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Ohio Staats-bote. (Canton, Stark County, Ohio) 1846-1851, February 17, 1847, Image 2

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Neumlndzwanzjgster Canareß.
Jan. 2T. J847
Im Senate berichtete die (5ommittec für
Privat-Laudaussprüche einen Beschluß ein,
der vomPräsidenteu verlangt, die auf den 8
Min angesetzten Landverk^nfe in Dubuque
Verläufig cinzitiiflleii.
Die Schatzemtuotenbill wurde zu n dritten
Mal verlesen und pasfute mit 42 gegen 2
Stimmen.
Nun fam der Beschluß des Hrn. Cilley,
nach welchem die Trnvyen ans Meriko zn
rnckzezogen we.den sollen, itt Bnathutig.—
Hr- Eilley gab darüber einige Erläuterung
en und sein Beschluß w.ntdcrtc mit 44 ge
gen 0 Stimmen ans de Tisch.
Hr. Atchison hielt eine Rede über sein
Amendment titr Armecbilf, inch dem 10
M^ttnciner Freiwillige und nicht ft'ciiulärr
ans gehoben werden sollen. Die Hrn.Green,
Dayton nnv Iarna.'1'n setzten die Debatten
darüber fort, bis der Senat (ich vertagte,
ohne zu einer Entscheidung kommen zu
sein.
Das Heus ?rnpfing verschiedene Mitthei
lnngen von den erecuiiven Dpiitemeuken
Uber den Stand ihrer Angelegenheiten, und
beschloß auf den Antrag des Hrn. King von
Gr., daß der Präsident für die Crfr icr^ und
Seeleitte der frattznKchrit, spanischen und
englischen Kriegsschiffe, tie bei Nel.'nng der
Mannschaft von Oer v-'riniqlncktenBrig 0o
mers so eoelmülbiaen Bestand leisteten, gol
dene Medaillen prägen lasse.
5)r. (5V avis bat einen Beschs»st an. nach
welchem der Präsident avtgvfolgert
dem jroufe mitzn'he.len, ob die Ver. St. ir»
gend einen diplomatischen Agenten in Mexi
ko haben we-n nicht, zn welcher Zeit der
selbe aufhörte, wenu aber, wer er sei und
welche Entschädigung er erhalte. Allein
das Haus weigerte sich, dieOrdnungsregelu
zu fu'pcnfcireti, um den Schluß zu empfang
en-
Hr. Houston beriet tete eine Pill wegeuAp
propriationen für da 3 Postdepaitcineut ein.
Sie wurde zweimal verlesen.
Die Bill, nach der Freiwillige und Regu
läre eine SclterhiMuuh] und ein Geschenk
an Land erbalren sollen, paiiutc in ihrer
A'.ncndutcu Form mit 17' gegen :8 Stim
men.
Hr. Schenck verlangte nochmals Suspen
ftoa der Regeln, um feinen Beschluß wegen
Zurncknehuiia der Truppen aus Meriko auf
das btfliche lifer des Rio (brande einbringen
zu könne!? wis das Hans mit 350 gegen^.8
Stimmen verneinte.
Den beiden Amendments des Senats zur
Schatzamtnotenbill gaben dieReprälentanten
ihre Zustimmung, worauf sie in Committee
des Ganzen die Marine AppropriationobU
vornahmen und darüber bis zum Schlüsse
der Sitzung debattirte».
sffch
ID 'Ih,
Jan. CS.
Zm Senat wurden die Beschlüsse deiVer
wont'schen Gesetzqebuna geqen den Kiieg it.
die Erwerbung von Scl tvengefcicfrn iiier
reicht, imgl eine Denksl rif pennsnlv.Bür
ger, welche ihre Dienste in merit. Krieg an
bieten Ii
Hb nm Beihnife behufs Gründung
einer Eelonie in Oregon bitten.
Die Committee des Seewesens bringt ei
lte Bill ein, behufs Iv.tumg von vier
Dampfschiffen. sy. Riles beantragt eine
Erhöhung der Zollsätze, um zu ten Kriegs
kosten jät^rl'ch 5 oder 10 Millionen zu ge
winnen.
Zu der Zehn RegimenterBill wurden mie-
ber mehrere Amendements gemacht, theils
verworfen theils qebilligt, aber die Haupt
fache noch nicht entschied'.'!?.
