr aus drr Union auS
scheiden, werden Sie sie dann als öfftnllf
cht Feinte ansehen und mit ollen Ihnen
zu Gebote stehenoen Hilfsmitteln gegen sie
einschrtittn?
4. B.trachten Sie die amerikanische
Union als eine politische Organisation,
von welcher irgend einer oder mehrere der
Staaten nach Belieben zurücktreten fön»
nen?
5. Und endlich, da Hr. Jeff. DgviS
mit der amtlichen Unterschrift deS Herrn
Benjamin, stints Staats
ft frttärS, erklärt
bat, „daß er keine Ermächtigung habe.
Vorschläge für Unterhandlungen anzuneh.
men, ausgenommen kraft feines Amtes als
Präsident einer unabhängigen Tonfödera
tion, und daß auf tiefer Basis allein ihm
Vorschläge gemacht:
6. Werden Sie, al Präsident, die süd
liche Tvnfäderatio» als eine unabhängige
Nation anerkennen, zu dem Zwecke, um
vie ersten Schritte zu griedensunterhand
lungen zu thun?
In diesen
sechs
Fragen ist
die
nvminltkN,
Sklave-
eeifrage weder direkt, noch indirekt berührt.
Tie
bfzifhrn sich allein auf tie Union und
deren Erhaltung. Es lag daher keinGrund
vor. warum McElellan. wenn er ehrlich
meint, was er In feinem Annahmefchreiben
gesagt hat, nicht eine off ne Antwort bälir
A a a a
1ITrrFö T7 "T' ^ro 6T (j \s'ch
a
DaS ist sehr verdächtig und man begreif»
jetzt, baß Vallandigham sich um tie Cm
cinnati Friedens Convention nicht btffim
mert. sondern in Ohio und Indiana für
MtElellan „fortstümpt." Man versteht
aber auch jetzt den Sinn der Cincinnati
Friedenskonferenz. Man will den temo
fratiichen Opponenten McCUllan'ö Sand
in dit Augen streuen.
Zur Rechtfertigung
Mit der gewöhnlichen Bosheit, wovon
tes „Dewoktat" zum
Uebristußen
voll ist.
bat tr mich in seine Fehde mit dem Herrn
OchS verflochten. Den Vorwurf gegen
mich kann man kurz so zusammenfassen.
Der Demokrat sagt im Wesentlichen: Du
warst früher stark gegen Lincoln unt jetzt
bist Du für ihn. Du zeigtest. t..ß er un
geeignet ist für das Amt tints Präsiftnten
und jetzt tmpsiehlst Du frle Wahl. Wo
1 die Confequenz?
Diese Coniequenz Ist leicht gesehen. Ich
habt früher, |o viel in meinen geringen
K-ästtn stand, dtn Amerikanern unsere
Gründe für unsere Opposition gegen Lin
coin dargestellt. Das war vor No
ni a n. Hätte dit Eleveland Con
vention nicht den Fehler begangen. Fre
wont zu
wozu fit-
I
Vollmacht hatte, hätte sie etwa tap
Linterrninsystem aufgestellt,
so
wüite tie
Opposiiion wider Lincon eine breitue Ba
sis erlangt haben, die Freunte von Chase
Butler u. s. w. hätten sich vielleicht tersel^
ben angeschlossen unt es wäre vielleicht
möglich g'wkskN,
Lincoln's Nomination zu
verbintetn.
Jetzt o*er, nachdem Lincoln einmal no
miiiirl und für tit freisinnige Partei fein
anttrer Cantität im Felde ist. bleibt nur
tie "2DobI zwischen Lincoln unt McClel
lau. Wer nicht für McCl.llan ist muß
die Eiwählung Lincolns wünschen. Denn
ÄcCltllan'ö Nieterlage fchii.ßt tie Er
wählung uteins in sich. Während tie
Errmisse, wtt sie stch einmal ohne unser
Zuthun unt ohnt unsere Schuld gestaltet
haben, eine überwiegen'e Anzahl feetfinni»
get Männer träne,en. für Lincoln zu fein
Ermangelung eines Besseren, a
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in die Hände, wenn man tit Wähler
vom Stimmen für Lincoln abhält. Es fl
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Auslant ausübt. Ist dieser Punfi
best-citbar. fo laßt uns tafür die ünte
hören. Ist er aber nicht bestritten, so
scheint es uns unpatriolffeb, durch seine
Darstellungen ten Sieg der freisinnigen
P.irtei zu schirächen.
