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Ohio Staats-bote. (Canton, Stark County, Ohio) 1846-1851, January 20, 1847, Image 2

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Seele
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sen. Diefeu Brief ließ er übergeben und er
wartet? ängstlich die i'intwort Abends er
hielt er ein P.iqner, das etne größere vjurne
tntiurff, als ihm der Ulnmacher fchuldig
war, mit einem Billet, auf dem weiter nichts
stand, als „Lie bärrnt eher reden follen.
Ihr Schweigen bar und Alle auf lange Zeit
vnglnckl.ch gemacht doch es feilte so seyn.
Hier ist ein B. .es an eilten Freund in Crem
bürg. Ein Arbeiter bei ihm faint genug ver
dienen, um mit einer Frau ui let*n.**
Wirklich lag ein Brief an einen Uhrmach
er in Edinburg bei.
Pierre reiste noch denselben Tag ab. Er
kam ln Pannpol an nnd fand ??,'onne arm,
krank nnd (ehr verändert. I'ne v.'ii trcr n\r
feit einiger -eit tiefte, den, und als vcb der
junge Ardeiter cr'atibiiife, war fie dersel
ben Nacht verschieden, in weither er ur
Stimme gehört ?it bähen «saubre. Ihr,
Verbindung wurde ohne Geräusch geschlossen
und die beiden jungen Leute reisten footeut
nach Schottland ab.
Mit dem Briefe Smiths erhielt Pierre so:
gleich Arbeit in (idmhtva, und ee ihm
recht wehl. Er verdiente viel und brauchte
wenig. Nach einigen Jahren kannte er selbst
bell Grund zu einem Uhren
er nun fur eigene Rechnn'g bet* leb.—Vlber
vergeblich be nvfttare V r. b.v* Gh'(f. V)vtMi
He winde von Tage u Tage rranr'ger, blei
*er, schwacher. Cfr fab lie Pierre mit ruf
den Knien geki einten .(\indm in t. nnuif-
De»- Schnir^z ^ierre's war arrg, aber er
e*mr *u c.füllen, riefe
a
Schiflhnitier 2Vl1irf
nuttg im Herfen a..'t,f 5Ara"
Ken, jetzt führte ihn
^aifb zur' cf, ans dem i
fitste der Bre^aan«. Sc! on erkannte man
den Arch pel von Brehar vo^feru das Herz
des Uhrmachers fchuiirte siit zutantnini, lind
I "•WH»1!1*'»*»11 «»"""i'P""•« Mm' VN»!I»'WM.l Äti£
Kindel ler.en, den
i$f n vuri u ^vuuwhii 11» v i vvt t-11«
Avon ne war für ein armes Mad chen zu
fchwach zur Welt gekommen. Die freuden
lose, arbeitsreiche Kindheit, d»e sie erfahren,
hatte das Lehen in ihr erlchövft. In der
Kindheit nnd erster Jugend hatte sie die dru
cken de 'st der Armuth ertragen und später,
als der Wo hl fluid knn, als die Last der Ar
muth von ihr genommen wurde, war sie zer
drückt und konnte mehr mehr leben. Pierre
sah sie dinschmachten, schwacher und i'chwä
cher werden u''d e, lösche». Er konnte auf
ihren 3üqen den 'rtschritten des Ut-beis
folgen u berechnete ihren ^.ld auf die Stnu
de, denn da? Leben idv.eii sitv.^^r, Tropfen
lim Trepfen, von ihr zu entrinn'", wie ein
kostbarer Soft au? etilem
ge'p:nnge.''en
säße. Bald merkte sie i'ehft, daß ihre
lungsvolles »t brüten versunken dantzen Zaber Pierre eilte mitte» unter die aber«lau
während ihr aroße Thränen an don cinge- hi chen Malrofen- Ei wollte jpre^ben man
falle neu ^anaeu hin br.ur eit. Da fragtejhöire ihn nicht er wellte seinen Schätz Der
er, was sie found ck.ich mache, w. s ihre kl ei^iaen nnd man dränate i! n znrnck.
