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Der Sonntagsbote und der Seebote. (Milwaukee, Wis.) 1912-1922, September 07, 1913, Image 2

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2
Grund-Eigenthum.
Aerbsi Bargain in moderne
nnd Cottages.
le.
" tjiSLim.sm
o.'.l^K-cht.^S tt'sn-r und Bad.
!ftr-,a.nn
2421 -5 i ürt L-. !> /tz-n mc: si
Plitinu-e 2. ~uir L-alier. Leirer und wa.
sS2ttss
No Skr. 5 Hemmer und ad. a
Snd ctectriiches 2'ch!: oorlbol, - bierliaung
und tv.rldo:- ,'a,-.-dden. Äickb, 40 er
4.',
Südweftecke 42. -!r. und North Ave.. 5 A'M
liier uiid ad. Äietde HUooer Monat.
Loltage -
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Bad: <>rlio>si.lbtekt!guN9 u.
2O Neue 8
IN Lnr>ell Block.
Itankt ein stcre >.ot
(Gleich ft Stadl-L-tS)
in de —
Stallt llkauivatora
Angrenzend an allen städtischen Ver
besserungen,
sur
5888 bis 5758
Kleiste HssiaAmh. Rest monatlich
Sehr reicher Garlenboden. Weacn
welkerer Einzelheiten vorzusprechui
bei
kicsiler.vickSKeutem.mn
416 CaSwell Block.
Zarm zu verkaufen.
ILO Acker in iünlral LSiScoiisin, reicher
Bodkii. iigesühr tO Ack-r -.uNivirt. 40 Acker
teuier, schwerer Hatthosibciiand. stuS t-and
liegt gm und ist leicht wellciuörmig. geiiieS
Wasser >ni Ucbersluft. DaS Weideland hat
S.uellivasjer. Gulc Weg, beste Märkte,
gut Gebäude. Mil der ittiue und irarm
geräthjchaiteii z verkaufen. Brei sür da
tzand !, .00 iiiigesähr Stt.OVO baar nolhweii.
big. Der Rest aus Zeit zu üH Interesse.
Ausgezeichnete GeleHruheit siir ugend je
inaud .vrlcher eine eiiiclaiiiqe garm zu muft,
gen Preis kausc will. Brrtaute da per
söziliche Eigenlhum zu euieiu Schleuderpreis
ivknu alles zusammen genommen wird.
Mau schreibe an:
tv. I. Sichler, velginin, tvi.
sder Limber-Lan
;n verkanfen.
In den tziUigrn stand-Dislricteu des
oberen Wismussi: sind Si:' einer gro
sie Ernte und der Vesten Preise sicher,
steine Mißernten. Wir gebrauchen
mir die Zahlen des Per. St. Census
keine Fairy Tales.
Wisconsin Admiiircmriit Associntion,
318 Caswell Bldg., Milwaukee. WiS.
Kn verkaufen.
EiitaehelideS Saloon iKcschäfr auf der
Südseite. Sigenihümer null fich vom Ge
schäft -asiickzicheii.
Älsnt'?E—Strafte,
011v74ü Fredrnck Avenue.
2"Metrpolitan Block, Milivaukee, Wis.
zu verniiethen.
Line dem Seminar zu St. Iran
gehörende Farm von
sso Ä?kcr ist zu vermicthen. Nä
heres von
Die geretteten
Diamanten.
Nooellettc nach dem Englische des
Morton Lewis. Deutsch von
Louis Kukol.
