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Der Sonntagsbote und der Seebote. (Milwaukee, Wis.) 1912-1922, October 27, 1912, Image 4

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4
vefZonntZgsdote.
rnilwaukee, 27. Gctobcr IKI2.
(Usckfenmnliscdau.
Au- E.npfchlung des Sekretärs
des Innern. .Fisher, beschloß Präs.
Tatt. Walrer F. Frear als Gouver
neur von Hawaii wiederziieriieniien,
trotz Ser Klagen. eiche gegen ihn er
hoben worden waren.
Präs. Tast unterzeichnete eine
Execukin - Ordre, weiche 05.000
Pc>ime,s:er I. Classe dem Civildienst
gesey nntcrstellt.
Wie verlautet, will die Bundes
regierung Santo Domingo vollstän
d,g unter ihre Anffichk elniien, jo
daß die Unabhängigkeit der ewig re
dolutionirciiden Reu, rrepublik luns
ttg nur noch dem Schein nach bestehen
wird. 750 Marinesvldaten sind nach
der Insel abgeschickl norden.
- Generalainvalt Wickerjham ver
öffentlicht eine Crtlärung. worin er
das obergerichtliche „Aililöstmgsde
rret" gegen d,e Standard Oil Co. zu
Vertheidigen sucht.
Cr bi'l'Miplet. die niiabhängi
xen Gc-seltschasten hätten jetzt iiiibe
schränkte ZR iegenhett il,r Prodnet zu
Markte zu bringen und das Publi
cum iverde in Bälde die günstigen
Folgen kennen lernen.
Auf .f!2,280,0i8 beliefen sich,
ttüe von lliitersnchuiigscvmite des
Senats festgestellt wurde, die der
Woosevelt sehen Canipagnecasse im
tzabre 100 l zugestosseiieii Beiträge.
Trotz Roosevelt's wiederholter
Nbleugnung sieht nun sist. daß die
Standard Oil Co., Morgan, Rocke-
Deller und alle anderen Mitglieder
Wer Hochfinanz stir den Colonel lies
AP die Tasche griffe.
- —lm Aller von 60 Jahren ist in
Wer Bunde Hauptstadt Vlmde-iseimko-
W. B. Heyburn von Idaho, ein Re
jpublicaner, geslorben.
Gewaltige Anstrengungen wer-
We zum Schluß der Wahlcampague
M'ttens aller Parteien gemacht.
Die Deiiiokrateii, sowohl wie
Wie Republicaner roneentriren ihre
Dauptkräste aus New jhork und
Peniisylvaiiia.
Bankerotte wurden in den Per.
Staaten in der versl. Woche lff? an
gemeldet. gegen 2.58 in der entspre
chenden Woche des Voriahres, 107 in
ItOIO. 241 in 1000 und 211 l in l!ll)8.
- Auffallend schnell bat sich
Tlieod. Rooßwelt von der bei dein
Attentat in Milwaukee erlittenen
Schußwunde erholt.
Am Montag siedelte er bereits
vom Hospital in Chicago nach seinem
Heim in Oyster Bay über und am
110. dss. will er schon wieder bei einer
Massenversammlung in New z'lork
den Stump besteige.
In der Perhaiidluiig gegen die
sn Indianapolis der Tynaiiiitver
schivörimg angeklagten Gewertschast
ler ist weiteres wichtiges Be-weisma
terial von der Staatsaiiwaltjckzaft
lnlerbreitet Zvorden.
Bei eliiem Teifii ans den Plü
lippine. der einen Schaden von vie
len Millionen uiiricktete, solle Hun
Leite von Eingeborene ihren Tod ge
sunden haben.
2000 Bergleute der „Crow's
Nest Mining Co " zu Calgar. Al
berta. sireiken. iiachdeni die Acbeitge
l>cr ein Schicdsgericlit abgelehnt hat
ten.
-- Auf einer Farm bei Carlsiadt.
Alberta, tadlet.' die venvittivete Frau
Julia Bokowski i>,re uvei Kinder und
sich selbst not einem Me,sec.
Großsi'uer m Hanley. in der
weiteanaLiiche Provinz Sastatche
van. zei'iorte den Hauvtllieit des
Gefchä'i-'i'ierte!
Die Revolution in Merieo in
in rin neue -. ge'ahrdre-yeirdes Sta
di um getcet u
eneral Fein- Diaz. ein Rß-"ff>
des friine,. n Prä--dom u. bei v>"-
neuem den ffi - -r - e den mcri
eaniiclieii Pr-. ."tten L'.'adero ange
facht.
Er Kar ' der "tast Vera
Cruz. d." >'o vi.ttie:-
der R ' - ff 'u,i und
tiffo ff i I. p aller
Rebellen > :.'tt!eell:.'ein Mexico
crilaitt
- Dip li'.ßtt'r.'cx-'N ivi'd von der
R> . - e - - , Beß. -e;l ffem
AU.ttttrii'..' ff brau deinen Ma
dera an. -
Lende-!! eu .'.mw'-.-er de' vee-i
F:rrst Car ei
nannt.
l -eecmm ssi -s/ -
d-nal Fursii'- i-c Geerg w
s'-M: d.e S-'l.'!,-! - seiner Enn.:
rilmg -.um Farsivrickv' von Bres.au
und die de. - - ttg.-n vZrdenklages
stttner Prit" .'Nc-.: .