Tbräncu, ihre «hie Tiauer re urla
che— u.id die junge Frau aimvcrete, sie
könne es nicht faneit. woher der Schmerz
komme, aber sie furchte sich, sie sei traurig,
fie fen lie iiber nichts mehr iit der W?'/, ',ac#. nicht losreißen kennte Die Matrvfen b
en. Pierre versuchte ?VuCv, Vvti sie wieder i gerten nnd «vi ten nicht, einen Mord zn be
für da» Lebe» u „ttet eviren, aber vllles hhebUehen In de sein Aitern bt'cf-' st'eß das
fcer Y:lhcb. ras iyrz Yvonnes verschloß. Schiff mit tt',aehenrer Gewalt an eine Klir
eine prophetische Tranrir, wie sie pst im- !pe der Mast brach das Fahrzeug lauf
mer die jung u Frauen ergreift, in denen auf die 5eite der Sarg nud Pierre wnr
ein Keim de? Tode^ liegt: eine il same, den in das Meer geschlendert
unerkläilicheTraurigkeit. welche sie bei jeder
Frende iiheifallt, die nicht an6 der Seele,
sondern ans den Nerven kommt, welche eine
wirkliche Krankheit ist, nnd der (leheimniß
volle I
'st nkt unseres Kvipers zu seyn
scheint, welcher die Annäherung der Auflos.
ung fesseib.ii verkündiget.
Ge-
de aefemmtn sei, aber (Te! enii te sich niaV! 9«cf) einer Mitteilung in der „Oberr
darüber. Sie alaubrr an ihre Seele. an(^c*tt,| hi'inifcheit ?tg." hat sich in Lahr eine Ge
an das P-r^dies, und fih in ihrem tede sellsi-Jiaff gebildet, die lmter anderem anch
mir eine Nen'e in das Leftrete. U''briaens
war ihr Leben ruhig •, etveit, nn ihr V'et-e
ermut! iate si? sum Sterbe". Nur ein be
danke bctnthfe sie Se öre fern v?n i ren
Freunde" und Verwandten iihen, ihre Ge
beine nicht in der aewfiheteii Erde ''er Bre
tagne begraben werden! Und was sollte aus
ihrer armnt Seele werden, w?.tn sie »n der
Nu
ten
der
liegen
ihrer .. ..
tanken überfiel die Sterbende ein Schauer.lAnsstellnii^ a."6g^chlonen. Aus diese Be-
Sie wendete ihren Kepf ne-ch der Wand,! aci'tnng hat iflfi.'i d'5 Nichtachtung folgen las
damit ierre sie nicht sehe, ii''d weinte his sen, daß man den MaltT hiervon weder in
ihre An-en sich g«*n4.i(essen hatten und ein
Traum ihr den Gottesacker von Paimpol,
ihre liebste letzte vi.-ff"'uii, zei re. Sie
fchrviea, denn e wollte Pierre ttid im vor
aus betrüben als aber der feierliche Augen
blick gekommen war, nf? die jn:' -e ^rau fuh!
fe, daß ihre Seile bereits auf i'^reu L'Vven
schwebe nnd sie sterben muffe, rief sie Pieire
an ihr Bett.
„Vieri e," fa ate sie, schwöre mir, daß Du
das thiiii willst, was ich von erbit-e
„Ich schwöre es Dir," antwortete der
juttre Mann weinend.
„Ich sterbt» versprich mr, meinen Leich
nam in die Bre'a -ne vt schaffen und mich
auf dem ffiotte^ck v"n Paint pol neben
meiner Mutter zn beerdigen.'*
„Ich v-ssveeche es 1
ir.'' antwortete Pier
re lU'chmals mit von Schluchzen uvtcrbvD
chener Stimme.
„Ich birfe Dir, Pierre.'' fl sterte Avon«
tte, streckte ihre vtinde nach ihrem Manne
ans, lächelte nnd staib-
am ?irmf
t« til A K .« k/V Ai: 1 4 w
fucheii! Niemand erwartete ihn dort als ein
Todtengrader, um ein Grab zu graben, und
ein Priester, um dasselbe zu weihen.
Unterdessen wurde es Nacht nnd das Wet
ter Mister. Ter Capitän des Schiffes fchien
einen Sturm z.i fürchten, und feine Besorg
niß fling nur ?it bald in Eifüllnna. Es er
hob sich ein brfan von, hol en Meere er,
welcher das Sel'ff nach dem Lande tu trieb.