Herr Löwenstein saß in seinemPri
vatconter und trommelte nervös mit
der: Fingern aus der Platte seines
Schreibtisches. Solway ließ lange auf
sich warten, direct ungebührlich lan
ge! Trotzdem tonnte Herr Löwenstein
ihm nicht zürnen, denn Solway war
ein Beamter, wie es keinen zweiten
gab. Zehn Jahre war er bei der Fir
ma Löwenstein äs Co., und rn dieser
Zeit hatte er Juwelen im Werthe von
Millionen expedirt, ohne daß auch nur
das kleinste Stück abhanden gekom
men war. In die Falle gelockt und
überfallen war er Male;
aber d:e ihm anvertrauten Edelsteine
hatte er sich nie nehmen lassen. Tue
internationalen Gauner und äie be
rühmtesten Detektives kannten ihn
und nannten seinen Namen mit Re
spect. Einmal hatte er von dem An
führer einer der berüchligsten Diebes
banden eine Aufforderung bekommen,
mit ihm in Geschäftsverbindung zu
treten. Diesen Brief hob Solway
sorgfältig auf.
Herr Löwenstein empfing seinen
Angestellten daher eher leutselig als
verstimmt, als dieser ohne anzuklopfen
eintrat.
„Herr Solway". sagte er. „wie Sie
wissen, hat unsere Firma den ehren
vollen Austrag erhalten, die Diaman
ten für den Halsschmuck zu besorgen,
den der Herzog von Albraye seiner
Bram zur Hochzeit schenken will."
Solway verbeugte sich ,'chiveigend.
Er wußte genau, was jetzt folgen
würde, jedes Wort.
„Sie werden bei der Firma Levain
in Paris eingefaßt: es kommt extra
zu diese, Zwecke ein Diamanten,
schleiser aus Amsterdam dorthin."
„Ja."
„Ich möchte, daß Sie persönlich
"diese Steine nach Paris bringen. Wie
wichtig uns die glückliche Erledigung
dieses Auftrages ist. brauche ich ja
nickst besonders zu betonen, da es sich
um einen Werth von ungefähr 800,-
000 Mark handelt."
Die hohe Zahl schien nicht den ge
ringsten Eindruck auf Solway zu ma
chen. Er war ein großer, kräftiger
Mann mit einem klugen, glattrasirten
Gesicht. Seine beiden Haupteigen
schasten waren: absolute Furchtlosig
keit und schnelle Entschlossenheit.
„Ist alles bereit?" fragte er.
„Alles."
„Daun werde ich den Achtuhr-
Abeiidzng von Eharing Eroß nehmen.
Wollen Sie bitte Peevers veranlassen,
mich aus dem Bahnsteig zu erwar
ten? Ich möchte, daß er mit nach Pa
ris siihrt."
Herr Löwenstein wußte, daß man
Lolway's Wünsche respectiren mußte;
so sagte er ohne weiteres zu.
„Wollen Sic mir, bitte, die Dia
manten übergeben "
Herr Löwenstein legte ein kleines,
mit grünem Oeltuch umwickeltes und
sorgfältig verschnürtes Packet aus den
Tisch.
Solway erbrach stas Siegel, wickelte
die Steine aus und zählte sie. ..Wun
derbare Stücke", sagte er. als die Fu
welen durch seine Finger glitten. „Sie
beniindachtzig."
Zehn Minuten vor acht war Sol
way auf dem Balmvos Er suchte sich
ein Alstbeil in dem Zuge nach Dover
und belegte seinen Platz. Dann ging
er aus dem Bahnsteig aus und ab.
ohne cinen der verschiedenen Bekam:-
te zu grüßen, denen er begegnete.
Ein paar Ministen später erschien
Veevers nnd sprach stm erregt an:
„Warum, um Gottes Willen, muß ich
mit nach Paris?" Er ivar jung per
bei rat bei, und der Gedanke, achtund
vierzig stunden von seiner Frau ge
trennt zu sein, war ihn: höchst unan
genehm.
. 'Weil ich bestimmt annehme, ir
gendivo unterwegs angestalten zu wer
den. Ich werde Ihnen daher gleich
das Packet mit den Steinen berge
! ben. und Sie werden es abliefern.
Verstanden?"
„Mir wollen Sie es geben?"
..Ja. Sehen Sie mich nicht so ent
sehr an. Mann! Sie werden in einem
andern Abtsteil als ich nach Dover
-abren. Auf dem Sckiü dürfen Sie
mich nickt anreden Bleiben Sie in
,mrer Cabine. Sie werden's ohnehin
tbig baben". sagte solway lächelnd.