—De Waff.-s e,u venen Cezbi
fcko's v:.: o e : : ff rolle d : Ci.de
Juli a.
Cardinal-: T Fischer :st am den 2'>.
Lctoder c.: a. -ext werden.
2tützkrch ne Gewitlcrsturms
' erplodirte zu Gro'ßenheim ein Mili
rärballon, und beide Insassen, Lieut.
Stichler und Ingenieur Göhricke,
stürzten zu tode.
Auf dem süddeutschen RiinL
i r'lug sind zu Gechingen, Württ., der
i deusiche L fficier-Flieger Weißbatth
und sein Passagier, Lieut. Lang, ab
! gestürzt und beide zu Tode gekom
men.
In Hainburg fand die Weihe
feier der nach dom Brande vom 3.
Juli l 000 iieuerttmidenen dortigen
Michaeliskirche in (Segenwart des
Kaisers statt.
In Wien liegt der im 86. Le
bensiahre stehende Erzherzog Rainer
chwerkrank an Lungenentzündung
s darnieder und mit RüDcht auf sein
hohe; Alter wird das Schlimmste be
! fürchtet.
> Zu Chaur de Fond, Schweiz.
! 'kürzten der Schweizer Flieger Eobio
:ni und sein Passagier. Journalist!
! Rippert, als ihr Flugzeug kippte, zu!
tode.
- Der französische Gleitf'lieger
Lieut Blanc stürzte bei Chalons.
Frankreich, mit seinem Aeroplane
aus einer Hohe von 1200 Fuß herab
und wurde zerschmettert.
- Zn Mussidan, Frankreich, ver
nglückte der frauz. Luftschiffer A.
Zkacour beim Manövriren mit einem
Moiwplan durch Absturz tödtlich.
Wie aus Rom gemeldet, mußte
das rechte Auge des Funkentelegra.
phkiierfinders Marconi, welches kürz
lich bei einem Automobilunfall lchwer
verletzt wurde, entfernt werden, um
die Sehkraft des anderen Auges zu
erhalten, doch ist auch diese in Ge
fahr.
Zu Laguna. Canarische Inseln,
beging der dortige nmericanische Co
siil W. W. Kitchc wegen Krankheit
Selbstmord durch Erschießen.
In Oxford, England, wurde
die rabiate Suffragette HeleuCraggs,
die versucht batte, das Haus des bri
tischen Coloiiialsecretärs Lewis V.
Harcourt in brand zu setzen, zu 9
Monaten Zwangsarbeit verurtheilt.
Ein allgemeiner stzrieg auf dem
Balkan ist nun zur Thatsache gewor
den.
Alle Balkanvölker mit Ausnah
me Rumänien's haben sich zum
Kampf gegen die Türkei zusammen
geschlossen.
In den Grenzgebieten gebt's
schon sehr lebhaft zu. und allem An
schein nach steht in der nächsten Zeit
ein allgemeiner Zusammenfloß der
verschiedenen feindlichen Abtheilun
gen in der Nähe von Adrianopel be
vor.
Der Friedensvertrag zwischen
Italien und der Türkei ist endgiltig
unterzeichnet.
Palar Towleb, der rebellische
Enkel des ScheinfchahS von Persien,
rückt mit siOO Berittenen aus die
Hauptstadt Teheran an; das Volt
sieht auf seiner Seite.
Rußland hat die Unabhängig
keit der nördlichen Mongolei aner
kannt.
Starke christelsfeindliche Kund
gebungen werden wieder ans dem
Südwestcn der chinesischen Provinz
Fiikien gemeldet. Regierungstriippen
wurden bei verschieden Versuchen,
die Ordnung wiederberzustellen, von
den Krawallern geschlagen.
Ein neuer schrecklicher Sturm
suchte die Südküste lavan's beim u.
brachte überall Tod und Verderben.
Die Zahl der Getödteten ist noch nickt
bekannt, soll aber groß sein. Der
Schaden an Eigenthum und an der
Schifffahrt ist ungeheuer.
Das australische Parlament
hat ein ostsetz erlassen, wonach jedes
Cltenipaar. dem .'> Kind geboren
wird. 25 Dollars erhalten soll.
In der North Mount Lyell
Grube bei Hobarl. Tasmanien, wur
de,, durch einen Brand l 5 Arbeiter
-'ou der Außenwelt abgeschnitten und
wahrscheinlich sind alle umgekommen.
Dic Lanipaqnebciträg
Amu erilen Male, seitdem das Se
uakscomile zur Nittersuchung der
vaiupaguebeilräge iusaiumeiigetreleii
ist, gelang cs am Freitag v. W. dem
ttoiuiie einer Liste Habbast zu wer
den. u-clche: die sauimilicheu Beiträ
ge der vielulnstritloueii republicani
'chen c-ampague dos Jahres 100 l
ciiibäll S>e wurde von Offner Lover
mgch-.g!. welcher im Jahre 100 l
i'.okai' de-.- revubliccuttick'' Ratio-!
i . ..emilc war Lover rügte biiizu.
d s -m emcin vrivate Notizbuch'
- chatzmenrers des Comites.!
vor.-!,ns 81-.?;, covirt worden sei. j
v -de ,ede>:: Lara, auttlierlsam:
gi iua.l i dag geieaeuttick
! ' u"d sou-iige lluaenauiakeilei!'
um :.i -.nffen 'ein loviit.-n. Der ?
ffa,;: :'!. L„ I'.tO Cam-
und 'aff alle Beiträge,
wclcho 'breild der bislwrigen Sitz-!
