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Ohio Staats-bote. (Canton, Stark County, Ohio) 1846-1851, April 21, 1847, Image 1

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Wk—.
ober
e i n u n e n
~"i %tr SNatS-Botc erscheint rcgelin^ßig jeden
Mittwoch. 'Z:r Snl'striplionS-PreiS ist SI.SUnn
kedingte Dorau5bejal)ll«i»g iit Vaargeld, oder
weit it die Zahlung imterl?.tlb der erfreu Hälfte des
Jahres geschieht. Später Zahlende 0 adelt
entrichten. Keiit Unterschreiter wird für einen für»
|trn 3eitr.«tiU ata
6
(Jahrgang».
VAt'iLio :\T ivsioii,
oder der Schmetterling.
Erjah'ung von R.
(Fortsetzung.)
Endlich
kam
bleich
$2,
$i,50
zu
Monat.' angenommen auch
tarnt die B-itimj nur dann aufgegeben werden, trenn
Alle Nü.t't.w?e abbezahlt sind. Eine Vernachlassi
gwttg die Zeitung vor de», Ende des
it?rS
aufjufim»
Ugen. wird als eine Erneuerung dcr Subl'eription be
trachtet. Mitteilungen und Bliese sind pvfrfrei er«
keten. £j" öiefc Bedingungen werben pünktlich bc
-r-rdi ".
der ersehnte Augenblick und
ffrbrte tut groben, aber tiefen Teanerkleide
die arme
Margaretha—nur von einem Kna
ben
begleitet, der ihren kleinen jtVffvr trug—
dem
einladenden Peedigerhanse
und
eine
die
Hand
zu
Holm wollte auch nicht durch seine Gegen
wart den Lauf ihrer Gefühle hemmen oder
stören.—®ie erschien
denn
schlank, edel
und zart,
nut gesenktem Haupte, wie
gebeugte Lilie die schwereu, gleichsam
müde
geweinten An^eniieder deckten zur
Hälfte
tiefblauen Augen. In
der
trug sie behutsam ein sorgsam verhüll
tes Antrnleu der
'lautrer,
einen
in der
andern Pen
Krückstcck des Vaters seinen jahrelang
treuen Lei&cnc-grfahncn-tcr
einzige F« euud,
der
auch in Per A nnul) bei ihm ausgebal
Ten
hatte!—Eine kleine schlechte III r, die
tue eine kosib.ne, ein fr in der Noll) verkauf
te
golduc ersetzen mußte, barg sie im Buicu
und
drückte die thciircu Andenken von Zeit
zu Zeit fest an sich, als wollte sie sich ihics
Besitzes recht versichert hülfen. So trat sie
ein
und schon ihr AiiVl'ic?, ebne Wene, war
eine
beredte Bitte um Mil
leid ni.d Wohl
wollen. Beides regte sich denn auch feg'rieh
tit Gertrude und sie bewillkommnete sie mir
treuherzigem (Truste, nahm.dem K'-aben
das
l.-lchte ffnclien a6 und eilte inch der
kunftlgeu 5enna:h Margarethens, von die
ser gesollt ,,jO:cr,"
begann
j.tzt die gute
Alte, „hier ist tiun der Off, wo Sie, liebes
Fräulein, rasten und ruhen kennen, iingc
ftort tl)u» Sie wie zu £ati), so wünscht es
unser
Herr Prediger—ganz «ach 'Bequem
lichfat!"
Da unterbrach sie ein freudiges „Ach
aus Margarethens matt lächelndem Munde
bei dem ersten Auhl'ck dieser f. um iah igen
Fieistatt, die, mit x'lÜcm verleben, was den
Auge und dem Herzen einer tief Bell übten
»Dehlthun konnte, von der Nahe und dem
Wirken guter, trefflicher Menschen.deutlich
Zeugniß' gab. Sie staute zum Fenster
buious, besah die Bücher, ang uvn Alumni
zu Blumen, öffnete die Bettvorhänge, strich
das schöne weine Benchen, rührte in den
wohlriechendeMkiäutern, blieb dann endlich
stehen, hob den B! ck voll nnaiissprechlichein
Danke.zum Himmel, drückte e bebenden
Hände zusammen, s ans die gute Gern Il
de die siel) gerührt die ehrlichen Auqcn
trocknete—u. tvnrf sich ihr dann laut schluch
zend um den Hals.