.Sb werde wabreid der Ueberiastrt
sim' Teck bleiben. I>tzt geben Sic allst:!
l m,'gepaßt! Hier
Wenn jemand die beiden genau be-!
eoackstr linste, würde er gesehen ha-!
" daß oni in grünes lelkuch ge- j
:,-s 'stacke! von dem einen zum!
F'ni gewandert ivar. Pervers war!
V überra'ck! lind erschreckt, daß seine!
i-vande zittenen. j
..Rüste." sagte Solwan kurz. ..Ha
ben s sicher? Gur' Bei L vain se
hen wir uns wieder. Nehmen Sie ein
sttststril. in dem schon jemand sitz!.
Gl etliche Reise!"
Er ivar bei den letzten Wen.:: Gon
in's Convee gestiegen. Cr o -bor
.Ils der Fug mi Bahr - .
Gär war Solwan in dsi o.
nes neuen Romans vernesi .
'.iilttg las er bis der Ing :n Taler
-mlw'. wahrend >n einem ander,:
ssitt-i! der andere Beaum van
Lowcn'teiii L Co., der sich ,est die
.. voran verdienen sollte bangen G-.
U". s saß und das kostbare Päckchen
m ieme' Brusr druckte.
Die Entenjagd beginnt am 7. Sept.
Enten und allerhand Wasser-
Vögel werden bald die Seen und
Sümpfe beleben. Treffen Sie lie
der Ihre Vorbereitungen in Zeit
damit Sie in Bereitschaft sind
wenn die Vögel sich ansiedeln.
Wenn das alte Gewehr noch qu t
genug ist, brauchen Sie sicher Pa-
tronen, auch Jagdkleider oder
„Tuck Calls."
rr. rn. C. u k l I Duxbak
w„,ehester Vk>Ll, L. o leider
Jagdscheine werden hier frei ausgestellt.
Lin iealer Pta, siir kary. Knaben. Sine oer hervorragenbnen Coltege in W,cisirn.
Ulsrrircbe-. kommtfcielle-, tnglircke- mj Vorbereitn- -kurze.
Besondere Bortbeile für diejenigen welche für den Vriesterstand studinn wollen.
Irgend ein Luriu kann nach sieben von irgend inein Sludenl qewähll werden.
Die cominrrcielr oder geschäftliche Heranbitdiig sii unübkrtrofsiii.
Segen Catalvg wende man fi an: 8. toi-dar' ceg. 0 larv. dgl.
N. B. Dies ist em der der besten katholischen itiziehniigSannalien. Die Auf
nahmebedingungen sind sehr mLhig.
Solway beobachtete seinen Entle
gen. wie dieser seine Schiffseabine
aussuchte. Ein seines Lächeln um
spielte seinen Mund, als er den jun
gen Mann die Treppe stimmtereikn
sah. Er selbst blieb während der gan
zen Fahrt an Teck.
In dem Zuge nach Paris fuhr er
m Gesellschaft von zwei Franzose.:
und einem sehr redseligen Herren,
dessen Nationalität nickst ohne weite- 1
res zu errathen war. Jedenfalls n
terhielt man sich glänzend, so daß die
Zeit schnell verstrich.
In Paris trennte man sich nach ei
ner kurzen Unterhaltung aus dem
Bahnsteig. Solway natnu eine Drosch
ke und gab dem Kutscher die Adresse
von Levain.
Das Geschäft von Levain liegt io:
Centrum von Paris. Es ist kein gro
ßer Laden, aber die Firma ist weltbe
kamst. Ans den kleinen Räumen
wandern die Juwelen nach aller Her
ren Ländern. Der Weg vom Baimlws
führt durch ein Netz von kleinen, öden
und verlassenen Straßen und Gassen,!
am User der Seine entlang. Es war
eine Zeit, in der das thätige Paris
stramm bei der Arbeit ist. während
das lichtscheue Gesindel sich in seinen
Schlupfwinkeln verborgen hall und
aus die Dunkelbeit wartet
Plötzlich störte Solway das Knat
tern und -Schnauben eines Motors.