Im Hatv'e wurde der Schluß der Debatte
über das Marine Bndjet bestimmt dann
aber entstanden wieder allerlei Formstreicig
kciten die bis in die Rächt hinein sortdaner
ten ohne darüber zum Schluß zu kommen,
geschweige denn zur Hauptsache.
Jan. £9.
Im Senate ging von dem Herattsf.chci
einer Zeitung ans Cincinnati die Bitte ein,
ihn zur Bildung einer Lomp.^inie zu ermäch
tigen, behnfs Ansdehnnnst des magnetischen
Teleqraphen nöer den atlantischen Dceait.-
An die bestaun6 Cemmittee iibermeisett.
Bei der Wiederaufnahme der Zehn Regi
menter ll sprach sich Hr. Beuten ce^cn die
Land Anweisungen ans. weil solche zu er,er
nten Sveculalionen fuhren und i5oraya: itv
en ill's Leben rufen würden, welche Agenten
der Armee nachschieben, rm ten Soldaten
ihre Landrechte a u schachern. Es sein: so
par jetzt ül:en de^g'eichen Eonipagnien in
Philadelphia er/stehend. Rau» f^hhAf.vrD:
batte wurde v
beschlossen, es in d:eWill-
kuhr der Soldaten z.i |7atf der 160
Acker Land SIGOtu fechjZprocentigen Stocks
zu nehmen.
Die Entschiednng über die Bill selbst ist
noch immer nicht ertolqt.
Im Hanse wurde dac-MariiteBudjef, über
weiches man TaqS jtuvov bis Abends IT).'
Uhr debattirt hatte, abermals vonjenommen
und die allgemeiiu'Delatle in der (jennurtre
des Ganzen endlich neschloss-n, und über die
Amendements abgestimmt und die Verwilli
flung von $250,0C0 zu einem schwimmenden
Dry Dock in Pcnsacela, so wie von $*00,
000 für Decks in Kittery und Philadelphia
—jedem zur Hälfte—genehmigt, letzteres
Amendement mit V8 gegen 81 Stimmen.—
Der Seeminister fell tiePläne dazu fertigen
lassen.
Hr. Cocke von Tennessee beantragte eine
einstimmige Danksagnng an General Tay
lor.
(Balt. Dem.
'&*% t4m (Ohio).—Ein fettes Ccbwein
in einem Federbett. Während der ^htth
vom Freitag ward ein Haus von feinen
Einwohnern verlassen. Rcicbdeni sick die
Wasser verlaufen hatten und sie in ihr Ha
its
zurückkehrten, entdeckten sie in ihrem besten
Federbette ein fettes Schwein, das behaglich
schlief. Es hielt schwer, das Thier ans dem
warmen Reste zu treiben, welches bei der
unwillkommenen Störung seinen Unwillen
durch eilt zorniges Grunze» zu erkenne« gab.
Kriegsberichte.
Der rechte Fluxet deoPaliuetto Regimenst
der Freiwilligen von ^ntcarolina, etwa
400 Mann, ist in Mobile efngrfressen und
wird sich vou da nach dem Rio Grande ein
schiff.-»!. Diese Truppen werden sehr ge
lebt.
Das Areiwilliqen Regiment vonLouisiana
unter Oberst DeMnssy und has erste penn
syivainsche Reginieni unter OberstWynkoop
verliefst'» am 5 Iannar New Orleans in
6 Transportschiff n, nm nach dem Kriegs
schauplalze gedrawt vi werden. Das zwei
ie ^eiinsyloanische nnd das Mississipvi Reg
iment feilten binnen wenige» Tagen fol
gen.
Der Der. St. Schooner Eudora segelte
von Bra os Santiaao am 12 Jan. und traf
am 17- in Ren O leans ein. Hr. Hammond
in ihm als lleherbriiifer von Depeschen des
'Leu. Taylor an d:e Regierung in Wash
ine. ton.
(Wen. Scott befand sich am 12. Jan. in
Bra^os und beabsichtigte cimne'Tofv daselbst
tu bleiben. Er hat einen Erpressen an^'en.
Tavlor geschickt, nm ihn mitjutheileit, daß
er in Tairpico cder Bietoria vi ihn zn sio
sien beal sichtige. Der Erpreß war bctmAb
gange ter Eudora noch nicht zurückgekehrt,
tvcfchalb auch späteve Räch rich ten ven der
Armee frliren-
Eine Division von 5.C00 Mann, ans ver
schiedenen Trupp nga.'tttngen gebildet, ist
von der mexikanischen Häuptarmee abge
schickt worden, um den Paß von Tula zn be-
Die Zahl ter Schisse, welche von der Ber.