Frage ich ten Demokrat, ob tr für die
Niftfrlage MrClellanS ist, so sa«t er Ja.
5-cgt ich ihn, ob McClellan rhne den
Sieg Lincolns geschlagen werden fauti, fo
wirk er nein sagen müssen. Also, ist tie
k, ^"«ofrat ist für Lincoln.
Moiin
unluschcltcl
tr sich Upn vol'
mft
Lafuich, daß er nichts thut für das, w?s
er für wünschtnsirerth hält, sontrrn im
G.geniheil manches thut, was tas von
ihm selbst gewünschteste Refultat verei
lein geeignet ist. Wir haben dasselbe Ziel,
ich arbeite, nach meinen geringen Kräften,
für dit Erreichung des gemeinschaftlichen
Zieles. Der Demokrat
und manches dagegen.
sequfrz?
thut nichts dafür
Wo ist die Con^
H. N.
a
Die voistchente Einsentung wivtrltgl
nicht unsere gestrige Bemerkung, daß wir
unserem kurzen Vortragt in ttr Lahr
mann'schen Halle tas von Herrn Claussen
verfaßte Manifest In feinen Argumenten
zu Grünte gelegt haben, und stellt es auch
nicht in Abrefe. Wozu bedarf tö also ti
rrr Er.tgr.grun_g von Seiten deS Herrn
Clauss.» Wir verargen ihm leine jetzl
ge Stellung nicht, um fo weniger, als. wie
er selbst einräumt, ttr „Dtmokrot" gegen
McClellan und für dtn Sltg dtr Unions
Partei ist. uno als dtr „Dtmokrat" witdtr
holt in präcisen Worten es htrvorgthobtn
hat. daß ts Pflicht eines jtdtn Patriottn
fei. gegen D'cC^ellan und je nach leiner
Ueberzeugung und seiner Ehre entweder
tirtft ottr intirckl für die Erwählung Lin
colns zu wirken.
Aber Herr Clauss'N »iE sich gegen die
Bosheit
dlS „Demokrat" wehren. Wo
steckt denn diese Bosheit?
In dcr rohesten, gemeinsten und boi*
haftlstcn Weife werden tttit von einem
Freunde des Herrn Claussen angegriffen,
der uns u. A. zum Vorwurf Macht, daß
wir auf die patriotische Rede deS Herrn
Claussen in der neulichen Versammlung
in der Lührmann'schen Halle (man luBt
taS Protokoll des Hrn. OchS über die
Verhandlungen) in einer Weise und mit
Worten entgegnet hätten, die in Süd-Ca«
rolina Applaus gefunden haben würden.
Wir begegnen diesem Vorwurfe ganz ein
fach durch die Verweisung darauf, daß die
von uns gegen Herrn Claussen vorgebrach?
ten Argumente die von Herrn OchS selbst
früher endoffirten Argumente deS Herrn
El
aussen selbst sind. Und das soll t«
hei »sein! Gegen die raffinir
teste. Bosheit sich mit Wahr
hei« ver»beidigea, die Bog
hei» mit ihren eignenWaffen
schlagen, d»S soll BoSheit sein!
Herr Claussen, has W»tt istZhue» in per
I I I
Aufwallung entschlüpft. Genüge Ihnen,
da? wir gegen Ihre jetzige Position nichts
einzuwenden haben und nichts haben ein»
»enden »ollen. Wir finden sie ganz
a
W
Der amerikanische Sechandel und
England's Neutralität.
Der N#tt, tie Eifersucht, tae Uebtlwol
len ttr herrschenden Klassen in England
gegn tie Vet. Staaten tritt immer wieder
?o» Neuem auf's Schärfste zu Tage, sowie
stch nur auf den Schlachtfeldern drüben
vas Blatt irgendwie zum Nachiheil der
II ".ion zu wtndtn fchtint. Jn ttn letzten
Nummern tes „Punch" sieht man dtn et
len Buckligen Arm in Arm mit Lord Pal
meisten wanteln an ihnen vorbei geht
Jiff. Davis In ttr RebtUinuhifotm. „Ha
ben Sie ihn nicht erfannr?" sagt Eh
ren Punsch „es ist Jiff. Davis gtwe
srn „Einen tiefer Tage" trwtt
rerte Palmeiston „wetd' ich ihn wohl
anzuerkennen hoben Der Witz litgt in
dem nicht wief erzugebenttn Spielt mit ttm
Woiie "Recognize", tas sowohl tintn
Bekannten beim Vorübergehen „erkennen",
wie auch eine Regierung „anerkennen" be
deutet. Diese Witzeltttn und Anzüglich
keilen drücken ttn heißen Wunsch terre
aterenten Klasse^ in England aus und
stacheln ten Acrger der Amerikaner immer
tr tet
rr frisch auf. Man ist in den Ver.