„O." rief sie endlich ans, o liebes Müt
terchen wie dank ich Euch für Eure Theil
nähme, und dein edlen, gütigen Manne, Eu
rem Herrn, der so die unglückliche Marga
retha aufnimmt so ihr Schutz und ost
bietet! sagt ihm nur, ich lclnuc mich, i! in
noch beute selbst zu danken, und daß ich gar
gerne ihm in irgend etwas nützlich sein moch
te.- Herr Heim hat mir von seinem En fei
erzählt, bim ihn, daß er mir erlaube, den
Knaben im Englischen zu unterrichten,— u.
Euch, liebes Mütterchen. Euch kann ich im
Han? we sen auch recht ?,itr Hand r,chen in
die K.iche, bei tcr Wäfct c, im (Marten, wo
Ihr wollt auch bin ich im Nähen bewan
dert—gebt mir nur At I eit—die Ivtzfcn Iah
re haben mich ja zur Aihcit gewöhnt! bit
tet auch Euren ,.unfein Herrn," setzte sie
mit ruhrenm Demuth hinzu, „er möge nur
mir meinem Sei merze n mir meinen Thrä
,ien ein wenig GeNiit haben, denn Hier wer
de ich Trost 'finden hier wird es mir woh
werden Hier siäikt mich Gott giwiß mit
Kraft, midi ans dem Leid wieder aufzuricb
ien—das sagt mir im Innern eine Stimme
deutlich uutfbcshmmt—und der ^egen mei
ner guten Eltern wird sich mir hier cffenba
reu, bei n die arme Verwaiste wird sich wie
der reich fühlen an guter Menschen Herz!—
O liebes, liebes Mulle-, eben, sagt ihm Alles,
Alles, hört Ihr wohl?''—Hiermit drängte
sie das Mütterchen streichelnd rnb schmeich
elnd zur Thi're hinaus.
Kaum hatte jene treulich Alles dem alttu
Herrn wiederholt, ^ls Margarethe, von ed
ler
Ungeduld getrieben, ihr folgte, sich zu
famine!u suchte nnd lächelnd, wen auch weh
iniithig, leise die Thür effnete und auf der
Schwelle stehen blieb. Da trat ihr Wal
heim
freundlich entgegen Beide reichten einan
der
die Hände und sprachen sich so schweig»
end die erste Begrüßung ans—nnd Marga
retha den tiefempfundensten Dank ihres
ttnnibrn Herzens, dem nach langer Zeit ein
mal
wieder
unaussprechlich
wohl
gethan
war.
Der entschiedene günstige Eindruck dieses
ersten Nähernd wirkte bei allen Theileit still
brfiendend fort, rasch gegenseitiges, gänzli
l?es Vertrauen weckend.-Margaretha nmhtv
it sich wieder am heimischen 5eerde, in
glücklicherer Zeit und befreit von drückender
Armut 1): auch wußte ihr Her von Neuem,
für wen es Verehrung und kindliche Zuneig
ung noch auf Erden empfinden dürfte.—
Welheim betrachte sie bald wie eine ihm von
Fremden erzogene Tochter, der er seine vä
terliche Tbeilnahme nicht versagen konnte.
Gertrude fand täglich irgend eine Aehnlich
feit mehr zwischen ihr und der unvergeßlich-
Mutter drö Alexis, und gestattete ihrem
neuen Lieblinge, manche kleine Pflicht im
Hauswesen zu erfüllen, was sie in ihrem
Diensteifer keinem Andern wurde gegönnt
haben. Dafür ersann auch Margaretha al
le nur erdenklichen Liebesdienste für sie und
Walheim. Den? Knaben Alexis wurde sie
nne liebenswürdige Lehrerin, bei ihren
Stunden war der alte Herr mit besonderem
Vergnu/.en zugegen, um den lieben, ihm einst
1° befremdeten englischen Lauten zu horchen.