©i r. hens wendete die Mannschaft alle tin fr
auf, Iint die Gewalt der Wixiett zu überwin
den, lVfl-.tie sich an der Knste brachen da5
«^»rechliche Fahrzeug schwankte, -eschuttelt
vom 2unm, mit zerfc^ten Segeln auf den
\'i'f ffeti tt in her, wie ein am ingel verwnn
defer Seevgel, den die Woae mit sich fort»
rvitlh Bald «ciiite sich die K-'ste in größer
er Nähe das Sctvff a-langte mitten unter
He Klippen. Man hörte das donnernde
Rauf en der Brandung. Das Set"ff wt
verstand, als erschrecke es selbst, auf Angen
bi cke den Wogen, änderte feine Richtung u.
drehte sich in dem W-rbel schwankend und
una wiß IHM her. Plötzlich rief eine Stimme
durch den Sturm:
.,Wir nnd vet loreit! Wir haben einen
S'ra an Bord!''
Diese Rede schien wie ein elrcftrifcher
£chha anf die naiue Mannschaft zn wirken.
„Man werfe den Le chnain in das Xheer!"
riefen Alle iii leich.
Und sie stnrz en in daS Gemack. nahmen
den Sari und brachten ihn auf das Perdeck.
„°in das Meer mir dem Sarge'"
„Nicht ehre mich rief Pivrr.
Er stufte sich c'ttf den e-ir1 u v.mfaß
te n iivr vrcv. «.men so daß man ihn
I n e i n n n e s e n w a
von Prüzewegeit ein zu den bertiaen Ans
stellnngen gesandtes Oelbild: .,Wie him-
Kenntniß gesetzt noch ihm tat ^ild zurnck
gcschickt hat. (W. d. Echnellp
Die neueste Sclmudthat der NanbAllianz,
welche lästerlicher Weise sich selbst die „heili
ge" nennt, wird in den europäischen Blät
tern noch fortwährend lebhaft besprochen, so
weit die Eensnr es nicht hindert.
Das „Journal des Debars" sagt «.
,.Wer die Wiener Verträge gelesen hat,
weist, daß die Gründung des Freistaates
Krakau nicht das ausschließliche Werk
jener 3 Ranbmächte war. Weint sie n
ter sich alw diese Gründung als einen
Verfuch bezeichneten, so begründet doch diese
hinterlistige Eonvenfion fem 9,'echt. Oest
reich, Preußen und Rußland bedienten sich
lediglich der so oft getadelten Formel napo
leoitifcher tictatm: ,Die Republik Krakau
hat anfge' ort zn eristiren!" Nach den feier
lichen Erklärungen Englands undFrankreichs
läßt sich indes: sicher erwarten, daß diese Ge
ivaltthat nie als Recht wird anerkannt wer-
rron ttc
M,,* !WeliiTit uut ?ttbe mufi'1'"1" mib fte entfernt)
nneorten. iSr
ib vixen Sjanbr-I auf. eev. «ufl'cten, ei' alle Sfrlräae jerreif'en. »iik
fauftf ^Ules. was er bes ß. erf ufre mir sei- das von Machten, welche mir bitterer Ironie
pern QftttsP" V rmö en e Etlanb"iß, den isich noch die „Scl utzniächte des Freistaats
£*ich".im se'ner Fran mil (Tct n nehmen, u. Krakau'- nennen! Es handelt
schsst
sich uVt derselben nach der Bretagne nm das Gebiet allein, sondern um das ganze
(£icC'Sn In|v,"f Vorher hatte ihn ei'.ijPrmcw, worauf die Unab! ängigkeit aller
m,btcr
ll*c
ch'.ff ill lö
gffon tuen or,
fc^"[c!,"r
«attin, fein Glück und feine Hefr-u"9en
la#
Die Ueberfahrt geschah ohne bcsoUK. i Schienen gehörigen Bezirk, Rußland aber
Ereignisse Am achten Tage zeigte |ich die kleine Parcelle imNorden desgaliztschen
tie ItwäMu »ottu-n ,Vn m. er («N
roon-e in 'remtinte,roo er fieberen Ii. nlucf- *cn besn.itten reael.vöei!,Smmabe.d Abends
Ii* fietvefrii n-ar, reo er fitliebi hatte, nur «m 8 U 2—Slw Geine.^egUeter den ^re
give Stelle fur beu «arg semer Gelobte»»^i^x Uhltch semer Wohnung, um sich mtt
"W"
man sih sie
eine kurze -Zeit in dem spritzenden Wasser
wirbel schwimmen nnd verschwinden.
-A
uslä^d isch e a ti)v i cMcit.