Das Geräusch nastm mit ieder Secun
de zu. Der Wagen mußte rasend iah
ren. In dieser Gegend war ein Au
tomobil eine Seltenheit! Solway
beugte sich zum Fenster hinaus, stum
te aber nichts von dein heravlaistenden
Fahrzeug erkennen. Fm nächsten Mo
ment jedoch hatte das Auto dieDroschte
überstott und hielt mit einem Ruck.
Solway hörte erregte Stimmen, und
als sein Wagen im gleichen Augen
blick hielt, svrang er blitzschnell auf
die Straße, lies aber direct ein paar
Männer in die Arme. Ein mit
Ehlorcstorm getränkter Lappen wurde
ibn, aui Mund Mid Nase gepreßt und
dann merkte er. daß er zuin Auto ge
schleppt wurde. Stimmen, die ilmi be
kamst erschienen, schlugen dumpf, wie
ans wener Ferne an sein Ostr. dann
schwanden ibm die Sinne.
Als er erwachte. lag er auf einem
Ruhebett in einem stmrlich möblirten
Zimmer. Vor ibm saßen zwei Mar
iner d!0 aber sofort aufstanden, als
ier die Augen oistiete Er niblie sich
! elend und übe! aber selbst m dieser
i Ber'a'sting erkannte er die beiden. S"
! waren nur ibm m seinem A.stbeil nach
i Paris ge'akren.
! Der größe-e von den beiden redest
! istu nt einem verbindlichen Lächeln
an:
! „Es läut uns leid. HerE Sstävav.
! Ihnen so große Ni-.amrel,in'.iä,keilen
f bereiten -i, mimen .wer Sie stabe.,
. gsiallia etwas bei ß1l das sur uns
s: eai größtem Interesie ist. Sie wissen
i uüen'aUs was wir meinen?
..Gewiß! Die Tiamanstn sur dsi
Braut de' Herzogs von Alstravr '
„Fa. die siir die Dame bestimmt
-raren". antwortete der Mann e-w
Perieihmm! D- Gr st - bestimm'.
!',nd'. sagte Scstwav. Er richtete sich
f aur Sein Scbadel orummie. und er
mußte sich fürchterlich zusammen neh
men. „Halien Sie vielleicht einen
Schluck Brandy oder Wbiskey? Sie
haben mir etwas zuviel Ehlorvtorm
gegeben."
Der säurst Trank that Solway
gut. Seiil >iops wurde freier. Es
wurde ihm klar, daß er in die Hände
einer internationalen Gaunerbande
gerathen war. Diese Gentleman-
Diebe waren gefährlicher als gewöhn
liche Straßenränder. Es galt also,
alle Schlauheit zusammenzunehmen,
um wieder iri zukommen.
~M sieu", sagte der eine Franzose,
„wir haben Sie durchsucht und haben
nichts gefunden."
..Das glaub' ich", sagte Solway.
„Also Mimen wir noch einmal su
chen. Fetzt wird es besser gehen, da
Sie wieder bei Besinnung sind. Sie
habe doch nichts dagegen einzuwen
den?"
„Nein, denn die Untersuchung wird
mir zeigen, daß ich die Diamanten
nicht bei mir habe."
Dann zogen sie ibn splitternackt
aus. ,>edes Kleidungsstück untersuch
ten sie. Sie öffneten, die Eigarren
tascke und rüsten das Leder. End
lich schnitten >ie mir tausend Entsckml
digiiiigen die Couverts in seinerßrief
ta'che af.
Selwan nalmi eine Cigarre und
setzte ste u, brand. 'ich bitte um
Berzeihnng". sagte er. „vielleicht eh
inen Sie auch eine?"