Woher Margaretha diese wohlklingend it.
geläufig aussprach, vermied er schonend zu
fragen, wie überhaupt jede scheinbare Neu
gier, ihre früheren Verhältnisse zu erforsch
en- Ihm genügte, statt aller itunte über
|te,
daß sie gut und unglücklich war. Gleich
ihm dacl tc auch Holm, der sich bei jedem
•bestiche im Predigei Hause des traulichen
Äereins seiner Freunde, der liebevollen
Stimmung zu einander recht wahrhaft freu
erc, was ihn seine frühere Furlprache fur
Margarethen nicht bereuen lug. Diese be
lohnte ihn stets nach Verdienst dutch mr ei«
gctit
hüm lich zuvor kernendes, liebliches We
Kit
u. ihm wurden wie ihrem lieben „Groß
Väterchen"—
)o
nannte sie
i* itato«, «.tark Gonnty, Dbw,
kindlich
den
tiger wohl zuweilen ein Paar Manschet
tern, fei» laiiberh'ch genaht. Auch las sie
oft lauf, vor dem Abendsegen, aus seinem
.jebimg'vbitch, dem „Laien Brevier von
echefer, das, reich au erbauenden Stellen,
fnr ihre Wunden mitunter wahren Balsam
enthielt, und sie immer mehr und mehr zu
der {ch£»ett christlichen Seelenruhe und tu
Zufriedenheit über die härtesten rrlcbtcuPrü
ruiuu-n hiüleitcre, wac sich auch in ihrem
vleußercu cffi'nbarre, es mit dem göttlichen
nr.nber der eanftmuth und Duldsamkeit ü
^ergoß, der dem Weibe ie Höchste Auuiutl)
vcrlc tl r.
I
i jenem Gemütlisleben entschwand itii
f.rn freunden der Sommer in wahrhaft
idyllischer Färbung u. fluchiig wie ein Mor
geniraum.
Ji ni folgte ein fruchtbringender Herbst
it HD brachte dem Prediger, zu'seiner großen
Freude, von seinem Sohne Ottfried einen
^rief, dessen letzte hier folgende Hälfte ihn
besonders angenehm überraschte:
Ja, ich bin noch immer der frohe, gern
jubelnde Sohn deo Waldes, lieber Alter!
Vivat das Forstleben Sommer in der grü
nen, prächtigen, duftenden Dämmerniw,
oder im Winter zwischen den beschneien, be
eisten, wie kristalisineii Bäumen umherzu
waiidern und sich durch Wind und Sturm
nmbrausen, um sausen und so recht durchrüt
teln zu lassen: das ist eine Luft! Anfangs
Frühling zog ich aus unser tu Waldrevier auf
einige Tage weithin nach dem alten, lieben
Nb. in!— Der Onkel hatte dort was auszu
richten, da schnallt' ich meinen Nänzel und
frisch ging's in gutem Trabe.
So kam ich denn in Düsseldorf an, recht
als fierier Bursche, mit—rv:che Väterchen!
—nur einem Mädchenbild darin!— Ich sah
das holde Geschöpf mehrmals, konnte aber
in der kurzen ?cit meines dreitägigen Auf
enlhalis nicht erforschen, wer nur, was sie
sei!—Scheu war sie. mit so rechten Veilchen
Bingen, sittsam und züchtig, edel in Gang n.
Wesen—aber arm, blutarm, das zeigten die
lit lichten Kleider und auch ihre Einkäufe für
liehe und Keller, die sie ganz allein besorg
te.—Doch die, end war sie nicht, das met
sich leicht!— Sieh Vater, da dacht' ich mir,
diese wäre mir gerade recht, nicht durch,
Reicht hum und Lurud verwöhnt, sondern
gnf, eugelgur-das sagten ihre Augen, „denn
drinnen "—wie ein großer Diet tei schreibt
„denn drinnen war ein Lichtblick ans der
Duelle, der Höher fließt als Mond n. Son
nen oben!'' Gott, das wäre ein Glück
Nun malte ich mir eine kleine, selige Häus
lichkeit aus und bekam auf einmal ernsthaft
Lust zum heiligen Eheslaiiie ich werfe' es
schon zu einer cintiäalichen Stelle bringen—
und geht's auch im Anfang karg—man liebt
sich, thut seine Pflicht und die Zufriedenheit
hilft über alles hinweg!