V o n e o n i s e n n
z e, LI. Okt.—N e i i ö se a n a i s
ns führt vorgestern wiederum seine grauen
vollen Scene» herbei- Ein armer Leinweber,
der schon lange dem Mttsticismns ergeben
war und allen derartigen Predigern nachlief,
tödtete vorgestern in einer Art religiösen
Wahnssinns seine drei kleinen Kinder, wo
von das älteste sieben Jahre alt. Die Frau
war znr nahen Stadt gegangen und während
e Z e i e a e e s i e K i n
e r, wie er später aussagte, um sie vor der
fündigen Welt zu wahren und sie zu Engeln
zn machen. Bekannt genug ist es, daß die
Professionen, die eine sitzende Lebensweise
verlangen, vst zum Mysticismus hinfuh
ren.
'UN'
an der Bestimmung festhält, (ein 11
S a a s i e n e u u e s i a u
z u n e e n
9irp«H.t Ärafaii
sich hier nicht
.kleine" und großen Staaten, wie das bffenh
V
Recht Europas beruhet."
e u s a n Z u A u s e i u n
des, durch die Erwerbung Krakan's Oest
reich zugegangenen Zuwachses soll Prenßeit
die Herrschaf ^otzenxlotz einen zn Oesireicl
greifei von Tantopel erhalten,
a e u 2 3 N o v e o v
™r
J.Mtäbeät
ihm über Bibel, Glauben und andere ^religi
ose Gegenstände zu befprechett. Die Wiß
begierde ist fo groß, daß schon lauge nicht
mehr die ziemlich großenRänrne seiner Amts
wohnnng ausreichen, uiq die hermit strömen»
den Freunde anfznnehmen. Diese theologi
schen 2(heubgeseUfchaften können sehr wirk
sam werden, da dort manche Frage laut
wird und ihre Lösung findet Manches znr
Sprache gebracht werden kann, was anders
wohin nicht gehört. Die Popularität Uh
lichs nimmt durch Hefe Abendgesellschaften
wo möglich noch zu. (B. Z.
In a e st a"d hat vor Kurzem
ein Magistratsdiener, welcher sich im Dien
ste zurückgesetzt glaubte, einen Angriff auf
das Leben des Bürgermeisters gemacht.
Er begab sich zu demselben, als er ihn allein
im Wathfisaale wußte, hielt ihm eine Tistele
vor nnd drohte, dieselbe abzugießen, wenn
der Bürgermeister ihm nicht sogleich Beför
derung zu einer eben vacanteii Stelle zusage.
Der Bürgermeister weigerte sich dessen, stieß
schnell den Lauf der Pistole bei Seite und
klingelte, worauf der Diener ergriffen wur
de. Noch an demselben Abend brachte man
dem schwer bedrohten Bürgermeister ein
Standchen, am zweiten richtete man an ihn
eine Adresse, am dritte» gab man ihm ein
Festessen nnd am vierten erhielt er einen Fa
ckelzug Es leben die Deutfchen
S w e i z i e e i e u n v o n Z i
hat sich an die Stande Sc!'„Ihausen, St.
(Men, Grau bit", okn, Baselstadtheil, Baf?i=
faiidfch.-^ i,,ib Aargan gewendet, um von
denselben den zollfreien Transit der außer
edfiitlichen Zufuhren von Getreide und
Mehl zu erhalten. Der stadt-bafelfche Kl.
Rath hat, wie schon früher in ähnlichen Fäl
len,—nnd ebenso der aargauifctic-fefcrt ent
fprochen.—-
a s e a es e a e n a e e
Nathsherren fetzt an die alten lieben Zöpfe
geht, fo fo rufen sie ihre Weiber zu „vülfe,
welche das Vaterland aus dem Abgrunde
der '/ovtlosigkeit retten follen. Eine Heldin
im Uitterock blies iteultch—»venu auch noch
nicht in die wirkliche Kriegs,-doch wenigstens
in die Weiber-Tro:npete, nämlich in das
Basler Tagblatt folgendes erbanlicheSpinn
Liedchen: ,.Ihr Väter der Stadt Bafel/ Was
foil ans im
fern 2000 Kindern werden E5
gilt, ob Weib und Kind am Bettelstab krie
chen müssen, oder ob linst e sauer erworbenen
Rechte follen beibehalten werden. Eher
win den Weib nnd Kind zn ftelm und Schild
greifen, als daß wir wollten bloß gestellt
werden. Wir brauchen feine Eentralifation,
keine freie Niederlassung, keine Gewerbfrei
heit, keine neuen Bürger, feine fremden Leh
rer, wir haben brodlofe Familienväter ae#1
uug!"