St. Regiernng in Re'.v-Orleans für ten
Kriegötranspoit kindlich o.ennethet worden
sind, belauft sich anf °-5. I' re Micthzeit be
träft 3 Monate, wofür jedes $15,C00 bis
•-'2,000 erhält.
(General Du
it man langte am 9 Jan. mit
seiner Hcerab.h. lnng von Pictori?. in Tarn
vico an. Oberst Kinney am ivi. allein ohne
irgend eine Begleitung, ohngeachtet der Un
sicherheit des ÜVegcs durch die in Masse um
her streifenden mexikanischen Rati che res nnd
Baiiditen. Die 0'eneräie Wool, 'JVorth it.
Butler waren noch mit 6000 Mann des
Hauptkn ncs ter Armee n Saltillo.—Am 1.
Jan. wurde Oberst May mit feinen Drago
nern von Gen. Taylor znr Recoa.noscilnng
in den Bergpasi nviscken Monte Morales tt.
Labradores geschickt, und trafdort anf einen
starken feindlichen 5erhaufen, ter ihn zum
seh kenn lasten Rückzug :wang, feinen Nach,
trab abschnUt und gefangen nahm. Von
T.'inpico drangen nach K-nncys Ankunft
1000 Mann gegen Victoria vor, nm die Ver
bindung mit dieser Stadt offen zn erhalten.
Die Generale Tavlor, Patterson, Pillow u.
Twiggs sollen in Victoria eingetroffen sein.
i e n s e ii ch t.— Ein von
New-Orleans in Washington ante fem me
lier Herr, soll das kaum glanbliche und in
mancher Hinsicht doch glaubliche Gerücht
re- breitet haben, daß ein Eouricr Santa
Annas die Rnchrimt nach Saltillo gebracht
habe, ..der mexikanische Eon^reß sei bereit
innre Friedensverschläge tnrch einen Verei
nigten Staaten Gesandten an.ulnchinen."
(Balc. Dcut.
S e k i e s E e i n i -M o
n n S e st o d! !—Eine schreckli
che, herzbrechende Scene ereignete sich am
'9ten Iannar im Hanse des Hut. Harnten
Barkley im Town Reversink, SuUivan Eo.
dieses Staates.
Hr. Barkley und Anna, feine Iran, bat
ten 4 Kinter, deren ältestes ein Knabe von
sechs Jahren ist, und außer diesen besaß 5e.
Barkley noch eine Tochter erster Ehe, Ra
mend Amy. elwa 11 Jahre alt. Gegen Un
tere hatte die Stiefinntler seit lange gehäsii
ge ("cfuhle gehegt, nn? da^ Kino demnach
nicht immer fo behandelt, wie es einer Mut
ter zusteht. I» litzter Zeit empfand sie da
rüber Gewissensbisse und der Gedanke, da
durch der ewigen Gnade verlustig zu gehen,
bemächtiatc sich ihre Seele.
Am Morgen des "9tcn verließ Hr. Barcf
ley ft v' zeitig sein Hans, um ui einem etwa
eine Meile entfernt wohnenden Rad bar zu
fifhen. Als er sich bei seiner Rückkehr von
da seiner Wohnung wieder näherte, lief sei«
Knabe weinend mir dein AnSrnf auf ihn zu:
„Die Mutter hat Amy und sich selbst mitge
bracht Er traf .i sein Hans nnd fand fei
ne Frau und Tochter mit ttird-fchiiitteiicm
Hälfe blutend am Boden des ?i,nmers lie
(irr. An"enbildlich lief er zn sein u Nach
darn, macht? Vämt nnd als sie zurückfanrn?,
fanden sie beide Unglückliche todt, umgeben
von einer Lache errmienen Bliues.
Der Knabe jagte ans, dv.si Amy aufstand,
sich aiikieidete, und nach der Ecke des Zim
mers ging, nm ihre Haudschu! e zu holen
ihr Mntrer faste sie mit einer Hand bei ter
Gurgel nnd würgte sie,-das Mäcck en schrie.
Seine Mutter nahm mit der andern Hand
ein Na firme sj er von einem Gesimse, cffnete
es mit den Zähnen, der Knabe sprang nach
dem Rasirmefser, die Mutter aber stieß ihn
zurück und durchschnitt mit dem scharfen In
ünmintt Amy's Gurgel. Der Knabe faß
te nmtdas jüngste Kind in seine Arme und
wollte zur Thüre hinaus, seine Mutter
svrang ihm nach und befahl ihm, zu bleiben.