Unterdessen aber und in froher Erwartung
aller Herrlichkeiten sehne ich mich recht sehr,
Dich, Du lieber guter Alter, wieder zu se
hen, und ist es Dir gelegen, komme ich eiiii-
cc Wochen vor Weihnachten und bringe das
Fest bei Dir zu.—Waidmanuswerk treib ich
mitunter auch zum Vergnügen, somit sei ei
nes schmnkken Hafens gewärtig, liebst
der alten Anhänglichkeit Demes Sohnes
Pre-
O fr i e d."
Die Nachricht dieses eben Besuchs cm
pfing Margaretha mit großer Tbeilnahme
und dachte aus Liebe zum Vater schon an
den Sohn wie an einen noch unbekannten
Bruder. Gertrude verjüngte sich fast bei
der Aussicht, ihren als Kind so gepflegten
Liebling wieder zu sehen selbst Alexis
sprang ihm und den beim Abschiede verspro
chenen Schnictterlinaen im Traume entae
gen.— Nur auf Holm's Stirn lagerte sich
etile kleine Wolke, denn ihm war ein Vierter
ihm noch dazu Unbekannter, in dem Drei
fang, zu dem er, Walheim und Margare
tha so harmonisch stimmten, ein tvlleidit
mißtönender Zufall und er theilte somit nicht
die Une.ednld) mit welcher die Andern jenen
crrvarfeten.
Diese saßen eines Abends tranlich schwa
tzend allein da lärmte es die Treppe her
auf—rasch öffnete sieh die Thür und herein
flog Ottfried in die Arme des Vaters, ihn
herzend und küssend.—Der Alte weidete sich
Redigirt und herausgegeben von H. I. Nothnagel«
mit väterlichem Stolpe am Anblick des be
deutend gewachsenen Sohnes, strich ihm das
schöne, schwarze Leckenhanpf und klopfte ihm
die bräunlichen Wangen des bräunlich ge
wordenen Antlitzes, leuchtend in Iugendfri
sche, und besonders durch geistreiche, berede
te, schwarzfunkelnde Augen höchst anziehend,
ilcberhaupf gab Ottfried. obgleich mir von
mittlerer Größe, mit der fein geformten (^e
stalt, voll fltimuthiger GewandHett, ein schd
t.es Bild eines Jünglings.
Als sich der erste Erguß der sprudelnden
Freude des Wiedersehens bei Ollsried ge
mäßigt Hatte, bemerkte er erst Margarethen,
die im blaßgvünen Hauokieide, mit weissem
Kragentuche und Schürzchen ant andern
Ende des Zimmers vor einem Tischchen, den
Thee bereitend, gestanden hatte, und jetzt,
ihn freundlich grüßend, zur Thür hinaus
fchliipfte, um durch ihre Nähe den gegensei
tigen Mitteilungen nicht ein Hinder riß ju
sein.—Da liicCte er wie versteinert nach und
rief mit innigem Entzücken: „Vater das ist
ja die Holde vom Rheine! Nun drängten
sich Fragen an Fragen Walheim erklärte
ihm Margarethens Anwesenheit er horchte
frohleckend zu, mußte aber versprechen, sein
yerz mit seiner Lust, seinen Wünschen und
Plänen so lange zu zähmen, bis Zeit und
Umstände ihm würden sprechen und jii han
deln erlauben: denn Margaretha solle—be
merkte der Vater durch zu große Eile nicht
eingeschüchtert werden, oder sich gar aus blo
ßer Dankbarkeit für ihre Freistatt verpflich
tet halto«, das einzugehen, was ihrem der
zeit nnd einer vielleicht schon gefaßten an
dern Neigung enfge-cn träte. Noch gelob
fe Ottfried, auf des Vaters Wunsch, gegen
Helm ebenfalls schweigen.
(Schluß folgt.)
Folgende offiziellen Depeschen Gen. Tay
lors langten am Regierungssitze an. Sie
wurden von Lieut. Erittenden einem Voluit
far Adjutanten des Generals dem Kriegs
minister eingehändigt. Gleichzeitig traf in
Washington das nachfolgende Schreiben des
Commodore Conn er ein.