Staaten seit vielen Iahten gewohnt. Eng
land als einen Mitarbeiter an der Aboli
iionSsache zu bttrachltn. Nun England
so verräterisch abfällt, währtnt die amt
rifaniichtn Republikaner ihr Blut in Strö
men fur fit Sache ttr Union und Eman
zipation vergießen, schlägt tas Gefühl der
Freuntfchaft, taS ehemals wtnigsttns zwi
schen tw Abolitions Parteien ter beiten
Länder herrschte, in um so gehässigere
Feindschaft um.
Kenner ttr amtrikanischen^VerhZllnisse
versichern, man könne die Tiefe teS HasseS.
den tie Bevölkerung ter Ver. Staaten ge
gen England hege, noch lange nicht nach
ten, übrigens hin^nglich starken Aeuße
rungen ter UnionSffiesse bemessen. Man
cher. sagen sie, tröstt sieh damit, daß es sich
nur um Wahlmänntr und Popularitäts'
hascherei amerikanischen Politiker han
tie, und daß dit Ver. Staaten schon hin
rcichtnd turch tie Operationen tiner ante
ren europäischen Westmocht in Anspruch
genomnikn seien, um sie jeden, vermeint-
Wnsc von England.erlittenen Nach
»heil vergesse.. machen, «"RAi
brruhe doch auf einem Irrthum. So sag«
z. B. ein englischer Schrifistellcr. .dessen
Meinungen auf mehrjährige Beobachtun
gen in Amerika gegtündtt sind.
In den großen Gefchäfismt'ttelpunktrn,
wie In dtn Städten New Aork, Philatel
phia, unter Politikern und Reifenden
aus allen Theilen des Landes, mit denen
ich in Washington unt andern Orten in
Berührung kam, und noch mehr unter ttn
Soldattn dtr Union in Virginltn, Nott
und Süd Carolina und Georgia, fand ich
tasselbt Gksühl. und ditS Gefühl ist Im
ganzen Norden stetig im Wachsen brgnffen
und ist geeignet, um so größere Befütch
tung tinzuflößtn. a^s sich dasselbe vorerst
mehr im Tont und fti der Manier, als in
ter ruhmredigen Sprayt der frfihtrtn
Jährt zeigt. Dit Denker haben in Arne
rtfa gegenwärtig die Oberhand über die
biegen Redner erlangt. Männer, die sich
fast, während ihres ganzen LebenS von
Staatsangelegenheiten fern hielten, sine
sMtßllch in ihrem Alter in die politische
Arena geirrten und bereiten sich vor, tit
bisher von ihnen verachtete Masse zu be
einfluss und zu leiten.. Die Bildung
einer großen Nationalschuld, die Etnsüh
rung eines nationalen Bank-Systems
fängt an. auf die Geschäftswelt ihre Wirk
samkeit zu üben, und es sind die Banquiers.
Kaufleute und Farbrikanten deS Nordens,
welche die Hauptfeindschaft, gegen Groß
Briitanien zeigen. Ihre wahren Gefühle
treten jedoch öffentlich nicht einmal zu
Toge in der Privat Eonvetfation, in ih
reo Geschäftslokalen und Wohnungen al
lein kann man sich von der ganzen Stärke
dieles sse bihtrrsch'tnden Giföhlts übt»
»engen.
Der eingetretene Umschwung läßt stch
am besten an der veränderten Haltung von
Männern, wie der Senator Carl Sumner,
erkennen. Ihm warf man ehemals vor,
er sei so sehr ein Freund und Bewunderer
Englands, daß er sein eigenes Land dap
über vergesse. Run denn, er gehört jetz
zu Hen entschiedensten Gegnern Englands.
Die Haltung der englische» Presse hat
wesentlich dazu beigetragen, dies uvver«
söhnliche FeindschaftSgefüh! |tt erzeugen.
Man Ist in Amerika überzeugt, daß unter
dem englischen Journalismus ^in sökmlich
abgekarteter Plan eiistirt, durch hartnäckige
falsche DarjhtttFB
Aber obwohl Sie einräumen, daß der
,Demokrat" indirekt für Lincoln ist. so
mißrtpräftwirrn Sit toch unsere SirUung
ganz rnischitttn. Es gitbt Leute, »ficht
im Parteititnste so verblendet sind, »aß sie
ni*i begreifen »Synen oder wollen. r«6 tiilklaLen. Upd.liki INmtrifch geringe.