„Während der Arbeitszeit rauchen
wir nick: aiilwvrteie der tleineFraii-
Zofe.
„Aber mir gestatten Sie wohl das
Rauchen' sagte Lolwao. „F,st Sie
ist es Ar. eit, für mich ein famoser
Spaß."
..Ein Tvaß. M'sien?" Ein ängst
licher ,h , trat in das Genau des
Franzejem
„Fa, natürlich", sagte Solway.
„wen Sie den Falschen erwischt sta
ben! Ein College subr mit mir nach
Pari >,u> dom stabe ich in Estarmg
Croß Sie Fmvelen übergeben."
, „Nein nein. M'sien. Wir staben
Sie beob 'chlet. Das war eine wie
lagt man eine Täuschung. Es war
viel ;u unvorsichtig, viel zu offensicht
lich!"
Solwan lackte. „Sie schmeicheln
mir Aber Sie irren. Fch dockte mir.
wenn jemand siebt, daß ick das Packet
. mstntlich übergebe, wird er es iur Ab
i'-ck: bal:en —"
Nein M'sieu!" Der kleine Fran
zos.- sm, ,l,n ungläubig an.
Aiso. wenn mein College die Fu
ive-en nicht bat. dann muß ich iie doch
boren. Wo sind sie denn'!' Sie haoen
mich dock genau untersucht!"
„Sie werden uns sagen, wo sie
Solwan setzte sich auf's Canavoo.
. Fotzt ! d sie bei Levain. Wollen Sie
> steoemwürdig ioin. mich noimlas
sin. Tu Tlstir ist doch verschlossen?"
Er ging mier durch s Fimmer ..Atm!
j Fch stall te es mir."
. Wer verbürgt uns dasiir. das: Sie
i ck: zur Polizei gegen. M'sieu?"
Fch mir memein Estrenwvrt!'
' sare Solrvav ..Fck geoe es Ihnen.
' Wir stamm mir großem Einsatz ge-
spielt, 800,000 Mark, und ich habe
gewonnen, bin nicht nachtragend.
Beim nächsten Male gewinnen LÜe
vielleicht. will Ihnen nur das
Folgende sagen: Ich erkannte Zie in
Ebaring Erotz, und deshalb gab ich
meinem College einen 'jeltel, auf
dem ich notirt hatte, in welch angeneh
mer iyesellschatt ich reisen würde!
Diesen ,-jettel tzxx Polizei
übergeben, wenn ich nicht innerhalb
dreier Stunden bei Levain eintreffen
würde."
Eine halbe Stunde später betrat
Solway den Laden von Herren Le
vain. Peevers stürzte aus ihn zu und
schrie ilm an: „Wo. zum L haben
Sie gesteckt?"
„Ruhe, Rübe!" sagte Solway
lächelnd. „Haben Sie Alles gut crle
digt?"
„Ja. Ich übergab Herrn Levain
das Packer und er hatte die Unver
schämtheit, zu behaupten, die Steine
wären falsch! Eine schlechte Imita
tion!"
„Meine Herren, regen Sie sich nicht
ans!" Solway holte seine Cigarren
lasche heraus. „Lassen Sie uns die
Sache in Ruhe bei einer Cigarre be
sprechen. Bitte. Herr Levain! Nein?
Na. dann Sie, Veevers! Ich rauche
gern in Eesillschaft."
Solway nahm eine Cigarre und
brach sie mitten durch. Sie war Hohl
und zum Erstaunen der beiden Her
ren fiel eine Menge glitzernder Steine
auf das grüne Tuch des Ladentisches.
„Oy!" sagte Monsieur Levain. „die
sind echt und ob!"
„Ich bitte tausendmal um Enlsch,.'.-
digung", sagte Solway, „aber es war
die einzige Möglichkeit, die Steine
sicher hierher zu bringen. Wie ich ver
mutbet batte, wurde ich abgefangen,
und scheußlich war mir während eini
ger Minuten zu Muthe, als die Kerle
meine Cigarrentasche durchsuchten.