Er sagte ihr, der Vater käme, sie trat an's
Fenster, sah ihn, ging dann weg und schnitt
sich mit dem noch in der Hand habenden
Messer selbst den Hals durch. Sie sank leb
los zu Boden.
Der CorouerS Ausspruch, nach «ehalte
ner Untersuchung lautete dahin, daß Amy
Barckley von ihrer Stiefmutter ermordet
worden fei, und letztere Selbstmord beaan
gen habe. (Buff. Tel.
In New Nork hat sich eine aus Schweib
ern, Franzosen und Belgiern bestehende
Freiwilligen Compagnie gebildet, die ihre
Dienste de« KriegSwinißdr antragen will.
E i n e s e e n e a i e.-Jn Lan
cashire in England lebt ein altes Ehepaar,
dem 20 Kinder geboren winden, von denen
die eine Hälfte Jinaten, die aiterre Hälfte
Matchen waren. Es fanden in differ Fa
nnlie an ein und demselben Tage zwei Ge
burten, ein fliiDmral zwei Btgrabmsse statt.
Die sehr briahrte Familien mutter hat ein
Bein. Das Hölzerne, was sie trägt, ilt ans
dem Stan,nie eines Aepselbaumes gefertigt,
den sie selbst aus dem Kerne gezogen bot.
französischer
erzählt tit feiuer Abhandlung nber die Ehe
von einem Franzosen, der
Instinkt eines Hnndcs.— Mr. Iisse er
zählt in seinen eben erschienenen (Aiicltotm
ven Hunden) folgenden Vorfall, den wir
seiner Originalität wegen hier mittheilat.
Em Gentlemann besucht, begleitet von einem
enormen Wolfhilde, der letzte seines Ge
schlechts, zu Dublin ein Kaffeehaus u. trifft
dort einen andern Herrn, welcher den Hunt)
liebkosen will—Der Eigrer rieth ihn jedoch
dies zu unterlassen ta der Hund jeden, der
ihn anrühre, anfiele—Trotzdem geschah es,
und zu nicht geringem Erstannen, ließ es der
Hund ftibig geschehen.— „Sic sind die ein
zige Person", begann der Himtbcsitzrr, „von
welcher sich der Hnnd bis jetzt hat anfassen
fassen. Darf ich nin Ih.en Namen bitten?
Der Gefragte nannte ihn (er war der letzte
Sprosse jeinrtf Geschlechts nnd stammte von
einem der irländischen Könige ab. ,,Jch
trmnd:re mich nicht", begann der Crigcittbu
rner des Hundes von Neuem, „üb*r die Hul
digung, die dieses Thier ihnen darbringt.—
Es erkennt in Ihnen den Abkömmling eines
im fr er ältesten Geschlechter, die ehedem aus
schließlich diese Hnnderace besaßen, und der
bewnttderungswüldige Instinkt dieses Thie
res kann von mir nicht mißverstanden wer
den."— (Buff. Tel.
a tt ff'i Verbesserung des Telegraphen
hat sich iii Albany erprobt. Der Telegraph
schreibt in Buchstaben, nicht in Zeichen', und
kann in deifelben ?eit wenigstens die dcppkl
te Artfit tiefern, die mit der Morse'schen
Maschine verrichtet wird.
Hr. Elade giebt an, daß sich Ken
tucky 90,000 Personen befinden, die weder
lesen noch schreiben körnten* Es wäre deß
halb wohl nicht überslussig in diesen „Van
"erstaal des Whigthums einige demckratik
sche Schulmeister zu schicken.
e st o e n am Lten Januar zn Roy
alten, Eujahoga County, Ohio, Hr.
I
o n
S heperd tu dem hohen Alter von E i n
u n e u n a z e n I
a e u 9
Menateu und lg Tagen.