G- reu er . g u ordeu sind, beonden
mm- :u L. ! : . ick-- :. gen Unter den!
- der Ts f ms o:o auch der Roo
- 'ttlleute Off'ld .g -em.eü Händen
!.iiem S r.'.aro so korrupt wie
!.- : aat:.-!! G von beides Sei
tcu
Ra: - : .a: Ja!-.' I'-l
vor, a.- .e.'ichr. .', acrvorgetck. daß >u
.Len ..'tzwn Taz.-ii des Octorcr IvOI
Milwaukee. Sonntag. 27. Oktober
nickt weniger als 8210,000 einge
zahlt worden seien. Zei-sich iällt dies
mit der angeblichen Contribution des
Bahnmagnaten Harriman zusam
men.
Cortelqou erklärte als Zeuge vor
dein Comite, daß er die sinancielle
Seite der Campagne des Jahres
1001 niemals mit Roosevelt bespro-
chen habe. Er wisse absolut nichts
i über die angeblichen Eontributionen
von Morgan, Harriman, der Stand
ard Oil Co.. Frick oder der Versiche
rungsgesellschaften. Bliß habe ihm
- geßigt. daß das Comite keine Beiträ
ge von der Standard Oil Co. cntge-
gengenommen habe. Er habe übri
gen? Roosevelt's Brief bezüglich der
Ablehnung von Contributionen nur
so aufgefaßt, daß das Comite keine
Beiträge von Corporationen
entggenehmen soll-:. Nach der Wahl,:
glaube er. habe Bliß mit ihm von ei
' ner C- ntribution von Rogers gespro
chen. aber er besinne sich nicht genau
daräiff. Es sec <er möglich, daß
die Standard Oil - Contri
bntion mit der von Rogers
identisch sei.
Frank E. Munsey stritt sich mit
deni Comite über die Frage herum,
ob es zweckmäßig sei, die Campagne
beitrüge zu veröffentlichen. Er ver
neinte die Frage, weil es seiner Mei
nung nach unbedingt nothwendig sei.
daß die reichen Leute die Kosten für
die Wahlcampagnen trügen. Unter
den gegenwärtigen Verhältnissen
kiiöpff.'n die Reichen aber ihre
Taschen zu. Seines Wissens hätten
die Primärwahlcampagnekosten Roo
sevelt's P 517.000 betragen.
Thos. W. Lawson aus Boston
erging sich vor dem Comite in allge
meinen Redensarten über die Ver
schwörung der Wattstraße zur Nomi
nation eines PräfidentschäftS - Can
didaten, der sich ihren Einflüssen
gefügig zeigen würde. Ein Theil
des Programms dieser Verschwörung
sei die Niederlage Roosevelt's in der
republikanischen Nationalcovention
und die Nomination Taft's gewesen,
ein anderer Theil die Aufstellung
Roosevelt's als Candidaten für eine
dritte Partei, um die republicanische
Partei abzuthun. Sodann hätten die
Betheiligten einen Fonds von Pl.-
ttOO.OOO aufgebracht, welcher zum
Festfahren der demokratischen Natio
nal-Convention verwendet worden
sei. Man hätte die Absicht gehabt,
die Nomination aller vor der Con
vention befindlichen Candidaten zu
verhindern und die Ausstellung eines
anderen Candidaten zu veranlassen,
der sich der Wallstraße gefügig gezeigt
hätte. Cr habe seine Information
in dieser Sache auf der Chicagoer
Convention aber Wm. I. Brnan mit
getheilt und die Folge sei die Nomi
nation Wilson's gewesen.
Lawson erklärte auch, er wisse, daß
der Leltrust im Jahre 100-1 zum re
publikanischen Campagilesonds eine
Lumme von sGtttt.OOO H 700,000
beigetragen habe. Er will seine In
formation von dem verstorbenen H.
H. Rogers haben.
John C. McCall. Secrelür der „N.
?)- Life Ins. Co.", erzählte die Ge
schichte von der Conlribution von
H 18.700 zum republikanischen Cam
pagnefonds des Jahres 1004.
G. W. Perkins vom „Harvester
Trust", eine der thatkräftigsten
Stützen Roosevelt's in seiner Cam
pagne. erklärte eS als eine „infame
Lüge", wenn behauptet werde, er
habe für Roosevelt's Vorcampagne
bis z l! Millionen Dollars zur Ver
fügung gestellt: thatsächlich habe er
„nur" P 122.500 für dieselbe ausge
gegeben.
T. F. Ryan gestand z. im Jahre
1001 der demokratischem Partei mit
K 050.000 unter die Arme gegriffen
zn haben, aber erst als Parker' Sieg
als ausgeschlossen galt. Er bade
daS Geld nur gegeben, um der Partei
die Blamage eines Bankerotts zu er
svaren. licht aber um Parke: zu un
terstütze. In der diesjährigen Cam
pagne gab Ryan vor der National
convention in Baltimore zwischen
875.000 und 880.000 für Go uv.
Hanno ans und etwa 800,000 für
lliiderwood.