"IemTnt für tieHreihUt und trirn Sieg
wirken könne, ohne wie verrückt ,.Hurrah
für O,d Abe!" zu f*rmn. Wir sttmmrn
O A
seiner Partei nichts, mir irellen
überall keinen Paneihafer. aber testo
rntiehietener bekämpfen wir MiÖleDan
und stint Partri tint kämpfen für ten
Sieg terZreihritSpartei im Worten. Dem
McClellan suchen wir, fu weit unser Ein^
fluß reicht, jrrr Stimme zu nehmen unt
ter republikanischen Partei jede Efimmt
uzuwenten. Sit. Herr Elauff n, meinen
zwar, daß ter »Demokrat" nichts für den
Sieg dir Freiheit Ihne, fontern Manches
dagegen. Das ist Ihre Privatansicht.
Erlauben Sie uns aber zu bemerken, taß
wir unt manche Antrrr glauben, daß der
,,Demokrat" in freiheitlicher Beziehung
und für die Sache des Nörtens mehr thnt,
als tin halbes Dutzend summender politi
scher Einlage fliegen währen? der Stump
zeit, und daß kleine fie*S herrschen und gt
bieten wolltndt selbstsüchtigt Aemterjäger
Cltqurn turch Ihr gewissenloses Treiben
ttr Sache ter Freiheit und der Einigkeit
mehr schatrn, als nützen.
JUtb spße»atlsche Her»
fch«eigungen den Norden in den «»gen
von ganz Europa in Verachtung zn brtv
gen. die Wiederherstellung der Uniett nach
Kräften zu verhindern nnd wo mißlich ettte
europäische Intervention zu veranlassen.
Vergebens kämpft in England eine union*'
freundliche Partei gegen diese Mach» de«
großen Journalismus. Die Raffe der
rngltschen iltbirtftr zwar isi „omtrifani'ch"
gesinnt. Desgleichen ein fleiner Theit tt#
obwohl tniiUtharll schwer wiegende Zahl
unabhängiger, renkender und freisinniger
Männer. Allein die Aristokratie. daS
großt Handtl» und Fabrikintertsse, tif
Majorität ttr im Parlament virtreteven
KiafjiN sind ant«-amtril«nisch und sie
z»g,n dies» ihre Gesinnung auf tint
für tin fo rrizbatte Volk, wtt daS ameri
Ionische »s ist töttlich beleidigende
Weife.
D.r materielle .Nachlhe^k, »er den Vir,
Staaten durch das zu einem föimlichn»
Lystem lit Blockadebtechtns ausgebildete
Verfahren tir englischen SchiffotigenthÜ
mer erwächst, ist ein ondirei bedeutender
Beschwerdepunk». Offiziell »efblll sich
England allerdings „neutral"—wen* ?er
Gr»ntfiitz ter Neutralität mit In mttU
würdig hastig ntheilttn Anerkennung des
Süftns al« einer „kriegführender»
ch%" in Einklang zu bringen ist.
Nichtsttfivw.niger bleibt dit Thatfache
feststehen, daß durch eine von England an»
organifirte Stetäuberei dem aMetikanifche»
Handel die furchtbarsten Nachiheil» z»ge«
fügt werden. Auch tas neppleonifthr
Frai.freiet hat nur eine faule und falsch#
„Neutralität" gegen die Union gezeigt»
tit er die Störung deS amerikanischen ©er»*
„hantelt ist fast ausschließlich englische»
Bemühungen zuzuschreiben.