Dieser alte Veteran war am Igten März
1728 in der Nahe Philadelphia's geboren,
nahm im Jahr J776 Kriegsdienste nnd focht
tapfer mit in den Schlachten von German
town und an der Brandywine. Noch dem
Frieden lebte er zuerst int Staat Pennsylva»
nien, dann in New-Aort und den Rest seiner
Tage verbrachte er bei seiner Tochter in
Royal ton Ohio. Er erfreute sich, bis auf
wenige Jahre vor feinem Tode, einer dau
erhaften Gesundheit. Friede seiner Afche 1
u n n e u n e e e e e
—Die Brittania berichtet über den Plan ei
nes Herrn de la Haye, eine Eisenbahn aus
dem Meeresgründe anzulegen. Er macht
nämlich den Vorschlag, ein ungeheures Ei
fenrehr herunter zu fenken, welches durch
arbeitcr in der Taneberglocke zusammenge
schmiedit werden müßte. Wenn dies ge
schehen, so müßten die Schienen darin ange
bracht werden und die Locomotive keine un
gehindert fahren. Seine Theorie beruht
nämlich darauf, daß die heftigsten Stürme
nicht tiefer als ^0 Fuß unter Meeresfläcke
emrfuuden würden, und daß der Druck des
Wassers fo das Rohr in feiner iage erhalt
en würde. Der Erfinder ist sehr enthnsiaf
tisch für feinenPlan, und tröstet sich mit dem
Gedanken, daß alle große Erfindungen an
fangs Gegenstand de# Spotte# wate«!
Arzt
in
seinem 99üen
Jahre die zehnte Fran heirathete n- Va
ter von lv- Kindern war. Ein Anderer
Ramens Paar, beirafhete
in
seinem 102
Jahre nnd kam noch 48 Jahre später weqen
einer Liebschaft in Untersnchnng. Dieser
merkwitrdige Mann überlebte neun Köni
ge von England.
In einer Grocerie zn DntNfy, Ikkin., ge
riet hvit zwei Leute, Nairens Vance u. Har
nes miteinander in Streit, wobei dieser 'je
nen einen Lügner nannte. Vance stürzte
mir gezogenem Messer ruf Harneß zn, der
sich mit einem Schüreisen rertheidigte, zu
gleich aber hinker den Neunter sprang, um
bad Messer zu vermeiden. Einer der lltiv
stehenden trat jetzt dazwischen, konnte j.doch
nicht verhindern, daß Vance dem Harneß
mit trm Messer eine tiefe Wunde beibrachte.
Der i'nnge Mc nn sprang endlich, obgleich
verwundet, nber den Eonnter, und floh, v.
Sauce verfolgt. Noch in der Thür suchte
Harness seineu Verfolger durch Streiche mit
dem Schüieisen, wiewohl vergeblich auszu
fallen. Rachcern der Verwundete etwa 40
Schritte gelaufen war, suchte er sich einer
besseren Vertheidiguugswaffe zu bemächtig
en, wobei er jedoch, zu Boden fiel, nnd nun
stürzte Vance mit dem Mess.'r nber ihn her,
nnd brachte dem d'ef. üeiieii mehrere Wun
de« bei. Jetzt bat der junge Mann nm sein
Leben, und auch ei«? Frau, die darüber zu
kam, legte Fürbitte bei Vance ein. Dieser
jedoch begierig, sein Mordwerk zu enden,
druckte wohlnbei legt den K pf feine? Opfers
zu Boden und stieß ihm das Messer lief in
die Kehle. Harueß starb etwa vier Sum*
den darauf, während man den Vance sogleich
ergiiff nnd in das tiounii) Gefängnis} brach
te—Harneß war ein junger Mann von U'J
Iahren. Vance ist £8 Jahre alt, Vater ei
ner zahlreichen Familie und in der Umge
gend als ein verzweifelter Charakter be
kannt.
Jnnqe Weiber beklagen sich bänfri, daß
sie zn schwach seien, ihre Si ube zu iet euer n,
einen Mittag zu kochen oder ihr Bett zu ma
chen.—Dabei ist es abcr'vdlfcmmen auf
fallend, daß diese schwachen, flaqnilen deli
katen Frauchen, Abend fur Ateno in Gesell
sch.ifteu und auf Bälle gehen und cft bio an
teil lichte» Morgen fvringcu u. tanzen ken
nen. Wenn zu solchen Platzen eingeladen,—
da hört man keine Si'be von Schmerzen in
der Seite, Kopfweh oder Schwäche.' (ib.
Der liberafe deutsche Schriftsteller Georg
Feilt, welcher in Deul jchla ud und ter Schweiz
von den Gewalihabern anhaltend veifolo.t,
endlich in Amerika ein Zl'yl grfuiidrn hat,
hält gegenwärtig in Philadelphia Vorträge
über Stellung der Deutsch-Amerikaner zu
ihrem f-üheien deutschen und zu ihrem jetz
igen nordanierifanischen Vateilante, fo wie
auch "über dieEnlwickelnng des bürgerlichen
Lebeus tu Deutschland seit 1830."