Ein Glück, daß sie während ihrer „Ar
beirsr.'it" nicht rauchten: Solway
lächelte bei der Erinnerung an sein
Erlebniß.
Lin chinesischer Voctsr Lisen?
hart-
Der katholische Missionar Pater
Ripa erzählt im „Lancet" eine amü
sante Geschichte, wie er in China vor
schlimmen Folgen eines Sturzes vom
Pferde bewavrt wurde. Sein Gaul!
hatte ihn auf einer Missionsreije ab- j
geworfen. Hilfreiche Leute brachten
den Bewußtlosen in das HauS eines
chineisichen Arztes der alten Schule.
Hören wir dys Weitere aus des P.
Missionärs eigenem Munde: Der
Doetor setzte mich im Bett auf und
stellte ein großes, mit Wasser gefülltes
Becken neben sich. In dieses legte er i
ein großes Stück Eis. Tann ließ er!
mich mit seiner Hilfe den Hals über
die Schüssel halten und übergoß ihn
mittels einer Tasse unaufhörlich mit!
dem getulllten Wasser. Der Schmerz i
in den Nerven ivar so stark und uner
träglich, daß ich nie etwas Aehnliches
erlitten zu haben glaubte. DerHeil
lüiisrler tröstete mich, indem er sagte,
er werde mein Blut beruhigen und
meine Sinne wiederherstellen. Und
in der That: schon nach kurzer 3eit
wurde mein Blick klar, und mein Geist I
gewann seine Fähigkeiten wieder. !
Dann band der Arzt ein Band um!
meinen Kopf (Bier'sches Stanverfah-'
reii?>, das von zwei Männern, die eS :
an den Enden hielten, strars angezo-!
gen wurde. Gleichzeitig schlug der
Chinese mit einem Stück Holz an das
Band. so daß mein Kopf hektig er-
schlittert wurde und schrecklich weh
that. Damit wollte er mir das Ge
birn wieder zurechtrücken, "ws bei dem
Fall ans seiner richtigen Lage gekom
men sei. Und inein Kops wurde
wirklich freier. Dann faßte man mich
unter den Achseln und führte mich
in's Freie.
Plötzlich stieß man mich über die
Brust in ein Bassin mit eiskaltem
Wasser. Da ich infolgedessen den
Athem mit großer Heftigkeit einzie
hen mußte, so kann man sich denken. !
welche Schmerzen ich in meiner be-!
schädigten Brust auszustehen statte.
Ich wurde wiederum mit der Belehr
ung getröstet, daß die tieie und plötz
liche Inspiration die Nippen, falls
sie beim Sturz theilweise aus ihrer
Lage gekommen sein sollten, wieder!
ricbtig stellen würde. Aber noch nicht
genug damit, ließ mich der Arzt aus
den Boden medersitzen und vielt mit
Unterstützung der beiden Männer mir
so lange ein Tuch über Mund und
Nase, daß ich beinahe erstickt wäre
Auch dies Verfahren sollte nach An
gabe des gelben Abskulap etwa verbo
gene oder verschobene Rippen einren
ken. Die nicht sehr tiefe Wunde in
meinem Kopfe stopfte er mit ge- i
brannter Baumwolle zu. Dann ver- >
ordnete er mir. daß ich viel geben und i
mich dabei nötbigensalls von den bei-
den Männern unterstützen lassen!
sollte. Ick durste nicht lange sitzen!
und zunächst nur bis >0 Uhr abends >
ichlaien. Darauf sollte iw aussieben!
und ein wenig dünne Reissuppe es-!
sen. Er setzte mir auseinander, daß i
das Dpazierengeben ui irischer Lust
bei gleichzeitigem Fasten das Blut
Verbindern würde, sich ans der Brust
festzusetzen, wo es in einen verdürbe
non Instand übergelwn könnte. Was
aber die Hauvtsackie ist. diese barda
riiche und gualvoüe Behandlungs
weise peilte mich so vollständig, daß
ich nach einer Wecke meine Reise
fortsetzen konntk."