Der Nooseveltiiiann Medill Mc-
Cormick erregte eine Sensation vor
dem Comite, indem er das Attentat
attk Roosevelt in eine Aussagen hin
einzog. als er auf die Beschaffung
des Wablfond? der ..Progressiven"
in Illinois zu sprechen kam. Das
Attentat, erklärte er unter stürmi
schen Protesten der Comiteiuitglieder.
sei angeregt werde durch die
..Falschheit von Geiinnui'.gslumven
und Lügnern wie Cbarles Hilles".
Leiter des To.'ff'ckku Campagneaus
'chusses.
Die Uittersii.bnng ist setzt so ziem
iim zu Ende. Seinen Besimd wird
das Comite in der nächsten Congretz
sitzung bekannt geben.
Die Dynaniitverscttivötung
In dem unter Versitz des Bundes
rickter Anderff in Indiauavolis.
Id.. schwebende-- Dniramttversckwö
riiligst'roceß ge bei nahe Bm'zig
theils gegen!'.' Wells ruhere
Beamte des internationalen Cffenar
eeirer'ocrdandes - :.d eine ganze An
abt Po'ieinw gen von der
Skaalsauwaltsä-a': dein Gerichte vor
gelegt worden d:e Geldiendun
-en I I. McNan:.-.ra's. de: ruberen
Secrokäis und ff ch.avmeisters des
gen. Verbanden den geständigen
Dunamtterich M S'.. :ga! Ler damit
mit den verschiede eu een -bin aus
gefünrte AtteiUw .sirtti. darsiell
ten. Verschiede, d.w von Postmei
ster Brme-n in 10. -.volis identffi
c'.rlen Einzahl: , gm gen nach
Städten, wo De r r.ttttenrate am
brr wurden. : .-eu Vesimei
stcr-t anderer Si.-d: winden derar
jungen identiffcw: D>. ff abiungcn
ertt'lgwn nack " : Theorie der
Staat: . iu'.'-alt'cho'ff - - wm> Fonds
ron ZIOOE menar ch der iiir MeNa
mara 'ur Sie :arre::raie au
gesetzt morden war. und über den die
ser keine Abrechnung vorzulegen
hatte. Zahlbar waren die Anwei
sungen stets in Städten, in denen um
genau dieselbe ZeitTynamirverbre
chen begangen wurden und durch
Briefschaften und Telegramme wies
die Staatsanwaltschaft nach, daß die
betreffenden Angeklagten sich auch
thatsächlich zur angegebenen Zeit
dort befunden hatten.
Mary C. Tye, vormals Buchfüh
rerin John I. Mcttumara's, sagte
aus. daß von der ~ uternat. Ass'n.
of Bridge and Stnictural Iron Wal
kers" eine doppelte Buchführung be
! nutzt wurde, eine für Re Nnionbeam
: len und Mitglieder er Executiobe
hörde, die andere für sie Lefientlich
keit und die Unionmnglieder im all
, gemeinen. Die Staatsanwaltschaft
j behauptet, daß M Namara diese
„doppelte" Buchfiilm >'g angewendet
habe. um die Ausga: n für die Ty
namitsprengungen zu verschleiern.
lin Laufe der gegenwärtigen
Woche hofft die St. utsanwaltschaft
das dokumentarische lleweismaterial
in dem Processe gego die Dynamite
riche dem Gerichte v, lständig vorle
gen zu können, um attdann mit der
eigentlichen Zeugenr rnehmung zu
beginnen. Als erster r n diesen dürfte
McManigal vernomu on werden, der
an 21 Sprengungen : rsöniich bethei
ligt zu sein, eingesta> wn hat. Durch
ihn sind auch viele von den anderen
Angeklagten in den Fall verwickelt
worden.
Nse Wendung -er Ving ln
Mexico
Von einem Bürgcickriege in den
anderen gestürzt zu werden, scheint
das traurige Schickst:, der Nachbarre
publik Mexico zu stu:. Ta es dem
Präsidenten Made: noch immer
nicht vollständig geiuegen ist, Orozs
co und Zapata niederzuwerfen, hält
sich cin Neffe des freieren Präsiden
ten Tiaz für verpsiiäitet, auf eigene
Faust „den Frieden wiederherzustel
len". Felix Tiaz, ffr sich unter der
Präsidentschaft sein. Oheims schon
hervorragend bethäi zt hat und bis
vor Kurzem der nu'. manischen Armee
angehörte, ist mit tt Mann in die
wichtige Hafenstadt 2anta Cruz ein
gedrungen und knnßgt an. daß er
sich „aus den Wunsch der besten Ele
mente im Heere nid säst der ge
sammten Revoluti.üspartei an die
Spitze beider gesre !l hat", um dem
Lande den Friede wiederzugeben.
Er will sich zunsicl.st aus die „sanfte
Ueberrediiiig" verl: : und alles Ei
genthum beschützen „soweit sich das
bei der Unvollkomin nlzeit der mensch
lichen Natur den ksieUigen läßt".
Wenn seine Bemubungen von Erfolg
gekrönt sind. will r die Regierung
Mexico's in .die .Guide „desjenigen
Mannes legen, de: das niericanische
Volk wirklich wiinstit". Dieser Mann
dürfte selbstverständlich Felix, —oder
Poriirio Diaz sein. -
Der rcchtniäßij,-' Präsident bat be
reits alle Trupp: u nach der Haupt
stadt berufen, nni dem neuen Feinde
die Spitze zu bitten. Wenn aber. wie
dieser behauptet die besten Elemente
der Armee thari.-chlich hinter ihm ste
hen. so wird aus der Gegenwehr nicht
viel werden.