1. Depesche.
Hauptquatier der Occupations- Armee, La
ger auf dem Schlachtfcldc von Bucna Vifta.
Mein Herr Ich habe die Ehre Ihnen an
znzcige«, daß, «achtem ich mich am 20. über
zeugt, daß eine sehr starke feindliche Armee
bei Encarnacion, L0 Meilen jenseits von A
gua Nueva in der unverkennbaren Absicht
angelangt, meine StcUmuj anzugreifen, ich
mein Lager am letzten Platze am 21. abbrach
und eine starke Stellung vor
BUCH
a Vista,
einnahm. Eine Kavallerie-Abt Heilung, die
in Agua Nucoei zurückgeblieben war, mit die
Hieherschaffung der Vorräthe zu decken, wur
de während der Nacht hierher zurückgetrieben,
und am Morgen des 22. Febr. stellte sich die
mexikanische Armee vor unserer Position in
Front auf.
Um 11 Uhr Vormittags traf in nufcrin
Lager ein Parlamentär des Generals Santa
Amta ein, der mich zur unbedingten Uebeigä
be auffordere. Ich lehnte diese Uebergabe
unverzüglich verneinend ab. Die Aufforder
ung nnd meine Antwort folgen unten. Dao
Tressen begann spät des Nachmittags $wv
scheu teil leichte» Truppen auf der linken
Flanke, wurde aber nicht mit Nachdruck be
triebm, bis endlich der Feind am Morgen des
23. einen Versuch machte, unfern linken Flü
gel aus seiner Stellung zu vertreiben. Hier
entspann sich nun ein hartnäckiger, blutiger
Kampf, der für den ganzen Tag dauerte und
damit endigte, daß der Feind von unserer Li
nie total zurück getrieben wurde. Ein Ka
vallerie-Angriff auf den RauchoBucnaVista,
sowie eine Demonstration gegen die Statt
Salfillo selbst, wurden ebenfalls kräftig zu
ritckgewiesen. Sogleich bei Einbruch tcr
Nacht zog sich der Feind nach seinem Lager
nach Agua Nucva, 12 Meilen weit, zurück.
Unsere eigene Streitmacht, die in diesem
Treffen beteiligt war, belief siel) auf nicht
ganz 5,400 Mann, während General Santa
Anna, nach seiner eignen Angabe, 20,000
befehligte. Usncr Sieg ither eine so große
Armee der Feinde zeigt deutlich genug von
dem meisterhaften Betragen unser Truppen.
In einem ausführlichen Berichte werde ich
mir es zur angenehmen Pflicht machen, sol
che Offiziere und Corps, die sich besonders
ausgezeichnet haben, nahmhaft zu machen.
Ich kann übrigens hier nicht tun
hin, gegen
Brigadegeneral Wool, den Zweiten im Be
fehl, meinen besonderu Dank für die mir bei
dieser Gelegenheit geleisteten Dienste auszn
sprechen.
Unser Verlust war bedeutend und wird sich
auf nicht viel weniger als 700 Mann bclaiv
fett Der Verlust der Mexikaner war nnge
heucr. Ich werde bei erster Gelegenheit ei
ne Liste' der an diesen Tagen Verunglückten
nnd Verwundeten ausfertigen lassen.
Ich bin, mein Herr, mit besonderer Hoch
achtung, Ihr gehorsamer Diener
3
commaubirenber Generalmajor der Ver.
@t. Armee.- An Generalabjutanteu der
Armee, Washington,
D. C.
21 13 §17.
Mein Herr. Ich habe die Ehre, Sie zu
beuachrichiigen, daß die mcrifaiiijche Haupt
iirmcc noch immer bei Augua Nutva steht.
Untere Truppen behaupten die Stellung,
welche sie so wohl venheidigt haben, und sind
bereif, einen neuen Angriff des Feindes zu
empfangen, sollte er einen solchen machen.
Unterhandlungen mit eueral Santa An
na zum Austausche der Gefangene werden
uns alle, oder doch fast alle zu verschiedenen
Zeiten Gefangenen, sanimt den Wenigen,
die im Treffen am ~5 gefangen wurden, zu
ruckgcbtu. Unsere Verwundeten, sowie dieje
gen des Feindes, welche tu unsere Häute fie
len, sind hiergebracht worden und befinden
sich verhältnißmäßig wohl.