3 i e n 2 3 N o v e s e n w u e
der Jahres Tag der Volksversammlung von
Uster im ganzen Kanton festlich begangen,
im Bezirk Zürich vorzngleich auf der „Platte'
und in der Blume in Attßerfiebl. Äm er
stem Orte vermochte weder der Ernst des
5errn Bürgermeisters Ze lit der in seinem
Toast anf den Bnrgersinn, noch der Humor,
womit Herr Prof. Deverio dem gut' ange
wandten Vertrauen nnd Mißtraueu ein Le
behoch brachte, noch die poetischen Er
güsse einiger Schnllebrer die Mißstimmung
zu befeitigen, welche seit der legten Bezirks
rarhswahl unter einem großen Theil der Li
beraten herrscht. Schon vor 10 Uhr eilt-
eite der rusiTschen Gesandschaft die Anzeige
erhalten habe, es werde das kaiserliche Mi.
nisterium in der Folge die Geistlichen der
verschiedenen Konfessionen anhalten, schwei
zerische Angehörige mir insofern zn trauen,
als diefclbcn eine Bescheinigung i rer hei
m^thlicteit Behörden vorlegen, 'daß die Ehe
gestattet werde. Es haben früher unregel
mäßige Verehclichungnt schweizerischer An
gehörigen in den, russischen Staaten ohne
Keumnißgabe ait die Heimathsbehörden
stattgefunden. (PH. D.
Nach einem Schreiben ausLondon hat ein
deutscher Naturforscher, Namens Gesner,
in der Bai von Neufundland zwei neue Ar
ten mehlreicher Knollenpflanzen entdecke
welche fo viel nt verspreche» «chemo», als tve
wilden Kartoffeln, die ein ft von Sir Walter
Raleigh von Virv.inieu nachEurova gebracht
wurden, als erste Eremp'are der Frnel t,
welche jetzt ein fast nnentbebil'ches Dednrf
uiv für unfern Continent erworben ist. sc
daß ihr mniiöl noes Mißrarhcn allwärto
Besorgnisse verbreitet. Die neuanfierinth
aim ,1t it oll« Apflau e" sind fleiner als innere
oewbhvlicheii Ka teffelii, sehen aber sonst
o.anz we diese ans das Innereist vollkom
men weiß utid soll dr» schmack und Ge
ruch unterer Kartrffelii haben.
Es beiß? Ludwia Napeleon heirathe die
reiche Äiiß Emco^'urdott nLondon, die ihre
Williourit nicht zahlen faitn und einen Ze
hülfen dazu braucht.
Die ßhrlcia rückt Eonstantinovel näher
und man weiß noch nicht, welche Reiseroute
sie wählt.
Die franzosischen Leitungen leben gegen
rvärtia nur von Wasser und Brod, und bei
deutschen gcbr's iedt viel besser. Die Ue
btrichivemmiingen im südlichen Frankreich
und die Unterstützungen der Ve uuglncklen
fo wie die Zufuhr und e Preiste des Ge
treids machen den Hauptinhalt der Zeitung
ett.
In 5?anover ist zwischen der Regierung u
den Ständen eine seltene Eni feit Die
itreitr Kammer hat die Anträge auf Off
fcntlichfeit im Civilprozeßverfahren fast aus
Einem 9)hinde verworfen.
Dagegen ha: die russische Regierung di^de.
Oeffentlichfeit eingeführt, vor der Hand im
Prügeln nnd verspricht sich davon große
Theitnabme des Volkes. Die Prügel sollen
nach dem neuen Srrafcoder öffentlich und
mit möglichster Feierlichkeit den Verbrechern
zugitbeilr weden.
W-eder ein Sc.'lagbaum gefallen. Pre»
ßen hat mit England einen Postvertrag ab
'?echlossen. Fraiikater^vaiig ist ganz' auf
gehoben mit» fur einen einfachen Brief das
Porto auf 40 Silbergroschen festgesetzt. Die
Beiorgung der Briefe aus den andern dem
scheu Bundeostaaten tiberiiimmf die vrenß
i|ite Postverwalinng.