Verschiedene Regimenter Regie
rungstruppen iiud bereits zu Tiaz
übergegangen und die Lage gilt als
äußerst kritisä! Die Ausländer in
Vera Cruz waii.n sehnlichst auf die
Ankunft aincncanischer Kreuzer.
Mexikanische R uerungStrnPPen sind
aus dem Anmarsch auf Vera Cruz.
Auch an der . mzen amerikanischen
Grenze entlang entwickeln Rebellen
jetzt wieder eine ungewöhnliche Thä
tigkeit.
Teifun r wüthen.
Ein furchtbarer Teifun fegte am
Mittwoch v. ff.' über niedrere der
Inseln des Pin! ippinenarchipels und
verursachte ri.wze Verluste an Leben
und Eigentiiuiii. Aus der Insel
Cebu allein seilen rund -100 Men
schen getüdtek oder in's Meer ge
icktweinuil worden, und ertrunken sein.
Der dortige Sachschaden wird aus
sllo.ooo.oOtt ieranschlagt; Tausende
von Hütten ad Häusern wurden
umgerissen. l!>. r IW Fischerboote
sind gestrandet oder untergegangen,
und die Fistl r ariden cin Wellen
grab. Berich!- i n der Insel Leute
melden, daß der peffun 2000 Häu
ser zerstört und die ganze Hans-
Zlickerrobr und Cocosnuß-Ernte ver
nichtet bade. sei Schade soll dort
dl OOOM'O bei: en. Die amerika
nischen Kren-.er.-, re „Saratoga" u.
..Cincinnati" ad ausgesandt. um.
den Heiinge'üchre:: auf den Inseln!
Surajao. S'ewe Bohol. Erbn. Ne-
gros. Panan und Tacloban Hiltt zu
bringen. Erst : ich der Rückkehr die
ser Kreuzer rd man genau sagen
können, wie a das gesummte Un
veil und na:ue i. ä, der Menschenver
luii ist. R. fferungsbeamte fürch
ten. daß die t d.enlisie in die Tau
sende komme:: rd. Von über 600
Umgekommene:: weiß man schon
jetzt.
Der Balkcrnkrieg.
Der Krieg aff >-r Balkanbalbin
se! :st nun ein . : -meiner gewerden.
Mit einziger . abirre von Rumä
nien beben d Balkanftaaten min
sämmtlich der a ale, den Krieg er
klärt und d bat Gleiches mir
Gleichem per: Die Vermttre
!>n gsvorsckl. : Mächte sinnen zu
si at; es mar w. Zerr daran ge
egen, zu e Concert' zu körn
:: ,-n. Ihre ff . ungen können sich
orrau nur da richten, den Krieg
".! locari'ir. damit eine bedenkliche
Ruckmirkun .die benachbarten
Länder veib: .a wird.
Die M. d.. an vom KricgSichau !
ttlatz l -'ch.ra . sich dis jetzt am
kleinere Go-.,'.: die um den Berrtz!
von ':ra.legffche:: Puncten einreden.
D:-e rursi'cki'a ff ebi aIS auch die
Boffa: Annes - coneenrriren sich und
rüsten sich zu einer Entscheidungen-
scklacht. Soweit man setz, die Lage
übersehen kann. hatte die Türkei bei
der Kriegserklärung der Balkanstaa
ten ihre Truppen keineswegs concen
trirt, ja sie hoffte immer noch. Grie
chenland von der Allianz loszulösen.
Dadurch, daß dies nicht gelang, sind
ohne Zweifel wichtige Aenderungen
in dem Feldzugsplan nöthig gewor
den. und die Piorte braucht so
gar noch beträchtliche Zeit. um idre
Armeen in die gewünschten Stellun
gen zu bringen.
Die serbische Armee rückt stetig
vor und hat ihr Hauptquartier in
Vranya aufgeschlagen. Die Grie
chen baben Disikara genommen, von
wo sich die Türken nach der Stadt
Serbien zurückgezogen haben, und wo
bald eine große Schlacht erwartet
wird. Nach einer Depesche aus Con
stantinopel steht auch eine bedeutden
de Schlacht in der Nähe von Adria
nopel unmittelbar bevor.
Inzwischen sind die feindlichen
Kriegsflotten nicht inffbätig. Tie
griechische versucht, die Häieu der In
sel Lemnos zu blockiren und die tür
kische bejch.eßk Kavarna und Varna.
LrleHer.rschlufL.
Ter Friedens,ertrag zwischen der
Türkei und Italien ist am 18. dss.
nachmittags von den beiderseitigen
Bevollmächtigten unterzeichnet und
damit der Friedensschluß endgültig
besiegelt worden.
Ter Vertrag besteht insgesammt
aus 11 Artikeln. Im ersten Ar
tikel wird verfügt, daß beide Regie
rungen sofort die nöthigen Schritte
zur Einstellung der Feindseligkeiten
auf der ganzen Linie thun. Ferner
wird bestimmt, daß die Türkei ihre
Truppen aus Tripolis und Zyrcnaika
ganz zurückzieht und Italien das
Gleiche thut. Alle Kriegsgefangenen
und festgehaltenen Geiseln sind aus
zutauschen. Volle Amnestie wird den
Bewohnern von Tripolis und Ande
ren gewährt, welche an Feindseligkei
ten betheiligt waren. Italien wil
ligt ein. der Türkei völlige wirth
schaftliche (ebenso wie religiöse) Un
abhängigkeit auf dem Gebiete zu
lassen, welches es politisch controlli
ren wird; es willigt ferner ein. die
Erhöhung der Zollgebühr seitens der
Türkei von 11 auf 15 Procent und
die Einrichtung eines Monopols der
Türkei auf Petroleum, Cigarettenpa-
Pier. Streichhölzern, Alcohol und
Spielkarten oder entsprechender
Steuererhöhungen auf diese Waaren,
falls die übrigen Mächte sich damit
einverstanden erklären, zu gestatten.