Ewig wahr bleibt das Sinnbild—fagt Hu
feland--deu Menschen als den Reiter eines
wilden Pferdes sich zu denken einen ver
nüiif iqen Geist mit einem Tl'icie vereinigt,
das ihn tragen und mit der Erde verbinden,
aber von ihm nun wiederum geleitet und re
girt werten sog. Es zeigt die Ausgabe fii
nes oanzen Lehens. Begeht sie nicht darin,
tiefeThierheil in ihm zn bekämpfen und der
hbhorn Macht unterzuordnen? Nur dadurch,
daß er sich h'eo Thier unreinirfr und sich
möglichst unabhängig davon macht, wird sein
Leben regeluiäfiia, vernünftig, sittlich, und so
mir wahrhaft glücklich. Laßt er trm Thier
die Oberhand, ft geht es mit ihm durch, und
wird ein Spiel stinei Launen UNdSpiUNge
biß zunt tödlichen Sturze,
Die Geschickte aller Staats« mid Belker
beweist, wie oft große Wii klingen durch klei
ne Ursachen veranlaßt worden sind. UV er
setire glauben, daß der abgeschorene Bart
Lndwio.s 7, von Frankreich die Veranlassung
dreihundertjähriger Ktiege geworden ist?—
Dieser Umstand ist solqender Der benann
te König hafte 3,500 Meuchen ans der
Champagne, die sich in die Kirche von Vitry
gefluchtet hatten, verbrennen lassen. Er
empfand darüber bald eine fo grosse Reite,
Peter Lombard, Bischof von Paris, kein an
deres Mittel sah, ihn zn beruhigen, als ihm
vorzuschreiben, seinen hübschen Bart zniVer
sdl nnng seiner Schuld abzuschneiden. Der
König gehorchte, nnd der Prälat verrichtete
bei dieser Gelegenheit selbst das Amt eines
Bartscherers Seiner Majestät, welche da
rauf vollkommen beruhigt wurde. Aber der
Königen Eleonora von Guyenne gefiel das
bartloje Kimi ilnes hohen Gemahls nicht
mehr, und sie l'eß sich von ihm scheiden,
nahm ihre reichen Erbgüter wieder zin itef,
nnd vermählte sich bald darauf mit Heinrich.
Herzog der Normandie, der später den eng
lischen Thron be ft ira. Er bcfrt'eate Frank,
reich und war glücklich. Seine Nadfo( er
setzten den Krieg mit geringereinErfolg w' t,
der bis unter Karl 7 ianevte, wo die Eng
länder gänzlich geschlagen wurden.
W u n v e e i s u n e n e S e l
e a e n—Die letzte Botfef aft des
Goüvernenrs von New Aork wurde in wen
iaer als 3 Stunden van Albann nach New
?)ork wörtlich telegraphirt. Auf einen
der von Buffalo, Albany, New und
Philadelphia nach Pittsbnra qefandt wor
den war, erhielt m«n in Buffalo ?wci (Stun
den nach Ahftndnng desselben Antwort.—
Brief und der Antwort hatten eine Strecke
von ueunzehnhundert Meilen zurückgelegt.
n in—Imletzten Jahre beirathefeit in
Lowell -50 in denFabriken beschäftigteMäd
chen, nnd 165 sind derzeit im Begriff ein
Gleiches zn thun. Die scheinen nicht zn
fürchten unter dem neuen Tarif verhindern
zu müssen da sie künftig zu zwei leben «ol
le».
a n e s -R u i i i e N e w A o k e
Zeiinnaen klaqen fast allefammt nberH a li
fe e 1 s N o h. Diese besteht aber jetzt da
rin, daß es überall an Zeit, Händen und
Trailfperimiffcfli fehlt, um den überhäuf
ten Handels gesel ästen vorznkon inen.
Sch'ffe haben volle Fracke, lange vor ihrem
Abaange. —Der „Orford" welcher gestern
auslief, nahm nicht einen einzigen Passagier
mit, sotidern hatte die Eajiite mit amerikani
scher Schlosserwaare angcfüllt.-Dcr „Mon
te^nma'' welcher am lstctt März segelt, hat
bereits volle Fracht gesichert. Sc! wergela
den ging gestern der „Sci'witzerland'' nach
London. Das neue Schiff „Eonstitntion/'
hat dem Vernehmen nach eine Fracht, die es
auf einer Fahrt halb bezahlt macht. Nur
ter „Henry Elay welcher den abgehen fell,
ist noch nicht ganz voll.—Merkwürdig, wie
das Unkengehenl der Baalsprepheteti in ih
ren Pfützen sich verhält jit die fem regen
Treiben in den Häfen des Weltmeers
(PH-
Brief
D.