Der Senat von e e n Hat ein qnter
vertrauen zu dem Gewissen der Koriihänd
ler. Er hat bekannt gemacht, er hege für
die dortige Gegend keine Besorgnisse wegen
g! osjej- Theuetung in dem btvcrüeheu'den
gutter da es an Zufuhr nicht fehle. Der
^eiiaf finde daher kein außerordentlichen
Maßregeln nothwendig, mir hoffe er vn
dem gnren Sinne der Bürger, daß alle da
hin wirken werden, daß die'gewöhnlichen Le
benoniittel, Getreide nud Kartoffeln nicht
anfgikauft und nach fremden
I tzt erst, seit cent der Gnizot die schöne
1 ge Herzogin den Fi ainosen nech
io rheuer mad^t, sehen diese, vie bekanntlich
schlechte Geograpnen sind, ein daß es von
Pans noch MaC't .^ ein weiterWeg siy
Gnizot tv:ä Uuct) und nach 8 0,000 Franks
Tar Botengänge und dergleichen über diePy
reitäen noch Madrid gerechnet. Dabei ist
der Bote, der nach unterwegs ist, der hin
kende, noch nicht mitgerechnet.
Hamburg hat nach seinem Baiienthtlfias
mus den Katzenjammer bekommen. Die
Burger meinen, es siyeu th ils zU viele
Prachtbauten unternommen, rheils jey in
der Art ihrer Ausführung wenig haushälter
isch verf'.hreu wo,den. Auch klagen Man
che. daß die @n.gl mder zu sehr bevorzugt
werben sey'n. Kurz, es fehlt dort, wie it
betall an Geld.
N ich der letzten Zählung hatPreußen ^3,
800,000 Einwohne-, darunter 9j llionen
Vi i-restantm, 5i M-llioneu Katholiken, 9,
600 Inden, 4,500 Me
im ernten und 1,300
Grieci*en.
Die Wiener Gerichte sind froh, dag sie
noch keine £esfentlutfeit nnd Mmi lict foir
haben. S?e haben einen Falsch
mil tz ge
fanceii cenommen, einen Aiabet, der i ur
arabisch sprechen kann und sie können nur
österreichisch. Man ist auf die interessanten
Verhandlungen gespannt«
E o n
N e u n u n z w a n z i s s
e
Samstag, den Lten Jänner.—Im Hanfe
der Representanten wurden eine Menge Be
schlüsse ein gegeben, deren Erwähnung ge
tban werben i'oll, sobald sie aufgerufen wer
den. Hr. Wentivortb übergab einen Be
selich, daß es unschicklich sey etneAbgabe auf
Thee und Ecffee zu legen. Hr. Payne trug
darauf au den Beschluß auf den Tisch zu le
gen, welches aber mir L0 gegen 49 Stim
men verworfen wurde. Der Befchluß wurde
hierauf mit 115 gegen 48 Stimmen ange
nommen, und fo bleiben Thee nud Coffee
Adgabtit ftey. Hr. Sims von Missouri, hat
emeu Beschluß au, erklärend, daß das Volk
der Vereinigten Staaten zn patriotisch sey,
um einen lioihweudigen Xar tu Kriegszetteu
in verweigern. Herr. Rathbuu schlug vor
den Beschluß auf den Tisch zu legen—ver
uient um 107 gegen 2 Siinünen—worauf
rer Be,chlnß einmüthig pass rte— Aa's 126,
Nein's 0.
on tag, den 4ten Jänner Im Senat
wurde eine Botschaft vou dem Presidenten
empfana-n, wo-in er die Anstellung eines
General Likittenaitts, welche das Kommando
der repulairen T» Uppen und Freiw lligeu
gegen Meriko zu ubei nehmen habe, und eine
Vciftärfitng der re iuhirrit Sirmee anemp
fehlt. Hr. Weficotr übergab enienBefchluß,
in elcher aui.euommeu wurde, um den ena
lischeu, französischen und spanisch £fsi$ierei,,
weh: e bey dem Verlust der .^riegobn.'g So
mers unHern braven Veitren so wichftgeDien
ste leisteten, in zu pasiircndni Beschlüssen
Dank abzuflatteu, worauf ned) eine erecit
tive Sitjung oehalreu winde.
Im Haufe der Representanten wurde eine
ähnliche Botschaft lvie e im Senat einge
reichte empfangen. Hierauf beaab sich das
Haus in eii er Comn-iitee des Ganzen und
lebartirte über die ll fur die Veime' runa
und besscic Crgfi'iisirmif, der Armee die
Anfi'chtnng von 10 iUhfclid eiiRoamtcnfeni
je. M'hrere Herren sp ach.u ihre Ausich
»en darüber aus. Herr. Johnson, von Ten
lussee, hat Morgen die ftlur.
a s I a 1 8 4 7 a S e n
begonnene Jahr zeichnet sich durch mehrere
Euicnbciten au?, welche aber, laubische Per
euen verhängnisvoll betrachten mochteii.