Italien verspricht ferner die italieni
schen Postämter in der Türkei fallen
zu lassen, wenn die anderen europäi
schen Mächte das Gleiche thun. Ta
die Türkei beabsichtigt, niit den ande
ren Mächten bezüglich der Aufhebung
der (Kapitulationen zu verhandeln,
so erklärt Italien, daß sie die Türkei
bei den diesbezüglichen Verhandlun
gen unterstützen wolle. Alle Italie
ner, welche vor dem Ausbruche des
lrieges von der türkischen Regierung
beschäftigt wurden, sollen wieder in
ihre allen Stellungen eingesetzt wer
den. Schließlich verpflichtet sich Ita
lien. jährlich mindestens -100,000
Dollars zur Zahlung der öffentlichen
Oltomanischen Schuld beizutragen,—
der Summe entsprechend, welche die
abgetrelenen Gebiete früher an die
Ott,'manische Regierung abgeführt
ha! len.
H lfs - Staatssekretär Wilson hat
in Chicago eine Rede gehalten, die
dadurch bemerkensiuerth ist. daß sie
die Tast'sche Trust-Politik in einem
neuen Lichte darstellt. Herr Wilson
sagte, daß Präsident Taft zwischen
„guten" und „schlechten" Trusts un
terscheide. Unter den Ersteren sind
diejenigen Trusts zu verstehen, die ih
ren Arbeitern gute Löhne zahlen und
die Verbraucher nicht überlheuern.
Solche Trusts würden von Taft
nicht behelligt werden, wogegen
Trusts, welche diese Bedingungen
nicht erfüllen, nach wie vor Verfol
gung zu gewärtigen hätten. Tiöse
Darlegung würde sich von der Theo
rie Roosevelt's nur insofern
unterscheiden, als letzterer die „gu
ten" Trusts nicht blos unbehelligt las
scn. sondern .direct legal i s i
ren will. Der Maßstab, ob ein
Trust nützlich oder gemeingefährlich
-st, würde der gleiche sein. Es frägt
tick) nur. wie in dem einen und ande
ren Falle die Idee praktisch
durchgeführt werden könnte.
Vor dem Senatscomite zur Un
tersuchung der Eainpagoeausgnbe
sprach sich der Zettschritten - Heraus
! geber Munsey gege n die Lerosfent
! iichung von Camvagnebeiträgen aus.
,Er hielt e-s für nöthig, daß die
Reichen die Parteien unterstützen,
sie würden aber daran verhindert,
wenn man idre Namen veröffentlicht.
Diese Anficht dürtts keine allge
meine Zustimmung finden. Soweit
-es die öffentlichen Angelegentieiten
betrifft, und die Armen genau fo
daran interestirt. wie die Reichen und
we'nn letztere Beiträge leisten, speciell
in großen Summen, w ist, wie das
..Cinc. Volksdl" treittnd bemerkt,
der Verdacht nickt abzuweisen, daß
sie dabei bestimmte Zwecke
rertt'lgen und zwar nicht zu Gun
ton der Armen Der ideale Weg
wäre. alle Beiträge zu verbieten
und die legitimen Ausgaben aus öf
fentlichen Mitteln zu benreiten. Ta
aber ein solcher Plan nicht durch
ttibrbar wäre. so in unbedingt noth
wendig zu ertadren. wer von den
Reichen zu den Campagne - Fonds
beiträgt und ganz specielle sollte er
nfftrelt werden, welche Verwen
dung daS Geld ffndet eine Ans
! kan-! die jetzt nicht verlangt wird.
- Ger umgebend gesetzlich erzwungen
erden sollte Venn die Ausgaben
! sich a:ff solche leg'time .Zwecke be
! 'ckränken. wie Miethen von Hallen.
'Verbrettrn von Flugblättern und
i Anzeigen, dann sind keine allzu gro
ßen Beiträge nothwendig.
Für die Irrgend.
Lin glücklicher Tausch.
(Schluß.)
Ehe Andreas aus der Schlafstube
trat, halte sich der Maler, im Ein
, Verständnisse mit den Anderen, hin
ter einen Schrank versteckt, jo daß
er nicht gesehen werden konnte.
Als nun der Knabe in das Zimmer
trat und den Schuhmachermeister
sah, fuhr er plötzlich zusammen wie
vor einer Schreckensgestalt. Der
Schuhmacher aber fragte freundlich,
ob er mit ihm gehen wolle? Einen
Augenblick besann sich Andreas;
dann aber sah er nach seinen Ettern
hin, die so ganz außergewöhnlich
freundliche Gesichter machten; dies
legte er sich als eine Mahnung aus,
einzustimmen, und indem er dem
Schuhmacher mit erzwungener Hei
terkeit die Hand gab. sagte er: „Fa,
ich geh' mit! Ich will Schuhmacher
werden!"