Unser Veiluit in den beiden Treffen be
läuft sich auf 264 Todte, 450 Verwundete
und 6 Vermißte. Eine Kompagnie Kent«
ly Eavallcri: ist hier hierin nicht eingeschlos
sen ,da dieselbe noch keinen Bericht liber ih
ren Verlust abgestattet hat. Ich habe die Eh
re, eine Viftc 'der gctodteten und verwunde
reu Offiziere beizulegen, unter denen Män
ner von höchsten Vcroienste sind.
Ich bin, mein Herr, hochachtungsvoll,Ihr
ergebener Diener. Z. Taylor,
ccmmaitpimtdcr Generalmajor der Ver.
St. Armee.
An den General- Adjutanten der Ammee zu
Washington, D. t§.
Haupiquaiticr der Occupanons-Armee.
Aqua Nucva, v. i. Marz 1847.
Mein Herri Ich habe die Ehre, lynen an
zuzeigen, daß die unter meutern Befehle ste
hende Armee, dieses ihr ursprüngliches La
ger vom ~7stni Febr. wieder bezogen hat, da
sich die letzte Abthe-lung der imrifaui|chen
Armee au jenem Tage wieder aus der Stra
ße gehen San Luis zurückzog. Ich habe zu
verläßige Nachricht erhalten, tap der Feind
in großer Unordnung einen gänzlichen ^uck
zug angetreten hat er verliert täglich eine
gieße Anzahl der Seinigen durch Df ermui
und durch den Hungertod. Ich schickte heute
eine Truppe nach Encarnacion ab, um fei
nen Nachtrab anzugreifen, nnv etwaige Vor
rät he, die sich teilen befinden mdgen, zu su
chen.
Nach Anzahl der mexikanischen Offiziere,
hauptsächlich solcher vom Mctiaualstalc, die
zur Veipflegu'lg der Kranken zuruckgeblte
den sind, hat der Hemd ohne Zweifel in dem
letzten Treffen 1500—^.000 Mann an Tod
ICH
und Verwundeten, und ~—3000 Mann
au Deserteuren verloren. Viele Offiziere
von hohen Rang sind geblieben. Ich fuge
eine Liste aller unserer Getodteten u»d Ver
wundeten, die so vollständig als möglich ist.
Ein Negiment iKenlucky Eauallciie) ist nicht
mit eingeschlossen, da dasselbe noch noch kel
lten Bericht abgestattet hat.
Der Feind hatte auf itr.fcv vollige Nieder
läge gerechnet uv.d dee halb Au stalten getrof
fen, uns den Ni ckzug zu versperren, und die
Armee abzuschneiden. Er hatte deshalb ver
Ichicoeue CavallenccorpS nicht nur in unse
rem Nucken, sondern sogar unterhalb Mon
terey aufgestellt. Ich became berichten zu
muffe
li, daß die Fe tu de bet dem Städtchen
Marine einen Wagcntrain n it Vorräthen
zerstört, und eine große Anzahl ber E'e cor ti
mid Fuhrleute getddtet i)aicit. Oberst Mor
gan, vom ~tcn Ohioregiment winde auf |ci
nein Marsche von Cerralvo iu.ch Monterey
mehrmals von der'mixckanischen Cavallerie
angegriffen, zerstreute dieselbe aber endlich
mit nur un bedeuten dem Verluste von seiner
Seite. Capt. Graham, cm Gehulfsquar
tierrneister, wurde in einem dieser Gefechte
tödtlich verwundet. Ich zweifle nicht, daß
die Niederlage ihrer Hanprarmee bei Bucna
Vista, unsere Communitattonslinie vor wei
terer Beunruhigung sichern wird. Ich beab
sichtige aber immer noch, in wenigen Tagen
mein Hauptquartier nach Monterey zu ver
legen, um dort solche Maas regeln zu ergrei
fen, die etwa not big sein durften. Die Ab
sicht des Feindes, 'unser» Nucken zu beun
ruhigen, macht es nur doppelt zur Pflicht,
meine Stellung vor Saltillo zu behaupten,
wo nun feine Niederlage den Feind weit ins
Innere zuritckgewoifen hat. Hätte ich mir
Monterey behauptet, so wäre kein eittfchei
denver Erfolg möglich gewesen, u. unsere
Ecmmmiifatiousltnten wären in (later Ge
fahr geblieben.