Dae Jahr fängt mir einem Freytag an, und
endet an einem F.ey'ag—von Manchen als
ein unglücklicher Tag betrachtet. Der 4e
july fallt auf einem Sonntag—sehr nnglück
lich. Bur ersten mal. "in so weit sich ältest
enieute zu eiriui ern wissend haben wir der
Jahr feinen Vollmond in. Monat Februar
—uiNilicklicher Mond. Auch riebt es hier
Lande keine sichtbaren Sonnen—oder
Mond Finsternis dies Jahr—unglücklich
für die Srerngncker. Daaegeu find wir a
ber im Icnncr mit zwey Ve llmende geseg,
net, und im Marz ebniialls mir zwey,' rie,
'st ein e.li'cklicherUmstand, und wird vielleicl
L'cht genung ans die dunkeln Züge des Jahrs
werfen, um alle bdfe Vorbedeutungen* zu
icheuchen.—(Han.
Ein verabfchiedeter Soldat von Kaptain
Kerns Eompagnie Loni5ville, hat dorthin
von Monterey ein Panzerthier Armaditt)ge
bracht, das er gegen eine Vergiitima sehen
läßt. Es soll dies das erst lebende Erem
plar
stm, daS nach Louisville gebracht wur-
Höchst wichtige Nachrichten von derArmee
Mexiko, der Golfflotte, Santa Fe zc.-—©an'
ta Anna mit W-,bis 30,000 Mann im An
mar)che Beabsichtigte Räumung Saltil
los durch unsere Truppen Erklärung
des mer!kanischenEongresses,denKrieg fort
zusetze» Große Aufregung amRioGran
de—eine Krisis nahe!
Der Dampfer Lirginia^ mb die 8rii»ö
„Empresiario" sind foe den (der Erste re via
Brazos St. Jago, von Tamp co in Nero»
Orleans angekommen. Die mir denselben
eingegangenen Nachrichten sind von der au
ßeroidenilichsten Wichrigkeir und entscheiden
dieFr ige, daßvorder Dandan fei
ne E i e ll u n e e i u s e i a.
k e e n
z
Häfen gebracht
weiden.
Von Hamburg ans wird versichert, daß
oer Zollverein die Aufkündigung feines über
traget* mit England beschlossen habe.
e i^ o z u e n fe n i st!—
Von S a i ll o war am 16. December
eilt Eonrier in Monterey angekommen, wel
cher die Nachricht brachte, daß Santa Antra
ait der Sp tze von VO, bis LOMO MannSaa
Ll'nis^de Porosi verlassen habe nnd nur noch
drei Tagemarsche von Salr llo eit fernt sey.
Der Eour er war znaleich Träger einer De"
petuhe an @eu.
pcnverftär
tee bütte am 15
©en. Taylor, in welcher umTrnp
kit'?( Nachgesucht wird. Der Letz
Monterey verlassen, un»
l.ch feiner zwei Tage vorher nach Victoria
abmaichirten Armee Division anzuschließen.
Gen. Buttler, Eominandant Monterev'6
landte sofort Truppen Requisitionen nach
Gen. Mars hall in Eamargo und Gen. Pat
terson iu Ma ta moras ab. Der Letztere woll
te cbt'ii nach Tair.pico abgehen, stand hier
von nach Empfang der Nachrichten vonMon
tery jedoch ab und traf Anstalten, nach letz,
term Platze aufzubrechen.
Der in Mat a moras von Monterey ange
kommene Courier berichtet, daß er auf dem
Wcae zwischen Camarno nnd Monterey vier
früher von Gen. Marsch -ll requirirteuFrei
willmen Regimentern begegnet sey. Der
Weg j^wisechen Camarno und Monterey
wird für einzelne Reisende durch um her strei
fende Rancheros unsicher aemacht. Noch un
längst winde vou den Letztem ein Armee
Train angefallen, die Angreifenden jedoch
zurückgeschlagen.
Die bis jetzt von Salu'llo und Monterey,
in Matamoras eingegangenen Nachrichten
sind noch unvollkommen, übrigens zweifelt
mau nicht, daß dieselben wahr sind, hegt je
dech die Hoff uug, laß innere Truppen zei
tig oeitng in Monterey couceitriit werden
können, um Santa Anna mit einiger Aus
sieh auf Erfolg zurückschlagen. Man ver
läßt sich dabei viel auf militärische Erfahrun
gen des Gen. Worth, dessen Hauptaufgabe
vor der Hand sey, bis Gen. Taylor seine
Forcen in Monterey covccntrirt bat. Es ist
ohne Zweifel Santa Anna's Absicht, ivifere
Annee-Abtheilungen einzeln anzugreifen, ein
Vorhaben,welches ihm jedoch hoffentlich nicht
gelingen wird.