„Aber ich habe gehört", sagte der
Schuhmacher, „daß Du keine Lust
zum Handwerk habest! Willst Tu
denn nicht lieber Maler werden?"
„Nein, nein Schuhmacher
sonst nichts!"
„Tann freilich kann ich gehen!"
sagte der hervortretende Maler.
„Leb' wohl, Andreas!"
Ueberrascht fuhr dieser jetzt in
die Höhe, und ohne recht zu wissen,
was er that. rannte er auf den Ma
ler zu, der schon im Ernst oder
Scherz die Thürklinke in der
Hand hielt., umfaßte ihn und ries:
„Ach, wie schön! Tie Landschaft! Tie
Landschaft!" Der Maler hielt an..
„Kleiner Schuhmacher, was willst
Du? Hast mich ja recht angeführt!
Hast mir weisgemacht. Tu wolltest
Maler werden!"
„Ach. ja aber verzeiht!
Was soll ich denn sagen?"
..Lag', >vas Du wirklich meinst,
lieber Andreas! Im übrigen laß
Gott walten!"
„Nun sprich", sagte der Maler
„willst Du mit mir gehen und
ein Maler werden?"
„Ach. wie gern würd' ich's! Aber
doch nein, ich will Schuhma
cher werden!" setzte er mit einem
Blick auf die Eltern hinzu.
„Ter Herr Maler" sagte jetzt
der Vater gerührt „will aber für
Dich sorgen, und meine Erlaub
niß hast Du!"
Andreas umfaßte im hellen Eifer
abermals den Maler und rief:
„Ach. bleiben Sie! Maler. ja. Ma
ler will ich werden!"
„Nun, so sei's! Es bleibt dabei.
Schickt mir den Jungen morgen!
Und wenn er fleißig ist, werd' ich
gern für alles Nöthige Sorge tragen.
Lebt wohl, Ihr lieben Leute!"
Ter Maler ging, der Schuhmacher
auch. Dieser aber sagte: „Ter hätte
die Welt auch nur mit schlechtem Le
derzeug versorgt und hätte gewiß
beim Pechdrahtziehen nach seinen
Landschaften geschmachtet! So ist's
besser!" „Aber doch hab' ich Re
spect vor dem Burschen, der seinen
Eltern zulieb seinen Lieblingswunsch
fahren ließ! Mög's ihm gut ge
hen!"
Mehrere Monate vergingen;
Andreas war der fleißigste Schü
ler, den es geben konnte. Sein
Meister und seine Eltern hatten
Freude an ihm und versprachen sich
das Beste.
Der Maler bekam damals von
dem König den Auftrag, in einen:
königlichen Zimmer ein großes
Wandgemälde auszuführen. Er hat
te sein Werk bereits begonnen, stand
auf seiner Leiter und betrachtete
nachdenkend seine Arbeit; dabei ging
er immer rückwärts zur Leiter her
unter ohne sich umzublicken.
Währenddessen trat der König
leise in das Zimmer und stellte sich
hinter ihn, um dem Künstler zuzu
sehen. Der Maler war endlich
unten am Ende der Leiter angekom
men, ging noch immer rückwärts.
Eine brbersigrnswerthk Aufforde
rung zur gemeinsamen Abwehr des
moderne Unglaubens hat ein baye
rischer Protestant. Decan Detzer in
Augsburg, als Festvrediger auf dem
Landesfeste des bayerischen Gustav
Adolf-Vereins erlasien. das jüngst in
Weiden stattfand. eine Aufforderung,
die, aus dem konfessionell verhetzten
Deutschland kommend, besonders
woblthuend berührt.
Ter Festpredigt lag das Textwort
Römer 1, 16 zu gründe: „Ich schäme
mich des Evangeliums von Christo
nicht ." „Wir wollen", sagte
der Feilvredlger, „uns auch stets be-
wußr bleiben, daß wir. eben weil wir
s das Evangelium haben, gemeinsame
! Guter, die das Evangelium der Welt
! gebracht bat. gegen den Unglauben zu
! een eidigen ballen. Vir vertbeidigen
s diese Guter au: unsere Weise, mit un
seren Mitteln, aber es und doch Gü
ter, die wir mit der katholischen Kir
che gemeinsam haben. Ter moderne
Unglaube, der die Grundlehren des
Evangeliums umstürzt, macht keinen
Unterschied zwischen protestantisch u.
kalbe Inch er erklärt beides für Läge.
er richtet gegen beides seine Wanen.
Es wäre Wahnwitz, zu meinen, daß
er. mI!S es ,bm gelingen würde, die
k-tboli'cke Kirche -,u stürzen, die evan
gelische Kirche leben ließe.' Und nun
kommt ein entschiedenes Bekenner
wort. das der Feitprediger den Her
ren Farbe und Traub entgegenstellt:
„Vir Protestanten sind doch nicht!
Leute die nicht misten, was ne glau-'
den -ollen, die erst mübsam dernDelr- s
mitten abringen müßten, was sie noch
glauben deinen und das Wenige was
die Vissemchatt zugesteht alle Fabre
-Br--- Die prorc'-.cm- ,
sah aber innrer vor sich nach seiner
Malerei. .
Ter König, um nicht zu stören,
ging nun auch zuruck, ohne von ihm
bemerkt zu werden, und auch ohire
sich bemerkbar zu machen. Auf diese
Weise wurde der gütige Fürst im
mer weiter zurückgedrängt, bis an
die gegenüberstehende Fensterwand.