Der Mat,nrus drs Hungers.
Wir wären viel bester ab. wenn
wir eistn wurden wenn der Hunger
Sättigung 'ordert, und wenn wir i
dann d:e richtige Ar! Nabrung und
in er'erderlicher Quantum esien wur-
den. Es scheint dies unmöglich unter
..Great Lakro H'ruife " d-40
nlst W4l IlEch
-. ... . - , zrirurr C-Ni,,e,!! rrn,ortti-
Vietet in zum Besuche von Mahlzeiten und ert
Sine ganze Woche Beranüaunaiiabrt aut tz, - - ,
Lii. LL- " klAllükA fA1.1.8
Erste Reise 21. Juni—Abfahrt von Milwaukee jeden LamSlag Iv Uhr V M
Eine ergötzliche Sommcrreise.
Rundtahrt nur ein,ch!ie„ich rr,nv°rtntion. Mablzeiten und Bertsi i.
euuftr-lchste. asi-rtadrt der Weit Gkn.esirn -ir 0.. k'e billig.
den Dre nch für 0e wundervolle Sntschlre-
L.e Ihre Plätze 1, lange in voraus aIL mo'gli" '''r ''ane setz -legen
Fr Folder nd nähere Einzelheiten sprecht vor der adressir
Von-Mai 77 eIIBSV 7NztB?ok7z7lok eo. 2L^Lk"ssw-°
den jetzigen PebenSverhältuisseil und
ist es daher nothwendig, ein Heilmit
tel an Hand zu haben, welches schnell
die geschädigten Perdauungsorgane
wiederherstellt. Ein solches Heiliint
tel ist Lriner's American Elixir of
Bitter Wine, welches von vortresf
licher Wirkung bei vielen Krankheiten
dieser Organe ist. Es säubert die
Eingeweche, kräftigt sie und befähigt
sie ihre Functionen zu verrichten. Es
sollte solchen gegeben werden, die mit
Verstopfung, .opf- und Niickenweh
irgendwelcher Art, mit Rheumatis
mus, Nervosität und Unterleibsbe
schwerden behaftet sind, Apolhc
ken. Jos. Triner. Ehemical Labora
lorn. 1331 l -1331l I Ashland Ave..
Ehirägo, Jll. Triner's Liniment
ist sehr kräftig und eine kleine Quan
tität genügt gewöhnlich zur Linde
rung irgendwelcher schmerzen.
Marktbericht.
Getreide und Mehl.
VMwavkre Ma.
Samstag, den SO. August ISI3.
Welze. Termine fielig. Sevlember 2Nc:
Dezember SS°4c: Mai 84->,c: Probe bei
Cars Anfubr slcttg. TchluhpreiS: No. 2 Nor
ttzern. 871—k>1Lc.
SarS Anfuhr niedriger. 5.
Gerste. Proben bei 14 Cars Ansichr stetig.
Mevui,m.^70 —75c Alb i
->x 5
Noagen '. .. .............. ii.i.ii.'. i Ä
Weifte ° MidvUng i .'.. iiiii 2VooO
!7!ach!amen 1.4214 —1.45^
rimotbd . .75 5.2^
A!e I"" 1 1 1 18 .tm
LiS!?: SSmnll 11'dn:' Rivven. 11.25' Sltziirlen
14'4—15>4c: Schüttern. 101—lolic: Mittel
siü/e. ll—llic.
Labcre etteld- ntz VrvdsktenmlrTr.
tec BS r"'bactc'ßB Mal.
Ne. 3. 751—7Sc: Hafer. No. z weisier. 41 >4
42>4e: Rogaen No. 2. 70 —70>4e: Gerste. 55
78c. Tinietl'vsamen 4.50—5.40: Meß- Vork.
21.00: Schmalz. 11.1714: Rib. 10.55—12.124:
Kleetav-en. 10.00—14 00
St. Louis 30. v.'c'„n - No.