Der N-O. „Evening Mercury" enthält
zu Obigem noch folgende ihm von Matanto
ras durch einen Ccrrcspondenten gewordene
Berichte „Heute Morgen (den 26. Dez.,)
am 11 Uhr erhielt Gen. Iesiip Depetschen
welche ihn vermochten, sofort nach dy-Mmt«
billig des RioGrande aufzubrechen. In dem
Rio Grande Gebiete herrscht augenblicklich
eine ungeheure Aufregung. Unsere Milttair
Poilen in Mata moras, Camargo und Mon
terey, sowie (ammiliche sich hier aufhalsende
amerikanische Bürger bereiten sich zum
Scl li^msteu vor. Vn schiedeneReisende sind
in den letzten Tagen abgeschnitten und ohne
militärische Begleitung kann mau sich nicht
auf die Landstraße wagen. Bei irgend einer
Znrnckschlagnng innerer Waffen wirb sich je
der v' erikaner im Rio Graul.e-Thale gegen
uns erheben!
Der Alcalde von Matamoras prsphezeih»
te bei einer frühem Gelegenheit, daß Gen
Santa Anna uns am We'hnailitsragc an»
a reifen würde. Sollte eine Schlacht statt
finden, ehe Gen. Taylor sieh mit den Trup
pen in Salttllo vereniiaen kann, fo dürfen
wir eines der blutigsten Treffen erwarten,
welche unsere Slagge vielleicht Je gesehen
hat.
Die N O. „Delta'' enthält anfcheinend
fpäieve ?l'achiich:en von der Armee, wie bie
obeuniirgeiheilte u. biefe geben bie Hoffnung,
daß sici) die amcrif mitchcn Forcen zeitig ge
uug zur Bewegung S.fnra Anna s einigen
werden. Dieser Bericht spricht auch nur von
15,0C0 Mann, womit der Einbeinige im An
mar (che Es heißt unter ändern in der„Del
ta „Kapt. Brown vom Schooner „Robert
Mil's" e»fuhr von Kapt. Todd von der Ar
mee, daßScnlaAnna sich an der Spike von
'5,0(10 Mann nur noch 4Zagemarsche mehr
von S^l-illo eii frrnt befinde, und baß Gen.
jVoi t!, unfähig geeennt er einer fo starken
Macht seine Position zu behaupten langsam
auf Moumry U"ückf lle. Ein Hr Fowler,
direkt von Sal illo, welches er ant 7- Dez.
vertieft, iu New-O' leans aiigekommen, be
ncl tet, de am Tage vor feiner Abi eise von
S. Gen. Worth'tV Spione tie Nachricht ge
bracht, daß Sanrs Anna sich mit ungefähr
15,C0Ö auf 3 bis 4 Tagesmärsche (0aU
tilio genährt habe. Gen Worth saubre so
gleich einen Courier an Gen. Taylor, denn«
nach Victoria unterwegs, ab, welcher den
Letztem tu derselben Nacht um l! Uhr erb
rachte und vermochte, am kommenden Mor
gen um 3 Uhr zwei Freiwilligen Regimen»,
ter nach äaltill^ abzuschicken und Anstalten
zu Neffen, ihnen so schnell wie möglich mit
e.ttvn bispmtbeln Truppen selbst zu folgen.
Gen. Taylor beo.te die Ueberzenguug, vor
Santa Anna in Saltillo einzutreffen. Gen.
X- würde dann 10,000 Mann unter feinem
Ceinmanbo haben, eine hinreichende Macht^
Gm. Santa Anna am Vordringen zu oer-.
hindern.'
Noch eine andere Nachricht sagt, daß Gen.
ivool bis zum eintreffen Saut«» Anna's sich
mit Geil Wo.rh v-reungt haben wurde-,
Gen. Wool bcf.mb siefr nach den letzten Be
lichten 115 Meilen westlich von SoliiLo
Parras, Geu. Butter mit 000 Mann til
outerey iiubGen- 9Borth hatte 700Ä!ani^
SflUtUo« Vtte Hülse steht von Toylop
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