Jetzt aber konnte er nicht mehr wei
ter, und der Maler trat ihm au'
den Fuß. glaubte jedoch, sein Bursche
Andreas stehe hinter ihm und sagte
etwas derb, wenn auch in heiterer
Weise:
„Neugieriger Schlingel, bist schon
wieder hier?"
„Fa. Meister!" antwortete lachend
der König.
Erschreckt über die fremde Stem
me wandle sich der Maler um, stand
aber sogleich wie erstarrt vor Schreck
en und bat den König um Verzeih
ung.
„Hat nichts zu bedeuten!" sag
te dieser.
„Aber wer ist denn der „neugierige
Schlingel" ?"
Ter Maler erzählte nun dem Kö
nig von dein wißbegierigen, streb
samen Burschen, der ihm oft heim
lich zusehe, um ja keine Gelegen
heit zu versäumen, recht viel zu ler
nen, und der alle Anlage habe ein
mal etwa Rechtes zu werden. Das
gefiel dem König sehr. Er erkundig
te sich noch weiter nach Andreas und
wurde des kleinen Malers Be
schützer und Unterstützer.
Nack: beendigter Lehrzeit gab ihm
der König die Mittel, eine Malaca
demie zu besuchen, und nachdem er
seine Studien daselbst vollendet hatte,
ließ er ihn aus seine Kosten nach Ita
lien reisen, so daß sich sein Schütz
ling auf jede Art ausbilden konnte.
Und unser Andreas, der -neugierige
Schüler, wurde ein berühmter Mei
ster.
Räthsel - Ecke.
Buchstaben äthsel.
Manche?, e tragen's,
Sinkt , Rciijchen auch.
Aber ancl, . Lchiffcn
Ist cs m web:auch,
Aendre drin cin Zeichen,
Luh' e; gläuzl voran
Un'crn laviern 'kriegern
Aus d r Siegesbahn.
Tauschräthscl.
TVoIIe, I' iicier. ilärm, Ovick;
Onbul, Halle, Wirker, Horn. Klärn;
stnin, tiorn, Lonn, Lis, Herr,
Bteiu, kose, lünckv, dlnis; liinzr,
Halm, keil; Seester, Ellas, kübe,
Hustn.
Von jedem Wort ist durch Uuttauch ei
nes Buchstabens au beliebiger Sielle ein
anreies bekanntes Hauvlworl zu bilde.
Die neu eingefüglen Buchstaben müssen
im Zusammenhang gelsicn, ei bekaniues
SprichwoK ergeben.
TelegraphenrSthsel.
. . . Zeichen der Herrschaft.
. . Theil des Baumes.
... männlicher Vorname.
. . weiblicher Vorname.
... Musikwerke.
. Gestalt der griechischen Sage
Die Striche und Puncie entsprechen
den einzelne Buchstaben der zu suchenden
Wörter. Sind die richlige Wörler gr
ünde, ergeben die auf diePuncte !refsuden
Buchilabeu im Zusammenhang de Na
men der Hauptstadt eines groben allen
Reiches.
Für die Auflösung der obiger.
Räthsel sind folgender Preis ausge
setzt:
Eiu Columbia - Kalender.
Bei der Auslojung des Preises kommen
nur solch Bewerber, die alle drei Räthsel
richtig gelöst und di Auflösung bis zum
7. Nov. ISI2 eingeschickt haben, in
betracht.
Auflösung der WcttHset in
-Zo. 41.
1.
Welt. Belt, Zelt.
2.
Trau, schau, wem!
3.
Nur Beharrung führt zum Ziel.
Keine richtige Lösungen erhalten
tische Kirche ist doch nicht eine Gesell
schaft von Leuten, die in der Bibel
blättern imd jeder liest was anderes
heraus und macht sich eine Religion
daraus, wie er sie wünscht. Tie pro
testantische Kirche ist, wie mir sie ver
stehen und wie unsere Väter sie ver
standen haben, die Gemeinschaft am
Evangelium. Wenn dieses Evangc
lium nicht mehr gilt, dann haben wir
das Recht verloren, uns evangelische
Kirche zu nennen, dann allein, aber
dann auch sicher."
„Tie vielen Schäden", so führte
der Festprediger zum Schluffe noch
aus, „die im Leben unseres Volkes,
:m Leben des Einzelnen mit unheim
licher Deutlichkeit hervortreten, ne
können bloß geheilt werden durch die
Krait des Evangeliums. Unsere
aufgeklärten „Bildungsmenschen".
die am liebsten die Kirche be'etttgen
möchten, sie haben gar keine Atmung
davon, was für Dämonen gebändigt
liegen unter dem Felsgrund der
Kirche, was für Ströme von Kraft
ausgehen vom Evangelium."
Dem Beispiel der Katholiken ol
gend. staben nun auch die Lutstcra
ner der Miffouri-Synode den Kampf
gegen den Socm-
Die lismus auigenom
kntheeancr men Der nörd
bekämpf liLs F.unoiS - T>-
sciait.mu,. strick besagter Sv
node. zu der etwa
2500 .Kirchenaemeiridcn gehören, er
klärte den Socialismus als einen
Femd der Ht. Schritt und als
eins Bedrohung von Religion und
Cuttlffatton.—Dies ist die erste der
arttgs procestant:sche Kundgebung.

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