91 ii i
n be* 3 tt u st i e. Wir teil
ten oben einiqeData mit, wodurch dieBaats
Phropheten rncksichtlich des 5)'a n e s
u i n, den sie als eine unausbleibliche
des Tarifs von 1846 verkündigten, Lngen
aestraft wrrden. Sehen wir uns nun nach
den Fabriken und Manufacture« um, ob
der verkündete Ruin der Industrie sich etwa
bewahrheiten mogte, so finden wir auch
hiervon gerade das Gegemheil.
Man hört z. S3, nicht, daß Fabriken ein
gegangen wären. Die Stocks der meisten
Compagnieen in den eftlichen Fabrik-Staa
ten stehen Übet Pari, ihre Fabrikate finden
nach wie vor reichlichen Absatz nnd täglich
entstehen neue Anlagen zu einträglicher
Wirksamkeit.
In der Massachnsetts-Gesctzacbung wnr
den am vorigen Samstaq folgende Bills
ein berichtet: Incorporation der Ste ckpon
Baumwollen Dampf Mühlen, mit einem
Capital von $400,000 Incorporation ven
Wrigg'# Eifeu-Eowpj Ä. Lauesboro' mit
S 30'),003 E ipiral Ideorp nMtioii 6er
well G'siinvNell-B'rstcherunqS Eimp mit
einem iSjpttal v^n 200,000. Lauter Be
lege zu dem prvpbqnbetfii U tterqanqe der
Industrie Die letztere Euirichtuna ist
Oleich eine iiitressuite Speculation, etnti»
£bei[ des Lohns der Fabrikarbeiter in die
Taicheu ter Fabrikherren, oder reitbWW
Speculanten zurück zu manövriren.
PH. D.
Ein patriotischer Whiq, Richter Brecken
ridge von Plttsburg, der sich früher aege»
die Einverleibung von Texas erklärte, ver
offeiill'cht jetzt folgende Aenßerung-n :'„Ich
habe t'ül I ir die Ehre meines Vater
landes und hoffe auf Erfolg ur.frcr Waffen.
Uusre Sache qeqeu Mcrifo ist aerechr, den
Leras war bifuat, sich anzuschließen und
Mer fo har unfte
Fl
iedensanträge auf einr
treck e Weise zniitefgewiesen. Es ist nicht
abzusehen, wie nnsre At ministration den
Kriea hätte vermeiden können, ohne qewisse
Punkte anfzual ben, die sie doch nicht aufge
ben durfte. Eben so nnverineidllch war die
einstweilige sitznahme Californiens oder
anderer Gebiete, um Kosten-Ersatz und (Jnt*
schädigunq von Mcriko zu erzwingen.
Das lautet doch etwas vernünftiger, alA
die ekelhaft dnmmen, oder Heuchlerische fak
scheu C^puziuaden!
PH.
Dr. Fn'edr. 9i i e n ro 6 6, rtn achtba
rer deutscher Arzt in L'berty, T'oga Co. P|»
ging ant 22. Ion.- aus seiner WohnuiiA
weg, um in Little Pine Creek einen Patien»
ten zu brfnchrn. Er war znFnß und schln»
daher einen Diiehtweae ein, ter 12 Meile»
wert nech nnbehauef. und eine unwegsam#
Wild
mil ist. Einic Tage später erhielte»
seine Freund? zn Hans die Nachricht, da^
er bei dem Patienten aar nicht angekommen
fer. Seilt Bruder machte sich daher mit ei
nigen Personen auf den Weg, um ihn auf
zusuchen nnd fanden den Leichnam in einem
fchmaleit Thale ei Blackhouse Fork EreefL
(•auz zerfttzt. Da in der Waldung sich ncc£
rvilDc Di'inthfhierc aushalten, fo glaubt man
daß ihn ein Panther zerrissen haben möge.
Ph. D,
Gewitter und Eisenbahnen.
„Es ist eine bekannte Sache/ heißt es
den Brrl. Nachr., daß der Blitz nach dem?
Metall f'l'lägt. Nach dicferErfahntitg müß
ten gerade die Eisenbahnen und Locomotion
der größten Gefahr ans..esitzt fein, indeß ist
nech nie ter Fall vora.ckommen, daß ein?