So sind, von der Zeit an, wo daS erste
tonfödrtirit Pirattnschiff einen englischen
Hafen verließ, bis zum 30. Juni 1863,
nicht weniger als 148 Vtf. Staattn Fahr
zeugt durch solche Seeräuber gekapert, zer»
fiöil oder gebrandfchatzt worden. Die be
irrffrnte Liste schließt in sich Ein Kon»»
nerboet dtr Union, ein Octen»Dampfboos,
39 Schiffe. 35 Barken. 31 BtiggS wn»
41 Schooner, zufammtn mit einem Gewalt
von 61 292 Tonnen, die einen Werth von
£612 920 teprästntirtn. Dtr Verlust tt»
chinesischen Hantel wird euf mthr a 14
700.000 Pfd. S».. dtr an Pen kadnnge»
anftrer Fahrzeuge auf J, 100.000 Pst,
St. geschätzt, was. mit dtm Wtriht t.f
Fahizeuge zusammengerechnet, einen Ve
I
st von fast zwei und einer halbe» Nillio»
Pft. St. ausmacht! Es begreift sich un
ttr solchen Umständen, daß das KriegSrist"
fo bei den Assekuranz Gesellschaften auf
eine hohe ffer hinaufgetrieben wird
daß hier unt ta, ntben dtr gewöhnlichen
Vcrsicherungs Rate, eine Prämie von
fünf, lieben, ja zehn Proz verlangt wird,
und daß ttrngernäß tie Assefuranzkosten
fast den Profil tes SeehantelS vttfchlift«
gm.
Viele amerikanische Schiffe liegen daher
müssig in ten Häfen oter werten an frem«
tr Eigtnihümer verkauft. So sind im
Flstalj ihre 1860 nicht weniger als 79
Fahrzeuge mit einem TcnntnaeHalt von
17 4l8,J9j95 im Jahre 1861 weitere
76 ^abruugf mit tintm Tonntngehalte
25 349j58j95 und Jährt 1862 fo»
gar 258 F^bizeuat mit tlntm Tonn enge«
hall von 117,756 3j95 in fremde Hände
übergangen. Sind auch manche tiefer
Verkäufe nui Schelnübertragungen wäh
rtnd tet Keiegeszeit, sv bleibt toch der re
elle Nachtheil für ttn Seehandrl der Uni
on tin btträebillchrr. Die Statistik der
im Jahr 1863 verkauften Schiffe liegt
noch nicht vor. Doch 11 bekannt, daß aü»
dem einzigen Hafen von New Jork von
Ende September 1862 bis Ende Juni
1863 237 Fahrzeuge mit einem Tonnen
geholte von 107,288 78j95 an Fremde
verkauft wurden
ter in England gegen
Ame­
rika ausgerüsteten Köper» und Widder
schiffe" sagt der angezogene rnglische
Schtifisteller „wird von unfrrtn Lands»
Ituitn häufig als tinr blos die richterlichen
Behöidernangehende betrachtet. Nicht sy
uubeilt man in den Vereinigten Staaten.
Dort bemerkt man einfach, daß Kriegs
schiffe in englischen Häftn ausgerüstet
Winten,
um den amerikanischen Handel zu
berauben und zu ztrstörtn daß die Re
gierung der Königin, obwohl von Zeit zu
Zeit benachrichtigt, daß solche Schiffe ab
gehen. sie ruhig ha» absegeln lassen daß
alle Nationen gegenseitig für die Hand
lungen ihrer Angehörigen verantwortlick
(int taß, wenn man dit Widdtrschiffe
zurückhielt, man tbcnso bei trr,.AIotoma/4
derFlorida" und „Georgia" hätte ver«
fahren sollen und daß sogar das Ein
schreiten gegtn dit Eigtnihümer dtr..Alex
onuia" tin Zugeständnlß trhält „man hg
bt sich ftiltne unserer Behötttn in Bezug
auf anttrt Seträubtrschlfft einer Pflicht
vtrgesstnheit schuldig gemacht." Solch«
Ansichten sind in den Ver. Staaten allge»
mein sie erfüllen dort die Heizen mit grv»
ßek Bitterkeit und eS ist nur allzu wahr
scheinIich. daß bei geeigneter Gelegenheit
dieser Samen des HässrS zü wilder That
aufschießen wird. (9t. B.)
—-—.—-
N a
richten Ist Price aus schnellem Rückzüge be
griffen und bereits 25 Meilen südlich
von
Kansas City.
Quanttlll und Bill Anderson verübten
tloch^kaub^uvd.Msrdihateu
in tu Ge
gend von Glasgow.
Der ch O a i-
sationSverein von Zndianapo
US ha» beschlossen, an der Wahleampagn
sich nicht zu betdeiligea und
fordert alle Vereine der Organisation auf.
Wir haben mit dieser Organisation,
zwar nichts zn «hun. meinen aber, daß eta^
solcher Btschluß Unsinn ist. Urbrr Grnnd
sätze und politische Programme möge man
sich vereinigen. Aber die Ausübung d«ss„
Stimmrechts .sollte durch keinen Beschluß
beschränkt, sondern allein der individnelltM.
Ueberzengung anheirn geßelll sei».

tit must eben jo

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