Ich bin, mein Herrhochachtuugsvoll, Ihr
ergebener Dinier Z. Taylor,
commandirender Generalmajor der V«
Staate».
An den Gcueraladjntanten der Armee
Washington, D. C.
S a n a
A n n a s
tc
len
A u o e u n
a i e n e a a y o
Sie sind von zwanzig
Tausend Manu um«
zingelt und können nicht, nach Menschenmö
lichfcit, eine allgemeine Niederlage vermes
den, noch verhindern, daß ihre Armee in Stn
cke gehauen wird. Da Sie aber Achtung u.
Anozeichuung verdienen, so wünsche ich, Sie
vor dieser Catagrophe zu bewahren, nnd be
nachrichtige Sie hiermit, daß Sie sich auf
Gnade oder Ungnabe ergeben follen unter der
Versicherung, daß Sie mit der, der mexika
nischen Ration anAe dornen Großmuts be,
Eine Bekanntmachung von einen, Biercet, eW
weniger, kostet fur einmalige Etiiriidung 60
für 3 mal $1. und fur jede fernere Gnm'ictung dessel»
den Vierecks 25 Cenrs—Ein Bierect 3 Monate et»»
jurueten kostet $ 3,6 Mcnate $ 5,1 I.-.hr $ 8- Ein«
halte Spalte 3 Monate tinjurtiefen K 8, 6 Monate
$ 15, 1 Jahr K25,—Eine ganze Spalte fiirS M»n*-
tostet $ 12, 6 Monate $ 20 und
1
Jahr $ 30.
rinjuriictcu tosten xcr Zahr K3, für 6
K2
u k a e i e e A i n e u s e u e n
lischer Sprache, wird in der rffke des ..OHioStaat»«
Boten" schnell, 1a Ufr er imd errreft telcrgt.
Mit Hochachtung, mein Herr, verbleibe ich
Ihr Diener Z. ay o r,
command. Gen. Major d.V. St. Armee.
An Gen. D. Ant. Lopez de Sam« Anna.
V e a z
Aus Commodore Crnner's Bericht vom 16.
an den Marinemiiiister.
An Morgen des 9tcn nahmen die Fregaw
ten jede 2500 Maitit, tic übrigen Kriegs
schiffe.eine verhältnißmäßige Anzahl von
Truppen aus den Transportschiffe» an Bord
nnd segelten nach Sacrificios, wo die AnS»
schiffung vom herrlichsten Wetter begünstigt,
vor sich ging.— Die ganze Armee von mehr
a.'s 10,000 Manu wurde ohne den geringsten
Unfall ans Land gesetzt. Die Offiziere und
Matrosen der Flotte eiferten mit einander
an Thätigkeit bei der Ausschiffung der Trup
pen. Mehr als 11,000 Mann waren wä
ren bereits am 10. ausgeschifft.— Commo
dore Eonner ist der Meinung, daß der Feind
nicht im Stande fei, den Platz zu behaupten,
da das Schloß für nicht länger als 4
chen, nnd die Stadt Höchstens für dieselbe
Zeit vcrproviantirt war.
Am 10. Marz eröffnete der Krieg
st amp#
fer „Spitfire" ein Bombardement auf Salt
Juan und die Stadt,, welches von beiden Plä
tzen lebhaft, jedoch ohne Erfolg, erwiedert
wnrde Der Zweck war, die Nutzbarkeit ter
kleinen Dampfer tcr Flotte zu prüfen. Eine
durch einen französischen Marine-Offizier in
ttnfere Haute gelangte Zeitung Vera Cruz
sagt, daß verschiedene Kugeln eines Damp
fers der feindlichenFlotte auf dcuGrandPla
»a gefallen seien und mehrere Einwohner ge
todtet und verwundet hätten.