Locomotive oder Eisenbahn vom Blitz qetrof
feil Winden wäre. Diesi Erscheinnnq ist werk
würdig und wichtig. Ihren Grnn hat (te
i ffenbar darin, daß dieEifeiibahiieii eine na
tiirhchf Leüuna für tie lektrische SpanunnA
abgeben nnd eine friedliche Veibindnng her
fh'itcn, fo daß es in der Nahe ausgedehnter
Eisenbahnen nicht le.cht zu ei tum Gewitter
kommen kann. Diese Erfnhriinn haben audfr
wir hier in Bei Im gemacht. Seitdc roir
nach allen R'chlnnglu mit Eisen strahlen um
geben find, hören die Gewitter auf, oder «er
den doch innrer seltener."
E w a s a n s e O n n n i e
Meichants nnd Manufaktur Bank in hiesi
ger Stadt hat bis jetzt die von ihr ausgege
benen sogenannten Reliefnoten an Zahlung#
Statt und als par angenommen. Am ver
ganqenenFreitag sehen wir jedech im „Com
mercial Jornal" an zeigt, daß die Baut
sich weigert, diese Note weder an Zahlung
noch alöDcpositen anzunehmen.—Was maK
die Uhrsache dieser Handlung sein? Wahr
scheinlich rechnet die Bank jo. Dieses Jahr
geht ihr Freibrief zu Ende. Ohne der Re
striktion tin Freibrief, daß die Steckhalter#
einer Bank mit ihrem Priratvermögeu fur
die Einlösung der Noten verbindlich gemacht
werden, will Gouv. Schunk keinen Frei
brief unterzeichnen. Einen solchen ÄifaP
wollen aber tie Bankl erren nicht machen,
nnd wahifcheinlich ans der Erneuerung de#
^reibrieftr nichts werden. Daher muß scho»
letzt der Druck und die Gewalt der Ban?
dem Volke fühlbar gemacht werden, um w»
möglich durch ihr Geschrei es dahin zn brin
gen, daßGouv. Schunk nicht wieder'erwähW
werde auf folche Weise wird von den Bau»
keu die Wahlfreiheit beschränkt und dasVolA
terselben beraubt. Warum sich dasselbe foj^
ches cefaUeii läßt, darüber kennte allerdings
eine gar langeEp'istel geschrieben werden,
kurzen Worten gefaßt heißt die Antwort Ob
ber: weil der Lnrns nnd die Sucht obnr
Arbeit bald reich ?u werden, so sehr in die
sem Lande eingerissen ist, daß ehrliches5^»»
dein zur Seltenheit gehört und auch went*
gor schnell zum Ncichtbtim fuhrt, fo opfert
das Volk gern feme Freiheit, um dafür deW
Mammon in der Gestalt von BanknoteW
anbeten zu können. Ein trauriger aber lei|
der ein wahrer Schluß. Pitts. Eo»r.
Mit Recht weist der Präsident ht feiner
Botfchflf daraus hin, daßMeriko einst, wen»
es zur Abrechnung kommen wird, die Koste»
decKneaes tragen muß. Wir beffen jedecG
daß tie Ver. et. nicht fo unbillig sein wetf
den, durch den Hrn. Webster die Rechnung
entwerfen zn lassen. Wenn der für jede«
Tag eine halbe Millionen gehabter Auöla
grn ansetzte, so konnte die Welt sagen, daß
tie
Ber. Staaten selbst mit Kriegen ew ach
tes Yankee, Spekualtbnchen zu treibe« ver»
stände».
W o i k e i t. Der brittische
Minister ^acfenhv.m bat dem Vernehme»
nach jur Minderung des Elends in Irland
$~0,GC0 beigetragen.
Hr. Ralph I. Ingersoll, »«fer Minister
'nRußlai.d ist nach einer Ueherfahrt von ei
nem Monat, auf feinem Weqe nach Peter#*
burg ain 20. Dccbr. in Havre angekommen
Ein Pflanzer in Misnssippie bot im
gen Jahre von 1^3 Meraen Landes, wit
nur zwanzig Aibeitein, 201 Fässer Tobaß
geerudet»

Gen. Shields bat die früheren Munici
palbetidl den von Tampico abgefetzt und ihre
Am.'srcrrichtungcu (5ein miss ärcn übertra
geit.
Z e n a n e n -E i n

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