2 roter. 80- 8014 c: No. 2 v-irlcr. ftölg—S2c.
MaiS. No. 2 weisier. 75c.
Hafer. :'o. 2 weifte- 411, —42c
Kontos Cito. 30. August. ISeizen.
B2H—B6l4c: No. 2 rvier. 871 L
in OMtiern ''viirl! Dai-nroi
4 50—4.05' Second 4.05—4.40: Kirst
D i-l ut si 30. Aug Weizen. No. 1
Northern, 871ftc: No. 2 Northern. 8514 —85ftgc.
DuLtrke Girr und Käse.
MNtvankee Mar72,
TamStaa. den 30. August Wl3.
Botter. Antubr 26.444 Ptund: Markt fest.
0" -14 '4 c
prikchc. 18—20 c: Second. 14—16.
Andere Mcierermärkre.
Chicago. 30. Aug. Butter—-CreanicrS,
' Kse.^DatNeH Twin. I,4 rz
''Sttr!' —"Ä^-L^c.
Liehmärtte.
>>!.:! .-r,' e 40: gemischt 770
: 8.1-5: Noughs. 7.00 - 7.40.
Ninvviesi. Anfuhr keine: ButÄers Stiere.
6>5- 4.5: ScikecS. 5.05—7.20: Küsie 5.00-
6 75: Stocher? 5 10—5 70: Older. 8.00—12.00.
Samte. Antnsir keine: Schale, 2.50—4.25/
Andere Nlevmürkr.
" ra>w
* Schate.Anfuhr 5000' Wactf stetig: ein.
, sieimifche
S si'v oi, i Nugutr"'— Riudvleb.
i Beet Stiere 550 0.00: Kübc und Heiter,
t-5—8.75: Stocher? ?.uO.
a- T ruAU"-
- Ettere, 8.b0—9.10: Stock-rS und Feeder
I 5.25—7.50. . ...
sanoeinc. Bulk 8.20—8->0
chatr. 3.00- SM: LSmmer 710—° ---
Qm aba. SO. Au'- -- Rmdotc Be-f.
! Stier. 7.00—000: Kübe und Heiter. 5.75
S-isiwetve Bult 7 90 —8.10.
5-00—6.00: LL-nmer. 7 25-8 00.
Milwaulee Prrdvktrnvnffe.
Samstr. den SV. August isi).
Krikche -. Bla Daß der Ptund. 2V
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AinerZeanische Ttnaben
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An Euch geht der Ruf de, Weltheilande.
Euch zum Auf- und Aurbau Seiuer Kirchi
lassen. Wrlch idealere Ausgabe für"ein edlet
Jüngling,her,, al, sich ,n den Dienst de
König der Könige zu stellen, um nach de
rage Kamps und Arbeit mit vielen Tausen
den vurch eigene s?and Geretteter uv
Triumph 111 den Himmel einzuziehen nnd
die ewige Krone eines Apostels vom Hei
land zu erhallen.
Em ungeheures Feld hat die katholisch,
Kirche in diesem Lande der unbearenzlei,
Möglichkeiten vor sich: Es gilt, America
für Ehrisl, zu gewinnen.
Wer glaubt, für diesen königlichen Dienst
das Zeug zu habe, und in dessen Herzen
sich Lust und Liebe für den Priester- nt
OrdenSstand. oder auch nur für letzterer
allein, regt. der wende sich vertrauensvoll
an das Eollkg der Salvaioriauer (Väter de,
.Eieiellschait deS Göttliche Heilandes') ivc
er unter günstigste Bedingungen Ausnah
me und Ausbildung findet.
Gut laleiltire brave Knaben und Jüng
lingc können unter Umständen
webe oder ganz Freistelle für iämmttich,
Studien bis zum Priefterthiim erlangen.
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Dinar abgehallen wurden. Bis setz!
sind schon mehr als Bio P'eröe ange
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>nd e! rette aileßnmeidiiügeri gemacht
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