5irie£«:d)ijf A Id
.my den 12. Mar
Der Sturm vom Norden hat sich gelegt.
Nach dem Frühstück werden die Böte wieder
anfangen, die Transportschiffe wieder anS
Maden. Um 3 Uhr heute FrnH fing der
Feind wieder au, aus Mörsern und Kano
neu loszudounexn. Gleichzeitig warf er Ra
kernt, von denen die Nacht zuweilen in hellen
Tag verwandelt wurde. Unsere Mannschaft
verhielt sich dabei ganz passiv obgleich die
Sehnsucht groß ist, den Sturm zu beginnen.
Aufforderung
Monat«
Nmnmer IS.)
handelt werden sollen. Ich gebe Ihnen eine
Stunde Zeit, um einen Entschluß zit fassen,
von dem Augenblick an gerechnet, an dem
mein Parlamentär in Ihrem Lager eintrifft.
In dieser Absicht versichere ich Sie meiner
besonderu Achtung.- Gott und Freiheit!
Lager zu Econtada,Febr. 22, 1847.
Ant. Lopez deSauta Anna.
An General Z. Taylor, Befehlshaber de?
Ver. Staaten Armee.
Hauptquatier der Ockupalionö-Amte
Bucna ^'ista.
bei
Februar 22.. 1847.
Mein Herr In Beantwcrtnng Ihrer
Zuschrift vom Heutigem Datum, in der Sie
mich zur Uebergabe meiner Armee auf Gna
de oder Ungnade anffortern, nehme ich mir
tie Freiheit zu sagen, taß ich mich nicht ent
schließen kann, auf Ihr Ansuchen einzugehen.
OJttrJ,
Wo­
Tampico dcn 12. Marz
Es sind hier Briefe ans San Luis Potosi
eingetroffen, nach welchen Santa Anna tc«
incrifantichcu Congreß tringent aufgefortert
haben sdll, Friedenounterhandlungen anzu
knüpfen. Diese Briefe sagen, der Verlust der
Mexikaner bei Bucna Btsta an Todtcn be
laufen sich auf 3000 Mann, an Verwundeten
auf 1700 Manu. 6000 Mann von Santa
Anna's Armee sollen bei tern Nucfzua defer#
tin fein.
o n V e a u z e n -S o s
an
alle Fremden, die bclair
grrtc Stadt zu verlassen Ankunft der
schweren Artillerie und Oberst Harncy'O
Dragoner Regiment.— Der Stevenus»
Cutter „Ewing" lief am 28. v. M-, feit de«
16. v. von Vera Cruz unterwegs, in
Orleans ein. Die Zcachricht von Gen. Tay
lors Sieg bei Bueua Vtsta kam ant 16.
Gcit. Scctls Lager au. Von allen Seiten
wnrde tiefelbe mit tonncrntcn Hurrahs be#
griißt und rief in unserer Armee nicht gerin
gen Enthusiasmus hervor— Das raube
Wetter hatte bis jetzt nur die theilweife Lau#
tung der angekommen schweren Artillerie
möglich gemacht. Gen. Scott hat die in
Vera Cruz wohnenden Fremden aufgefordert
die etabt zu verlassen Die Meisten derfefci
ben haben sich an Bord der fremden Kriegs
schiffe bei Sacrificios begeben. Die französ
und span. Consul» haben Gen. Scott's Pro#
ttktiou verlangt und dieser versprochen, flfci
weit wie möglich, sie zu schützen.
Viele Burger Vera Cruz's sollen zu Guch^
sten einer Kapitulation der Stadt sein, dW
Besatzung sich diesem jedoch auf'6 Heftigste
widersetzen
In der Nacht vom
12
auf den 13. Mat%?
gelangte eine mexikanische Truppenverstäm.
kung von 800 Mann, nördlich von General
Twiggs Stellung, in die Stadt. Tie Bela-'
geruugs Vorbereitungen waren zum TheiD
unvollendet.
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i. iv o fit a i ft mein Vaterlan d."
gtlruat den '24teil, 1847.
3. e e s ch e.
L. e e s ch e.
Salfillo, d. *5. Febr. 1847.
e k a n n a u n e n
s a s s a e n v o n 4 o e w e n i e e

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